Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bestrahlungsvorrichtung zur Einkopplung von
Infrarot-Strahlung in eine Vakuum-Prozesskammer, mit einem einseitig gesockelten Infrarotstrahler,
der ein Strahlerhüllrohr in Form eines Rundrohres aus Glas umfasst, von dem ein geschlossenes
Ende in die Vakuum-Prozesskammer hineinragt, und mit einer Vakuumdurchführung zur
Halterung und gasdichten Durchführung des Strahlerhüllrohres durch eine Öffnung der
Vakuum-Prozesskammer, wobei in dem Strahlerhüllrohr ein als ein Heizfilament ausgebildeter
Heizleiter und ein als Stromrückführung ausgebildeter Rückleiter angeordnet sind,
wobei der Heizleiter in dem von der Vakuumdurchführung umgebenen Teilabschnitt des
Strahlerhüllrohres ein Anschlusselement aufweist, das aus dem Strahlerhüllrohr herausgeführt
ist.
Stand der Technik
[0002] Lampen und Infrarotstrahler (kurz "IR-Strahler") mit einem Heizleiter (im Folgenden
auch als Heizfilament bezeichnet) aus einem leitfähigen Material mit hoher Schmelztemperatur
sind bekannt. Solche Heizfilamente haben die Form von geraden Drähten oder Blechen,
oder die Form eines Mäanders, eines Bandes, einer Wendel oder einer Schleife. Zwischen
den Enden des Heizfilaments wird eine Spannung angelegt, so dass ein Strom fließen
kann und dabei Wärme erzeugt wird. Ein Infrarotstrahler weist daher zwei elektrische
Anschluss-elemente auf, von denen eines an das Heizfilament und das andere an die
Stromrückführung angeschlossen ist. Die Anschlusselemente werden über Abdichtungen,
auch Stromdurchführungen genannt, aus dem Strahlerhüllrohr herausgeführt.
[0003] Das Betreiben von Infrarotstrahlern im Vakuum oder in Vakuumprozessen mit reaktiven
Atmosphären, bei denen in kurzer Zeit eine erhebliche Wärmemenge in ein zu bearbeitendes
Substrat eingebracht werden soll, stellt eine besondere Herausforderung an die verwendeten
Bauteile und Materialien dar.
[0004] Bei Infrarotstrahlern für hohe Leistung, bei denen das Strahlerrohr einer hohen thermischen
Leistung des Heizfilaments ausgesetzt ist und die bei hoher Temperatur oder chemisch
aggressiver Umgebung einsetzbar sind, besteht das Strahlerrohr typischerweise aus
einem hochkieselsäurehaltigen Glas, wie etwa Quarzglas, das sich durch einen sehr
geringen thermischen Ausdehnungskoeffizienten und sehr hoher Temperaturbeständigkeit
auszeichnet. Es ergibt sich daher das Problem für die Heizfilamente und deren Anschlüsse
passende, elektrisch gut leitfähigen Werkstoffe zu finden, die zugleich eine Schmelztemperatur
von über 2000 °C und einen ähnlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten über den
Temperaturbereich von Raumtemperatur bis zur Bearbeitungstemperatur von Quarzglas
besitzen. Gasdichte Stromdurchführung umfassen eine so genannte "Quetschung", bei
der eine dünne Molybdänfolie als leitendes elektrisches Kontakt- und Zwischenelement
zwischen innerem und äußerem Anschlusselementen, meist in Form von Stiften, in das
zusammengequetschte Ende des Quarzglas-Strahlerrohres eingeschmolzen wird. In Quarzglasrohren
wird überdies eine erhebliche Strahlungsleistung in axialer Richtung transportiert,
- ähnlich wie in einer optischen Faser -, so dass die Wärmedehnung des Heizleiters
und der Stromrückführung im Verhältnis zur Wärmedehnung des Strahlerhüllrohres konstruktiv
nicht vernachlässigt werden darf. Bei solchen Strahlern kommt es gerade im Bereich
der Rohrenden zu einem Wärmestau, der besonders die Abdichtungen betrifft. Maßgeblich
ist dabei die Leistung pro Stahlerlänge, so dass diese Problematik besonders bei langen
und leistungsstarken Strahlern berücksichtigt werden muss.
[0005] Werden die Infrarotstrahler in der Kammerwand einer Vakuum-Prozesskammer montiert,
so ist darüber hinaus zu beachten, dass es beim Übergang von Grobvakuum zu Feinvakuum
in der Restatmosphäre und oberhalb einer Spannung von 80 Volt bei entsprechender Wärme
zu Überschlägen zwischen den elektrischen Zuleitungen untereinander oder zur Kammerwand
hin kommen kann.
[0006] Den vorgenannten Problemen kann zwar durch entsprechend geringe Betriebsleistung
der Strahler begegnet werden, was aber kontraproduktiv im Sinne der für den jeweiligen
Behandlungsprozess erforderlichen Heizleistung in der Bearbeitungskammer ist.
[0007] Die Halterung der Strahler in der Prozesskammerwand ist durch Anbringung von Flanschen
am Strahlerrohr bzw. an der Prozesskammerwand möglich, die einen Teil einer Vakuumdurchführung
bilden. Solche Flansche müssen jedoch in Richtung der Strahlerachse gegen die Prozesskammerwand
beweglich gelagert werden, um geringfügige thermische Ausdehnungen nicht in eine für
das Strahlerrohr zerstörerische Zugspannung umzusetzen: Da die thermische Ausdehnung
des Quarzglases etwa eine Größenordnung niedriger ist, als die der metallischen Kammerwand,
können bereits geringe Variationen der Temperatur der Kammerwand oder des Hüllrohres
aus Quarzglas zu Problemen hinsichtlich einer druckfesten und thermisch stabilen Abdichtung
oder Stromdurchführung führen. Die Anbringung von Vakuumdurchführungen für Strahlerrohre
ist daher auch mit Risiken verbunden.
