[0001] Die Erfindung betrifft eine Streckvorrichtung für textile Faserbänder, aufweisend
ein Streckwerk, das auf einem Ablagegehäuse aufgenommen ist, und aufweisend wenigstens
eine seitliche Haube, die benachbart zum Streckwerk auf dem Ablagegehäuse angeordnet
ist, und wobei die seitliche Haube mittels einer Gelenkanordnung über dem Ablagegehäuse
aufklappbar aufgenommen ist.
[0002] Streckvorrichtungen können dazu verwendet werden, einzelne Faserbänder aus mehreren
Kannen über eine sogenannte Gatteranordnung mit den Kannen zugeordneten Gattern einzuziehen,
nebeneinander anzulegen, zu strecken, und anschließend zu einem neuen, einzigen Faserband
zusammenzuführen, das vorzugsweise die gleichen Querschnittsabmessungen aufweist wie
jedes einzelne der eingezogenen, mehreren Faserbänder. Zum Einziehen der Faserbänder
werden Rechengatter oder angetriebene Gatterrollen verwendet, und es kann eine Vielzahl
von einzelnen Kannen vorgelagert sein, aus denen die Faserbänder entnommen werden,
um die Ausbringung der Streckanlage zu vergrößern.
[0003] Zur weiteren Effizienzsteigerung von Streckvorrichtungen ist es bekannt, beispielsweise
zwei Streckvorrichtungen zu einer gemeinsamen Streckanlage zusammenzuführen, welche
Komponenten der einzelnen Streckvorrichtungen gemeinsam nutzen. So ist es beispielsweise
möglich, die Gatter der zwei Streckvorrichtungen auf eine gemeinsame Gatteranordnung
zu reduzieren, ferner können periphere Einrichtungen wie beispielsweise eine Faserabsaugung
oder dergleichen gemeinsam genutzt werden.
[0004] Eine weitere Effizienzsteigerung wird dadurch erreicht, dass den Streckvorrichtungen
eine größere Anzahl von Kannen vorgelagert wird. Sind beispielsweise 16 Kannen vorgelagert,
aus denen über die Gatteranordnung die einzelnen Faserbänder dem Streckwerk der Streckvorrichtung
zugeführt werden, so muss die befüllte Kanne in der Streckvorrichtung sehr häufig
gewechselt werden, bis schließlich die Faserbänder aus den bereitgestellten Kannen
auslaufen und neue Kannen bereitgestellt werden müssen. Folgerichtig ergibt sich eine
weitere Effizienzsteigerung einer Streckvorrichtung dadurch, dass die befüllbaren
Kannen vergrößert werden.
[0005] Aufgrund konstruktiver Begrenzungen und der Weiterverwendung vorhandener Streckvorrichtungen
zur Aufnahme kleinerer Kannen sind konstruktive Maßnahmen erforderlich, um die Streckvorrichtung
so auszulegen, dass größere Kannen in der Streckvorrichtung befüllt werden können.
Dabei sind mehrere Faktoren zur wirtschaftlichen Bereitstellung einer vergrößerten
Streckvorrichtung zu berücksichtigen, insbesondere die verfügbaren Ausgangsmaterialien,
aus denen eine Streckvorrichtung hergestellt wird. Weiterhin sind Aspekte wie die
Transportfähigkeit der bis über 1,5 t wiegenden einzelnen Streckvorrichtung zu berücksichtigen,
sodass eine einfache Größenskalierung einer bekannten Streckvorrichtung zur Befüllung
kleinerer Kannen mit einem Durchmesser von beispielsweise 1000 mm grundsätzlich nicht
möglich ist, um die Kannengröße einer Streckvorrichtung zu vergrößern.
[0006] Das Ablagegehäuse bildet abweichend vom Bedeutungsinhalt eines Gehäuses zur Umschließung
eines Volumens im Wesentlichen eine Platte, auf der das Streckwerk aufgenommen ist.
Die Aufnahme des Streckwerkes erfolgt auf einer Oberseite des Ablagegehäuses, und
auf der Unterseite des Ablagegehäuses befindet sich die Ablagekanne, die unter dem
Ablagegehäuse eine Drehbewegung ausführt. Das Ablagegehäuse kann Verkleidungselemente
umfassen, die auf der Oberseite der Plattensegmente angeordnet sind und sich insbesondere
neben der Anordnung des Streckwerkes befinden. Da das Ablagegehäuse auch zur Aufnahme
von elektrischen Leitungen, von Druckluftleitungen und dergleichen dient, bildet dieses
folglich durchaus ein Gehäuse für die weiteren Komponenten der Streckvorrichtung.
