[0001] Die Erfindung betrifft einen Türantrieb zum Antrieb einer Tür.
[0002] Aus dem Stand der Technik bekannte Türantriebe weisen in der Regel wenigstens eine
Einstellvorrichtung auf. Diese Einstellvorrichtungen dienen der Einstellung von Betriebsparametern
des Türantriebs.
[0003] Eine derartige Einstellvorrichtung kann zum Beispiel ein Regulierventil sein. Ein
derartiges Regulierventil dient der verstellbaren Regulierung eines Fluidstroms innerhalb
des Türantriebs. Das zu regulierende Fluid ist in der Regel ein Hydrauliköl. Das Regulierventil
reguliert hierbei den Fluidstrom, zum Beispiel indem das Regulierventil die Querschnittsfläche
eines Fluidkanals an wenigsten einem Abschnitt des Fluidkanals beeinflusst. Ein typisches
Anwendungsgebiet sind Dämpfungsfunktionen zur Dämpfung der Bewegung des mit dem Türantrieb
wirkverbundenen Türflügels.
[0004] Ein anderes Beispiel für eine derartige Einstellvorrichtung ist ein Federkraftverstellelement.
Ein derartiges Federkraftverstellelement dient der Einstellung der Schließkraft eines
Türantriebs, indem die Vorspannung einer im Türschließer verbaute Feder eingestellt
wird.
[0005] Die Einstellung von Betriebsparametern eines Türantriebs erfolgt üblicherweise in
der endgültigen Montageposition, d. h. wenn der Türantrieb mit der Tür wirkverbunden
ist. Dies ist erforderlich, da eine Voreinstellung der Betriebsparameter aufgrund
der Vielzahl an verschiedenen Türen mit entsprechend unterschiedlichen Eigenschaften
nicht sinnvoll ist. Eine werksseitige Anpassung des Türantriebs an eine spezielle
Türvariante ist aus produktionstechnischen Gesichtspunkten unerwünscht, da es wesentlich
kostengünstiger ist möglichst wenige Varianten eines Türantriebs herzustellen. Ferner
kann es erforderlich sein, dass die Betriebsparameter nach einiger Zeit nachgestellt
werden müssen. Hieraus ergibt sich, dass in der Montageposition des Türantriebs die
Einstellvorrichtungen zur Einstellung der Betriebsparameter für einen Bediener zugänglich
sein müssen. Um die Einstellvorrichtungen vor Beschädigungen durch unsachgemäße Bedienung
zu schützen sind insbesondere die Angriffe der Einstellvorrichtungen aus robusten
Werkstoffen gefertigt, wie zum Beispiel Metall.
[0006] Türantriebe aus der Gruppe der Obentürschließer können mit ihrem Gehäuse sowohl am
Türflügel als auch am Türrahmen, an der Türzarge oder an der Wand, in die die Tür
eingelassen ist, montiert werden. Ferner unterscheidet man zwischen der Montage an
der Bandseite oder der Bandgegenseite, sowie der Montage an DIN-Links-Türen oder DIN-Rechts-Türen.
[0007] Eine Gruppe der aus dem Stand der Technik bekannten Türantriebe hat den Nachteil,
dass zur Abdeckung aller möglichen Kombinationen der zuvor beschriebenen Montagevarianten
wenigstens zwei Varianten des Türantriebs hergestellt werden müssen, da mit nur einer
Variante nicht gewährleistet ist, dass in jedem Fall die Einstellvorrichtungen zur
Einstellung der Betriebsparameter für einen Bediener zugänglich sind. Alternative
Türantriebe aus dem Stand der Technik kommen mit einer Variante des Türantriebs zur
Abdeckung aller möglichen Kombinationen der zuvor beschriebenen Montagevarianten aus,
haben aber eine eingeschränkte Funktionalität. Insbesondere sind diese Türantriebe
nicht über einen Türöffnungswinkel von mindestens 180° funktionsfähig, da diese Türantriebe
eine symmetrische Hubkurvenscheibe, anstelle einer asymmetrischen Hubkurvenscheibe
verwenden müssen um die Variantenzahl von zwei auf eins zu reduzieren.
