[0001] Die Erfindung betrifft eine Diskokugel mit einer Außenhülle, die außen mit Spiegelstücken
besetzt ist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Montage einer Diskokugel.
[0002] Diskokugeln sind im Stand der Technik natürlich bekannt. Diskokugeln weisen üblicherweise
eine innere Styroporkugel auf, die außen mit Spiegelstücken versehen ist; die Spiegelstücke
sind außen auf die Styroporkugel aufgeklebt. Darüber hinaus weist die Diskokugel Aufhängevorrichtungen
auf, die es ermöglichen, die Diskokugel an einer Decke, an einer Tragkonstruktion
oder Ähnlichem, sicher aufzuhängen.
[0003] Problematisch an den Diskokugeln ist, dass ein zunehmender Bedarf an sehr großen
Diskokugeln besteht, die mehrere Meter Durchmesser aufweisen können. Zum einen sind
Diskokugeln mit einem Durchmesser von 3 - 4 Metern, wie sie tatsächlich verwendet
werden, auf herkömmlichen Straßen nur unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen transportierbar,
und zum anderen weisen die großen Diskokugeln ein erhebliches Gewicht von mehreren
100 Kilogramm, teilweise von mehreren Tonnen auf.
[0004] Aufblasbare Diskokugeln sind im Stand der Technik bekannt. So wurde auf dem, 'Bestival'
im Robin Hill country park auf der Isle of Wight im September 2014 eine Diskokugel
öffentlich zugänglich gemacht, mit einem Durchmesser von 10,33 m, die eine Innenhülle
aus PVC-Stoff umfasst, die aufblasbar ist und eine Außenhülle aus einem die Innenhülle
umgebenden Netz, wobei an dem Netz außen mehrere tausend Styrenspiegel mittels Kabelbindern
befestigt sind.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Diskokugel zur Verfügung zu
stellen, die trotz ihrer Größe leicht transportierbar ist und auch ein geringeres
Gewicht aufweist.
[0006] Die Aufgabe wird hinsichtlich der Vorrichtung mit einer Diskokugel mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 erfüllt.
[0007] Die Erfindung macht von der Idee Gebrauch, eine Diskokugel mit einer expandierbaren
Innenkonstruktion zur Verfügung zu stellen, die sich während eines Transportes in
einem zusammengezogenen Zustand befindet und ein geringes Volumen aufweist und daher
sehr leicht transportiert werden kann, während sie bei der Anwendung auf Veranstaltungen
expandiert und durchaus mit Durchmessern von mehreren Metern über einem Veranstaltungsbereich
hängen kann und optisch von außen gesehen, keinen Unterschied zu herkömmlichen Styropordiskokugeln
aufweist.
[0008] Die Erfindung macht insbesondere von der verblüffend einfachen Idee Gebrauch, eine
aufblasbare Diskokugel zur Verfügung zu stellen, die sich während eines Transportes
in einem schlaffen Zustand befindet und ein geringes Volumen aufweist und daher sehr
leicht transportiert werden kann, während sie bei der Anwendung auf Veranstaltungen
aufgeblasen ist.
[0009] Die Außenhülle ist außen um die Innenkonstruktion gelegt. Sie kann flächig auf der
Innenhülle aufliegen.
[0010] Erfindungsgemäß weist die Außenhülle eine Mehrzahl an etwa linsenförmigen Segmenten
auf, die nebeneinander angeordnet sind und benachbarte linsenförmige Segmente sind
miteinander zur Außenhülle verbunden. Die linsenförmigen Segmente sind voneinander
wieder lösbar oder trennbar miteinander verbunden. Dadurch ist es möglich, die Außenhülle
nicht in einem Stück, sondern in mehreren Segmenten zu transportieren und erst am
Veranstaltungsort die Segmente zur Außenhülle zusammenzusetzen.
