(19)
(11) EP 3 263 182 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.01.2018  Patentblatt  2018/01

(21) Anmeldenummer: 16177580.4

(22) Anmeldetag:  01.07.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A62B 1/14(2006.01)
A63B 29/02(2006.01)
A62B 35/04(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(71) Anmelder: Gasteiger, Pascal
6341 Ebbs (AT)

(72) Erfinder:
  • Gasteiger, Pascal
    6341 Ebbs (AT)

(74) Vertreter: Talbot, Alexandre 
Cabinet Hecké Europole 10, rue d'Arménie - BP 1537
38025 Grenoble Cedex 1
38025 Grenoble Cedex 1 (FR)

   


(54) VORRICHTUNG ZUR SICHERUNG EINES KLETTERSEILES


(57) Eine Vorrichtung zur Sicherung eines Kletterseiles (3) weist einen Trägerkörper (1) auf, an dem ein Aufnahmeraum (2) für eine Seilschlaufe (4) und ein beweglicher Umschlingungsteil (15) für die durch den Aufnahmeraum (2) gelegte Seilschlaufe (4) vorgesehen sind. Der Trägerkörper (1) weist zwei voneinander beabstandete Klemmstellen (11, 12) für die Seilschlaufe (4) auf, und am Umschlingungsteil (15), dessen Bewegung das Seil (3) klemmt, ist zu jeder der beiden Klemmstellen (11, 12) ein Klemmbereich (21, 22) vorgesehen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sicherung eines Kletterseiles mit einem einen Aufnahmeraum für eine Seilschlaufe aufweisenden Trägerkörper, und mit einem am Trägerkörper beweglich angeordneten Umschlingungsteil für die durch den Aufnahmeraum gelegte Seilschlaufe, dessen Bewegung das Seil am Trägerkörper klemmt.

[0002] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise der EP 398819 zu entnehmen. Das dortige Gehäuse umfasst zwei Grundplatten, zwischen denen ein feststehendes Seilführungselement und ein schwenkbarer Umschlingungsteil für eine Seilschlaufe angeordnet sind. Der schwenkbare Umschlingungsteil weist eine bezüglich seiner Schwenkachse exzentrische und nicht kreisförmige Außenfläche auf. Der Spalt zwischen dem feststehenden Seilführungselement und dem schwenkbaren Umschlingungsteil verändert sich daher, wenn der Umschlingungsteil um die Achse verdreht wird, und das durch den Spalt geführte Seil wird in der hier gegebenen Klemmstelle geklemmt. Am Umschlingungsteil ist ein Lösehebel vorgesehen, mit dessen Hilfe die Bremskraft an der Klemmstelle geregelt werden kann, um das Seil kontrolliert durch die Vorrichtung laufen zu lassen.

[0003] Am Gehäuse kann ein Karabiner eingehängt werden, der durch zwei Bohrungen in den beiden Grundplatten außerhalb des Schwenkbereichs des Umschlingungselements durchgeführt wird.

[0004] Nachteilig bei den bekannten Systemen ist die einseitige "punktuelle" Klemmstelle, in der der geklemmte Seilabschnitt einer starken Belastung ausgesetzt wird, die zur meist unbemerkten Beschädigung des Seils führen kann.

[0005] Es ist weiters bekannt, einen eingehängten Karabiner als Umschlingungsteil zu verwenden. Dies führt nach der FR 2836635 zu zwei Klemmstellen, da durch eine entsprechende Ausnehmung im Gehäuse der eingehängten Karabiner ausreichend weit an die Seitenbegrenzung der Ein- und Austrittsöffnung für die Seilschlaufe herangeführt werden kann. Es ist jedoch problematisch, den Karabiner als Umschlingungsteil zu verwenden, da einerseits eine zu kleine Seilschlaufe entsteht, die ein leichtes Ein- und Ausgeben des Seils verhindert, und andererseits der Querschnitt des Karabiners Einfluss auf das Brems- und Ablassverhalten der Sicherungsvorrichtung hat.

[0006] Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ohne Verwendung eines Karabiners als Klemmelement so weiterzuentwickeln, dass weder das Seil noch der bewegliche Umschlingungsteil überbelastet und beschädigt werden.

