[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Stützelement für einen Fenster- oder Türrahmen.
[0002] Derartige Stützelemente werden seit einigen Jahren in Verbindung mit Wärmedämmverbundsystemen
verwendet, um eine Wandöffnung für ein Fenster künstlich nach außen, in die Wärmedämmebene
oder Luftschichtebene, hin zu verlängern. Gemäß
EP 2 899 353 A1 wird ein Stützteil aus Last tragendem Hartschaumstoff seitlich an der Wand verschraubt
und dient, insbesondere an der Unterseite, der Abstützung des einzusetzenden Fensterrahmens.
In diesem Wärmedämmverbundsystem bildet z.B. eine Vorwand mit der inneren Wand einen
Zwischenraum, in dem das Stützteil angeordnet ist. Das Last tragende Stützteil mit
L-förmigem Querschnitt wird durch ein Isolierteil ergänzt, das beispielsweise aus
hartem Weichschaum besteht und gemeinsam mit dem Stützteil einen zweiteiligen Körper
mit vorzugsweise quadratischem Querschnitt bildet. Die Stützteile können zusammen
eine Fensterzarge bilden, welche den Fensterrahmen im Einbauzustand vollständig umgibt.
Die mit der Wand verschraubten Stützteile sind an den Stoßstellen entweder nur stumpf
aneinander gereiht oder mittels Verklebung miteinander verbunden.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Stützelement für einen
Fenster- oder Türrahmen zu schaffen, das in den Eckbereichen eine sichere Verbindung
zwischen den angrenzenden Stützteilen liefert und somit bereits vor dem Befestigen
der Stützelemente am Mauerwerk eine Vormontage der von den Stützteilen gebildeten
Zarge möglich wird.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß umfasst das Stützelement für einen Fenster- oder Türrahmen ein erstes
Stützteil, das sich im Wesentlichen in einer ersten Richtung erstreckt und das aus
einem tragfähigen Material gebildet ist. Das erste Stützteil weist einen ersten Schenkel
und einen zweiten Schenkel auf, die im Wesentlichen senkrecht zueinander sind, wobei
das erste Stützteil in einem Querschnitt quer zur ersten Richtung im Wesentlichen
eine L-Form aufweist. Der erste Schenkel des ersten Stützteils weist eine in der ersten
Richtung verlaufende erste Seitenfläche auf, die zur Anlage an einer Wand eines Gebäudes
dient, und der zweite Schenkel des ersten Stützteils weist eine in der ersten Richtung
verlaufende zweite Seitenfläche auf, die im Wesentlichen senkrecht zur ersten Seitenfläche
verläuft und zur Abstützung des Fenster- oder Türrahmens dient. Das Stützelement umfasst
außerdem ein zweites Stützteil, das sich im Wesentlichen in einer zweiten Richtung
erstreckt, die senkrecht zur ersten Richtung ist, und das aus einem tragfähigen Material
gebildet ist. Das zweite Stützteil weist einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel
auf, die im Wesentlichen senkrecht zueinander sind, wobei das zweite Stützteil in
einem Querschnitt quer zur zweiten Richtung im Wesentlichen eine L-Form aufweist.
Der erste Schenkel des zweiten Stützteils weist eine in der zweiten Richtung verlaufende
erste Seitenfläche auf, die zur Anlage an der Wand des Gebäudes dient, und der zweite
Schenkel des zweiten Stützteils weist eine in der zweiten Richtung verlaufende zweite
Seitenfläche auf, die im Wesentlichen senkrecht zur ersten Seitenfläche verläuft und
zur Abstützung des Fenster- oder Türrahmens dient. Ein einstückiger Eckwinkelverbinder
verbindet das erste Stützteil und das zweite Stützteil miteinander, wobei der Eckwinkelverbinder
einen ersten, zweiten, dritten und vierten Plattenabschnitt aufweist. Der erste und
zweite Plattenabschnitt sind im Wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet und
an den einander zugewandten Innenflächen des ersten und zweiten Schenkels des ersten
Stützteils angeordnet. Der erste Plattenabschnitt ist an der Innenfläche des ersten
Schenkels des ersten Stützteils angeordnet und der zweite Plattenabschnitt ist an
der Innenfläche des zweiten Schenkels des ersten Stützteils angeordnet, und mindestens
einer aus erstem Plattenabschnitt und zweitem Plattenabschnitt ist an dem ersten Stützteil
befestigt. Außerdem sind der dritte und vierte Plattenabschnitt im Wesentlichen rechtwinklig
zueinander angeordnet und an den einander zugewandten Innenflächen des ersten und
zweiten Schenkels des zweiten Stützteils angeordnet. Der dritte Plattenabschnitt ist
an der Innenfläche des ersten Schenkels des zweiten Stützteils angeordnet und der
vierte Plattenabschnitt ist an der Innenfläche des zweiten Schenkels des zweiten Stützteils
angeordnet, und mindestens einer aus drittem Plattenabschnitt und viertem Plattenabschnitt
ist an dem zweiten Stützteil befestigt.
