(19)
(11) EP 3 263 198 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.01.2018  Patentblatt  2018/01

(21) Anmeldenummer: 17176954.0

(22) Anmeldetag:  20.06.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63H 27/10(2006.01)
F21S 10/06(2006.01)
A63J 99/00(2009.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(30) Priorität: 27.06.2016 DE 102016111760

(71) Anmelder: Mittelberger, Rafael
20537 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Mittelberger, Rafael
    20537 Hamburg (DE)

(74) Vertreter: Groth, Wieland 
Patentanwalt Zippelhaus 4
20457 Hamburg
20457 Hamburg (DE)

   


(54) DISKOKUGEL


(57) Die Erfindung betrifft eine Diskokugel mit einer Außenhülle (3), die außen mit Spiegelstücken (6) besetzt ist und mit einer expandierbaren Innenkonstruktion (2), die eine aufblasbare Innenhülle umfasst, die im expandierten Zustand kugelförmig ausgebildet ist und die Außenhülle (3) in einer Kugelgestalt hält, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenhülle (3) eine Mehrzahl an etwa linsenförmigen Segmenten (4) aufweist, die nebeneinander angeordnet sind, und benachbarte linsenförmige Segmente (4) lösbar miteinander zur Außenhülle (3) verbunden sind und die linsenförmigen Segmente (4) jeweils an ihrer Außenseite mit den Spiegelstücken (6) besetzt sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Diskokugel mit einer Außenhülle, die außen mit Spiegelstücken besetzt ist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Montage einer Diskokugel.

[0002] Diskokugeln sind im Stand der Technik natürlich bekannt. Diskokugeln weisen üblicherweise eine innere Styroporkugel auf, die außen mit Spiegelstücken versehen ist; die Spiegelstücke sind außen auf die Styroporkugel aufgeklebt. Darüber hinaus weist die Diskokugel Aufhängevorrichtungen auf, die es ermöglichen, die Diskokugel an einer Decke, an einer Tragkonstruktion oder Ähnlichem, sicher aufzuhängen.

[0003] Problematisch an den Diskokugeln ist, dass ein zunehmender Bedarf an sehr großen Diskokugeln besteht, die mehrere Meter Durchmesser aufweisen können. Zum einen sind Diskokugeln mit einem Durchmesser von 3 - 4 Metern, wie sie tatsächlich verwendet werden, auf herkömmlichen Straßen nur unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen transportierbar, und zum anderen weisen die großen Diskokugeln ein erhebliches Gewicht von mehreren 100 Kilogramm, teilweise von mehreren Tonnen auf.

[0004] Aufblasbare Diskokugeln sind im Stand der Technik bekannt. So wurde auf dem, 'Bestival' im Robin Hill country park auf der Isle of Wight im September 2014 eine Diskokugel öffentlich zugänglich gemacht, mit einem Durchmesser von 10,33 m, die eine Innenhülle aus PVC-Stoff umfasst, die aufblasbar ist und eine Außenhülle aus einem die Innenhülle umgebenden Netz, wobei an dem Netz außen mehrere tausend Styrenspiegel mittels Kabelbindern befestigt sind.

[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Diskokugel zur Verfügung zu stellen, die trotz ihrer Größe leicht transportierbar ist und auch ein geringeres Gewicht aufweist.

[0006] Die Aufgabe wird hinsichtlich der Vorrichtung mit einer Diskokugel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erfüllt.

[0007] Die Erfindung macht von der Idee Gebrauch, eine Diskokugel mit einer expandierbaren Innenkonstruktion zur Verfügung zu stellen, die sich während eines Transportes in einem zusammengezogenen Zustand befindet und ein geringes Volumen aufweist und daher sehr leicht transportiert werden kann, während sie bei der Anwendung auf Veranstaltungen expandiert und durchaus mit Durchmessern von mehreren Metern über einem Veranstaltungsbereich hängen kann und optisch von außen gesehen, keinen Unterschied zu herkömmlichen Styropordiskokugeln aufweist.