[0007] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass am Trägerkörper zwei voneinander beabstandete Klemmstellen für die Seilschlaufe vorgesehen sind, und der Umschlingungsteil je einen Klemmbereich für beide Klemmstellen aufweist.

[0008] Diese Konstruktion führt zu einer Reihe von Vorteilen, da der Umschlingungsteil mit maximaler Größe gewählt werden kann und damit auch die Krümmung der Seilschlaufe geringer ist. die Klemmstellen können gerundete Flächen aufweisen und auch die dünnsten, beim Klettern eingesetzten Seile werden zuverlässig geklemmt. Vorzugsweise ergibt sich eine (nahezu) symmetrische Klemmung in beiden Klemmstellen, wodurch auch das gefürchtete Vertauschen von Lastseilseite und Bremshandseilseite in der Vorrichtung zu keinen fatalen Folgen führen kann, solange die Bremshand das Seil auf der nicht direkt belasteten Seite hält. Da kein Karabiner in den Sicherungs- und Bremsverlauf eingebunden ist, können für alle mit dem Seil in Berührung kommenden Teile die bestgeeigneten Materialien wie Edelstahl oder Titan verwendet werden. Der Karabinerquerschnitt, der rund, oval oder dreieckartig sein kann, spielt beim Bremsverhalten der Sicherungsvorrichtung keine Rolle.

[0009] Der Umschlingungsteil ist bevorzugt federbelastet, sodass er nach einer Lastaufnahme automatisch in seine Ruheposition zurückkehrt. Somit ist eine sehr leichte Seilein- und ausgabe realisierbar und die Vorrichtung muss während des Sicherungsvorganges nicht berührt werden, sodass Bedienfehler während des Sicherungsvorganges praktisch ausgeschlossen sind. Eine Berührung ist lediglich zum Ablassen eines Kletterers erforderlich.

[0010] Die Seitenbegrenzungen des Aufnahmeraumes für die Seilschlaufe sind insbesondere durch Verbindungsbolzen bzw. -nieten und gegebenenfalls diese umschließende Buchsen oder Hülsen zwischen einer Bodenplatte und einer Deckplatte des Trägerkörpers gebildet. Der Umschlingungsteil kann sich in Bezug auf die beiden Seitenbegrenzungen im Wesentlichen mittig vor- und zurückbewegen, sodass die Kraftverteilung auf die beiden Klemmstellen ziemlich ausgeglichen ist.

[0011] In einer bevorzugten Ausführung ist dabei vorgesehen, dass der Umschlingungsteil um eine Achse verschwenkbar ist, die außerhalb des Aufnahmeraumes für die Seilschlaufe angeordnet ist. Die Schwenkachse des Umschlingungsteils liegt bevorzugt in einem weiteren Verbindungsbolzen oder dergleichen zwischen der Bodenplatte und der Deckplatte des Trägerkörpers in einer Position im Nahbereich einer Verbindungsgeraden durch die an der Seilein- und -austrittsöffnung angeordneten Verbindungsbolzen. Der weitere Verbindungsbolzen trägt eine schwenkbare Lasche, von der der Umschlingungsteil nach oben hochsteht. Der Freiraum zwischen dem Umschlingungsteil und dem Verbindungsbolzen ist wesentlich größer als der Durchmesser des dicksten einzulegenden Seiles, sodass die in den Aufnahmeraum eingefädelte Seilschlaufe leicht um den ausgeschwenkten Umschlingungsteil gelegt werden kann. Der Umschlingungsteil ist bevorzugt um zumindest 90° verschwenkbar, wobei die ihn tragende Lasche bei der Klemmung der Seilschlaufe annähernd parallel zur oben genannten Verbindungsgeraden ausgerichtet ist und der Umschlingungsteil annähernd rechtwinklig auf die beiden Klemmstellen trifft.

