[0001] Die Erfindung betrifft ein Dekor- und/oder Funktionsteil für den Einbau in einen
Eckbereich oder eine Nische, beispielsweise eines zumindest teilweise gefliesten Raumes.
Die Erfindung betrifft ferner einen Eckbereich und eine Nische eines Raumes jeweils
mit wenigstens einem solchen Dekor- und/oder Funktionsteil.
[0002] Dekor- und/oder Funktionsteile kommen vielfältig zum Einsatz. Beispielsweise kommen
Dekor- und/oder Funktionsteile im Badezimmer vor, wo sie als Duschablage in einer
Dusche genutzt sein können. Neben der Funktion als Ablage ist für das im Badezimmer
genutzte Dekor- und/oder Funktionsteil besonders das ästhetische Erscheinungsbild
von Bedeutung. Was dieses ästhetische Erscheinungsbild angeht, sind die Kundenwünsche
jedoch recht unterschiedlich und variieren üblicherweise über eine große Bandbreite.
Die Folge ist ein relativ großer Aufwand bei der Herstellung und Lagerhaltung, verbunden
mit zusätzlichen Kosten. Häufig kann Kundenwünschen auch gar nicht oder nur unzureichend
nachgekommen werden.
[0003] Einer Ausführungsform liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dekor- und/oder Funktionsteil
der eingangs genannten Art vorzuschlagen, durch welches unterschiedliche Kundenwünsche
kostengünstig und in technisch einfacher Weise flexibel bedient werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Dekor- und/oder Funktionsteil gelöst, welches die Merkmale
des Anspruches 1 aufweist. Zur Lösung der Aufgabe wird ferner ein Eckbereich oder
eine Nische eines Raumes mit den Merkmalen des Anspruches 18 vorgeschlagen. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreibung und den Figuren.
[0005] Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Dekor- und/oder Funktionsteil vorzugsweise
für den Einbau in einen Eckbereich oder eine Nische, beispielsweise eines zumindest
teilweise gefliesten Raumes vorgesehen. Unter dem Dekor- und/oder Funktionsteil ist
insbesondere ein Teil zu verstehen, welches eine ästhetische Wirkung und/oder funktionelle
Wirkung ausübt. Eine ästhetische Wirkung kann durch eine besondere Gestaltung, Farbe
oder ein besonderes Material bewirkt sein. Die funktionelle Wirkung kann beispielsweise
eine Funktion als Träger, Ablage, Auflage oder dergleichen sein.
[0006] Das Dekor- und/oder Funktionsteil ist zumindest zweiteilig aufgebaut und hat ein
Flächenteil, aufweisend wenigstens eine flächige Außenseite, und ein an dem Flächenteil
direkt oder indirekt angebundenes, insbesondere fest angebundenes bzw. befestigtes
Profilteil, welches mit einem Materialabschnitt von der flächigen Außenseite des Flächenteils
wegragt, beispielsweise im eingebauten Zustand beispielsweise an einem Eckbereich
oder einer Nische von der flächigen Außenseite nach oben wegragt bzw. nach oben wegsteht,
und Bestandteil einer Dekorseite ist oder eine Dekorseite bildet. Unter der Dekorseite
ist insbesondere zu verstehen, dass dieser Seite eine ästhetische Funktion, insbesondere
Dekorfunktion, zukommt. Beispielsweise liegt die Dekorseite im eingebauten Zustand
des Dekor- und/oder Funktionsteils in einem Sichtbereich für eine Person und kann
eine oder die Sichtseite des Dekor- und/oder Funktionsteils bilden. Beispielsweise
ist die Dekorseite Bestandteil einer Blende oder bildet eine Blende.
[0007] Durch ein solches wenigstens zweiteilig aufgebautes Dekor- /Funktionsteil kann die
oder die eine Dekorseite individuell gestaltet werden, indem ein dem Kundenwunsch
entsprechendes Profilteil genutzt wird. Das Flächenteil selbst kann unverändert beibehalten
werden. Dadurch lassen sich Kundenwünsche hinsichtlich der ästhetischen Ausgestaltung
der Dekorseite über eine große Bandbreite kostengünstig und in einfacher Weise erfüllen.
Insofern ist durch die Mehrteiligkeit des Dekor-/Funktionsteils ein hohes Maß an Flexibilität
für die Gestaltung hinsichtlich der Ästhetik, aber auch hinsichtlich der zu erfüllenden
Funktion gegeben.
[0008] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Profilteil einer
Seite des Flächenteils zugeordnet ist, wobei die Länge der Seite und/oder die Längserstreckung
des Flächenteils in Richtung der Längserstreckung der Seite größer als die Längserstreckung
des Materialabschnittes des Profilteils ist, so dass das Flächenteil den Materialabschnitt
an wenigstens einem Ende mit einem Längenabschnitt längsseits überragt. Dadurch ist
es ermöglicht, das Funktionsteil an Wandungen, beispielsweise eines Eckbereiches oder
einer Nische, einzubauen, indem der eine Längenabschnitt in eine Vertiefung der Wandung
eingeführt wird und/oder sich dagegen abstützt, wobei zugleich die Dekorseite beispielsweise
freistehend nach außen hin in den Sichtbereich ragen kann. Die Vertiefung an der Wandung
kann beispielsweise eine Fuge sein, welche durch zwei benachbarte Belagelemente, wie
beispielsweise Fliesen, an der Wandung gebildet sind. Insofern trägt der seitlich
an wenigstens einem Ende des Profilteiles überstehende Längenabschnitt maßgeblich
dazu bei, in technisch einfacher Weise eine stabile und haltbare Anbindung an einer
Wandung zu realisieren.
