Stand der Technik
[0001] Es ist bereits ein Zyklonabscheider zur zumindest weitgehenden Abscheidung zumindest
einer dispersen Phase aus zumindest einem Fluidstrom, mit zumindest einem Rohfluideinlass,
mit zumindest einem Reinfluidauslass, mit zumindest einem Abscheideraum und mit zumindest
einem Magnetelement, welches innerhalb des Abscheideraums angeordnet ist, vorgeschlagen
worden.
Offenbarung der Erfindung
[0002] Die Erfindung geht aus von einem Zyklonabscheider zur zumindest weitgehenden Abscheidung
zumindest einer dispersen Phase aus zumindest einem Fluidstrom, mit zumindest einem
Rohfluideinlass, mit zumindest einem Reinfluidauslass, mit zumindest einem Abscheideraum
und mit zumindest einem Magnetelement, welches innerhalb des Abscheideraums angeordnet
ist.
[0003] Es wird vorgeschlagen, dass das Magnetelement zumindest teilweise zumindest im Wesentlichen
schraubenförmig ausgebildet ist.
[0004] Unter einem Zyklonabscheider soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Fliehkraftabscheider
für Flüssig- und/oder Gasgemische verstanden werden. Unter einer "dispersen Phase"
soll in diesem Zusammenhang ein Stoff und/oder Stoffgemisch verstanden werden, welcher
in dem Fluidstrom in feinster Form verteilt ist. Die disperse Phase kann insbesondere
fest und/oder flüssig sein. Unter einer "weitgehenden Abscheidung" soll in diesem
Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass der Zyklonabscheider insbesondere
dazu vorgesehen ist, die zumindest eine disperse Phase zumindest zu 75 %, vorzugsweise
zumindest zu 85 % und besonders bevorzugt zumindest zu 95 % aus dem zumindest einem
kontinuierlichen Fluidstrom abzuscheiden. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell
programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein
Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden,
dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand
erfüllt und/oder ausführt. Insbesondere ist der Zyklonabscheider dazu vorgesehen,
zumindest eine insbesondere feste disperse Phase zumindest weitgehend aus einem kontinuierlichen
Flüssigkeitsstrom, insbesondere einem Wasserstrom, abzuscheiden. Der Zyklonabscheider
kann insbesondere zu einer Verwendung in einem Warmwasserbereiter, insbesondere einem
Boiler, vorgesehen sein. Insbesondere ist der Zyklonabscheider zu einer Anordnung
in einer Zuleitung eines Warmwasserbereiters vorgesehen. Insbesondere ist der Zyklonabscheider
dazu vorgesehen, Partikel, insbesondere Schmutz- und/oder Metallpartikel, aus einem
Fluidstrom, insbesondere einem Wasserstrom, welcher einem Warmwasserbereiter zugeführt
wird, abzuscheiden.
[0005] Unter einem "Rohfluideinlass" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Zuleitung
verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, ein Rohfluid in den Zyklonabscheider
einzuleiten. Unter einem "Rohfluid" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein von
einer dispersen Phase zu reinigendes Fluid verstanden werden. Unter einem "Reinfluidauslass"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Ableitung verstanden werden, welche
dazu vorgesehen ist, ein Reinfluid aus dem Zyklonabscheider auszuleiten. Unter einem
"Reinfluid" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein von einer dispersen Phase
zumindest weitgehend gereinigtes Fluid verstanden werden. Unter einem "Abscheideraum"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein zumindest im Wesentlichen geschlossener
Raum verstanden werden, innerhalb dessen eine zumindest weitgehende Separation der
dispersen Phase von dem Rohfluid erfolgt. Insbesondere strömt das Rohfluid über den
Rohfluideinlass in den Abscheideraum ein. Insbesondere wird das einströmende Rohfluid
innerhalb des Abscheideraums in eine Drallströmung versetzt. Die disperse Phase wird
insbesondere durch eine auf sie wirkende Fliehkraft radial nach außen an eine Wandung
des Abscheideraums gezwungen.
