(19)
(11) EP 3 266 360 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.08.2022  Patentblatt  2022/32

(21) Anmeldenummer: 17178568.6

(22) Anmeldetag:  29.06.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47L 15/00(2006.01)
A47L 15/44(2006.01)
A47L 15/23(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A47L 15/0049; A47L 15/23; A47L 2401/30; A47L 15/4409; A47L 2501/05; A47L 2501/26; A47L 2401/24; A47L 2501/20

(54)

GESCHIRRSPÜLER MIT SENSOREINHEIT ZUR BESTIMMUNG EINER DREHBEWEGUNG EINES SPRÜHARMS

DISHWASHER WITH SENSOR UNIT FOR DETERMINING ROTATION OF A SPRAY ARM

LAVE-VAISSELLE COMPORTANT UNE UNITÉ DE DÉTECTION DESTINÉE À DÉTERMINER UN MOUVEMENT ROTATIF D'UN BRAS DE PULVÉRISATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 07.07.2016 DE 102016112442

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.01.2018  Patentblatt  2018/02

(73) Patentinhaber: Sanhua AWECO Appliance Systems GmbH
88099 Neukirch (DE)

(72) Erfinder:
  • Wallerstorfer, Kurt
    5204 Strasswalchen (AT)
  • Pleschinger, Andreas
    5102 Anthering (AT)

(74) Vertreter: Otten, Roth, Dobler & Partner mbB Patentanwälte 
Großtobeler Straße 39
88276 Berg / Ravensburg
88276 Berg / Ravensburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2011/035940
DE-A1- 10 034 546
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Geschirrspüler mit einem Arbeitsraum und einem Sensor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Ein derartiger Geschirrspüler ist beispielsweise in der Druckschrift DE 10034546 Al beschrieben. Bei diesem Gegenstand nach dem Stand der Technik wird der Innenraum eines Geschirrspülers mittels eines oder mehrerer Radarsensoren unter Nutzung des Doppler-Effektes überwacht. Diese Sensorik ist sehr aufwendig und dementsprechend kostenträchtig. Darüber hinaus konnte bislang keine technisch einwandfreie Funktion eines solchen Geschirrspülers verwirklicht werden.

    [0003] Darüber hinaus ist aus der WO 2011/035940 A1 bereits eine Geschirrspülmaschine mit Infrarot-Sensorik bekannt.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ausgehend von einem Geschirrspüler gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs l, einen Geschirrspüler mit verbesserter Betriebssicherheit vorzuschlagen.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs l gelöst.

    [0006] Dementsprechend zeichnet sich ein erfindungsgemäßer Geschirrspüler mit einer Sensoreinheit zur Erkennung einer Sprüharmbewegung im Arbeitsraum dadurch aus, dass Leitelemente vorgesehen sind, um abrinnendes Wasser nach dem Durchlauf des Sprüharms vom Strahlengang des Infrarotlichts fernzuhalten. Durch herabrinnendes Wasser könnten Reflexionen verursacht werden, die unerwünschte Störsignale liefern. Durch Leitelemente, einerseits kann das Gehäuse diese gemäß der Erfindung umfassen, beispielsweise in Form eines Vordaches oberhalb des Austritts des Infrarotlichts aus dem Gehäuse, beispielsweise oberhalb eines Durchtrittsfensters kann dafür gesorgt werden, dass herabrinnendes Wasser seitlich darum herumgeleitet wird.

    [0007] Gemäß der Erfindung können derartige Leitelemente andererseits an der Innenwand des Arbeitsraums vorgesehen werden, womit die gesamte Vorrichtung vor herabrinnendem Wasser und somit auch der Infrarot-Strahlengang geschützt wird.

    [0008] Diese Sensoreinheit ist wenigstens teilweise in dem Gehäuse der als Einsatzteil ausgebildeten Vorrichtung, die zur Zufuhr und Dosierung eines Arbeitsstoffes wie eines Reiniger, Klarspülers usw. dient.

