[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Anschlussadapter zum Verbinden eines elektrischen
Geräts mit einem Anschlussmittel einer elektrischen Anlage, sowie ein entsprechendes
System und eine entsprechende elektrische Anlage.
[0002] Bei Powerline Communication-Systemen wird ein Energieversorgungsnetzwerk zum Austausch
von Kommunikationssignalen zwischen den Teilnehmern des Systems genutzt. Die zu übertragenden
Daten werden im höherfrequenten Bereich auf eine oder mehrere Leitungen des Energieversorgungsnetzwerks
moduliert, beispielsweise auf eine Phase relativ zum Neutralleiter oder zwischen zwei
Phasen. Bei der Breitbandvariante von Powerline Communication - Breitband-Powerline
(BPL) - werden beispielsweise häufig Signalanteile im Frequenzbereich zwischen 1 und
30 MHz verwendet. Zum Einkoppeln der Kommunikationssignale auf die Leitungen des Energieversorgungsnetzwerks
bzw. zum Auskoppeln von über das Energieversorgungsnetzwerk übertragenen Kommunikationssignalen
werden Koppler genutzt, die zudem die relativ hohe Netzspannung des Energieversorgungsnetzwerks
von der Kommunikationseinheit fernhalten. Die Koppler sind meist kapazitive Koppler,
die so dimensioniert sind, dass die niederfrequente Netzspannung des Energieversorgungsnetzwerks
signifikant reduziert oder gar vollständig blockiert wird und die Kommunikationssignale
weitgehend unverändert durchgelassen werden.
[0003] Zum Anschluss eines derartigen Kopplers ist es weit verbreitet, die Anschlusskabel
des Kopplers mit Anschlussmitteln einer elektrischen Anlage zu verbinden, die wiederum
mit dem Energieversorgungsnetzwerk verbunden ist. Häufig ist hierzu an dem jeweiligen
Anschlusskabel des Kopplers ein Kabelschuh, meist ein Ringkabelschuh, angebracht,
der mit einer der Anschlussklemmen der elektrischen Anlage verbunden wird. Beispielhaft
sei hierzu auf eine Niederspannungshochleistungssicherungslastleiste - kurz NH-Sicherungslastleiste
- verwiesen. Ein derartiges Anschlussszenarium ist in den Figuren 1 und 2 dargestellt.
Das Anschlussmittel ist hier durch eine M12-Schraube oder einen M12-Gewindebolzen
bzw. eine darauf aufgeschraubte Mutter gebildet, wobei auch andere Schrauben- bzw.
Gewindegrößen gebräuchlich sind, beispielsweise M8. An der M12-Schraube bzw. dem M12-Gewindebolzen
ist ein Kabelschuh (A) eines Hochspannungskabels (B) mittels einer ersten Schraubenmutter
(C) angeschlossen. In Fig. 2 ist zusätzlich eine zweite Schraubenmutter (D) an der
M12-Schraube/dem M12-Gewindebolzen vorhanden, mit der die erste Schraubenmutter (C)
gesichert wird. Das Anschlusskabel (E) des Kopplers weist einen Kabelschuh (F) auf,
der mit einer Spezialschraubenmutter (G) befestigt ist. All diese Komponenten, d.h.
der Kabelschuh (A) des Hochspannungskabels (B), die erste und zweite Schraubenmutter
(C, D), der Kabelschuh (F) des Anschlusskabels (E) des Kopplers und die Spezialschraubenmutter
(G), sind auf der M12-Schraube bzw. dem M12-Gewindebolzen angeordnet. Es ist zu erkennen,
dass für diese Anschlussmöglichkeit zwei Voraussetzungen erfüllt sein müssen:
- 1. Das Gewinde der Anschlussschraube muss ausreichend lang sein, um alle für den Anschluss
notwendigen Komponenten tragen zu können.
- 2. Das überstehende Gewinde muss nach vorne zeigen, d.h. es muss für die Installation
des Kopplers zugänglich sein.
[0004] Bei vielen Installationen sind jedoch nicht beide dieser - trivial klingenden - Voraussetzungen
erfüllt, da derartige Anlagen üblicherweise lediglich für den Anschluss eines Hochspannungskabels
konzipiert werden. So ist häufig das verbleibende Gewinde zu kurz, um ein sicheres
und zuverlässiges Befestigen des Anschlusskabels des Kopplers an der Schraube zu gewährleisten.
Auch die zweite Anforderung ist bei vielen elektrischen Anlagen nicht erfüllt, da
die Schrauben in Richtung der elektrischen Anlage verbaut sind und das Gewinde damit
für eine weitere Installation nicht zugänglich ist. Wenn nur eine der beiden Voraussetzungen
nicht erfüllt ist, sind umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig, um die Installationsvoraussetzungen
zu schaffen. Diese Umbaumaßnahmen sind zeitaufwändig und damit kostenintensiv. Ferner
ist für den Umbau die sonst übliche Installation an einer spannungsführenden Anlage
aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen, so dass die elektrische Anlage für die Umbauarbeiten
abgeschaltet werden muss, was die Kosten weiter erhöht.
[0005] Ein anderes Problem bei der Verwendung der zuvor beschriebenen Spezialmutter ist
der Bedarf an einem relativ großen Bauraum. Neben dem Platz für die Spezialmutter
wird Platz für die zweite Schraubenmutter benötigt. Gleichzeitig muss ein Mindestabstand
zu der Gehäusewandung, im vorliegenden Fall üblicherweise eine Gehäusetüre, verbleiben.
Nicht in allen Einbausituationen ist dieser benötigte Bauraum verfügbar.
[0006] Auch wenn sich die voranstehenden Ausführungen auf den Anschluss eines BPL-Kopplers
an einer NH-Sicherungslastleiste beziehen, so wird ein Fachmann erkennen, dass die
voranstehend beschriebene Problematik bei verschiedensten Szenarien entstehen kann,
bei denen ein elektrisches Gerät direkt oder über Anschlussmittel einer elektrischen
Anlage an ein Energieversorgungsnetzwerk angeschlossen werden soll. Dabei kann das
Energieversorgungsnetzwerk sowohl Niederspannung, d.h. Wechselspannungen bis zu 1000
V, als auch Mittelspannung, d.h. Wechselspannungen über 1000 V bis 52 kV, führen.
Auch das Anschlussmittel muss nicht zwangsläufig eine Schraubverbindung sein, auch
wenn sich diese im Bereich der Energieversorgung als Quasistandard durchgesetzt hat.
Üblicherweise genügt es, wenn das Anschlussmittel im Wesentlichen prismenförmig ist,
wobei der Außenquerschnitt - nur um einige Beispiele zu nennen - rund, sechseckig
oder quadratisch sein kann.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anschlussmöglichkeit
für ein elektrisches Gerät an ein Anschlussmittel einer elektrischen Anlage zu schaffen,
die aufwändige Umbaumaßnahmen vermeidet, einen möglichst geringen Platzbedarf hat
und einen einfachen und sicheren Anschluss des elektrischen Gerätes ermöglicht.
[0008] Erfindungsgemäß ist die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1
gelöst. Danach umfasst der in Rede stehende Anschlussadapter einen Grundkörper, wobei
in dem Grundkörper eine Ausnehmung zum zumindest teilweisen Umschließen des Anschlussmittels
und ein Geräteanschluss zum Verbinden des elektrischen Geräts ausgebildet sind, wobei
der Geräteanschluss in einer Richtung senkrecht zu einer Achse der Ausnehmung von
der Ausnehmung beabstandet ist, wobei in der Ausnehmung eine Klemmzunge ausgebildet
ist, die bei montiertem Anschlussadapter zum Ausüben einer Klemmkraft auf das Anschlussmittel
ausgebildet ist.
