[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Formkörper umfassend einen aus thermoplastischem
Material bestehenden oder dieses enthaltenden Grundkörper mit in dessen Längsrichtung
verlaufener Bewehrung mit einer Struktur, die von dem thermoplastischen Material formschlüssig
umschlossen ist.
[0002] Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers,
der aus thermoplastischem Material besteht oder dieses enthält und in dessen Längsrichtung
zumindest eine Bewehrung verläuft.
[0003] Ein entsprechender Formkörper in Form einer Eisenbahnschwelle ist der
DE 699 29 819 T2 zu entnehmen. Die Eisenbahnschwelle weist einen harten Innenkern als Bewehrung in
Form eines langgestreckten Verstärkungselements auf, das seinerseits von einem Außengehäuse
aus einem verformbaren Verbundwerkstoff umgeben ist. Das Außengehäuse ist zweischalig
ausgebildet und besteht aus Polyethylen und gemahlenen Gummipartikeln.
[0004] Durch die Zweischaligkeit ergeben sich konstruktive und herstellungsbedingte Nachteile,
wobei insbesondere eine geometrische Anpassung von Verstärkungselement und Gehäuseschalen
erforderlich ist, um eine umfangsseitig geschlossene Schwelle zur Verfügung zu stellen.
[0005] Der
DE 699 38 308 T2 ist eine synthetische Schwelle zu entnehmen, die aus einem Verbundwerkstoff besteht.
Der Verbundwerkstoff weist eine Kernschicht sowie eine Oberflächenschicht auf, die
ein hitzehärtbares Harz enthält, das durch Langfasern verstärkt wird.
[0006] Aus der
DE 10 2011 117 760 A1 ist ein thermoplastischer Werkstoff enthaltend Recycling-Polyolefm und Glasfasern
bekannt. Aus dem Werkstoff kann ein Formkörper in Form einer Eisenbahnschwelle hergestellt
werden. Durch die Verwendung von Glasfasern ist zum einen der Nachteil gegeben, dass
beim Compoundieren ein starker Verschleiß der Wellen auftreten kann. Als Recyclematerial
ist der Formkörper aufgrund der enthaltenen Glasfasern nicht geeignet.
[0007] Ein Formkörper der eingangs genannten Art in Form einer Verbundschwelle ist der
US 5 609 295 A1 zu entnehmen. Innerhalb der Schwelle verläuft ein Doppel-T-Träger, der aus Polyethylen
bestehen kann und durch Öffnungen oder gestufte Längsränder strukturiert ist.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Formkörper sowie ein
Verfahren zur Herstellung eines solchen zur Verfügung zu stellen, der eine hinreichende
Biegesteifigkeit bzw. Festigkeit aufweist, so dass ein umfassender Einsatz, insbesondere
auch im Gleisoberbau möglich ist.
[0009] Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung unter anderem einen Formkörper vor, der
sich im Wesentlichen dadurch auszeichnet, dass das Bewehrungselement stabförmig und
ein aus Kunststoff bestehender Voll- oder Hohlstab oder bestehendes Rohrelement ist
und außenseitig eine Verzahnungsstruktur wie Wellenstruktur aufweist.
[0010] Erfindungsgemäß ist die Bewehrung zumindest ein oberflächlich eine Struktur aufweisendes
stabförmiges Bewehrungselement , das die Struktur ausfüllend von dem thermoplastischen
Material formschlüssig umschlossen ist. Dabei besteht das Bewehrungselement insbesondere
aus Kunststoff, insbesondere glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK).
[0011] Abweichend vom vorbekannten Stand der Technik bedarf es keiner in dem Formkörper
verteilter Glasfasern, um dem Formköper eine gewünschte Festigkeit zu verleihen. Auch
ist es nicht erforderlich, dass ein mehrteiliger Grundkörper hergestellt wird, in
dem eine Bewehrung eingebracht wird. Vielmehr verläuft innerhalb des Grundkörpers
die Bewehrung, vorzugsweise über dessen Gesamtlänge, wobei die Bewehrung in den Stirnbereichen
des Formkörpers zurückversetzt verlaufen kann, also stirnseitig den Formkörper nicht
durchsetzt.
[0012] Dabei kann die Bewehrung aus geeigneten Materialien bestehen, um die gewünschte Biegefestigkeit
und Steifigkeit sicherzustellen. Insbesondere ist vorgesehen, dass das Bewehrungselement
zumindest ein außenseitig profiliertes wie eine Wellenstruktur aufweisendes Stabelement,
insbesondere ein aus GFK bestehendes Stab- oder Rohrelement, bevorzugterweise ein
Voll- oder Hohlstab oder Rohr aus GFK ist.
