[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausspülen eines wasserlöslichen Feststoffreinigers,
mit einem Ausspülraum, der einen Auslauf aufweist; wenigstens einer im Bereich des
Ausspülraums angeordneten Ausspüldüse und mit einer Aufnahme für einen oberhalb der
Ausspüldüse angeordneten Vorlagebehälter für den Feststoffreiniger.
[0002] Spülmaschinen oder Waschmaschinen, insbesondere im gewerblichen Bereich, werden häufig
automatisch mit Reinigungsmittel aus größeren Gebinden beschickt. Reinigungsmittel
können in Vorratsbehältern in flüssiger oder fester Form vorliegen.
[0003] Bei der Dosierung von Reinigungsmitteln in fester Form in eine solche Maschine werden
häufig sogenannte Pulverdosiervorrichtungen verwendet. Feststoff wird aus einem Vorratsbehälter
bevorzugt mittels einer Spülflüssigkeit wie Wasser in einen Ausspülraum und von dort
(gelöst oder als Dispersion in der Flüssigkeit) in die Maschine geleitet.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die ein sicheres und zuverlässiges Ausspülen und Dosieren eines Feststoffreinigers
ermöglicht.
[0005] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass die Aufnahme für den Vorlagebehälter
so ausgebildet ist, dass der wasserlösliche Feststoffreiniger im Betrieb der Vorrichtung
oberhalb des maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveaus im Ausspülraum angeordnet ist.
[0006] Zunächst seien einige im Rahmen der Erfindung verwendete Begriffe erläutert.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient dem Ausspülen eines wasserlöslichen Feststoffreinigers.
Ausspülen bedeutet, dass der als Feststoff (Pulver, Granulat, Block oder dergleichen)
vorliegende Reiniger mittels Flüssigkeit aus einem Vorlagebehälter (Vorratsbehälter
wie beispielsweise Kartusche) entfernt wird und in vollständig gelöster, teilweise
gelöster oder dispergierter Form in der zum Ausspülen verwendeten Flüssigkeit zunächst
in den Ausspülraum und dann durch den Auslauf in eine Einrichtung gebracht wird, in
der der Reiniger Verwendung findet, beispielsweise eine (bevorzugt gewerbliche) Waschmaschine
oder Spülmaschine. Bei der Spülmaschine kann es sich um eine Spülmaschine für Geschirr,
medizinische Instrumente oder dergleichen handeln.
[0008] Der Begriff Reiniger ist umfassend zu verstehen und umfasst alle als Feststoff formulierbaren
Bestandteile, die im Zuge der Reinigung und oder Aufbereitung von Gegenständen wie
Geschirr, Wäsche, medizinischen Instrumenten oder dergleichen Verwendung finden können.
Umfasst sind insbesondere Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Klarspüler oder dergleichen.
[0009] Wasserlöslich ist im Rahmen der Erfindung so zu verstehen, dass der Reiniger mittels
der zum Ausspülen verwendeten Flüssigkeit aus dem Vorlagebehälter entfernt werden
kann und in dieser Flüssigkeit ganz oder teilweise gelöst, gegebenenfalls auch dispergiert
wird. Die Flüssigkeit ist bevorzugt Wasser, der Reiniger ist darin in den verwendeten
Konzentrationen bevorzugt vollständig löslich.
[0010] Im Bereich des Ausspülraums ist eine Ausspüldüse angeordnet. Mittels dieser Düse
kann Flüssigkeit so in Richtung des Feststoffs im Vorlagebehälter gerichtet werden,
dass dieser aus dem Vorlagebehälter entfernt wird und bevorzugt mittels Schwerkraft
gemeinsam mit der Flüssigkeit in den Ausspülraum gelangt. Im Ausspülraum kann eine
gegebenenfalls unvollständige Vermischung des Feststoffs mit der Flüssigkeit, bevorzugt
eine vollständige oder teilweise Lösung des Feststoffs in der Flüssigkeit, stattfinden.
