[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schwenkwiegenlagerung einer Axialkolbenmaschine.
[0002] Eine Axialkolbenmaschine ist ein Energiewandler, der in der Ausführung als Axialkolbenpumpe
die sich aus Drehzahl und Drehmoment ergebende mechanische Leistung in hydraulische
Energie umwandeln kann. Hydraulische Energie ergibt sich bekanntermaßen aus Druck
und Volumenstrom.
[0003] In einer weiteren Ausführungsform der Axialkolbenmaschine als Axialkolbenmotor wird
das Wirkprinzip einer Axialkolbenpumpe umgekehrt, sodass entsprechend hydraulische
Leistung in mechanische Energie umgesetzt wird.
[0004] Dabei gibt es grundsätzlich drei unterschiedliche Bauformen von Axialkolbenmaschinen.
Nämlich Schrägscheibenmaschinen, Schrägachsenmaschinen und Taumelscheibenmaschinen.
Bei jeder dieser Ausführungen einer Axialkolbenmaschine ist die Drehachse von revolverartig
angeordneten Zylindern umgeben. Das heißt, die Zylinder sind im Wesentlichen parallel
zur Drehachse einer Axialkolbenmaschine angeordnet und rotieren im Betrieb der Axialkolbenmaschine
um die Längsachse der Drehachse herum. Die Zylinderbuchsen, die zusammen mit den jeweiligen
Zylinderkolben wichtige Elemente der Zylinder darstellen, werden während eines Betriebs
der Axialkolbenmaschine entlang ihrer eigenen Symmetrieachse nicht verschoben, sind
also ortsfest bezüglich der Drehachse der Axialkolbenmaschine ausgeführt. Die jeweiligen
Zylinderkolben werden hingegen -abgesehen von dem möglichen Fall eines Leerlaufbetriebs
der Axialkolbenmaschine- zu einer Hubbewegung in Richtung der Längsachse der Drehachse
gezwungen. Dies erfolgt, indem die verschiedenen Zylinderkolben mit dem aus der Zylinderbuchse
ragenden Ende mit einer zur Drehachse schwenkbaren Platte fest verbunden werden, sodass
bei einem Schrägstellen der Platte bezüglich der Drehachse ein Zylinder, dessen Zylinderbuchse
ja fest mit der Drehachse verbunden ist, bei einer Drehachsenumdrehung einen vollständigen
Hub ausführt.
[0005] In einer eine halbe Umdrehung der Drehachse andauernden Ansaugphase wird der Zylinderkolben
aus der Zylinderbuchse gezogen, wodurch ein Unterdruck entsteht, der zum Ansaugen
einer Flüssigkeit benutzt wird. In einer Kompressionsphase, die die andere Hälfte
einer Umdrehung vorherrscht, wird der Zylinderkopf in die Zylinderbuchse hineingedrückt,
wodurch die angesaugte Flüssigkeit aus dem Zylinder herausgepresst wird. Während einer
vollständigen Umdrehung der Drehachse führt also der Zylinder einen Auf- und Abwärtshub
des Zylinderkolbens durch. Um den Pumpendurchsatz bei gleichbleibender Rotationsgeschwindigkeit
der Drehachse (bzw. des Zylinders um die Längsachse der Drehachse) variieren zu können,
ist es möglich, die schwenkbare Platte, die mit den aus den jeweiligen Zylinderbuchsen
ragenden Enden der Zylinderkolben verbunden ist, variabel in ihrer Stellung zur Drehachse
zu neigen. Dies wird mit Hilfe einer sogenannten Schwenkwiege ausgeführt, auf der
die den Zylindern abgewandte Seite der Platte gelagert ist.
[0006] Da jedoch bei dem Zurückdrängen und Anheben des Zylinderkopfes in die Zylinderbuchse
hinein beziehungsweise aus dieser hinaus zum Ausdrücken und Ansaugen von Flüssigkeit
hohe Kräfte auftreten, ist sowohl die Lagerung als auch die grundsätzliche Beschaffenheit
einer Schwenkwiege, gegen die sich die Kräfte der Zylinderköpfe richtet, von besonderer
Bedeutung für eine Axialkolbenmaschine.
[0007] Eine Axialkolbenmaschine, welche die Merkmale aufweist, wie sie im Oberbegriff des
Anspruchs 1 definiert sind, ist beispielsweise aus Dokument
DE 10 2011 121 523 A1 bekannt.
[0008] Aufgrund der wirkenden Kräfte ist die Schwenkwiege und deren zugehörige Lagerung
einem hohen Verschleiß ausgesetzt, der typischerweise mindestens einen Austausch dieser
Komponenten über die Gesamtlebenszeit der Axialkolbenmaschine notwendig macht.
[0009] Demnach ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung die Dauerfestigkeit einer Schwenkwiegenlagerung
beziehungsweise der damit interagierenden Schwenkwiege einer Axialkolbenmaschine zu
verbessern. Gleichzeitig sollen die hierfür anfallenden Herstellungskosten für die
Schwenkwiegenlagerung nicht steigen, vorzugsweise sogar gesenkt werden.
[0010] Die vorliegende Aufgabe wird durch eine Schwenkwiegenlagerung mit den Merkmalen nach
Anspruch 1 gelöst. Nach diesem umfasst die beanspruchte Schwenkwiegenlagerung ein
Gehäuse sowie eine Schwenkwiege, die in dem Gehäuse angeordnet ist und ein Durchgangsloch
für eine Triebwelle aufweist, wobei an zwei sich gegenüberliegenden Seiten zu dem
Durchgangsloch jeweils eine Lagerfläche ausgebildet ist. Darüber hinaus umfasst die
Schwenkwiegenlagerung zwei Lagerschalen in dem Gehäuse zur schwenkbaren Lagerung der
entsprechenden zwei Lagerflächen der Schwenkwiege, wobei die zwei Lagerflächen der
Schwenkwiege hydrostatisch in den zwei Lagerschalen gelagert sind, und in einem Lagerbereich
zwischen Lagerfläche und Lagerschale die zwei Lagerflächen und/oder die beiden Lagerschalen
jeweils eine Nut aufweisen. Ferner zeichnet sich die Schwenkwiegenlagerung dadurch
aus, dass mindestens eine der vorhandenen Nuten mehrere zu einer Schwenkbewegung der
Schwenkwiege parallel verlaufende Unternuten mit einer diese verbindenden dazu quer
verlaufenden Unternut umfasst, die rechtwinklig zu den mehreren parallel verlaufenden
Unternuten angeordnet ist.
[0011] Als Schwenkwiege wird hierbei das Bauteil in einer Axialkolbenmaschine bezeichnet,
dessen Schrägstellung zu einer durch die Längsachse der Drehachse der Axialkolbenmaschine
verlaufenden Ebene einen Axialhub der Axialkolbenzylinder regelt. Dies geschieht wie
im einleitenden Teil der Beschreibung erläutert in Interaktion mit der Platte, die
mit den Zylinderkolben verbunden ist. Dabei weist die Schwenkwiege auf der den Zylindern
abgewandten Seite zwei Lagerflächen auf, die punktsymmetrisch zu einer Mitte des Durchgangslochs
der Schwenkwiege ausgebildet sind. Diese beiden Lagerflächen berühren die der Lagerfläche
zugewandte Seite einer jeweiligen Lagerschale und können in dieser gleiten, um ein
Verschwenken der Schwenkwiege zu ermöglichen. Hierbei wirkt die aus dem Kolbenhub
der Zylinder resultierende Axialkraft F
A durch die Schwenkwiege hindurch gegen die jeweilige Lagerschale. Um den Verschleiß
an den Lagerschalen zu minimieren oder zu eliminieren wird die zwischen den Lagerschalen
und der Schwenkwiege vorhandene Kraft hydrostatisch entlastet. Dies führt auch dazu,
dass das Kippen der Schwenkwiege durch ein Verstellsystem hysteresisfrei möglich ist.
Um diese hydrostatische Entlastung effektiv umzusetzen, erfolgt ein Druckfeldaufbau
zwischen den Lagerschalen und der Schwenkwiege mithilfe einer in einer Lagerfläche
und/oder einer Lagerschale vorgesehenen Nut. Die Nut entspricht einer Ausnehmung,
die im Gegensatz zu dem sie umgebenden Niveau abgesetzt ist, also in seiner Höhe verringert
ist.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform ist ein durch die jeweilige Nut gebildeter Hohlraum
mit einer Flüssigkeit von einer Hochdruckseite einer Axialkolbenmaschine verbunden,
um die jeweilige Lagerschale mit einem bestimmten Druck hydrostatisch zu entlasten.