[0009] Hinsichtlich eines Systems sowie einer elektrischen Anlage ist die voranstehende
Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche 12 und 16 gelöst.
[0010] In erfindungsgemäßer Weise ist zunächst erkannt worden, dass selbst bei sehr beengten
Installationssituationen stets ausreichend Platz für das Handhaben des Anschlussmittels
vorhanden ist. Im Falle einer M12-Schraube bzw. einer M12-Schraubenmutter bedeutet
dies, dass zumindest soviel Platz zur Verfügung steht, dass eine passende Stecknuss
eines Steckschlüsselsatzes auf die M12-Schraubenmutter gesteckt und damit die Schraubenmutter
angezogen oder gelöst werden kann. Da dieser Platz lediglich dann frei zugänglich
sein muss, wenn Änderungen an den mit dem Anschlussmittel verbundenen Hochspannungskabeln
durchgeführt werden, steht dieser Platz für den Anschluss eines elektrischen Geräts
zur Verfügung. Erfindungsgemäß ist daher ein Anschlussadapter bereitgestellt, der
diesen Platz nutzt und ein Verbinden des elektrischen Geräts mit dem Anschlussmittel
ermöglicht.
[0011] Erfindungsgemäß weist der Anschlussadapter einen Grundkörper auf, in dem eine Ausnehmung
ausgebildet ist. Diese Ausnehmung ist dazu ausgebildet, bei montiertem Anschlussadapter
das Anschlussmittel zumindest teilweise zu umschließen. Auf diese Weise kann - bei
geeigneter Anpassung der Ausnehmung auf das Anschlussmittel - eine formschlüssige
Verbindung zwischen Anschlussmittel und Anschlussadapter erreicht werden. Dies bedeutet,
dass Bewegungen in Richtungen senkrecht zu einer Achse der Ausnehmung weitgehend verhindert
werden. In den meisten Fällen wird diese Achse parallel zu der Richtung sein, in der
das Anschlussmittel bei der Montage in die Ausnehmung geführt wird. Diese Achse kann
zudem eine Symmetrieachse der Ausnehmung sein. Bei einer M12-Schraubenmutter kann
diese Achse beispielsweise eine Punktsymmetrieachse sein.
[0012] Zum sicheren Halten des Anschlussadapters auf dem Anschlussmittel ist in der Ausnehmung
eine Klemmzunge ausgebildet, die bei einem montierten Anschlussadapter eine Klemmkraft
auf das Anschlussmittel ausüben kann. Dadurch kann im montierten Zustand des Anschlussadapters
eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Anschlussadapter und Anschlussmittel hergestellt
werden.
[0013] Zum Verbinden des elektrischen Geräts an dem Anschlussadapter ist an dem Grundkörper
ein Geräteanschluss ausgebildet. Dieser Geräteanschluss ist dabei in einer Richtung
senkrecht zu der Achse der Ausnehmung beabstandet von der Ausnehmung ausgebildet.
Damit kann die Ausdehnung des Anschlussadapters in eine Richtung parallel zu der Achse
der Ausnehmung klein gehalten werden. Insgesamt entsteht damit eine platzsparende
und gleichzeitig sichere Anschlussmöglichkeit des elektrischen Geräts an dem Anschlussmittel
der elektrischen Anlage.
[0014] Das Anschlussmittel der elektrischen Anlage kann auf verschiedenste Weise gebildet
sein. Prinzipiell ist jeder elektrisch leitfähige Körper, der Teil der elektrischen
Anlage ist und mit einem Leiter eines Energieversorgungsnetzwerks verbunden ist, als
Anschlussmittel geeignet. Besonders gut eignen sich jedoch im Wesentlichen prismenförmige
Anschlussmittel, da dort eine große Kontaktfläche zwischen Anschlussmittel und Anschlussadapter
realisierbar ist. Dies begünstigt wiederum den durch die Klemmzunge verursachten Kraftschluss
zwischen Anschlussmittel und Anschlussadapter. Dabei kann dieses prismenförmige Anschlussmittel
über glatte Oberflächen verfügen oder auch strukturiert sein. Die Grundfläche des
prismenförmigen Anschlussmittels kann rund, quadratisch oder achteckig sein oder eine
andere polygonale Form aufweisen. Besonders bevorzugte Anschlussmittel sind jedoch
durch hexagonale Schraubköpfe, zylinderförmige Schraubköpfe (beispielsweise von Innensechskantschrauben)
oder hexagonalen Schrauben gebildet. Eine derartige Schraube bzw. Schraubenmutter
kann verschiedenste Abmaßungen aufweisen. Metrische Schrauben sind ebenso verwendbar
wie zöllische. In besonders bevorzugter Weise sind die Schrauben jedoch metrische
Schrauben, wobei in ganz besonders bevorzugter Weise eine M12- oder M8-Schraube verwendet
wird.
[0015] Auch die elektrische Anlage kann durch die verschiedensten Anlagen gebildet sein.
Dabei sollte die elektrische Anlage mit einem Energieversorgungsnetzwerk verbunden
sein, wobei das Energieversorgungsnetzwerk sowohl ein geografisch weit ausgedehntes
Netzwerk als auch ein Inselnetzwerk sein kann. Das Energieversorgungsnetzwerk kann
ein Niederspannungsnetzwerk oder ein Mittelspannungsnetzwerk sein. In besonders bevorzugter
Weise ist die elektrische Anlage eine Anlage, die bei der Verteilung von elektrischer
Energie genutzt wird, beispielsweise eine NH-Sicherungslastleiste, eine Schaltanlage
oder ein Transformator.
[0016] Auch hinsichtlich des anschließbaren elektrischen Geräts besteht kaum eine Einschränkung.
Hinsichtlich des Stroms, der über den Anschlussadapter zu oder von dem elektrischen
Gerät fließt, ist jedoch eine Einschränkung sinnvoll. Üblicherweise sollten die fließenden
Ströme nicht zu groß sein. So dürften beispielsweise Ströme im zweistelligen Ampere-Bereich
in vielen Anwendungsszenarien ungünstig sein. Vorzugsweise kommt der erfindungsgemäße
Anschlussadapter zum Anschließen eines Kopplers für Powerline Communication, insbesondere
eines BPL-Kopplers, oder eines Messgeräts zum Einsatz. Dort sind die fließenden Ströme
vergleichsweise klein und bewegen sich üblicherweise deutlich unterhalb von einem
Ampere.
[0017] Bezüglich des Materials des Anschlussadapters sind ebenso wenige Voraussetzungen
erforderlich. Wesentlich ist, dass der Anschlussadapter aus einem leitfähigen Material
gefertigt ist oder dass zumindest die Innenseite der Ausnehmung und/oder die Klemmzungen
elektrisch leitend mit dem Geräteanschluss verbunden ist/sind. Beispielhaft, jedoch
nicht auf diese Auflistung beschränkt, sei auf die Verwendung von Stahl, insbesondere
8.8-Stahl, Aluminium, Messing oder einem leitfähigen Polymer hingewiesen. Insbesondere
bei der Verwendung mit einem BPL-Koppler oder einem anderen elektrischen Gerät, das
höherfrequente Signale empfangen und/oder senden soll, empfiehlt es sich zudem zur
Vermeidung eines Sprungs im Wellenwiderstand, dass die Leitfähigkeit des Materials
des Anschlussadapters annähernd so groß ist wie die Leitfähigkeit des Anschlussmittels.
