[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft flüssige Zusammensetzungen, insbesondere Textilpflegemittel
und Weichspülformulierungen, von transparenter Optik und viskoser Konsistenz, die
Verwendung dieser Zusammensetzungen als Textilpflegemittel und Weichspülformulierungen
sowie ein Verfahren zur Textilwäsche unter Verwendung dieser Zusammensetzungen, insbesondere
Textilpflegemittel und Weichspülformulierungen. Ebenso betrifft die vorliegende Erfindung
ein Verfahren zur Herstellung von solchen flüssigen transparenten Zusammensetzungen.
[0002] Flüssige Textilbehandlungsmittel die kationische weichmachende Verbindungen enthalten
sind im Stand der Technik seit vielen Jahren bekannt. Solche Zusammensetzungen sind
in aller Regel opak, da die kationische Textilweichmachende Verbindung beispielweise
nur teilweise gelöst, oder sogar kristallin vorliegt. Dieser Effekt tritt insbesondere
auch mit kationischen weichmachenden Verbindungen auf, die ausgewählt sind aus der
Gruppe der Esterquats (EQ). Zwar sind spezielle, auf ungesättigten Fettsäuren basierende
Esterquats auf dem Markt vorhanden, mit denen optisch transparente Formulierungen
hergestellt werden können, dabei bedarf es jedoch hoher Konzentrationen dieser speziellen
Esterquats sowie des Einsatzes von Lösemittel, um klare Weichspülerformulierungen
mit den gewünschten Eigenschaften bereitstellen zu können. Dies wiederum ist im Hinblick
auf die Kosten und die ökologische Bilanz solcher Formulierungen nachteilig.
[0003] Es ist ferner erwünscht, dass solche flüssigen transparenten Zusammensetzungen viskos
sind, ohne Fädenbildung aufzuweisen, um eine einfache Handhabung und Dosierung zu
ermöglichen. Schließlich bestehen auch Anforderungen hinsichtlich der Stabilität solcher
flüssigen transparenten Zusammensetzungen, da nicht nur eine gleichbleibende anwendungsbezogene
Qualität, sondern darüber hinaus auch eine möglichst lang anhaltende, visuell und
olfaktorisch ansprechende Struktur des Produktes erwünscht ist.
[0004] Die vorliegende Erfindung löst die Aufgabe, transparente und viskose Zusammensetzungen,
die eine kationische weichmachende Verbindung enthält, bereitzustellen, die die oben
beschriebenen Nachteile bekannter Formulierungen zumindest teilweise überwinden. Die
Erfindung basiert auf der überraschenden Erkenntnis der Erfinder, dass sich durch
den Einsatz von speziellen Verdickern in Kombination mit bestimmten nichtionischen
Emulgatoren, eine transparente und viskose, Weichspülformulierung bereitstellen lässt,
die eine hohe Lagerstabilität aufweist, wobei Lagerstabilität bedeutet, dass kein
Austrüben auftritt.
[0005] Der erste Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher eine flüssige transparente
Zusammensetzung mit einem pH-Wert zwischen 1 und 4.5, insbesondere zwischen 2 und
3.5, umfassend
- (a) Wasser,
- (b) mindestens eine kationische weichmachende Verbindung,
- (c) mindestens einen ersten Emulgator, wobei der mindestens eine erste Emulgator ein
nichtionischer Emulgator mit einem HLB-Wert von mindestens 12.0, insbesondere von
mindestens 13.0, vorzugsweise von mindestens 14.0, am meisten bevorzugt von mindestens
15.0, ist und
- (d) mindestens einen Verdicker, ausgewählt aus einem Reaktionsprodukt von mindestens
einer Fettsäure mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem
gewichtsmittleren Molekulargewicht von 600 bis 10 000, wobei das Verhältnis der mindestens
einen Fettsäure zum Polyethylenglykol im Reaktionsprodukt 0.1 : 1 bis 2 : 1 beträgt.
[0006] Ein zweiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung
von Textilien, in dem mindestens ein Textil mit der flüssigen transparenten Zusammensetzung
in Kontakt gebracht wird.
[0007] Ein dritter Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der flüssigen transparenten
Zusammensetzung zur Pflege und/oder Konditionierung von textilen Flächengebilden.
[0008] Schließlich ist ein vierter Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer flüssigen transparenten Zusammensetzung gemäß dem ersten Gegenstand der Erfindung,
umfassend die Schritte
- (a) Herstellung einer wässrigen Lösung, enthaltend mindestens einen Verdicker, ausgewählt
aus einem Reaktionsprodukt von mindestens einer Fettsäure mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen
und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 600 bis
10 000, wobei das Verhältnis der mindestens einen Fettsäure zum Polyethylenglykol
im Reaktionsprodukt 0.1 : 1 bis 2 : 1 beträgt, bei einer Temperatur oberhalb von 40
°C, bevorzugt oberhalb von 50 °C und am meisten bevorzugt oberhalb von 55 °C, und
- (b) Zugabe des mindestens einen ersten Emulgators zu der unter Schritt (a) hergestellten
wässrigen Lösung, wobei der mindestens eine erste Emulgator oder die Zusammensetzung,
enthaltend den mindestens einen ersten Emulgator, auf eine Temperatur oberhalb von
30 °C, bevorzugt oberhalb von 35 °C und am meisten bevorzugt oberhalb von 40 °C vorgewärmt
ist,
- (c) Zugabe der mindestens einen kationischen weichmachenden Verbindung zu der unter
Schritt (b) hergestellten Lösung, wobei die Temperatur der mindestens einen kationischen
weichmachenden Verbindung oder einer Zubereitung, enthaltend die mindestens eine kationische
weichmachende Verbindung, bei der Zugabe zwischen 30 und 65 °C, bevorzugt zwischen
35 und 60 °C und am meisten bevorzugt zwischen 40 und 55 °C liegt.
[0009] Diese und weitere Aspekte, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden für den Fachmann
aus dem Studium der folgenden detaillierten Beschreibung und Ansprüche ersichtlich.
Dabei kann jedes Merkmal aus einem Aspekt der Erfindung in jedem anderen Aspekt der
Erfindung eingesetzt werden. Ferner ist es selbstverständlich, dass die hierin enthaltenen
Beispiele die Erfindung beschreiben und veranschaulichen sollen, diese aber nicht
einschränken und insbesondere die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
Alle Prozentangaben sind, sofern nicht anders angegeben, Gewichts-%. Numerische Bereiche,
die in dem Format "von x bis y" angegeben sind, schließen die genannten Werte ein.
Wenn mehrere bevorzugte numerische Bereiche in diesem Format angegeben sind, ist es
selbstverständlich, dass alle Bereiche, die durch die Kombination der verschiedenen
Endpunkte entstehen, ebenfalls erfasst werden. Des Weiteren bedeuten Mengenangaben,
die sich auf mindestens einen Bestandteil beziehen, immer die Gesamtmenge dieser Art
von Bestandteil, die in der Zusammensetzung enthalten ist, sofern nicht explizit etwas
anderes angegeben ist. Das heißt, dass sich derartige Mengenangaben, beispielsweise
im Zusammenhang mit "mindestens einem Emulgator", auf die Gesamtmenge von Emulgatoren,
die im Waschmittel enthalten sind, beziehen.
[0010] "Mindestens ein", wie hierin verwendet, bezieht sich auf 1 oder mehr, beispielsweise
2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder mehr. Im Zusammenhang mit Bestandteilen der hierin beschriebenen
Zusammensetzungen bezieht sich diese Angabe nicht auf die absolute Menge an Molekülen
sondern auf die Art des Bestandteils. "Mindestens ein Emulgator" bedeutet daher beispielsweise
ein oder mehrere verschiedene Emulgatoren, d.h. eine oder mehrere verschiedene Arten
von Emulgatoren. Zusammen mit Mengenangaben beziehen sich die Mengenangaben auf die
Gesamtmenge der entsprechend bezeichneten Art von Bestandteil, wie bereits oben definiert.
[0011] Der Begriff "flüssige Zusammensetzung" beschreibt im Sinne der vorliegenden Erfindung
eine Zusammensetzung, die der Verbraucher bei einer Temperatur von 20 °C und 1013
hPa allgemein als flüssig ansieht. Auf molekularer Ebene bedeutet das, dass eine flüssige
Zusammensetzungen eine gewissen Nahordnung aufweisen kann, die Fernordnung jedoch
nahezu vollständig aufgehoben ist. Nach einer makroskopischen Definition ist eine
flüssige Zusammensetzung eine Zusammensetzung, die einer Formänderung so gut wie keinen,
einer Volumenänderung hingegen einen relativ großen Widerstand entgegensetzt. Eine
flüssige Zusammensetzung im Sinne der Erfindung ist demnach z.B. eine Zusammensetzung
bestehend aus Wasser und Kochsalz oder ein Flüssigwaschmittel-Gel, keine flüssige
Zusammensetzung im Sinne der Erfindung ist dagegen z.B. Glas.
[0012] Eine transparente Zusammensetzung im Sinne der vorliegenden Erfindung ist eine Zusammensetzung,
die elektromagnetische Wellen, hier Licht aus dem für den Menschen sichtbaren Spektralbereich,
hindurchlässt, sodass das einstrahlende Licht kaum reflektiert, gestreut oder absorbiert
wird. Solche Zusammensetzungen werden umgangssprachlich auch als "klare" Zusammensetzungen
bezeichnet, was hier synonym für "transparent" verwendet werden kann.
[0013] Der pH-Wert im Sinne der vorliegenden Erfindung wird gemäß der DIN EN 1262:2003 bestimmt,
wobei die Norm die Messung des pH-Wertes von Lösungen oder Dispersionen von grenzflächenaktiven
Stoffen beschreibt.
[0014] Es wurde überraschend herausgefunden, dass bei einem pH-Wert von 1.0 bis 4.5, insbesondere
von 2.0 bis 3.5 die flüssige transparente Zusammensetzung besonders stabil ist. Über
lange Lagerzeiten hinweg bleibt die Zusammensetzung transparenter als Vergleichszusammensetzungen,
das heißt, dass sie einen im Vergleich niedrigeren NTU-Wert aufweist, also einen niedrigeren
Trübungswert, der gemäß der DIN EN ISO 7027:1999 bestimmt werden kann. Ebenfalls bleibt
der Geruch angenehmer als bei Vergleichszusammensetzungen, sofern die flüssige transparente
Zusammensetzung als mindestens eine kationische weichmachender Verbindung eine Verbindung
mit mindestens einer Ester-Gruppe enthält. Hier wird bzgl. angenehmer Geruch insbesondere
auf einen Geruch abgestellt, der weniger intensiv oder gar nicht nach Fettsäure riecht.