[0008] Die Erfindung macht insbesondere von der verblüffend einfachen Idee Gebrauch, eine aufblasbare Diskokugel zur Verfügung zu stellen, die sich während eines Transportes in einem schlaffen Zustand befindet und ein geringes Volumen aufweist und daher sehr leicht transportiert werden kann, während sie bei der Anwendung auf Veranstaltungen aufgeblasen ist.

[0009] Die Außenhülle ist außen um die Innenkonstruktion gelegt. Sie kann flächig auf der Innenhülle aufliegen.

[0010] Erfindungsgemäß weist die Außenhülle eine Mehrzahl an etwa linsenförmigen Segmenten auf, die nebeneinander angeordnet sind und benachbarte linsenförmige Segmente sind miteinander zur Außenhülle verbunden. Die linsenförmigen Segmente sind voneinander wieder lösbar oder trennbar miteinander verbunden. Dadurch ist es möglich, die Außenhülle nicht in einem Stück, sondern in mehreren Segmenten zu transportieren und erst am Veranstaltungsort die Segmente zur Außenhülle zusammenzusetzen.

[0011] Die erfindungsgemäße Diskokugel weist eine aufblasbare Innenhülle auf, die im aufgeblasenen Zustand kugelförmig ausgebildet ist und die die Außenhülle ebenfalls in einer Kugelgestalt hält. Die Erfindung benutzt die überraschend einfache Idee, eine herkömmliche Innenhülle, die aus einem biegsamen Kunststoff besteht und im Wesentlichen luftundurchlässig, vorzugsweise ganz luftundurchlässig ist, zur Verfügung zu stellen und diese schlaffe Innenhülle mit einer Außenhülle zu ummanteln, wobei die Außenhülle vorzugsweise mit den bekannten Spiegelstücken einer Diskokugel versehen ist. Durch Aufblasen der Innenhülle wird gleichzeitig die Außenhülle auf eine Kugelform gebracht.

[0012] Es hat sich als besonders bevorzugt herausgestellt, linsenförmige Segmente zu verwenden, wobei vorzugsweise sechzehn, aber auch eine höhere Anzahl oder auch eine niedrigere Anzahl an Segmenten, verwendet werden können.

[0013] Die Segmente verlaufen entlang der Außenhülle vom Nord- zum Südpol, sie sind am Nord-und Südpol spitz zulaufend ausgebildet und am Äquator der Diskokugel weisen die Segmente ihre höchste Breite auf. Die linsenförmigen Segmente sind jeweils an ihrer Außenseite mit Spiegelstücken besetzt, die Spiegelstücke können alle gleich ausgebildet sein, sie können aber auch unterschiedliche Außenformen aufweisen; günstigerweise sind die Spiegelstücke auf die Außenseiten der Segmente aufgeklebt und überdecken die Außenseiten der Segmente im Wesentlichen vollständig, vorzugsweise vollständig. Vorzugsweise sind alle Außenseiten mit Spiegelstücken überdeckt. Die Spiegelstücke sind an den Rändern der Segmente, vorzugsweise der Kontur der Segmente angepasst, d. h. sie weichen von der Form der Spiegelstücke, die entlang der übrigen Innenfläche der Segmente verwendet wird, ab. Die Spiegelstücke können alle baugleich sein, sie sind vorzugsweise quadratisch, sie können jedoch auch unterschiedliche Bauformen aufweisen, sie können insbesondere auch rechteckig, kreisförmig, sechseckig usw. ausgebildet sein. Die Formen der Spiegelstücke können auch vermischt verwendet werden.

[0014] Darüber hinaus können die Spiegel auch farbig ausgebildet sein. Alle Spiegel können dieselbe Farbe aufweisen oder sie können untereinander verschiedene Farben aufweisen.

[0015] Günstigerweise sind an Längsrändern innenseitig an jedem der linsenförmigen Segmente Klettbänder vorgesehen und ein komplementäres Klettband ist innenseitig über Klettbänder benachbarter linsenförmiger Segmente gefügt.

[0016] Die linsenförmigen Segmente sind während des Transportes vorzugsweise in einer Box gestapelt. Sie werden nach dem Transport aus der Box herausgehoben, nebeneinander gelegt und vorzugsweise werden die Klettbänder entlang der Ränder der linsenförmigen Segmente mit einem komplementären Klettband miteinander verbunden. Es ist alternativ auch denkbar, die linsenförmigen Elemente auf die Innenkugel direkt aufzubringen und dort beispielsweise mittels Klettbändern zu befestigen.