Besonders günstig sind die Verhältnisse dann, wenn der Anschlussadapter aus demselben
Material besteht wie das Anschlussmittel. Da der Anschlussadapter üblicherweise für
bekannte Anschlussszenarien gefertigt werden wird, ist das zu erwartende Material
des Anschlussmittels üblicherweise bekannt und damit diese Voraussetzungen in der
Praxis einfach zu realisieren. Ein gleiches Material zwischen Anschlussmittel und
Anschlussadapter empfiehlt sich auch zur Vermeidung von galvanischer Korrosion, insbesondere
wenn die elektrische Anlage, beispielsweise im Außenbereich eines Straßenverteilers
zu finden ist und eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erwarten ist.
[0018] Prinzipiell kann der Geräteanschluss zum Verbinden des elektrischen Geräts auf verschiedenste
Art und Weise gebildet sein. Wesentlich ist hierbei lediglich, dass der Geräteanschluss
ein sicheres Verbinden des elektrischen Geräts mit dem Anschlussadapter erlaubt. In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des Geräteanschlusses ist diese jedoch durch
eine erste Bohrung in dem Grundkörper gebildet. Auf diese Weise kann ein Anschlusskabel
des elektrischen Geräts mittels einer Schraube mit dem Anschlussadapter verbunden
werden, so dass auf diese Weise ein Geräteanschluss entsteht. Dies gelingt dann besonders
gut, wenn in der ersten Bohrung ein Innengewinde ausgebildet ist, das sich zumindest
über Teile der ersten Bohrung erstreckt. In diesem Fall kann eine Schraube zur Befestigung
eines Anschlusskabels des elektrischen Geräts in dieses Innengewinde in der ersten
Bohrung eingeschraubt und damit eine besonders einfache und sichere Verbindung des
Anschlusskabels des elektrischen Geräts mit dem Anschlussadapter erreicht werden.
[0019] Die Achse einer derartigen ersten Bohrung ist dabei vorzugsweise im Wesentlichen
parallel zur Achse der Ausnehmung angeordnet. Durch diese Anordnung entsteht bei sehr
vielen Installationsszenarien eine besonders günstige Handhabung des Anschlussadapters
und es wird eine einfache Installation begünstigt.
[0020] Bei der Ausgestaltung des Geräteanschlusses durch eine erste Bohrung kann die Beabstandung
des Geräteanschlusses von der Ausnehmung dadurch erreicht sein, dass sich die erste
Bohrung und die Ausnehmung nicht schneiden. Bei einer parallel zur Achse der Ausnehmung
ausgebildeten ersten Bohrung bedeutet dies, dass in einer Draufsicht auf den Anschlussadapter
die Ausnehmung und die erste Bohrung zumindest durch einen Materialsteg voneinander
getrennt sind.
[0021] Zur Sicherung der Klemmzunge im montierten Zustand kann auf einer der Ausnehmung
abgewandten Seite der Klemmzunge eine zweite Bohrung ausgebildet sein, wobei zumindest
in Teilen der zweiten Bohrung ein Innengewinde ausgebildet ist. In diese zweite Bohrung
kann eine Schraube, beispielsweise eine Madenschraube, eingeschraubt werden. Diese
Schraube in der zweiten Bohrung kann dafür sorgen, dass die Klemmzunge nicht weiter
von der Ausnehmung wegbewegt werden kann. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
ist die der Ausnehmung abgewandte Seite der Klemmzunge jedoch derart ausgebildet,
dass eine in der zweiten Bohrung eingeschraubte Schraube die Klemmzunge in Richtung
der Ausnehmung bewegt. Auf diese Weise kann die Klemmkraft, mit der der Anschlussadapter
auf dem Anschlussmittel kraftschlüssig gehalten wird, erhöht werden. Dies kann beispielsweise
dadurch erreicht werden, dass sich die Klemmzunge von deren Basis bis zu deren Spitze
verdickt und sich damit die zweite Bohrung in Richtung Klemmzungenspitze verjüngt.
[0022] In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Anschlussadapters ist die Ausnehmung
im Wesentlichen ringförmig ausgebildet. Dies bedeutet, dass die Umrandung, die die
Ausnehmung berandet, geschlossen ist und allenfalls durch die Klemmzunge unterbrochen
wird. Auf diese Weise können besonders effektiv und zuverlässig Klemmkräfte auf das
Anschlussmittel aufgebracht werden.
[0023] Die Ausnehmung kann prinzipiell geschlossen sein, d.h. es ist ein Boden in der Ausnehmung
ausgebildet, der die Ausnehmung in eine Richtung vollständig oder zumindest weitgehend
abschließt. Diese Ausgestaltung bietet den Vorteil, dass eine erhöhte Stabilität erreichbar
ist. Da jedoch in vielen Installationssituationen, insbesondere bei der Montage des
Anschlussadapters auf einer Schraubenmutter, die notwendig "Tiefe" der Ausnehmung
für eine zuverlässige Montage nicht abschätzbar ist, kann in einer besonders bevorzugten
Weiterbildung die Ausnehmung als Durchführung ausgebildet sein. In dieser Ausgestaltung
ist die Ausdehnung zu beiden Seiten hin offen, d.h. sowohl zu der im montierten Zustand
dem Anschlussmittel zugewandten Seite als auch der dem Anschlussmittel abgewandten
Seite. Auf diese Weise kann der Anschlussadapter das Anschlussmittel vollständig umgreifen,
während eventuell vorhandene Gewindeteile oder andere überstehende Elemente durch
die Durchführung durchgreifen können.
[0024] Zum weiteren Begünstigen der Stabilität des Anschlussadapters könnte dieser einstückig
ausgebildet sein. Dies bedeutet, dass der Grundkörper, die Klemmzunge und der Geräteanschluss
aus einem Stück leitfähigen Material gebildet sind. Dies kann beispielsweise durch
Herausfräsen des Anschlussadapters aus einem massiven Block erreicht werden. Ein derartiger
einstückiger Anschlussadapter lässt sich jedoch auch spritzgusstechnisch herstellen.
Verschiedene Verfahren zur Herstellung derartiger einstückiger Anschlussadapter sind
aus der Praxis hinlänglich bekannt. Welche Herstellweise sinnvoll ist, ergibt sich
üblicherweise aus der zu fertigenden Stückzahl der Anschlussadapter. Bei geringen
Stückzahlen empfiehlt sich beispielsweise eine Herstellung mittels CNC (Computerized
Numerical Control)-Maschinen. Bei großen Stückzahlen lohnt die Herstellung eines Spritzgusswerkzeugs,
da mittels Spritzguss deutlich schneller und kostengünstiger gearbeitet werden kann.
[0025] Prinzipiell könnte sich die Klemmzunge innerhalb der Ausnehmung in verschiedenster
Weise erstrecken. So wäre denkbar, dass sich die Klemmzunge entlang der Berandung
der Ausnehmung erstreckt. In einer besonders bevorzugten Weise erstreckt sich die
Klemmzunge jedoch in eine Richtung parallel zu der Achse der Ausnehmung. Dies bedeutet,
dass die Klemmzunge an einer Seite mit dem Grundkörper verbunden ist und an der Spitze
von dem "Rest" des Grundkörpers beabstandet ist. Vorzugsweise ist die Klemmzunge auf
der Seite beabstandet, die im montierten Zustand des Anschlussadapters dem Anschlussmittel
zugewandt ist.