[0012] Der Umschlingungsteil ist bevorzugt als Ringkörper ausgebildet und von geringst möglichem Gewicht, wodurch er auch eine sehr große zentrale Öffnung aufweist, die auch in der Lasche ausgebildet ist. Wenn der Durchmesser der Öffnung größer als der Schwenkweg des Umschlingungsteils zwischen der Klemm- und der Ruhestellung ist, können in der Bodenplatte und in der Deckplatte des Trägerkörpers Durchstecköffnungen für einen Karabiner vorgesehen sein. Wird ein Karabiner an dieser Stelle in das Gehäuse eingehängt, so durchsetzt er auch die wesentlich größere zentrale Öffnung des Umschließungsteiles, wobei er den Ringkörper weder in der Klemm- noch in der Ruhestellung berührt. Ein Karabiner behindert somit die Verschwenkung des Umschlingungsteils nicht und kann daher immer bewegt bzw. hin- und hergeschwenkt werden. Die Anordnung des Karabiners innerhalb des Schwenkbereichs des Umschließungsteils trägt zu einer kompakten und handlichen Größe der Sicherungsvorrichtung bei.

[0013] Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung weist somit bei einem Sturz ins Seil eine ausgezeichnete und dank der Aufteilung in zwei Klemmbereiche dennoch materialschonende Bremswirkung auf. Die Klemmbereiche sind dabei insbesondere um etwa 250° am Umfang des Umschlingungsteiles versetzt vorgesehen. Zum kontrollierten Ausgeben und Einholen des unbelasteten Seiles ist der Umschlingungsteil insbesondere federunterstützt in die Ruhestellung zurückgeschwenkt und von den Klemmstellen so weit entfernt, dass das Seil leicht durchgezogen werden kann.

[0014] Für eine kontrollierte Seildurchführung bei Belastung, insbesondere beim Ablassen eines Kletterers, sind Zwischenstellungen notwendig, die eine fließende Anpassung der Bremskräfte ermöglichen. In bevorzugten Ausführungen sind daher vorgesehen, dass der Umschlingungsteil einen im Wesentlichen in Verlängerung der Lasche abstehenden Lösefortsatz aufweist, sowie dass dem Lösefortsatz des Umschlingungsteils ein um eine Achse schwenkbarer Lösehebel zugeordnet ist. Der Lösehebel ist bevorzugt zweiarmig, wodurch der von Hand zu ergreifende Hebelarm eine von der Bedienungsperson weg gerichtete Drehbewegung vollführen muss, um den Umschlingungsteil zu lockern. Diese Bewegung ergibt sich aber insbesondere nur bei konzentrierter Betätigung, nicht aber in einem unkonzentrierten Panikfall. Auch ein reflexartiges Greifen oder Zusammendrücken der Hand im Panikfall würde kein Ablassen des Kletterers auslösen. Auf eine für Rechts- und Linkshänder taugliche Anordnung des Lösehebels wurde Rücksicht genommen, sodass unnötige Bedienungskomplikationen vermieden werden können. Bevorzugt ist auch der Lösehebel federbeaufschlagt, sodass er nach Betätigung in seine am Grundkörper anliegende Grundstellung zurückkehrt.

[0015] Nachstehend wird nun die Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein.

[0016] Es zeigen:
Fig. 1
eine Schrägansicht einer ersten Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Seil und einem eingehängten Karabiner in unbelasteter Normalstellung,
Fig. 2
die Bodenplatte der Ausführung nach Fig. 1 mit ausgeschwenktem Umschlingungsteil,
Fig. 3
die Bodenplatte der Ausführung nach Fig. 1 mit in die unbelastete Normalstellung eingeschwenktem Umschlingungsteil,
Fig. 4
die Bodenplatte der Ausführung nach Fig. 1 in belasteter Blockierstellung,
Fig. 5
die Bodenplatte der Ausführung nach Fig. 1 bei kontrolliertem Ablassen des Seils in teilbelasteter Bremsstellung, und
Fig. 6
eine Schrägansicht einer zweiten Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.


[0017] Eine Vorrichtung zur Sicherung eines Kletterseils 3 weist gemäß Fig. 1 oder Fig. 6 einen Trägerkörper 1 auf, der mit einem Aufnahmeraum 2 für eine Seilschlaufe 4 versehen ist. Nächst einer Ein- und Austrittsöffnung 10 in den Aufnahmeraum 2 sind zwei einander gegenüberliegende Klemmstellen 11, 12 vorgesehen, in denen die Seilschlaufe 4 bei Überbelastung, beispielsweise Sturz des an der Lastseilseite 13 hängenden Kletterers in das Seil 3 geklemmt und blockiert wird. Dies gelingt dadurch, dass die Seilschlaufe 4 um einen beweglichen Umschlingungsteil 15 geführt ist, an dem zwei einander gegenüberliegende Klemmbereiche 21, 22 ausgebildet sind, und der bei der Annäherung an die Klemmstellen 11, 12 von der der Ein- und Austrittsöffnung 10 gegenüber liegenden Seite den Durchtrittsraum für das Seil 3 in beiden Klemmstellen 11, 12 verkleinert und das Seil dort einklemmt und bremst bzw. stoppt.

