[0001] Die Erfindung betrifft ein Transportverstärkungselement für eine Sektion einer Auflaufspulen
herstellenden Textilmaschine, eine Sektion umfassend ein solches Transportverstärkungselement
und eine Auflaufspulen herstellende Textilmaschine umfassend eine solche Sektion.
Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Stabilisieren von Sektionen
einer Auflaufspulen herstellenden Textilmaschine sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Transportverstärkungselements.
[0002] Durch die
DE 101 05 270 A1 ist beispielsweise eine Auflaufspulen herstellende Textilmaschine offenbart, die
als Offenend-Spinnmaschine ausgebildet ist und die in der Endmontage aus mehreren
Sektionsgestellen zusammengesetzt wird. Um den Einstellaufwand für die einzelnen Funktionseinheiten
oder den Bearbeitungsaufwand bei der Endmontage von Sektionsgestellen der Spinnmaschine
zu verringern, werden Funktionseinheiten, wie beispielsweise die Rotorlagerung, die
Auflöseeinheit oder die Spuleinheit an Funktionsträgern vormontiert und bei der Montage
als Ganzes in das Sektionsgestell eingebaut.
[0003] Grundsätzlich ist es bei Auflaufspulen herstellenden Textilmaschinen bekannt, dass
mehrere Arbeitsstellen zu Sektionen zusammengefasst und in Sektionsgestellen montiert
werden. Als Auflaufspulen herstellende Textilmaschinen werden neben den bereits erwähnten
Offenend-Spinnmaschinen beispielsweise auch Spulmaschinen, Luftspinnmaschinen, Ringspinnmaschinen,
Flyer, Zwirnmaschinen oder Kabliermaschinen bezeichnet. Zum Transport werden die Sektionsgestelle
der Auflaufspulen herstellenden Textilmaschinen mittels Transportverstärkungselementen
stabilisiert, so dass sie sich aufgrund der hohen Belastungen nicht verformen und
zu Beschädigungen der Arbeitsstellen führen können. Die Sektionen werden einzeln verpackt,
wobei einige Funktionsbauteile, die sich ungünstig auf die Größe und/oder die Dimension
der Verpackung auswirken, oder leicht beschädigt werden könnten, in einem so genannten
Beipack mitgeliefert werden. Am Zielort werden die Transportverstärkungselemente demontiert
und entsorgt, die Funktionsbauteile des Beipacks den jeweiligen Sektionen zugeordnet
und montiert und die einzelnen Sektionen zu einer Gesamtmaschine zusammengesetzt.
[0004] Dies ist beispielsweise durch die automatische Spulmaschine Autoconer AC6 der Firma
Saurer Schlafhorst bekannt.
[0005] Ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft daher ein Transportverstärkungselement
für eine Sektion einer Auflaufspulen herstellenden Textilmaschine, in der mehrere
Arbeitsstellen in einem Sektionsgestell zusammengefasst sind, wobei das Transportverstärkungselement
ausgelegt ist, das Sektionsgestell für die Dauer des Transportes zu stabilisieren.
[0006] Das vorgeschlagene Transportverstärkungselement zeichnet sich dadurch aus, dass das
Transportverstärkungselement durch ein Funktionsbauteil ausgebildet ist, welches in
der Sektion zum Betreiben der Textilmaschine ausgestaltet ist.
[0007] Auf diese Weise wird einem Funktionsbauteil, das ohnehin zum Betreiben der Textilmaschine
vorhanden ist, eine Sekundärfunktion zugewiesen. Während des Transportes wird das
Funktionsbauteil in einer Verstärkungsposition an das Sektionsgestell montiert, so
dass ein erhöhter Versteifungsgrad der Sektion erreicht wird. Durch den Transport
auftretende Verformungen des Sektionsgestells, die zu Beschädigungen der Arbeitsstellen
führen können, werden somit vermieden.
[0008] Weil ein Bauteil zwei Funktionen erfüllt, kann die Anzahl der Bauteile insgesamt
verringert werden. Die Transportverstärkungselemente waren bisher extra angefertigte
Bauteile, die ausschließlich während des Transportes benötigt und am Zielort demontiert
und entsorgt wurden. Eine Reduzierung der Bauteile reduziert nicht nur die Herstellungskosten,
sondern reduziert ebenso die Verpackungskosten und das Versandgewicht, was sich wiederum
in reduzierten Versandkosten niederschlägt.
