| (19) |
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(11) |
EP 3 263 801 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.02.2020 Patentblatt 2020/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.05.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
FLÄCHENSPACHTEL
SKIMMING TOOL
OUTIL À ENDUIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.05.2016 DE 202016003180 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.01.2018 Patentblatt 2018/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Storch Malerwerkzeuge & Profigeräte GmbH |
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42107 Wuppertal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Brünner, Lothar
42107 Wuppertal (DE)
- Escher, Philipp
58553 Halver (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kayser, Christoph |
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Kayser & Cobet
Patentanwälte Partnerschaft
Am Borsigturm 9 13507 Berlin 13507 Berlin (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A1- 2 969 192 US-A1- 2014 123 425
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FR-A1- 3 020 389 US-A1- 2015 225 967
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Flächenspachtel mit einer Griffeinrichtung
und einem an der Griffeinrichtung lösbar befestigten Spachtelblatt, wobei die Griffeinrichtung
aus einem Grundkörper gebildet ist, der im Wesentlichen parallel zu einer Hauptachse
des Spachtelblatts verläuft und an seinen entgegengesetzten Enden jeweils mit einer
lösbar angebrachten Verschlusseinrichtung verschlossen ist, wobei der Grundkörper
eine Haltenut aufweist, die parallel zur Hauptachse des Spachtelblatts ausgerichtet
ist und über einen zur Hauptachse des Spachtelblatts parallelen Aufnahmeschlitz von
außen zugänglich ist, wobei der Aufnahmeschlitz eine geringere Weite als die Haltenut
hat und die Haltenut nach vorne in Richtung Spachtelblatt von einer ersten Nutwand
begrenzt ist, die unter den Aufnahmeschlitz angrenzt.
[0002] Ein solcher Flächenspachtel ist aus
FR 3 020 389 A1 bekannt und wird dazu verwendet, große Flächen zu spachteln und zu verputzen bzw.
das Material bei diesen Tätigkeiten glatt abzuziehen. Zu diesem Zweck weist der Flächenspachtel
eine Griffeinrichtung auf, die eine sehr viel größere Länge als Tiefe hat und so ausgeformt
ist, dass der Flächenspachtel mit der Hand gut angefasst werden kann, so dass sich
große Teile der Handinnenfläche, der Finger und des Daumens an die Griffeinrichtung
anschmiegen können und eine optimale Kraftübertragung erlauben. Die Griffeinrichtung
ist als Hohlprofil ausgebildet, das an seinen beiden entgegengesetzten Enden fest
verschlossen ist. An einer Querseite der Griffeinrichtung, also in Richtung der Breite,
ist ein Spachtelblatt in die Griffeinrichtung eingefügt. Das Spachtelblatt sitzt in
einer im Hohlprofil ausgebildeten Haltenut fest, sodass sich dieses bei Benutzung
des Flächenspachtels in keiner Richtung bewegen kann. Aufgrund der Konstruktion kann
in die Griffeinrichtung nur ein Spachtelblatt mit einer einzigen vorbestimmten Stärke
eingefügt werden. Es ist nicht möglich mit ein und derselben Griffeinrichtung Spachtelblätter
mit unterschiedlichen Stärken zu verwenden.
[0003] In
FR 2 969 192 ist ein Spachtelblatt in der Griffeinrichtung festgeschraubt und kann nur mit Hilfe
eines Werkzeugs gelöst und von der Griffeinrichtung entfernt werden. Ein passendes
Werkzeug muss ständig bereitgehalten werden. Zu diesem Zweck kann die Griffeinrichtung
fest montierte Verschlusskappen mit einer Werkzeughalterung aufweisen. Es kann in
die Griffeinrichtung ebenfalls nur ein Spachtelblatt mit einer einzigen vorbestimmten
Stärke eingefügt werden.