[0009] Es bietet sich an, dass das Flächenteil und das Profilteil zueinander in eine vorgegebene
Endposition gebracht sind, in welcher das Profilteil mit einem Basisabschnitt in eine
Aufnahme aufgenommen ist, beispielsweise in eine Einsteckaufnahme eingeschoben bzw.
eingesteckt ist. Das Flächenteil und das Profilteil sind dadurch zueinander quer zur
Einsteckrichtung geführt, so dass die Montage erleichtert ist, um das Flächenteil
und das Profilteil zueinander in die angestrebte Endposition zu bringen.
[0010] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass die Einsteckaufnahme
wenigstens zwei an dem Flächenteil angeordnete und von der flächigen Außenseite oder
einer anderen flächigen, beispielsweise entgegengesetzten Außenseite des Flächenteils
wegragende Laschen aufweist, zwischen denen der Basisabschnitt eingeschoben bzw. eingesteckt
ist. Dadurch ist in technisch einfacher Weise die Einsteckaufnahme realisiert.
[0011] Es kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine der Laschen einen Randabschnitt des
Basisabschnitts übergreift und/oder umgreift. Beispielsweise bilden die Laschen jeweils
zusammen mit der flächigen Außenseite oder der anderen flächigen Außenseite des Flächenteils
eine Aufnahme für einen Randabschnitt des Basisabschnitts aus. Dadurch ist wenigstens
eine Maßnahme ergriffen, um in technisch einfacher Weise das Profilteil beim Einschieben
in die vorgegebene Endposition innerhalb der Einsteckaufnahme gegen ein Wegbewegen
von der flächigen Außenseite bzw. der anderen flächigen Außenseite des Flächenteiles
zu sichern. Auch ist dadurch verhindert, dass in der Endposition das Profilteil sich
von der flächigen Außenseite bzw. der anderen flächigen Außenseite lösen kann.
[0012] In technisch einfacher Weise lassen sich die Laschen realisieren, wenn sie nach einer
Ausgestaltung der Erfindung an dem Flächenteil angebunden oder angeformt sind. Die
Laschen können dazu durch Umformen, beispielsweise Biegen, in die übergreifende und/oder
umgreifende Position gebracht sein.
[0013] Es bietet sich an, dass der Basisabschnitt mit einer Außenseite sich gegen eine der
flächigen Außenseiten des Flächenteils abstützt, insbesondere gegen eine der flächigen
Außenseiten des Flächenteils anliegt. Dadurch ist eine stabile und haltbare Verbindung
des Profilteils mit dem Flächenteil realisiert.
[0014] Um das Profilteil und das Flächenteil in der Endposition möglichst dauerhaft haltbar
und fest miteinander zu verbinden, bietet es sich an, dass das Flächenteil und das
Profilteil gegeneinander verklebt sind. Es kann dazu ein Hybridklebstoff, beispielsweise
auf Polyurethanbasis genutzt sein. Durch das Verkleben sind zudem das Profilteil und
das Flächenteil gegeneinander in dem Verbindungsbereich gasdicht und/oder flüssigkeitsdicht
miteinander verbunden. Insofern ist durch das Verkleben eine Maßnahme ergriffen, welche
Vorteile bringt, wenn das Dekor- und/oder Funktionsteil in einem Nassbereich eingesetzt
werden soll.
[0015] Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Dekor-
und/oder Funktionsteil wenigstens dreiteilig aufgebaut ist und neben dem Flächenteil
und dem Profilteil zusätzlich ein Verbindungsteil vorgesehen ist, welches einerseits
mit dem Profilteil und andererseits mit dem Flächenteil verbunden ist. Durch das Verbindungsteil
ist eine Verstärkung des Dekor- und/oder Funktionsteils im Verbindungsbereich des
Flächenteiles mit dem Profilteil realisiert.
[0016] Es bietet sich an, dass das Verbindungsteil plattenförmig ausgebildet ist. Dadurch
liegt das Verbindungsteil relativ dünnwandig vor, so dass durch das zusätzliche Verbindungsteil
keine oder nur eine geringfügige aufbauende Wirkung auf das Dekor- und/oder Funktionsteil
ausgeübt wird.
[0017] Es bietet sich ferner an, dass das Verbindungsteil wenigstens eine flächige Außenseite
hat, gegen welche sich das Flächenteil und das Profilteil abstützen oder an welcher
das Flächenteil und das Profilteil anliegen. Auch bietet es sich an, dass das Flächenteil
und das Profilteil stirnseitig auf Stoß gegeneinander liegen oder stirnseitig zueinander
beabstandet sind. Dadurch bilden das Flächenteil und das Profilteil auf ihrer flächigen
Außenseite eine durchgehend ebene Fläche, wenn beispielsweise das Flächenteil und
das Profilteil zumindest im Bereich ihrer Verbindungsstellen im Wesentlichen zueinander
gleiche Wanddicke haben.
[0018] Weiterhin bietet es sich an, dass die Einsteckaufnahme wenigstens zwei an dem Verbindungsteil
angeordnete und von der flächigen Außenseite oder einer anderen flächigen, beispielsweise
entgegengesetzten Außenseite des Verbindungsteils wegragende Laschen aufweist, zwischen
denen der Basisabschnitt des Profilteils eingeschoben bzw. eingesteckt ist. Dadurch
ist in technisch einfacher Weise die Einsteckaufnahme realisiert.
[0019] Es kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine der Laschen einen Randabschnitt des
Basisabschnitts übergreift und/oder umgreift. Beispielsweise bilden die Laschen jeweils
zusammen mit der flächigen Außenseite oder der anderen flächigen Außenseite des Verbindungsteils
eine Aufnahme für einen Randabschnitt des Basisabschnitts aus. Dadurch ist wenigstens
eine Maßnahme ergriffen, um in technisch einfacher Weise das Profilteil beim Einschieben
in die vorgegebene Endposition innerhalb der Einsteckaufnahme gegen ein Wegbewegen
von der flächigen Außenseite bzw. der anderen flächigen Außenseite des Verbindungsteils
zu sichern. Auch ist dadurch verhindert, dass in der Endposition das Profilteil sich
von der flächigen Außenseite bzw. der anderen flächigen Außenseite lösen kann.