Eine seitliche Haube befindet sich bei bekannten Streckvorrichtungen auf wenigstens
einer Seite neben dem Streckwerk und dient zur Bildung eines verschließbaren Aufnahmeraumes
von Versorgungseinrichtungen, beispielsweise einer Faserabsaugung und/oder von elektrischen
Komponenten wie einer Steuerung und dergleichen.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist die Weiterbildung einer Streckvorrichtung für textile Faserbänder,
die zur Aufnahme einer vergrößerten Kanne zur Befüllung mit einem Faserband ausgebildet
ist. Insbesondere soll dabei die Streckvorrichtung so weitergebildet werden, dass
möglichst viele Komponenten von kleineren Streckvorrichtungen weiterverwendet werden
können. Überdies sollen Ausgangsmaterialien berücksichtigt werden, die grundsätzlich
einfach verfügbar sind.
[0008] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Streckvorrichtung für textile Faserbänder
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 und ausgehend von einer Streckanlage gemäß
Anspruch 12 mit den jeweils kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Die Erfindung schließt die Lehre ein, dass ein Längenadapterteil auf dem Ablagegehäuse
aufgenommen ist, wobei die seitliche Haube am Längenadapterteil mittels der Gelenkanordnung
verschwenkbar und damit beweglich aufgenommen ist, und wobei die Gelenkanordnung an
einer Vorderseite des Längenadapterteils angeordnet ist und wobei eine der Vorderseite
gegenüberliegende Hinterseite des Längenadapterteils mit einer Hinterkante des Ablagegehäuses
abschließt.
[0010] Die erfindungsgemäße Anordnung eines Längenadapterteils auf dem Ablagegehäuse ermöglicht
auf vorteilhafte Weise die Verwendung einer einheitlichen Haube zur einseitigen oder
beidseitigen Anordnung neben dem Streckwerk für unterschiedlich große Streckvorrichtungen,
wobei die Verwendung der gleichen seitlichen Haube auch bei einer Verlängerung des
Ablagegehäuses vorgesehen werden kann, sodass trotz der Verlängerung die Hinterseite
des Längenadapterteils mit der Hinterkante des Ablagegehäuses abschließt. Konventionell
ist die seitliche Haube an der Hinterkante des Ablagegehäuses beziehungsweise an einer
zugeordneten Box aufgenommen, die sich an die Hinterkante des Ablagegehäuses rückseitig
abschließt. Die Haube schließt im Schließzustand an ein Bauteil im vorderen Bereich
des Ablagegehäuses an und wird das Ablagegehäuse zur Aufnahme größerer Ablagekannen
verlängert, so besteht vorteilhaft die Möglichkeit, mit dem Längenadapterteil konventionell
ausgestaltete Hauben auch für Streckvorrichtungen vorzusehen, die Ablagekannen mit
unterschiedlichen Größen aufnehmen.
[0011] Erfindungsgemäß kann das Längenadapterteil so bemaßt sein, dass eine Verlängerung
des Ablagegehäuses in Längsrichtung der Streckvorrichtung möglich wird, ohne konstruktive
Änderungen an der seitlichen Haube vorzunehmen. Die Längsrichtung des Ablagegehäuses
und damit der Streckvorrichtung entspricht dabei der Richtung, aus der die textilen
Faserbänder dem Streckwerk auf dem Ablagegehäuse zugeführt werden. Werden beispielsweise
Ablagekannen mit einem Durchmesser von 1200 mm in der Streckvorrichtung zur Befüllung
aufgenommen und werden zwei Ablagekannen in Längsrichtung voreinander angeordnet,
so vergrößert sich die Länge des Ablagegehäuses in Längsrichtung um ein entsprechendes
Längenmaß gegenüber einer Steckvorrichtung, die zur Aufnahme und zur Befüllung von
kleineren Ablagekannen ausgebildet ist. Unter Beibehaltung der geometrischen Ausgestaltung
der seitlichen Haube und weiteren Auf- und Anbauteilen auf oder an dem Ablagegehäuse
kann mittels der Verwendung des Längenadapterteils die Streckvorrichtung mit einer
großen Anzahl von gleichen Komponenten aufgebaut werden, sodass die Streckvorrichtung
modulartig ausgebildet ist und zur entsprechenden Aufnahme verschieden großer Ablagekannen
dient.
