[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Breitband-Exciter zur Erzeugung oder Dämpfung
von Schallwellen bzw. Schwingungen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Ein derartiger Breitband-Exciter kann beispielsweise der
DE 10 2007 040 062 A1 entnommen werden, der aus einem zylinderförmigen Gehäuse mit einer in diesem zentrisch
eingearbeiteten rotationssymmetrischen Durchgangsöffnung besteht. Fluchtend zu der
Symmetrieachse der Durchgangsöffnung ist ein Zentralelement angeordnet, an dem das
Gehäuse als Schwingkörper mittels zwei Federelementen geringfügig beweglich abgestützt
ist. Die Federelemente liegen an der jeweiligen Stirnseite der Durchgangsöffnung an
und verlaufen somit beabstandet und parallel zueinander.
[0003] An dem Gehäuse ist in der Durchgangsöffnung ein Dauermagnet fluchtend zu einer elektrischen
Schwingspule vorgesehen, die dem Zentralelement zugeordnet ist. Die Schwingspule ist
in dem Magnetfeld des Dauermagneten positioniert und ist mittels elektrischer Leitungen
mit einer außerhalb des Gehäuses vorgesehenen Steuereinheit oder Signalquelle verbunden.
Die Steuereinrichtung versetzt mit einem vorgegebenen Signalverlauf durch das Zusammenwirken
des Dauermagneten und der Schwingspule das Gehäuse in Schwingung und erzeugt somit
die Schallwellen bzw. die Schwingungen.
[0004] Das Zentralelement ist im Querschnitt als E-Profil einstückig als Fräs- oder Drehteil
ausgestaltet, wobei die Schenkel des Zentralelements in Richtung des unteren Federelements
weisen und die beiden äußeren Schenkel die Schwingspule tragen.
[0005] Als nachteilig hat sich bei dem bekannt gewordenen Breitband-Exciter herausgestellt,
dass die Montage der einzelnen mechanischen und elektrischen Bauteile äußerst zeitaufwendig
ist und ein erhebliches Geschick oder Erfahrung benötigt, denn die einzelnen Bauteile
sind exakt zentriert zu positionieren, um ein entsprechend hochwertiges Klangbild
der erzeugten Schwingung bzw. Schallwelle zu generieren. Aufgrund der elastischen
Eigenschaften der Federelemente und der Ausrichtung des Zentralelements, möglichst
fluchtend zu der Symmetrieachse der Durchgangsöffnung, ist es nämlich oftmals schwierig,
eine solche gewünschte exakte zentrierte vorgegebene Position der einzelnen Bauteile,
bezogen auf die Symmetrieachse des Gehäuses, zu erreichen. Ferner sind die Anforderungen
an die Fertigungstoleranzen äußerst hoch, so dass die Bauteile in der Herstellung
teuer sind.
[0006] Darüber hinaus sind die für den Betrieb der Schwingspule erforderlichen elektrischen
Leitungen von der Schwingspule durch das Zentralelement, insbesondere den mittleren
Schenkel des Zentralelements, nach außen zu der Steuereinrichtung zu führen. Auch
die Einfädelung der elektrischen Leitungen in Öffnungen, die in dem mittleren Schenkel
des Zentralelements eingearbeitet sind, gestaltet sich oftmals als kompliziert und
zeitaufwändig. Insbesondere scharfe Kanten und Grate beschädigen häufig die elektrischen
Leitungen bei der Einfädelung, so dass die Isolierschichten beschädigt werden und
ein Kurzschluss entsteht. Weiterhin können die Grate im Betrieb des Exciters die elektrischen
Leitungen durchtrennen.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Breitband-Exciter der vorgenannten Gattung
bereitzustellen, der zum einen das geforderte und gewünschte hochwertige Klangbild
für die erzeugten Schwingungen bzw. Schallwellen aufweist oder Schwingungen dämpft
und der zum anderen schnell und einfach und damit Kosten sparend montiert werden kann,
ohne dass die erforderliche Ausrichtung der benötigten elektrischen und mechanischen
Bauteile zu der Symmetrieachse der Durchgangsöffnung durch Probieren oder Erfahrungen
für die Montage erforderlich sind. Vielmehr sollen die den Breitband-Exciter bildenden
Bauteile schnell und einfach zusammengebaut werden können und aufgrund der Formgebung
kostengünstig, insbesondere als Gussteil, herzustellen sein.
[0008] Darüber hinaus sollen die Feldlinien des Dauermagneten in dem Luftspalt, in dem die
Schwingspule eintaucht, möglichst zueinander parallel und senkrecht zu der Schwingspule
verlaufen. Um eine möglichst hohe Feldstärke zu erreichen sollte der Luftspalt möglichst
schmal bemessen sein und der Luftspalt sowie die Schwingspule ein Höchstmaß an Rundheit
aufweisen.
[0009] Des Weiteren soll die von der Schwingspule während des Betriebes des Breitband-Exciters
entstehende Wärme, insbesondere die durch den elektrischen Widerstand der Schwingspule
erzeugte Wärme aber auch die Schwingungshitze, einerseits bereits in der Entstehung
verhindert werden und andererseits definiert nach außen abgegeben werden, um den Exciter
auch in einer Umgebung einzusetzen, die geschlossen und möglicherweise leicht entzündbar
ist, wie beispielsweise Matratzen eines Bettes, an hölzernen Möbelteile oder an Fensterrahmen.
