[0001] Die Erfindung betrifft eine Einlegevorrichtung, die ausgebildet ist, stabförmige
Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie in einen Strang der Tabak verarbeitenden
Industrie einzubringen oder an einen Strang der Tabak verarbeitenden Industrie anzulegen.
Die Erfindung betrifft ferner eine Strangmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie
und eine Verwendung eines Körperteils einer Gondel zum Positionieren von stabförmigen
Artikeln. Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Strangmaschine
der Tabak verarbeitenden Industrie.
[0002] Aus
DE 28 09 160 A1 ist eine Vorrichtung zum Herstellen von kombinierten Filterstopfen für Filterzigaretten
oder anderen stabförmigen Gegenständen der Tabak verarbeitenden Industrie bekannt.
Hierbei werden mittels einer Einlegevorrichtung, die entsprechende Gondeln bzw. Träger
aufweist, die mehrere Filtersegmente in einer Aufnahme bzw. einer Mulde aufnehmen
können, die Filtersegmente an einen Strang der Tabak verarbeitenden Industrie angelegt,
um einen Filterstrang zu bilden.
[0003] Die dort gezeigte Einlegevorrichtung rotiert um eine Rotationsachse und gibt entsprechende
in den Aufnahmen der Träger aufgenommene Filtersegmente auf einen Umhüllungsmaterialstreifen
ab, so dass sich hierdurch ein Strang aus Filtersegmenten mit Rezessen, d.h. mit Lücken
bildet, die dann mit dem Umhüllungsmaterialstreifen in einer Formatvorrichtung umhüllt,
dort entsprechend verklebt und anschließend in eine entsprechende mehrfache Gebrauchslänge
abgelängt werden. Bei der Übergabe der entsprechenden Segmentpakete zwischen Trommeln
eines Multifiltermakers, also beispielsweise bei dem Transport der Segmente in der
Gruppenbildevorrichtung, die in
DE 28 09 160 A1 gezeigt ist, können die Segmente zueinander leicht verspringen bzw. verschoben werden,
so dass sich dort kleine Lücken bilden können. Dieses führt am Ende zu einem Strang,
der möglicherweise nachteilige Eigenschaften haben kann.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, etwaige bei der Zusammenstellung von Filtersegmenten
entstandene Lücken bei der Herstellung von Strängen der Tabak verarbeitenden Industrie
zu vermeiden.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Einlegevorrichtung, die ausgebildet ist, stabförmige
Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie in einen Strang der Tabak verarbeitenden
Industrie einzubringen oder an einen Strang der Tabak verarbeitenden Industrie anzulegen,
wobei die Einlegevorrichtung mehrere Gondeln aufweist, die jeweils wenigstens einen
Aufnahmebereich für stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie aufweisen,
wobei der wenigstens eine Aufnahmebereich eine Längserstreckung aufweist, wobei die
Gondeln einen Körper aufweisen, der in einem rückwärtigen Körperteil so ausgebildet
ist, dass dieses in einen Aufnahmebereich für stabförmige Artikel einer nachfolgenden
Gondel eindringt oder eindringbar ist.
[0006] Das rückwärtige Körperteil kann auch in den Aufnahmebereich der nachfolgenden Gondel
eingebracht werden oder einbringbar sein. Die nachfolgende Gondel ist die in Förderrichtung
stromaufwärts angeordnete Gondel. Das rückwärtige Körperteil ist in Förderrichtung
gesehen stromaufwärts am Körper angeordnet bzw. vorgesehen. Die entsprechend benachbarten
Gondeln bzw. die nachfolgende Gondel zu der Gondel, die das rückwärtige Körperteil
aufweist, das in den Aufnahmebereich der nachfolgenden Gondel eindringt oder eindringbar
ist, sind so dicht aneinander angeordnet bzw. das rückwärtige Körperteil ist so weit
nach hinten bzw. zur nachfolgenden Gondel ausgelegt, dass dieses Körperteil eine genaue
Positionierung der in dem Aufnahmebereich bzw. der Aufnahme der nachfolgenden Gondel
angeordneten stabförmigen Artikel vornehmen kann.
