[0001] Die Erfindung betrifft einen Raffstore gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Raffstoren der gattungsgemäßen Art weisen einen an Aufzugbändern aufzieh- und ablassbaren
Behang aus Behanglamellen und einer unteren Endleiste auf, wobei die Aufzugbänder
zum Aufziehen und Ablassen des Behangs an der unteren Endleiste angreifen und wobei
gewöhnlich zu beiden Seiten des Behangs eine Führungsschiene vorgesehen ist, in der
zumindest die untere Endleiste, meist aber auch die Behanglamellen, geführt sind.
[0003] Gegenüber anderen Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtungen wie beispielsweise Rollläden
weisen Raffstoren dabei den Nachteil einer höheren Anfälligkeit für Windstöße oder
dergleichen auf.
[0004] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Raffstore mit
verbesserter Windstabilität zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß ist ein gattungsgemäßer Raffstore dadurch weitergebildet, dass er
eine Hochschiebesicherungsvorrichtung für die Endleiste aufweist, welche in einem
Sperrzustand eine Bewegung der Endleiste zumindest nach oben verhindert und in einem
Freigabezustand zulässt.
[0007] Dadurch kann beispielsweise bei einem drohenden Gewitter oder Sturm die Endleiste
des abgelassenen Behangs fixiert werden, so dass der Behang gegenüber angreifenden
Windstößen deutlich an Stabilität gewinnt.
[0008] Vorteilhaft weist der Raffstore an den beiden Längsseiten der Behanglamellen angreifende
Wendebänder auf, über die die Behanglamellen zumindest bei abgelassenem Behang zwischen
einer Belichtungsstellung mit voneinander abgehobenen Behanglamellen und einer Verschattungsstellung
mit aneinander anliegenden Behanglamellen verschwenkbar sind, wobei die an der Endleiste
angreifenden Aufzugbänder so durch die Behanglamellen oder an den Behanglamellen vorbeigeführt
sind, dass sie sich in der Verschattungsstellung vollständig auf einer dem Gebäude
zugewandten Seite des Behangs befinden.
[0009] Dadurch wird der Einsatzbereich der erfindungsgemäßen Hochschiebesicherung wesentlich
erweitert. Denn durch die Lage hinter der geschlossenen Lamellenfront sind die Aufzugbänder
dem direkten Zugriff eines Einbrechers entzogen und können zumindest nicht ohne Weiteres
durchgeschnitten werden. Dadurch gelingt der Einsatz der erfindungsgemäßen Hochschiebesicherung
als Einbruchsschutz.
[0010] Die Hochschiebesicherung kann dabei zumindest ein zwischen einer Sperrstellung und
einer Freigabestellung bewegliches Sperrglied umfassen, welches in seiner Sperrstellung
eine Bewegung der Endleiste verhindert und in seiner Freigabestellung zulässt. Das
Sperrglied ist dabei aus Gründen der Optik und des Witterungsschutzes bevorzugt innerhalb
der jeweils zugeordneten Führungsschiene angeordnet, obwohl es theoretisch auch denkbar
wäre, das Sperrglied außen an der Führungsschiene vorzusehen, um die Hochschiebeblockade
zwischen Führungsschiene und Endleiste herzustellen.
[0011] Wenn die Endleiste wie gattungsgemäß üblich eine Profilanordnung aufweist, die auf
einer oder meist auf beiden Stirnseiten mit einem in die zugeordnete Führungsnut der
dortigen Führungsschiene hineinragenden Führungskörper versehen ist, kann das Sperrglied
durch an den Führungskörpern beweglich angebrachte Sperrklinken gebildet werden, welche
jeweils zwischen der Sperrstellung und der Freigabestellung beweglich sind und in
der Sperrstellung mit zumindest einem Angriffsabschnitt in Angriff an der zugeordneten
Führungsschiene stehen, in der Freigabestellung aber nicht.
[0012] Weiterhin bevorzugt weist die Sperrklinke dabei zwei in der Sperrstellung an gegenüberliegenden,
vertikalen Innenwänden der Führungsschiene angreifende Angriffsabschnitte auf. Jeder
Angriffsabschnitt kann vorteilhaft als zur zugeordneten Innenwand der Führungsschiene
hin spitz zulaufender Vorsprung ausgebildet sein, so dass mit einer mäßigen, auf die
Sperrklinke aufgebrachten Anpresskraft ein Reibschluss mit der Innenwand der Führungsschiene
hergestellt wird, sich der spitz zulaufende Vorsprung bei einer erhöhten Anpresskraft
jedoch in das Material der Führungsschiene eindrückt und einen Formschluss zur Führungsschiene
herstellt. Dieser kann noch verbessert werden, wenn die dem jeweiligen Angriffsabschnitt
zugeordnete Innenwand der Führungsschiene mit Querrillen versehen ist.
[0013] Um die Hochschiebesicherungsvorrichtung zwischen ihrem Sperrzustand und ihrem Freigabezustand
hin- und her schalten zu können, bzw. um das Sperrglied wahlweise in seine Sperrstellung
oder seine Freigabestellung bewegen zu können, weist die Hochschiebesicherungsvorrichtung
vorteilhaft eine Schaltmechanik auf, mit der sich das Sperrglied betätigen lässt.