[0013] Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die Struktur durch ein Außengewinde gebildet
wird.
[0014] Es kann quasi ein Gewindestab wie Spindel als Bewehrung benutzt werden, der von dem
thermoplastischen Material formschlüssig umschlossen ist.
[0015] Andere Strukturen sind gleichfalls möglich. Es ist jedoch eine Struktur derart zu
wählen, dass das Matrixmaterial, also das thermoplastische Material formschlüssig
die Bewehrung umgibt. Bevorzugterweise ist daher eine Wellenstruktur oder wellenartige
Struktur zu wählen. Andere den Formschluss ermöglichende Strukturen, wie Vertiefungen
und Erhöhungen, wie eine Art noppenartige Struktur, sind gleichfalls möglich.
[0016] In hervorzuhebender Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das thermoplastische Material
aus geschredderten Partikeln besteht. Dabei werden die Partikel einer Wärmebehandlung
derart unterzogen, dass bevorzugterweise nicht sämtliche Partikel vollständig schmelzen,
sondern zumindest ein Teil der Partikel nur oberflächlich geschmolzen werden. Dies
erfolgt vorzugsweise mittels thermokinetischen Mischens. Dabei kann eine thermokinetische
Mischvorrichtung benutzt werden, wie diese der
US 5 895 790 A zu entnehmen ist, auf deren Offenbarung ausdrücklich Bezug genommen wird. Ein Zerstören
langkettiger Polymermoleküle wird hierdurch vermieden bzw. reduziert.
[0017] Insbesondere ist vorgesehen, dass das Bewehrungselement aus einem Material besteht,
dessen linearer Wärmeausdehnungskoeffizient zumindest in etwa um 0,5 x 10
-1 K
-1 von dem des thermoplastischen Materials abweicht. Eine Längsbewegung des Bewehrungselementes
innerhalb des Grundkörpers wird ungeachtet dessen ausgeschlossen, da das thermoplastische
Material formschlüssig das Bewehrungselement in Längsrichtung umgibt.
[0018] Insbesondere ist vorgesehen, dass als thermoplastisches Material Polymere, insbesondere
Polyolefine benutzt werden, insbesondere ein oder mehrere Materialien aus der Gruppe
Polyethylen, insbesondere LDPE- und/oder HDPE-Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid,
Polyethylenerphtalat, Polycarbonat, Polyamid, Arcylnitril-Butadin-Styrol, Polymethylmicroacrylat,
Polysteren.
[0019] Bevorzugterweise verlaufen in Längsrichtung des Formkörpers zumindest zwei, zumindest
vorzugsweise vier stabförmige Bewehrungselemente, wobei zwei jeweils symmetrisch zu
einer Symmetrieebene angeordnet sind, innerhalb der die Längsachse des Formkörpers
verlaufen kann. Insbesondere verläuft die Symmetrieebene bei einem quaderförmigen
Formkörper parallel zu den Längsseiten und/oder der Kopf- und Bodenseiten. Aber auch
eine ungerade Anzahl von Bewehrungselementen oder z. B. sechs Bewehrungselemente können
innerhalb des Formkörpers vorgesehen sein.
[0020] Bevorzugterweise handelt es sich bei dem Formkörper um eine Eisenbahnschwelle.
[0021] Bevorzugterweise handelt es sich bei dem Bewehrungselement um einen Hohlstab oder
Rohr aus GFK mit einem Außendurchmesser DA mit 20 mm ≤ DA ≤ 30 mm und/oder einem Innendurchmesser
DI mit 10 mm ≤ DI ≤ 20 mm, bevorzugterweise DA = 2 DI.
[0022] Unabhängig hiervon sollte die Querschnittsfläche der Bewehrungselemente, die sich
in Längsachsenrichtung des Formkörpers erstrecken, 2 % bis 15 % der Querschnittsfläche
des Formkörpers ausmachen. Bevorzugterweise sollte die Querschnittsfläche der Bewehrungselemente
zwischen 2,5 % und 10 % der Querschnittsfläche des Formkörpers sein.
[0023] Ein Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers, der aus thermoplastischem Material
besteht oder dieses enthält und in dessen Längsrichtung zumindest eine Bewehrung verläuft,
zeichnet sich durch zumindest folgende Verfahrensschritte aus:
- zumindest teilweises Aufschmelzen von aus thermoplastischem Material bestehenden Partikeln
in einer Mischvorrichtung,
- Pressen des zumindest teilweise aufgeschmolzenen thermoplastischen Materials in ein
die Außengeometrie des Formkörpers vorgebendes Werkzeug, in dessen Längsrichtung zumindest
ein stabförmiges Bewehrungselement als die Bewehrung verläuft,
wobei das thermoplastische Material gegen ein in Längsrichtung des Werkzeugs verschiebbares
an den Querschnitt des Werkzeugs angepasstes Schiebeelement gepresst wird, das von
dem zumindest einen Bewehrungselement durchsetzt wird.
