[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Absaughaube für eine Werkzeugmaschine mit
einem rotierenden Werkzeug, insbesondere ein Schleif- oder Trennwerkzeug, zum Sammeln
und Ableiten von bei der Verwendung der Werkzeugmaschine erzeugtem Staub enthaltend,
eine erste Seitenwand mit einer ersten geraden Seitenkante, eine zweite Seitenwand
mit einer zweiten geraden Seitenkante, sowie ein mit der ersten und zweiten Seitenwand
verbundener Absaugkanal. Bei dem rotierenden Werkzeug kann es sich beispielsweise
eine Trennscheibe oder Schleifscheibe handeln.
[0002] Schleif- oder Trennwerkzeug, wie beispielsweise Winkelschleifer, benötigen bei ihrer
Verwendung für gewöhnlich eine Absaughaube, um Staub, der bei der Verwendung bzw.
beim Arbeiten mit dem Schleif- oder Trennwerkzeug entsteht, einzusammeln und von dem
Werkzeug (Schleif- oder Trennscheibe) bzw. von der Arbeitsstelle wegzuleiten. Die
Absaughaube kann auch als Staubhaube oder Schutzhaube bezeichnet werden.
[0003] Bei den auf dem Markt befindlichen Staubhauben bzw. bei den Staubhauben gemäß dem
Stand der Technik kann das Auswechseln des Werkzeugs, d.h. der Schleif- oder Trennscheibe,
bei einer Werkzeugmaschine mit montierter Staubhaube ein Problem darstellen.
[0004] Der Werkzeugwechsel, d.h. das Lösen des Werkzeugs von einer Spindel der Werkzeugmaschine
sowie das erneute Anbringen des Werkzeugs an der Spindel, kann dabei kompliziert und
aufwendig für den Anwender der Werkzeugmaschine sein.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, das vorstehend genannte Problem
zu lösen und insbesondere eine verbesserte Absaughaube für eine Werkzeugmaschine mit
einem rotierenden Werkzeug, insbesondere ein Schleif- oder Trennwerkzeug, bereitzustellen,
mit der das Auswechseln eines Werkzeugs, z.B. Schleif- oder Trennscheibe, erleichtert
wird.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1. Vorteilhafte
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenstands sind in den abhängigen Ansprüchen
enthalten.
[0007] Die Aufgabe wird dabei gelöst durch das Bereitstellen einer Absaughaube für eine
Werkzeugmaschine mit einem rotierenden Werkzeug, insbesondere ein Schleif- oder Trennwerkzeug,
zum Sammeln und Ableiten von bei der Verwendung der Werkzeugmaschine erzeugtem Staub
enthaltend, eine erste Seitenwand mit einer ersten geraden Seitenkante, eine zweite
Seitenwand mit einer zweiten geraden Seitenkante, sowie ein mit der ersten und zweiten
Seitenwand verbundener Absaugkanal.
[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die erste Seitenwand reversible zwischen einer
ersten Position und einer zweiten Position schwenkbar gelagert ist, wobei in der ersten
Position sich die Absaughaube in einem geschlossen Zustand befindet, sodass ein nahezu
geschlossener Hohlraum zwischen der ersten Seitenwand und der zweiten Seitenwand zur
Aufnahme des Werkzeugs entsteht, und wobei in der zweiten Position sich die Absaughaube
in einem geöffneten Zustand befindet, sodass das Werkzeug von der Werkzeugmaschine
entfernbar ist. Hierdurch kann in einem Zustand, in dem die Absaughaube an die Werkzeugmaschine
befestigt ist, auf einfache Art und Weise die Absaughaube geöffnet und wieder geschlossen
werden, um das Werkzeug zu wechseln.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann es möglich
sein, dass ein Scharnier an der ersten geraden Seitenkante der ersten Seitenwand sowie
an der zweiten geraden Seitenkante der zweiten Seitenwand vorgesehen ist, mit dem
die erste Seitenwand zwischen der ersten Position und der zweiten Position reversibel
schwenkbar ist. Hierdurch kann die erste Seitenwand stabil an dem Absaugkanal befestigt
sowie die Beweglichkeit zwischen der ersten und zweiten Position sichergestellt werden.
