[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Türbeschlag mit einer Kupplung, über die
eine äußere Handhabe wie insbesondere ein Außendrücker oder dergleichen von einem
der Tür zugeordneten Schlossmechanismus entkoppelbar und insbesondere in Kombination
mit einem Zugangskontrollsystem oder dergleichen mit dem Schlossmechanismus koppelbar
ist.
[0002] Bei einem solchen Türbeschlag wird die Kupplung zwischen dem Außendrücker und dem
Schlossmechanismus beispielsweise dann geschlossen, wenn über ein Zugangskontrollsystem
oder dergleichen signalisiert wird, dass eine Zugangsberechtigung vorliegt. Andernfalls
läuft der Außendrücker entkuppelt vom Schlossmechanismus, so dass die Tür von außen
nicht geöffnet werden kann. Dagegen bleibt die Begehbarkeit der Tür von innen erhalten.
[0003] Bei den bisher bekannten Türbeschlägen der eingangs genannten Art wird bei Vorliegen
einer Zugangsberechtigung mittels eines Motors eine Feder gespannt. Diese schiebt,
sobald der Außendrücker seine Ausgangsstellung einnimmt, ein Verbindungselement zwischen
die beiden Nussteile einer geteilten Schlossnuss und stellt so eine formschlüssige
Verbindung zwischen den beiden Nussteilen her. Ist die Feder nicht mehr vorgespannt
und gelangt die mit dem Außendrücker verbundene Nuss wieder in ihre Endstellung, so
wird das Verbindungselement wieder aus dem Bereich zwischen den beiden Nussteilen
entfernt. Wird der Außendrücker betätigt, bevor die Berechtigung erteilt und vom betreffenden
Leser erkannt wird, spannt der Motor die Feder vor. Sobald der Außendrücker wieder
seine Ausgangsstellung erreicht hat, wird eingekoppelt, so dass die Tür anschließend
von außen begangen werden kann.
[0004] Die Kupplung der bekannten Türbeschläge benötigt relativ viel Bauraum. Nachdem ein
Federelement erforderlich ist, das vorgespannt werden muss, um bei einer Betätigung
des Außendrückers vor einer erkannten Zugangsberechtigung die Kupplung vorzuspannen,
sind die bekannten Türbeschläge zudem relativ aufwendig und in der Handhabung relativ
umständlich. Zudem erfordert das Vorspannen des Federelements durch den in der Regel
mit einer Batterie oder einem Akkumulator betriebenen Elektromotor oder elektrischen
Aktuator relativ viel elektrische Energie, was einen entsprechend häufigeren Wechsel
bzw. ein entsprechend häufigeres Aufladen des Akkumulators erfordert.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türbeschlag der eingangs genannten
Art anzugeben, bei dem die zuvor erwähnten Nachteile beseitigt sind. Dabei soll bei
möglichst kompakt gehaltener und möglichst leichtgängiger Kupplung sowie geringerem
Stromverbrauch insbesondere ein einfacheres und schnelleres Kuppeln und Entkuppeln
und eine entsprechend anwenderfreundlichere Handhabbarkeit gewährleistet werden.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Türbeschlag mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Türbeschlags ergeben
sich aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0007] Der erfindungsgemäße Türbeschlag umfasst eine Kupplung, über die eine äußere Handhabe
wie insbesondere ein Außendrücker oder dergleichen von einem der Tür zugeordneten
Schlossmechanismus entkoppelbar und insbesondere in Kombination mit einem Zugangskontrollsystem
oder dergleichen mit dem Schlossmechanismus koppelbar ist. Die äußere Handhabe ist
mit einem ersten Nussteil und der Schlossmechanismus mit einem einer inneren Handhabe
zugeordneten zweiten Nussteil einer geteilten Schlossnuss verbunden. Die Kupplung
umfasst wenigstens ein mit der geteilten Schlossnuss zusammenwirkendes, zwischen einer
die beiden Nussteile miteinander verbindenden gekoppelten Stellung und einer die beiden
Nussteile voneinander getrennt lassenden entkoppelten Stellung bewegbares magnetisiertes
Element und ein zur Beaufschlagung des magnetisierten Elements mit entsprechenden
Magneten versehenes oder zumindest abschnittsweise entsprechend magnetisiertes Stellelement.
