Einleitung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit in
einem Raum, umfassend ein Gehäuse mit einem Lufteintrittsquerschnitt und einem Luftaustrittsquerschnitt,
eine Ventilatoreinheit zum Ansaugen von Raumluft, einen Kälteerzeuger, mittels dem
die angesaugte Luft unterhalb eines Taupunkts abkühlbar ist und eine Kondensatwanne,
mittels der ausfallendes Kondensat sammelbar ist.
[0002] Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit
in einem Raum.
Stand der Technik
[0003] Vorrichtungen zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit eines Raumes sind aus dem Stand
der Technik vielseitig bekannt. Insbesondere beim Neubau von Gebäuden oder bei der
Behebung von Feuchteschäden eines Bauwerks werden so genannte Bautrockner verwendet,
die der Umgebungsluft Feuchtigkeit entziehen sollen. Dabei wird der Effekt genutzt,
dass an kalten Oberflächen Tauwasser ausfällt. Die feuchte Luft wird durch den Bautrockner
gesogen und an darin befindlichen Kühlrippen entlang geführt, die die eintretende
Luft auf eine Temperatur unterhalb des Taupunktes abkühlen. Hierdurch sammelt sich
an den Kühlrippen Kondensat an, das davon abtropft und in einem entsprechenden Behältnis
gesammelt und gegebenenfalls abgeführt wird.
[0004] Aus der
DE 10 2013 012 268 A1 geht eine Vorrichtung zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit hervor, die einen Ventilator
zum Ansaugen der feuchten Luft, einen Verdampfer zum Auskondensieren des Wassers aus
der Luft und einen Kondensator zum Wiedererwärmen der getrockneten Luft umfasst. Zusätzlich
zu der Entfeuchtung der Luft soll die Vorrichtung auch filtergängige Schmutzpartikel
und geruchsbildende Moleküle abscheiden, was durch das Passieren von Luft durch einen
lonisator erfolgt. Allerdings werden mittels der bekannten Vorrichtung zwei voneinander
separate Luftströme behandelt, einerseits hinsichtlich einer Entfeuchtung und andererseits
hinsichtlich einer Reinigung, wobei die beiden Luftströme nach dem Austreten aus der
Vorrichtung so gegen eine Raumwand gerichtet werden sollen, dass sie wieder vermischt
werden.
[0005] Typischerweise werden Bautrockner manuell ein- und ausgeschaltet, wobei manche Bautrockner
über eine Abschaltautomatik verfügen, die dann eine Abschaltung vorsieht, wenn beispielsweise
der maximale Füllstand des Kondensatbehältnisses erreicht ist.
Aufgabe
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Verringerung der
Luftfeuchtigkeit so weiter zu entwickeln, dass der Betrieb derselben automatisiert
abläuft. Analog soll diese Aufgabe auch im Hinblick auf das erfindungsgemäße Verfahren
erreicht werden.
Lösung
[0007] Ausgehend von der eingangs genannten Vorrichtung wird die vorstehende Aufgabe durch
eine Einrichtung zur Messung der Lufttemperatur der in das Gehäuse eintretenden Raumluft,
eine Einrichtung zur Messung der Luftfeuchte der in das Gehäuse eintretenden Raumluft,
eine Einrichtung zur Messung der Oberflächentemperatur einer Raumbegrenzungsfläche
des Raums und eine Steuerungseinrichtung zur Auswertung der gemessenen Werte sowie
zur Ansteuerung der Vorrichtung gelöst.