[0004] Ein Austausch des Spachtelblatts ist in
EP 2 137 364 bestimmungsgemäß nicht möglich und könnte nur unter Zerstörung einzelner Bauteile
des Flächenspachtels durchgeführt werden. Bei diesem Vorgang müsste der Benutzer das
Spachtelblatt von der Vorderseite aus anfassen. Aufgrund der geringen Blattstärken
von 0,3-0,5 mm kann dies zu Schnittverletzungen an der Hand des Benutzers führen.
Außerdem muss bei beschädigten oder verschlissenen Blättern immer der komplette Spachtel
ausgetauscht werden, wenn der Nutzer weiter mit einem Spachtel dieser Art arbeiten
will, was unter Umwelt- und Kostenaspekten nachteilig ist.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, einen Flächenspachtel der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, dass ein Wechsel des Spachtelblattes vom Benutzer
weitestgehend ohne technische Hilfsmittel und verletzungsfrei durchgeführt werden
kann.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Spachtelblatt wenigstens
einen Ansatz auf einer ersten Blattfläche aufweist, der im an der Griffeinrichtung
montierten Zustand des Spachtelblattes mit der ersten Nutwand zusammenwirkt, wobei
eine Höhe des wenigstens einen Ansatzes abhängig von der Stärke des Spachtelblattes
ist, derart, dass je geringer die Stärke des Spachtelblattes ist, der Ansatz desto
höher ist.
[0007] Mit den an beiden Enden des Grundkörpers lösbar angebrachten Verschlusseinrichtungen
lässt sich das jeweilige Ende der Griffeinrichtung öffnen. Das in der Griffeinrichtung
gehaltene Spachtelblatt lässt sich dann seitlich anfassen und seitlich, also in Längsrichtung,
aus der Griffeinrichtung herausziehen.
[0008] Ein weiterer Vorteil ist, dass der Grundkörper eine Haltenut aufweist, die parallel
zur Hauptachse des Spachtelblatts ausgerichtet ist und über einen zur Hauptachse des
Spachtelblatts parallelen Aufnahmeschlitz von außen zugänglich ist.
[0009] Bei einem Wechsel des Spachtelblattes dienen die Begrenzungsflächen des Aufnahmeschlitzes
sowie eine die Haltenut an der dem Spachtelblatt abgewandten Seite begrenzende Nutwand
als Führungsflächen.
[0010] Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Haltenut bei bestimmungsgemäßem Gebrauch
unterhalb des Aufnahmeschlitzes erstreckt und mit einer Nutwand unten an den Aufnahmeschlitz
angrenzt.
[0011] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass das Spachtelblatt wenigstens
einen Ansatz auf einer ersten Blattfläche aufweist, der im an der Griffeinrichtung
montierten Zustand des Spachtelblatts mit der Nutwand zusammenwirkt. Der Ansatz lässt
sich durch den Aufnahmeschlitz hindurch schieben und rastet an der unterhalb des Aufnahmeschlitzes
angrenzenden Nutwand der Haltenut ein. Diese vordere Nutwand blockiert den Weg des
Spachtelblatt zurück, sodass dieses fest in der Haltenut sitzt. Eine variierende Stärke
der Spachtelblätter kann durch unterschiedliche Höhen der Ansätze ausgeglichen werden,
so dass Spachteblatt plus Ansatz immer einen sicheren Halt in der Haltenut gewährleisten.
[0012] Die Ausformung des Ansatzes bewirkt die ortsfeste Lage des durch den Aufnahmeschlitz
in die Haltenut eingeführten Spachtelblatts.
[0013] Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der weiteren
unter Ansprüche.