[0006] Der Abscheideraum weist insbesondere einen Einströmbereich auf, welcher dazu vorgesehen
ist, das einströmende Rohfluid in eine Drallströmung zu versetzen. Der Einströmbereich
ist insbesondere zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Der Rohfluideinlass
ist insbesondere derart angeordnet, dass ein Rohfluid zumindest im Wesentlichen tangential
in den zumindest im Wesentlichen zylindrischen Einströmbereich des Abscheideraums
einströmt. Durch die zylindrische Form und das tangentiale Einströmen wird das Rohfluid
in eine zur Abscheidung der dispersen Phase notwendige Drallströmung versetzt. Alternativ
oder zusätzlich kann in dem Einströmbereich eine Leiteinheit insbesondere mit einer
Mehrzahl von feststehenden Leitelementen, insbesondere einer Mehrzahl von Leitschaufeln,
angeordnet sein, welche dazu vorgesehen sind, das Rohfluid in eine Drallströmung zu
versetzen.
[0007] Das Magnetelement ist vorzugsweise vollständig innerhalb des Abscheideraums angeordnet.
Insbesondere ist das Magnetelement dazu vorgesehen, ferromagnetische Partikel der
dispersen Phase anzuziehen und festzuhalten. Insbesondere wird das Magnetelement während
eines Betriebs des Zyklonabscheiders zumindest im Wesentlichen vollständig von dem
Fluidstrom umströmt. Darunter das Magnetelement zumindest teilweise zumindest im Wesentlichen
"schraubenförmig ausgebildet" ist, soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden
werden, dass das Magnetelement entlang seiner Längserstreckungsrichtung zumindest
abschnittsweise insbesondere mit einer konstanten Steigung um einen Mantel eines gedachten
Zylinders gewunden ist. Unter einer "Längserstreckungsrichtung" eines Objekts soll
insbesondere eine Richtung verstanden werden, welche parallel zu einer längsten Kante
eines kleinsten geometrischen Quaders ist, welcher das Objekt gerade noch umgibt.
Das Magnetelement weist insbesondere eine zumindest im Wesentlichen zylindrische Einhüllende
auf. Unter einer "Einhüllenden" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein geometrisches
räumliches Flächengebilde verstanden werden, welches in jedem Punkt genau einen Punkt
einer Außenkontur des Gehäuses berührt und/oder welches durch Außenkontur des Gehäuses
aufgespannt wird. Unter "zumindest im Wesentlichen zylindrisch" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere verstanden werden, dass eine Geometrie der Einhüllenden weniger als 25%,
vorzugsweise weniger als 10% und besonders bevorzugt weniger als 5% von einer Zylindergeometrie
abweicht. Vorzugsweise ist das Magnetelement zumindest im Wesentlichen konzentrisch
in dem Abscheideraum angeordnet.
[0008] Durch eine derartige Ausgestaltung kann ein Zyklonabscheider mit verbesserten Eigenschaften
hinsichtlich einer Abscheidung einer dispersen Phase, insbesondere von ferromagnetischen
Partikeln der dispersen Phase, aus einem Fluidstrom bereitgestellt werden. Insbesondere
kann durch die schraubenförmige Ausgestaltung des Magnetelements eine vorteilhaft
große Kontaktfläche zwischen dem Fluidstrom und dem Magnetelement erreicht werden,
wodurch eine vorteilhaft vollständige Separierung von ferromagnetischen Partikeln
aus dem Fluidstrom erreicht werden kann.
[0009] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Magnetelement zumindest im Wesentlichen als ein
Kunststoffmagnet ausgebildet ist. Unter einem "Kunststoffmagnet" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere ein permanentmagnetisches Magnetelement verstanden werden, welches zumindest
zu einem Großteil aus einem Kunststoff besteht. Unter "zumindest zu einem Großteil"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere zumindest zu 51 %, vorzugsweise zumindest
zu 70 % und besonders bevorzugt zumindest zu 90 % verstanden werden. Insbesondere
kann das Magnetelement zumindest ein Trägerelement aus einem unmagnetischen Kunststoff
umfassen, innerhalb welchem eine Vielzahl von metallischen Magnetpartikeln verteilt
angeordnet sind. Alternativ kann das Magnetelement zumindest zu einem Großteil aus
einem nichtmetallischen Kunststoff mit permanentmagnetischen Eigenschaften, beispielsweise
PANiCNQ, bestehen. Hierdurch kann eine vorteilhaft einfache Formgebung des Magnetelements,
beispielswiese mittels eines Spritzgießverfahrens, ermöglicht werden. Ferner kann
vorteilhaft auf eine Schutzbeschichtung des Magnetelements verzichtet werden, wodurch
ein Herstellungsaufwand und/oder Herstellungskosten vorteilhaft reduziert werden können.