Der Betrieb des Exciters soll auch in warmen Umgebungen beispielsweise in Fahrzeugen,
Maschinen, Abgasanlagen oder Lüftungsschächte möglich sein, in denen die in dem Exciter
entstehende Wärme beschränkt abgeführt werden kann bzw. der Exciter sogar vor äußerer
Wärmeeinwirkung geschützt werden muss.
[0010] Darüber hinaus soll der Einsatz des Exciters im medizinischen Bereich zur Erzeugung
definierter Einzelfrequenzen im Frequenzbereich von ∼<0 Hz bis -200 Hz betrieben werden
können. In diesem Frequenzbereich liegen nämlich die therapeutischen Frequenzen der
Medizin. Auch die aktive Schalldämpfung verlangt oft dauerhaft einen Einsatz des Exciters
in diesem Bereich, weil Frequenzen im Infraschallbereich für den menschlichen Organismus
besonders stressig sein können.
[0011] Diese Aufgaben sind erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils
von Patentanspruch 1 gelöst.
[0012] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0013] Dadurch, dass an der den jeweiligen Federelementen zugewandten Stirnseiten des Gehäuses
eine oder mehrere Zentrierkanten vorgesehen ist bzw. sind, dass die jeweiligen Außenumfänge
der Federelemente eine mit den Zentrierkanten des Gehäuses zusammenwirkende Zentrierfläche
aufweisen und dass in diese Federelemente und benachbart zu dem Zentralelement an
den Federelementen mindestens eine Zentrierkante angearbeitet ist, die mit einer an
dem Zentralelement vorgesehenen und mit den Federelementen zugewandten Zentrierfläche
zusammenwirken, ist das Zentralelement des Breitband-Exciters durch die Federelemente
exakt in der Symmetrieachse der Durchgangsöffnung gehalten, so dass das geforderte
und gewünschte hochwertige Klangbild erzeugt werden kann, ohne dass die Ausrichtung
der benötigten elektrischen und mechanischen Bauteile zu der Symmetrie der Durchgangsöffnung
erforderlich sind.
[0014] Darüber hinaus ist es besonders vorteilhaft, wenn das Zentralelement mindestens zweiteilig
aus einem Spulenbecher und einem Rohrstück gebildet ist, wobei der Spulenbecher im
Querschnitt als ein E- oder C- Profil ausgestaltet ist, dessen beiden äußeren Schenkel
die Schwingspule tragen und dessen mittlerer Schenkel rohrförmig ist. Dass Rohrstück
ist an dem Spulenbecher, beispielsweise mittels einer Schraub-, Steck-, oder Klebeverbindung,
koppelbar, wobei zwischen dem Spulenbecher und dem Rohrstück eine Pass- bzw. Zentrierfläche
als Zentriehilfe angeordnet ist, so dass diese Bauteilen exakt zentriert miteinander
verbunden werden können. Demnach ist das Zentralelement zweiteilig ausgeführt, wobei
der Spulenbecher und das Rohrstück mittels der Zentrierhilfe koaxial verbunden sind
und dem Spulenbecher und dem Rohrstück jeweils ein koaxial verbundenes Federelement
zugeordnet ist, das jeweils an einer der Stirnseiten des Gehäuses zentriert abgestützt
ist.
[0015] Weiterhin ist darüber hinaus vorteilhaft, wenn an dem Rohrstück ein Außengewinde
angearbeitet ist, und an dem Spulenbecher ein Stumpf angeformt ist, der in das Innere
der Durchgangsöffnung des Gehäuses absteht, und dass an dem Stumpf ein Zentrierinnengewinde
eingearbeitet ist, in das das Rohrstück zur Befestigung an dem Spulenbecher eindrehbar
ist. Das Gewinde kann als metrisches oder konisches Gewinde oder nach Art einer Schulterpassschraube
ausgebildet sein.
[0016] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn das Gehäuse bereichsweise oder
vollständig aus einem besonders gut wärmeleitfähigen und magnetisierbaren Werkstoff
(>>50 W/(mK)) hergestellt ist und/oder dass an dem Gehäuse eine aktive oder passive
Kühlung vorgesehen ist, so dass die in dem Exciter entstehende Wärme durch die Kühlung
abgeführt ist.
[0017] Bei hoher Leistung, insbesondere im Tiefton- bzw. Infraschall-Bereich entsteht durch
die elektrische Durchströmung der Spule - aber auch durch die magnetische Wechselwirkung
zwischen der Spule und dem Magneten - hohe Temperaturen. Der Wärmeentstehung kann
durch konstruktive Veränderungen, beispielsweise Erhöhung des Querschnittes und der
Querschnittform der elektrischen Leitungen in der Spule, entgegengewirkt werden kann.
Darüber hinaus kann der Exciter aktiv mittels Flüssigstickstoff, oder anderen üblichen
Kühlmitteln, gekühlt werden. Auch können sogenannte Mikropipes zur aktiven Kühlung
Verwendung finden. Zur passiven Kühlung eignen sich Kühlrippen sowie wärmeleitfähige
Werkstoffe und Kleber, die die entstehenden Temperaturen aus dem Inneren des Exciters
ausleiten.