Ohne an eine bestimmte Theorie gebunden sein zu wollen, wird vermutet, dass durch
den anspruchsgemäßen pH-Wert die Hydrolyse von Ester-Gruppen verhindert und die flüssige
transparente Zusammensetzung dadurch vorteilhaft stabilisiert wird. Die Bildung freier
Fettsäure durch die Hydrolyse von Ester-Gruppen wird somit vermieden.
[0015] Die flüssige transparente Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung enthält mindestens
eine kationische weichmachende Verbindung, die vorteilhafterweise ausgewählt ist aus
quaternären Ammoniumverbindungen. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist die mindestens eine kationische weichmachende Verbindung ein Esterquat basieren
auf quartären Triethanol-Methyl-Ammonium- oder quartären Diethanol-Dimethyl-Ammonium-Verbindungen.
Die notwendigen, langen Kohlenwasserstoffketten sind als Fettsäureester angefügt.
Diese werden beim biologischen Abbau leicht wieder abgespalten, was zumindest als
erster Schritt für den Abbau sehr vorteilhaft ist. Solche Esterquats eignen sich in
breitem Umfang für die Faseravivage, haben in den vergangenen Jahren infolge ihrer
besseren ökotoxikologischen Verträglichkeit konventionelle quartäre Ammoniumverbindungen
wie z.B. das bekannte Distearyldimethylammoniumchlorid zu einem guten Teil vom Markt
verdrängt und sind dem Fachmann auf dem Gebiet der Weichspüler hinlänglich aus dem
Stand der Technik bekannt.
[0016] Die Menge der mindestens einen kationischen weichmachenden Verbindung (b) in der
flüssigen transparenten Zusammensetzung beträgt vorzugsweise 1 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
2 bis 20 Gew.-%, am meisten bevorzugt 2 bis 10 Gew.-%.
[0018] Beispiele für Dicarbonsäuren, die im Sinne der Erfindung als Einsatzstoffe prinzipiell
in Betracht kommen, schließen solche der Formel (I) ein, in denen X für eine gegebenenfalls
hydroxysubstituierte, geradlinige oder verzweigte Alkylengruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
steht. Typische Beispiele sind, ohne Beschränkung, Bernsteinsäure, Maleinsäure, Glutarsäure,
und insbesondere Adipinsäure. Bevorzugt steht X für Ethan-1,2-diyl, Propan-1,2-diyl,
Propan-1,3-diyl, Butan-1,4-diyl, Hexan-1,4-diyl oder Cyclohexan-1,4-diyl, besonders
bevorzugt für Butan-1,4-diyl. Vorzugsweise ist die Dicarbonsäure gemäß Formel (II)
Adipinsäure.
[0019] In den Monocarbonsäuren der Formel (II) steht RCO vorzugsweise für einen aliphatischen,
linearen oder verzweigten Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und 0 oder 1, 2
oder 3 Doppelbindungen. Typische Beispiele schließen ein, ohne darauf beschränkt zu
sein, Capronsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Isotridecansäure,
Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmoleinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Ölsäure,
Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Elaeostearinsäure, Arachinsäure,
Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie deren technische Mischungen, die z.B.
bei der Druckspaltung von natürlichen Fetten und Ölen, bei der Reduktion von Aldehyden
aus der Roelen'schen Oxosynthese oder der Dimerisierung von ungesättigten Fettsäuren
anfallen. Bevorzugt sind Stearinsäure, Isostearinsäure, Palmitinsäure, Myristinsäure,
Laurinsäure, Caprinsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, 2-Octyldodecansäure, Capronsäure,
Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure, teilgehärtete Kokosfettsäure, Palmfettsäure, Palmkernfettsäure,
Talgfettsäure und Mischungen aus zwei oder mehreren der vorgenannten Säuren. Allgemein
besonders bevorzugt steht R in Formel (II) für einen linearen oder verzweigten C
5- bis C
21-Kohlenwasserstoffrest mit 0 bis 3 Doppelbindungen. Vorzugsweise ist die Monocarbonsäure
der Formel (II) Stearinsäure.
[0020] Alkanolamine der Formel (III), die im Sinne der Erfindung als zentrale Stickstoffverbindungen
in Betracht kommen, enthalten einen Hydroxyalkanrest (Alkanolrest) mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatomen. Vorzugsweise wird Triethanolamin eingesetzt.
[0021] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die mindestens eine kationische
weichmachende Verbindung (b) einen Esterquat (EQ) der Formel (K1)

oder besteht daraus.
Dabei steht X für einen gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 1
bis 8 Kohlenstoffatomen, insbesondere für Butan-1,4-diyl, A für eine (C
2 bis C
6)-Alkandiylgruppe, insbesondere für Ethan-1,2-diyl, R
1 für eine (C
2 bis C
4)-Hydroxyalkylgruppe oder eine (C
6 bis C
22)-Acyloxy-(C
2 bis C
4)alkylgruppe, insbesondere für 2-Hydroxyethyl oder 2-(C
6 bis C
22)Acyloxy)ethyl, R
2 für Methyl oder Ethyl, R
3 und R
4 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder eine (C
6 bis C
22)-Acylgruppe, n für 1 oder 2 und Z- für ein beliebiges Anion, insbesondere Methylsulfat,
mit der Maßgabe, dass gemäß Formel (K1) mindestens eine der Gruppen R
1, R
3 oder R
4 einen (C
6 bis C
22)-Acylrest umfasst.
[0022] Die Monocarbonsäuren der Formel II und die Dicarbonsäuren der Formel I können im
molaren Verhältnis von 1 : 10 bis 10 : 1 eingesetzt werden. Es hat sich jedoch als
vorteilhaft erwiesen, ein molares Verhältnis von 1:1 bis 4:1 und insbesondere 1.5:1
bis 3:1 einzustellen. Die Trialkanolamine (III) einerseits und die Säuren - also Monocarbonsäuren
(II) und Dicarbonsäuren (I) zusammengenommen - können im molaren Verhältnis 1 : 1.2
bis 1:2.4 eingesetzt werden. Als optimal hat sich ein molares Verhältnis Trialkanolamin
: Säuren von 1:1.5 bis 1 : 1.8 erwiesen.
[0023] Herstellungsverfahren zur Bereitstellung der Esterquats sind aus dem Stand der Technik
allgemein bekannt, wie z.B. der internationalen Anmeldung
WO 2016/012327 A1. Insbesondere kann die Veresterung in an sich bekannter Weise durchgeführt werden,
wie sie beispielsweise in der Internationalen Patentanmeldung
WO 91/01295 A1 beschrieben wird. Vorteilhafterweise erfolgt die Veresterung bei Temperaturen von
120 bis 220 °C und insbesondere 130 bis 170 °C und Drücken von 0.01 bis 1 bar. Als
geeignete Katalysatoren haben sich hypophosphorige Säuren bzw. deren Alkalisalze,
vorzugsweise Natriumhypophosphit bewährt, die in Mengen von 0.01 bis 0.1 Gew.-% und
vorzugsweise 0.05 bis 0.07 Gew.-% - bezogen auf das eingesetzte Amin - eingesetzt
werden können. Im Hinblick auf eine besonders hohe Farbqualität und -stabilität hat
sich die Mitverwendung von Alkali- und/oder Erdalkaliborhydriden, wie beispielsweise
Kalium-, Magnesium- und insbesondere Natriumborhydrid als vorteilhaft erwiesen. Die
Co-Katalysatoren setzt man üblicherweise in Mengen von 50 bis 1000 ppm und insbesondere
100 bis 500 ppm - bezogen auf das eingesetzte Amin - ein. Entsprechende Verfahren
sind auch Gegenstand der beiden Deutschen Patentschriften
DE 4308792 C1 und
DE 4409322 C1, auf deren Lehren hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird. Es ist möglich, bei der
Veresterung Mischungen der Monocarbonsäuren und Dicarbonsäuren einzusetzen oder aber
die Veresterung mit den beiden Komponenten nacheinander durchzuführen.
[0024] Zur Herstellung von polyalkylenoxidhaltigen Esterquats kann der Ester vor der Quaternierung
alkoxyliert werden. Dies kann in an sich bekannter Weise geschehen, d.h. in Anwesenheit
basischer Katalysatoren und bei erhöhten Temperaturen. Als Katalysatoren kommen beispielsweise
Alkali- und Erdalkalihydroxide und -alkoholate, vorzugsweise Natriumhydroxid und insbesondere
Natriummethanolat in Betracht; die Einsatzmenge liegt üblicherweise bei 0.5 bis 5
Gew.-% und vorzugsweise 1 bis 3 Gew.-% - bezogen auf das eingesetzte Amin. Bei Verwendung
dieser Katalysatoren werden in erster Linie freie Hydroxylgruppen alkoxyliert. Setzt
man als Katalysatoren jedoch calcinierte oder mit Fettsäuren hydrophobierte Hydrotalcite
ein, kommt es auch zu einer Insertion der Alkylenoxide in die Esterbindungen. Als
Alkylenoxide können Ethylen- und Propylenoxid sowie deren Gemische (Random- oder Blockverteilung)
eingesetzt werden. Die Reaktion wird üblicherweise bei Temperaturen im Bereich von
100 bis 180 °C durchgeführt. Durch den Einbau von im Durchschnitt 1 bis 10 Mol Alkylenoxid
pro Mol Ester wird die Hydrophilie der Esterquats gesteigert, die Löslichkeit verbessert
und die Reaktivität gegenüber anionischen Tensiden herabgesetzt.
[0025] Die Quaternierung der Monocarbonsäure/Dicarbonsäuretrialkanolaminester kann in an
sich bekannter Weise durchgeführt werden. Obschon die Umsetzung mit den Alkylierungsmitteln
auch in Abwesenheit von Lösungsmitteln durchgeführt werden kann, empfiehlt sich die
Mitverwendung zumindest von geringen Mengen Wasser oder niederen Alkoholen, vorzugsweise
Isopropylalkohol, zur Herstellung von Konzentraten, die einen Feststoffanteil von
mindestens 80 Gew.-% und insbesondere mindestens 90 Gew.-% aufweisen.
[0026] Als Alkylierungsmittel kommen Alkylhalogenide wie beispielsweise Methylchlorid, Dialkylsulfate
wie beispielsweise Dimethylsulfat oder Diethylsulfat oder Dialkylcarbonate wie beispielsweise
Dimethylcarbonat oder Diethylcarbonat in Frage. Üblicherweise werden die Ester und
die Alkylierungsmittel im molaren Verhältnis 1:0.95 bis 1:1.05, also annähernd stöchiometrisch
eingesetzt. Die Reaktionstemperatur liegt gewöhnlich bei 40 bis 80 °C und insbesondere
bei 50 bis 60 °C. Im Anschluss an die Reaktion empfiehlt es sich, nichtumgesetztes
Alkylierungsmittel durch Zugabe beispielsweise von Ammoniak, einem (Alkanol)amin,
einer Aminosäure oder einem Oligopeptid zu zerstören, wie dies beispielsweise in der
Deutschen Patentanmeldung
DE 4026184 A1 beschrieben wird.