[0006] Mit dieser Konstruktion ist eine sichere Verbindung aneinander angrenzender Stützteile
der Zarge gewährleistet. Somit können Fenster- oder Türzargen für die Vorwandmontage
bereits vor dem Befestigen an der Gebäudewand vormontiert werden.
[0007] Der vierte Plattenabschnitt ist im Wesentlichen rechtwinklig zum zweiten Plattenabschnitt
angeordnet und der vierte Plattenabschnitt und der zweite Plattenabschnitt sind im
Eckkantenbereich des Stützelements vorzugsweise nicht direkt miteinander verbunden.
Auf diese Weise können beim Befestigen des Eckwinkelverbinders an den Stützteilen
Toleranzen besser ausgeglichen werden.
[0008] Bevorzugt ist es weiterhin, wenn der erste Plattenabschnitt und der dritte Plattenabschnitt
in einer Ebene liegen. In diesem Fall können der erste Plattenabschnitt und der zweite
Plattenabschnitt integral miteinander ausgestaltet sein und eine Grundplatte des Eckwinkelverbinders
bilden.
[0009] Zur sicheren Befestigung des Eckwinkelverbinders mit den Stützteilen sind der erste,
zweite, dritte und vierte Plattenabschnitt an dem ersten oder zweiten Stützteil befestigt,
vorzugsweise mittels Schrauben.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform sind das erste Stützteil und das zweite Stützteil
an ihren einander zugewandten Enden abgeschrägt und stoßen bündig aneinander. Auf
diese Weise kann der L-förmige Querschnitt der Zarge über den gesamten Verlauf der
Zarge aufrechterhalten werden.
[0011] In diesem Fall durchdringen Schrauben im zweiten und vierten Plattenabschnitt, die
jeweils am nächsten zur Eckkante des Stützelements angeordnet sind, sowohl Abschnitte
des zweiten Schenkels des ersten Stützteils als auch Abschnitte des zweiten Schenkels
des zweiten Stützteils und sind bezüglich ihrer Höhe versetzt angeordnet. Auf diese
Weise wird eine besonders gute Befestigung der beiden Stützteile im Eckkantenbereich
aneinander gewährleistet.
[0012] Vorzugsweise ist ein erstes Isolierteil im Bereich der Innenflächen des ersten und
zweiten Schenkels des ersten Stützteils angeordnet, und ein zweites Isolierteil ist
im Bereich der Innenflächen des ersten und zweiten Schenkels des zweiten Stützteils
angeordnet. Auf diese Weise wird der Fenster- oder Türrahmen nicht nur sicher abgestützt,
sondern auch eine ausgezeichnete Wärmedämmung realisiert.
[0013] Vorzugsweise ist das erste Isolierteil mit einem äußeren Randbereich des ersten oder
des zweiten Schenkels des ersten Stützteils schwenkbar verbunden, und zwar derart,
dass es zwischen einer Arbeitsposition, in der es die Innenflächen des ersten und
zweiten Schenkels des ersten Stützteils zumindest weitgehend freilegt, und einer Isolierposition,
in der es die Innenflächen des ersten und zweiten Schenkels des ersten Stützteils
zumindest weitgehend bedeckt, schwenkbar ist. Ebenso ist das zweite Isolierteil vorzugsweise
mit einem äußeren Randbereich des ersten oder des zweiten Schenkels des zweiten Stützteils
schwenkbar verbunden, und zwar derart, dass es zwischen einer Arbeitsposition, in
der es die Innenflächen des ersten und zweiten Schenkels des zweiten Stützteils zumindest
weitgehend freilegt, und einer Isolierposition, in der es die Innenflächen des ersten
und zweiten Schenkels des zweiten Stützteils zumindest weitgehend bedeckt, schwenkbar
ist. Durch die schwenkbare Anordnung der Isolierteile wird eine besonders einfache
Handhabung der Zarge beim Zusammenbau oder beim Einbau an der Baustelle gewährleistet.
[0014] Eine besonders einfache Realisierung der schwenkbaren Verbindung zwischen dem ersten
Isolierteil und dem ersten Stützteil bzw. zwischen dem zweiten Isolierteil und dem
zweiten Stützteil liegt vor, wenn ein biegsamer Klebestreifen sowohl am jeweiligen
Isolierteil als auch am jeweiligen Stützteil angeklebt ist.
[0015] Die Handhabung des Produkts wird weiter vereinfacht, wenn das erste und zweite Isolierteil
durch eine Materialschwächung definierte, abtrennbare Randabschnitte aufweisen, deren
Abtrennung Ausnehmungen schafft, in welchen zumindest bestimmte der Plattenabschnitte
des Eckwinkelverbinders aufgenommen werden. Auf diese Weise können die Isolierteile
ohne Materialverdrängung in die Isolierposition gebracht werden und dort ungehindert
verbleiben.
[0016] Die Erfindung wird insbesondere angewendet bei einer Zarge für einen Fenster- oder
Türrahmen, die mindestens zwei Stützelemente nach den vorherigen Ausführungen aufweist.