Die Schaltmechanik kann dabei eine Schaltwelle umfassen, die drehbar an der Endleiste
aufgenommen ist und mit dem zumindest einen Sperrglied in Wirkverbindung steht, um
das Sperrglied zwischen seiner Sperrstellung und seiner Freigabestellung hin- und
her zu schalten. Erstreckt sich die Schaltwelle dabei in Längsrichtung der Endleiste,
so gelingt ein relativ einfacher Aufbau der Schaltmechanik.
[0014] Dabei kann die Schaltwelle zumindest einen Nockenwellenabschnitt mit einem Schaltnocken
aufweisen, welcher an dem Sperrglied, also in vorteilhafter Weiterbildung an der an
dem zugeordneten Führungskörper angebrachten Sperrklinke angreift. Die Schaltwelle
kann ferner einen mit dem Nockenwellenabschnitt fluchtenden Betätigungswellenabschnitt
aufweisen, an dem zur Betätigung der Schaltung angegriffen werden kann. Der Betätigungswellenabschnitt
kann dabei vorteilhaft ein sich innerhalb der Endleiste erstreckender Wellenabschnitt
sein. Dabei ist es aus Gründen einer einfacheren Montierbarkeit bevorzugt, wenn der
Nockenwellenabschnitt und der Betätigungswellenabschnitt separate Bauteile sind, welche
drehfest miteinander verbunden sind.
[0015] Unabhängig davon, ob zur Betätigung des aus einem oder mehreren Sperrgliederelementen
z.B. Sperrklinken bestehenden Sperrglieds die vorstehend angesprochene Schaltwelle
oder mehrere derartige Schaltwellen vorgesehen ist bzw. sind oder nicht kann die Schaltmechanik
eine Anzahl Betätigungsschalter umfassen, durch deren Betätigung die Hochschiebesicherungsvorrichtung
zwischen dem Sperrzustand und dem Freigabezustand schaltbar ist, bevorzugt eine der
Anzahl Sperrglieder entsprechende Anzahl drehfest mit dem Betätigungswellenabschnitt
verbundener Betätigungsschalter.
[0016] Damit gelingt das Ein- und Ausschalten der Hochschiebesicherungsvorrichtung per Hand
oder über eine Steuereinheit des Raffstores, z.B. durch Erfassen der Erreichung der
Endlage des Behangs. Es ist jedoch besonders vorteilhaft, wenn sich die Hochschiebesicherungsvorrichtung
gegen ein unabhängig von den Aufzugbändern erfolgendes Hochschieben der Endleiste
sperrt, ein Aufziehen und Ablassen der Endleiste über die Aufzugbänder aber zulässt.
Mit anderen Worten, wenn die Hochschiebesicherungsvorrichtung selbsttätig funktioniert
und nicht von Hand oder über eine Steuerung getriggert ein- oder ausgeschaltet werden
muss. Die Hochschiebesicherungsvorrichtung ist dann vorteilhaft in jeder Stellung
der Endleiste in Kraft, erlaubt aber gleichzeitig eine Bewegung der Endleiste über
die Aufzugbänder.
[0017] Dazu kann eine Anzahl der Aufzugbänder so an die Hochschiebesicherungsvorrichtung
angekoppelt sein, dass diese ihren Sperrzustand einnimmt, wenn das Endleistengewicht
nicht an der angekoppelten Anzahl der Aufzugbänder zieht, dagegen ihren Freigabezustand,
wenn das Endleistengewicht an der angekoppelten Anzahl der Aufzugbänder zieht. Das
auf die angekoppelten Aufzugbänder wirkende oder nicht wirkende Gewicht der Endleiste
wird also als Schaltsignal verwendet, mit dem erfasst wird, ob ein unerwünschtes Hochschieben
der Endleiste, etwa durch einen Einbrecher, vorliegt, oder ob die Aufzugbänder an
der Endleiste angreifen, um den Behang aufzuziehen oder abzulassen. Das als Schaltsignal
verwendete Gewicht der Endleiste muss dabei nicht zwangsläufig dem Gesamtgewicht der
Endleiste entsprechen. Es reicht, wenn nur eines oder einige der Aufzugbänder an die
Hochschiebesicherungsvorrichtung angekoppelt sind.
[0018] Zur Ankopplung der Anzahl der Aufzugbänder an die Hochschiebesicherungsvorrichtung
kann dabei eine der Anzahl der angekoppelten Aufzugbänder entsprechende Anzahl an
der Endleiste angebrachter Lagerböcke dienen, die dort zwischen einer dem Sperrzustand
entsprechenden Drehstellung und einer dem Freigabezustand der Hochschiebesicherungsvorrichtung
bzw. der Sperrstellung und der Freigabestellung des Sperrglieds entsprechenden Drehstellung
schwenkbeweglich angebracht sind. Dabei ist an jedem der Anzahl der Lagerböcke eines
der angekoppelten Aufzugbänder mit Abstand zu einer Schwenkachse angebracht, um die
herum diese Schwenkbewegung ausgeführt wird. Ferner kann jedem Lagerbock eine Vorspanneinrichtung
zugeordnet sein, welche den Lagerbock in seine den Sperrzustand bzw. der Sperrstellung
entsprechende Drehstellung vorspannt, und zwar entgegen dem Gewicht der Endleiste,
welches auf das an dem Lagerbock angebrachte Aufzugband wirkt (oder, im Falle eines
unerwünschten Hochschiebens, eben nicht wirkt).
