[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Montage von Kaminabdeckungen umfassend
ein Adapterrohr, das einen im Wesentlichen viereckigen Querschnitt aufweist und das
mit Auflageelementen versehen ist.
[0002] Abdeckungen für Kamine oder Schornsteine sind weit verbreitet. Neben dem Eindruck
auf die Ästhetik durch verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten der Abdeckungen haben
diese auch eine technische Wirkung. Die Abdeckungen schützen den Kamin gegen Witterungseinflüsse,
beispielsweise Regen, Schnee oder Wind. Sie verhindern auf diese Weise eine Beschädigung
oder auch eine Versottung des Kamins.
[0003] Die Abdeckungen werden an dem Kaminkopf angebracht, der in der Regel von einer Betonplatte
gebildet ist. Hierzu werden überwiegend Stützen direkt in der Betonplatte angebracht
und anschließend die Abdeckung auf den Stützen befestigt. In diesem Fall erfolgt die
Befestigung der Stützen durch Bohren in die Betonplatte. Dies hat selbst bei einer
anschließenden Abdichtung der Bohrungen in der Betonplatte zur Folge, dass eine Beschädigung
des Kamins durch eintretendes Wasser insbesondere bei anschließendem Frost nicht verhindert
werden kann. Eine andere Art der Anbringung von Kaminhauben besteht in der Befestigung
eines Kaminkranzes auf der Betonplatte. Dieser wird entweder ebenfalls mit der Betonplatte
durch vorheriges Bohren von Löchern verschraubt oder der Kaminkranz wird auf die Betonplatte
zementiert. Durch das Bohren sind auch hier Beschädigungen der Betonplatte nicht ausgeschlossen.
Sowohl beim Bohren als auch beim Zementieren ist zudem der Bearbeitungsaufwand hoch,
weil die Arbeiten auf dem Dach am Kaminkranz ausgeführt werden müssen.
[0004] Zur Vermeidung dieser Nachteile sind Abdeckungen für Kamine oder Schornsteine bekannt
geworden, die ein Rohr umfassen, das in den Kamin oder Schornstein hineinragt und
im Inneren des Kamins oder Schornsteins befestigt werden. Die Befestigung im Innern
des Kamins hat geringere negative Auswirkungen, da mit zunehmendem Abstand zum Kaminkopf
die Gefahr von Frostschäden sinkt. Allerdings weisen die bekannten Abdeckungen den
Nachteil auf, dass bspw. Regenwasser außen an dem Rohr herunterlaufen kann und somit
in den Kamin oder Schornstein laufen kann, wodurch der eigentliche Nutzen der Abdeckungen
reduziert ist.
[0005] Eine Vorrichtung zur Montage von Kaminabdeckungen ist bspw. aus der
DE 10 2013 111 958 A1 bekannt. Bei dieser wird das Adapterrohr in den Schornstein eingesetzt. Als Auflageelement
dient eine Grundplatte, die in montiertem Zustand auf dem Kaminkopf bzw. dem Ende
des Schornsteins aufliegt. Die bekannte Vorrichtung erfüllt die an sie gestellten
Anforderungen. Allerdings hat es sich als nachteilig herausgestellt, dass für unterschiedliche
Schornstein- oder Kamindurchmesser unterschiedliche Vorrichtung bevorratet werden
müssen, es sei denn, es wird in Kauf genommen, dass der Durchmesser des Adapterrohrs
je nach Schornstein- oder Kamindurchmesser deutlich kleiner ist. Dies wiederum beinhaltet
den Nachteil, dass aufsteigender Rauch nicht durch das Adapterrohr in das sich daran
anschließende Rohr der Kaminabdeckung eintritt, sondern unkontrolliert aus der Kaminabdeckung
austritt.
[0006] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung zur Montage von Kaminabdeckungen zu schaffen, die eine Anpassung
des Durchmessers des Adapterrohrs an den Schornstein- oder Kamindurchmesser ermöglicht.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das Adapterrohr aus mindestens
zwei Blechen gebildet ist, die zueinander verschiebbar sind.