[0012] Es ist bekannt, dass zur Unterstützung der Öffnungsbewegung der seitlichen Haube
ein Haubenliftelement verwendet wird, das sich bei einer geschlossenen seitlichen
Haube unterhalb der Haube befindet. Erfindungsgemäß ist ein solches Haubenliftelement
am Längenadapterteil angeordnet, und wobei das Haubenliftelement am Längenadapterteil
mit einer Endseite insbesondere gelenkig angeordnet ist.
[0013] An einer Hinterseite des Ablagegehäuses ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der
Streckvorrichtung eine Box zur Aufnahme von Betriebseinrichtungen zum Betrieb der
Streckvorrichtung angeordnet, wobei die Hinterseite des Längenadapterteils an die
Box angrenzt. Ein besonderer Vorteil wird erreicht, wenn das Längenadapterteil an
der Box mittels einer Schraubanordnung verschraubt ist. Beispielsweise weist das Längenadapterteil
hierfür einen Rechteckrahmen und Stangenelemente auf, über die der Rechteckrahmen
beabstandet zur Oberfläche des Ablagegehäuses an diesem aufgenommen ist. Der Rechteckrahmen
selbst kann mit einer Schraubanordnung an der Box verschraubt sein, sodass der Rechteckrahmen
und die Box mittels der Schraubanordnung miteinander verbunden sind. Damit wird vorteilhaft
erreicht, dass der Rechteckrahmen auf der Hinterseite mit der Box verschraubt ist
und mit den Stangenelementen auf der Vorderseite über dem Ablagegehäuse aufgenommen
ist. Somit bildet das Längenadapterteil einen Hohlraum, in den insbesondere Komponenten
einer Faserabsaugung oder dergleichen aufgenommen sind.
[0014] Mit besonderem Vorteil weist das Längenadapterteil eine Länge von der Vorderseite
bis zur Hinterseite auf, wobei an der Vorderseite die seitliche Haube mit der Gelenkanordnung
aufgenommen ist und wobei die Hinterseite an die Box angrenzt. Folglich korrespondiert
die Länge des Längenadapterteils von der Vorderseite bis zur Hinterseite mit der Verlängerung
des Ablagegehäuses, wobei die Verlängerung des Ablagegehäuses so bestimmt ist, dass
unter dem Ablagegehäuse zwei Ablagekannen mit einem Durchmesser von 1200 mm voreinander
anordbar sind.
[0015] Das Längenadapterteil weist mit weiterem Vorteil ein Gehäuse auf, das haubenartig
über dem Rechteckrahmen angeordnet ist. Das Gehäuse kann beispielsweise U-förmig ausgeführt
sein und deckt den Rechteckrahmen derart weit ab, dass das Gehäuse mit Randabschnitten
bis auf die Oberfläche des Ablagegehäuses ragen kann. Das Gehäuse kann insbesondere
mit dem Rechteckrahmen verschraubt werden, um das Längenadapterteil zu verschließen.
[0016] Auch ist es vorteilhaft möglich, dass auf dem Ablagegehäuse eine Faserbandzufuhr
angeordnet ist, die eine Zusatzlänge aufweist, die der Länge des Längenadapterteils
von der Vorderseite bis zur Hinterseite des Längenadapterteils entspricht.
[0017] Die Erfindung richtet sich weiterhin auf eine Streckanlage mit einer ersten Streckvorrichtung
und mit einer zweiten Streckvorrichtung, wobei die Merkmale und zugehörigen Vorteile
der jeweiligen Streckvorrichtung vorstehend bereits beschrieben sind.
BEVORZUGTES AUSFÜHRUNGSBEISPIEL DER ERFINDUNG
[0018] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren
näher dargestellt. Es zeigt:
- Figur 1
- eine Gesamtansicht einer Streckanlage mit zwei parallel angeordneten und betreibbaren
Streckvorrichtungen,
- Figur 2
- eine Detailansicht einer vereinzelten Streckvorrichtung,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Längenadapterteils ohne ein Gehäuse
und
- Figur 4
- eine weitere perspektivische Ansicht des Längenadapterteils ohne die Anordnung der
seitlichen Haube.