[0019] Die Lagerböcke entsprechen somit den Betätigungsschaltern der Schaltmechanik, jedoch
mit Kopplung an die Aufzugbänder, d.h. die Schalter werden über die Aufzugbänder und
die entgegen wirkenden Vorspanneinrichtungen im Ansprechen auf das Vorliegen oder
Nichtvorliegen einer Gewichtsbelastung des jeweiligen Aufzugbands betätigt oder nicht
betätigt, und zwar so, dass die Hochschiebesicherungsvorrichtung greift, wenn ein
Hochschieben der Endleiste unabhängig von den Aufzugbändern, also durch Einwirken
einer dritten Kraft (Einbrecher, Windstoß) erfolgt, aber ausgeschaltet bleibt, wenn
die Endleiste wie vorgesehen über die Aufzugbänder bewegt wird.
[0020] Damit sich die per Aufzugband bzw. entgegen wirkende Vorspanneinrichtung (z.B. eine
Ringfeder oder dergleichen) und die Schaltwelle auf das Sperrglied bzw. die Sperrklinke
übertragene Drehmoment nicht einfach in eine Dreh- bzw. Schwenkbewegung der Endleiste
auswirkt, ist in weiterer vorteilhafter Weiterbildung der übergeordneten Maßnahmen
eine Gegenhaltevorrichtung vorgesehen, um die Endleiste gegen zu halten. Dafür kann
beispielsweise jeder Führungskörper einen von der Profilanordnung in die zugeordnete
Führungsnut hinein ragenden Verbindungsschenkel und einen sich längs und in der Führungsnut
erstreckenden Abstützschenkel mit in Führungsnutlängsrichtung beabstandeten Auf- bzw.
Anlagen zur Abstützung an der Führungsnut bzw. an einer oder mehrerer geeigneter Innenwände
der Führungsnut aufweisen. Diese Auflagen können dabei weiter bevorzugt als drehbar
an dem Abstützschenkel des Führungskörpers angebrachte Rollen ausgebildet sein, insbesondere
als zwei voneinander in Führungsnutlängsrichtung beabstandete Rollen, die zum Einen
während des Aufziehens oder Ablassens des Behangs in der Führungsnut ablaufen können
und zum Anderen aufgrund ihrer Beabstandung als Gegenhaltehebel dem Drehmoment entgegen
wirken, welches über die Aufzugbänder, die Vorspanneinrichtungen, die Lagerböcke und
die Lagerwelle auf die Endleiste ausgeübt wird.
[0021] Dabei können die beiden Führungsschienen jeweils eine Führungsnut für die Endleiste
und eine separate, andere Führungsnut für die Behanglamellen aufweisen, welche vorzugsweise
in Normalrichtung zum Behang neben der Führungsnut für die Endleiste angeordnet ist.
Die Endleiste einerseits und die Behanglamellen andererseits sind dann jeweils in
eigenen Führungsnuten geführt, was sich aufgrund der relativ voluminösen Ausgestaltung
der an der Endleiste angebrachten Führungskörper mit den zahlreichen in den zugeordneten
Führungsnuten untergebrachten und angreifenden Bauteilen (Rollen, Sperrwinkel) einerseits
und den im Regelfall demgegenüber relativ kleinen Führungsköpfen der Behanglamellen
von Vorteil ist.
[0022] Weiterhin vorteilhaft weist die Profilanordnung der Endleiste ein Basisprofil mit
einem sich längs des Basisprofils erstreckenden Längskanal auf, in dem die Schaltwelle
mit den daran angebrachten Lagerböcken aber auch Befestigungsfüße der beiden stirnseitigen
Führungskörper untergebracht werden können. Vorzugsweise ist der Längskanal des Basisprofils
dabei nach oben offen, so dass der Einbau dieser Bauteile erleichtert wird. Die Profilanordnung
kann dann ein Deckprofil aufweisen, welches den Längskanal oberseitig verdeckt, allerdings
entsprechende Durchtrittsschlitze oder dergleichen für die an den Lagerböcken angebrachten
Aufzugbänder aufweisen kann.
[0023] Die Führungskörper können dann jeweils den an der Endleiste angebrachten Befestigungsfuß,
den von dort aus in die zugeordnete Führungsschiene hineinragenden Verbindungsschenkel
und den in der Führungsschiene geführten Abstützschenkel aufweisen. Der Befestigungsfuß
kann dabei in dem Längskanal des Basisprofils beispielsweise eingeschraubt oder anderweitig
befestigt sein.
[0024] Zumindest der Befestigungsfuß, bevorzugt die gesamte Breite des Führungskörpers,
ausgehend von der dem Endleisteninneren zugewandten Seite des Befestigungsfußes bis
zu der abgewandten Gegenseite des Abstützschenkels, kann dabei von dem Nockenwellenabschnitt
der Schaltwelle durchdrungen sein. Der Betätigungswellenabschnitt kann sich dagegen
vollständig innerhalb des Längskanals des Basisprofils über die gesamte Länge der
Endleiste zwischen den beiden seitlich an den Führungsköpfen aufgenommenen Nockenwellenabschnitten
erstrecken, beispielsweise als Vierkantwelle, welche in entsprechende Vierkantausnehmungen
der beiden Nockenwellenabschnitte eingesteckt ist. Es wäre jedoch auch denkbar, jeweils
nur eine vom am jeweils äußersten Aufzugband angebrachten Lagerbock zum zugeordneten
Nockenwellenabschnitt reichenden Betätigungswellenabschnitt vorzusehen.
