[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte, insbesondere Pendelleuchte, mit einer Leuchtmittelaufnahme,
nach dem Oberbegriff das Anspruchs 1, welche in wenigstens einer stromleitenden Aufhängeeinrichtung
eingehängt und über die Aufhängeeinrichtung mit der Stromversorgung koppelbar oder
gekoppelt ist.
[0002] Bekannt sind Leuchten, bei denen die Leuchtmittelaufnahme oder nur das Leuchtmittel
in Schlaufen eingehängt sind. So offenbart
DE 44 09 651 A1 eine Stehleuchte, bei der zwei stromleitende Aufhängeeinrichtungen senkrecht in einem
definierten Abstand gespannt sind. Die Leuchtmittelaufnahmen, deren Hauptteil zylinderförmig
ist, haben an den Enden Kontaktringe. Die Aufhängeeinrichtungen sind jeweils einmal
um je einen Kontaktring geschlungen und versorgen das an der Leuchtmittelaufnahme
befestigte Leuchtmittel mit Strom. Durch Drehen oder Schieben der Leuchtmittelaufnahme
kann diese in der Höhe verstellt werden.
[0003] EP 1 555 479 A1 offenbart eine Leuchte, bei der die Leuchtmittelaufnahme an zwei stromführenden Seilen
aufgehängt ist. Die Aufhängung erfolgt allerdings an der Zugentlastung, in die die
Stromführung eingeflochten ist. Die Stromführung wird kurz über den Ösen, in die die
Seile eingehängt sind, aus dem Geflecht genommen und einem separaten Anschluss zugeführt.
[0004] DE 20 2016 000 575 U1 offenbart eine Leuchte, bei der die Leuchtmittelaufnahme in zwei von oben kommenden
leitenden Schlaufen eingelegt wird. Die Stromzufuhr erfolgt über die beiden Schlaufen.
[0005] Nachteil der beschriebenen Leuchten ist, dass sie immer mindestens zwei Aufhängeeinrichtungen
benötigen, um die erforderliche Energie einzuspeisen. Dies schränkt die Gestaltungsmöglichkeiten
der Leuchtmittelaufnahmen wie auch die Vielfalt der Beleuchtungsmittel ein.
[0006] US 2012/0075857 A1 offenbart eine in Leuchtrichtung verstellbare Leuchte, die magnetisch gehalten wird
und einen Kühlkörper beinhaltet. Die Verstellung wird dadurch ermöglicht, dass an
der Leuchtmittelaufnahme eine Reihe von Kontakteinrichtungen angebracht ist, von denen
jeweils zwei mit den Stromzuführungen in Kontakt kommen. Aufgrund des Gewichtes von
Magneten und Kühlkörper ist diese Ausführungsform nur für eine feste Installation
an den Wänden bzw. an der Decke geeignet.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine variable Leuchte, insbesondere Pendelleuchte
zu schaffen, die eine höhere Gestaltungsmöglichkeit der Leuchtmittelaufnahme erlaubt
und die auch eine größere Zahl von unabhängig schaltbaren Leuchtmitteln ermöglicht.
[0008] Die Aufgabe wird durch eine Leuchte mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
[0009] Erfindungsgemäß vorgesehen ist eine Leuchte mit bevorzugt wenigstens einem Leuchtmittel
und einer Leuchtmittelaufnahme, welche in wenigstens einer stromleitenden Aufhängeeinrichtung
eingehängt und über die Aufhängeeinrichtung mit der Stromversorgung koppelbar oder
gekoppelt ist. Die Leuchtmittelaufnahme weist wenigstens einen Stromabnehmer auf.
