[0001] Die Erfindung betrifft einen elektromechanischen Antrieb für eine schwimmfähige Vorrichtung,
die für den Angelsport verwendbar ist, wobei der Antrieb über eine Halterung, die
sich unterhalb der Wasserlinie befindet, mit der Vorrichtung lösbar verbunden wird.
[0002] Durch die
DE 84 01 738 U1 ist ein Antriebsgerät bekannt geworden, bei dem die Möglichkeit besteht, antriebslose
Wasserfahrzeuge durch eine in das Wasser eintauchende Schraube anzutreiben.
[0003] Es gibt heutzutage für den Angelsport vielerlei Vorrichtungen, die teilweise auch
aus aufblasbaren Booten bestehen, um sich zu bestimmten Plätzen auf einem Gewässer
fortzubewegen, um dort dem Sport der Fischerei nachzugehen. Doch gerade für den Angelsport
ist es nicht notwendig, sich mit großen, aufblasbaren Booten auszurüsten. Hier gibt
es eine Alternative, die das Angeln auf der unmittelbaren Wasseroberfläche ermöglicht.
Eine solche Alternative bietet beispielsweise ein sogenanntes "Belly-Boot". Ein Belly-Boot
ist wesentlich kleiner als ein normales Schlauchboot und ermöglicht es dem Angler,
sich frei auf der Wasseroberfläche zu bewegen und gleichzeitig beidhändig dem Angelsport
nachzugehen. Dabei besteht eine Besonderheit darin, dass der Angler im Belly-Boot
sitzt. Er sitzt dabei in einer speziellen Sitz- bzw. Haltevorrichtung, bei der die
Beine ins Wasser hineinhängen. Durch kräftige Paddelschläge mit den Beinen wird das
Boot über die Wasseroberfläche bewegt und damit gleichzeitig in die gewünschte Richtung
gelenkt. Weil sich mit Gummistiefeln unter Wasser nicht gut paddeln lässt, muss der
Angler noch entsprechende Flossen über die Gummistiefel ziehen. Außerdem sind die
Paddelbewegungen sehr anstrengend und durch den alleinigen Einsatz dieser Fortbewegungsmöglichkeit
ist die Verwendung der schwimmfähigen Vorrichtung durch Witterungseinflüsse und starke
Strömungen beschränkt.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen einfachen Antrieb für eine schwimmfähige
Vorrichtung zu schaffen, die auch für den Angelsport eingesetzt werden kann. Ein solcher
Antrieb soll schnell und einfach montierbar und wieder demontierbar sein und an unterschiedlichsten
Schwimmvorrichtungen verwendet werden können.
[0005] Durch den Einsatz eines elektromechanischen Antriebes, der komplett unterhalb der
Wasseroberfläche sich befindet, wird die Wasseroberfläche durch die Schraubenbewegung
die Wasseroberfläche bei der Fortbewegung der schwimmfähigen Vorrichtung nur unwesentlich
bewegt und erzeugt somit keine nennenswerte Wellenbildung, bzw. auch Geräuschentwicklungen,
die zur Abwanderung von Fischbeständen in diesen Gebieten führen. Ferner ermöglicht
ein derartiger elektromechanischer Antrieb eine schnellere und einfachere Erreichbarkeit
von entfernt liegenden Angelplätzen.
[0006] Ein solcher elektromechanischer Antrieb, der für eine schwimmfähige Einrichtung,
vorzugsweise einem Belly-Boot, eingesetzt werden kann, lässt sich nach der Erfindung
über eine Halterung, die sich unterhalb der Wasserlinie der schwimmfähigen Vorrichtung
befindet, mit dieser verbinden und bei Bedarf auch wieder lösen. Eine derartige Verbindung
kann auch als Schnellkupplung bezeichnet werden, wobei die Halterung mit der schwimmfähigen
Vorrichtung, beispielsweise durch eine Klebeverbindung oder gleichwertigen Verbindungen,
befestigt wird. Eine solche Halterung kann vorzugsweise einen T-förmigen Einschnitt
aufweisen, der von einem Fuß mit einer geraden Aufstandsfläche der elektromechanischen
Antriebsvorrichtung nach der Montage ausgefüllt wird. Damit der Antrieb während des
Betriebes sich nicht lockert oder gar verloren geht, kann dieser durch geeignete Mittel
gesichert werden.