[0014] Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung
näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische, perspektivische Explosionsdarstellung eines Flächenspachtels gemäß
vorliegender Erfindung;
- Figur 2
- eine schematische, perspektivische und vergrößerte Seitenansicht einer Griffeinrichtung
des Flächenspachtels aus Figur 1 (Unterseite nach oben); und
- Figur 3
- eine schematische, perspektivische Ansicht einer Unterseite des Flächenspachtels aus
Figur 1;
[0015] In Figur 1 ist ein Flächenspachtel 1 schematisch und perspektivisch in einer Explosionsdarstellung
wiedergegeben. Der Flächenspachtel 1 umfasst eine Griffeinrichtung 3, ein Spachtelblatt
5 und eine erste Verschlusseinrichtung 7.1 und eine zweite Verschlusseinrichtung 7.2.
Die Verschlusseinrichtungen 7.1 und 7.2 sind in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
als Verschlusskappe ausgebildet.
[0016] Das Spachtelblatt 5 hat eine größere Länge als Tiefe und bildet über die Länge eine
Hauptachse H. Das Spachtelblatt 5 weist ein erstes Blattende 5.2 und ein zweites Blattende
5.3 auf und hat an der Arbeitskante 5.1 eine Stärke von in der Regel etwa 0,3 bis
1,00mm. Die Stärken der Arbeitskante 5.1 können aber unter oder über diesen Maßen
liegen. Die an der Arbeitskante 5.1 vorliegende Stärke erstreckt sich regelmäßig über
das gesamte Spachtelblatt 5 vom ersten Blattende 5.2 bis zum zweiten Blattende 5.3
kann aber in speziellen Ausführungsformen an verschiedenen Stellen des Spachtelblatts
5 auch unterschiedlich sein.
[0017] Die Griffeinrichtung 3 hat einen in der vorliegenden Ausführungsform als Hohlprofil
ausgebildeten Grundkörper und ist in der vorliegenden, bevorzugten Ausführungsform
aus Aluminium hergestellt. In anderen Ausführungsformen können andere Profilvarianten
aus Metall oder auch Grundkörper aus Holz verwendet werden. Der Querschnitt des Hohlprofils
der Griffeinrichtung 3 ist pilzförmig, mit einem, den "Kopf" bildenden größeren Längsoval
3.1 in Längsrichtung (quer zur Breite) oben und einem kleineren, den "Fuß" bildenden
Längsoval 3.2 unten und einem beide Längsovale verbindenden schmaleren Stiel 3.3.
Der Querschnitt ist nicht symmetrisch ausgebildet und weist einen kürzeren Überstand
des "Kopfes" in Richtung Spachtelblatt 5 und einen längeren Überstand in die entgegengesetzte
Richtung auf. Diese Ausbildung entspricht einer ergonomisch an eine menschliche Hand
angepassten Form, so dass die Finger vorne um den kürzeren Überstand des "Kopfes"
gekrümmt und der Daumen hinten um den längeren Überstand des "Kopfes" gekrümmt werden
können und die Oberseite des "Kopfes" weitestgehend an der Handinnenfläche eines Benutzers
anliegt.
[0018] Die Griffeinrichtung 3 weist zudem eine große Stabilisierungsfläche 3.4 auf. In der
vorliegenden Ausführungsform hat die Griffeinrichtung 3 und auch die Stabilisierungsfläche
3.4 eine geringere Breite als die Arbeitskante 5.1 des Spachtelblatts 5. Das Spachtelblatt
5 weist daher eine Seitenkontur an den beiden entgegengesetzten Enden 5.2, 5.3 auf,
mit welcher das Spachtelblatt 5 von der großen Breite der Arbeitskante 5.1 auf die
geringere Breite der Stabilisierungsfläche 3.4 reduziert wird. Das erste und zweite
Ende 5.2, 5.3 haben jeweils einen Verlauf, der von der Arbeitskante 5.1 zunächst in
einem ersten Abschnitt 5.4 leicht konvergent ist und dann in einen kreisbogenförmig
nach innen (konkav) verlaufenden Abschnitt 5.5 übergeht. An diesen Abschnitt 5.5 schließt
sich ein kreisbogenförmiger Abschnitt 5.6 in entgegengesetzter Richtung (konvex) mit
einem Verlauf senkrecht zur Hauptachse an.