[0017] Besonders bevorzugt ist es, wenn hierbei die zweiten Stützteile von zwei benachbarten
Stützelementen einstückig miteinander ausgebildet sind oder fest miteinander verbunden
sind. Auf diese Weise wird ein sicher verbundenes Grundgerüst der Zarge gebildet,
die insbesondere für die Unterseite eines einzusetzenden Fensterrahmens vorteilhaft
ist.
[0018] In der Regel wird die Zarge jedoch vier Stützelemente gemäß den vorhergehenden Ausführungen
aufweisen und bildet einen geschlossenen Rahmen zur Aufnahme eines Fenster- oder Türrahmens.
[0019] Demensprechend kann ein vormontiertes Fenster- oder Türelement erhalten werden mit
einer Zarge gemäß den vorherigen Ausführungen und mit einem Fenster- oder Türrahmen,
der mit den zweiten Schenkeln aller Stützteile der Zarge verschraubt ist und somit
in einem durch die zweiten Seitenflächen aller Stützteile definierten Rahmen angeordnet
und fixiert ist.
[0020] In der Einbausituation liegt ein Bauwerksabschnitt mit einer Wand vor, in der eine
Wandöffnung existiert, und ein oben beschriebenes Fenster- oder Türelement ist mit
der Wand derart verschraubt, dass die ersten Seitenflächen aller Stützteile an der
Wand anliegen und der Fenster- oder Türrahmen seitlich vor die Wandöffnung vorgesetzt
angeordnet ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0021]
- Fig. 1
- ist eine Perspektivansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Stützelements;
- Fig. 2
- ist eine Perspektivansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützelements;
- Fig. 3
- ist eine Draufsicht auf eine Zarge, die aus einer Kombination von erfindungsgemäßen
Stützelementen zusammengesetzt ist;
- Fig. 4
- ist eine Perspektivansicht einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Stützelements;
- Fig. 5
- ist eine Perspektivansicht einer bevorzugten Ausgestaltung eines Isolierteils, das
beim erfindungsgemäßen Stützelement Verwendung finden kann;
- Fig. 6
- ist eine Draufsicht auf eine mögliche Gestaltung des Eckbereichs einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Stützelements; und
- Fig. 7a bis 7d
- sind Ansichten der Verbindungsmöglichkeiten einzelner Längsabschnitt von Stützteilen.
[0022] In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützelements zur
Abstützung eines Fenster- oder Türrahmens dargestellt. Das Stützelement umfasst ein
erstes Stützteil 2 und ein zweites Stützteil 3, die miteinander über einen Eckwinkelverbinder
5 verbunden sind. Außerdem ist üblicherweise zusätzlich ein Isolierteil 4 vorgesehen
(Fig. 2 bis 6), das weiter unten näher beschrieben wird.
[0023] Die Länge jedes Stützteils 2, 3 kann dabei frei gewählt werden und liegt vorzugsweise
zwischen 10 und 150 cm. Die Stützteile 2, 3 sind im Querschnitt L-förmig ausgestaltet.
Sie sind aus einem tragfähigen Material gebildet, das dazu geeignet ist, die Last
des Fensters zu tragen, ohne sich dabei wesentlich zu verformen. Holz oder Kunststoff
kann als Material des jeweiligen Stützteils 2, 3 verwendet werden, bevorzugt ist aber
ein Hartschaummaterial, beispielsweise auf Polyurethan- oder Polystyrol-Basis.
[0024] Es ist bevorzugt, wenn das Hartschaummaterial eine Druckspannung nach DIN EN 826
im Bereich von 2 bis 15 MPa, insbesondere im Bereich von 4 bis 8 MPa aufweist. Das
Volumengewicht des Hartschaummaterials sollte im Bereich von 100 bis 1.500 kg/m
3, bevorzugt zwischen 200 und 1.000 kg/m
3, mehr bevorzugt zwischen 350 bis 800 kg/m
3 liegen. Die Wärmeleitfähigkeit des Hartschaummaterials sollte im Bereich von 0,05
bis 0,2 W/mK, bevorzugt im Bereich von 0,06 bis 0,15 W/mK liegen. Das Hartschaummaterial
ist formstabil und kompressionsstabil unter der Last eines Fensters. Ein Beispiel
eines solchen Hartschaummaterials ist beispielsweise unter der Bezeichnung "Purenit"
oder "Compacfoam" bekannt.
[0025] Das erste Stützteil 2 erstreckt sich der Länge nach in einer ersten Richtung. Es
weist eine in Längsrichtung verlaufende erste Seitenfläche 6 auf, die zur Anlage an
einer Wand 8 dient. Die erste Seitenfläche 6 ist Teil eines ersten Schenkels 10 des
ersten Stützteils 2. Das erste Stützteil 2 weist außerdem eine zweite in Längsrichtung
verlaufende Seitenfläche 12 auf, die zur Abstützung eines Fenster- oder Türrahmens
34 (Fig. 3) dient. Die zweite Seitenfläche 12 ist Teil eines zweiten Schenkels 16
des ersten Stützteils 2, der mit dem ersten Schenkel 10 verbunden ist und unter einem
im Wesentlichen rechten Winkel vom ersten Schenkel 10 abragt. Die erste Seitenfläche
6 und die zweite Seitenfläche 12 stoßen entlang einer Kante aneinander und schneiden
sich ebenfalls unter im Wesentlichen 90°.
