[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Nadelzylinder einer Rundstrickmaschine,
an dessen Zylindermantel eine Vielzahl von sich in axialer Zylinderausrichtung erstreckenden
Nadelkanälen mit darin bewegbaren Stricknadeln vorgesehen ist und in dessen für die
Maschenbildung vorgesehenen oberen Zylinderende zwischen jedem Paar benachbarter Nadelkanäle
jeweils eine radial ausgerichtete Nut vorgesehen ist, in der jeweils wenigstens ein
Einsatz vorgesehen ist, der mit seiner aus der jeweiligen Nut heraus ragenden Einsatzoberfläche
eine Maschenbildungsfläche ausbildet. Die Erfindung betrifft ferner eine Rundstrickmaschine
mit einem solchen Nadelzylinder.
[0002] Single-Zylinder-Rundstrickmaschinen weisen an der Mantelfläche des Nadelzylinders
ein Single-Zylinder-Nadelbett mit einer Vielzahl senkrecht nebeneinander verlaufender
Nadelkanäle auf, in welchen jeweils Stricknadeln, wie beispielsweise Zungennadeln,
geführt auf und ab bewegt werden. Zur Maschenbildung wechselwirken die Stricknadeln
mit einem Ring von sich radial bewegenden Abstreifern, so genannten Sinkern oder Platinen,
deren Bewegung auf die Auf- und Abbewegung der Stricknadeln abgestimmt ist.
[0003] Es gibt jedoch auch Rundstrickmaschinen ohne solche Abstreifer oder mit fixierten
Abstreifern. Bei derartigen Rundstrickmaschinen sind jeweils zwischen benachbarten
Stricknadeln Stege aus festem Material vorgesehen, deren Oberflächen Maschenbildungsflächen
ausbilden. Auf den Oberflächen dieser Stege reibt jedoch während des Maschenbildungsprozesses
das Garn kontinuierlich an den gleichen Stellen, wodurch an den Oberflächen der Stege
ein hoher Materialverschleiß auftritt.
[0004] Im Stand der Technik wurde daher für die Ausbildung der Stege zunächst gehärtetes
Zylindermaterial eingesetzt. Dieses besitzt jedoch den Nachteil, dass durch das Härten
die Flexibilität des Zylindermaterials nachlässt und durch die Oberflächenbehandlung
keine optimale Gleitfläche für das Garn gesichert ist. Zudem ist es notwendig, die
Stege mit möglichst geringer Dicke auszubilden, um ausreichend Platz für die Bewegung
der zwischen den Stegen geführten Stricknadeln und die Durchführung des Garns während
der Maschenbildung zu besitzen. Diese Forderung ist jedoch mit der Brüchigkeit des
gehärteten Stegmaterials nicht vereinbar.
[0005] In weiteren Ansätzen im Stand der Technik wurden die Stege aus anderem Material als
der Zylinder, also als separate Elemente, die in entsprechende ausgeschnittene Bereiche
an dem oberen Zylinderende eingeklebt wurden, ausgebildet. Obwohl solche Einsätze
aus abriebfesterem Material als der Zylinder ausgebildet werden können, sind sie dennoch
dem oben beschriebenen Verschleiß ausgesetzt, weshalb sie oder sogar der gesamte Zylinder
nach geraumer Einsatzdauer ersetzt werden müssen. Ein solcher Austausch geht mit längeren
Standzeiten der Maschine und entsprechenden Produktionsverlusten einher.
[0006] Um diesen Nachteil zu beheben, wurde in der Druckschrift
WO 2014/060325 A1 ein Nadelzylinder der eingangs genannten Gattung mit austauschbaren Einsätzen vorgeschlagen.
Dabei sind die Einsätze in radial ausgerichteten Nuten, die jeweils zwischen einem
Paar benachbarter Stricknadelkanäle vorgesehen sind, derart eingebracht, dass die
aus der jeweiligen Nut heraus ragende Einsatzoberfläche des jeweiligen Einsatzes eine
Maschenbildungsoberfläche ausbildet.
[0007] Die in der Druckschrift
WO 2014/060325 A1 beschriebenen Einsätze weisen einen schwalbenschwanzförmigen Fortsatz auf, der in
einen Unterschnitt eines an dem oberen Zylinderende vorgesehenen Ringkanals, den die
radial ausgerichteten Nuten schneiden, eingesetzt ist. Die Einsätze werden in den
Nuten mit dem in den Unterschnitt eingesetzten Fortsatz durch einen an der Zylinderseite
umlaufenden Haltering mit einer gegen den Einsatz drückenden Oberfläche gehalten,
wobei der Haltering durch eine Schraubverbindung an der Zylinderinnenseite fixiert
ist.
[0008] Zum Austausch der Einsätze ist daher die Schraubverbindung zu lösen, der Haltering
abzunehmen, der auszutauschende, verschlissene Einsatz aus dem Unterschnitt herauszuschieben,
aus der Nut zu entnehmen und ein neuer Einsatz in umgekehrter Abfolge vorzusehen.
Diese Vorgehensweise ist relativ aufwändig und damit mit längeren Stillstandzeiten
der Maschine verbunden.