[0019] In Figur 2 ist die Griffeinrichtung 3 von unten zu sehen. Unterhalb der Stabilisierungsfläche
3.4 erstreckt sich von dem kleineren Längsoval 3.2 ("Fuß") aus ein Steg 3.5. Der Steg
3.5 begrenzt zusammen mit der Unterseite der Stabilisierungsfläche 3.4 einen Aufnahmeschlitz
3.6 und eine Haltenut 3.7. Der Aufnahmeschlitz 3.6 hat eine geringere Weite als die
Haltenut 3.7. Die Haltenut 3.7 wird daher vorne, in Richtung Spachtelblatt 5 von einer
ersten Nutwand 3.8 begrenzt, die unter den Aufnahmeschlitz 3.6 angrenzt. An einer
dem Spachteblatt 5 abgewandten Seite wird die Haltenut 3.7 von einer zweiten Nutwand
3.9 begrenzt. Die Griffeinrichtung 3 weist ein den Querschnitt zeigendes erstes Griffende
3.10 und zweites Griffende 3.11 auf. Die Haltenut 3.7 und ihre Gestaltung ist letztlich
der begrenzende Faktor für den Stärkenbereich (z. B. 0,3 bis 1,0 mm) des in ein und
denselben Grundkörper der Griffeinrichtung 3 einsetzbaren Spachtelblatts 5.
[0020] In Figur 3 ist der Flächenspachtel 1 von unten zu sehen. Auf dem Spachtelblatt 5
sind in der vorliegenden Ausführungsform mehrere Ansätze 5.7 ausgebildet. Diese Ansätze
5.7 sind in der bevorzugten Ausführungsform Einstanzungen, die eine steile Vorderkante
in Richtung Arbeitskante 5.1 und eine schräge Rückseite in entgegengesetzter Richtung
bilden. Der Abstand der Vorderkante jedes Ansatzes 5.7 zu einer der Arbeitskante 5.1
entgegengesetzten Kante 5.8 entspricht dem Abstand zwischen der ersten Nutwand 3.8
und der zweiten Nutwand 3.9, so dass ein in die Haltenut 3.7 eingefügtes Spachtelblatt
5 in einer Richtung quer zur Querachse blockiert ist. Die Höhe des jeweiligen Ansatzes
5.7 ist abhängig von der Stärke des Spachtelblattes 5, d.h. je geringer die Stärke
eines Spachtelblattes ist, desto höher ist der Ansatz 5.7. Dadurch wird immer eine
gute Klemmwirkung in der Haltenut 3.7 erzeugt. In der vorliegenden Ausführungsform
sind die Ansätze 5.7 nur auf einer Seite/Fläche des Spachtelblatts 5 ausgebildet.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Ansätze 5.7 auf beiden Seiten/Flächen
des Spachtelblattes 5 ausgebildet, so dass ein Benutzer beim Wechseln von Spachtelblättern
5, z.B. in Abhängigkeit ihrer Stärken, nicht auf die Ausrichtung des Spachtelblattes
5 in Bezug auf eine Oberseite und eine Unterseite achten muss.