[0010] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Abscheideraum zumindest teilweise zumindest
im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist. Vorzugsweise ist der Abscheideraum
entlang seiner Längserstreckungsrichtung vollständig zumindest im Wesentlichen zylinderförmig
ausgebildet. Insbesondere erstreckt sich das Magnetelement zumindest im Wesentlichen
über eine gesamte innere lichte Höhe des Abscheideraums. Vorzugsweise entspricht ein
Außendurchmesser des Magnetelements zumindest im Wesentlichen einem Innendurchmesser
des Abscheideraums. Insbesondere liegt das Magnetelement in Umfangsrichtung an einer
inneren Wandung des Abscheideraums an. In diesem Zusammenhang soll unter einer "Umfangsrichtung"
insbesondere eine Richtung verstanden werden, die senkrecht zu einer Längserstreckung
des Magnetelements um das Magnetelement verläuft. Hierdurch kann eine vorteilhafte
Abscheidung von ferromagnetischen Partikeln einer dispersen Phase aus einem Fluidstrom
erreicht werden. Insbesondere kann eine vorteilhafte Anhaftung der ferromagnetischen
Partikel an dem Magnetelement erreicht werden.
[0011] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Magnetelement eine Wendelfläche aufweist,
welche dazu vorgesehen ist, ein Rohfluid ausgehend von dem Rohfluideinlass zu leiten.
Unter eine "Wendelfläche" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Fläche verstanden
werden, welche entsteht, wenn eine Halbgerade, die auf einer Achse senkrecht steht,
sich mit konstanter Geschwindigkeit um die Achse dreht und gleichzeitig eine Parallelverschiebung
mit konstanter Geschwindigkeit in Achsenrichtung erfährt. Darunter, dass die Wendelfläche
dazu vorgesehen ist, ein Rohfluid zu leiten, soll insbesondere verstanden werden,
dass das über den Rohfluideinlass in den Abscheideraum eingeleitete Rohfluid, entlang
der Wendelfläche geführt zu einem dem Rohfluideinlass gegenüberliegenden Ende des
Abscheideraums strömt. Hierdurch kann eine vorteilhaft lange Kontaktzeit des Fluidstroms
mit dem Magnetelement während eines Durchströmens des Abscheideraums erreicht werden.
Ferner kann eine vorteilhafte Anlagerung ferromagnetischer Partikel aus dem Fluidstrom
an der Wendelfläche des Magnetelements erreicht werden.
[0012] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Magnetelement einen zumindest im Wesentlichen
rohrförmigen Bereich aufweist, welcher dazu vorgesehen ist, ein Reinfluid zu dem Reinfluidauslass
zu leiten. Vorzugsweise ist die Wendelfläche um den rohrförmigen Bereich herumgeführt.
Insbesondere ist der rohrförmige Bereich dazu vorgesehen, das von ferromagentischen
Partikeln zumindest weitgehend gereinigte Reinfluid entgegen einer Nettofluidströmungsrichtung
des Rohfluids zu dem Reinfluidauslass zu leiten. Unter einer "Nettofluidströmungsrichtung"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine aus allen Teilströmungen des Rohfluids
entlang der Wendelfläche des Magnetelements resultierende Richtung einer Fluidströmung
des Rohfluids innerhalb des Abscheideraums verstanden werden. Insbesondere ist der
rohrförmige Bereich einstückig mit der Wendelfläche ausgebildet. Unter "einstückig"
soll insbesondere zumindest stoffschlüssig verbunden verstanden werden, beispielsweise
durch einen Schweißprozess, einen Klebeprozess, einen Anspritzprozess und/oder einen
anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder vorteilhaft in
einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine Herstellung aus
einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren
und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling. Insbesondere kann der rohrförmige Bereich
eine geringere magnetische Anziehungskraft als die Wendelfläche aufweisen. Hierdurch
kann eine vorteilhafte Ausleitung des Reinfluids aus dem Abscheideraum erfolgen.