[0008] Eine weitere Gruppe der aus dem Stand der Technik bekannten Türantriebe umgeht den
Nachteil der erzwungenen Variantenvielfalt dadurch, dass für jede Regulierung eines
Fluidstroms in diesen Türantrieben zwei Regulierventile vorgesehen sind, wobei in
der Montageposition wenigstens eines der Regulierventile zur Einstellung der Regulierung
für einen Bediener zugänglich ist. Dies hat wiederum den Nachteil, dass durch die
erhöhte Anzahl an Komponenten die Kosten des Türantriebs steigen und die Zuverlässigkeit
des Türantriebs sich verringert. Ferner ist zusätzlicher Bauraum in dem Türantrieb
für die zusätzlichen Regulierventile und die zugehörigen Hydraulikkanäle notwendig.
Ferner müssen vor der Montage die in der Montageposition nicht mehr zugänglichen Regulierventile
vollständig geschlossen werden, um in der Montageposition mit den zugänglichen Regulierventilen
die Regulierung der Fluidströme innerhalb des Türantriebs einstellen zu können. Hierbei
ist es besonders problematisch, wenn in der Montageposition ersichtlich wird, dass
ein nicht mehr zugängliches Regulierventil nicht geschlossen ist. In diesem Fall ist
die Regulierung des entsprechenden Fluidstroms nur eingeschränkt oder gar nicht möglich,
sofern der Türantrieb nicht aus seiner Montageposition demontiert und das nicht geschlossene
Regulierventil nachträglich geschlossen wird.
[0009] Die Federkraftverstellung erfolgt im Stand der Technik häufig über eine Stirnseite
des Türantriebs. Die Stirnseiten sind aber je nach Einbausituation schwer zugänglich.
[0010] Damit ist es die Aufgabe der Erfindung, einen Türantrieb anzugeben, der einfach einstellbar
ist.
[0011] Die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe ist ausgehend von dem eingangs beschriebenen
Türantrieb dadurch gelöst, dass der Türantrieb eine Einstellvorrichtung aufweist,
die Einstellvorrichtung wenigstens zwei Angriffe, insbesondere für Werkzeuge, aufweist,
die Einstellvorrichtung wenigstens ein Getriebe aufweist,
die Einstellvorrichtung wenigstens ein Angriffselement aufweist,
die Einstellvorrichtung ein Einstellelement aufweist,
wobei das Einstellelement zur Einstellung eines Betriebsparameters des Türantriebs
dient,
das eine Angriffselement oder jedes der Angriffselemente einen der Angriffe aufweist,
das eine Getriebe oder wenigstens eines der mehreren Getriebe mit dem Einstellelement
und einem dem jeweiligen Getriebe zugeordneten Angriffselement derart zusammenwirkt,
dass das Getriebe eine Bewegung des dem Getriebe zugeordneten Angriffselements in
eine Bewegung des Einstellelements umsetzt.
[0012] Hierdurch wird erreicht, dass der Türantrieb einfach einstellbar ist. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
und in den Figuren angegeben.
[0013] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Einstellelement ein Regulierventil oder ein
Federkraftverstellelement ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass das Federkraftverstellelement
über ein Schneckengetriebe die Federkraft verstellt.
[0014] Ferner kann vorgesehen sein, dass eine Bedienung einer der Angriffe in einem Bediensinn
stets einen gleichartigen Effekt auf den Betriebsparameter hat, wie eine Bedienung
eines anderen der Angriffe in dem gleichen Bediensinn. Hierdurch wird erreicht, dass
für den Bediener sich die Einstellung des Betriebsparameters in jeder Montageposition
des Türantriebs besonders einfach gestaltet und Verwechslungsmöglichkeiten oder Fehlbedienungen
reduziert werden.
[0015] Der Bediensinn bezieht sich hierbei auf die Sichtweise des Bedieners. Zum Beispiel
kann ein Bediensinn die Rotation eines Angriffs im Uhrzeigersinn sein. In diesem Fall
hat die Rotation einer der Angriffe im Uhrzeigersinn einen gleichartigen Effekt auf
den Betriebsparameter wie die Rotation eines anderen der Angriffe im Uhrzeigersinn.
Ein gleichartiger Effekt auf den Betriebsparameter bedeutet hierbei, dass zum Beispiel
beide Male die Federkraft erhöht wird. Ein anderer Bediensinn kann zum Beispiel ein
Verschieben einer der Angriffe in eine Richtung sein. Zum Beispiel kann ein Verschieben
einer der Angriffe nach rechts einen gleichartigen Effekt auf den Betriebsparameter
haben, wie ein Verschieben eines anderen der Angriffe nach rechts. Das Verschieben
nach rechts bezieht sich auch hier auf die jeweilige Sichtweise des Bedieners.