Dabei umgibt die wenigstens eine stromleitende Aufhängeeinrichtung wenigstens einen
mit dem Leuchtmittel in leitender Verbindung stehenden Stromabnehmer wenigstens teilweise
und der wenigstens eine Stromabnehmer weist einen elektrisch isolierenden Isolatorabschnitt
auf. In dem Isolatorabschnitt sind mindestens zwei elektrisch leitende Kontakteinrichtungen
vorgesehen, die mit dem Leuchtmittel elektrisch in Kontakt stehen und die bis zur
Außenseite des Isolatorabschnitts reichen, so dass er eine elektrische Verbindung
mit der Aufhängeeinrichtung ermöglicht. Weiterhin weist die stromleitende Aufhängeeinrichtung
wenigstens zwei voneinander getrennte Leitungsabschnitte auf, die auf unterschiedlichen
elektrischen Potentialen liegen. Mit unterschiedlichen Potentialen sind sowohl permanent
unterschiedliche, wie bei Gleichspannung, als auch zumindest zeitweise unterschiedliche,
wie bei Wechselspannung, gemeint. Hierbei sind wenigstens zwei der Kontakteinrichtungen
jeweils mit einem der Leitungsabschnitte kontaktierbar.
[0010] Mit einer derartigen Leuchte ist es möglich, die Stromversorgung durch eine Aufhängeeinrichtung
der Leuchtmittelaufnahme und damit dem Leuchtmittel zuzuführen. Dies erlaubt Leuchten
mit nur einer stromführenden Aufhängeeinrichtung herzustellen. So können beispielsweise
Mobile-Leuchten installiert werden. Mit einer Aufhängeeinrichtung kann die Gestaltgebung
auch freier ausgeführt werden, denn eine weitere stabilisierende Aufhängung hat dann
lediglich die Funktion Stabilisierung zu übernehmen und ist nicht durch Vorgaben der
Stromzufuhr eingeschränkt. In bevorzugten Ausführungsformen ist es möglich, dass die
Leuchtmittelaufnahme eine längliche, insbesondere stangen- oder stabförmige Form aufweist.
Die Gestaltungsfreiheit wird mit der Erfindung größer.
[0011] Durch den Einsatz von beispielsweise zwei stromleitenden Aufhängeeinrichtungen ist
es möglich, zwei Leuchtmittel unabhängig voneinander zu betreiben. Es ist sogar möglich,
der Leuchtmittelaufnahme vier durchaus unterschiedliche Potentiale zuzuführen. Wird
dann eines der Potentiale gemeinsam genutzt, so ist es möglich, bis zu drei unabhängige
Stromkreise in der Leuchtmittelaufnahme einzurichten und so drei Einheiten, durchaus
Gruppen, von Leuchtmitteln unabhängig anzusteuern. Allgemein formuliert kann eine
Leuchte eine Mehrzahl von Leuchtmitteln und eine entsprechende Mehrzahl Aufhängeeinrichtungen
aufweisen. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Leuchtmittel durch eine Mehrzahl
Aufhängeeinrichtungen unabhängig voneinander ansteuerbar.
[0012] Dadurch dass der Stromabnehmer der Leuchtmittelaufnahme von einer stromleitenden
Aufhängeeinrichtung zumindest teilweise umgeben ist, wird die Leuchtmittelaufnahme
von der Aufhängeeinrichtung getragen. Bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der
die stromleitende Aufhängeeinrichtung den Stromabnehmer schlaufenförmig umgibt. Eine
Schlaufe hält die Leuchtmittelaufnahme relativ sicher, auch wenn es zu leichten Erschütterungen
kommt.
[0013] Das Material der Aufhängeeinrichtung sollte zum einen elektrisch leitend, zum anderen
aber auch mechanisch stabil sein, um die Leuchtmittelaufnahme zu tragen. Dabei kann
jedes Material oder jede Materialkombination eingesetzt werden, die über diese beiden
Eigenschaften verfügt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Aufhängeeinrichtung
als Drahtseil, besonders bevorzugt einem Stahlseil ausgeführt. Um dieses Drahtseil
mit zwei unterschiedlichen Potentialen beschicken zu können, muss das Drahtseil an
einer Stelle durchtrennt und mit einem isolierenden Material wieder verbunden werden.
Besonders geeignet dafür ist die Scheitelstelle der Öse, also die tiefste Stelle einer
hängenden Drahtseilschlaufe. In diesem Fall kann jeweils mindestens eine Kontakteinrichtung
mit einem der Potentiale verbunden werden, um den Stromkreis für das Leuchtmittel
zu bilden.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Aufhängeeinrichtung durch eine
Zwillingslitze ausgebildet. In diesem Fall sind die Litzen gegeneinander isoliert
und gegenüber dem Stromabnehmer zu beiden Seiten des Scheitelpunkts nicht isoliert,
so dass die beiden zur Verfügung gestellten Potentiale vom Stromabnehmer abgegriffen
werden können. Die Isolierung der Litzen kann dabei unterschiedlich ausgeführt sein.