    [0009] Im Folgenden wird eine solche Vorrichtung als Dosiervorrichtung bezeichnet. Weiterhin werden die Begriffe "Spülmaschine", "Geschirrspülmaschine" oder "Geschirrspüler" im Folgenden ebenso als synonyme Begriffe verwendet wie die Begriffe "Wasserstrahl" und "Laugenstrahl".

    [0010] Mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Sensoreinheit ist es möglich, Programmabläufe während des Betriebs zu kontrollieren. Insbesondere kann damit erfasst werden, ob und welcher Sprüharm ordnungsgemäß rotiert oder ein Fehlverhalten aufweist.

    [0011] Durch die Verwendung von Infrarotlicht ist eine zuverlässige und auch unter den Umgebungsbedingungen im Arbeitsraum einer Geschirrspülmaschine während des Betriebs weitgehend störungsfreie Erfassung insbesondere der Bewegung des Sprüharms möglich. Durch die große Reichweite eines Infrarot-Strahles sind auch Sprüharme in weiterer Entfernung von der Sensoreinheit oder in ungünstiger Lage, beispielsweise im Hinblick auf die Winkelorientierung, detektierbar.

    [0012] Das Funktionsprinzip der Sensoreinheit basiert dabei darauf, dass Infrarotlicht von einem Infrarotsender abgestrahlt, im Arbeitsraum reflektiert und von einem Infrarotempfänger wieder detektiert wird.

    [0013] Zur Erkennung einer Sprüharmrotation kann beispielsweise ein Infrarotstrahl über einen stationär im Arbeitsraum der Maschine befindlichen Reflektor zum Empfänger reflektiert werden, wobei Änderungen des IR- Strahls z.B. in der Intensität, erfasst werden, die durch einen rotierenden Sprüharm, ein an dem Sprüharm befestigtes Bauelement oder durch einen Wasser- oder Laugenstrahl aus dem Sprüharm verursacht werden.

    [0014] Als stationärer Reflektor kann dabei ein separates Bauteil oder ein ohnehin vorhandenes Bauelement, z.B. ein Bereich der Wandung des Arbeitsraums verwendet werden.

    [0015] In einer anderen Ausführung der Erfindung wird ein vom IR-Sender ausgestrahlter Strahl durch den rotierenden Sprüharm oder ein damit verbundenes Element, z.B. einem Bereich der Sprüharmwand, einem separatem, am Sprüharm befestigten Reflektorelement, einem Wasser-oder Laugenstrahl einer Sprüharmdüse, etc. in den Empfänger reflektiert. Diese Reflexionen sind also unmittelbar mit der Rotation des Sprüharms korreliert.

    [0016] Die Reflexionen und/oder Änderungen von Reflexionen sind insbesondere dann signifikant zu erfassen, wenn diese in der Nähe des Senders und/oder Empfängers stattfinden, beispielsweise durch einen unmittelbar am Sender/und oder Empfänger vorbeidrehenden Sprüharm oder Wasserstrahl.

    [0017] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird für eine zuverlässig detektierbare Reflexion des Infrarotlichts dadurch gesorgt, dass wenigstens eine Sprüharmdüse derart ausgerichtet ist, dass der Wasserstrahl bzw. der Laugenstrahl der Waschlauge den Strahlengang des Infrarotlichts wenigstens teilweise kreuzt. Die erfindungsgemäß gewünschten Reflexionen können dabei durch das Wasser bzw. die Lauge hervorgerufen werden.

    [0018] Vorzugsweise wird in einer solchen Ausführungsform der Strahlengang des Infrarotlichts so ausgebildet, beispielsweise durch zusätzliche optische Elemente, dass sich ein Brennpunkt oder zumindest eine Fokussierungszone ergibt, die von dem genannten Wasser-oder Laugenstrahl angestrahlt wird.