[0017] Es ist jedoch auch denkbar, die linsenförmigen Segmente anderweitig miteinander zu verbinden, etwa durch knopfartige Verbindungen, durch Klemmverbindungen oder Ähnliches.

[0018] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist an einem Nordpol ein Ring vorgesehen, an dem Spitzen jedes linsenförmigen Segmentes befestigt sind und der Ring weist Hängeeinrichtungen auf, von denen Seile zum Aufhängen der Diskokugel abgehen. Die linsenförmigen Segmente können aufgrund der auf ihnen aufgebrachten Spiegelstücke erhebliche Gewichte von vielen Kilogramm, teilweise bis 100 Kilogramm pro Segment aufweisen. Zur Sicherung der Segmente sind die Spitzen jedes linsenförmigen Segmentes an dem Ring, vorzugsweise einem Metallring, befestigt. Dazu kann der Metallring Löcher oder Bohrungen aufweisen. Die linsenförmigen Segmente können ebenfalls Löcher aufweisen und durch die Löcher sind Schrauben geführt, mit denen die Spitzen der Segmente an den Löchern des Ringes befestigt werden können.

[0019] Die gesamte Diskokugel wird ebenfalls am Ring mit ihrem Gewicht aufgehängt. Dazu sind an dem Ring weitere Hängeeinrichtungen in Form von Löchern, Ösen oder Ähnlichem vorgesehen, die ein entsprechendes Gewicht tragen können.

[0020] Vorzugsweise ist ein Kompressor oder Gebläse am Nordpol angeordnet, der über einen Zuluftschacht mit der Innenhülle in Verbindung steht. Es hat sich gezeigt, dass Innenhüllen, die aus Kunststoff, wie Polyurethan, Polyethylen oder Ähnlichem, bestehen, über die Zeit Luft verlieren oder aufgrund von Temperaturschwankungen im Raum ihr Volumen verändern. Um diese Volumenänderung oder den Luftverlust auszugleichen, ist ein Kompressor vorgesehen, der über einen Zuluftschacht Umgebungsluft in die Innenhülle einblasen kann.

[0021] Es ist des Weiteren ein Überlaufventil vorgesehen, das automatisch bei zu hoch werdendem Innendruck der Innenhülle Luft aus ihr herauslässt.

[0022] Die Aufgabe wird in ihrem zweiten Aspekt durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst, indem eine Außenhülle mit außen aufgebrachten Spiegelstücken zur Verfügung gestellt wird und in die Außenhülle eine expandierbare Innenkonstruktion eingebracht wird.

[0023] Erfindungsgemäß wird eine aufblasbare Innenhülle als Innenkonstruktion verwendet. Die Innenhülle wird in die Außenhülle eingebracht, dann wird sie aufgeblasen und dann dadurch die Außenhülle auf eine Kugelform expandiert.

[0024] Die Erfindung macht von der sehr einfachen, aber sehr wirkungsvollen Idee Gebrauch, die sehr groß voluminösen Diskokugeln während des Transportes auf eine kleine Form zu bringen, vorzugsweise indem die Diskokugel aufgeblasen werden kann bzw. Luft aus ihr herausgelassen werden kann. Während eines Transportes ist die Diskokugel in einem schlaffen und demontierten Zustand, während des Gebrauches während einer Veranstaltung ist die Diskokugel aufgeblasen und über einem Veranstaltungsbereich aufgehängt.
Zum Aufblasen wird vorzugsweise Umgebungsluft verwendet. Es können aber auch andere Gase verwendet werden.

[0025] Erfindungsgemäß werden baugleiche linsenförmige Segmente zur Verfügung gestellt, die an ihren Rändern miteinander verbunden nebeneinander angeordnet werden und eine schlaffe Außenhülle ausformen. Die linsenförmigen Segmente wurden oben bereits beschrieben.

[0026] Die beschriebenen Verfahren eignen sich insbesondere zur Montage einer der oben beschriebenen Diskokugeln.