[0013] Ferner wird vorgeschlagen, dass der Zyklonabscheider zumindest ein Zugangselement
aufweist, welches dazu vorgesehen ist, ein Entfernen und/oder Reinigen des Magnetelements
zu ermöglichen. Insbesondere kann das Zugangselement als eine Zugangsklappe oder ein
Zugangsdeckel ausgebildet sein. Insbesondere ist das Zugangselement während eines
Normalbetriebs des Gleichstromzyklons geschlossen. Insbesondere ist das Zugangselement
dazu vorgesehen, zu einer Reinigung- und/oder Wartung des Zyklonabscheiders, insbesondere
zu einer Reinigung des Magnetelements, geöffnet zu werden. Hierdurch kann eine vorteilhaft
einfache Reinigung- und/oder Wartung ermöglicht werden.
[0014] Ferner wird ein Abscheidesystem mit einer Mehrzahl von erfindungsgemäßen Zyklonabscheidern
vorgeschlagen, wobei die Zyklonabscheider strömungstechnisch miteinander verbunden
sind. Vorzugsweise kann zumindest ein Teil der Zyklonabscheider strömungstechnisch
seriell miteinander verbunden sein. Hierdurch kann eine vorteilhaft hohe Abscheideleistung
erreicht werden. Alternativ oder zusätzlich kann zumindest ein Teil der Zyklonabscheider
strömungstechnisch parallel miteinander verbunden sein. Hierdurch kann eine vorteilhaft
lange Standzeit des Abscheidesystems erreicht werden.
[0015] Der erfindungsgemäße Zyklonabscheider soll hierbei nicht auf die oben beschriebene
Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann der erfindungsgemäße
Zyklonabscheider zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine
von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten
abweichende Anzahl aufweisen.
Zeichnung
[0016] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Teilschnittdarstellung eines Zyklonabscheiders mit einem schraubenförmigen
Magnetelement,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung des Zyklonabscheiders aus Figur 1,
- Fig. 3
- ein Abscheidesystem mit zwei Zyklonabscheidern gemäß Figuren 1 und 2, welche strömungstechnisch
seriell miteinander verbunden sind und
- Fig. 4
- ein Abscheidesystem mit zwei Zyklonabscheidern gemäß Figuren 1 und 2, welche strömungstechnisch
parallel miteinander verbunden sind.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0018] Figur 1 zeigt einen Zyklonabscheider 10a in einer perspektivischen Teilschnittdarstellung.
Figur 2 zeigt den Zyklonabscheider 10a in einer Schnittdarstellung. Der Zyklonabscheider
10a ist zur zumindest weitgehenden Abscheidung zumindest einer dispersen Phase aus
zumindest einem Fluidstrom 12a vorgesehen. Insbesondere ist der Zyklonabscheider 10a
dazu vorgesehen, zumindest eine insbesondere feste disperse Phase zumindest weitgehend
aus einem kontinuierlichen Flüssigkeitsstrom, insbesondere einem Wasserstrom, abzuscheiden.
Insbesondere kann der Zyklonabscheider 10a zu einer Anordnung in einer Zuleitung eines
nicht dargestellten Warmwasserbereiters vorgesehen sein. Insbesondere ist der Zyklonabscheider
10a dazu vorgesehen, Partikel, insbesondere Schmutz- und/oder Metallpartikel, aus
dem Fluidstrom 12a, insbesondere einem Wasserstrom, abzuscheiden. Der Zyklonabscheider
10a weist einen Rohfluideinlass 14a und einen Reinfluidauslass 16a auf.