Beispielsweise kann die Aufhängeeinrichtung mit Ausnahme des gewünschten Kontaktbereichs
isoliert sein, in einer anderen Ausführungsform kann auf jeder Seite der Aufhängeeinrichtung
je eine der Litzen isoliert sein, wobei sich am Scheitelpunkt die Isolierung mindestens
minimal überlappen muss, damit durch die Leuchtmittelaufnahme kein Kurzschluss erzeugt
wird.
[0015] Ebenfalls möglich ist es, das leitende Material etwas steifer auszubilden, so dass
die beiden durch eine Isolierung getrennten Leitungsabschnitte parallel geführt werden.
In diesem Fall würden sich die Kontakteinrichtungen im Stromabnehmer nicht quer zur
Längsrichtung der Aufhängeeinrichtung, sondern parallel dazu erstrecken.
[0016] Der Stromabnehmer, der die Leuchtmittelaufnahme zumindest teilweise umgibt, hat die
Aufgabe, zum einen die Kontakteinrichtungen so zu halten, dass sie in Kontakt mit
der Aufhängeeinrichtung treten können, zum anderen soll er sowohl die Kontakteinrichtungen
als auch die Aufhängeeinrichtung vom Kontakt der übrigen Leuchtmitteaufnahme abhalten.
Um die Einstellung der Position der Leuchtmittelhalterung und den damit verbundenen
Leuchtmitteln in horizontaler Richtung so flexibel wie möglich zu halten, ist in einer
bevorzugten Ausführungsform der Stromabnehmer umlaufend ausgeführt. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform ist er ringförmig ausgeführt. Bevorzugt hat der Stromabnehmer
eine kreisartige Form, kann aber genauso auch eine mehreckige Form, also eine polygone
Form, aufweisen. Die Form kann auch elliptisch oder oval ausgeführt sein. Wichtig
ist, dass der Stromabnehmer sich zumindest teilweise eng an die Aufhängeeinrichtung
anschmiegt, um einen ausreichenden elektrischen Kontakt zu erzielen. Auf der zur Aufhängeeinrichtung
hin weisenden Außenseite des Stromabnehmers weist dieser eine Mehrzahl von über den
Umfang, bevorzugt äquidistant, verteilten Kontaktvorsprüngen auf. Da zwei Kontakteinrichtungen
für den Betrieb der Leuchte reichen würden, müssen mindestens zwei Kontakte in dem
Stromabnehmer untergebracht werden. Mit zwei Kontakten sind die Einstellmöglichkeiten
allerdings begrenzt. Je größer die Anzahl der Kontakte ist, desto größer ist der mögliche
Bereich der Einstellung.
[0017] Dabei kann es vorkommen, dass eine Kontakteinrichtung einmal mit dem einen Potential,
in einer anderen Position mit dem anderen Potential und in einer weiteren Position
mit keinem Potential in Berührung kommt. Um den Betrieb der Leuchte trotzdem zu ermöglichen,
werden in einer bevorzugten Ausführungsform die mindestens zwei Kontakteinrichtungen
an ein System von Gleichrichtern geführt, damit die mindestens zwei verschiedenen
elektrischen Potentiale wieder "zurückgewonnen" werden können.
[0018] Bekanntermaßen verursachen Gleichrichter einen Spannungsabfall, der in der Regel
in Wärme umgesetzt wird. Zur Vermeidung von Hitzeproblemen werden in einer bevorzugten
Ausführungsform Gleichrichter eingesetzt, die einen Spannungsabfall von weniger als
0,6 Volt aufweisen, in einer besonders bevorzugten Ausführungsform von weniger als
0,2 Volt. In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform werden intelligente
Gleichrichter (smart Diodes) verwendet, die den Spannungsabfall von unter 40 mV möglich
machen.