[0009] In der Druckschrift
EP 2 108 725 A1 ist ein Platinensatz für ein Stricksystem zur Erzeugung von Plüschware beschrieben.
Der Platinensatz weist eine Kulierplatine und eine Plüschpatine auf, die jeweils Flachseiten
aufweisen und in Gebrauch mit zwei einander zugewandten Flachseiten aneinander anliegen.
Die Plüschplatine ist in einem Platinenkanal eines Platinenrings angeordnet, während
die Kulierplatine in einem an einem Strickzylinder ausgebildeten Kanal sitzt. Dieser
Kanal erstreckt sich ausgehend von der Stirnseite des Strickzylinders über eine seiner
Wandungsflächen, wodurch die Platine ortsfest gehalten wird. Die Kulierplatine ist
formschlüssig an dem Strickzylinder gehalten, wozu die Kulierplatine C-förmig ausgebildet
ist. Zum Halten der Kulierplatine an dem Strickzylinder sind an den parallel zueinander
ausgerichteten Schenkeln des C's Vorsprünge vorgesehen. Die Kulierplatine weist einen
breiten Stützabschnitt auf, der den Abstand zwischen benachbarten Plüschplatinen überbrückt.
[0010] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Nadelzylinder der oben
genannten Gattung und eine Rundstrickmaschine mit einem solchen Nadelzylinder mit
austauschbaren, Maschenbildungsflächen ausbildenden Einsätzen zur Verfügung zu stellen,
deren Austausch mit einem vertretbaren zeitlichen Aufwand verbunden ist.
[0011] Die Aufgabe wird zum einen durch einen Nadelzylinder einer Rundstrickmaschine gelöst,
an dessen Zylindermantel eine Vielzahl von sich in axialer Zylinderausrichtung erstreckenden
Stricknadelkanälen mit darin bewegbaren Stricknadeln vorgesehen ist und in dessen
für die Maschenbildung vorgesehenen oberen Zylinderende zwischen jedem Paar benachbarter
Stricknadelkanäle jeweils eine radial ausgerichtete Nut vorgesehen ist, in der jeweils
wenigstens ein Einsatz vorgesehen ist, der mit seiner aus der jeweiligen Nut heraus
ragenden Einsatzoberfläche eine Maschenbildungsoberfläche ausbildet, wobei der Einsatz
in Form eines Federbügels ausgebildet ist, wobei der Federbügel einen das obere Zylinderende
an der Seite des Zylindermantels oder eine Seitenkante eines in dem oberen Zylinderende
vorgesehenen äußeren Ringkanals übergreifenden Bügelfuß und eine das obere Zylinderende
an der Zylinderinnenseite oder eine Seitenkante eines in dem oberen Zylinderende vorgesehenen
inneren Ringkanals übergreifende Bügelklemme mit wenigstens einem einen Gegenhalt
federnd hintergreifenden Klemmenabschnitt aufweist, und wobei die Bügelklemme S-förmig
ausgebildet ist.
[0012] Der erfindungsgemäß als Federbügel ausgebildete Einsatz kann einfach in eine der
an dem oberen Zylinderende vorgesehenen, radial ausgerichteten Nuten eingesetzt und
auf dem oberen Zylinderende festgeklemmt werden. Durch das Einsetzen in die Nut ist
der Einsatz in Umfangsrichtung des Zylinders lagefixiert. Durch das Festklemmen des
Einsatzes ist er auch in radialer Richtung positionsfest.
[0013] Der Bügelfuß des Federbügels ist entweder um das obere Zylinderende an der Zylindermantelseite
geführt oder er klemmt an einer Seitenkante eines nicht an der Zylindermantelseite,
sondern in die Oberfläche des oberen Zylinderendes eingebrachten äußeren Ringkanals.
Die Bezeichnung "äußerer Ringkanal" bedeutet in der vorliegenden Erfindung, dass sich
der äußere Ringkanal näher an der Zylinderaußen- bzw. Zylindermantelseite als an der
Zylinderinnenseite liegt und heißt nicht, dass unbedingt auch ein innerer Ringkanal
vorhanden sein muss.
[0014] Die Bügelklemme ist entweder um das oberen Zylinderende an der Zylinderinnenseite
geführt und hintergreift mit einem Klemmenabschnitt einen an der Zylinderinnenseite
ausgebildeten Gegenhalt, oder die Bügelklemme klemmt an einer Seitenkante eines in
die Oberfläche des oberen Zylinderendes eingebrachten inneren Ringkanals. Die Bezeichnung
"innerer Ringkanal" bedeutet in der vorliegenden Erfindung, dass sich der innere Ringkanal
näher an der Zylinderinnenseite als an der Zylinderaußen- bzw. Zylindermantelseite
liegt und heißt nicht, dass unbedingt auch ein äußerer Ringkanal vorhanden sein muss.
In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist weder ein äußerer noch
ein innerer Ringkanal vorhanden. In wieder anderen Ausbildungen der vorliegenden Erfindung
ist sowohl ein äußerer als auch ein innerer Ringkanal vorhanden.
[0015] Nach dem Einsetzen des Federbügels in die Nut ragt die Einsatzoberfläche des Federbügels
aus der Nut heraus und bildet eine Maschenbildungsfläche.