[0008] Aus
DE 10 2008 063 677 A1 sind zweiseitig gesockelte IR-Strahler mit einem Strahlerrundrohr oder mit einem
Zwillingsrohr für den Einsatz in einer Vakuum-Prozesskammer bekannt. Die Strahler
werden beidseitig von Vakuumdurchführungen in der Kammerwand gehalten. In der Vakuumdurchführung
befindet sich als Abdichtung ein O-Ring, der den Strahler in der Dichtposition fixiert.
Der Strahler weist im Bereich der Vakuumdurchführung einen opaken Rohrabschnitt auf,
der die vom IR-Strahler ausgehende Heizleistung in Richtung der Vakuumdurchführung
und der außen liegenden Quetschungen reduziert. Die Herstellung eines solchen exakt
positionierten, opaken Rohrabschnitts ist aufwendig. Es ist daher bevorzugt zusätzliche,
opake Rohrabschnitte aus Quarzglas auf das Hüllrohr des IR-Strahlers aufzuschieben.
Nachteilig an dieser Anordnung ist, dass ein zusätzliches Bauteil in Form des aufgeschobenen
Rohrabschnitts erforderlich ist. Überdies wird durch den aufgeschobenen Rohrabschnitt
der Gesamtquerschnitt des IR-Strahlers in Bereich der Dichtung vergrößert, so dass
auch die Öffnung in der Vakuum-Prozesskammerwand entsprechend groß sein muss. Im Sinne
einer raumsparenden Anordnung der IR-Strahler und eines möglichst geringen Risikos
für ein Vakuumleck sind aber relativ große Öffnungen in der Kammerwand kontraproduktiv.
[0009] Ein einseitig gesockelter IR-Strahler in einer Vakuumdurchführung einer Prozesskammer
ist auch in
WO01/35699 A1 offenbart. Der IR-Strahler ist in einem einseitig geschlossenen Rundrohr aus Quarzglas
angeordnet, wobei die Infrarot-Strahlungsquelle mit einer nicht näher offenbarten
Energiequelle in der Vakuum-Prozesskammer verbindbar ist. Um eine hohe Strahlungsleistung
zu gewährleisten, ist eine Kühlungseinrichtung mittels Luftkühlung innerhalb des Strahlerrohres
vorgesehen. Die Kühlung wirkt auf das gesamte Strahlerhülllrohr und reduziert dabei
auch die Hitze am nach außen offenen Strahler-Rohrende im Bereich der Vakuumdurchführung.
Die Einrichtung einer entsprechenden Kühlung ist jedoch aufwendig, störanfällig und
widerspricht eher der Anforderung einer möglichst effektiven Heizleistung in Bezug
auf das Prozessgut in der Vakuum-Prozesskammer.
Technische Aufgabenstellung
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Bestrahlungsvorrichtung zur Einkopplung von
Infrarot-Strahlung in Vakuum-Prozesskammern bereitzustellen, bei welcher die Nachteile
des Standes der Technik vermieden werden und ein sicherer Betrieb, insbesondere von
langen IR-Strahlern, auch bei hoher Heizleistung auf einfache Weise, ohne zusätzliche
Bauteile oder Kühlung gewährleistet ist.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0011] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Infrarotstrahler mit den eingangs genannten
Merkmalen erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Rückleiter in dem von der Vakuumdurchführung
umgebenen Teilabschnitt des Strahlerhüllrohres ein Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung
aufweist.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Bestrahlungsvorrichtung wird ein sicherer Betrieb des in
die Vakuum-Prozesskammer eingeführten, einseitig gesockelten IR-Strahlers durch mehrere,
sich ergänzende Merkmale gewährleistet:
Im Bereich der Vakuumdurchführung wird die Wärmeübertragung auf die Vakuumdichtung
reduziert indem das Anschlusselement des Heizleiters in diesem Teilabschnitt des Strahlerhüllrohres
in einem wärmeisolierenden Rohrstück geführt wird. Ein derartiges, relativ kurzes
Rohrstück kann im Fertigungsablauf ohne großen Aufwand auf das Anschlusselement aufgeschoben
werden. Das Anschlusselement wird aus einem geraden Drahtstück gebildet, wobei ein
Material für das Anschlusselement bevorzugt wird, das im Vergleich zum Heizleiter
eine geringere thermische Leitfähigkeit aufweist. Durch das auf das Anschlusselement
des Heizleiters aufgeschobene Rohrstück kann die Temperatur im Bereich der Vakuumdurchführung
während des Betriebs des IR-Strahlers im Vergleich zur Temperatur der eingestellten
Nennleistung des Heizleiters reduziert werden. Zugleich verhindert das Rohrstück auch
das Risiko, dass das Anschlusselement des Heizleiters in Kontakt mit dem Rückleiter
kommt.
[0013] Weiterhin weist der Rückleiter in dem von der Vakuumdurchführung umgebenen Teilabschnitt
des Strahlerhüllrohres ein Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung auf, was verhindert,
dass der Rückleiter sich durch seine thermische Ausdehnung verwindet und dabei in
Kontakt mit dem Heizleiter kommt oder auf andere Weise Kurzschlüsse bildet, die neben
der elektrischen Störfunktion auch zu lokal besonders starker Wärmeentwicklung führen.