[0007] Vorzugsweise ist bei einer Rotation der Einlegevorrichtung im Betrieb um eine Rotationsachse
eine Bewegung der Gondeln vorgesehen, die für eine parallele Ausrichtung der Aufnahmebereiche
sorgt. Hierdurch ist eine sehr definierte Positionierung der in dem Aufnahmebereich
angeordneten stabförmigen Artikel ermöglicht.
[0008] Vorzugsweise ist das rückwärtige Körperteil wenigstens abschnittsweise elastisch
ausgebildet. Hierdurch ist eine schonende Positionierung der stabförmigen Artikel
möglich. Unter elastisch wird im Rahmen der Erfindung auch federnd verstanden.
[0009] Vorzugsweise weisen die Gondeln im Aufnahmebereich in einem rückwärtigen Bereich
einen Anschlag für, insbesondere in der Gondel aufgenommene, stabförmige Artikel auf.
Hierdurch ist eine sehr genaue Positionierung der stabförmigen Artikel möglich. Um
etwaige Segmentlängenschwankungen der stabförmigen Artikel bzw. Längenschwankungen
der stabförmigen Artikel auszugleichen, ist vorzugsweise der Anschlag elastisch ausgebildet.
Im Rahmen der Erfindung ist eine elastische Ausbildung auch eine federnde Ausbildung.
[0010] Vorzugsweise sind im Aufnahmebereich der Aufnahme wenigstens zwei Saugluftöffnungen
in der Aufnahme bzw. in der Aufnahmemulde vorgesehen, die durch einen Steg voneinander
getrennt sind. Hierdurch können wenigstens zwei stabförmige Artikel in der Aufnahme
der Gondel getrennt voneinander und sicher gehalten werden. Vorzugsweise weist die
Aufnahme, insbesondere Aufnahmemulde, eine Anlagefläche auf, die mit der Längsachse
fluchtet und an der ein in die Aufnahme eingebrachter stabförmiger Artikel anliegt,
wobei der Steg mit der Anlagefläche fluchtet, derart, dass ein in die Aufnahme eingebrachter
stabförmiger Artikel an dem Steg anliegt. Vorzugsweise ist für jeden stabförmigen
Artikel eine Saugluftöffnung vorgesehen.
[0011] Für eine genauere Ausgestaltung der Saugluftöffnungen bzw. einer Einlegevorrichtung
einer Strangmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie mit entsprechenden Saugluftöffnungen
in Aufnahmen bzw. Aufnahmemulden von Gondeln einer Einlegevorrichtung wird auf die
deutsche Patentanmeldung der Anmelderin Nr.
10 2016 109 740.3 verwiesen. Diese Patentanmeldung wurde am 26.05.2016 beim Deutschen Patent- und Markenamt
eingereicht.
[0012] Vorzugsweise ist im Aufnahmebereich eine Aufnahme, insbesondere Aufnahmemulde, für
stabförmige Artikel vorgesehen. Die Aufnahme ist vorzugsweise teilkreisförmig, insbesondere
viertelkreisförmig, im Querschnitt.
[0013] Vorzugsweise füllt der Anschlag einen, insbesondere oberen Teil einer Querschnittsfläche
einer Aufnahme im Aufnahmebereich aus. Hierdurch ist eine sehr schonende Übergabe
der stabförmigen Artikel von einer radialen Bewegung in eine lineare Bewegung, d.h.
bei der Übergabe aus der Einlegevorrichtung in den Strang oder an den Strang möglich.
Insbesondere ergibt sich hierdurch eine geringe Produktbelastung. Der Anschlag erhöht
zudem die Positionsgenauigkeit bei der Strangherstellung, insbesondere bei der Ablage
in den längsaxialen Förderprozess. Hierdurch kann eine Schnittlageschwankung deutlich
reduziert werden.
[0014] Vorzugsweise ist die wenigstens eine Aufnahme bzw. Aufnahmemulde parallel zu dem
Strang oder der Formatvorrichtung angeordnet. Ferner vorzugsweise ist ein Saugluftvorrat
vorgesehen, von dem die Saugluftkanäle mit Saugluft gespeist werden. Vorzugsweise
ist zu jedem Saugluftkanal einer Gondel ein Ventil zugeordnet.