[0021] Die erste und zweite Verschlusseinrichtung 7.1, 7.2 sind identisch, aber spiegelverkehrt
ausgebildet. Die Verschlusseinrichtungen 7.1, 7.2 sind vorzugsweise aus Kunststoff
hergestellt. In ihrer Kontur sind die als Verschlusskappen ausgebildeten Verschlusseinrichtungen
7.1, 7.2 an den Querschnitt des Hohlprofils der Griffeinrichtung 3 angepasst und weisen
zusätzlich noch jeweils ein fingerförmiges Ansatzstück 7.3 auf, das sich im auf die
Griffeinrichtung montiertem Zustand in Richtung Spachtelblatt 5 erstreckt und die
Haltenut 3.7 und den Aufnahmeschlitz 3.6 abdeckt. In Fig. 1 ist die als Verschlusskappe
ausgebildete Verschlusseinrichtung 7.1 oder 7.2 mit der Innenseite dargestellt. Auf
der Innenseite der Verschlusseinrichtung 7.1, 7.2 sind Klemm-Stege 7.4 ausgebildet,
die wenigstens streckenweise im Abstand der Materialdicke des Hohlprofils der Kontur
folgen . Auf diese Weise können die Verschlusseinrichtungen 7.1, 7.2 unter Spannung
in die freien Enden des Hohlprofils gedrückt werden und sitzen dort fest, aber lösbar.
Sie können mit den Fingern, weitgehend ohne Werkzeug, entfernt werden.
[0022] Wenn eine der Verschlusseinrichtungen 7.1 oder 7.2 entfernt worden ist, kann der
Benutzer an der über die Griffeinrichtung 3 seitlich vorstehende größere Breite des
Spachtelblattes 5, also an den ersten Abschnitt 5.4 und/oder zweiten Abschnitt 5.5
anfassen und das Spachtelblatt seitlich aus der Griffeinrichtung 3 herausziehen. Dieser
Vorgang wird durch die Führung des Spachtelblatts 5 im Aufnahmeschlitz 3.6 und an
der zweiten, hinteren Nutwand 3.9 unterstützt.
[0023] Die Verschlusseinrichtungen 7.1 oder 7.2 können in einer besonderen Ausführungsform
unverlierbar mit dem Grundkörper der Griffeinrichtung 3 ausgebildet sein. Diese Unverlierbarkeit
kann in beliebiger Form hergestellt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird
die Unverlierbarkeit durch eine zweiteilige Verschlusseinrichtung 7.1, 7.2 erreicht.
Ein innenliegendes Teils 7.5 ist mit seinem Umriss identisch mit dem Umriss des Hohlkörpers
der Griffeinrichtung und fest in denselben eingeschlagen. Das innenliegende Teil 7.5
ist über ein Filmscharnier 7.6 mit einem außenliegenden Teil 7.7 festverbunden und
kann um das Filmscharnier 7.6 herum zum Verschluss oder Öffnen und Freigeben des Hohlkörpers
bzw. der Haltenut 3.7 bewegt werden. Eine feste Haltung in Verschlussstellung kann
in der bevorzugten Ausführungsform dann dadurch erzeugt werden, dass eine ggfs. umlaufende
Feder des außenliegenden Teils 7.7 in eine Nut des innenliegenden Teils 7.5 der Verschlusseinrichtung
7.1 oder 7.2 einrastet.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1
- Flächenspachtel
- 3
- Griffeinrichtung
- 3.1
- größeres Längsoval ("Kopf")
- 3.2
- kleineres Längsoval ("Fuß")
- 3.3
- schmaler Stiel
- 3.4
- Stabilisierungsfläche
- 3.5
- Steg
- 3.6
- Aufnahmeschlitz
- 3.7
- Haltenut
- 3.8
- erste Nutwand
- 3.9
- zweite Nutwand
- 3.10
- erstes Griffende
- 3.11
- zweites Griffende
- 5
- Spachtelblatt
- 5.1
- Arbeitskante
- 5.2
- erstes Blattende
- 5.3
- zweites Blattende
- 5.4
- erster Abschnitt
- 5.5
- zweiter Abschnitt
- 5.6
- dritter Abschnitt
- 5.7
- Ansatz
- 5.8
- Hinterkante
- 7.1
- erste Verschlusseinrichtung
- 7.2
- zweite Verschlusseinrichtung
- 7.3
- fingerförmiges Ansatzstück
- 7.4
- Klemm-Stege
- 7.5
- innenliegender Teil
- 7.6
- Filmscharnier
- 7.7
- außenliegender Teil