[0008] Bevorzugt umfasst die Kupplung wenigstens einen mit der geteilten Schlossnuss zusammenwirkenden,
zwischen einer die beiden Nussteile miteinander verbindenden gekoppelten Stellung
und einer die beiden Nussteile voneinander getrennt lassenden entkoppelten Stellung
bewegbaren magnetisierten Stift und eine zur Beaufschlagung des magnetisierten Stifts
in unterschiedliche Richtungen mit entsprechenden Magneten versehene oder zumindest
abschnittsweise entsprechend magnetisierte Stellscheibe, die über einen Aktuator zwischen
zwei Stellungen verstellbar ist, in denen deren Magnete bzw. magnetisierte Abschnitte
relativ zum Magnetisierten Stift so gestellt sind, dass der magnetisierte Stift seine
gekoppelte Stellung bzw. seine entkoppelte Stellung einnimmt.
[0009] Aufgrund dieser Ausbildung entfällt das Erfordernis einer vorzuspannenden Feder.
Die Kupplung des erfindungsgemäßen Türbeschlags ist relativ kompakt und äußerst leichtgängig,
so dass nicht nur ein einfacheres und schnelleres Kuppeln sichergestellt ist, sondern
auch der dafür erforderliche Energieaufwand gesenkt wird, was insbesondere bei einem
mit einer Batterie oder einem Akkumulator betriebenen Aktuator die Zyklen, in denen
die Batterie ausgetauscht bzw. der Akkumulator wieder aufgeladen werden muss, entsprechend
verlängert. Der Türbeschlag ist somit insgesamt leichter und bequemer handzuhaben
und entsprechend anwenderfreundlicher.
[0010] Bevorzugt ist der Türbeschlag als elektromechanischer Türbeschlag ausgeführt und
als Aktuator ein elektrischer oder elektromagnetischer Aktuator vorgesehen. Der mit
dem Schlossmechanismus verbundene zweite Nussteil der geteilten Schlossnuss ist vorteilhafterweise
entgegen der Federkraft einer Rückstellfedereinheit aus einer Ausgangsstellung bewegbar.
[0011] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn der mit der äußeren Handhabe verbundene erste
Nussteil der geteilten Schlossnuss durch eine Rückstellfedereinheit in eine Ausgangsstellung
vorgespannt ist.
[0012] Dabei kann die Ausgangsstellung des ersten Nussteils und/oder die Ausgangsstellung
des zweiten Nussteils der geteilten Schlossnuss insbesondere durch einen Anschlag
definiert sein, an dem der erste bzw. zweite Nussteil in seiner Ausgangsstellung zur
Anlage kommt. Bevorzugt ist den beiden Nussteilen der geteilten Schlossnuss ein gemeinsamer
Anschlag zugeordnet.
[0013] Bevorzugt ist der wenigstens eine magnetisierte Stift bei ihre jeweilige Ausgangsstellung
einnehmenden Nussteilen der geteilten Schlossnuss über die mit Magneten versehene
bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe zwischen seiner entkoppelten
Stellung und seiner gekoppelten Stellung verstellbar.
[0014] Von Vorteil ist zudem, wenn bei über den wenigstens einen magnetisierten Stift miteinander
gekoppelten Nussteilen der geteilten Schlossnuss während einer Betätigung der äußeren
Handhabe sich der wenigstens eine magnetisierte Stift infolge der Vorspannung, die
durch die dem zweiten Nussteil zugeordnete Rückstellfedereinheit erzeugt wird, zwischen
den beiden Nussteilen verklemmt und der wenigstens eine magnetische Stift dadurch
in seiner gekoppelten Stellung gehalten wird. Dadurch ist bei einer aufgrund einer
festgestellten Zugangsberechtigung eingerückten Kupplung sichergestellt, dass die
Kupplung während der Betätigung der äußeren Handhabe stets sicher eingerückt bleibt.