[0018] Die Federelemente sind aus einem Faserverstärkten Kunststoff, vorzugsweise aus Karbon-
oder Glasfaserwerkstoffen, hergestellt, der einerseits genügende Steifigkeit und andererseits
eine genügende Elastizität aufweist. Die Federelemente können zwei oder mehrere spiral-
oder ringförmige Schlitze aufweisen. Die Dicke der Federelemente bestimmt sich durch
das Gewicht des Gehäuses. Durch die Schlitze kann gezielte die Biegesteifigkeit und
die Torsionssteifigkeit der Federelemente eingestellt werden und die Schwingungen
bzw. Schallwellen können ungehindert aus dem Inneren des Gehäuses in die Umgebung
austreten. Durch die spezifische Form der spiral- oder zungenförmigen Schlitze in
den Federelementen resultiert aus dem Spannungszustand des Federelements, der bei
einer Biegung während einer Schwingung in Richtung der Symmetrieachse entsteht, eine
Torsionsbewegung um die Symmetrieachse, wodurch eine neuartige akustische Welle, die
geometrisch mit einem sich drehenden Torus zu vergleichen ist, entsteht.
[0019] In der Zeichnung sind ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Exciters und
vier weitere Ausführungsvarianten dargestellt, die nachfolgend im Einzelnen näher
erläutert sind. Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- einen Exciter zur Erzeugung oder Dämpfung von Schallwellen bzw. Schwingungen, bestehend
aus einem zylindrischen Gehäuse, in dessen Symmetrieachse eine zylindrische Durchgangsöffnung
eingearbeitet ist, einem oberen und unteren Federelement, die an dem Gehäuse mittels
eines Klebefilms befestigt sind und einem Zentralelement, das durch die Federelemente
zentriert auf der Symmetrieachse der Durchgangsöffnung gehalten ist,
- Figur 2a
- eine Schnittdarstellung des Exciters gemäß Figur 1, mit einem zweitteiligen Zentralelement,
bestehend aus einem Spulenbecher und einem Rohrstück, das im Querschnitt als E-Profil
ausgestaltet ist und dessen beide äußeren Schenkel die Schwingspule halten, die mittels
elektrischer Leitungen mit einem Steuerelement verbunden ist,
- Figur 2b
- eine Weiterbildung des Exciters gemäß Figur 1, mit mehreren Schlitzen in den Federelementen
und einer Steckverbindung zwischen dem Spulenbecher und dem Rohrstück des Zentralelements
und einer Kühlmittelleitung zur aktiven Kühlung des Exciters,
- Figur 3
- eine zweite Ausführungsvariante des Exciters gemäß Figur 1, mit einer Schraubverbindung
zwischen dem Spulenbecher und dem Rohrstück des Zentralelements,
- Figur 4
- eine dritte Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Exciters gemäß Figur 1, mit
einer Steckverbindung zwischen den elektrischen Leitungen des Steuerelementes und
der Schwingspule sowie einer geklebten Steckverbindung zwischen dem Spulenbecher und
dem Rohrstück ,
- Figur 5
- eine vierte Ausführungsvariante des Exciters gemäß Figur 1, der in einem Becher eingesetzt
ist, der aktiv gekühlt ist,
- Figur 6
- der Breitband-Exciter gemäß Figur 1, bei dem die beiden Federelemente an dem Gehäuse
mittels eines auf diesem aufgeschraubten Deckel befestigt sind,
- Figur 7a
- eine lineare Ausführung der Federelemente gemäß der Figuren 1 - 6,
- Figur 7b
- eine wellenförmige Ausgestaltung der Federelemente gemäß einer der Figuren 1 - 6,
- Figur 7c
- eine gewölbte Ausführung der Federelemente gemäß einer der Figuren 1 - 6 und
- Figur 7d
- eine dreiecksförmige Ausführung der Federelemente gemäß einer der Figuren 1 - 6
[0020] Aus Figur 1 ist ein Breitband-Exciter 1 zu entnehmen, der Schallwellen 2 bzw. Schwingungen
in einem Frequenzbereich von ∼0< Hz bis ∼35kHz erzeugt. Der Exciter 1 besteht aus
einem rotationssymmetrischen Gehäuse 3, in dessen Symmetrieachse 5 eine Durchgangsöffnung
4 eingearbeitet ist. In der Durchgangsöffnung 4 ist ein oberes Federelement 6 und
ein unteres Federelement 7 angeordnet, die das Gehäuse 3 an einem Zentralelement 11
in der Symmetrieachse 5 beweglich gelagert halten, so dass das Gehäuse 3 entlang der
Symmetrieachse 5 und um diese als Schwingkörper schwingen bzw. torsionsschwingen kann.
Dabei sind die beiden Federelemente 6, 7 mittels eines Klebefilms 30 an dem Gehäuse
3 befestigt.
[0021] Das Gehäuse 3 ist aus einem magnetisierbaren Werkstoff hergestellt. Insbesondere
aus den Figuren 2a und 2b ist ersichtlich, dass in eine Innenseite 9 der Durchgangsöffnung
4 in dem Gehäuse 3 an einer ersten und einer zweiten Stirnseite 17, 18 jeweils eine
Zentrierkante 21 eingearbeitet ist. Weiterhin sind in der Durchgangsöffnung 4 auf
der Innenseite 9 ein erster und ein zweiter Absatz 41, 42 angeformt, die durch einen
Einstich 43 parallel und beabstandet zueinander verlaufen. Der zweite Absatz 42 weist
eine Anlagefläche 45 auf, in der ein ringförmiger Dauermagnet 15 mit einer Polplatte
53 zur Symmetrieachse 5 axial bereichsweise eingesetzt ist. Der Dauermagnet 15 ist
derart auf dem zweiten Absatz 42 positioniert und bemessen, dass dessen Südpol S bzw.
die Polplatte 53 - auf die der Südpol übertragen ist - in einer Ebene senkrecht zu
der Symmetrieachse 5 und zu dem ersten Absatz 41 fluchtend und beabstandet ausgerichtet
ist.