[0019] Gerade bei der letzten beschriebenen Ausführungsform ist der Kühlungsbedarf gegenüber
bekannten Leuchten gering, so dass kein großes Kühlsystem, insbesondere kein Flüssigkeitskühlsystem,
installiert werden muss. In einer bevorzugten Ausführungsform ist zwischen dem Stromabnehmer
und dem Leuchtmittel ein Kühlkörper vorgesehen, der das Leuchtmittel wenigstens abschnittweise
umgibt. Damit soll auch die beim Betrieb des Leuchtmittels anfallende Wärme gut abgeführt
werden.
[0020] Wie oben erwähnt, wird die Leuchtmittelaufnahme mit elektronischen Bauteilen versehen.
Es hat sich als sinnvoll erwiesen, diese vor Berührungen zu schützen. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist die Leuchtmittelaufnahme auf ihrer der wenigstens einen Aufhängeeinrichtung
zugewandten Außenseite mit einer Verkleidung wenigstens abschnittsweise verkleidet.
Auf der einen Seite werden die elektronischen und elektrischen Bauteile vor Berührungen
geschützt, auf der anderen Seite gibt die Verkleidung dem Designer einer erfindungsgemäßen
Leuchte die Möglichkeit der Gestaltung. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
weist die Verkleidung ein leitfähiges Material, insbesondere Metall, auf. In einer
ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist der mindestens eine Stromabnehmer zwischen
zwei Abschnitten der Verkleidung vorgesehen.
[0021] Gerade bei metallischen Verkleidungen ist es für den Betrieb der Leuchte wichtig,
dass es keinen Kontakt zwischen der Stromführung und der Verkleidung gibt. In einer
bevorzugten Ausführungsform weist der wenigstens eine Stromabnehmer eine Aufnahmevorrichtung,
insbesondere eine Aufnahmerille, zur Aufnahme einer Aufhängeeinrichtung auf, wobei
die wenigstens zwei Kontaktvorsprünge in Richtung der Aufhängeeinrichtung wenigstens
bis zum Boden der Aufnahmevorrichtung reichen. Die Aufnahmevorrichtung hat dann einen
geringeren Umfang als der Rest des Stromabnehmers, so dass die Aufhängeeinrichtung
sich automatisch durch das Gewicht der Leuchtmittelaufnahme in die Aufnahmevorrichtung
zieht und so vom Rand, also dort, wo sich die möglicherweise metallische Verkleidung
befindet, fernhält. Da sich die Aufhängeeinrichtung bevorzugt nahezu gezwungenermaßen
in der Aufnahmevorrichtung befindet, sollten die wenigstens zwei Kontaktvorsprünge
auch wenigstens bis zum Boden der Aufnahmevorrichtung reichen, um den elektrischen
Kontakt herstellen zu können.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die Führung der Aufhängeeinrichtung
zur Aufnahmevorrichtung durch die Verkleidung unterstützt, indem der Querschnitt der
Verkleidung auf deren Außenseite sich zum Stromabnehmer hin verjüngt. Sollte durch
einen Stoß oder ein ähnliches Ereignis die Aufhängeeinrichtung aus der Aufnahmevorrichtung
gehoben werden, würde eine Verjüngung der Verkleidung hin zu dem Stromabnehmer die
Aufhängeeinrichtung bevorzugt dorthin schieben und mit der Aufnahmevorrichtung dann
an die gewünschte Position bringen.
[0023] Im Folgenden soll die Erfindung anhand von den in den Figuren 1 bis 6 gezeigten Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden.
- Figur 1
- - zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Leuchte,
- Figur 2
- - zeigt einen Querschnitt durch eine Leuchtmittelaufnahme im Bereich eines Stromabnehmers
in Verbindung mit einer Aufhängeeinrichtung nach einer ersten Ausführungsform,
- Figur 3
- - zeigt ein Gleichrichtersystem zu der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform.
- Figur 4
- - zeigt einen Ausschnitt der Leuchtmittelaufnahme im Kontaktbereich von Stromabnehmer
und Aufhängeeinrichtung einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform,
- Figur 5
- - zeigt ein Gleichrichtersystem zu der in Figur 4 gezeigten Ausführungsform,
- Figur 6
- - zeigt eine Ausführungsform mit zwei stromführenden Aufhängeeinrichtungen.