[0026] In einer Weiterbildung weist der Grundkörper eine Unterseite und eine Oberseite auf,
wobei die Unter- und Oberseite vorzugsweise parallel zueinander angeordnet sind. Dabei
sind Unter- und Oberseite zudem vorzugsweise senkrecht zu der Achse der Ausnehmung
ausgebildet. Eine derartige Ausgestaltung kann sowohl bei einer geschlossenen Ausnehmung
als auch bei einer Ausbildung der Ausnehmung als Durchführung Verwendung finden. In
beiden Fällen kann der Anschlussadapter dieser Ausgestaltung besonders einfach hergestellt
werden. Dabei ist vorzugsweise die Unterseite im montierten Zustand dem Anschlussmittel
bzw. der elektrischen Anlage zugewandt, während die Oberseite nach "außen" zeigt.
Die Oberseite würde dann im montierten Zustand, beispielsweise bei den in den Fig.
1 und 2 dargestellten Anschlusssituationen, sichtbar bleiben.
[0027] Wenn die Klemmzunge sich in einer Richtung parallel zu der Achse der Ausnehmung erstreckt
und gleichzeitig der Grundkörper eine Ober- und eine Unterseite aufweist, so ist die
Klemmzunge vorzugsweise bei der Oberseite mit dem Grundkörper verbunden, während die
Klemmzunge bei der Unterseite beabstandet von dem Grundkörper ausgebildet ist. Dies
bedeutet, dass die Basis der Klemmzunge auf der Seite der Klemmzunge ist, die der
Oberseite nähergelegen ist, während die Spitze der Klemmzunge im Bereich der Unterseite
liegt.
[0028] Die Klemmzunge selbst kann auf verschiedenste Weise ausgebildet sein. Wesentlich
dabei ist, dass die Klemmzunge derart ausgebildet ist, dass sie zumindest geringfügig
aus einer Ruheposition in eine angespannte Position gebracht werden kann. Die Ruheposition
ist dadurch definiert, dass keine äußere Kraft auf die Klemmzunge einwirkt. Die angespannte
Position liegt dann vor, wenn die Klemmzunge eine in Richtung der Ausnehmung gerichtete
Kraft ausübt. Auf diese Weise kann eine Klemmkraft in montiertem Zustand auf das Anschlussmittel
aufgebracht werden. Diese in Richtung der Ausnehmung gerichtete Kraft kann auf verschiedenste
Weise erreicht sein. So ist denkbar, dass eine Federkraft, mit der die Klemmzunge
aus einer ausgelenkten Position in die Ruheposition zurückstrebt, diese in Richtung
der Ausnehmung gerichtete Kraft aufbringt. Es ist aber auch denkbar, dass die in Richtung
der Ausnehmung gerichtete Kraft durch Einschrauben einer Schraube in eine bei der
Klemmzunge vorhandene zweite Bohrung aufgebracht wird.
[0029] Die Formgebung der Klemmzunge ist relativ beliebig ausgebildet. Lineare Kanten der
Klemmzunge sind ebenso denkbar wie geschwungene Kanten. Wesentlich ist, dass die Klemmzunge
dazu geeignet ist, eine ausreichende Klemmkraft auf das Anschlussmittel zu erzeugen.
Jede Formgebung der Klemmzunge, die dieser Anforderung genügt, ist damit - zumindest
prinzipiell - geeignet. Vorzugsweise ist die Klemmzunge jedoch im Wesentlichen rechteckig
oder trapezförmig ausgebildet. Bei einer trapezförmigen Ausgestaltung verjüngt sich
die Klemmzunge vorzugsweise von der Basis der Klemmzunge zu deren Spitze.
[0030] Zum Erhöhen der Haltekraft kann an der der Ausnehmung zugewandten Seite der Klemmzunge
eine Profilierung ausgebildet sein. Die Profilierung kann auf verschiedenste Weise
gebildet sein. Lediglich beispielhaft, aber nicht auf diese beschränkt, sei auf die
Bildung einer Profilierung durch eine Reihe von Zähnen, Streifen, Zacken oder Einkerbungen
verwiesen. Diese Profilierung kann dazu beitragen, dass eine auf den Anschlussadapter
in Richtung parallel zu der Achse der Ausnehmung wirkende Kraft besser abgeleitet
werden kann und damit der Anschlussadapter nicht oder deutlich schwerer von dem Anschlussmittel
gezogen werden kann. Andererseits kann die Profilierung dazu beitragen, eventuell
auf dem Anschlussmittel vorhandene Oxidationen zu durchbrechen, so dass der elektrische
Kontakt zwischen Anschlussmittel und Anschlussadapter verbessert wird. Dies ist insbesondere
bei Hochfrequenzsignalen besonders vorteilhaft.
[0031] Ergänzend kann an der Innenseite der Ausnehmung eine entsprechende Profilierung vorgesehen
sein. Denkbar wäre beispielsweise, auf der der Klemmzunge gegenüberliegenden Seite
der Ausnehmung eine Profilierung vorzusehen. Die Profilierung an der Ausnehmung kann
identisch zu der Profilierung auf der Klemmzunge ausgestaltet sein. Allerdings kann
es auch Anwendungsfälle geben, bei denen die Profilierungen abweichen. So kann beispielsweise
die Klemmzunge eine Profilierung mit einer Vielzahl von rautenförmig angeordneten
Zähnen aufweisen, während die Ausnehmung mit Linien profiliert ist, die beispielsweise
senkrecht zu der Achse der Ausnehmung verlaufen.
[0032] Zur Verbesserung der Montierbarkeit kann an der Spitze der Klemmzunge eine Klemmnase
ausgebildet sein. Diese Klemmnase ist vorzugsweise durch einen Dorn, einen Haken oder
eine Erhebung gebildet. Dabei ist die Klemmnase derart ausgebildet, dass sich die
Klemmzunge im Bereich der Klemmnase in Richtung der Ausnehmung vergrößert, so dass
der zwischen Klemmnase und gegenüberliegender Wandung der Ausnehmung gebildete Abstand
verkleinert wird. Auf diese Weise ist es möglich, beispielsweise eine erhöhte Vorspannkraft
der Klemmzunge zu erzielen. Wenn beispielsweise das Anschlussmittel durch eine Schraubenmutter
gebildet ist, so könnte die Klemmnase derart angeordnet sein, dass die Klemmnase im
Bereich einer axialen Abschrägung der Mutter liegt und damit nach Aufstecken des Anschlussadapters
auf die Schraubenmutter ein Klemmen der Klemmzunge auf dem Anschlussmittel begünstigt.
[0033] Zum Begünstigen eines möglichst geringen Platzbedarfs ist der Grundkörper vorzugsweise
flach ausgebildet. Dies bedeutet, dass der Grundkörper in einer ersten Richtung parallel
zu der Achse der Ausnehmung eine deutlich geringere Ausdehnung aufweist als in einer
zweiten Richtung senkrecht zu der ersten Richtung. Vorzugsweise ist die Ausdehnung
in der ersten Richtung mindestens dreimal kleiner als die Ausdehnung in der zweiten
Richtung. Wenn an dem Anschlussadapter beispielsweise Unter- und Oberseite ausgebildet
ist, so würde dies bedeuten, dass der Abstand zwischen Unter- und Oberseite maximal
ein Drittel der Ausdehnung in einer Richtung parallel zu der Unter- bzw. Oberseite
betragen würde. Auf diese Weise kann ein besonders platzsparender Anschlussadapter
entstehen.