[0009] Dadurch, dass nun keine Transportverstärkungselemente nach dem Transport entsorgt
werden müssen, wird außerdem Abfall vermieden und die Umwelt geschont.
[0010] Ein weiterer Vorteil ist, dass die Funktionsbauteile stückrichtig den jeweiligen
Sektionen zugeordnet sind, so dass ein Sortieren des Beipacks und die entsprechende
Zuordnung der Funktionsbauteile zu den einzelnen Sektionen entfallen. Dies erleichtert
nicht nur den Montageaufwand, sondern beugt auch eventuellen Fehlsortierungen vor.
[0011] Weil die Funktionsbauteile nicht mehr als so genannter Beipack versendet werden müssen,
wird auch an dieser Stelle Verpackungsmaterial und damit Abfall vermieden und demzufolge
Versandkosten reduziert.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Transportverstärkungselement
durch eine Schienenstütze gebildet.
[0013] Die Schienenstütze, die als Funktionsbauteil während des Betriebes der Textilmaschine
dazu ausgestaltet ist, im Oberbau Schienen für ein Serviceaggregat sowie das Magazinträgerprofil
zu tragen, kann besonders leicht und mit geringem Aufwand zusätzlich als Transportverstärkungselement
eingesetzt werden. Die haken- oder galgenartige Ausbildung der Schienenstütze bietet
sich an, um die Seitengestelle mit einem Querträger des Sektionsgestells zu verfestigen.
[0014] In einer alternativ bevorzugten Ausgestaltung ist das Transportverstärkungselement
durch ein Kreuzspulenabtransportprofil gebildet.
[0015] Dieses Profil ist vorzugsweise ausgestaltet, sich im Betrieb der Textilmaschine durchgehend
in Maschinenlängsrichtung im Bereich des Spulenrahmens zu erstrecken und fertiggestellte
Auflaufspulen aus den jeweiligen Arbeitsstellen abzutransportieren. Zum Transport
ist durch eine entsprechende Ausgestaltung die Anbringung des Kreuzspulenabtransportprofils
zwischen den Seitengestellen des Sektionsgestells ermöglicht. Eine solche Montage
gewährleistet, die Seitenwände starr miteinander zu verbinden und deren Lage zueinander
zu fixieren. Durch eine derartige Ausgestaltung ist das Kreuzspulenabtransportprofil
dazu ausgelegt, eine wesentliche Verbesserung der Verstärkung und Stabilisierung der
Sektion zu bewirken.
[0016] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Sektion einer Auflaufspulen
herstellenden Textilmaschine, in der mehrere Arbeitsstellen in einem Sektionsgestell
zusammengefasst sind, wobei die Sektion mehrere Funktionsbauteile, die zum Betreiben
der Textilmaschine ausgestaltet sind, sowie mindestens ein Transportverstärkungselement,
das das Sektionsgestell für die Dauer des Transportes stabilisiert, umfasst.
[0017] Es wird eine Sektion vorgeschlagen, bei der mindestens ein Transportverstärkungselement
durch ein Transportverstärkungselement nach einem der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
ausgebildet ist. Damit können die in diesem Zusammenhang beschriebenen Vorteile und
Wirkungen erreicht werden.
[0018] Eine derartige Ausbildung der Sektion bringt den großen Vorteil, dass eine Sektion
mit reduzierten Einzelteilen und Kosten hergestellt werden kann und darüber hinaus
ein Transport der Sektionsgestelle gewährleistet wird, ohne dass die Gefahr besteht,
dass sich die Sektionsgestelle verformen. Durch die Geometrie der Sektionsgestelle
verformen sich diese bei Belastung besonders leicht zu einem Parallelogramm, das so
ausgeprägt sein kann, dass die Arbeitsstellen dauerhaft beschädigt werden können.
[0019] Die vorteilhafte Ausbildung der Sektion ist einfach in der Umsetzung und gewährleistet
eine sichere Stabilisierung und Verstärkung der Sektion respektive des Sektionsgestells.