[0024] Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leuchte 1, hier als Pendelleuchte dargestellt,
zeigt die Fig.1. In dieser Ausführungsform liegt die sich im gezeigten Beispiel in
horizontaler Richtung X erstreckende Leuchtmittelaufnahme 2 in zwei sich im Wesentlichen
in Vertikalrichtung Z erstreckenden Aufhängeeinrichtungen 3, 3a, von denen eine 3a
stromlos ist. Die Leuchtmittelaufnahme 2 weist ein Leuchtmittel 25 auf, das über die
Aufhängeeinrichtung 3 mit Strom versorgt wird. Der Kontakt zwischen der Aufhängeeinrichtung
3 und der Leuchtmittelaufnahme 2 wird in der Figur 2, die einen Querschnitt (Y-Z-Ebene)
durch eine Leuchtmittelaufnahme 2 im Bereich des Stromabnehmers 22 zeigt, dargestellt.
Die Aufhängeeinrichtung 3 ist in drei Abschnitte geteilt. Links und rechts von oben
kommend, sind ein erster Leitungsabschnitt 31 und ein zweiter Leitungsabschnitt 32
jeweils mit einem zueinander unterschiedlichen Potential belegt. Verbunden sind die
beiden Leitungsabschnitte 31, 32 durch einen Isolator 33 am unteren Scheitelpunkt
der Aufhängeeinrichtung 3. In die Schlaufe der Aufhängeeinrichtung 3 liegt der Stromabnehmer
22 der Leuchtmittelaufnahme 2.
[0025] Dieser Stromabnehmer 22 ist mit drei Kontakteinrichtungen 24 versehen. Dabei kann
der Stromabnehmer 22 auch mit zwei oder mehr als drei Kontakteinrichtungen versehen
werden. Es soll sichergestellt werden, dass in der gewünschten Ausrichtung der Leuchtmittelaufnahme
2 sichergestellt ist, dass mit jedem der Leitungsabschnitte 31, 32 mindestens eine
Kontakteinrichtung 24 in Kontakt kommt. Dabei ist es nicht notwendig, dass die Kontakteinrichtungen
24 gleich verteilt auf dem Umfang des Stromabnehmers 22 angeordnet sind. Es ist durchaus
möglich, die Kontakteinrichtungen 24 nicht äquidistant anzuordnen.
[0026] Der in Figur 2 und 3 dargestellte Stromabnehmer 22 weist zumindest im äußeren Bereich
zwischen den Kontakteinrichtungen 24 mindestens einem Isolatorabschnitt auf, der wegen
der Übersichtlichkeit in Figur 2 und 3 nicht gezeigt ist.
[0027] Die Einbindung der Kontakteinrichtungen 24 in das Leitungssystem der Leuchtmittelaufnahme
2 erfolgt, wie die Figur 3 zeigt, über eine Gleichrichterschaltung 40. Zwischen je
zwei Gleichrichtern 41, 42, 43 werden die Kontakteinrichtungen 24 in das Leitungssystem
eingebunden. Je nach Lage der Leuchtmitteaufnahme 2 in der Aufhängeeinrichtung 3 kann
eine Kontakteinrichtung 24 einmal mit dem höheren Potential in Kontakt treten, in
einer andern Stellung mit dem niedrigeren oder in einer weiteren Ausrichtung mit keinem
der Potentiale.
[0028] Mit dieser Gleichrichterschaltung 40 ist sichergestellt, dass das eingeleitete Potential
ohne Störungen in der gewünschten Weise in das Leitungssystem der Leuchtmittelaufnahme
2 eingebunden wird.
[0029] Gleichrichter 40, 41, 42, 43 haben im Allgemeinen einen Spannungsabfall von knapp
0,6 Volt, was beim Betrieb zu einer Wärmeentwicklung führt, die abgeleitet werden
muss, um ein Überhitzen der Schaltung zu vermeiden. Bei geeigneter Materialwahl kann
erreicht werden, dass der Spannungsabfall von Gleichrichtern 40, 41, 42, 43 auf unter
0,2 Volt abgesenkt wird, was die Wärmeentwicklung um den Faktor 3 reduziert. Heutzutage
stehen sogenannte "intelligente Gleichrichter" zur Verfügung, wobei eine Schaltung
mit einem MOSFET die Gleichrichterfunktion darstellt. Derartige intelligente Gleichrichter
haben oft einen Spannungsabfall, der um zwei Größenordnungen geringer ist als der
von herkömmlichen Gleichrichtern. Mit dem Einsatz derartiger Gleichrichter wird die
Wärmeentwicklung der Gleichrichter so reduziert, dass der Einsatz einfacher Kühlkörper
für den sicheren Betrieb der Leuchte 1 ausreicht.