    [0019] In einer anderen ebenfalls vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird die gewünschte Reflexion durch den Sprüharm selbst hervorgerufen. Hierzu kann die Anordnung und Oberflächengestaltung des Sprüharms entsprechend vorgesehen werden. So kann beispielsweise ein Sprüharm wenigstens bereichsweise eine für Infrarotlicht gut reflektierende Beschichtung aufweisen. Weiterhin kann der Strahlengang des Infrarotlichts bzw. die Position des Sprüharms relativ zueinander derart angeordnet werden, dass der Sprüharm zumindest mit seiner Reflexionszone den Strahlengang kreuzt. Auch in dieser Ausführungsform kann vorteilhafter Weise ein Strahlengang verwendet werden, der einen Brennpunkt oder zumindest eine Fokussierungszone aufweist, durch die der Sprüharm mit seiner Reflexionszone geführt wird.

    [0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird der Sprüharm mit einem speziellen Reflektor für Infrarotlicht ausgestattet. Derartige Reflektoren können durch Spiegelflächen und/oder durch Lichtbrechung gegebenenfalls unter zusätzlicher Verwendung optischer Elemente so ausgestaltet werden, dass einfallendes Infrarotlicht zielgerichtet reflektiert wird. Im sichtbaren Bereich sind derartige Reflektoren auch unter dem Begriff "Katzenauge" oder "Lüneburg-Linse" bekannt.

    [0021] Mit derartigen Reflektoren kann insbesondere auch ein Reflexionswinkel vorgesehen werden, der die relative Anordnung des Infrarotempfängers in Bezug zum Infrarotsender berücksichtigt.

    [0022] Vorteilhafterweise wird das Gehäuse der Dosiervorrichtung, das die Sensoreinheit beinhaltet, wasserdicht ausgeführt. Die Unterbringung der Sensoreinheit im Gehäuse der ohnehin vorhandenen Dosierungsvorrichtung erleichtert dabei die Anordnung im Innern des Arbeitsraums der Spülmaschine. Zum einen muss hierdurch keine zusätzliche Öffnung in der Innenwand bzw. der Tür des Arbeitsraums vorgesehen werden, da die Dosiervorrichtung ohnehin in einer solchen Ausnehmung der Innenwand anzuordnen ist. Darüber hinaus ist bereits bei den bekannten Dosiervorrichtungen das Gehäuse wasser- und laugendicht ausgebildet. Sämtliche elektrischen Steuerorgane auch für die Dosiervorrichtung, die sich im Innern der Geschirrspülmaschinentür befinden, sind bereits nach dem Stand der Technik durch die Ausgestaltung des Gehäuses vor dem Wasser bzw. der Spüllauge geschützt.

    [0023] Somit kann eine Sensoreinheit ohne größere Dichtprobleme vorteilhafter Weise innerhalb einer solchen Dosiervorrichtung untergebracht werden, wozu beispielsweise ein Infrarot durchlässiges Fenster im Gehäuse vorgesehen wird. Ein solches Fenster ist einfach durch entsprechende Dichtungen oder auch durch eine feste Verbindung, beispielsweise durch Verschweißen oder Verkleben zuverlässig dicht mit der Gehäusewandung der Dosiervorrichtung zu realisieren.

    [0024] Weiterhin wird bevorzugt die Sensoreinheit, insbesondere der Infrarotsender und/oder -empfänger derart angeordnet, dass sie nicht unmittelbar in einem Wasser- bzw. Laugenstrahl einer Sprüharmdüse liegen. Auch hierdurch werden Störsignale durch unerwünschte Reflexionen vermieden.

    [0025] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird der Zeitablauf des Sensorsignals erfasst und eine Auswerteeinheit vorgesehen, um die Periodizität bzw. Frequenz des vom drehenden Sprüharm hervorgerufenen Sensorsignals zu erfassen.

    [0026] Da erfindungsgemäß die Drehbewegung des Sprüharms zu überwachen ist, kann von einem periodischen oder frequenzabhängigen Signal ausgegangen werden. Durch die zeitliche Erfassung der Sensorsignale mit anschließender Auswertung in einer elektronischen Auswerteeinheit kann somit selektiv nach periodischen Signalen ausgewertet werden. Durch diese Maßnahme sind nahezu alle nicht periodisch auftretenden Störsignale bereits gefiltert bzw. unterdrückt.