Außerdem sind die als Transportverstärkungselemente ausgestalteten Funktionsbauteile
an den Sektionen montierbar, an denen sie auch zum Betrieb der Textilmaschine eingesetzt
werden, so dass schon beim Transport und der Ankunft am Zielort die jeweiligen Funktionsbauteile
passend zu den Sektionen zugeordnet sind. Eine manuelle Sortierung am Zielort, wie
sie bisher notwendig war, entfällt und die Montagezeit wird insgesamt verkürzt.
[0020] Vorzugsweise ist das Transportverstärkungselement beschädigungsfrei an das Sektionsgestell
montier- und demontierbar und zum Transport stabilisierend an das Sektionsgestell
positionierbar.
[0021] Unter beschädigungsfrei wird eine lösbare Anordnung des Transportverstärkungselements
an dem Sektionsgestell verstanden, mittels welcher das Transportverstärkungselement
ohne die Maßnahmen von Teilen zerstörenden oder beschädigenden Aktionen an dem Sektionsgestell
montierbar bzw. von diesem demontierbar ist. Hierdurch wird gewährleistet, dass durch
die Sekundärfunktion des Funktionsbauteils als Transportverstärkungselement nicht
die spätere Funktion im Betrieb der Textilmaschine beeinträchtigt wird.
[0022] Außerdem können die in diesem Zusammenhang beschriebenen Vorteile und Wirkungen bei
jedem späteren, erneuten Transport erzielt werden, da es durchaus in der Praxis vorkommt,
dass Auflaufspulen herstellende Textilmaschinen standortseitig verlagert werden.
[0023] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Auflaufspulen herstellende
Textilmaschine mit einer Vielzahl von Arbeitsstellen, die jeweils in einem Sektionsgestell
zu Sektionen zusammengefasst sind.
[0024] Die Auflaufspulen herstellende Textilmaschine zeichnet sich dadurch aus, dass die
Sektion durch eine Sektion nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
ausgebildet ist.
[0025] Durch eine derartige Ausgestaltung der Sektionen respektive durch die zweifache Verwendung
von Bauteilen, die einerseits als Funktionsbauteile für den Betrieb der Textilmaschine
zum Einsatz kommen und andererseits während des Transportes als Transportverstärkungselemente
eingesetzt werden, wird der so genannte Beipack reduziert respektive eliminiert. So
können ein kostengünstigerer Versand vom Hersteller zum Kunden und ein optimierter
Zusammenbau der Textilmaschine erfolgen.
[0026] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Stabilisieren von Sektionen
einer Auflaufspulen herstellenden Textilmaschine, bei der mehrere Arbeitsstellen in
einem Sektionsgestell zusammengefasst sind, wobei jede Sektion mehrere Funktionsbauteile,
die zum Betreiben der Textilmaschine ausgestaltet sind, sowie mindestens ein Transportverstärkungselement,
das das Sektionsgestell für die Dauer des Transportes stabilisiert, umfasst.
[0027] Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens ein Transportverstärkungselement
nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet ist, und dass
in einem ersten Schritt das Transportverstärkungselement zum Transport so an dem Sektionsgestell
befestigt wird, dass es die Sektion stabilisiert und verstärkt, und dass in einem
nachfolgenden Schritt das Transportverstärkungselement demontiert und beim Zusammenbau
der Sektionen so an das jeweilige Sektionsgestell montiert wird, dass es als Funktionsbauteil
zum Betreiben der Textilmaschine eingesetzt wird.
[0028] Mit dem ersten Schritt wird das vorteilhaft ausgebildete Transportverstärkungselement,
das durch ein Funktionsbauteil der Sektion ausgebildet ist, in einer Verstärkungsposition
an dem Sektionsgestell lösbar montiert, so dass das Sektionsgestell gegen die auftretenden
Belastungen beim Transport verstärkt und stabilisiert wird und keine schadhaften Verformungen
entstehen können.
