[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Lochstrahler mit zumindest einem Leuchtmittel
vorzugsweise in Form einer LED, einer Fokussieroptik zum stundenglasartigen Einschnüren
des vom Leuchtmittel abgegebenen Lichts auf einen Einschnürquerschnitt sowie einer
Verblendung mit einer den Einschnürungsquerschnitt des abgegebenen Lichts einfassenden
Lichtaustrittsöffnung. Die Erfindung betrifft ferner eine Beleuchtungseinrichtung,
bei der ein solcher Lochstrahler hinter einem Decken- oder Wandpaneel angeordnet ist
und durch ein Loch in dem Paneel hindurch den vor dem Paneel liegenden Raum beleuchtet.
[0002] In jüngerer Zeit wurde vorgeschlagen, an Deckenpaneelen, mittels derer Gebäudedecken
verkleidet sind, Leuchtenfelder mit einer Vielzahl von Leuchten anzuordnen, um die
Decke und den darunterliegenden Raum sternenhimmelartig zu beleuchten. Hierzu weist
das Deckenpaneel eine Vielzahl von Lichtaustrittsöffnungen auf, durch die hindurch
das von den Leuchten abgegebene Licht in den Raum austreten kann. Um eine ausreichende
Raumausleuchtung zu erzielen, müssen trotz üblicherweise mehrerer im Paneel verbauter
Leuchten hohe Leuchtstärken vorgesehen werden, was zu einer Blendungswirkung führen
kann. Die genannte Problematik, hohe Leuchtstärken bereitzustellen, die dann zu Blendungswirkungen
führen können, stellt sich aber auch bei anderen Anwendungen solcher Lochstrahler,
die beispielsweise auch in Möbel bzw. Möbelstücke oder Haushaltsgeräte wie Regale,
Vitrinen, Kühlschränke, Spiegelschrank, Dunstabzugshauben und ähnliches eingebaut
oder daran angebracht sein können. Auch an anderen Beleuchtungsgeräten wie Lüster,
Stehlampen oder Schreibtischlampen können solche Lochstrahler eingesetzt werden.
[0003] Um eine solche Blendungswirkung zu reduzieren, schlägt die Schrift
EP 20 31 296 B1 vor, die Löcher in dem Verkleidungspaneel stark zu verkleinern, sodass die hinter
dem Paneel angeordneten Leuchtmittel sozusagen unsichtbar werden und im Raum befindliche
Personen bei den üblicherweise schrägen Blickwinkeln auf die Decke nicht mehr direkt
in die Leuchtmittel blicken können. Um dennoch das von den Leuchtmitteln abgegebene
Licht durch die stark verkleinerten Löcher im Paneel hindurchtreten zu lassen, ist
den Leuchtmitteln jeweils eine Fokussieroptik zugeordnet, die das von den Leuchtmitteln
abgegebene Licht stundenglasartig einschnürt und durch die Löcher hindurchfokussiert.
Die Fokussieroptik ist dabei derart ausgelegt, dass der Einschnürquerschnitt, also
der geringste Querschnitt des abgegebenen Lichtkegels, im Bereich der Paneellöcher
zu liegen kommt. Der genannte Einschnürquerschnitt kann dabei ein Punkt im Sinne eines
Brennpunkts oder auch eine Querschnittsfläche mit endlicher, begrenzter Ausdehnung
sein, wenn die Fokussieroptik das abgegebene Licht nicht vollständig auf einen Brennpunkt
einschnürt.
[0004] Solche Lochstrahler mit einer Fokussieroptik können in Verbindung mit einer vorgeschalteten
Verblendung, deren Lichtaustrittsöffnungen im Querschnitt stark reduziert und deutlich
kleiner als der dahinter befindliche Lochstrahler einschließlich dessen Leuchtmittel
und Fokussieroptik sind, die direkte Blendungswirkung mehr oder minder beseitigen,
da ein direktes Hineinblicken in die Leuchtmittel bzw. die Fokussieroptik nicht mehr
möglich ist bzw. nur dann möglich wäre, wenn eine direkt unter dem Loch stehende Person
senkrecht auf das Paneel bzw. in das Loch in dem Paneel blickt, was im Normalfall
jedoch nicht vorkommt. Allerdings kann es immer noch zu einer Streulichtblendung kommen,
da die Lochblende bzw. die Lichtaustrittsöffnungen in dem vorgeblendeten Paneel aufgrund
von Streulicht selbst eine gewisse Helligkeit annehmen und ein Betrachter auch bei
schrägem Blickwinkel natürlich immer noch die Konturen der Lichtaustrittsöffnungen
sieht.
[0005] Die Lochblende in Form von Decken- oder Wandverkleidungspaneelen hat nämlich in der
Praxis immer eine gewisse Dicke, die beispielsweise bei Gipsplatten oder Holzpaneelen
mehrere Millimeter beträgt und auch bei Metallpaneelen noch mehr als 0,5 mm beträgt,
sodass die Lochwandungen, die von dem abgegebenen Licht angestrahlt werden, leuchten
und sichtbar sind. Auch wenn der Einschnürquerschnitt des von der Fokussieroptik abgestrahlten
Lichtkegels kleiner ist als der Durchmesser der Lichtaustrittsöffnung, fällt Streulicht
auf die Wandungen der Lichtaustrittsöffnungen. Zum anderen hat auch der Raum über
bzw. hinter dem Verblendungspaneel aufgrund von Streulicht der Fokussieroptik bzw.
deren Linse ebenfalls Helligkeiten, die sichtbar und störend sind. Insbesondere bei
sehr dünnen Paneelen wie beispielsweise Metallpaneelen ist der genannte Raum hinter
dem Paneel auch unter flacheren Blickwinkeln sichtbar, da die geringere Tiefe der
Löcher im Paneel die Blickachse durch die Löcher hindurch nur bei sehr flachen Blickwinkeln
blockiert.
[0006] Die genannten Blendungswirkungen durch Streulicht werden durch den seit längerem
bestehenden Architekten- und Raumdesignerwunsch nach weißen Deckenpaneelen oder sehr
hellen Verblendungen nochmals verstärkt, da weiße oder helle Materialien, die beispielsweise
durch Pulverbeschichtung der Verblendung generiert werden, die genannten Blendungseffekte
durch Streulicht nochmals verstärken.
[0007] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten
Lochstrahler sowie eine verbesserte Beleuchtungseinrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die Nachteile des Standes der Technik vermeiden und letzteren in
vorteilhafter Weise weiterbilden. Insbesondere soll eine gleichmäßige Raumausleuchtung
bei hoher Energieeffizienz mit weitgehender Blendungsfreiheit erzielt werden.