[0015] Vorzugsweise ist eine Strangmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer
erfindungsgemäßen Einlegevorrichtung versehen, wobei mittels der Einlegevorrichtung
stabförmige Artikel auf eine Formatvorrichtung oder eine Fördervorrichtung auflegbar
sind oder aufgelegt werden, so dass sich ein Strang aus stabförmigen Artikeln bildet.
[0016] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch die Verwendung eines in Förderrichtung stromaufwärts
angeordneten Körperteils einer Gondel einer Einlegevorrichtung der Tabak verarbeitenden
Industrie, um stabförmige Artikel, die in einer Aufnahme einer der Gondel nachfolgenden
weiteren Gondel angeordnet sind, längsaxial zu positionieren. Die weitere Gondel ist
in Förderrichtung der Gondel nachfolgend.
[0017] Vorzugsweise ist das Positionieren ein Zusammenschieben, wobei insbesondere eine
Positionierung bis zu einem Anschlag, der in einem rückwärtigen Teil der Aufnahme
angeordnet ist, vorgenommen wird.
[0018] Schließlich wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben einer Strangmaschine
der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei mittels einer Einlegevorrichtung stabförmige
Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie in einen Strang der Tabak verarbeitenden
Industrie eingebracht werden oder an einen Strang der Tabak verarbeitenden Industrie
angelegt werden, wobei zum Einlegen oder Anlegen der stabförmigen Artikel in den Strang
oder an den Strang die Einlegevorrichtung, umfassend mehrere Gondeln, die zur Aufnahme,
zum Halten und zur Abgabe von stabförmigen Artikeln ausgelegt sind, um eine Rotationsachse
gedreht wird, wobei die Gondeln auf dem Weg zum Strang oder beim Strang derart miteinander
in Wirkverbindung treten, dass ein rückwärtiges Körperteil einer in Förderrichtung
stromabwärts angeordneten ersten Gondel wenigstens einen in einer Aufnahme der benachbarten
stromaufwärtigen zweiten Gondel angeordneten stabförmigen Artikel in seiner Längsachse
verschiebt. Das Verschieben findet hierbei vorzugsweise relativ zur Aufnahme der zweiten
Gondel statt und/oder in der Aufnahme der zweiten Gondel.
[0019] Vorzugsweise werden die in der zweiten Gondel angeordneten stabförmigen Artikel bis
zu einem rückwärtigen Anschlag verschoben. Hierdurch wird eine besonders genaue Positionierung
ermöglicht.
[0020] Vorzugsweise sind die Aufnahmen, insbesondere Aufnahmemulden, der Gondeln während
einer Rotation der Einlegevorrichtung parallel zueinander ausgerichtet. Hierdurch
ist ein besonders genaues und sicheres Transportieren und Abgeben der stabförmigen
Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie möglich.
[0021] Bei der Übergabe von Segmentpaketen bzw. stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden
Industrie zwischen den Trommeln eines Multifiltermakers kann es zu einem leichten
Verspringen der Segmente bzw. der stabförmigen Artikel zueinander kommen. Die Segmentpakete
bzw. stabförmigen Artikel oder Pakete aus stabförmigen Artikeln, die in den Aufnahmen
der Einlegevorrichtung, genauer gesagt in den Aufnahmen der Gondeln der Einlegevorrichtung,
aufgenommen sind, können vor der Ablage in den Strang Lücken zwischen den einzelnen
stabförmigen Artikeln bzw. Segmenten aufweisen und sind damit in axialer Richtung,
d.h. in der Richtung der Längsachse, nicht notwendigerweise optimal positioniert.