[0015] Dagegen ist der wenigstens eine magnetisierte Stift bei ihre jeweilige Ausgangsstellung
einnehmenden Nussteilen der geteilten Schlossnuss bevorzugt zumindest im Wesentlichen
klemmfrei zwischen seiner entkoppelten Stellung und seiner gekoppelten Stellung und
umgekehrt bewegbar. Die Kupplung ist somit äußerst leichtgängig, so dass sie über
die mit Magneten versehene bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe
schnell und sicher betätigbar ist. Entsprechend wird auch der Stromverbrauch reduziert,
so dass im Fall eines mit Batterie oder mittels eines Akkumulators betriebenen Aktuators
die Zyklen, in denen die Batterie ausgewechselt bzw. der Akkumulator nachgeladen werden
muss, entsprechend verlängert werden.
[0016] Gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Türbeschlags
greift der wenigstens eine magnetisierte Stift in seiner gekoppelten Stellung in miteinander
ausgerichtete Vertiefungen der beiden Nussteile der Schlossnuss ein, während er in
seiner entkoppelten Stellung aus der Vertiefung eines der beiden Nussteile herausbewegt
und zumindest teilweise in die Vertiefung des anderen Nussteils zurückgeführt ist.
[0017] Von Vorteil ist insbesondere, wenn der wenigstens eine magnetisierte Stift über die
mit Magneten versehene bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe parallel
zu einer gemeinsamen Drehachse der beiden Nussteile der geteilten Schlossnuss verstellbar
ist.
[0018] Vorteilhafterweise sind wenigstens zwei über die mit Magneten versehene bzw. zumindest
abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe zwischen einer entkoppelten Stellung und
einer gekoppelten Stellung verstellbare magnetisierte Stifte vorgesehen. Damit wird
eine entsprechend zuverlässigere und stabilere Kopplung der beiden Nussteile bei eingerückter
Kupplung erreicht. Von Vorteil ist insbesondere, wenn wenigstens zwei einander bezüglich
einer gemeinsamen Drehachse der beiden Nussteile der geteilten Schlossnuss diametral
gegenüberliegende magnetisierte Stifte vorgesehen sind.
[0019] Die mit Magneten versehene bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe
ist zweckmäßigerweise ringförmig ausgeführt und auf einem kreiszylindrischen Fortsatz
eines der beiden Nussteile der geteilten Schlossnuss drehbar gelagert.
[0020] Dabei kann die ringförmige Stellscheibe beispielsweise auf einem kreiszylindrischen
Fortsatz des mit der Schlossmechanik verbundenen Nussteils drehbar gelagert sein.
Über den betreffenden kreiszylindrischen Fortsatz kann der mit der Schlossmechanik
verbundene Nussteil beispielsweise in einer Öffnung einer Montageplatte oder dergleichen
drehbar gelagert sein. Im letzteren Fall kann die ringförmige, auf dem kreiszylindrischen
Fortsatz drehbar gelagerte Stellscheibe insbesondere zwischen dem betreffenden Nussteil
und der Montageplatte angeordnet sein.
[0021] Die mit Magneten versehene bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe
kann beispielsweise mit einem Ansatz versehen sein, mit dem ein über den Aktuator
betätigbares Koppelelement gelenkig verbunden ist. Im Fall einer ringförmigen Stellscheibe,
kann der betreffende Ansatz insbesondere am Außenumfang der Stellscheibe vorgesehen
sein, wodurch über das Koppelelement ein entsprechend großes Drehmoment auf die Stellscheibe
übertragbar ist.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Türbeschlags zeichnet
sich dadurch aus, dass der bevorzugt beiden Nussteilen der Schlossnuss zugeordnete
Anschlag in zwei unterschiedlichen Positionen an einer bzw. der Montageplatte fixierbar
und der Türbeschlag so ausgeführt ist, dass er insbesondere durch Umstecken des Anschlags
zwischen diesen beiden Positionen an zwei unterschiedliche Bedienungsrichtungen des
Schlosses anpassbar ist. Die Anpassung an eine jeweils geänderte Bedienungsrichtung
des Schlosses kann somit insbesondere durch einfaches Umstecken des Anschlags bewerkstelligt
werden ohne dass dazu der ganze Beschlag auseinandergenommen und wieder zusammengebaut
werden muss.