[0022] Zwischen dem Südpol S bzw. der Polplatte 53 und dem ersten Absatz 41 ist demnach
ein Ringraum 46. Aufgrund der magnetischen Eigenschaften des Gehäuses 3 ist dieses
durch den Dauermagneten 15 magnetisiert und der Nordpol N ist auf den ersten Absatz
41 übertragen. Das dem Südpol S der Polplatte 53 zugewandte freie Ende des ersten
Absatzes 41 bildet somit den Nordpol N, wodurch die Feldlinien in dem Ringraum 46
senkrecht zur Symmetrieachse 5 und parallel ausgerichtet verlaufen.
[0023] Das Zentralelement 11 ist zweiteilig aus einem Spulenbecher 31 und einem Rohrstück
32 gebildet. Der Spulenbecher 31 ist rotationssymmetrisch und im Querschnitt E-förmig
und kann als ein Guss-, Fräs- oder Drehteil hergestellt sein. An den beiden äußeren
Schenkeln des Spulenbechers 31 ist eine Schwingspule 12 angeordnet, die mittels elektrischer
Leitungen 13 mit einem Steuerelement 14, wie nachfolgend erläutert, verbunden ist.
Der mittlere Schenkel ist als ein rohrförmiger Stumpf 34 ausgebildet.
[0024] Damit das Rohrstück 32 und der Spulenbecher 31 des Zentralelements 11 exakt koaxial
koppelbar sind, weisen der Stumpf 34 des Spulenbechers 31 und das Rohrstück 32 jeweils
eine Zentrierhilfe 25, 26 auf, durch die die beiden Bauteile passgenau zusammenfügbar
sind. Der Spulenbecher 31 ist bei der Montage des Exciters 1 mit dem Rohrstück 32
an den jeweiligen Zentrierhilfe 25, 26 verklebt, so dass die beiden Bauteile fest
miteinander verbunden sind. Auf der dem Spulenbecher 31 abgewandten Seite des Rohrstückes
32 ist ein Gewinde 36 eingearbeitet. Das Gewinde 36 ermöglicht unter anderem die Befestigung
des Exciters 1 bzw. des Zentralelements 11 an einem Gegenstand, beispielsweise einem
Bettgestell, einem Fenster, einer Deckenpaneele oder einem Becher 54. Eine Befestigung
des Exciters 1 an dem Gegenstand kann ebenfalls auf der dem Gewinde 36 abgewandten
Seite des Zentralelements 11 erfolgen. Durch die Befestigung des Exciters 1 an dem
Gegenstand ist auf diesen die Schwingungen übertragen.
[0025] Das Gehäuse 3 ist durch das erste und zweite Federelement 6, 7 an dem Zentralelement
11 federnd abgestützt und das Zentralelement 11 ist auf der Symmetrieachse 5 in der
Durchgangsöffnung 4 derart positioniert, dass die Schwingspule 12 in dem Ringraum
46 zwischen dem Südpol S der Polplatte 53 und dem ersten Absatz 41, dem Nordpol N,
frei in das magnetische Feld und unbehindert eintauchen kann. Die Schwingspule 12
ist senkrecht zu den Feldlinien des Magnetfeldes 16 ausgerichtet und ist entlang der
Symmetrieachse 5 translatorisch und rotatorisch beweglich gelagert gehalten.
[0026] Durch den ersten und zweiten Absatz 41, 42 und dem Zentralelement 11 sind in der
Durchgangsöffnung 4 zwei Räume 51, 52 gebildet. Dem Raum 51 ist dabei das obere Federelement
6 und dem Raum 52 das untere Federelement 7 zugeordnet. Insbesondere das in dem Raum
51, 52 eingeschlossene Volumen bzw. die Höhe hat einen Einfluss auf den Frequenzbereich
der dort gebildeten Schallwellen 2 bzw. Schwingungen. Aufgrund der unterschiedlichen
Volumina entstehen in dem Raum 51 der Mittlere- bis Hochfrequente Schwingungen bzw.
Schallwellen 2 und im Raum 52 die Niederfrequenten Schwingungen bzw. Schallwellen
2.
[0027] Die exakte axiale Positionierung des Zentralelements 11 auf der Symmetrieachse 5
wird dabei durch die Federelemente 6, 7 bewerkstelligt, die einerseits mittels einer
Zentrierfläche 22 mit der Zentrierkante 21 an der jeweiligen Stirnseite 17, 18 des
Gehäuses 3 und andererseits jeweils mit einer Zentrierkante 23 an jeweils einer Zentrierfläche
24 des Zentralelements 11 in Wirkkontakt stehen. Das erste Federelement 6 ist dem
Zentralelement 31 auf der ersten Stirnseite 17 des Gehäuses 3 zugeordnet und das zweite
Federelement 7 dem Rohrstück 32 auf der zweiten Stirnseite 18 des Gehäuses 3 zugeordnet.
Durch die parallel und beabstandete Anordnung der Federelemente 6, 7 ist eine Taumelbewegung
des Gehäuses 3 um die Symmetrieachse 5 nicht möglich. In Folge dessen werden sowohl
ungewünschte Reibgeräusche durch eine Kontaktierung der Schwingspule 12 mit Polplatte
53 des Dauermagneten 15 bzw. dem Gehäuse 3 verhindert.