[0022] Erfindungsgemäß werden durch einen zusätzlichen Schiebevorgang etwaig vorhandene
Lücken zusammengeschoben, um so eine definierte Endlage zu erreichen. Hierzu wird
der Körper der Gondeln der Einlegevorrichtung so ausgeführt, dass ein rückwärtiger
Körperteil vorgesehen ist, der eine Kontaktfläche bzw. eine Kontaktgeometrie aufweist,
die beim Umlauf der Gondeln zwischen der Abnahme von einer Beschleunigertrommel und
der Ablage in den Strang die in den Gondeln angeordneten stabförmigen Artikel axial
verschiebt, und zwar so, dass die in Förderrichtung voreilende Gondel mit dessen rückwärtigem
Körperteil die in dem Aufnahmebereich bzw. in der Aufnahme angeordneten stabförmigen
Artikel berührt und dadurch entsprechend verschiebt. Hierdurch geschieht eine sehr
exakte Positionierung der stabförmigen Artikel, die in Förderrichtung vorne, also
stromabwärts angeordnet sind. Zusätzlich kann auch eine entsprechende Positionierung
der stabförmigen Artikel, die in Förderrichtung hinten, also stromaufwärts, angeordnet
sind, durch einen Anschlag vorgenommen werden, der im rückwärtigen Bereich des Aufnahmebereichs
bzw. der Aufnahme, insbesondere der Aufnahmemulde, der Gondeln vorgesehen ist. Um
ein Überdrücken aufgrund großer Segmentlängenschwankungen bzw. Längenschwankungen
der stabförmigen Artikel zu vermeiden, können das rückwärtige Körperteil und/oder
der Anschlag elastisch ausgebildet sein.
[0023] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0024] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Strangmaschine des Standes der Technik,
- Fig. 2
- eine schematische Teilansicht einer erfindungsgemäßen Einlegevorrichtung in einer
ersten Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine schematische Teilansicht einer erfindungsgemäßen Einlegevorrichtung in einer
zweiten Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine schematische Teilansicht einer erfindungsgemäßen Einlegevorrichtung in einer
dritten Ausführungsform,
- Fig. 5
- eine schematische Teilansicht einer erfindungsgemäßen Einlegevorrichtung in einer
vierten Ausführungsform,
- Fig. 6
- schematisch eine Querschnittsdarstellung des unteren Bereichs einer erfindungsgemäßen
Gondel in einer Blickrichtung zum rückwärtigen Teil in einer ersten Ausführungsform
und
- Fig. 7
- schematisch eine Querschnittsdarstellung des unteren Bereichs einer erfindungsgemäßen
Gondel in einer Blickrichtung zum rückwärtigen Teil in einer zweiten Ausführungsform.
[0025] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile
mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils
abgesehen wird.
[0026] Fig. 1 zeigt schematisch eine Ansicht einer Strangmaschine 21 der Tabak verarbeitenden
Industrie. Beispielsweise ist eine Filterstrangmaschine gezeigt.
[0027] Filtersegmente 11, 11' werden durch eine nicht dargestellte Übergabevorrichtung in
Mulden bzw. Aufnahmemulden 13 von Gondeln 16, 17 einer Einlegevorrichtung 10 eingebracht.
Die Einlegevorrichtung 10 rotiert in Pfeilrichtung um eine Rotationsachse 18. Die
Gondeln 17 sind jeweils an Rotationsachsen 19 angebracht, so dass bei einer Rotation
der Einlegevorrichtung 10 die Ausrichtung der Aufnahmemulden 13 gleich bleiben, und
zwar insbesondere parallel zum gebildeten Strang 12 bzw. einer Bahn der Formatvorrichtung
22.
[0028] Die in den Gondeln 17 aufgenommenen Filtersegmente 11, 11' werden längsaxial an einen
Strang 12 übergeben. Hierzu werden die Filtersegmente 11, 11' auf einen Umhüllungsmaterialstreifen
35, der auf ein Formatband 34 aufgebracht ist, aufgelegt. Das Formatband 34 bewegt
sich in Pfeilrichtung bzw. in Förderrichtung 15. In Fig. 1 ist die Förderrichtung
15 von rechts nach links durch die Formatvorrichtung 22, so dass in der Formatvorrichtung
22 ein Umhüllungsmaterialstreifen 35 um den Strang 12 gewickelt wird, wie üblich mit
einem Kleber versehen und geschlossen wird.
[0029] Anschließend wird der Strang 12 durch eine Schneidvorrichtung 33 in Filterstäbe gewünschter
Gebrauchslänge beispielsweise zweifacher Gebrauchslänge abgelängt.