[0016] Zum Auswechseln des Einsatzes ist bei dem erfindungsgemäßen Nadelzylinder lediglich
ein jeweils auszutauschender, verschlissener Federbügel wieder von dem oberen Zylinderende
abzuklemmen. Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Einsatz hält also selbst durch seine
eigene Federspannung an dem Nadelzylinder und kann dadurch einfach montiert und demontiert
werden.
[0017] Zusätzliche Halte- und/oder Fixierelemente, wie der in der Rundstrickmaschine der
Druckschrift
WO 2014/060325 A1 benötigte Haltering, die zugehörige Schraubverbindung und ein Sitz an der Zylinderinnenseite,
an der der Haltering an dem Zylinder festgeschraubt werden kann, oder eine Klebefixierung
des Einsatzes sind bei der vorliegenden Erfindung nicht nötig. Maschinenstillstandzeiten
zum Auswechseln verschlissener Einsätze können daher bei dem erfindungsgemäßen Nadelzylinder
zeitlich minimiert werden.
[0018] Darüber hinaus besitzt der erfindungsgemäße Einsatz den Vorteil, dass er aus einem
Material mit besseren Abriebeigenschaften als das sonstige Zylindermaterial ausgebildet
werden kann und durch seine Oberfläche eine ausreichend große Maschenbildungsfläche
mit guter Gleitcharakteristik für das darüber geführte Garn ausbilden kann. Außerdem
ist der erfindungsgemäße Nadelzylinder durch die Einfachheit des Aufbaus und der Befestigung
seiner Einsätze kostengünstiger in der Herstellung und Wartung.
[0019] In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist der Gegenhalt
durch eine nasenförmige Auskragung an dem an das obere Zylinderende grenzenden Zylinderinnenseitenende
oder des inneren Ringkanals ausgebildet, wobei sich an den Gegenhalt an der Zylinderinnenseite
oder innerhalb des inneren Ringkanals eine Ausbuchtung zur Aufnahme des den Gegenhalt
federnd hintergreifenden Klemmenabschnittes der Bügelklemme anschließt. Die nasenförmige
Auskragung bildet eine geeignete Führung zum Positionieren des Einsatzes an dem zwischen
der Oberfläche des oberen Zylinderendes und der Zylinderinnenseite oder des inneren
Ringkanals vorliegenden Kantenbereich. Die an den Gegenhalt angrenzende Ausbuchtung
sichert die Klemmung der Bügelklemme an der Zylinderinnenseite oder innerhalb des
inneren Ringkanals.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nadelzylinders weist
der Einsatz zwischen dem Bügelfuß und der Bügelklemme einen in der Nut liegenden Auflagebereich
auf, wobei zwischen dem Auflagebereich und dem Bügelfuß und zwischen dem Auflagebereich
und der Bügelklemme Freischnitte in dem Einsatz vorgesehen sind. Durch die vorzugsweise
für die Herstellung des Einsatzes verwendete Stanztechnik sind gewisse Toleranzen
in den Abmessungen des Einsatzes insbesondere in seinen inneren Eckbereichen, die
um die das obere Zylinderende geführt werden, unvermeidbar. Durch die Freischnitte
wird daher gewährleistet, dass der Einsatz auch bei bestehenden Fertigungstoleranzen
mit seiner Auflagefläche satt auf dem Nutboden aufliegt, wodurch sich die aus den
Nuten herausragenden Einsatzoberflächen auf einer Ebene befinden.
[0021] Ist bei dem erfindungsgemäßen Nadelzylinder der Bügelfuß an der Zylindermantelseite
vorgesehen, ist es besonders günstig, wenn an dem an das obere Zylinderende grenzenden
Zylindermantelende eine nasenförmig auskragende Führung für den Bügelfuß für dessen
leichtere Positionierung vorgesehen ist. Der restliche Bereich der Zylindermantelseite
ist gegenüber der nasenförmigen Auskragung in Relation zu der Rippscheibe der Rundstrickmaschine
zurückgesetzt.
[0022] Es hat sich ferner als vorteilhaft erwiesen, wenn bei der vorliegenden Erfindung
der Einsatz an der Zylindermantelseite, zwischen der die Maschenbildungsfläche ausbildenden
Einsatzoberfläche und dem Bügelfuß einen gegenüber dem einer Rippscheibe der Rundstrickmaschine
zugewandten Ende der Maschenbildungsfläche zurückgesetzten Vertiefungsbereich aufweist.
Der vorzugsweise konkav ausgebildete Vertiefungsbereich verringert die Gefahr eines
Kontaktes zwischen der Zunge der Stricknadel und dem Einsatz, wenn die Zungenadel
nach dem Maschenbildungspunkt eine Öffnungsbewegung vollführt. Außerdem wird durch
diese Form des Einsatzes die Fläche, auf der sich Schmutz ablagern kann, reduziert.
[0023] Dabei kann insbesondere die Reinigung des Vertiefungsbereiches und/oder des Bügelfußes
durch darauf ausgerichtete Luftdüsen leicht durchgeführt werden.
