[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Brandwarnmelder gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Rauchwarnmelder dienen allgemein der frühzeitigen Erfassung und akustischer Meldung
von beginnenden Bränden in Gebäuden. Bei der Detektion eines Brandes wird ein dauerhafter,
alarmierender Signalton vom Rauchmelder abgegeben, um anwesende Personen frühzeitig
vor Bränden oder Brandrauch zu warnen.
[0003] Die Installation, Wartung und Funktionsweise solcher Rauchwarnmelder ist in der Norm
DIN 14676 geregelt und sieht vor, dass die Rauchwarnmelder möglichst richtungsunabhängig
über eine akustische und idealerweise auch über eine optische Signalisierung auslösen
sollen, d.h. das Verhältnis bestes/ schlechtestes Auslöseverhalten darf den Faktor
1,6 nicht überschreiten.
[0004] Für die akustische Signalisierung wird üblicherweise ein Signalgeber und für die
optische Signalanzeigen eine Leuchtdiode (LED) verwendet, wobei deren Leuchtsignale
an die Gehäuseaußenseite geführt werden.
[0005] Die Platzierung, insbesondere der Leuchtdiode, führt dazu, dass dieses Bauteil negativen
Einfluss auf das Strömungsverhalten innerhalb des Rauchwarnmelders bedingt, das sich
aus erzeugten Verwirbelungen ergibt, die ein Eindringen des Brandrauch in die Rauchmesszelle
verzögern und dadurch den Faktor bezüglich des Verhältnisses bestes / schlechteste
Auslöseverhalten negativ ansteigen lässt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rauchwarnmelder anzugeben, dessen
Bauteile so platziert sind, dass diese das Strömungsverhalten der einströmenden Luft
im Rauchwarnmelder verbessern und eine Reduzierung der aerodynamischen Turbulenzen
durch optische Signalanzeigen bedingen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Rauchwarnmelder mit einem Gehäuse, einem akustischem
Signalgeber, einer Lichtquelle, einer Vielzahl von im Gehäuse angeordneten Einström-
oder Eintrittsöffnungen, einer Rauchmesszelle zur Detektion von einströmender Luft
auf Rauchpartikel und wenigstens einer im Gehäuseinnenraum angeordneten Vorrichtung
zur Strömungsführung der einströmenden Raumluft mit den Merkmalen des Anspruches 1
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung,
den Figuren und den weiteren Ansprüchen.
[0008] Erfindungsgemäß ist in die Vorrichtung zur Strömungsführung wenigstens ein Lichtleiter
integriert, welcher das Licht der Lichtquelle, vorzugsweise einer Leuchtdiode oder
einer Laserdiode, an die Gehäuseaußenseite führt, um die von den Lichtquellen ausgehenden
aerodynamischen Verwirbelungen zu vermeiden und den Brandrauch ohne Verzögerungen
von der Raucheintrittsöffnung in die Rauchmesszelle zu führen.
[0009] Die Vorrichtung zur Strömungsführung der einströmenden Raumluft ist vorzugsweise
aus mehreren rippen-, steg- oder strebenförmigen Bauteilen gebildet, welche beispielsweise
aus einem Kunststoff gefertigt sind.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rauchwarnmelders ist wenigstens
eines der steg- oder strebenförmigen Bauteile der Vorrichtung zur Strömungsführung
mit einem innenliegenden Bauraum versehen, welcher den Lichtleiter aufnimmt.
[0011] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine
Reduzierung von aerodynamischen Turbulenzen durch optische Signalanzeigen erreicht
wird und ein negativer Einfluss, der sich insbesondere durch die Anordnung der Lichtquelle
im Gehäuse des Rauchwarnmelders ergibt, kompensiert wird.
[0012] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen beispielhaften erfindungsgemäßen Rauchwarnmelder, und
- Fig. 2
- eine Sicht in den Innenraum des beispielhaften erfindungsgemäßen Rauchwarnmelders.
[0013] In der Fig. 1 ist eine beispielhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rauchwarnmelders
dargestellt, dessen Gehäuse 1 mit umlaufenden Einström- oder Eintrittsöffnungen 5
für die in den Innenraum des Rauchmelders einströmende Raumluft sowie einer Lichtquelle
4 ausgestattet ist. Die Einström- oder Eintrittsöffnungen 5 ermöglichen eine Durchströmung
des Rauchmelders mit Raumluft, eine Detektion auf eventuell vorhandene Rauchpartikel
und wirken mit einer im Innenraum des Gehäuses angeordneten Vorrichtung zur Strömungsführung
der einströmenden Raumluft zusammen.