[0025] Wenn die Sperrklinke dabei jeweils auf der der Profilanordnung der Endleiste abgewandten
Seite des Abstützschenkels oberhalb der Schaltwelle drehbar angebracht ist und zwei
von dort nach unten ragende Mitnehmerfortsätze aufweist, die eine sich nach unten
hin öffnende Ausnehmung beidseitig begrenzen, kann der Schaltnocken des Nockenwellenabschnitts
zwischen die beiden Mitnehmerfortsätze in die Ausnehmung greifen, um die Sperrklinke
zu betätigen. Dazu kann der Schaltnocken stirnseitig an dem den Abstützschenkel durchgreifenden
Nockenwellenabschnitt vorgesehen sein.
[0026] Im Folgenden wird anhand der beiliegenden Zeichnungen eine vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung näher erläutert.
[0027] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Gesamtansicht eines Raffstores gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung;
- Figur 2
- Einzelheit II in Figur 1;
- Figur 3a und Figur 3b
- eine Schnittansicht in der in Fig. 2 eingezeichneten Schnittebene III-III, einmal
im Freigabezustand der Hochschiebesicherungsvorrichtung und einmal in einem Sperrzustand
der Hochschiebesicherungsvorrichtung;
- Figur 4a und Figur 4b
- der Figur 2 entsprechende, perspektivische Einzelansichten einer Endleiste des Raffstores
bei abgenommenem Deckprofil in den in den Figuren 3a und 3b gezeigten Zuständen;
- Figur 5
- eine Explosionsdarstellung eines Führungskörpers der Endleiste;
- Figur 6
- eine Seitenansicht eines Ausschnitts des Behangs des in Fig. 1 gezeigten Raffstores
in Verschattungsstellung; und
- Figur 7
- eine der Fig. 6 entsprechende Ansicht bei in Belichtungsstellung befindlichem Behang.
[0028] Zunächst wird Bezug genommen auf die Fig. 1, welche einen Raffstore mit einem Behang
zeigt, der aus Behanglamellen 1 und einer unteren Endleiste 4, 4a, 7 besteht und zu
seinen beiden Seiten jeweils in einer Führungsschiene 6 geführt ist. Dabei sind Aufzugbänder
3 mit der unteren Endleiste 4 verbunden, über die die Endleiste 4, 4a, 7 aufgezogen
und abgelassen werden kann, welche dabei die Behanglamellen 1 mitnimmt. An den Längskanten
der Behanglamellen 1 sind dabei fluchtend mit den Aufzugbändern 3 Wendebänder 2 angebracht,
um die Behanglamellen 1 zwischen der in Fig. 1 gezeigten Belichtungsstellung und einer
Verschattungsstellung auf- und zujalousieren zu können. Die Aufzugbänder 3 und die
Wendebänder 2 sind dabei auf fachnotorisch bekannte Art an sogenannten Wendegetrieben
aufgehängt, die auf einer beispielsweise als Vierkantwelle ausgebildeten Wickelwelle
drehfest aufgenommen sind, die zusammen mit einem entsprechenden Antrieb in dem Kasten
oberhalb des Behangs angeordnet ist.
[0029] Wie aus der Figur 2 hervorgeht, weist die Endleiste 4, 4a, 7 dabei an ihren beiden
Stirn- bzw. Schmalseiten jeweils einen Führungskörper 7 auf, der insgesamt in etwa
eine L-Form hat und in eine Führungsnut 15 der Führungsschiene 6 hinein ragt, um die
Endleiste 4, 4a, 7 zu führen. Die Endleiste 4, 4a, 7 weist ferner einen Profilabschnitt
4, 4a auf, bestehend aus einem Basisprofil 4, welches in der Fig. 2 gezeigt ist und
einem darauf angebrachten Deckprofil 4a, welches der Fig. 1 zu entnehmen ist. In dem
Basisprofil 4 ist dabei ein sich längs des Basisprofils 4 erstreckender, nach oben
hin offener Kanal 14 vorgesehen, der mittels des Deckprofils 4a abgedeckt ist und
in dem nicht nur die beiden stirnseitigen Führungskörper 7 an dem Basisprofil angebracht
sind, sondern ferner eine Vierkantwelle 8 mit daran befestigten Lagerböcken 9 untergebracht
ist. Wie nachstehend noch näher erläutert werden wird, stellt die Vierkantwelle 8
einen Betätigungswellenabschnitt 8 einer Schaltwelle 8, 8a dar und die Lagerböcke
9 Betätigungsschalter 9 für die Schaltwelle 8, 8a. Dabei sind lediglich die beiden
seitlich nahe den Führungsschienen 6 angebrachten Aufzugbänder 3 über jeweils einen
Lagerbock 9 an der Endleiste 4, 4a, 7 befestigt, wohingegen die beiden mittleren Aufzugbänder
3 auf fachnotorisch bekannte Art daran angebracht sind, etwa an feststehend an dem
Basisprofil 4 angebrachten Lagerböcken.
[0030] In Normalrichtung zur Behangebene auf der dem Gebäudeinneren zugewandten Seite der
Führungsnut 15 ist dabei eine weitere, sich längs der Seitenführungsschiene 6 erstreckende
Kammer vorgesehen, in die ein Kunststoffinlet 19 eingesteckt ist, welches eine zweite
Führungsnut 16 für die ebenfalls über Führungskörper geführten Behanglamellen 1 bildet.