[0024] Erfindungsgemäß wird insbesondere geschreddertes, recyceltes thermoplastisches Material,
das vorsortiert sein kann, der Mischvorrichtung, insbesondere in Form eines Compounders,
zugeführt. Dabei werden die Partikel während des Compoundierens einer Temperatur ausgesetzt,
die vorzugsweise im Bereich zwischen 130 °C und 160 °C, vorzugsweise in etwa 150 °C
liegt. Dabei sollte die Temperatur während des gesamten Compoundierens im Wesentlichen
gleichbleibend gehalten werden. Unabhängig hiervon wirkt auf die Partikel eine Temperatur,
durch die ein zumindest oberflächliches Anschmelzen erfolgt, also nicht zwingend ein
Durchschmelzen erfolgt, gleichwenn Partikel auch vollständig geschmolzen werden können.
Durch das nur teilweise Schmelzen ergibt sich der Vorteil, dass langkettige Polymermoleküle
geschont werden mit der Folge, dass das Material an sich bereits in erstarrtem Zustand
im Vergleich zu Materialien, die durch Extrudieren hergestellt werden, eine höhere
Festigkeit aufweist.
[0025] Die gewünschte Biegesteifigkeit bzw. Festigkeit des Formkörpers ergibt sich insbesondere
dadurch, dass in Längsrichtung des Formkörpers zumindest ein stabförmiges Bewehrungselement
verläuft, das insbesondere in Form eines aus GFK bestehenden Hohlstabes oder Rohres
ausgebildet ist.
[0026] Um sicherzustellen, dass ungeachtet unterschiedlicher linearer Wärmeausdehnungskoeffizienten
des thermoplastischen Materials und des Bewehrungsmaterials eine Verschiebung in Längsrichtung
zueinander unterbleibt, ist vorgesehen, dass als Bewehrungselement ein solches verwendet
wird, das oberflächlich strukturiert ist, so dass das thermoplastische Material formschlüssig
das Bewehrungselement umgeben kann, das erwähntermaßen als Stab, insbesondere als
Hohlstab, insbesondere als GFK-Rohrelement ausgebildet sein kann. Die Strukturierung
kann durch eine Art Wellenstruktur, insbesondere durch ein Außengewinde erzielt werden.
Andere Möglichkeiten, um die gewünschte Struktur und damit den erforderlichen Formschluss
durch Eindringen des thermoplastischen Materials in die Oberflächenstruktur sicherzustellen,
sind selbstverständlich gleichfalls von der Erfindung erfasst. So kann z.B. auch eine
Noppenstruktur gewählt werden.
[0027] Um das stabförmige Element in einem Werkzeug zu fixieren, ist insbesondere vorgesehen,
dass von zur Eintrittsöffnung des Werkzeugs gegenüberliegender Stirnseite des Werkzeugs
eine werkzeuginnenseitig verlaufende stiftförmige Halterung ausgeht, auf die der Stab
gesteckt wird. Hierzu muss dieser in dem entsprechenden Endbereich hohl ausgebildet
sein, also bei einem Rundstab endseitig eine Hohlzylindergeometrie aufweisen. Bevorzugterweise
werden hier jedoch als stabförmige Elemente Hohlstäbe bzw. Rohre eingesetzt.
[0028] Durch die endseitige Hohlgeometrie des stabförmigen Bewehrungselementes erfolgt das
Fixieren an einem Ende. Das Positionieren des gegenüberliegenden Endes wird zunächst
durch das durch das Werkzeug mittels des hineingepressten thermoplastischen Materials
verschiebbare Schiebeelement erreicht, das von dem Bewehrungselement durchsetzt wird.
Dabei erfolgt das Einpressen des Werkzeugs insbesondere mittels einer Axialpresse.
[0029] Des Weiteren kann das stabförmige Element gleichfalls von einem stiftförmigen Element
im Eingangsbereich des Werkzeuges fixiert werden. Hierzu muss das Bewehrungselement
entsprechend hohl ausgebildet sein.