[0008] Als Raumbegrenzungsflächen kann beispielsweise eine Raumwand, eine Raumdecke oder
der Boden oder ähnliches aufgefasst werden.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung verfügt demnach über Mittel zur Feststellung der
Temperatur und Feuchtigkeit der Raumluft sowie zur Feststellung der Oberflächentemperatur
einer Raumbegrenzungsfläche, so dass in Abhängigkeit der gemessenen Werte ein An-
oder Ausschalten der Vorrichtung erfolgen kann. Insbesondere ist ein Betrieb der Vorrichtung
dann sinnvoll, wenn die Gefahr von Tauwasserausfall an der Oberfläche der Raumwand
besteht, also dann, wenn die Oberflächentemperatur der Raumwand unterhalb des Taupunkts
liegt, der aus der Raumlufttemperatur und Raumluftfeuchte berechenbar ist. Ein wesentlicher
Aspekt ist demnach die Raumfeuchte und die Raumwandoberflächentemperatur. Die Steuerungseinrichtung
wertet die gemessenen Werte aus und schaltet die Vorrichtung im Bedarfsfall ein. Umgekehrt
erfolgt die Abschaltung der Vorrichtung, wenn sich die gemessenen Werte insofern geändert
haben, dass ein Tauwasserausfall an der Oberfläche der Raumwand nicht mehr entstehen
kann. Die Messung der Temperatur und Feuchtigkeit der Raumluft kann innerhalb oder
außerhalb des Gehäuses erfolgen.
[0010] Im Falle des Betriebs der Vorrichtung ist eine Messung der drei vorgenannten Werte
alle 15 bis 30 Minuten sinnvoll. Sind die Feuchtebedingungen in dem Raum unbedenklich
und ist die Vorrichtung nicht in Betrieb, reicht es aus, wenn jede Stunde eine Messung
der Temperaturen und Luftfeuchtigkeit erfolgt. Selbstverständlich ist eine sinnvolle
Taktung von mehreren Faktoren, wie beispielsweise des Raumvolumens, abhängig, so dass
auch andere Taktungen denkbar sind. Ebenso ist anstelle einer getakteten Messung eine
kontinuierliche Messung der Werte möglich.
[0011] Die Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass sie automatisiert betrieben werden
kann und ein manuelles Ein- und Ausschalten entbehrlich ist.
[0012] Die einzelnen Einrichtungen und Komponenten der erfindungsgemäßen Vorrichtungen können
innerhalb des Gehäuses oder aber auch außerhalb des Gehäuses angeordnet sein. Auch
ist es denkbar, beispielsweise die Einrichtungen zur Temperaturmessung und Feuchtemessung
in einer separaten Einheit unterzubringen. Auch kann die Steuerungseinrichtung als
separate Einheit vorgesehen werden.
[0013] Der Kälteerzeuger der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann einen Kältemittelkreislauf
umfassen. Beispielsweise kann es sich um eine elektrisch betriebene Kompressionskältemaschine
handeln, bei der ein Kältemittel in einem geschlossenen Kreislauf geführt wird. Flüssiges
Kältemittel wird in einem Verdampfer in einen gasförmigen Zustand überführt, wobei
Kälte entsteht. Diese Kälte wird genutzt, um die Feuchtigkeit der Raumluft zu kondensieren.
Das gasförmige Kältemittel wird dann über einen Kompressor wieder verflüssigt, wobei
Wärme entsteht. Die bei der Kompression erzeugte Wärme kann zur Wärmerückgewinnung
verwendet werden, indem die entfeuchtete Raumluft an einem mit dem Kompressor gekoppelten
Wärmeüberträger vorbeigeführt wird. Die die Vorrichtung über die Luftaustrittsfläche
verlassene, entfeuchtete Raumluft ist somit (wegen der reduzierten Wärmekapazität
nach der Entfeuchtung) auch wärmer als die vormals in die Vorrichtung eintretende
Raumluft. Andere Arten eines Kältemittelkreislaufs sind gleichfalls denkbar.
[0014] Alternativ kann der Kälteerzeuger auch von einem Peltier-Element gebildet werden.
Auf diese Weise lässt sich elektrische Energie direkt in Kälte umwandeln.
[0015] Als Vorrichtung zur Messung der Oberflächentemperatur einer Wand des Raums eignet
sich insbesondere ein Infrarot-Temperaturmessgerät, das die Oberflächentemperatur
berührungslos misst. Somit ist es nicht erforderlich das Temperaturmessgerät an der
Wand zu installieren und möglicherweise eine Datenübertragung per Kabel oder Funk
zu ermöglichen, vielmehr kann sich das Infrarot-Temperaturmessgerät an der Vorrichtung
selbst befinden, beispielsweise im Bereich der Steuerungseinrichtung.