[0020] Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass zwischen den Laschen das Flächenteil eingeschoben
bzw. eingesteckt ist. Auch kann es vorgesehen sein, dass wenigstens eine der Laschen
einen Randabschnitt des Flächenteils übergreift und/oder umgreift. Ferner kann wenigstens
eine der Laschen zusammen mit der flächigen Außenseite oder der anderen flächigen
Außenseite des Verbindungsteils eine Aufnahme für einen Randabschnitt des Flächenteils
ausbilden.
[0021] Dadurch ist das Flächenteil unter Nutzung der Einsteckaufnahme in die vorgegebene
Endposition gebracht. Auch ist dadurch wenigstens eine Maßnahme ergriffen, um in technisch
einfacher Weise das Flächenteil beim Einschieben in die vorgegebene Endposition innerhalb
der Einsteckaufnahme gegen ein Wegbewegen von der flächigen Außenseite bzw. der anderen
flächigen Außenseite des Verbindungsteils zu sichern. Darüber hinaus ist verhindert,
dass in der Endposition das Flächenteil sich von der flächigen Außenseite bzw. der
anderen flächigen Außenseite lösen kann.
[0022] In technisch einfacher Weise lassen sich die Laschen realisieren, wenn sie nach einer
Ausgestaltung der Erfindung an dem Verbindungsteil angebunden oder angeformt sind.
Die Laschen können dazu durch Umformen, beispielsweise Biegen, in die übergreifende
und/oder umgreifende Position gebracht sein.
[0023] Es bietet sich an, dass das Flächenteil und das Profilteil jeweils gegen das Verbindungsteil
verklebt sind. Dadurch sind das Profilteil und das Flächenteil in der Endposition
haltbar und fest mit dem Verbindungsteils verbunden. Es kann dazu ein Hybridklebstoff,
beispielsweise auf Polyurethanbasis genutzt sein. Durch das Verkleben sind zudem das
Profilteil und das Flächenteil gegenüber dem Verbindungsteil gasdicht und/oder flüssigkeitsdicht
verbunden. Insofern ist durch das Verkleben eine Maßnahme ergriffen, welche Vorteile
bringt, wenn das Dekor- und/oder Funktionsteil in einem Nassbereich eingesetzt werden
soll.
[0024] Durch das Verbinden des Flächenteils mit dem Profilteil direkt oder unter Zwischenschaltung
des Verbindungsteiles mittels der vorstehend beschriebenen Steckverbindung und/oder
dem Verkleben ist das Dekor- und/oder Funktionsteil schnell und kostengünstig zusammen
zu bauen, ohne dass es durch das Verbinden zu farblichen Veränderungen, Verformungen
oder dergleichen kommt, wie dies beispielsweise bei einer thermischen Verbindung vorliegen
kann.
[0025] Das Flächenteil und/oder das Profilteil kann ein ein Metallteil, insbesondere ein
nicht-korrosives Metallteil, beispielsweise ein Edelstahlteil, ein Aluminiumteil oder
ein Messingteil, sein. Auch kann das Flächenteil und/oder das Profilteil wenigstens
ein Metall, wie beispielsweise Edelstahl und/oder Aluminium und/oder Messing enthalten.
Dadurch ist das Dekor- und/oder Funktionsteil auf stabile Art und Weise zu realisieren,
wobei es in korrosionsempfindlichen Bereichen oder Umgebungen eingesetzt werden kann,
wie beispielsweise in oder an Nasszellen, beispielsweise im Badbereich.
[0026] Ferner kann das Flächenteil und/oder das Profilteil ein Blechteil sein. Hierdurch
ist eine technisch einfach zu realisierende Herstellung möglich. Grundsätzlich kann
das Flächenteil und/oder das Profilteil auch ein Kunststoffteil oder ein Hybridteil,
aufweisend Kunststoff und Metall, sein.
[0027] Das Profilteil kann ein Strangpressteil sein. Dadurch ist das Profilteil in technisch
einfacher Weise als ästhetisch anmutendes Profil herzustellen.
[0028] Sofern bei dem Dekor- und/oder Funktionsteil das vorstehend beschriebene Verbindungsteil
vorgesehen ist, bietet es sich an, dass das Verbindungsteil ein Metallteil, insbesondere
nicht-korrosives Metallteil, wie beispielsweise ein Edelstahlteil, ein Aluminiumteil
oder ein Messingteil, ist. Auch kann das Verbindungsteil wenigstens ein Metall, wie
beispielsweise Edelstahl und/oder Aluminium und/oder Messing enthalten. Dadurch kommt
dem Verbindungsteil eine hohe Stabilität zu. Auch kann es in korrosionsempfindlichen
Bereichen oder Umgebungen eingesetzt werden, wie beispielsweise in oder an Nasszellen,
beispielsweise im Badbereich.
[0029] Das Verbindungsteil kann ein Blechteil sein, so dass etwaige Umformungen in technisch
einfacher Weise zu realisieren sind. Grundsätzlich kann das Verbindungsteil auch ein
Kunststoffteil oder Hybridteil, beispielsweise aufweisend Kunststoff und Metall, sein.
[0030] Es bietet sich an, dass der Basisabschnitt und der Materialabschnitt an dem Profilteil
angeformt sind, insbesondere gegeneinander angeformt sind. Dadurch sind der Basisabschnitt
und der Materialabschnitt in technisch einfacher Weise bereits beim Ausformen des
Profilteiles zu realisieren.
