[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Kraftstoffbehälter aus Metall insbesondere Stahltanks,
mit an einem oberseitigen Bereich leicht zugänglichen Einfüll-, Entnahme- und Inspektionsöffnungen.
[0002] Auf Baustellen und Betriebsgeländen müssen oftmals größere Kraftstoffmengen für verschiedenartige
Fahrzeuge oder Maschinen bevorratet werden. Dazu sind entsprechende Stahltanks mit
den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1 grundsätzlich bekannt. Um den jeweiligen
Kraftstoff bedarfsgerecht entnehmen zu können, ist es ebenfalls bekannt, diese Tanks
wie an einer normalen Tankstelle mit gesonderten Entnahmeeinrichtungen, die typischerweise
Pumpen und Entnahmeschläuche sowie Zapfpistolen umfassen, zu kombinieren.
[0003] Grundsätzlich sind Stahltanks erwünscht, die mit den zugehörigen Bedienungs- und
Entnahmeeinrichtungen zu einer gebauten Einheit zusammengefasst sind. Auf diese Weise
wird es möglich, bei Bedarf den jeweiligen Kraftstoffbehälter zusammen mit seinen
Bedienungs- und Entnahmeeinrichtungen ohne größeren Aufwand zu transportieren oder
umzusetzen, ohne dass am neuen Aufstellort Installationsarbeiten für die Verbindung
der Bedienungs- und Entnahmeeinrichtungen mit dem Kraftstofftank notwendig werden.
[0004] Zwar ist es grundsätzlich möglich, an einem Kraftstofftank außenseitig Anordnungen
zur Halterung der Bedienungs- und Entnahmeeinrichtungen vorzusehen. Jedoch wird dadurch
der Aufwand für die Herstellung des Kraftstofftanks aus Metall bzw. des Stahltanks
deutlich erhöht.
[0005] Deshalb ist es Aufgabe der Erfindung, mit geringem Herstellungsaufwand einen Kraftstofftank
aus Metall bzw. einen Stahltank zur Verfügung zu stellen, der bei geringem Herstellungsaufwand
einen gehäuseähnlichen Unterbringungsraum für die Bedienungs- und Entnahmeeinrichtungen
bietet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, einen Kraftstofftank aus Metall
oder Stahl mit an einem oberseitigen Tankbereich leicht zugänglichen Einfüll- und
Inspektionsöffnungen mit einem Kunststoffgehäuse zu kombinieren, welches die Bedienungs-
und Entnahmeeinrichtungen, wie insbesondere Pumpe, Zapfschlauch und Zapfpistole, aufnimmt
bzw. haltert.
[0008] Das Kunststoffgehäuse kann auch bei komplizierter Formgebung, wie sie für die Bedienungs-
und Entnahmeeinrichtungen notwendig werden kann, preisgünstig in größerer Serie hergestellt
werden und in oder auf einem entsprechend geformten Aufnahmeplatz auf oder in der
Außenseite des Metall- oder Stahltanks angeordnet werden.
[0009] Auf diese Weise werden einerseits die Sicherheitsvorschriften für die Lagerung von
Kraftstoffen erfüllt, die regelmäßig in Metall- oder Stahlbehältern bevorratet werden
sollen. Andererseits steht mit dem Kunststoffgehäuse ein prinzipiell mit praktisch
beliebiger und gegebenenfalls auch komplizierter Form leicht herstellbares Modul für
die Bedienungs- und Entnahmeeinrichtungen zur Verfügung. Bei entsprechender Formgebung
des Metall- bzw. Stahltanks kann dann ohne weiteres eine raumsparende und leicht transportierbare
Kombination geschaffen werden.
[0010] Vorteilhafte Merkmale der Erfindung gehen aus den Ansprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung einer besonders bevorzugten Ausführungsform anhand der Zeichnung hervor.
[0011] Dabei zeigt,
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer zweckmäßigen Kombination aus Stahltank und Kunststoffgehäuse
mit Bedienungs- und Entnahmeeinrichtungen und
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Stahltanks ohne das Kunststoffgehäuse.
[0012] Gemäß Fig. 2 kann ein im Wesentlichen quader- oder würfelförmiger Stahltank 1 auf
seiner Oberseite eine stufenförmige Ausnehmung 2 aufweisen. Gleichwohl lässt sich
ein derartiger Stahltank 1 ohne größeren Aufwand durch Verschweißen von Blechzuschnitten
herstellen.
[0013] An einem Oberflächenbereich 3, der bei dem dargestellten Stahltank 1 einen maximalen
Abstand von einer Standfläche des Tanks 1 aufweist, sind Einfüll-, Entnahme- und Inspektionsöffnungen
4 vorgesehen.