Als Hochdruckseite wird die durch die Axialkolbenmaschine im Betriebszustand unter
Druck gesetzte Seite der Flüssigkeit angesehen. Dazu entsprechend gibt es eine Tiefdruckseite,
die der Seite der Flüssigkeit entspricht, die durch die Axialkolbenmaschine angesaugt
wird. In dem Spezialfall eines Leerlaufbetriebs weisen beide Seiten der mit einer
Axialkolbenmaschine interagierenden Flüssigkeit identische Druckverhältnisse auf.
In diesem Fall ist aufgrund einer nicht vorhandenen Kraft, die auf die Schwenkwiegenlagerung
einwirken könnte, eine hydrostatische Entlastung nicht notwendig.
[0013] Demnach gibt es einen Kanal, der von der Hochdruckseite einer Axialkolbenmaschine
zu dem durch die jeweilige Nut gebildeten Hohlraum führt. Der Kanal, der die Verbindung
des durch die Nut und einer der Nut gegenüberliegenden Begrenzungsfläche gebildeten
Hohlraums zur Hochdruckseite einer Axialkolbenmaschine herstellt, kann durch die Schwenkwiege
oder durch die Lagerschale verlaufen. Zweck dieses Kanals, beziehungsweise der Verbindung
mit der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine ist die Zufuhr einer unter großem Druck
stehenden Flüssigkeit in den durch die Nut charakterisierten Hohlraum, um die zwischen
Schwenkwiege und Lagerschalen wirkende Reibungskraft zu entlasten.
[0014] Hierbei sind die durch die Flüssigkeit der Hochdruckseite gebildeten Drücke in den
verschiedenen Hohlräumen der jeweiligen Nuten, die vorzugsweise punktsymmetrisch zur
Mitte des Durchgangslochs angeordnet sind, verschieden groß. In anderen Worten bedeutet
dies, dass die Flüssigkeit, die einer der beiden Lagerschalen zugeführt wird, sich
in ihrem Druck von der Flüssigkeit unterscheidet, die der anderen Lagerschale zugeführt
wird. Dies ist vorteilhaft, da die von der Axialkolbenmaschine auf die Schwenkwiege
abgegebene Axialkraft F
A von der Längsrichtung des Durchgangslochs versetzt ist und demzufolge auch mit unterschiedlicher
Kraft auf die beiden Lagerschalen wirkt. Demnach bedarf die Seite der Schwenkwiegenlagerung,
die näher zum Einwirkungspunkt der Axialkraft F
A liegt, einer größeren hydrostatischen Entlastung, was einem höheren Druck der zugeführten
Flüssigkeit entspricht, als die Seite, die weiter entfernt zu dem Einwirkpunkt der
Axialkraft F
A liegt.
[0015] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Umschlingungswinkel β der zwei Lagerschalen
etwa 150°, vorzugsweise etwa 165°, und besonders bevorzugt etwa 180° beträgt.
[0016] Als Umschlingungswinkel wird der Winkel bezeichnet, mit dem die Lagerschale die Schwenkwiege
in Schwenkrichtung der Schwenkwiege umgibt. Ein Umschlingungswinkel von 180°entspricht
also in einer durch den Schwenkwinkel aufgespannten Ebene einem Halbkreis. Dies ist
von Vorteil, da somit genug Druckfeldfläche zur Verfügung steht, um eine gute Abstützung
und Zentrierung auch noch bei einer maximalen Auslenkung des Schwenkwinkels α zu gewährleisten.
In einem Leerlaufbetrieb der Axialkolbenmaschine beträgt der Schwenkwinkel α Null
Grad.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform wird die vorteilhafterweise vorhandene Verbindung
der jeweiligen Nuten mit einer Flüssigkeit durch ein System sichergestellt, das ein
erstes Rückschlagventil, das mit einer ersten Anschlussseite der Axialkolbenmaschine
verbunden ist und einen Rückfluss in Richtung der ersten Anschlussseite verhindert,
und ein zweites Rückschlagventil, das mit einer zweiten Anschlussseite der Axialkolbenmaschine
verbunden ist und einen Rückfluss in Richtung der zweiten Anschlussseite verhindert,
umfasst. Ferner weist das System eine erste Düse, die stromabwärts des ersten Rückschlagventils
angeordnet ist und die Flüssigkeit für den durch die erste Nut gebildeten Hohlraum
bereitstellt, sowie eine zweite Düse, die stromabwärts des zweiten Rückschlagventils
angeordnet ist und die Flüssigkeit für den durch die zweite Nut gebildeten Hohlraum
bereitstellt auf. Zudem ist eine Verbindungsdüse vorgesehen, die einen Punkt zwischen
dem ersten Rückschlagventil und der ersten Düse und einen Punkt zwischen dem zweiten
Rückschlagventil und der zweiten Düse verbindet. Vorzugsweise ändert das Durchströmen
der Flüssigkeit durch die Düse deren Druckniveau.
[0018] Als Anschlussseite der Axialkolbenmaschine wird eine der zwei Zu-/Ableitungen einer
Axialkolbenmaschine für eine Flüssigkeit bezeichnet, von denen im Betrieb typischerweise
eine davon die Hochdruckseite und die andere die Niederdruckseite darstellt. Da je
nach Stellung der Schwenkwiegeplatte die beiden Anschlüsse der Axialkolbenmaschine
sowohl als Zuleitung als auch als Ableitung verwendet werden können, werden diese
im Folgenden als erste Anschlussseite und zweite Anschlussseite der Axialkolbenmaschine
bezeichnet. Hierbei existiert ein Kanal, der die erste Anschlussseite mit einem ersten
Rückschlagventil verbindet, als auch ein Kanal, der die zweite Anschlussseite mit
einem Rückschlagventil verbindet. Das Rückschlagventil ermöglicht nur eine Strömung
von der Anschlussseite weg, verhindert also eine Strömung in Richtung der Anschlussseite.
Darüber hinaus gibt es einen weiteren Kanal, der die der ersten Anschlussseite abgewandte
Seite des ersten Rückschlagventils mit einer ersten Düse verbindet, die an ihrer dem
Rückschlagventil abgewandten Seite eine Verbindung zu dem durch die Nut geschaffenen
Hohlraum schafft. Weiter gibt es eine zweite Düse an der Seite des Rückschlagventils,
die zu der zweiten Anschlussstelle abgewandt ist, wobei die zweite Düse einen Kanal
zu dem anderen durch die Nut charakterisierten Hohlraum aufweist. Zudem gibt es einen
Kanal, der über eine Verbindungsdüse einen zwischen erster Düse und erstem Rückschlagventil
befindlichen Punkt mit einem zwischen zweiter Düse und zweitem Rückschlagventil befindlichen
Punkt verbindet.
[0019] Durch diese Anordnung wird sichergestellt, dass die Schwenkwiege in ihren beiden
Lagerbereichen verschiedene Wiegendrücke erhält. Hierbei sorgt vorzugsweise ein Strömen
der Flüssigkeit durch die jeweilige Düse für einen entsprechenden Druckabfall, so
dass die verschiedenen Drücke erlangt werden können.
[0020] Da die Axialkraft F
A von der Axialkolbenmaschine von der Mitte des Durchgangslochs der Schwenkwiege versetzt
ist, wirkt auf die zwei Lagerschalen nicht die gleiche Kraft. Typischerweise ist die
Lagerschale an der Niederdruckseite nur mit der Hälfte der Kraft der Lagerschale an
der Hochdruckschlage belastet. Dadurch baut sich an der Lagerschale der Niederdruckseite
ein geringerer Wiegendruck P
W2 als P
W1 auf. Damit der Druck P
W2 höher als der Niederdruck P
N der Axialkolbenmaschine sein kann, besteht zwischen der Niederdruckseite der Schwenkwiegenlagerung
der Verbindungskanal, der von der Hochdruckseite versorgt wird und durch entsprechende
Düsen eine Flüssigkeit mit passendem Druck liefert.
[0021] Da, wie vorstehend ausgeführt, die Niederdruckseite bei entsprechender Stellung der
Schwenkwiege auch eine Hochdruckseite darstellen kann, ist die symmetrische Ausführung
der Flüssigkeitszuleitung von der ersten und der zweiten Anschlussstelle der Axialkolbenmaschine
von Vorteil. Demnach ist es immer möglich, dass die beiden Nuten mit unterschiedlichen
Drücken durch eine Flüssigkeit der Hochdruckseite versorgt werden. Um den Druckabfall,
der durch einen Leckageverlust erzielt wird, in einer effizienten Weise zu erreichen,
sind die verschiedenen Düsen vorgesehen, wobei der Leckageverlust zwischen der Schwenkwiege
und der Lagerschale ins Gehäuse abfließt.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Abstand der am nächsten zueinander
liegenden Punkte der beiden Lagerflächen etwa gleich dem Außendurchmesser eines Rollenlagers
einer durch das Durchgangsloch verlaufenden Triebwelle.