[0011] Die erfindungsgemäße Diskokugel weist eine aufblasbare Innenhülle auf, die im aufgeblasenen
Zustand kugelförmig ausgebildet ist und die die Außenhülle ebenfalls in einer Kugelgestalt
hält. Die Erfindung benutzt die überraschend einfache Idee, eine herkömmliche Innenhülle,
die aus einem biegsamen Kunststoff besteht und im Wesentlichen luftundurchlässig,
vorzugsweise ganz luftundurchlässig ist, zur Verfügung zu stellen und diese schlaffe
Innenhülle mit einer Außenhülle zu ummanteln, wobei die Außenhülle vorzugsweise mit
den bekannten Spiegelstücken einer Diskokugel versehen ist. Durch Aufblasen der Innenhülle
wird gleichzeitig die Außenhülle auf eine Kugelform gebracht.
[0012] Es hat sich als besonders bevorzugt herausgestellt, linsenförmige Segmente zu verwenden,
wobei vorzugsweise sechzehn, aber auch eine höhere Anzahl oder auch eine niedrigere
Anzahl an Segmenten, verwendet werden können.
[0013] Die Segmente verlaufen entlang der Außenhülle vom Nord- zum Südpol, sie sind am Nord-und
Südpol spitz zulaufend ausgebildet und am Äquator der Diskokugel weisen die Segmente
ihre höchste Breite auf. Die linsenförmigen Segmente sind jeweils an ihrer Außenseite
mit Spiegelstücken besetzt, die Spiegelstücke können alle gleich ausgebildet sein,
sie können aber auch unterschiedliche Außenformen aufweisen; günstigerweise sind die
Spiegelstücke auf die Außenseiten der Segmente aufgeklebt und überdecken die Außenseiten
der Segmente im Wesentlichen vollständig, vorzugsweise vollständig. Vorzugsweise sind
alle Außenseiten mit Spiegelstücken überdeckt. Die Spiegelstücke sind an den Rändern
der Segmente, vorzugsweise der Kontur der Segmente angepasst, d. h. sie weichen von
der Form der Spiegelstücke, die entlang der übrigen Innenfläche der Segmente verwendet
wird, ab. Die Spiegelstücke können alle baugleich sein, sie sind vorzugsweise quadratisch,
sie können jedoch auch unterschiedliche Bauformen aufweisen, sie können insbesondere
auch rechteckig, kreisförmig, sechseckig usw. ausgebildet sein. Die Formen der Spiegelstücke
können auch vermischt verwendet werden.
[0014] Darüber hinaus können die Spiegel auch farbig ausgebildet sein. Alle Spiegel können
dieselbe Farbe aufweisen oder sie können untereinander verschiedene Farben aufweisen.
[0015] Günstigerweise sind an Längsrändern innenseitig an jedem der linsenförmigen Segmente
Klettbänder vorgesehen und ein komplementäres Klettband ist innenseitig über Klettbänder
benachbarter linsenförmiger Segmente gefügt.
[0016] Die linsenförmigen Segmente sind während des Transportes vorzugsweise in einer Box
gestapelt. Sie werden nach dem Transport aus der Box herausgehoben, nebeneinander
gelegt und vorzugsweise werden die Klettbänder entlang der Ränder der linsenförmigen
Segmente mit einem komplementären Klettband miteinander verbunden. Es ist alternativ
auch denkbar, die linsenförmigen Elemente auf die Innenkugel direkt aufzubringen und
dort beispielsweise mittels Klettbändern zu befestigen.
[0017] Es ist jedoch auch denkbar, die linsenförmigen Segmente anderweitig miteinander zu
verbinden, etwa durch knopfartige Verbindungen, durch Klemmverbindungen oder Ähnliches.
