| (19) |
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(11) |
EP 3 261 491 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.07.2019 Patentblatt 2019/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.01.2016 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/050096 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/116288 (28.07.2016 Gazette 2016/30) |
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| (54) |
AUSZUGSFÜHRUNG
PULL-OUT GUIDE
GLISSIÈRE DE TIROIR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.01.2015 DE 102015101006
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.01.2018 Patentblatt 2018/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Paul Hettich GmbH & Co. KG |
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32278 Kirchlengern (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KÄTHLER, Andreas
32278 Kirchlengern (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dantz, Jan Henning et al |
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Loesenbeck - Specht - Dantz
Patent- und Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2004/103119 AT-A1- 510 777
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WO-A1-2008/028809 DE-U1-202008 013 096
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auszugsführung mit einer festlegbaren Führungsschiene
und einer verfahrbaren Laufschiene, die entlang der Führungsschiene oder mindestens
einer optional zwischen Führungsschiene und Laufschiene angeordneten Mittelschiene
verfahrbar gelagert ist, wobei ein Positionierungsmittel vorgesehen ist, um die Laufschiene
in einer Schließposition relativ zu der Führungsschiene auszurichten.
[0002] Die
DE 20 2007 007 773 U1 offenbart eine Verbindung von Schublade und Gleitschiene, bei der die Schublade an
einer Schiene einer Auszugsführung verrastet werden kann. Zudem ist eine Höhenverstellung
vorgesehen, bei der eine Verstellschraube in einer Gewindehülse gehalten ist, die
an einem Gehäuse innerhalb einer Schiene fixiert ist. Durch Drehen der Stellschraube
kann der Schubkasten in vertikale Richtung angehoben oder abgesenkt werden. Die Verbindung
von Schublade und Gleitschiene erfordert zahlreiche Bauteile und ist daher aufwändig
in der Herstellung. Zudem ist es nicht möglich, einen Schubkasten, der exakt in eine
horizontale Richtung senkrecht zur Längsrichtung der Auszugsführung ausgerichtet wurde,
dauerhaft so in die geschlossene Position zu bewegen, dass das tatsächliche Fugenbild
exakt dem eingestellten Fugenbild entspricht. Aufgrund des vorhandenen Spiels zwischen
den Schienen bzw. den Befestigungselementen und den Schienen kann das Fugenbild an
einem Möbel unregelmäßig wirken. Unter Fugenbild versteht man in diesem Zusammenhang
den horizontalen Abstand zwischen der Frontblende eines Schubelementes und beider
Seitenwände eines Korpus. Dabei kann der Korpus beispielsweise ein Möbel oder eine
Armaturentafel eines Kraftfahrzeuges sein.
[0003] In der
DE 10 2007 005 555 A1 ist ein Staubehältnis für einen Innenraum eines Kraftfahrzeuges beschrieben, das
mittels Führungsschienen verschiebbar an der Armaturentafel angeordnet ist. Im Innenbereich
eines Kraftfahrzeuges sind ein optimales Fugenbild und ein optimaler Abstand bzw.
eine optimale Ausrichtung zweier benachbarter Fronblenden zueinander sehr wichtig.
Die Führungsschienen weisen keine Mittel zur Erzielung des optimalen Fugenbildes auf.
Es sind auch Führungsvorrichtungen für Staufächer bekannt, die Zahnradgetriebe aufweisen
und dadurch sehr aufwendig in der Herstellung sind.
[0004] Die
WO 2004/103119 A1 offenbart einen Schubkasten mit hohlen Seitenwänden, an denen jeweils eine Auszugsführung
angeordnet ist. An einer Laufschiene einer Auszugsführung ist ein Verstellmechanismus
für eine seitliche Einstellung vorgeshen, der einen verschwenkbaren Hebel aufweist,
der zwischen einer Freigabeposition und einer Klemmposition verschwenkbar ist, um
eine Klammer an der Laufschiene zu fixieren.