[0016] Die Erfindung vorteilhaft ausgestaltend ist ein Heizregister vorgesehen, mittels
dem die entfeuchtete Luft vor Austritt aus dem Luftaustrittsquerschnitt erwärmbar
ist. Somit kann die Temperatur der entfeuchteten Luft - abgesehen von einer eventuellen
Erwärmung durch die zuvor erwähnte Wärmerückgewinnung - erhöht werden, wobei die Raumluft
jedoch nicht insgesamt erwärmt wird, sondern lediglich auf die Ausgangstemperatur.
Dieser Effekt hat wiederum zur Folge, dass die Raumluft bei gleichbleibender Raumtemperatur
weniger feucht ist.
[0017] Die Qualität der Raumluft kann ferner gesteigert werden, indem die erfindungsgemäße
Vorrichtung einen Filter aufweist, der in einem Bereich des Lufteintrittsquerschnitts
angeordnet ist. Die in die Vorrichtung strömende Raumluft passiert somit den Filter,
wobei es sich je nach gewünschten Anforderungen um mechanische oder chemische Filter
handeln kann. Im Sinne einer eventuell gewünschten Kompaktheit der Vorrichtung und
zum Schutz des Filters sollte der Filter in Strömungsrichtung der Raumluft betrachtet
hinter dem Lufteintrittsquerschnitt angeordnet sein, so dass dieser geschützt im Gehäuse
der Vorrichtung untergebracht ist.
[0018] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
der Luftaustrittsquerschnitt von einem Luftaustrittsquerschnitt mindestens einer Düse
gebildet wird, mittels der eine turbulente Strömung der aus dem Gehäuse austretenden
Luft erzeugbar ist. Infolge eines turbulent austretenden Volumenstroms aus der Vorrichtung
wird bei Austritt der entfeuchteten Luft eine Vermischung der entfeuchteten, eventuell
erwärmten, Luft mit der Raumluft hervorgerufen, so dass die Eigenschaften der Luft
in dem Raum insgesamt vergleichmäßigt werden. Selbstverständlich kann der Luftaustrittsquerschnitt
von mehreren Düsen gebildet werden.
[0019] Hinsichtlich eines Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 8 wird die zuvor
erwähnte Aufgabe durch eine Messung der Lufttemperatur der in das Gehäuse eintretenden
Raumluft, eine Messung der Luftfeuchte der in das Gehäuse eintretenden Raumluft, eine
Messung der Oberflächentemperatur einer Wand des Raums, eine Auswertung der gemessenen
Werte sowie eine Ansteuerung der Vorrichtung gelöst. Wie bereits zu der erfindungsgemäßen
Vorrichtung beschrieben, kann durch Auswertung der gemessenen Werte verfolgt werden,
ob Tauwasser an der Oberfläche der Wand des Raumes ausfällt oder nicht. In Abhängigkeit
der gemessenen Werte erfolgt eine Fortführung, Beendigung oder ein Beginn des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0020] Die Abkühlung der eintretenden Raumluft kann beispielsweise mittels eines Kältemittelkreislaufs
oder eines Peltier-Elements erfolgen.
[0021] Vorteilhafterweise wird die eintretende Raumluft nach dem Ausfall des Kondensats,
also der entfeuchtete Volumenstrom, so geführt, dass sie durch die bei der Kälteerzeugung
entstandene Abwärme ihrerseits erwärmt wird.
[0022] Um einen weiteren Heizeffekt zu erzielen, kann gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vorgesehen sein, dass die entfeuchtete Raumluft mittels eines Heizregisters
erwärmt wird.
[0023] Ferner kann es vorgesehen sein, dass die eintretende Raumluft gefiltert wird, wobei
mechanische Filter Verwendung finden können.