[0011] Die Ausspüldüse ist im Bereich des Ausspülraums angeordnet. Dies bedeutet, dass ihre
Anordnung so ausgestaltet ist, dass im Betrieb die aus ihr austretende Flüssigkeit
gemeinsam mit ausgespültem Feststoff zurück in den Ausspülraum gelangt. Bevorzugt
ist sie bzw. ihre Austrittsöffnung innerhalb des Ausspülraums angeordnet.
[0012] Die Vorrichtung weist eine Aufnahme für einen oberhalb der Ausspüldüse angeordneten
Vorlagebehälter für den Feststoffreiniger auf. Der Begriff Vorlagebehälter bezeichnet
einen Behälter, beispielsweise eine Kartusche, in dem der Feststoff zum Ausspülen
vorrätig gehalten wird. Bevorzugt kann der Feststoff auch vor der Verwendung in dem
(dann bevorzugt verschlossenen) Vorlagebehälter gelagert werden. Aufnahme bedeutet,
dass ein entsprechend geeigneter Vorlagebehälter in einer durch die Aufnahme definierten
Position oberhalb der Ausspüldüse angeordnet werden kann. In dieser Position ist eine
nach unten weisende Öffnung des Vorlagebehälters für aus der Ausspüldüse austretende
Flüssigkeit zugänglich. Diese Öffnung im Vorlagebehälter kann bevorzugt mit einem
Sieb oder dergleichen versehen sein, das verhindert, dass Feststoff nach unten aus
dem Vorlagebehälter fällt, bevor er mittels der Düse ausgespült wird.
[0013] Erfindungsgemäß ist die Aufnahme für den Vorlagebehälter so ausgebildet, dass der
wasserlösliche Feststoffreiniger im Betrieb der Vorrichtung oberhalb des maximal erreichbaren
Flüssigkeitsniveaus im Ausspülraum angeordnet ist.
[0014] Das maximal erreichbare Flüssigkeitsniveau im Ausspülraum ist ein Niveau, das weder
im Regelbetrieb noch bei einer Störung des Betriebs (beispielsweise Verstopfung des
Auslaufs) überschritten wird. Maximal erreichbar bedeutet, dass beim Erreichen bzw.
Übersteigen dieses Flüssigkeitsniveaus entweder eine weitere Flüssigkeitszufuhr automatisch
unterbunden wird oder weiter zugeführte Flüssigkeit durch einen Überlauf aus dem Ausspülraum
abgeführt wird. Bevorzugt kann auch eine Kombination dieser Maßnahmen erfolgen und
damit eine doppelte Sicherung gegen ein Überschreiten des maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveaus
vorgesehen sein.
[0015] Die Anordnung des Vorlagebehälters oberhalb dieses maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveaus
bedeutet, dass der Flüssigkeitsspiegel unterhalb der Öffnung des Vorlagebehälters
bleibt, durch die das Ausspülen erfolgt.
[0016] Die Erfindung hat erkannt, dass es im Betrieb einer beschriebenen Vorrichtung zum
Ausspülen gelegentlich zu Betriebsstörungen kommen kann durch im Ausspülraum verbleibenden,
nicht vollständig durch den Auslauf ausgespülten Feststoff, beispielsweise verklebte
oder verklumpte Reinigerreste. Diese können unter Umständen den Auslauf ganz oder
teilweise verstopfen. Beispielsweise können sich nach einer längeren Betriebspause
angetrocknete und damit hartnäckige Reste im Ausspülraum ansammeln.
[0017] Diese Reste bergen zum einen die Gefahr einer Betriebsstörung sowie gegebenenfalls
eines Überlaufens des Ausspülraums, wenn weiter Flüssigkeit zum Ausspülen zugeführt
wird. Zum anderen kann der mit seiner unteren Öffnung in den Ausspülraum hineinragende
Vorlagebehälter gegebenenfalls in die im Ausspülraum befindliche Flüssigkeit eintauchen,
dadurch können unkontrolliert große Mengen Reiniger aus dem Vorlagebehälter heraus
in den Aufnahmeraum gelangen und dort die Verstopfung verschlimmern und/oder eine
hochkonzentrierte und gegebenenfalls für den Anwender gefährliche Reinigerlösung bilden.