[0029] Nach erfolgtem Transport werden mit dem zweiten Schritt die Transportverstärkungselemente
aus ihrer jeweiligen Verstärkungsposition an den Sektionsgestellen gelöst. Somit kann
das Transportverstärkungselement gemäß seiner Primärfunktion nun als Funktionsbauteil
an der Textilmaschine installiert werden. Dabei sind die jeweiligen demontierten Transportverstärkungselemente
als stückrichtige Funktionsbauteile bereits den jeweiligen Sektionen zugeordnet, so
dass ein rascher Umbau erfolgen kann.
[0030] Durch diese Vorgehensweise kann ein optimierter Aufbau der Textilmaschine erfolgen,
bei dem ein Fehlen von Funktionsbauteilen ausgeschlossen werden kann.
[0031] Des Weiteren betrifft ein Aspekt der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines
Transportverstärkungselementes nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen.
[0032] Das vorgeschlagene Verfahren zur Herstellung eines Transportverstärkungselementes
zeichnet sich dadurch aus, dass das Transportverstärkungselement als Funktionsbauteil
zum Betreiben der Textilmaschine ausgestaltet ist und Befestigungsmöglichkeiten aufweist,
die mit Befestigungsmöglichkeiten am Sektionsgestell derart korrespondieren, dass
das Transportverstärkungselement positionsabhängig transportstabilisierend oder als
Funktionsbauteil zum Betrieb der Textilmaschine befestigbar ist.
[0033] Dadurch dass das Transportverstärkungselement gleichzeitig als Funktionsbauteil ausgebildet
ist, sind in bevorzugter Weise für beide Funktionen entsprechende Befestigungsmöglichkeiten
vorzusehen. Das heißt, zu den Befestigungsmöglichkeiten des Funktionsbauteils zum
Betrieb der Textilmaschine und zur Erfüllung seiner Primärfunktion, wie beispielsweise
die Schienenstütze zur Lagerung der Schienen des Serviceaggregates, ist das Transportverstärkungselement
auch mit Befestigungsmöglichkeiten zu versehen, um beispielsweise mit der Schienenstütze
die Seitenteile des Sektionsgestells mit dem Querträger verbinden zu können. Dabei
können die Befestigungsmittel, zum Beispiel Schrauben und Bohrungen, im Transportverstärkungselement
respektive im Sektionsgestell zur Aufnahme der Schrauben umfassen, oder Ausformungen,
die mit Einbuchtungen korrespondieren. Im Rahmen der Erfindung sind grundsätzlich
alle Befestigungsmöglichkeiten denkbar, die eine beschädigungsfreie Montage und Demontage
des Transportverstärkungselements in beiden Positionen zulassen.
[0034] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung, anhand der Figuren und Zeichnungen,
die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigen, und aus den Patentansprüchen. Die einzelnen
Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verwirklicht sein.
[0035] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten
Zeichnungen näher erläutert.
[0036] Es zeigen:
- Figur 1
- in Vorderansicht eine schematische Darstellung eines Sektionsgestells einer Spulmaschine
nach dem Stand der Technik;
- Figur 2
- schematische Darstellung der Rückseite eines Sektionsgestells mit erfindungsgemäß
ausgebildeten Transportverstärkungselementen;
- Figur 3
- schematische Darstellung der Rückseite eines Sektionsgestells mit einer alternativen
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Transport-verstärkungselementes;
- Figur 4
- schematische Darstellung der Rückseite eines Sektionsgestells mit für den Betrieb
der Spulmaschine als Funktionsbauteilen montierten Transportverstärkungselementen.
[0037] Die Figur 1 zeigt schematisch eine Darstellung eines Sektionsgestells 1 einer Spulmaschine
des Typs AC6, wie sie aus dem Stand der Technik der Technik bekannt ist. Bei dieser
Spulmaschine bilden jeweils 10 Arbeitsstellen eine Sektion. Die Anzahl der Arbeitsstellen
pro Sektion kann je nach Maschinentyp unterschiedlich sein, es gibt beispielsweise
ebenso Spulmaschinen mit 6 Arbeitsstellen pro Sektion oder Offenend-Spinnmaschinen
mit 24 Arbeitsstellen pro Sektion.
[0038] Als Sektion wird die Einheit bezeichnet, wenn die Arbeitsstellen, bis auf die im
Beipack mitgelieferten Funktionsbauteile, vollständig auf das Sektionsgestell 1 montiert
sind. Da diese nicht erfindungswesentlich sind, wurden sie an dieser Stelle zur besseren
Übersichtlichkeit weggelassen.