[0024] In einer sich als besonders vorteilhaft erwiesenen konstruktiven Gestaltung des erfindungsgemäßen
Nadelzylinders ist vorgesehen, dass der Bügelfuß in Form einer geschlossenen runden
Klammer ausgebildet ist und die Bügelklemme S-förmig ausgebildet ist. Hierdurch ergibt
sich ein besonders guter Halt des Einsatzes an dem oberen Zylinderende.
[0025] Die Aufgabe wird darüber hinaus durch eine Rundstrickmaschine mit einem erfindungsgemäßen
Nadelzylinder gelöst.
[0026] Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, deren Aufbau, Funktion und
Vorteile sind im Folgenden anhand von Figuren näher erläutert, wobei
- Figur 1
- schematisch einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Rundstrickmaschine mit einem
Einsatz, der ein oberes Zylinderende an der Zylindermantelseite und an der Zylinderinnenseite
übergreift, und mit zurückgezogener Stricknadel in einer geschnittenen Querschnittsansicht
zeigt;
- Figur 2
- schematisch den Ausschnitt der Rundstrickmaschine aus Figur 1 mit ausgefahrener Stricknadel
in einer geschnittenen Querschnittsansicht zeigt;
- Figur 3
- schematisch einen in der Rundstrickmaschine der Figuren 1 und 2 am oberen Zylinderende
als Abstreifer verwendeten Einsatz in einer perspektivischen Darstellung zeigt;
- Figur 4
- schematisch einen oberen Abschnitt der Rundstrickmaschine der Figuren 1 und 2 mit
Veranschaulichung des unter Federspannung fixierten Einsatzes in einer geschnittenen
Querschnittsansicht zeigt;
- Figur 5
- nochmals schematisch den in Figur 4 gezeigten Abschnitt der Rundstrickmaschine mit
unterschiedlicher Schraffierung von Teilkomponenten der Rundstrickmaschine in einer
geschnittenen Querschnittsansicht zeigt;
- Figur 6
- schematisch einen oberen Abschnitt der Rundstrickmaschine der Figuren 1 und 2 zeigt,
wobei sich eine Stricknadel mit ihrer Zunge im Bereich des Einsatzes befindet und
auf diesen Bereich des Einsatzes Luftdüsen ausgerichtet sind; und
- Figur 7
- schematisch eine weitere Ausführungsform eines oberen Abschnittes einer erfindungsgemäßen
Rundstrickmaschine mit einem Einsatz, der ein oberes Zylinderende an eine Zylinderinnenseite
und eine Seitenkante eines in dem oberen Zylinderende vorgesehenen äußeren Ringkanals
übergreift, in einer geschnittenen Querschnittsansicht zeigt.
[0027] In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Elemente, weshalb
eine Beschreibung eines Elementes, welche im Folgenden im Hinblick auf eine Figur
erfolgt, auch für das gleiche Bezugszeichen in den anderen Figuren gilt.
[0028] Die Figuren 1 und 2 zeigen schematisch einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Rundstrickmaschine
10 in einer geschnittenen Querschnittsansicht. Die Rundstrickmaschine 10 ist eine
Single-Zylinder-Rundstrickmaschine. Der Durchmesser der Rundstrickmaschine 10 ist
beliebig.
[0029] Die Rundstrickmaschine 1 weist einen aufrecht ausgerichteten Nadelzylinder 1 und
eine quer zu dem Nadelzylinder 1 ausgerichtete Rippscheibe 2 auf. Der Nadelzylinder
1 weist einen Zylindermantel 3 mit einer Vielzahl voneinander in Umfangsrichtung des
Nadelzylinders 1 beabstandeten und sich in axialer Zylinderausrichtung A erstreckenden
Nadelkanälen 4 mit darin bewegbaren Stricknadeln 5, die hier in Form von Zungennadeln
ausgebildet sind, aber in anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung auch
andere maschenbildende Nadeln sein können, auf. Die Anzahl der Nadelkanäle 4 sowie
der darin befindlichen Stricknadeln 5 ist von der Feinheit der Rundstrickmaschine
10, 10' abhängig.
[0030] Die Stricknadeln 5 weisen jeweils einen Nadelfuß 51 auf, wodurch sie mit in den vorliegenden
Figuren nicht gezeigten, an dem Nadelfuß 51 mechanisch gekoppelten Schloss nach oben
und unten bewegt werden können. Die Stricknadeln 5 werden in den Nadelkanälen 4 in
der gezeigten Ausführungsform durch Ringfedern 52 gehalten.
[0031] In der Darstellung von Figur 1 befindet sich die Stricknadel 5 in einer zurückgezogenen
Position, während sich die Stricknadel 5 in der Darstellung von Figur 2 in einer ausgefahrenen
Position befindet.
[0032] Der Nadelzylinder 6 weist ein oberes Zylinderende 6 auf, die in Form einer abgeflachten,
um den Zylinderumfang verlaufenden Zylinderoberkante ausgebildet ist. Unter dem oberen
Zylinderende 6 wird erfindungsgemäß dasjenige Zylinderende verstanden, aus welchem
die Köpfe 53 der Stricknadeln 5 während des Maschenbildungsprozesses herausragen.
In das obere Zylinderende 6 sind radial verlaufende Nuten 7 eingebracht, die sich
jeweils zwischen einem Paar von Nadelkanälen 4 erstrecken. Die Nuten 7 haben einen
im Wesentlichen flachen, sich horizontal erstreckenden Nutboden und sind durch die
gesamte Zylinderdicke verlaufende gerade Einschnitte.