[0019] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Streckanlage 100, die als Doppel-Streckanlage
ausgeführt ist und zwei Streckvorrichtungen 1 umfasst. Den beiden Streckvorrichtungen
1 sind Gatter 26 einer Gatteranordnung vorgelagert, die nicht näher dargestellte textile
Faserbänder aus Kannen 27 herausführen und den Streckvorrichtungen 1 zuführen. Die
textilen Faserbänder laufen in ein Streckwerk 10 ein, indem die Faserbänder, im gezeigten
Ausführungsbeispiel sechs Faserbänder aus sechs Kannen 27 pro Streckvorrichtung 1,
nebeneinander gelegt werden, und es werden die Faserbänder zu einem neuen, einzigen
Faserband verstreckt, das beispielsweise den gleichen Querschnitt aufweist wie die
einzelnen Faserbänder aus den Kannen 27. Das Beispiel zeigt für jede der Streckvorrichtungen
1 sechs Kannen 27, und jede der Kannen 27 weist vorzugsweise einen Durchmesser von
1200 mm auf.
[0020] Die Streckvorrichtungen 1 besitzen eine Grundstruktur aus einem Ablagegehäuse 11,
auf dem das Streckwerk 10 aufgenommen ist. Unterseitig befindet sich eine Grundplatte
29, und das Ablagegehäuse 11 ist über Säulen 30 mit der Grundplatte 29 verbunden.
In den über der Höhe der Säulen gebildeten Zwischenraum zwischen der Grundplatte 29
und dem Ablagegehäuse 11 befinden sich zwei Ablagekannen 24, wobei eine vorderseitige
Ablagekanne 24 eine aktuell befüllbare Ablagekanne 24 bildet, und eine dahinter angeordnete
Ablagekanne 24 bildet eine weitere Ablagekanne 24, die über ein Kannenwechselsystem
an die vorderseitige Position der ersten Ablagekanne 24 befördert wird, wenn die vorderseitige
Ablagekanne 24 voll ist.
[0021] Seitlich neben dem Streckwerk 10 befindet sich jeweils eine Haube 12 auf der Oberseite
des Ablagegehäuses 11. Die Haube 12 ist erfindungsgemäß verschwenkbar bzw. beweglich
an einem Längenadapterteil 14 angeordnet, und diese kann bei Bedarf nach oben verschwenkt
werden. Dabei ist die Haube 12 über Gelenke an dem Längenadapterteil 14 verschwenkbar
aufgenommen.
[0022] Figur 2 zeigt in einer vergrößerten Ansicht eine einzelne Streckvorrichtung 1 mit
dem Ablagegehäuse 11, auf dem das Streckwerk 10 aufgenommen ist, und mit der Grundplatte
29, wobei das Ablagegehäuse 11 über mehrere Säulen 30 beabstandet über der Grundplatte
29 angeordnet ist. Im Zwischenraum zwischen der Grundplatte 29 und dem Ablagegehäuse
11 befindet sich die vordere Ablagekanne 24, die aktuell befüllt werden kann, und
eine leere Ablagekanne 24 befindet sich auf der Hinterseite der Streckvorrichtung
1. An der Hinterseite der Streckvorrichtung 1 ist eine Box 19 angeordnet, und das
Ablagegehäuse 11 grenzt rückseitig an die Box 19 an. In der Box 19 sind Versorgungskomponenten
zum Betrieb der Streckvorrichtung 1 untergebracht, insbesondere eine Faserabsaugung.
[0023] Auf beiden Seiten benachbart zum Streckwerk 10 befinden sich auf dem Ablagegehäuse
11 Hauben 12, die über Gelenkanordnungen 13 beweglich an dem jeweiligen Längenadapterteil
14 aufgenommen sind, wobei auch jeweils ein Längenadapterteil 14 auf beiden Seiten
zum Streckwerk 10 bzw. zu einer Faserbandzufuhr 25 auf dem Ablagegehäuse 11 aufgenommen
ist. Das jeweilige Längenadapterteil 14 besitzt ein Gehäuse 28, das in der Außenkontur
angepasst ist an die Außenkontur der jeweiligen Haube 12 im Bereich der Gelenkanordnung
13. Zwischen den beiden Längenadapterteilen 14 respektive zwischen den beiden Hauben
12 befindet sich die Faserbandzufuhr 25, über die die textilen Faserbänder zum Einlauf
in das Streckwerk 10 parallel nebeneinander geführt werden können.