- H
- Hauptachse
1. Flächenspachtel (1) mit einer Griffeinrichtung (3) und einem an der Griffeinrichtung
(3) lösbar befestigten Spachtelblatt (5), wobei die Griffeinrichtung (3) aus einem
Grundkörper gebildet ist, der im Wesentlichen parallel zu einer Hauptachse (H) des
Spachtelblatts (5) verläuft und an seinen entgegengesetzten Enden (3.10, 3.11) jeweils
mit einer lösbar angebrachten Verschlusseinrichtung (7.1; 7.2) verschlossen ist, wobei
der Grundkörper eine Haltenut (3.7) aufweist, die parallel zur Hauptachse (H) des
Spachtelblatts (5) ausgerichtet ist und über einen zur Hauptachse (H) des Spachtelblatts
(5) parallelen Aufnahmeschlitz (3.6) von außen zugänglich ist, wobei der Aufnahmeschlitz
(3.6) eine geringere Weite als die Haltenut (3.7) hat und die Haltenut (3.7) nach
vorne in Richtung Spachtelblatt (5) von einer ersten Nutwand (3.8) begrenzt ist, die
unter den Aufnahmeschlitz (3.6) angrenzt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Spachtelblatt (5) wenigstens einen Ansatz (5.7) auf einer ersten Blattfläche
aufweist, der im an der Griffeinrichtung (3) montierten Zustand des Spachtelblattes
(5) mit der ersten Nutwand (3.8) zusammenwirkt, wobei eine Höhe des wenigstens einen
Ansatzes (5.7) abhängig von der Stärke des Spachtelblattes (5) ist, derart, dass je
geringer die Stärke des Spachtelblattes (5) ist, der Ansatz (5.7) desto höher ist.
2. Flächenspachtel (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Ansatz (5.7) eine an die Haltenut (3.7) angepasste Höhe aufweist,
derart, dass die Höhe plus der jeweiligen Blattstärke der Höhe der Haltenut (3.7)
entspricht.
3. Flächenspachtel (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Haltenut (3.7) unterhalb des Aufnahmeschlitzes (3.6) erstreckt und mit einer
ersten Nutwand (3.8) unten an den Aufnahmeschlitz (3.6) angrenzt.
4. Flächenspachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Ansatz (5.7) eine Vorderkante aufweist, die einen Abstand zu
einer freien und parallel zur Hauptachse verlaufenden Hinterkante (5.8) des Spachtelblattes
(5) hat, der einem Abstand zwischen der ersten Nutwand (3.8) und einer zweiten Nutwand
(3.9) der Haltenut (3.7) entspricht.
5. Flächenspachtel nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Spachtelblatt (5) wenigstens einen Ansatz (5.7) auch auf einer zweiten Blattfläche
aufweist.
6. Flächenspachtel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Ansatz (5.7) eine Einstanzung mit einer steilen Vorderkante in
Richtung Arbeitskante (5.1) und einer schrägen Rückseite Richtung Hinterkante (5.8)
ist.
7. Flächenspachtel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Griffeinrichtung (3) aus Metall hergestellt ist.
8. Flächenspachtel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlusseinrichtungen (7.1; 7.2) aus Kunststoff hergestellt sind.
9. Flächenspachtel nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dass jede Verschlusseinrichtung (7.1; 7.2) wenigstens einen innenliegenden Klemm-Steg
(7.4) aufweist, mit der diese am freien Ende (3.10; 3.11) des Grundkörpers lösbar
festgeklemmt werden kann und die seitlich offene Haltenut (3.7) abdeckt.
10. Flächenspachtel nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Verschlusseinrichtung (7.1; 7.2) ein fingerförmiges Ansatzstück (7.3) aufweist,
das die Haltenut (3.7) und den Aufnahmeschlitz (3.6) in Richtung Spachtelblatt (5)
abdeckt.