[0018] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist an einem Nordpol
ein Ring vorgesehen, an dem Spitzen jedes linsenförmigen Segmentes befestigt sind
und der Ring weist Hängeeinrichtungen auf, von denen Seile zum Aufhängen der Diskokugel
abgehen. Die linsenförmigen Segmente können aufgrund der auf ihnen aufgebrachten Spiegelstücke
erhebliche Gewichte von vielen Kilogramm, teilweise bis 100 Kilogramm pro Segment
aufweisen. Zur Sicherung der Segmente sind die Spitzen jedes linsenförmigen Segmentes
an dem Ring, vorzugsweise einem Metallring, befestigt. Dazu kann der Metallring Löcher
oder Bohrungen aufweisen. Die linsenförmigen Segmente können ebenfalls Löcher aufweisen
und durch die Löcher sind Schrauben geführt, mit denen die Spitzen der Segmente an
den Löchern des Ringes befestigt werden können.
[0019] Die gesamte Diskokugel wird ebenfalls am Ring mit ihrem Gewicht aufgehängt. Dazu
sind an dem Ring weitere Hängeeinrichtungen in Form von Löchern, Ösen oder Ähnlichem
vorgesehen, die ein entsprechendes Gewicht tragen können.
[0020] Vorzugsweise ist ein Kompressor oder Gebläse am Nordpol angeordnet, der über einen
Zuluftschacht mit der Innenhülle in Verbindung steht. Es hat sich gezeigt, dass Innenhüllen,
die aus Kunststoff, wie Polyurethan, Polyethylen oder Ähnlichem, bestehen, über die
Zeit Luft verlieren oder aufgrund von Temperaturschwankungen im Raum ihr Volumen verändern.
Um diese Volumenänderung oder den Luftverlust auszugleichen, ist ein Kompressor vorgesehen,
der über einen Zuluftschacht Umgebungsluft in die Innenhülle einblasen kann.
[0021] Es ist des Weiteren ein Überlaufventil vorgesehen, das automatisch bei zu hoch werdendem
Innendruck der Innenhülle Luft aus ihr herauslässt.
[0022] Die Aufgabe wird in ihrem zweiten Aspekt durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 6 gelöst, indem eine Außenhülle mit außen aufgebrachten Spiegelstücken zur
Verfügung gestellt wird und in die Außenhülle eine expandierbare Innenkonstruktion
eingebracht wird.
[0023] Erfindungsgemäß wird eine aufblasbare Innenhülle als Innenkonstruktion verwendet.
Die Innenhülle wird in die Außenhülle eingebracht, dann wird sie aufgeblasen und dann
dadurch die Außenhülle auf eine Kugelform expandiert.
[0024] Die Erfindung macht von der sehr einfachen, aber sehr wirkungsvollen Idee Gebrauch,
die sehr groß voluminösen Diskokugeln während des Transportes auf eine kleine Form
zu bringen, vorzugsweise indem die Diskokugel aufgeblasen werden kann bzw. Luft aus
ihr herausgelassen werden kann. Während eines Transportes ist die Diskokugel in einem
schlaffen und demontierten Zustand, während des Gebrauches während einer Veranstaltung
ist die Diskokugel aufgeblasen und über einem Veranstaltungsbereich aufgehängt.
Zum Aufblasen wird vorzugsweise Umgebungsluft verwendet. Es können aber auch andere
Gase verwendet werden.
[0025] Erfindungsgemäß werden baugleiche linsenförmige Segmente zur Verfügung gestellt,
die an ihren Rändern miteinander verbunden nebeneinander angeordnet werden und eine
schlaffe Außenhülle ausformen. Die linsenförmigen Segmente wurden oben bereits beschrieben.
[0026] Die beschriebenen Verfahren eignen sich insbesondere zur Montage einer der oben beschriebenen
Diskokugeln.
[0027] Günstigerweise wird jedes der linsenförmigen Segmente mit einer Spitze am Ring befestigt
und die Diskokugel an Hängeeinrichtungen des Ringes an einer Decke aufgehängt. Die
Segmente können mittels Schrauben oder anderer Verschlüsse fest an einem stabilen
Ring, vorzugsweise einem Metall- oder Stahlring festgeschraubt und montiert werden.
Dabei sind die gängigen Sicherheitsvorschriften zu beachten.