[0033] In jede der Nuten 7 kann jeweils ein Einsatz 8 eingebracht sein. Der Einsatz 8, der
in der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Rundstrickmaschine 10 verwendet wird, ist
in Figur 3 vergrößert in einer perspektivischen Darstellung gezeigt.
[0034] Der Einsatz 8 ist in Form eines im Querschnitt flachen Federbügels ausgebildet. Die
Dicke des Federbügels ist etwas geringer als die Breite der Nut 7, sodass der Einsatz
8 einfach aber dennoch straff in die Nut 7 eingesetzt werden kann. Die Dicke des Einsatzes
8 kann in seinem unteren, in die Nut 7 einzusetzenden Bereich größer als in seinem
oberen, aus der Nut 7 herausragenden Bereich sein, um einerseits eine stabile Führung
des Einsatzes 8 in der Nut 7 zu gewährleisten und andererseits genug Platz für das
Garn in dem Maschenbildungsprozess zur Verfügung zu stellen. Die Dicke des Einsatzes
8 kann jedoch auch in allen seinen Bereichen konstant sein. Die radiale Erstreckung
des Einsatzes 8 ist größer als die radiale Erstreckung der Nut 7.
[0035] Der Federbügel weist einen das obere Zylinderende 6 an der Seite des Zylindermantels
3 übergreifenden Bügelfuß 82 auf. Der Bügelfuß 82 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
in Form einer geschlossenen runden Klammer ausgebildet. Wie es noch deutlicher anhand
der vergrößerten Darstellung eines oberen Abschnittes der Rundstrickmaschine 10 in
Figur 4 zu sehen ist, umgreift der Bügelfuß 82 an dem an das obere Zylinderende 6
grenzenden Ende des Zylindermantels 3 eine nasenförmig auskragende Führung 31a für
den Bügelfuß 82.
[0036] Der Einsatz 8 weist ferner und eine das obere Zylinderende 6 an der Zylinderinnenseite
9 übergreifende Bügelklemme 83 auf. Die Bügelklemme 83 ist erfindungsgemäß S-förmig
ausgebildet. Die Bügelklemme 83 weist zunächst einen von dem oberen Zylinderende 6
auskragenden, konvexen Klemmenabschnitt 831 und geht daraufhin in einen zu der Zylinderinnenseite
9 ragenden, konkaven Klemmenabschnitt 832 auf. Der Klemmenabschnitt 832 bildet ein
Federelement aus, das, wie in Figur 4 gut zu sehen, einen an der Zylinderinnenseite
9 vorgesehenen Gegenhalt 91 federnd hintergreift. An den Gegenhalt 91 schließt sich
an der Zylinderinnenseite 9 eine Ausbuchtung 92 an, in der der den Gegenhalt 91 federnd
hintergreifende Klemmenabschnitt 832 der Bügelklemme 83 aufgenommen ist. In dieser
Ausbildung der vorliegenden Erfindung ist die Bügelklemme 83 an einem zur Zylinderinnenseite
9 gerichteten Ende des Einsatzes 8 vorgesehen.
[0037] In anderen, nicht gezeigten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann die
Bügelklemme jedoch auch beabstandet von dem zur Zylinderinnenseite 9 gerichteten Ende
des Einsatzes 8 vorgesehen sein. In diesem Fall ist in dem oberen Zylinderende 6 ein
die Nuten 7 schneidender innerer Ringkanal mit einem darin ausgebildeten, beispielsweise
nasenförmigen Gegenhalt vorgesehen. Die Bügelklemme wird dann so in den inneren Ringkanal
eingeführt, dass sie eine weiter von der Zylinderinnenseite 9 weg liegende Seitenkante
des inneren Ringkanals und dabei den an dieser Seitenkante ausgebildeten Gegenhalt
hintergreift.
[0038] Der Einsatz 8 ragt aus der Nut 7 heraus und bildet mit seiner Einsatzoberfläche 81
eine Maschenbildungsfläche oder Abstreiferoberfläche aus. In der gezeigten Ausführungsform
weist die Einsatzoberfläche 81 einen ersten, in Richtung der Zylinderinnenseite 9
abwärts geneigten Einsatzoberflächenbereich 811 und einen zweiten, sich horizontal
erstreckenden Einsatzoberflächenbereich 812 auf.
[0039] Der Einsatz 8 kann verschleißverringernde Beschichtung oder Behandlung aufweisen,
die wenigstens in dem Einsatzoberflächenbereich 812 vorgesehen ist.
[0040] Wie es beispielsweise aus Figur 3 in Zusammenhang mit Figur 5, in der der Nadelzylinder
1 der besseren Übersichtlichkeit halber schraffiert dargestellt ist, gut hervorgeht,
weist der Einsatz 8 einen Auflagebereich 84 auf, mit dem er flächig auf einem Nutboden
der Nut 7 aufliegt. Dabei sind zwischen zwischen dem Auflagebereich 84 und dem Bügelfuß
82 und zwischen dem Auflagebereich 84 und der Bügelklemme 83 Freischnitte 85, 86 in
dem Einsatz 8 vorgesehen.