[0024] Wird die entfeuchtete Raumluft über mindestens eine Düse turbulent aus dem Gehäuse
ausgeströmt, so vermischt sich der entfeuchtete Volumenstrom mit der Raumluft und
es entstehen homogene Luftverhältnisse.
[0025] Schließlich sei angemerkt, dass die verschiedenen Merkmale der Unteransprüche je
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung
verwirklicht sein können.
Ausführungsbeispiel:
[0026] Die vorstehend beschriebene Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels,
das in den Figuren dargestellt ist, näher erläutert.
[0027] Es zeigt:
- Figur 1:
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung und
- Figur 2:
- schematische Darstellung der Vorrichtung aus Figur 1.
[0028] In der Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Verringerung der Luftfeuchte
in einem Raum 2 gezeigt, wobei die Vorrichtung 1 in Längsrichtung (Pfeil 3) geschnitten
ist. Die Vorrichtung 1 umfasst ein quaderförmiges Gehäuse 4, das aus einzelnen Blechabschnitten
5 zusammengesetzt ist. An einer Unterseite 6 des Gehäuses 4 sind zwei von vier Rollen
7 erkennbar, die ein Verfahren der Vorrichtung 1 ermöglichen. Die Vorrichtung 1 wird
entlang ihrer Längsrichtung (Pfeil 3) durchströmt, wobei der die Vorrichtung 1 durchströmende
Luftvolumenstrom an verschiedenen Etappen mittels Pfeilen 8, 9, 10, 11, 12 dargestellt
ist. Raumluft (Pfeil 8) wird über einen Ventilator 13, der in Strömungsrichtung 14
betrachtet an einem Ansaugende des Gehäuses 4 angeordnet ist, in das Gehäuse 4 gesogen,
wobei die Raumluft (Pfeil 8) ein Ansauggitter 15, das einen Lufteintrittsquerschnitt
16 in die Vorrichtung 1 definiert, sowie einen hinter dem Ansauggitter 15 befindlichen
Ansaugfilter 17 passiert. Die gefilterte Raumluft (Pfeil 9) strömt daraufhin in einen
Verdampfer 18, wo sie an dessen Kühlflächen so stark abgekühlt wird, dass Kondensat
ausfällt. Das Kondensat wird in einer Kondensatwanne 19 aufgefangen, die trichterförmig
ausgebildet ist und einen Ablauf 20 besitzt. An den Ablauf 20 schließt sich eine Rohrleitung
21 an, die an beziehungsweise durch das Gehäuse 4 führt, wo ein öffen- und schließbarer
Kondensatablaufstutzen 22 positioniert ist.
[0029] Ausgehend von dem Verdampfer 18 gelangt die nunmehr entfeuchtete Raumluft in eine
Kammer 23, in der auf sie Kondensationswärme eines Kältemittels, das von einem unterhalb
der Kammer 23 befindlichen Kompressors 24 verdichtet wird, übertragen wird. Dabei
wird die eingangs gekühlte und entfeuchtete Raumluft wieder erwärmt und verlässt die
Kammer 23 als entfeuchtete, erwärmte Raumluft (Pfeil 10). Der Verdampfer 18, der Kompressor
24, ein nicht gezeigtes Expansionsventil und Wärmetauscherflächen der Kammer 23 bilden
Bauteile eines Kältemittelkreislaufs. Typischerweise ist der Kondensationstrockner
25 elektrisch betrieben.
[0030] Nach dem Austritt der entfeuchteten Raumluft aus der Kammer 23 wird die Raumluft
(Pfeil 10) durch ein elektrisch betriebenes Heizregister 26 geführt, wo sie weiter
erwärmt wird. Anschließend passiert die gekühlte, entfeuchtete und wieder erwärmte
Raumluft den Ventilator 13 und gelangt über Düsen 27 aus der Vorrichtung 1 in den
Raum 2 zurück. In der Figur 1 sind zwei von vier oder sechs Düsen 27 erkennbar. Die
Summe der Luftaustrittsquerschnitte 28 der Düsen 27 bildet den gesamten Luftaustrittsquerschnitt
der Vorrichtung 1. Der Volumenstrom (Pfeil 12) verlässt die Düsen 27 als turbulenter
Volumenstrom, der sich mit umgebender unbehandelter Raumluft mischt. Hierdurch entstehen
gleichmäßige Luftverhältnisse und einer Luftschichtung wird vorgebeugt.