[0016] Ferner kann vorgesehen sein, dass das eine Getriebe oder wenigstens eines der Getriebe
mit dem Einstellelement und mit dem einem Angriffselement oder wenigstens einem der
Angriffselemente derart zusammenwirkt, dass eine Bewegung einer der Angriffe über
das Einstellelement und das eine Getriebe in eine Bewegung eines der anderen Angriffe
umgesetzt wird. Hierdurch wird erreicht, dass die Information, dass der eine Angriff
bewegt, insbesondere rotiert, wird auf den anderen Angriff übertragen wird und somit
an dem anderen Angriff ablesbar sein kann.
[0017] Ferner kann vorgesehen sein, dass wenigstens eines der Getriebe eine Untersetzung
aufweist. Ferner kann vorgesehen sein, dass wenigstens eines der Getriebe eine Übersetzung
aufweist.
[0018] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Türantrieb eine Abtriebswelle aufweist. Ferner
kann vorgesehen sein, dass die Abtriebswelle um eine Rotationsachse rotierbar ist.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Rotationsachse wenigstens eines der Angriffselemente
senkrecht zur Rotationsachse der Abtriebswelle verläuft. Ferner kann vorgesehen sein,
dass die Rotationsachse des Einstellelements senkrecht zur Rotationsachse der Abtriebswelle
verläuft. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Rotationsachse wenigstens eines der
Angriffselemente parallel zur Rotationsachse der Abtriebswelle verläuft. Ferner kann
vorgesehen sein, dass die Rotationsachse des Einstellelements parallel zur Rotationsachse
der Abtriebswelle verläuft.
[0019] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Angriffe derart angeordnet sind, dass in jeder
Montageposition des Türantriebs wenigstens ein Angriff für einen Bediener zugänglich
ist. Hierdurch wird erreicht, dass der Türantrieb einfach an verschiedene Montagepositionen
anpassbar ist.
[0020] Ferner kann vorgesehen sein, dass wenigstens eines der Angriffselemente um eine Rotationsachse
rotierbar ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass das Einstellelement um eine Rotationsachse
rotierbar ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Bewegung des dem jeweiligen Getriebe
zugeordneten Angriffselements und die Bewegung des Einstellelements Rotationsbewegungen
sind.
[0021] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Rotationsachsen des einen Angriffselements
oder wenigstens eines der Angriffselemente und des Einstellelements parallel zueinander
verlaufen. Hierdurch wird erreicht, dass Rotationsbewegungen zwischen dem Einstellelement
und dem parallel verlaufenden Angriffselement besonders einfach übertragbar sind.
[0022] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Türantrieb eine Längsachse aufweist, wobei
die Rotationsachse des einen Angriffselement oder wenigstens eines der Angriffselemente
senkrecht zur Längsachse des Türantriebs verläuft.
[0023] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Türantrieb eine Längsachse aufweist, wobei
die Rotationsachse des Einstellelements senkrecht zur Längsachse des Türantriebs verläuft.
[0024] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Einstellelement wenigstens einen der Angriffe
aufweist. Hierdurch wird erreicht, dass der Türantrieb besonders günstig herstellbar
ist, da nur wenige zusätzliche Bauteile erforderlich sind.
[0025] Ferner kann vorgesehen sein, dass zwei der Angriffe je um eine Rotationsachse rotierbar
sind, wobei eine Rotation einer der beiden Angriffe über das eine Getriebe oder wenigstens
eines der Getriebe in eine Rotation des anderen Angriffs in dem gleichen Rotationssinn
umgesetzt wird. Hierdurch wird erreicht, dass die Information, dass der eine Angriff
rotiert wird auf den anderen Angriff übertragen wird und somit an dem anderen Angriff
ablesbar sein kann.
[0026] Der Rotationssinn bezieht sich hierbei wie der Bediensinn auf die Sichtweise des
Bedieners. Zum Beispiel kann ein Rotationssinn die Rotation eines Angriffs im Uhrzeigersinn
sein. In diesem Fall hat die Rotation einer der Angriffe im Uhrzeigersinn den Effekt,
dass der andere Angriff ebenfalls im Uhrzeigersinn rotiert.
