[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine
Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11 zum Bilden von Werbemittelzusammenstellungen
aus jeweils einem Umschlag und mehreren Beilagen.
[0002] Mit der
CH 00073/15 sind ein solches vorangemeldetes Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung zum
Bilden von Werbemittelzusammenstellung offenbart. Dabei werden die zu der Werbemittelzusammenstellung
zusammenzuführenden Druckprodukte, d.h. sowohl der Umschlag als auch die Beilagen,
jeweils durch ein Werbemittel gebildet. Zur Vereinfachung der Beschreibung werden
die jeweiligen Werbemittel in Abhängigkeit von ihrer Verwendung hier jeweils als Umschlag
oder als Beilagen bezeichnet.
[0003] Entsprechend dieses Verfahrens werden der Umschlag und die Beilagen im Bereich einer
Zusammentragstrecke mittels jeweils eines Vereinzelungs- und Zuführelements aus jeweils
einem Stapel von Werbemitteln abgezogen und einzeln sowie nacheinander auf ein in
einer Transportrichtung bewegtes Förderelement aufeinander abgelegt. Dazu wird jeweils
eine vorlaufende Kante des Umschlags in Förderrichtung versetzt zu vorlaufenden Kanten
der Beilagen einen Überstand des Umschlags gegenüber den Beilagen bildend abgelegt.
Die Beilagen werden einen Beilagenstapel formend derart aufeinander abgelegt, dass
die vorlaufenden Kanten der Beilagen zumindest annähernd eine gemeinsame Falzkante
ausbilden, wobei der Überstand des flach auf dem Förderelement aufliegenden Umschlags
lediglich um diese Falzkante sowie zumindest teilweise um den Beilagenstapel die Werbemittelzusammenstellung
bildend herumgelegt wird. Der Überstand wird somit weder um den nachlaufenden Bereich
der Beilagen einer zu fertigenden Werbemittelzusammenstellung noch um deren Seitenkanten
herumgelegt. Die Werbemittelzusammenstellung wird anschliessend an der Falzkante gefalzt
und zur Weiterverarbeitung abtransportiert. Gemeinsam mit gleichen oder anderen Werbemittelzusammenstellungen
erfolgt danach in der Regel eine Abgabe an Grossverteiler und schliesslich eine Verteilung
an Endkunden. Natürlich kann auch ein Direktversand an Endkunden erfolgen.
[0004] Je nach der herzustellender Werbemittelzusammenstellung, d.h. je nach dem dazu benötigten
Umschlag wird ein anderes im Bereich der Zusammentragstrecke angeordnetes Vereinzelungs-
und Zuführelement zur Zuführung dieses Umschlags verwendet. Mit anderen Worten kann
es vorkommen, dass das erste und auch weitere Vereinzelungs- und Zuführelemente nicht
betrieben werden, so dass beispielsweise das in Transportrichtung zweite Vereinzelungs-
und Zuführelement oder auch ein weiter stromab angeordnetes Vereinzelungs- und Zuführelement
das als Umschlag verwendete Werbemittel zuführt. Die Zuführung des Umschlags erfolgt
somit jeweils mit dem ersten, das Förderelement beschickenden Vereinzelungs- und Zuführelement.
[0005] Bei einer Umstellung der Fertigung von einer Werbemittelzusammenstellung mit einem
ersten Umschlag auf eine Werbemittelzusammenstellung mit einem zweiten Umschlag, welcher
sich vom ersten Umschlag unterscheidet, kann demnach eine beliebiges anderes Vereinzelungs-
und Zuführelement einen Umschlag aus einem entsprechenden Stapel von Werbemitteln
vereinzeln und zum Förderelement transportieren, wobei beliebige andere Vereinzelungs-
und Zuführelemente Beilagen aus anderen Stapeln von Werbemitteln zuführen.
[0006] Es hat sich jedoch als nachteilig erwiesen, dass bei einer solchen Umstellung der
Fertigung die Vorrichtung angehalten und beispielsweise über ein Eingabemittel, beispielsweise
über eine Mensch-Maschine-Schnittstelle, zunächst ein anderer Versatz der vorlaufende
Kante des neuen Umschlags zu den vorlaufenden Kanten der entsprechenden Beilagen der
zweiten Werbemittelzusammenstellung eingegeben werden muss. Dadurch wird die Verfahrensleistung
negativ beeinträchtigt.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Bilden von Werbemittelzusammenstellungen aus jeweils einem Umschlag und mehreren
Beilagen zu schaffen, bei dem die Umstellung von einer Werbemittelzusammenstellung
mit einem ersten Umschlag auf eine nachfolgende Werbemittelzusammenstellung mit einem
sich vom ersten Umschlag unterscheidenden, weiteren Umschlag ohne Anhalten der Vorrichtung
und ohne manuelle Eingabe des Versatzes für den jeweils benötigten, weiteren Umschlag
auskommt und somit eine höhere Verfahrensleistung ermöglicht wird.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 und durch eine Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
[0009] Beim erfindungsgemässen Verfahren zum Bilden von Werbemittelzusammenstellungen werden
als Umschläge und als Beilagen verwendete Werbemittel im Bereich einer Zusammentragstrecke
einzeln und nacheinander auf ein in einer Transportrichtung bewegtes Förderelement
aufeinander abgelegt. Dabei wird eine vorlaufende Kante eines Umschlags in Förderrichtung
versetzt zu vorlaufenden Kanten der zugehörigen Beilagen einen Überstand des Umschlags
gegenüber den Beilagen bildend abgelegt. Die Beilagen werden einen Beilagenstapel
formend derart aufeinander abgelegt, dass die vorlaufenden Kanten der Beilagen zumindest
annähernd eine gemeinsame Falzkante ausbilden, wobei der Überstand des flach auf dem
Förderelement aufliegenden Umschlags lediglich um diese Falzkante sowie zumindest
teilweise um den Beilagenstapel eine Werbemittelzusammenstellung bildend herumgelegt
wird. Die Werbemittelzusammenstellung wird anschliessend an der Falzkante gefalzt
und schliesslich zur Weiterverarbeitung abtransportiert. Eine nachfolgende Werbemittelzusammenstellung
wird aus einem sich vom ersten Umschlag unterscheidenden weiteren Umschlag und zugehörigen
Beilagen im Wesentlichen analog wie die vorherige Werbemittelzusammenstellung gebildet.
[0010] Dabei wird erfindungsgemäss jedes zur Verwendung als Umschlag für eine zu bildende
Werbemittelzusammenstellung geeignete Werbemittel in einer computergestützten Maschinensteuerung
registriert und für jedes registrierte Werbemittel ein dem erforderlicher Überstand
gegenüber den zugehörigen Beilagen entsprechender Versatzwert definiert. Dieser Versatzwert
wird bei einer Umstellung von einer Werbemittelzusammenstellung auf eine nachfolgend
zu bildendende Werbemittelzusammenstellung, mit einem sich vom ersten Umschlag unterscheidenden
weiteren Umschlag, zur Ausbildung des erforderlichen Überstands verwendet.
[0011] Beim aufeinanderfolgenden Bilden mehrerer Werbemittelzusammenstellungen kann auf
diese Weise die Umstellung von einer Werbemittelzusammenstellung mit einem ersten
Umschlag auf eine nachfolgende Werbemittelzusammenstellung mit einem sich vom ersten
Umschlag unterscheidenden, weiteren Umschlag ohne Anhalten der Vorrichtung und ohne
manuelle Eingabe des Versatzes für den jeweils benötigten Umschlag erfolgen. Entsprechend
der nachfolgend zu bildenden Werbemittelzusammenstellung kann somit der weitere Umschlag
automatisch mit dem erforderlichen Überstand gegenüber den zugehörigen Beilagen bereitgestellt
und dadurch eine höhere Verfahrensleistung erzielt werden.
[0012] Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens werden
die Umschläge und die Beilagen vorgängig ihrer Ablage auf das Förderelement jeweils
aus einem Stapel von Werbemitteln vereinzelt und anschliessend zum Förderelement transportiert.