[0007] Der Antrieb als solches besteht im Wesentlichen aus einem Motor, der wahlweise auch
mit einem Getriebe ausgestattet sein kann. Auf einer Antriebsachse des Motors direkt
oder über eine Getriebeachse, wird eine außerhalb einer wasserdichten Verkleidung
befindliche Antriebsschraube befestigt.
[0008] Aus strömungstechnischen Gründen kann die Antriebsschraube in einer bevorzugten Ausführungsform
ringförmig von einer Schutzvorrichtung in einem Abstand umgeben sein. Eine solche
Schutzvorrichtung deckt im Wesentlichen den Wirkungsbereich der Antriebsschraube in
einem Abstand zu dieser ab. Der Zweck der Schutzvorrichtung liegt darin, dass die
Antriebsschraube beispielsweise von im Wasser befindlichen Gegenständen oder Ästen
oder anderem Unrat nicht blockiert, bzw. zerstört werden kann. Die Schutzvorrichtung
kann beispielsweise mit der Verkleidung der Antriebsvorrichtung über Befestigungen
festgelegt werden, vorzugsweise auswechselbar.
[0009] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, dass sich die Schutzvorrichtung
nicht gänzlich in einem Abstand um die Antriebsschraube herum erstreckt, sondern partiell
nur in einem unteren Bereich, d. h. auf der entgegengesetzten Seite zur Befestigung
des Antriebes vorhanden ist. Dadurch werden Strömungswiderstände, die zu einer Reduzierung
der Fahrgeschwindigkeit führen können, verringert.
[0010] Der elektromechanische Antrieb wird durch einen Energiespeicher, beispielsweise in
Form eines Lithium-Ionen-Akkumulators angetrieben. Dieser Energiespeicher befindet
sich oberhalb der Wasserlinie und ist durch eine Kabelverbindung mit dem unterhalb
der Wasserlinie vorhandenen Antrieb verbunden. Die Stromzufuhr von dem Akkumulator
zu der Antriebsvorrichtung wird durch ein drahtloses und wasserdichtes Bedienelement
der benutzenden Person gesteuert. Dafür weist das Bedienelement, das als Fernbedienung
vorzugsweise ausgebildet ist, eine Sende- und Empfangseinrichtung auf. Diese Sende-
und Empfangseinrichtung arbeitet mit einer Steuerung/Regelung für den Motor innerhalb
einer gemeinsamen Box, in der der Akkumulator angeordnet sein kann, zum Zwecke der
Motorsteuerung, zusammen. Diese Fernbedienung kann am Körper oder aber auch an der
schwimmfähigen Vorrichtung befestigt werden. Die Fernbedienung kann neben Tasten zur
Aktivierung des Antriebsmotors auch Anzeigen aufweisen, die beispielsweise einen Ladestatus
des Energiespeichers und/oder auch die derzeitige Drehzahl des Antriebes anzeigen
können. Sollte sich herausstellen, dass die Ladekapazität des Energiespeichers nur
noch für eine begrenzte Zeit Strom für den Motor liefern kann, so wird automatisch
durch die Steuerung/Regelung eine Reduzierung der Drehzahl des Motors erfolgen. Dieses
bedeutet, dass quasi ein Notbetrieb jederzeit möglich ist, wenn beispielsweise die
Kapazität des Energiespeichers nur noch 20 % aufweist. Durch diese Sicherheitsmaßnahme
wird erreicht, dass die sich in der schwimmenden Vorrichtung befindliche Person das
Ufer sicher erreichen kann.
[0011] Für den Fall, dass die mit der schwimmfähigen Vorrichtung sich fortbewegende Person
aus der schwimmfähigen Vorrichtung herausfallen sollte, ist eine mechanische Verbindung
zur Steuerung/Regelung vorhanden, die eine automatische Stillsetzung des Antriebes
bewirkt. Dadurch wird gleichzeitig erreicht, dass die Person sich nicht allzu weit
von der schwimmfähigen Vorrichtung, beispielsweise bei einem Unfall oder durch einen
großen Fisch, entfernen kann.
[0012] Die zum Betrieb des Motors verwendete Steuerung/Regelung besteht in einer bevorzugten
Ausführungsform in einer Pulsweitenmodulation. Bei einer solchen Regelungsart wird
beispielsweise bei einer konstanten Frequenz der Tastgrad eines Rechteckimpulses moduliert.