[0041] Der Einsatz 8 weist an der Seite des Zylindermantels 3, zwischen der die Maschenbildungsfläche
ausbildenden Einsatzoberfläche 81 und dem Bügelfuß 82 einen gegenüber dem der Rippscheibe
2 der Rundstrickmaschine 10 zugewandten Ende 87 der Maschenbildungsfläche zurückgesetzten
Vertiefungsbereich 88 auf.
[0042] Figur 6 zeigt schematisch einen oberen Abschnitt der Rundstrickmaschine der Figuren
1 und 2, wobei sich eine Stricknadel 5 mit ihrer Zunge 54 im Bereich des Einsatzes
8 befindet und auf diesen Bereich des Einsatzes Luftdüsen ausgerichtet sind.
[0043] Figur 7 zeigt schematisch einen oberen Abschnitt einer weiteren möglichen Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Rundstrickmaschine 10' in einer geschnittenen Querschnittsansicht.
[0044] Die Rundstrickmaschine 10' weist einen Nadelzylinder 1' mit einem gegenüber dem oberen
Zylinderende 6 aus der Ausführungsform der Figuren 1 bis 6 modifizierten oberen Zylinderende
6' auf. In dem oberen Zylinderende 6' ist ein in Umfangsrichtung des Nadelzylinders
1' verlaufender äußerer Ringkanal 30 ausgebildet. Der äußere Ringkanal 30 schneidet
die Nuten 7.
[0045] Ferner weist die Rundstrickmaschine 10' einen gegenüber dem Einsatz 8 der Ausführungsform
der Figuren 1 bis 6 modifizierten Einsatz 8' auf. Der Einsatz 8' weist zwar, wie der
Einsatz 8, eine das obere Zylinderende 6' an der Zylinderinnenseite 9 übergreifende
Bügelklemme 83 mit den oben beschriebenen Merkmalen auf, hintergreift aber nicht das
obere Zylinderende 6' an der Seite des Zylindermantels 3. Stattdessen weist der Einsatz
8' einen Bügelfuß 82' auf, der eine weiter von dem Zylindermantel 3 weg liegende Seitenkante
31 des äußeren Ringkanals 30 hintergreift.
[0046] Die Einsätze 8, 8' wechselwirken mit entsprechenden hin- und herbeweglichen Elementen
21, die in horizontalen Führungskanälen in der Rippscheibe 2 der jeweiligen Rundstrickmaschine
10, 10' aufgenommen sind. Die Rippscheibe 2 ist jeweils koaxial zu dem Nadelzylinder
1, 1' angeordnet und an diesem über einen Fuß 55 befestigt.
[0047] Jedes bewegliche Element 21 hat einen sich radial in Richtung der Zylinderinnenseite
9 zeigenden Finger 22 und überfährt bei seiner Horizontalbewegung die Einsatzoberfläche
81. Die die Maschenbildungsflächen ausbildenden Einsätze 8, 8' übernehmen also bei
der vorliegenden Erfindung die Funktion, die im Stand der Technik von beweglichen
Abstreifern bzw. Sinkern übernommen wird. Die beweglichen Elemente 21 halten die Masche
nahe der Maschenbildungsfläche, die durch die Einsatzoberfläche 81 der Einsätze 8,
8' ausgebildet wird, wenn die Stricknadel 5 angehoben wird, sodass die Masche durch
die Aufwärtsbewegung der Stricknadel 5 nicht nach oben abgehoben, sondern in Richtung
der Nadelzylindermitte gedrückt wird, wodurch der Kontakt der Masche mit der Stricknadel
5 aufrechterhalten wird.
[0048] Während sich ein bewegliches Element 21 über dem Nadelzylinder 1, 1' radial nach
innen bewegt hat, bewegt sich eine Stricknadel 5 mit dem Garn nach oben. Daraufhin
hält der Finger 22 des beweglichen Elementes 21 das Garn, wodurch verhindert wird,
dass es durch die Aufwärtsbewegung der Stricknadel 5 nach oben abgehoben wird. Die
Aufwärtsbewegung der Stricknadel 5 wird fortgesetzt, bis die Masche von der geöffneten
Zunge 54 der Stricknadel 5 freigegeben wird.
[0049] Dabei kommt es zu einer erhöhten mechanischen Beanspruchung der Einsatzoberfläche
81 im Vergleich zu den anderen Bereichen des Nadelzylinders 1, 1'. Sind die Einsätze
8, 8' daher mit der Zeit verschlissen, können sie durch einfaches Abklemmen von dem
oberen Zylinderende 6, 6' entfernt und gegen neue Einsätze 8, 8' durch einfaches Einsetzen
der neuen Einsätze 8, 8' in die Nuten 7 und durch einfaches Aufklemmen der neuen Einsätze
8, 8' auf das obere Zylinderende 6, 6' ersetzt werden.
[0050] Die oben beschriebenen Ausführungsformen können hinsichtlich einzelner Merkmale wechselweise
miteinander kombiniert werden. Der Einsatz 8, 8' kann aus ein oder mehreren miteinander
verbundenen Einzelteilen und/oder aus einem oder mehreren Materialien oder Materialkombination(en)
ausgebildet sein.