[0030] Ferner wird in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Bewehrung
derart in dem Werkzeug positioniert wird, dass die Bewehrung durch Erstarren des thermoplastischen
Materials in dem Werkzeug lagefixiert wird. Somit kann grundsätzlich ein Verbiegen
der stabförmigen Bewehrungselemente innerhalb des Werkzeugs unabhängig von der Stellung
des Schiebeelementes nicht erfolgen.
[0031] Insbesondere ist vorgesehen, dass als thermoplastisches Material eine Mischung aus
Körnern verwendet wird, die aus vorsortiertem recyceltem Kunststoffmaterial bestehen,
wobei insbesondere das thermoplastische Material aus Polymeren, insbesondere aus zumindest
einem Material aus der Gruppe Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Polyethylenerphtalat,
Polycarbonat, Polyamid, Arcylnitril-Butadin-Styrol, Polymethylmicroacrylat, Polysteren.
verwendet wird.
[0032] Des Weiteren zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass nach Befüllen des Werkzeuges
dieses endseitig verschlossen und sodann zwangsgekühlt wird. Nach Erstarren des Formkörpers
wird dieser aus dem Werkzeug herausgestoßen.
[0033] Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Werkzeug mit den beschriebenen Merkmalen
oder einigen dieser.
[0034] Insbesondere wird vorgeschlagen ein Werkzeug zur Herstellung eines aus thermoplastischem
Material bestehenden Formkörpers umfassend ein hohlquaderförmiges Gehäuse mit einem
in dessen Längsrichtung verschiebbaren Schiebeelement, das von innerhalb des Werkzeugs
verlaufenden stabförmigen Bewehrungselementen durchsetzt ist, wobei von rückseitigem
Stirnseitenbereich des Werkzeugs eine Halterung mit stiftförmigen Elementen ausgeht,
die abschnittsweise von den Bewehrungselementen aufgenommen sind.
[0035] Insbesondere zeichnet sich das Werkzeug dadurch aus, dass die stiftförmigen Elemente
hülsenartige Elemente durchsetzen und über diese vorstehen, wobei Länge der hülsenartigen
Elemente der Erstreckung des Schiebeelements in Längsrichtung des Gehäuses entspricht.
[0036] Auch besteht die Möglichkeit, dass von öffnungsseitigem Stirnseitenbereich des Werkzeuges
stiftförmige Elemente ausgehen, die zumindest abschnittsweise innerhalb der hohlstabförmigen
Bewehrungselemente verlaufen.
[0037] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination
-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispielen.
[0038] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Formkörper,
- Fig. 2
- einen Formkörper in Form einer Schwelle,
- Fig. 3a, b
- einen Abschnitt eines Bewehrungselementes, in Seitenansicht und im Schnitt,
- Fig. 4 a, b
- einen Einsatz eines Werkzeuges mit Bewehrungselementen, in perspektivischer Darstellung
und in Seitenansicht,
- Fig. 5
- ein Werkzeug mit Blick ins Innere,
- Fig. 6
- ein Schiebeelement des Einsatzes gemäß Fig. 4a, b und
- Fig. 7
- einen Schnitt durch einen Formkörper.
[0039] An Hand der Figuren wird die Erfindung erläutert, mittels der Formkörper hergestellt
werden, die aus einem thermoplastischen Material bestehen, die in Längsrichtung des
Formkörpers verlaufende Bewehrungsstäbe aufweisen, die außenseitig strukturiert sind
und formschlüssig von dem thermoplastischen Material umgeben sind.
[0040] Ein entsprechender Formkörper 10 ist der Fig. 1 zu entnehmen. Der Formkörper 10 kann
eine Quaderform aufweisen und besteht im eigentlichen Sinne aus einem Grundkörper
12 aus thermoplastischem Material, in dessen Längsrichtung nach dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 vier Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 verlaufen, die vorzugsweise die Stirnflächen
des Formkörpers 10 durchsetzen oder in diesem enden, ohne dass dies zwingend erforderlich
ist.
[0041] Aus der zeichnerischen Darstellung erkennt man des Weiteren, dass die Bewehrungsstäbe
14, 16, 18, 20 paarweise symmetrisch zu Ebenen verlaufen, die parallel zu den Längsseitenflächen
bzw. Ober- und Unterseite des quaderförmigen Formkörpers 10 verlaufen.
[0042] Ferner können die Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 derart im Randbereich des Formkörpers
10 verlaufen, dass eine Fixierung durch die beim Herstellen erstarrende thermoplastische
Materialmasse möglich ist; denn im Randbereich wird die Wärme durch das Werkzeug,
in dem der Formkörper 10 hergestellt wird, schnell abgeführt.