[0018] Die Bewegung des Umschlingungsteils 15 ist in der ersten Ausführung nach Fig. 1 bis 5 eine Schwenkbewegung um eine außerhalb des Aufnahmeraumes 2 für die Seilschlaufe 4 angeordnete Achse 16 und in der zweiten Ausführung eine Verschiebung in Richtung des Pfeils 20 (Fig. 6). Auf diese Weise wird eine annähernd gleiche Klemmung in beiden Klemmstellen 11, 12 erreicht, wobei die Aufteilung in die beiden voneinander distanzierten Klemmstellen 11, 12 wesentlich zur Vermeidung von Beschädigungen des Seils 3 beiträgt.

[0019] In der Ausführung nach Fig. 1 bis 5 ist der Trägerkörper 1 gehäuseartig aus einer Bodenplatte 7 und einer Deckplatte 8 aufgebaut, die über Verbindungselemente 9 in Form von Bolzen, Nuten oder Schrauben etc. auf Abstand voneinander gehalten sind.

[0020] Die Verbindungselemente 9 sind bevorzugt von Buchsen oder Hülsen umgeben. Zwei Verbindungselemente 9 begrenzen die Ein- und Austrittsöffnung 10 für die Seilschlaufe 4 und bilden jeweils den festen Klemmbereich der beiden Klemmstellen 11, 12. Die Bodenplatte 7 und die Deckplatte 8 weisen jeweils eine Öffnung 6 auf, durch die ein Karabiner 5 (Fig. 1) hindurchgeführt und dadurch im Trägerkörper 1 etwa mittig eingehängt werden kann. Boden- und Deckplatte 7, 8 können zur Gewichtseinsparung wabenartige Bereiche aufweisen, wie Fig. 1 zeigt.

[0021] Fig. 2 zeigt den Trägerkörper 1 der Sicherungsvorrichtung ohne Deckplatte 8 und mit um die Achse 16 nach außen geschwenktem Umschlingungsteil 15, der einen auf einer Lasche 17 angeordneten Ringkörper aufweist. Der Ringkörper weist eine Öffnung 19 mit einem Durchmesser auf, der wesentlich größer als der dem Durchmesser der Öffnung 6 in der Bodenplatte 7 ist. Der Umschlingungsteil 15 weist in Fortsetzung der Lasche 17 einen Lösefortsatz 18 auf. Zwei etwa um 110° am Umfang des Ringkörpers beabstandete Bereiche stellen Klemmbereiche 21, 22 für das Seil 3 dar. An der gegenüberliegenden Seite des Trägerkörpers 1 ist ein Lösehebel 25 um eine Achse 26 schwenkbar angeordnet, der einen Fortsatz 27 aufweist. Der Lösehebel 25 deckt in der in Fig. 2 ersichtlichen Ruhelage einen wesentlichen Teil des Trägerkörpers 1 seitlich ab.

[0022] Fig. 3 zeigt den Umschlingungsteil 15 in eingeschwenkter Ruhestellung bzw. Lösestellung, in der die zwischen der Lastseilseite 13 und der Bremshandseilseite 14 gebildete Seilschlaufe 4 im Aufnahmeraum 2 ohne Klemmung um den Umschlingungsteil 15 herumgeführt ist. In dieser Stellung kann somit das strichliert eingezeichnete Seil 3 durch die Sicherungsvorrichtung durchgezogen werden, indem mit einer Hand an der Lastseilseite 13, die zum Kletterer nach oben führt, gezogen mit der anderen Hand an der Bremshandseilseite 14 Seil nachgeschoben wird. In der Ruhe- bzw. Lösestellung überlagert die wesentlich größere Öffnung 19 des Umschlingungsteils 15 die Öffnung 6 in der Bodenplatte 7; ebenso in der Brems- bzw. Blockierstellung, die in Fig. 4 gezeigt ist. Die Verschwenkung des Umschlingungsteils 15 ist daher auch dann nicht behindert, wenn ein Karabiner 5 in die Öffnung 6 des Trägerkörpers 1 eingehängt wird.