[0028] Die Federelemente 6, 7 sind scheibenförmige bzw. ringförmige Platten und aus einem
biegeelastischen Werkstoff hergestellt, vorzugsweise einen Faserverbundwerkstoff aus
Karbon oder Glasfasern mit einem Epoxidharz. Die Federelemente 6, 7 stützen das Gehäuse
3 an dem Zentralelement 11 zentriert und in der Innenseite 9 der Durchgangsöffnung
4 beweglich. An der äußeren Mantelfläche der Federelemente 6, 7 ist die Zentrierfläche
22 und an der inneren Mantelfläche die Zentrierkante 23 als Passflächen angearbeitet
oder angeformt, die passgenau auf die Zentrierkante 21 an dem Gehäuse 3 bzw. die Zentrierflächen
24 des Zentralelements 11 abgestimmt sind.
[0029] Die Biegesteifigkeit und Torsionssteifigkeit der Federelemente 6, 7 ist unter anderem
durch die elastischen Materialeigenschaften, der Materialstärke vorgegeben. Darüber
hinaus sind drei Schlitze 8 in die Federelemente 6, 7 eingearbeitet.
[0030] Die Schlitze 8 sind spiral- oder zungenförmig in die Federelemente 6, 7 eingebracht
und beeinflussen im Wesentlichen die mechanischen Eigenschaften, insbesondere die
Biege- und Torsionssteifigkeit. Erfahren die Federelemente 6, 7 eine Biegung aufgrund
der Auslenkung des Gehäuses entlang der Symmetrieachse 5, entsteht in dem Federelementen
6, 7 bzw. den Schlitzen 8 ein Spannungszustand, durch den die Torsionsbewegung des
Gehäuses 5 erzeugt ist. Die Federelemente 6, 7 verursachen in den Räumen 51 und 52
die Entstehung der Schwingungen bzw. Schallwellen 2 und lassen die spiralförmigen
Schallwellen 2 aus dem Exciter 1 austreten. Ferner ermöglichen die Schlitze 8 einen
Luftaustausch zwischen der Durchgangsöffnung 4 und der Umgebung.
[0031] Zur Montage des Exciters 1 werden zunächst die elektrischen Leitungen 13 von der
Schwingspule 12 auf der dem Gehäuse 3 abgewandten Seite des Spulenbechers 31 entlanggeführt
und durch eine Bohrung 50 in den rohrförmigen Stumpf 34 eingefädelt. Anschließend
werden die elektrischen Leitungen 13 durch Befüllung des Stumpfes 34 mit wärmeabführenden,
wärmebeständigen Kleber fixiert. Anschließend werden die elektrischen Leitungen 13
der Schwingspule 12 mit den elektrischen Leitungen 13, die in dem Rohrstück 32 eingezogen
sind, elektrisch verbunden. Die elektrische Verbindung kann beispielsweise mittels
einer Löt- oder Steckverbindung 19, 20 erfolgen. Nach der Verbindung des Rohrstücks
32 mit dem Stumpf 34 wird auch das Rohrstück 32 mit dem wärmeabführenden, wärmebeständigen
Kleber befüllt. Dadurch soll verhindert werden, dass die elektrischen Leitungen 13
durch Zug aus dem Rohrstück 32 herausgerissen werden können bzw. aufgrund mechanischer
Bewegungen zerstört werden.
[0032] In einem darauffolgenden Schritt werden der Spulenbecher 31 und das Rohrstück 32
mittels der Zentrierhilfe 25, 26 verbunden und der Spulenbecher 31 ist mit dem oberen
Federelement 7 passgenau und koaxial verbunden. Diese Baueinheit wird sodann von der
ersten Stirnseite 17 auf das Gehäuse 3 bzw. in die Durchgangsöffnung 4 des Gehäuses
3 eingesetzt, wobei die exakte Positionierung dieser Baueinheit durch die Zentrierkante
21 des Gehäuses 3 und durch die Zentrierfläche 22 des oberen Federelements 6 vorgegeben
ist.
[0033] Abschließend wird das untere Federelement 7 in die Zentrierkante 21 auf der Innenseite
9 der Durchgangsöffnung 4 an der zweiten Stirnseite 18 eingesetzt, so dass das freie
und dem Spulenbecher 31 abgewandte Ende des Rohrstückes 32 ebenfalls mittelbar an
dem Gehäuse 3 abstützt ist. Das untere Federelement 7 ist sodann mit einer Schraubverbindung
an dem Gewinde 36 an dem freien Ende des Rohstückes 32 befestigt. Die Federelemente
6, 7 sind somit parallel und fluchtend zueinander ausgerichtet, wobei die Schlitze
8 spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sind.
[0034] Die Verbindungen bzw. Passungen zwischen dem Gehäuse 3 und den Federelementen 6,
7 sowie zwischen den Federelementen 6, 7 und dem Zentralelement 11 bzw. dem Spulenbecher
31 und dem Rohrstück 32 können geklebt, geschraubt, kraft- oder form schlüssig sein.
Die Passungen können als Spiel-, Übergangs- oder Presspassungen ausgelegt sein. Für
die Verbindung zwischen den Federelementen 6, 7 und dem Zentralelement 11 können Hochtemperatur-
und stark wärmeleitfähige Kleber eingesetzt werden. Eine Kombination der unterschiedlichen
Verbindungen ist möglich.