    [0027] Durch Bestimmung der Frequenz kann sodann die Drehzahl bzw. Geschwindigkeit des Sprüharms bestimmt werden. Sollte kein periodisches Signal detektierbar sein, so ist dies ein Zeichen für einen stillstehenden, zumindest jedoch für einen nicht freidrehenden Sprüharm.

    [0028] Im Falle einer solchen Fehlfunktion des Sprüharms kann dies beispielsweise zur Anzeige für eine Bedienperson gebracht werden oder aber auch in die Steuerung des Programmablaufs eingegriffen werden.

    [0029] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird eine analoge Auswerteschaltung vorgesehen, um die Periodizität bzw. Frequenz des vom drehenden Sprüharm hervorgerufenen Sensorsignals zu detektieren. Eine solche Schaltung kann beispielsweise unter Verwendung eines sogenannten PPL (phase lock loop) realisiert werden. So kann ein oszillierendes Eingangssignal in einem Komparator oder Differenzenverstärker mit dem Sensorsignal verglichen werden und Änderungen der Ausgangsspannung zu Rückschlüssen auf eine ordnungsgemäße Rotation eines Sprüharms herangezogen werden. Auch wenn technisch zur Auswertung eines erfindungsgemäßen Sensorsignals digitale Bauelemente ohne weiteres zur Verfügung stehen, kann der Einsatz einer analogen Schaltung unter Kostengesichtspunkten bei entsprechenden Stückzahlen die technisch vorteilhaftere Lösung bieten. Auch die Kombination einer analogen Schaltung mit einer digitalen Auswertung, die z.B. nur bei fehlerhafter Ausgangsspannung der analogen Schaltung eingreift, wäre denkbar.

    [0030] Im Falle einer digitalen Auswerteeinheit können weiterhin verschiedene Algorithmen vorgesehen werden, um Störeinflüsse zu analysieren und auszuschließen. Anstelle oder in Kombination zu der Verwendung der Periodizität wie oben angeführt kann beispielsweise auch eine Integration der Signalpeaks, das heißt die Bestimmung der durch das Signal abgedeckten Fläche zur Erkennung und zum Ausschluss von Fehlerpeaks herangezogen werden. Hiermit können Fehlersignale erkannt und ausgeschlossen werden, die nicht dem Zeitablauf und der Intensität der durch den Sprüharm bzw. dem Wasser-oder Laugenstrahl erzeugten Reflexionen folgen. Auch eine Schwellwertanalyse kann anstelle oder zusätzlich zu anderen Methoden der Fehlererkennung eingesetzt werden.

    [0031] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.

    [0032] Im Einzelnen zeigen

    Figur l einen schematischen Querschnitt durch eine Spülmaschine mit Sprüharm,

    Figur 2 eine Draufsicht auf die Türinnenseite einer 8 Spülmaschine,

    Figur 3 eine Darstellung einer Dosiervorrichtung und

    Figur 4 ein Beispiel für ein Sensorsignal, dass Mittels . Infrarotsender und/oder Infrarotempfänger messbar ist.



    [0033] In Figur 1 ist die Spülmaschine 1 mit Spülkammer 2 schematisch im Schnitt dargestellt. In der Spülkammer 2 befinden sich bei Geschirrkörbe 3, 4 unterhalb von denen jeweils ein Sprüharm 5, 6 drehbar angeordnet ist.

    [0034] An der Vorderseite ist eine Spülmaschinentür 7 drehbar angebracht, wie durch eine Drehachse 8 angedeutet ist. In der Spülmaschinentür 7 befindet sich eine Dosiervorrichtung 9 zur Spülmittelzugabe.

    [0035] Im Boden der Spülmaschine 1 befindet sich ein Sumpfbehälter 10, der beispielsweise die üblichen Filter und den Wasserabfluss beinhaltet.

    [0036] In Figur 2 ist die Anordnung einer Infrarot-Sensoreinheit 11 in der Dosiervorrichtung 9 veranschaulicht, die einen Infrarotsender 12 und einen Infrarotempfänger 13 umfasst. Die Dosiervorrichtung 9, ist wie bereits anhand Figur 1 beschrieben, in die Spülmaschinentür 7 eingesetzt. Die Dosiervorrichtung 9 umfasst in üblicher Weise eine Klappe 14 zum Verschluss einer Spülmittelkammer, eine Auslauföffnung 15 für die Klarspülerdosierung sowie ein Schauglas 16 und eine Nachfüllöffnung 17 für den Klarspüler.