[0031] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass das Profilteil ein Fertigteil,
insbesondere industriell vorgefertigtes Fertigteil ist. Dadurch ist das Profilteil
kostengünstig zu realisieren, da als Profilteil auf ein standardisiertes Fertigteil
zurückgegriffen werden kann. Derartige Fertigteile sind Massenprodukte, welche in
großen Stückzahlen und damit kostengünstig hergestellt werden können. Grundsätzlich
kann das Fertigteil auch ein Einzelstück sein.
[0032] Beispielsweise kann das Profilteil ein Fliesenprofil sein. Unter dem Fliesenprofil
ist insbesondere ein Profil zu verstehen, welches zur Begrenzung und/oder zum Abschluss
einer mit Belagelementen versehenen Fläche, beispielsweise einer mit fliesen versehenen
Fläche, dient. Derartige Fliesenprofile sind handelsüblich und auch unter der Bezeichnung
Fliesenabschlussprofil oder Winkelabschlussprofil bekannt.
[0033] Sofern das Profilteil ein Fliesenprofil ist, kann das Dekor- und/oder Funktionsteil
mit einem solchen Fliesenprofil gebildet sein, dessen Art auch schon zur Begrenzung
von gefliesten Flächen eingesetzt wurde. Es können also die bereits für die gefliesten
Flächen benutzten Fliesenprofile auch für das Dekor- und/oder Funktionsteil genutzt
werden, so dass sich ein einheitliches Gesamtbild ergibt.
[0034] Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass das Flächenteil auf seiner flächigen Außenseite
mit einem Haftvermittler für ein Belagelement, beispielsweise eine Fliese, und/oder
einen dazu benutzten Kleber öder Mörtel versehen ist. Dadurch ist das Dekor- und/oder
Funktionsteil dazu ausgebildet, mit einem Belagelement versehen zu werden, wobei das
Belagelement dann in einer haltbaren Anbindung an dem Flächenteil vorliegt.
[0035] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich dadurch, dass das Dekor- und/oder
Funktionsteil eine mehreckige Flächenkontur, beispielsweise eine dreieckige oder viereckige
Flächenkontur, aufweist. Dadurch kann das Dekor- und/oder Funktionsteil individuell
und flexibel auf jeweils vorliegende Einbaugegebenheiten angepasst werden. Beispielsweise
kann für den Einbau in einen Eckbereich das Dekor- und/oder Funktionsteil eine dreieckige
Flächenkontur aufweisen. Für den Einbau in oder an einer Nische kann das Dekor- und/oder
Funktionsteil eine beispielsweise viereckige Flächenkontur aufweisen. Grundsätzlich
kann das Dekor- und/oder Funktionsteil auch eine runde, beispielsweise kreisrunde
oder ovale, oder eine teilrunde Flächenkontur, insbesondere halbrunde Flächenkontur
aufweisen.
[0036] Die Erfindung umfasst auch einen Eckbereich eines Raumes mit wenigstens einem Dekor-
und/oder Funktionsteil, wie es vorstehend beschrieben ist.
[0037] Darüber hinaus umfasst die Erfindung eine Nische eines Raumes mit wenigstens einem
Dekor- und/oder Funktionsteil, wie es vorstehend beschrieben ist.
[0038] Es bietet sich an, dass der Eckbereich oder die Nische wenigstens zwei, mindestens
teilweise mit Belagelementen versehene Seitenwandungen aufweist und das Flächenteil
des Dekor- und/oder Funktionsteils in wenigstens eine Fuge, beispielsweise Querfuge
und/oder horizontal verlaufende Fuge, zwischen den Belagelementen eingreift, insbesondere
sich darin abstützt. Dadurch ist eine stabile und haltbare Anbindung des Dekor- und/oder
Funktionsteils an der wenigstens einen Seitenwandung in einfacher Weise realisiert,
da dazu wenigstens eine der bereits sowieso vorliegenden Fugen genutzt ist.
[0039] Ergänzend oder alternativ kann es auch vorgesehen sein, dass das Dekor- und/oder
Funktionsteil in wenigstens eine Vertiefung, insbesondere längliche Vertiefung, beispielsweise
horizontal verlaufende längliche Vertiefung, einer der Seitenwandungen eingreift,
insbesondere sich darin abstützt. Für diesen Fall ist eine stabile und haltbare Anbindung
des Dekor- und/oder Funktionsteiles an der wenigstens einen Seitenwandung ermöglicht,
ohne dass die Seitenwandung Belagelemente aufweisen braucht.
[0040] Es bietet sich aus optischen Gründen an, dass das Dekor- und/oder Flächenteil auf
seiner Oberseite und/oder Unterseite mit wenigstens einem Belagelement, beispielsweise
einer Fliese, versehen ist. Der nach außen stehende Materialabschnitt des Profilteils
des Dekor- und/oder Flächenteil sollte eine Höhe aufweisen, so dass die nach außen
weisende Seite des Belagelementes in etwa bündig mit dem äußeren Ende, beispielsweise
dem oberen Ende des Materialabschnittes ist. Es bietet sich dazu an, die Höhe des
Materialabschnittes auf die Höhe des auf die flächige Außenseite aufgebauten oder
aufzubauenden Belages angepasst ist oder angepasst wird.
[0041] Durch die Erfindung ist es möglich, dass das Dekor- und/oder Funktionsteil als Ablage,
wie beispielsweise Duschablage, genutzt wird. Es ist geeignet, in bestehende Duschen
oder sonstige Nasszellen nachträglich eingebaut zu werden. Für den Einbau können etwaige
Fugen genutzt werden, welche zwischen Belagelementen, wie Fliesen, an der Wandung
oder den Wandungen der Dusche oder Nasszelle vorliegen.