[0023] Einem jeweiligen magnetisierten Stift können insbesondere jeweils zwei an der Stellscheibe
vorgesehene Magnete oder magnetisierte Abschnitte mit dem magnetisierten Stift zugewandten
entgegengesetzten Polen zugeordnet sein.
[0024] Von Vorteil ist zudem, wenn der Türbeschlag auf einer von der Montageplatte abgewandten
Seite mit einer insbesondere ringförmigen Manipulationsschutzscheibe versehen ist.
[0025] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher beschrieben; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische, auseinandergezogene Darstellung der magnetischen Kupplung einer
beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Türbeschlags,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht der magnetischen Kupplung gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische, perspektivische Teilansicht der Kupplung gemäß Fig. 1 im entkoppelten
Zustand, wobei die Manipulationsschutzscheibe der Übersichtlichkeit halber weggelassen
ist,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht eines Teils der Kupplung gemäß Fig. 1 im entkoppelten
Zustand, wobei die Manipulationsschutzscheibe der Übersichtlichkeit halber wieder
weggelassen ist,
- Fig. 5
- eine schematische, perspektivische Teilansicht der Kupplung gemäß Fig. 1 im gekoppelten
Zustand, wobei die Manipulationsschutzscheibe der Übersichtlichkeit halber weggelassen
ist, und
- Fig. 6
- eine schematische Seitenansicht eines Teils der Kupplung gemäß Fig. 1 im gekoppelten
Zustand, wobei die Manipulationsschutzscheibe der Übersichtlichkeit halber wieder
weggelassen ist.
[0026] Die Fig. 1 bis 6 zeigen in schematischer Darstellung die magnetische Kupplung 10
einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Türbeschlags 12, über
die eine äußere Handhabe wie insbesondere ein Außendrücker oder dergleichen von einem
der Tür zugeordneten Schlossmechanismus entkoppelbar und insbesondere in Kombination
mit einem Zugangskontrollsystem oder dergleichen mit dem Schlossmechanismus koppelbar
ist. Dabei ist die (nicht gezeigte) äußere Handhabe mit einem ersten Nussteil und
der (nicht gezeigte) Schlossmechanismus mit einem einer (nicht gezeigten) inneren
Handhabe zugeordneten zweiten Nussteil 16 einer geteilten Schlossnuss verbunden.
[0027] Die Kupplung 10 umfasst wenigstens ein mit der geteilten Schlossnuss zusammenwirkendes,
zwischen einer die beiden Nussteile 14, 16 miteinander verbindenden gekoppelten Stellung
und einer die beiden Nussteile 14, 16 voneinander getrennt lassenden entkoppelten
Stellung bewegbares magnetisiertes Element 18 und ein zur Beaufschlagung des magnetisierten
Elements 18 mit entsprechenden Magneten 20, 22 versehenes oder zumindest abschnittsweise
entsprechend magnetisiertes Stellelement 24.
[0028] Wie insbesondere der schematischen, auseinandergezogenen Darstellung der Fig. 1 entnommen
werden kann, umfasst die Kupplung 10 im vorliegenden Fall beispielsweise wenigstens
einen mit der geteilten Schlossnuss zusammenwirkenden, zwischen einer die beiden Nussteile
14, 16 miteinander verbindenden gekoppelten Stellung (vgl. die Fig. 5 und 6) und einer
die beiden Nussteile 14, 16 voneinander getrennt lassenden entkoppelten Stellung bewegbaren
magnetisierten Stift 18 und eine zur Beaufschlagung des magnetisierten Stiftes 18
in unterschiedliche Richtungen mit entsprechenden Magneten 20, 22 versehene oder zumindest
abschnittsweise entsprechend magnetisierte Stellscheibe 24, die über einen Aktuator
26 zwischen zwei Stellungen verstellbar ist, in denen deren Magnete 20, 22 bzw. magnetisierte
Abschnitte relativ zum magnetisierten Stift 18 so gestellt sind, dass der magnetisierte
Stift 18 seine gekoppelte Stellung bzw. seine entkoppelte Stellung einnimmt.
[0029] Dabei kann der Türbeschlag insbesondere als elektromechanischer Türbeschlag 12 ausgeführt
und als Aktuator ein elektrischer oder elektromagnetischer Aktuator 26 vorgesehen
sein.
[0030] Der mit dem Schlossmechanismus verbundene zweite Nussteil 16 der geteilten Schlossnuss
kann entgegen der Federkraft einer insbesondere im Schlossmechanismus vorgesehenen
(nicht gezeigten) Rückstellfedereinheit aus einer Ausgangsstellung bewegbar sein,
während der mit der äußeren Handhabe verbundene erste Nussteil 14 der geteilten Schlossnuss
durch eine insbesondere in einem zugeordneten Gehäuse angeordnete Rückstellfedereinheit
28 (vgl. die Fig. 1 bis 3und 5) in eine Ausgangsstellung vorgespannt sein kann.
[0031] Dabei kann die Ausgangsstellung des ersten Nussteils 14 und/oder die Ausgangsstellung
des zweiten Nussteils 16 der geteilten Schlossnuss durch einen Anschlag 30 definiert
sein, an dem der erste bzw. zweite Nussteil 14 bzw. 16 in seiner Ausgangsstellung
zur Anlage kommt. Im vorliegenden Fall ist den beiden Nussteilen 14, 16 der geteilten
Schlossnuss beispielsweise ein gemeinsamer Anschlag 30 zugeordnet.
[0032] Bei der dargestellten Ausführungsform ist der wenigstens eine magnetisierte Stift
18 bei ihre jeweilige Ausgangsstellung einnehmenden Nussteilen 14, 16 der geteilten
Schlossnuss über die mit Magneten 20, 22 versehene bzw. zumindest abschnittsweise
magnetisierte Stellscheibe 24 zwischen seiner entkoppelten Stellung und seiner gekoppelten
Stellung verstellbar.
[0033] Bei über den wenigstens einen magnetisierten Stift 18 miteinander gekoppelten Nussteilen
14, 16 der geteilten Schlossnuss verklemmt sich der wenigstens eine magnetisierte
Stift 18 während einer Betätigung der äußeren Handhabe infolge der Vorspannung, die
durch die dem zweiten Nussteil 16 zugeordnete (nicht gezeigte) Rückstellfedereinheit
erzeugt wird, zwischen den beiden Nussteilen 14, 16, wodurch der wenigstens eine magnetisierte
Stift 18 in seiner gekoppelten Stellung gehalten wird. Damit ist bei beispielsweise
infolge einer erkannten Zugangsberechtigung eingerückten Kupplung 12 sichergestellt,
dass während der Betätigung der äußeren Handhabe die Kupplung zuverlässig geschlossen
bleibt.
[0034] Dagegen ist der wenigstens eine magnetisierte Stift 18 bei ihre jeweilige Ausgangsstellung
einnehmenden Nussteilen 14, 16 der geteilten Schlossnuss zumindest im Wesentlichen
klemmfrei zwischen seiner entkoppelten Stellung und seiner gekoppelten Stellung und
umgekehrt bewegbar. Damit ist sichergestellt, dass die Kupplung möglichst leichtgängig
ist und der Verbrauch elektrischer Energie möglichst gering gehalten wird.