[0007] Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Montage von Kaminabdeckungen geschaffen,
die eine Anpassung des Durchmessers des Adapterrohrs an den Schornstein- oder Kamindurchmesser
ermöglicht. Durch die Verschiebbarkeit der Bleche zueinander ist der Durchmesser des
Adapterrohrs variabel. Es ist folglich nicht mehr erforderlich, für alle unterschiedlichen
Schornstein- oder Kamindurchmesser ein Adapterrohr bevorraten zu müssen.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung ist das Adapterrohr aus vier Blechen gebildet. Durch
diese Gestaltung ist eine optimale Anpassung an die Abmessungen des jeweiligen Schornsteins
oder Kamins möglich.
[0009] Vorteilhaft weisen die Bleche einen L-förmigen Querschnitt auf. Durch diese Ausgestaltung
ist ein Überlappen der einzelnen Bleche, die das Adapterrohr bilden, möglich, wodurch
in jeder Position trotz der Verschiebbarkeit der Bleche zueinander ein geschlossener
Umfang des Adapterrohrs unabhängig von den in Abhängigkeit der Abmessungen des Schornstein-
oder Kamindurchmessers eingestellten Größenverhältnisse hervorgerufen ist.
[0010] In anderer Weiterbildung der Erfindung sind die Bleche federbelastet. Durch die Federbelastung
ist eine Vorspannung möglich.
[0011] In Ausgestaltung der Erfindung ist die Federbelastung von Schenkelfedern erzeugt.
Diese Art der Federbelastung erweist sich als vorteilhaft, weil die Schenkelfedern
einerseits zuverlässig wirken und sich andererseits flach an dem Adapterrohr erstrecken
können, so dass eine Behinderung bei der Montage sowie eine Reduzierung der Durchtrittsöffnung
des Adapterrohrs vermieden ist.
[0012] Bevorzugt sind die Bleche mit Löchern versehen, in die Stifte einsteckbar sind. Mit
Hilfe der in die Löcher einsteckbaren Stifte ist die Arretierung der Bleche in einer
gewünschten Position möglich.
[0013] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen
angegeben. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- die Ansicht einer Vorrichtung zur Montage von Kaminabdeckungen;
- Figur 2
- die Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung;
- Figur 3
- die Untersicht auf die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung in verkleinertem Maßstab;
[0014] Die als Ausführungsbeispiel gewählte Vorrichtung zur Montage von Kaminabdeckungen
umfasst ein Adapterrohr 1, dass mit Auflageelementen 2 versehen ist. Das Adapterrohr
1 ist im Ausführungsbeispiel aus vier Blechen 3 gebildet. In Abwandlung des Ausführungsbeispiels
können auch zwei oder drei Bleche Anwendung finden. Die Bleche 3 sind zueinander verschiebbar
angeordnet. Sie weisen einen L-förmigen Querschnitt auf. Hierdurch bilden die vier
Bleche 3 einen im Wesentlichen viereckigen Querschnitt des Adapterrohrs 1 aus.
[0015] Die Bleche 3 sind federbelastet. Die Federbelastung ist von Schenkelfedern 4 erzeugt.
Die Schenkelfedern 4 erstrecken sich über die vier Außenseiten des Adapterrohrs 1.
Die Schenkelfedern 4 sind im Ausführungsbeispiel in vier Halteelementen 5 und 6 befestigt,
die an den Blechen 3 angeordnet sind. Erkennbar sind die Haltelemente 5 und die Halteelemente
6 an unterschiedlichen Blechen 3 angeordnet. Ebenso ist erkennbar, dass die Schenkelfeder
4 mit ihren abgewinkelten Bereichen in den Halteelementen 5 und in ihrem mittleren
Bereich in den Halteelementen 6 befestigt ist. Dadurch ist gewährleistet, dass eine
Relativbewegung der jeweiligen Bleche zueinander unter dem Einfluss der Federwirkung
erfolgen kann.