[0042] In die Fugen kann das Dekor- und/oder Funktionsteil mit einem Randabschnitt eingeführt
werden, so dass es sich beispielsweise gegen eine Stirnseite wenigstens eines der
Belagelemente abstützt. Durch Verfugen der Fugen ist eine Verankerung des Dekor- und/oder
Funktionsteil möglich, so dass auf weitere Befestigungsmittel, wie beispielsweise
Schraubelemente verzichtet werden kann. Insofern können etwaige Beschädigungen der
Belagelemente vermieden werden, da auf Bohrungen zur Aufnahme solcher Befestigungsmittel
in die gefliesten Wandungen verzichtet werden kann. Durch die Verankerung des Dekor-
und/oder Funktionsteils in den Fugen ist auch sichergestellt, dass die hinter den
Belagelementen liegenden und der Wandung zugewandten Abdichtungsebene, welche also
zwischen den Belagelementen und der Oberfläche der Wandung liegen kann, unversehrt
aufrechterhalten bleibt und somit ihre Dichtfunktion gegenüber der Wandung vollständig
beibehält.
[0043] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele anhand
der Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale
für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren
Rückbeziehung.
[0044] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen mit Belagelementen versehenen Ausschnitt eines Eckbereichs, beispielsweise einer
Nasszelle, mit einem dort montierten Dekor- und/oder Funktionsteil in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 2
- eine mögliche Ausführungsform des Dekor- und/oder Funktionsteils gemäß der Figur 1
in einer perspektivischen Draufsicht,
- Fig. 3
- das Dekor- und/oder Funktionsteil der Figur 2 in einer perspektivischen Unteransicht,
- Fig. 4
- das Dekor- und/oder Funktionsteil der Figuren 2 und 3 in einer Draufsicht als Explosionsdarstellung,
- Fig. 5
- das Dekor- und/oder Funktionsteil der Figuren 2 und 3 in einer Draufsicht,
- Fig. 6
- eine weitere mögliche Ausführungsform des Dekor- und/oder Funktionsteils der Figur
1 in einer Draufsicht als Explosionsdarstellung und
- Fig. 7
- das Dekor- und/oder Funktionsteil der Figur 6 in einer Draufsicht.
[0045] Figur 1 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines Eckbereiches 100 mit zwei winkelig
aufeinander zu laufenden Seitenwandungen 110 und 120, welche beispielsweise im Wesentlichen
in einem rechten Winkel zueinander liegen. Der Eckbereich 100 kann mit Belagelementen
130 zumindest teilweise versehen sein, wobei zwischen benachbarten Belagelementen
131 und 132 wenigstens eine Fuge 140 vorgesehen sein kann.
[0046] Es ist in den Eckbereich 100 ein Dekor- und/oder Funktionsteil 1 eingebaut, welches
als Ablage genutzt sein kann. Beispielsweise kann es sich bei dem Eckbereich 100 um
den Wandbereich einer Dusche in einem Badezimmer handeln. In diesem Fall kann das
Dekor- und/oder Funktionsteil 1 eine Duschablage sein.
[0047] Bevorzugt ist das Dekor- und/oder Funktionsteil 1 in seinen Abmessungen an den Eckbereich
100 angepasst, so dass das Dekor- und/oder Funktionsteil 1 eine dreieckige Flächenkontur
aufweist, wobei die Ränder des Dekor- und/oder Funktionsteils 1 beispielsweise in
einem solchen Winkel zueinander stehen, welcher im Wesentlichen dem Winkel entspricht,
in welchem die Seitenwandungen 110 und 120 zueinander stehen. Beispielsweise ist das
Dekor- und/oder Funktionsteil 1 in seiner Flächenkontur als gleichschenkliges Dreieck
ausgebildet. Der nach außen in das Rauminnere weisende Bereich des Dekor- und/oder
Funktionsteiles 1 bildet dabei eine Dekorseite 7, welche einen Sichtbereich für das
Dekor- und/oder Funktionsteil 1 ausbildet und beispielsweise in einer ästhetisch anmutenden
Gestaltung ausgestaltet ist.
[0048] Es ist vorgesehen, dass das Dekor- und/oder Funktionsteil 1 mehrteilig aufgebaut
ist, vorzugsweise wenigstens zweiteilig ist, und ein Flächenteil 2 sowie ein Profilteil
3 aufweist, wobei das Profilteil 3 ein Bestandteil der Dekorseite 7 ist oder die Dekorseite
7 bildet. Das Profilteil 3 ist an dem Flächenteil 2 angebunden und kann ein vorgefertigtes
Fertigteil sein. Beispielsweise ist das Profilteil 3 ein Fliesenprofil. Beispielsweise
ist ein baugleiches Fliesenprofil auch als Abschlussprofil für die mit den Belagelementen
130 versehenen Flächen an den Seitenwandungen 110 und 120 genutzt.
[0049] Figuren 2 bis 5 zeigen eine Ausführungsform des Dekor- und/oder Funktionsteiles 1
der Figur 1 in unterschiedlichen Ansichten. In der Figur 4 ist das Dekor- und/oder
Funktionsteil 1 in einer Explosionsdarstellung gezeigt, in welcher das Flächenteil
2 und das Profilteil 3 in Abstand zueinander vorliegen. In den verbleibenden Figuren
2, 3 und 5 ist das Dekor- und/oder Funktionsteil 1 im zusammengebauten Zustand gezeigt.
[0050] Das Profilteil 3 hat einen Basisabschnitt 13 und einen Materialabschnitt 4. Bevorzugt
sind der Basisabschnitt 13 und der Materialabschnitt 4 miteinander verbunden oder
gegeneinander angeformt. Der Materialabschnitt 4 ragt von dem Basisabschnitt 13 und
einer flächigen Außenseite 5 des Flächenteils 2 weg und ist Bestandteil der Dekorseite
7 oder bildet die Dekorseite 7.