[0031] Die Figuren 6 und 7 zeigen die Behanglamellen des Behangs in Verschattungsstellung
einerseits und in Belichtungsstellung andererseits. Die Behanglamellen weisen dabei
jeweils ein Lamellenprofil mit einem kurzen Schenkel und einem langen Schenkel auf.
Der kurze Schenkel befindet sich dabei auf der dem Gebäudeinneren zugewandten Seite
des Behangs und weist Lochungen auf, durch die die Aufzugbänder 3 geführt sind. Werden
die Behanglamellen 1 aus der in Figur 7 gezeigten Belichtungsstellung in die in Figur
6 gezeigte Verschattungsstellung mittels Betätigung der Wendebänder 2 verschwenkt,
so kann also die gesamte Länge des langen Schenkels zum Abschatten der Gebäudeöffnung
eingesetzt werden, wohingegen der kurze Profilschenkel die Durchlässe für die Aufzugbänder
3 und nicht gezeigte Führungskörper trägt, welche in die zugeordneten Führungsnuten
19 der Seitenführungsschienen 6 eingreifen. Im geschlossenen Zustand werden die Aufzugbänder
3 somit von außen her gesehen verdeckt und können zumindest nicht ohne Weiteres durchgeschnitten
werden. Ein Hochschieben der Endleiste 4, 4a, 7 verhindert dagegen eine nachstehend
noch näher erläuterte Hochschiebesicherungsvorrichtung, so dass sich insgesamt nicht
nur eine hohe Windstabilität des Raffstorebehangs ergibt, sondern auch eine gewisse
Einbruchshemmung.
[0032] Der in der Figur 2 gezeigte Ausschnitt der unteren Endleiste 4, 4a, 7 ist in den
Figuren 4a und 4b einzeln dargestellt, und zwar in zwei Zuständen der Hochschiebesicherungsvorrichtung,
einem in Figur 4b gezeigten Sperrzustand, in dem die Hochschiebesicherungsvorrichtung
eine Bewegung der Endleiste entlang der Führungsschiene 6 nach oben verhindert und
in Figur 4a in einem Freigabezustand, in dem die Hochschiebesicherungsvorrichtung
diese Bewegung zulässt. Dabei dient das Aufzugband 3 als Auslöser eines Schaltvorgangs,
der die Hochschiebesicherungsvorrichtung von dem einen in den anderen Zustand versetzt
und umgekehrt. Dazu ist das Aufzugband 3 an dem somit als Betätigungsschalter dienenden
Lagerbock 9 angebracht, im gezeigten Beispiel mit einer endseitigen Schlaufe um einen
entsprechenden Stift herumgeschlauft. Der Lagerbock 9 ist wiederum drehfest auf der
als Betätigungswellenabschnitt 8 einer Schaltwelle 8, 8a dienenden Vierkantwelle 8
aufgenommen. Dabei ist eine als Vorspanneinrichtung 5 dienende Ringfeder 5 um die
Vierkantwelle 8 herum gelegt.
[0033] Über die exzentrisch zur Schaltwelle 8, 8a vorgesehene Aufhängung der Endleiste 4,
4a, 7 an dem Aufzugband 3 wird eine über das Aufzugband 3 auf den Lagerbock aufgebrachte
Zugkraft in ein Drehmoment um die Schaltwelle 8, 8a übersetzt, wobei die Zugkraft
dem (Teil) -gewicht der Endleiste 4, 4a, 7 entspricht, welches an dem Aufzugband 3
hängt. Die Ringfeder 5 ist dabei so an dem Basisprofil 4 der Endleiste 4, 4a, 7 abgestützt,
dass sie diesem Drehmoment entgegen wirkt, den Lagerbock 9 mit seinem radialen Außenbereich
an den Boden eins Längskanals 14 in dem Basisprofil 4 drückt, wenn, wie in Figur 4b
gezeigt, das Aufzugband 3 nicht an dem Lagerbock 9 zieht, d.h. wenn das Aufzugband
3 zugkraftlos wird, weil ein unabhängig von den Aufzugbändern folgendes Hochschieben
des Behangs vorliegt.
[0034] Hängt die Endleiste 4, 4a, 7 dagegen mit ihrem ganzen Gewicht an den Aufzugbändern
3, etwa während des Aufziehens oder des Ablassens des Behangs mittels der Aufzugbänder
3 oder auch in einem bewegungslosen Zustand der Endleiste 4, 4a, 7, ohne dass ein
Hochschiebeversuch von dritter Seite vorliegt, so zieht das an den Lagerbock 9 gekoppelte
Aufzugband 3 den Lagerbock mit seinem radialen Außenbereich nach oben gegen eine zugeordnete
Randwulst, die an dem oberen Ende einer Seitenwand des Längskanals 14 nach innen überkragt.
Das dabei mittels des Lagerbocks 9 auf die Vierkantwelle 8 übertragene Drehmoment
überwindet somit die dem entgegenwirkende Vorspannung der Ringfeder 9, so dass der
Lagerbock 9 in die in Figur 4a gezeigte Stellung gelangt, die dem Freigabezustand
der Hochschiebesicherungsvorrichtung entspricht, während Figur 4b dem Sperrzustand
bei einem Versuch des Hochschiebens der Endleiste 4, 4a, 7 entspricht.