[0023] Wie Fig. 4 weiters zeigt, ist die Seilschlaufe 4 aufgrund einer Überbeanspruchung an der Lastseilseite 13 angezogen worden und hat den Umschlingungsteil 15 in die Blockierstellung verschwenkt, in der das Seil 3 in beiden Klemmstellen 11,12 zwischen den Verbindungselementen 9 und den Klemmbereichen 21, 22 am Ringkörper geklemmt ist. Aus der Darstellung in Fig. 4 ist ersichtlich, dass der Durchmesser des Seiles 3 auch wesentlich kleiner sein kann und die Vorrichtung daher auch mit dem dünnsten, für die Praxis zugelassenen Seilen eingesetzt werden kann. In der in Fig. 4 gezeigten Position ist der Lösehebel 25 unverändert und der Fortsatz 27 ist vom Lösefortsatz 18 des Umschlingungsteils 15 ausgeschwenkt.

[0024] In der in Fig. 5 gezeigten Zwischenposition wird das belastete Seil kontrolliert gebremst durch die Vorrichtung geführt, indem der Lösehebel 25 betätigt wird und der Fortsatz 27 gegen den Lösefortsatz 18 des Umschlingungsteils 15 drückt. Dadurch öffnen sich die Klemmstellen 11, 12 bis zu einem bestimmten Ausmaß und das belastete Seil wird verzögert durch die Sicherungsvorrichtung gezogen, beispielsweise um einen am Seil hängenden Kletterer zum Boden abzusenken. Die Öffnung der Bremse erfordert eine bewusste Betätigung des Lösehebels 25. Wird diese Bewegung gestört bzw. unterbrochen, schwenkt der Umschlingungsteil 15 wieder in Brems- bzw. Blockierstellung zurück und die Bremswirkung verstärkt sich durch die am Seil hängende Last.

[0025] In der Ausführung nach Fig. 6 ist die Ein- und Austrittsöffnung 10 in einem runden, tuberartigen Trägerkörper 1 vorgesehen, in dem der Umschlingungsteil 15 in der Öffnungsachse linear verschiebbar ist. Die Aufteilung in zwei Klemmstellen 11, 12 ist ebenso gegeben.


Ansprüche

1. Vorrichtung zur Sicherung eines Kletterseiles (3) mit einem einen Aufnahmeraum (2) für eine Seilschlaufe (4) aufweisenden Trägerkörper (1), und mit einem am Trägerkörper (1) beweglich angeordneten Umschlingungsteil (15) für die durch den Aufnahmeraum (2) gelegte Seilschlaufe (4), dessen Bewegung das Seil (3) klemmt, dadurch gekennzeichnet, dass am Trägerkörper (1) zwei voneinander beabstandete Klemmstellen (11, 12) für die Seilschlaufe (4) vorgesehen sind, und der Umschlingungsteil (15) je einen Klemmbereich (21, 22) für beide Klemmstellen (11, 12) aufweist.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschlingungsteil (15) um eine Achse (16) verschwenkbar ist, die außerhalb des Aufnahmeraumes (2) für die Seilschlaufe (4) angeordnet ist.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschlingungsteil (15) mit einer Öffnung (19) für die Durchführung eines im Trägerkörper (1) einzuhängenden Karabiners (5) versehen ist.
 
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschlingungsteil (15) einen Ringkörper aufweist.
 
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Klemmbereiche (21, 22) des Umschlingungsteils (15) um etwa 250° versetzt sind.
 
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschlingungsteil (15) an einer um die Achse (16) schwenkbaren Lasche (17) vorgesehen ist.
 
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschlingungsteil (15) einen im Wesentlichen in Verlängerung der Lasche (17) abstehenden Lösefortsatz (18) aufweist.
 
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschlingungsteil (15) in Lösestellung federbeaufschlagt ist.
 
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lösefortsatz (18) des Umschlingungsteils (15) ein um eine Achse (26) schwenkbarer Lösehebel (25) zugeordnet ist.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente