[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung und Verfahren zum Identifizieren
und Verifizieren eines Gegenstandes oder eines Lebewesens.
[0002] Es ist bekannt, dass sich Produkt- und Markenpiraterie oder die bewusste Herstellung
eines Objektes oder einer Information zur Täuschung Dritter immer mehr ausweitet.
Hierbei werden Produkte, wie zum Beispiel Wertgegenstände, Luxusgüter, Verpackungsinhalte,
Labels, Elemente zum Identifizieren von Lebewesen oder auch spezielle Designs gefälscht.
Die gefälschten Gegenstände oder angefertigten Dubletten bzw. Nachbildungen bzw. Imitationen
sind mittlerweile ohne kosten- und zeitaufwendige Untersuchungen nicht zu erkennen.
Es kann auch vorkommen, dass zu einer Fälschung kein Original zu Vergleichszwecken
vorhanden ist.
[0003] Demzufolge versuchen Hersteller von Originalgegenständen bestimmte charakteristische
Markenzeichen und/oder Zertifizierungsmerkmale an diesen zu platzieren, die es erlauben
die originalen Gegenstände zu identifizieren und von den gefälschten Gegenständen
zu unterscheiden. Jedoch sind diese Merkmale ohne weiteres fälschbar, so dass auch
mit dieser Maßnahme keine eindeutige Identifizierung oder Verifizierung des Gegenstandes
möglich ist.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Anordnung und ein Verfahren
der eingangs beschriebenen Gattung vorzuschlagen, die eine fälschungssichere Identifizierung
und Verifizierung eines Gegenstandes oder eines Lebewesens ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 bzw.
15 gelöst, wobei sich vorteilhafte Ausgestaltungen aus den Unteransprüchen und der
Beschreibung sowie den Zeichnungen ergeben.
[0006] Somit wird eine Anordnung zum Identifizieren und Verifizieren eines beliebigen Gegenstandes
oder eines Lebewesens bzw. eines aeroben Wesens oder dergleichen vorgeschlagen, wobei
ein erstes Sicherheitselement mit zumindest einem den Gegenstand oder das Lebewesen
eindeutig zu identifizierenden Sicherheitscode oder dergleichen und zumindest ein
eine Manipulation anzeigendes zweites Sicherheitselement dem Gegenstand oder dem Lebewesen
zugeordnet sind. Das zweite Sicherheitselement weist zum Anzeigen der Manipulation
bzw. zum eindeutigen Verifizieren zumindest ein Medium oder dergleichen auf und ist
dazu in den Sicherheitscode des ersten Sicherheitselementes zumindest abschnittsweise
integriert. Die Manipulation kann durch eine Veränderung an dem Medium angezeigt werden,
beispielsweise durch eine Farbveränderung oder dergleichen. Alternativ oder auch zusätzlich
kann eine Manipulation durch eine externe Anregung des Mediums angezeigt werden.
[0007] Demzufolge kann mithilfe des ersten Sicherheitselementes eine eindeutige Identifizierung
durch das Auslesen des zumindest einen in das zweite Sicherheitselement integrierten
Sicherheitscodes realisiert werden, während über das zweite Sicherheitselement eine
Verifizierung bzw. Authentifizierung dadurch erreicht wird, dass eine gegebenenfalls
vorgenommene Manipulation an dem ersten Sicherheitselement und/oder an dem Sicherheitscode
und/oder an dem zweiten Sicherheitselement durch das zweite Sicherheitselement angezeigt
wird.
[0008] Beispielsweise kann das zweite Sicherheitselement mit dem Gegenstand oder dem Lebewesen
mittels einer in sich geschlossenen Verbindung oder dergleichen fest, d. h. unlösbar
verbunden sein. Somit kann die Anordnung nicht unbemerkt von dem Gegenstand aber auch
nicht von dem Sicherheitscode des ersten Sicherheitselements gelöst und ausgetauscht
werden. In Abhängigkeit der Art des Gegenstandes kann dies eine vollständig umschließende
Verbindung, aber auch eine nur teilweise umschließende Verbindung oder eine durchdringende
Verbindung sein.
[0009] Es ist auch denkbar, dass das zweite Sicherheitselement zum Befestigen eines Trägerelements
oder dergleichen an dem Gegenstand bzw. an dem Lebewesen vorgesehen ist. Als Trägerelement
kann beispielsweise ein Anhänger oder dergleichen aus beliebigem Material, wie zum
Beispiel aus Bernstein, Kunststoff, Metall, Glas oder dergleichen vorgesehen sein.
Auf dem Anhänger können das erste Sicherheitselement mit dem Sicherheitscode und zumindest
abschnittsweise das zweite Sicherheitselement beispielsweise durch Beschichtung oder
dergleichen aufgebracht sein. Die Verwendung eines Trägerelements bzw. eines Anhängers
bietet sich bei Gegenständen an, auf die das erste Sicherheitselement mit dem Sicherheitscode
und das zweite Sicherheitselement nicht direkt aufgebracht werden können. Darüber
hinaus ist die Verwendung eines Anhängers auch bei Lebewesen, Dokumenten oder dergleichen
besonders vorteilhaft.
[0010] Im Rahmen einer Weiterbildung der Erfindung kann zum Erfassen einer Manipulation
vorgesehen sein, dass das zweite Sicherheitselement als ein zumindest einen Aufnahmeraum
oder dergleichen aufweisender Körper ausgeführt ist, in dem das zumindest eine die
Manipulation anzeigende Medium enthalten ist. Vorzugsweise kann der Körper als Hohlfaser,
Hohlfaden oder dergleichen ausgeführt sein, um eine in sich geschlossene Verbindung,
z. B. in Form einer geschlossenen Schlaufe, eines Schlauches, eines Torus oder dergleichen,
mit dem Gegenstand oder dem Lebewesen auf einfachste Weise zu ermöglichen. Es sind
jedoch auch andere einen Aufnahmeraum aufweisende Formgebungen denkbar, die quasi
eine z. B. geschlossene Verbindung mit dem Gegenstand oder dem Lebewesen realisieren.
[0011] Bei dem faserförmigen Körper als zweites Sicherheitselement kann vorgesehen sein,
dass die Fasern einzeln oder in Ansammlungen vorkommen, welche geflochten, gebündelt
und/oder von einem hohlen Aufbau sein können, die quasi zusammen oder auch jeweils
einen Aufnahmeraum für das Medium bilden. Die Fasern können zumindest einen Kanal,
Lumen oder dergleichen bilden. Als Materialien können Naturfasern, wie z. B. biogene
Fasern vorgesehen sein, die beispielsweise aus tierischen und/oder pflanzlichen Materialien
hergestellt werden. Es können jedoch auch künstlich hergestellte Fasern aus anorganischen
und/oder mineralischen Werkstoffen verwendet werden, wie z. B. Glasfasern, Mineralfasern
oder keramische Fasern. Denkbar sind auch Fasern aus Kunststoffen, wie z. B. duroplastische
und/oder thermoplastische Kunststoffe und Silikone, gefüllt oder ungefüllt (Reinstoff),
transparent, opak oder gefärbt.
[0012] Demzufolge kann der Körper aus Schläuchen oder Röhren mit einem oder mehreren Kanälen
(Lumen) aus den o.g. Materialien oder einer Mischung dieser in verschiedenen Anteilen
bestehen.
[0013] Der befüllte Körper bzw. die befüllten Fasern können die Eigenschaft besitzen Licht
anteilig oder gemischt im (elektromagnetischen) Spektrum von Ultraviolett (UV) über
VIS (sichtbares Licht) bis hin zu Infrarotem Licht (IR) zu reflektieren, zu beugen,
fluoreszieren, phosphoreszieren und absorbieren alleine oder in verschiedenen Anteilen
derart, dass unter bestimmten energetischen Bedingungen das Antwortmustererzeugt wird.