[0034] Zum weiteren Erhöhen der Klemmwirkung kann der Querschnitt der Ausnehmung in eine
Richtung parallel zu der Achse der Ausnehmung verjüngend ausgebildet sein. Dies bedeutet
beispielsweise, dass das Anschlussmittel an einer Unterseite des Anschlussadapters
noch relativ einfach aufgenommen werden kann, während die Berandung der Ausnehmung
mit zunehmendem Abstand von der Unterseite näher an das Anschlussmittel heranrücken
würde. Dabei kann die Verjüngung kontinuierlich oder bereichsweise erfolgen. So kann
eine Verjüngung im Bereich der Unterseite dazu führen, dass der Anschlussadapter besonders
einfach auf das Anschlussmittel gesteckt werden kann und gleichzeitig ein zuverlässiger
Formschluss zwischen Anschlussadapter und Anschlussmittel erreichbar ist. Eine kontinuierliche
Verjüngung führt dazu, dass selbst bei sehr großen Toleranzen des Anschlussmittels
dennoch eine Position gefunden werden kann, an der ein sicherer Formschluss bzw. Kraftschluss
möglich ist.
[0035] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die den nebengeordneten
Ansprüchen nachgeordneten Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung
bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine typische Installationssituation bei einer elektrischen Anlage,
- Fig. 2
- eine bekannte Anschlussmöglichkeit eines elektrischen Gerätes mit einer Spezialschraube
gemäß Stand der Technik in der Installationssituation nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Schrägansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Anschlussadapters
mit Blick von oben,
- Fig. 4
- eine andere Schrägansicht des erfindungsgemäßen Anschlussadapters gemäß erstem Ausführungsbeispiel
mit Blick von unten,
- Fig. 5
- eine Draufsicht von oben auf einen erfindungsgemäßen Anschlussadapter gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel einschließlich einer beispielhaften Bemaßung,
- Fig. 6
- eine Draufsicht von unten auf den Anschlussadapter gemäß zweitem Ausführungsbeispiel,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht des Anschlussadapters gemäß zweitem Ausführungsbeispiel einschließlich
einer beispielhaften Bemaßung,
- Fig. 8
- eine andere Seitenansicht des erfindungsgemäßen Anschlussadapters gemäß zweitem Ausführungsbeispiel
einschließlich einer beispielhaften Bemaßung,
- Fig. 9
- eine Schrägansicht eines dritten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Anschlussadapters,
wobei im Vergleich zu dem zweiten Ausführungsbeispiel ergänzend auf der Klemmzunge
eine Profilierung ausgebildet ist,
- Fig. 10
- eine Schrägansicht eines vierten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Anschlussadapters
mit Blick von oben mit einer Klemmnase an der Spitze der Klemmzunge,
- Fig. 11
- eine andere Schrägansicht des Anschlussadapters gemäß viertem Ausführungsbeispiel
mit Blick von unten,
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Anschlussadapter gemäß viertem Ausführungsbeispiel
von oben einschließlich einer beispielhaften Bemaßung,
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Anschlussadapter gemäß viertem Ausführungsbeispiel
von unten einschließlich einer beispielhaften Bemaßung,
- Fig. 14
- eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Anschlussadapters gemäß viertem Ausführungsbeispiel
einschließlich einer beispielhaften Bemaßung,
- Fig. 15
- eine andere Seitenansicht des erfindungsgemäßen Anschlussadapters gemäß viertem Ausführungsbeispiel
einschließlich einer beispielhaften Bemaßung,
- Fig. 16
- ein Schnitt durch den erfindungsgemäßen Anschlussadapter gemäß viertem Ausführungsbeispiel
entlang Linie A - A,
- Fig. 17
- eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Anschlussadapters mit montiertem Anschlusskabel
zu einem elektrischen Gerät,
- Fig. 18
- eine andere Ansicht des Anschlussadapters aus Fig. 17 samt einem Anschlussmittel,
- Fig. 19
- eine Sprengzeichnung der Komponenten gemäß Fig. 19 samt Installationswerkzeug und
- Fig. 20
- eine Installationssituation des erfindungsgemäßen Anschlussadapters auf einem Anschlussmittel
einer elektrischen Anlage.
[0036] Zu den Fig. 1 und 2, die Installationssituationen gemäß Stand der Technik darstellen,
ist in der Beschreibungseinleitung bereits eingegangen worden. Daher erübrigen sich
dieser Stelle weiterreichende Ausführungen.
[0037] Die Fig. 3 und 4 zeigen verschiedene Schrägansichten eines ersten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Anschlussadapters. Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Anschlussadapters
1 auf dessen Oberseite, in Fig. 4 ist eine Ansicht von der Unterseite des Anschlussadapters
1 dargestellt. Der Anschlussadapter 1 umfasst einen einstückig ausgebildeten Grundkörper
2. Der Grundkörper 2 kann beispielsweise durch eine CNC-Maschine aus einem Block gefräst
worden sein. In dem Grundkörper 2 ist eine Ausnehmung 3 ausgebildet, die in dieser
Ausgestaltung ringförmig und als Durchführung ausgebildet ist. Die Ausnehmung 3 hat
einen sechseckigen Querschnitt, wobei die Ecken des Sechsecks durch Kreisbögen aufgeweitet
ist. Damit ist die Ausnehmung 3 auf ein Anschlussmittel in Form eines Sechskantschraubenmutter
oder eines Sechskantschraubenkopfes angepasst. Die kreisbogenförmigen Aufweitungen
an den Ecken der Ausnehmung erleichtert die Herstellung des Anschlussadapters mittels
CNC-Fräse.
[0038] In der Ausnehmung ist eine Klemmzunge 4 ausgebildet, die sich längs einer Achse 5
der Ausnehmung erstreckt. Die Klemmzunge 4 ist durch eine Ausfräsung 6 an der Unterseite
7 gebildet. Dadurch ist die Klemmzunge 4 an der Oberseite 8 mit dem "Rest" des Grundkörpers
2 verbunden, während die Klemmzunge 4 im Bereich der Unterseite 7 beabstandet von
dem "Rest" des Grundkörpers 2 ausgebildet ist. Die Achse der Ausnehmung ist eine Symmetrieachse
der Ausnehmung, entlang der die Form der Ausnehmung - abgesehen von dem Bereich der
Klemmzunge - punktsymmetrisch ausgestaltet ist.
[0039] In dem Grundkörper 2 ist ferner eine erste Bohrung 9 ausgebildet, die als Geräteanschluss
zum Verbinden eines elektrischen Gerätes dient. Die Achse der ersten Bohrung 9 ist
dabei im Wesentlichen parallel zu der Achse 5 der Ausnehmung 3. In zumindest Teilen
der ersten Bohrung 9 ist ein Innengewinde ausgebildet, so dass eine Schraube zum Befestigen
eines Anschlusskabels zu dem elektrischen Gerät festgeschraubt werden kann. Bei der
Klemmzunge 4 ist ferner eine zweite Bohrung 10 ausgebildet, die in die Ausfräsung
6 hineinreicht. Auch in der zweiten Bohrung 10 ist zumindest an Teilen ein Innengewinde
ausgebildet, so dass eine Schraube zur Stabilisierung der Klemmzunge 4 und/oder zum
Erhöhen der Klemmkraft in die zweite Bohrung 10 eingeschraubt werden kann.