[0035] Stirnseitig ist dabei der Führungskopf 7 in dem Längskanal 14 des Basisprofils 4
befestigt, welcher in der Figur 5 im Einzelnen gezeigt ist und einen Befestigungsfuß
7c aufweist, der in den Längskanal 15 eingeschoben und dort mittels einer Madenschraube
7d verschraubt ist. Der Führungskörper 7 weist dabei einen von dem Befestigungsfuß
7d ausgehenden, nach außen abstehenden und in die Führungsnut 15 (Figur 2) hineinragenden
Verbindungsschenkel 7b auf, an den ein in der Führungsnut 15 geführter, in Führungsnutlängsrichtung
längserstreckter Abstützschenkel 7a anschließt.
[0036] Der Führungskörper 7 ist dabei über seine gesamte Breite durch den Befestigungsfuß
7c, den Verbindungsschenkel 7b und den Abstützschenkel 7a hindurch von einem Nockenwellenabschnitt
8a der Schaltwelle 8, 8a durchdrungen, der auf seiner der Endleiste 4, 4a, 7 abgewandten
Stirnseite einen Schaltnocken 11 trägt und auf seiner ins Innere des Längskanals 14
hineinragenden Seite eine zu der Vierkantwelle 8 passende Formausnehmung, in welche
die Vierkantwelle 8 eingesteckt ist.
[0037] Oberhalb des Schaltnockens 11 auf der dem Basisprofil der abgewandten Seite des Abstützschenkels
7a ist dabei eine als Sperrglied dienende Sperrklinke 10, 10a angelenkt, welche aus
zwei Teilen 10, 10a besteht, die mittels einer in Figur 5 gezeigten, U-förmigen Befestigungsklammer
oder auf andere Weise miteinander verbunden sind. Dabei ist das eine Teil 10a als
ringförmiges Bauteil mit einem nach radial außen hin spitz zulaufendem Vorsprung 13
ausgebildet, wobei das andere Bauteil 10 einen ebenfalls in etwa ringförmigen Anlenkabschnitt
mit einem entsprechenden Vorsprung 12 aufweist, wobei von dem Anlenkabschnitt aus
zwei in den Figuren 4a und 4b bezeichnete Mitnehmerfortsätze 18 nach unten abstehen,
die eine sich nach unten hin öffnende Ausnehmung beidseitig begrenzen, in die der
Schaltnocken 11 eingreift.
[0038] Die beiden jeweils zweiteiligen Sperrklinken 10, 10a zu beiden Seiten der Endleiste
4, 4a, 7 bilden somit ein Sperrglied 10, 10a der Hochschiebesicherungsvorrichtung,
welches über eine Schaltmechanik der Hochschiebesicherungsvorrichtung betätigt wird,
die wiederum von der Schaltwelle 8, 8a und den daran angebrachten beiden Lagerböcken
9 mit den Ringfedern 5 gebildet wird und über die Ankopplung an die beiden seitlichen
Aufzugbänder 3 betätigt wird. Befinden sich diese beiden Aufzugbänder 3 in einem zugkraftbeaufschlagten
Zustand, lastet also das Gewicht der Endleiste 4, 4a, 7 auf ihnen, so befindet sich
die Hochschiebesicherungsvorrichtung in ihrem Freigabezustand, der in den Figuren
3a und 4a dargestellt ist. Wird die Endleiste 4, 4a, 7 nun mit einer nach oben gerichteten
Kraft beaufschlagt, die nicht über die Aufzugbänder 3 aufgebracht wird, kommt es also
zu einem Hochschiebeversuch, schaltet die Hochschiebesicherungsvorrichtung in den
in den Figuren 3b und 4b gezeigten Sperrzustand. Dabei wird über die Lagerböcke 9
die Schaltwelle 8, 8a in der in den Figuren 3a, 3b gezeigten Ansicht nach links gedreht,
so dass der Schaltnocken 11 die Sperrklinke 10, 10a aus ihrer in Figur 3a gezeigten
Freigabestellung in ihre in Fig. 3b gezeigte Sperrstellung verdreht.
[0039] In der Sperrstellung liegen die beiden zu sich gegenüberliegenden Innenwänden der
Führungsnut 15 hin spitz zulaufenden Anlageabschnitte 12, 13 der Sperrklinke 10, 10a
an eben diesen Innenwänden reibschlüssig an, wobei sie sich bei Einwirken einer noch
stärkeren, nach oben gerichteten Kraft auf die Endleiste 4, 4a, 7 in das Material
der Führungsschiene 6 formschlüssig einarbeiten. Dabei sind ober- und unterhalb der
Sperrklinke 10, 10a und des Schaltnockens 11 zwei Rollen 17 an der dem Basisprofil
4 der Endleiste 4, 4a, 7 abgewandten Seite des Abstützschenkels 7a drehbar angebracht,
mit denen sich der Abstützschenkel 7a in der Führungsnut 15 abstützt. Die Endleiste
4, 4a, 7 wird somit bei einer Betätigung der Hochschiebesicherungsvorrichtung gegen
gehalten, wodurch ein Verkippen der Endleiste 4, 4a, 7 verhindert wird.