[0005] DE 20 2008 013 096 U1 offenbart eine Schiene für eine Auszugsführung, bei der endseitig ein Stopfen zur
Kopplung mit einem Selbsteinzug und als Anschlag eingefügt ist.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Auszugsführung zu schaffen,
die eine besonders exakte und einfache Beibehaltung des eingestellten Fugenbildes
ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einer Auszugsführung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß umfasst die Auszugsführung ein Positionierungsmittel, um die Laufschiene
in einer Schließposition relativ zu der Führungsschiene auszurichten, wobei das Positionierungsmittel
mindestens eine in horizontale Richtung und senkrecht zur Längsrichtung der Auszugsführung
wirkende Einlaufschräge - gerade oder gekrümmt - oder mindestens eine Positionierhilfe
aufweist. Dadurch kann die Positionierung der Laufschiene in die horizontale Richtung
exakt erfolgen, was die genaue Einstellung eines Fugenspaltes zwischen einer Frontblende
und den Seitenwänden eines Korpus bzw. zwischen zwei nebeneinander angeordneten Frontblenden
ermöglicht. Zudem kann durch die mechanische Führung der Laufschiene die Positionierung
der Laufschiene einfach mit nur wenigen Bauteilen realisiert werden.
[0009] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Positionierungsmittel zwei sich gegenüberliegende
Einlaufschrägen auf, die sich entgegen der Schließrichtung verjüngen. Dadurch kann
die Laufschiene sowohl durch die eine als auch die andere Einlaufschräge aufgefangen
und ausgerichtet werden, wenn sich die Auszugsführung in Schließrichtung bewegt. Der
Winkel der Einlaufschrägen zur Längsachse der Führungsschiene kann in einem Bereich
zwischen 1° und 25°, insbesondere 5° bis 20°, liegen.
[0010] Die Positionierhilfe weist vorzugsweise mindestens eine Rolle, Kugel oder mindestens
einen abgerundeten Bolzen oder mindestens ein elastisches Element etc. auf, um die
Laufschiene beim Einfahren in die Schließposition auszurichten. Der Einsatz von Rollen
oder Kugeln ist dabei sehr vorteilhaft, da dadurch geringere Reibkräfte entstehen.
[0011] Für eine einfache Montage der Positionierungsmittel sind diese an einem Stopfen ausgebildet,
der an der Laufschiene oder der Führungsschiene stirnseitig fixierbar ist. Ein solcher
Stopfen kann beispielsweise aus Kunststoff hergestellt werden. Ein entsprechender
Stopfen ist bekannt und dient in erster Linie zur Abdeckung scharfer Kanten an der
Auszugsführung.
[0012] Erfindungsgemäß ist der Stopfen an der Laufschiene festgelegt und weist vorzugsweise
eine Aufnahme zum Einfügen einer Wand der Führungsschiene auf, wobei an der Aufnahme
die Einlaufschrägen ausgebildet sind. Der Stopfen kann ferner eine erste Aufnahme
mit den Positionierungsmitteln und eine zweite Aufnahme aufweisen, die in horizontaler
Richtung breiter ausgerichtet ist als die erste Aufnahme im Bereich einer Verjüngung.
Durch die Vorsehung von zwei Aufnahmen kann der Stopfen sowohl auf einer rechten als
auch einer linken Seite eines Schubelementes jeweils an einer Auszugsführung montiert
werden. Auf einer Seite wird dann die Führungsschiene an den Positionierungsmitteln
ausgerichtet, während an der gegenüberliegenden Seite die Führungsschiene an der zweiten
Aufnahme mit Spiel gehalten ist, so dass nur an einer Seite die Ausrichtung erfolgt
und an einer gegenüberliegenden Seite eine "Loslagerung" vorgesehen ist.
[0013] Ferner ist es vorteilhaft, wenn an dem Stopfen Mittel zur Höhen- und oder Seitenverstellung
eines Schubelementes vorgesehen sind. Dann kann der Stopfen nicht nur eine Ausrichtung
in horizontaler Richtung, sondern auch in vertikaler Richtung bewirken. Hierfür kann
der Stopfen ein integral ausgebildetes Gewinde aufweisen, in das ein Gewindebolzen
zur Höhenverstellung eingefügt ist. Zur Herstellung eines integral ausgebildeten Gewindes
können zwei Halbschalen des Stopfens bei der Montage zusammengefügt werden, so dass
nur wenige Bauteile erforderlich sind.
[0014] Es wird auch ein Set aus zwei Auszugsführungen und einem Schubelement bereitgestellt,
wobei an einer ersten Auszugsführung ein Positionierungsmittel mit mindestens einer
in horizontaler Richtung wirkenden Einlaufschräge vorgesehen ist, während die gegenüberliegende
zweite Auszugsführung eine Spielführung in horizontaler Richtung aufweist, so dass
das Positionierungsmittel an der ersten Auszugsführung die horizontale Position des
Schubelementes seitlich zur Längsrichtung der Auszugsführung in der Schließposition
vorgibt.
[0015] Dabei sind an der ersten und der zweiten Auszugsführung baugleiche Stopfen montiert,
die jeweils ein Positionierungsmittel aufweisen, wobei nur an einem Stopfen das Positionierungsmittel
in Eingriff mit einer Schiene der Auszugsführung gelangt, während an der gegenüberliegenden
Seite die Auszugsführung mit einer Spielführung an dem Stopfen angeordnet ist.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Ausführungsbeispielen mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Auszugsführung in einer ausgefahrenen
Position;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht der Auszugsführung der Figur 1 in einer Schließposition;
- Figur 3
- eine geschnittene Detailansicht der Auszugsführung der Figur 1 in der Schließposition;
- Figuren 4A bis 4D
- mehrere Ansichten eines Stopfens der Auszugsführung der Figur 1;
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht einer Auszugsführung mit einem modifizierten Stopfen;
- Figur 6
- eine perspektivische Detailansicht der Auszugsführung der Figur 5;
- Figur 7
- eine perspektivische Detailansicht der Auszugsführung der Figur 5;
- Figuren 8A bis 8E
- mehrere Ansichten des Stopfens der Auszugsführung der Figur 5, und
- Figur 9
- eine perspektivische Darstellung eines Stopfens mit einem alternativen Positioniermittel.
[0017] Ein Möbel 1 umfasst einen Möbelkorpus mit einer Seitenwand 2, an der eine Auszugsführung
4 festgelegt ist. Über eine rechte und eine linke Auszugsführung 4 ist ein Schubelement
in Form eines Schubkastens 3 verfahrbar gehalten. Die Auszugsführung 4 umfasst dabei
eine an der Seitenwand 2 festgelegte Führungsschiene 5, eine Mittelschiene 6 und eine
Laufschiene 7, wobei die Mittelschiene 6 bei einem Teilauszug auch weggelassen werden
kann.
[0018] In Figur 1 ist eine Auszugsposition und in Figur 2 eine Einzugsposition der Auszugsführung
4 gezeigt. An der Laufschiene 7 der Auszugsführung 4 ist stirnseitig ein Stopfen 10
eingesteckt, an dem der Schubkasten 3 zumindest teilweise abgestützt ist. Der Schubkasten
3 weist beispielhaft eine Frontblendenhalterung 8 auf, die über Mittel zur Höhenverstellung
mit einem Verstellrad 18 in vertikale Richtung ausgerichtet werden kann. Diese Mittel
sind vorzugsweise im oder am Stopfen 10 angeordnet.
[0019] An dem Stopfen 10 sind ferner Positionierungsmittel 11 vorgesehen, die den Schubkasten
3 in einer Schließposition in einer horizontalen Richtung seitlich zur Längsrichtung
der Auszugsführung 4 ausrichten können. Wie in Figur 3 gezeigt ist, weist der Stopfen
10 hierfür eine Aufnahme mit Positionierungsmitteln 11 in Form von Einlaufschrägen
12 und 13 auf, die an gegenüberliegenden Seiten der Aufnahme ausgebildet sind. In
die Aufnahme wird eine Wand 50 der Führungsschiene 5 bei einem Schließvorgang eingefügt,
wobei die Aufnahme eine Tiefe zwischen 5 mm und 50 mm, insbesondere 8 mm bis 25 mm,
aufweist, so dass die Einlaufschrägen 12 und 13 über eine kurze Wegstrecke vor Erreichen
der Schließposition wirksam sind. Trifft die Laufschiene 7 mit einem zu geringen oder
zu großen Abstand relativ zu der Seitenwand 2 auf die Führungsschiene 5, sorgen die
Einlaufschrägen 12 und 13 dafür, dass die Laufschiene 7 relativ zu der Führungsschiene
5 kurz vor Erreichen der Schließposition ausgerichtet wird, so dass zumindest in der
Schließposition das seitliche Fugenbild, das an dem Möbel einmal exakt eingestellt
worden ist, dauerhaft beibehalten wird.
[0020] In den Figuren 4A bis 4D ist der Stopfen 10 im Detail gezeigt. Der Stopfen 10 ist
aus Kunststoff hergestellt, und umfasst eine erste Aufnahme mit den Positionierungsmitteln
11 zur Aufnahme der Wand 50 der Führungsschiene 5. Benachbart zu der ersten Aufnahme
ist eine zweite Aufnahme 15 ausgebildet, die breiter ist als die erste Aufnahme, und
in die ebenfalls eine Wand 50 einer Führungsschiene 5 eingefügt werden kann. Bei Einsatz
von zwei Auszugsführungen 4 wird dann eine Führungsschiene 5 mit einer Wand 50 an
dem Positionierungsmitteln 11 ausgerichtet, während an der gegenüberliegenden Seite
eine Wand 50 der Führungsschiene 5 in der zweiten Aufnahme 15 mit Spiel gehalten wird.
Die Einlaufschrägen 12 und 13 verjüngen sich entgegen der Schließrichtung X und besitzen
an einer Verjüngung 14 den geringsten Abstand voneinander, wobei die Verjüngung 14
im Wesentlichen eine Breite besitzt, die der Breite der Wand 50 der Führungsschiene
5 entspricht.
[0021] Der Stopfen 10 weist ferner eine Frontplatte 16 auf, die die Einstecktiefe des Stopfens
10 vorgibt. Von der Frontplatte 16 erstrecken sich Vorsprünge 17 in einen Hohlraum
der Laufschiene 7. Es ist auch möglich, an den Vorsprüngen Rast- und Klemmmittel für
eine stabile Befestigung an der Laufschiene 7 vorzusehen.
[0022] Ferner ist an dem Stopfen 10 eine Gewindeöffnung ausgebildet, in die ein Gewindebolzen
eines Verstellrades 18 eingreift. Durch Drehen des Verstellrades 18 kann der Gewindebolzen
somit verstellt werden, um den Schubkasten 3 im Bereich des Stopfens 10 anzuheben
oder abzusenken und so eine vertikale Ausrichtung vornehmen zu können.
[0023] In Figur 5 ist eine modifizierte Ausführungsform gezeigt, bei der die gleiche Auszugsführung
4 eingesetzt wird, allerdings ein modifizierter Stopfen 20 stirnseitig in die Laufschiene
7 eingesteckt ist. Bei dem Stopfen 20 ist ein Verstellrad 21 innerhalb eines Gehäuses
aufgenommen, wobei über das Verstellrad 21 eine Höhenverstellung des Schubkastens
3 vorgenommen werden kann. Das Verstellrad 21 ist dabei von einer Stirnseite des Stopfens
20 bzw. der Laufschiene 7 her zugänglich.
[0024] Wie in den Figuren 5 und 6 erkennbar ist, greift eine Wand 50 der Führungsschiene
5 in die Aufnahme an dem Stopfen 20 ein, so dass die Laufschiene 7 durch die Positionierungsmittel
11 in Form der Einlaufschräge 12 an dem Stopfen 20 in horizontaler Richtung seitlich
zur Längsrichtung der Auszugsführung ausgerichtet wird.
[0025] In Figur 7 ist eine Auszugsführung 4 auf der gegenüberliegenden Seite zu Figur 6
dargestellt. Es ist erkennbar, dass die Auszugsführung 4 ebenfalls mit einem Stopfen
20 und einem Verstellrad 21 zur Höhenverstellung versehen ist. Auf dieser Seite des
Schubkastens 3 ist allerdings eine Wand 50 der Führungsschiene 5 nicht in den Positionierungsmitteln
11 in der Schließposition gehalten, sondern in der zweiten Aufnahme 15. Dadurch ist
die Wand 50 mit Spiel an dem Stopfen 20 positioniert, und die Ausrichtung des Schubkastens
3 wird ausschließlich über die linke Seite vorgenommen, wie dies in Figur 6 gezeigt
ist.
[0026] Der Stopfen 20 ist in den Figuren 8A bis 8E im Detail gezeigt. Der Stopfen weist
eine Frontplatte 22 auf, an der Vorsprünge 23 ausgebildet sind, die in die Laufschiene
7 eingesteckt werden. An dem Stopfen 20 sind Positionierungsmittel 11 mit Einlaufschrägen
12 und 13 vorgesehen, die an einer Aufnahme für die Wand 50 ausgebildet sind. Ferner
ist benachbart zu der ersten Aufnahme eine zweite Aufnahme 15 zum Einfügen einer Wand
50 einer Auszugsführung an der gegenüberliegenden Seite vorgesehen. Der Stopfen 20
ist dabei aus Kunststoff und das Verstellrad 21 aus Kunststoff oder Metall hergestellt
und können aus nur wenigen Bauteilen montiert werden, insbesondere können nur drei
Bauteile vorgesehen sein. Wie in Figur 8E gezeigt ist, kann der Stopfen 20 aus zwei
oder mehr Teilen bestehen, die vorzugsweise durch ein Filmscharnier verbunden sein
können. Das Verstellrad 21 wird in eine Öffnung 24 zwischen zwei Halbschalen des Stopfens
20 eingesteckt, wobei die Halbschalen dann aneinander fixiert werden. Dadurch ist
es möglich, an der Öffnung 24 auch ein Innengewinde herzustellen, an dem das Verstellrad
21 mit einem Außengewinde geführt ist. Somit entfällt ein aufwendiges Eindrehen des
Verstellrades 21 in das Innengewinde.
[0027] In Figur 9 ist ein weiterer Stopfen 20' gezeigt, der gegenüber dem Stopfen 20 hinsichtlich
der Positionierungsmittel 11 modifiziert ist. Statt der Einlaufschrägen 12 und 13
sind zwei Kugeln 30 vorgesehen, die zur Ausrichtung der Wand 50 der Laufschiene dienen.
Zwischen den Kugeln 30 ist eine Verjüngung 34 analog zu der Verjüngung 14 gebildet.
Eine erste Kugel 30 bildet eine erste Ausrichtoberfläche 32 aus, während eine beabstandete
zweite Kugel 30 eine zweite Ausrichtoberfläche 33 ausbildet, um die Wand 50 in einer
vorbestimmten Position zwischen den Kugeln 30 in der Schließposition anzuordnen.
[0028] Statt der Kugeln 30 in Figur 9 können auch drehbar gelagerte Rollen als Positionierungsmittel
11 eingesetzt werden.
[0029] Zudem können die Einlaufschrägen 12 und 13 durch Gleitelemente gebildet sein, beispielsweise
in dem Stopfen 20' angeordnete Bolzen.