[0027] In bevorzugten Ausführungsformen ist das Quaternisierungsagens Dimethylsulfat.
[0028] Die flüssige transparente Zusammensetzung enthält mindestens eine kationische weichmachende
Verbindung, die vorzugsweise ein Esterquat ist, der bei 20 °C fest oder flüssig bis
pastös ist in einer Menge von 1 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise von 2 bis 20 Gew.-%, am
meisten bevorzugt 2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der flüssigen transparenten
Zusammensetzung.
[0029] Der Begriff "pastös", wie er in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, dient
der Beschreibung des Zustandes einer Zusammensetzung und bedeutet, dass die Zusammensetzung
bei 20 °C und Atmosphärendruck nicht frei fließfähig ist. Unter erhöhtem Druck (>1
bar) und/oder bei mindestens 85 °C gelangt die Zusammensetzung jedoch in einen Zustand,
in dem sie als frei fließfähige Masse vorliegt. Daher kann es in der Praxis notwendig
sein, die pastöse Zusammensetzung zu schmelzen und im frei fließfähigen Zustand in
die flüssige transparente Zusammensetzung einzuarbeiten.
[0030] Der Begriff "HLB-Wert" (Hydrophilic-Lipophilic Balance) definiert den hydrophilen
und lipophilen Anteil entsprechender Substanzklassen, hier der Emulgatoren, in einem
Wertebereich von 1 bis 20 nach folgender Formel (
Griffin, Classification of surface active agents by HLB, J. Soc. Cosmet. Chem. 1 (5),
311-326, 1949;
Griffin, Calculation of HLB values of non-ionic surfactants, J. Soc. Cosmet. Chem.
5 (4), 249-256, 1954):
mit M = Molmasse des gesamten Moleküls
und M1 = Molmasse des lipophilen Anteils des Moleküls
[0031] Niedrige HLB-Werte (≥1) beschreiben lipophile Stoffe, hohe HLB Werte (≤20) beschreiben
hydrophile Stoffe. So haben beispielsweise Entschäumer typischerweise HLB-Werte im
Bereich von 1.5 bis 3 und sind unlöslich in Wasser. Emulgatoren für W/O-Emulsionen
haben typischerweise HLB-Werte im Bereich von 3 bis 8, wohingegen Emulgatoren für
O/W-Emulsionen typischerweise HLB-Werte im Bereich von 8 bis 18 aufweisen. Waschaktive
Substanzen haben typischerweise HLB-Werte im Bereich von 13 bis 15 und Lösungsvermittler
Werte im Bereich von 12 bis 18.
[0032] Der HLB Wert einer Emulgator-Mischung aus zwei nichtionischen Emulgatoren kann wie
folgt berechnet werden:

[0033] Diese Berechnung kann unproblematisch für Mischungen mit mehr als zwei nichtionischen
Emulgatoren erweitert werden.
[0034] Der mindestens eine nichtionische Emulgator und die Mischung der nichtionischen Emulgatoren
der vorliegenden Erfindung weist vorzugsweise einen HLB-Wert von mindestens 12.0,
insbesondere von mindestens 13.0, vorzugsweise von mindestens 14.0, besonders bevorzugt
von mindestens 15.0 auf. Eine mögliche Obergrenze für den HLB-Wert des mindestens
einen nichtionischen Emulgators und der Mischung der nichtionischen Emulgatoren liegt
beispielsweise bei 19.5, insbesondere bei 18.0 und am meisten bevorzugt bei 17.0.
[0035] Wenn die Zusammensetzung mindestens zwei oder mehr nichtionische Emulgatoren aufweist,
kann der zweite und jeder weitere nichtionische Emulgator einen HLB-Wert aufweisen,
der unterhalb von 15.0, unterhalb von 14.0, unterhalb von 13.0 oder unterhalb von
12.0 liegt, solange der HLB-Wert der Mischung aus nichtionischen Emulgatoren mindestens
12.0, insbesondere mindestens 13.0, vorzugsweise mindestens 14.0, besonders bevorzugt
mindestens 15.0 beträgt.
[0036] Als nichtionische Emulgatoren für die flüssigen transparenten Zusammensetzungen kommen
folgende nichtionische Emulgatoren besonders in Frage:
- Anlagerungsprodukte von 2 bis 50 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propylenoxid
an lineare Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen, an Fettsäuren mit 8 bis 22 C-Atomen,
an Alkylphenole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe sowie Alkylamine mit 8 bis
22 Kohlenstoffatomen im Alkylrest; Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside mit 8 bis
22 Kohlenstoffatomen im Alk(en)ylrest und deren ethoxylierte Analoga;
- Anlagerungsprodukte von 1 bis 15 Mol Ethylenoxid an Ricinusöl und/oder gehärtetes
Ricinusöl;
- Anlagerungsprodukte von 15 bis 60 Mol Ethylenoxid an Ricinusöl und/oder gehärtetes
Ricinusöl; Partialester von Glycerin und/oder Sorbitan mit ungesättigten, linearen
oder gesättigten, verzweigten Fettsäuren mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen und/oder
Hydroxycarbonsäuren mit 3 bis 18 Kohlenstoffatomen sowie deren Addukte mit 1 bis 30
Mol Ethylenoxid; Partialester von Polyglycerin (durchschnittlicher Eigenkondensationsgrad
2 bis 8), Polyethylenglykol (gewichtsmittleres Molekulargewicht 200 bis 5000), Trimethylolpropan,
Pentaerythrit, Zuckeralkoholen (z.B. Sorbit), Alkylglukosiden (z.B. Methylglukosid,
Butylglukosid, Laurylglukosid) sowie Polyglukosiden (z.B. Cellulose) mit gesättigten
und/oder ungesättigten, linearen oder verzweigten Fettsäuren mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen
und/oder Hydroxycarbonsäuren mit 3 bis 18 Kohlenstoffatomen sowie deren Addukte mit
1 bis 30 Mol Ethylenoxid;
- Mischester aus Pentaerythrit, Fettsäuren, Citronensäure und Fettalkohol gemäß DE 1165574 B1 und/oder Mischester von Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, Methylglucose
und Polyolen, vorzugsweise Glycerin oder Polyglycerin;
- Mono-, Di- und Trialkylphosphate sowie Mono-, Di- und/oder Tri-PEG-alkylphosphate
und deren Salze;
- Wollwachsalkohole;
- Polysiloxan-Polyalkyl-Polyether-Copolymere bzw. entsprechende Derivate sowie
- Polyalkylenglykole.
[0037] Die Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid und/oder von Propylenoxid an Fettalkohole,
Fettsäuren, Alkylphenole oder an Ricinusöl stellen bekannte, im Handel erhältliche
Produkte dar. Es handelt sich dabei um Homologengemische, deren mittlerer Alkoxylierungsgrad
dem Verhältnis der Stoffmengen von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid und Substrat,
mit denen die Anlagerungsreaktion durchgeführt wird, entspricht. C
12/18-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von Ethylenoxid an Glycerin
sind aus
DE 2024051 B1 als Rückfettungsmittel für kosmetische Zubereitungen bekannt.
[0038] Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside, ihre Herstellung und ihre Verwendung sind
aus dem Stand der Technik bekannt. Ihre Herstellung erfolgt insbesondere durch Umsetzung
von Glukose oder Oligosacchariden mit primären Alkoholen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen.
Bezüglich des Glykosidrestes gilt, dass sowohl Monoglykoside, bei denen ein cyclischer
Zuckerrest glykosidisch an den Fettalkohol gebunden ist, als auch oligomere Glykoside
mit einem Oligomerisationsgrad bis vorzugsweise etwa 8 geeignet sind. Der Oligomerisierungsgrad
ist dabei ein statistischer Mittelwert, dem eine für solche technischen Produkte übliche
Homologenverteilung zugrunde liegt.
[0039] Typische Beispiele für geeignete Partialglyceride sind Hydroxystearinsäuremonoglycerid,
Hydroxystearinsäurediglycerid, Isostearinsäuremonoglycerid, Isostearinsäurediglycerid,
Ölsäuremonoglycerid, Ölsäurediglycerid, Ricinolsäuremoglycerid, Ricinolsäurediglycerid,
Linolsäuremonoglycerid, Linolsäurediglycerid, Linolensäuremonoglycerid, Linolensäurediglycerid,
Erucasäuremonoglycerid, Erucasäurediglycerid, Weinsäuremonoglycerid, Weinsäurediglycerid,
Citronensäuremonoglycerid, Citronendiglycerid, Äpfelsäuremonoglycerid, Apfelsäurediglycerid
sowie deren technische Gemische, die untergeordnet aus dem Herstellungsprozess noch
geringe Mengen an Triglycerid enthalten können. Ebenfalls geeignet sind Anlagerungsprodukte
von 1 bis 30 Mol, vorzugsweise 5 bis 10 Mol Ethylenoxid an die genannten Partialglyceride.
[0040] Als Sorbitanester kommen Sorbitanmonoisostearat, Sorbitansesquiisostearat, Sorbitandiisostearat,
Sorbitantriisostearat, Sorbitanmonooleat, Sorbitansesquioleat, Sorbitandioleat, Sorbitantrioleat,
Sorbitanmonoerucat, Sorbitansesquierucat, Sorbitandierucat, Sorbitantrierucat, Sorbitanmonoricinoleat,
Sorbitansesquiricinoleat, Sorbitandiricinoleat, Sorbitantriricinoleat, Sorbitanmonohydroxystearat,
Sorbitansesquihydroxystearat, Sorbitandihydroxystearat, Sorbitantrihydroxystearat,
Sorbitanmonotartrat, Sorbitansesquitartrat, Sorbitanditartrat, Sorbitantritartrat,
Sorbitanmonocitrat, Sorbitansesquicitrat, Sorbitandicitrat, Sorbitantricitrat, Sorbitanmonomaleat,
Sorbitansesquimaleat, Sorbitandimaleat, Sorbitantrimaleat sowie deren technische Gemische.
Ebenfalls geeignet sind Anlagerungsprodukte von 1 bis 30 Mol, vorzugsweise 5 bis 10
Mol Ethylenoxid an die genannten Sorbitanester.
[0041] Typische Beispiele für geeignete Polyglycerinester sind Polyglyceryl-2 Dipolyhydroxystearate
(Dehymuls® PGPH), Polyglycerin-3-Diisostearate (Lameform® TGI), Polyglyceryl-4 Isostearate
(Isolan® Gl 34), Polyglyceryl-3 Oleate, Diisostearoyl Polyglyceryl-3 Diisostearate
(Isolan® PDI), Polyglyceryl-3 Methylglucose Distearate (Tego Care® 450), Polyglyceryl-3
Beeswax (Cera Bellina®), Polyglyceryl-4 Caprate (Polyglycerol Caprate T2010/90), Polyglyceryl-3
Cetyl Ether (Chimexane® NL), Polyglyceryl-3 Distearate (Cremophor® GS 32) und Polyglyceryl
Polyricinoleate (Admul® WOL 1403) Polyglyceryl Dimerate Isostearate sowie deren Gemische.