[0039] Wie bekannt, wird das Sektionsgestell 1 aus zwei Seitenwänden 2, einem unteren Querträger
3 und einem oberen Querträger 4 gebildet. Eine Rückwand 5 ist so angeordnet, dass
die einzelnen Arbeitsstellen, in diesem Beispiel Spulstellen, montiert werden können.
Dazu weist die Rückwand Aufnahmen/Vorbereitungen auf, so dass die jeweiligen Funktionsaggregate
zum Beispiel mit dem Unterdruckkanal 7 verbunden werden können. Die Halter 6 für das
Kreuzspulenabtransportprofil 14 sind ebenfalls bereits montiert. Im unteren Bereich
des Sektionsgestells 1 sind Transportverstärkungselemente 8 in Form von Querverstrebungen
angebracht, die das Sektionsgestell 1 stabilisieren und verhindern, dass es sich verformt.
An jeder Seitenwand 2 sind zusätzlich Transportverstärkungselemente 9 montiert, die
außer zur Verstärkung dazu verwendet werden, das Sektionsgestell 1 mittels eines Krans
anzuheben.
[0040] Figur 2 zeigt schematisch ein Sektionsgestell 1 in der rückwärtigen Ansicht, diesmal
mit dem als Oberbau 12 bezeichneten Teil, der oberhalb der Wickeleinrichtung angeordnet
ist. In dieser Ansicht liegt der Unterdruckkanal 7 vor der Rückwand 5. Beide erstrecken
sich von einer Seitenwand 2 zur anderen Seitenwand 2 des Sektionsgestells 1. Im Oberbau
12 ist bereits eine Fahrschiene 10 für ein Serviceaggregat, beispielsweise für einen
so genannten Kreuzspulenwechsler, montiert. Mit der Bezugszahl 11 sind zwei Teile
der Schienenstütze gekennzeichnet, die als Transportverstärkungselement in einer Verstärkungsposition
die jeweilige Seitenwand 2 mit der Fahrschiene 10 fixieren. Zur Inbetriebnahme der
Spulmaschine werden beide Teile der Schienenstütze 11 miteinander verbunden und als
Träger für Schienen 13 für ein weiteres Serviceaggregat, beispielsweise für einen
so genannten Wanderreiniger, verwendet.
[0041] Figur 3 zeigt schematisch einen Ausschnitt der rückseitigen Ansicht eines Sektionsgestells
1. Wie bereits beschrieben, sind die Teile der Schienenstütze 11 zur Verstärkung an
den Seitenwänden 2 und der Fahrschiene 10 montiert. Das Kreuzspulenabtransportprofil
14 ist in seiner Verstärkungsposition hochkantig an das Sektionsgestell 1 befestigt,
in diesem Beispiel verschraubt. Zur späteren Montage, um als Profil das Transportband
für den Kreuzspulenabtransport aufzunehmen, wird das Kreuzspulenabtransportprofil
14 demontiert, um ca. 90° gedreht und auf den Haltern 6 montiert, die in diesem Ausführungsbeispiel
flächig ausgebildet sind.
[0042] Figur 4 zeigt ebenfalls schematisch die Rückseite eines Sektionsgestelles 1, wobei
die Transportverstärkungselemente in der Position montiert sind, wie sie als Funktionsbauteil
11, 14 während des Betriebes der Spulmaschine zum Einsatz kommen. Dieses Sektionsgestell
1 umfasst sechs Spulstellen; ist mit seinem Aufbau ansonsten aber identisch zu den
vorherigen Ausführungsbeispielen.
[0043] Zwischen den Seitenwänden 2 ist der Unterdruckkanal 7 angeordnet, der in dieser Ansicht
vor der Rückwand 5 liegt. Das Kreuzspulenabtransportprofil 14 ist so auf den Haltern
6 positioniert und am Sektionsgestell 1 montiert, dass das Transportband für den Abtransport
der produzierten Kreuzspulen eingesetzt werden kann. Die Kreuzspulen werden in den
Spulenrahmen 15 drehbar gelagert und am Ende der Spulenreise auf das Transportband
im Kreuzspulenabtransportprofil 14 überführt.