Darüber hinaus wird auf diese Weise eine zentrische Führung des Rückleiters auf engem
Raum ermöglicht.
[0014] Durch die Kombination der vorgenannten Merkmale ergeben sich insgesamt ein sicherer
Betrieb und eine hohe Lebensdauer der Bestrahlungsvorrichtung mit dem erfindungsgemäßen
Infrarotstrahlers auch bei hoher Leistung. Dies gilt und insbesondere beim Einsatz
von langen Strahlern, bei denen die Wärmedehnung des Heizleiters und des Rückleiters
sich besonders stark auswirken. Es ist mit einer Längenausdehnung von etwa 0,6 mm
auf 100 mm Länge für den Heizleiter und den Rückleiter bei einer Temperatur von 1000
°C zu rechnen. Neben der Berücksichtigung der Wärmedehnung ist auch die Maßnahme zur
Verringerung der Wärmeübertragung auf die Vakuumdurchführung durch Einsatz des Rohrstücks
um das Anschlusselement des Heizleiters zu beachten. Hierdurch sind für die erfindungsgemäße
Bestrahlungsvorrichtung zusätzliche Maßnahmen zur Kühlung des IR-Strahlers an seinen
Enden nicht erforderlich. Der erfindungsgemäße Infrarotstrahler ist darüber hinaus
geeignet auch Vibrationen während des Betriebs standzuhalten, soweit sie im Bereich
von 2 Hz bis 10 Hz eine Auslenkung von 0,7 mm vom gesamten Strahler nicht überschreiten.
Außerdem kann eine Beschleunigung von 20 m/s
2 schadlos auf den Strahler einwirken.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Rohrstück, durch den der Heizleiter
in dem von der Vakuumdurchführung umgebenen Teilabschnitt des Strahlerhüllrohres geführt
ist, als ein Quarzglasrohr ausgebildet und das Anschlusselement des Heizleiters wird
aus einem Draht aus Molybdän oder aus einer Molybdänverbindung gebildet.
[0016] Quarzglas ist durch seine wärmeisolierende Wirkung ein besonders geeignetes Material.
Weiterhin hat Quarzglas eine sehr hohe Temperaturbeständigkeit, so dass auch bei eventuell
auftretenden Hitzestaus im Bereich der Vakuumdurchführung keine Verformung diese Rohrstücks
eintritt. Grundsätzlich können alternativ zu Quarzglas auch Rohrstücke aus keramischen
Hochtemperaturwerkstoffen in Frage kommen. Unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten
wird jedoch eine geringe Materialvielfalt bevorzugt, so dass Quarzglas, das auch in
der Regel für das Strahlerhüllrohr verwendet wird, für das fragliche Rohrstück auch
das bevorzugte Material darstellt. Weiterhin besteht das Anschlusselement des Heizleiters
aus einem Draht aus Molybdän oder aus einer Molybdänverbindung. Molybdän hat im Vergleich
zu Wolfram, das üblicherweise als Material für das Heizfilament verwendet wird, eine
geringere thermische Leitfähigkeit, so dass die Verwendung von Molybdän oder einer
Molybdänlegierung als Material für das Anschlusselement des Heizleiters zu einer Reduzierung
der Temperaturbelastung im Bereich der Vakuumdurchführung beiträgt.
[0017] Es hat sich bewährt, wenn das Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung des Rückleiters
als ein Federelement ausgebildet ist.
[0018] Das Federelement des Rückleiters in dem von der Vakuumdurchführung umgebenen Teilabschnitt
des Strahlerhüllrohres ist in der Lage erhebliche Längenänderungen von einigen Zentimetern
aufzunehmen, die gerade bei langen Strahlern und zahlreichen Schaltvorgängen während
des Betriebs auftreten. Das Federelement trägt daher zum sicheren Betrieb des IR-Strahlers
bei.
[0019] Dabei ist vorteilhafterweise das Federelement in Form einer Drahtwicklung ausgebildet
ist, die um das Rohrstück des Anschlusselementes des Heizleiters herum gewickelt ist.
[0020] Auf diese Weise ist eine kompakte Bauform innerhalb des Teilabschnitt des Strahlerhüllrohres
im Bereich um die Vakuumdurchführung möglich.
[0021] Soweit eine Drahtwicklung als Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung des Rückleiters
vorgesehen ist, ist es bevorzugt dieses (das Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung)
und den Rückleiter selbst einstückig als ein Draht aus Molybdän oder aus einer Molybdänverbindung
auszubilden.
[0022] In diesem Fall weist der Rückleiter keine Schweißstellen auf, sondern besteht durchgängig
als ein Draht aus Molybdän oder aus einer Molybdänlegierung, der zusätzlich auch als
Anschlusselement für den Rückleiter dient und aus dem Strahlerhüllrohr herausgeführt
ist. Mit dieser Ausführungsform werden Schweißvorgänge oder andere Verbindungsarten
zum Verbinden von Teilabschnitten des Rückleiters vermieden, was auch das Risiko für
Fehlstellen an den Verbindungen (Schweißstellen) verringert.
[0023] Alternativ zu dem Federelement ist das Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung des
Rückleiters als ein Gleitlager aus Kohlenstoff ausgebildet, das mindestens zwei elektrisch
leitfähige Gleitlagerelemente aufweist, die aufeinander gleitend in Kontakt sind,
wobei eines der Gleitlagerelemente als Gleitstab und das andere der Gleitlagerelemente
als Gleitbuchse ausgeführt ist.