[0028] In einer Weiterbildung der Erfindung wird die Diskokugel mit einem Kompressor ausgestattet,
der Kompressor steht luftleitend mit der Innenhülle in Verbindung und kann bei Druckschwankungen
der Innenhülle durch Luftzufuhr oder Luftauslass den Luftinnendruck nachregulieren.
[0029] Nach der Verwendung kann die Außenhülle wieder abgenommen werden und die Innenkonstruktion
geschrumpft werden, indem entweder das Innengestänge auseinandergebaut oder die Innenhülle
entlüftet wird.
[0030] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels in fünf Figuren beschrieben,
dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Diskokugel,
- Fig. 2
- eine Draufsicht eines linsenförmigen Segmentes der Diskokugel in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Detailansicht in Fig. 2,
- Fig. 4
- eine schematische Aufsicht der Diskokugel auf den Nordpol mit Innen- und Außenhülle
und Lufteinlass,
- Fig. 5
- eine Diskokugel in einer schematischen Schnittansicht,
- Fig. 6
- eine Diskokugel in Fig. 4 mit einem in den Lufteinlass eingebrachten Kompressor.
[0031] Eine erfindungsgemäße Diskokugel 1 weist eine Innen- 2 und eine Außenhülle 3 auf,
in Fig. 1 ist lediglich die Außenhülle 3 mit Blick auf einen Nordpol N der Diskokugel
1 dargestellt. Die Außenhülle 3 umfasst sechzehn linsenförmige Segmente 4.
[0032] Es ist auch eine andere Anzahl an Segmenten 4 denkbar, es können insbesondere mehr,
aber auch weniger Segmente 4 zur Ausbildung der Außenhülle 3 verwendet werden.
[0033] Die Segmente 4 sind vorzugsweise linsenförmig, sie können aber auch davon abweichende
Außenformen aufweisen. Die Segmente 4 einer Diskokugel 1 sind vorzugsweise exakt baugleich.
Es können jedoch auch Abweichungen der Bauart und Form der Segmente 4 der Diskokugel
1 vorfindbar sein, insbesondere können die Segmente 4 verschiedene Breiten an einem
Äquator der Diskokugel 1 aufweisen.
[0034] Eines der in Fig. 1 dargestellten Segmente 4 zeigt Fig. 2 in einer planen Version
und in einer Draufsicht. Das Segment 4 ist in Fig. 2 plan ausgebreitet, während die
Segmente 4 gemäß Fig. 1 zur Ausbildung der Außenhülle 3 halbkreisförmig gekrümmt angeordnet
und so auch miteinander verbunden sind.
[0035] Die linsenförmigen Segmente 4 weisen an ihrer Außenfläche, die Außenfläche vollständig
bedeckend, Spiegelstücke 6 auf. Die Spiegelstücke 6 sind in der Ausführungsform in
Fig. 2 überwiegend quadratisch ausgebildet und unmittelbar nebeneinander auf der Außenseite
des linsenförmigen Segmentes 4 aufgeklebt. Es sind jedoch auch andere Befestigungsformen
denkbar. Eine spiegelnde Fläche der Spiegelstücke 6 weist nach außen.
[0036] Es können auch andere Formen, insbesondere des Außenumfangs der Spiegelstücke 6,
verwendet werden. Sie können insbesondere kreisförmig, dreieckig, sechseckig oder
anderweitig ausgebildet sein. Die Spiegelstücke 6 einer Diskokugel 1 können auch untereinander
verschiedene Formen aufweisen. Vorzugsweise ist jedoch die Außenseite der linsenförmigen
Segmente 4 vollständig von den Spiegelstücken 6 abgedeckt.
[0037] Fig. 3 zeigt eine Ausbildung des linsenförmigen Segmentes 4 mit quadratischen Spiegelstücken
6. Die Spiegelstücke 6 am Rand des linsenförmigen Segmentes 4 sind der Kontur der
Linsenform angepasst. Es ist alternativ auch möglich, die Form der Spiegelstücke 6
über vorzugsweise jedes der Segmente 4 beizubehalten und die Abstände zwischen den
Spiegelstücken 6 zu variieren und somit eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen.