Auf diese Weise kann das Bilden der Werbemittelzusammenstellungen vorteilhaft vom
Druck der Umschläge und der Beilagen entkoppelt werden. Es können somit zu verschiedenen
Zeitpunkten sowie auf verschiedenen Druckmaschinen hergestellte und zu Stapeln zusammengestellte
Werbemittel als Umschläge und Beilagen Verwendung finden.
[0013] Gemäss einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird der
Überstand der vorlaufenden Kante eines Umschlags zu den vorlaufenden Kanten der zugehörigen
Beilagen beim Vereinzeln aus dem Stapel des jeweiligen Umschlags oder beim Vereinzeln
aus den Stapeln der zugehörigen Beilagen gebildet. Damit sind zwei Alternativen angegeben,
welche vorteilhaft entsprechend der jeweiligen Randbedingungen zum Einsatz kommen
können.
[0014] Gemäss einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird
der Überstand der vorlaufenden Kante eines Umschlags zu vorlaufenden Kanten der zugehörigen
Beilagen beim Transport des jeweiligen Umschlags oder der zugehörigen Beilagen zum
Förderelement gebildet. Damit sind weitere vorteilhafte Möglichkeiten angegeben, welche
ebenfalls je nach vorgegebenen Randbedingungen zum Einsatz kommen können.
[0015] Gemäss einer weiteren alternativen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens
wird der Überstand der vorlaufenden Kante eines Umschlags zu vorlaufenden Kanten der
zugehörigen Beilagen beim Transport des jeweiligen Umschlags oder der zugehörigen
Beilagen auf dem Förderelement gebildet. Diese alternativen Lösungen schaffen weitere
vorteilhafte Möglichkeiten zur Ausbildung des Überstands, welche ebenfalls je nach
den vor Ort herrschenden Einsatzbedingungen zur Anwendung kommen können.
[0016] Gemäss einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird der
Überstand der vorlaufenden Kante eines weiteren Umschlags zu den vorlaufenden Kanten
der zugehörigen Beilagen durch eine im Vergleich zum ersten Umschlag erfolgende Beschleunigung
oder ein frühzeitigeres Bewegen des weiteren Umschlags beim Vereinzeln aus dem jeweiligen
Stapel oder beim Transport zum Förderelement oder beim Transport auf dem Förderelement
gebildet. Alternativ dazu wird dieser Überstand durch eine im Vergleich zum ersten
Umschlag erfolgende Verzögerung oder ein späteres Bewegen der jeweils zum weiteren
Umschlag gehörenden Beilagen beim Vereinzeln aus dem jeweiligen Stapel oder beim Transport
zum Förderelement oder beim Transport auf dem Förderelement gebildet. Diese alternativen
Lösungen schaffen weitere vorteilhafte Möglichkeiten zur Ausbildung des Überstands,
welche ebenfalls je nach den vor Ort herrschenden Einsatzbedingungen zur Anwendung
kommen können.
[0017] Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird
der Überstand der vorlaufenden Kante eines Umschlags vorteilhaft mittels des Förderelements
in den Bereich eines Umlenkraums transportiert, dort mit einem pneumatischen Umlenkelement
oder mit einem mechanischen Umlenkelement beaufschlagt und in den Umlenkraum umgelenkt.
Beim weiteren Transport des Umschlags in Transportrichtung wird der Überstand des
Umschlags lediglich an der Falzkante des Beilagenstapels entgegen der Transportrichtung
derart umgelegt, dass der Überstand an den Beilagenstapel angelegt wird. Während die
Lösung mit dem pneumatischen Umlenkelement vorteilhaft keine mechanische Stauquelle
aufweist und somit fehlertoleranter ist, erweist sich das mechanische Umlenkelement
bei mehrseitigen, steifen Umschlägen als vorteilhaft.
[0018] Gemäss einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt die
Ablage des Umschlags auf das Förderelement vor dem Ablegen der zur Werbemittelzusammenstellung
gehörenden Beilagen. Bei diesem Verfahren bildet der Umschlag vorteilhaft eine Basis
zum Ablegen der Beilagen.
[0019] Alternativ dazu kann die Ablage des Umschlags auch nach dem Ablegen der zur Werbemittelzusammenstellung
gehörenden Beilagen auf das Förderelement erfolgen. Ein solches Verfahren ist relativ
unabhängig von der Art und Weise des Zusammentragens der Beilagen. Diese können beispielsweise
bereits vorgängig in einem separaten Verfahren zusammengetragen worden sein, bevor
sie gemeinsam auf das Förderelement aufgelegt und mit dem Umschlag versehen werden.
[0020] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Bilden von Werbemittelzusammenstellungen weist
eine Zusammentragstrecke mit einem in einer Transportrichtung bewegbaren Förderelement
auf. Entlang der Zusammentragstrecke sind nacheinander mehrere Vereinzelungs- und
Zuführelemente für als Umschläge oder als jeweils zugehörige Beilagen verwendbare
Werbemittel angeordnet. Die Vereinzelungs- und Zuführelemente sind dabei so ausgebildet,
dass die Beilagen einen Beilagenstapel formend derart aufeinander ablegbar sind, dass
vorlaufende Kanten der Beilagen zumindest annähernd eine gemeinsame Falzkante ausbilden
und dass eine vorlaufende Kante eines Umschlags in Förderrichtung versetzt zu den
vorlaufenden Kanten der jeweiligen Beilagen einen Überstand des Umschlags gegenüber
den Beilagen bildend ablegbar ist. Stromab der Zusammentragstrecke sind ein Umlenkraum
und ein den Überstand des Umschlags in den Umlenkraum einbringendes Umlenkmittel angeordnet.
Das Förderelement ist zumindest im Bereich des Umlenkraums derart ausgebildet, dass
sowohl der Umschlag als auch die Beilagen flach auf dem Förderelement aufliegen. Das
Umlenkmittel ist derart ausgebildet, dass der Überstand des Umschlags lediglich um
die Falzkante sowie zumindest teilweise um den Beilagenstapel eine Werbemittelzusammenstellung
bildend herumlegbar ist. Stromab des Umlenkraums ist eine Falzeinrichtung und stromab
der Falzeinrichtung eine Abtransporteinrichtung für die Werbemittelzusammenstellung
angeordnet. Die Vorrichtung weist erfindungsgemäss eine computergestützte Maschinensteuerung
und jeweils zumindest eine mit dieser verbundene Einzelantriebseinheit für die Vereinzelungs-
und Zuführelemente und/oder für das Förderelement auf.
[0021] Analog wie beim entsprechenden Verfahren kann mit dieser Vorrichtung die Umstellung
von einer Werbemittelzusammenstellung mit einem ersten Umschlag auf eine nachfolgende
Werbemittelzusammenstellung mit einem sich vom ersten Umschlag unterscheidenden, zweiten
Umschlag ohne Anhalten der Vorrichtung und ohne manuelle Eingabe des Versatzes für
den jeweils benötigten Umschlag erfolgen. Durch die Anordnung der Einzelantriebseinheiten
kann der Überstand der vorlaufenden Kante eines weiteren Umschlags zu vorlaufenden
Kanten der zugehörigen Beilagen beim Vereinzeln aus dem Stapel des jeweiligen Umschlags
oder beim Vereinzeln aus den Stapeln der zugehörigen Beilagen oder alternativ auch
auf dem Förderelement automatisch ausgebildet werden. Dadurch kann mit dieser Vorrichtung
eine höhere Leistung erzielt werden.
[0022] Gemäss einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung weisen die Vereinzelungs-
und Zuführelemente jeweils eine Einrichtung zur Aufnahme eines Stapels der jeweils
als Umschlag oder als Beilage verwendbaren Werbemittel auf. Alternativ dazu ist stromauf
der Vereinzelungs- und Zuführelemente jeweils eine solche Einrichtung angeordnet.
Durch den Einsatz einer entsprechenden Vorrichtung kann das Bilden der Werbemittelzusammenstellungen
vorteilhaft vom Druck der Umschläge und der Beilagen entkoppelt werden. Es können
somit zu verschiedenen Zeitpunkten sowie auf verschiedenen Druckmaschinen hergestellte
und zu Stapeln zusammengestellte Umschläge und Beilagen Verwendung finden.
[0023] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist zwischen
den Vereinzelungs- und Zuführelementen sowie dem Förderelement jeweils ein Leitorgan
angeordnet. Jedes Leitorgan ist mit der Einzelantriebseinheit des jeweiligen Vereinzelungs-
und Zuführelements antriebsverbunden oder weist eine separate, mit der Maschinensteuerung
verbundene Einzelantriebseinheit auf. Bei dieser Ausführungsform kann der Überstand
vorteilhaft mittels der Leitorgane gebildet werden, so dass sich eine Ausbildung des
Überstands beim Vereinzeln erübrigt.
[0024] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung weist das
Förderelement mehrere nacheinander angeordnete Förderstrecken und jede Förderstrecke
eine mit der Maschinensteuerung verbundene Einzelantriebseinheit auf. Bei dieser Ausführungsform
kann der Überstand vorteilhaft auf den Förderstrecken des Förderelements gebildet
werden, so dass sich eine Ausbildung des Überstands beim Vereinzeln oder beim Fördern
mittels der Leitorgane erübrigt.
[0025] Gemäss einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung weist das Umlenkmittel
ein pneumatisches oder ein mechanisches Umlenkelement auf. Während ein pneumatisches
Umlenkelement vorteilhaft keine mechanische Stauquelle bildet und somit fehlertoleranter
ist, erweist sich ein mechanisches Umlenkelement bei mehrseitigen, steifen Umschlägen
als vorteilhaft.
[0026] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist entlang
der Zusammentragstrecke zunächst ein Vereinzelungs- und Zuführelement für einen Umschlag
angeordnet und in Transportrichtung danach sind Vereinzelungs- und Zuführelemente
für Beilagen angeordnet. Wenn aufgrund dieser Ausbildung der Zusammentragstrecke zuerst
der Umschlag und danach die Beilagen zugeführt werden, können letztere vorteilhaft
auf den Umschlag aufgelegt werden.
[0027] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung sind entlang
der Zusammentragstrecke zunächst Vereinzelungs- und Zuführelemente für als Beilagen
verwendbare Werbemittel angeordnet und danach ist ein Vereinzelungs- und Zuführelement
für als Umschlag verwendbare Werbemittel angeordnet. Damit wird eine alternative technische
Lösung angeboten, die je nach den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Herstellers
der Werbemittelzusammenstellung technisch und/oder wirtschaftlich vorteilhaft sein
kann.
BESCHREIBUNG DER FIGUREN:
[0028]
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung gemäss
eines ersten Ausführungsbeispiels.
- Fig. 2
- zeigt eine vergrösserte Darstellung eines Bereichs stromab der Sammelstrecke, mit
einem pneumatischen Umlenkelement.
- Fig. 3
- zeigt eine Darstellung analog Fig. 2, jedoch mit einem mechanischen Umlenkelement.
- Fig. 4
- zeigt eine Darstellung entsprechend Fig. 1, wobei jedoch ein als weiterer Umschlag
verwendetes Werbemittel aus einem anderen Stapel vereinzelt wird.
- Fig. 5
- zeigt eine Darstellung entsprechend Fig. 1, jedoch in einer Variante mit einem segmentierten
ersten Förderelement.
- Fig. 6
- zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung gemäss eines zweiten
Ausführungsbeispiels.
- Fig. 7
- zeigt eine schematische Darstellung des auf einem Förderelement abgelegten und in
Transportrichtung geförderten Umschlags gemäss des ersten Ausführungsbeispiels.
- Fig. 8
- zeigt eine Darstellung gemäss Fig. 7, zusätzlich jedoch mit drei entgegen der Transportrichtung
versetzt auf den Umschlag aufgelegten Beilagen.
- Fig. 9
- zeigt eine Darstellung gemäss Fig. 8, mit einem nach oben erfolgten Umlenken des Überstands
des Umschlags gegenüber den Beilagen.
- Fig. 10
- zeigt eine Darstellung gemäss Fig. 9, bei welcher der umgelenkte Überstand des Umschlags
zusätzlich durch Falzrollen weiter umgelegt wird.
- Fig. 11
- zeigt eine Darstellung gemäss Fig. 10, bei der die Falzrollen den Überstandbereich
des Umschlags um die Beilagen herum gefalzt und somit eine Werbemittelzusammenstellung
gebildet haben.
- Fig. 12
- zeigt analog der Fig. 10 den Schritt der Umlenkung des Versatzes des Umschlags gegenüber
den Beilagen zur Herstellung einer Werbemittelzusammenstellung, jedoch mit nach unten
erfolgender Umlenkung entsprechend des in Fig. 6 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiels.
- Fig. 13
- zeigt eine entsprechend des in Fig. 6 und Fig. 12 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiels
hergestellte Werbemittelzusammenstellung.
[0029] Gemäss Fig. 1 weist eine Vorrichtung 40 zum Zusammenführen eines Umschlags 1 mit
mehreren als Beilagen 2, 3, 4 ausgebildeten Werbemitteln zu einer Werbemittelzusammenstellung
5 eine Zusammentragstrecke 6 auf, entlang der eine Anzahl als Anleger ausgebildete
Vereinzelungs- und Zuführelemente A, B, C, D oberhalb eines in einer Transportrichtung
7 um Umlenkrollen 8 geführten ersten, als Förderband ausgebildeten Förderelements
9 angeordnet ist. Stromab der Zusammentragstrecke 6 ist eine Falzeinrichtung 10 für
den Umschlag 1 der Werbemittelzusammenstellung 5 und weiter stromab eine Abtransporteinrichtung
11 für die Werbemittelzusammenstellung 5 angeordnet.
[0030] Die Vereinzelungs- und Zuführelemente A, B, C, D sind mit jeweils einer beispielsweise
als Stapelmagazin ausgebildeten Einrichtung A', B', C', D' zur Aufnahme eines Stapels
a, b, c, d von jeweils als Umschlag 1 oder als Beilage 2, 3, 4 verwendbaren Werbemitteln
ausgestattet. Alternativ dazu kann auch stromauf der Vereinzelungs- und Zuführelemente
A, B, C, D jeweils eine solche Einrichtung A', B', C', D' angeordnet sein (nicht dargestellt).
[0031] Die Vorrichtung 40 weist zudem eine computergestützte Maschinensteuerung 29 und jeweils
eine mit dieser verbundene Einzelantriebseinheit 30 für die Vereinzelungs- und Zuführelemente
A, B, C, D auf. Zudem oder auch alternativ dazu ist eine weitere Einzelantriebseinheit
31 für das Förderelement 9 angeordnet.
[0032] Zwischen den Vereinzelungs- und Zuführelementen A, B, C, D sowie dem Förderelement
9 ist jeweils ein Leitorgan A", B", C", D" zur Zuführung der Werbemittel zum Förderelement
9 angeordnet. Jedes Leitorgan A", B", C", D" ist entweder mit der Einzelantriebseinheit
30 des jeweiligen Vereinzelungs- und Zuführelements A, B, C, D antriebsverbunden oder
weist eine separate, mit der Maschinensteuerung 29 verbundene, gestrichelt dargestellte
Einzelantriebseinheit 30" auf. Natürlich kann auch eine ohne Leitorgane A", B", C",
D" ausgebildete Vorrichtung 40 Verwendung finden, bei welcher die Werbemittel von
den Vereinzelungs- und Zuführelementen A, B, C, D direkt zum Förderelement 9 weitergeleitet
werden.
[0033] Wie in der vergrösserten Darstellung der Fig. 2 gezeigt, ist stromab der Zusammentragstrecke
6 ein oberhalb des ersten Förderelements 9 und beabstandet zu diesem angeordnetes,
um Umlenkrollen 12 umlaufendes, als Förderband ausgebildetes, zweites Förderelement
13 sowie ein ebenfalls oberhalb des ersten Förderelements 9 und beabstandet zu diesem
angeordnetes, um Umlenkrollen 14 umlaufendes und in Transportrichtung 7 an das zweite
Förderelement 13 anschliessendes, gleichfalls als Förderband ausgebildetes, drittes
Förderelement 15 angeordnet. Dabei können die Förderelemente 9, 13, 15 jeweils ein
einziges Förderband oder mehrere mit Zwischenräumen ausgebildete Förderbänder aufweisen.
Natürlich können auch Ketten, Zahnriemen oder ähnliche Fördermittel als Förderelemente
9, 13, 15 ausgebildet sein.
[0034] Zwischen dem zweiten Förderelement 13 und dem ersten Förderelement 9 bzw. zwischen
dem dritten Förderelement 15 und dem ersten Förderelement 9 ist jeweils ein im Wesentlichen
gleicher vertikaler Abstand 16 ausgebildet, welcher der Dicke der Werbemittelzusammenstellung
5 entspricht und durch ein entsprechendes Absenken oder Anheben des ersten Förderelements
9 automatisch an eine unterschiedliche Dicke der Werbemittelzusammenstellung 5 eines
nachfolgenden Fertigungsauftrags angepasst werden kann.
[0035] Zur stromab der Zusammentragstrecke 6 angeordneten Falzeinrichtung 10 gehört das
um die Umlenkrollen 14 umlaufende und in Transportrichtung 7 an das zweite Förderelement
13 anschliessende dritte Förderelement 15 sowie der unterhalb des dritten Förderelements
15 angeordnete Teil des ersten Förderelements 9.
[0036] Zwischen der Zusammentragstrecke 6 und der Falzeinrichtung 10, genauer zwischen der
stromabwärtigen Umlenkrolle 12 des zweiten Förderelements 13 sowie der stromaufwärtigen
Umlenkrolle 14 des dritten Förderelements 15 und damit oberhalb des ersten Förderelements
9, ist ein Umlenkraum 20 angeordnet. Im Bereich des ersten Förderelements 9 ist ein
Umlenkmittel 17 angeordnet, welches ein mit einer nicht dargestellten Druckluftquelle
verbundenes und über zumindest eine Auslassöffnung 18 verfügendes, als Druckluftdüse
ausgebildetes pneumatisches Umlenkelement 19 aufweist. Zur Ansteuerung eines aus der
zumindest einen Auslassöffnung 18 austretenden Druckluftstrahls 18' kann in einer
mit der Druckluftquelle und der Druckluftdüse verbundenen, nicht dargestellten Druckluftleitung
beispielsweise ein Magnetventil angeordnet und mit der hier ebenfalls nicht dargestellten
Maschinensteuerung 29 verbunden sein. Dabei ist die zumindest eine Auslassöffnung
18 und damit auch der Druckluftstrahl 18' auf den oberhalb des Umlenkmittels 17 angeordneten
Umlenkraum 20 ausgerichtet. Unterhalb der stromaufwärtigen Umlenkrolle 14 des dritten
Förderelements15 kann zudem eine mit der Umlenkrolle 14 zusammenwirkende Pressrolle
21 zum Abpressen der Werbemittelzusammenstellung 5 angeordnet sein.
[0037] Die Abtransporteinrichtung 11 für die Werbemittelzusammenstellung 5 wird durch das
erste Förderelement 9 und das dritte Förderelement 15 bzw. deren stromabwärtige Umlenkrollen
8, 14 gebildet. Stromab der Abtransporteinrichtung 11 kann eine nicht dargestellte
Weiche zum Ausschleusen unvollständiger oder fehlerhafter Werbemittelzusammenstellungen
5 angeordnet sein.
[0038] Beim Betrieb der Vorrichtung 40 wird mittels des ersten Vereinzelungs- und Zuführelements
A zunächst ein Umschlag 1 aus einem Stapel a von als Umschläge verwendeten Werbemitteln
vereinzelt und entlang eines einzigen in Fig. 1 lediglich angedeuteten Leitorgans
A" oder zwischen zwei nicht dargestellten Leitorganen zum ersten Förderelement 9 transportiert
und auf diesem in einer definierten Position abgelegt . Die Ablage erfolgt mit zumindest
annähernd gleicher Geschwindigkeit wie die Fortschrittsgeschwindigkeit des ersten
Förderelements 9.
[0039] In einem nächsten Schritt wird mittels des zweiten Vereinzelungs- und Zuführelements
B eine erste Beilage 2 aus einem Stapel b von als erste Beilagen 2 verwendeten Werbemitteln
separiert und entlang eines einzigen in Fig. 1 lediglich angedeuteten Leitorgans B"
oder zwischen zwei nicht dargestellten Leitorganen zum ersten Förderelement 9 transportiert
und auf dem sich bereits auf dem ersten Förderelement 9 befindlichen und in Transportrichtung
7 geförderten Umschlag 1 entgegen der Transportrichtung 7 derart versetzt abgelegt,
dass eine vorlaufende Kante 22 des Umschlags 1 gegenüber einer vorlaufenden Kante
23 der ersten Beilage 2 in Förderrichtung 7 einen Überstand 24 aufweist. Dieser Versatz
des Umschlags 1 bzw. der ersten Beilage 2 wird durch entsprechende Ansteuerung des
jeweiligen Einzelantriebs 30 realisiert.
[0040] In einem weiteren Schritt wird mittels des dritten Vereinzelungs- und Zuführelements
C eine zweite Beilage 3 aus einem Stapel c von als zweite Beilagen 3 verwendeten Werbemitteln
separiert und entlang eines einzigen in Fig. 1 lediglich angedeuteten Leitorgans C"
oder zwischen zwei nicht dargestellten Leitorganen zum ersten Förderelement 9 transportiert
und auf dem sich bereits auf dem ersten Förderelement 9 befindlichen und in Transportrichtung
7 geförderten Umschlag 1 und die versetzt darauf aufliegende erste Beilage 2 einen
Beilagenstapel 39 bildend (Fig. 2) derart abgelegt, dass die vorlaufende Kante 23
der ersten Beilage 2 und eine vorlaufende Kante 25 der zweiten Beilage 3 in Förderrichtung
7 im Wesentlichen bündig zueinander ausgerichtet sind.
[0041] In einem nächsten Schritt wird mittels des vierten Vereinzelungs- und Zuführelements
D eine dritte Beilage 4 aus einem Stapel d von als dritte Beilagen 4 verwendeten Werbemitteln
separiert und entlang eines einzigen in Fig. 1 lediglich angedeuteten Leitorgans D"
oder zwischen zwei nicht dargestellten Leitorganen zum ersten Förderelement 9 transportiert
und auf dem sich bereits auf dem ersten Förderelement 9 befindlichen und in Transportrichtung
7 geförderten Umschlag und die darauf versetzt aufliegende erste und zweite Beilage
2, 3 derart auf den Beilagenstapel 39 abgelegt, dass die vorlaufende Kante 23 der
ersten Beilage 2, die vorlaufende Kante 25 der zweiten Beilage 3 und eine vorlaufende
Kante 26 der dritten Beilage 4 in Förderrichtung 7 im Wesentlichen bündig zueinander
ausgerichtet sind.
[0042] Die versetzt zur vorlaufenden Kante des Umschlags 1 und im Wesentlichen bündig zueinander
ausgerichteten, vorlaufenden Kanten 23, 25, 26 der ersten, zweiten und dritten Beilage
2, 3, 4 bilden zumindest annähernd eine gemeinsame Falzkante 27, um welche der Überstand
24 des Umschlags 1 in einem nächsten, in der Falzeinrichtung 10 stattfindenden Arbeitsschritt
gefalzt wird. Dabei wird zunächst der vorlaufende Überstand 24 des Umschlags 1 stromab
der Zusammentragstrecke 6 mit dem Druckluftstrahl 18' beaufschlagt und nach oben,
in den Bereich des Umlenkraums 20 zwischen der stromabwärtigen Umlenkrolle 12 des
zweiten Förderelements 13 und der stromaufwärtigen Umlenkrolle 14 des dritten Förderelements
15 umgelenkt (Fig. 2). Beim weiteren Transport des Umschlags 1 und der versetzt darauf
aufliegenden Beilagen 2, 3, 4 in Transportrichtung 7 wird die durch die vorlaufenden
Kanten 23, 25, 26 gebildete Falzkante 27 der Beilagen 2, 3, 4 gegen den unteren Bereich
des nach oben umgelenkten Überstands 24 des Umschlags 1 gedrückt, so dass der Überstand
24 auch durch Einwirkung der Umlenkrolle 14 des dritten Förderelements 15 schliesslich
lediglich um diese gemeinsame Falzkante 27 sowie zumindest teilweise um den Beilagenstapel
39 herumgelegt wird. Die auf diese Weise aus dem Umschlag 1 und den darin liegenden
Beilagen 2, 3, 4 gebildete Werbemittelzusammenstellung 5 wird zwischen dem ersten
Förderelement 9 und dem dritten Förderelement 15 in Transportrichtung 7 weiter gefördert,
dabei an der Falzkante 27 gefalzt und schliesslich im Bereich der Abtransporteinrichtung
11 zur Weiterverarbeitung abgeführt.
[0043] Bei der Weiterverarbeitung kann es sich beispielsweise um das Folieren einzelner
Werbemittelzusammenstellungen 5 oder um eine gemeinsame Stapelbildung mehrerer Werbemittelzusammenstellungen
5 mit oder ohne anschliessendem Folieren, aber auch um einen einfachen Transport zu
einem Zwischenspeicher handeln. Dazu kann die Werbemittelzusammenstellung 5 zunächst
mittels eines nicht dargestellten Tintenstrahldruckers mit maschinenlesbaren und/oder
mit von Personen lesbaren Informationen, beispielsweise mit Informationen zum Weiterverarbeiten,
zur Zustellung oder für den Empfänger versehen und auch personalisiert oder regionalisiert
werden. Zudem kann die Werbemittelzusammenstellung 5 auch elektrostatisch verblockt
werden, um einem Verschieben der Beilagen 2, 3, 4 in einem anschliessenden Weiterverarbeitungsprozess
vorzubeugen.
[0044] Fig. 3 zeigt eine alternative Variante zur Umlenkung des Überstands 24 des Umschlags
1 in den Umlenkraum 20. Statt des bei einer Lösung gemäss Fig. 2 verwendeten, einen
Druckluftstrahl 18' freisetzenden pneumatischen Umlenkelements 19 weist das Umlenkmittel
17 hier ein beispielsweise als gebogenes Blech ausgebildetes mechanisches Umlenkelement
19' auf, welches bei Bedarf in den Förderweg des Umschlags 1 auf dem ersten Förderelement
9 eingeschwenkt oder eingefahren wird.
[0045] Natürlich ist die Zusammentragstrecke 6 nicht auf die in Fig. 1 dargestellte und
vorgängig beschriebene Anzahl von einem Vereinzelungs- und Zuführelement A für ein
als Umschlag 1 verwendetes Werbemittel und von drei Vereinzelungs- und Zuführelementen
B, C, D für als Beilagen 2, 3, 4 verwendete Werbemittel beschränkt, sondern kann je
nach Auftragsspektrum des Herstellers von Werbemittelzusammenstellungen 5 eine beliebige
Anzahl von Vereinzelungs- und Zuführelementen A, B, C, D für als Umschlag oder Beilagen
verwendete Werbemittel aufweisen. Je nach herzustellender Werbemittelzusammenstellung
können die gleichen Werbemittel zudem entweder als Umschlag 1 oder als Beilagen 2,
3, 4 verwendet werden.
[0046] Im Zusammenhang mit Fig. 1 zeigt Fig. 4 wie mit der Vorrichtung 40 nacheinander unterschiedliche
Werbemittelzusammenstellungen 5, 5' hergestellt werden können. Dabei wird eine nachfolgend
zu bildende Werbemittelzusammenstellung 5' aus einem sich von einem ersten Umschlag
1 unterscheidenden, weiteren Umschlag 1' und zugehörigen Beilagen 2', 3' im Wesentlichen
analog wie die vorherige Werbemittelzusammenstellung 5 hergestellt. Da ein Stapel
a, b, c, d jeweils die gleichen Werbemittel enthält, die Stapel a, b, c, d aber untereinander
jeweils unterschiedliche Werbemittel aufweisen, welche zudem je nach zu bildender
Werbemittelzusammenstellung 5, 5' entweder als Umschlag 1,1' oder als Beilage 2, 3,
4, 2', 3' verwendet werden, unterscheidet sich der jeweilige Ablauf jedoch im Detail.
[0047] Wurde beispielsweise gemäss Fig. 1 zunächst eine erste Werbemittelzusammenstellung
5 gebildet, kann eine nachfolgende Werbemittelzusammenstellung 5' entsprechend Fig.
4 dadurch gefertigt werden, dass beispielsweise das erste Vereinzelungs- und Zuführelement
A nicht betrieben und stattdessen mit dem in Transportrichtung 7 zweiten Vereinzelungs-
und Zuführelement B ein sich vom Umschlag 1 unterscheidendes weiteres, als Umschlag
1' verwendetes Werbemittel und mit den Vereinzelungs- und Zuführelementen C, D jeweils
ein als Beilage 2', 3' verwendetes Werbemittel zugeführt wird. Da dabei lediglich
zwei Beilagen 2', 3' zu einem Beilagenstapel 39' zusammengeführt werden und die zu
bildende Werbemittelzusammenstellung 5' mit einer lediglich vorlaufende Kanten 23',
25' der Beilagen 2', 3' aufweisenden Falzkante 27' somit dünner als die vorgängig
gebildete Werbemittelzusammenstellung 5 ist, erweist sich ein kleinerer Überstand
24' als ausreichend. Neben der Dicke der zu bildenden Werbemittelzusammenstellung
5, 5' hängt der erforderliche Überstand 24, 24' auch von Format und vom Material der
jeweils als Umschlag oder als Beilagen verwendeten Werbemittel ab.
[0048] Zur Herstellung unterschiedlicher Werbemittelzusammenstellungen 5, 5' mit der oben
beschriebenen Vorrichtung 40 wird zunächst jedes zur Verwendung als Umschlag 1, 1'
geeignete Werbemittel in der computergestützten Maschinensteuerung 29 registriert.
Beispielsweise ist ein aus einem dicken oder anderweitig schlecht falzbaren Material
hergestelltes oder in dem in Transportrichtung 7 letzten Stapel d der Vorrichtung
40 befindliches Werbemittel nicht als Umschlag geeignet. Für jedes registrierte Werbemittel
wird daraufhin ein dem erforderlicher Überstand 24, 24' gegenüber den zugehörigen
Beilagen 2, 3, 4, 2', 3' entsprechender Versatzwert definiert. Dieser Versatzwert
wird bei einer Umstellung von einer Werbemittelzusammenstellung 5 auf eine nachfolgend
zu bildendende Werbemittelzusammenstellung 5', mit einem sich vom ersten Umschlag
1 unterscheidenden weiteren Umschlag 1', zur Ausbildung des erforderlichen Überstands
24, 24' verwendet.
[0049] Dabei werden die Einzelantriebseinheiten 30 der Vereinzelungs- und Zuführelemente
A, B, C, D und/oder die Einzelantriebseinheit 31 des ersten Förderelements 9 mit dem
jeweiligen, in der computergestützten Maschinensteuerung 29 registrierten Versatzwert
angesteuert. Dementsprechend kann der Überstand 24' einer vorlaufenden Kante 22' eines
weiteren Umschlags 1' zu vorlaufenden Kanten 23', 25' der zugehörigen Beilagen 2',
3' beim Vereinzeln aus dem Stapel b des als Umschlag 1' verwendeten Werbemittels oder
beim Vereinzeln aus den Stapeln c, d der zugehörigen Beilagen 2', 3' gebildet werden.