    [0037] Im Inneren der Spülmaschinentür kann auch die Auswerte- und Steuereinheit angeordnet werden, wie in Figur 1 angedeutet. An dem in Figur 1 angedeuteten Ort der Auswerte- und Steuereinheit 18 kann diese unmittelbar mit den zur Bedienung der Maschine erforderlichen Anzeigen, Tasten und sonstigen Bedienungsorganen verbunden werden.

    [0038] In Figur 3 ist eine Dosiervorrichtung zum Einbau in eine Spülmaschinentür gemäß der Erfindung dargestellt, wobei ein Speicher 1 zur Aufnahme von Reinigungsmittel vorgesehen ist. Dieses Reinigungsmittel wird während der Reinigungsphase des Geschirrspülers in den Reinigungsraum für das Geschirr gesteuert zuführt. Hierbei wird ein Deckel 2 geöffnet, so dass das Reinigungsmittel aus dem Speicher 1 auslaufen bzw. ausgespült werden kann. Ein dachförmiger Vorsprung 20 dient als Leitelement, um herabrinnendes Wasser oder Lauge umzuleiten.

    [0039] Die Infrarot-Sensoreinheit 11 ist beispielhaft am Rand des Gehäuses 19 der Dosiervorrichtung eingebaut.

    [0040] In Figur 4 ist beispielhaft ein Infrarotsensorsignal in seinem Zeitablauf dargestellt. Die horizontale Achse des Diagramms zeigt die Zeit t während die Vertikalachse die Intensität I darstellt. Das Sensorsignal S zeigt verschiedene Peaks P1 bis P5, die periodisch über die Zeit angeordnet sind. Die jeweiligen Zeitpunkte tl bis t5 sind mit entsprechenden Pfeilen markiert.

    [0041] Das Diagramm gemäß Figur 4 zeigt beispielhaft zwei weitere Peaks Sl und S2, die Störsignale darstellen, die zum Beispiel durch unerwünschte Reflexionen an abtropfendem Wasser oder dergleichen hervorgerufen werden können.

    [0042] Diese Störpeaks S1 und S2 können durch geeignete Auswertung mittels der Auswerteeinheit 18 erkannt und eliminiert werden. Diese Auswertung kann beispielsweise derart ausgestaltet sein, dass nur periodisch wiederkehrende Signale P1 bis P5 als echte Sensorsignale, nichtperiodische Signale hingegen als Störsignale wahrgenommen werden. Eine andere Möglichkeit, die Störsignale zu erkennen, besteht beispielsweise darin, die entsprechenden Signalpeaks über die Zeit zu integrieren, wodurch mathematisch die Fläche, die durch die Peaks überdeckt wird, bestimmt wird. Da bei regulären Sensorsignalen ein Integralwert innerhalb eines bestimmten Intervalls zu erwarten ist, können hierdurch anderweitige Signale, wie beispielsweise die linienförmigen Störsignale S1 und S2 erkannt und ausgeschlossen werden.

    [0043] Diese beispielhaften Methoden oder auch weitere Methoden zur Erkennung von Störsignalen, beispielsweise über Schwellenwerte in der Intensität oder dergleichen, können alleine oder auch in Kombination zueinander Anwendung finden.

    [0044] Wird auf der Grundlage des Sensorsignals eine Fehlfunktion, beispielsweise ein stehender oder zu langsam drehender Sprüharm_erkannt, so kann dies in einer Anzeige der Bedienperson angezeigt werden.

    [0045] Die erfindungsgemäße Spülmaschine kann auch abhängig vom Sensorsignal gesteuert werden. So kann beispielsweise die Wassermenge und/oder der Pumpendruck variiert werden. Gegebenenfalls sind auch steuerbare Düsen hinsichtlich der Strahlausrichtung und/oder Strahlform denkbar.