[0008] Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Lochstrahler gemäß Anspruch
1 sowie eine Beleuchtungseinrichtung gemäß Anspruch 14 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Es wird also vorgeschlagen, die Streulichtausbreitung zwischen dem Leuchtmittel bzw.
der diesem zugeordneten Fokussieroptik und der Lichtaustrittsausnehmung bzw. eine
Streulichtausbreitung in dem Raum hinter der Lichtaustrittsöffnung durch einen Ausblendtopf
zu unterbinden, der die Fokussieroptik und/oder das Leuchtmittel des Lochstrahlers
einfasst, ohne Streulicht zu reflektieren oder gar zu bündeln. Wird der Lochstrahler
hinter einem Verkleidungs- bzw. Abhäng- oder Abdeckpaneel verbaut, kann sich durch
den genannten Abblendtopf von einem Lochstrahler ausgehendes Streulicht nicht weiter
ausbreiten und Paneellöcher nicht aufhellen, die anderen Lochstrahlern zugeordnet
sind. Um auch eine Aufhellung und damit Blendwirkung an der eigenen Lichtaustrittausnehmung,
die dem Lichtstrahler zugeordnet ist, zu verhindern bzw. zu reduzieren, ist der Ausblendtopf
an seinem die Lichtaustrittsöffnung und damit den Einschnürquerschnitt der Lichtstrahlen
einfassenden Bodenabschnitt speziell geformt und/oder mit einer speziellen Oberfläche
versehen, um die streulichtreflektierende Wirkung des Abblendtopfs zumindest im Bereich
dessen Lichtaustrittsöffnung zu beseitigen bzw. zumindest deutlich zu reduzieren.
Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst die Verblendung einen die Fokussieroptik
und/oder das Leuchtmittel einfassenden Abblendtopf, dessen sich nach innen zum Einschnürquerschnitt
des abgestrahlten Lichts hin verjüngender Bodenabschnitt die Lichtaustrittsöffnung
mit einer Lochkante begrenzt, von der aus sich die Oberflächenkontur des Abblendtopfs
in Lichtabstrahlrichtung schräg geneigt zur Abstrahlrichtung aufweitet. Durch eine
solche definierte Lochkante wird die Fläche bzw. der Abschnitt der Innenfläche, die
bzw. der streulichtreflektierend und vom abgegebenen Licht aufgehellt werden könnte,
minimiert, sodass die Blendwirkung ebenfalls minimiert wird. Durch die sich in Abstrahlrichtung
von der genannten Lochkante schräg aufweitende Topfkontur besitzt der die Lichtaustrittsöffnung
einfassende Bodenabschnitt des Abblendtopfes trotzdem eine Tiefe in Abstrahlrichtung,
die Blickachsen durch die Lichtaustrittsnehmung hindurch und damit in den Raum hinter
die Lichtaustrittsausnehmung unter flacheren Blickrichtungen verhindert.
[0010] Eine solche definierte Lochkante mit einer sich nach außen, das heißt in Abstrahlrichtung
erweiternde Anschlusskontur, kombiniert die Vorteile von dicken und dünnen Lochblenden
gleichermaßen, ohne deren Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Während bei einer recht
dicken Lochblende mit einem zylindrischen Durchgangsloch der Raum hinter der Lochblende
gut gegen Hindurchblicken und damit gut gegen Direktblendung durch direktes Hineinsehen
in die dahinter befindliche Lichtquelle geschützt ist, kommt es an dem Loch selbst
aufgrund der größeren Wandstärke zu stärkeren Aufhellungen und Streulichtblendungen.
Umgekehrt beseitigt eine ebene, rasierklingendünne Lochblende zwar die Aufhellungen
im Bereich der Innenwandung des Lochs, allerdings kann durch das Loch einer solchen
papierdünnen Lochblende auch bei flacheren Blickwinkeln hindurchgeblickt werden. Die
genannte Ausbildung des Abblendtopfs mit einer definierten Lochkante, von der aus
sich die nach außen anschließende Topfkontur schräg zur Hauptabstrahlrichtung aufweitet,
kombiniert die beiden Vorteile, nämlich keine bzw. kaum Aufhellungen des Lochrands
und dennoch eine relativ hohe Blickdichte bei flacheren bis hin zu steileren Blickwinkeln,
ohne die entsprechenden Nachteile in Kauf zu nehmen. Die definierte Lochkante reduziert
die für die Reflexion und damit Aufhellung zur Verfügung stehende Lochrandmantelfläche
auf den sehr dünnen, ggfs. mathematisch gegen Null gehenden Lochkantenring. Die sich
anschließende, nach außen aufweitende Oberflächenkontur stellt eine Blickschutzkante
bereit, ohne der Streulichtreflexion Fläche zu geben. Die genannte Lochkante bildet
den kleinsten Durchmesser des Abblendtopfs und bildet sozusagen das Nadelöhr für Streulicht,
wobei die genannte Lochkante vorteilhafterweise an der Einschnürung des abgegebenen
Lichtkegels bzw. der abgegebenen Lichtstrahlen liegt.
[0011] Die genannte Lochkante ist dabei vorteilhafterweise scharfkantig ausgebildet, um
die Höhe des für Streulichtreflexion verantwortlichen Innenmantelflächenrings der
Lichtaustrittsausnehmung gegen Null gehen zu lassen, wobei die an eine solche scharfkantige
Lochkante angrenzenden Lochflankenkonturen einen spitzen Winkel definieren können.
Mit einer solchen spitzwinkligen, scharfkantigen Lochkante kann die Lochaufhellung
und damit Blendwirkung weitgehend reduziert werden. In der Praxis werden indes auch
scharfkantige Lochkanten aus fertigungstechnischen Gründen oft eine gewisse Abrundung
oder Abphasung bzw. Brechung aufweisen. Im Lichte solcher praxisbedingter Abweichungen
von einer scharfkantigen Konturierung im mathematischen Sinne kann scharfkantig im
Sinne des vorerläuterten Merkmals deshalb meinen, dass an der Lochkante ein Krümmungsradius
- sei es der tatsächliche Krümmungsradius einer Abrundung oder der Radius einer an
einer Abphasung oder Abkantung gelegten Höhlkreises - nur einen Bruchteil der Wandstärke
des Bodenabschnitts des Abblendtopfs bzw. nur einen Bruchteil der Tiefe des Topfbodens
in Abstrahlrichtung beträgt, beispielsweise weniger als ein Fünftel der Bodenwandstärke
oder weniger als 10% oder 5% des Lochdurchmessers.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung kann sich der Abblendtopf von der genannten Lochkante
ausgehend zu beiden Seiten hin, also der dem Leuchtmittel zugewandten Seite und der
dem Leuchtmittel abgewandten Seite hin konturmäßig aufweiten bzw. sich zu den beiden
Seiten hin erweiternde Lochflanken aufweisen, die an der genannten, vorzugsweise scharfkantigen
Lochkante zusammenlaufen.