Es ist dabei möglich, dass das Scharnier in Form eines Filmscharniers ausgestaltet
ist. Des Weiteren ist es auch möglich, dass das Scharnier wenigstens eine Komponente
bestehend aus einem Elastomer aufweist.
[0010] Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
kann es möglich sein, dass die erste Seitenwand eine erste Aussparung und die zweite
Seitenwand eine zweite Aussparung enthält, wobei die erste Aussparung einen Durchmesser
aufweist, der größer als der Durchmesser eines Spannelements ist, welches zum lösbaren
Befestigen des Werkzeugs an einer Spindel der Werkzeugmaschine dient, sodass in der
ersten Position der ersten Seitenwand die erste Aussparung um das Spannelement positionierbar
ist, und wobei die zweite Aussparung einen Durchmesser aufweist, der größer als der
Durchmesser eines Flansches der Werkzeugmaschine ist, sodass die zweite Aussparung
um den Flansch positionierbar ist. Hierdurch kann das Spannelement, beispielsweise
eine Spannmutter, von ausserhalb der Staubhaube an die Spindel der Werkzeugmaschine
befestigt (z.B. geschraubt) werden, wenn sich zum einen die erste Seitenwand in der
ersten Position befindet und zum anderen sich das Werkzeug (z.B. Schleif- oder Trennscheibe)
bereits in der Staubhaube befindet. Die Staubhaube kann somit komplett mit dem in
der Staubhaube befindlichen Werkzeug einfach und schnell sowohl von der Werkzeugmaschine
befestigt als auch an die Werkzeugmaschine montiert werden.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann
es möglich sein, dass, wenn sich die erste Seitenwand in der ersten Position befindet,
die erste und zweite Seitenwand in einem Abstand zueinander positioniert sind, der
kürzer als die Länge der Spindel ist. Hierdurch wird die Anbringung des Spannelements
an der Spindel der Werkzeugmaschine zusätzlich erleichtert, wenn die Staubhaube mit
dem in der Staubhaube befindlichen Werkzeug an der Werkzeugmaschine positioniert ist
und sich die erste Seitenwand in der ersten Position befindet.
[0012] Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
kann es möglich sein, dass eine Tiefenanschlageinrichtung an der ersten Seitenwand
vorgesehen ist. Hierdurch ist eine platzsparende Möglichkeit zur Anbringung der Tiefenanschlageinrichtung
an der Werkzeugmaschine gegeben.
[0013] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren
sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die
Figuren, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmässigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0014] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Absaughaube mit einem Werkzeug in Form
einer Trennscheibe sowie einer ersten Seitenwand in einer ersten Position;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht auf eine Werkzeugmaschine in Form eines Winkelschleifers mit einer
Spindel, einem Werkzeug in Form einer Trennscheibe und ein Spannelement in Form einer
Spannmutter;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Werkzeugmaschine, des Werkzeugs, des Spannelements, der Spindel
und der Absaughaube in einem demontierten Zustand;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Werkzeugmaschine, des Werkzeugs, des Spannelements, der Spindel
und der Absaughaube in einem montierten Zustand;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Absaughaube mit dem als Trennscheibe ausgestalteten
Werkzeug sowie der ersten Seitenwand in einer zweiten Position;
- Fig. 6
- eine weitere perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Absaughaube mit dem als
Trennscheibe ausgestalteten Werkzeug sowie der ersten Seitenwand in einer zweiten
Position; und
- Fig. 7
- eine Rückansicht der erfindungsgemäßen Absaughaube mit dem als Trennscheibe ausgestalteten
Werkzeug sowie der ersten Seitenwand in der ersten Position.