[0027] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Rotationsachsen der beiden Angriffe parallel
zueinander verlaufen, wobei eine Rotation einer der beiden Angriffe über das eine
Getriebe oder wenigstens eines der Getriebe in eine Rotation des anderen Angriffs
in der entgegengesetzten Rotationsrichtung umgesetzt wird. Hierdurch wird erreicht,
dass die Information, dass der eine Angriff rotiert wird auf den anderen Angriff übertragen
wird und somit an dem anderen Angriff ablesbar sein kann.
[0028] Der Rotationsrichtung bezieht sich hierbei auf die Sicht entlang der parallelen Rotationsachsen
aus derselben Richtung. Zum Beispiel kann die Rotationsrichtung eines Angriffs im
Uhrzeigersinn sein. In diesem Fall hat die Rotation einer der Angriffe im Uhrzeigersinn
den Effekt, dass der andere Angriff entgegen dem Uhrzeigersinn rotiert.
[0029] Ferner kann vorgesehen sein, dass das eine Getriebe oder wenigstens eines der mehreren
Getriebe durch eine Verzahnung am Einstellelement und eine Verzahnung an dem einem
Angriffselement oder einem der mehreren Angriffselemente gebildet wird. Hierdurch
wird erreicht, dass Rotationsbewegungen zwischen dem Einstellelement und dem Angriffselement
zuverlässig übertragen werden.
[0030] Der Türantrieb kann insbesondere direkt am oder im Türflügel, an oder in einer Wand,
an oder in einer Türzarge oder an oder im Boden angeordnet sein. Der Türantrieb kann
insbesondere ausgewählt sein aus der Gruppe der Obentürschließer, der in der Tür montierten
Türschließer, der Rahmentürschließer oder der Bodentürschließer. Der Türantrieb kann
als mechanischer Türantrieb ausgeführt sein oder als mit Hilfskraft betriebener Türantrieb.
[0031] Mechanische Türantriebe werden häufig auch als Türschließer oder Türschließmittel
mit kontrolliertem Schließablauf bezeichnet. Ein Türschließer ist in der Lage wenigstens
einen Teil der während des Öffnungsvorgangs der Tür durch den Begeher zum Öffnen der
Tür verwendeten Energie zu speichern. Nach der Freigabe des Türflügels durch den Begeher
kann der Türschließer die gespeicherte Energie nutzen, um den Türflügel selbsttätig
wieder zu schließen.
[0032] Bei einem mit Hilfskraft betriebenen Türantrieb kann es sich insbesondere um einen
elektrischen und/oder elektromechanischen und/oder elektrohydraulischen und/oder pneumatischen
Türantrieb handeln, wobei der Türflügel, also mittels elektrische und/oder elektromechanisch
und/oder elektrohydraulisch und/oder pneumatisch erzeugter Hilfskraft, geschlossen
und/oder geöffnet werden kann. Die Hilfskraft kann hierbei derart bemessen sein, dass
die Hilfskraft unterstützend wirkt, d. h., dass der Begeher beim Öffnen und/oder Schließen
der Tür eine verringerte Eigenkraft aufwenden muss. Die Hilfskraft kann auch derart
bemessen sein, dass die Tür durch die Hilfskraft automatisch geöffnet wird, d. h.,
dass keine Eigenkraft durch den Begeher zusätzlich zur Hilfskraft aufgewendet werden
muss. Vorzugsweise ist die Hilfskraft, insbesondere als Funktion des Öffnungswinkels
des Türflügels, einstellbar.
[0033] Vorzugsweise erfüllen mit Hilfskraft betriebene Türantriebe bei einem Ausfall der
Hilfskraft weiterhin die Funktionen eines mechanischen Türantriebs, insbesondere die
Funktion des selbsttätigen Schließens oder Öffnens der Tür.
[0034] Türantriebe können vorzugsweise wenigstens eine Sicherheitseinrichtung aufweisen.
Die Sicherheitseinrichtung kann insbesondere die Öffnungskraft und/oder die Öffnungsgeschwindigkeit
begrenzen. Die Sicherheitseinrichtung kann zusätzlich oder alternativ insbesondere
den Schwenkbereich des Türflügels überwachen und eine Sicherheitsfunktion auslösen,
wenn eine Person oder ein Objekt in den Schwenkbereich des Türflügels gerät. Eine
Sicherheitsfunktion kann beispielsweise das Anhalten des Türflügels, eine Verringerung
der Geschwindigkeit des Türflügels oder eine Bewegungsumkehr des Türflügels umfassen.