[0030] Die Figur 4 zeigt ein Schnittbild einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Leuchte 1. In dem gezeigten Ausschnitt ist der Schnitt quer zur Aufhängeeinrichtung
3 dargestellt, also längs der Leuchtmittelaufnahme 2 im Bereich des Stromabnehmers
22. In dieser Ausführungsform ist die Aufhängeeinrichtung 3 Durch einen ersten Leitungsabschnitt
31 und einen zweiten Leitungsabschnitt 32 gebildet, die durch eine Isolierung 33 in
Längsrichtung getrennt sind. Der Stromabnehmer 22 ist als Ring um die Leuchtmittelaufnahme
2 (nicht gezeigt) ausgeführt. Dieser Ring besteht aus einem Isolatorabschnitt 23,
in den die Kontakteinrichtungen 24 eingelassen sind, so dass sie die Aufhängeeinrichtung
3 berühren, wenn diese in die umlaufende Nut des Stromabnehmers 22 eingelegt ist.
In dem gezeigten Beispiel sind vier Kontakteinrichtungen 24 dargestellt. In der hier
gezeigten Anordnung sind jeweils zwei Kontakteinrichtungen 24 mit jeweils einem der
Leitungsabschnitte 31, 32 in Kontakt. Die dazugehörige Schaltung, die die Einbindung
der Kontakteinrichtungen in das Leitungssystem der Leuchtmittelaufnahme zeigt, zeigt
die Fig.5. Der Aufbau der Einbindung ist dem in der Fig. 3 dargestellten ähnlich.
Dies zeigt, dass sich außer aus Raum- oder Kostengründen beliebig viele Kontakteinrichtungen
24 in das Leitungssystem der Leuchtmittelaufnahme 2 einbinden lassen.
[0031] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leuchte 1 zeigt die Figur 6. Hier
sind beide Aufhängeeinrichtungen 3 mit je zwei Potentialen belegt. In dieser Leuchtmitteaufnahme
2 sind zwei Leuchtmittel 25 angeordnet, die unabhängig voneinander versorgt und damit
unabhängig gesteuert werden können. Damit wird die Variabilität der Leuchte 1 erhöht.
[0032] Es wird darauf hingewiesen, dass die hier beschriebenen Ausführungsformen lediglich
eine beschränkte Auswahl an möglichen Ausführungsvarianten der Erfindung darstellen.
Insbesondere ist es möglich, die Merkmale einzelner Ausführungsformen in geeigneter
Weise miteinander zu kombinieren, so dass für den Fachmann mit den hier explizit dargestellten
Ausführungsvarianten eine Vielzahl von verschiedenen Ausführungsformen als offensichtlich
offenbart anzusehen sind.
[0033] Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die in dieser Beschreibung gemachte Differenzierung
zwischen Leuchtmittel und Leuchtmittelaufnahme eine Austauschbarkeit des Leuchtmittels
voraussetzt. So beinhaltet mindestens eine der Ausführungsformen mindestens ein austauschbares
Leuchtmittel (z.B. gesteckt oder geschraubt) und ebenso existiert mindestens eine
Ausführungsform mit mindestens einer festen Verbindung zwischen Leuchtmittel und Leuchtmittelaufnahme
(z.B. durch Löten).