[0040] In den Fig. 5 und 6 sind Draufsichten auf ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Anschlussadapters dargestellt, wobei Fig. 5 eine Draufsicht des Anschlussadapters
auf dessen Oberseite 8 und Fig. 6 eine Draufsicht auf dessen Unterseite 7 darstellt.
Das zweite Ausführungsbeispiel entspricht dabei weitgehend dem ersten Ausführungsbeispiel,
wobei lediglich die kreisbogenförmigen Aufweitungen an den Ecken der Ausnehmung fehlen
und der Querschnitt der Ausnehmung damit ein "echtes" Sechseck ist. Ein derartiger
Anschlussadapter kann beispielsweise spritzgusstechnisch hergestellt werden.
[0041] In den Draufsichten ist zu erkennen, dass die Außenseiten des Grundkörpers 2 an jeweils
zwei gegenüberliegenden Seiten plan ausgestaltet ist und dass zwei weitere Außenseiten
als Kreisbögen ausgebildet sind. Die gegenüberliegenden parallelen Außenseiten erlauben
prinzipiell ein Festhalten des Anschlussadapters mittels eines Maulschlüssels, während
beispielsweise eine Schraube in der ersten Bohrung 9 oder in der Bohrung 10 angezogen
oder gelöst wird. Es ist ferner zu erkennen, dass die Ausnehmung 3 bzw. deren Achse
5 leicht exzentrisch in dem Grundkörper 2 angeordnet ist, so dass eine Achse des Grundkörpers
2 nicht mit der Achse der Ausnehmung 3 zusammenfällt. Diese exzentrische Anordnung
vergrößert den Platz, der für die erste und für die zweite Bohrung zur Verfügung gestellt
werden kann.
[0042] In Fig. 5 sind zusätzlich beispielhafte Bemaßungen eingezeichnet, die eine größenmäßige
Einordnung des Anschlussadapters ermöglichen. Die Breite der Ausnehmung 3 ist dabei
an einer M12-Schraubenmutter angepasst, so dass die parallelen Seiten des Sechsecks
einen Abstand von 19 mm aufweisen. Der Abstand der beiden parallelen Seitenwandungen
beträgt 30 mm, so dass der gesamte Anschlussadapter mit einem 30er-Maulschlüssel oder
einer 30er-Stecknuss gehalten werden kann.
[0043] Im Zusammenhang mit den Fig. 5 und 6 sei noch auf ein weiteres Detail hingewiesen.
Es ist zu erkennen, dass sich die zweite Bohrung 10 nicht vollständig entlang der
Klemmzunge 4 erstreckt. Vielmehr weist die zweite Bohrung 10 eine Verjüngungsstelle
11 auf, so dass eine in die zweite Bohrung 10 eingeschraubte Schraube die Klemmzunge
4 in Richtung der Ausnehmung bewegt. Auf diese Weise kann durch Einschrauben einer
Schraube in der zweiten Bohrung 10 die Klemmkraft der Klemmzunge auf das Anschlussmittel
erhöht werden. Die Ausgestaltung der Verjüngungsstelle 11 ist in Zusammenhang mit
Fig. 16 noch deutlicher zu erkennen und wird in Zusammenhang mit dieser Figur nochmals
aufgegriffen.
[0044] In den Fig. 7 und 8 sind Seitenansichten des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Anschlussadapters zu erkennen. Dabei stellt Fig. 7 eine Ansicht des Anschlussadapters
in Richtung Y aus Fig. 5 dar, während Fig. 8 eine Ansicht in Richtung X ebenfalls
aus Fig. 5 wiedergibt. In Fig. 7 ist zusätzlich durch Risslinien dargestellt, wie
die Ausnehmung 3, die Klemmzunge 4, die Verjüngungsstelle 11 und die Bohrungen 9,
10 verlaufen. Aus den beispielhaften Bemaßungen ist zu erkennen, dass die größte Ausdehnung
des Anschlussadapters 33 mm beträgt, die Dicke 10 mm. Die geringste Ausdehnung im
Bereich der gegenüberliegenden Kreisbögen beträgt in dieser Ausgestaltung 28,3 mm.
Die Ausfräsung 6 ist in einer Tiefe von 6 mm vorgenommen, so dass der Steg zwischen
Klemmzunge 4 und dem "Rest" des Grundkörpers 2 damit 4 mm stark ist.
[0045] Fig. 9 stellt eine Schrägansicht eines dritten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Anschlussadapters dar. Der Anschlussadapter des dritten Ausführungsbeispiels entspricht
im Wesentlichen dem Anschlussadapter des zweitem Ausführungsbeispiels, wobei in dem
dritten Ausführungsbeispiel zusätzlich auf der Klemmzunge 4 auf der der Ausnehmung
3 zugewandten Seite der Klemmzunge 4 eine Profilierung 12 ausgebildet ist. Die Profilierung
12 ist dabei durch sich kreuzende parallele Linien gebildet, wobei sich sieben parallele
Linien einer ersten Richtung mit sieben parallele Linien einer zweiten Richtung kreuzen.
Bei Herstellen der Profilierung 12 mittels Wasserstrahlschneiden entstehen scharfe
Kanten, die bei Montage des Anschlussadapters auf einem Anschlussmittel eine Oxidschicht
auf dem Anschlussmittel zu durchstoßen vermögen.
[0046] Die Fig. 10 bis 16 zeigen verschiedene Ansichten eines erfindungsgemäßen Anschlussadapters
gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel. Die Fig. 10 und 11 sind jeweils Schrägansichten
mit Blick auf die Oberseite 8 bzw. die Unterseite 7 des Anschlussadapters. Fig. 12
stellt eine Draufsicht auf die Oberseite 8 und Fig. 13 eine Draufsicht auf die Unterseite
7 dar. Fig. 14 ist eine Seitenansicht in Richtung des Pfeiles Y aus Fig. 12 und Fig.
15 eine Seitenansicht in Richtung X aus Fig. 12. Fig. 16 ist ein Schnitt entlang der
Linie A - A aus Fig. 12.
[0047] Der Anschlussadapter gemäß viertem Ausführungsbeispiel ist weitgehend identisch zu
dem Anschlussadapter gemäß erstem Ausführungsbeispiel. Ergänzend ist an der Spitze
der Klemmzunge 4 eine Klemmnase 13 ausgebildet, die sich in Form einer Erhebung von
der Klemmzunge 4 in Richtung der Ausnehmung 3 erstreckt. Diese Klemmnase 13 führt
bei einer Montage des Anschlussadapters auf einem Anschlussmittel dazu, dass die Klemmzunge
4 von der Ausnehmung 3 weggebogen wird und dadurch unter Vorspannung gerät. Auf diese
Weise klemmt der Anschlussadapter bereits ohne Einschrauben einer Schraube in der
zweiten Bohrung 10 auf dem Anschlussmittel fest, so dass eine sicherere Montage ermöglicht
wird.