11. Flächenspachtel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Spachtelblatt (5) ein ebenes Flächenelement ist, das wenigstens an einer Arbeitskante
(5.1) eine Stärke von 0,3 bis 1,0 mm aufweist.
12. Flächenspachtel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper ein Hohlprofil ist.
13. Flächenspachtel (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlusseinrichtungen (7.1, 7.2) als Verschlusskappe ausgebildet sind
1. A finishing spatula (1) having a gripping device (3) and a spatula blade (5) releasably
attached to the gripping device (3), wherein the gripping device (3) is formed from
a main body, which extends substantially parallel to a main axis (H) of the spatula
blade (5) and is closed at its opposite ends (3.10, 3.11) respectively with a releasably
attached closing device (7.1; 7.2), wherein the main body has a retaining groove (3.7),
which is oriented parallel to the main axis (H) of the spatula blade (5) and is accessible
from the outside via a receiving slot (3.6) parallel to the main axis (H) of the spatula
blade (5), wherein the receiving slot (3.6) has a smaller width than the retaining
groove (3.7) and the retaining groove (3.7) is delimited by a first groove wall (3.8)
to the front in the direction of the spatula blade (5), which groove wall (3.8) adjoins
under the receiving slot (3.6),
characterized in that,
the spatula blade (5) has at least one attachment (5.7) on a first blade surface,
which cooperates with the first groove wall (3.8) in the state where the spatula blade
(5) is mounted on the gripping device (3), wherein a height of the at least one attachment
(5.7) is dependent on the thickness of the spatula blade (5), such that the lower
the thickness of the spatula blade (5), the higher the attachment (5.7).
2. The finishing spatula (1) according to claim 1,
characterized in that,
the at least one attachment (5.7) has a height adapted to the retaining groove (3.7),
such that the height plus the respective blade thickness corresponds to the height
of the retaining groove (3.7).
3. The finishing spatula (1) according to claim 1 or 2,
characterized in that,
the retaining groove (3.7) extends under the receiving slot (3.6) and adjoins the
receiving slot (3.6) at the bottom with a first groove wall (3.8).
4. The finishing spatula (1) according to one of claims 1 to 3,
characterized in that,
the at least one attachment (5.7) has a leading edge, which has a distance from a
free trailing edge (5.8) of the spatula blade (5) extending parallel to the main axis,
which distance corresponds to a distance between the first groove wall (3.8) and a
second groove wall (3.9) of the retaining groove (3.7).
5. The finishing spatula (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that,
the spatula blade (5) has at least one attachment (5.7) on a second blade surface
too.
6. The finishing spatula (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that,
the at least one attachment (5.7) is a punched-in part with a steep leading edge in
the direction of the working edge (5.1) and an oblique rear side in the direction
of the trailing edge (5.8).
7. The finishing spatula (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that,
the gripping device (3) is produced from metal.
8. The finishing spatula (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that,
the closing devices (7.1; 7.2) are produced from metal.
9. The finishing spatula (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
each closing device (7.1; 7.2) has at least one inside clamping web (7.4), with which
the former can be releasably clamped at the free end (3.10; 3.11) of the main body
and covers the laterally open retaining groove (3.7).
10. The finishing spatula (1) according to claim 9,
characterized in that
each closing device (7.1; 7.2) has a finger-shaped extension (7.3), which covers the
retaining groove (3.7) and the receiving slot (3.6) in the direction of the spatula
blade (5).
11. The finishing spatula (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that,
the spatula blade (5) is a flat surface element, which has a thickness of 0.3 to 1.0
mm at least on one working edge (5.1).
12. The finishing spatula (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that,
the main body is a hollow profile.
13. The finishing spatula (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that,
the closing devices (7.1, 7.2) are formed as caps.