[0031] Die Anordnung des Heizregisters 26 ist optional, wobei es bei der Anordnung desselben
von Vorteil ist, wenn zusätzlich noch ein Sicherheitstemperaturbegrenzer 29 nachgeschaltet
ist, mittels dem das Heizregister 26 ausschaltbar ist, wenn die entfeuchtete und erwärmte
Raumluft einen oberen Grenzwert überschreitet.
[0032] Kurz bevor die Raumluft in die Düsen 27 gelangt, kann ein Strömungswächter 30 angeordnet
sein. Wird von dem Strömungswächter 30 keine Luftströmung mehr wahrgenommen, wird
die Vorrichtung 1 ebenfalls abgeschaltet.
[0033] In einem Bereich zwischen dem Lufteintrittsquerschnitt 16 in die Vorrichtung 1 und
dem Verdampfer 18 ist eine Einrichtung 31 zur Messung der Lufttemperatur und eine
Einrichtung 32 zur Messung der Luftfeuchtigkeit angeordnet, so dass die Temperatur
und die Feuchtigkeit der in die Vorrichtung 1 eintretenden Raumluft 8 gemessen werden.
Ferner ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 mit einer Einrichtung 33 zur Messung
der Oberflächentemperatur in Form eines Temperatursensors ausgestattet, der mittels
Infrarot die Temperatur einer nicht in der Figur dargestellten Raumwandoberfläche
misst. Alle gemessenen Daten werden an eine Steuerungseinrichtung 34 zur Auswertung
der erfassten Werte geleitet, wobei die Steuerungseinrichtung 34 ferner zur Ansteuerung
der Vorrichtung 1 dient. Ergeben die gemessenen Werte, dass ein Tauwasserausfall an
der Raumwandoberfläche auftritt, so wird die Vorrichtung 1 eingeschaltet. Ist ein
Tauwasserausfall an der Raumwandoberfläche nicht oder nicht mehr zu erwarten, bleibt
die Vorrichtung 1 ausgeschaltet oder wird ausgeschaltet. Die Steuerungseinrichtung
34 ist in der Figur 1 auf dem Gehäuse 4 angeordnet und an selbigem befestigt.
[0034] In der Figur 2 ist ein Ablaufschema bezüglich der Funktion der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1 aus Figur 1 dargestellt, wobei eine Raumwand 35 angedeutet ist. In der
Figur 2 sind die Einrichtungen zur Messung der Temperatur 31, zur Messung der Luftfeuchtigkeit
32 und zur Messung der Oberflächentemperatur 33 in einer Einheit zusammengefasst,
wobei die erfassten Daten an die Steuerungseinrichtung 34 weitergegeben werden. Ist
auf Basis der in der Steuerungsvorrichtung 34 ausgewerteten Daten ein Betrieb der
Vorrichtung 1 sinnvoll, wird diese automatisch von der Steuerungsvorrichtung 43 in
Betrieb genommen, was bedeutet, dass ein Einschalten des Ventilators 13 des Kondensationstrockners
25 und des Heizregisters 26 erfolgt. Die Raumluft (Pfeil 8) wird entfeuchtet und erwärmt
und verlässt die Vorrichtung 1 durch die Düsen 27.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Raum
- 3
- Pfeil
- 4
- Gehäuse
- 5
- Blechabschnitt
- 6
- Unterseite
- 7
- Rolle
- 8 bis 12
- Pfeil
- 13
- Ventilator
- 14
- Strömungsrichtung
- 15
- Ansaugfilter
- 16
- Lufteintrittsquerschnitt
- 17
- Ansaugfilter
- 18
- Verdampfer
- 19
- Kondensatwanne
- 20
- Ablauf
- 21
- Rohrleitung
- 22
- Kondensatablaufstutzen
- 23
- Kammer
- 24
- Kompressor
- 25
- Kondensationstrockner
- 26
- Heizregister
- 27
- Düsen
- 28
- Luftaustrittsquerschnitt Düse
- 29
- Sicherheitstemperaturbegrenzer
- 30
- Strömungswächter
- 31
- Einrichtung zur Messung der Temperatur
- 32
- Einrichtung zur Messung der Feuchtigkeit
- 33
- Temperatursensor
- 34
- Steuerungseinrichtung
- 35
- Raumwand
1. Vorrichtung (1) zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit in einem Raum (2), umfassend