[0035] Die Schwingspule 12 des Zentralelements 11 ist im montierten Zustand des Exciters
1 exakt zentrisch in dem Ringraum 46 gehalten und durch das Magnetfeld 16 des Dauermagneten
15 und der Polplatte 53 durchströmt. Ein Luftspalt ist zwischen der Schwingspule 12
und dem Dauermagnet 15 und dem ersten Absatz 41 für die translatorische und rotatorische
Bewegung des Gehäuses 3 zwingend notwendig. Der Luftspalt zwischen Süd S- und Nordpol
N sollte auf ein minimales notwendiges Maß reduziert sein, um eine hohe magnetische
Flussdichte in der Schwingspule 12 zu erreichen. Die elektrischen Leitungen 13 verbinden
die Schwingspule 12 elektrisch mit einem Steuerelement 14, das als Signalquelle einen
elektrischen Spannungsverlauf generiert. Das Gehäuse 3 ist folglich durch den Spannungsverlauf
in Schwingung versetzt und erzeugt mit Hilfe der Federelemente 6, 7 und den Räumen
51 und 52 die Schallwellen 2.
[0036] Die Schwingspule 12 besteht aus einer Vielzahl von Wicklungen eines Stromleiters
und kann als einlagige oder mehrlagige als Luftspule hergestellt werden. Die Wicklungen
werden galvanisch durch einen Backkleber zu der Schwingspule 12 verklebt. Die Schwingspule
12 ist auf der Innenseite der beiden äußeren Schenkel des Spulenbechers 31 eingeklebt,
jedoch ist auch ein Eingießen oder eine Klemmung möglich.
[0037] In Abhängigkeit von dem Durchmesser des Stromleiters, der Anzahl Wicklungen und der
elektrischen Belastung der Schwingspule 12 entsteht eine nicht unbeachtliche Menge
an Wärme, die unter Umständen zu einer Schädigung der Schwingspule 12 führen kann.
[0038] In Figur 2b ist eine aktive Kühlung 37 dargestellt, die die im Exciter 1 entstehende
Wärme abführt. In dem Einstich 43 ist eine Flüssigstickstoff führende Kühlmittelleitung
als eine aktive Kühlung 37 eingebracht. Das Kühlmittel wird durch das Gehäuse 3 mittels
einer Leitung in die Umgebung zu einem Wärmetauscher 38 geführt.
[0039] Insbesondere bei einer hohen Belastung des Exciters 1 erfährt die Schwingspule 12
einen Temperaturanstieg, der einerseits den elektrischen Widerstand R der Schwingspule
12 verändert und andererseits den Backkleber der Wicklungen sowie die Isolierung der
Wicklungen und folglich die Schwingspule 12 zerstört. Neben der vorgenannten aktiven
Kühlung 37 können auch zur passiven Kühlung 37 besonders gut wärmeleitfähige Werkstoffe
und Kleber eingesetzt werden, um die Wärme von dem Ort der Entstehung - der Schwingspule
12 - wegzuleiten. Das Zentralelement 11 kann hierzu aus Keramik, Zirkon, Litium- Disilikate
oder dergleichen hergestellt sein, wobei die Schwingspule 12 ganz oder teilweise in
das Zentralelement 11 eingegossen sein kann. Vorzugsweise sind elektrisch neutrale
Werkstoffe zu verwenden, die eine geringe Wärmedehnung und eine hohe Festigkeit, insbesondere
bei hohen Temperaturen, aufweisen. Eine Kombination der aktiven und passiven Kühlung
37 ist möglich. Ferner kann der Querschnitt des Stromleiters in der Schwingspule 12
höher ausgelegt bzw. die Windungszahl der Schwingspule 12 erhöht werden. Die nach
außen transportierte Wärme kann von einem Becher 54, der gleichzeitig auch als Schutz
vor thermomechanischen Einwirkungen für den Exciter 1 dient, aufgenommen werden. In
und an dem Becher 54 kann eine aktive und passive Kühlung 37 vorgesehen sein.
[0040] Der Figur 3 ist eine weitere Ausführungsvariante des zweiteiligen Zentralelements
11 zu entnehmen, wobei das Rohrstück 32 mit dem Spulenbecher 31 durch ein Gewinde
miteinander verbunden sind. Hierzu ist an dem Stumpf 34 ein Innengewinde 35 und an
dem Rohrstück 21 ein Außengewinde 33 angearbeitet. Die Gewinde können zusätzlich Passflächen
nach Art einer Schulterpassschraube aufweisen, damit eine möglichst koaxiale Verbindung
zwischen den beiden Bauteilen geschaffen ist.
[0041] Die Verbindung zwischen dem Spulenbecher 31 und dem Rohrstück 32 kann auch durch
eine Steckverbindung 40, dargestellt in Figur 4, hergestellt werden, wobei die Steckverbindung
40 in Form einer Übergangspassung, Presspassung oder Spielpassung ausgebildet sein
kann.
[0042] Der Figur 5 kann ein Exciter 1 entnommen werden, der in einem Becher 54 montiert
ist. Damit das Gehäuse 3 des Exiters 1 in dem Becher 54 frei schwingen kann ist zwischen
dem Becher 54 und dem Gehäuse 3 ein Luftspalt 55 vorgesehen. Der Becher 54 schützt
einerseits den Exciter 1 vor mechanischen und thermischen Einwirkungen und ist hierfür
durch eine Kühlung 37 kalt gehalten. Die Wärme ist aufgrund des Temperaturunterschiedes
zwischen dem Exciter 1 bzw. dessen Gehäuse 3 (warm) und dem Becher 54 (kalt) über
den Luftspalt 55 in dem Becher 54 abgeführt. Mittels eines Kühlmittelkreislaufs und
des Wärmetauschers 38 ist die Wärme abschließend an die Umgebung abgegeben. Alternativ
kann der Becher 54 passiv gekühlt werden. Eine aktive und/oder passive Kühlung 37
in dem Zentralelement 11 bzw. dem Rohrstück 32 ist ebenfalls möglich.