[0035] Türantriebe weisen vorzugsweise wenigstens eine Überwachungseinrichtung auf. Die
Überwachungseinrichtung kann insbesondere Sensoren aufweisen, die gefährliche Umweltbedingungen
detektieren können, wie z. B. Brände, Rauchentwicklung oder gefährliche Konzentration
von Gasen (z. B. Kohlenmonoxid). Die Überwachungseinrichtung kann nach der Detektion
von gefährlichen Umweltbedingungen eine Sicherheitsfunktion auslösen. Eine Sicherheitsfunktion
kann beispielsweise das außer Kraft setzen einer automatischen Öffnungsfunktion der
Tür umfassen. Die Überwachungseinrichtung und die Sicherheitseinrichtung können getrennt
ausgebildet sein oder durch eine gemeinsame Einrichtung gebildet werden.
[0036] Türantriebe können vorzugsweise wenigstens einen Impulsgeber aufweisen. Der Impulsgeber
kann insbesondere den Befehl zum Öffnen und/oder Schließen der Tür geben. Der vom
Impulsgeber gegebene Befehl wird von einer Steuerung verarbeitet, wobei die Steuerung
die vom Impulsgeber befohlene Türflügelbewegung steuert. Impulsgeber werden unterschieden
in bewusste Impulsgeber (z. B. Schalter, Taster), über die die Türflügelbewegung bewusst
eingeleitet wird, und unbewusste Impulsgeber (z. B. Lichtschranken, Radar, Kontaktmatten),
über die die Türflügelbewegung unbewusst beim Betreten eines durch den Impulsgeber
überwachten Bereichs eingeleitet wird.
[0037] Ferner können Türantriebe die Schließbewegung des Türflügels vorzugsweise derart
steuern oder regeln, dass der Schließvorgang für eine, insbesondere einstellbare,
Zeit verzögert werden kann. Diese Dämpfungsfunktion wird auch als Schließverzögerung
bezeichnet.
[0038] Ferner können Türantriebe vorzugsweise ein Gehäuse umfassen. Das Gehäuse kann vorzugsweise
im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet sein. Das Gehäuse kann vorzugsweise wenigstens
eine erste Öffnung zur Kupplung des im Gehäuse angeordneten Abtriebs mit einem Kraftübertragungselement
aufweisen. Es kann auch vorgesehen sein, dass eine der ersten Öffnung gegenüberliegende
zweite Öffnung im Gehäuse zur Kupplung des Abtriebs mit einem Kraftübertragungselement
vorgesehen ist. An dem Gehäuse können Dekorelemente angeordnet sein, die Teile des
Gehäuses oder aber auch das Gehäuse im Wesentlichen vollständig überdecken. Das Gehäuse
ist bevorzugt aus einem Werkstoff gefertigt. Insbesondere kann das Gehäuse aus einem
metallischen Werkstoff gefertigt sein. Es ist ferner bevorzugt, dass das Gehäuse einstückig
ausgebildet ist. Das Gehäuse kann auch durch mehrere Teilstücke gebildet werden. Das
Gehäuse kann zumindest teilweise aus Kunststoff ausgebildet sein.
[0039] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Technische Merkmale mit gleicher Funktion sind in den Figuren mit identischen Bezugszeichen
versehen. Es zeigen:
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Türantrieb gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung,
Fig. 2 schematisch eine Einstellvorrichtung eines erfindungsgemäßen Türantriebs gemäß
einer Ausgestaltung der Erfindung,
Fig. 3 schematisch eine Einstellvorrichtung eines erfindungsgemäßen Türantriebs gemäß
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung,
Fig. 4 eine Einstellvorrichtung eines erfindungsgemäßen Türantriebs gemäß einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung und
Fig. 5 eine Einstellvorrichtung eines erfindungsgemäßen Türantriebs gemäß einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung.
[0040] In Fig. 1 ist ein Türantrieb 1 mit einer Einstellvorrichtung 2 gezeigt. Von der Einstellvorrichtung
2 ist lediglich ein Angriff 6 sichtbar. Die weiteren Komponenten der Einstellvorrichtung
2 befinden sich innerhalb des Türantriebs 1. Ein weiterer Angriff 6 ist auf der dem
sichtbaren Angriff 6 gegenüberliegenden Seite des Türantriebs 1 angeordnet. Über eine
Abtriebswelle 10 ist der Türantrieb 1 in bekannter Weise mit einem Kraftübertragungselement,
wie zum Beispiel einem Scherengestänge oder einer Gleitschiene, verbindbar.