[0024] Das Gleitlager bildet ein elektrisch leitendes Bauteil, welches eine kraftlose Kompensation
der Längenausdehnung des Rückleiters ermöglicht. Die Längenkompensation erfolgt dabei
ohne Federwirkung allein durch einen stoffschlüssigen, leitfähigen, gleitenden Kontakt
der Gleitelemente untereinander. Kohlenstoff, insbesondere Graphit, ist als Lagerwerkstoff
besonders geeignet, da sein Abrieb selbstschmierend wirkt. Er verfügt darüber hinaus
über eine gute elektrische Leitfähigkeit.
[0025] Für Fälle, bei denen sehr große Längenänderungen zu kompensieren sind, können auch
mehrere Gleitlager vorgesehen sein. Es hat sich herausgestellt, dass ein solches Bauteil
die Anforderungen bezüglich elektrischer Leitfähigkeit, thermischer Beständigkeit
und mechanischer Langlebigkeit erfüllt und zur Verlängerung der Lebensdauer von Infrarotstrahlern
beiträgt, insbesondere auch von Infrarotstrahlern großer Länge. Derartige Gleitlager
können grundsätzlich auch als Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung des Heizleiters
eingesetzt werden.
[0026] Als weitere Maßnahme im Sinne eines sicheren Betriebs des erfindungsgemäßen IR-Strahlers
wird im geschlossenen Ende des Strahlerhüllrohres ein Stützelement geführt, das mit
dem Heizleiter verbunden ist.
[0027] Das Stützelement ist einerseits in der Glaswand des Hüllrohres fixiert, beispielsweise
durch Einschmelzen, und andererseits so mit dem Heizleiter verbunden, dass dieser
bei einer thermischen Längenänderung sich im Wesentlichen nur entlang seiner Längsachse
bewegt und einem Erschlaffen oder Durchhängen entgegen gewirkt wird.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform des Infrarotstrahlers, ist das Stützelement
als ein Stab aus Molybdän oder aus einer Molybdänverbindung ausgebildet, der in dem
geschlossenen Ende des Strahlerhüllrohres fluchtend mit dem Heizfilament geführt ist.
[0029] Vorteilhafterweise ist der Stab aus Molybdän oder aus einer Molybdänverbindung dabei
form- oder stoffschlüssig mit dem Heizfilament verbunden und die Führung in dem geschlossenen
Ende des Strahlerhüllrohres erfolgt mittels einer Quetschung des Strahlerhüllrohres.
[0030] Der Werkstoff Molybdän (oder eine Molybdänlegierung) hat sich wegen seiner Temperaturbeständigkeit
für den Einsatz in IR-Strahlern bewährt. Der Stab wird so positioniert, dass er als
Stützelement fluchtend mit dem Heizfilament verläuft und dabei in der Glaswand des
Hüllrohres mittels einer Quetschung fixiert ist. Die Verbindung zum Heizfilament ist
form - oder stoffschlüssig, wobei beispielsweise eine formschlüssige Verbindung hergestellt
wird, indem ein rundes Stäbchen in die Windungen eines gewendelten Heizfilaments eingesteckt
ist und von den Windungen umfasst wird. Eine stoffschlüssige Verbindung ist durch
Anschweißen des Stützelements an das Heizfilament möglich. Durch diese Maßnahme wird
bei einer thermischen Längenänderung des Heizfilaments ein Verbiegen, Erschlaffen,
Verdrehen oder Durchhängen des Heizfilaments verhindert.
[0031] Zur Herstellung der Quetschungen werden Quetschmaschinen eingesetzt, welche beispielsweise
zwei um das zu quetschende Strahlerhüllrohr rotierende Brenner und zwei sich gegenüberliegende
Quetschbacken aufweisen. Sobald das Strahlerhüllrohr erweicht ist, stoppt die Brenner-Rotation,
so dass die Quetschbacken an den Brennern vorbei gegen das Rohr bewegt werden und
dieses zusammenpressen, um das darin eingelegte Stützelement (Stäbchen) in der Quetschung
einzuschließen.
[0032] Der erfindungsgemäße Infrarotstrahler erweist sich dann besonders vorteilhaft, wenn
der Rückleiter im Abschnitt parallel zum Heizfilament in einem Quarzglasrohr geführt
ist.
[0033] Durch das Quarzglasrohr wird der Rückleiter gegenüber dem Heizleiter isoliert, so
dass es zu keinen elektrischen Überschlägen kommen kann. Gleichzeitig wird die Strahlung,
die vom Heizfilament ausgeht, durch das den Rückleiter umgebende Quarzglasrohr nur
geringfügig abgeschattet, so dass sich praktisch kein wesentlicher Verlust der Strahlungsleistung
durch diese Maßnahme ergibt, - wohl aber eine Verbesserung hinsichtlich des sicheren
Betriebs des IR-Strahlers.
[0034] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Heizfilament von mindestens
einem Abstandshalter gegenüber der Innenwand des Strahlerhüllrohres einerseits und
gegenüber dem im Quarzglasrohr geführten Rückleiter andererseits abgestützt.