[0023] In anderen Worten bedeutet dies, dass die beiden Lagerflächen unmittelbar an das
Durchgangsloch der Schwenkwiege grenzen. Dies ist vorteilhaft, da der Lagerabstand
D
L ein wichtiger Faktor ist, um die Steifigkeit einer Schwenkwiege zu erhöhen. Dies
trägt dazu bei, dass die Spalthöhen, die zwischen einer Lagerschale und einer Lagerfläche
auftreten, so klein wie möglich gehalten werden. Da unter Last eine Verformung der
Schwenkwiege nicht verhindert werden kann, muss die Größe einer Spalthöhe so klein
wie möglich gehalten werden. Die Spalthöhe sorgt nämlich für entsprechend hohe Leckagewerte,
die gleichbedeutend mit einem Leistungsverlust der Pumpe sind. Dies ergibt sich daraus,
dass die Leckagewerte aus der Hochdruckseite der Pumpe gespeist werden. Der kleinstmögliche
Abstand der beiden Lagerflächen ergibt sich demnach wenn diese direkt an das Durchgangsloch
angrenzen. Dies entspricht dem Außendurchmesser eines Rollenlagers einer durch das
Durchgangsloch verlaufenden Triebwelle der Axialkolbenmaschine.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind in mindestens einem der zwei
Lagerbereiche zwischen Lagerfläche und Lagerschale die Lagerfläche und/oder die Lagerschale
mit zwei voneinander unabhängigen Nuten versehen. Bei einer Gesamtbetrachtung weist
die Schwenkwiegenlagerung also mindestens drei Nuten auf.
[0025] Diese Anordnung hilft dabei, eine radial wirkende Stellkraft F
Stell auszugleichen. Eine radiale Bewegung der Schwenkwiege innerhalb eines Lagerspiels
wird automatisch durch den Spalthöhenunterschied zwischen der Lagerschale und der
Lagerfläche vermindert.
[0026] Vorteilhafterweise weist diese Ausführungsform für jede der zwei voneinander unabhängigen
Nuten in mindestens einem der mehreren Lagerbereiche separate oder eigene Verbindungen
zu einer Druckflüssigkeit auf, um bei einem Stellvorgang der Schwenkwiege eine für
die jeweilige Nut spezifische hydrostatische Entlastung zu erlangen. Die spezifische
Entlastung der Nut wird vorteilhafterweise mit Hilfe einer durch eine Düse strömenden
Flüssigkeit erreicht, wobei die Flüssigkeit von der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine
zugeführt wird.
[0027] Ferner vorteilhaft bei der dieser Ausführungsform ist, wenn die zwei voneinander
unabhängigen Nuten in der Lagerfläche der Schwenkwiege mit einer durch die Schwenkwiege
verlaufenden Flüssigkeitsverbindung verbunden sind. Ferner umfasst die Flüssigkeitsverbindung
eine weitere Verbindung mit der Außenseite der Lagerfläche der Schwenkwiege, die in
einen Bereich angeordnet ist, der in einer Leerlaufposition der Schwenkwiege mit einem
Flüssigkeitszulauf von einer Hochdruckseite einer Axialkolbenmaschine durch die Lagerschale
im Wesentlichen fluchtet.
[0028] Hierbei erfolgt die Druckversorgung der Nuten, die voneinander unabhängig ausgebildet
sind, über direkt in der Schwenkwiege eingebrachte Kanäle. Vorzugsweise ist für jede
der separaten Nuten auch eine zugehörige Düse in den Kanälen angeordnet. Die weitere
Verbindung zu der Außenseite der Lagerfläche der Schwenkwiege erstreckt sich von einem
Kanal, der die beiden Düsen verbindet, zur Außenseite. Im Ergebnis ergibt sich eine
im Wesentlichen T-förmige Leitung, wobei an zwei Enden die Nuten angeordnet sind und
an dem Dritten Ende sich die Außenseite der Lagerfläche befindet. Weiter bevorzugt
fluchtet der Kanal, der zur Außenseite der Lagerfläche führt in einer Leerlaufposition
der Schwenkwiege, d.h. in einer Position in der eine Axialkolbenmaschine keine Flüssigkeit
pumpt, mit einer Flüssigkeitszufuhr von einer Hochdruckseite, die durch die Lagerschale
führt. Weiter bevorzugt werden die beiden verschiedenen Nuten mit verschiedenen Drücken
versorgt.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform ist zwischen einer Lagerfläche und einer zugehörigen
Lagerschale ein sich in Richtung des Durchgangslochs aufweitender Spalt vorhanden.
Dies ist eine Möglichkeit die bei hydrostatischer Entlastung auftretenden Leckageverluste
auf ein niedriges Niveau zu führen.
[0030] Im unbelasteten oder gering belasteten Zustand der Schwenkwiege entsteht hiermit
ein Spalt, der jedoch bei dem hierbei herrschenden vergleichsweise niedrigen Drücken
nur eine geringe Vergrößerung der absoluten Leckageverluste hervorruft. Wenn jedoch
eine Last auf die Schwenkwiege einwirkt, wird diese sich verformen, bis der ursprüngliche
Spalt aufgebraucht ist. Dann ergibt sich je nach Druck ein Spalt mit einem sehr geringen
bis einem nahezu verschwindenden Ausmaß, sodass sich ungeachtet der vergleichsweise
hohen Drücke nur geringe Leckageverluste ergeben. In Summe führt dies zu einer deutlichen
Verringerung der Leckageverluste bei der hydrostatischen Lagerung der Schwenkwiege.
[0031] Der sich in Richtung des Durchgangslochs aufweitende Spalt kann durch eine Abschrägung
der jeweiligen Lagerschalen und/oder eine Abschrägung eines Gehäuseabschnitts, auf
dem die jeweilige Lagerschale angeordnet ist, vorgesehen sein. Darüber hinaus ist
es möglich, dass der Spalt sich durch eine Abschrägung der Lagerfläche ergibt.
[0032] Vorteilhafterweise ist es zudem möglich, dass mindestens eine der vorhandenen Nuten
treppenförmig ausgestaltet ist, also mindestens zwei verschiedene Tiefenniveaus aufweist.
Diese Ausführung ist vorteilhaft hinsichtlich einer geringeren lokalen Verformung
der Schwenkwiege im Bereich der Nut, da diese seitlich mit hohem Druck belastet ist.
[0033] In der bevorzugten Ausführungsform umfasst mindestens eine der vorhandenen Nuten
mehrere parallel verlaufende Unternuten und eine diese verbindende quer verlaufende
Unternut. Vorteilhaft an dieser Umsetzung ist, dass zwischen den mehreren Unternuten
zusätzliche Kontaktflächen gegen die Lagerschale vorhanden sind.
[0034] Die Erfindung umfasst ferner eine Axialkolbenmaschine mit einer Schwenkwiegenlagerung
nach einer der vorhergehenden Ansprüche.
[0035] Darüber hinaus umfasst die Erfindung eine Axialkolbenmaschine mit einer Schwenkwiegenlagerung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kolben der Axialkolbenmaschine
als Vollkolben ausgebildet sind. Dies bedingt den Vorteil, dass ein eventuell auftretendes
Lagerspiel zwischen Lagerschale und Lagerfläche vermindert wird, sodass eine besonders
effektive Lagerung der Schwenkwiege erreicht wird.
[0036] Im Folgenden wird eine detaillierte Beschreibung der vorliegenden Erfindung anhand
von in den Zeichnungen illustrierten Ausführungsformen vorgenommen. Hierbei zeigt:
- Fig. 1:
- einen Schnitt durch eine Axialkolbenmaschine mit einer erfindungsgemäßen Schwenkwiegenlagerung,
- Fig. 2:
- eine weitere Schnittansicht durch eine Axialkolbenmaschine mit der erfindungsgemäßen
Schwenkwiegenlagerung,
- Fig. 3:
- eine weitere Schnittansicht durch eine Axialkolbenmaschine mit einer erfindungsgemäßen
Schwenkwiegenlagerung,
- Fig. 4:
- eine Teilschnittansicht durch eine Axialkolbenmaschine, in dem eine Schwenkwiege in
einem ausgelenkten Zustand zu sehen ist,
- Fig. 5:
- ein Prinzipbild der erfindungsgemäßen Schwenkwiegenlagerung,
- Fig. 6:
- zwei Prinzipbilder, die den Einfluss der Stellkraft und das Lagerspiel darstellen,
- Fig. 7:
- zeigt eine Ansicht einer Schwenkwiege, in der die Position einer Axialkraft einer
Axialkolbenmaschine angegeben ist,
- Fig. 8:
- zeigt eine Teilschnittansicht einer Ausführungsform der Schwenkwiegenlagerung,
- Fig. 9:
- zeigt eine Teilschnittansicht einer Ausführungsform der Schwenkwiegenlagerung,
- Fig. 10:
- ist eine Prinzipskizze, die die Schwenkwiegenlagerung und die hierbei auftretenden
Leckageverluste illustriert,
- Fig. 11:
- eine weitere Ausführungsform der Schwenkwiegenlagerung,
- Fig. 12:
- eine weitere Form der Schwenkwiegenlagerung,
- Fig. 13:
- verschiedene Seitenansichten der Schwenkwiege, bei der eine Nut treppenförmig ausgebildet
ist,
- Fig. 14:
- eine Schwenkwiege in einer Perspektivansicht,
- Fig. 15:
- eine erfindungsgemäße Schwenkwiege in einer Perspektivansicht, und
- Fig. 16:
- zwei Axialkolbenmaschinen, einmal mit Hohlkolben und einmal mit Vollkolben.