[0030] Die erfindungsgemäße Einlegevorrichtung 10 weist besonders ausgestaltete Gondeln
16, 17 auf. Diese sind in den Figuren 2 bis 5 schematisch dargestellt. Die Gondeln
16, 17 werden auf der Einlegevorrichtung 10, die nur abschnittsweise dargestellt ist,
in Förderrichtung 15 gefördert. Zudem sind die Gondeln 16, 17 so nah aneinander angeordnet,
dass ein rückwärtiger Teil 24 bzw. 24' einer vorauseilenden Gondel 16 in einen Aufnahmebereich
14 der hinterherlaufenden Gondel 17 eindringen kann. Hierdurch können die in dem Aufnahmebereich
14 bzw. der Aufnahmemulde 13 der Gondel 17 aufgenommenen Filtersegmente 11, 11' durch
axiales Verschieben positioniert werden. Um dieses zu ermöglichen, weisen die Gondelkörper
26, 27 ein rückwärtiges Körperteil 24, 24' auf, das derart weit stromabwärts ausgelegt
ist, dass diese in den Aufnahmebereich 14 eindringen können.
[0031] In den Fig. 2 bis 5 sind nur zwei Gondeln 16, 17 der Einlegevorrichtung 10 gezeigt.
Dieses dient zur Veranschaulichung des Prinzips der Positionierung von Filtersegmenten
11, 11' Es sind üblicherweise natürlich mehr Gondeln 16, 17 für die Einlegevorrichtung
10 vorgesehen, da kontinuierlich die Filtersegmente 11, 11' in den jeweiligen Gondeln
zu positionieren sind.
[0032] In Fig. 2 und auch in den Fig. 3 bis 5 sind bei stromaufwärtigen Gondeln 17 die Filtersegmente
11, 11' noch in der Aufnahmemulde 13 aufgenommen. Bei der weiteren Förderung in Pfeilrichtung
15 nähern sich die Filtersegmente 11, 11' einem Umhüllungsmaterialstreifen 35 an,
der auch in Förderrichtung 15 gefördert wird. Es geschieht dann eine Übergabe, die
ungefähr in einem Bereich zwischen der Anordnung der beiden Gondeln 16, 17 aus den
Fig. 2 bis 5 geschieht. Die linksseitig angeordnete Gondel 16 ist schon wieder von
den Filtersegmenten 11, 11' entfernt angeordnet. Diese sind schon an den Filterstrang
12 angelegt worden bzw. bilden insgesamt den Filterstrang 12.
[0033] Die dargestellten Filtersegmente 11, 11' können Filtersegmente 11, 11' aus einem
Filteracetattow oder Hohlfilter sein. Die Hohlfilter sind mit 11' gekennzeichnet.
Es können allerdings auch völlig andere Filtersegmente vorgesehen sein. Um auch eine
exakte Positionierung der Filtersegmente 11, 11' in den rückwärtigen Bereich 28, 28'
der Gondeln 16, 17 vorzusehen, sind entsprechende Anschläge 25, 25' in den Aufnahmebereichen
14 bzw. Aufnahmemulden 13 vorgesehen. Diese begrenzen die axiale Verschiebbarkeit
der Filtersegmente in den Aufnahmemulden 13. Dies ist beispielsweise in den Fig. 3
bis 5 dargestellt. In Fig. 3 ist der Anschlag 25 bzw. 25' nicht flexibel bzw. elastisch.
Die Flexibilität bzw. Elastizität ist allerdings in Fig. 4 vorgesehen. Hierdurch kann
entsprechende Längentoleranz der Filtersegmente 11, 11' ausgeglichen werden, so dass
vermieden wird, dass bei zu langen Filtersegmenten 11, 11' bzw. einer insgesamt zu
langen Gruppe von Filtersegmenten 11, 11' diese beim Zusammenschieben aus der Aufnahmemulde
13 herausspringen.
[0034] In Fig. 2 und 3 sind die rückwärtigen Körperteile 24, 24' der Gondeln 16, 17 nicht
elastisch bzw. flexibel ausgestaltet. Dieses ist allerdings in Fig. 4 und besonders
auch in Fig. 5 der Fall. Insbesondere in Fig. 5 ist das rückwärtige Körperteil 24,
24' der Gondeln 16, 17 jeweils elastisch, insbesondere in diesem Fall federnd, ausgestaltet.
Auch der Anschlag 25, 25' kann federnd ausgebildet sein.