Ausführungsbeispiele:
[0016] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Absaughaube 1 für eine Werkzeugmaschine 2. Die
Absaughaube 1 kann auch als Staubhaube bezeichnet werden. Bei der Werkzeugmaschine
2 handelt es sich um einen Winkelschleifer. Die Werkzeugmaschine 2 enthält ein Gehäuse
3, einen mit dem Gehäuse 3 verbundenen Akku 4 als Stromversorgung, einen Kopf 5 mit
einer Werkzeugaufnahme 6. Die Werkzeugaufnahme 6 enthält einen Flansch 7, eine Spindel
8 und ein Spannelement 9. Das Spannelement 9 kann in Richtung R von der Spindel 8
entnommen werden. Die Spindel 8 dient zur Befestigung eines Werkzeugs 10, beispielsweise
eine Schleif- oder Trennscheibe, sowie zur Übertragung eines Drehmoments auf das Werkzeug
10. Die Spindel 8 weist eine Länge L auf.
[0017] In Fig. 2 ist die Werkzeugmaschine 2 mit einem Werkzeug 10, beispielsweise eine Schleif-
oder Trennscheibe, und ohne die Absaughaube 1 dargestellt.
[0018] In der Fig. 3 ist die Werkzeugmaschine 2 mit einer Absaughaube 1, dem Werkzeug 10
und dem Spannelement 9 in einem demontierten Zustand dargestellt.
[0019] In der Fig. 4 ist die Werkzeugmaschine 2 mit einer Absaughaube1, dem Werkzeug 10
und dem Spannelement 9 in einem montierten Zustand dargestellt.
[0020] Das Werkzeug 10 enthält eine zentrale Durchbohrung 10a und kann an dieser mittels
eines Spannelements 9 an der Spindel 8 befestigt werden. Das Werkzeug 10 weist eine
Breite B auf. Das Spannelement 9 ist in den Figuren als Spannmutter dargestellt und
kann auf die Spindel 8 geschraubt werden. Die Spindel 8 ist mittels eines Flansches
7 an dem Kopf 5 der Werkzeugmaschine 2 drehbar verbunden. Der Flansch 7 ist dabei
in Pfeilrichtung R unterhalb der Spindel 8 an dem Kopf 5 der Werkzeugmaschine 2 positioniert.
[0021] Die Absaughaube 1 enthält im Wesentlichen eine erste Seitenwand 11, eine zweite Seitenwand
12 und einen Absaugkanal 13. Die erste und zweite Seitenkante 11, 12 sind mittels
eines Verschlussmechanismus 14 miteinander wieder lösbar zu verbinden. Der Verschlussmechanismus
14 ist im Wesentlichen als Schnappverschluss ausgestaltet.
[0022] Die erste Seitenwand 11 enthält im Wesentlichen eine erste gebogene Seitenkante 16,
eine erste gerade Seitenkante 21, eine erste Bodenkante 17, einen Kanalabschnitt 18
und eine erste Aussparung 19. Die erste gerade Seitenkante 21 grenzt dabei an den
Kanalabschnitt 18. An der ersten gebogenen Seitenkante 16 der ersten Seitenwand 11
ist der Verschlussmechanismus 14 positioniert. Der Verschlussmechanismus 14 enthält
einen Schnappriegel 14a. Der Schnappriegel 14a ist beweglich ausgestaltet und kann
an die zweite Seitenwand 12 angreifen, um die erste und zweite Seitenwand 11, 12 wieder
lösbar miteinander zu verbinden. Wie nachfolgend im Detail beschrieben bildet der
Kanalabschnitt 18 einen Teil des Absaugkanals 13. Des Weiteren ist die erste Seitenwand
11 an der Absaughaube 1 schwenkbar um die Drehachse D gelagert, sodass die erste Seitenwand
11 reversibel eine erste Position und eine zweite Position einnehmen kann. In der
ersten Position ist die Absaughaube 1 nahezu geschlossen und die erste und zweite
Seitenwand 11, 12 liegen im Wesentlichen parallel zueinander an. In der zweiten Position
ist die erste Seitenwand 11 von der zweiten Seitenwand 12 weggeschwenkt, sodass die
Absaughaube 1 geöffnet und Zugang zu den Innenseiten der beiden Seitenwände 11, 12
ermöglicht ist. In der zweiten Position der ersten Seitenwand 11 kann das Werkzeug
10 von der Werkzeugmaschine 10 und aus der Absaughaube 1 entnommen werden.
[0023] Die zweite Seitenwand 12 enthält im Wesentlichen eine zweite gebogene Seitenkante
25, eine zweite gerade Seitenkante 22, eine zweite Bodenkante 26 und eine zweite Aussparung
28.