[0014] Eine Manipulation an dem ersten Sicherheitselement bzw. an dem Sicherheitscode aber
auch an dem zweiten Sicherheitselement kann durch das zweite Sicherheitselement dadurch
festgestellt werden, dass das Medium beispielsweise durch Anregung ein vorbestimmtes
Antwortmuster ausgibt, sodass damit eine Überprüfung des ersten Sicherheitselement
mit dem Sicherheitscode und des zweiten Sicherheitselements auf Unversehrtheit ermöglicht
wird. Diese Anregung kann beispielsweise energetisch erfolgen. Hierzu kann beispielsweise
eine optische elektrische, thermische oder dergleichen Anregung als anregender Energieimpuls
verwendet werden, der ein entsprechendes Antwortmuster bei dem Medium bewirkt. Da
das Antwortmuster abschnittsweise auch im Bereich des Sicherheitscodes des ersten
Sicherheitselements erzeugt wird bzw. verläuft, wird somit auf einfachste Weise festgestellt,
ob eine Manipulation an dem Sicherheitscode des ersten Sicherheitselements und damit
an dem Gegenstand bzw. Lebewesen vorgenommen worden ist. Da das erste Sicherheitselement
mit dem Sicherheitscode über das zweite Sicherheitselement mit dem Gegenstand bzw.
dem Lebewesen verbunden ist, ist eine eindeutige fälschungssichere Identifizierung
und Verifizierung gegeben.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei einer Manipulation das zum Beispiel aus dem
Aufnahmeraum austretende Medium des zweiten Sicherheitselements den Sicherheitscode
des ersten Sicherheitselements zumindest abschnittsweise zerstört.
[0016] Als erstes Sicherheitselement kann z. B. ein Hologramm, eine Bildfolie oder dergleichen
vorgesehen sein, welche alle Sicherheitscodes umfasst. Hierbei ist es möglich, dass
der Sicherheitscode als versteckte oder sichtbare Nanocodestäbchen bzw. -elemente
oder dergleichen ausgeführt ist, deren willkürliche bzw. chaotische Anordnung einmalig
ist und somit eine eindeutige Identifizierung ermöglicht. Es ist auch möglich, dass
als Sicherheitscode eine Mikroschrift und/oder ein versteckter oder sichtbarer Barcode,
zum Beispiel als Punkt- oder Strichcode vorgesehen ist.
[0017] Als Gegenstand kann jede Art von hochwertigen Gegenständen und Materialien vorgesehen
sein. Beispielsweise können Wertgegenstände, wie Zertifikate, Urkunden, Expertisen
für wertvolle Güter mit der erfindungsgemäßen Anordnung fälschungssicher geschützt
werden. Wenn das erste Sicherheitselement und das zweite Sicherheitselement beispielsweise
bei Zertifikaten oder Urkunden nicht direkt auf diese aufgebracht werden sollen, kann
beispielsweise der beschriebene Anhänger oder dergleichen als Trägerelement verwendet
werden, der über eine geschlossene Verbindung mit dem Gegenstand bzw. mit der Urkunde
verbunden ist. Als schlaufenartig geschlossene Verbindung wird das beispielsweise
als Hohlfaser oder dergleichen ausgeführte zweite Sicherheitselement verwendet, um
eine fälschungssichere Anordnung zu realisieren.
[0018] Zudem können als Gegenstände auch Antiquitäten, Kunstgegenstände, Fahrzeuge, Porzellan,
Elektrogeräte, Computer, Elektronik, Schmuck, Münzen, Spirituosen, Weinflaschen, Luxustaschen,
Lederwaren, alle Arten von Verpackungsmaterialien aber auch Bekleidungsstücke sowie
organische Materialien und Gegenstände oder dergleichen mit der vorgeschlagenen Anordnung
versehen werden. Als Lebewesen können beispielsweise menschliche oder tierische Patienten
mit der Anordnung zur eindeutigen Identifizierung und Verifizieren versehen werden.