[0026] Das zweite Stützteil 3 erstreckt sich der Länge nach in einer zweiten Richtung, die
im Wesentlichen senkrecht zur ersten Richtung ist. Es weist eine in Längsrichtung
verlaufende erste Seitenfläche 36 auf, die zur Anlage an der Wand 8 dient. Die erste
Seitenfläche 36 ist Teil eines ersten Schenkels 40 des zweiten Stützteils 3. Das zweite
Stützteil 3 weist außerdem eine zweite in Längsrichtung verlaufende Seitenfläche 42
auf, die zur Abstützung des Fenster- oder Türrahmens 34 dient. Die zweite Seitenfläche
42 ist Teil eines zweiten Schenkels 46 des zweiten Stützteils 3, der mit dem ersten
Schenkel 40 verbunden ist und unter einem im Wesentlichen rechten Winkel vom ersten
Schenkel 40 abragt. Die erste Seitenfläche 36 und die zweite Seitenfläche 42 stoßen
entlang einer Kante aneinander und schneiden sich ebenfalls unter im Wesentlichen
90°.
[0027] Im ersten Schenkel 10, 40 des jeweiligen Stützteils 2, 3 können eine oder vorzugsweise
mehrere Durchgangsbohrungen (nicht dargestellt) vorgesehen sein, die zum Durchtritt
einer oder mehrerer Schrauben 20 dienen, die das Stützteil 2, 3 an der Wand 8 befestigen.
Ebenso ist es möglich, dass keine Durchgangsbohrung im ersten Schenkel 10, 40 des
jeweiligen Stützteils 2 vorgesehen ist, sondern die Durchgangsbohrung erst vor Ort
durch den Handwerker in das jeweilige Stützteil 2, 3 eingebracht wird.
[0028] Die beiden Stützteile 2, 3 sind in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform an
ihren einander zugewandten Enden abgeschrägt und stoßen bündig aneinander. An den
Verbindungsflächen kann eine Klebeverbindung vorgesehen sein. Der Eckwinkelverbinder
5, der die beiden Stützteile 2, 3 miteinander verbindet, ist vorzugsweise aus Metall
gebildet, bevorzugt Stahl oder Aluminium. Er ist einstückig ausgebildet und weist
einen ersten Plattenabschnitt 22, einen zweiten Plattenabschnitt 24, einen dritten
Plattenabschnitt 26 und einen vierten Plattenabschnitt 28 auf. Der erste Plattenabschnitt
22 und der zweite Plattenabschnitt 24 sind im Wesentlichen rechtwinklig zueinander
angeordnet und an einander zugewandten Innenflächen des ersten Schenkels 10 und des
zweiten Schenkels 16 des ersten Stützteils 2 befestigt. Dabei ist der erste Plattenabschnitt
22 an der Innenfläche des ersten Schenkels 10 angeordnet und der zweite Plattenabschnitt
24 ist an der Innenfläche des zweiten Schenkels 16 angeordnet. Es kann auch nur einer
der Plattenabschnitte 22, 24 an dem Stützteil 2 befestigt sein, während der andere
durch die Steifigkeit des Materials des Eckwinkelverbinders 5 in Position bleibt.
[0029] Ebenso sind der dritte Plattenabschnitt 26 und der vierte Plattenabschnitt 28 im
Wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet und an den einander zugewandten Innenflächen
des ersten Schenkels 40 und des zweiten Schenkels 46 des zweiten Stützteils 3 angeordnet.
Dabei ist der dritte Plattenabschnitt 26 an der Innenfläche des ersten Schenkels 40
des zweiten Stützteils 3 angeordnet und der vierte Plattenabschnitt 28 ist an der
Innenfläche des zweiten Schenkels 46 des zweiten Stützteils 3 angeordnet. Es kann
auch nur einer der Plattenabschnitte 26, 28 an dem Stützteil 2 befestigt sein, während
der andere durch die Steifigkeit des Materials des Eckwinkelverbinders 5 in Position
bleibt. Der erste Plattenabschnitt 22 und der dritte Plattenabschnitt 26 liegen vorzugsweise
in derselben Ebene und bilden gemeinsam eine einstückige, winkelförmige Basisplatte
des Eckwinkelverbinders 5. Der vierte Plattenabschnitt 28 ist im Wesentlichen rechtwinklig
zum zweiten Plattenabschnitt 24 angeordnet. Der zweite Plattenabschnitt 24 und der
vierte Plattenabschnitt 28 sind jedoch in der dargestellten Ausführungsform des Eckwinkelverbinders
5 nicht direkt miteinander verbunden. Größe und Form der jeweiligen Plattenabschnitte
22, 24, 26, 28 können vom Fachmann jederzeit angepasst und variiert werden. In der
dargestellten Ausführungsform sind alle Plattenabschnitte 22, 24, 26, 28 im Wesentlichen
mit geraden Seitenkanten ausgestattet.
