[0001] Die Erfindung betrifft ein flächiges Betonfertigteil zum Bau von Parkhäusern gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Verbundbauteil zum Bau von Parkhäusern
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 2 sowie deren Verwendung.
[0002] Es ist heutzutage immer noch überwiegend üblich, Betonteile, beispielsweise zum Bau
von Gebäuden oder Brücken, mit Stahlbauteilen zu bewehren. Diese werden in die Verschalung
eingelegt, welche dann schließlich mit Beton aufgefüllt wird. Hierbei handelt es sich
um eine schlaffe Bewehrung, wobei der Beton die Druckkräfte und das Stahlbauteil die
einwirkenden Zugkräfte aufnimmt. Aufgrund der Beschaffenheit von Beton sind die darin
eingebetteten Stahlbauteile der Korrosion ausgesetzt und verlieren folglich im Laufe
der Zeit ihre Fähigkeit zur Zugkraftaufnahme, was zu ungewollten Rissen und Beschädigungen
des Gebäudes oder der Brücke führt. Folglich sind teure Sanierungen und Instandhaltungsmaßnahmen
notwendig.
[0003] Darüber hinaus geben der Durchmesser der Stahlbauteile oder auch Stahlmatten die
entsprechende Wandstärke und Betondeckungen (Abstand von der Oberfläche des Betonbauteils
zur Bewehrung) der Betonverschalung vor, sodass hier stets ein großes Betonvolumen
zum Vergießen benötigt wird, was in Kombination mit dem jeweiligen Stahlbauteil auch
zu einer hohen Gewichtsbelastung des Gebäudes oder der Brücke führt.
[0004] Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein flächiges Betonfertigteil sowie
ein Verbundbauteil zum Bau von Parkhäusern bereitzustellen, welches im Gewicht deutlich
von den bekannten Stahlbetonbauteilen reduziert ausgebildet ist, welches eine dünnere
Wandstärke aufweist als bekannte Stahl-betonfertigbauteile und welches zudem deutlich
korrosionsbeständiger ausgebildet ist, als es bei den bekannten Stahlbetonfertigbauteilen
überhaupt möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wir gemäß den Merkmalen des Anspruches 1 sowie des Anspruches 2 gelöst.
[0006] Der Anspruch 1 betrifft ein flächiges Betonfertigteil zum Bau von Parkhäusern aufweisend
wenigstens eine netzartige, zumindest teilweise innerhalb des Betonfertigteils angeordnete
Textilbewehrung, welche derart ausgebildet ist, dass sie die auf das Betonfertigteil
einwirkenden inneren Zugbeanspruchungen vollständig aufnimmt.
[0007] Das flächige Betonfertigteil ist vorteilhaft als Deckenbetonfertigteil und/oder Wandbetonfertigteil
zum Bau von Parkhäusern ausgebildet, noch vorteilhafter ist das flächige Betonfertigteil
als Gebäudedeckenbetonfertigteil und/oder Gebäudewandbetonfertigteil und ganz besonders
vorteilhaft ist das hier beschriebene Betonfertigteil als Parkhausdeckenbetonfertigteil
und/oder Parkhauswandbetonfertigteil ausgebildet. Dies hat sich als vorteilhaft erwiesen,
da der Bau von Parkhäusern, worunter auch Parkdecks fallen, häufig schnell und kostengünstig
erfolgen muss und zugleich hohe Anforderungen an Stabilität, Dauerhaftig- und Gebrauchstauglichkeit
und Statik gestellt werden.
[0008] Die flächigen, hier beschriebenen Betonfertigteile werden vorteilhaft in der Fabrik
vorgefertigt und werden dann erst vor Ort auf der Baustelle durch Fugenverguss kraftschlüssig
miteinander und/oder dem Trägerelement verbunden, sodass eine schubfeste Verbindung
entsteht. Zusätzlich ist es von Vorteil, diese Wirkverbindung zusätzlich durch Kraftschluss
zwischen Textilbewehrung des Betonfertigteils und Verbundleiste, welche mit dem Trägerelement
verbunden ausgebildet ist, durch Vergießen und Aushärten mit Beton zu stabilisieren.
Hierdurch entstehen eine schubfeste Verbindung und ein fertiges Verbundbauteil auf
der Baustelle.
[0009] Das flächige Betonfertigteil weist wenigstens eine netzartige Textilbewehrung auf,
welche eine Vielzahl an Durchgangsöffnungen in Form von Maschen aufweist. Die Anzahl
und Größe der Maschen richtet sich nach dem für das Betonfertigteil verwendeten Beton.
Die Maschen der Textilbewehrung sind derart ausgebildet, dass beim Vergießen mit flüssigem,
homogenen Beton dessen Homogenität erhalten bleibt und keine Separation der Betonbestandteile
erfolgt. Die Textilbewehrung kann auch dahingehend verstanden werden, dass sie zweidimensional
(biaxial) und/oder dreidimensional (multiaxial und mehrschichtig) ausgebildet ist.
[0010] Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die netzartige Textilbewehrung innerhalb
des flächigen Betonfertigteils ebenfalls flächig anzuordnen, sodass die Verstärkungsfunktion
vorteilhaft innerhalb der gesamten Fläche des Betonfertigteils ermöglicht wird.
[0011] Die hier beschriebene Textilbewehrung findet Verwendung im flächigen Betonteil sowie
im ebenfalls hier beschriebenen Verbundbauteil.
[0012] Durch die Ausbildung der Bewehrung als Textil, vorteilhafter aus einer Vielzahl an
Fasern und/oder Faserbündeln, noch vorteilhafter aus einer Vielzahl an Hochleistungsfasern
und/oder aus Hochleistungsfasern ausgebildeter Faserbündel, kann die Wandstärke des
Betonfertigteils deutlich gegenüber bekannten Stahlbetonfertigteilen reduziert werden.
Vorteilhaft weist die netzartige, biaxiale Textilbewehrung selbst eine Dicke von ca.
< 1,0 mm bis ca. 50 mm und durchaus größer auf. Besonders vorteilhaft ist eine Gesamtdicke
der biaxialen Textilbewehrung im Bereich von 1 mm bis 6 mm. Die Dicke der Textilbewehrung
richtet sich vorteilhaft jeweils nach dem Durchmesser und der Anzahl der für die Textilbewehrung
verwendeten Fasern und/oder Faserbündel.
[0013] So ist beispielsweise denkbar, dass die Textilbewehrung aus einzelnen Fasern ausgebildet
ist, wobei sie wenigstens eine erste Art an Fasern, beispielsweise Längsfasern, und
wenigstens eine zweite Art an Fasern aufweist, wobei die zweite Art an Fasern in einem
vorbestimmbaren Winkel zu der ersten Art an Faser angeordnet ist. Im einfachsten Fall
ist die zweite Art an Fasern als Querfasern ausgebildet, welche zu den Längsfasern
senkrecht angeordnet ist. Längsfasern und Querfasern bilden jeweils eine Faserlage
aus. Die Verbindung der beiden Faserlagen miteinander kann durch bekannte Bindeverfahren,
wie Atlasbindung, Leinenbindung oder dergleichen er folgen. Es ist aber auch möglich,
dass die Faserlagen durch oder zusätzlich durch eine Art Kleben mit chemischen Beschichtungen
oder Harzen kraft- und/oder formschlüssig verbunden werden, ähnlich wie beim Schweißen
von Stahlbewehrungsmatten.