Als Verbindung kann das zweite Sicherheitselement z. B. in Form eines Ohrringes oder
eines Piercings ausgeführt sein.
[0019] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zum Identifizieren
und Verifizieren eines Gegenstandes oder eines Lebewesens gelöst. Bei dem vorgeschlagenen
Verfahren wird ein Sicherheitscode eines ersten Sicherheitselements der Anordnung
auf bzw. an dem Gegenstand auf bzw. an dem Lebewesen erfasst und zudem ein zweites
Sicherheitselement der Anordnung energetisch angeregt und ein vorbestimmtes Antwortmuster
erzeugt. Das erzeugte Antwortmuster und der erfasste Sicherheitscode werden mit in
einer Datenbank hinterlegten Daten zur Identifizierung und Verifizierung abgeglichen.
Beispielsweise kann zum Abfragen der Datenbank eine Internetverbindung über ein Mobiltelefon
oder dergleichen genutzt werden. Zum Erzeugen des Antwortmusters kann ein optischer
Impuls, wie zum Beispiel ein Blitz eines Mobiltelefons, und zum Erfassen des Antwortmusters
und des Sicherheitscodes kann eine Kamera an dem Mobiltelefon eingesetzt werden, wobei
zur Automatisierung der Abfrage eine entsprechende Applikation auf dem Mobiltelefon
verwendet werden kann. Vorzugsweise kann das vorgeschlagene Verfahren bei der vorbeschriebenen
Anordnung eingesetzt werden.
[0020] Die vorliegende Erfindung wird anhand der Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Detailansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung zum Verbinden
mit einem nicht weiter dargestellten Gegenstand oder Lebewesen;
Figur 1A einen Querschnitt durch einen Körper als Hohlfaser der Anordnung gemäß Figur
1;
Figur 1B einen Querschnitt durch eine alternative Ausführung des Körpers durch mehre
Fasern;
Figur 2 eine schematische Ansicht der Anordnung mit einem Anhänger als Trägerelement
an einer Tasche als Gegenstand;
Figur 3 eine schematische Ansicht der Anordnung an einer Münze als Gegenstand;
Figur 4 eine schematische Ansicht der Anordnung mit dem Anhänger als Trägerelement
an einer Urkunde oder einem Zertifikat als Gegenstand; und
Figur 5 eine schematische Ansicht der Anordnung an einer Flasche als Gegenstand.
[0021] In den Figuren 1 bis 5 sind verschiedene Ansichten einer erfindungsgemäßen Anordnung
zum Identifizieren und Verifizieren anhand verschiedener Gegenstände 5, 5 A, 5 B,
5 C beispielhaft dargestellt.
[0022] In Figur 1 ist eine schematische Detailansicht der vorgeschlagenen Anordnung gezeigt,
die den genauen Aufbau darstellt. Die Anordnung umfasst zumindest ein erstes Sicherheitselement
1 mit zumindest einem Sicherheitscode 3 und zumindest ein eine Manipulation an dem
Sicherheitscode 3 anzeigendes zweites Sicherheitselement 2, welche einen Gegenstand
5, 5 A, 5 B, 5 C oder einem Lebewesen zuordenbar sind. Das zweite Sicherheitselement
2 weist zumindest ein Medium 4 zum Anzeigen der Manipulation auf. Ferner ist das zweite
Sicherheitselement 2 in den Sicherheitscode 3 des ersten Sicherheitselementes 1 zumindest
abschnittsweise integriert.
[0023] Wie insbesondere aus Figur 1 ersichtlich ist, ist das zweite Sicherheitselement 2
als ein einen Aufnahmeraum 7 aufweisender Körper ausgeführt, wobei der Aufnahmeraum
7 zumindest ein die Manipulation anzeigendes festes, flüssiges oder gasförmiges Medium
4 aufweist. Das Medium 4 ist derart ausgeführt ist, dass ein eingehender energetischer
Impuls ein entsprechendes Antwortmuster auslöst. Beispielsweise kann als energetischer
Impuls ein einfallender Lichtimpuls auf das Medium eingesetzt werden, welcher als
Antwortmuster ein vorbestimmtes Reflexionsmuster 4 erzeugt. Ferner kann eine Farbveränderung
des Mediums 4 eine Manipulation ohne energetischen Impuls anzeigen, wenn der Körper
beschädigt oder zerstört wird.