[0013] Insbesondere kann die dem Leuchtmittel abgewandte Lochflanke, die an die Lochkante
anschließt, derart konturiert sein, dass eine an die Lochflanke gelegte Tangente an
der Lichtaustrittsfläche der Fokussieroptik vorbeiläuft. Hierdurch wird verhindert,
dass von der Lichtaustrittsfläche abgestrahltes Licht einschließlich Streulicht auf
die genannte Außenflanke fällt, die die Lochkante zur leuchtmittelabgewandten Seite
hin einfasst. Der in Abstrahlrichtung betrachtete Hinterschnitt der Abblendtopfkonturierung
hinter der Lochkante, also auf der leuchtmittelabgewandten Seite der Lochkante, ist
ausreichend stark bemessen, um zu verhindern, dass auch von den Randbereichen der
Fokussieroptik abgegebenes Licht auf die genannten Lochflanken außerhalb der Lochkante
fällt. Die genannte Lochflanke ist insbesondere derart stark angeschrägt, dass von
der Lichtaustrittsfläche der Fokussieroptik abgegebenes Licht sozusagen an der Lochkante
hängenbleibt und die Lochflanke nach außen hin im Schatten der Lochkante liegt.
[0014] Die genannte Lochflanke, die an die Lochkante nach außen hin anschließt, kann sich
von der Lochkante weg nach außen unter einem Aufweitwinkel aufweiten, der mindestens
so groß ist wie der Einschnürwinkel des von der Fokussieroptik eingeschnürten Lichts.
Gibt die Fokussieroptik beispielsweise einen Lichtkegel mit einem Einschnürwinkel
von zweimal 50° ab, können die genannten Lochflanken vorteilhafterweise unter einen
Winkel von 50° oder mehr gegen die Hauptabstrahlrichtung geneigt sein. Bilden die
außenliegenden Lochflanken ebenfalls einen Kegel, können sie einen Kegelwinkel von
zweimal 50° oder mehr definieren.
[0015] Der genannte Aufweitwinkel der dem Leuchtmittel abgewandten Lochflanken, die die
Lochkante einfassen, kann dabei vorteilhafterweise im Bereich von etwa 100% bis 150%
des genannten Einschnürwinkels des abgegebenen Lichts liegen. Hierdurch ist einerseits
verhindert, dass Streulicht auf die genannten, äußeren Lochflanken fällt, während
andererseits eine immer noch gute Blickschutzwirkung gegen Blicke durch das Loch hindurch
gegeben ist, da durch eine nur begrenzte Aufweitung die dem Augenpaar zugewandte Lochflanke
eine Sichtschutzkante bildet, ohne dass der Abblendtopf hierzu eine übermäßige Dimensionierung
benötigen würde.
[0016] Die genannte, dem Leuchtmittel abgewandte Lochflanke kann sich vorteilhafterweise
kontinuierlich, insbesondere stetig aufweiten bzw. einen kontinuierlichen, insbesondere
stetigen Verlauf besitzen, insbesondere auch bei Betrachtung im Querschnitt. Bildet
die genannte Lochflanke eine Kegelfläche, ist der genannte Aufweitwinkel der Kegelwinkel.
Die vorgenannte Tangente liegt in diesem Falle entlang der Kegelflanke auf bzw. fällt
mit der genannten, geraden Kegelflanke zusammen und bildet sozusagen deren Verlängerung.
Bei geeignetem Kegelwinkel läuft die Tangente in der zuvor beschriebenen Weise an
der Lichtaustrittsfläche der Fokussieroptik vorbei.
[0017] Die Lochflanke muss allerdings im Querschnitt betrachtet keinen geraden Verlauf besitzen,
sondern kann sich beispielsweise auch von der Lochkante ausgehend glockenförmig, also
bspw. mit zunehmendem Abstand von der Lochkante in Abstrahlrichtung immer stärken
aufweiten. Bei einer solchermaßen gekrümmten Querschnittskonturierung der Lochflanke
kann diese vorteilhafterweise derart konturiert sein, dass - im Querschnitt betrachtet
- an die Lochkante angelegte Tangenten sich alle zumindest mit dem zuvor genannten
Aufweitwinkel aufweiten, der zumindest dem Einschnürwinkel des von der Fokussieroptik
abgestrahlten Lichts entsprechen oder größer als dieser sein kann.
[0018] Insbesondere kann die Lochflanke im Querschnitt betrachtet auch eine konkave Konturierung
besitzen, sodass eine an die Lochflanke gelegte Gerade an oberen und unteren Endabschnitten
der konkaven Flanke aufliegt und dazwischen Luft zur Lochflankenoberfläche besitzt.
Eine solchermaßen konkav konturierte Lochflanke kann dabei in verschiedener Weise
gekrümmt sein, bspw. näherungsweise gleichförmig gebogen oder kreisförmig gekrümmt,
sodass die Gerade eine Sekante definiert. Insbesondere kann die konkave Lochflanke
aber auch parabelförmig gekrümmt sein, vorzugsweise derart, dass die Krümmung zur
Fokussieroptik hin bzw. entgegen der Lichtabstrahlrichtung stärker wird. Strahlt bspw.
der Lochstrahler als Deckenstrahler näherungsweise senkrecht nach unten, kann der
Krümmungsradius der konkav konturierten Lochflanke zum oberen Ende hin zunehmhend
kleiner werden und/oder nach unten hin zunehmend größer werden. Durch eine solchermaßen
konturierte Lochflanke kann insbesondere die weitere Ausbreitung von Streulicht verhindert
werden, das sich unmittelbar oberhalb der Einschnürung bzw. Lochkante des Abblendtopfes
im Inneren des Abblendtopfes bildet oder an Topfwandungen unmittelbar vor der Lochkante
reflektiert wird und relativ flachwinklig auszutreten versucht.