[0038] Fig. 4 zeigt eine Ausbildung des Nordpols N der Diskokugel 1, wie er verwendet wird,
um die Diskokugel 1 an einer Tragkonstruktion wie einer Decke, einem Metallgestell
oder Ähnlichem aufzuhängen. Der Nordpol N ist von einem Abschlussring 7, der vorzugsweise
aus Metall gebildet ist, umlaufen. Der Abschlussring 7 weist zum einen Bohrungen 8
auf, die paarweise jeweils einer Spitze 9 eines linsenförmigen Segmentes 4 zugeordnet
sind. Das linsenförmige Segment 4 weist ebenfalls Löcher auf, die einen gleichen Abstand
voneinander aufweisen wie die Bohrungen 8 eines Paares des Abschlussringes 7. Durch
die beiden Löcher und Bohrungen 8 wird jeweils eine Schraube von innen nach außen
hindurchgesteckt, um jedes der linsenförmigen Segmente 4 fest und sicher am Abschlussring
7 zu fixieren. Der Abschlussring 7 weist umlaufend vorzugsweise äquidistant beabstandete
Bohrungen 8 auf; in Fig. 4 wären für die sechzehn linsenförmigen Segmente 4 daher
zweiunddreißig Bohrungen 8 vorgesehen.
[0039] Zusätzlich sind an dem Abschlussring 7 Hängeeinrichtungen 11 vorgesehen, dabei kann
es sich ebenfalls um Löcher, aber auch um Ösen oder Ähnliches handeln, durch die Seile
oder andere Hängemittel gezogen sind, um die Diskokugel 1 mit ihrem gesamten Gewicht
an einer Decke, Tragkonstruktion oder Ähnlichem aufzuhängen. Diskokugeln 1 können
erhebliche Gewichte aufweisen, bei einem Durchmesser von 4 - 5 Metern kann das Gewicht
der Diskokugel 1 aufgrund der hohen Anzahl an Spiegelstücken 6 mehrere 100 Kilogramm
betragen. Die Hängeeinrichtungen 11 und der Abschlussring 7 müssen daher eine entsprechende
Tragfähigkeit einschließlich der erforderlichen Sicherheitsbestimmungen aufweisen.
[0040] Die linsenförmigen Segmente 4 werden auf einer Innenseite ebenfalls miteinander verbunden.
Dieses kann durch verschiedene Verbindungsarten geschehen, insbesondere kann ein Klettband
entlang jedes Randes innenseitig der linsenförmigen Segmente 4 geführt sein, und die
Klettbänder können von einem komplementären Klettband miteinander verbunden werden,
sodass die zusammenhängende Außenhülle 3 entsteht, die die Klettbänder verdeckt.
[0041] Es ist jedoch auch denkbar, dass die linsenförmigen Segmente 4 durch Klemmverschlüsse,
knopfartige Verschlüsse oder Ähnliches miteinander verbunden werden können. Die Außenhülle
3 ist schlaff und wird durch die aufblasbare Innenhülle 2 auf eine Kugelform gebracht.
Fig. 5 zeigt schematisch die aufgeblasene erfindungsgemäße Diskokugel 1 mit der aufgeblasenen
Innenhülle 2. Die Innenhülle 2 besteht aus einem Kunststoff, beispielsweise Polyurethan
oder Ähnlichem; dabei handelt es sich in jedem Fall um einen biegsamen Kunststoff,
der eine üblicherweise schlaffe Innenhülle 2 ausbildet und im aufgeblasenen Zustand
eine kugelförmige Gestalt annimmt und eine derartige Stabilität aufweist, dass die
Innenhülle 2 die Außenhülle 3 trotz der erheblichen Gewichte der Außenhülle 3 in eine
Kugelform drückt.