[0035] Der Abstandshalter kann in Form einer Scheibe aus Tantal vorliegen, die durch Aussparungen
oder Schlitze so gestaltet ist, dass sie das Heizfilament und das den Rückleiter führende
Quarzglasrohr in einer sicheren Abstand voneinander und von der Innenwand des Strahlerhüllrohres
hält. Neben Tantal kommt auch Niob als Material für den Abstandshalter in Frage. Vorteilhaft
in diesem Zusammenhang ist die relativ geringe Wärmeleitfähigkeit und ein hoher spezifischer
elektrischer Widerstand von Tantal und Niob im Vergleich zu Wolfram oder Molybdän,
als Werkstoffe, die für den Heizleiter bzw. den Rückleiter in Frage kommen. Der Abstandshalter
kann insbesondere beim vertikalen Einsatz des IR-Strahlers auf einer bestimmten Position
entlang der Längsachse des Strahlers gehalten werden indem an der Innenwandung des
Strahlerhüllrohres kleine Erhebungen aus Glas angebracht sind. Gerade bei langen Strahlern
sind derartige Abstandshalter von Vorteil um eine geordnete Führung insbesondere des
Heizleiters über die Länge des Strahlers zu gewährleisten, so dass die Gefahr von
Kurzschlüssen durch Verdrehen oder Durchhängen des Heizleiters ausgeschlossen wird.
Ausführunqsbeispiel
[0036] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Patentzeichnung und eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Im Einzelnen zeigt in schematischer Darstellung:
- Figur 1
- eine erste Ausführungsform des Infrarotstrahlers für die erfindungsgemäße Bestrahlungsvorrichtung
mit einem Rückleiter mit Federelement,
- Figur 2
- eine alternative Ausführungsform des Infrarotstrahlers mit einem Rückleiter mit Gleitlager
im Bereich der Vakuumdurchführung,
- Figur 3
- eine Detailansicht von Ausschnitt A der Figuren 1 und 2 mit einem Stützelement am
geschlossenen Ende des Strahlerhüllrohres,
- Figur 4
- einen Abstandshalter zum Einsatz in den Infrarotstrahler.
[0037] Figur 1 zeigt schematisch einen Infrarotstrahler 1 mit einem axialsymmetrischen Strahlerhüllrohr
2 aus Quarzglas mit rundem Querschnitt (Außendurchmesser 19 mm). Der Infrarotstrahler
1 ist mittels einer Vakuumdurchführung 3, die einen Dichtring 4 und eine Art Stopfbuchse
5 umfasst, in der Öffnung einer Vakuum-Prozesskammer gehalten und ragt mit seinem
geschlossenen Ende in die Vakuum-Prozesskammer hinein. Der IR-Strahler 1 ist für eine
Betriebstemperatur oberhalb von 800 °C ausgelegt.
[0038] Im Strahlerhüllrohr 2 ist ein wendelförmiger Heizleiter 6 (Heizfilament) aus Wolfram
mit einer (beheizten) Länge von 140 cm und ein Rückleiter 7 (Stromrückführung) angeordnet.
Der Rückleiter 7 ist parallel zum beheizten Bereich des Heizleiters 6 in einem Quarzglasrohr
8 geführt. Im Bereich des geschlossenen Endes des Strahlerhüllrohres 2 sind Heizleiter
6 und Rückleiter 7 über ein kurzes Verbindungsstück 9 miteinander verbunden. Weiterhin
befindet sich dort ein Stützelement 10, das eine Halterung für den Heizleiter 6 darstellt
und das im Strahlerhüllrohr 2 fixiert ist.
[0039] Im Teilabschnitt des Strahlerhüllrohres, der im Bereich der Vakuumdurchführung 3
liegt, ist ein kurzes Rohr 11 von 60 bis 80 mm Länge aus Quarzglas auf das Anschlusselement
12 des Heizleiters 6 aufgeschoben, was die Wärmeübertragung auf die Dichtung 4 der
Vakuumdurchführung 3 stark reduziert. Die Temperatur liegt im Bereich der Vakuumdurchführung
3 aufgrund des auf das Anschlusselement 12 aufgeschobenen Rohres 11 aus Quarzglas
unter etwa 250 °C, während der Heizleiter 6 im Bereich der Nutzlänge des IR-Strahlers
Temperaturen von bis zu 2.500 °C erreicht. An den Heizleiter 6 und an den Rückleiter
7 sind jeweils elektrische Anschlusselemente 12, 12' angeschweißt, die über außerhalb
der Vakuumdurchführung 3 liegende Quetschungen 13 aus den Strahlerhüllrohr 2 heraus
zu einem nicht dargestellten Anschlusssockel geführt sind.
[0040] Der Rückleiter 7 weist im Bereich der Vakuumdurchführung 3 ein Federelement 14 in
Form einer Drahtwicklung auf. Die Drahtwicklung umfasst bis zu acht Windungen auf
einem axialen Längenabschnitt von 15 mm und ist um das kurze Quarzglasrohr 11, das
in diesem Abschnitt auf das Anschlusselement 12 des Heizleiters 6 aufgeschoben ist,
herum gewickelt. Durch die Drahtwicklung wird die thermische Längenausdehnung des
Rückleiters 7 ausgeglichen, wobei von einer Ausdehnung von 8 mm beim Betrieb des IR-Strahlers
bei 2.500 °C auszugehen ist.
[0041] Figur 2 zeigt nur den Teilbereich des IR-Strahlers 1, der im Bereich der Vakuumdurchführung
3 liegt. Im Unterschied zu Figur 1 ist das Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung
kein Federelement, sondern ein Gleitlager 15 aus hochreinem technischem Kohlenstoff,
das mit dem Rückleiter 7 verbunden ist. Das Gleitlager 15 ist ein schleifgelagertes
Distanzausgleichselement mit einer Gleitbuchse 16 mit zwei Durchgangsbohrungen, die
paarweise jeweils einen Gleitstab 17 aus Molybdän in Gleitpassung H7/h7 aufnehmen.