[0019] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann der die genannte Lochkante bildende
Bodenabschnitt des Abblendtopfs von einem dünnwandigen Bodensteg gebildet sein, der
von einem Manteflächenabschnitt des Abblendtopfes aus nach innen vorspringen bzw.
sich nach innen erstrecken kann. Ein solcher Bodensteg kann eine Erstreckung quer
zur Hauptabstrahlrichtung besitzen, die ein Vielfaches der Wandstärke des Bodenstegs
beträgt, wobei ein solcher Bodensteg vorteilhafterweise im Bereich seines die Lochkante
definierenden Rands angeschrägt bzw. angespitzt sein kann, um die Lochkante scharfkantig
auszubilden.
[0020] Um eine gute Blickschutzwirkung gegen Hindurchblicken durch die Lichtaustrittsöffnung
unter nicht zu steilen Blickwinkeln zu erzielen, kann der Bodenabschnitt des Abblendtopfs
eine Erstreckung in Abstrahlrichtung besitzen, die im Bereich von etwa ein Viertel
bis vier Viertel des Lochdurchmessers und/oder ein Viertel bis vier Viertel der axialen
Beabstandung der Lochkante von der Fokussieroptik betragen kann.
[0021] Alternativ oder zusätzlich kann der von der Lochkante definierte Lochdurchmesser
des Abblendtopfes derart bemessen sein, dass der Durchmesser der Fokussieroptik mindestens
vier Drittel des Lochdurchmessers des Abblendtopfs, vorzugsweise zwei bis dreimal
dem Lochdurchmesser entspricht.
[0022] Der genannte, von der Lochkante definierte Lochdurchmesser bzw. der Durchmesser der
Lichtaustrittsöffnung des Abblendtopfs, die den Lichtstrahlenbereich in Bereich von
dessen Einschnürung einfaßt kann ein wenig größer als der Druchmesser der genannte
Einschnürung des Lichtstrahlbereichs sein, so dass sozusagen ein Ringspalt zwischen
Lochkante und Lichtstrahlenbündel verbleibt. Vorzugsweise ist die Lichtaustrittsöffnung
jedoch nur geringfügig größer als der Einschnürquerschnitt des Lichtstrahlenbündels
oder kann diesem Einschnürquerschnitte im wesentlichen entsprechen, wodurch ein guter
Blendschutz bei geringer Baulänge des Abblendtopfs erzielt wird.
[0023] Der genannte Abblendtopf kann - grob gesprochen - hülsenförmig ausgebildet sein und
eine an den die Lochkante definierten Bodenabschnitt anschließende Mantelfläche besitzen,
die zumindest näherungsweise zylindrisch ausgebildet sein kann. Alternativ kann die
Mantelfläche des hülsenförmigen Abblendtopfs jedoch auch bauchig bzw. konvex gewölbt
sein, sodass sich die Gesamtform des Abblendtopfes einer Kugel- oder Eiform annähert.
[0024] Vorteilhafterweise kann der Abblendtopf im Innendurchmesser seinen Mantelflächenabschnittes
an den Durchmesser der Fokussieroptik angepasst sein, insbesondere derart, dass der
Innendurchmesser des Abblendtopfs an einem dem Leuchtmittel nahen Topfabschnitts näherungsweise
etwa dem Außendurchmesser der Fokussieroptik entspricht. Hierdurch kann die Fokussieroptik
platzsparend eingefasst werden.
[0025] Der Abblendtopf kann vorteilhafterweise die gesamte Fokussieroptik mantelflächenseitig
einfassen, insbesondere zumindest soweit, dass die Lichtaustrittsfläche der Fokussieroptik
von dem Abblendtopf eingefasst ist. Gegebenenfalls kann der Abblendtopf aber auch
ein an die Fokussieroptik anschließendes Leuchtmittel miteinfassen.
[0026] Die genannte Fokussieroptik kann grundsätzlich verschieden ausgebildet sein, beispielsweise
einen Reflektor umfassen, der das von dem zumindest einen Leuchtmittel abgegebene
Licht einfängt und in der genannten Weise fokussiert. Alternativ oder zusätzlich kann
die Fokussieroptik auch eine Linse umfassen, die zwischen dem Leuchtmittel und der
Lichtaustrittsausnehmung angeordnet ist und vorteilhafterweise derart ausgebildet
ist, dass sie das gesamte, von dem Leuchtmittel abgegebene Licht einfasst und durch
die Lichtaustrittsausnehmung mit der genannten Einschnürung hindurchwirft. Die Fokussieroptik
ist vorteilhafterweise derart beschaffen, dass das gesamte von allen Leuchtmitteln
des Lochstrahlers abgegebene Licht eingefangen und zumindest im Wesentlichen vollständig
in Form des eingeschnürten Strahlengangs durch die Lichtaustrittsöffnung des Abblendtopfs
abgestrahlt wird.
[0027] Um eine Blendungswirkung durch Aufhellungen der Lichtaustrittsausnehmung zu verhindern
bzw. weiter zu reduzieren, kann nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung
zumindest der sichtbare Bereich der Innenflächen des Abblendtopfs tiefschwarz glänzend
ausgebildet sein, sodass ggfs. doch auf die Innenflächen des Abblendtopfs fallendes
Streulicht dort nicht weiter reflektiert wird. Eine solche tiefschwarz glänzende Ausbildung
der sichtbaren, die Lichtaustrittsöffnung einfassenden Innenflächen des Abblendtopfs
verhindert Aufhellungen der Lichtaustrittsausnehmung sowie hiervon ausgehende Blendwirkungen
und gestattet eine größere Gestaltungsfreiheit bezüglich der Konturierung des Abblendtopfs,
sodass dieser besser an die Einbauumgebung anpassbar ist.
[0028] Eine solche tiefschwarz glänzende Oberfläche kann insbesondere einen maximalen diffusen
Reflexionsgrad von weniger als 2%, vorzugsweise weniger als 1% und insbesondere auch
weniger als 0,5% besitzen. Die tiefschwarze Ausbildung der Oberfläche kann hierbei
in verschiedener Art und Weise erreicht werden, beispielsweise durch Polieren eines
schwarz eingefärbten Topfmaterials oder eine tiefschwarze Oberflächenbeschichtung,
beispielsweise in Form einer Pianolackbeschichtung.
[0029] Um Aufhellungen und Blendwirkungen bestmöglich zu vermeiden, kann die gesamte Innenmantelfläche
des Abblendtopfs von der Fokussieroptik bis zur Lichtaustrittsöffnung einschließlich
tiefschwarz glänzend ausgebildet sein.