[0043] Der Formkörper 10 besteht aus einem Matrixmaterial aus einem thermoplastischen Material,
insbesondere aus mehreren Materialien aus der Gruppe Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid,
Polyethylenerphtalat, Polycarbonat, Polyamid, Arcylnitril-Butadin-Styrol, Polymethylmicroacrylat,
Polysteren.
[0044] Hierzu werden zunächst entsprechende gebrauchte Materialien vorsortiert, geschreddert
und getrocknet, wobei die einzelnen geschredderten Körner eine mittlere Größe zwischen
1,0 mm und 15,0 mm, insbesondere zwischen 1,0 mm und 3,0 mm aufweisen sollten. Im
gewünschten Mischungsverhältnis - ggf. unter Beimischung von Talkum und/oder einem
Vernetzungsmittel und/oder einem Antioxidationsmittel - werden die Materialien sodann
einer thermokinetischen Mischvorrichtung zugeführt, in der
DE 601 16 496 T2 beschrieben ist, auf deren Offenbarung ausdrückliche Bezug genommen wird. Ergänzend
ist auch nachdrücklich auf die Offenbarung der
US 5 895 790 A zu verweisen, die ebenfalls zur Offenbarung der vorliegenden Anmeldung gehört.
[0045] In der thermokinetischen Mischvorrichtung erfolgt ein Compoundieren der Partikel
derart, dass nicht sämtliche Partikel vollständig durchschmelzen, sondern nur in ihren
Oberflächen, so dass ein Zusammenhaften, also Agglomerieren erfolgt. Dass nicht sämtliche
Partikel durchgeschmolzen sind, ergibt sich aus der Fig. 7, der eine Stirnseite eines
Formkörpers zu entnehmen ist, wie dieser prinzipiell in der Fig. 1 dargestellt ist.
Man erkennt die bevorzugterweise als Hohlstäbe 14, 16, 18, 20 ausgebildeten Bewehrungsstäbe,
die in dem erstarrten thermoplastischen Material verlaufen. Das thermoplastische Material
weist nicht vollständig aufgeschmolzene Partikel auf, von denen einige rein beispielhaft
mit den Bezugszeichen 22, 24, 26 gekennzeichnet sind.
[0046] In der Mischvorrichtung, die einem Compounder gleichkommt, werden die Partikel vorzugsweise
auf maximal 150 °C erhitzt. Als Temperaturbereich ist 130 °C bis 160 °C anzugeben.
[0047] Dadurch, dass nicht sämtliche Partikel vollständig aufgeschmolzen sind, wird ein
Zerstören langkettiger Polymermoleküle verhindert bzw. reduziert, so dass das Material
selbst bereits eine im Vergleich zu ansonsten aus thermoplastischem Material hergestellten
Formkörpern eine höhere Festigkeit aufweist.
[0048] Die gewünschte Biegesteifigkeit bzw. Festigkeit des Formkörpers 10 selbst ergibt
sich sodann durch die Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20. Ein Abschnitt eines entsprechenden
Bewehrungsstabes 28 ist der Fig. 3a, b zu entnehmen. Man erkennt die Hohlkörpergeometrie
und die in der Außenfläche vorhandene Struktur, die durch eine Wellengeometrie gebildet
sein kann. Andere Strukturen, die ein formschlüssiges Umschließen von dem Matrixmaterial
derart ermöglichen, dass ein Verschieben der Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 in Längsrichtung
des Formkörpers unterbunden wird, sind gleichfalls möglich.
[0049] Als Materialien für die Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 kommt insbesondere glasfaserverstärkter
Kunststoff in Frage. Ungeachtet dessen sind entsprechende Formkörper 10 problemlos
recycelbar, da die Stäbe aus den Formkörpern vor dem Recyceln herausgeschnitten werden
können.
[0050] Zur Herstellung entsprechender Formkörper wird ein Werkzeug 30 benutzt, dessen Innengeometrie
der Außengeometrie des herzustellenden Formkörpers entspricht, der insbesondere eine
Quaderform aufweist. Das Werkzeug 30 weist eine Kastenform mit insbesondere hohlquaderförmiger
Geometrie auf.
[0051] Den Fig. 4a, b ist ein Einsatz eines entsprechenden Werkzeuges mit hohlstabförmigen
oder rohrförmigen Bewehrungsstäben zu entnehmen, wie diese auch in der Fig. 1 dargestellt
und mit den Bezugszeichen 14, 16, 18, 20 gekennzeichnet sind. Der Einsatz weist als
wesentliches Element ein Schiebeelement 40 auf, das von den Hohlstäben 14, 16, 18,
20 durchsetzt wird. In der Fig. 4 a ist das Schiebeelement auf der linken Seite teilweise
geschnitten. Die Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 durchsetzen Öffnungen des Schiebelements
40.