[0042] Beispiele für weitere geeignete Polyolester sind die gegebenenfalls mit 1 bis 30
Mol Ethylenoxid umgesetzten Mono-, Di- und Triester von Trimethylolpropan oder Pentaerythrit
mit Laurinsäure, Kokosfettsäure, Talgfettsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure,
Behensäure und dergleichen.
[0043] Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind die Anlagerungsprodukte von 15 bis 60 Mol
Ethylenoxid, insbesondere 40 bis 60 Mol Ethylenoxid, an Ricinusöl (castor oil) und/oder
gehärtetes Ricinusöl (hydrogenated castor oil) vorzugsweise mit einem HLB-Wert von
mindestens 14.0, noch bevorzugter von mindestens 15.0. Grundsätzlich gilt, dass höhere
Konzentrationen an nichtionischem Emulgator in den Zusammensetzungen die Trübung verhindern.
[0044] Bevorzugte nichtionische Emulgatoren sind Eumulgin CO 40, Eumulgin CO 60, Emulan
ELH 60, Eumulgin 410, Eumulgin 455, Emulan 40 und Emulan EL (alle von BASF). Diese
Castor Öl-basierten Emulgatoren sind in Lagertest vorteilhaft gegenüber anderen nichtionischen
Emulgatoren, wie zum Beispiel Dehydol LT7. Dabei führen Eumulgin CO 40, Eumulgin CO
60 und Emulan ELH 60 zu besonders vorteilhaften Zusammensetzungen. Diese Zusammensetzungen
sind über einen langen Zeitraum und ein breites Temperaturintervall klar.
[0045] Die flüssige transparente Zusammensetzung kann die nichtionischen Emulgatoren in
Mengen von 0.1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 30 Gew.-% und insbesondere 2 bis
10 Gew.-% - bezogen auf die flüssige transparente Zusammensetzung - enthalten.
[0046] Besonders bevorzugt umfasst die flüssige transparente Zusammensetzung mindestens
einen nichtionischen Emulgator, der mindestens eine, vorzugsweise mindestens zwei
Ethylenoxid-Gruppen aufweist.
[0047] Das heißt, dass in bestimmten Ausführungsformen der mindestens eine und alle weiteren
nichtionischen Emulgatoren ausgewählt werden aus der Gruppe der nichtionischen Emulgatoren,
die mindestens eine, vorzugsweise mindestens zwei Ethylenoxid-Gruppen aufweisen. Dabei
muss der mindestens eine erste nichtionische Emulgator einen HLB-Wert von mindestens
12.0, insbesondere von mindestens 13.0, vorzugsweise von mindestens 14.0, am meisten
bevorzugt von mindestens 15.0 aufweisen. Wenn die Zusammensetzung zwei oder mehr nichtionische
Emulgatoren aufweist, dann weisen alle mindestens eine, vorzugsweise mindestens zwei
Ethylenoxid-Gruppen auf.
[0048] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind der mindestens eine nichtionische
Emulgator und die mindestens eine kationische weichmachende Verbindung im Gewichtsverhältnis
von mindestens 0.5 : 1, vorzugsweise mindestens 0.65 : 1, weiter bevorzugt mindestens
1 : 1, noch weiter bevorzugt mindestens 2 : 1 in der flüssigen transparenten Zusammensetzung
enthalten.
[0049] Die flüssigen transparenten Zusammensetzungen enthalten ferner einen Verdicker (d),
ausgewählt aus einem Reaktionsprodukt von mindestens einer Fettsäure mit 8 bis 32
Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht
von 600 bis 10 000, wobei das Verhältnis der mindestens einen Fettsäure zum Polyethylenglykol
im Reaktionsprodukt 0.1 : 1 bis 2 : 1 beträgt.
[0050] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Verdicker (d) in der flüssigen
transparenten Zusammensetzung ausgewählt aus einem Reaktionsprodukt von mindestens
einer Fettsäure mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem
gewichtsmittleren Molekulargewicht von 2 000 bis 8 000, vorzugsweise mindestens einer
Fettsäure mit 16 bis 20 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren
Molekulargewicht von 4 000 bis 8 000 und am meisten bevorzugt mindestens einer Fettsäure
mit 18 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht
von 6 000, wobei das Verhältnis der mindestens einen Fettsäure zum Polyethylenglykol
im Reaktionsprodukt 1 : 1 bis 2 : 1 beträgt.
[0051] Ein Reaktionsprodukt der mindestens einen Fettsäure mit einem Polyethylenglykol ist
ein zumindest partiell verestertes Polyethylenglykol, wobei wenn das Verhältnis der
mindestens einen Fettsäure zum Polyethylenglykol im Reaktionsprodukt 1 : 1 beträgt
50 % der freien Hydroxylgruppen des Polyethylenglykols verestert vorliegen und wenn
das Verhältnis der mindestens einen Fettsäure zum Polyethylenglykol im Reaktionsprodukt
2 : 1 beträgt bis zu 100 % der freien Hydroxylgruppen des Polyethylenglykols verestert
vorliegen.
[0052] Ein ganz besonders bevorzugter Verdicker im Sinne der vorliegenden Erfindung ist
PEG6000-Distearat (Eumulgin EO 33 ex. BASF).
[0053] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die flüssige transparente
Zusammensetzung den Verdicker (d) in einer Menge von 0.001 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise
0.01 bis 7.5 Gew.-%, weiter bevorzugt 0.1 bis 5 Gew.-% und am meisten bevorzugt 0.1
bis 2 Gew.-%.
[0054] Neben mindestens einem nichtionischen Emulgator kann die flüssige transparente Zusammensetzung,
insbesondere Weichspülformulierung, auch weitere Emulgatoren, beispielsweise kationische
und/oder anionische Emulgatoren, enthalten.
[0055] In einigen Ausführungsformen weist die flüssige transparente Zusammensetzung keinen
kationischen Emulgator auf.
[0056] In verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen weist die flüssige transparente Zusammensetzung
keinen anionischen Emulgator auf.
[0057] Vorzugsweise weist die flüssige transparente Zusammensetzung keinen kationischen
und keinen anionischen Emulgator auf.
[0058] Zu den bekannten kationischen Emulgatoren zählen Fettsäureamidoamine und/oder deren
Quaternierungsprodukte:
[0059] Fettsäureamidoamine, die als kationische Emulgatoren in Frage kommen, stellen Kondensationsprodukte
von Fettsäuren mit gegebenenfalls ethoxylierten Di- oder Oligoaminen dar, die vorzugsweise
der Formel (IV) folgen,
R
1CO-NR
2-[(A)-NR
3]
n-R
4 (IV)
[0060] in der R
1CO für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Acylrest mit
6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 für Wasserstoff oder einen gegebenenfalls hydroxysubstituierten Alkylrest mit 1 bis
4 Kohlenstoffatomen, R
3 und R
4 unabhängig voneinander für Wasserstoff, eine (CH
2CH
2O)
mH-Gruppe oder einen gegebenenfalls hydroxysubstituierten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
A für eine lineare oder verzweigte Alkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, n
für Zahlen von 1 bis 4 und m für Zahlen von 1 bis 30 steht. Typische Beispiele sind
Kondensationsprodukte von Capronsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, Caprinsäure,
Laurinsäure, Isotridecansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmoleinsäure, Stearinsäure,
Isostearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure,
Elaeostearinsäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie deren
technische Mischungen mit Ethylendiamin, Propylendiamin, Diethylentriamin, Dipropylentriamin,
Triethylentetramin, Tripropylentetramin sowie deren Addukten mit 1 bis 30 Mol, vorzugsweise
5 bis 15 Mol und insbesondere 8 bis 12 Mol Ethylenoxid. Der Einsatz von ethoxylierten
Fettsäureamidoaminen ist dabei bevorzugt, weil sich auf diese Weise die Hydrophilie
der Emulgatoren exakt auf die zu emulgierenden Wirkstoffe einstellen lässt. Anstelle
der Fettsäureamidoamine können auch deren Quaternierungsprodukte eingesetzt werden,
die man durch Umsetzung der Amidoamine mit geeigneten Alkylierungsmitteln, wie beispielsweise
Methylchlorid oder insbesondere Dimethylsulfat nach an sich bekannten Verfahren erhält.
Die Quaternierungsprodukte folgen vorzugsweise der Formel (V),
[R
1CO-NR
2-[(A)-N
+(R
3R
6)]
n-R
4]X
- (V)
in der R
1CO für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Acylrest mit
6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 für Wasserstoff oder einen gegebenenfalls hydroxysubstituierten Alkylrest mit 1 bis
4 Kohlenstoffatomen, R
3 für Wasserstoff, eine (CH
2CH
2O)
mH-Gruppe oder einen gegebenenfalls hydroxysubstituierten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
R
4 für R
1CO, Wasserstoff, eine (CH
2CH
2O)
mH-Gruppe oder einen gegebenenfalls hydroxysubstituierten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
R
6 für einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, A für eine lineare oder verzweigte
Alkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, n für Zahlen von 1 bis 4, m für Zahlen
von 1 bis 30 und X für Halogenid, speziell Chlorid, oder Alkylsulfat, vorzugsweise
Methylsulfat steht. Geeignet für diesen Zweck sind beispielsweise die Methylierungsprodukte
der bereits oben genannten bevorzugten Fettsäureamidoamine. Es können des Weiteren
auch Mischungen von Fettsäureamidoaminen und deren Quaternierungsprodukten eingesetzt
werden, weiche man besonders einfach herstellt, in dem man die Quaternierung nicht
vollständig, sondern nur bis zu einem gewünschten Grad durchführt.
[0061] Die flüssige transparente Zusammensetzung kann die Fettsäureamidoamine und/oder deren
Quaternierungsprodukte in Mengen von 0.1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 30 Gew.-%
und insbesondere 2 bis 10 Gew.-% - bezogen auf die flüssige transparente Zusammensetzung
- enthalten.
[0062] Zu den bekannten anionischen Emulgatoren zählen Betaine.