[0030] Die Plattenabschnitte 22, 24, 26, 28 weisen im vorliegenden Fall nur eine geringe
Dicke von 0,5 bis 3 mm auf, können aber auch größere Dicken aufweisen. Der erste Plattenabschnitt
22 und der dritte Plattenabschnitt 26 besitzen vorzugsweise eine Länge von 10 bis
30 cm, während der zweite Plattenabschnitt 24 und der vierte Plattenabschnitt 28 vorzugsweise
eine Länge von 5 bis 20 cm aufweisen.
[0031] Im vorliegenden Fall sind alle Plattenabschnitte 22, 24, 26, 28 mittels Schrauben
30 mit dem ersten oder zweiten Stützteil 2, 3 verbunden. Zumindest die Schrauben 30
des ersten und zweiten Stützteils 2, 3, die jeweils am nächsten zur Eckkante des Stützelements
angeordnet sind, durchdringen vorzugsweise sowohl Abschnitte des zweiten Schenkels
16 des ersten Stützteils 2 als auch des zweiten Schenkels 46 des zweiten Stützteils
3. Die innenliegenden Schrauben 30 am Gehrungsstoß zwischen den Stützteilen 2, 3 können
hierzu länger ausgebildet sein als die übrigen Schrauben 30. Die Schrauben 30 am Gehrungsstoß
sind bezüglich ihrer Höhe versetzt angeordnet, damit sich die Schrauben 30 im Inneren
der zweiten Schenkel 16, 46 der Stützteile 2, 3 nicht treffen.
[0032] In der bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 weisen der zweite Plattenabschnitt
24 und der vierte Plattenabschnitt 28 an ihren einander zugewandten Randabschnitten
jeweils eine Ausnehmung auf, sind also nicht direkt miteinander verbunden. Die Ausnehmung
kann wie gezeigt einen S-förmigen Kantenverlauf definieren, wobei jeweils in der Ausbuchtung
der S-Form, die nahe der Eckkante des Stützelements liegt, eine letzte Schraube 30
eingebracht ist.
[0033] Wie in Fig. 2 bis 6 dargestellt weist das erfindungsgemäße Stützelement zudem üblicherweise
ein erstes Isolierteil 4 im Bereich der Innenflächen des ersten und zweiten Schenkels
10, 16 des ersten Stützteils 2 und ein zweites Isolierteil 44 im Bereich der Innenflächen
des ersten und zweiten Schenkels 40, 46 des zweiten Stützteils 3 auf.
[0034] Die Isolierteile 4, 44 sind aus Hartschaum oder aus verdichteter Mineralwolle gebildet.
In der Regel sind derartige Materialien selbsttragend, können aber keine Last abtragen.
Beispiele derartiger Materialien sind Schaumstoffe aus Polystyrol, Polyurethan, Holzschäume,
etc. mit Raumgewichten < 100 kg/m
3, vorzugsweise < 50 kg/m
3, die als Wärmedämmstoffe gelten, jedoch noch keine so große statische Aufgabe übernehmen
können wie ähnliche Hartschäume mit Volumengewichten > 100 kg/m
3 oder sogar > 200 kg/m
3. Vorzugsweise sind die Isolierteile 4 luftdicht.
[0035] In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist das erste Isolierteil 4 mit einem
äußeren Randbereich des ersten Schenkels 10 des ersten Stützteils 2 schwenkbar verbunden.
Ebenso kann es mit einem äußeren Randbereich des zweiten Schenkels 16 des ersten Stützteils
2 schwenkbar verbunden sein. In Fig. 6 ist eine Isolierposition des ersten Isolierteils
4 dargestellt, in der das erste Isolierteil 4 die Innenflächen der Schenkel 10, 16
des ersten Stützteils 2 zumindest weitgehend bedeckt, im vorliegenden Fall sogar vollständig.
In dieser Position liegt das erste Isolierteil 4 vorzugsweise sowohl am ersten Schenkel
10 als auch am zweiten Schenkel 16 des ersten Stützteils 2 an. Besonders bevorzugt
ist es, wenn das erste Stützteil 2 und das erste Isolierteil 4 sich zu einer rechteckigen,
besonders bevorzugt quadratischen Querschnittsform ergänzen.