[0027] Günstigerweise wird jedes der linsenförmigen Segmente mit einer Spitze am Ring befestigt und die Diskokugel an Hängeeinrichtungen des Ringes an einer Decke aufgehängt. Die Segmente können mittels Schrauben oder anderer Verschlüsse fest an einem stabilen Ring, vorzugsweise einem Metall- oder Stahlring festgeschraubt und montiert werden. Dabei sind die gängigen Sicherheitsvorschriften zu beachten.

[0028] In einer Weiterbildung der Erfindung wird die Diskokugel mit einem Kompressor ausgestattet, der Kompressor steht luftleitend mit der Innenhülle in Verbindung und kann bei Druckschwankungen der Innenhülle durch Luftzufuhr oder Luftauslass den Luftinnendruck nachregulieren.

[0029] Nach der Verwendung kann die Außenhülle wieder abgenommen werden und die Innenkonstruktion geschrumpft werden, indem entweder das Innengestänge auseinandergebaut oder die Innenhülle entlüftet wird.

[0030] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels in fünf Figuren beschrieben, dabei zeigen:
Fig. 1
eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Diskokugel,
Fig. 2
eine Draufsicht eines linsenförmigen Segmentes der Diskokugel in Fig. 1,
Fig. 3
eine Detailansicht in Fig. 2,
Fig. 4
eine schematische Aufsicht der Diskokugel auf den Nordpol mit Innen- und Außenhülle und Lufteinlass,
Fig. 5
eine Diskokugel in einer schematischen Schnittansicht,
Fig. 6
eine Diskokugel in Fig. 4 mit einem in den Lufteinlass eingebrachten Kompressor.


[0031] Eine erfindungsgemäße Diskokugel 1 weist eine Innen- 2 und eine Außenhülle 3 auf, in Fig. 1 ist lediglich die Außenhülle 3 mit Blick auf einen Nordpol N der Diskokugel 1 dargestellt. Die Außenhülle 3 umfasst sechzehn linsenförmige Segmente 4.

[0032] Es ist auch eine andere Anzahl an Segmenten 4 denkbar, es können insbesondere mehr, aber auch weniger Segmente 4 zur Ausbildung der Außenhülle 3 verwendet werden.

[0033] Die Segmente 4 sind vorzugsweise linsenförmig, sie können aber auch davon abweichende Außenformen aufweisen. Die Segmente 4 einer Diskokugel 1 sind vorzugsweise exakt baugleich. Es können jedoch auch Abweichungen der Bauart und Form der Segmente 4 der Diskokugel 1 vorfindbar sein, insbesondere können die Segmente 4 verschiedene Breiten an einem Äquator der Diskokugel 1 aufweisen.

[0034] Eines der in Fig. 1 dargestellten Segmente 4 zeigt Fig. 2 in einer planen Version und in einer Draufsicht. Das Segment 4 ist in Fig. 2 plan ausgebreitet, während die Segmente 4 gemäß Fig. 1 zur Ausbildung der Außenhülle 3 halbkreisförmig gekrümmt angeordnet und so auch miteinander verbunden sind.

[0035] Die linsenförmigen Segmente 4 weisen an ihrer Außenfläche, die Außenfläche vollständig bedeckend, Spiegelstücke 6 auf. Die Spiegelstücke 6 sind in der Ausführungsform in Fig. 2 überwiegend quadratisch ausgebildet und unmittelbar nebeneinander auf der Außenseite des linsenförmigen Segmentes 4 aufgeklebt. Es sind jedoch auch andere Befestigungsformen denkbar. Eine spiegelnde Fläche der Spiegelstücke 6 weist nach außen.

[0036] Es können auch andere Formen, insbesondere des Außenumfangs der Spiegelstücke 6, verwendet werden. Sie können insbesondere kreisförmig, dreieckig, sechseckig oder anderweitig ausgebildet sein. Die Spiegelstücke 6 einer Diskokugel 1 können auch untereinander verschiedene Formen aufweisen. Vorzugsweise ist jedoch die Außenseite der linsenförmigen Segmente 4 vollständig von den Spiegelstücken 6 abgedeckt.