[0030] In den dargestellten Ausführungsbeispielen wird der Stopfen 10 oder 20 jeweils stirnseitig
an einer Laufschiene 7 einer Auszugsführung 4 eingesteckt. Es ist natürlich auch möglich,
den Stopfen an einer Führungsschiene 5 zu befestigen, um dann eine Wand der Laufschiene
7 an dem Stopfen 10, 20 aufzunehmen, damit die Laufschiene 7 in einer Schließposition
ausgerichtet ist.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Möbel
- 2
- Seitenwand
- 3
- Schubkasten
- 4
- Auszugsführung
- 5
- Führungsschiene
- 6
- Mittelschiene
- 7
- Laufschiene
- 8
- Frontblendenhalterung
- 10
- Stopfen
- 11
- Positionierungsmittel
- 12
- Einlaufschräge
- 13
- Einlaufschräge
- 14
- Verjüngung
- 15
- Aufnahme
- 16
- Frontplatte
- 17
- Vorsprung
- 18
- Verstellrad
- 20, 20'
- Stopfen
- 21
- Verstellrad
- 22
- Frontplatte
- 23
- Vorsprung
- 24
- Öffnung
- 30
- Positionierhilfe
- 32
- Ausrichtoberfläche
- 33
- Ausrichtoberfläche
- 34
- Verjüngung
- 50
- Wand
- X
- Schließrichtung
1. Auszugsführung (4) mit einer festlegbaren Führungsschiene (5) und einer verfahrbaren
Laufschiene (7), die entlang der Führungsschiene (5) oder mindestens einer optional
zwischen Führungsschiene (5) und Laufschiene (7) angeordneten Mittelschiene (6) verfahrbar
gelagert ist, wobei ein Positionierungsmittel (11) vorgesehen ist, um die Laufschiene
(7) in einer Schließposition relativ zu der Führungsschiene (5) auszurichten, wobei
das Positionierungsmittel (11) mindestens eine in horizontaler Richtung und senkrecht
zur Längsrichtung der Auszugsführung (4) wirkende Einlaufschräge (12, 13) oder Positionierhilfe
(30) aufweist, um die Laufschiene (5) beim Einfahren in die Schließposition auszurichten,
dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierungsmittel (11) an einem Stopfen (10, 20) ausgebildet ist, der an
der Laufschiene (7) oder der Führungsschiene (5) fixiert ist.
2. Auszugsführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierungsmittel (11) zwei sich gegenüberliegende Einlaufschrägen (12, 13)
aufweist, die sich entgegen einer Schließrichtung (x) verjüngen.
3. Auszugsführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkel der Einlaufschrägen (12, 13) zur Längsachse der Führungsschiene (5) in
einem Bereich zwischen 1° bis 25°, insbesondere 5° bis 20°, liegen.
4. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierungsmittel (11) als Positionierungshilfe (30) mindestens eine Kugel
oder eine drehbar gelagerte Rolle aufweist.
5. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfen (10, 20) aus Kunststoff ausgebildet ist.
6. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfen (10, 20) an der Laufschiene (7) festgelegt ist und eine Aufnahme zum
Einfügen einer Wand (50) der Führungsschiene (5) aufweist, wobei an der Aufnahme die
Einführschrägen (12, 13) ausgebildet sind oder die Positionierungshilfe (30) vorgesehen
ist.
7. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfen (10, 20) eine erste Aufnahme mit dem Positionierungsmittel (11) und eine
zweite Aufnahme (15) aufweist, wobei die zweite Aufnahme (15) in horizontale Richtung
breiter ausgebildet ist als die erste Aufnahme mindestens im Bereich einer Verjüngung
(14).
8. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Stopfen (10, 20) Mittel (18, 21) zur Höhen- und/oder Seitenverstellung eines
Schubelementes (3) vorgesehen sind.
9. Auszugsführung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfen (10, 20) ein integral ausgebildetes Gewinde für einen Gewindebolzen zur
Höhenverstellung aufweist.
1. A pull-out guide (4), comprising an arrestable guide rail (5) and a displaceable running
rail (7), which is movably mounted along the guide rail (5) or at least one middle
rail (6) optionally arranged between the guide rail (5) and the running rail (7),
wherein a positioning means (11) is provided for aligning the running rail (7) in
a closed position relative to the guide rail (5), wherein the positioning means (11)
is provided with at least one inlet bevel (12, 13) or positioning aid (30) which acts
in the horizontal direction and perpendicular to the longitudinal direction of the
pull-out guide (4) for aligning the running rail (5) when it is moved into the closed
position, characterized in that the positioning means (11) is formed on a plug (10, 20) which is fixed to the running
rail (7) or the guide rail (5).
2. A pull-out guide according to claim 1, characterized in that the positioning means (11) has two oppositely disposed inlet bevels (12, 13) which
taper against a closing direction (x).