[0014] Dies ist selbstverständlich nicht begrenzend zu verstehen, sodass auch denkbar ist,
die zweite Art an Fasern in einem vorbestimmbaren Winkel von 30°, 40° 50°, 60° 70°
80° versetzt zu den Längsfasern anzuordnen. Durch diese schräg verlaufende Anordnung
der Fasern und/oder Faserbündel kann eine zusätzliche Stabilität der netzartigen Textilbewehrung
erreicht werden.
[0015] Ferner ist es zur höheren Kraftaufnahme und Stabilität der Textilbewehrung vorteilhaft,
wenigstens die erste und zweite Art an Fasern (Filamente) als Faserbündel (Garn oder
auch Roving genannt) bereitzustellen. Unter Faserbündeln sind vorteilhaft eine Vielzahl
an Fasern, beispielweise 2 bis 350.000, zu verstehen. Die Fasern der Faserbündel können
in ihrem Längsverlauf parallel zu einander und/oder verdrillt ausgebildet sein. Durch
die Verdrillung kann eine verbesserte Zugkraftaufnahme erreicht werden. Es ist auch
denkbar, die Faserbündel wenigstens einer Faserlage mit weiteren Fasern zu umwickeln,
um so die Haftverbundeigenschafen zwischen Textilbewehrung und Beton zu verbessern.
[0016] Der für das erfindungsgemäße, flächige Betonfertigteil verwendete Beton entspricht
der DIN EN 206. Vorteilhaft weist der Beton der flächigen Betonfertigteile bei einer
maximalen Korngröße von 16 mm eine Korngröße von 0,025 mm - 4,0 mm im Bereich von
ca. 36% - 74% des Gesamtkornzusammensetzung auf, eine Korngröße von > 4,0 mm - 8,0
mm im Bereich von ca. 14% - 24% der Gesamtkornzusammensetzung auf, und eine Korngröße
von > 8,0 mm - 16,0 mm im Bereich von ca. 12% - 40% der Gesamtkornzusammensetzung
auf.
[0017] Weiterhin ist auch eine Zusammensetzung bei einer maximalen Korngröße von 32,0 mm
denkbar. Hierbei weist der Beton der flächigen Betonfertigteile eine Korngröße von
0,025 mm - 4,0 mm im Bereich von ca. 23% - 65% der Gesamtkornzusammensetzung auf,
eine Korngröße von > 4,0 mm - 8,0 mm im Bereich von ca. 12% - 15% der Gesamtkornzusammensetzung
auf, eine Korngröße von > 8,0 mm - 16,0 mm im Bereich von ca. 12% - 24% der Gesamtkornzusammensetzung
auf, und eine Korngröße von > 16,0 mm - 32,0 mm im Bereich von ca. 11% - 38% der Gesamtkornzusammensetzung
auf.
[0018] Ein wesentlicher Punkt des flächigen Betonfertigteils liegt darin, dass die Textilbewehrung
zumindest teilweise außerhalb des Betonfertigteils überstehende Faserbögen aufweisen
kann.
[0019] Die Textilbewehrung ist, wie oben beschrieben, flächig innerhalb des Betonfertigteils
angeordnet, wobei dies nicht auf eine einzelne Textilbewehrung begrenzend zu verstehen
ist. Es ist in Abhängigkeit der Funktion des Betonfertigteils und dessen Materialdicke
vorteilhaft, mehrere Textilbewehrungen vorzusehen. Diese können im Betonfertigteil
dann zum Beispiel parallel zueinander beabstandet angeordnet sein. Dies ist von Vorteil,
da die in dem flächigen Betonfertigteil angeordneten Textilbewehrungen dieses einerseits
flächig bewehren und zudem über die zumindest teilweise seitlich über einen Teil des
Betonfertigteils überstehenden Faserbögen weitere Wirkverbindungen ermöglichen, beispielsweise
mit einer Verbundleiste, um die aufgenommene Kraft aus dem Betonfertigteil auch weiterzugeben
und aus der Textilbewehrung abzuleiten. Die Textilbewehrung ist folglich vorwiegend
innenliegend, vorteilhaft im Wesentlichen parallel zur Grund-und/oder Deckfläche des
flächigen Betonfertigteils angeordnet. Je nach Ausbildung ist denkbar, die überstehenden
Faserbögen derart auszubilden, dass sie über den Rand der Grund- oder Deckfläche hinausragen,
was durch eine asymmetrische Form des Betonfertigteils bedingt wird. Die hervorstehenden
Faserbögen sind. durchgängig aus wenigstens einem Faserbündel ausgebildet und weisen
wenigstens eine durchgängige Öffnung auf
[0020] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Textilbewehrung wenigstens
durch eine erste Faserlage und eine zweite Faserlage ausgebildet, wobei die erste
Faserlage aus wenigstens einem Querfaserbündel ausgebildet ist, welches in einem mäanderförmigen
Verlauf in einer ersten Richtung verlegt ist, und wobei die zweite Faserlage aus einer
Vielzahl an beabstandet zueinander angeordneten Längsfaserbündeln ausgebildet ist
und die Querfaserbündel in einer von der ersten Richtung verschiedenen Richtung angeordnet
sind, wobei das wenigstens eine Querfaserbündel der ersten Faserlage zumindest in
seitlichen Bereichen gegenüber der zweiten Faserlage als seitlich überstehende Faserbögen
ausgebildet ist. Durch die Anordnung der beiden Faserlagen ergibt sich die Netzstruktur
der Textilbewehrung. Vorteilhaft sind die beiden Faserlagen an ihren Kreuzungspunkten
miteinander aneinander fixiert ausgebildet, beispielsweise verschlauft, verknüpft
oder mit wenigstens einem Kunststoff verklebt.
[0022] Zusätzlich zu dieser flächigen Netzstruktur weist die Textilbewehrung an wenigstens
zwei Seiten Faserbögen auf. Diese können alternierend und/oder durchgängig ausgebildet
ein. Die Faserbögen werden beim Bewehren des Betonfertigteils derart in diesem angeordnet,
dass sie zumindest teilweise, vorteilhaft vollständig aus dem ausgehärteten Betonfertigteil
hervorstehen und betonfrei ausgebildet sind. Der netzartige Hauptteil der Textilbewehrung
ist dann innerhalb des Betonfertigteils vergossen und bewirkt dessen flächige Bewehrung.
Die seitlich hervorstehenden Faserbögen hingegen dienen vorteilhaft als Verknüpfungselemente,
mit welchen weitere Wirkverbindungen geschlossen werden können.