[0043] Gemäß Figur 6 sind die beiden Federelemente 6, 7 mittels eines Deckels 10 an dem
Gehäuse 3 arretiert. Dabei ist in die Außenfläche des Gehäuses 3 ein Außengewinde
28 und in den Deckel 10 ein Innengewinde 29 eingearbeitet, die miteinander korrespondieren,
so dass der Deckel 10 auf das Gehäuse 3 aufschraubbar ist. Durch den Deckel 10 werden
demnach die jeweiligen Federelemente 6 oder 7 an den Zentrierkanten 21 bzw. Zentrierflächen
22 des Gehäuses 3 abgestützt, wodurch die Montage wesentlich erleichtert und vereinfacht
ist, da die Federelemente 6, 7 in der vorgegebenen Position einsetzbar sind und durch
den Deckel 10 an dem Gehäuse 3 befestigt werden können.
[0044] Gemäß Figur 6 ist das Zentralelement 11 mittels eines Deckels 10 an dem Rohstück
32 verspannt gehalten. Der Deckel 10 weist einen Gewindezapfen 27 auf, der ein Außengewinde
28 hat, das in ein Innengewinde 29, das in dem Zentralelement 11 eingearbeitet ist,
eingeschraubt werden kann.
[0045] Um den Exciter 1 auch zur Dämpfung von Schallwellen oder Schwingungen 40 zu verwenden,
ist an einem schematisch dargestellten Fenster 39 ein Bewegungssensor 38 angebracht,
der über eine elektrische Leitung 44 mit der Steuerelektronik 14 verbunden ist. Sobald
durch den Bewegungssensor 38 Schwingungen 40 durch Bewegungen des Fensters 39 gemessen
werden, erhält die Steuerelektronik 44 ein entsprechendes Messsignal, wodurch der
Exciter 1 entsprechend in Schwingung versetzt werden kann, um die auftreffenden Schwingungen
40 gegenläufig oder Phasen verschoben zu dämpfen. Dies bedeutet, dass die durch Schallwellen
verursachten Bewegungen des Fensters 39 gedämpft werden, Schwingungen in dem der Exciter
1 durch entsprechende Steuersignale der Steuerelektronik 14 erzeugt.
[0046] Die Verwendung des Exciter 1 an einem Fenster 39 ist beispielhaft. Jedes Bauteil,
das Schallwellen ausgesetzt ist, kann mit dem Beschleunigungssensor 38 überwacht sein,
um dämpfende Schallwellen durch den Exciter 1 zu erzeugen und die Schwingungen 44
an dessen Bauteil zu reduzieren bzw. im optimierten Fall vollständig aufzulösen.
[0047] In den Figuren 7a bis 7d sind verschiedene Ausführungsvarianten für die Federelemente
6 oder 7 abgebildet. Dabei kann das jeweilige Federelement 6 oder 7 als Platte oder
als dreidimensionaler Körper ausgestaltet sein. In die jeweiligen Federelemente 6,
7 sind die für die Schallwellen erforderlichen Schlitze 8 eingearbeitet. Die jeweiligen
Ausführungsvarianten der Figuren 7a bis 7d sind beispielhaft und können beliebig miteinander
kombiniert sein.
[0048] Bei der dreidimensionalen Ausgestaltung der Federelemente 6 oder 7 gemäß den Figuren
7 - 7d kann das Material aus einem Polymorphie-Werkstoff bestehen, dessen Gefügestruktur
in eine vorgegebene Richtung verläuft.
1. Breitband-Exciter (1) zur Erzeugung oder Dämpfung von Schallwellen (2) bzw. Schwingungen,
bestehend aus:
- einem Gehäuse (3), in dem eine Durchgangsöffnung (4) entlang einer Symmetrieachse
(5) eingearbeitet ist
- einem Zentralelement (11), das innerhalb der Durchgangsöffnung (4) in der Symmetrieachse
(5) angeordnet ist
- zwei parallel und beabstandet zueinander angeordneten Federelementen (6, 7), die
jeweils an einer Innenseite (9) der Durchgangsöffnung (4) des Gehäuses (3) und an
dem Zentralelement (11) anliegen und das Gehäuse (3) in der Symmetrieachse (5) federnd
an dem Zentralelement (11) abstützen
- mindestens einer an dem Zentralelement (11) befestigten Schwingspule (12), die über
elektrische Leitungen (13) mit einem außerhalb des Gehäuses (3) angeordneten Steuerelement
(14) verbunden ist und
- mindestens einem Dauermagnet (15), der im Inneren des Gehäuses (3) in der Durchgangsöffnung
(4) angeordnet ist und dessen Magnetfeld (16) zu der Schwingspule (12) des Zentralelements
(11) ausgerichtet ist
dadurch gekennzeichnet,
dass an der den jeweiligen Federelementen (6, 7) zugewandten Stirnseiten (17,18) des Gehäuses
(3) eine oder mehrere Zentrierkanten (21) vorgesehen ist bzw. sind, dass die jeweiligen
Außenumfänge der Federelemente (6, 7) eine mit den Zentrierkanten (21) des Gehäuses
(3) zusammenwirkende Zentrierfläche (22) aufweisen und dass in diese Federelemente
(6, 7) und benachbart zu dem Zentralelement (11) an den Federelementen (6, 7) mindestens
eine Zentrierkante (23) angearbeitet ist, die mit einer an dem Zentralelement (11)
vorgesehen und mit den Federelementen (6, 7) zugewandten Zentrierfläche (24) zusammenwirkt.