Durch den Einsatz einer solchen Steuerung/Regelung benötigt der Motor kein Getriebe,
was eine Gewichtsreduzierung des Antriebes bedeutet und die Herstellkosten reduziert.
[0013] Zur Vermeidung einer Überhitzung des innerhalb des Antriebes vorhandenen Gleichstrommotors
kann die Verkleidung des Antriebes auch mit seitlichen Einlassöffnungen zum Eintritt
des den Antrieb umspülenden Wassers versehen werden. Dabei ist die Verkleidung vorzugsweise
in diesem Bereich doppelwandig ausgeführt, um eine Beschädigung des Motors durch das
Wasser zu vermeiden. Damit das eintretende Wasser auch wieder die Verkleidung verlassen
kann, sind entsprechende Auslassöffnungen vorhanden. Eine derartige Ausgestaltung
einer Motorkühlung trägt den Gegebenheiten in jeglicher Form Rechnung. Dieses bedeutet,
dass bei einer schnelleren Fahrt und der damit einhergehenden größeren Erhitzung des
Motors auch mehr Kühlwasser den Motor umspülen kann.
[0014] Ein Antrieb der vorbeschriebenen Art macht die Verwendung schwimmfähiger Vorrichtungen
sicherer, optimiert die Einsatzmöglichkeiten und begrenzt den Einfluss der Witterungsbedingungen
durch Wind und Strömung. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Tage des Einsatzes um
durchschnittlich 800 % pro Jahr, an denen schwimmfähige Vorrichtungen eingesetzt werden
können.
[0015] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispielen.
[0016] In der Beschreibung, in den Ansprüchen und in der Zeichnung werden die in der unten
aufgeführten Liste der Bezugszeichen verwendeten Begriffe und zugeordneten Bezugszeichen
verwendet. In der Zeichnung bedeutet:
- Fig. 1
- Eine perspektivische Darstellung einer ersten bevorzugten Ausführung eines elektromechanischen
Antriebes;
- Fig. 2
- wie Figur 1, jedoch in einer rückseitigen Betrachtung;
- Fig. 3
- den elektromechanischen Antrieb in einer Rückansicht;
- Fig. 4
- wie Figur 3, jedoch in einer Vorderansicht;
- Fig. 5
- den Antrieb in einer Seitenansicht;
- Fig. 6
- den Antrieb in einer seitlichen Schnittstarstellung;
- Fig. 7
- eine mögliche Ausführungsform einer Halterung, die sich an der schwimmfähigen Vorrichtung
befindet;
- Fig. 8
- eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Antriebes in einer Seitenansicht;
- Fig. 9
- wie Figur 8, jedoch in einer Draufsicht;
- Fig. 10
- wie Figur 8, jedoch in einer Vorderansicht ohne Antriebsschraube;
- Fig. 11
- wie Figur 10, jedoch in einer rückseitigen Ansicht.
[0017] Die Figur 1 gibt in einer perspektivischen Ansicht eine bevorzugte Ausführungsform
eines Antriebes 1 wieder. Dieser Antrieb 1 weist einen Befestigungsfuß 2 auf, von
dem eine Halterung 10 in einer stromlinienförmigen Ausbildung abgeht, die in einer
Verkleidung 3 endet. Oberseitig der Verkleidung 3 ist eine Verbindungsstütze 6 dargestellt
worden, die über ein Verbindungsstück 8 mit einer Schutzvorrichtung 5, die ringförmig
ausgebildet ist, verbunden ist. Zu der Verbindungsstütze 6 ist an der Halterung 10
vorstehend eine weitere Verbindungsstütze 9 ausgebildet. Endseitig sind die Verbindungsstützen
6, 9 mit Verbindungstücken 8 jeweils versehen. Über diese Verbindungsstücke 8 wird
die ringförmige Schutzvorrichtung 5 an zwei Punkten befestigt. Dabei deckt die Schutzvorrichtung
5 im Wesentlichen den umfänglichen Raum einer Antriebsschraube 7 in einem Abstand
ab.
[0018] Die in den Figuren 1 bis 7 dargestellte bevorzugte Ausführungsform wird entgegen
ihrer Gebrauchslage um 180° gedreht dargestellt.