[0023] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Textilbewehrung eine Vielzahl
von nichtmetallischen Fasern auf. Hierbei handelt es sich vorteilhaft um Hochleistungsfasern
mit hohem E-Modul, vorteilhaft im Bereich von 70 000 bis 320.000 MPa. Die Fasern können
es als Mineralfasern, wie beispielsweise Glasfasern oder Wollastonitfasern, ausgebildet
sein. Ferner ist auch denkbar, die Fasern als Carbonfasern, Polymerfasern, Polyolefinfasern,
Aramidfasern, Basaltfasern, (nicht) oxidische Keramikfasern, wie beispielsweise bestehend
aus Aluminiumoxid oder Siliziumcarbid, Naturfasern auszubilden. Selbstverständlich
ist dies nicht begrenzend zu verstehen, sodass es auch denkbar ist, die jeweiligen
Faserbündel mit mehreren Arten der aufgeführten Hochleistungsfasern mit hohem E-Modul
auszubilden, beispielsweise mit einer Mischung aus Aramidfasern-Carbonfasern oder
einer Mischung aus Glasfasern-Carbonfasern, wobei vorteilhaft der Carbonfaseranteil
im Bereich von 5 Gewichtsprozent bis 45 Gewichtsprozent ausgewählt ist.
[0024] Im einfachsten Fall sind die unterschiedlichen Faserarten eines jeweiligen Faserbündels
statistisch in dem Faserbündel verteilt. Es hat sich allerdings auch für eine erhöhte
Stabilität und verbesserte Zugfestigkeit gezeigt, dass eine kontrollierte Anordnung
einer Kern-Schale-Struktur vorteilhaft ist. In diesem Fall sind die Carbonfasern als
Kern ausgebildet, welcher von der zweiten Faserart als Mantel umschlossen wird.
[0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Betonfertigteils weist jeder
Faserbogen der Textilbewehrung wenigstens zwei Befestigungsbereiche auf, an welchen
die Faserbögen der ersten Faserlage fest mit Längsfaserbündeln der zweiten Faserlage
verbunden sind. Dies ist vorteilhaft zur individuellen Bestimmung und Fixierung von
Größe, Durchmesser und/oder Umriss der Faserbögen. Durch die zusätzliche Fixierung
in den Befestigungsbereichen wird die Netzstruktur der Textilbewehrung verstärkt und
die Kraftaufnahme verbessert. Die Befestigung kann beispielsweise durch weitere Bindefasern
erfolgen, welche die Faserbögen an ihren Kreuzungspunkten mit der zweiten Faserlage
an dieser fixieren. Alternativ und/oder zusätzlich ist auch Fixierung mittels Verklebung
oder Beschichtung denkbar, beispielsweise mit einem Kunststoff und/oder einer silanhaltigen
Schlichte. Zur Verbesserung der Korrsosionsstabilität kann auch die gesamte Textilbewehrung
mit einer derartigen Beschichtung ausgebildet sein. Besonders vorteilhaft werden für
die Kunststoffbeschichtung thermoplastische Harze verwendet, wie beispielsweise Epoxidharz
oder Polyurethanharz verwendet. Darüber hinaus sind auch lösemittelhaltige oder lösungsmittelfreie
Polymerdispersionen einsetzbar.
[0026] Besonders vorteilhaft sind die Faserbögen der Textilbewehrung als durchgängige Schlaufen
ausgebildet. Diese Schlaufen können durch die mäanderförmige Verlegungsform der Querfaserbündel
besonders einfach und leicht erzeugt werden. Die durchgängige Ausbildung stellt sicher,
dass mi weiteren Bauteilen auch stabile Wirkverbindungen eingegangen werden können,
um die von der Textilbewehrung aufgenommenen Kräfte auch wieder aus dieser abzuführen.
[0027] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Faserbögen U-förmig und/oder
tropfenförmig ausgebildet. Die U-förmige Ausbildung der Faserbögen stellt das einfachste
Ausführungsbeispiel dar. Jede Schlaufe weist hierbei zwei Schenkel auf, mit welchen
sie am benachbarten Längsfaserbündel in der Befestigungsbereichen fixiert ist. Beide
Schenkel werden über eine gekrümmt ausgebildete Basis voneinander beabstandet Vorteilhaft
sind Basis und Längsfaserbündel einander gegenüberliegend angeordnet und durch eine
Öffnung ebenfalls voneinander beabstandet. Besonders vorteilhaft in die beiden Schenkel
symmetrisch zueinander ausgebildet. Zur verbesserten Zuglastaufnahme ist das Längenverhältnis
von Schenkel zu Basis im Verhältnis von 1,5:1; 2:1; 2,5:1; 3:1; 3,5:1; 4:1; 4,5:1;
5:1; 5,5:1; oder 6:1 ausgewählt. Somit legt das Schenkel-Basisverhältnis auch die
Größe der Öffnung, vorteilhafter deren Innendurchmesser, fest. Allerdings ist dies
nicht begrenzend zu verstehen, da auch Schenkel-zu-Basis-Verhältnisse von 1:1,5; 1:2;
1:2,5; 1:3; 1:3,5; 1:4; 1:4,5; 1:5; 1:5,5 oder 1:6 denkbar sind. Alle diese Verhältnisse
haben gemeinsam, dass sie eine ausreichend große Öffnung zwischen Schenkeln, Basis
und Längsfaserbündel ausbilden. Besonders vorteilhaft haben sich Größen für den Innendurchmesser
der U förmigen Schlaufen im Bereich von 0,5 bis 12 cm erwiesen.
[0028] Auch eine tropfenförmige Geometrie der Schlaufen ist vorteilhaft für eine verbesserte
Zuglastaufnahme und Rissvermeidung im einbetonierten Zustand. In diesem Fall sind
die Befestigungsbereiche des jeweiligen Faserbogens näher aneinander angeordnet, als
es bei der U-förmigen Ausgestaltung der Schlaufen der Fall ist. Auch die Ausbildung
der Schlaufen als Doppelschlaufen, beispielsweise in Form einer stehenden "8" hat
sich durch die zusätzliche Faserbündelkreuzung und -Fixierung als vorteilhaft zur
Rissvermeidung und Kraftaufnahme erwiesen.
[0029] Besonders vorteilhaft ist das wenigstens eine Querfaserbündel, welches den mäanderförmigen
Verlauf aufweist, als Endlosfaserbündel ausgebildet. Ist lediglich ein Querfaserbündel
zur Ausbildung der Faserbögen vorgesehen, so bedingt dessen mäanderförmiger Verlauf
stets wenigstens eine Fehlstelle zwischen zwei Faserbögen. Im einbetonierten Zustand
bedeutet dies, dass beispielsweise auf der linken Seite des Betonfertigteils ein Faserbogen
ausgebildet ist und auf gleicher Höhe, auf der gegenüberliegenden rechten Seite eine
Fehlstelle bedingt ist und umgekehrt. Somit ergibt sich eine alternierende Abfolge
an seitlich überstehenden Faserbögen.
[0030] Sind besonders hohe Anforderungen an die Bewehrung gestellt, so stellt eine weitere
vorteilhafte Ausführungsform des Betonfertigteils eine Textilbewehrung bereit, welche
anstelle der Fehlstellen zusätzliche Faserbögen aufweist, so dass sich durchgehende
Reihen an Faserbögen ergeben. Hierzu ist eine weitere, dritte Faserlage angeordnet,
welche ebenfalls in mäanderförmigen Verlauf, aber gegenlegig zur ersten Faserlage
angeordnet ist. Durch die gegenlegige Anordnung der dritten Faserlage, welche auch
aus Fasern und/oder wenigstens einem Faserbündel besteht, werden die oben beschriebenen
Fehlstellen aufgefüllt und eine kontinuierliche Reihung an Faserbögen ausgebildet.