2. Breitband-Exciter (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zentralelement (11) mindestens zweiteilig aus einem in Schwingung versetzenden
Spulenbecher (31) und aus einem die elektrischen Leitungen (13) aufnehmenden Rohrstück
(32) gebildet ist und dass das Rohrstück (32) an dem Spulenbecher (31) lösbar gekoppelt
ist.
3. Breitband-Exciter (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Rohrstück (32) ein Außengewinde (33) angearbeitet ist, dass an dem Spulenbecher
(31) ein Stumpf (34) angeformt ist, der in das Innere der Durchgangsöffnung (4) des
Gehäuses (3) absteht, und dass an dem Stumpf (34) ein Zentrier-Innengewinde (35) eingearbeitet
ist, in das das Rohrstück (32) zur Befestigung an dem Spulenbecher (31) eindrehbar
ist oder
dass das Rohrstück (32) an dem Spulenbecher (31) angelötet, angeklebt oder angeschweißt
ist.
4. Breitband-Exciter (1) nach einem der Ansprüche 2oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Spulenbecher (31) im Querschnitt als U- oder E- Profil ausgestaltet ist und von
dem oberen Federelement (6) gehalten ist, dass das Rohrstück (32) aus der Durchgangsöffnung
(4) nach außen absteht und von dem parallel gegenüberliegenden unteren Federelement
(7) abgestützt ist oder dass
dass die Schwingspule (12) an dem Spulenbecher (31) des Zentralelements (11) angebracht
ist und dass die Schwingspule (12) in einer Ebene, zumindest zu einem der Pole (N,
S) des Dauermagneten (15) angeordnet ist.
5. Breitband-Exciter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rohrstück (32) axial zu dem von dem Zentralelement (11) gebildeten Symmetrielinie
ausgerichtet ist und dass zur Befestigung des Rohrstückes (32) an dem Spulenbecher
(31) eine Zentrierhilfe (25, 26) vorgesehen ist.
6. Breitband-Exciter (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Rohrstück (32) ein Außengewinde (36) angearbeitet ist, das außerhalb des Gehäuses
(3) verläuft, und dass mittels des Rohrstückes (32) der Breitband-Exciter (1) an einem
Gegenstand oder dgl. befestigbar ist.
7. Breitband-Exciter (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in die Federelemente (6, 7) mindestens zwei, vorzugsweise drei oder vier, spiral-
oder zungenförmige Schlitze (8) vorgesehen sind und dass die Federelemente (6, 7)
bei einer Biegung eine Torsionsbewegung erzeugen.
8. Breitband-Exciter (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (3) aus einem wärmeleitfähigen und Hochtemperatur verträglichem magnetisierbarem
Werkstoff hergestellt ist
9. Breitband-Exciter (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an oder in dem Gehäuse (3) eine Kühlung (37) vorgesehen ist, und dass die in dem
Exciter (1) erzeugte Wärme definiert an einen vorgegebenen Bereich des Gehäuses (3)
geleitet ist.
10. Breitband-Exciter (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittelpunkte der beiden Federelemente (6, 7), der Mittelpunkt des Spulenbechers
(31) und die Mittelachse des Rohrstückes (32) auf einer gemeinsamen Achse verlaufen,
die fluchtend zu der Symmetrieachse (5) der Durchgangsöffnung (4) ausgerichtet ist.
11. Breitband-Exciter (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federelemente (6, 7) als plattenförmige Ringfedern oder als dreidimensionale
Federkörper ausgestaltet sind, durch die das Zentralelement (11) parallel und/oder
orthogonal zu der Symmetrieachse (5) der Durchgangsöffnung (4) beweglich gehalten
ist.
12. Breitband-Exciter (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Querschnittskonturen des dreidimensionalen Federelementes (6, 7) wellen-, dreieck-
oder kastenförmig ausgestaltet ist und dass mindestens eine vorgegebene Ausdehnung
des Federelements (6, 7) aus dieser Ebene vorhanden ist.
13. Breitband-Exciter nach einer der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federelemente (6, 7) aus einem polymorphen Werkstoff hergestellt sind.
14. Breitband-Exciter nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federelemente (6, 7) und/oder des Zentralelements (11) mittels eines Klebers
(30) oder mittels eines Deckels (10) an dem Gehäuse (3) arretiert sind.
15. Breitband-Exciter nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Gehäuse (3) ein Außengewinde (28) und in den Deckel (10) ein damit korrespondierendes
Innengewinde (29) eingearbeitet ist und dass der Deckel (10) mittels der formschlüssigen
Verbindung des Außen- und Innengewindes (28, 29) lösbar mit dem Gehäuse (3) gekoppelt
ist und im montierten Zustand das jeweilige Federelement (6, 7) in seiner vorgegebenen
Position arretiert bzw. dass einen Gewindezapfen (27) aufweist, der in eine in dem
Rohrstück (32) einschraubbar ist, durch den das Zentralelement (11) an dem Rohrstück
(32) eingespannt ist.
16. Breitband-Exciter nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem der Federelemente (6, 7) des Breitband-Exciters (1) und/oder an einer Fensterscheibe
(39), an eine einer Schwingung (40) aufnehmenden Körper oder ein Beschleunigungssensor
(39) angeordnet ist, der mithilfe einer elektrischen Leitung (44) mit der Steuerelektronik
verbunden ist, durch die der Exciter (1) zur Schalldämpfung in Abhängigkeit von den
gemessenen Schwingungen (44) gesteuert ist.