[0037] Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht einer Axialkolbenmaschine 2 mit einer erfindungsgemäßen
Schwenkwiegenlagerung 1. Mit dem Bezugszeichen 6 ist die Triebwelle der Axialkolbenmaschine
2 bezeichnet, mit der die Zylinderbuchsen 14 und die darin aufgenommenen Zylinderkolben
13 fest verbunden sind. Bei einer Drehung der Triebwelle 6 werden demnach auch die
daran fest angeordneten Zylinder gedreht. Der Hub der Zylinderkolben 13 richtet sich
bei einer solchen Umdrehung je nach Stellung der Schwenkwiege 4. In einem Leerlaufzustand
der Axialkolbenmaschine findet kein Axialhub der Zylinderkolben 13 bei einer vollständigen
Umdrehung der Triebwelle 6 statt. In einem Leerlaufbetrieb bildet die den Zylindern
zugewandte Fläche der Schwenkwiege eine Lagerfläche auf einer Ebene, die im Wesentlichen
durch einen zur Längsrichtung der Triebwelle parallelen Normalenvektor gekennzeichnet
ist.
[0038] Demnach wird hierbei auch keine Flüssigkeit in den Zylinder eingesaugt und ausgestoßen.
Erst eine Schrägstellung der Schwenkwiege 4 führt dazu, dass der Zylinderkolben 13
bei einer Umdrehung eine Hubbewegung ausführt. Hierbei entsteht eine Saugbewegung
für eine Flüssigkeit in den Zylinder über eine Anschlussseite des Zylinders A, B,
wenn der Zylinderkolben 13 sich aus der Zylinderbuchse 14 bewegt. Bei einer entgegengesetzten
Bewegung des Zylinderkolbens 13 in die Zylinderbuchse 14 hinein wird die in dem Zylinder
angesaugte Flüssigkeit in Richtung der entsprechenden Anschlussstelle A, B herausgedrückt.
Hierbei lässt sich der Axialhub des Zylinderkolbens 13 über eine Stellung der Schwenkwiege
4 regeln. Die Axialkraft F
A, die bei diesem Vorgang aus der Axialkolbenmaschine resultiert und beim Zurückdrängen
eines Zylinderkolbens 13 in die Zylinderbuchse 14 auf die Schwenkwiege 4 wirkt, presst
die Schwenkwiege 4 gegen die Lagerschale 8. Diese Anpresskraft, die zwischen der Lagerschale
und der Schwenkwiege 4 entsteht, ist hydrostatisch entlastet, um die im dortigen Zwischenraum
bestehende mechanische Reibung weitestgehend zu eliminieren. Dadurch wird das Kippen
der Schwenkwiege 4 durch das Verstellsystem 15 hysteresisfrei möglich und der Verschleiß
an den Lagerschalen 8, der durch eine Reibung der Lagerflächen 7 der Schwenkwiege
4 hervorgerufen wird, auf ein Minimum reduziert oder vollständig vermieden.
[0039] Die hydrostatische Lagerung (hydrostatische Entlastung) erfolgt über den Aufbau eines
Druckfeldes zwischen der Lagerschale 8 und der Lagerfläche 7 der Schwenkwiege 4. Hierfür
ist in der Schwenkwiege 4 für jede der beiden zu lagernden Lagerflächen 8 eine Nut
9 vorhanden, die mit der Hochdruckseite P
H der Axialkolbenmaschine 2 über einen Kanal 16 in Verbindung steht. Hierdurch wird
ein später näher spezifiziertes Druckfeld aufgebaut, dessen Wirkungskraft durch die
Größe und Form der Nut 9 bestimmt ist.
[0040] Die Wirkungskraft des in der Nut 9 wirkenden Druckfelds sollte jedoch groß genug
sein, um die Axialkraft F
A der Axialkolbenmaschine vollständig entlasten zu können. Hierzu ist die Nut 9 derart
ausgelegt, dass sich dort ein durch den dortigen Flüssigkeitsdruck aufbauendes Druckfeld
eine gewünschte Wirkungskraft mit einem Druck P
W1 leicht geringer als der Systemdruck der Axialkolbenmaschine auf der Hochdruckseite
P
H einstellt.
[0041] Ferner erkennt man in der Fig. 1 das Durchgangsloch 5, in dem die Triebwelle 6 durchgeführt
ist.
[0042] Fig. 2 zeigt eine entlang der Geraden A-A in Fig. 1 angedeutete Schnittansicht, bei
der die Verschwenkbarkeit der Schwenkwiege in der dafür vorgesehenen Lagerschale 8,
die in dem Gehäuse 3 angeordnet ist, besser verständlich ist. Man erkennt, dass die
in dieser Schnittansicht halbkreisförmig ausgebildete Lagerschale 8 und die darin
aufgenommene Schwenkwiege 4 ihre Position relativ zur Lagerschale 8 ändern kann, wodurch
der Axialhub der entsprechenden Zylinder eingestellt werden kann. Ferner erkennt man,
dass eine in die Schwenkwiege, bzw. in die Lagerfläche 7 der Schwenkwiege 4 eingebrachte
Nut 9 mit der Lagerschale 8 einen Hohlraum bildet, der über einen Kanal 16 mit einer
Anschlussseite A in Verbindung steht. Dadurch wird sichergestellt, dass die zur hydrostatischen
Entlastung notwendige unter Druck stehende Flüssigleit über die Hochdruckseite der
Axialkolbenmaschine 2 zugeführt werden kann.
[0043] Da die Anschlussseite A der Axialkolbenmaschine 2 jedoch nicht zwingenderweise mit
der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine 2 übereinstimmen muss, da die Hochdruckseite
je nach Stellung der Schwenkwiege 4 gewechselt werden kann, wird über ein System 10
zur Verbindung mit der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine (Anschlussstelle A oder
Anschlussstelle B) die Flüssigkeit mit dem entsprechend hohen Druck zugeführt.
[0044] Fig. 3 zeigt hierbei in einem in Fig. 2 angedeutetem Schnitt durch B-B einen Teil
des Systems, dass die zwei Nuten 9 über jeweilige Kanäle 16 mit einer Flüssigkeit
von der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine 2 (Anschlussstelle A oder Anschlussstelle
B) versorgt. Hierbei sieht man die beiden Anschlussstellen A, B die jeweils über ein
Rückschlagventil 101, 102 eine Verbindung zu einer entsprechenden Nut (nicht in Fig.
3 dargestellt) herstellen. Die Nut ist in der Zeichnung nicht dargestellt und liegt
außerhalb der Bildebene. Darüber hinaus erkennt man eine Verbindungsdüse 105, die
stromabwärts der Rückschlagventile 101, 102 die jeweiligen Verbindungen von Rückschlagventil
und Nut 9 miteinander verbindet. Die in dieser Verbindungsleitung angeordnete Verbindungsdüse
105 sorgt für einen gewissen Druckunterschied, sodass auf die beiden Nuten 9 bzw.
auf die beiden Schwenkwiegen unterschiedliche Drücke wirken.
[0045] In Fig. 4 ist eine Teilansicht der Fig. 2 zu sehen, die zeigt, dass der Umschlingungswinkel
β ein gewisses Maß überschreiten muss, um genug Druckfeldfläche zu haben, um damit
eine gute Abstützung und Zentrierung auch noch bei einer maximalen Auslenkung der
Schwenkwiege α zu gewährleisten. Bei dieser Schrägstellung der Schwenkwiege um den
Winkel α erkennt man auch den Axialhub gut, den die Zylinderköpfe 13a, 13b und 13c
ausführen. Auch erkennt man, dass auch bei einer maximalen Auslenkung um den Winkel
α die Nut 9 der Schwenkwiege 4 einen Hohlraum mit der Lagerschale 8 bildet, der bei
jedem Schwenkwinkel α über einen Kanal 16 bzw. ein System 10 zur Verbindung des durch
die Nut 9 gebildeten Hohlraums mit einer Flüssigkeit der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine
2 in Verbindung steht. Dadurch wird sichergestellt, dass auch bei einem maximalen
Schwenkwinkel α die hydrostatische Lagerung der Schwenkwiege 4 durchgeführt werden
kann.