[0024] Des Weiteren enthält die erste Seitenwand 11 an der ersten gebogenen Seitenkante
16 einen ersten Steg 29. Der erste Steg 29 verläuft nahezu entlang der gesamten ersten
gebogenen Seitenkante 16. Die zweite Seitenwand 12 enthält an der zweiten gebogenen
Seitenkante 25 einen zweiten Steg 30. Der zweite Steg 30 verläuft nahezu entlang der
gesamten zweiten gebogenen Seitenkante 25. Wenn sich die erste Seitenwand 11 in der
ersten Position befindet, liegt der erste und zweite Steg 29, 30 aneinander auf. In
dieser Position weisen die erste und zweite Seitenkante 11, 12 einen Abstand Z zueinander
auf. Der Abstand Z wird dabei von einem Punkt an der ersten Seitenwand 11 zu einem
entsprechenden Punkt an der zweiten Seitenwand 12 gemessen. Der Abstand kann von der
Aussenoberfläche der ersten Seitenwand 11 zu der Aussenoberfläche der zweiten Seitenwand
12 gemessen werden.
[0025] Die erste und zweite Bodenkante 17, 26 dient dazu die Absaughaube 1 an einem zu bearbeitenden
Werkstück entlang zu führen. Das Werkstück ist in den Figuren nicht dargestellt.
[0026] Die zweite Aussparung 28 der zweiten Seitenwand 12 ist größer als der Durchmesser
des Flansches 7 der Werkzeugmaschine, sodass die zweite Aussparung 28 um den Flansch
7 herum positioniert werden kann. Der Durchmesser der zweiten Aussparung 28 und der
Durchmesser des Flansches 7 sind dabei so dimensioniert, dass die zweite Aussparung
28 passgenau an dem Flansch 7 angelegt werden kann. Die erste Aussparung 19 der ersten
Seitenwand 11 ist größer als der Durchmesser des als Spannmutter ausgestalteten Spannelements
9, sodass die Spannmutter 9 in die erste Aussparung 19 aufgenommen werden kann. Es
ist dabei auch möglich, dass der Durchmesser der ersten Aussparung 19 nur ein wenig
größer als der Durchmesser der Spannmutter 9 ist, damit die erste Aussparung 19 möglichst
eng um der Spannmutter 9 anliegt.
[0027] Der Absaugkanal 13 enthält im Wesentlichen einen zylindrischen Schacht 31 mit einem
ersten Ende 31 a und einem zweiten Ende 31 b. Das erste Ende 31 a bildet mit der ersten
und zweiten Bodenkante 17, 26 eine gemeinsame Ebene. An dem zweiten Ende 31b kann
ein Schlauch befestigt werden, der wiederum mit einem Staubsauger verbunden ist. Weder
der Schlauch noch der Staubsauger sind in den Figuren dargestellt.
[0028] Des Weiteren enthält der Schacht 31 im Wesentlichen einen oberen Anteil 32 und einen
unteren Anteil 33. Der obere Anteil 32 ist als solides Rohr ausgestaltet und ist in
Pfeilrichtung P über der ersten und zweiten Seitenwand 11, 12 positioniert. Der untere
Anteil 33 des Schachts 31 ist als zweitteiliges Rohr ausgestaltet. Im Gegensatz zu
dem oberen Anteil 32 ist der untere Anteil 33 durch die erste und zweite Seitenwand
11, 12 gebildet. Der Kanalanteil 18 der ersten Seitenwand 11 ist zur Innenseite der
ersten und zweiten Seitenwand 11, 12 konkav ausgestaltet, sodass zwischen der ersten
und zweiten Seitenwand 11, 12 der untere Anteil 33 des Schachts 31 gebildet ist, wenn
die erste Seitenwand 11 sich in der ersten Position befindet.
[0029] An der ersten geraden Seitenkante 21 der ersten Seitenwand 11 und an der zweiten
geraden Seitenkante 22 der zweiten Seitenwand 12 ist ein Scharnier 20 positioniert.