[0024] Die Streckvorrichtung 1 ist zur Aufnahme von Ablagekannen 24 ausgelegt, die einen
Durchmesser von 1200 mm aufweisen. Dadurch verbreitert sich die Streckvorrichtung
1 quer zur Zufuhrrichtung der Faserbänder, zusätzlich verlängert sich die Streckvorrichtung
1, damit beide Ablagekannen 24 mit einem jeweiligen Durchmesser von 1200 mm hintereinander
im Zwischenraum zwischen dem Ablagegehäuse 11 und der Grundplatte 29 aufgenommen werden
können. Aufgrund der vergrößerten Länge der Streckvorrichtung 1 ist das Ablagegehäuse
11 ebenfalls verlängert ausgebildet, und um eine Haube 12 zu verwenden, die auch für
kleinere Streckvorrichtungen 1 Verwendung finden kann, dient erfindungsgemäß das Längenadapterteil
14. Dieses gleicht die zusätzlich hinzugenommene Länge des Ablagegehäuses 11 aus,
sodass die Haube 12 baugleich zu Hauben für Streckvorrichtungen 1 ausgeführt werden
kann, die zur Aufnahme kleinerer Ablagekannen 24 ausgebildet sind. Die bewegliche
Aufnahme der Haube 12 ist durch eine teilweise gestrichelt dargestellte, leicht geöffnete
Haube 12 gezeigt. Die Faserbandzufuhr 25 ist um einen Betrag verlängert ausgeführt,
der mit der vergrößerten Länge des Ablagegehäuses 11 korrespondiert.
[0025] Figur 3 zeigt in einer vergrößerten Ansicht die Anordnung und die detaillierte Ausführung
des Längenadapterteils 14, welches sich mit einer Länge zwischen der Haube 12 und
der Box 19 auf dem Ablagegehäuse 11 erstreckt. Die Haube 12 grenzt an eine Vorderseite
15 und die Box 19 grenzt an eine Hinterseite 16 des Längenadapterteils 14 an. An der
Vorderseite 15 ist die Haube 12 über die Gelenkanordnung 13 beweglich am Längenadapterteil
14 aufgenommen. Auf der Hinterseite 16 ist das Längenadapterteil 14 mittels einer
Schraubanordnung 20 mit der Box 19 verbunden, wobei die Position der Schraubanordnung
20 nur schematisch bzw. beispielhaft gezeigt ist.
[0026] Das Längenadapterteil 14 weist einen Rechteckrahmen 21 auf, der an der Vorderseite
15 mittels Stangenelementen 22 auf dem Ablagegehäuse 11 beabstandet aufgenommen ist.
Durch die beabstandete Aufnahme des Rechteckrahmens 21 entsteht ein Hohlraum 23, in
dem nicht näher dargestellte Betriebs- und Versorgungseinrichtungen zum Betrieb der
Streckvorrichtung 1 aufgenommen oder hindurchgeführt werden.
[0027] Figur 4 zeigt schließlich die Anordnung des Längenadapterteils 14 in einer weiteren
perspektivischen Ansicht ohne Darstellung der Haube. Am Rechteckrahmen 21 des Längenadapterteils
14 ist im Bereich der Vorderseite 15 ein Haubenliftelement 18 aufgenommen, das die
Öffnungsbewegung der Haube wenigstens unterstützt oder mit dem die Öffnungsbewegung
der Haube ausführbar ist. An der Hinterseite 16 grenzt der Rechteckrahmen 21 an die
Box 19 an, und die Länge L des Längenadapterteils 14 erstreckt sich von der Vorderseite
15 bis zur Hinterseite 16 und bildet diejenige Länge L, mit der das Ablagegehäuse
11 verlängert ausgeführt ist, um die Ablagekannen mit einem Durchmesser von 1200 mm
aufzunehmen. An der Vorderseite 15 sind die Stangenelemente 22 dargestellt, mit denen
der Rechteckrahmen 21 über dem Ablagegehäuse 11 abgestützt ist.
[0028] Das Ablagegehäuse 11 besitzt eine Hinterkante 17, mit der die Hinterseite 16 des
Längenadapterteils 14 abschließt, sodass die Box 19 an der Hinterkante 17 des Ablagegehäuses
11 und zugleich an der Hinterseite 16 des Längenadapterteils 14 angeordnet werden
kann. Aufgrund der konstruktiven Ausgestaltung sind keine wesentlichen Änderungen
zum Beispiel an der Box 19 oder an der Haube 12 notwendig, und durch die bloße Verlängerung
des Ablagegehäuses 11 können eine Vielzahl von Elementen der Streckvorrichtung 1 für
verschiedene Größen der Streckvorrichtung 1 zur Aufnahme unterschiedlicher Ablagekannen
verwendet werden. Lediglich die Verschraubung des Längenadapterteils 14 an der Box
19 erfordert eine geringfügige Nachbearbeitung der ansonsten zu anderen Streckvorrichtungen
1 baugleichen Box 19.