Alternativ dazu oder auch in Verbindung damit kann der Überstand 24' auch mittels
der Leitorgane B", C", D", d.h. beim Transport des weiteren Umschlags 1' oder der
zugehörigen Beilagen 2', 3' zum Förderelement 9, oder auch beim Transport auf dem
Förderelement 9 gebildet werden.
[0050] Der Überstand 24' des weiteren Umschlags 1' kann somit beispielsweise durch eine
im Vergleich zum ersten Umschlag 1 erfolgende Beschleunigung oder ein frühzeitigeres
Bewegen des weiteren Umschlags 1' beim Vereinzeln aus dem jeweiligen Stapel b oder
bei dessen Transport zum Förderelement 9 oder bei seinem Transport auf dem Förderelement
9 gebildet werden. Alternativ dazu kann der Überstand 24' des weiteren Umschlags 1'
auch durch eine im Vergleich zu den Beilagen 3, 4 des ersten Werbemittels 5 erfolgende
Verzögerung oder ein späteres Bewegen der zum weiteren Umschlag 1' gehörenden Beilagen
2', 3' beim Vereinzeln aus dem jeweiligen Stapel c, d oder beim Transport zum Förderelement
9 oder beim Transport auf dem Förderelement 9 gebildet werden.
[0051] Obwohl in Fig. 4 gezeigt ist, dass beispielsweise das erste Vereinzelungs- und Zuführelement
A nicht betrieben wird und das in Transportrichtung 7 zweite Vereinzelungs- und Zuführelement
B ein als Umschlag 1' verwendetes Werbemittel zuführt, kann bei einer aus mehr als
den gezeigten vier Vereinzelungs- und Zuführelementen A, B, C, D bestehende Vorrichtung
40 auch ein beliebiges weiter stromab angeordnetes Vereinzelungs- und Zuführelement
zur Zuführung eines Umschlags verwendet werden. Generell führt jeweils das erste,
das Förderelement 9 beschickende Vereinzelungs- und Zuführelement ein als Umschlag
1,1' verwendetes Werbemittel zu und weiter stromab angeordnete Vereinzelungs- und
Zuführelemente beschicken das Förderelement 9 mit als Beilagen verwendeten Werbemitteln.
[0052] Da sowohl das Umlenkmittel 17 als auch die Falzeinrichtung 10 mit der Maschinensteuerung
29 verbunden sind, kann je nach Fertigungsauftrag selektiv entschieden werden, ob
das vorgängig beschriebene Zusammenführen eines Umschlags 1, 1' mit mehrerer Beilagen
2, 2', 3, 3', 4 zu einer Werbemittelzusammenstellung 5, 5' erfolgen oder die Falzeinrichtung
10 ohne Falzvorgang durchfahren werden soll. Dabei kann beispielsweise eine nicht
mit einem Umschlag 1, 1' zu einer Werbemittelzusammenstellung 5, 5' kombinierte Beilage
2, 2', 3, 3', 4 bei der Weiterverarbeitung unter- oder oberhalb einer Werbemittelzusammenstellung
5, 5' positioniert und gemeinsam mit dieser an einen Kunden ausgeliefert werden. Selbstverständlich
können auf diese Weise verschiedenste Kombinationen von Werbemittelzusammenstellungen
5, 5' und zusätzlichen Beilagen 2, 3, 4 erzeugt werden.
[0053] Fig. 5 zeigt eine Variante der Vorrichtung 40, bei welcher das Förderelement 9 mehrere
nacheinander angeordnete Förderstrecken 9' und jede Förderstrecke 9' eine mit der
Maschinensteuerung 29 verbundene Einzelantriebseinheit 32 aufweist. Bei dieser Variante
kann der Überstand 24 vorteilhaft auf den Förderstrecken 9' des Förderelements 9 gebildet
werden, so dass sich eine Ausbildung des Überstands 24 beim Vereinzeln mit den Vereinzelungs-
und Zuführelementen A, B, C, D oder beim Fördern mittels des Leitorgans A", B", C",
D" erübrigt.
[0054] Alternativ zu einem für einen Umschlag 1,1' verwendeten Vereinzelungs- und Zuführelement
A, B und oder zu einem oder mehreren für Beilagen 2, 3, 4, 2, 3' verwendeten Vereinzelungs-
und Zuführelementen B, C, D kann die Sammelstrecke 6 natürlich auch direkt mit einer
oder mehreren Druckmaschinen, insbesondere Digitaldruckmaschinen, verbunden sein und
von dieser/diesen mit dem Umschlag 1,1' bzw. mit Beilagen 2, 3, 4, 2', 3' beschickt
werden.
[0055] Obwohl der jeweilige Umschlag 1, 1' und die zugehörenden Beilagen 2, 3, 4, 2',3'
in den Figuren aus zeichnerischen Gründen beabstandet voneinander dargestellt worden
sind, liegen diese jedoch tatsächlich aufeinander auf. Ebenso ist der Abstand des
jeweiliges Umschlags 1,1' und der zugehörenden Beilagen 2, 3, 4, 2', 3' zu den jeweiligen
Fördermitteln lediglich zeichnerisch bedingt, d.h. die Teilprodukte/Produkte werden
von den jeweiligen Fördermitteln tatsächlich förderwirksam beaufschlagt.
[0056] In den Fig. 7 bis 11 sind schematisch die Arbeitsschritte zur Herstellung einer Werbemittelzusammenstellung
5 mit einer Vorrichtung 40 entsprechend des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels
dargestellt.
[0057] Gemäss Fig. 7 wird das vom hier nicht gezeigten Vereinzelungs- und Zuführelement
A abgezogene und auf dem ersten Förderelement 9 als Umschlag 1 der zu bildenden Werbemittelzusammenstellung
5 abgelegte Werbemittel in Transportrichtung 7 gefördert. Optional ist oberhalb des
Umschlags 1 auch ein weiteres Förderelement 28 angeordnet, mit dem ein Verrutschen
des Umschlags 1 auf dem ersten Förderelement 9 wirksam verhindert werden kann. Das
weitere Förderelement 28 und das zweite Förderelement 13 können zu einem einzigen
Förderelement zusammengefasst sein.
[0058] Fig. 8 zeigt die mittels der hier nicht dargestellten Vereinzelungs- und Zuführelemente
B, C, D versetzt zu dem auf dem ersten Förderelement 9 in Transportrichtung 7 geförderten
Umschlag 1 aufgebrachten, als Beilagen 2, 3, 4 verwendeten Werbemittel. Zudem wird
der Überstand 24 der vorlaufenden Kante 22 des Umschlags 1 gegenüber den vorlaufenden
Kanten 23, 25, 26 der Beilagen 2, 3, 4 deutlich.
[0059] Fig. 9 zeigt das mittels des aus der Auslassöffnung 18 des pneumatischen Umlenkelements
19 austretenden Druckluftstrahls 18' nach oben erfolgende Umlenken des Überstands
24 des Umschlags 1 in den Umlenkraum 20 zwischen der stromabwärtigen Umlenkrolle 12
des zweiten Förderelements 13 und der stromaufwärtigen Umlenkrolle 14 des dritten
Förderelements 15.
[0060] Fig. 10 zeigt das mittels der stromaufwärtigen Umlenkrolle 14 des dritten Förderelements
15 lediglich um die Falzkante 27 der versetzt auf dem Umschlag 1 aufliegenden Beilagen
2, 3, 4 sowie zumindest teilweise um den Beilagenstapel 39 erfolgende Umlegen des
Überstands 24 des in Transportrichtung 7 weiter transportierten Umschlags 1.