Das Scharnier 20 verläuft entlang der ersten und zweiten geraden Seitenkante 21, 22
und ist entgegen der Pfeilrichtung P unterhalb des unteren Anteils 33 des Schachts
31 angeordnet. Mit Hilfe des Scharniers 20 kann die erste Seitenwand 11 relativ zu
der zweiten Seitenwand 12 zwischen der ersten Position und der zweiten Position reversibel
bewegt werden. Bei dem Scharnier 20 handelt es sich um ein mechanisches Scharnier.
Es ist jedoch auch möglich, dass das Scharnier 20 als Filmscharnier ausgestaltet ist.
Des Weiteren ist es auch möglich, dass die erste sowie zweite Seitenwand 11, 12 aus
einem ersten Werkstoff (z.B. Polyamid) und das Scharnier 20 aus einem zweiten Werkstoff
hergestellt ist. Bei dem zweiten Werkstoff kann es sich um ein weicheres Material
als bei dem ersten Werkstoff handeln. Der zweite Werkstoff kann ein Elastomer sein.
[0030] Wenn sich die erste Seitenwand 11 in der ersten Position befindet, bildet sich ein
Hohlraum zwischen der ersten und zweiten Seitenwand 11, 12. Dieser Hohlraum ist an
der ersten und zweiten Bodenkante 17, 26 geöffnet. Im Inneren des Absaugkanals 13
ist ebenfalls ein Hohlraum gebildet. Der Hohlraum zwischen den beiden Seitenwänden
11, 12 und der Hohlraum im Inneren des Absaugkanals 13 sind miteinander verbunden.
Durch die Verbindung der Hohlräume kann Staub, welcher bei der Bearbeitung eines Werkstücks
durch das Werkzeug 10 entsteht, zwischen die beiden Seitenwände 11, 12 und in den
Schacht des Absaugkanals 13 geleitet werden, wenn ein Staubsauger mit der Absaughaube
1 verbunden ist.
[0031] Des Weiteren ist eine Tiefenanschlageinrichtung 34 an der ersten Seitenwand 11 vorgesehen
(vgl. Fig. 1). Die Tiefenanschlageinrichtung 34 enthält im Wesentlichen ein gebogenes
Tiefenanschlagelement 35 und dient zum Einstellen der Bearbeitungstiefe des Werkzeugs
10 in das zu bearbeitende Werkstück. Das Tiefenanschlagelement 35 ist reversibel verschiebbar
an der ersten gebogenen Seitenkante 16 der ersten Seitenwand 11 positioniert. Durch
ein Verschieben in Richtung P wird das Tiefenanschlagelement 35 von den Seitenwänden
11, 12 weggeschoben, sodass das untere Ende des Tiefenanschlagelements 35 unterhalb
der beiden Seitenwände 11, 12 herausragt (vgl. Fig. 5). Durch das Herausragen des
unteren Endes des Tiefenanschlagelements 35 unterhalb der beiden Seitenwände 11, 12
kann der Abstand einer Oberfläche eines Werkstücks zu der ersten und zweiten Bodenkante
17, 26 vergrößert werden. Hierdurch taucht das Werkzeug 10 weniger tief in das Werkstück
ein. Die Tiefenanschlageinrichtung 34 ist dabei so an der ersten Seitenwand 11 positioniert,
dass diese zusammen mit der ersten Seitenwand 11 von der ersten Position in die zweite
Position bewegt werden kann.
[0032] In den Figuren 2 und 3 werden die reversible Bewegung der ersten Seitenwand 11 von
der ersten Position zu der zweiten Position sowie das Wechseln des Werkzeugs 10 an
der Werkzeugmaschine 2 in der erfindungsgemäßen Absaughaube 1 dargestellt.
[0033] Wie in Figur 2 angedeutet kann die erste Seitenwand 11 relativ zu der zweiten Seitenwand
12 mittels des Scharniers 20 um die Drehachse D von einer ersten Position reversibel
in eine zweite Position bewegt werden. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten
Position kann auf das als Spannmutter ausgestaltete Spannelement 9 zugegriffen werden.