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Leuchte
- 2
- Leuchtmittelaufnahme
- 3
- Aufhängeeinrichtung
- 3a
- Aufhängeeinrichtung stromlos
- 21
- Aufnahmevorrichtung
- 22
- Stromabnehmer
- 23
- Isolatorabschnitt
- 24
- Kontakteinrichtung
- 25
- Leuchtmittel
- 31
- erster Leitungsabschnitt
- 32
- zweiter Leitungsabschnitt
- 33
- Isolator
- 40, 41, 42, 43, 44
- Gleichrichter
1. Leuchte (1), insbesondere Pendelleuchte, mit bevorzugt wenigstens einem Leuchtmittel
(25) und einer Leuchtmittelaufnahme (2), welche in wenigstens einer stromleitenden
Aufhängeeinrichtung (3) eingehängt und über die Aufhängeeinrichtung (3) mit der Stromversorgung
koppelbar oder gekoppelt ist, wobei die Leuchtmittelaufnahme (2) wenigstens einen
Stromabnehmer (22) aufweist, wobei die wenigstens eine stromleitende Aufhängeeinrichtung
(3) wenigstens einen mit einem Leuchtmittel in leitender Verbindung stehenden Stromabnehmer
(22) wenigstens teilweise umgibt und dass der wenigstens eine Stromabnehmer (22) einen
elektrisch isolierenden Isolatorabschnitt aufweist, wobei in dem Isolatorabschnitt
(23) mindestens zwei elektrisch leitende Kontakteinrichtungen (24) vorgesehen sind,
die mit dem Leuchtmittel elektrisch in Kontakt stehen und die bis zur Außenseite des
Isolatorabschnitts (23) reichen, so dass eine elektrische Verbindung mit der Aufhängeeinrichtung
(3) ermöglicht wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass weiterhin die stromleitende Aufhängeeinrichtung (3) wenigstens zwei voneinander über
einen Isolator (33) getrennte Leitungsabschnitte (31, 32) aufweist, wobei wenigstens
zwei der Leitungsabschnitte (31, 32) auf unterschiedlichen elektrischen Potentialen
liegen und wenigstens zwei der Kontakteinrichtungen (24) jeweils mit einem der Leitungsabschnitte
(31, 32) kontaktierbar sind.
2. Leuchte (1) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die stromleitende Aufhängeeinrichtung (3) den Stromabnehmer (22) schlaufenförmig
umgibt.
3. Leuchte (1) gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufhängeeinrichtung (3) als Drahtseil oder Zwillingslitze ausgebildet ist.
4. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stromabnehmer (22) eine ringförmige, insbesondere runde, kreisartige oder polygone
Querschnittsform aufweist und auf seiner zur Aufhängeeinrichtung (3) hin weisenden
Außenseite eine Mehrzahl von über den Umfang, bevorzugt äquidistant, verteilte Kontakteinrichtungen
(24) aufweist.
5. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchtmittelaufnahme (2) auf ihrer der wenigstens einen Aufhängeeinrichtung (3)
zugewandten Außenseite mit einer Verkleidung wenigstens abschnittsweise verkleidet
ist.
6. Leuchte (1) gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verkleidung ein leitfähiges Material, insbesondere Metall, aufweist.
7. Leuchte (1) gemäß einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mindestens eine Stromabnehmer (22) zwischen zwei Abschnitten der Verkleidung
vorgesehen ist.
8. Leuchte (1) gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt der Verkleidung auf deren Außenseite sich zum Stromabnehmer (22)
hin verjüngt.
9. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Stromabnehmer (22) eine Aufnahmevorrichtung (21), insbesondere
eine Aufnahmerille, zur Aufnahme einer Aufhängeeinrichtung (3) aufweist, wobei die
wenigstens zwei Kontakteinrichtungen (24) in Richtung der Aufhängeeinrichtung (3)
wenigstens bis zum Boden der Aufnahmevorrichtung reichen.
10. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchtmittelaufnahme (2) eine längliche, insbesondere stangen- oder stabförmige
Form aufweist.
11. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen das Leuchtmittel und die mindestens zwei Kontakteinrichtungen (24) jeweils
Gleichrichter (41, 42, 43) geschaltet sind.
12. Leuchte (1) gemäß Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleichrichter (41, 42, 43) einen Spannungsabfall von weniger als 0,6 Volt, insbesondere
weniger als 0,2 Volt, aufweisen oder als intelligente Gleichrichter (41, 42, 43) ausgebildet
sind.
13. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Mehrzahl Leuchtmittel (25) und eine entsprechende Mehrzahl Aufhängeeinrichtungen
(3) aufweist.