    Bezugszeichenliste:



    [0046] 
    1
    Spülmaschine
    2
    Spülkammer
    3
    Geschirrkorb
    4
    Geschirrkorb
    5
    Sprüharm
    6
    Sprüharm
    7
    Spülmaschinentür
    8
    Drehachse
    9
    Dosiervorrichtung
    10
    Sumpfbehälter
    11
    Infrarot-Sensoreinheit
    12
    Infrarotsender
    13
    Infrarotempfanger
    14
    Klappe
    15
    Auslauföffnung
    16
    Schauglas
    17
    Nachfüllöffnung
    18
    Auswerte- und Steuereinheit
    19
    Gehäuse
    20
    dachförmiger Vorsprung
    T
    Zeit
    I
    Intensität
    P1
    Peak
    P2
    Peak
    P3
    Peak
    P4
    Peak
    P5
    Peak
    T1
    Zeitpunkt
    T2
    Zeitpunkt
    T3
    Zeitpunkt
    T4
    Zeitpunkt
    T5
    Zeitpunkt
    S1
    Störpeak
    S2
    Störpeak



    Ansprüche

    1. Geschirrspüler mit einem Arbeitsraum (2), mit wenigstens einem drehbar im Arbeitsraum (2) angeordneten Sprüharm (5, 6) und mit einer Dosiervorrichtung (9) zur Zufuhr und Dosierung eines Stoffes, wie Reiniger, Klarspüler, usw. in den Arbeitsraum (2), die als Einsatzteil mit einem Gehäuse zum Einsetzen in eine Ausnehmung einer Innenwand des Arbeitsraums, beispielsweise in der Tür des Arbeitsraums ausgebildet ist, und mit einer Sensoreinheit (11) zur Erkennung einer Sprüharmbewegung im Arbeitsraum des Geschirrspülers, die wenigstens teilweise in einem Gehäuse der Dosiervorrichtung angeordnet ist, wobei die Sensoreinheit (11) wenigstens einen Infrarotsender (12) und/oder einen Infrarotempfänger (13) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (19) der Dosiervorrichtung (9) Leitelemente (20) aufweist, um den Strahlengang des Infrarotlichts wenigstens teilweise vom Gehäuse abrinnendem Wasser freizuhalten, und/oder dass die Innenwand des Arbeitsraums (2) Leitelemente (20) aufweist, um abrinnendes Wasser vom Strahlengang des Infrarotlichts fernzuhalten.
     
    2. Geschirrspüler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprüharm (5 ,6) und/oder ein Wasser- bzw. Laugenstrahl einer Sprühdüse während der Drehung des Sprüharms den Strahlengang des Infrarotsenders (12) und/oder Infrarotempfängers (13) kreuzt.
     
    3. Geschirrspüler nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprüharm (5, 6) einen Reflektor für Infrarotlicht umfasst.
     
    4. Geschirrspüler nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (19) der Dosiervorrichtung (9) wasserdicht ausgebildet ist.
     
    5. Geschirrspüler nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitelemente als Dach (20) über einem infrarotdurchlässigen Durchlass des Gehäuses (19) der Dosiervorrichtung (9) ausgebildet sind.
     
    6. Geschirrspüler nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (11) so angeordnet ist, dass sie nicht unmittelbar in einem Wasserstrahl einer Sprüharmdüse liegt.
     
    7. Geschirrspüler nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitablauf des Sensorsignals erfasst und eine Auswerteeinheit vorgesehen ist, um die Periodizität bzw. Frequenz des vom drehenden Sprüharm hervorgerufenen Sensorsignals zu erfassen.
     