Dies ist insbesondere dann von Relevanz, wenn der Anwender für einen Zugang zum Ausspülraum
den Vorlagebehälter herausnehmen muss, um die Verstopfung manuell zu entfernen.
[0018] Die Erfindung ermöglicht einen sicheren Betrieb der Vorrichtung auch im Störungsfall.
Kommt es zu einer Verstopfung, steigt das Flüssigkeitsniveau im Ausspülraum höchstens
bis zu dem maximal erreichbaren Niveau an und gelangt nicht bis zum Feststoffreiniger
im Vorlagebehälter. Ein weiteres unkontrolliertes Ausspülen oder Lösen von Feststoff
durch in den Behälter steigende Flüssigkeit findet nicht statt. Wird ein Vorlagebehälter
zur Behebung einer Verstopfung herausgenommen, ist dessen untere Öffnung "trocken"
und es tropft keine in diesem Bereich stehende Flüssigkeit ab, was zu Verunreinigungen
oder Gefährdungen des Bedieners führen könnte.
[0019] Der Ausspülraum wird bevorzugt durch den Vorlagebehälter nach oben abgeschlossen.
Eine entsprechende Öffnung des Ausspülraums nach oben wird somit bevorzugt durch den
eingesetzten Vorlagebehälter vollständig abgedeckt bzw. geschlossen. Der Ausspülraum
ist bevorzugt als Trichter ausgebildet.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Ausspülraum bzw. ein damit in Flüssigkeitsverbindung
stehender räumlich benachbarter Bereich einen Flüssigkeitsniveausensor auf, der (im
Zusammenwirken mit einer entsprechenden Steuerungseinheit und ansteuerbaren Ventilen)
zur Unterbrechung einer Flüssigkeitszufuhr beim Erreichen eines vorgegebenen maximalen
Flüssigkeitsniveaus im Ausspülraum ausgebildet ist. Dieser Sensor kann beispielsweise
als Leitfähigkeitssensor ausgebildet sein.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Flüssigkeitssensor
in einem vom Ausspülraum räumlich getrennten Bereich angeordnet ist, der in Flüssigkeitsverbindung
mit dem Ausspülraum steht, wobei der Flüssigkeitsdurchtritt zwischen Ausspülraum und
dem getrennten Bereich unterhalb des Detektionsniveaus des Flüssigkeitssensors angeordnet
ist.
[0022] Die Anordnung in einem räumlich getrennten Bereich bewirkt, dass beispielsweise in
den Ausspülraum fallender Reiniger die Funktion des Sensors nicht oder jedenfalls
nicht so leicht beeinträchtigen kann. Dieser räumlich getrennte Bereich steht in Flüssigkeitsverbindung
mit dem Ausspülraum. Durch eine oder mehrere entsprechende Öffnungen steht in diesem
räumlich getrennten Bereich somit stets das gleiche Flüssigkeitsniveau wie im Ausspülraum.
Der Flüssigkeitsdurchtritt und damit die Verbindung zwischen Ausspülraum und dem getrennten
Bereich liegen erfindungsgemäß bevorzugt unterhalb des Detektionsniveaus des Flüssigkeitssensors.