[0061] Gemäss Fig. 11 sind der Umschlag 1 und die darauf aufliegenden Beilagen 2, 3, 4 weiter
in Transportrichtung 7 gefördert, so dass der vormalige Überstand 24 des Umschlags
1 zwischen dem ersten Förderelement 9 und dem dritten Förderelement 15, d.h. in der
Falzeinrichtung 10 gefalzt wird und somit die aus dem Umschlag 1 und den Beilagen
2, 3, 4 bestehende Werbemittelzusammenstellung 5 ausgebildet wird. Optional kann unterhalb
der zusätzlich als Falzwalze ausgebildeten, stromaufwärtigen Umlenkrolle 14 des dritten
Förderelements 15 eine mit dieser zusammenwirkende Falzwalze 33 zum vollflächigen
Falzen der Werbemittelzusammenstellung 5 angeordnet sein. Alternativ dazu sind auch
zwei stromab der Falzeinrichtung 10 angeordnete Falzwalzen denkbar.
[0062] Die Fig. 6 zeigt ein in einem zweiten Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung 40', bei
der ein als Umschlag 1" verwendetes Werbemittel im Gegensatz zu dem in den Fig. 1
bis 5 und 7 bis 11 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel erst mit dem letzten Vereinzelungs-
und Zuführelement D der Zusammentragstrecke 6 aus dem Stapel d abgezogen und derart
auf einem bereits zuvor aus als Beilagen 2, 3, 4 verwendeten Werbemitteln gebildeten
und auf dem ersten Förderelement 9 transportierten Beilagenstapel 39 abgelegt wird,
dass die vorlaufende Kante 22 des Umschlags 1" in Transportrichtung 7 versetzt zu
den übereinander angeordneten, die Falzkante 27 bildenden vorlaufenden Kanten 23,
25, 26 der Beilagen 2, 3, 4 einen Überstand 24 bildend angeordnet ist. Das ebenfalls
um Umlenkrollen 8 geführte erste Förderelement 9 endet stromab der Zusammentragstrecke
6. Stromab des ersten Förderelements 9 und beabstandet von diesem ist ein ebenfalls
um Umlenkrollen 34 umlaufendes und gleichfalls als Förderband ausgebildetes, viertes
Förderelement 35 angeordnet. Zwischen einer stromabwärtigen Umlenkrolle 8 des ersten
Förderelements 9 und eine stromaufwärtigen Umlenkrolle 34 des vierten Förderelements
35 ist ein Umlenkraum 20' ausgebildet. Oberhalb der beiden Förderelemente 9, 35 und
beabstandet zu diesen ist ein diese beiden Förderelemente 9, 35 überlappendes, um
Umlenkrollen 36 umlaufendes, und ebenfalls als Förderband ausgebildetes, fünftes Förderelement
37 angeordnet. Das vierte Förderelement 35 und das fünfte Förderelement 37 bilden
gemeinsam eine Falzeinrichtung 10'.
[0063] Analog Fig. 9 für das erste Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 12 für das zweite Ausführungsbeispiel
das mittels des aus der Auslassöffnung 18 des pneumatischen Umlenkelements 19 austretenden
Druckluftstrahls 18', hier allerdings nach unten erfolgende Umlenken des Überstands
24 des Umschlags 1" in den Umlenkraum 20' zwischen der stromabwärtigen Umlenkrolle
8 des ersten Förderelements 9 und der stromaufwärtigen Umlenkrolle 34 des vierten
Förderelements 35.
[0064] Wie in Fig. 6 dargestellt, werden der Umschlag 1" und die darauf aufliegenden Beilagen
2, 3, 4 danach weiter in Transportrichtung 7 gefördert, so dass der um die Falzkante
27 umgelegte Überstand 24 des Umschlags 1" und somit die aus dem Umschlag 1" und den
Beilagen 2, 3, 4 bestehende Werbemittelzusammenstellung 5" in der Falzeinrichtung
10', d.h. zwischen dem vierten Förderelement 35 und dem fünften Förderelement 37 gefalzt
wird. Optional kann oberhalb der zusätzlich als Falzwalze ausgebildeten stromaufwärtigen
Umlenkrolle 34 des vierten Förderelements 35 eine mit dieser zusammenwirkende Falzwalze
38 zum Falzen der Werbemittelzusammenstellung 5" angeordnet sein (Fig. 12). Alternativ
dazu sind auch zwei stromab der Falzeinrichtung 10' angeordnete Falzwalzen denkbar.
[0065] Fig. 13 zeigt eine mit der Vorrichtung 40' gemäss des zweiten Ausführungsbeispiels
ausgebildete Werbemittelzusammenstellung 5", welche sich von den mit einer Vorrichtung
40 gemäss des ersten Ausführungsbeispiels hergestellten Werbemittelzusammenstellungen
5 optisch lediglich hinsichtlich der Positionierung des um die Beilagen 2, 3, 4 gefalzten
Umschlags 1" unterscheidet. Die Werbemittelzusammenstellungen 5, 5" können im Wesentlichen
gleich weiterverarbeitet werden.
1. Verfahren zum Bilden von Werbemittelzusammenstellungen (5, 5', 5") aus jeweils einem
Umschlag (1, 1', 1") und mehreren Beilagen (2, 3, 4, 2', 3'), wobei als Umschläge
(1, 1', 1") und als Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') verwendete Werbemittel im Bereich einer
Zusammentragstrecke (6) einzeln und nacheinander auf ein in einer Transportrichtung
(7) bewegtes Förderelement (9) aufeinander abgelegt werden, wobei eine vorlaufende
Kante (22, 22') eines Umschlags (1, 1', 1") in Förderrichtung (7) versetzt zu vorlaufenden
Kanten (23, 25, 26, 23', 25') der zugehörigen Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') einen Überstand
(24, 24') des Umschlags (1, 1', 1") gegenüber den Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') bildend
abgelegt wird, wobei die Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') einen Beilagenstapel (39, 39')
formend derart aufeinander abgelegt werden, dass die vorlaufenden Kanten (23, 25,
26, 23', 25') der Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') zumindest annähernd eine gemeinsame Falzkante
(27, 27') ausbilden, wobei der Überstand (24, 24') des flach auf dem Förderelement
(9) aufliegenden Umschlags (1, 1', 1") lediglich um diese Falzkante (27, 27') sowie
zumindest teilweise um den Beilagenstapel (39, 39') eine Werbemittelzusammenstellung
(5, 5', 5") bildend herumgelegt wird, wobei die Werbemittelzusammenstellung (5, 5',
5") anschliessend an der Falzkante (27, 27') gefalzt und schliesslich zur Weiterverarbeitung
abtransportiert wird, und wobei eine nachfolgend zu bildende Werbemittelzusammenstellung
(5') aus einem sich von einem ersten Umschlag (1, 1 ") unterscheidenden weiteren Umschlag
(1') und zugehörigen Beilagen (2', 3') im Wesentlichen analog wie die vorherige Werbemittelzusammenstellung
(5, 5") gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass jedes zur Verwendung als Umschlag (1, 1', 1") für eine zu bildende Werbemittelzusammenstellung
(5, 5', 5") geeignete Werbemittel in einer computergestützten Maschinensteuerung (29)
registriert, für jedes registrierte Werbemittel ein dem erforderlicher Überstand (24,
24') gegenüber den zugehörigen Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') entsprechender Versatzwert
definiert und dass dieser Versatzwert bei einer Umstellung von einer Werbemittelzusammenstellung
(5, 5") auf eine nachfolgend zu bildendende Werbemittelzusammenstellung (5'), mit
einem sich vom ersten Umschlag (1, 1") unterscheidenden weiteren Umschlag (1'), zur
Ausbildung des erforderlichen Überstands (24') verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschläge (1, 1', 1") und die Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') vorgängig ihrer Ablage
auf das Förderelement (9) jeweils aus einem Stapel (a, b, c, d) von Werbemitteln vereinzelt
und anschliessend zum Förderelement (9) transportiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Überstand (24, 24') der vorlaufenden Kante (22, 22') eines Umschlags (1, 1',
1") zu den vorlaufenden Kanten (23, 25, 26, 23', 25') der zugehörigen Beilagen (2,
3, 4, 2', 3') beim Vereinzeln aus dem Stapel (a, b, c, d) des jeweiligen Umschlags