[0041] Die in Fig. 2 dargestellte Einstellvorrichtung 2 weist zwei Angriffe 6 auf. Die Angriffe
6 sind beispielsweise durch Ausnehmungen für den Eingriff eines Sechskantes gebildet.
Die Einstellvorrichtung 2 weist ferner ein Getriebe 3, ein Angriffselement 4 und ein
Einstellelement 5 auf. Das Getriebe 3 wird durch Verzahnungen 11 gebildet, die an
dem Angriffselement 4 und dem Einstellelement 5 angeordnet sind. Die Angriffe 6 sind
an sich gegenüberliegenden Enden der Einstellvorrichtung 2 angeordnet. Einer der beiden
Angriffe 6 ist an dem Einstellelement 5 angeordnet. Der andere der beiden Angriffe
6 ist an dem Angriffselement 4 angeordnet. Das Getriebe 3 wirkt mit dem Einstellelement
5 und dem Angriffselement 4 derart zusammen, dass das Getriebe 3 eine Bewegung des
Angriffselements 4 in eine Bewegung des Einstellelements 5 umsetzt. Das Einstellelement
5 kann ein Regulierventil 7 oder ein Federkraftverstellelement 8 sein.
[0042] Wird einer der beiden Angriffe 6 von einem Bediener in einem Bediensinn bedient,
beispielsweise im Uhrzeigersinn gedreht, hat dies einen gleichartigen Effekt auf den
Betriebsparameter, wie eine Bedienung des anderen Angriffs 6 in dem gleichen Bediensinn.
[0043] Das Getriebe 3 wirkt mit dem Einstellelement 5 und mit dem Angriffselement 4 derart
zusammen, dass eine Bewegung einer der beiden Angriffe 6 über das Einstellelement
5 und das Getriebe 3 in eine Bewegung des anderen Angriffs 6 umgesetzt wird.
[0044] Die Einstellvorrichtung 2 ist derart im Türantrieb 1 angeordnet, dass in jeder Montageposition
des Türantriebs 1 wenigstens ein Angriff 6 für einen Bediener zugänglich ist. Hierzu
kann, zum Beispiel wie in der Fig. 1 dargestellt, ein Angriff 6 an der Vorderseite
und ein Angriff 6 an der Rückseite des Türantriebs 1 angeordnet sein.
[0045] Das Angriffselement 4 ist um eine Rotationsachse rotierbar. Die Rotationsachse des
Angriffselements 4 verläuft in der Fig. 2 in der Zeichenebene etwa waagerecht und
mittig durch das Angriffselement 4. Das Einstellelement 5 ist um eine Rotationsachse
rotierbar. Die Rotationsachse des Einstellelements 5 verläuft in der Fig. 2 in der
Zeichenebene etwa waagerecht und mittig durch das Einstellelement 5. Die Rotationsachse
des Angriffselements 4 verläuft parallel zur Rotationsachse des Einstellelements 5.
[0046] Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, weist der Türantrieb 1 eine Längsachse auf. Die
Rotationsachse des Angriffselements 4 verläuft senkrecht zur Längsachse des Türantriebs
1.
[0047] Die Rotationsachse des Einstellelements 5 verläuft ebenfalls senkrecht zur Längsachse
des Türantriebs 1.
[0048] Die Angriffe 6 sind jeweils um eine Rotationsachse rotierbar. Der am Angriffselement
4 angeordnete Angriff ist zusammen mit dem Angriffselement 4 um die Rotationsachse
des Angriffselements 4 rotierbar. Der am Einstellelement 5 angeordnete Angriff ist
zusammen mit dem Einstellelement 5 um die Rotationsachse des Einstellelements 5 rotierbar.
Eine Rotation einer der beiden Angriffe 6 wird über das Getriebe 3 in eine Rotation
des anderen Angriffs 6 im gleichen Rotationssinn umgesetzt. Wird zum Beispiel einer
der beiden Angriffe 6 im Uhrzeigersinn rotiert, dreht sich der andere Angriff 6 automatisch
ebenfalls im Uhrzeigersinn. Der Rotationssinn bezieht sich hier auf die jeweilige
Sichtweise eines Bedieners von außen auf den jeweiligen Angriff 6.