1. Nadelzylinder (1, 1') einer Rundstrickmaschine (10, 10'), an dessen Zylindermantel
(3) eine Vielzahl von sich in axialer Zylinderausrichtung (A) erstreckenden Nadelkanälen
(4) mit darin bewegbaren Stricknadeln (5) vorgesehen ist und in dessen für die Maschenbildung
vorgesehenen oberen Zylinderende (6, 6') zwischen jedem Paar benachbarter Nadelkanäle
(4) jeweils eine radial ausgerichtete Nut (7) vorgesehen ist, in der jeweils wenigstens
ein Einsatz (8, 8') vorgesehen ist, der mit seiner aus der jeweiligen Nut (7) heraus
ragenden Einsatzoberfläche (81) eine Maschenbildungsfläche ausbildet, und
der Einsatz (8) in Form eines Federbügels ausgebildet ist, wobei der Federbügel einen
das obere Zylinderende (6, 6') an der Seite des Zylindermantels (3) oder eine Seitenkante
(31) eines in dem oberen Zylinderende (6') vorgesehenen äußeren Ringkanals (30) übergreifenden
Bügelfuß (82, 82') und eine das obere Zylinderende (6) an der Zylinderinnenseite (9)
oder eine Seitenkante eines in dem oberen Zylinderende (6') vorgesehenen inneren Ringkanals
übergreifende Bügelklemme (83) mit wenigstens einem einen Gegenhalt (91) federnd hintergreifenden
Klemmenabschnitt (832) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bügelklemme (83) S-förmig ausgebildet ist.
2. Nadelzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenhalt (91) durch eine nasenförmige Auskragung an dem an das obere Zylinderende
(6, 6') grenzenden Ende der Zylinderinnenseite (9) oder des inneren Ringkanals ausgebildet
ist und sich an den Gegenhalt (91) an der Zylinderinnenseite (9) oder in dem inneren
Ringkanal eine Ausbuchtung (92) zur Aufnahme des den Gegenhalt (91) federnd hintergreifenden
Klemmenabschnittes (832) der Bügelklemme (83) anschließt.
3. Nadelzylinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (8, 8') einen zwischen dem Bügelfuß (82, 82') und der Bügelklemme (83)
in der Nut (7) liegenden Auflagebereich (84) aufweist, wobei zwischen dem Auflagebereich
(84) und dem Bügelfuß (82, 82') und zwischen dem Auflagebereich (84) und der Bügelklemme
(83) Freischnitte (85, 86) in dem Einsatz (8, 8') vorgesehen sind.
4. Nadelzylinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem an das obere Zylinderende (6) grenzenden Ende des Zylindermantels (3) eine
nasenförmig auskragende Führung (31a) für den Bügelfuß (82) vorgesehen ist.
5. Nadelzylinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (8, 8') an der Seite des Zylindermantels (3), zwischen der die Maschenbildungsfläche
ausbildenden Einsatzoberfläche (81) und dem Bügelfuß (82, 82') einen gegenüber dem
einer Rippscheibe (2) der Rundstrickmaschine (10, 10') zugewandten Ende (87) der Maschenbildungsfläche
zurückgesetzten Vertiefungsbereich (88) aufweist.
6. Nadelzylinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Nadelzylinder (1, 1') Luftdüsen vorgesehen sind, die auf den Vertiefungsbereich
(88) und/oder den Bügelfuß (82) ausgerichtet sind.
7. Nadelzylinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügelfuß (82, 82') in Form einer geschlossenen runden Klammer ausgebildet ist.
8. Rundstrickmaschine (10, 10') mit einem Nadelzylinder (1, 1') nach wenigstens einem
der vorhergehenden Ansprüche.
1. Needle cylinder (1, 1') of a circular knitting machine (10, 10'), on the cylinder
casing (3) of which a plurality of needle channels (4) extending in the axial cylinder
alignment (A) is provided having knitting needles (5) that are movable therein, and,
in the upper cylinder end (6, 6') of which that is provided for loop formation, a
radially aligned groove (7) is provided between each pair of adjacent needle channels
(4), in each of which grooves at least one insert (8, 8') is provided, the insert
surface (81) of which protruding from the particular groove (7) forms a loop formation
surface, and
the insert (8) is designed as a spring clip, the spring clip having a clip base (82,
82') that overlaps the upper cylinder end (6, 6') on the side of the cylinder casing
(3) or a side edge (31) of an outer ring channel (30) provided in the upper cylinder
end (6'), and having a clip clamp (83) that overlaps the upper cylinder end (6) on
the cylinder interior (9) or a side edge of an inner ring channel provided in the
upper cylinder end (6'), the clip clamp having at least one clamp portion (832) resiliently
engaging behind a counter support (91),
characterized in that
the clip clamp (83) is S-shaped.
2. Needle cylinder according to claim 1, characterized in that the counter support (91) is formed by a lug-like projection at the end of the cylinder
interior (9) or of the inner ring channel that borders the upper cylinder end (6,
6'), and a bulge (92) for receiving the clamp portion (832) of the clip clamp (83)
which resiliently engages behind the counter support (91) adjoins the counter support
(91) on the cylinder interior (9) or in the inner ring channel.