[0051] Im eingebauten Zustand des Dekor- und/oder Funktionsteils 1, wie er aus der Figur
1 ersichtlich ist, weist der Materialabschnitt 4 nach oben und bildet somit eine Verblendungsebene
für ein (in der Figur 1 nicht dargestelltes) Belagelement, welches auf der Oberseite
bzw. der flächigen Außenseite 5 des Flächenteiles 2 aufgelegt und daran befestigt
sein kann. Insofern kommt dem Profilteil 3 dann die Funktion eines Fliesenprofils
zu, um das an dem Dekor- und/oder Funktionsteil 1 aufgelegte Belagelement von der
Dekorseite 7 aus zu verblenden. Es bietet sich besonders in diesem Fall die Nutzung
eines Fliesenprofiles als Profilteil 3 an.
[0052] Bevorzugt erstreckt sich der Materialabschnitt 4 in Richtung der Längserstreckung
des Profilteiles 3. An dem Materialabschnitt 4 kann quer zu seiner Längserstreckung
an seinem freien, nach oben stehenden Ende, ein weiterer Materialabschnitt 25 angeordnet
sein, so dass das Profilteil 3 im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig vorliegt.
[0053] Wie insbesondere aus den Figuren 6 und 7 ersichtlich ist, ist das Profilteil 3 einer
Seite 8 des Flächenteils 2 zugeordnet. Die Länge der Seite 8 ist in Richtung ihrer
Längserstreckung größer als die Längserstreckung des Materialabschnittes 4 des Profilteils
3, so dass das Flächenteil 2 den Materialabschnitt 4 an seinen Enden 9 und 10 mit
jeweils einem Längenabschnitt 11 bzw. 12 längsseits überragt.
[0054] Dadurch überragen die winklig aufeinander zu laufenden Seiten 20 und 21 des Flächenteils
2 die Enden 9 und 10 des Materialabschnittes 4 um die Strecke x bzw. y. Bevorzugt
sind die Strecken x und y im Wesentlichen gleich groß. Die Strecken x und y bilden
einen Einführabschnitt des Dekor- und/oder Funktionsteiles 1, um damit ein Einstecken
in eine Vertiefung, beispielsweise die Fuge 140 des Eckbereiches 100, zu ermöglichen
und eine Verankerung an den Seitenwandungen 110 und 120 des Eckbereichs 100 herbeizuführen.
Die Verankerung wird durch ein Verschließen der Vertiefung beispielsweise mittels
Mörtel oder ein Verfugen der Fuge 140 verstärkt. Zusätzliche Befestigungselemente
zum Anbinden des Dekor- und/oder Funktionsteiles 1 an die Seitenwandungen 110, 120
können vorgesehen sein, sind jedoch nicht zwingend, aufgrund der Verankerung über
Randabschnitte der Seiten 20 und 21 des Flächenteiles 2 gegen die Vertiefung der Seitenwandungen
110, 120.
[0055] Bevorzugt sind das Flächenteil 2 und das Profilteil 3 zueinander in eine vorgegebene
Endposition E gebracht, wie beispielsweise aus der Figur 5 ersichtlich ist. In dieser
Endposition E ist das Profilteil 3 mit dem Basisabschnitt 13 in eine Einsteckaufnahme
14 des Flächenteiles 2 eingeschoben.
[0056] Die Einsteckaufnahme 14 kann zwei an dem Flächenteil 2 angeordnete und von der flächigen
Außenseite 5 oder einer dazu entgegengesetzt liegenden flächigen Außenseite 6 des
Flächenteils 2 wegragende Laschen 15 und 16 aufweisen oder daraus gebildet sein. Zwischen
den Laschen 15 und 16 ist der Basisabschnitt 13 eingeschoben. Dadurch bilden die Laschen
15, 16 eine in Einsteckrichtung wirkende seitliche Führung für den Basisabschnitt
13 des Profilteiles 3.
[0057] Bevorzugt ist es vorgesehen, dass wenigstens eine, vorzugsweise beide Laschen 15,
16 einen Randabschnitt 17 bzw. 18 des Basisabschnitts 13 übergreifen. In diesem Fall
können die Laschen 15 und 16 jeweils zusammen mit der flächigen Außenseite 5 oder
der flächigen Außenseite 6 eine Aufnahme für einen der Randabschnitte 17 und 18 des
Basisabschnitts 13 ausbilden. Die Laschen 15 und 16 können an dem Flächenteil 2 angebunden
oder angeformt sein. Die Laschen 15 und 16 können ferner durch Umformen, wie beispielsweise
Biegen, in die übergreifende Position gebracht sein.
[0058] Bevorzugt stützt sich der Basisabschnitt 13 mit einer Außenseite 19 gegen die flächige
Außenseite 5 oder die flächige Außenseite 6 des Flächenteils 2 ab und/oder liegt daran
an. Die in diesem Fall miteinander sich gegenseitig abstützenden oder gegeneinander
in Berührung gebrachten Flächen des Basisabschnittes 13 sowie des Flächenteiles 2
können zusätzlich mittels eines Klebers gegeneinander verklebt sein. Ein solcher Kleber
kann ein Hybridklebstoff, beispielsweise auf Polyurethanbasis, sein.