[0063] Betaine, welche als anionischen Emulgatoren in Frage kommen, stellen bekannte Tenside
dar, die überwiegend durch Carboxyalkylierung, vorzugsweise Carboxymethylierung von
aminischen Verbindungen hergestellt werden. Vorzugsweise werden die Ausgangsstoffe
mit Halogencarbonsäuren oder deren Salzen, insbesondere mit Natriumchloracetat kondensiert,
wobei pro Mol Betain ein Mol Salz gebildet wird. Ferner ist auch die Anlagerung von
ungesättigten Carbonsäuren, wie beispielsweise Acrylsäure möglich Zur Nomenklatur
und insbesondere zur Unterscheidung zwischen Betainen und "echten" Amphotensiden sei
auf den Beitrag von
U. Ploog in Seifen-Öle-Fette-Wachse, 108, 373 (1982) verwiesen Weitere Übersichten zu diesem Thema finden sich beispielsweise von
A. O'Lennick et al. in HAPPI, Nov. 70 (1986),
S. Holzman et al. in Tens. Surf.Det. 23, 309 (1986),
R. Bibo et al. in Soap Cosm.Chem.Spec, Apr. 46 (1990) und
P. Ellis et al. in Euro Cosm. 1, 14 (1994) Beispiele für geeignete Betaine stellen die Carboxyalkylierungsprodukte von sekundären
und insbesondere tertiären Aminen dar, die der Formel (VI) folgen,
R
7-N(R
8R
9)-(CH
2)
pCOOA (VI)
in der R
7 für Alkyl- und/oder Alkenylreste mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
8 für Wasserstoff oder Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R
9 für Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, p für Zahlen von 1 bis 6 und A für
ein Alkali- und/oder Erdalkalimetall oder Ammonium steht. Typische Beispiele sind
die Carboxymethylierungsprodukte von Hexylmethylamin, Hexyldimethylamin, Octyldimethylamin,
Decyldimethylamin, Dodecylmethylamin, Dodecyldimethylamin, Dodecylethylmethylamin,
C
12/14-Kokosalkyldimethylamin, Myristyldimethylamin, Cetyldimethylamin, Stearyldimethylamin,
Stearylethylmethylamin, Oleyldimethylamin, C
16/18-Talgalkyldimethylamin sowie deren technische Gemische.
[0064] Weiterhin kommen auch Carboxyalkylierungsprodukte von Amidoaminen in Betracht, die
der Formel (VII) folgen,
R
10CO-NH-(CH
2)
m-N(R
8R
9)-(CH
2)
pCOOA (VII)
in der R
10CO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und 0 oder 1 bis
3 Doppelbindungen, m für Zahlen von 1 bis 3 steht und R
3, R
9, p und A die oben angegebenen Bedeutungen haben. Typische Beispiele sind Umsetzungsprodukte
von Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen namentlich Capronsäure, Caprylsäure,
Caprinsäure, Laurensäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmoleinsäure, Stearinsäure,
Isostearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure,
Elaeostearinsäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie deren
technische Gemische, mit N,N-Dimethylaminoethylamin, N,N-Dimethylaminopropylamin,
N,N-Diethylaminoethylamin und N,N-Diethylaminopropylamin, die mit Natriumchloracetat
kondensiert werden. Bevorzugt ist der Einsatz eines Kondensationsproduktes von C
8/18-Kokosfettsäure-N,N-dimethylaminopropylamid mit Natriumchloracetat.
[0065] Weiterhin kommen als geeignete Ausgangsstoffe auch Imidazoline in Betracht, die der
Formel (VIII) folgen,

in der R
5 für einen Alkylrest mit 5 bis 21 Kohlenstoffatomen, R
6 für eine Hydroxylgruppe, einen OCOR
5- oder NHCOR
5-Rest und m für 2 oder 3 steht. Auch bei diesen Substanzen handelt es sich um bekannte
Stoffe, die beispielsweise durch cyclisierende Kondensation von 1 oder 2 Mol Fettsäure
mit mehrwertigen Aminen, wie beispielsweise Aminoethylethanolamin (AEEA) oder Diethylentriamin
erhalten werden können. Die entsprechenden Carboxyalkylierungsprodukte stellen Gemische
unterschiedlicher offenkettiger Betaine dar. Typische Beispiele sind Kondensationsprodukte
der oben genannten Fettsäuren mit AEEA, vorzugsweise Imidazoline auf Basis von Laurinsäure
oder wiederum C
12/14-Kokosfettsäure, die anschließend mit Natriumchloracetat betainisiert werden.
[0066] Die flüssige transparente Zusammensetzung kann die Betaine in Mengen von 0.1 bis
50 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 30 Gew.-% und insbesondere 2 bis 10 Gew.-% - bezogen
auf die flüssige transparente Zusammensetzung - enthalten.
[0067] In der flüssigen transparenten Zusammensetzung können Kombinationen von nichtionischen
Emulgatoren mit weiteren nichtionischen Emulgatoren enthalten sein, wobei der HLB-Wert
der Emulgator-Mischung des mindestens einen ersten und des mindestens einen zweiten
nichtionischen Emulgators mindestens 12.0, insbesondere mindestens 13.0, vorzugsweise
mindestens 14.0, am meisten bevorzugt mindestens 15.0 beträgt. Vorzugsweise beträgt
das Verhältnis des ersten Emulgators zum zweiten Emulgator dabei 9: 1 bis 1:9. In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der zweite Emulgator ebenfalls ein
nichtionischer Emulgator.
[0068] Lösungsmittel, die in der flüssigen transparenten Zusammensetzung eingesetzt werden
können, stammen beispielsweise aus der Gruppe der ein- oder mehrwertigen Alkohole.
Alkanolamine oder Glycolether kommen ebenfalls in Betracht, sofern sie im angegebenen
Konzentrationsbereich mit Wasser mischbar sind. Vorzugsweise werden die Lösungsmittel
ausgewählt aus Ethanol, n- oder i-Propanol, Butanolen, Glykol, Propan- oder Butandiol,
Glycerin, Diglykol, Propyl- oder Butyldiglykol, Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether,
Ethylenglykolpropylether, Etheylenglykolmono-n-butylether, Diethylenglykolmethylether,
Diethylenglykolethylether, Propylenglykolmethyl-, ethyl- oder -propylether, Dipropylenglykolmethyl-,
oder -ethylether, Methoxy-, Ethoxy- oder Butoxytriglykol, 1-Butoxyethoxy-2-propanol,
3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykol-t-butylether, Wasser, sowie Mischungen
dieser Lösungsmittel. In bevorzugten Ausführungsformen ist das in den flüssigen Zusammensetzungen
verwendete Lösemittel Wasser.
[0069] Die flüssige Zusammensetzung hat, in verschiedenen Ausführungsformen, eine Viskosität
von 100-300 mPas (20 °C). Gemessen wird mit einem Brookfiled Viskosimeter RV DV -
II bei 20 U/min und Spindel 2.
[0070] Gemäß verschiedener Ausführungsformen weist die flüssige transparente Zusammensetzung
einen NTU-Wert von 30 oder weniger auf, wobei die Bestimmung bei 20 °C erfolgt. In
verschiedenen Ausführungsformen weist die flüssige transparente Zusammensetzung nach
der Lagerung für 16 Wochen bei 40 °C noch immer einen NTU-Wert von 30 oder weniger
auf.
[0071] Neben den erfindungsgemäß kombinierten kationischen weichmachenden Verbindung, Verdickern
und Emulgatoren können die flüssigen transparenten Zusammensetzungen weitere Inhaltsstoffe
enthalten, die die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften der Zusammensetzung
abhängig von dem beabsichtigten Verwendungszweck, beispielsweise als Textilpflegemittel
oder Weichspüler, weiter verbessern. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung enthalten
bevorzugte Zusammensetzungen zusätzlich zu kationischer weichmachender Verbindung,
Emulgatoren und Verdickern einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Elektrolyte,
pH-Stellmittel, Duftstoffe, Parfümträger, Parfümmikrokapseln, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe,
Hydrotope, Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel, Enzyme, optischen Aufheller,
Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren,
Benetzungsverbesserer, antimikrobiellen Wirkstoffen, Germizide, Fungizide, Antioxidantien,
Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel,
Quell- und Schiebefestmittel sowie UV-Absorber.
[0072] Als Elektrolyte aus der Gruppe der anorganischen Salze kann eine breite Anzahl der
verschiedensten Salze eingesetzt werden. Bevorzugte Kationen sind die Kationen der
Alkali- und Erdalkalimetalle, bevorzugte Anionen sind die Halogenide und Sulfate.
Aus herstellungstechnischer Sicht ist der Einsatz von NaCl oder MgCl
2 in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt.
[0073] Um den pH-Wert der erfindungsgemäßen Mittel in den gewünschten Bereich zu bringen,
kann der Einsatz von pH-Stellmitteln angezeigt sein. Einsetzbar sind hier sämtliche
bekannten Säuren bzw. Laugen, sofern sich ihr Einsatz nicht aus anwendungstechnischen
oder ökologischen Gründen bzw. aus Gründen des Verbraucherschutzes verbietet. Üblicherweise
überschreitet die Menge dieser Stellmittel 1 Gew.-% der Gesamtformulierung nicht.
[0074] Farb- und Duftstoffe werden den erfindungsgemäßen Mitteln zugesetzt, um den ästhetischen
Eindruck der Produkte zu verbessern und dem Verbraucher neben der Weichheitsleistung
ein visuell und sensorisch typisches und unverwechselbares Produkt zur Verfügung zu
stellen. Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können einzelne Riechstoffverbindungen, z.B.
die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und
Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind
z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat,
Dimethylbenzylcarbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenylglycinat,
Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern zählen
beispielsweise Benzylethylether, zu den Aldehyden z.B. die linearen Alkanale mit 8
bis 18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd,
Hydroxycitronellal, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z.B. die Jonone, alpha-Isomethylionon
und Methylcedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool,
Phenylethylalkohol und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich
die Terpene wie Limonen und Pinen. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener
Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle
können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen
zugänglich sind, z.B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl.
Ebenfalls geeignet sind Muskateller, Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl,
Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl, Galbanumöl
und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliöl, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.
[0075] Üblicherweise liegt der Gehalt an Farbstoffen unter 0.01 Gew.-%, während Duftstoffe
bis zu 5 Gew.-%, bevorzugt aber bis zu 2 Gew.-% der gesamten Formulierung ausmachen
können.
[0076] Die Duftstoffe können direkt in die erfindungsgemäßen Mittel eingearbeitet werden,
es kann aber auch vorteilhaft sein, die Duftstoffe auf Träger aufzubringen, in Form
von Vorläufer-Verbindungen oder in verkapselter Form einzusetzen, sodass die Haftung
des Parfüms auf der Wäsche verstärkt wird oder durch eine langsamere Duftfreisetzung
für langanhaltenden Duft der Textilien gesorgt wird.
[0077] Zu beachten gilt, dass die in die erfindungsgemäßen flüssigen Formulierungen einzuarbeitenden
Parfumöle gut emulgierbar sind, um die gewünschte klare, transparente Konsistenz der
erfindungsgemäßen Formulierung gewährleisten zu können.
[0078] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind vorteilhaft gegenüber dem Stand der
Technik, da sie über einen breiten Temperaturbereich und einen langen Lagerzeitraum
als transparente Flüssigkeiten vorliegen. Ferner weisen sie keinen oder einen im Vergleich
zu bekannten Zusammensetzungen deutlich schwächeren Fettsäure-Geruch auf, sofern eine
kationische weichmachende Verbindung mit mindestens einer Ester-Gruppe enthalten ist.