[0046] Fig. 5 zeigt ein Prinzipbild des Systems 10, mit dem die Nuten 9 mit einer Flüssigkeit
zur Erzeugung der hydrostatischen Lagerung versorgt werden. Die hierbei aufgezeigten
Bauteile finden sich teilweise bereits in der Beschreibung zu Fig. 3.
[0047] Für das Verständnis der vorliegenden Erfindung ist es wichtig zu erkennen, dass die
Axialkraft F
A , die durch die Hubbewegung der Kolben auf die Schwenkwiege wirkt, bei einer zur
Leerlaufposition verschiedenen Position von der Mitte des Durchgangslochs 5 versetzt
ist. Fig. 5 zeigt dies anhand des von der Mitte des Durchgangslochs 5 versetzten schwarzen
durchgehenden Pfeils, der die Axialkraft F
A und seine Position angibt. Daher resultiert die Notwendigkeit, dass die zwei Lagerschalen
8 nicht die gleiche Abstützkraft durch die hydrostatische Entlastung erhalten.
[0048] Die an der Niederdruckseite liegende Lagerschale (die Lagerschale, auf die weniger
Kraft durch die Bewegung der Kolben wirkt) ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
nur mit der Hälfte der Kraft belastet, als die hochdruckseitige Lagerschale 8. Dies
wird in der Fig. 5 durch die verschieden großen Kraftvektoren P
W2 und P
W1 visuell dargestellt. Dadurch baut sich ein geringerer Wiegendruck P
W2 als P
W1 auf, der auch eine jeweils daran angepasste hydrostatische Entlastung mit einem entsprechenden
Gegendruck erfordert. Ein anderes Verhältnis der Kraftverteilung der beiden Drücke
P
W1 und P
W2 wie beispielsweise 1:2, 1:3, 1:4, 2:3, 2:5, 3:4 oder 3:5 kann ebenso umgesetzt werden.
[0049] Damit der Druck P
W2 größer als der Druck P
N der Niederdruckseite der Kolbenmaschine ist, muss auch diese Seite über die Hochdruckseite
P
H der Kolbenmaschine 2 versorgt werden.
[0050] Die entsprechenden Drücke zur hydrostatischen Lagerung werden über Düsen 103, 104,
105 durch einen Leckageverlust, der zwischen der Schwenkwiege und der Lagerschale
ins Gehäuse abfließt, erzeugt. So wird beispielsweise der notwendige Druck P
W1 aus der Hochdruckseite P
H der Kolbenmaschine 2 über einen Druckabfall an der Düse 104 erzeugt.
[0051] Da der Druckabfall zwischen der Hochdruckseite P
H und dem notwendigen Druck P
W2 auf der niederdruckseitigen Lagerschale 8 größer sein muss, als der zwischen der
Hochdruckseite P
H und Pw1 (hochdruckseitige Lagerschale 8), sollte der Leckageverlust, der bei der
Erzeugung von P
W2 anfällt, größer sein als der, der bei P
W1 anfällt. Da jedoch der Druckwert größer als P
N von der Niederdruckseite ist, ist in dem System 10 eine zusätzliche Verbindungsdüse
105 vorgesehen, sodass eine Verbindung von der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine
nun über zwei Düsen 103, 105 erfolgt, sodass der Druck, der auf die niederdruckseitige
Lagerschale 8 wirkt, geringer ist als der Druck auf die hochdruckseitige Lagerschale
8.
[0052] Da der Wiegendruck P
W2, der sich an der Niederdruckseite aufbaut, auf einem höheren Wert als der Niederdruck
P
N der Axialkolbenmaschine liegt, muss verhindert werden, dass hierbei ein Fluid zur
Niederdruckseite zurückströmt. Um dies zu verhindern, ist auf der Niederdruckseite
ebenfalls ein Rückschlagventil 101 eingebaut. Da bei einer Axialkolbenmaschine die
Niederdruckseite von der Anschlussstelle A zu der Anschlussstelle B je nach Stellung
der Schwenkwiege 4 wechseln kann, ist in dem System 10 ein weiteres Rückschlagventil
102 notwendig, damit auch bei einem Wechsel von Niederdruck- und Hochdruckseite kein
Fluid auf die Niederdruckseite strömt. Insgesamt erhält man somit einen symmetrischen
Aufbau der Systems 10, das die Nuten mit unter Druck stehender Flüssigkeit versorgt.
[0053] Fig. 6 zeigt das Zusammenspiel zwischen Schwenkwiege 4 und Lagerschale 8 sowie die
Auswirkungen der Axialkraft F
A, die nicht mittig zum Durchgangsloch 5 der Schwenkwiege 4 angeordnet ist. Die linke
Zeichnung zeigt bei einer versetzten Axialkraft F
A beispielhaft die hierfür optimale Lagerkraft, die um einen Winkel γ aus der Symmetrieachse
der Schwenkwiege 4 versetzt ist. Die rechte Zeichnung der Fig. 6 zeigt darüber hinaus,
dass das nicht symmetrische Auftreffen der Kraft F
A die Schwenkwiege 4 innerhalb der Lagerschale 8 derart verrückt, dass ein entlang
der Lagerschale 8 variierendes Lagerspiel e auftritt, das durch die beispielhaft illustrierten
Werte S1 und S2 des Lagerspiels e dargestellt wird. Ferner wird auch der nicht symmetrische
Verlauf des Druckfelds, der von der Schwenkwiege 4 über die Lagerfläche 7 der Schwenkwiege
4 auf die Lagerschale 8 gegeben wird, gezeigt. Eine mittig in der Symmetrieachse der
Lagerschale 8 angeordnete Zufuhr einer Flüssigkeit zur hydrostatischen Entlastung
kann den asymmetrischen zur Symmetrieachse der Lageschale 8 auftretenden Druckfeldverlauf
nicht in optimaler Weise kompensieren.
[0054] Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Schwenkwiege, in der die durch die
Kolben hervorgerufene Axialkraft F
A bei einer bestimmten Schwenkung der Schwenkwiege 4 eingezeichnet ist. Man sieht,
dass die Axialkraft F
A aus der Symmetrieachse bzw. der Mitte des Durchgangslochs 5 versetzt ist und näher
an einer der beiden Lagerschalen angeordnet ist.
[0055] Fig. 8 zeigt eine vorteilhafte Gegenmaßnahme, um die Axialkraft F
A, die auf die Schwenkwiege 4 wirkt, möglichst wirkungsvoll hydrostatisch zu entlasten.
Hierbei sind zwei voneinander unabhängig gebildete Nuten 9a, 9b in der zur Lagerschale
zugewandten Lagerfläche 7 der Schwenkwiege 4 vorhanden. Die Nuten 9a, 9b sind so angeordnet,
dass sie jeweils mit einer Flüssigkeitszufuhr von der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine
2 in Verbindung stehen. Diese Flüssigkeitszufuhr wird über die Lagerschale 8 in den
durch die Nut 9a, 9b mit der Lagerschale 8 gebildeten Hohlraum zugeführt. Aufgrund
verschiedener Düsen 104a, 104b für jede Nut 9a, 9b ist es möglich, verschiedene Druckkräfte
an den Nuten 9a, 9b wirken zu lassen, die das Ziel haben, die Axialkraft F
A möglichst wirkungsvoll zu eliminieren. Hier ist es beispielsweise möglich, dass diejenige
Nut 9a, die auf einer Seite mit einem geringen Lagerspiel S2 positioniert ist, also
auf einer Seite mit einer größeren Krafteinwirkung F
A liegt, mit einem größeren Gegendruck P
W' beaufschlagt wird, als die Nut 9b, auf deren Seite der durch F
A hervorgerufene Druck geringer ist. Auf der mit einem kleineren Druck beaufschlagten
Seite wird dementsprechend über die Düse 104b ein geringerer Gegendruck P
W" eingestellt. Die sich daraus ergebende resultierende Lagerkraft, die durch eine
Überlagerung der beiden durch die hydrostatische Entlastung hervorgerufenen Kräfte
P
W' und P
W" ergibt, ist im Optimalfall um den Winkel γ aus der Symmetrieachse der Lagerschale
bzw. der Schwenkwiege 4 versetzt und steht dem durch die Axialkraft F
A hervorgerufenen Druckfeld in optimaler Weise entgegen.