[0052] Zum eindeutigen Ausrichten der Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 in dem Werkzeug 30
geht von dem zu der Eintrittsöffnung des Werkzeugs 30 gegenüberliegenden rückseitigen
Stirnbereich eine Halterung 140 aus, die im Ausführungsbeispiel zwei zueinander beabstandete
und über ein Zapfenelement 142 verbundene Platten 142, 144 umfasst. Von der werkzeuginnenseitig
verlaufenden Seite der Platte 142 gehen Hülsen aus, von denen zwei mit den Bezugszeichen
148, 149 gekennzeichnet sind. Die Hülsen werden von Stab- oder Stiftelementen durchsetzt,
von denen einige mit den Bezugszeichen 150, 151 gekennzeichnet sind. Die Stabelemente
150, 151 gehen von der rückseitigen Platte 144 aus und erstrecken sich über die Hülse
148 hinaus über eine Länge von z.B. 20 cm bis 40 cm. Auf die freien Enden 152, 153
der Stabelemente 150, 151 werden sodann die Bewehrungselemente 14, 16, 18, 20 geschoben,
so dass eine eindeutige räumliche Ausrichtung der Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 in
dem Werkzeug 30 sichergestellt ist.
[0053] Werkzeugöffnungsseitig können die Hohlstäbe 14, 16, 18, 20 von entsprechenden Stiftelementen
gleichfalls gehalten werden, die von einer im Randbereich der Öffnung des Werkzeugs
30 verlaufenden Halterung ausgehen.
[0054] Das Schiebeelement 40 kann in Richtung der Werkzeuglängsachse eine Länge aufweisen,
die in etwa der Länge der jeweiligen Hülse 148, 149 mit Ausnahme deren vorderen konisch
verlaufenden Endabschnitts 155 entsprechen kann.
[0055] Die stiftförmigen Halterungen (Stabelemente 150, 151) und das Schiebelement 40 dienen
dazu, die Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 innerhalb des Werkzeugs 30 in ihrer Lage
zu fixieren.
[0056] Bevorzugterweise sind die Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 als Rohr- bzw. Hohlstäbe
ausgebildet. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Vollstäbe oder Vollrohre zu verwenden,
die in den Bereichen, in die die Stift- oder Stabelemente 150, 151 zum Fixieren eindringen
sollen, hohl ausgebildet sind.
[0057] Zu Beginn des Befüllens des Werkzeugs mit dem zumindest teilweise aufgeschmolzenen
thermoplastischen Material befindet sich das Schiebelement 40 im Bereich der Eintrittsöffnung
des Werkzeugs 30.
[0058] Wird das Werkzeug 30 nun mit zumindest teilweise aufgeschmolzenem thermoplastischen
Material befüllt - dies erfolgt insbesondere durch eine Axialpresse -, so wird das
plattenförmige Element 40 in Richtung der Rückseite des Werkzeugs 30 verschoben.
[0059] Sofern sich die Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 im Bereich des Begrenzungswandung
des Werkzeugs 30 befinden, erfolgt in diesem Bereich ein relativ schnelles Abkühlen
des zumindest teilweise aufgeschmolzenen thermoplastischen Materials und somit ein
Erstarren, wodurch eine Lagefixierung der Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 in dem Bereich
erfolgt, der zwischen Einfüllöffnung des Werkzeuges und dem quaderförmigen Schiebeelement
40 verläuft, das noch einmal in Fig. 6 dargestellt ist. Man erkennt die Durchgangsöffnungen,
die eingangs- und ausgangsseitig konisch erweitert sind und die von den Bewehrungselementen
14, 16, 18, 20 durchsetzt werden.
[0060] Ein seitliches Verbiegen der Bewehrungselemente 14, 16, 18, 20 wird insbesondere
dadurch vermieden, dass innerhalb deren Enden jeweils stiftförmige Elemente verlaufen,
wie dies in Zusammenhang mit den im rückseitigen Bereich des Werkzeugs 30 verlaufenden
Stiftelementen 150, 151 erläutert worden ist.
[0061] Ist das Werkzeug 30 mit dem thermoplastischen Material gefüllt, so wird das Werkzeug
stirnseitig verschlossen, so dass sich ein Druck aufbauen kann bzw. der Druck gehalten
wird.