[0040] Abwandlungen und Modifikationen der gezeigten Ausführungsform sind möglich, ohne
den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
1. Raffstore mit einem an Aufzugsbändern (3) aufzieh- und ablassbaren Behang aus Behanglamellen
(1) und einer unteren Endleiste (4, 4a, 7), wobei die Aufzugsbänder (3) an der Endleiste
(4, 4a, 7) angreifen, und mit einer Führungsschiene (6) auf einer oder auf beiden
Seiten des Behangs, wobei die Endleiste (4, 4a, 7) in einer oder in beiden Führungsschienen
(6) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hochschiebesicherungsvorrichtung für die Endleiste (4, 4a, 7) vorgesehen ist,
welche in einem Sperrzustand eine Bewegung der Endleiste (4, 4a, 7) nach oben verhindert
und in einem Freigabezustand zulässt.
2. Raffstore nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochschiebesicherungsvorrichtung sich gegen ein unabhängig von den Aufzugsbändern
(3) erfolgendes Hochschieben die Endleiste (4, 4a, 7) sperrt, ein Aufziehen und Ablassen
der Endleiste (4, 4a, 7) über die Aufzugsbänder (3) aber zulässt.
3. Raffstore nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl der Aufzugsbänder (3) so an die Hochschiebesicherungsvorrichtung angekoppelt
ist, dass diese ihren Sperrzustand einnimmt, wenn das Gewicht der Endleiste (4, 4a,
7) nicht an der angekoppelten Anzahl der Aufzugsbänder (3) zieht, und ihren Freigabezustand,
wenn das Gewicht der Endleiste (4, 4a, 7) an der angekoppelten Anzahl der Aufzugsbänder
(3) zieht.
4. Raffstore nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochschiebesicherungsvorrichtung zumindest ein zwischen einer Sperrstellung und
einer Freigabestellung bewegliches, insbesondere in einer zugeordneten Führungsschiene
(6) angeordnetes Sperrglied (10, 10a) umfasst, welches in seiner Sperrstellung eine
Bewegung der Endleiste (4, 4a, 7) verhindert und in seiner Freigabestellung zulässt.
5. Raffstore nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Endleiste (4, 4a, 7) eine Profilanordnung (4, 4a) aufweist, die auf einer oder
auf beiden Stirnseiten mit einem in die zugeordnete Führungsnut (15) der dortigen
Führungsschiene (6) hineinragenden Führungskörper (7) versehen ist, wobei an zumindest
einem der Führungskörper (7) eine zwischen der Sperrstellung und der Freigabestellung
beweglich angebrachte Sperrklinke (10, 10a) angebracht ist, welche das Sperrglied
(10, 10a) bildet und in der Sperrstellung mit zumindest einem Angriffsabschnitt (12,
13) in Angriff an der Führungsschiene (6) ist, in der Freigabestellung aber nicht.
6. Raffstore nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklinke (10, 10a) insbesondere zwei in der Sperrstellung an gegenüberliegenden,
vertikalen Innenwänden der Führungsschiene (6) angreifende Angriffsabschnitte (12,
13) aufweist, wobei jeder Angriffsabschnitt (12, 13) als zur zugeordneten Innenwand
der Führungsschiene (6) hin spitz zulaufender Vorsprung ausgebildet ist, und wobei
die jeweils zugeordnete Innenwand der Führungsschiene (6) vorzugsweise mit Querrillen
versehen ist.
7. Raffstore nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochschiebesicherungsvorrichtung eine Schaltmechanik (8, 8a, 9) umfasst, über
welche die Hochschiebesicherungsvorrichtung zwischen dem Sperrzustand und dem Freigabezustand
schaltbar ist, wobei die Schaltmechanik (8, 8a, 9) insbesondere zum Schalten des zumindest
einen Sperrglieds (10, 10a) zwischen seiner Sperrstellung und seiner Freigabestellung
ausgebildet ist, und wobei die Schaltmechanik (8, 8a, 9) insbesondere eine Schaltwelle
(8, 8a) umfasst, die drehbar an der Endleiste (4, 4a, 7) aufgenommen ist und mit dem
zumindest einen Sperrglied (10, 10a) in Wirkverbindung steht, um das Sperrglied (10,
10a) zwischen seiner Sperrstellung und seiner Freigabestellung zu schalten, wobei
sich die Schaltwelle (8, 8a) bevorzugt in Längsrichtung der Endleiste (4, 4a, 7) erstreckt.
8. Raffstore nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltwelle (8, 8a) zumindest einen Nockenwellenabschnitt (8a) mit einem Schaltnocken
(11) umfasst, welcher an dem zugeordneten Sperrglied (10, 10a) angreift, und einen
mit dem Nockenwellenabschnitt (8a) fluchtenden Betätigungswellenabschnitt (8), welcher
insbesondere innerhalb der Endleiste (4, 4a, 7) untergebracht ist und insbesondere
als ein zum Nockenwellenabschnitt (8a) separates Bauteil ausgebildet ist, welches
drehfest mit dem Nockenwellenabschnitt (8a) verbunden ist.
9. Raffstore nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmechanik (8, 8a, 9) eine Anzahl Betätigungsschalter (9) umfasst, insbesondere
eine der Anzahl Sperrglieder (10, 10a) entsprechende Anzahl drehfest mit dem Betätigungswellenabschnitt
(8) verbundener Betätigungsschalter (9), durch deren Betätigung die Hochschiebesicherungvorrichtung
zwischen dem Sperrzustand und dem Freigabezustand schaltbar ist.