[0048] Wie bereits ausgeführt, ähneln sich das erste und das vierte Ausführungsbeispiel,
so dass sich weitere Ausführungen in Bezug auf das vierte Ausführungsbeispiel weitgehend
erübrigen. Es sei allerdings nochmals genauer auf die Schnittansicht der Fig. 16 eingegangen,
da hier die Ausgestaltung der Klemmzunge deutlich zu erkennen ist. An der Spitze der
Klemmzunge 4 ist auf der der Ausnehmung 3 zugewandten Seite die Klemmnase 13 zu erkennen.
Auf der der Ausnehmung 3 abgewandten Seite ist die Verjüngungsstelle 11 zu erkennen.
Die Verjüngungsstelle 11 hat dabei in Form einer Rampe, die Klemmnase 13 ist trapezförmig
ausgebildet, wobei die der Spitze der Klemmzunge 4 zugewandte Seite der Klemmnase
13 eine deutlich flachere Steigung aufweist als die der Spitze der Klemmzunge 4 abgewandte
Seite der Rastnase 13.
[0049] In Fig. 17 ist eine perspektivische Ansicht eines Anschlussadapters 1 mit angeschraubtem
Anschlusskabel 14 zu einem elektrischen Gerät (nicht dargestellt) zu erkennen. Das
Anschlusskabel 14 weist einen Kabelschuh 15 auf, der mit einer in die erste Bohrung
eingeschraubten Innensechsrund-Schraube 16 (besser bekannt unter dem Markennamen Torx)
eingeschraubt ist. In die zweite Bohrung des Anschlussadapters 1 ist eine Madenschraube
17 eingeschraubt, die die Klemmzunge 4 in Richtung der Ausnehmung 3 bewegen kann.
Generell entspricht der Anschlussadapter 1, der in Fig. 17 dargestellt ist, dem ersten
Ausführungsbeispiel.
[0050] Fig. 18 stellt ein (nicht montiertes) System aus Anschlussadapter 1 und Anschlussmittel
18 dar, wobei das Anschlussmittel 18 hier durch eine M12-Schraubenmutter ausgebildet
ist. Zum Befestigen des Kabelschuhs 15 in der ersten Bohrung ist hier eine Innensechskantschraube
19 verwendet, die Madenschraube ist ebenso durch eine Innensechskantschraube 20 ersetzt.
[0051] In Fig. 19 ist eine ähnliche Installationssituation in Form einer Sprengzeichnung
dargestellt. Ergänzend ist hierbei noch ein Installationswerkzeug 21 dargestellt,
mit dem die Innensechskantschrauben 19 und 20 angezogen werden können.
[0052] Fig. 20 zeigt eine Installationssituation entsprechend Fig. 1, bei der der erfindungsgemäße
Anschlussadapter 1 verbaut ist. Das Anschlussmittel 18 ist wiederum durch eine M12-Schraubenmutter
gebildet, mittels der ein Kabelschub eines Hochspannungskabels auf einer M12-Schraube
bzw. einem M12-Gewindestab befestigt ist. Im Übrigen entspricht der Anschlussadapter
1 samt aller damit dargestellten und verbundenen Elementen den in Fig. 17 dargestellten
Elementen.
[0053] Zusammenfassend kann der erfindungsgemäße Anschlussadapter eine oder mehrere der
nachfolgend beschriebenen Eigenschaften aufweisen:
- 1. Die Ausnehmung in dem Grundkörper kann eine Innen-Sechskantform aufweisen.
- 2. Der Anschlussadapter kann elektrische, hochfrequente Signale übertragen.
- 3. Der Anschlussadapter kann über eine schraubbare Verfestigung verfügen sowie einen
Anschluss für Spannungsabgriff.
- 4. Die Kontaktflächen an der Ausnehmung können angeraut sein und "beißen" sich dadurch
in die vorhandene Sechskantmutter (Anschlussmittel), um den Übergang zu reduzieren.
- 5. Der Anschlussadapter kann mit Standardwerkzeug einfach installiert werden.
- 6. Ein Federanschluss und eine Verjüngung (Klemmnase) kann vor dem "Anziehen" ein
herausfallen verhindern.
[0054] Das Material des Anschlussadapters ist vorzugsweise gleich dem des Anschlusspunkts,
meist ein 8.8 Stahl verzinkt. Beschrieben wird nachfolgend am Anschlussbeispiel M12-Schraube
DIN 24017 oder M12-Flanschmutter DIN 6923.
[0055] Die Ausnehmung der Anschlussadapter hat einen Innendurchmesser, der der Schlüsselweite
19mm einer M12-Schraubenmutter entspricht. Die Toleranzen bei der Fertigung der Mutter
sowie witterungsbedingte Ablagerungen im Kabelanschlussraum auf den Muttern werden
dadurch ausgeglichen, dass durch das Festdrehen einer Schraube bei der zweiten Bohrung,
in der ein Konus eingearbeitet ist, eine bewegliche Flanke im Innern des Anschlussadapters
nach Innen gedrückt wird. Auf einen weiteren Anschluss (erste Bohrung) kann ein Kabelschuh
gelegt und verschraubt werden zum Anschluss einer BPL-Leitung oder zum Herstellen
eines Spannungsabgriffs für Versorgung und Betrieb von elektrischen Geräten, z.B.
für Messsensoren. Ein Kabelschuh kann auch von vorne zwischen der zu bewegenden Flanke
bei der zweiten Bohrung und der Mutter alternativ geklemmt werden oder man erstellt
eine weitere bewegliche Flanke gleicher Art zu der zweiten Bohrung und hat dort für
den Kabelschuh eine Klemmmöglichkeit.
[0056] Da systembedingt mit korrodierten Flächen am Anschlusspunkt gerechnet werden muss
und durch die Umgebung (Straßenverteiler) ein Behandeln der Anschlussoberfläche nicht
vorausgesetzt werden kann, ist es hilfreich, auf den Kontaktflächen eine Profilierung
in Form von Strukturen oder Unebenheiten vorzusehen, die als Zähne, Streifen, Zacken,
Einkerbungen oder dergleichen ausgeführt sein können. Beim Fertigen des Teils, z.B.
mittels Wasserstrahlschneiden, ist bedingt durch die Fertigungstechnik eine Aufrauhung
durch den Strahl gegeben. Durch das Durchbrechen der Korrosionsschicht mittels einer
entsprechenden Profilierung kann ein BPL-Signal besser übertragen werden und es entstehen
weniger hochfrequente (1-30Mhz) Reflexionen, die das BPL-Signal negativ beeinflussen.
[0057] Bei der Montage des Anschlussadapters kann eine Stecknuss mit isolierten Steckschlüssel
verwendet werden. Damit kann der Anschlussadapter auch im spannungsführenden Zustand
der elektrischen Anlage montiert werden. Zudem vereinfacht die Verwendung eines derartigen
Standardwerkzeugs die Montage in einem engen Umfeld und die Gefahr eines elektrischen
Schlags wird reduziert. Bei der Montage an einer spannungsführenden Anlage sind normalerweise
isolierte Handschuhe zu verwenden, die eine Handhabung erschweren. Für die Positionierung
des Anschlussadapters kann auch eine bereits mit dem Anschlussadapter versehene Anschlussleitung
verwendet und geführt werden. Je nach Winkel des Kabels ist die Positionierung auf
dem Sechskant einfach ersichtlich und kann dann angedrückt werden durch die freie
Hand oder durch Führen und Drücken eines isolierten Schraubendrehers.