14. Leuchte nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchtmittel (25) durch die Mehrzahl Aufhängeeinrichtungen (3) unabhängig voneinander
ansteuerbar sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Leuchte (1), insbesondere Pendelleuchte, mit bevorzugt wenigstens einem Leuchtmittel
(25) und einer Leuchtmittelaufnahme (2), welche in wenigstens einer stromleitenden
Aufhängeeinrichtung (3) eingehängt und über die Aufhängeeinrichtung (3) mit der Stromversorgung
koppelbar oder gekoppelt ist, wobei die Leuchtmittelaufnahme (2) wenigstens einen
Stromabnehmer (22) aufweist, wobei die wenigstens eine stromleitende Aufhängeeinrichtung
(3) wenigstens einen mit einem Leuchtmittel in leitender Verbindung stehenden Stromabnehmer
(22) wenigstens teilweise umgibt und dass der wenigstens eine Stromabnehmer (22) einen
elektrisch isolierenden Isolatorabschnitt aufweist, wobei in dem Isolatorabschnitt
(23) mindestens zwei elektrisch leitende Kontakteinrichtungen (24) vorgesehen sind,
die mit dem Leuchtmittel elektrisch in Kontakt stehen und die bis zur Außenseite des
Isolatorabschnitts (23) reichen, so dass eine elektrische Verbindung mit der Aufhängeeinrichtung
(3) ermöglicht wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass weiterhin die stromleitende Aufhängeeinrichtung (3) wenigstens zwei voneinander über
einen Isolator (33) getrennte Leitungsabschnitte (31, 32) aufweist, wobei wenigstens
zwei der Leitungsabschnitte (31, 32) auf unterschiedlichen elektrischen Potentialen
liegen und wenigstens zwei der Kontakteinrichtungen (24) jeweils mit einem der Leitungsabschnitte
(31, 32) kontaktierbar sind, und dass die stromleitende Aufhängeeinrichtung (3) den
Stromabnehmer (22) schlaufenförmig umgibt.
2. Leuchte (1) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufhängeeinrichtung (3) als Drahtseil oder Zwillingslitze ausgebildet ist.
3. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stromabnehmer (22) eine ringförmige, insbesondere runde, kreisartige oder polygone,
Querschnittsform aufweist und auf seiner zur Aufhängeeinrichtung (3) hin weisenden
Außenseite eine Mehrzahl von über den Umfang, bevorzugt äquidistant, verteilte Kontakteinrichtungen
(24) aufweist.
4. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchtmittelaufnahme (2) auf ihrer der wenigstens einen Aufhängeeinrichtung (3)
zugewandten Außenseite mit einer Verkleidung wenigstens abschnittsweise verkleidet
ist.
5. Leuchte (1) gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verkleidung ein leitfähiges Material, insbesondere Metall, aufweist.
6. Leuchte (1) gemäß einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mindestens eine Stromabnehmer (22) zwischen zwei Abschnitten der Verkleidung
vorgesehen ist.
7. Leuchte (1) gemäß einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt der Verkleidung auf deren Außenseite sich zum Stromabnehmer (22)
hin verjüngt.
8. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Stromabnehmer (22) eine Aufnahmevorrichtung (21), insbesondere
eine Aufnahmerille, zur Aufnahme einer Aufhängeeinrichtung (3) aufweist, wobei die
wenigstens zwei Kontakteinrichtungen (24) in Richtung der Aufhängeeinrichtung (3)
wenigstens bis zum Boden der Aufnahmevorrichtung reichen.
9. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchtmittelaufnahme (2) eine längliche, insbesondere stangen- oder stabförmige
Form aufweist.
10. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen das Leuchtmittel und die mindestens zwei Kontakteinrichtungen (24) jeweils
Gleichrichter (41, 42, 43) geschaltet sind.
11. Leuchte (1) gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleichrichter (41, 42, 43) einen Spannungsabfall von weniger als 0,6 Volt, insbesondere
weniger als 0,2 Volt, aufweisen oder als intelligente Gleichrichter (41, 42, 43) ausgebildet
sind.
12. Leuchte (1) gemäß einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Mehrzahl Leuchtmittel (25) und eine entsprechende Mehrzahl Aufhängeeinrichtungen
(3) aufweist.
13. Leuchte nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchtmittel (25) durch die Mehrzahl Aufhängeeinrichtungen (3) unabhängig voneinander
ansteuerbar sind.