Das Detektionsniveaus ist das Schaltniveau des Sensors, es entspricht bevorzugt dem
maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveau. Der räumlich getrennte Bereich mit dem darin
angeordneten Sensor ist somit nur "von unten" durch Flüssigkeit erreichbar, dies vermindert
die Gefahr, dass Feststoffrückstände in diesem getrennten Bereich hineingeschwemmt
werden und sich dort festsetzen. Der räumlich getrennte Bereich kann erfindungsgemäß
gegebenenfalls separat gespült werden, beispielsweise durch eine in diesem Bereich
angeordnete oder darin hineinweisende Spüldüse. Eine solche Reinigung kann beispielsweise
in Betriebspausen stattfinden, um die Funktion des Sensors sicherzustellen.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Ausspülraum bzw. ein damit
in Flüssigkeitsverbindung stehender räumlich benachbarter Bereich einen Überlauf auf,
der zur Ableitung von Flüssigkeit bei Überschreiten des maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveaus
ausgebildet ist. Durch diesen Überlauf wird auch bei Verstopfung des Auslaufs und
fortgesetzter Flüssigkeitszufuhr verhindert, dass die Flüssigkeit im Ausspülraum soweit
ansteigt, dass sie in den Vorlagebehälter hineinreicht. Der Überlauf kann mit einer
Überlaufleitung verbunden sein, durch die ein kontrollierter Ablauf des Überlaufs
beispielsweise in einen Ausguss stattfindet. Damit wird auch bei der Betriebsstörung
eine Verunreinigung der Umgebung oder eine Gefährdung des Personals vermieden.
[0024] Bevorzugt ist es, wenn ein Flüssigkeitsniveausensor mit einem Überlauf kombiniert
wird und somit eine doppelte Sicherung gegen Überschreiten des maximal erreichbaren
Flüssigkeitsniveaus erfolgt. Bevorzugt ist dann das Überlaufniveau oberhalb des Flüssigkeitsniveaus,
bei dem eine Unterbrechung der Flüssigkeitszufuhr durch den Flüssigkeitsniveausensor
erfolgt. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist das maximal erreichbare Flüssigkeitsniveau
in der Regel das Detektionsniveaus des Flüssigkeitssensors. Lediglich bei einer Störung
dieses Sensors kann das Flüssigkeitsniveau darüber hinaus bis zum Überlaufniveau ansteigen,
dieses bildet somit im Falle einer Störung des Sensors das maximal erreichbare Flüssigkeitsniveau.
Erfindungsgemäß wird so eine zweifach redundante Sicherung gegen ein unerwünschtes
Ansteigen des Flüssigkeitsniveaus in den Vorlagebehälter hinein erreicht.
[0025] Bevorzugt verengt sich der Ausspülraum wenigstens im unteren Bereich zum Auslauf
hin trichterförmig. Der Ausspülraum kann insgesamt (in dem Bereich von der Ausspülöffnung
bzw. Unterkante eines eingesetzten Vorlagebehälters bis hin zur Auslauföffnung) in
etwa trichterförmig ausgebildet sein.
[0026] Erfindungsgemäß kann zusätzlich eine Spüleinrichtung für die Wände des Ausspülraums
vorgesehen sein. Diese kann insbesondere in Betriebspausen der Vorrichtung zur Reinigung
bzw. zur Entfernung von Reinigerrückständen verwendet werden. Die Spüleinrichtung
kann eine oder mehrere separate Düsen aufweisen. Bevorzugt ist sie zum tangentialen
Spülen der Wände des Ausspülraums ausgebildet. Der Begriff tangentiales Spülen ist
im Rahmen der Erfindung weit zu verstehen und umfasst jedes Einbringen von Spülflüssigkeit,
bei der diese entlang der Wände des Ausspülraums eine Richtungskomponente in der Horizontalen
erfährt, bevor sie durch die Schwerkraft in Richtung Auslauf strömt. Bei einem trichterförmigen
Ausspülraum mit in horizontaler Richtung in etwa kreisförmigen Querschnitt kann beispielsweise
eine solche Spüldüse in etwa horizontaler Richtung und mit einem spitzen Winkel zur
Tangentialen des Auftreffpunktes auf der Wand des Ausspülraums weisen.
[0027] Die Ausspüldüse ist bevorzugt ausgebildet zum Ansprühen von unten des Feststoffreinigers
in dem Vorlagebehälter. Der Düsenstrahl weist somit bevorzugt in etwa senkrecht nach
oben.
[0028] Bevorzugt ist die Austrittsöffnung der Ausspüldüse oberhalb des im Betrieb der Vorrichtung
maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveaus im Ausspülraum angeordnet. Dies verhindert,
dass bei einer Betriebsstörung die Austrittsöffnung der Ausspüldüse durch beispielsweise
Reinigerreste verstopft, verklebt oder in sonstiger Weise beeinträchtigt wird.