Die Gleitstäbe haben einen Durchmesser von 1,4 mm. Ein Gleitstab ist mit dem Molybdändraht
des Rückleiters 7 durch Anschweißen verbunden, der andere Gleitstab ist mit dem elektrischen
Anschlusselement 12' des Rückleiters 7, der aus dem stirnseitigen Ende des Hüllrohres
2 herausgeführt ist, ebenfalls durch Anschweißen verbunden.
[0042] Zum Ausgleich des Unterschieds im Durchmesser von Molybdändraht des Rückleiters 7
(Drahtdurchmesser etwa 0,9 mm) zum Molybdänstab des Gleitlages (Durchmesser 1,4 mm)
wird der Molybdändraht an der Anschweißstelle mit wenigen Windungen auf den Gleitstab
aufgewickelt und anschließend verschweißt. Die dem Molybdändraht-Anschluss des Rückleiters
7 bzw. dem Anschluss an das Anschlusselement 12' gegenüberliegenden Enden der Gleitstäbe
ragen aus dem Gleitbuchsenteil jeweils heraus und sind mit einer Verdickung 18 versehen,
die das Durchrutschen der Gleitstäbe 17 aus der Gleitbuchse 16 verhindert. Das Gleitlager
15 bildet ein elektrisch leitendes Bauteil zwischen dem Rückleiter 7 und dem Anschlusselement
12', was eine kraftlose Kompensation der Längenausdehnung des Rückleiters 7 während
des Betriebes erlaubt. Die Längenkompensation erfolgt dabei ohne Federwirkung allein
durch einen stoffschlüssigen, leitfähigen, gleitenden Kontakt der Gleitelemente untereinander.
[0043] In
Figur 3 ist der Ausschnitt A von Figur 1 mit dem geschlossenen Endes des Strahlerhüllrohres
2 in einer Detailansicht dargestellt. Ein als rundes Stäbchen aus Molybdän ausgebildetes
Stützelement 10, ist in der Glaswand des Hüllrohres 2 mittels einer Quetschung 21
fixiert. Zusätzlich wird das Stäbchen von einer Stützwendel 19 gehalten, die dem Innendurchmesser
des Strahlerhüllrohres 2 angepasst ist und an der Innenwandung des Hüllrohres 2 anliegt.
Der Durchmesser des Stäbchen liegt bei 0,875 mm und ist so abgestimmt, dass es formschlüssig
in die Windungen des Heizfilaments 6 eingesteckt werden kann. Das Stäbchen ist so
ausgerichtet, dass das Heizfilament 6 auch bei thermischer Ausdehnung und dem damit
einhergehenden Verlust an Steifigkeit nicht durchhängt, sondern im Wesentlichen fluchtend
geführt wird, also in seiner radialen Position verbleibt. Damit ist das Risiko, dass
durch thermische Ausdehnung das Heizfilament 6 in diesem Abschnitt den Rückleiter
7 berührt und es zu Kurzschlüssen kommt, minimiert. In Figur 3 ist weiterhin ein Verbindungsstück
9 zwischen Heizleiter 6 und Rückleiter 7 erkennbar, das in diesem Fall ein Drahtstück
aus Molybdän mit wenigen Wicklungen an beiden Enden, die an den Heizleiter 6 bzw.
an den Rückleiter 7 angeschweißt sind. Als Verbindungsstück 9 ist jedoch auch ein
gerader Draht ohne Wicklungen oder ein anderweitiges Blechteil einsetzbar, das an
den Heiz- bzw. Rückleiter angeschweißt wird und die entsprechenden elektrischen Anforderungen
erfüllt.
[0044] Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch das Strahlerhüllrohr 2 im Bereich der beheizten Länge,
wo mehrere Abstandshalter 20 aus Tantal zwecks exakter Positionierung vom Heizleiter
6 und Rückleiter 7 im Strahlerhüllrohr 2 vorgesehen sind. Der Abstandshalter 20 stützt
sich gegenüber der Innenwand des Strahlerhüllrohres 2 einerseits und gegenüber dem
im Quarzglasrohr 8 geführten Rückleiter 7 andererseits ab, wobei der Abstandhalter
20 einen Führungsschlitz 21 und eine offene, kreisförmige Aussparung 22 aufweist.
Im Führungsschlitz 21 wird der Heizleiter 6 geführt und die offene, kreisförmige Aussparung
22 nimmt das den Rückleiter 7 umgebende Quarzglasrohr 8 auf. Auf diese Weise wird
der Heizleiter 6 und das den Rückleiter 7 führende Quarzglasrohr 8 in einem sicheren
Abstand voneinander und von der Innenwand des Strahlerhüllrohres 2 gehalten. Der Abstandshalter
20 ist an der Innenwandung des Strahlerhüllrohres durch kleine Erhebungen oder Noppen
23 aus Glas gehalten, die den Abstandhalter 20 insbesondere beim vertikalen Einsatz
des IR-Strahlers auf einer bestimmten Position entlang der Längsachse des Strahlers
fixieren. Ein oder mehrere Abstandshalter dieser Art gewährleisten gerade bei langen
Strahlern eine geordnete Führung insbesondere des Heizleiters über die Länge des Strahlers.