(1, 1', 1") oder aus den Stapeln (a, b, c, d) der zugehörigen Beilagen (2, 3, 4, 2',
3') gebildet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Überstand (24, 24') der vorlaufenden Kante (22, 22') eines Umschlags (1, 1',
1") zu den vorlaufenden Kanten (23, 25, 26, 23', 25') der zugehörigen Beilagen (2,
3, 4, 2', 3) beim Transport des jeweiligen Umschlags (1, 1', 1") oder der zugehörigen
Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') zum Förderelement (9) gebildet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Überstand (24, 24') der vorlaufenden Kante (22, 22') eines Umschlags (1, 1',
1") zu den vorlaufenden Kanten (23, 25, 26, 23', 25') der zugehörigen Beilagen (2,
3, 4, 2', 3') beim Transport des jeweiligen Umschlags (1, 1', 1") oder der zugehörigen
Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') auf dem Förderelement (9) gebildet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Überstand (24') der vorlaufenden Kante (22') eines weiteren Umschlags (1') zu
den vorlaufenden Kanten (23', 25') der zugehörigen Beilagen (2', 3') durch eine im
Vergleich zum ersten Umschlag (1, 1") erfolgende Beschleunigung oder ein frühzeitigeres
Bewegen des weiteren Umschlags (1') beim Vereinzeln aus dem jeweiligen Stapel (a,
b, c, d) oder beim Transport zum Förderelement (9) oder beim Transport auf dem Förderelement
(9) gebildet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Überstand (24') der vorlaufenden Kante (22') eines weiteren Umschlags (1') zu
vorlaufenden Kanten (23, 25,) der zugehörigen Beilagen (2', 3') durch eine im Vergleich
zum ersten Umschlag (1, 1") erfolgende Verzögerung oder ein späteres Bewegen der jeweils
zum weiteren Umschlag (1') gehörenden Beilagen (2', 3') beim Vereinzeln aus dem jeweiligen
Stapel (a, b, c, d) oder beim Transport zum Förderelement (9) oder beim Transport
auf dem Förderelement (9) gebildet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Überstand (24, 24') der vorlaufenden Kante (22, 22') eines Umschlags (1, 1',
1") mittels des Förderelements (9) in den Bereich eines Umlenkraums (20, 20') transportiert,
dort mit einem pneumatischen oder mit einem mechanischen Umlenkelement (19, 19') beaufschlagt
und in den Umlenkraum (20, 20') umgelenkt wird, dass beim weiteren Transport des Umschlags
(1, 1', 1") in Transportrichtung (7) der Überstand (24, 24') lediglich an der Falzkante
(27, 27') des Beilagenstapels (39, 39') entgegen der Transportrichtung (7) derart
umgelegt wird, dass der Überstand (24, 24') an den Beilagenstapel (39, 39') angelegt
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablage des Umschlags (1, 1') auf das Förderelement (9) vor dem Ablegen der zur
Werbemittelzusammenstellung (5, 5') gehörenden Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablage des Umschlags (1") nach dem Ablegen der der zur Werbemittelzusammenstellung
(5") gehörenden Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') auf das Förderelement (9) erfolgt.
11. Vorrichtung zum Bilden von Werbemittelzusammenstellungen (5, 5', 5") aus jeweils einem
Umschlag (1, 1', 1") und mehreren Beilagen (2, 3, 4, 2', 3'),
• mit einer Zusammentragstrecke (6) und einem in einer Transportrichtung (7) bewegbaren
Förderelement (9),
• mit entlang der Zusammentragstrecke (6) nacheinander angeordneten Vereinzelungs-
und Zuführelementen (A, B, C, D) für als Umschläge (1, 1', 1") oder als jeweils zugehörige
Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') verwendbare Werbemittel, wobei die Vereinzelungs- und Zuführelemente
(A, B, C, D) derart ausgebildet sind, dass die Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') einen Beilagenstapel
(39, 39') formend derart aufeinander ablegbar sind, dass vorlaufende Kanten (23, 25,
26, 23', 25') der Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') zumindest annähernd eine gemeinsame Falzkante
(27, 27') ausbilden und dass eine vorlaufende Kante (22, 22') eines Umschlags (1,
1', 1") in Förderrichtung (7) versetzt zu den vorlaufenden Kanten (23, 25, 26, 23',
25') der jeweiligen Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') einen Überstand (24, 24') des Umschlags
(1, 1', 1") gegenüber den Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') bildend ablegbar ist,
• mit einem stromab der Zusammentragstrecke (6) angeordneten Umlenkraum (20, 20')
und mit einem den Überstand (24, 24') des Umschlags (1, 1', 1") in den Umlenkraum
(20, 20') einbringenden Umlenkmittel (17), wobei das Förderelement (9) zumindest im
Bereich des Umlenkraums (20, 20') derart ausgebildet ist, dass sowohl der Umschlag
(1, 1', 1") als auch die Beilagen (2, 3, 4, 2', 3') flach auf dem Förderelement (9)
aufliegen, und wobei das Umlenkmittel (17) derart ausgebildet ist, dass der Überstand
(24, 24') des Umschlags (1, 1', 1") lediglich um die Falzkante (27, 27') sowie zumindest
teilweise um den Beilagenstapel (39, 39') eine Werbemittelzusammenstellung (5, 5',
5") bildend herumlegbar ist,
• mit einer stromab des Umlenkraums (20) angeordneten Falzeinrichtung (10) für die
Werbemittelzusammenstellungen (5, 5', 5"), und
• mit einer stromab der Falzeinrichtung (10) angeordneten Abtransporteinrichtung (11)
für die Werbemittelzusammenstellungen (5, 5', 5"),
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (40) eine computergestützte Maschinensteuerung (29) und jeweils zumindest
eine mit dieser verbundene Einzelantriebseinheit (30, 31, 32) für die Vereinzelungs-
und Zuführelemente (A, B, C, D) und/oder für das Förderelement (9) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzelungs- und Zuführelemente (A, B, C, D) jeweils eine Einrichtung (A',
B', C', D') zur Aufnahme eines Stapels (a, b, c, d) der jeweils als Umschlag (1, 1',
1") oder als Beilage (2, 3, 4, 2', 3') verwendbaren Werbemittel aufweisen oder stromauf
der Vereinzelungs- und Zuführelemente (A, B, C, D) jeweils eine solche Einrichtung
(A', B', C', D') angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Vereinzelungs- und Zuführelementen (A, B, C, D) sowie dem Förderelement
(9) jeweils ein Leitorgan (A", B", C", D") angeordnet ist und jedes Leitorgan (A",
B", C", D") mit der Einzelantriebseinheit (30) des jeweiligen Vereinzelungs- und Zuführelements
(A, B, C, D) antriebsverbunden ist oder eine separate, mit der Maschinensteuerung
(29) verbundene Einzelantriebseinheit (30") aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (9) mehrere nacheinander angeordnete Förderstrecken (9') und jede
Förderstrecke (9') eine mit der Maschinensteuerung (29) verbundene Einzelantriebseinheit
(32) aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkmittel (17) ein pneumatisches Umlenkelement (19) oder ein mechanisches
Umlenkelement (19') aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Zusammentragstrecke (6) zunächst ein Vereinzelungs- und Zuführelement
(A) für einen Umschlag (1, 1') angeordnet ist und danach Vereinzelungs- und Zuführelemente
(B, C, D) für Beilagen (2, 3, 4) angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Zusammentragstrecke (6) zunächst Vereinzelungs- und Zuführelemente (A,
B, C) für als Beilagen (2, 3, 4) verwendbare Werbemittel angeordnet sind und danach
ein Vereinzelungs- und Zuführelement (D) für als Umschlag (1) verwendbare Werbemittel
angeordnet ist.