[0030] Der Lochstrahler kann grundsätzlich freistehend bzw. freihängend Verwendung finden,
wobei durch den beschriebenen Abblendtopf eine Blendwirkung auch ohne weitere Maßnahmen
wie Abblendpaneele oder Leuchtenschirme verhindert ist. Gleichzeitig kann der Lochstrahler
jedoch auch in bzw. hinter einem Verkleidungs- bzw. Abhäng- oder Abdeckpaneel beispielsweise
in Form von Decken- oder Wandpaneelen verbaut sein. Bei Verwendung des Lochstrahlers
zusammen mit einem solchen Paneel kann der Abblendtopf mit seiner die Lichtaustrittsöffnung
einfassenden Bodenabschnitt in der entsprechenden Paneelausnehmung sitzen, durch die
hindurch der hinter dem Paneel sitzende Lochstrahler seine eingeschnürten Lichtstrahlen
abgibt und hindurchstrahlt. Bei anderen Anwendungen solcher Lochstrahler beispielsweise
in Möbeln bzw. Möbelstücken oder Haushaltsgeräten wie Regale, Vitrinen, Kühlschränke,
Spiegelschrank, Dunstabzugshauben und ähnliches kann der Abblendtopf in entsprechender
Wiese in einem Paneel bzw. einer Wandung des Möbels bzw. Geräts verbaut sein. Allerdings
ist auch eine freistehende oder -hängende Anordung an Beleuchtungsgeräten wie Lüster,
Stehlampen oder Schreibtischlampen möglich.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen und zugehöriger
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- Eine schematische Darstellung eines Lochstrahlers nach einer bevorzugten Ausführung
der Erfindung, wobei der Boden eines hülsenförmigen Abblendtopfs kegelförmig angeschrägt
ist und eine scharfkantige Lochkante definiert, durch die das abgestrahlte Licht hindurchgestrahlt
wird, wobei die Teilansicht a eine perspektivische Darstellung des Lochstrahlers und
die Teilansicht b eine Schnittansicht des Lochstrahlers zeigt,
- Fig. 2:
- Eine schematische Darstellung eines Lochstrahlers ähnlich Fig. 1, wobei der Abblendtopf
im Vergleich zu Fig. 1 nicht zylindrisch, sondern kugelförmig ausgebildet ist, wobei
auch hier die Teilansicht a eine perspektivische Darstellung und die Teilansicht b
eine Schnittansicht des Lochstrahlers zeigt,
- Fig. 3:
- Eine Schnittansicht eines Lochstrahlers nach einer weiteren Ausführung der Erfindung,
wobei der Lochstrahler mit seinem Abblendtopf in bzw. hinter einem Decken- oder Wandpaneel
verbaut ist und der Abblendtopf innenmantelflächenseitig tiefschwarz glänzend ausgebildet
ist,
- Fig. 4:
- Eine Schnittansicht eines Lochstrahlers nach einer weiteren Ausführung der Erfindung,
bei der im Vergleich zur Fig. 3 die Lochkante flacher und die Lichtaustrittsöffnung
tiefer ausgebildet ist, um in einem dickeren Paneel verbaut zu werden,
- Fig. 5:
- Eine perspektivische Ansicht eines Lochstrahlers, dessen Abblendtopf nach einer weiteren
Ausführung der Erfindung im Querschnittt mehreckig konturiert ist, und
- Fig. 6:
- Eine Schnittansicht eines Lochstrahlers ähnlich den Figuren 1 und 2 nach einer weiteren
Ausführung der Erfindung, gemäß der die sich in Lichtaustrittsrichtung aufweitende
Lochflanke des Abblendtopfes im Querschnitt konkav konturiert ist.
[0032] Wie Fig. 1 zeigt, kann der Lochstrahler 1 als Leuchtmittel 2 eine oder mehrere LEDs
aufweisen, die beispielsweise auf einer Trägerplatine angeordnet sein können. Um das
von dem Leuchtmittel 2 abgestrahlte Licht einzufangen und zu bündeln, ist eine Fokussieroptik
3 vorgesehen, die eine Linse 4 umfassen kann, welche mit einer topfförmigen Lichteintrittsfläche
über das Leuchtmittel 2 gesetzt bzw. gestülpt sein kann, um im Wesentlichen vollständig
das vom Leuchtmittel 2 abgegebene Licht einzufangen. Das eingefangene Licht kann sich
in dem beispielsweise kelchförmigen Linsenkorpus ausbreiten und wird mantelflächenseitig
reflektiert - was durch Totalreflexion und/oder eine reflektierende Beschichtung der
Mantelfläche der Linse 4 erreicht werden kann - und auf die stirnseitige Lichtaustrittsfläche
geworfen, von der aus das Licht in Form eines Kegels oder eines in ähnlicher Weise
eingeschnürten Strahlenbündels abgegeben wird. Das eingeschnürte Strahlenbündel verjüngt
sich dabei bis zu einem Einschnürquerschnitt 5 hin, in dem das Strahlenbündel seine
größte Energiedichte besitzt und der einen maximalen Durchmesser von einigen wenigen
Millimetern haben kann, wobei der Durchmesser auch gegen Null gehen kann, wenn die
Einschnürung im Sinne eines Brennpunkts vollständig eingeschnürt wird.
[0033] Ohne eigens dargestellt zu sein, kann die Linse 4 mantelflächenseitig und/oder austrittsflächenseitig
mit einer Facettierung versehen sein, um die Lichtdurchmischung zu verbessern und
Maßtoleranzen auszugleichen, welche Facettierung auch bei einem alternativ vorgesehenem
Reflektor vorgesehen sein kann.
[0034] Der Lochstrahler 1 umfasst weiterhin einen Abblendtopf 6, der - wie Fig. 1 zeigt
- eine näherungsweise zylindrische, hülsenförmige Konturierung besitzen kann und die
Linse 4 mantelflächenseitig einfasst, wobei sich der genannte Abblendtopf 6 vorteilhafterweise
zumindest von dem Einschnürquerschnitt 5 bis hin zur Austrittsfläche der Linse 4 erstreckt.
Der Abblendtopf 6 umschließt die abgegebenen Lichtstrahlen mantelflächenseitig vollständig
zwischen der Lichtaustrittsfläche und dem genannten Einschnürquerschnitt 5.
[0035] Wie Fig. 1 zeigt, umfasst der Abblendtopf 6 einen Bodenabschnitt 7, der von der Mantelwandung
des Abblendtopfes 6 nach innen vorspringt bzw. sich zu dem Einschnürquerschnitt 5
hin verjüngt und dort, das heißt am Einschnürquerschnitt 5, eine Lochkante 8 definiert.
[0036] Der genannte Abblendtopf 6 kann einschließlich seines Bodenabschnitts 7 rotationssymmetrisch
ausgebildet sein, beispielsweise einen kreisförmigen Querschnitt besitzen.