Vorteilhaft sind auch diese weiteren Faserbögen der dritten Faserreihe wiederrum fest
mit Längsfaserbündeln der zweiten Faserlage verbunden, beispielsweise verklebt, verschlauft
oder verknüpft.
[0031] Somit ist die hier beschriebene Textilbewehrung durch ihre Netzstruktur sowie durch
die besondere Anordnung und/oder Ausbildung der Faserbögen bestens geeignet, um die
auf das Betonfertigteil einwirkenden Zugkräfte vollständig aufzunehmen. Die hier beschriebene
biaxiale Textilbewehrung ist als Endverankerung ausgebildet.
[0032] Ein weiterer Bestandteil der vorliegenden Erfindung ist ein Verbundbauteil zum Bau
von Parkhäusern, welches wenigstens ein flächiges Betonfertigteil aufweist, wie oben
beschrieben, wobei das Betonfertigteil wenigstens eine netzartige, zumindest teilweise
innerhalb des Betonfertigteils angeordnete Textilbewehrung aufweist, weiche derart
ausgebildet ist, dass sie die auf das Betonfertigteil einwirkenden inneren Zugbeanspruchungen
vollständig aufnimmt, wobei die Textilbewehrung zumindest teilweise außerhalb des
Betonfertigteils überstehende Faserbögen aufweist. Weiterhin weist das Verbundbauteil
wenigstens ein Trägerelement zur Aufnahme des wenigstens einen Betonfertigteils auf.
Das Trägerelement ist unterhalb des flächigen Betonfertigteils angeordnet, sodass
dieses auf dem Trägerelement aufgelagert ausgebildet ist. Das Trägerelement dient
zur Lastabführung sowie auch zur weiteren Kraftabführung der Zugbeanspruchungskräfte,
um Risse und Beschädigungen des flächigen Betonfertigteils zu vermeiden. Im einfachsten
Fall ist das Trägerelement als Stahlträger oder aus Beton in C-Form oder als Doppel-T-Träger
ausgebildet. Besonders vorteilhaft ist das Trägerelement derart ausgebildet, dass
zwei flächige Betonfertigteile darauf auflagerbar ausgebildet sind.
[0033] Ein wesentlicher Punkt des Verbundbauteils liegt darin, dass dieses weiterhin eine
Verbundleiste zum Abführen der von der wenigstens einen Textilbewehrung aufgenommenen
Kräfte aufweist, wobei Verbundleiste und Textilbewehrung durch Fugenverguss zur Kraftübertragung
miteinander in Wirkverbindung stehen. Durch diese Wirkverbindung zwischen Verbundleiste
und Textilbewehrung kann sichergestellt werden, dass die von der Textilbewehrung aufgenommenen
Zugbeanspruchungskräfte aus dem Betonfertigteil durch den Verguss an die Verbundleiste
weitergeleitet werden und folglich über die Wirkverbindung mit der Verbundleiste von
dieser aus der Textilbewehrung vollständig in das Trägerelement abgeleitet werden.
Dadurch entsteht das kraftschlüssige Zusammenwirken von Betonfertigteil und Träger
als sog. Verbundbauteil (Träger und Betonfertigteil liegen kraftschlüssig im Verbund).
[0034] Besonders vorteilhaft ist die Verbundleiste durchgängig ausgebildet, sodass hierdurch
sowohl eine deutlich besser verteilbare Zugkraftaufnahme von der Textilbewehrung als
auch eine deutlich verbesserte Kraftabführung in das Trägerelement ermöglicht wird.
Darüber hinaus ist auch die Lebensdauer derartiger Verbundleisten deutlich erhöht,
da deren Materialbeanspruchung bei Krafteinleitung und Kraftabführung durch die feste
und/oder einteilige Ausbildung mit dem Trägerelement deutlich reduziert wird. Das
gesamte Verbundbauteil wird somit stabiler und die Rissbildung im Beton wird minimiert.
[0035] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Wirkverbindung zwischen
Verbundleiste und Textilbewehrung derart ausgebildet, dass die Textilbewehrung des
Betonfertigteils zumindest teilweise nach außen über das Betonfertigteil überstehende
Faserbögen aufweist, welche zumindest teilweise, vorteilhaft vollständig, um die Verbundleiste
herum geführt sind. Dies ist von Vorteil, da durch die Anordnung der Faserbögen, vorteilhaft
der überstehenden Schlaufen der Textilbewehrung, diese zumindest teilweise über und/oder
um die Verbundleiste herum geführt werden können, sodass sich hierdurch die Wirkverbindung
(Verbundwirkung) ergibt. Die Faserbögen umlaufen die Verbundleiste durchgängig, so
dass hierdurch die Kraftaufnahme durch die Verbundleiste stetiger und sicherer erfolgt
,als es aus dem Stand der Technik bekannt ist. Bruchstellen der Verbundleiste werden
ebenfalls vermieden, so dass stets eine dauerhafte und verlässliche Kraftweiterleitung
über die Verbundleiste in das Trägerelement erfolgen. Ferner ist es insbesondere bei
großen Trägerelementlängen oder gekrümmten Trägerelementen von Vorteil, mehrere und/oder
unterbrochene Verbundleisten anzuordnen, welche beispielsweise auf Stoß zueinander
angeordnet sind.
[0036] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die wenigstens eine Verbundleiste
einen ersten, unteren Abschnitt auf, welcher mit dem wenigstens einen Trägerelement
eine gemeinsame Kontaktfläche ausbildet und/oder fest und/oder einteilig mit dem wenigstens
einen Trägerelement verbunden ist. Dieser erste, untere Abschnitt der Verbundleiste
stellt das Verbindungsstück der Verbundleiste mit dem Trägerelement dar. Im einfachsten
Fall ist die Verbundleiste aus Stahlblech ausgebildet und fest mit dem wenigstens
einen Trägerelement verschweißt. Es haben sich Materialstärken der Verbundleiste im
Bereich von 3 mm bis 20 mm als vorteilhaft erwiesen. Hierdurch wird eine ausreichende
Stabilität bei geringem Platzbedarf sichergestellt. Ferner ist auch denkbar, dass
die Verbundleiste aus anderen Metallwerkstoffen, Keramik oder Kunststoff ausgebildet
ist. Neben dem Verschweißen ist ferner auch Kleben oder Clinchen von Einzelbauteilen
des hier beschriebenen Verbundbauteils denkbar.
[0037] Es ist darüber hinaus aber auch denkbar, dass Trägerelement und Verbundleiste bereits
einteilig hergestellt und ausgebildet sind, sodass auf Schweißnähte oder sonstige
Befestigungsverbindungen vollständig verzichtet werden kann. Vorteilhaft ist der erste,
untere Abschnitt der Verbundleiste als stabilisierender und kraftweiterleitender Sockelabschnitt
ausgebildet. Er kann eine Quaderform, eine Trapezform oder ähnliche geometrische Ausbildungen
aufweisen. Insbesondere durch eine große gemeinsame Kontaktfläche von Verbundleiste
und Trägerelement erfolgt eine gute Kraftüberführung von Sockelabschnitt auf das Trägerelement.