[0044] Die beiden Einzelteile der Schienenstütze 11 wurden zusammengebaut und als Doppelstütze
ausgebildete Schienenstütze 11 so montiert, dass die Schiene 13 für ein weiteres Serviceaggregat
an der Schienenstütze 11 installiert werden konnte. Außerdem ist an der Schienenstütze
11 das Magazinträgerprofil 16 befestigt, in dem spullstelleneigene Leerhülsen bevorratet
werden.
1. Transportverstärkungselement (8, 9) für eine Sektion einer Auflaufspulen herstellenden
Textilmaschine, in der mehrere Arbeitsstellen in einem Sektionsgestell (1) zusammengefasst
sind, wobei das Transportverstärkungselement (8, 9) ausgelegt ist, das Sektionsgestell
(1) für die Dauer des Transportes zu stabilisieren,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Transportverstärkungselement (8, 9) durch ein Funktionsbauteil (11, 14) ausgebildet
ist, welches in der Sektion zum Betreiben der Textilmaschine ausgestaltet ist.
2. Transportverstärkungselement (8, 9) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportverstärkungselement (8, 9) durch eine Schienenstütze (11) gebildet ist.
3. Transportverstärkungselement (8, 9) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportverstärkungselement (8, 9) durch ein Kreuzspulenabtransportprofil (14)
gebildet ist.
4. Sektion einer Auflaufspulen herstellenden Textilmaschine, in der mehrere Arbeitsstellen
in einem Sektionsgestell (1) zusammengefasst sind, wobei die Sektion mehrere Funktionsbauteile
(11, 14), die zum Betreiben der Textilmaschine ausgestaltet sind, sowie mindestens
ein Transportverstärkungselement (8, 9), das das Sektionsgestell (1) für die Dauer
des Transportes stabilisiert, umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Transportverstärkungselement (8, 9) durch ein Transportverstärkungselement
(8, 9) nach Anspruch 1 ausgebildet ist.
5. Sektion nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportverstärkungselement (8, 9) beschädigungsfrei an das Sektionsgestell
(1) montierund demontierbar und zum Transport stabilisierend an das Sektionsgestell
(1) positionierbar ist.
6. Auflaufspulen herstellende Textilmaschine mit einer Vielzahl von Arbeitsstellen, die
jeweils in einem Sektionsgestell (1) zu Sektionen zusammengefasst sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sektion durch eine Sektion nach Anspruch 4 ausgebildet ist.
7. Verfahren zum Stabilisieren von Sektionen einer Auflaufspulen herstellenden Textilmaschine,
bei der mehrere Arbeitsstellen in einem Sektionsgestell (1) zusammengefasst sind,
wobei jede Sektion mehrere Funktionsbauteile (11, 14), die zum Betreiben der Textilmaschine
ausgestaltet sind, sowie mindestens ein Transportverstärkungselement (8, 9), das das
Sektionsgestell (1) für die Dauer des Transportes stabilisiert, umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Transportverstärkungselement (8, 9) nach Anspruch 1 ausgebildet ist,
und
das in einem ersten Schritt das Transportverstärkungselement (8, 9) zum Transport
so an dem Sektionsgestell (1) befestigt wird, dass es die Sektion stabilisiert und
verstärkt, und
das in einem nachfolgenden Schritt das Transportverstärkungselement (8, 9) demontiert
und beim Zusammenbau der Sektionen so an das jeweilige Sektionsgestell (1) montiert
wird, dass es als Funktionsbauteil (11, 14) zum Betreiben der Textilmaschine zum Einsatz
kommt.
8. Verfahren zur Herstellung eines Transportverstärkungselementes (8, 9) nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Transportverstärkungselement (8, 9) als Funktionsbauteil (11, 14) zum Betreiben
der Textilmaschine ausgestaltet ist und Befestigungsmöglichkeiten aufweist, die mit
Befestigungsmöglichkeiten am Sektionsgestell (1) derart korrespondieren, dass das
Transportverstärkungselement (8, 9) positionsabhängig transportstabilisierend oder
als Funktionsbauteil (11, 14) zum Betrieb der Textilmaschine befestigbar ist.