[0029] Bevorzugt weist die Vorrichtung einen Sensor zur Detektion der Anwesenheit eines
Vorlagebehälters mit Feststoffreiniger auf. Bevorzugt ist ferner, dass die Vorrichtung
die Flüssigkeitszufuhr zur Ausspüldüse nur dann freigibt, wenn dieser Sensor die Anwesenheit
eines Vorlagebehälters mit Feststoffreinigers in der Aufnahme detektiert. Auf diese
Weise wird ein unbeabsichtigter Betrieb der Ausspüldüse ohne eingesetzten Vorlagebehälter
verhindert, der zu einer Verunreinigung der Umgebung oder Gefährdung des Personals
führen kann.
[0030] Der Sensor kann als einfacher Tastschalter, Lichtschranke oder dergleichen ausgebildet
sein, so dass lediglich die Anwesenheit des Behälters detektiert wird. Alternativ
oder zusätzlich kann der Sensor den eingesetzten Vorlagebehälter (und damit auch dessen
Inhalt) identifizieren anhand weiterer Merkmale, beispielsweise optische Codes, mechanische
Formgestaltungen oder bevorzugt RFID-Tags.
[0031] Ein als Feststoff ausgebildeter Reiniger lässt sich häufig mit Flüssigkeit einer
bestimmten Temperatur leichter ausspülen bzw. lösen. Erfindungsgemäß kann ein Temperatursensor
vorgesehen sein, der die Temperatur der der Ausspüldüse zugeführten Flüssigkeit überwacht.
Es kann beispielsweise extern vorgewärmte Flüssigkeit aus einem Warmwasseranschluss
zugeführt werden. Unterschreitet oder überschreitet die Flüssigkeit eine vorgegebene
Mindesttemperatur bzw. Höchsttemperatur, kann ein Signal ausgelöst und/oder der Betrieb
unterbrochen werden.
[0032] Bevorzugt kann der Winkel der Wand des Ausspülraums zur vertikalen in dem auf den
Auslauf zu führenden Bereich 45° oder weniger betragen. Der Ausspülraum ist somit
bevorzugt mindestens im Bereich des Auslaufs mit einer steilen Wand ausgebildet, so
dass die Gefahr des Festklebens von Reiniger vermieden oder vermindert wird.
[0033] Erfindungsgemäß ist bevorzugt, dass der vertikale Abstand zwischen dem maximal erreichbaren
Flüssigkeitsniveaus im Ausspülraum und einem oberhalb der Ausspüldüse in der Aufnahme
angeordneten Vorlagebehälter für den Feststoffreiniger wenigstens 5 mm, vorzugsweise
wenigstens 10 mm beträgt. Dieser Abstand bezieht sich auf die Unterkante des in die
Aufnahme eingesetzten Vorlagebehälters bzw. dessen Öffnung (beispielsweise die Höhe
eines darin angeordneten Siebs, auf dem der Feststoff lagert). Die genannten Abstände
erlauben einerseits eine kompakte Bauweise und bieten andererseits hinreichende Sicherheit
gegen ungewolltes Eintreten von Flüssigkeit in den Vorlagebehälter im Falle einer
Betriebsstörung.
[0034] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert.
Diese zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einem Vertikalschnitt.
[0035] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung weist ein insgesamt mit 1 bezeichnetes Gehäuse
auf. Der obere Bereich 2 dieses Gehäuses dient als Aufnahme für eine Kartusche 3,
die als Pulver oder Granulat formuliertes Reinigungsmittel enthält. Der untere Bereich
4 des Gehäuses umschließt einen Ausspülraum 6, der sich nach unten hin trichterförmig
zu einem Auslauf 5 verjüngt.