Der Sockelabschnitt ist durchgängig ausgebildet.
[0038] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die wenigstens eine Verbundleiste
einen zum ersten Abschnitt vertikal versetzt angeordneten zweiten Abschnitt zur Aufnahme
der Textilbewehrung auf. Beide Abschnitte bilden die einteilige Verbundleiste aus.
Der zweite Abschnitt ist folglich oberhalb des ersten Abschnitts angeordnet und dient
zur Aufnahme der Textilbewehrung, vorteilhafter der überstehenden Faserbögen der Textilbewehrung,
welche über die Decken-und/oder Grundfläche der Betonfertigteils hinausragen. Somit
kann die entsprechende Wirkverbindung zwischen Verbundleiste und Textilbewehrung zur
Zugkraftbeanspruchungsableitung aus dem Betonfertigteil heraus erfolgreich ausgebildet
werden.
[0039] Hierzu hat es sich weiterhin als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der obere,
zweite Abschnitt der Verbundleiste eine Vielzahl an Vorsprüngen aufweist. Im einfachsten
Fall sind die Vorsprünge als Erhebungen ausgebildet, über welche die Faserbögen der
Textilbewehrung, vorteilhafter die Schlaufen der Textilbewehrung überführbar und/oder
überstülpbar sind und von den entsprechenden Vorsprüngen und/oder Erhebungen in ihrer
überführten und/oder überstülpten Position gehalten werden und sich somit eine Wirkverbindung
ausbildet.
[0040] Besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die überstehenden Faserbögen über
die Verbundleiste überführbar und/oder überstülpbar ausgebildet sind. Im einfachsten
Ausführungsbeispiel sind die Faserbögen der Textilbewehrung vorteilhaft fest in ihrer
Größe und/oder ihrem Umriss ausgebildet. Jeder Faserbogen ist vorteilhaft als Schlaufe
ausgebildet und weist folglich wenigstens eine durchgängige Öffnung auf. In diesem
Fall ist der Durchmesser der Öffnung eines jeden Faserbogen größer ausgebildet als
der Außendurchmesser der Vorsprünge, so dass jeder Faserbogen locker über den jeweiligen
Vorsprung geführt und/oder gelegt werden kann.
[0041] In einer weiteren Ausführungsform ist denkbar, die Faserbögen selbst in ihrer Größe
und/oder Umriss derart veränderbar auszubilden, dass die Faserbögen mit ihrer jeweiligen
Öffnung zumindest teilweise über die Verbundleiste überstülpbar und an dieser somit
fixierbar sind. Unter überstülpbar ist vorteilhaft die enge Führung eines Faserbogen
entlang eines Vorsprungs zu verstehen, ggf. auch unter der Aufweitung des Faserbogens,
so dass dann der Faserbogen im Bereich der Materialverjüngung gehalten wird.
[0042] Im einfachsten Ausführungsbeispiel sind die Vorsprünge vertikal ausgerichtet angeordnet.
Dies stellt sicher, dass auf der Baustelle die Faserbögen leicht und schnell über
die Vorsprünge geführt werden können, ohne dass es besonderer Gerätschaften oder großer
Kraftbeaufschlagung bedarf. Das Betonfertigteil ist somit besonders leicht zu verlegen
und anschließend als Verbundbauteil zu vergießen.
[0043] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weisen die Vorsprünge in einem ersten
Bereich einen geringeren Durchmesser auf, als in einem zweiten, freien Endbereich.
Wie oben bereits ausgeführt, erstrecken sich die Vorsprünge vorteilhaft vertikal nach
oben und sind folglich mit ihrem ersten Ende fest an dem unteren Abschnitt der Verbundleiste
angeordnet bzw. einteilig mit diesem ausgebildet. Gegenüberliegend ist das zweite,
freie Ende der Vorsprünge angeordnet. Um nun eine verbesserte Fixierung der Faserbögen,
vorteilhafter der Schlaufen, zu erzielen, weisen die Vorsprünge wenigstens eine Materialverjüngung
in einem ersten Bereich auf, welche vorteilhaft umfangseitig ausgebildet ist. Hierdurch
können nach erfolgreichem Überstülpen und/oder Überführen der seitlich zumindest teilweise
aus dem Betonfertigteil herausstehenden Faserbögen diese nicht mehr zurückrutschen
und sich ungewollt von den Vorsprüngen lösen.
[0044] Als besonders vorteilhafte Form der Vorsprünge hat sich erwiesen, wenn die Vorsprünge
in Pilzform ausgebildet sind. Dies ist vorteilhaft, da dann die Materialverjüngung
unterhalb eines vergrößerten freien Endes des Vorsprungs ausgebildet ist. Das freie
Ende ist abgerundet und/oder mit abgerundeten Kanten ausgebildet, so dass ein leichtes
Aufstecken und/oder Überstülpen der Faserbögen auf die Vorsprünge ermöglicht wird.
Die unterhalb des freien abgerundeten Ende der Vorsprünge angeordnete Materialverjüngung
dient der entsprechenden Fixierung der Faserbögen an den Vorsprüngen der Verbundleiste.
Ein unerwünschtes Heruntergleiten oder Ablösen der Faserbögen von den Vorsprüngen
wird somit vermieden.
[0045] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Vorsprünge in vertikaler
Richtung undulierend ausgebildet. Besonders vorteilhaft ist die Undulierung als S-Kurvenverlauf
ausgebildet. Dieser S-Kurvenverlauf der Vorsprünge in vertikaler Richtung ist besonders
materialschonend, da durch den abgerundeten, undulierenden Verlauf Faserrisse während
der Montage vermieden werden. Dennoch bietet dieser S-Kurvenverlauf eine ausreichende
Wirkverbindung zur Kraftabführung von der Textilbewehrung auf die Verbundleiste.
[0046] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist jedem Vorsprung wenigstens ein
Faserbogen der Textilbewehrung zugeordnet. Dies ist von Vorteil, da hierdurch die
bestmögliche Kraftabführung unter der bestmöglichen Wirkverbindung ermöglicht wird.
Es ist allerdings nicht begrenzend zu verstehen, so dass es auch denkbar ist, insbesondere
bei dreidimensionalen Textilbewehrungen, dass jedem Vorsprung mehr als ein Faserbogen,
beispielsweise zwei oder drei übereinanderliegende Faserbögen, zugeordnet sind. Hierdurch
kann. die Wirkverbindung und die Kraftübertragung noch deutlich verstärkt werden und
eine Rissbildung reduziert oder gar vermieden werden.
[0047] Das hier beschriebene flächige Betonfertigteil weist vorteilhaft an wenigstens zwei
Seiten die von der Textilbewehrung ausgebildeten seitlich hervorstehenden Faserbögen
auf. Die Verbundleiste ist mit dem Trägerelement fest und/oder einteilig ausgebildet
und weist die sich vertikal nach oben erstreckenden Vorsprünge auf.