3. Needle cylinder according to at least one of the preceding claims, characterized in that the insert (8, 8') has a contact region (84) between the clip base (82, 82') and
the clip clamp (83) in the groove (7), cut-outs (85, 86) being provided in the insert
(8, 8') between the contact region (84) and the clip base (82, 82') and between the
contact region (84) and the clip clamp (83).
4. Needle cylinder according to at least one of the preceding claims, characterized in that a guide (31a) protruding in a lug-like manner is provided for the clip base (82)
at the end of the cylinder casing (3) bordering the upper cylinder end (6).
5. Needle cylinder according to at least one of the preceding claims, characterized in that the insert (8, 8') has, on the side of the cylinder casing (3), between the insert
surface (81) forming the loop formation surface and the clip base (82, 82'), a recess
region (88) that is recessed with respect to the end (87) of the loop formation surface
that is nearer a dial (2) of the circular knitting machine (10, 10').
6. Needle cylinder according to claim 5, characterized in that air nozzles are provided on the needle cylinder (1, 1'), which air nozzles are aligned
with the recess region (88) and/or the clip base (82).
7. Needle cylinder according to at least one of the preceding claims, characterized in that the clip base (82, 82') is designed as a closed round retaining clip.
8. Circular knitting machine (10, 10') comprising a needle cylinder (1, 1') according
to at least one of the preceding claims.
1. Cylindre à aiguilles (1, 1') d'un métier à tricoter circulaire (10, 10'), une pluralité
de canaux d'aiguille (4) qui s'étendent dans la direction axiale (A) du cylindre et
qui contiennent des aiguilles de tricotage mobiles (5) étant prévus sur l'enveloppe
de cylindre (3) du cylindre à aiguilles, et une rainure (7) orientée de façon radiale
étant respectivement prévue dans l'extrémité de cylindre supérieure (6, 6') du cylindre
à aiguilles prévue pour la formation de mailles, entre chaque paire de canaux d'aiguilles
adjacents (4), au moins un embout (8, 8') étant respectivement prévu dans la rainure,
lequel embout forme, avec sa surface d'embout (81) faisant saillie à partir de la
rainure respective (7), une surface de formation de mailles, et
l'embout (8) étant réalisé sous la forme d'un étrier élastique, l'étrier élastique
présentant un pied d'étrier (82, 82') chevauchant l'extrémité supérieure de cylindre
(6, 6') sur le côté de l'enveloppe de cylindre (3) ou chevauchant un bord latéral
(31) d'un canal annulaire extérieur (30) prévu dans l'extrémité de cylindre supérieure
(6'), et présentant une pince d'étrier (83) chevauchant l'extrémité de cylindre supérieure
(6) sur le côté intérieur de cylindre (9) ou chevauchant un bord latéral d'un canal
annulaire intérieur prévu dans l'extrémité de cylindre supérieure (6'), et comportant
au moins un segment de pince (832) enserrant par l'arrière et de façon élastique un
contre-appui (91),
caractérisé en ce que
la pince d'étrier (83) est en forme de S.
2. Cylindre à aiguilles selon la revendication 1, caractérisé en ce que le contre-appui (91) est réalisé par une saillie en forme de nez à l'extrémité du
côté intérieur de cylindre (9) ou du canal annulaire intérieur adjacente à l'extrémité
de cylindre supérieure (6, 6') et en ce qu'un renflement (92), destiné à recevoir le segment de pince (832) de la pince d'étrier
(83) enserrant par l'arrière et de façon élastique le contre-appui (91), se raccorde
au contre-appui (91) sur le côté intérieur de cylindre (9) ou dans le canal annulaire
intérieur.
3. Cylindre à aiguilles selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'embout (8, 8') présente une zone de support (84) située entre le pied d'étrier
(82, 82') et la pince d'étrier (83) dans la rainure (7), des découpes libres (85,
86) étant prévues dans l'embout (8, 8') entre la zone de support (84) et le pied d'étrier
(82, 82') et entre la zone de support (84) et la pince d'étrier (83).
4. Cylindre à aiguilles selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un guidage saillant en forme de nez (31a) et destiné au pied d'étrier (82) est prévu
à l'extrémité de l'enveloppe de cylindre (3) adjacente à l'extrémité de cylindre supérieure
(6).
5. Cylindre à aiguilles selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'embout (8, 8') présente, sur le côté de l'enveloppe de cylindre (3), entre la surface
d'embout (81) formant la surface de formation de mailles et le pied d'étrier (82,
82'), une zone de cavité (88) placée en arrière par rapport à l'extrémité (87) de
la surface de formation de mailles orientée vers un plateau (2) du métier à tricoter
circulaire (10, 10').
6. Cylindre à aiguilles selon la revendication 5, caractérisé en ce que des buses à air sont prévues sur le cylindre à aiguilles (1, 1'), lesquelles buses
à air sont alignées avec la zone de cavité (88) et/ou avec le pied d'étrier (82).
7. Cylindre à aiguilles selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le pied d'étrier (82, 82') est réalisé sous la forme d'une pince ronde fermée.
8. Métier à tricoter circulaire (10, 10') comportant un cylindre à aiguilles (1, 1')
selon au moins l'une des revendications précédentes.