[0036] Die Kartusche 3 weist einen bei 7 angedeuteten Schnappverschluss auf, in dem gezeigten
eingesetzten Zustand ist der Deckel abgenommen. In der Öffnung der Kartusche ist ein
bei 8 angedeutetes Sieb angeordnet. Es ist hinreichend feinmaschig, um trockenen Feststoff
am Herausrieseln zu hindern. Andererseits erlaubt es den Durchtritt von Flüssigkeit
und das Herausspülen von gelöstem Feststoff.
[0037] Das Gehäuse 1 weist in einem Umfangsabschnitt einen räumlich abgetrennten Bereich
9 auf, in diesem Bereich ist ein bei 10 angedeuteter Flüssigkeitsniveausensor angeordnet.
Der Bereich 9 ist mit dem Ausspülraum 6 über einen Durchtritt 11 verbunden, dieser
Durchtritt liegt unterhalb des Detektionsniveaus des Flüssigkeitssensors 10.
[0038] Im räumlich abgetrennten Bereich 9 ist ferner ein Überlauf 12 angeordnet, der mit
einem Ablauf 16 zur Abführung überlaufender Flüssigkeit beispielsweise in die Kanalisation
verbunden ist. An den Ablauf 16 ist ein Ablaufschlauch 21 angeschlossen. Im Ausführungsbeispiel
liegt das Überlaufniveau 2 mm oberhalb des Detektionsniveaus des Sensors 10.
[0039] In dem Ausspülraum 6 ist eine Ausspüldüse 13 angeordnet, die eine Austrittsöffnung
14 aufweist. Man erkennt, dass die Austrittsöffnung 14 sowohl oberhalb des Detektionsniveaus
des Flüssigkeitsniveausensors 10 als auch oberhalb des Überlaufniveaus des Überlaufs
12 liegt. Die Ausspüldüse 13 kann über einen externen Anschluss 15 mit Flüssigkeit,
bevorzugt Wasser, gespeist werden.
[0040] Zum Betrieb der Vorrichtung wird zunächst eine mit Reiniger gefüllte Kartusche 3
eingesetzt. Ein Sensor 17 erfasst die Anwesenheit der Kartusche 3 und gibt dann die
Zufuhr von Wasser zum Anschluss 15 der Düse 13 frei.
[0041] Zur Eindosierung von Reiniger wird die Ausspüldüse 13 in Betrieb gesetzt. Wasser
tritt durch die Öffnung 14 aus, löst Reiniger aus der Kartusche 3, diese Lösung tritt
dann durch das Sieb 8 nach unten in den Ausspülraum 6 aus und läuft durch den Auslauf
5 und einen daran angeschlossenen Ablaufschlauch 20 in die angeschlossene Maschine,
beispielsweise Geschirrspülmaschine. Die Ansteuerung der Ausspüldüse 13 kann beispielsweise
zeitgesteuert erfolgen, alternativ kann beispielsweise ein Regelkreis vorliegen, der
die Konzentration des Reinigers in der Waschflotte misst und nach Bedarf zusätzlichen
Reiniger durch Ansteuern der Ausspüldüse 13 nachdosiert.
[0042] Kommt es zu einer Verstopfung des Auslaufs 5, kann bei weiterem Betrieb der Ausspüldüse
13 das Flüssigkeitsniveau im Ausspülraum 6 ansteigen. Die Flüssigkeit tritt durch
den Durchtritt 11 auch in den räumlich abgetrennten Bereich 9 ein. Erreicht sie dort
das Detektionsniveau des Flüssigkeitssensors 10, gibt dieser Sensor ein Signal ab,
durch das die weitere Zufuhr von Flüssigkeit zur Ausspüldüse 13 unterbrochen wird.
[0043] Ist auch der Betrieb des Flüssigkeitssensors 10 gestört, kommt als zweite redundante
Sicherheitseinrichtung der Überlauf 12 zum Tragen. Er sorgt dafür, dass das Flüssigkeitsniveau
im Ausspülraum 6 auch bei fortdauernden Betrieb der Ausspüldüse 13 unterhalb des Siebs
8 bleibt, im Ausführungsbeispiel wenigstens 5 bis 10 mm.