[0048] Auf der Baustelle wird nunmehr zunächst das Trägerelement mit darauf angeordneter
Verbundleiste vorgesehen. Auf das Trägerelement, beispielsweise eine Stahlträger oder
Betonträger, wird wenigstens ein Betonfertigteil hälftig aufgelagert. Insbesondere
ist es hierbei notwendig, dass die hervorstehenden Faserbögen der Textilbewehrung
über die Vorsprünge der Verbundleiste geführt werden und somit eine Wirkverbindung
ausgebildet wird. Im Anschluss kann der Bereich von Verbundleiste und Faserbögen vergossen
werden oder aber es wird ein weiteres Betonfertigteil, wie soeben beschrieben, auf
der anderen freien Hälfte des Trägerelements aufgelagert und die Faserbögen um die
Vorsprünge angeordnet. Vorteilhaft werden dann beide Betonfertigteile gemeinsam mit
der Verbundleiste und/oder dem Trägerelement unter Kraftschluss vergossen und verfugt.
[0049] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Faserbögen der Textilbewehrung
in Aussparungen des Betonfertig- teils angeordnet. Neben dem einfachen Ausführungsbeispiel,
dass lediglich die Faserbögen seitlich aus dem Betonfertigteil hervorstehen, hat es
sich insbesondere für den Bau von Parkhäusern als vorteilhaft erwiesen, die Faserbögen
in Aussparungen des Betonfertigteils anzuordnen. Vorteilhaft sind die Aussparungen
an einer Seite flächig geöffnet, vorteilhaft an der Unterseite. Somit kann das einfache
Überstülpen und/oder Überführen der Faserbögen von oben auf die darunter liegende
Verbundleiste stets sichergestellt werden.
[0050] In dieser besonderen Ausführungsform ist die Grundfläche des Betonfertigteils, welche
zumindest teilweise auf dem Trägerelement aufgelagert ist, folglich abschnittsweise
kürzer ausgebildet als die Deckfläche, welche die Grundfläche im Bereich der Aussparungen
überspannt und abdeckt. Genau in dem hierdurch bedingten Freiraum sind die Faserbögen
hervorstehend angeordnet. Je nach Kraftaufnahme ist denkbar, dass das Betonfertigteil
wenigstens zwei Aussparungen aufweist, wobei sich jede Aussparung als seitlicher Kanal
mit darin angeordneten Faserbögen erstreckt. Dies ist selbstverständlich nicht begrenzend
zu verstehen, so dass es auch denkbar ist, dass auch an den Stirnseiten des Betonfertigteils
zumindest hervorstehende Faserbögen angeordnet sind. Diese können auch in entsprechenden
Aussparungen vorgesehen sein.
[0051] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, dass die Aussparungen beim Verfugen
und/oder Vergießen mit flüssigem Beton oder einem anderen Vergussmaterial, beispielsweise
Kunststoff oder Asphalt, selbstentlüftend ausgebildet sind. Hierzu weisen die Aussparungen
wenigstens eine schräge Ebene auf, welche zum freien Rand des Betonfertigteils hin
ansteigend ausgebildet ist. Zur Ausbildung des Verbundteils ist es notwendig, die
Aussparungen des Betonfertigteils zu vergießen, beispielsweise mit flüssigem Beton,
um den notwendigen Kraftschluss zwischen Betonfertigteil und Trägerelement zu schaffen.
[0052] Wird das Vergussmaterial in die Aussparungen eingefüllt, so werden diese von unten
durch das Trägerelement abgedichtet. Das flüssige Vergussmaterial füllt die Aussparung
von unten nach oben auf und verbindet folglich auch die Verbundleiste mit den Faserbögen.
Die schräge Ebene bildet den Deckenbereich der jeweiligen Aussparung, sodass das flüssige
Vergussmaterial langsam an der schrägen Ebene entlang geführt wird und die Aussparung
ohne Lufteinschlüsse gefüllt wird. Somit kann beim Vergießen überschüssiges Luftvolumen
entlang der schrägen Ebene aufsteigen und erfolgreich abgeführt werden.
[0053] Besonders vorteilhaft weist die schräge Ebene der Aussparung eine Steigung im Bereich
von 0,5° bis 10°, vorteilhafter im, Bereich von 3° bis 6° auf. Zur vollständigen Auffüllung
der Aussparungen können weiterhin seitliche Schalungselemente vorgesehen sein, welche
den Fluss an Vergussmaterial begrenzen und einen bündigen Abschluss des Verbundbauteils
ermöglichen.
[0054] Hierzu werden bereits bei der Herstellung des Betonfertigteils Schalungselemente
und/oder Formteile vorgesehen, welche mit flüssigem Beton gefüllt werden, um das entsprechend
geformte Betonfertigteil mit Aussparungen und darin ausgebildeter schräger Ebene auszubilden.
[0055] Darüber hinaus ist es vorteilhaft die Aussparungen trapezförmig, sich nach außen,
oder innen, erweiternd auszubilden. Hierdurch kann das Vergießen deutlich schneller
erfolgen. Je nach deren Ausbildung können zudem im Verbundbauteil wirkende Kräfte
besser von der Verbundleiste in das Verbundbauteil, beispielsweise ein Betonfertigteilelement,
und umgekehrt ein-bzw. ausgeleitet werden.
[0056] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Textilbewehrung als Hochleistungstextilbewehrung
ausgebildet, welche sich besonders für den Parkausbau eignet.
[0057] Darüber hinaus hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das hier beschriebene Verbundbauteil
als Wandbetonplatte und/oder Deckenbetonplatte im Parkhausbau, Gebäudebau, Brückenbau
oder allgemeinen Ingenieur- und Hochbau zu verwenden. Ferner ist auch eine Verwendung
des Betonfertigteils als Bestandteil von Wandbetonplatten und/oder Deckenplatten im
Parkhausbau, Gebäudebau, Brückenbau oder allgemeinen Ingenieur- und Hochbau von Vorteil.
[0058] Vorteile und Zweckmäßigkeiten sind der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit
der Zeichnung zu entnehmen.
[0059] Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine seitliche Schnittansicht eines Teils eines Verbundbauteils;
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil eines Betonfertigteils mit Schlaufe der
Textilbewehrung, Verbundleiste und Aussparung; und
- Fig. 3
- eine weitere seitliche Schnittansicht eines Verbundbauteils.
[0060] Fig. 1 zeigt eine seitliche Schnittansicht eines zusammengesetzten, aber noch nicht
final vergossenem Verbundbauteils 1. Das Betonfertigteil 4 ist auf dem Trägerelement
2 aufgelagert ausgebildet. Das Trägerelement 2 ist im einfachsten Fall als Stahlträger
oder Betonträger ausgebildet.
[0061] Auf dem Trägerelement 2 ist in seiner Längserstreckung die Verbundleiste 6 fest angeordnet,
beispielsweise mit einer Schweißnaht 29 verschweißt oder bereits einteilig mit dem
10 Trägerelement 2 bereitgestellt.
[0062] Die Verbundleiste 6 weist einen ersten, unteren Abschnitt 8 auf, welcher mit dem
Trägerelement 2 fest verbunden ausgebildet ist. Dieser untere Abschnitt 8 ist als
durchgängiger Sockelabschnitt ausgebildet und dient der Kraftweiterleitung in das
Trägerelement 2.