Wenn sich die erste Seitenwand 11 in der ersten Position befindet, kann durch die
erste Aussparung 19 das Spannelement 9 bedient bzw. von der Spindel 8 oder auf die
Spindel 8 positioniert werden. Es ist dabei auch möglich, dass das Spannelement 9
durch die erste Aussparung 19 entnommen werden kann, wenn sich die erste Seitenwand
11 in der ersten Position befindet.
[0034] Wenn sich die erste Seitenwand 11 in der zweiten Position befindet, kann das Spannelement
9 von der Spindel 8 gelöst und in Richtung R von der Spindel 8 genommen werden. Wenn
das Spannelement 9 von der Spindel 8 und in Richtung R entnommen ist, kann das als
Trennscheibe ausgestaltete Werkzeug 10 von der Spindel 8 in Richtung R genommen werden.
[0035] Zum Befestigen des als Trennscheibe ausgestalteten Werkzeugs 10 an der Werkzeugmaschine
2 wird die Trennscheibe 10 auf Spindel 8 positioniert und die Spannmutter 9 auf der
Spindel 8 befestigt. Durch die Spannmutter 9 wird die Trennscheibe 10 an der Spindel
8 und damit an der Werkzeugmaschine 2 drehbar befestigt.
[0036] Anschließend wird die erste Seitenwand 11 von der zweiten Position in die erste Position
bewegt. Der Verschlussmechanismus 14 verschließt die erste Seitenwand mit der zweiten
Seitenwand.
1. Absaughaube (1) für eine Werkzeugmaschine (2) mit einem rotierenden Werkzeug (10),
insbesondere ein Schleif- oder Trennwerkzeug, zum Sammeln und Ableiten von bei der
Verwendung der Werkzeugmaschine (2) erzeugtem Staub enthaltend,
- eine erste Seitenwand (11) mit einer ersten gerade Seitenkante (21),
- eine zweite Seitenwand (12) mit einer zweiten gerade Seitenkante (22), sowie
- ein mit der ersten und zweiten Seitenwand (11, 12) verbundener Absaugkanal (13),
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenwand (11) reversible zwischen einer ersten Position und einer zweiten
Position schwenkbar gelagert ist, wobei in der ersten Position sich die Absaughaube
(1) in einem geschlossen Zustand befindet, sodass ein nahezu geschlossener Hohlraum
zwischen der ersten Seitenwand (11) und der zweiten Seitenwand (12) zur Aufnahme des
Werkzeugs (10) entsteht, und wobei in der zweiten Position sich die Absaughaube (1)
in einem geöffneten Zustand befindet, sodass das Werkzeug (10) von der Werkzeugmaschine
(2) entfernbar ist.
2. Absaughaube (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Scharnier (20) an der ersten geraden Seitenkante (21) der ersten Seitenwand (11)
sowie an der zweiten geraden Seitenkante (22) der zweiten Seitenwand (12) vorgesehen
ist, mit dem die erste Seitenwand (11) zwischen der ersten Position und der zweiten
Position reversibel schwenkbar ist.
3. Absaughaube (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenwand (11) eine erste Aussparung (19) und die zweite Seitenwand (12)
eine zweite Aussparung (28) enthält, wobei die erste Aussparung (19) einen Durchmesser
aufweist, der größer als der Durchmesser eines Spannelements (9) ist, welches zum
lösbaren Befestigen des Werkzeugs (10) an einer Spindel (8) der Werkzeugmaschine (2)
dient, sodass in der ersten Position der ersten Seitenwand (11) die erste Aussparung
(19) um das Spannelement (9) positionierbar ist, und wobei die zweite Aussparung (28)
einen Durchmesser aufweist, der größer als der Durchmesser eines Flansches (7) der
Werkzeugmaschine (2) ist, sodass die zweite Aussparung (28) um den Flansch (7) positionierbar
ist.
4. Absaughaube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass, wenn sich die erste Seitenwand (11) in der ersten Position befindet, die erste und
zweite Seitenwand (11, 12) in einem Abstand (Z) zueinander positioniert sind, der
kürzer als die Länge (L) der Spindel (8) ist.
5. Absaughaube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Tiefenanschlageinrichtung (34) an der ersten Seitenwand (11) vorgesehen ist.