[0037] Die genannte Lochkante 8 ist vorteilhafterweise scharfkantig, insbesondere spitzwinklig
ausgebildet, wobei an die Flanken der Lochkante 8 im Querschnitt angelegte Tangenten
beispielsweise einen Winkel von weniger als 60°, beispielsweise 40° oder auch weniger
einschließen können.
[0038] Von der genannten Lochkante 8 aus erweitert sich der Querschnitt des Abblendtopfes
6 zu beiden Seiten hin, also sowohl zur Leuchtmittelseite hin als auch zu der dem
Leuchtmittel abgewandten Seite. Der Abblendtopf ist zu beiden Seiten der Lochkante
8 hin hinterschnitten ausgebildet.
[0039] Insbesondere weitet sich eine leuchtmittelabgewandte Lochflanke 9, die an die Lochkante
8 nach außen hin anschließt, in Abstrahlrichtung 10 auf und erstreckt sich unter einem
spitzen Winkel zu der Hauptabstrahlrichtung 10, die im Wesentlichen koaxial zur Symmetrieachse
der Linse 4 und/oder koaxial zur Längsachse des Lochstrahlers 1 sein kann.
[0040] Wie Fig. 1 zeigt, kann die außenseitige Lochflanke 9 im Querschnitt betrachtet einen
geradlinigen Verlauf besitzen und/oder eine Kegelfläche definieren, wobei sich die
genannten Lochflanke 9 vorteilhafterweise unter einem Aufweitwinkel 11 aufweiten kann,
der im Wesentlichen dem Einschnürwinkel des von der Linse 4 abgegebenen Lichts entsprechen
kann oder geringfügig größer sein kann. Gibt die Linse 4 beispielsweise einen Lichtkegel
mit einem Kegelwinkel von zweimal 50° ab, kann der genannte Aufweitwinkel 11 der Lochflanke
9 vorteilhafterweise zweimal 50° oder geringfügig größer sein, beispielsweise im Bereich
von zweimal 50° bis zweimal 60°, beispielsweise zweimal 51° bis zweimal 60° betragen.
[0041] Der genannte Aufweitwinkel kann beispielsweise 100% bis 150%, vorzugsweise zwischen
100% und 120% des Einschnürwinkels des abgestrahlten Lichts betragen.
[0042] Wie Fig. 1 zeigt, kann der die Lochkante 8 definierende Bodenabschnitt 7 des Abblendtopfes
6 von einem dünnwandigen Bodensteg gebildet sein, der schräg geneigt zur Hauptabstrahlrichtung
10 nach innen vorspringt.
[0043] Der die Lochkante 8 definierende Bodenabschnitt 7 kann eine Erstreckung in Abstrahlrichtung
10 besitzen, die näherungsweise dem Durchmesser der Lichtaustrittsöffnung 12 entsprechen
und/oder der Beabstandung der Lochkante 8 von der Lichtaustrittsfläche der Fokussieroptik
3 entsprechen kann, wobei jedoch auch andere Bemessungen möglich sind.
[0044] Alternativ oder zusätzlich kann der Abblendtopf 6 einen Durchmesser besitzen, der
ein wenig größer ist als der Durchmesser der Linse 4.
[0045] Der Durchmesser der Lichtaustrittsausnehmung 12, die von der Lochkante 8 definiert
wird, ist deutlich kleiner als der maximale Durchmesser der Fokussieroptik 3. Beispielsweise
kann die Lichtaustrittsausnehmung 12 einen Durchmesser besitzen, der beispielsweise
im Bereich von einem Viertel bis ein Halb, beispielsweise etwa ein Drittel des Durchmessers
der Linse 4 beträgt. Unabhängig von der konkreten Ausbildung der Fokussieroptik 3
kann die Lichtaustrittsausnehmung 12 einen Durchmesser im Bereich von einigen, wenigen
Millimetern, beispielsweise zwei bis Fünfzehn, insbesondere fünf bis zehn Millimeter
besitzen.
[0046] Fig. 2 zeigt eine grundsätzlich ähnliche Ausführung eines Lochstrahlers 1 wie Fig.
1. Auch hier definiert der Abblendtopf 6 mit seinem Bodenabschnitt 7 eine scharfkantige
Lochkante 8, von der aus sich die leuchtmittelabgewandte Lochflanke 9 in Abstrahlrichtung
aufweitet, wobei dann der Aufweitwinkel hier ebenfalls vorteilhafterweise zumindest
dem Einschnürwinkel des abgestrahlten Lichts entsprechen kann oder geringfügig größer
sein kann.
[0047] Im Vergleich zu Fig. 1 unterscheidet sich die Ausführung nach Fig. 2 im Wesentlichen
durch die Außenkonturierung des Abblendtopfes, der zusammen mit einem das Leuchtmittel
2 einfassenden Leuchtengehäuse eine kugelförmige Konturierung haben kann.
[0048] Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, kann der Lochstrahler 1 freistehend oder freihängend
eingesetzt werden, während die Fig. 3 und 4 einen Einbau des Lochstrahlers 1 hinter
einem Verblendungspaneel 13 zeigen, das beispielsweise ein Deckenpaneel oder ein Abhängpaneel
oder ein Raumtrennpaneel, ggf. aber auch die Deckenwandung eines Backofens bilden
kann. Es versteht sich jedoch, dass auch die Ausführungsformen nach den Fig. 1 und
2 hinter einem solchen Paneel 13 verbaut werden können, oder umgekehrt die Ausführungen
der Fig. 3 und 4 freistehend oder freihängend eingesetzt sein können.
[0049] Der Lochstrahler 1 gemäß Fig. 3 ist grundsätzlich ähnlich wie die Ausführung nach
Fig. 1. Der Abblendtopf 6 definiert auch hier eine scharfkantige Lochkante 8, von
der aus sich die leuchtmittelabgewandte Lochflanke 9 in Abstrahlrichtung 10 aufweitet,
wobei hier der Aufweitwinkel der leuchtmittelabgewandten Lochkante 8 jedoch kleiner
ist als bei der Ausführung nach Fig. 1.
[0050] Um Streulichtblendung an der Lochflanke 9 zu verhindern, ist die genannte Lochflanke
9 mit einer tiefschwarz glänzenden Oberfläche versehen, die einen maximalen, diffusen
Reflexionsgrad von vorzugsweise weniger als 0,5% besitzt und beispielsweise durch
eine tiefschwarze Pianolackbeschichtung ausgebildet sein kann.