ein Gehäuse (4) mit einem Lufteintrittsquerschnitt (16) und einem Luftaustrittsquerschnitt,
eine Ventilatoreinheit (13) zum Ansaugen von Raumluft (Pfeil 8), einen Kälteerzeuger,
mittels dem die angesaugte Luft unterhalb eines Taupunkts abkühlbar ist, eine Kondensatwanne
(19), mittels der ausfallendes Kondensat sammelbar ist, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (31) zur Messung der Lufttemperatur der in das Gehäuse (4) eintretenden
Raumluft (Pfeil 8), eine Einrichtung (32) zur Messung der Luftfeuchte der in das Gehäuse
(4) eintretenden Raumluft (Pfeil 8), eine Einrichtung (33) zur Messung der Oberflächentemperatur
einer Raumbegrenzungsfläche des Raums und eine Steuerungseinrichtung (34) zur Auswertung
der gemessenen Werte sowie zur Ansteuerung der Vorrichtung (1).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kälteerzeuger einen Kältemittelkreislauf umfasst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kälteerzeuger von einem Peltier-Element gebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (33) zur Messung der Oberflächentemperatur einer Raumbegrenzungsfläche
ein Infrarot-Temperaturmessgerät ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein Heizregister (26), mittels dem die entfeuchtete Luft (Pfeil 10) vor Austritt
aus dem Luftaustrittsquerschnitt erwärmbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Filter (15), der in einem Bereich des Lufteintrittsquerschnitts (16) der Vorrichtung
(1) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftaustrittsquerschnitt von einem Luftaustrittsquerschnitt (28) mindestens einer
Düse (27) gebildet wird, mittels der eine turbulente Strömung der aus dem Gehäuse
(4) austretenden Luft erzeugbar ist.
8. Verfahren zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit in einem Raum (2), bei dem Raumluft
(Pfeil 8) mittels einer Ventilatoreinheit (13) über einen Lufteintrittsquerschnitt
(16) in ein Gehäuse (4) gesogen, mittels eines Kälteerzeugers unterhalb eines Taupunkts
abgebkühlt und über einen Luftaustrittsquerschnitt aus dem Gehäuse (4) gedrückt wird,
wobei ausfallendes Kondensat in einer Kondensatwanne (19) gesammelt wird, gekennzeichnet durch eine Messung der Lufttemperatur der in das Gehäuse (4) eintretenden Raumluft (Pfeil
8), eine Messung der Luftfeuchte der in das Gehäuse (4) eintretenden Raumluft (Pfeil
8), eine Messung der Oberflächentemperatur einer Raumbegrenzungsfläche des Raums (2),
eine Auswertung der gemessenen Werte sowie eine Ansteuerung der Vorrichtung (1).
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkühlung der eintretenden Raumluft (Pfeil 8) mittels eines Kältemittelkreislaufs
erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkühlung der eintretenden Raumluft (Pfeil 8) über ein Peltier-Element erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die eintretende Raumluft (Pfeil 8) nach dem Ausfall des Kondensats so geführt wird,
dass sie durch bei der Kälteerzeugung entstandene Abwärme erwärmt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die entfeuchtete Raumluft (Pfeil 10) mittels eines Heizregisters (26) erwärmt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die eintretende Raumluft (Pfeil 8) gefiltert wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die entfeuchtete Raumluft (Pfeil 10) über mindestens eine Düse (27) turbulent aus
dem Gehäuse (4) ausgeströmt wird.