[0063] In vertikaler Richtung, versetzt zu dem ersten, unteren Abschnitt 8 weist die Verbundleiste
6 einen zweiten, oberen Abschnitt 10 auf, welcher eine Vielzahl an sich vertikal nach
oben erstreckenden Vorsprüngen 12 aufweist. Die Vorsprünge 12 sind zueinander beabstandet
angeordnet, vorteilhaft äquidistant um eine gleichmäßige Kraftaufnahme zu ermöglichen.
[0064] Ferner ist die Beabstandung der Vorsprünge 12 derart ausreichend, dass zwischen den
Vorsprüngen 12 die Faserbögen 14 der Textilbewehrung geführt werden können. Damit
die Faserbögen 14 auch eine entsprechende Wirkverbindung mit den Vorsprüngen 12 eingehen
können, weisen die Vorsprünge 12 eine Materialverjüngung 16 auf, an welche sich ein
im Durchmesser verbreitetes, freies Ende 18 anschließt. Besonders vorteilhaft ist
in dieser Seitenansicht der undulierende, vorteilhaft der S- kurvenförmige Verlauf
20 der Vorsprünge dargestellt. Hierdurch können die Faserbögen 14 besonders leicht
über die Materialverdickung des oberen freien Endes 18 geführt werden, um dann unterhalb
dieses freien Endes 18 in der Materialverjüngung 16 nach dem Vergießen z. B. mit flüssigem
Beton oder Mörtel die Wirkverbindung einzugehen und ausreichend gehalten zu werden.
Vorteilhaft untergreifen die Faserbögen 14 die freien Enden 18.
[0065] Zur Ausbildung des fertigen Verbundbauteils 1, vorteilhaft um den Kraftschluss zwischen
Verbundleiste und Faserbögen 14 auszubilden, werden die Aussparungen 26 mit flüssigen
Vergussmaterial, beispielsweise Beton, verfüllt, welcher dann aushärtet und den Kraftschluss
zwischen Verbundleiste 6 und Betonfertigteils 4 bzw. den Faserbögen 14 ermöglicht.
Erst durch diesen Verguss und somit entstehender kraftschlüssiger Verbindung zwischen
Betonfertigteil 4 und Träger 2 können die Kräfte im Betonfertigteil 4 und Träger 2
durch die Verbundleiste 6 und Schlaufen 14 ins innere Gleichgewicht gebracht und in
die Textilbewehrung 24 ein- bzw. ausgeleitet werden. Somit können Risse und Beschädigungen
des Betonfertigteils 4 und folglich auch des gesamten Gebäudes nahezu vollständig
vermieden werden.
[0066] In Fig. 2 ist eine entsprechende schematische Draufsicht auf ein Verbundbauteil 1
gezeigt, wobei gleiche Bauteile wie in Fig. 1 mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
sind.
[0067] Hier ist in vergrößerter, schematischer Ansicht erkennbar, dass die Verbundleiste
6 bzw. deren Vorsprünge 12 von den Faserbögen 14 der Textilbewehrung 24 vollständig
umlaufen werden. Zur erleichterten Darstellung ist nur ein Faserbogen 14 gezeigt,
welcher zum Vorsprung 12 ausreichend beabstandet angeordnet ist, um locker über diesen
geführt zu werden. Dies ist selbstverständlich nur ein Ausführungsbeispiel. Ferner
ist es auch denkbar, dass der Faserbogen 14 direkt am Vorsprung 12 entlang läuft und
eine gemeinsame, umlaufende Kontaktfläche mit diesem ausbildet (nicht gezeigt).
[0068] Darüber hinaus ist in diesem Ausführungsbeispiel auch ersichtlich, dass die Faserbögen
14 in Aussparungen 26 angeordnet sind, welche dann zum Kraftschluss noch z. B. mit
flüssigem Beton verfüllt bzw. vergossen werden müssen. Die Aussparungen 26 sind bei
dieser Ausführungsform unterbrochen ausgebildet, so dass in jeder Aussparung 26 lediglich
ein Faserbogen 14 angeordnet ist Die Form der Aussparungen 26 ist trapezförmig und
erweitert sich nach außen hin. Dies ist neben der schrägen Deckenebene der Aussparung
(nicht gezeigt) zur Selbstentlüftung der Aussparung 26, welche durch die Trapezform
zusätzlich begünstigt wird und Luftblasen aus dem Verfüllmaterial leichter ausströmen
können. Zudem können Druckkräfte durch die vorteilhafte trapezförmige Ausbildung der
Aussparung aus der kraftschlüssigen Verbundwirkung beider Bauteile, nämlich. Betonfertigteil
4 und Träger 2, besser aus dem Träger 2 in das Betonfertigteil ein- bzw. ausgeleitet
werden.
[0069] Schließlich zeigt Fig. 3 noch eine schematische Seitenansicht eines Teils eines Verbundbauteils
1, wobei auch hier gleiche Bezugszeichen gleichen Bauteilen entsprechen und nicht
erneut erklärt werden.
[0070] Hierbei ist ersichtlich, dass auf dem Trägerelement 2 wenigstens eine, hier zwei
Verbundleisten 6 fest angeordnet, beispielsweise mit einer Schweißnaht 29 verschweißt,
sind. Um die Verbundleisten 6 bzw. deren zweiten, oberen Abschnitt 10 ist sind die
Faserbögen herumgeführt. In diesem Ausführungsbeispiel weist das Betonfertigteil 4
zwei Textilbewehrungen 24 auf, welche vorteilhaft parallel zueinander und beabstandet
zueinander in dem Betonfertigteil 4 flächig angeordnet sind. Insbesondere ist in Fig.
3 ersichtlich, dass lediglich eine Textilbewehrung 24 mit der Verbundleiste 6 eine
Wirkverbindung eingeht, wohingegen die weitere Textilbewehrung 24 oberhalb der ersten
Textilbewehrung 24 vollständig innerhalb des Betonfertigteils 4 angeordnet ist und
der reinen Verstärkung des Betons dient.
[0071] Damit nun auch der Kraftschluss erfolgreich erfolgen kann, werden auf der Baustelle
vor Ort zunächst die Faserbögen 14 über die Vorsprünge 12 der Verbundleiste 6 geführt
und/oder gestülpt. Um nun einen Kraftschluss zu ermöglichen, muss diese Wirkverbindung
entsprechend mit z. B. flüssigem Beton aufgefüllt werden. Dies kann beispielsweise
durch die Aussparung 26 seitlich begrenzendes Schalungselement (nicht gezeigt) erfolgen.
[0072] Alternativ ist auch denkbar, spiegelsymmetrisch zu dem hier gezeigten ersten Betonfertigteil
4, ein weiteres Betonfertigteil 4 auf der freien Hälfte des Trägerelements 2 anzuordnen.
Vorteilhaft sind dann die Aussparungen 26 der beiden auf Stoß angeordneten Betonfertigteile
4 einander gegenüberliegend angeordnet, so dass ein Vergießen mit flüssigem Beton
von oben durch den Stoß erfolgen kann und die Aussparungen 26 entsprechend selbstentlüftend
mit flüssigem Beton aufgefüllt werden. Hierdurch bildet sich der gewünschte Kraftschluss
aus.