1. Bestrahlungsvorrichtung zur Einkopplung von Infrarot-Strahlung in eine Vakuum-Prozesskammer,
mit einem einseitig gesockelten Infrarotstrahler, der ein Strahlerhüllrohr (2) in
Form eines Rundrohres aus Glas umfasst, von dem ein geschlossenes Ende dazu ausgebildet
ist, in die Vakuum-Prozesskammer hineinzuragen, und mit einer Vakuumdurchführung (3)
zur Halterung und gasdichten Durchführung des Strahlerhüllrohres (2) durch eine Öffnung
der Vakuum-Prozesskammer, wobei in dem Strahlerhüllrohr (2) ein als ein Heizfilament
ausgebildeter Heizleiter (6) und ein als Stromrückführung ausgebildeter Rückleiter
(7) angeordnet sind, wobei der Heizleiter (6) in dem von der Vakuumdurchführung (3)
umgebenen Teilabschnitt des Strahlerhüllrohres (2) ein Anschlusselement aufweist,
das aus dem Strahlerhüllrohr (2) herausgeführt ist, wobei das Anschlusselement des
Heizleiters (6) durch ein Rohrstück geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückleiter (7) in dem von der Vakuumdurchführung (3) umgebenen Teilabschnitt
des Strahlerhüllrohres (2) ein Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung aufweist.
2. Infrarotstrahler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrstück, durch das das Anschlusselement des Heizleiters (6) geführt ist, als
ein Quarzglasrohr (8) und das Anschlusselement des Heizleiters (6) aus einem Draht
aus Molybdän oder aus einer Molybdänverbindung ausgebildet ist.
3. Infrarotstrahler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung des Rückleiters (7) als ein Federelement
(14) ausgebildet ist.
4. Infrarotstrahler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (14) in Form einer Drahtwicklung ausgebildet ist, die um das Rohrstück
des Anschlusselementes des Heizleiters (6) gewickelt ist.
5. Infrarotstrahler nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung des Rückleiters (7) und der Rückleiter
(7) einstückig als ein Draht aus Molybdän oder aus einer Molybdänverbindung ausgebildet
sind.
6. Infrarotstrahler nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Kompensation der Wärmedehnung des Rückleiters (7) als ein Gleitlager
(15) aus Kohlenstoff ausgebildet ist, das mindestens zwei elektrisch leitfähige Gleitlagerelemente
aufweist, die aufeinander gleitend in Kontakt sind, wobei eines der Gleitlagerelemente
als Gleitstab (17) und das andere der Gleitlagerelemente als Gleitbuchse (16) ausgeführt
ist.
7. Infrarotstrahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem geschlossenen Ende des Strahlerhüllrohres (2) ein Stützelement (10) geführt
ist, das mit dem Heizleiter (6) verbunden ist.
8. Infrarotstrahler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (10) als ein Stab aus Molybdän oder aus einer Molybdänverbindung
ausgebildet ist, der in dem geschlossenen Ende des Strahlerhüllrohres (2) fluchtend
mit dem Heizleiter (6) geführt ist.
9. Infrarotstrahler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab aus Molybdän oder aus einer Molybdänverbindung form- oder stoffschlüssig
mit dem Heizleiter (6) verbunden ist und die Führung in dem geschlossenen Ende des
Strahlerhüllrohres (2) mittels einer Quetschung der Strahlerhüllrohres (2) erfolgt.
10. Infrarotstrahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückleiter (7) im Abschnitt parallel zum Heizleiter in einem Quarzglasrohr (8)
geführt ist.
11. Infrarotstrahler nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizleiter (6) von mindestens einem Abstandshalter (20) gegenüber der Innenwand
des Strahlerhüllrohres (2) einerseits und gegenüber dem im Quarzglasrohr (8) geführten
Rückleiter (7) andererseits abgestützt wird.
1. An irradiation device for coupling infrared radiation into a vacuum process chamber,
having a single ended infrared radiator comprising a radiator cladding tube (2) in
form of a round tube of glass, with a closed end thereof being configured to project
into the vacuum process chamber, and having a vacuum lead-through (3) for mounting
the radiator cladding tube (2) and leading through an opening of the vacuum process
chamber in a gastight manner, wherein a heating conductor (6) configured as a heating
filament and a return conductor (7) configured as a current recirculation are arranged
in the radiator cladding tube (2), wherein the heating conductor (6) has a connecting
element arranged in the partial section of the radiator cladding tube (2) surrounded
by the vacuum lead-through (3), said connecting element being led out of the radiator
cladding tube (2), wherein the connecting element of the heating conductor (6) is
led through a tube section, characterised in that the return conductor (7) has a means for compensating the thermal expansion arranged
in the partial section of the radiator cladding tube (2) that is surrounded by the
vacuum lead-through (3).
2. The infrared radiator in accordance with Claim 1, characterised in that the tube section, through which the connecting element of the heating conductor (6)
is led, is configured as a fused quartz glass tube (8) and the connecting element
of the heating conductor (6) is formed from molybdenum wire or molybdenum compound
wire.
3. The infrared radiator in accordance with Claim 1 or 2, characterised in that the means for compensating the thermal expansion of the return conductor (7) is configured
as a spring element (14).
4. The infrared radiator in accordance with Claim 3, characterised in that the spring element (14) is configured in the form of a wire winding which is wound
around the tube section of the connecting element of the heating conductor (6).
5. The infrared radiator in accordance with Claim 3 or 4, characterised in that the means for compensating the thermal expansion of the return conductor (7) and
the return conductor (7) are integrally formed as one wire made of molybdenum or of
a molybdenum compound.