[0014] Die stufenförmige Ausnehmung 2 bildet gemäß Fig. 1 einen Aufnahmeraum für ein Kunststoffgehäuse
5, welches seinerseits alle wünschenswerten Bedienungs- und/oder Entnahmeeinrichtungen,
wie beispielsweise Pumpe, Zapfschlauch und Zapfpistole oder dergleichen, aufnimmt
oder haltert. Dazu besitzt das Kunststoffgehäuse 5 regelmäßig eine vergleichsweise
komplizierte Form. Gleichwohl kann das Kunststoffgehäuse 5 nach Erstellung entsprechender
Formen mit geringem Aufwand in Serie hergestellt werden.
[0015] An dem eine Entnahmepumpe aufnehmenden Kunststoffgehäuse 5 ist ein mit der Saugseite
der Pumpe verbundenes Saugrohr angeformt oder angebracht, welches eine der als Entnahmeöffnung
vorgesehenen Öffnungen 4 am Stahltank 1 durchsetzt und verschließt.
[0016] Stattdessen kann das Saugrohr auch an einer anderen Seite des Kunststoffgehäuses
5 angeordnet sein und eine benachbarte Entnahmeöffnung 6 am Stahltank 1 durchsetzen
und dicht verschließen.
[0017] In beiden Fällen ist die Pumpe vorzugsweise mit einem Filter mit Wasserabscheider
und/oder einem Zählwerk für die Entnahmepumpe kombiniert, wobei Filter, Wasserabscheider
und/oder Zählwerk am bzw. im Kunststoffgehäuse angeordnet sind.
[0018] Vorzugsweise kann das Kunststoffgehäuse 5 noch einen Zusatztank für Additive umfassen,
beispielsweise Harnstofflösungen, die in Kunststoffbehältern gelagert werden dürfen.
In diesem Fall sind am bzw. im Kunststoffgehäuse 5 auch die Bedienungs- und Entnahmeeinrichtungen
für den Zusatztank untergebracht bzw. angeordnet.
[0019] Abweichend von der zeichnerisch dargestellten Ausführungsform kann anstelle der stufenförmigen
Ausnehmung 2 auch eine andere Ausformung der Außenseite des Stahltanks 1 für die Anordnung
eines angepassten Kunststoffgehäuses 5 vorgesehen sein. In jedem Falle lässt sich
erfindungsgemäß erreichen, dass der Stahltank 1 in einfacher Weise schweißtechnisch
herstellbar ist, während das Kunststoffgehäuse ein vergleichsweise kompliziert ausgestaltetes
Modul zur Aufnahme und Anordnung sämtlicher Bedienungs- und/oder Entnahmeeinrichtungen
darstellt. Im Ergebnis werden also die Möglichkeiten einer schweißtechnischen Kombination
von Blechzuschnitten mit der preisgünstigen Möglichkeit zur Herstellung komplizierter
Kunststoffgehäuse kombiniert.
1. Kraftstoffbehälter (1), aus Metall, insbesondere Stahl, mit an einem oberseitigen
Bereich leicht zugänglichen Einfüll- und Inspektionsöffnungen (4), gekennzeichnet
durch ein Kunststoffgehäuse (5), welches auf oder in einer oberseitigen Ausnehmung (2)
des Kraftstoffbehälters angeordnet ist und Bedienungs- und Entnahmeeinrichtungen,
wie Pumpe, Entnahmeschlauch und Zapfpistole, für den Kraftstoffbehälter aufnimmt oder
trägt.
2. Kraftstoffbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmung (2) als Stufe in der Oberseite des Kraftstoffbehälters ausgebildet
ist.
3. Kraftstoffbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einfüll- und Inspektionsöffnungen (4) in einem neben der Oberseite des Kunststoffgehäuses
erstreckten Oberseitenbereich des Kraftstoffbehälters angeordnet sind.
4. Kraftstoffbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ober- beziehungsweise Bedienungsseite des Kunststoffgehäuses mit einer am Kunststoffgehäuse
angeordneten Deckelklappe verschließbar ist.
5. Kraftstoffbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kraftstoffbehälter in Kombination mit dem Kunststoffgehäuse eine im Wesentlichen
quader- oder würfelähnliche Form aufweist.
6. Kraftstoffbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kunststoffgehäuse einen Vorratsbehälter für ein Additiv, wie zum Bespiel Harnstofflösung,
sowie zugehörige Entnahme- und Bedienungseinrichtungen umfasst.