[0019] Die Verkleidung 3, die das Gehäuse um einen Motor 17 darstellt, hat eine stromlinienförmige
Ausbildung und ist an ihrer Spitze 28 strömungstechnisch so ausgebildet, dass keine
großen Strömungswiderstände während des Betriebes auftreten. Die Halterung 10, die
ebenfalls strömungstechnisch ausgebildet ist, endet in einem Befestigungsfuß 2, auf
den noch eingegangen wird.
[0020] Durch die perspektivische, rückseitige Betrachtung des Antriebes 1 in der Figur 2
wird die Befestigung der Schutzvorrichtung 5 über die Verbindungsstützen 6 und 9 noch
einmal verdeutlicht. Dabei sind sowohl die Verbindungsstützen 6 und 9 als auch die
Halterung 10 strömungstechnisch so ausgebildet, dass sie in dem Medium Wasser einen
möglichst geringen Widerstand aufweisen. An dem vorderen Ende der Halterung 10 ist
ein Stromversorgungsanschluss 4 dargestellt. Durch die Figur 3 wird die strömungstechnische
Ausbildung des Antriebes 1 mit den Verbindungstützen 6 und 9 und der Halterung 10
und der Spitze 28 noch einmal verdeutlicht. Sehr gut ist auch aus dieser Darstellung
eine Aufstandsfläche 23 des Befestigungsfußes 2 erkennbar.
[0021] Durch die Figur 4 wird deutlich, dass die Antriebsschraube 7 in einem umfänglichen
Abstand zu der Schutzvorrichtung 5 ausgebildet ist. Dadurch wird eine sehr gute Schubkraft
des Antriebes 1 erzeugt. Dafür sorgen auch die Seitenlinien 11, die sich von einer
Front 12 zu dem vorderen Teil gemäß der Figur 5 erstrecken.
[0022] Die Figur 6 gibt einen Schnitt A-A nach Figur 3 wieder und verdeutlicht somit in
einer bevorzugten Ausführungsform einen Querschnitt des Antriebes 1. Dabei befindet
sich in der Halterung 10, ausgehend von dem Stromversorgungsanschluss 4, ein Kanal
13, der beispielsweise an einer Steckvorrichtung 16 endet. Durch den Kanal 13 wird
eine Kabelverbindung zu dem Motor 17 gegen eindringendes Wasser geschützt. Der Motor
17 ist in dieser Darstellung innerhalb der Verkleidung 3 vorzugsweise im vorderen
Teil des Antriebes 1 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist nach dem Motor
17 ein Getriebe 22 dargestellt worden. Die Verwendung eines Getriebes 22 ist nicht
zwingend notwendig, wenn die Ausbildung des Motors 17 den Verwendungsansprüchen des
Antriebes 1 entspricht. Der Ausgang des Getriebes 22 wird mit der Antriebsschraube
7 verbunden. Um ein Verdrehen des Antriebsmotors 17 um seine Achse zu unterbinden
ist innerhalb der Verbindungsstütze 6 ein Verdrehschutz 15 dargestellt worden. Durch
eine derartige Ausbildung ist es möglich, dass der Motor 17 in seiner Position verbleibt
und seine Antriebskraft voll auf die Antriebsschraube 7 übertragen kann; ebenfalls
erleichtert der Verdrehschutz 15 einen Einbau in die Verkleidung 3. Ferner kann der
Figur 6 entnommen werden, dass die ringförmige Schutzvorrichtung 5 über Verbindungen
18 mit der Verbindungsstütze 6 sowie mit der Verbindungsstütze 9 lösbar verbunden
ist.
[0023] Die Figur 7 gibt eine Halterung 19 wieder, die im Gebrauchszustand unterhalb der
schwimmfähigen Vorrichtung fest angebracht ist. Die Halterung 19 beinhaltet eine T-förmige
Aufnahme 20, in die der Befestigungsfuß 2, der eine komplementäre Form aufweist, beispielsweise
von einer Seite eingeschoben werden kann. Bei einer korrekten Position zwischen der
Halterung 19 und dem Antrieb 1 kann über eine Vertiefung 21 in Verbindung mit einem
Durchbruch 14 ein einsteckbares Sicherungselement die Position zwischen dem Antrieb
1 und der Halterung 19 sichern. Nach dem Gebrauch des Antriebes 1 ist ein einfaches
Entfernen des Sicherungselementes aus der Halterung 19 und dem Durchbruch 14 möglich,
so dass der Antrieb 1 anschließend aus der Halterung 19 entfernt werden kann. Durch
die Halterung 19 ist es möglich, dass der gleiche Antrieb 1 auch für mehrere unterschiedliche
schwimmfähige Vorrichtungen eingesetzt werden kann.