[0073] Wird nun der Freiraum der Aussparung 26, in welchem die Vorsprünge 12 sowie die Faserbögen
24 angeordnet sind, mit flüssigem Beton vergossen, so kann vorteilhaft entlang der
schrägen Ebene 28 Luft aus der Aussparung 26 nach außen abgeführt werden, so dass
ungewollte Luftblasenbildung im Beton vermieden wird. Somit kann ein deutlich verbesserter
Kraftschluss zur Aufnahme von Druckkräften erzeugt werden.
[0074] Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 1
- Verbundbauteil
- 2
- Trägerelement
- 4
- Betonfertigteil
- 6
- Verbundleiste
- 8
- erster, unterer Abschnitt
- 10
- zweiter, oberer Abschnitt
- 12
- Vorsprung
- 14
- Faserbogen
- 16
- Materialverjüngung
- 18
- freies Ende
- 20
- S-Kurvenverlauf
- 22
- Formteil
- 24
- Textilbewehrung
- 26
- Aussparung
- 28
- schräge Ebene
- 29
- Verbindung zwischen Verbundleiste und Trägerelement, hier Schweißnaht
1. Flächiges Betonfertigteil (4) zum Bau von Parkhäusern aufweisend wenigstens eine netzartige,
zumindest teilweise innerhalb des Betonfertigteils (4) angeordnete Textilbewehrung
(24), welche derart ausgebildet ist, dass sie die auf das Betonfertigteil (4) einwirkenden
inneren Zugbeanspruchungen vollständig aufnimmt,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Textilbewehrung (24) zumindest teilweise außerhalb des Betonfertigteils (4) überstehende
Faserbögen (14) aufweist.
2. Flächiges Betonfertigteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Textilbewehrung (24) wenigstens durch eine erste Faserlage und eine zweite Faserlage
ausgebildet ist, wobei die erste Faserlage aus wenigstens einem Querfaserbündel ausgebildet
ist, welches in einem mäanderfärmigen Verlauf in einer ersten Richtung (A) verlegt
ist, und wobei die zweite Faserlage aus einer Vielzahl an beabstandet zueinander angeordneten
Längsfaserbündeln ausgebildet ist und die Querfaserbündel in einer von der ersten
Richtung (A) verschiedenen Richtung (B) angeordnet sind, wobei das wenigstens eine
Querfaserbündel der ersten Faserlage zumindest in seitlichen Bereichen gegenüber der
zweiten Faserlage als seitlich überstehende Faserbögen (14) ausgebildet ist.
3. Flächiges Betonfertigteil nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Faserbogen (14) wenigstens zwei Befestigungsbereiche aufweist, an welchen die
Faserbögen (14) der ersten Faserlage fest mit Längsfaserbündeln der zweiten Faserlage
verbunden sind.
4. Betonfertigteil nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Faserbögen (14) als Schlaufen ausgebildet sind.
5. Betonfertigteil nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Faserbögen (14) U-förmig und/oder tropfenförmig ausgebildet sind.
6. Betonfertigteil nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen zwei zueinander benachbart angeordneter Faserbögen (14) der ersten Faserlage
der Textilbewehrung wenigstens eine Fehlstelle ausgebildet ist.
7. Betonfertigteil nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Textilbewehrung (24) wenigstens eine weitere, dritte Faserlage aufweist, welche
in mäanderförmigen Verlauf gegenlegig zur ersten Faserlage angeordnet ist.
8. Verbundbauteil (1) zum Bau von Parkhäusern, wenigstens aufweisend
- ein flächiges Betonfertigteil (4) zum Bau von Parkhäusern nach wenigstens einem
der vorangegangenen Ansprüche, welches wenigstens eine netzartige, zumindest teilweise
innerhalb des Betonfertigteils (4) angeordnete Textilbewehrung (24) aufweist, welche
derart ausgebildet ist, dass sie die auf das Betonfertigteil (4) einwirkenden inneren
Zugbeanspruchungen vollständig aufnimmt, wobei die Textilbewehrung (24) zumindest
teilweise außerhalb des Betonfertigteils überstehende Faserbögen (14) aufweist,
- ein Trägerelement (2) zur Aufnahme des wenigstens einen Betonfertigteils (4),
dadurch gekennzeichnet, dass
weiterhin wenigstens eine Verbundleiste (6) zum Abführen der von der
wenigstens einen Textilbewehrung (24) aufgenommenen Kräfte aufweist, wobei Verbundleiste
(6) und Textilbewehrung (24) zur Kraftübertragung miteinander in Wirkverbindung stehen.
9. Verbundbauteil nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wirkverbindung zwischen Verbundleiste (6) und Textilbewehrung (24) derart ausgebildet
ist, dass die Textilbewehrung (24) zumindest teilweise nach außen über das Betonfertigteil
(4) überstehende Faserbögen (14) aufweist, welche zumindest teilweise um die Verbundleiste
(6) herum geführt sind.
10. Verbundbauteil nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Verbundleiste (6) einen ersten, unteren Abschnitt (8) aufweist,
welcher mit dem wenigstens ein Trägerelement (2) eine gemeinsame Kontaktfläche ausbildet
und/oder fest mit dem wenigstens einen Trägerelement (2) verbunden ist.
11. Verbundbauteil nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Verbundleiste (6) einen zum ersten Abschnitt (8) vertikal versetzt
angeordneten zweiten Abschnitt(10) zur Aufnahme der Textilbewehrung (24) aufweist.
12. Verbundbauteil nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der obere, zweite Abschnitt (10) der Verbundleiste (6) eine Vielzahl an Vorsprüngen
(12) aufweist.
13. Verbundbauteil nach Anspruch 12
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorsprünge (12) vertikal ausgerichtet angeordnet sind.
14. Verbundbauteil nach wenigstens einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorsprünge (12) in einem ersten Bereich einen geringeren Durchmesser aufweisen
als an einem zweiten, freien Endbereich (18).
15. Verbundbauteil nach wenigstens einem der vorangegangen Anspruch 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorsprünge (12) in Pilzform ausgebildet sind.
16. Verbundbauteil nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (12) in vertikaler Richtung undulierend ausgebildet sind.
17. Verbundbauteil nach wenigstens einem der Ansprüche 12 bis16,
dadurch gekennzeichnet, dass
jedem Vorsprung (12) wenigstens ein Faserbogen (14) der Textilbewehrung (24) zugeordnet
ist.
18. Verbundbauteil nach wenigstens einem der Ansprüche 12 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
jedem Vorsprung (12) wenigstens ein Faserbogen (14) der Textilbewehrung (24) zugeordnet
ist.
19. Verbundbauteil nach wenigstens einem der vorgenannten Ansprüche 8 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Faserbögen (14) der Textilbewehrung (24) in Aussparungen (26) des Betonfertigteils
(4) angeordnet sind.
20. Verbundbauteil nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aussparungen (26) beim Verfugen selbstentlüftend ausgebildet sind.
21. Verwendung eines Verbundbauteils (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche
als Wandbetonplatte und/oder Deckenbetonplatte im Parkhausbau, Gebäudebau und/oder
Brückenbau.
22. Verwendung eines Betonfertigteils (4) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche
als Bestandteil von Wandbetonplatten und/oder Deckenbetonplatten im Parkhausbau, Gebäudebau
und/oder Brückenbau, sowie im Allgemeinen Ingenieur- und Hochbau.