[0036] Ebenso ist in der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform das zweite Isolierteil
44 mit einem äußeren Randbereich des ersten Schenkels 40 des zweiten Stützteils 3
schwenkbar verbunden. Ebenso kann es mit einem äußeren Randbereich des zweiten Schenkels
46 des zweiten Stützteils 3 schwenkbar verbunden sein. In Fig. 6 ist eine Isolierposition
des zweiten Isolierteils 44 dargestellt, in der das zweite Isolierteil 44 die Innenflächen
der Schenkel 40, 46 des zweiten Stützteils 3 zumindest weitgehend bedeckt, im vorliegenden
Fall sogar vollständig. In dieser Position liegt das zweite Isolierteil 44 vorzugsweise
sowohl am ersten Schenkel 40 als auch am zweiten Schenkel 46 des zweiten Stützteils
3 an. Besonders bevorzugt ist es, wenn das zweite Stützteil 3 und das zweite Isolierteil
44 sich zu einer rechteckigen Querschnittsform ergänzen, die vorzugsweise ein Seitenverhältnis
von 1:1 bis 1:3 aufweist.
[0037] Das Stützelement wird vorzugsweise auch in der Isolierposition der Isolierteile 4,
44 transportiert. Fig. 2 zeigt hingegen die Isolierteile 4, 44 in einer Arbeitsposition,
in der sie die Innenflächen der beiden Schenkel 10, 16 des ersten Stützteils 2 und
die die Innenflächen der beiden Schenkel 40, 46 des zweiten Stützteils 3 zumindest
weitgehend freilegen.
[0038] In der Arbeitsposition der Isolierteile 4, 44 hat der Handwerker ungehinderten Zugang
zu den Innenflächen der Schenkel 10, 16, 40, 46 der Stützteile 2, 3 und kann dort
beispielsweise Durchgangsbohrungen erzeugen, den Eckwinkelverbinder 5 mittels der
Schrauben 30 mit den Stützteilen 2, 3 verschrauben und/oder die Stützteile 2, 3 mittels
der Schrauben 20 mit der Wand 8 verschrauben.
[0039] Der Schwenkwinkel zwischen Arbeitsposition und Isolierposition der Isolierteile 4,
44 beträgt in der Regel zwischen 60 und 120°, unterliegt aber keinen Einschränkungen.
Die schwenkbare Verbindung zwischen Isolierteil 4, 44 und Stützteil 2, 3 ist vorzugsweise
durch einen biegsamen Klebestreifen 32 (Fig. 2) gebildet, der sowohl am Isolierteil
4, 44 als auch am Stützteil 2, 3 angeklebt ist.
[0040] Es kann außerdem sinnvoll sein, für jedes Isolierteil 4, 44 einen zweiten Klebestreifen
(nicht dargestellt) vorzusehen, der in der Isolierposition den Randbereich des zweiten
Schenkels 16, 46 des Stützteils 2, 3 mit dem Isolierteil 4, 44 verbindet. Dieser Klebestreifen
sollte zumindest vom Stützteil 2, 3 leicht lösbar sein, da er vor dem Verschwenken
des Isolierteils 4, 44 in die Arbeitsposition vom Stützteil 2 gelöst werden muss.
[0041] In Fig. 3 ist eine mögliche Einbausituation eines erfindungsgemäßen Stützelements
skizziert. Der dargestellte Bauwerksabschnitt kann neben der Wand 8, an der das Stützelement
befestigt ist, manchmal noch eine Vorwand umfassen, die in der Regel durch ein Wärmedämmmaterial
gebildet ist. Diese Vorwand kann hinterlüftet sein und in dem Zwischenraum zwischen
Wand 8 und Vorwand ist dann das erfindungsgemäße Stützelement angeordnet.
[0042] In jedem Fall stützt sich der Fenster- oder Türrahmen 34 an den zweiten Seitenflächen
12, 42 der Stützteile 2, 3 ab. Hierbei können zwischen Fenster- oder Türrahmen 34
und Stützteilen 2, 3 noch Dichtelemente, beispielsweise aus PU-Schaumstoff, eingefügt
sein. Ebenso können Dichtelemente, beispielsweise aus PU-Schaumstoff, zwischen Fenster-
oder Türrahmen 34 und einem über die Höhe des Stützteils 2, 3 hinausragenden Vorsprung
der Vorwand angeordnet sein.
[0043] Wie aus Fig. 3 hervorgeht, bilden vier Stützelemente gemeinsam in der Regel eine
Zarge 52, die um die gesamte Wandöffnung 50 (siehe Fig. 1) herum angeordnet ist. Dabei
können die Stützteile 2, 3 der Stützelemente wie dargestellt die gesamten Zargenlängsseiten
der Zarge 52 bilden. Mit anderen Worten entspricht in Fig. 3 die Länge des kombinierten
Stützteils 2, 3 von zwei aneinander grenzenden Stützelementen jeweils exakt der entsprechenden
Länge bzw. Breite der Wandöffnung 50.
[0044] Ebenso ist es aber möglich, dass die Zarge 52 zwischen zwei Stützelementen an den
Zargenlängsseiten Füllelemente, z.B. aus Isoliermaterial, aufweist, gegebenenfalls
abwechselnd mit weiteren, geradlinigen Stützelementen (jeweils nicht gezeigt).
[0045] Es können auch nur unterhalb der Wandöffnung 50 zwei Stützelemente angeordnet sein,
da dort die hauptsächliche Gewichtslast z.B. des Fensters aufliegt.