[0024] Entgegen dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel in den Figuren 1 bis 7 wird ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel in den Figuren 8 bis 11 einer modifizierten
Ausführungsform eines Antriebes 26 wiedergegeben.
[0025] Wie der Figur 8 zu entnehmen ist, ist bei dem Antrieb 26 eine Schutzvorrichtung 24
vorhanden, die entgegen der Schutzvorrichtung 5 keine kreisförmige Ausbildung beinhaltet.
Ausgehend von der Verkleidung 3 sind in einer schrägen Anstellung Verbindungsstützen
25 vorhanden, die endseitig von der Schutzvorrichtung 24 in Form eines Kreis- oder
Bogensegmentes überspannt werden. Durch eine derartige Konstruktion wird der Strömungswiderstand
der Antriebsvorrichtung 26 insgesamt wesentlich reduziert und trotzdem wird ein ausreichender
Schutz für die in diesem Ausführungsbeispiel nicht dargestellte Antriebsschraube 17
erzielt. Dieses wird dadurch erreicht, dass die Schutzvorrichtung 24 nur den unteren
Teil der Antriebsschraube 7 schützt, der durch im Wasser befindliche Gegenstände besonders
gefährdet ist. Durch die Gestaltung der Verbindungsstützen 25, die sich ausgehend
von der Verkleidung 3 stromlinienförmig nach hinten erstrecken, wird ebenfalls der
Strömungswiderstand verringert. Endseitig sind an beiden Enden der Schutzvorrichtung
24 Abschnitte 32 verrundet ausgebildet worden, dieses kann auch insbesondere der Figur
9 entnommen werden. Diese Abschnitte können in einer bevorzugten Ausführung von dem
Kreis- oder Bogenabschnitt nach auswärts gerichtet abgespreizt ausgebildet sein. Eine
solche Ausführungsform kann den Figuren 10 und 11 entnommen werden.
[0026] Entgegen dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel weist dieses bevorzugte Ausführungsbeispiel
des Antriebes 26 seitlich an der Verkleidung Einlassöffnungen 27 für das den Antrieb
26 umgebende Wasser auf. Durch diese Einlassöffnungen 27 kann somit das Wasser in
einen Teilbereich der Verkleidung 3 eindringen, um dadurch eine Kühlung des Motors
17 zu erreichen. Im Bereich der Einlassöffnungen 27 und der damit verbundenen, nicht
dargestellten inneren Kühlungskanäle, kann die Verkleidung 3 vorzugsweise doppelwandig
ausgebildet werden. Um das Kühlmedium wieder aus der Verkleidung 3 austreten zu lassen,
befinden sich beispielsweise endseitig in den Verbindungsstützen 25 Auslassöffnungen
30. Dieses gibt die Figur 10 wieder, aus der auch genau die segmentartige Ausbildung
der Schutzvorrichtung 24 entnehmbar ist. Auf einer Antriebswelle 31 wird die nicht
dargestellte Antriebsschraube 17 befestigt. Die Antriebswelle 31 wird gegenüber der
Verkleidung 3 durch einen Schraubenanschluss 29 abgedichtet.