10. Raffstore nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ankopplung der Anzahl der Aufzugsbänder (3) an die Hochschiebesicherungvorrichtung
eine entsprechende Anzahl an der Endleiste (4, 4a, 7), insbesondere an dem Betätigungswellenabschnitt
(8) zwischen einer dem Sperrzustand entsprechenden Drehstellung und einer dem Freigabezustand
entsprechenden Drehstellung schwenkbeweglich angelenkter Lagerböcke (9) vorgesehen
ist, wobei an jedem der Anzahl Lagerböcke (9) eines der Aufzugsbänder (3) mit Abstand
zur Schwenkachse angebracht, insbesondere um einen Bandaufnahmestift herum geschlauft
ist, und wobei jedem Lagerbock (9) ein Vorspanneinrichtung (5) beispielsweise in Form
einer Ringfeder (5) zugeordnet ist, welche den Lagerbock (9) entgegen dem auf das
an dem Lagerbock (9) angebrachte Aufzugsband (3) wirkenden Gewicht der Endleiste (4,
4a, 7) in seine dem Sperrzustand entsprechende Drehstellung vorspannt, wobei die Anzahl
Lagerböcke (9) insbesondere die Anzahl Betätigungsschalter (9) bildet.
11. Raffstore nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Führungskörper (7) einen von der Profilanordnung (4, 4a) in die zugeordnete
Führungsnut (15) hineinragenden Verbindungsschenkel (7b) und einen sich längs und
in der Führungsnut (15) erstreckenden Abstützschenkel (7a) mit in Führungsnutlängsrichtung
beabstandeten Auflagen (17) zur Abstützung an der Führungsnut (15) aufweist, insbesondere
zwei an dem Abstützschenkel (7a) drehbar angebrachte Rollen (17).
12. Raffstore nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Führungskörper (7) einen an der Profilanordnung (4, 4a) der Endleiste (4, 4a,
7) angebrachten Befestigungsfuß (7c) aufweist, von dem ausgehend der Verbindungsschenkel
(7b) des Führungskörpers (7) in die zugeordnete Führungsnut (15) hineinragt, wobei
zumindest der Befestigungsfuß (7c) oder auch der Verbindungsschenkel (7b) des Führungskörpers
(7) vom zugeordneten Nockenwellenabschnitt (8a) der Schaltwelle (8, 8a) durchdrungen
ist, und wobei die Profilanordnung (4, 4a) der Endleiste (4, 4a) ein Basisprofil (4)
mit einem vorzugsweise nach oben offenem Längskanal (14) aufweist, in dem die Befestigungsfüße
(7c) der beiden Führungskörper (7) mit den beiden Nockenwellenabschnitten (8a) sowie
der die beiden Nockenwellenabschnitte (8a) verbindende Betätigungswellenabschnitt
(8) und die beiden daran angebrachten Lagerböcke (9) untergebracht sind, wobei die
Profilanordnung (4, 4a) der Endleiste (4, 4a) vorzugsweise ein Deckprofil (4a) aufweist,
welches den Längskanal oberseitig verdeckt, und wobei der Betätigungswellenabschnitt
(8) insbesondere als Vierkantwelle (8) ausgebildet ist, welche in entsprechende Vierkantausnehmungen
der beiden Nockenwellenabschnitte (8a) gesteckt ist.
13. Raffstore nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Führungskörper (7) mit der Sperrklinke (10, 10a) versehen sind, wobei
die Sperrklinke (10, 10a) jeweils auf der der Profilanordnung (4, 4a) der Endleiste
(4, 4a, 7) abgewandten Seite des Abstützschenkels (7a) oberhalb der Schaltwelle (8,
8a) drehbar angebracht ist und zwei von dort nach unten ragende Mitnehmerfortsätze
(18) aufweist, die eine sich nach unten hin öffnende Ausnehmung beidseitig begrenzen,
und wobei der zugeordnete Nockenwellenabschnitt (8a) den Abstützschenkel (7a) durchgreift
und mit seinem stirnseitigen Schaltnocken (11) zwischen die beiden Mitnehmerfortsätze
(18) in die Ausnehmung greift.
14. Raffstore nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Raffstore eine weitere Anzahl an zumindest einer der beiden Längsseiten der Behanglamellen
(1) angreifender Wendebänder (2) aufweist, über die die Behanglamellen (1) zumindest
bei abgelassenem Behang zwischen einer Belichtungsstellung mit voneinander abgehobenen
Behanglamellen (1) und einer Verschattungsstellung mit aneinander anliegenden Behanglamellen
(1) verschwenkbar sind, wobei die an der Endleiste (4) angreifenden Aufzugsbänder
(3) so durch die Behanglamellen (1) oder an den Behanglamellen vorbei geführt sind,
dass sie sich in der Verschattungsstellung vollständig auf einer dem Gebäude zugewandten
Seite des Behangs befinden.
15. Raffstore nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Führungsschienen (6) jeweils eine Führungsnut (15) für die Endleiste (4,
4a) und in Normalrichtung zum Behang daneben eine andere Führungsnut (16) für die
Behanglamellen (1) aufweisen, wobei die Endleiste (4, 4a) einerseits und die Behanglamellen
(1) andererseits jeweils in eigenen Führungsnuten (15, 16) geführt sind.