[0059] Wie beispielsweise aus der Figur 1 ersichtlich ist, kann das Dekor- und/oder Funktionsteil
1 auf seiner Oberseite, welche beispielsweise durch die Außenseite 5 des Flächenteils
2 und eine flächige Außenseite 26 des Basisabschnittes 13 des Profilteiles 3 gebildet
ist, mit einem Haftvermittler 24 versehen sein, um eine stabile und feste Verbindung
mit einem Fliesenkleber oder dergleichen Klebstoff zum Anbinden eines Belagelementes
zu erreichen. Der Haftvermittler 24 kann durch einen Flies oder durch einen sonstigen
Belag gebildet sein, welcher auf die Außenseiten 5 und/oder 26 aufgebracht wird, beispielsweise
aufgeklebt wird. Dazu kann der gleiche Klebstoff verwendet werden, welcher auch zum
Ankleben des Profilteiles 3 gegen das Flächenteil 2 genutzt sein kann. Durch den Haftvermittler
kann zusätzlich die Funktion ausgeübt sein, dass eine gasdichte und/oder flüssigkeitsdichte
Abdichtung zu den Außenseiten 5 und 26 vorliegt, als mögliche Korrosionsschutzmaßnahme.
[0060] Figuren 6 und 7 zeigen eine weitere mögliche Ausführungsform eines Dekor- und/oder
Funktionsteiles 1'. Bauteile des Dekor- und/oder Funktionsteiles 1' der Figuren 6
und 7, welche mit Bauteilen des Dekor- und/oder Funktionsteiles 1 der Figuren 2 bis
5 baugleich oder funktionsgleich sind, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen; insofern
wird auf die Beschreibung zu dem Dekor- und/oder Funktionsteil 1 der Figuren 2 bis
5 verwiesen.
[0061] Das Dekor- und/oder Funktionsteil 1' der Figuren 6 und 7 unterscheidet sich von dem
Dekor- und/oder Funktionsteil 1 der Figuren 2 bis 5 unter anderem durch ein zusätzliches
Verbindungsteil 30, welches einerseits mit dem Profilteil 3 und andererseits mit einem
Flächenteil 2' verbunden ist. Das Flächenteil 2' unterscheidet sich von dem Flächenteil
2 des Dekor- und/oder Funktionsteiles 1 der Figuren 2 bis 5 unter anderem dadurch,
dass daran beispielsweise etwaige Laschen zum Ausbilden einer Einsteckaufnahme nicht
vorgesehen sind. Das Flächenteil 2' ist beispielsweise plattenförmig ausgebildet und
liegt wie das Flächenteil 2' beispielsweise in einer Dreiecksform vor.
[0062] Das Verbindungsteil 30 weist eine flächige Außenseite 31 auf, gegen welche sich das
Flächenteil 2' und das Profilteil 3 abstützen oder zumindest das Flächenteil 2' und
das Profilteil 3 gegeneinander anliegen. Das Flächenteil 2' und das Profilteil 3 sind
bevorzugt stirnseitig auf Stoß gegeneinander liegend angeordnet oder liegen stirnseitig
zumindest beabstandet zueinander vor. Bevorzugt sind das Flächenteil 2' und der Basisabschnitt
13 des Profilteiles 3 in ihrer Wanddicke im Wesentlichen identisch ausgebildet, so
dass durch die Anordnung des Flächenteiles 2' und des Basisabschnittes 13 an der flächigen
Außenseite 31 des Verbindungsteiles 30 eine im Wesentlichen ebene Auflagefläche für
ein Belagelement gebildet ist, ohne Ausbildung einer Stufe oder etwaigen Erhöhung.
[0063] Bevorzugt ist an dem Verbindungsteil 30 eine Einsteckaufnahme 14' ausgebildet, in
welcher das Profilteil 3 mit dem Basisabschnitt 13 eingeschoben ist, um das Flächenteil
2' und das Profilteil 3 zueinander in die vorgegebene Endposition E zu bringen. Es
ist die Einsteckaufnahme 14' an dem Verbindungsteil 30 durch die Laschen 15 und 16
gebildet, welche bereits bei dem Dekor- und/oder Funktionsteil 1 vorgesehen sind.
[0064] Im Unterschied zu dem Dekor- und/oder Funktionsteil 1 sind bei dem Dekor- und/oder
Funktionsteil 1' die Laschen 15 und 16 an dem Verbindungsteil 30 angeordnet, insbesondere
daran angeformt, und ragen von der flächigen Außenseite 31 oder von der entgegengesetzt
dazu liegenden flächigen Außenseite 32 des Verbindungsteiles 30 ab. Zwischen den Laschen
15 und 16 ist der Basisabschnitt 13 des Profilteils 3 eingeschoben und somit das Profilteil
3 gegen das Flächenteil 2' in die Endposition E gebracht.
[0065] Bevorzugt können auch bei dem Dekor- und/oder Funktionsteil 1' eine, vorzugsweise
beide Laschen 15 und 16 den Randabschnitt 17 bzw. 18 des Basisabschnitts 13 des Profilteils
3 übergreifen. Es können die Laschen 15 und 16 jeweils zusammen mit der flächigen
Außenseite 31 oder der flächigen Außenseite 32 des Verbindungsteils 30 eine Aufnahme
für den Randabschnitt 17 bzw. 18 des Basisabschnittes 13 des Profilteiles 3 ausbilden.