6. The infrared radiator in accordance with Claims 1 to 2, characterised in that the means for compensating the thermal expansion of the return conductor (7) is configured
as a carbon sliding bearing (15) and has at least two electrically conductive sliding
bearing elements which are in sliding contact, wherein one of the sliding bearing
elements is a sliding bar (17) and the other one of the sliding bearing elements is
a sliding bushing (16).
7. The infrared radiator in accordance with any one of the preceding claims, characterised in that a support element (10) is guided in the closed end of the radiator cladding tube
(2) being connected to the heating conductor (6).
8. The infrared radiator in accordance with Claim 7, characterised in that the support element (10) is a molybdenum bar or a molybdenum compound bar, said bar
being guided in the closed end of the radiator cladding tube (2) flush with the heating
conductor (6).
9. The infrared radiator in accordance with Claim 8, characterised in that the molybdenum bar or molybdenum compound bar is connected to the heating conductor
(6) in a positive connection or bonded connection and that it is guided in the closed
end of the radiator cladding tube (2) by means of a crimping of the radiator cladding
tube (2).
10. The infrared radiator in accordance with any one of the preceding claims, characterised in that the return conductor (7) is guided in the section parallel with the heating conductor
in a fused quartz glass tube (8) .
11. The infrared radiator in accordance with Claim 10, characterised in that the heating conductor (6) is, on the one hand, supported by at least one spacer (20)
against the internal wall of the radiator cladding tube (2) and, on the other hand,
against the return conductor (7) guided in the fused quartz glass tube (8).
1. Dispositif d'irradiation pour l'injection de rayonnement infrarouge dans une chambre
de processus sous vide, avec un émetteur à infrarouge monté sur socle d'un côté qui
comprend un tube d'enveloppe d'émetteur (2) sous forme d'un tube rond en verre duquel
une extrémité fermée est réalisée pour avancer dans la chambre de processus sous vide,
et avec un passage sous vide (3) pour la fixation et le passage étanche au gaz du
tube d'enveloppe d'émetteur (2) à travers une ouverture de la chambre de processus
sous vide, dans lequel un conducteur chauffant (6) réalisé en tant que filament chauffant
et un conducteur de retour (7) réalisé en tant que retour de courant sont disposés
dans le tube d'enveloppe d'émetteur (2), dans lequel le conducteur chauffant (6) présente
dans la section partielle entourée par le passage sous vide (3) du tube d'enveloppe
d'émetteur (2) un élément de raccord qui est sorti du tube d'enveloppe d'émetteur
(2), dans lequel l'élément de raccord du conducteur chauffant (6) est guidé à travers
un morceau de tube, caractérisé en ce que le conducteur de retour (7) présente dans la section partielle entourée par le passage
sous vide (3) du tube d'enveloppe d'émetteur (2) un moyen pour la compensation de
la dilatation thermique.
2. Emetteur à infrarouge selon la revendication 1, caractérisé en ce que le morceau de tube à travers lequel l'élément de raccord du conducteur chauffant
(6) est guidé est réalisé en tant que tube en verre de quartz (8) et l'élément de
raccord du conducteur chauffant (6) est réalisé à partir d'un fil en molybdène ou
en un composé de molybdène.
3. Emetteur à infrarouge selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen pour la compensation de la dilatation thermique du conducteur de retour
(7) est réalisé en tant qu'élément élastique (14).
4. Emetteur à infrarouge selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément élastique (14) est réalisé sous la forme d'un enroulement de fil qui est
enroulé autour du morceau de tube de l'élément de raccord du conducteur chauffant
(6).
5. Emetteur à infrarouge selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le moyen pour la compensation de la dilatation thermique du conducteur de retour
(7) et le conducteur de retour (7) sont réalisés d'une pièce en tant que fil en molybdène
ou en un composé de molybdène.
6. Emetteur à infrarouge selon une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le moyen pour la compensation de la dilatation thermique du conducteur de retour
(7) est réalisé en tant que palier lisse (15) en carbone qui présente au moins deux
éléments de palier lisse électriquement conducteurs qui sont en contact glissant l'un
sur l'autre, dans lequel un des éléments de palier lisse est conçu en tant que barre
de glissement (17) et l'autre des éléments de palier lisse est conçu en tant que douille
de glissement (16).
7. Emetteur à infrarouge selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément d'appui (10) est guidé dans l'extrémité fermée du tube d'enveloppe d'émetteur
(2) qui est relié au conducteur chauffant (6).
8. Emetteur à infrarouge selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément d'appui (10) est réalisé en tant que barre en molybdène ou en un composé
de molybdène qui est guidée dans l'extrémité fermée du tube d'enveloppe d'émetteur
(2) de manière alignée avec le conducteur chauffant (6).
9. Emetteur à infrarouge selon la revendication 8, caractérisé en ce que la barre en molybdène ou en un composé de molybdène est reliée par conjugaison de
formes ou liaison de matière au conducteur chauffant (6) et le guidage dans l'extrémité
fermée du tube d'enveloppe d'émetteur (2) s'effectue au moyen d'un écrasement du tube
d'enveloppe d'émetteur (2).
10. Emetteur à infrarouge selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le conducteur de retour (7) est guidé dans la section parallèlement au conducteur
chauffant dans un tube en verre de quartz (8).
11. Emetteur à infrarouge selon la revendication 10, caractérisé en ce que le conducteur chauffant (6) est soutenu par au moins un écarteur (20) par rapport
à la paroi interne du tube d'enveloppe d'émetteur (2) d'un côté et par rapport au
conducteur de retour (7) guidé dans le tube en verre de quartz (8) de l'autre côté.