[0058] Bei der Montage ist im Umfeld von blanken mehrphasigen Anschlüssen und Sammelschienen
ein Herabfallen bzw. vor dem Fixieren ein Aufstecken des Anschlussadapters mit einer
bestimmen anti-rutsch Maßnahme günstig, um beispielsweise ein Ausrichten zu gewährleisten.
Dazu wird an der Position / Seite der Klemmzunge ein Dorn/Haken/Erhebung angebracht,
die kleiner als der eigentliche Mutternkopf ist. Beim Montieren des Anschlussadapters
wird kann die Klemmzunge nach Außen, d.h. von der Ausnehmung weg, schwenken und wie
eine Feder den Anschlussadapter auf dem Anschlussmittel halten.
[0059] Zudem können die Flanken so ausgeführt sein, dass sie sich verjüngen, d.h. je weiter
der hexagonale Anschluss auf die Mutter gedrückt wird desto enger wird er.
[0060] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Anschlussadapters
sowie dessen Verwendung wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen
Teil der Beschreibung sowie auf die beigefügten Ansprüche verwiesen.
[0061] Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die voranstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Anschlussadapters lediglich zur Erörterung
der beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 1
- Anschlussadapter
- 2
- Grundkörper
- 3
- Ausnehmung
- 4
- Klemmzunge
- 5
- Achse
- 6
- Ausfräsung
- 7
- Unterseite
- 8
- Oberseite
- 9
- Erste Bohrung
- 10
- Zweite Bohrung
- 11
- Verjüngungsstelle
- 12
- Profilierung
- 13
- Klemmnase
- 14
- Anschlusskabel (zu el. Gerät)
- 15
- Kabelschuh
- 16
- Schraube (für Anschlusskabel)
- 17
- Madenschraube
- 18
- Anschlussmittel
- 19
- Innensechskantschraube
- 20
- Innensechskantschraube
- A
- Kabelschuh
- B
- Hochspannungskabel
- C
- Erste Schraubenmutter
- D
- Zweite Schraubenmutter
- E
- Anschlusskabel (des Kopplers)
- F
- Kabelschuh (für Koppler)
- G
- Spezialschraubenmutter
1. Anschlussadapter zum Verbinden eines elektrischen Geräts, insbesondere eines Kopplers
für Powerline Communication, mit einem Anschlussmittel einer elektrischen Anlage,
wobei der Anschlussadapter (1) einen Grundkörper (2) aufweist, wobei in dem Grundkörper
(2) eine Ausnehmung (3) zum zumindest teilweisen Umschließen des Anschlussmittels
(18) und ein Geräteanschluss zum Verbinden des elektrischen Geräts ausgebildet sind,
wobei der Geräteanschluss in einer Richtung senkrecht zu einer Achse (5) der Ausnehmung
(3) von der Ausnehmung (3) beabstandet ist, wobei in der Ausnehmung (3) eine Klemmzunge
(4) ausgebildet ist, die bei montiertem Anschlussadapter (1) zum Ausüben einer Klemmkraft
auf das Anschlussmittel (18) ausgebildet ist.
2. Anschlussadapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Geräteanschluss durch eine erste Bohrung (9) in dem Grundkörper (2) gebildet
ist, die vorzugsweise parallel zu der Achse (5) der Ausnehmung (3) ist, wobei vorzugsweise
zumindest Teile der ersten Bohrung (9) ein Innengewinde umfassen.
3. Anschlussadapter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer der Ausnehmung abgewandten Seite der Klemmzunge (4) eine zweite Bohrung
(10) ausgebildet ist, wobei zumindest in Teilen der zweiten Bohrung (10) ein Innengewinde
ausgebildet ist und wobei die der Ausnehmung (3) abgewandte Seite der Klemmzunge (4)
vorzugsweise derart ausgebildet ist, dass eine in der zweiten Bohrung (10) eingeschraubte
Schraube (17, 20) die Klemmzunge (4) in Richtung der Ausnehmung (3) bewegt.
4. Anschlussadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (3) im Wesentlichen ringförmig und/oder als Durchführung ausgebildet
ist.
5. Anschlussadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussadapter (1) samt Klemmzunge (4) einstückig ausgebildet ist.
6. Anschlussadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Klemmzunge (4) in eine Richtung parallel zu einer Achse (5) der Ausnehmung
(3) erstreckt und/oder dass die Klemmzunge (4) im Wesentlichen rechteckig oder trapezförmig
ausgebildet ist.
7. Anschlussadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) eine Oberseite (8) und eine Unterseite (7) aufweist, wobei die
Ober- und Unterseite (8, 7) vorzugsweise parallel zueinander und senkrecht zu einer
Achse (5) der Ausnehmung (3) ausgebildet sind.
8. Anschlussadapter nach den Ansprüche 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmzunge (4) bei der Oberseite (8) mit dem Grundkörper (2) verbunden ist und
bei der Unterseite (7) beabstandet von dem Grundkörper (2) ausgebildet ist.
9. Anschlussadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der der Ausnehmung (3) zugewandten Seite der Klemmzunge (4) eine Profilierung
(12) ausgebildet ist, wobei die Profilierung (12) vorzugsweise durch mehrere Zähne,
Linien, Streifen, Zacken oder Einkerbungen gebildet ist, und/oder
dass an einer Spitze der Klemmzunge (4) eine Klemmnase (13) ausgebildet ist, wobei
die Klemmnase (13) vorzugsweise als Dorn, Haken oder Erhebung ausgebildet ist.
10. Anschlussadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) flach ausgebildet ist, d.h. dass der Grundkörper (2) in einer
ersten Richtung parallel zu einer Achse (5) der Ausnehmung (3) eine deutlich geringere
Ausdehnung aufweist als in eine zweite Richtung senkrecht zu der ersten Richtung,
wobei die Ausdehnung in der ersten Richtung vorzugsweise mindestens dreimal kleiner
ist als die Ausdehnung in die zweite Richtung.
11. Anschlussadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt der Ausnehmung (3) in eine Richtung parallel zu einer Achse
(5) der Ausnehmung (3) verjüngt.
12. System zum Verbinden eines elektrischen Geräts, insbesondere eines Kopplers für Powerline
Communication, umfassend ein Anschlussmittel (18) und einen Anschlussadapter (1) nach
einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Anschlussmittel (18) Bestandteil einer elektrischen
Anlage und vorzugsweise eine elektrische Verbindung zu einem Energieversorgungsnetzwerk
aufweist.
13. System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Ausnehmung (3) des Anschlussadapters (1) derart auf den Querschnitt
des Anschlussmittels (18) angepasst ist, dass eine formschlüssige Verbindung zwischen
dem Anschlussadapter (1) und dem Anschlussmittel (18) gebildet ist.
14. System nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung des Anschlussadapters (1) koaxial zu dem Anschlussmittel (18) ausgebildet
ist, wobei das Anschlussmittel (18) vorzugsweise einen Schraubenkopf oder eine Schraubenmutter,
ganz besonders bevorzugter Weise einen Sechskantschraubenkopf oder eine Sechskantmutter,
umfasst.
15. System nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmzunge (4) derart auf das Anschlussmittel (18) abgestimmt ist, dass die Klemmzunge
(4) bei einem Aufstecken des Anschlussadapters (1) auf das Anschlussmittel (18) von
dem Anschlussmittel (18) weg gebogen wird und damit in Vorspannung geht.
16. Elektrische Anlage mit einem System nach einem der Ansprüche 16 bis 19.