[0062] Auf Grund der Außenstruktur der Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 erfolgt ein formschlüssiges
Umschließen der Bewehrungsstäbe 14, 16, 18, 20 durch das erstarrte thermoplastische
Material, so dass ungeachtet der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten - die
Differenz beträgt zumindest 10
-1 x K
-1 - eine Längsverschiebung zueinander unterbleibt, wodurch wiederum die gewünschte
Biegesteifigkeit und Festigkeit des Formkörpers gewährleistet ist.
[0063] Die Querschnittsflächen der Bewehrungselemente 14, 16, 18, 20 sollten zwischen 2
% und 15 % der Gesamtquerschnittsfläche des Formkörpers 10 betragen. Bevorzugterweise
sollte der Wert zwischen 2,5 % und 10 % liegen.
[0064] Erfindungsgemäße Formkörper können z.B. als Eisenbahnschwellen ausgebildet sein.
Eine solche Schwelle 100 ist in Fig. 2 dargestellt. Im Ausführungsbeispiel sind innerhalb
des Formkörpers 100 insgesamt vier Bewehrungsstäbe 114, 116, 118, 120 vorgesehen,
die derart verlaufen, dass ein Eindrehen von Schrauben nicht behindert wird, um Schienenbefestigungs-
bzw. -rippenplatten 130, 132 auf der Oberseite der Schwelle 100 befestigen zu können.
[0065] Die Bewehrungsstäbe 114, 116, 118, 120, können paarweise symmetrisch zu einer Symmetrieebene
angeordnet sein, die parallel zur Ober- bzw. Unterseite der Schwelle 100 oder zu den
Längsseiten verläuft.
[0066] Vor dem Entformen der Formkörper 10, 100 werden diese zwangsgekühlt, um sodann aus
dem Werkzeug 30 herausgestoßen zu werden. Dabei erfolgt ein problemloses Abziehen
der stiftförmigen Abschnitte 152, 153.
[0067] Vorteil der Verwendung der aus Kunststoff bestehenden Bewehrungselemente 14, 16,
18, 20, 114, 116, 118, 120 ist auch, dass ein problemloses Ablängen der Formkörper
10, 100 erfolgen kann, insbesondere auch am Ort der Nutzung.
[0068] Ein weiterer Vorteil der stabförmigen Bewehrungselemente im Vergleich zu dem Doppel-T-Träger
als Bewehrungselement nach der
US 5 609 295 A1 unter anderem Kostenvorteil erzielt werden; denn die Bewehrungselemente sind im Vergleich
zum Matrixmaterial teuer.
[0069] Aufgrund der geringen Querschnittsfläche der Bewehrungselemente und deren Abstand
zueinander nimmt das kostengünstige Matrixmaterial Schubkräfte auf. Diese werden nach
dem Stand der Technik unter Verwendung eines Doppel-T-Trägers durch den Steg aufgenommen.
1. Formkörper (10, 100), umfassend einen aus thermoplastischem Material bestehenden oder
dieses enthaltenden Grundkörper (12) mit in dessen Längsrichtung verlaufender Bewehrung
(14, 16, 18, 20, 114, 116, 118, 120) mit einer Struktur, die von dem thermoplastischen
Material formschlüssig umschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bewehrungselement (14, 16 ,18 ,20, 114, 116, 118, 120) stabförmig und ein aus
Kunststoff bestehender Voll- oder Hohlstab oder bestehendes Rohrelement ist und außenseitig
eine Verzahnungsstruktur wie Wellenstruktur aufweist.
2. Formkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bewehrungselement (14, 16, 18, 20, 114, 116, 118, 120) aus einem Material besteht,
dessen Längenausdehnungskoeffizient zumindest 10-1 x K-1 von dem des thermoplastischen Materials abweicht, und dass das stabförmige Bewehrungselement
(14, 16, 18, 20, 114, 116, 118, 120) vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff
(GFK) besteht.
3. Formkörper nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Formkörper (10, 100) aus zumindest teilweise ausschließlich oberflächlich angeschmolzenen
Partikeln (22, 24, 26) besteht, wobei vorzugsweise das thermoplastische Material aus
einer Mischung aus Polymeren, insbesondere Polyolefinen, insbesondere einer oder mehreren
Materialen aus der Gruppe Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Polyethylenerphtalat,
Polycarbonat, Polyamid, Acrylnitril-Butadin-Styrol, Polymethylmicroacrylat, Polysteren
besteht.
4. Formkörper nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Formkörper (10, 100) in dessen Längsrichtung zumindest vier stabförmige Bewehrungselemente
(14, 16, 18, 20) aufweist, wobei die stabförmigen Bewehrungselemente paarweise symmetrisch
zu einer Symmetrieebene verlaufen.