[0029] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen
hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten
oder räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten
Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 100
- Streckanlage
- 1
- Streckvorrichtung
- 10
- Streckwerk
- 11
- Ablagegehäuse
- 12
- Haube
- 13
- Gelenkanordnung
- 14
- Längenadapterteil
- 15
- Vorderseite
- 16
- Hinterseite
- 17
- Hinterkante
- 18
- Haubenliftelement
- 19
- Box
- 20
- Schraubanordnung
- 21
- Rechteckrahmen
- 22
- Stangenelement
- 23
- Hohlraum
- 24
- Ablagekanne
- 25
- Faserbandzufuhr
- 26
- Gatter
- 27
- Kanne
- 28
- Gehäuse
- 29
- Grundplatte
- 30
- Säule
- L
- Länge
1. Streckvorrichtung (1) für textile Faserbänder, aufweisend
• ein Streckwerk (10), das auf einem Ablagegehäuse (11) aufgenommen ist, und
• wenigstens eine seitliche Haube (12), die
- benachbart zum Streckwerk (10) auf dem Ablagegehäuse (11) angeordnet ist und
- mittels einer Gelenkanordnung (13) über dem Ablagegehäuse (11) aufklappbar aufgenommen
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
• ein Längenadapterteil (14) auf dem Ablagegehäuse (11) aufgenommen ist,
• die seitliche Haube (12) am Längenadapterteil (14) mittels der Gelenkanordnung (13)
verschwenkbar aufgenommen ist,
• die Gelenkanordnung (13) an einer Vorderseite (15) des Längenadapterteils (14) angeordnet
ist und
• eine der Vorderseite (15) gegenüberliegende Hinterseite (16) des Längenadapterteils
(14) mit einer Hinterkante (17) des Ablagegehäuses (11) abschließt.
2. Streckvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Haubenliftelement (18) vorgesehen ist, das eine Schwenkbewegung der seitlichen
Haube (12) am Längenadapterteil (14) wenigstens unterstützt, und wobei das Haubenliftelement
(18) am Längenadapterteil (14) mit einer Endseite angeordnet ist.
3. Streckvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Hinterseite des Ablagegehäuses (11) eine Box (19) zur Aufnahme von Betriebseinrichtungen
zum Betrieb der Streckvorrichtung (1) angeordnet ist, wobei die Hinterseite (16) des
Längenadapterteils (14) an die Box (19) angrenzt.
4. Streckvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Längenadapterteil (14) an der Box (19) mittels einer Schraubanordnung (20) verschraubt
ist.
5. Streckvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Längenadapterteil (14) einen Rechteckrahmen (21) und Stangenelemente (22) umfasst,
über die der Rechteckrahmen (21) beabstandet zur Oberfläche des Ablagegehäuses (11)
an diesem aufgenommen ist.
6. Streckvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rechteckrahmen (21) und die Box (19) mittels der Schraubanordnung (20) miteinander
verbunden sind.
7. Streckvorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Reckteckrahmen (21) auf der Hinterseite (16) mit der Box (19) verschraubt ist
und dass der Reckteckrahmen (21) mit den Stangenelementen (22) auf der Vorderseite
(15) aufgenommen ist.
8. Streckvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Längenadapterteil (14) einen Hohlraum (23) aufweist, in dem insbesondere Komponenten
einer Faserabsaugung aufgenommen sind.
9. Streckvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Längenadapterteil (14) eine Länge (L) von der Vorderseite (15) bis zur Hinterseite
(16) aufweist, um die das Ablagegehäuse (11) verlängert ausgeführt ist, wobei die
Verlängerung des Ablagegehäuses (11) so bestimmt ist, dass unter dem Ablagegehäuse
(11) zwei Ablagekannen (24) mit einem Durchmesser von 1200 mm voreinander anordbar
sind.
10. Streckvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Längenadapterteil (14) ein Gehäuse (28) aufweist, das über dem Reckteckrahmen
(21) angeordnet ist.
11. Streckvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Ablagegehäuse (11) eine Faserbandzufuhr (25) angeordnet ist, die eine Zusatzlänge
aufweist, die der Länge (L) des Längenadapterteils (14) von der Vorderseite (15) bis
zur Hinterseite (16) des Längenadapterteils (14) entspricht.
12. Streckanlage (100) mit einer ersten Streckvorrichtung (1) und mit einer zweiten Streckvorrichtung
(1) jeweils gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11.