[0016] Die Auflageelemente 2 sind an einem Ende der Vorrichtung vorgesehen. Sie bilden das
in montiertem Zustand auf dem Kaminkopf bzw. dem Ende des Schornsteins aufliegende
- obere - Ende der Vorrichtung. Die Auflageelemente 2 sind rechtwinklig zu den Blechen
3 ausgerichtet. Sie sind mit Schraubbolzen 7 versehen, die zur Befestigung einer -
nicht dargestellten - Kaminabdeckung dienen. Die Befestigung der Kaminabdeckung kann
über einen Adapter 8 erfolgen, wie er in den Figuren 2 und 3 erkennbar ist. Ersichtlich
weist der Adapter 8 Langlöcher 9 auf, die der Verschiebbarkeit der Bleche 3 zueinander
und damit der Veränderbarkeit der Position der Auflageelemente 2 mit den Schraubbolzen
7 im Verhältnis zu dem Adapter 8 Rechnung trägt.
[0017] Die Bleche 3 sind mit Löchern 10 versehen. Im Ausführungsbeispiel sind in den Blechen
3 jeweils an einer Seite vier Löcher 10 horizontal nebeneinander angeordnet. In die
Löcher 10 sind - nicht dargestellte - Stifte einsteckbar. Die Löcher 10 des einen
Blechs sind bei Lageveränderung der beiden überlappenden Bereiche der zwei Bleche
fluchtend über den Löchern des anderen Blechs ausrichtbar, so dass mit Hilfe eines
durch die fluchtenden Löcher steckbaren Stiftes das Adapterrohr gegen den Einfluss
der Schenkelfeder 4 in einer gewünschten Position arretierbar ist.
[0018] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Montage von Kaminabdeckungen ist in ihrer Größe
an die Innenabmessungen des jeweiligen Kamins bzw. Schornsteins anpassbar. Dies ist
Folge der zueinander verschiebbaren Bleche 3. Die überlappenden Bereiche der Bleche
3 ermöglichen eine Größenveränderbarkeit der Vorrichtung bei gleichzeitiger Geschlossenheit
des Umfangs des Adapterrohrs. Es ist die Möglichkeit geschaffen, die Abmessungen der
Vorrichtung zu verändern, beispielsweise aus der in Figur 1 dargestellten Position
die Bleche auseinander zu ziehen, so dass eine größere Kantenlänge des an sich im
Ausführungsbeispiel im Wesentlichen quadratisch ausgebildeten Adapterrohr-Querschnitts
hervorgerufen ist. Eine solche Vergrößerung des Querschnitts erfolgt gegen die Federwirkung
der Schenkelfeder 4. Durch Einstecken eines Stifts in die miteinander fluchtenden
Löcher 10 kann eine Arretierung auf der gewünschten Breite erfolgen.
[0019] Nach Einstellen der gewünschten Abmessungen wird die Vorrichtung in den jeweiligen
Kamin bzw. Schornstein herabgelassen, bis die Auflageelemente 1 auf dem Rand des Kamins
bzw. Schornsteins aufliegen. Aufgrund des relativ weit in den Schornstein bzw. Kamin
hineinragenden Adapterrohrs 1 ist eine zusätzliche Befestigung durch Schrauben, Bohren
oder dergleichen nicht erforderlich. Nach der so erfolgten Montage des Adapterrohrs
1 in dem Kamin bzw. Schornstein und der sicheren Auflage mit Hilfe der Auflageelemente
2 erfolgt die Befestigung einer Kamin- bzw. Schornsteinabdeckung mit Hilfe der an
den Auflageelementen 2 vorgesehenen Schraubbolzen 7. Auf diese Weise kann eine ästhetische
Kaminabdeckung geschaffen werden, die zugleich ein Eindringen von Feuchtigkeit in
den Kamin bzw. Schornstein verhindert und die keiner Verschraubung mit dem Kamin oder
Schornstein bedarf.
1. Vorrichtung zur Montage von Kaminabdeckungen umfassend ein Adapterrohr (1), das einen
im Wesentlichen viereckigen Querschnitt aufweist und das mit Auflageelementen (2)
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Adapterrohr (1) aus mindestens zwei Blechen (3) gebildet ist, die zueinander
verschiebbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Adapterrohr aus vier Blechen (3) gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleche (3) einen L-förmigen Querschnitt aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechen (3) federbelastet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federbelastung von Schenkelfedern (4) erzeugt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleche (3) mit Löchern (10) versehen sind, in die Stifte einsteckbar sind.