[0046] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Stützteile zweier benachbarter Stützelemente
jeweils einstückig miteinander ausgebildet. Ebenso ist es aber möglich, dass die Stützteile
von benachbarten Stützelementen fest miteinander verbunden sind. Hierfür sind einige
Beispiele weiter unten unter Bezugnahme auf Fig. 7a bis 7d näher beschrieben.
[0047] Die Stützelemente sind mittels Schrauben 20 mit der Wand 8 verbunden. Zusätzlich
kann eine Klebeverbindung zwischen Stützteil 2, 3 und Wand 8 vorliegen, die vorzugsweise
auch gleichzeitig als Diffusionsbremse bzw. zur Abdichtung gegen Luftdurchtritt dienen
kann.
[0048] Der Fenster- oder Türrahmen 34 ist mit den zweiten Schenkeln 16, 46 aller Stützteile
2, 3 der Zarge 52 verschraubt und ist somit in einem durch die zweiten Seitenflächen
12, 42 aller Stützteile 2, 3 definierten Rahmen angeordnet und fixiert.
[0049] In der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützelements
sind das erste Stützteil 2 und das zweite Stützteil 3 ebenfalls durch den Eckwinkelverbinder
5 miteinander verbunden, aber im Bereich ihrer ersten Schenkel 10, 40 lassen das erste
Stützteil 2 und das zweite Stützteil 3 einen Zwischenraum frei. Dieser Zwischenraum
kann durch einen zusätzlichen Isolierblock 54 (siehe Fig. 6) aufgefüllt werden, der
vorzugsweise aus demselben Material wie die Isolierteile 4, 44 besteht. Besonders
bevorzugt ist es, wenn der Isolierblock 54 auf den ersten Plattenabschnitt 22 und/oder
den dritten Plattenabschnitt 26 des Eckwinkelverbinders 5 aufgesteckt wird. Hierzu
ist es bevorzugt, wenn der Isolierblock 54 eine entsprechende Ausnehmung aufweist.
[0050] Wie in Fig. 5 dargestellt, kann das erste Isolierteil 4 einen durch eine Materialschwächung
definierten, abtrennbaren Randabschnitt 56 aufweisen. Dasselbe gilt für das zweite
Isolierteil 44. Durch die Abtrennung der Randabschnitte 56 werden Ausnehmungen 58
(siehe Fig. 4 oben) gebildet, in denen die Plattenabschnitte 22, 24, 26, 28 des Eckwinkelverbinders
5 aufgenommen werden können.
[0051] Es ist auch denkbar, dass nicht alle, sondern nur ausgewählte Plattenabschnitte 22,
24, 26, 28 in Ausnehmungen aufgenommen werden. Die abtrennbaren Randabschnitte 56
können sich über die gesamte Länge der Isolierteile 4, 44 erstrecken. Der Handwerker
kann die Randabschnitte dann nur in den Bereichen abtrennen, in denen er für die Plattenabschnitte
22, 24, 26, 28 Platz benötigt.
[0052] Im dargestellten Beispielsfall der Fig. 5 ist der abtrennbare Randabschnitte 56 an
zwei Seiten der Isolierteile 4, 44 angeordnet. Er kann aber auch nur an einer Seite
angeordnet sein. An beiden Seiten der Isolierteile 4, 44, an denen der abtrennbare
Randabschnitt 56 angeordnet ist, verbleibt gemäß Fig. 5 nach dem Abtrennen ein Steg
ursprünglicher Dicke des Isolierteils 4, 44, der zur Anlage am jeweiligen Stützteil
2, 3 dient. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn sich die vom Isolierteil 4,
44 überdeckten Plattenabschnitte 22, 24, 26, 28 nicht über die gesamte Höhe bzw. Dicke
des jeweiligen Schenkels 10, 16, 40, 46 erstrecken und der Steg dann am frei bleibenden
Rand des Schenkels 10, 16, 40, 46 aufliegt (siehe Fig. 4 oben). Dies ist auch vorteilhaft
hinsichtlich der Isolierwirkung.
[0053] Wenn die Zarge 52 gemäß Fig. 3 bereits vor dem Befestigen an der Wand 8 vormontiert
wird, kann dies sowohl an der Baustelle erfolgen als auch bereits werkseitig. In jedem
Fall ist es dann sinnvoll, eine Kranöse 60 (siehe Fig. 4) an der Zarge 52 zu befestigen.
Vorzugsweise erfolgt dies, wie in Fig. 3 dargestellt, durch Verschraubung mit einem
Stützteil 2, 3 im Bereich eines der Eckwinkelverbinder 5.
[0054] In der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform der Zarge 52 sind die Zargenlängsseiten
jeweils durch einstückige Stützteile 2, 3 ausgebildet. Es ist aber auch denkbar, dass
unterschiedliche Stützteile 2, 3 an den Zargenlängsseiten miteinander verbunden werden.
In Fig. 7a - 7d sind Beispiele solcher Verbindungen anhand von Stützteilen 2 gezeigt.