[0066] Bevorzugt ist es zusätzlich vorgesehen, dass zwischen den Laschen 15 und 16 das Flächenteil
2' eingeschoben ist und wenigstens eine, vorzugsweise beide Laschen 15 und 16, einen
Randabschnitt 22 bzw. 23 des Flächenteils 2' übergreifen. Bevorzugt sind das Flächenteil
2' und/oder das Profilteil 3 und das Verbindungsteil 30 gegeneinander verklebt, beispielsweise
mittels eines Hybridklebstoffes, beispielsweise auf Polyurethanbasis.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Dekor- und/oder Funktionsteil
- 1'
- Dekor- und/oder Funktionsteil
- 2
- Flächenteil
- 2'
- Flächenteil
- 3
- Profilteil
- 4
- Materialabschnitt
- 5
- Außenseite
- 6
- Außenseite
- 7
- Dekorseite
- 8
- Seite
- 9
- Ende
- 10
- Ende
- 11
- Längenabschnitt
- 12
- Längenabschnitt
- 13
- Basisabschnitt
- 14
- Einsteckaufnahme
- 14'
- Einsteckaufnahme
- 15
- Lasche
- 16
- Lasche
- 17
- Randabschnitt
- 18
- Randabschnitt
- 19
- Außenseite
- 20
- Seite
- 21
- Seite
- 22
- Randabschnitt
- 23
- Randabschnitt
- 24
- Haftvermittler
- 25
- weiterer Materialabschnitt
- 26
- flächige Außenseite
- 30
- Verbindungsteil
- 31
- Außenseite
- 32
- Außenseite
- 100
- Eckbereich
- 110
- Seitenwandung
- 120
- Seitenwandung
- 130
- Belagelemente
- 131
- benachbartes Belagelement
- 132
- benachbartes Belagelement
- 140
- Fuge
- E
- Endposition
- X
- Strecke
- Y
- Strecke
1. Dekor- und/oder Funktionsteil (1; 1') für den Einbau in einen Eckbereich (100) oder
eine Nische, beispielsweise eines zumindest teilweise gefliesten Raumes, welches zumindest
zweiteilig aufgebaut ist, mit einem Flächenteil (2; 2'), aufweisend wenigstens eine
flächige Außenseite (5), und mit einem an dem Flächenteil (2; 2') direkt oder indirekt
angebundenen Profilteil (3), welches mit einem Materialabschnitt (4) von der flächigen
Außenseite (5) des Flächenteils (2; 2') wegragt und Bestandteil einer Dekorseite (7)
ist oder eine Dekorseite (7) bildet.
2. Dekor- und/oder Funktionsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilteil (3) einer Seite (8) des Flächenteils (2; 2') zugeordnet ist, wobei
die Länge der Seite (8) und/oder die Längserstreckung des Flächenteils (2; 2') in
Richtung der Längserstreckung der Seite (8) größer als die Längserstreckung des Materialabschnittes
(4) des Profilteils (3) ist, so dass das Flächenteil (2; 2') den Materialabschnitt
(4) an wenigstens einem Ende (9; 10) mit einem Längenabschnitt (11; 12) längsseits
überragt.
3. Dekor- und/oder Funktionsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenteil (2; 2') und das Profilteil (3) zueinander in eine vorgegebene Endposition
(E) gebracht sind, in welcher das Profilteil (3) mit einem Basisabschnitt (13) in
eine Einsteckaufnahme (14; 14') eingeschoben ist.
4. Dekor- und/oder Funktionsteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteckaufnahme (14) wenigstens zwei an dem Flächenteil (2) angeordnete und
von der flächigen Außenseite (5) oder einer anderen flächigen Außenseite (6) des Flächenteils
(2) wegragende Laschen (15, 16) aufweist, zwischen denen der Basisabschnitt (13) eingeschoben
ist, und insbesondere wenigstens eine der Laschen (15, 16) einen Randabschnitt (17,
18) des Basisabschnitts (13) übergreift.
5. Dekor- und/oder Funktionsteil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisabschnitt (13) mit einer Außenseite (19) sich gegen eine der flächigen Außenseiten
(5, 6) des Flächenteils (2) abstützt.
6. Dekor- und/oder Funktionsteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenteil (2) und das Profilteil (3) gegeneinander verklebt sind.
7. Dekor- und/oder Funktionsteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktions- und/oder Dekorteil (1') wenigstens dreiteilig aufgebaut ist und neben
dem Flächenteil (2') und dem Profilteil (3) zusätzlich ein Verbindungsteil (30) vorgesehen
sind, welches einerseits mit dem Profilteil (3) und andererseits mit dem Flächenteil
(2') verbunden ist.
8. Dekor- und/oder Funktionsteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (30) wenigstens eine flächige Außenseite (31) hat, gegen welche
sich das Flächenteil (2') und das Profilteil (3) abstützen, wobei das Flächenteil
(2') und das Profilteil (3) stirnseitig auf Stoß gegeneinander liegen oder stirnseitig
zueinander beabstandet sind.
9. Dekor- und/oder Funktionsteil nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteckaufnahme (14') wenigstens zwei an dem Verbindungsteil (30) angeordnete
und von der flächigen Außenseite (31) oder einer anderen flächigen Außenseite (32)
des Verbindungsteils (30) wegragende Laschen (15, 16) aufweist, zwischen denen der
Basisabschnitt (13) des Profilteils (3) eingeschoben ist.
10. Dekor- und/oder Funktionsteil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Laschen (15, 16) einen Randabschnitt (17, 18) des Basisabschnitts
(13) übergreift.
11. Dekor- und/oder Funktionsteil nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Laschen (15, 16) das Flächenteil (2') eingeschoben ist und wenigstens
eine der Laschen (15, 16) einen Randabschnitt (22, 23) des Flächenteils (2') übergreift.
12. Dekor- und/oder Funktionsteil nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenteil (2') und das Profilteil (3) gegen das Verbindungsteil (30) verklebt
sind.
13. Dekor- und/oder Funktionsteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilteil (3) ein Fertigteil ist, insbesondere ein Fliesenprofil ist.
14. Dekor- und/oder Funktionsteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenteil (2; 2') auf der flächigen Außenseite (5) mit einem Haftvermittler
für ein Belagelement, beispielsweise für eine Fliese, versehen ist.
15. Eckbereich (100) oder Nische eines Raumes, versehen mit wenigstens einem Funktions-
und/oder Dekorteil (1; 1') nach einem der vorhergehenden Ansprüche.