[0051] Die tiefschwarze, glänzende Innenflächenausbildung am Abblendtopf 6 kann vorteilhafterweise
nicht nur an der Lochflanke 9 und/oder der Innenmantelfläche der Lichtaustrittsausnehmung
12, die den Einschnürquerschnitt 5 umgibt, vorgesehen sein, sondern kann sich auch
über die gesamte Innenmantelfläche zwischen der Linse 4 bzw. der Fokussieroptik 3
und der genannten Lichtaustrittsausnehmung 12 einschließlich erstrecken.
[0052] Wie Fig. 3 zeigt, kann der Lochstrahler 1 mit dem sich verjüngenden Bodenabschnitt
7 seines Abblendtopfs 6 in eine Paneelausnehmung 14 eingesetzt sein, durch die hindurch
das Licht von der Rückseite des Paneels 13 auf dessen Vorderseite in den zu beleuchtenden
Raum gestrahlt wird.
[0053] Wie Fig. 3 und insbesondere Fig. 4 zeigen, kann die Lochkante 8 ggfs. auch nicht
scharfkantig oder weniger scharfkantig ausgebildet sein, wobei hier vorzugsweise im
Querschnitt an die die Lochkante 8 einfassenden Flanken gelegte Tangenten einen Winkel
von beispielsweise 90° bis 120°, beispielsweise 110° einschließen können, wie dies
Fig. 3 zeigt, gemäß der sich die genannte Flanken 9 in Abstrahlrichtung aufweiten.
[0054] Im Vergleich zur Ausführung nach Fig. 3 ist die leuchtmittelabgewandte Lochflanke
9, die in Abstrahlrichtung 10 an die Lochkante 8 anschließt, bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 4 nicht aufweitend konturiert, sondern im Wesentlichen zylindrisch bzw.
in Abstrahlrichtung sich leicht verjüngend konturiert, sodass von der Linse 4 abgegebenes
Streulicht auf die genannte Lochflanke 9 fallen kann. Um dennoch eine Blendwirkung
zu reduzieren bzw. zu eliminieren, ist auch hier die Innenmantelfläche in der vorgenannten
Weise tiefschwarz glänzend ausgebildet.
[0055] Die genannte tiefschwarze, glänzende Innemmatelflächenausbildung kann grundsätzlich
auch bei den Ausführungen nach den Figuren 1 und 2 vorgesehen sein, ist dort jedoch
ggf. auch entbehrlich, da durch die scharfkantige Lochkantenausbildung kein Streulichtfang
erfolgt, so dass dort auch direkt die Materialen des Abblendtopfs wie beispielsweise
Holz, Beton, Kunststoff, Metallblech oder dgl. die Oberfläche des Bodenbereichs des
Abblendtopfs bilden können.
[0056] Wie Fig. 5 zeigt, kann der Abblendtopf 6, insbesondere dessen Bodenabschnitt 7 und/oder
dessen Lichtaustrittsöffnung12 auch einen mehreckigen Querschnitt beispielsweise in
Form eines Sechsecks oder eines Rechtecks besitzen, wobei eine quadratische Querschnittskonturierung
vorgesehen sein kann, wie sie Fig. 5 zeigt. Bei solchen mehreckigen Querschnittskonturen,
kann als "Durchmesser" beispielsweise der Lichtaustrittsöffnung die maximale Querschnitts-
bzw. Öffnungweite (im Sinne der Diagonalen eines Rechtecks) angesehen werden. Gemäß
Fig. 5 können die Übergänge der benachbarten, ebenen Flächenstücke eines solchen Vier-
oder Sechs- oder Mehrecks abgerundet ausgebildet sein, so dass beispielseise bei einem
wie in Fig. 5 gezeigten pyramidenstumpfförmigen, trichterartigen Bodenabschnitt dessen
pyramidenkanten abgerundet sind, vgl. Fig. 5. Andere Querschnittskonturen wie oval
oder elliptisch sind ebenfalls möglich.
[0057] Wie Fig. 6 zeigt, kann die außenseitige Lochflanke 9 des Abblendtopfes 6 im Querschnitt
betrachtet auch einen gekrümmten Verlauf besitzen, wobei hier grundsätzlich verschiedene
Krümmungsverläufe in Betracht kommen, bspw. eine glockenförmige Konturierung oder
eine kuppelförmige Konturierung. Insbesondere kann die Lochflanke 9, wie Fig. 6 zeigt,
im Querschnitt betracht konkav ausgebildet sein, sodass eine an die Lochflanke 9 angelegte
Gerade 15 an oberen und unteren Rändern der Lochflanke 9 aufliegt und dazwischen Luft
zur Lochflanke 9 hat, vgl. Fig. 6. Die gekrümmte Lochflanke 9 kann insgesamt betrachtet
einen Kuppelring bilden.
[0058] Eine solche konkave Lochflankenkonturierung kann grundsätzlich verschiedene Krümmungen
aufweisen, wenn die Lochflanke 9 im Querschnitt betrachtet wird. Beispielsweise kann
die Krümmung gleichmäßig entlang der Lochflanke ausgebildet sein.Insbesondere kann
die Lochflanke 9 im Querschnitt betrachtet aber auch parabelförmig gekrümmt konturiert
sein und/oder zur Lochkante 8 hin zunehmend stärker gekrümmt sein und/oder in Lichtabstrahlrichtung
betrachtet zunehmend weniger stark gekrümmt sein.
[0059] Legt man eine Tangente 15 gedanklich an einzelne Abschnitte der gekrümmten Lochflanke
9 (also nicht an deren oberen und unteren Ränder wie in Fig. 6 gezeigt, sondern an
dazwischenliegende Flankenabschnitte), wird die Tangente 15 zur Fokussieroptik 3 hin
von Flankenabschnitten abgedeckt, die näher an der Fokussieroptik 3 liegen, d.h. gemäß
Fig. 6 weiter oben liegen, sodass von der Fokussieroptik 3 herkommendes Licht nicht
auf die entsprechenden Flankenabschnitte gelangen kann. Gleichzeitig nimmt die Neigung
der - gedanklich angelegten - Tangente 15 stetig zu, je weiter oben bzw. je näher
an der Lochkante 8 sie an einen Lochflankenabschnitt gelegt wird. Mit anderen Worten,
schiebt man die Tangente 15, wenn sie an Lochflankenabschnitte zwischen den Lochflankenrändern
angelegt wird, immer weiter nach oben gemäß Fig. 6, d.h. immer näher an die Lochkante
8, desto flacher wird die Tangente 15, sodass potenzielles Streulicht, das von Topfwandungen
oberhalb der Lochkante 8 reflektiert wird, nicht oder nahezu nicht auf die Lochflanke
9 gelangen kann, auch wenn solches Streulicht von nahe an der Lochkante 8 liegenden
Topfwandungen relativ flach abgestrahlt wird.