[0042] Die Innenhülle 2 weist einen Lufteinlass 12 und einen Luftauslass auf, die verschließbar
sind. Auf der Innenseite der Außenhülle 3 können zusätzliche Sicherungsseile vorgesehen
sein, die die Segmente 4 miteinander verbinden und auch ein schlaffes Herunterhängen
der Segmente 4 beim Auslassen der Luft aus der Innenhülle verhindern.
[0043] Da die aufblasbare Diskokugel 1 üblicherweise mehrere Stunden oder sogar Tage eingesetzt
wird und bei Veranstaltungen mehrere Stunden möglichst prall aufgeblasen über einem
Veranstaltungsort hängen muss, kann es gemäß Fig. 6 vorgesehen sein, statt des Lufteinlasses
12 einen Kompressor 13 mit einem Zuluftschacht 14 zu verwenden, der ständig entweichende
Luft in die Innenhülle 2 nachfüllt. Der Zuluftschacht 14 kann mit einem Überdruckventil
16 versehen sein, um ein Platzen der Innenhülle 2 durch Überdruck zu verhindern.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Diskokugel
- 2
- Innenkonstruktion/ Innenhülle
- 3
- Außenhülle
- 4
- Segment
- 6
- Spiegelstück
- 7
- Abschlussring
- 8
- Bohrung
- 9
- Spitze
- 11
- Hängeeinrichtung
- 12
- Lufteinlass
- 13
- Kompressor
- 14
- Zuluftschacht
- 16
- Überdruckventil
- N
- Nordpol
1. Diskokugel mit einer Außenhülle (3), die außen mit Spiegelstücken (6) besetzt ist
und mit einer expandierbaren Innenkonstruktion (2), die eine aufblasbare Innenhülle
umfasst, die im expandierten Zustand kugelförmig ausgebildet ist und die Außenhülle
(3) in einer Kugelgestalt hält,
dadurch gekennzeichnet, dass die Außenhülle (3) eine Mehrzahl an etwa linsenförmigen Segmenten (4) aufweist, die
nebeneinander angeordnet sind, und benachbarte linsenförmige Segmente (4) lösbar miteinander
zur Außenhülle (3) verbunden sind und die linsenförmigen Segmente (4) jeweils an ihrer
Außenseite mit den Spiegelstücken (6) besetzt sind.
2. Diskokugel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkonstruktion ein Innengestänge umfasst, das Streben umfasst, die lösbar
miteinander verbindbar sind.
3. Diskokugel nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an Längsrändern innenseitig an jedem der linsenförmigen Segmente (4) ein Klettband
vorgesehen ist und ein komplementäres Klettband innenseitig über Klettbänder benachbarter
linsenförmiger Segmente (4) gefügt ist.
4. Diskokugel nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an einem Nordpol (N) ein Ring (7) vorgesehen ist, an dem Spitzen (9) jedes linsenförmigen
Segmentes (4) befestigt sind, und der Ring (7) Hängeeinrichtungen (11) aufweist, von
denen Seile zum Aufhängen der Diskokugel (1) abgehen.
5. Diskokugel nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen Kompressor (13), der am Nordpol (N) angeordnet ist und über einen Zuluftschacht
(14) mit der Innenhülle (2) in Verbindung steht.
6. Verfahren zur Montage einer Diskokugel, indem
baugleiche linsenförmige Segmente (4) zur Verfügung gestellt werden, die an ihren
Rändern miteinander verbunden und nebeneinander angeordnet werden und eine schlaffe
Außenhülle (3) mit außen aufgebrachten Spiegelstücken (6) ausformen und in die Außenhülle
(3) eine aufblasbare Innenkonstruktion (2) eingebracht wird,
die Innenhülle (2) expandiert wird und dadurch die Außenhülle (3) auf eine Kugelform
expandiert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes der linsenförmigen Segmente (4) mit einer Spitze (9) an einem Ring (7) befestigt
wird und die Diskokugel (1) an Hängeeinrichtungen (11) des Ringes (7) an einer Decke
aufgehängt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Innenhülle (2) mittels eines Kompressors (13) ständig mit Luft nachbefüllt wird,
um sie auf einem konstanten Innendruck zu halten.