    8. Geschirrspüler nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine analoge Auswerteschaltung vorgesehen ist.
     


    Claims

    1. Dishwasher comprising a working chamber (2), comprising at least one spray arm (5, 6) which is arranged in a rotatable manner in the working chamber (2), and comprising a metering apparatus (9) for supplying and metering a substance, such as detergent, rinse aid etc., into the working chamber (2), which metering apparatus is designed as an insert part comprising a housing for insertion into a recess in an inner wall of the working chamber, for example in the door of the working chamber, and comprising a sensor unit (11) for identifying a spray arm movement in the working chamber of the dishwasher, which sensor unit is arranged at least partially in a housing of the metering apparatus, wherein the sensor unit (11) comprises at least one infrared transmitter (12) and/or one infrared receiver (13), characterized in that the housing (19) of the metering apparatus (9) has guide elements (20) in order to keep the beam path of the infrared light at least partially free of water running off from the housing, and/or in that the inner wall of the working chamber (2) has guide elements (20) in order to keep water which is running off away from the beam path of the infrared light.
     
    2. Dishwasher according to Claim 1, characterized in that the spray arm (5, 6) and/or a jet of water or washing solution from a spray nozzle crosses the beam path of the infrared transmitter (12) and/or infrared receiver (13) during the rotation of the spray arm.
     
    3. Dishwasher according to either of the preceding claims, characterized in that the spray arm (5, 6) comprises a reflector for infrared light.
     
    4. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterized in that the housing (19) of the metering apparatus (9) is of water-tight design.
     
    5. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterized in that the guide elements are designed as a roof (20) over an infrared-permeable passage in the housing (19) of the metering apparatus (9).
     
    6. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterized in that the sensor unit (11) is arranged such that it is not situated directly in a jet of water from a spray arm nozzle.
     
    7. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterized in that the time sequence of the sensor signal is detected and an evaluation unit is provided in order to detect the periodicity or frequency of the sensor signal which is induced by the rotating spray arm.
     
    8. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterized in that an analog evaluation circuit is provided.
     


    Revendications

    1. Lave-vaisselle pourvu d'un compartiment de travail (2), comprenant au moins un bras de pulvérisation (5, 6) disposé en rotation dans le compartiment de travail (2), et un dispositif de dosage (9) servant à alimenter et à doser une substance, telle qu'un produit nettoyant, un produit de rinçage, etc., dans le compartiment de travail (2) et qui est réalisé sous forme d'insert pourvu d'un boîtier à insérer dans un évidement d'une paroi intérieure du compartiment de travail, par exemple dans la porte du compartiment de travail, et une unité de détection (11) servant à détecter un mouvement de bras de pulvérisation dans le compartiment de travail du lave-vaisselle et qui est disposée au moins partiellement dans un boîtier du dispositif de dosage, l'unité de détection (11) comprenant au moins un émetteur infrarouge (12) et/ou un récepteur infrarouge (13),
    caractérisé en ce que le boîtier (19) du dispositif de dosage (9) présente des éléments de guidage (20) afin de garder la trajectoire du faisceau de la lumière infrarouge au moins partiellement libre de l'eau s'écoulant du boîtier, et/ou en ce que la paroi intérieure du compartiment de travail (2) présente des éléments de guidage (20) afin d'éloigner l'eau d'écoulement de la trajectoire du faisceau de la lumière infrarouge.
     
    2. Lave-vaisselle selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bras de pulvérisation (5, 6) et/ou un jet d'eau ou de lessive d'une buse de pulvérisation croise la trajectoire du faisceau de l'émetteur infrarouge (12) et/ou du récepteur infrarouge (13) pendant la rotation du bras de pulvérisation.
     
    3. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le bras de pulvérisation (5, 6) comprend un réflecteur pour la lumière infrarouge.
     
    4. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (19) du dispositif de dosage (9) est réalisé de manière étanche à l'eau.
     
    5. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de guidage sont réalisés sous forme de toit (20) sur un passage laissant passer l'infrarouge du boîtier (19) du dispositif de dosage (9).
     
    6. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de détection (11) est disposée de telle sorte qu'elle ne se trouve pas directement dans un jet d'eau d'une buse de bras de pulvérisation.
     
    7. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la courbe de temps du signal de capteur est détectée et une unité d'évaluation est prévue pour détecter la périodicité ou la fréquence du signal de capteur provoqué par le bras de pulvérisation tournant.
     
    8. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un circuit d'évaluation analogique est prévu.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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