[0024] In Figur 1 ist der Körper des zweiten Sicherheitselements 2 beispielhaft als Hohlfaser
9 bzw. Hohlschlauch ausgeführt, wobei auch mehrere Hohlfasern 9 zum Aufnehmen des
Mediums 4 vorgesehen sein können. Das zweite Sicherheitselement 2 bzw. die Hohlfaser
9 ist derart abschnittsweise mit dem Sicherheitscode 3 in das erste Sicherheitselementes
1 integriert, so dass eine Manipulation an dem ersten Sicherheitselement 1 bzw. an
dem Sicherheitscode 3 und dadurch auch an dem zu sichernden Gegenstand bzw. Lebewesen
sofort erkennbar ist, da bei einer Manipulation das zweite Sicherheitselement 2 bzw.
der Schlauch bzw. die Informationsfaser und dadurch auch das Antwortmuster z. B. als
Nano-Informationsobjekt den Aufnahmeraum 7 durchtrennt bzw. zerstört wird und demzufolge
das feste, flüssige oder gasförmige das Medium austritt und somit das Antwortmuster
4 und zudem der Sicherheitscode 3 unterbrochen werden. Daher kann der Verifizierungscode
bzw. Sicherheitscode 3 nicht erfasst werden und der Gegenstand somit von einer Datenbank
nicht bestätigt und nicht freigegeben werden.
[0025] Figur 1A zeigt eine quergeschnittene Ansicht durch den Körper als Hohlfaser 9, bei
dem der Aufnahmeraum 7 im Inneren der Hohlfaser 9 vorgesehen ist.
[0026] In Figur 1B ist eine weitere Ausführung gezeigt, bei der das zweite Sicherheitselement
2 als Körper mehrere Fasern 10 aufweist, die gemeinsam den Aufnahmeraum 7 für das
Medium 4 bilden. Der Aufnahmeraum 7 wird somit durch Bündelung oder Verknüpfung der
Fasern 10 realisiert.
[0027] Beispielsweise kann das Erzeugen des holistischen Reflexionsflusses oder - musters
als Antwortmuster über ein Inertialsystem mit einem Blitz oder eine Lampe durch einen
anregenden Energieimpuls z.B. Licht, elektromagnetische Wellen oder Photonen an einem
Impulsübertragungssystemgerät, wie z.B. einem Mobiltelefon, Scanner oder dergleichen
Lesegerät erfolgen und anschließend können das Reflexionsmuster mit dem Sicherheitscode
3 zum Beispiel über die Kamera des Mobiltelefons als Inertialgerät erfasst werden.
Über die Internetverbindung zum Beispiel des Mobiltelefons als Übertragungsmedium
kann eine Identifizierungsabfrage in einer entsprechenden Datenbank erfolgen. Bei
negativer Authentifizierungsrückbestätigung wird eine entsprechende Meldung für den
Nutzer angezeigt, so dass der gefälschte Gegenstand erkannt werden kann.
[0028] Neben der erfindungsgemäßen Anordnung wird auch das vorbeschriebene Verfahren zum
Identifizieren und Verifizieren jedes materiellen Gegenstandes 5, 5 A, 5 B, 5 C, wie
z.B. eines organischen Elements oder eines Lebewesens unabhängig von der vorgeschlagenen
Anordnung beansprucht.
[0029] Das erste Sicherheitselement 1 ist als Hologramm ausgeführt, wobei der Sicherheitscode
3 als versteckte oder sichtbare Mikroschrift und/oder Nanocodes und/oder als versteckter
oder sichtbarer Barcode, wie zum Beispiel einem Punktoder Strichcode, nur in Signalverbindung
mit dem Sicherheitselement 2 als Original ausgelesen werden kann.