[0035] Wie insbesondere wieder anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, kann der wenigstens eine
magnetisierte Stift 18 in seiner gekoppelten Stellung in miteinander ausgerichteten
Vertiefungen 32, 34 der beiden Nussteile 14, 16 der Schlossnuss eingreifen und in
seiner entkoppelten Stellung aus der Vertiefung 32 eines der beiden Nussteile 14,
16 herausbewegt und zumindest teilweise in die Vertiefung 34 des anderen Nussteils
zurückgeführt sein. Dabei ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel der wenigstens
eine magnetisierte Stift 18 in seiner entkoppelten Stellung aus der Vertiefung 32
des ersten Nussteils 14 herausbewegt und zumindest teilweise in die Vertiefung 34
des zweiten Nussteils 16 zurückgeführt.
[0036] Der wenigstens eine magnetisierte Stift 18 kann über die mit Magneten 20, 22 versehene
bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe 24 parallel zu einer gemeinsamen
Drehachse 36 der beiden Nussteile 14, 16 der geteilten Schlossnuss verstellbar sein.
[0037] Es können insbesondere auch wenigstens zwei über die mit Magneten 20, 22 versehene
bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe 24 zwischen einer entkoppelten
Stellung und einer gekoppelten Stellung verstellbare magnetisierte Stifte 18 vorgesehen
sein. Im vorliegenden Fall sind beispielsweise zwei einander bezüglich einer gemeinsamen
Drehachse 36 der beiden Nussteile 14, 16 der geteilten Schlossnuss diametral gegenüberliegende
magnetisierte Stifte 18 vorgesehen.
[0038] Grundsätzlich kann jedoch beispielsweise auch mehr als ein Paar solcher magnetisierter
Stifte 18 vorgesehen sein.
[0039] Wie insbesondere wieder der Fig. 1 entnommen werden kann, kann die mit Magneten 20,
22 versehene bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe 24 insbesondere
ringförmig ausgeführt und auf einem kreiszylindrischen Fortsatz 38 eines der beiden
Nussteile 14, 16, hier beispielsweise des zweiten Nussteils 16, der geteilten Schlossnuss
drehbar gelagert sein. Dabei kann der betreffende Nussteil 16 über den kreiszylindrischen
Fortsatz 38 zudem in einer kreisförmigen Öffnung 40 einer Montageplatte 42 drehbar
gelagert sein.
[0040] Die mit Magneten 20, 22 versehene bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe
24 kann mit einem Ansatz 44 versehen sein, mit dem ein über den Aktuator 26 betätigbares
Koppelelement 46 gelenkig verbunden ist. Ist die Stellscheibe 24 wie im vorliegenden
Fall beispielsweise ringförmig ausgeführt, so kann der Ansatz 44 insbesondere am Außenumfang
der Stellscheibe 24 vorgesehen sein, womit über den Aktuator 26 ein möglichst großes
Drehmoment auf die Stellscheibe 24 übertragbar ist.
[0041] Der insbesondere beiden Nussteilen 14, 16 der Schlossnuss gemeinsam zugeordnete Anschlag
30 kann in zwei unterschiedlichen Positionen an der Montageplatte 32 fixierbar sein.
Zudem kann der Türbeschlag 12 so ausgeführt sein, dass er insbesondere durch Umstecken
des Anschlags 30 zwischen diesen beiden Positionen an zwei unterschiedliche Bedienungsrichtungen
des Schlosses anpassbar ist. Durch Ausstecken, Verdrehen und Wiedereinstecken des
Anschlags 30 kann die Kupplung somit an unterschiedliche Bedienungsrichtungen des
Schlosses angepasst werden, ohne dass dazu der restliche Türbeschlag 10 auseinandergebaut
und wieder zusammengebaut werden muss.