[0019] Der Zyklonabscheider 10a weist einen Abscheideraum 18a und ein Magnetelement 20a
auf, welches innerhalb des Abscheideraums 18a angeordnet ist. Das Magnetelement 20a
ist insbesondere dazu vorgesehen, ferromagnetische Partikel der dispersen Phase anzuziehen
und festzuhalten. Das Magnetelement 20a ist zumindest im Wesentlichen schraubenförmig
ausgebildet. Das Magnetelement 20a ist als ein Kunststoffmagnet ausgebildet. Vorzugsweise
umfasst das Magnetelement 20a zumindest ein Trägerelement aus einem unmagnetischen
Kunststoff, innerhalb welchem eine Vielzahl von metallischen Magnetpartikel verteilt
angeordnet sind. Alternativ kann das Magnetelement 20a zumindest zu einem Großteil
aus einem nichtmetallischen Kunststoff mit permanentmagnetischen Eigenschaften, beispielsweise
PANiCNQ, bestehen.
[0020] Der Abscheideraum 18a ist zumindest im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Der
Abscheideraum 18a weist ferner einen Einströmbereich 32a auf, welcher dazu vorgesehen
ist, ein über den Rohfluideinlass 14a einströmendes Rohfluid 24a in eine Drallströmung
34a zu versetzen. Durch die zylindrische Form des Einströmbereichs 32a wird das Rohfluid
24a in die zur Abscheidung einer dispersen Phase notwendige Drallströmung 34a versetzt.
Die disperse Phase wird durch eine auf sie wirkende Fliehkraft radial nach außen an
eine Wandung des Abscheideraums 18a gezwungen. Ein Außendurchmesser des Magnetelements
20a entspricht zumindest im Wesentlichen einem Innendurchmesser des Abscheideraums
18a.
[0021] Das Magnetelement 20a weist eine Wendelfläche 22a auf, welche dazu vorgesehen ist,
das Rohfluid 24a ausgehend von dem Rohfluideinlass 14a zu leiten. Insbesondere strömt
das über den Rohfluideinlass 14a in den Abscheideraum 18a eingeleitete Rohfluid 24a,
entlang der Wendelfläche 22a geführt zu einem dem Rohfluideinlass 14a gegenüberliegenden
Ende des Abscheideraums 18a. Ferner weist das Magnetelement 20a einen zumindest im
Wesentlichen rohrförmigen Bereich 26a auf, welcher dazu vorgesehen ist, ein Reinfluid
28a zu dem Reinfluidauslass 16a zu leiten. Insbesondere ist der rohrförmige Bereich
26a dazu vorgesehen, das von ferromagentischen Partikeln zumindest weitgehend gereinigte
Reinfluid 28 entgegen einer Nettofluidströmungsrichtung des Rohfluids 24a zu dem Reinfluidauslass
16a zu leiten. Die Wendelfläche 22a ist um den rohrförmigen Bereich 26a herumgeführt.
[0022] Ferner weist der Zyklonabscheider 10a zumindest ein Zugangselement 30a auf, welches
dazu vorgesehen ist, ein Entfernen und/oder Reinigen des Magnetelements 20a zu ermöglichen.
Das Zugangselement 30a ist beispielhaft als lösbares Bodenelement 36a des Abscheideraums
18a ausgebildet. Insbesondere ist das Zugangselement 30a dazu vorgesehen, zu einer
Reinigung- und/oder Wartung des Abscheideraums 18a, insbesondere zu einer Reinigung
und/oder Entnahme des Magnetelements 20a, geöffnet zu werden.
[0023] Figur 3 zeigt ein Abscheidesystem 38a mit zwei Zyklonabscheidern 10a, 40a. Die Zyklonabscheider
10a, 40a sind zumindest im Wesentlichen identisch ausgebildet. Es sind jedoch auch
Abscheidesysteme mit einer von zwei abweichenden Anzahl von Zyklonabscheidern 10a,
40a denkbar. Die Zyklonabscheider 10a, 40a sind strömungstechnisch miteinander verbunden.
Die Zyklonabscheider 10a, 40a sind strömungstechnisch seriell miteinander verbunden.