[0030] Wie insbesondere aus den Figuren 2 bis 5 ersichtlich ist, ist die rohr- oder schlauchförmige
Hohlfaser als zweites Sicherheitselement 2 quasi in Form einer geschlossenen Schlaufe
ausgeführt, so dass eine in sich geschlossene Verbindung mit dem mit dem ersten Sicherheitselement
1 versehenen Gegenstand 5, 5 A, 5 B, 5 C realisiert wird.
[0031] In Figur 2 ist die erfindungsgemäße Anordnung an einem als Tasche ausgeführten Gegenstand
5 befestigt. Hierzu ist die Hohlfaser 7 des zweiten Sicherheitselement an einem Teil
wie z.B. dem Trageriemen oder Reißverschluss 8 der Tasche befestigt, an dem ein Trägerelement
für das erste Sicherheitselement 1 mit dem Sicherheitscode 3 und zumindest abschnittsweise
für das zweite Sicherheitselement 2 vorgesehen ist. Als Trägerelement ist ein Anhänger
6 vorgesehen, welcher dazu dient das erste Sicherheitselement 1 mit dem Sicherheitscode
3 und zumindest abschnittsweise das zweite Sicherheitselement 2 aufzunehmen, indem
diese auf den Anhänger 6 durch Aufkleben, Beschichten oder dergleichen aufgebracht
sind. Der Anhänger 6 ist über das zweite Sicherheitselement 2 bzw. über die Hohlfaser
als in sich geschlossene Verbindung mit dem Gegenstand 5 bzw. mit der Tasche fest
verbunden. Durch die Verwendung des Anhängers 6 ist es nicht erforderlich das erste
Sicherheitselement 1 mit dem Sicherheitscode 3 und das zweite Sicherheitselement 2
auf die Oberfläche der Tasche aufzubringen.
[0032] In Figur 3 ist eine weitere mögliche Ausführung dargestellt, bei der als Gegenstand
5A eine Münze, zum Beispiel aus Edelmetall oder dergleichen, vorgesehen ist, auf der
das erste Sicherheitselement 1 aufgebracht ist, wobei die Hohlfaser als zweites Sicherheitselement
2 die Münze umgibt und abschnittsweise über den Sicherheitscode 3 des ersten Sicherheitselements
1 verläuft.
[0033] Figur 4 zeigt die erfindungsgemäße Anordnung an einem Zertifikat oder offiziellem
Dokument als Gegenstand 5B, wobei eine Durchdringungshülse an dem Schriftstück vorgesehen
ist, durch die die Hohlfaser als zweites Sicherheitselement 2 verläuft, an dem der
Anhänger 6 befestigt ist, auf dem auch das erste Sicherheitselement 1 mit dem Sicherheitscode
3 aufgebracht ist.
[0034] Schließlich zeigt Figur 5 eine Flasche, in der Wein oder Spirituosen enthalten sein
kann, als Gegenstand 5C. Auf der Oberfläche der Flasche ist die Sicherheitsfaser als
zweites Sicherheitselement 2 befestigt und verläuft abschnittsweise über das auf der
Oberfläche der Flasche befestigte erste Sicherheitselement 1. Wahlweise kann auch
die Variante mit dem Anhänger 6 verwendet werden.
[0035] Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die erfindungsgemäße Anordnung eine
sichere geschlossene Verbindung über das zweite Sicherheitselement 2 mit dem jeweiligen
Gegenstand 5, 5 A, 5 B, 5 C realisiert und zudem das zum Beispiel als Hologramm ausgebildete
erste Sicherheitselement 1 mit dem Sicherheitscode 3 sichert und mit dem ersten Sicherheitselement
2 quasi eine Einheit bildet.