[0037] Fig. 3 zeigt eine Ausbildung des linsenförmigen Segmentes 4 mit quadratischen Spiegelstücken 6. Die Spiegelstücke 6 am Rand des linsenförmigen Segmentes 4 sind der Kontur der Linsenform angepasst. Es ist alternativ auch möglich, die Form der Spiegelstücke 6 über vorzugsweise jedes der Segmente 4 beizubehalten und die Abstände zwischen den Spiegelstücken 6 zu variieren und somit eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen.

[0038] Fig. 4 zeigt eine Ausbildung des Nordpols N der Diskokugel 1, wie er verwendet wird, um die Diskokugel 1 an einer Tragkonstruktion wie einer Decke, einem Metallgestell oder Ähnlichem aufzuhängen. Der Nordpol N ist von einem Abschlussring 7, der vorzugsweise aus Metall gebildet ist, umlaufen. Der Abschlussring 7 weist zum einen Bohrungen 8 auf, die paarweise jeweils einer Spitze 9 eines linsenförmigen Segmentes 4 zugeordnet sind. Das linsenförmige Segment 4 weist ebenfalls Löcher auf, die einen gleichen Abstand voneinander aufweisen wie die Bohrungen 8 eines Paares des Abschlussringes 7. Durch die beiden Löcher und Bohrungen 8 wird jeweils eine Schraube von innen nach außen hindurchgesteckt, um jedes der linsenförmigen Segmente 4 fest und sicher am Abschlussring 7 zu fixieren. Der Abschlussring 7 weist umlaufend vorzugsweise äquidistant beabstandete Bohrungen 8 auf; in Fig. 4 wären für die sechzehn linsenförmigen Segmente 4 daher zweiunddreißig Bohrungen 8 vorgesehen.

[0039] Zusätzlich sind an dem Abschlussring 7 Hängeeinrichtungen 11 vorgesehen, dabei kann es sich ebenfalls um Löcher, aber auch um Ösen oder Ähnliches handeln, durch die Seile oder andere Hängemittel gezogen sind, um die Diskokugel 1 mit ihrem gesamten Gewicht an einer Decke, Tragkonstruktion oder Ähnlichem aufzuhängen. Diskokugeln 1 können erhebliche Gewichte aufweisen, bei einem Durchmesser von 4 - 5 Metern kann das Gewicht der Diskokugel 1 aufgrund der hohen Anzahl an Spiegelstücken 6 mehrere 100 Kilogramm betragen. Die Hängeeinrichtungen 11 und der Abschlussring 7 müssen daher eine entsprechende Tragfähigkeit einschließlich der erforderlichen Sicherheitsbestimmungen aufweisen.

[0040] Die linsenförmigen Segmente 4 werden auf einer Innenseite ebenfalls miteinander verbunden. Dieses kann durch verschiedene Verbindungsarten geschehen, insbesondere kann ein Klettband entlang jedes Randes innenseitig der linsenförmigen Segmente 4 geführt sein, und die Klettbänder können von einem komplementären Klettband miteinander verbunden werden, sodass die zusammenhängende Außenhülle 3 entsteht, die die Klettbänder verdeckt.

[0041] Es ist jedoch auch denkbar, dass die linsenförmigen Segmente 4 durch Klemmverschlüsse, knopfartige Verschlüsse oder Ähnliches miteinander verbunden werden können. Die Außenhülle 3 ist schlaff und wird durch die aufblasbare Innenhülle 2 auf eine Kugelform gebracht. Fig. 5 zeigt schematisch die aufgeblasene erfindungsgemäße Diskokugel 1 mit der aufgeblasenen Innenhülle 2. Die Innenhülle 2 besteht aus einem Kunststoff, beispielsweise Polyurethan oder Ähnlichem; dabei handelt es sich in jedem Fall um einen biegsamen Kunststoff, der eine üblicherweise schlaffe Innenhülle 2 ausbildet und im aufgeblasenen Zustand eine kugelförmige Gestalt annimmt und eine derartige Stabilität aufweist, dass die Innenhülle 2 die Außenhülle 3 trotz der erheblichen Gewichte der Außenhülle 3 in eine Kugelform drückt.