1. Lochstrahler mit zumindest einem Leuchtmittel (2) vorzugsweise in Form einer LED,
einer Fokussieroptik (3) zum stundenglasartigen Einschnüren des von dem Leuchtmittel
(2) abgegebenen Lichts auf einen Einschnürquerschnitt (5), sowie einer Verblendung
mit einer den Einschnürquerschnitt (5) einfassenden Lichtaustrittsöffnung (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Verblendung einen die Fokussieroptik (3) und/oder das Leuchtmittel (2) einfassenden
Abblendtopf (6) umfasst, dessen sich nach innen zum Einschnürquerschnitt (5) des abgestrahlten
Lichts hin verjüngender Bodenabschnitt (7) die Lichtaustrittsöffnung (12) mit einer
Lochkante (8) begrenzt, von der aus sich die Oberflächenkontur des Abblendtopfs (6)
in Lichtabstrahlrichtung (10) schräg geneigt zu einer Hauptabstrahlrichtung (10) aufweitet.
2. Lochstrahler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die genannte Lochkante (8) scharfkantig,
insbesondere spitzwinklig ausgebildet ist.
3. Lochstrahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Abblendtopf (6) von
der Lochkante (8) ausgehend sich zu beiden, dem Leuchtmittel (2) zugewandten und abgewandten
Seiten hin erweiternde Lochflanken (9) aufweist.
4. Lochstrahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine vom Leuchtmittel
(7) abgewandte Lochflanke (9) derart konturiert und/oder angeschrägt ist, dass eine
an die Lochflanke (9) gelegte Tangente (15) an der lichttechnisch aktiven Lichtaustrittsfläche
der Fokussieroptik (3) vorbeiläuft.
5. Lochstrahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine/die dem Leuchtmittel
(2) abgewandte Lochflanke (9) sich von der Lochkante (8) weg unter einem Aufweitwinkel
(11) aufweitet, der mindestens so groß ist wie der Einschnürwinkel des von der Fokussieroptik
eingeschnürten Lichts" wobei der Aufweitwinkel (11) der leuchtmittelabgewandten Lochflanke
(9) insbesondere im Bereich von 100% bis 150%, vorzugsweise 100% bis 120% des Einschnürwinkels
des von der Fokussieroptik (3) abgestrahlten Lichts bemessen ist, wobei sich die dem
Leuchtmittel (2) abgewandte Lochflanke (9) kontinuierlich, insbesondere stetig erstreckt
und/oder an die Lochflanke (9) angelegte Tangenten (15) sich alle zumindest mit dem
genannten Aufweitwinkel (11) aufweiten.
6. Lochstrahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die dem Leuchtmittel (2)
abgewandte Lochflanke (9) eine Kegel- oder Pyramidenfläche bildet, deren Kegel- oder
Pyramidenwinkel im Bereich von 100% bis 125% des Einschnürwinkels des von der Fokussieroptik
(3) abgestrahlten Lichts entspricht.
7. Lochstrahler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die dem Leuchtmittel (2) abgewandte
Lochflanke (9) im Querschnitt betrachtet konkav gekrümmt konturiert ist und/oder eine
mehrachsig gekrümmte Kuppelringfläche bildet.
8. Lochstrahler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Lochflanke (9) im Querschnitt
betrachtet parabelförmig gekrümmt ist und/oder zur Lochkante (8) hin einen zunehmend
kleineren Krümmungsradius aufweist.
9. Lochstrahler nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Verblendung einen die Fokussieroptik (3) und/oder das Leuchtmittel (2) einfassenden
Abblendtopf (6) mit einer sich zum Einschnürquerschnitt (5) des abgestrahlten Lichts
hin verjüngenden, die Lichtaustrittsöffnung (12) begrenzenden Bodenabschnitt (7) aufweist,
dessen sichtbaren, die Lichtaustrittsöffnung (12) einfassenden Innenflächen tiefschwarz
glänzend ausgebildet sind.
10. Lochstrahler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die genannten Innenflächen des
Abblendtopfes (6) von der Fokussieroptik (3) bis zur Lichtaustrittsöffnung (12) einschließlich
tiefschwarz glänzend ausgebildet sind, wobei die tiefschwarz glänzende Oberfläche
des Abblendtopfes (6) einen maximalen diffusen Reflexionsgrad von kleiner 2%, vorzugsweise
kleiner 1% insbesondere kleiner als 0,5% besitzt.
11. Lochstrahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der die Lichtaustrittsöffnung
(12) einfassende Bodenabschnitt (7) des Abblendtopfs (6) von einem dünnwandigen Bodensteg
gebildet ist, der sich von einem Mantelabschnitt des Abblendtopfs (6) nach innen erstreckt.
12. Lochstrahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der genannte Bodenabschnitt
(7) des Abblendtopfes (6) eine Erstreckung in Abstrahlrichtung (10) besitzt, die ein
Viertel bis vier Drittel des Durchmessers der Lichtaustrittsöffnung (12) und/oder
ein Viertel bis vier Drittel der axialen Beabstandung der Lichtaustrittsöffnung (12)
von der Fokussieroptik (3) beträgt.
13. Lochstrahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Durchmesser der Fokussieroptik
(3) mindestens vier Drittel des Durchmessers der Lichtaustrittsöffnung (12) beträgt,
vorzugsweise zwei- bis dreimal dem Durchmesser der Lichtaustrittsöffnung (12) entspricht,
wobei ein Innendurchmesser des Abblendtopfes (6) etwa dem Außendurchmesser der Fokussieroptik
(3) entspricht.
14. Beleuchtungseinrichtung mit zumindest einem Lochstrahler (1), der gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche 1 bis 15 ausgebildet ist, sowie einem Abhänge- oder Abdeckpaneel
(13) mit zumindest einer Paneelausnehmung (14), durch die von dem Lochstrahler (1)
abgegebenen Licht hindurchstrahlbar ist.
15. Beleuchtungseinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Abblendtopf (6)
des Lochstrahlers (1) mit seiner die Lichtaustrittsöffnung (12) einfassenden Bodenabschnitt
(7) in der genannten Paneelausnehmung (14) sitzt, wobei eine Mehrzahl von Lochstrahlern
in zumindest einer Reihe neben- oder hintereinander, voneinander beabstandet angeordnet
und/oder in einer matrixförmigen Anordnung verteilt sind.