[0044] Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt zwei weitere Düsen, die zum Ausspülen bzw.
zur Reinigung dienen und bevorzugt in Betriebspausen angesteuert werden.
[0045] Im Ausspülraum 6 ist eine Düse 19 angeordnet, deren Austrittsöffnung in Tangentialrichtung
weist, so das austretende Flüssigkeit die Wände des in horizontaler Richtung gekrümmten
Ausspülraums 6 großflächig bestreicht und Verunreinigungen löst und ausspült.
[0046] Im räumlich abgetrennten Bereich 9 ist eine weitere Spüldüse 18 angeordnet, mittels
der sich Rückstände in diesem räumlich abgetrennten Bereich 9 entfernen lassen. Damit
wird insbesondere verhindert, dass der Durchtritt 11 und/oder der Überlauf 12 verstopfen
und so die Betriebssicherheit der Vorrichtung beeinträchtigen.
1. Vorrichtung zum Ausspülen eines wasserlöslichen Feststoffreinigers, mit einem Ausspülraum
(6), der einen Auslauf (5) aufweist; wenigstens einer im Bereich des Ausspülraums
(6) angeordneten Ausspüldüse (13) und mit einer Aufnahme (2) für einen oberhalb der
Ausspüldüse angeordneten Vorlagebehälter (3) für den Feststoffreiniger, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (2) für den Vorlagebehälter (3) so ausgebildet ist, dass der wasserlösliche
Feststoffreiniger im Betrieb der Vorrichtung oberhalb des maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveaus
im Ausspülraum (6) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausspülraum (6) einen Flüssigkeitsniveausensor (10) aufweist, der zur Unterbrechung
einer Flüssigkeitszufuhr beim Erreichen eines vorgegebenen maximalen Flüssigkeitsniveaus
im Ausspülraum (6) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitssensor (10) in einem vom Ausspülraum (6) räumlich getrennten Bereich
(9) angeordnet ist, der in Flüssigkeitsverbindung mit dem Ausspülraum (6) steht, wobei
der Flüssigkeitsdurchtritt (11) zwischen Ausspülraum (6) und dem getrennten Bereich
(9) unterhalb des Detektionsniveaus des Flüssigkeitssensors (10) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausspülraum (6) einen Überlauf (12) aufweist, der zur Ableitung von Flüssigkeit
bei Überschreiten des maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveaus ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4 im Rückbezug auf Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Überlaufniveau oberhalb des Flüssigkeitsniveaus liegt, bei dem eine Unterbrechung
der Flüssigkeitszufuhr durch den Flüssigkeitsniveausensor (10) erfolgt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Ausspülraum (6) im unteren Bereich zum Auslauf (5) hin trichterförmig verengt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich eine Spüleinrichtung (19) für die Wände des Ausspülraums (6) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spüleinrichtung (19) zum tangentialen Spülen der Wände des Ausspülraums (6) ausgebildet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausspüldüse (13) zum Ansprühen von unten des Feststoffreinigers in dem Vorlagebehälter
(3) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (14) der Ausspüldüse (13) oberhalb des im Betrieb der Vorrichtung
maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveaus im Ausspülraum (6) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Sensor (17) zur Detektion der Anwesenheit eines Vorlagebehälters (3) mit
Feststoffreiniger aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitszufuhr zur Ausspüldüse (13) nur dann freigebbar ist, wenn der Sensor
(17) die Anwesenheit eines Vorlagebehälters (3) mit Feststoffreiniger detektiert.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Temperatursensor zur Überwachung der Temperatur der der Ausspüldüse (13) zugeführten
Flüssigkeit vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Wand des Ausspülraums (6) zur Vertikalen in dem auf den Auslauf (5)
zuführenden Bereich 45° oder weniger beträgt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der vertikale Abstand zwischen dem maximal erreichbaren Flüssigkeitsniveaus im Ausspülraum
(6) und einem oberhalb der Ausspüldüse (13) in der Aufnahme angeordneten Vorlagebehälter
(3) für den Feststoffreiniger wenigstens 5 mm, vorzugsweise wenigstens 10 mm beträgt.