Daher kann der Anteil an Parfüm-Öl reduziert werden oder sogar ganz auf Parfümöle
verzichtet werden. Für Sensitiv-Textilpflegeprodukte ist dies vorteilhaft, da diese
vorzugsweise ohne Parfüm-Öle formuliert werden. Auch aus Kostengründen und Produktionsgründen
kann der Verzicht auf Parfüm-Öle vorteilhaft sein.
[0079] In bestimmten Ausführungsformen weisen die Zusammensetzungen 0 Gew.-% Parfüm-Öl auf.
[0080] Um den ästhetischen Eindruck der erfindungsgemäßen Mittel zu verbessern, können sie
mit geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl
dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet, besitzen eine hohe Lagerstabilität
und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der Mittel und gegen Licht
sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern, um diese nicht anzufärben.
[0081] Als Schauminhibitoren, die in den erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt werden können,
kommen beispielsweise Seifen, Paraffine oder Silikonöle in Betracht, die gegebenenfalls
auf Trägermaterialien aufgebracht sein können. Geeignete Antiredepositionsmittel,
die auch als soil repellents bezeichnet werden, sind beispielsweise nichtionische
Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil
an Methoxygruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropylgruppen von 1 bis 15 Gew.-%,
jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether sowie die aus dem Stand der
Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder Terephthalsäure bzw. von deren
Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglycolterephthalaten
oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen. Insbesondere
bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und Terephthalsäure-Polymere.
[0082] Zur Verbesserung des Fließverhaltens können Hydrotrope, wie beispielsweise Ethanol,
Isopropylalkohol, oder Polyole eingesetzt werden. Polyole, die hier in Betracht kommen,
besitzen vorzugsweise 2 bis 15 Kohlenstoffatome und mindestens zwei Hydroxylgruppen.
Die Polyole können noch weitere funktionelle Gruppen, insbesondere Aminogruppen, enthalten
bzw. mit Stickstoff modifiziert sein. Typische Beispiele sind:
- Glycerin,
- Alkylenglykole, wie beispielsweise Ethylenglykol, Diethylenglykol, Propylenglykol,
Butylenglykol, Hexylenglykol sowie Polyethylenglykole mit einem durchschnittlichen
Molekulargewicht von 100 bis 1 000 Dalton,
- technische Oligoglykenngemische mit einem Eigenkondensationsgrad von 1.5 bis 10 wie
etwa technische Diglykengemische mit einem Diglykengehalt von 40 bis 50 Gew-%,
- Methylolverbindungen, wie insbesondere Trimethylolethan, Trimethylolpropan, Trimethylolbutan
Pentaerythrit und Dipentaerythrit,
- Niedrigalkylglukoside, insbesondere solche mit 1 bis 8 Kohlenstoffen im Alkylrest,
wie beispielsweise Methyl- und Butylglukosid,
- Zuckeralkohole mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Sorbit oder Mannit,
- Zucker mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Glucose oder Saccharose,
- Aminozucker, wie beispielsweise Glucamin,
- Dialkoholamine, wie Diethanolamin oder 2-Amino-1,3-propandiol.
[0083] Als Enzyme kommen insbesondere solche aus der Klassen der Hydrolasen wie den Proteasen,
Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch wirkenden Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw. andere
Glykosylhydrolasen und Gemische der genannten Enzyme in Frage. Alle diese Hydrolasen
tragen in der Wäsche zur Entfernung von Flecken wie protein-, fett- oder stärkehaltigen
Flecken und Vergrauungen bei. Cellulasen und andere Glykosylhydrolasen können darüber
hinaus durch das Entfernen von Pilling und Mikrofibrillen zur Farberhaltung und zur
Erhöhung der Weichheit des Textils beitragen. Zur Bleiche bzw. zur Hemmung der Farbübertragung
können auch Oxireduktasen eingesetzt werden. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen
oder Pilzen wie
Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis, Streptomyceus griseus und
Humicola insolens gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ
und insbesondere Proteasen, die aus
Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen, beispielsweise aus Protease
und Amylase oder Protease und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease
und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder
aus Protease, Amylase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease,
Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen und Cellulase, insbesondere jedoch Protease
und/oder Lipase-haltige Mischungen bzw. Mischungen mit lipolytisch wirkenden Enzymen
von besonderem Interesse. Beispiele für derartige lipolytisch wirkende Enzyme sind
die bekannten Cutinasen. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen
als geeignet erwiesen. Zu den geeigneten Amylasen zählen insbesondere alpha-Amylasen,
Iso-Amylasen, Pullulanasen und Pektinasen. Als Cellulasen werden vorzugsweise Cellobiohydrolasen,
Endoglucanasen und beta-Glucosidasen, die auch Cellobiasen genannt werden, bzw. Mischungen
aus diesen eingesetzt. Da sich verschiedene Cellulase-Typen durch ihre CMCase-Aktivitäten
und Avicelase-Aktivitäten unterscheiden, können durch gezielte Mischungen der Cellulasen
die gewünschten Aktivitäten eingestellt werden.
[0084] Die Enzyme werden üblicherweise als Mischungen mit Konservierungsmitteln und Stabilisatoren
bereitgestellt. Der Anteil der Enzym-Mischung in der Zusammensetzungen kann beispielsweise
etwa 0.01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0.12 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
[0085] Überraschend haben die Erfinder festgestellt, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
Enzyme besonders gut stabilisieren. Die sauren und kationischen Zusammensetzungen
sorgen dafür, dass die Enzyme in den Zusammensetzungen sogar nach einer 4-wöchigen
Lagerung bei 23 °C und 40 °C eine im Vergleich zu bekannten Zusammensetzungen deutlich
höhere Aktivität aufweisen. Besonders gut werden Cellulasen stabilisiert. Erfindungsgemäße
Zusammensetzungen, die Cellulasen aufweisen, sind daher besonders effektiv, die Vergrauung
von Wäsche zu verhindern oder zu verlangsamen.
[0086] Optische Aufheller (sogenannte Weißtöner) können den erfindungsgemäßen Mitteln zugesetzt
werden, um Vergrauungen und Vergilbungen der behandelten Textilien zu beseitigen.
Diese Stoffe ziehen auf die Faser auf und bewirken eine Aufhellung und vorgetäuschte
Bleichwirkung, indem sie unsichtbare Ultraviolettstrahlung in sichtbares längerwelliges
Licht umwandeln, wobei das aus dem Sonnenlicht absorbierte ultraviolette Licht als
schwach bläuliche Fluoreszenz abgestrahlt wird und mit dem Gelbton der vergrauten
bzw. vergilbten Wäsche reines Weiß ergibt. Geeignete Verbindungen stammen beispielsweise
aus den Substanzklassen der 4,4'-Diamino-2,2'-stilbendisulfonsäuren (Flavonsäuren),
4,4'-Distyryl-biphenylen, Methylumbelliferone, Cumarine, Dihydrochinolinone, 1,3-Diarylpyrazoline,
Naphthalsäureimide, Benzoxazol-, Benzisoxazol- und Benzimidazol-Systeme sowie der
durch Heterocyclen substituierten Pyrenderivate. Die optischen Aufheller werden üblicherweise
in Mengen zwischen 0.1 und 0.3 Gew.-%, bezogen auf das fertige Mittel, eingesetzt.
[0087] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern.
Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise
die wasserlöslichen Salze polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethersulfonsäuren
der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose
oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für
diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als
die obengenannten Stärkeprodukte verwenden, z.B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken
usw.. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar. Bevorzugt werden jedoch Celluloseether
wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose
und deren Gemische in Mengen von 0.1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Mittel, eingesetzt.
[0088] Da textile Flächengebilde, insbesondere aus Reyon, Zellwolle, Baumwolle und deren
Mischungen, zum Knittern neigen können, weil die Einzelfasern gegen Durchbiegen, Knicken,
Pressen und Quetschen quer zur Faserrichtung empfindlich sind, können die erfindungsgemäßen
Mittel synthetische Knitterschutzmittel enthalten. Hierzu zählen beispielsweise synthetische
Produkte auf der Basis von Fettsäuren, Fettsäureestern. Fettsäureamiden, -alkylolestern,
-alkylolamiden oder Fettalkoholen, die meist mit Ethylenoxid umgesetzt sind, oder
Produkte auf der Basis von Lecithin oder modifizierter Phosphorsäureester.
[0089] Zur Bekämpfung von Mikroorganismen können die erfindungsgemäßen Mittel antimikrobielle
Wirkstoffe enthalten. Hierbei unterscheidet man je nach antimikrobiellem Spektrum
und Wirkungsmechanismus zwischen Bakteriostatika und Bakterioziden, Fungistatika und
Fungiziden usw.. Wichtige Stoffe aus diesen Gruppen sind beispielsweise Benzalkoniumchloride.
Bevorzugte Verbindungen im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Alkylarlylsulfonate,
Halogenphenole und Phenolmercuriacetat, wobei bei den erfindungsgemäßen Mitteln auch
gänzlich auf diese Verbindungen verzichtet werden kann.
[0090] Um unerwünschte, durch Sauerstoffeinwirkung und andere oxidative Prozesse verursachte
Veränderungen an den Mitteln und/oder den behandelten Textilien zu verhindern, können
die Mittel Antioxidantien enthalten. Zu dieser Verbindungsklasse gehören beispielsweise
substituierte Phenole, Hydrochinone, Benzcatechine und aromatische Amine sowie organische
Sulfide, Polysulfide, Dithiocarbamate, Phosphite und Phosphonate.
[0091] Ein erhöhter Tragekomfort kann aus der zusätzlichen Verwendung von Antistatika resultieren,
die den erfindungsgemäßen Mitteln zusätzlich beigefügt werden können. Antistatika
vergrößern die Oberflächenleitfähigkeit und ermöglichen damit ein verbessertes Abfließen
gebildeter Ladungen. Äußere Antistatika sind in der Regel Substanzen mit wenigstens
einem hydrophilen Molekülliganden und geben auf den Oberflächen einen mehr oder minder
hygroskopischen Film. Diese zumeist grenzflächenaktiven Antistatika lassen sich in
stickstoffhaltige (Amine, Amide, quartäre Ammoniumverbindungen), phosphorhaltige (Phosphorsäureester)
und schwefelhaltige (Alkylsulfonate, Alkylsulfate) Antistatika unterteilen. Externe
Antistatika sind beispielsweise in den Patentanmeldungen
FR 1,156,513 A,
GB 873 214 A und
GB 839 407 A beschrieben. Die hier offenbarten Lauryl- (bzw. Stearyl-) dimethylbenzylammoniumchloride
eignen sich als Antistatika für Textilien bzw. als Zusatz zu Waschmitteln, wobei zusätzlich
ein Avivageeffekt erzielt wird.