[0035] Der Anschlag 25, 25' dient auch dazu, bei der Übergabe aus der Rotationsbewegung
der Einlegevorrichtung 10, insbesondere eines Einlegerades, in eine längsaxiale Förderrichtung,
d.h. in die längsaxiale Förderrichtung des Strangs, ein Verrutschen in längsaxialer
Richtung zu verhindern. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Anschlag 25, 25' bei
dem Transport in den Aufnahmemulden 13 der Gondeln 16, 17 einen Abstand zu den stabförmigen
Artikeln aufweist. Der Anschlag 25, 25' ist hierbei in radialer Richtung so ausgebildet,
dass dieser weniger als die Hälfte des Radius eines stabförmigen Artikels abdeckt.
Dies ist in Fig. 6 schematisch dargestellt. Hierdurch wird eine zu große radiale Bewegungsenergie,
die auf das Produktende, d.h. auf die im rückwärtigen Bereich anliegenden stabförmigen
Artikel, ausgeübt wird, vermieden.
[0036] Fig. 6 zeigt schematisch einen Querschnitt durch den unteren Teil einer erfindungsgemäßen
Gondel 16, 17 mit Blick auf den rückwärtigen Teil 24, 24' der erfindungsgemäßen Gondel
26. Es ist eine Aufnahmemulde 13 ausgebildet, die im rückwärtigen Teil 24, 24' einen
Anschlag 25 aufweist. Die Aufnahme 13 ist im Wesentlichen viertelkreisförmig ausgeführt,
so dass von den stabförmigen Artikeln, die in der Aufnahme 13 aufgenommen sind, ein
Viertelkreis vom Umfang an der Gondel 26 anliegt. Der Anschlag 25 überdeckt bzw. füllt
nur einen Teil der Querschnittsfläche der Aufnahme 13 aus. In Fig. 6 ist der Anschlag
25 nur in einem äußeren Randbereich ausgebildet. Die radiale Erstreckung des Anschlags
25 ist nur ein Bruchteil, insbesondere weniger als die Hälfte, vorzugsweise weniger
als ein Viertel, vorzugsweise weniger als ein Sechstel, des Radius der Aufnahme 13
bzw. der aufzunehmenden stabförmigen Artikel.
[0037] Die Begrenzungskante des Anschlags 25 in der Aufnahme 13 ist konvex gebogen dargestellt.
[0038] In Fig. 7 ist eine etwas andere Ausgestaltung des Anschlags 25 schematisch dargestellt.
Die Kante des Anschlags 25 ist mit geraden Linien begrenzt. Zudem ist ca. die Hälfte
des Flächeninhalts der Aufnahme 13 durch den Anschlag 25 ausgefüllt.
[0039] Durch die Ausgestaltung des Anschlags 25 gemäß den Fig. 6 und 7 ist der Eingriff
des Anschlags an den stabförmigen Artikeln bei der Übergabe in den Strang oder an
den Strang kurz nach Abgabe der stabförmigen Artikel beendet, so dass eine sehr schonende
Übergabe möglich ist. Insgesamt wird die Produktbelastung auf ein Minimum gehalten.
[0040] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch
einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen
können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Im Rahmen der Erfindung sind Merkmale, die mit "insbesondere" oder "vorzugsweise"
gekennzeichnet sind, als fakultative Merkmale zu verstehen.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Einlegevorrichtung
- 11, 11'
- Filtersegment
- 12
- Filterstrang
- 13
- Aufnahmemulde
- 14
- Aufnahmebereich
- 15
- Förderrichtung
- 16
- Gondel
- 17
- Gondel
- 18
- Rotationsachse
- 19
- Rotationsachse
- 20
- Förderkreis
- 21
- Strangmaschine
- 22
- Formatvorrichtung
- 23
- Radius
- 24, 24'
- rückwärtiges Körperteil
- 25, 25'
- Anschlag
- 26
- Gondelkörper
- 27
- Gondelkörper
- 28, 28'
- rückwärtiger Bereich
- 33
- Schneidvorrichtung
- 34
- Formatband
- 35
- Umhüllungsmaterialstreifen
1. Einlegevorrichtung (10), die ausgebildet ist, stabförmige Artikel (11, 11') der Tabak
verarbeitenden Industrie in einen Strang (12) der Tabak verarbeitenden Industrie einzubringen
oder an einen Strang (12) der Tabak verarbeitenden Industrie anzulegen, wobei die
Einlegevorrichtung (10) mehrere Gondeln (16, 17) aufweist, die jeweils wenigstens
einen Aufnahmebereich (14) für stabförmige Artikel (11, 11') der Tabak verarbeitenden
Industrie aufweisen, wobei der wenigstens eine Aufnahmebereich (14) eine Längserstreckung
aufweist, wobei die Gondeln (16, 17) einen Körper (26, 27) aufweisen, der in einem
rückwärtigen Körperteil (24, 24') so ausgebildet ist, dass dieses in einen Aufnahmebereich
(14) für stabförmige Artikel (11, 11') einer nachfolgenden Gondel (17) eindringt oder
eindringbar ist.
2. Einlegevorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Rotation im Betrieb der Einlegevorrichtung (10) um eine Rotationsachse
(18) eine Bewegung der Gondeln (16, 17) vorgesehen ist, die für eine parallele Ausrichtung
der Aufnahmebereiche (14) sorgt.
3. Einlegevorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das rückwärtige Körperteil (24, 24') wenigstens abschnittsweise elastisch ausgebildet
ist.
4. Einlegevorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gondeln (16, 17) im Aufnahmebereich (14) in einem rückwärtigen Bereich (28, 28')
einen Anschlag (25, 25') für, insbesondere in der Gondel (17, 17) aufgenommene, stabförmige
Artikel (11, 11') aufweisen.
5. Einlegevorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (25, 25') elastisch ausgebildet ist.
6. Einlegevorrichtung (10) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (25, 25') einen, insbesondere oberen, Teil einer Querschnittsfläche
einer Aufnahme (13) im Aufnahmebereich (14) ausfüllt.
7. Strangmaschine (21) der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Einlegevorrichtung
(10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei mittels der Einlegevorrichtung (10) stabförmige
Artikel (11, 11') auf eine Formatvorrichtung (22) oder eine Fördervorrichtung auflegbar
sind oder aufgelegt werden, so dass sich ein Strang (12) aus stabförmigen Artikeln
(11, 11') bildet.
8. Verwendung eines in Förderrichtung (15) stromaufwärts angeordneten Körperteils (24,
24') einer Gondel (16) einer Einlegevorrichtung (10) der Tabak verarbeitenden Industrie,
um stabförmige Artikel (11, 11'), die in einer Aufnahme (13) einer der Gondel (16)
nachfolgenden weiteren Gondel (17) angeordnet sind, längsaxial zu positionieren.
9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionieren ein Zusammenschieben ist, wobei insbesondere eine Positionierung
bis zu einem Anschlag (25'), der in einem rückwärtigen Teil (28') der Aufnahme (13)
angeordnet ist, vorgenommen wird.
10. Verfahren zum Betreiben einer Strangmaschine (21) der Tabak verarbeitenden Industrie,
wobei mittels einer Einlegevorrichtung (10) stabförmige Artikel (11, 11') der Tabak
verarbeitenden Industrie in einen Strang (12) der Tabak verarbeitenden Industrie eingebracht
werden oder an einen Strang (12) der Tabak verarbeitenden Industrie angelegt werden,
wobei zum Einlegen oder Anlegen der stabförmigen Artikel (11, 11') in den Strang (12)
oder an den Strang (12) die Einlegevorrichtung (10), umfassend mehrere Gondeln (16,
17), die zur Aufnahme, zum Halten und zur Abgabe von stabförmigen Artikeln (11, 11')
ausgelegt sind, um eine Rotationsachse (18) gedreht wird, wobei die Gondeln (16, 17)
auf dem Weg zum Strang (12) oder beim Strang (12) derart miteinander in Wirkverbindung
treten, dass ein rückwärtiges Körperteil (24) einer in Förderrichtung (15) stromabwärts
angeordneten ersten Gondel (16) wenigstens einen in einer Aufnahme (13) der benachbarten
stromaufwärtigen zweiten Gondel (17) angeordneten stabförmigen Artikel (11, 11') in
seiner Längsachse verschiebt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die in der zweiten Gondel (17) angeordneten stabförmigen Artikel (11, 11') bis zu
einem rückwärtigen Anschlag (25') verschoben werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (13), insbesondere Aufnahmemulden (13), der Gondeln (16, 17) während
einer Rotation der Einlegevorrichtung (10) parallel zueinander ausgerichtet sind.