3. A pull-out guide according to claim 2, characterized in that the angles of the inlet bevels (12, 13) with respect to the longitudinal axis of
the guide rail (5) lie in a range between 1° to 25°, in particular 5° to 20°.
4. A pull-out guide according to one of the preceding claims, characterized in that the positioning means (11) comprises at least one ball or a rotatably mounted roller
as a positioning aid (30).
5. A pull-out guide according to one of the preceding claims, characterized in that the plug (10, 20) is made of plastic.
6. A pull-out guide according to one of the preceding claims, characterized in that the plug (10, 20) is fixed to the running rail (7) and comprises a receptacle for
inserting a wall (50) of the guide rail (5), wherein the inlet bevels (12, 13) are
formed or the positioning aid (30) is provided on the receptacle.
7. A pull-out guide according to one of claims 5 to 6, characterized in that the plug (10, 20) has a first receptacle with the positioning means (11) and a second
receptacle (15), wherein the second receptacle (15) is formed wider in the horizontal
direction than the first receptacle at least in the region of a taper (14).
8. A pull-out guide according to one of the preceding claims, characterized in that means (18, 21) are provided on the plug (10, 20) for adjusting the height and/or
lateral position of a pushing element (3).
9. A pull-out guide according to claim 8, characterized in that the plug (10, 20) has an integrally formed thread for a threaded bolt for height
adjustment.
1. Guidage de déploiement (4) comprenant un rail de guidage (5) pouvant être fixé et
un rail de roulement (7) pouvant être déplacé qui est monté mobile le long du rail
de guidage (5) ou d'au moins un rail médian optionnel (6) monté entre le rail de guidage
(5) et le rail de roulement (7), des moyens de positionnement (11) étant prévus pour
orienter le rail de roulement (7) dans une position de fermeture par rapport au rail
de guidage (5), les moyens de positionnement (11) comportant au moins un biseau d'entrée
(12, 13) ou un auxiliaire de positionnement (30) agissant en direction horizontale
et perpendiculairement à la direction longitudinale du guidage de déploiement (4)
pour orienter le rail de roulement (7) lors de son introduction dans la position de
fermeture,
caractérisé en ce que
les moyens de positionnement (11) sont formés sur un tampon (10, 20) qui est fixé
sur le rail de roulement (7) ou sur le rail de guidage (5).
2. Guidage de déploiement conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
les moyens de positionnement (11) comportent deux biseaux d'entrées opposés (12, 13)
qui s'amincissent dans la direction opposée à la direction de fermeture (X).
3. Guidage de déploiement conforme à la revendication 2,
caractérisé en ce que
l'angle des biseaux d'entrée (12, 13) par rapport à l'axe longitudinal du rail de
guidage (5) est situé dans une plage comprise entre 1° et 25°, en particulier entre
5° et 20°.
4. Guidage de déploiement conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les moyens de positionnement (11) comportent en tant qu'auxiliaire de positionnement
(30) au moins une sphère ou un galet monté mobile en rotation.
5. Guidage de déploiement conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le tampon (10, 20) est réalisé en matériau synthétique.
6. guidage de déploiement conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le tampon (10, 20) est fixé sur le rail de roulement (7) et comporte un logement d'insertion
d'une paroi (50) du rail de guidage (5), les biseaux d'entrée (12, 13) étant formés
sur le logement ou l'auxiliaire de positionnement (30) étant prévu sur le logement.
7. Guidage de déploiement conforme à l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le tampon (10, 20) comporte un premier logement avec les moyens de positionnement
(11) et un second logement (15), le second logement (15) étant plus large en direction
horizontale que le premier logement, au moins dans la zone d'un amincissement (14).
8. Guidage de déploiement conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est prévu sur le tampon (10, 20) des moyens (18, 21) permettant un réglage en hauteur
et/ou latéral d'un élément de poussée (3).
9. Guidage de déploiement conforme à la revendication 8,
caractérisé en ce que
le tampon (10, 20) comporte un filetage réalisé intégralement pour un goujon fileté
de façon à permettre un réglage en hauteur.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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