5. Formkörper nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Querschnittsfläche der Bewehrungselemente (14, 16, 18, 20) 2 % bis 15 %, vorzugsweise
2,5 % bis 10 %, der Querschnittsfläche des Formkörpers (10, 100) beträgt.
6. Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers (10, 100), der aus thermoplastischen Material
besteht oder dieses enthält und in dessen Längsrichtung zumindest eine Bewehrung (14,
16, 18, 20, 114, 116, 118, 120) verläuft, umfassend zumindest die Verfahrensschritte
- zumindest teilweises Aufschmelzen von aus thermoplastischem Material bestehenden
Partikeln in einer Mischvorrichtung,
- Pressen des zumindest teilweise aufgeschmolzenen thermoplastischen Materials in
ein Außengeometrie des Formkörpers (10, 100) vorgebendes Werkzeug (30), in dessen
Längsrichtung zumindest ein stabförmiges Bewehrungselement (14, 16, 18, 20, 114, 116,
118, 120) als die Bewehrung verläuft, wobei das thermoplastische Material gegen ein
in Längsrichtung des Werkzeugs verschiebbares an Innenquerschnitt des Werkzeugs angepasstes
Schiebeelements (40) gepresst wird, das von dem zumindest einem Bewehrungselement
durchsetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass geschreddertes recyceltes thermoplastisches Material und gegebenenfalls Talkum der
Mischvorrichtung zugeführt wird, wobei vorzugsweise als thermoplastisches Material
eine Mischung aus Polymeren, insbesondere Polyolefinen, insbesondere einer oder mehreren
Materialien aus der Gruppe Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Polyethylenerphtalat,
Polycarbonat, Polyamid, Acrylnitril-Butadin-Styrol, Polymethylmicroacrylat, Polysteren
verwendet wird, wobei insbesondere mittlere Größe der Partikel zwischen 1,0 cm und
3,0 cm liegt, insbesondere als thermoplastisches Material eine Mischung aus Partikeln
verwendet wird, die aus vorsortierten recycelten und insbesondere geschredderten Kunststoffmaterialien
bestehen.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Werkzeug nach Befüllen mit dem thermoplastischen Material eintrittsseitig verschlossen
und sodann vorzugsweise zwangsgekühlt wird.
9. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Partikel in der Mischvorrichtung auf eine maximale Temperatur T mit 130 °C ≤
T ≤ 160 °C, insbesondere T ≈ 150 °C, erwärmt werden.
10. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Lagefixierung des zumindest einen stabförmigen Bewehrungselements (14, 16, 18,
20, 114, 116, 118, 120) in dem Werkzeug (30) das Bewehrungselement einerseits von
Eintrittsöffnung des Werkzeugs gegenüberliegender Stirnseite ausgehender Halterung
(140) aufgenommen wird und andererseits das plattenfönnige Schiebeelement (40) durchsetzt.
11. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bewehrungselement (14, 16, 18, 20, 114, 116, 118, 120) werkzeuginnenseitig mittels
der Halterung (140), insbesondere von einem innerhalb des Bewehrungselements sich
erstreckendem Stiftelement (150, 151) fixiert wird.
12. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass compoundiertes geschreddertes Kunststoffmaterial mittels einer Axialpresse in das
Werkzeug (30) gepresst wird.
13. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Formkörper als Eisenbahnschwelle (100) verwendet wird.
14. Werkzeug (30) zur Herstellung eines aus thermoplastischem Material bestehenden Formkörpers
(10, 100) umfassend ein hohlquaderförmiges Gehäuse mit einem in dessen Längsrichtung
verschiebbaren Schiebeelement (40), das von innerhalb des Werkzeugs verlaufenden stabförmigen
Bewehrungselementen (14, 16, 18, 20, 114, 116, 118, 120) durchsetzt ist, wobei von
rückseitigem Stirnseitenbereich des Werkzeugs eine Halterung mit stiftförmigen Elementen
(150, 151) ausgeht, die abschnittsweise von den Bewehrungselementen aufgenommen sind.
15. Werkzeug nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet.
dass die stiftförmigen Elemente (150, 151) hülsenartige Elemente (148, 149) durchsetzen
und über diese vorstehen, wobei Länge der hülsenartigen Elemente der Erstreckung des
Schiebeelements (40) in Längsrichtung des Gehäuses entspricht, und/oder dass von öffnungsseitigem
Stirnseitenbereich des Werkzeuges (30) stiftförmige Elemente ausgehen, die zumindest
abschnittsweise innerhalb der hohlstabförmigen Bewehrungselemente (14, 16, 18, 20,
114, 116, 118, 120) verlaufen.