[0027] Die Figur 11 gibt noch einmal in einer Vorderansicht die strömungstechnisch ausgebildete
Gestaltung des Antriebes 26 in dieser bevorzugten Ausführungsform wieder.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Antrieb
- 2
- Befestigungsfuß
- 3
- Verkleidung
- 4
- Stromversorgungsanschluss
- 5
- Schutzvorrichtung
- 6
- Verbindungsstütze
- 7
- Antriebsschraube
- 8
- Verbindungsstück
- 9
- Verbindungsstück
- 10
- Halterung
- 11
- Seitenlinie
- 12
- Front
- 13
- Kanal
- 14
- Durchbruch
- 15
- Verdrehschutz
- 16
- Steckvorrichtung
- 17
- Motor
- 18
- Verbindung
- 19
- Halterung
- 20
- Aufnahme
- 21
- Vertiefung
- 22
- Getriebe
- 23
- Aufstandsfläche
- 24
- Schutzvorrichtung
- 25
- Verbindungsstützen
- 26
- Antrieb
- 27
- Einlassöffnung
- 28
- Spitze
- 29
- Schraubenanschluss
- 30
- Auslassöffnung
- 31
- Antriebswelle
- 32
- Abschnitt
1. Elektromechanischer Antrieb (1, 26), für eine schwimmfähige Vorrichtung, die für den
Angelsport verwendbar ist, wobei der Antrieb (1, 26) einen Motor (17) aufweist, dessen
Antriebsachse (31) mit einer außerhalb einer wasserdichten Verkleidung (3) angeordneten
Antriebsschraube (7) verbunden ist, der Antrieb (1, 26) ist durch eine Kabelverbindung
mit einem Energiespeicher verbunden, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Verkleidung (3) eine schmale einseitige Halterung (10) verbunden ist, dessen
freies Ende an einem Befestigungsfuß (2) zur Verbindung mit einer an der schwimmfähigen
Vorrichtung angeordneten Halterung (19) ausläuft, und dass ferner von der Verkleidung
(3) ausgehend eine Schutzvorrichtung (5, 24) vorhanden ist, die die Antriebsschraube
(7) ringförmig oder durch einen Kreis- oder Bogenabschnitt in einem Abstand umgibt.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (19) eine Aufnahme (20) aufweist, die eine komplementäre Ausbildung
des Befestigungsfußes (2) beinhaltet, und dass zur Sicherung des eingesetzten Antriebes
(1, 26) in die Halterung (19) der Befestigungsfuß (2) oder die Halterung (10) einen
Durchbruch (14) aufweist, der mit einer Vertiefung (21) in der Halterung (19) korrespondiert,
über die der Antrieb (1, 26) durch eine einsetzbare Sicherung in der Halterung (19)
festsetzbar ist.
3. Antrieb nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsfuß (2) eine gerade Aufstandsfläche (23) aufweist.
4. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung der Schutzvorrichtung (5) von der Halterung (10) und der Verkleidung
(3) Verbindungsstücke (6, 9) ausgehen, die über Verbindungen (18) mit den Verbindungsstücken
(6, 9) befestigt sind.
5. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) zwei vorstehende, beabstandete Verbindungsstützen (25) aufweist,
deren Enden durch die Schutzvorrichtung (24) überspannt werden.
6. Antrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Schutzvorrichtung (24) jeweils Abschnitte (32) aufweisen, die gegenüber
der Schutzvorrichtung (24) abweisend nach außen abgespreizt sind.
7. Antrieb nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) im Bereich des Motors (17) zumindest doppelwandig ausgeführt
ist und an ihrer Außenhaut von Einlassöffnungen (27) zum Eintritt von Kühlwasser durchbrochen
ist, das im Bereich der Verbindungsstützen (25) über Auslassöffnungen (30) austreten
kann.
8. Antrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) mit der Halterung (10) und die Schutzvorrichtung (5, 24) aus
Kunststoff bestehen.
9. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Kabelverbindung einerseits über einen Stromversorgungsanschluss (4)
durch einen Kanal (13) innerhalb der Halterung (10) zum Motor (17) ausgeführt ist
und andererseits die Kabelverbindung steckbar mit dem Energiespeicher verbunden ist.
10. Antrieb nach den Ansprüchen 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher als Akkumulator, vorzugsweise als Lithium-Ionen-Akkumulator ausgebildet
ist und mit einer Steuerung/Regelung sowie einer Sender-/Empfängereinheit innerhalb
einer wasserdichten Box untergebracht ist.
11. Antrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung/Regelung des Motors (17) in Verbindung mit der Sender-/Empfängereinheit
durch eine Fernbedienung bedienbar ist, wobei die Fernbedienung neben Tasten zur Veränderung
der Motordrehzahl Anzeigeelemente für die Motordrehzahl und den Ladezustand des Energiespeichers
aufweist.
12. Antrieb nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung/Regelung automatisch bei einem verminderten Ladezustand des Energiespeichers
auf eine Bestromung des Antriebes (1, 26) umschalten kann, die zu einer geringeren
Fahrgeschwindigkeit führen kann.
13. Antrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die schwimmfähige Vorrichtung als Belly-Boot ausgebildet ist.