[0092] Zur Verbesserung des Wasserabsorptionsvermögens, der Wiederbenetzbarkeit der behandelten
Textilien und zur Erleichterung des Bügelns der behandelten Textilien können in den
erfindungsgemäßen Mitteln beispielsweise Silikonderivate eingesetzt werden. Diese
verbessern zusätzlich das Ausspülverhalten der erfindungsgemäßen Mittel durch ihre
schauminhibierenden Eigenschaften. Bevorzugte Silikonderivate sind beispielsweise
Polydialkyl- oder Alkylarylsiloxane, bei denen die Alkylgruppen ein bis fünf C-Atome
aufweisen und ganz oder teilweise fluoriert sind. Bevorzugte Silikone sind Polydimethylsiloxane,
die gegebenenfalls derivatisiert sein können und dann aminofunktionell oder quaterniert
sind bzw. Si-OH-, Si-H- und/oder Si-Cl-Bindungen aufweisen. Die Viskositäten der bevorzugten
Silikone liegen bei 25 °C im Bereich zwischen 100 und 100 000 Centistokes, wobei die
Silikone in Mengen zwischen 0.05 und 5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel eingesetzt
werden können.
[0093] Schließlich können die erfindungsgemäßen Mittel auch UV-Absorber enthalten, die auf
die behandelten Textilien aufziehen und die Lichtbeständigkeit der Fasern verbessern.
Verbindungen, die diese gewünschten Eigenschaften aufweisen, sind beispielsweise die
durch strahlungslose Desaktivierung wirksamen Verbindungen und Derivate des Benzophenons
mit Substituenten in 2-und/oder 4-Position. Weiterhin sind auch substituierte Benzotriazole,
in 3-Position phenylsubstituierte Acrylate (Zimtsäurederivate), gegebenenfalls mit
Cyanogruppen in 2-Position, Salicylate, organische Ni-Komplexe sowie Naturstoffe wie
Umbelliferon und die körpereigene Urocansäure geeignet.
[0094] Um optimale anwendungstechnische Eigenschaften zu erzielen und die Produkte vor Keimbefall
zu schützen, kann es von Vorteil sein, den Produkten Konservierungsmittel zuzusetzen.
Ein Befall der erfindungsgemäßen Textilweichmacher durch Mikroorganismen kann durch
den Einsatz von handelsüblichen Konservierungsmitteln verhindert werden.
[0095] Der Gesamtanteil der Zusatzstoffe kann 1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 40 Gew.-%
- bezogen auf die flüssige transparente Zusammensetzung - betragen.
[0096] Die flüssige transparente Zusammensetzung ist in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ein Textilpflegemittel, insbesondere ein Weichspüler.
[0097] Die Herstellung der hierin beschriebenen Formulierungen kann nach dem Fachmann geläufigen
Techniken zur Herstellung von Textilpflegemitteln und Weichspülern erfolgen. Dies
kann beispielsweise durch Aufmischen der Rohstoffe, gegebenenfalls unter Einsatz von
hochscherenden Mischapparaturen, geschehen.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist jedoch ein Verfahren zur Herstellung der
erfindungsgemäßen flüssigen transparenten Zusammensetzungen gemäß dem ersten Gegenstand
der vorliegenden Erfindung, umfassend die Schritte
- (a) Herstellung einer wässrigen Lösung, enthaltend mindestens einen Verdicker, ausgewählt
aus einem Reaktionsprodukt von mindestens einer Fettsäure mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen
und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 600 bis
10 000, wobei das Verhältnis der mindestens einen Fettsäure zum Polyethylenglykol
im Reaktionsprodukt 2 : 1 bis 0.1 : 1 beträgt, bei einer Temperatur oberhalb von 40
°C, bevorzugt oberhalb von 50 °C und am meisten bevorzugt oberhalb von 55 °C, und
- (b) Zugabe des mindestens einen ersten Emulgators zu der unter Schritt (a) hergestellten
wässrigen Lösung, wobei der mindestens eine erste Emulgator oder die Zusammensetzung,
enthaltend den mindestens einen ersten Emulgator, auf eine Temperatur oberhalb von
30 °C, bevorzugt oberhalb von 35 °C und am meisten bevorzugt oberhalb von 40 °C vorgewärmt
ist,
- (c) Zugabe der mindestens einen kationischen weichmachenden Verbindung zu der unter
Schritt (b) hergestellten Lösung, wobei die Temperatur der mindestens einen kationischen
weichmachenden Verbindung oder einer Zubereitung, enthaltend die mindestens eine kationische
weichmachende Verbindung, bei der Zugabe zwischen 30 und 65 °C, bevorzugt zwischen
35 und 60 °C und am meisten bevorzugt zwischen 40 und 55 °C liegt.
[0098] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird gewährleistet, dass die erfindungsgemäßen
flüssigen Zusammensetzungen in transparenter Form hergestellt werden können. Insbesondere
können die erfindungsgemäßen flüssigen Zusammensetzungen wiederholt und ohne Reinigung
der in dem Verfahren verwendeten Geräte in transparenter Form hergestellt werden.
[0099] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst die
wässrige Lösung in Verfahrensschritt (a) 40 bis 99 Gew.-%, bevorzugt 50 bis 97.5 Gew.-%,
weiter bevorzugt 55 bis 95 Gew.-% und am meisten bevorzugt 60 bis 95 Gew.-% Wasser,
Gew.-% bezogen auf die wässrige Lösung in Verfahrensschritt (a).
[0100] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
die in Schritt (c) des Verfahrens erhaltene Lösung durch Zugabe von 30 bis 85 Gew.-%,
bevorzugt 40 bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt 50 bis 75 Gew.-% und am meisten bevorzugt
55 bis 70 Gew.-% Wasser gekühlt, Gew.-% bezogen auf die flüssige transparente Zusammensetzung,
wobei das Wasser eine Temperatur von 10 bis 29 °C aufweist.
[0101] In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird der mindestens eine Verdicker in Verfahrensschritt (a) ausgewählt aus einem Reaktionsprodukt
von mindestens einer Fettsäure mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol
mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 2 000 bis 8 000, vorzugsweise mindestens
einer Fettsäure mit 16 bis 20 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem
gewichtsmittleren Molekulargewicht von 4 000 bis 8 000 und am meisten bevorzugt mindestens
einer Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren
Molekulargewicht von 6 000, wobei das Verhältnis der mindestens einen Fettsäure zum
Polyethylenglykol im Reaktionsprodukt 2 : 1 bis 1 : 1 beträgt.
[0102] In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird der mindestens eine Verdicker in einer Menge von 0.001 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise
0.01 bis 7.5 Gew.-%, weiter bevorzugt 0.1 bis 5 Gew.-% und am meisten bevorzugt 0.1
bis 2 Gew.-% in der Zusammensetzung eingesetzt, Gew.-% bezogen auf die flüssige transparente
Zusammensetzung.
[0103] Die Erfindung betrifft ebenfalls Verfahren zur Behandlung von Textilien. In solchen
Verfahren wird mindestens ein Textil mit einer flüssigen transparenten Zusammensetzung
wie hierin beschrieben in Kontakt gebracht. Ebenfalls erfasst wird die Verwendung
von flüssigen transparenten Zusammensetzungen wie sie hierin beschrieben werden zur
Pflege und/oder Konditionierung von textilen Flächengebilden.
[0104] Die oben im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen offenbarten
Ausführungsformen sind ohne Weiteres auch auf die Verfahren und Verwendungen gemäß
der Erfindung übertragbar und umgekehrt.
Beispiel 1: Formulierungsbeispiele
[0105] Die beanspruchten Zusammensetzungen werden üblicherweise wie folgt hergestellt:
[0106] Wasser wird vorgelegt. Feststoffe werden im geschmolzenen Zustand in das Wasser gegeben.
Z.B. wird ein pastöser Esterquat vor dem Zugeben zur Zusammensetzung geschmolzen und
somit fließfähig gemacht. Der Verdicker wird als erster Bestandteil bei einer Temperatur
von beispielsweise 64 °C in das Wasser gegeben, wobei ca. 42 Gew.-% Wasser vorgelegt
werden, Gew.-% bezogen auf die flüssigen transparente Zusammensetzungen. Dies kann
zum Beispiel mit einer Conti TDS Maschine (Fa. Ystral) erfolgen. Dann wird der Verdicker
quellen gelassen, z.B. für 30 bis 120 Minuten. Anschließend wird zunächst der/die
Emulgatoren bei einer Temperatur von beispielsweise 55 °C, dann der Esterquat bei
einer Temperatur von beispielsweise 51 °C zugegeben, bevor die erhaltene Lösung mit
ca. 58 Gew.-% Wasser, bezogen auf die flüssigen transparente Zusammensetzungen, gekühlt
und anschließend mit Lösemittel und Konservierungsmittel versetzt wird und mittels
Rühren homogenisiert. Anschließend werden gegebenenfalls Farbstoffe, Parfümöle und
Enzym-Mischung hinzugegeben. Der pH-Wert der Zusammensetzung kann mittels Citronensäure
eingestellt werden.
[0107] Erfindungsgemäße Weichspüler-Formulierungen:
| |
Formulierung 1 |
Formulierung 2 |
Formulierung 3 |
| |
Gew.-% AS |
t.q. |
Gew.-% AS |
t.q. |
Gew.-% AS |
t.q. |
| Wasser |
88.9731 |
89.7231 |
89.1252 |
89.8752 |
86.8252 |
87.5752 |
| Emulgator (Eumulgin CO 40) |
2.70 |
2.70 |
2.70 |
2.70 |
5.0 |
5.0 |
| Esterquat |
3.75 |
3.00 |
3.75 |
3.00 |
3.75 |
3.00 |
| Verdicker (Eumulgin EO 33) |
0.825 |
0.825 |
0.825 |
0.825 |
0.825 |
0.825 |
| Lösemittel (Propylenglykol) |
3.00 |
3.00 |
3.00 |
3.00 |
3.00 |
3.00 |
| Entschäumer |
0.0006 |
0.0006 |
0.0006 |
0.0006 |
0.0006 |
0.0006 |
| Konservierungsmittel |
0.048 |
0.048 |
0.048 |
0.048 |
0.048 |
0.048 |
| Farbstoff |
0.0033 |
0.0033 |
0.0012 |
0.0012 |
0.0012 |
0.0012 |
| Parfümöl |
0.70 |
0.70 |
0.55 |
0.55 |
0.55 |
0.55 |
1. Flüssige transparente Zusammensetzung mit einem pH-Wert zwischen 1 und 4.5, insbesondere
zwischen 2 und 3.5, umfassend
(a) Wasser,
(b) mindestens eine kationische weichmachende Verbindung,
(c) mindestens einen ersten Emulgator, wobei der mindestens eine erste Emulgator ein
nichtionischer Emulgator mit einem HLB-Wert von mindestens 12.0, insbesondere von
mindestens 13.0, vorzugsweise von mindestens 14.0, am meisten bevorzugt von mindestens
15.0, ist und
(d) mindestens einen Verdicker, ausgewählt aus einem Reaktionsprodukt von mindestens
einer Fettsäure mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem
gewichtsmittleren Molekulargewicht von 600 bis 10 000, wobei das Verhältnis der mindestens
einen Fettsäure zum Polyethylenglykol im Reaktionsprodukt 0.1 : 1 bis 2 : 1 beträgt.