Bezugszeichen
[0036]
- 1
- erstes Sicherheitselement
- 2
- zweites Sicherheitselement
- 3
- Sicherheitscode
- 4
- Medium
- 5,5A,5B,5C
- Gegenstand
- 6
- Anhänger als Trägerelement
- 7
- Aufnahmeraum
- 8
- Trageriemen
- 9
- Hohlfaser
- 10
- Faser
1. Anordnung zum Identifizieren und Verifizieren eines Gegenstandes (5, 5A, 5B, 5C) oder
eines Lebewesens, wobei zumindest ein erstes Sicherheitselement (1) mit zumindest
einem Sicherheitscode (3) und zumindest ein eine Manipulation anzeigendes zweites
Sicherheitselement (2) dem Gegenstand (5, 5A, 5B, 5C) oder dem Lebewesen zugeordnet
sind, wobei das zweite Sicherheitselement (2) zum Anzeigen der Manipulation zumindest
ein Medium (4) aufweist und wobei das zweite Sicherheitselement (2) in den Sicherheitscode
(3) des ersten Sicherheitselements (1) zumindest abschnittsweise integriert ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Sicherheitselement (2) als ein zumindest einen Aufnahmeraum (7) für das
Medium (4) aufweisender Körper ausgeführt ist.
3. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Sicherheitselement (2) als Körper in Form einer geschlossenen Verbindung
ausgeführt ist und mit dem Gegenstand (5, 5A, 5B, 5C) oder dem Lebewesen unlösbar
verbunden ist.
4. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Sicherheitselement (2) als Körper zumindest eine Hohlfaser (9) als Aufnahmeraum
(7) für das Medium (4) aufweist.
5. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Sicherheitselement (2) als Körper zumindest eine Faser (10) aufweist,
die einen Aufnahmeraum (7) für das Medium (4) bildet.
6. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium (4) derart ausgeführt ist, dass ein anregender Energieimpuls ein vorbestimmtes
Antwortmuster erzeugt.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Energieimpuls ein optischer Impuls vorgesehen ist, der als Antwortmuster ein
Reflexionsmuster erzeugt.
8. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Medium (4) ein Feststoff, eine Flüssigkeit oder ein Gas vorgesehen ist.
9. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Manipulation das Medium (4) des zweiten Sicherheitselements (2) den Sicherheitscode
(3) des ersten Sicherheitselements (1) zumindest abschnittsweise zerstört.
10. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium (4) des zweiten Sicherheitselements (2) durch eine Farbveränderung eine
Manipulation anzeigt.
11. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Sicherheitselement (1) als Hologramm ausgeführt ist.
12. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitscode (3) des ersten Sicherheitselementes (1) als versteckte oder sichtbare
Nanocodeelemente und/oder als versteckter oder sichtbarer Barcode ausgeführt ist.
13. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Trägerelement (6) zum Aufnehmen des ersten Sicherheitselements (1) mit dem Sicherheitscode
(3) und zum zumindest abschnittsweisen Aufnehmen des zweiten Sicherheitselements (2)
vorgesehen ist.
14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (6) als Anhänger ausgeführt ist, auf dem das erste Sicherheitselement
(1) mit dem Sicherheitscode (3) und zumindest abschnittsweise das zweite Sicherheitselement
(2) aufgebracht ist und dass der Anhänger (6) über das zweite Sicherheitselement (2)
als in sich geschlossene Verbindung mit dem Gegenstand (5, 5A, 5B, 5C) oder mit dem
Lebewesen fest verbunden ist.
15. Verfahren zum Identifizieren und Verifizieren eines Gegenstandes oder eines Lebewesens,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Sicherheitscode (3) eines ersten Sicherheitselements (1) an dem Gegenstand
(5, 5A, 5B, 5C) oder an dem Lebewesen erfasst wird und dass ein zweites Sicherheitselement
(2) energetisch angeregt wird und ein vorbestimmtes Antwortmuster erzeugt wird, wobei
das erzeugte Antwortmuster und der erfasste Sicherheitscode mit in einer Datenbank
hinterlegten Daten zur Identifizierung und Verifizierung abgeglichen werden.