[0049] Die Rotationsachsen der beiden Angriffe 6 verlaufen parallel zueinander. Eine Rotation
einer der beiden Angriffe 6 wird über das eine Getriebe 3 in eine Rotation des anderen
Angriffs 6 in der entgegengesetzten Rotationsrichtung umgesetzt. Wird zum Beispiel
einer der beiden Angriffe 6 im Uhrzeigersinn rotiert, dreht sich der andere Angriff
6 automatisch entgegen dem Uhrzeigersinn. Die Rotationsrichtung bezieht sich hier
auf die Sicht entlang der parallelen Rotationsachsen aus derselben Richtung. Beispielsweise
kann in der Fig. 2 von rechts entlang der Rotationsachsen der Angriffe 6 geblickt
werden. Aufgrund der Zusammenwirkung des Angriffselements 4 und des Einstellelements
5 mit dem Getriebe 3 weisen die Angriffe 6 in dieser Betrachtungsweise zwangsläufig
entgegengesetzte Rotationsrichtungen auf.
[0050] Die in der Fig. 3 dargestellte Einstellvorrichtung 2 unterscheidet sich von der in
der Fig. 2 dargestellten Einstellvorrichtung 2 durch ein zusätzliches Getriebe 3,
dass am linken Ende der Einstellvorrichtung 2 angeordnet ist. Dieses zusätzliche Getriebe
3 entspricht in der Funktionsweise dem in der Fig. 2 dargestellten Getriebe 3. Das
zusätzliche Getriebe 3 wirkt mit einem zusätzlichen Angriffselement 4 und dem Einstellelement
5 zusammen. Das zusätzliche Getriebe 3 wird durch Verzahnungen 11 gebildet, die an
dem zusätzlichen Angriffselement 4 und dem Einstellelement 5 angeordnet sind.
[0051] Das am rechten Ende der Einstellvorrichtung 2 angeordnete Getriebe 3 weist im Gegensatz
zu dem in der Fig. 2 dargestellten Getriebe 3 ein zusätzliches Zahnrad auf. Dieses
Zahnrad ist zwischen dem Angriffselement 4 und dem Einstellelement 5 angeordnet. Die
beiden Angriffe 6 sind jeweils an einem Angriffselement 4 angeordnet. Das Einstellelement
5 weist keinen Angriff 6 auf. Die Funktionsweise der in der Fig. 3 dargestellten Einstellvorrichtung
ergibt sich in analoger Weise aus den Erläuterungen zu Fig. 2.
[0052] Die Fig. 4 zeigt eine Einstellvorrichtung 2 gemäß Fig. 2, wobei das Einstellelement
5 ein Federkraftverstellelement 8 ist und ein Schneckengetriebe 9 aufweist. Über das
Schneckengetriebe 9 ist durch das Federkraftverstellelement 5 die Federkraft einer
im Türantrieb angeordneten Feder verstellbar.
[0053] Die Fig. 5 zeigt eine Einstellvorrichtung 2 gemäß Fig. 2, wobei das Einstellelement
5 ein Regulierventil 7 ist. Das Regulierventil 7 weist einen ersten Ventilkolben 12a
und einem zweiten Ventilkolben 12b auf. Der zweite Ventilkolben 12b erstreckt sich
mit einer nicht dargestellten Spitze in den ersten Ventilkolben 12a hinein. Zur Verbesserung
der Übersichtlichkeit ist auf die Darstellung von Dichtungselementen verzichtet worden.