[0056] Fig. 9 zeigt eine weitere Ausführungsform mit der die resultierende Lagerkraft um
einen Winkel γ versetzt werden kann, obwohl die Zuführleitung der Hochdruckseite der
Axialkolbenmaschine 2 mittig zur Symmetrieachse der Lagerschale 8 angeordnet ist.
Das heißt, die Zuführleitung ist orthogonal zur Schwenkwiegenoberfläche, auf der die
Axialkolben einwirken, sofern sich die Axialkolbenmaschine in einem Leerlaufzustand
befindet. Hierbei erkennt man, dass die Schwenkwiege 4 mit einem Leitungssystem 11
versehen ist, das die voneinander unabhängigen Nuten 9a, 9b mit Flüssigkeit versorgt.
Um verschiedene Drücke in den unterschiedlichen Nutbereichen hervorzurufen, sind entsprechende
Düsen 111, 112 in den Zuleitungen zu den jeweiligen Nuten 9a, 9b vorgesehen. An der
zu den Nuten 9a, 9b abgewandten Seite der Düsen 111, 112 erstreckt sich eine weitere
Verbindung 12 zur Lagerfläche 7 der Schwenkwiege. In einem Leerlaufbetrieb der Axialkolbenmaschine
fluchtet diese Verbindung 12 mit der Zuleitung, die sich durch die Lagerschale 8 von
der Hochdruckseite der Axialkolbenmaschine 2 erstreckt. Somit sind die in Fig. 8 beschriebenen
Vorteile auch mit nur einer Zuleitung durch die Lagerschale erreichbar, da die verschiedenen
Lagerkräfte bzw. die unterschiedlichen auf die Nutbereiche 9a, 9b wirkenden Drücke
P
W' und P
W" durch das in der Schwenkwiege verlaufende Kanalsystem 11 und die zugehörigen Düsen
111, 112 erreicht werden können.
[0057] Fig. 10 zeigt eine Prinzipskizze, die die Leckageverluste bei einer hydrostatischen
Lagerung des Schwenkwiegeunterlasses angibt. Ein wichtiger Punkt bei der hydrostatischen
Schwenklagerung ist die Erreichung einer hohen Steifigkeit der Schwenkwiege 4. Die
unerwünschte aber nicht völlig vermeidbare Verformung der Schwenkwiege 4 unter der
Axialkraft F
A ist beispielhaft in der Fig. 10 dargestellt. Je größer eine der Spalthöhen 21, 22
ist, umso größer sind die entsprechenden Leckagewerte QL
1 und QL
2, die eine gewisse Menge einer von der Hochdruckseite zugeführten Flüssigkeit angeben,
die in das Gehäuse abfließt. Die Summe der Leckagewerte QL
1 und QL
2 wird aus der Hochdruckseite der Pumpe entnommen und stellt dementsprechend einen
Leistungsverlust der Pumpe dar. Um diese Verluste so gering wie möglich zu halten,
müssen die Spalthöhen 21, 22 so klein wie möglich ausgeführt werden. Hierbei ist es
von Vorteil, dass die Schwenkwiege 4 besonders steif gestaltet wird.
[0058] Außer der Dicke der Schwenkwiege 4 ist der in Fig. 1 eingezeichnete Lagerabstand
D
L ein wichtiger Faktor, um die Steifigkeit zu erhöhen. Vorteilhaft ist es, wenn der
Abstand D
L so gering wie möglich ist. Der kleinstmögliche Abstand entspricht dem Außendurchmesser
eines Rollenlagers, das deswegen ohne Innenring ausgewählt ist. Die Wälzkörper des
Lagers laufen direkt auf der Triebwelle 6 der Axialkolbenmaschine.
[0059] Um die in Fig. 10 beispielhaft dargestellten Leckageverluste weiter zu verringern
und um somit die hydrostatische Lagerung noch effektiver zu gestalten, ist es möglich,
bei einem sich in Richtung des Durchgangslochs 5 aufweitenden Spalt ψ eine Abschrägung
der jeweiligen Lagerschalen 8 und/oder eine Abschrägung eines Gehäuseabschnitts, auf
dem die jeweilige Lagerfläche 7 angeordnet ist, vorzusehen.
[0060] Eine solche Ausführungsform wird in Fig. 11 dargestellt. Hierbei wird eine vergrößerte
Ansicht der Schwenkwiegenlagerung gezeigt, in der ein sich in Richtung des Durchgangslochs
aufweitender Spalt ψ zwischen dem Gehäuse 3 und der Lagerschale 8 vorhanden ist.
[0061] Fig. 12 zeigt einen ähnlichen Bereich wie Fig. 11, jedoch ist hierbei der sich in
Richtung des Durchgangslochs aufweitende Spalt ψ durch eine Abschrägung der Lagerfläche
7 der Schwenkwiege 4 gebildet, wodurch ein Spalt zwischen Lagerfläche 7 und Lagerschale
8 entsteht. In diesen beiden Ausführungsformen werden die Leckageverluste QL
1 und QL
2 auf ein niedriges Niveau abgesenkt.
[0062] Im unbelasteten Zustand der Schwenkwiege existiert nun ein Spalt mit einem Winkel
ψ, der sich in Richtung zum Durchgangsloch 5 der Schwenkwiege 4 aufweitet. Im unbelasteten
Zustand der Schwenkwiege herrschen vergleichsweise niedrige Drücke, wodurch das Vorsehen
eines Spalts zu einer geringeren Vergrößerung der Absolutwerte der Leckageverluste
führt. Wenn jedoch eine Last auf die Schwenkwiege 4 einwirkt, wird sich diese verformen
bis der ursprüngliche Spalt mit dem Neigungswinkel ψ aufgebraucht ist. Dies hat zur
Folge, dass sich dann je nach Druck ein Spalt mit einem sehr geringen bis einem nahezu
verschwindenden Ausmaß bildet, sodass ungeachtet der vergleichsweise hohen Drücke
ein sehr geringer Leckageverlust entsteht.
[0063] Dies führt in einer Gesamtbetrachtung zu einer deutlichen Verringerung der Leckageverluste.
Hierbei ist es zum Erreichen der vorteilhaft verringerten Leckageverluste von untergeordneter
Bedeutung, ob der Spalt zwischen Lagerfläche 7 und Lagerschale 8 durch ein Abschrägen
der Lagerfläche 7 oder ein Abschrägen der Lagerfläche 8 oder sogar durch ein Abschrägen
der Lagerfläche 7 und der Lagerfläche 8 hervorgerufen wird. Auch ist es möglich, dass
das Gehäuse 3 in einen Bereich abgeschrägt wird, auf dem sich die Lagerschale 8 befindet.
Der Spalt entsteht dann hierbei zwischen dem Gehäuse und der Lagerschale und wird
bei einem Verformen der Schwenkwiege 4 in Richtung der abgeschrägten Gehäusefläche
verringert.
[0064] Fig. 13 zeigt eine weitere Ausführungsform der Schwenkwiege 4 in der die Nut 9 treppenförmig
ausgebildet ist. Die treppenförmige Ausgestaltung der Nut 9 führt zu einer größeren
Materialdicke der Schwenkwiege 4 und ist vorteilhaft hinsichtlich einer geringeren
lokalen Verformung der Schwenkwiege 4 im Bereich der Nut 9, da diese seitlich mit
einer unter hohem Druck stehenden Flüssigkeit belastet ist.
[0065] Fig. 14 zeigt eine Perspektivansicht der Schwenkwiege 4 bei der die Nut 9 direkt
in einem Rohteil der Schwenkwiege 4 vorhanden ist.
[0066] Fig. 15 zeigt eine Perspektivansicht der erfindungsgemäßen Schwenkwiege sowie einen
vergrößerten Teil der Schwenkwiege, der die Nut in einer etwas vergrößerten Darstellung
wiedergibt. Bei dieser Ausgestaltung der Nut 9 sind mehrere kleine vorzugsweise parallel
verlaufenden Unternuten 91 vorhanden, die mittels einer dazu querverlaufenden Unternut
92 mit Druck versorgt werden können. Die mehreren parallel verlaufenden Unternuten
91 sind voneinander beabstandet und werden mit der zu ihnen querverlaufenden Unternut
92 in einem von einer Lagerschale 8 aufgenommenen Zustand so verbunden, dass Flüssigkeiten
zwischen ihnen strömen kann. Vorteilhaft daran ist, dass zwischen den Unternuten 91,
92 zusätzliche Kontaktflächen gegen die Lagerschale 8 vorhanden sind. Diese besondere
Ausgestaltung der Nuten ist mit jeder offenbarten Ausführungsform der Schwenkwiege
und/oder der Schwenkwiegenlagerung kombinierbar.
[0067] Die Erfindung umfasst ferner eine Axialkolbenmaschine mit einer der vorstehend beschriebenen
Schwenkwiegenlagerungen.