Der Reinfluidauslass 16a des strömungstechnisch ersten Zyklonabscheiders 10a ist mit
dem Rohfluideinlass 14a des strömungstechnisch darauf folgenden Zyklonabscheiders
40a verbunden. Durch die strömungstechnisch serielle Anordnung der Zyklonabscheider
10a, 40a kann eine vorteilhaft hohe Abscheideleistung des Abscheidesystems 38a erreicht
werden.
[0024] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden
Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede
zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile,
insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch
auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung des anderen Ausführungsbeispiels verwiesen
werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a den Bezugszeichen
des Ausführungsbeispiels in Figur 1 nachgestellt. In dem Ausführungsbeispiel der Figuren
4 ist der Buchstabe a durch den Buchstaben b ersetzt.
[0025] Figur 4 zeigt ein Abscheidesystem 38b mit zwei Zyklonabscheidern 10b, 40b. Die Zyklonabscheider
10b, 40b sind zumindest im Wesentlichen identisch ausgebildet. Es sind jedoch auch
Abscheidesysteme mit einer von zwei abweichenden Anzahl von Zyklonabscheidern 10b
denkbar. Die Zyklonabscheider 10b, 40b sind strömungstechnisch miteinander verbunden.
Die Zyklonabscheider 10b sind strömungstechnisch parallel miteinander verbunden. Der
Reinfluidauslass 16b und die Rohfluideinlässe 14b sind jeweils strömungstechnisch
miteinander verbunden. Durch die strömungstechnisch parallele Anordnung der Zyklonabscheider
10b, 40b kann eine vorteilhaft hohe Standzeit des Abscheidesystems 38b erreicht werden.
1. Zyklonabscheider zur zumindest weitgehenden Abscheidung zumindest einer dispersen
Phase aus zumindest einem Fluidstrom (12a; 12b), mit zumindest einem Rohfluideinlass
(14a; 14b), mit zumindest einem Reinfluidauslass (16a; 16b), mit zumindest einem Abscheideraum
(18a; 18b) und mit zumindest einem Magnetelement (20a; 20b), welches innerhalb des
Abscheideraums (18a; 18b) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (20a; 20b) zumindest teilweise zumindest im Wesentlichen schraubenförmig
ausgebildet ist.
2. Zyklonabscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (20a; 20b) zumindest im Wesentlichen als ein Kunststoffmagnet ausgebildet
ist.
3. Zyklonabscheider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abscheideraum (18a; 18b) zumindest teilweise zumindest im Wesentlichen zylinderförmig
ausgebildet ist.
4. Zyklonabscheider nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Außendurchmesser des Magnetelements (20a; 20b) zumindest im Wesentlichen einem
Innendurchmesser des Abscheideraums (18a; 18b) entspricht.
5. Zyklonabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (20a; 20b) eine Wendelfläche (22a; 22b) aufweist, welche dazu vorgesehen
ist, ein Rohfluid (24a; 24b) ausgehend von dem Rohfluideinlass (14a; 14b) zu leiten.
6. Zyklonabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (20a; 20b) einen zumindest im Wesentlichen rohrförmigen Bereich
(26a; 26b) aufweist, welcher dazu vorgesehen ist, ein Reinfluid (28a; 28b) zu dem
Reinfluidauslass (16a; 16b) zu leiten.
7. Zyklonabscheider zumindest nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendelfläche (22a; 22b) um den rohrförmigen Bereich (26a; 26b) herumgeführt ist.
8. Zyklonabscheider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest ein Zugangselement (30a; 30b), welches dazu vorgesehen ist, ein Entfernen
und/oder Reinigen des Magnetelements (20a; 20b) zu ermöglichen.
9. Abscheidesystem mit einer Mehrzahl von Zyklonabscheidern (10a; 10b) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zyklonabscheider (10a; 10b) strömungstechnisch miteinander verbunden sind.
10. Abscheidesystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Zyklonabscheider (10a) strömungstechnisch seriell miteinander
verbunden sind.
11. Abscheidesystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Zyklonabscheider (10b) strömungstechnisch parallel miteinander
verbunden sind.