Durch eine nicht dargestellte Mitnahmekontur werden Rotationsbewegungen zwischen den
Ventilkolben 12a, 12b übertragen, d. h. die Ventilkolben 12a, 12b sind rotatorisch
gekoppelt. Die Ventilkolben 12a, 12b sind in Längsrichtung relativ zueinander beweglich,
d. h. die Ventilkolben 12a, 12b sind translatorisch entkoppelt. Der erste Ventilkolben
12a ist über ein Gewinde 13 im nicht dargestellten Türantrieb gelagert. Der zweite
Ventilkolben 12b ist im Türantrieb ausschließlich um seine Längsachse drehbeweglich
gelagert. Durch Bedienen einer der Angriffe 6 werden beide Ventilkolben 12a, 12b im
Türantrieb gedreht. Hierbei bewegen sich die Ventilkolben 12a, 12b je nach Drehrichtung
entweder aufeinander zu oder voneinander weg. Durch diese translatorische Relativbewegung
wird ein zwischen den Ventilkolben 12a, 12b gebildetes Ringspaltventil verstellt.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Türantrieb
- 2
- Einstellvorrichtung
- 3
- Getriebe
- 4
- Angriffselement
- 5
- Einstellelement
- 6
- Angriff
- 7
- Regulierventil
- 8
- Federkraftverstellelement
- 9
- Schneckengetriebe
- 10
- Abtriebswelle
- 11
- Verzahnung
- 12a
- erster Ventilkolben
- 12b
- zweiter Ventilkolben
- 13
- Gewinde
1. Türantrieb (1) zum Antrieb einer Tür, dadurch gekennzeichnet, dass der Türantrieb (1) eine Einstellvorrichtung (2) aufweist,
die Einstellvorrichtung (2) wenigstens zwei Angriffe (6), insbesondere für Werkzeuge,
aufweist,
die Einstellvorrichtung (2) wenigstens ein Getriebe (3) aufweist,
die Einstellvorrichtung (2) wenigstens ein Angriffselement (4) aufweist,
die Einstellvorrichtung (2) ein Einstellelement (5) aufweist,
wobei das Einstellelement (5) zur Einstellung eines Betriebsparameters des Türantriebs
(1) dient,
das eine Angriffselement (4) oder jedes der Angriffselemente (4) einen der Angriffe
(6) aufweist,
das eine Getriebe (3) oder wenigstens eines der mehreren Getriebe (3) mit dem Einstellelement
(5) und einem dem jeweiligen Getriebe (3) zugeordneten Angriffselement (4) derart
zusammenwirkt, dass das Getriebe (3) eine Bewegung des dem Getriebe (3) zugeordneten
Angriffselements (4) in eine Bewegung des Einstellelements (5) umsetzt.
2. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement (5) ein Regulierventil (7) oder ein Federkraftverstellelement
(8) ist.
3. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bedienung einer der Angriffe (6) in einem Bediensinn stets einen gleichartigen
Effekt auf den Betriebsparameter hat, wie eine Bedienung eines anderen der Angriffe
(6) in dem gleichen Bediensinn.
4. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Getriebe (3) oder wenigstens eines der Getriebe (3) mit dem Einstellelement
(5) und mit dem einem Angriffselement (4) oder wenigstens einem der Angriffselemente
(4) derart zusammenwirkt, dass eine Bewegung einer der Angriffe (6) über das Einstellelement
(5) und das eine Getriebe (3) in eine Bewegung eines der anderen Angriffe (6) umgesetzt
wird.
5. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Angriffe (6) derart angeordnet sind, dass in jeder Montageposition des Türantriebs
(1) wenigstens ein Angriff (6) für einen Bediener zugänglich ist.
6. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Angriffselemente (4) um eine Rotationsachse rotierbar ist.
7. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement (5) um eine Rotationsachse rotierbar ist.
8. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des dem jeweiligen Getriebe (3) zugeordneten Angriffselements (4) und
die Bewegung des Einstellelements (5) Rotationsbewegungen sind.
9. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachsen des einen Angriffselements (4) oder wenigstens eines der Angriffselemente
(4) und des Einstellelements (5) parallel zueinander verlaufen.
10. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türantrieb (1) eine Längsachse aufweist,
wobei die Rotationsachse des einen Angriffselement (4) oder wenigstens eines der Angriffselemente
(4) senkrecht zur Längsachse des Türantriebs (1) verläuft.
11. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türantrieb (1) eine Längsachse aufweist,
wobei die Rotationsachse des Einstellelements (5) senkrecht zur Längsachse des Türantriebs
(1) verläuft.
12. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement (5) wenigstens einen der Angriffe (6) aufweist.
13. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei der Angriffe (6) je um eine Rotationsachse rotierbar sind,
wobei eine Rotation eines der beiden Angriffe (6) über das eine Getriebe (3) oder
wenigstens eines der Getriebe (3) in eine Rotation des anderen Angriffs (6) in dem
gleichen Rotationssinn umgesetzt wird.
14. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachsen der beiden Angriffe (6) parallel zueinander verlaufen, wobei
eine Rotation eines der beiden Angriffe (6) über das eine Getriebe (3) oder wenigstens
eines der Getriebe (3) in eine Rotation des anderen Angriffs (6) in der entgegengesetzten
Rotationsrichtung umgesetzt wird.
15. Türantrieb (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Getriebe (3) oder wenigstens eines der mehreren Getriebe (3) durch eine
Verzahnung (11) am Einstellelement (5) und eine Verzahnung (11) an dem einem Angriffselement
(4) oder einem der mehreren Angriffselemente (4) gebildet wird.