[0068] Darüber hinaus ist es für die Schwenkwiegenlagerung nach einer der vorstehend beschriebenen
Ausführungsformen zusätzlich von Vorteil, wenn die Axialkolbenmaschine 2 anstelle
der im Stand der Technik üblichen Hohlkolben (vgl. Fig. 16a) mit Vollkolben, wie sie
in Fig. 16b dargestellt sind, betrieben wird. Hierbei verringert sich das Lagerspiel
e zwischen der Lagerschale 8 und der Lagerfläche 7 der Schwenkwiege 4, wodurch der
konstruktive Mehraufwand zum Versetzen der Lagerkraft F
L nicht notwendigerweise durchgeführt werden muss.
[0069] Die Schwenkwiege 4 kann aus einem Nitrierstahl hergestellt werden, um die notwendigen
Zugfestigkeiten zu erreichen. Die Umformung geschieht per Schmieden. Wenn jedoch die
Schwenkwiegeabmessungen so groß sind, dass ein Schmieden des Rohteils nicht durchgeführt
werden kann, ist eine Alternative die Verwendung eines Sphäroguss oder die Verwendung
entsprechend nitrierbar Werkstoffe möglich. Das bearbeitete Bauteil wird nitriert
oder nitrocarburiert, wobei andere Verfahren zur Steigerung der Oberflächenhärte,
wie beispielsweise ein Einsatzhärten zu inkludieren sind. Um zu vermeiden, dass eine
abrasive Schicht die Lebensdauer des Systems der Schwenkwiegenlagerung verkürzt, wird
die Verbindungsschicht nach dem Nitrieren entfernt oder poliert. Der Härteunterschied
zwischen der Wiegenoberfläche (Lagerfläche 7) und dem Gleitlager (Lagerschale 8) soll
mindestens Faktor 4 betragen, um eine verschleißfreie Funktion zu gewährleisten. Typischerweise
werden für die Lagerschalen 8 Messinglegierungen eingesetzt.
1. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2), umfassend:
ein Gehäuse (3),
eine Schwenkwiege (4), die in dem Gehäuse (3) angeordnet ist und ein Durchgangsloch
(5) für eine Triebwelle (6) aufweist, wobei an zwei sich gegenüberliegenden Seiten
zu dem Durchgangsloch (5) jeweils eine Lagerfläche (7) ausgebildet ist, und
zwei Lagerschalen (8) in dem Gehäuse (3) zur schwenkbaren Lagerung der entsprechenden
Lagerflächen (7) der Schwenkwiege (4), wobei
die zwei Lagerflächen (7) der Schwenkwiege (4) hydrostatisch in den zwei Lagerschalen
(8) gelagert sind, und
in einem Lagerbereich zwischen Lagerfläche (7) und Lagerschale (8) die zwei Lagerflächen
(7) und/oder die beiden Lagerschalen (8) jeweils eine Nut (9) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine der vorhandenen Nuten (9) mehrere zu einer Schwenkbewegung der Schwenkwiege
parallel verlaufende Unternuten (91) mit einer diese verbindenden dazu quer verlaufenden
Unternut (92) umfasst, die rechtwinklig zu den mehreren parallel verlaufenden Unternuten
(91) angeordnet ist.
2. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach Anspruch 1, wobei
ein durch die jeweilige Nut (9) gebildeter Hohlraum mit einer Flüssigkeit von einer
Hochdruckseite einer Axialkolbenmaschine (2) in Verbindung steht, um die jeweilige
Lagerschale (8) mit einem bestimmten Druck hydrostatisch zu entlasten.
3. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei ein Umschlingungswinkel (β) der zwei Lagerschalen (8) etwa 150°,
vorzugsweise etwa 165°, und besonders bevorzugt etwa 180° beträgt.
4. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach Anspruch 2, wobei die
Verbindung der zwei Nuten (9) mit einer Flüssigkeit durch ein System (10) erfolgt,
das umfasst:
ein erstes Rückschlagventil (101), das mit einer ersten Anschlussseite (A) der Axialkolbenmaschine
(2) verbunden ist und einen Rückfluss in Richtung der ersten Anschlussseite (A) verhindert,
ein zweites Rückschlagventil (102), das mit einer zweiten Anschlussseite (B) der Axialkolbenmaschine
(2) verbunden ist und einen Rückfluss in Richtung der zweiten Anschlussseite (B) verhindert,
eine erste Düse (103), die stromabwärts des ersten Rückschlagventils (101) angeordnet
ist und die Flüssigkeit für den durch die erste Nut (9) gebildeten Hohlraum bereitstellt,
eine zweite Düse (104), die stromabwärts des zweiten Rückschlagventils (104) angeordnet
ist und die Flüssigkeit für den durch die zweite Nut (9) gebildeten Hohlraum bereitstellt,
und
eine Verbindungsdüse (105), die einen Punkt zwischen dem ersten Rückschlagventil (101)
und der ersten Düse (103) und einen Punkt zwischen dem zweiten Rückschlagventil (102)
und der zweiten Düse (104) verbindet.
5. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Abstand der am nächsten zueinander liegenden Punkte der beiden
Lagerflächen (7) etwa dem Außendurchmesser eines Rollenlagers einer durch das Durchgangsloch
(5) verlaufenden Triebwelle (6) entspricht.
6. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei in mindestens einem Lagerbereich zwischen Lagerfläche (7) und Lagerschale
(8) die Lagerfläche (7) oder die Lagerschale (8) zwei voneinander unabhängige Nuten
(9) aufweisen.
7. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach Anspruch 6, wobei die
durch die Nuten (9) entstehenden Hohlräume eine jeweils separate Verbindung zu einer
Flüssigkeit aufweisen, um bei einem Stellvorgang der Schwenkwiege (4) eine für die
jeweilige Nut (9) spezifische hydrostatische Entlastung zu erlangen.
8. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach Anspruch 6, wobei die
zwei voneinander unabhängigen Nuten (9) in der Lagerfläche (7) der Schwenkwiege (4)
mit einer durch die Schwenkwiege (4) verlaufenden Flüssigkeitsverbindung (11) verbunden
sind, wobei die Flüssigkeitsverbindung (11) eine weitere Verbindung (12) mit der Aussenseite
der Lagerfläche (7) aufweist, die in einem Bereich angeordnet ist, der in einer Leerlaufposition
mit einem Flüssigkeitszulauf (13) von einer Anschlussseite (A, B) einer Axialkolbenmaschine
(2) durch die Lagerschale (8) im Wesentlichen fluchtet.
9. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach Anspruch 8, wobei in
der durch die Schwenkwiege (4) verlaufenden Flüssigkeitsverbindung (11) zwei Düsen
(111, 112) angeordnet sind, und die weitere Verbindung (12) zu der Aussenseite der
Lagerfläche (7) zwischen den Düsen (111, 112) abgeht.
10. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei zwischen den zwei Lagerflächen (7) und zugehörigen Lagerschalen (8)
jeweils ein sich in Richtung des Durchgangslochs (5) aufweitender Spalt (ψ) vorhanden
ist.
11. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach Anspruch 10, wobei der
sich in Richtung des Durchgangslochs (5) aufweitende Spalt durch eine Abschrägung
der jeweiligen Lagerschalen (8) und/oder eine Abschrägung eines Gehäuseabschnitts,
auf dem die jeweilige Lagerfläche (7) angeordnet ist, vorgesehen ist.
12. Schwenkwiegenlagerung (1) einer Axialkolbenmaschine (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei mindestens eine der vorhandenen Nuten (9) treppenförmig ausgestaltet
ist, also mindestens zwei verschiedene Tiefenniveaus aufweist.
13. Axialkolbenmaschine mit einer Schwenkwiegenlagerung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
14. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 13, deren Kolben (13) als Vollkolben ausgebildet
sind.
1. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) comprising:
a housing (3);
a pivot cradle (4) that is arranged in the housing (3) and that has a passage hole
(5) for a drive shaft (6), with a respective bearing surface (7) being formed at two
oppositely disposed sides toward the passage hole (5); and
two bearing shells (8) in the housing (3) for the pivotable support of the corresponding
bearing surfaces (7) of the pivot cradle (4), wherein
the two bearing surfaces (7) of the pivot cradle (4) are hydrostatically supported
in the two bearing shells (8); and
the two bearing surfaces (7) and/or the two bearing shells (8) each have a groove
(9) in a bearing region between the bearing surface (7) and the bearing shell (8),
characterized in that
at least one of the grooves (9) present comprises a plurality of subgrooves (91) extending
in parallel with a pivot movement of the pivot cradle and having a subgroove (92)
that connects them, extends transversely thereto,
and is arranged at a right angle to the plurality of subgrooves (91) extending in
parallel.
2. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with claim
1, wherein
a hollow space formed by the respective groove (9) is in communication with a liquid
from a high pressure side of an axial piston machine (2) to hydrostatically relieve
the respective bearing shell (8) by a specific pressure.
3. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with one of
the preceding claims, wherein a wrap angle (β) of the two bearing shells (8) amounts
to approximately 150°, preferably approximately 165°, and particularly preferably
approximately 180°.
4. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with claim
2, wherein the communication of the two grooves (9) with a liquid takes place by a
system (10) that comprises:
a first check valve (101) that is connected to a first connection side (A) of the
axial piston machine (2) and that prevents a backflow in the direction of the first
connection side (A);
a second check valve (102) that is connected to a second connection side (B) of the
axial piston machine (2) and that prevents a backflow in the direction of the second
connection side (B);
a first nozzle (103) that is arranged downstream of the first check valve (101) and
that provides the liquid for the hollow space formed by the first groove (9);
a second nozzle (104) that is arranged downstream of the second check valve (102)
and that provides the liquid for the hollow space formed by the second groove (9);
and
a connection nozzle (105) that connects a point between the first check valve (101)
and the first nozzle (103) and a point between the second check valve (102) and the
second nozzle (104).
5. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with one of
the preceding claims, wherein the spacing of the points of the two bearing surfaces
(7) that are disposed closest to one another approximately corresponds to the outer
diameter of a roller bearing of a drive shaft (6) extending through the passage hole
(5).
6. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with one of
the preceding claims, wherein the bearing surface (7) or the bearing shell (8) have
two mutually independent grooves (9) in at least one bearing region between the bearing
surface (7) and the bearing shell (8).
7. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with claim
6, wherein the hollow spaces produced by the grooves (9) have a respectively separate
communication with a liquid to achieve a hydrostatic relief specific to the respective
groove (9) on an adjustment procedure of the pivot cradle (4).
8. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with claim
6, wherein the two mutually independent grooves (9) in the bearing surface (7) of
the pivot cradle (4) are connected to a liquid connection (11) extending through the
pivot cradle (4), with the liquid connection (11) having a further connection (12)
to the outer side of the bearing surface (7) that is arranged in a region that is
substantially aligned in an idling position with a liquid inflow (13) from a connection
side (A, B) of an axial piston machine (2) through the bearing shell (8).
9. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with claim
8, wherein two nozzles (111, 112) are arranged in the liquid connection (11) extending
through the pivot cradle (4) and the further connection (12) to the outer side of
the bearing surface (7) exits between the nozzles (111, 112).
10. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with one of
the preceding claims, wherein a respective gap (ψ) that widens in the direction of
the passage hole (5) is present between the two bearing surfaces (7) and associated
bearing shells (8).
11. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with claim
10, wherein the gap that widens in the direction of the passage hole (5) is provided
by a chamfer of the respective bearing shells (9) and/or by a chamfer of a housing
section on which the respective bearing surface (7) is arranged.
12. A pivot cradle bearing (1) of an axial piston machine (2) in accordance with one of
the preceding claims, wherein at least one of the grooves (9) present is designed
in step form, that is has at least two different depth levels.
13. An axial piston machine having a pivot cradle bearing in accordance with one of the
preceding claims.
14. An axial piston machine in accordance with claim 13 whose pistons (13) are configured
as plungers.
1. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2), comprenant :
un carter (3),
un berceau pivotant (4), qui est disposé dans le carter (3) et qui comporte un trou
de passage (5) pour un arbre de transmission (6), une surface d'appui (7) étant formée
respectivement sur deux côtés opposés l'un à l'autre par rapport au trou de passage
(5), et
deux coquilles de coussinet (8) dans le carter (3) pour le montage pivotant des surfaces
d'appui (7) correspondantes du berceau pivotant (4), dans lequel
les deux surfaces d'appui (7) du berceau pivotant (4) sont montées de manière hydrostatique
dans les deux coquilles de coussinet (8), et
les deux surfaces d'appui (7) et/ou les deux coquilles de coussinet (8) comportent
respectivement une rainure (9) dans une zone d'appui entre la surface d'appui (7)
et la coquille de coussinet (8),
caractérisé en ce que
au moins une des rainures (9) présentes comprend plusieurs sous-rainures (91) s'étendant
parallèlement à un mouvement pivotant du berceau pivotant avec une sous-rainure (92)
les reliant et s'étendant transversalement à celles-ci, qui est disposée perpendiculairement
aux plusieurs sous-rainures (91) s'étendant parallèlement.
2. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon la revendication
1, dans lequel
une cavité formée par la rainure (9) respective est en liaison avec un liquide d'un
côté haute pression d'une machine à pistons axiaux (2), pour décharger de manière
hydrostatique la coquille de coussinet (8) respective avec une pression donnée.
3. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon l'une des
revendications précédentes, dans lequel un angle d'enroulement (β) des deux coquilles
de coussinet (8) est d'approximativement 150°, de préférence approximativement 165°
et de manière particulièrement préférée approximativement 180°.
4. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon la revendication
2, dans lequel la liaison des deux rainures (9) avec un liquide est effectuée par
un système (10), qui comprend :
un premier clapet antiretour (101), qui est relié à un premier côté de raccordement
(A) de la machine à pistons axiaux (2) et empêche un écoulement de retour en direction
du premier côté de raccordement (A),
un second clapet antiretour (102), qui est relié à un second côté de raccordement
(B) de la machine à pistons axiaux (2) et empêche un écoulement de retour en direction
du second côté de raccordement (B),
une première buse (103), qui est disposée en aval du premier clapet antiretour (101)
et qui fournit le liquide pour la cavité formée par la première rainure (9),
une seconde buse (104), qui est disposée en aval du second clapet antiretour (104)
et qui fournit le liquide pour la cavité formée par la seconde rainure (9), et
une buse de liaison (105), qui relie un point situé entre le premier clapet antiretour
(101) et la première buse (103) et un point situé entre le second clapet antiretour
(102) et la seconde buse (104).
5. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon l'une des
revendications précédentes, dans lequel l'écart entre les points se trouvant les plus
proches l'un de l'autre des deux surfaces d'appui (7) correspond approximativement
au diamètre extérieur d'un palier à rouleaux d'un arbre de transmission (6) traversant
le trou de passage (5).
6. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon l'une des
revendications précédentes, dans lequel, dans au moins une zone d'appui entre la surface
d'appui (7) et la coquille de coussinet (8), la surface d'appui (7) ou la coquille
de coussinet (8) comportent deux rainures (9) indépendantes l'une de l'autre.
7. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon la revendication
6, dans lequel les cavités créées par les rainures (9) comportent une liaison respectivement
séparée avec un liquide, pour obtenir, lors d'un processus de réglage du berceau pivotant
(4), une décharge hydrostatique spécifique pour la rainure (9) respective.
8. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon la revendication
6, dans lequel les deux rainures (9) indépendantes l'une de l'autre dans la surface
d'appui (7) du berceau pivotant (4) sont reliées par une liaison fluidique (11) s'étendant
à travers le berceau pivotant (4), la liaison fluidique (11) comportant une autre
liaison (12) avec le côté extérieur de la surface d'appui (7), qui est disposée dans
une zone qui est sensiblement alignée, dans une position de marche à vide, avec une
arrivée de liquide (13) d'un côté de raccordement (A, B) d'une machine à pistons axiaux
(2) à travers la coquille de coussinet (8).
9. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon la revendication
8, dans lequel deux buses (111, 112) sont disposées dans la liaison fluidique (11)
s'étendant à travers le berceau pivotant (4), et l'autre liaison (12) vers le côté
extérieur de la surface d'appui (7) part d'un point situé entre les buses (111, 112).
10. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon l'une des
revendications précédentes, dans lequel un interstice (Ψ) qui s'élargit en direction
du trou de passage (5) est respectivement présent entre les deux surfaces d'appui
(7) et coquilles de coussinet (8) associées.
11. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon la revendication
10, dans lequel l'interstice qui s'élargit en direction du trou de passage (5) est
prévu par un biseau des coquilles de coussinet (8) respectives et/ou un biseau d'une
partie de boîtier, sur laquelle la surface d'appui (7) respective est disposée.
12. Montage à berceau pivotant (1) d'une machine à pistons axiaux (2) selon l'une des
revendications précédentes, dans lequel au moins une des rainures (9) présentes est
conçue en forme d'escalier, c'est-à-dire qu'elle comporte au moins deux différents
niveaux de profondeur.
13. Machine à pistons axiaux comprenant un montage à berceau pivotant selon l'une des
revendications précédentes.
14. Machine à pistons axiaux selon la revendication 13, dont les pistons (13) sont réalisés
sous la forme de pistons plongeurs.