[0014] Die Lichtquelle 4 ist mit einem Lichtleiter 3 verbunden, wobei der Lichtleiter an
der im montierten Zustand von der Wand abweisenden Seite des Rauchwarnmelders zugänglich
ist. Der Lichtleiter 3 ist zu einer im Gehäuse 1 des Rauchwarnmelders vorgesehenen
Ausnehmung geführt. Erfindungsgemäß ist der Lichtleiter 4 in eine Vorrichtung zur
Strömungsführung integriert, welches
Fig. 2 zeigt. Optional können auch mehrere Lichtleiter 3 darin integriert sein.
[0015] Fig. 2 zeigt eine Sicht in den Innenraum des beispielhaften an der Decke 8 eines Raumes
befestigten erfindungsgemäßen Rauchwarnmelders mit einer Vielzahl von Raucheintrittsöffnungen
5, die den Brandrauch ohne Verzögerungen zur Rauchmesszelle 6 führen. Für die akustische
Signalisierung wird ein akustischer Signalgeber 7 und für die optische Signalanzeigen
die Leuchtdiode 4 verwendet.
[0016] Im Innenraum des Gehäuses 1 ist die Einrichtung zur Strömungsführung 2 erkennbar,
die in der gezeigten Ausführungsform aus mehreren, vorzugsweise aus einem transparenten
Kunststoff, gefertigten steg- oder rippenförmigen Bauteilen gebildet ist, welche die
Rauchführung innerhalb des Rauchwarnmelders gleichmäßig und ohne Umwege direkt in
eine im Gehäuseinnenraum befindliche Rauchmesszelle 6 zur Detektion von einströmender
Luft auf Rauchpartikel führen.
[0017] Eines der steg- oder rippenförmigen Bauteile, sogenannte Guider 2' sind wie in der
Fig. 2 gezeigten beispielhaften Form als Kunststoffstrebe 2' so gestaltet, dass sie
in ihrer Funktion zusätzlich als Lichtleiter 3 genutzt werden. Dazu ist erfindungsgemäß
in der hier gezeigten Ausführungsform wenigstens ein Lichtleiter 3 vom Bauraum des
als Rippe oder Strebe ausgeführten Bauteiles 2' aufgenommen, beispielsweise eingegossen
oder eingesteckt, wobei der Lichtleiter 3 das Licht der Lichtquelle 4 an die Gehäuseaußenseite
gemäß der Darstellung in
Fig. 1 führt.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 1
- Gehäuse des Brandwarnmelders
- 2
- Vorrichtung zur Strömungsführung der einströmenden Luft, steg- oder steg-, streben-
oder rippenförmiges Bauteil, Rippe, Steg, Strebe
- 2'
- Bauteil 2 mit integriertem Lichtleiter
- 3
- Lichtleiter
- 4
- Lichtquelle, Leuchtdiode, Laserdiode
- 5
- Einström- oder Eintrittsöffnungen,
- 6
- Rauchmesszelle
- 7
- Signalgeber
- 8
- Wand, Decke eines Raumes
1. Rauchwarnmelder mit einem Gehäuse (1), einem akustischem Signalgeber (7), einer Lichtquelle
(4), einer Vielzahl im Gehäuse (1) angeordneten Eintrittsöffnungen (5), einer Rauchmesszelle
(6) zur Detektion von einströmender Raumluft auf Rauchpartikel und wenigstens einer
im Gehäuseinnenraum angeordneten Vorrichtung zur Strömungsführung (2, 2') der einströmenden
Raumluft, dadurch gekennzeichnet, dass in die Vorrichtung zur Strömungsführung (2') wenigstens ein Lichtleiter (3) integriert
ist, welcher das Licht der Lichtquelle (4) an die Gehäuseaußenseite führt.
2. Rauchwarnmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die Vorrichtung zur Strömungsführung (2, 2') aus mehreren rippen-, steg- oder strebenförmigen
Kunststoffbauteilen gebildet ist.
3. Rauchwarnmelder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Strömungsführung (2') als Lichtleiter (3) ausgebildet ist.
4. Rauchwarnmelder einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der rippen-, strebe- oder stegförmigen Bauteile (2') der Vorrichtung
zur Strömungsführung (2, 2') mit einem innenliegenden Bauraum versehen ist, welcher
den Lichtleiter (3) aufnimmt.
5. Rauchwarnmelder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtquelle (8) eine Leuchtdiode oder eine Laserdiode eingesetzt ist.