1. Spatule à surfacer (1) avec un dispositif de préhension (3) et une lame de spatule
(5) fixée de façon amovible au dispositif de préhension (3), sachant que le dispositif
de préhension (3) est formé d'un corps de base, qui passe pour l'essentiel parallèlement
à un axe principal (H) de la lame de spatule (5) et est fermée à ses extrémités opposées
(3.10, 3.11) respectivement avec un dispositif de fermeture (7.1 ; 7.2) monté de façon
amovible, sachant que le corps de base comporte une rainure de fixation (3.7), qui
est orientée parallèlement à l'axe principal (H) de la lame de spatule (5) et est
accessible de l'extérieur par une fente de logement (3.6) parallèle à l'axe principal
(H) de la lame de spatule (5), sachant que la fente de logement (3.6) possède une
largeur plus faible que la rainure de fixation (3.7) et la rainure de fixation (3.7)
est limitée vers l'avant en direction de la lame de spatule (5) par une première paroi
de rainure (3.8), qui vient toucher en bas de la fente de logement (3.6),
caractérisée en ce que
la lame de spatule (5) comporte au moins une saillie (5.7) sur une première surface
de lame, qui coopère à l'état monté de la lame de spatule (5) sur le dispositif de
préhension (3) avec la première paroi de rainure (3.8), sachant qu'une hauteur d'au
moins une saillie (5.7) dépend de l'épaisseur de la lame de spatule (5) de telle manière
que plus l'épaisseur de la lame de spatule (5) est faible plus la saillie (5.7) est
haute.
2. Spatule à surfacer (1) selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'
au moins une saillie (5.7) comporte une hauteur adaptée à la rainure de fixation (3.7)
de telle manière que la hauteur plus l'épaisseur de lame respective correspond à la
hauteur de la rainure de fixation (3.7).
3. Spatule à surfacer (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la rainure de fixation (3.7) s'étend en dessous de la fente de logement (3.6) et vient
toucher avec une première paroi de rainure (3.8) en bas la fente de logement (3.6).
4. Spatule à surfacer (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce qu'
au moins une saillie (5.7) comporte un bord avant, qui possède une distance par rapport
à un bord arrière (5.8) libre de la lame de spatule (5) et passant parallèlement à
l'axe principal, qui correspond à une distance entre la première paroi de rainure
(3.8) et une deuxième paroi de rainure (3.9) de la rainure de fixation (3.7).
5. Spatule à surfacer (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la lame de spatule (5) comporte au moins une saillie (5.7) également sur une deuxième
surface de lame.
6. Spatule à surfacer (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
au moins une saillie (5.7) est une découpe avec un bord avant fortement incliné en
direction du bord de travail (5.1) et une face arrière oblique en direction du bord
arrière (5.8).
7. Spatule à surfacer (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de préhension (3) est fabriqué en métal.
8. Spatule à surfacer (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les dispositifs de fermeture (7.1 ; 7.2) sont fabriqués en matière plastique.
9. Spatule à surfacer (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
chaque dispositif de fermeture (7.1 ; 7.2) comporte au moins une nervure de serrage
(7.4) située à l'intérieur avec laquelle celui-ci peut être serré fermement de façon
amovible à l'extrémité libre (3.10 ; 3.11) du corps de base et qui recouvre latéralement
la rainure de fixation ouverte (3.7).
10. Spatule à surfacer (1) selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
chaque dispositif de fermeture (7.1 ; 7.2) comporte une saillie en forme de doigt
(7.3) qui recouvre la rainure de fixation (3.7) et la fente de logement (3.6) en direction
de la lame de spatule (5).
11. Spatule à surfacer (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
la lame de spatule (5) est un élément de surface plan, qui comporte une épaisseur
de 0,3 à 1,0 mm au moins sur un bord de travail (5.1).
12. Spatule à surfacer (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le corps de base est un profilé creux.
13. Spatule à surfacer (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les dispositifs de fermeture (7.1, 7.2) sont constitués comme un capuchon de fermeture.
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