[0042] Die Innenhülle 2 weist einen Lufteinlass 12 und einen Luftauslass auf, die verschließbar sind. Auf der Innenseite der Außenhülle 3 können zusätzliche Sicherungsseile vorgesehen sein, die die Segmente 4 miteinander verbinden und auch ein schlaffes Herunterhängen der Segmente 4 beim Auslassen der Luft aus der Innenhülle verhindern.

[0043] Da die aufblasbare Diskokugel 1 üblicherweise mehrere Stunden oder sogar Tage eingesetzt wird und bei Veranstaltungen mehrere Stunden möglichst prall aufgeblasen über einem Veranstaltungsort hängen muss, kann es gemäß Fig. 6 vorgesehen sein, statt des Lufteinlasses 12 einen Kompressor 13 mit einem Zuluftschacht 14 zu verwenden, der ständig entweichende Luft in die Innenhülle 2 nachfüllt. Der Zuluftschacht 14 kann mit einem Überdruckventil 16 versehen sein, um ein Platzen der Innenhülle 2 durch Überdruck zu verhindern.

Bezugszeichenliste



[0044] 
1
Diskokugel
2
Innenkonstruktion/ Innenhülle
3
Außenhülle
4
Segment
6
Spiegelstück
7
Abschlussring
8
Bohrung
9
Spitze
11
Hängeeinrichtung
12
Lufteinlass
13
Kompressor
14
Zuluftschacht
16
Überdruckventil
N
Nordpol



Ansprüche

1. Diskokugel mit einer Außenhülle (3), die außen mit Spiegelstücken (6) besetzt ist und mit einer expandierbaren Innenkonstruktion (2), die eine aufblasbare Innenhülle umfasst, die im expandierten Zustand kugelförmig ausgebildet ist und die Außenhülle (3) in einer Kugelgestalt hält,
dadurch gekennzeichnet, dass die Außenhülle (3) eine Mehrzahl an etwa linsenförmigen Segmenten (4) aufweist, die nebeneinander angeordnet sind, und benachbarte linsenförmige Segmente (4) lösbar miteinander zur Außenhülle (3) verbunden sind und die linsenförmigen Segmente (4) jeweils an ihrer Außenseite mit den Spiegelstücken (6) besetzt sind.
 
2. Diskokugel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkonstruktion ein Innengestänge umfasst, das Streben umfasst, die lösbar miteinander verbindbar sind.
 
3. Diskokugel nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an Längsrändern innenseitig an jedem der linsenförmigen Segmente (4) ein Klettband vorgesehen ist und ein komplementäres Klettband innenseitig über Klettbänder benachbarter linsenförmiger Segmente (4) gefügt ist.
 
4. Diskokugel nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an einem Nordpol (N) ein Ring (7) vorgesehen ist, an dem Spitzen (9) jedes linsenförmigen Segmentes (4) befestigt sind, und der Ring (7) Hängeeinrichtungen (11) aufweist, von denen Seile zum Aufhängen der Diskokugel (1) abgehen.
 
5. Diskokugel nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen Kompressor (13), der am Nordpol (N) angeordnet ist und über einen Zuluftschacht (14) mit der Innenhülle (2) in Verbindung steht.
 
6. Verfahren zur Montage einer Diskokugel, indem
baugleiche linsenförmige Segmente (4) zur Verfügung gestellt werden, die an ihren Rändern miteinander verbunden und nebeneinander angeordnet werden und eine schlaffe Außenhülle (3) mit außen aufgebrachten Spiegelstücken (6) ausformen und in die Außenhülle (3) eine aufblasbare Innenkonstruktion (2) eingebracht wird,
die Innenhülle (2) expandiert wird und dadurch die Außenhülle (3) auf eine Kugelform expandiert wird.
 
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes der linsenförmigen Segmente (4) mit einer Spitze (9) an einem Ring (7) befestigt wird und die Diskokugel (1) an Hängeeinrichtungen (11) des Ringes (7) an einer Decke aufgehängt wird.
 
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Innenhülle (2) mittels eines Kompressors (13) ständig mit Luft nachbefüllt wird, um sie auf einem konstanten Innendruck zu halten.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht









Recherchenbericht