[0042] Wie insbesondere wieder anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, kann der Türbeschlag 12
auf seiner von der Montageplatte 42 abgewandten Seite mit einer insbesondere ringförmigen
Manipulationsschutzscheibe 48 versehen sein.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 10
- Kupplung
- 12
- Türbeschlag
- 14
- erstes Nussteil
- 16
- zweites Nussteil
- 18
- magnetisiertes Element, magnetisierter Stift
- 20
- Magnet
- 22
- Magnet
- 24
- Stellelement, Stellscheibe
- 26
- Aktuator
- 28
- Rückstellfedereinheit
- 30
- Anschlag
- 32
- Vertiefung
- 34
- Vertiefung
- 36
- Drehachse
- 38
- kreiszylindrischer Fortsatz
- 40
- kreisförmige Öffnung
- 42
- Montageplatte
- 44
- Ansatz
- 46
- Koppelelement
- 48
- Manipulationsschutzscheibe
1. Türbeschlag (12) mit einer Kupplung (10), über die eine äußere Handhabe wie insbesondere
ein Außendrücker oder dergleichen von einem der Tür zugeordneten Schlossmechanismus
entkoppelbar und insbesondere in Kombination mit einem Zugangskontrollsystem oder
dergleichen mit dem Schlossmechanismus koppelbar ist, wobei die äußere Handhabe mit
einem ersten Nussteil (14) und der Schlossmechanismus mit einem einer inneren Handhabe
zugeordneten zweiten Nussteil (16) einer geteilten Schlossnuss verbunden ist und die
Kupplung (10) wenigstens ein mit der geteilten Schlossnuss zusammenwirkendes, zwischen
einer die beiden Nussteile (14, 16) miteinander verbindenden gekoppelten Stellung
und einer die beiden Nussteile (14, 16) voneinander getrennt lassenden entkoppelten
Stellung bewegbares magnetisiertes Element (18) und ein zur Beaufschlagung des magnetisierten
Elements (18) mit entsprechenden Magneten (20, 22) versehenes oder zumindest abschnittsweise
entsprechend magnetisiertes Stellelement (24) umfasst.
2. Türbeschlag (12) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichet dass die Kupplung (10) wenigstens einen mit der geteilten Schlossnuss zusammenwirkenden,
zwischen einer die beiden Nussteile (14, 16) miteinander verbindenden gekoppelten
Stellung und einer die beiden Nussteile (14, 16) voneinander getrennt lassenden entkoppelten
Stellung bewegbaren magnetisierten Stift (18) und eine zur Beaufschlagung des magnetisierten
Stiftes (18) in unterschiedliche Richtungen mit entsprechenden Magneten (20, 22) versehene
oder zumindest abschnittsweise entsprechend magnetisierte Stellscheibe (24) umfasst,
die über einen Aktuator (26) zwischen zwei Stellungen verstellbar ist, in denen deren
Magnete (20, 22) bzw. magnetisierte Abschnitte relativ zum magnetisierten Stift (18)
so gestellt sind, dass der magnetisierte Stift (18) seine gekoppelte Stellung bzw.
seine entkoppelte Stellung einnimmt.
3. Türbeschlag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Türbeschlag als elektromechanischer Türbeschlag (12) ausgeführt und als Aktuator
ein elektrischer oder elektromagnetischer Aktuator (26) vorgesehen ist.
4. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Schlossmechanismus verbundene zweite Nussteil (16) der geteilten Schlossnuss
entgegen der Federkraft einer Rückstellfedereinheit aus einer Ausgangsstellung bewegbar
ist.
5. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der mit der äußeren Handhabe verbundene erste Nussteil (14) der geteilten Schlossnuss
durch eine Rückstellfedereinheit (28) in eine Ausgangsstellung vorgespannt ist.
6. Türbeschlag nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsstellung des ersten Nussteils (14) und/oder die Ausgangsstellung des
zweiten Nussteils (16) der geteilten Schlossnuss durch einen Anschlag (30) definiert
ist, an dem der erste bzw. zweite Nussteil (14 bzw. 16) in seiner Ausgangsstellung
zur Anlage kommt.
7. Türbeschlag nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass den beiden Nussteilen (14, 16) der geteilten Schlossnuss ein gemeinsamer Anschlag
(30) zugeordnet ist.
8. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine magnetisierte Stift (18) bei ihre jeweilige Ausgangsstellung
einnehmenden Nussteilen (14, 16) der geteilten Schlossnuss über die mit Magneten (20,
22) versehene bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe (24) zwischen
seiner entkoppelten Stellung und seiner gekoppelten Stellung verstellbar ist.
9. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass bei über den wenigstens einen magnetisierten Stift (18) miteinander gekoppelten Nussteilen
(14, 16) der geteilten Schlossnuss während einer Betätigung der äußeren Handhabe sich
der wenigstens eine magnetisierte Stift (18) infolge der Vorspannung, die durch die
dem zweiten Nussteil (16) zugeordnete Rückstellfedereinheit erzeugt wird, zwischen
den beiden Nussteilen (14, 16) verklemmt und der wenigstens eine magnetisierte Stift
(18) dadurch in seiner gekoppelten Stellung gehalten wird.
10. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine magnetisierte Stift (18) bei ihre jeweilige Ausgangsstellung
einnehmenden Nussteilen (14, 16) der geteilten Schlossnuss zumindest im Wesentlichen
klemmfrei zwischen seiner entkoppelten Stellung und seiner gekoppelten Stellung und
umgekehrt bewegbar ist.
11. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine magnetisierte Stift (18) in seiner gekoppelten Stellung in miteinander
ausgerichteten Vertiefungen (32, 34) der beiden Nussteile (14, 16) der Schlossnuss
eingreift und in seiner entkoppelten Stellung aus der Vertiefung (32) eines der beiden
Nussteile (14, 16) herausbewegt und zumindest teilweise in die Vertiefung (34) des
anderen Nussteils zurückgeführt ist.
12. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine magnetisierte Stift (18) über die mit Magneten (20) versehene
bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte Stellscheibe (24) parallel zu einer gemeinsamen
Drehachse (36) der beiden Nussteile (14, 16) der geteilten Schlossnuss verstellbar
ist.
13. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei über die mit Magneten (20, 22) versehene bzw. zumindest abschnittsweise
magnetisierte Stellscheibe (24) zwischen einer entkoppelten Stellung und einer gekoppelten
Stellung verstellbare magnetisierte Stifte (18) vorgesehen sind.
14. Türbeschlag nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei einander bezüglich einer gemeinsamen Drehachse (36) der beiden Nussteile
(14, 16) der geteilten Schlossnuss diametral gegenüberliegende magnetisierte Stifte
(18) vorgesehen sind.
15. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die mit Magneten (20, 22) versehene bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte
Stellscheibe (24) ringförmig ausgeführt und auf einem kreiszylindrischen Fortsatz
(38) eines der beiden Nussteile (14, 16) der geteilten Schlossnuss drehbar gelagert
ist.
16. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die mit Magneten (20, 22) versehene bzw. zumindest abschnittsweise magnetisierte
Stellscheibe (24) mit einem Ansatz (44) versehen ist, mit dem ein über den Aktuator
(26) betätigbares Koppelelement (46) gelenkig verbunden ist.
17. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der bevorzugt beiden Nussteilen (14, 16) der Schlossnuss zugeordnete Anschlag (30)
in zwei unterschiedlichen Positionen an einer Montageplatte (42) fixierbar und der
Türbeschlag (12) so ausgeführt ist, dass er insbesondere durch Umstecken des Anschlags
(30) zwischen diesen beiden Positionen an zwei unterschiedliche Bedienungsrichtungen
des Schlosses anpassbar ist.
18. Türbeschlag nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass er auf einer von einer Montageplatte (42) abgewandten Seite mit einer insbesondere
ringförmigen Manipulationsschutzscheibe (48) versehen ist.