2. Flüssige transparente Zusammensetzung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
(i) in der Zusammensetzung das Verhältnis von (c) zu (b) mindestens 0.5 : 1, vorzugsweise
mindestens 0.65 : 1, weiter bevorzugt mindestens 1 : 1, noch weiter bevorzugt mindestens
2 : 1 beträgt und/oder
(ii) der Anteil von (b) in der Zusammensetzung 1 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis
20 Gew.-%, am meisten bevorzugt 2 bis 10 Gew.-% beträgt und/oder
(iii) der Anteil von (c) in der Zusammensetzung 0.1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 1
bis 30 Gew.-%, insbesondere 2 bis 10 Gew.-% beträgt und/oder
(iv) die Zusammensetzung eine Enzymmischung in einer Menge von 0.01 bis 5.0 Gew.-%
bezogen auf die Zusammensetzung umfasst.
3. Flüssige transparente Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei
(a) die Zusammensetzung mindestens einen zweiten nichtionischen Emulgator aufweist,
wobei der HLB Wert der Emulgator-Mischung des mindestens einen ersten und mindestens
einen zweiten nichtionischen Emulgators mindestens 12.0, insbesondere mindestens 13.0,
vorzugsweise mindestens 14.0, am meisten bevorzugt mindestens 15.0 beträgt, wobei
vorzugsweise das Verhältnis des ersten nichtionischen Emulgators zum zweiten nichtionischen
Emulgator 9 : 1 bis 1 : 9 beträgt und/oder
(b) der mindestens eine erste nichtionische Emulgator (c) ausgewählt wird aus der
Gruppe bestehend aus Anlagerungsprodukten von 15 bis 60 Mol Ethylenoxid, insbesondere
40 bis 60 Mol Ethylenoxid, an Ricinusöl, gehärtetem Ricinusöl und Mischungen davon,
vorzugsweise mit einem HLB-Wert von mindestens 14.0, noch bevorzugter von mindestens
15.0.
4. Flüssige transparente Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der
Verdicker (d) in einer Menge von 0.001 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0.01 bis 7.5 Gew.-%,
weiter bevorzugt 0.1 bis 5 Gew.-% und am meisten bevorzugt 0.1 bis 2 Gew.-% in der
Zusammensetzung enthalten ist.
5. Flüssige transparente Zusammensetzung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdicker (d) ausgewählt ist aus einem Reaktionsprodukt von mindestens einer
Fettsäure mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren
Molekulargewicht von 2 000 bis 8 000, vorzugsweise mindestens einer Fettsäure mit
16 bis 20 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren
Molekulargewicht von 4 000 bis 8 000 und am meisten bevorzugt mindestens einer Fettsäure
mit 18 Kohlenstoffatomen und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht
von 6 000, wobei das Verhältnis der mindestens einen Fettsäure zum Polyethylenglykol
im Reaktionsprodukt 1 : 1 bis 2 : 1 beträgt.
6. Flüssige transparente Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine kationische weichmachende Verbindung ein Esterquat (EQ) ist,
erhältlich durch Reaktion von
(i) einer Mischung aus mindestens einer Dicarbonsäure der Formel (I)

worin X für einen gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 8
Kohlenstoffatomen steht, und
mindestens einer Monocarbonsäure der Formel (II)

worin R für einen gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 5 bis 21
Kohlenstoffatomen steht, mit
(ii) mindestens einem tertiären Amin der Formel (III)

worin R', R" und R"' unabhängig voneinander für eine (C2 bis C6)-Hydroxyalkylgruppe, insbesondere für 2-Hydroxyethyl, stehen,
und anschließender Umsetzung des resultierenden Produkts mit
(iii) mindestens einem Quaternisierungsagens zur Quaternisierung mindestens einer
im Reaktionsprodukt enthaltenen Aminogruppe.
7. Flüssige transparente Zusammensetzung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine kationische weichmachende Verbindung (b) einen Esterquat (EQ)
der Formel (K1) enthält,

worin
X für einen gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen,
insbesondere für Butan-1,4-diyl, steht,
A für eine (C2 bis C6)-Alkandiylgruppe, insbesondere für Ethan-1,2-diyl, steht,
R1 für eine (C2 bis C4)-Hydroxyalkylgruppe oder eine (C6 bis C22)-Acyloxy-(C2 bis C4)-alkylgruppe, insbesondere für 2-Hydroxyethyl oder 2-((C6 bis C22)Acyloxy)ethyl, steht,
R2 für Methyl oder Ethyl steht,
R3 und R4 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder eine (C6 bis C22)-Acylgruppe stehen,
n für 1 oder 2 steht, und
Z- für ein Anion, insbesondere Methylsulfat, steht,
mit der Maßgabe, dass gemäß Formel (K1) mindestens eine der Gruppen R1, R3 oder R4 einen (C6 bis C22)-Acylrest umfasst.
8. Flüssige transparente Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
(a) die Dicarbonsäure der Formel (I) aus Bernsteinsäure, Maleinsäure, Glutarsäure,
Adipinsäure oder Mischungen davon ausgewählt wird; und/oder
(b) die Monocarbonsäure der Formel (II) aus Stearinsäure, Isostearinsäure, Palmitinsäure,
Myristinsäure, Laurinsäure, Caprinsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, 2-Octyldodecansäure,
Capronsäure, Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure, teilgehärtete Kokosfettsäure, Palmfettsäure,
Palmkernfettsäure, Talgfettsäure und Mischungen aus zwei oder mehreren der vorgenannten
Säuren ausgewählt werden; und/oder
(c) das molare Verhältnis der Monocarbonsäuren (II) zu Dicarbonsäuren (I) im Bereich
von 1 : 1 bis 4 : 1, insbesondere bevorzugt im Bereich von 1.5 : 1 bis 3 : 1 liegt,
und das molare Verhältnis der Alkanolamine der Formel (III) zu der Summe von Mono-
und Dicarbonsäuren im Bereich von 1 : 1.2 bis 1 : 2.4 , insbesondere bevorzugt im
Bereich von 1 : 1.5 bis 1 : 1.8 liegt.
9. Flüssige transparente Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Quaternisierungsagens Dimethylsulfat verwendet wird.
10. Flüssige transparente Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine kationische weichmachende Verbindung ein Esterquat ist, der bei
20 °C fest oder flüssig bis pastös ist und in einer Menge von 1 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
von 2 bis 20 Gew.-%, am meisten bevorzugt 2 bis 10 Gew.-% enthalten ist, bezogen auf
die Gesamtmenge der flüssigen transparenten Zusammensetzung.
11. Flüssige transparente Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssige transparente Zusammensetzung ein Textilpflegemittel, insbesondere ein
Weichspüler ist.
12. Verfahren zur Behandlung von Textilien, in dem mindestens ein Textil mit einer flüssigen
transparenten Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 in Kontakt gebracht
wird.
13. Verwendung mindestens einer flüssigen transparenten Zusammensetzung gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 11 zur Pflege und/oder Konditionierung von textilen Flächengebilden.
14. Verfahren zur Herstellung einer flüssigen transparenten Zusammensetzung nach einem
der Ansprüche 1 bis 11, umfassend die Schritte
(a) Herstellung einer wässrigen Lösung, enthaltend mindestens einen Verdicker, ausgewählt
aus einem Reaktionsprodukt von mindestens einer Fettsäure mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen
und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 600 bis
10 000, wobei das Verhältnis der mindestens einen Fettsäure zum Polyethylenglykol
im Reaktionsprodukt 0.1 : 1 bis 2 : 1 beträgt, bei einer Temperatur oberhalb von 40
°C, bevorzugt oberhalb von 50 °C und am meisten bevorzugt oberhalb von 55 °C, und
(b) Zugabe des mindestens einen ersten Emulgators zu der unter Schritt (a) hergestellten
wässrigen Lösung, wobei der mindestens eine erste Emulgator oder die Zusammensetzung,
enthaltend den mindestens einen ersten Emulgator, auf eine Temperatur oberhalb von
30 °C, bevorzugt oberhalb von 35 °C und am meisten bevorzugt oberhalb von 40 °C vorgewärmt
ist,
(c) Zugabe der mindestens einen kationischen weichmachenden Verbindung zu der unter
Schritt (b) hergestellten Lösung, wobei die Temperatur der mindestens einen kationischen
weichmachenden Verbindung oder einer Zubereitung, enthaltend die mindestens eine kationische
weichmachende Verbindung, bei der Zugabe zwischen 30 und 65 °C, bevorzugt zwischen
35 und 60 °C und am meisten bevorzugt zwischen 40 und 55 °C liegt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Lösung in Verfahrensschritt (a) 40 bis 99 Gew.-%, bevorzugt 50 bis 97.5
Gew.-%, weiter bevorzugt 55 bis 95 Gew.-% und am meisten bevorzugt 60 bis 95 Gew.-%
Wasser umfasst, Gew.-% bezogen auf die wässrige Lösung in Verfahrensschritt (a).
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, das die in Schritt (c) des Verfahrens erhaltene Lösung durch Zugabe von 30 bis 85
Gew.-%, bevorzugt 40 bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt 50 bis 75 Gew.-% und am meisten
bevorzugt 55 bis 70 Gew.-% Wasser gekühlt wird, Gew.-% bezogen auf die flüssige transparente
Zusammensetzung, wobei das Wasser eine Temperatur von 10 bis 29 °C aufweist.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, das der mindestens eine Verdicker in Verfahrensschritt (a) ausgewählt ist aus einem
Reaktionsprodukt von mindestens einer Fettsäure mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen und
einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 2 000 bis
8 000, vorzugsweise mindestens einer Fettsäure mit 16 bis 20 Kohlenstoffatomen und
einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 4 000 bis
8 000 und am meisten bevorzugt mindestens einer Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen
und einem Polyethylenglykol mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 6 000,
wobei das Verhältnis der mindestens einen Fettsäure zum Polyethylenglykol im Reaktionsprodukt
2 : 1 bis 1 : 1 beträgt.
18. Verfahren nach Anspruch 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Verdicker in einer Menge von 0.001 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise
0.01 bis 7.5 Gew.-%, weiter bevorzugt 0.1 bis 5 Gew.-% und am meisten bevorzugt 0.1
bis 2 Gew.-% in der Zusammensetzung eingesetzt wird, Gew.-% bezogen auf die flüssige
transparente Zusammensetzung.