Gleiches gilt auch für Stützteile 3.
[0055] In Fig. 7a stoßen die Enden der beiden Stützteile 2 bündig aneinander. Im Bereich
der Stoßflächen sind in den Stützteilen 2 jeweils Nuten 66 im ersten Schenkel und
im zweiten Schenkel des Stützteils vorgesehen, die zur Aufnahme eines externen Verbindungselements
64 dienen. Im vorliegenden Fall ist das Verbindungselement 64 als Holzplatte ausgestaltet,
die eine mechanische Verbindung zwischen den Stützteilen 2 im Bereich beider Schenkel
der L-Form herstellt. Außerdem wird durch die in das eine Stützteil 2 eingesteckten
Verbindungselemente 64 das positionsgenaue Anbringen des anderen Stützteils 2 vereinfacht.
An den Stoßflächen der Stützteile 2 sind selbige durch Verklebung fest miteinander
verbunden. Zudem sind Klammern 68 durch die jeweiligen Schenkel der Stützteile 2 und
die Verbindungselemente 64 geschossen, um die mechanische Stabilität der Verbindung
weiter zu verbessern. In der dargestellten Ausführungsform sind die Klammern von den
Innenflächen der Schenkel der Stützteile 2 aus in die Stützteile geschossen, in der
Praxis wird man dies aber bevorzugt von den jeweils gegenüberliegenden Seiten aus
tun.
[0056] In der Ausführungsform gemäß Fig. 7b sind die Verbindungselemente 64 als Stifte ausgestaltet,
die in entsprechende Nuten 66 der Stützteile 2 eingebracht sind. Auch hier stoßen
die Stützteile 2 bündig aneinander und sind an ihren Stoßflächen miteinander verklebt.
[0057] In der Ausführungsform gemäß Fig. 7c sind die Schenkel der beiden Stützteile 2 jeweils
unterschiedlich lang ausgestaltet. Auf diese Weise wird eine versetzte Anordnung der
Stoßflächen der einzelnen Schenkel zueinander erzielt. Die Verbindungselemente 64
sind in diesem Fall in Nuten 66 an den einander zugewandten Innenflächen der Schenkel
der Stützteile 2 eingebracht. Im vorliegenden Fall besitzen die Verbindungselemente
64 eine Art Knochenform mit einem Verbindungssteg und zwei ausgedehnten Enden, die
für eine zusätzliche formschlüssige Verbindung sorgen. Auch in dieser Ausführungsform
sind die Stoßflächen der Stützteile 2 jeweils aneinander geklebt.
[0058] In Fig. 7d ist eine Ausführungsform gezeigt, in der die Verbindungselemente 64 als
von einem Stützteil 2 abragende Vorsprünge ausgebildet sind. Diese Vorsprünge sind
wiederum in Nuten 66 des anderen Stützteils 2 im Bereich beider Schenkel der L-Form
aufgenommen. Auch hier sind die Stoßflächen der Stützteile 2 miteinander verklebt.
[0059] Neben den dargestellten Anordnungen und Formen der Verbindungselemente 64 sind noch
viele weitere Geometrien und Anordnungen der Verbindungselemente 64 denkbar. Möglich
sind beispielsweise Schwalbenschwanzverbindungen und alle erdenklichen Querschnittsformen
von Verbindungselementen 64. Die Verbindungselemente 64 können auch mit den jeweiligen
Stützteilen 2 verschraubt werden.
1. Stützelement für einen Fenster- oder Türrahmen (34) mit
einem ersten Stützteil (2), das sich im Wesentlichen in einer ersten Richtung erstreckt
und das aus einem tragfähigen Material gebildet ist, wobei das erste Stützteil (2)
einen ersten Schenkel (10) und einen zweiten Schenkel (16) aufweist, die im Wesentlichen
senkrecht zueinander sind, wobei das erste Stützteil (2) in einem Querschnitt quer
zur ersten Richtung im Wesentlichen eine L-Form aufweist, wobei der erste Schenkel
(10) des ersten Stützteils (2) eine in der ersten Richtung verlaufende erste Seitenfläche
(6) aufweist, die zur Anlage an einer Wand (8) eines Gebäudes dient, und wobei der
zweite Schenkel (16) des ersten Stützteils (2) eine in der ersten Richtung verlaufende
zweite Seitenfläche (12) aufweist, die im Wesentlichen senkrecht zur ersten Seitenfläche
(6) verläuft und zur Abstützung des Fensteroder Türrahmens (34) dient,
einem zweiten Stützteil (3), das sich im Wesentlichen in einer zweiten Richtung erstreckt,
die senkrecht zur ersten Richtung ist, und das aus einem tragfähigen Material gebildet
ist, wobei das zweite Stützteil (3) einen ersten Schenkel (40) und einen zweiten Schenkel
(46) aufweist, die im Wesentlichen senkrecht zueinander sind, wobei das zweite Stützteil
(3) in einem Querschnitt quer zur zweiten Richtung im Wesentlichen eine L-Form aufweist,
wobei der erste Schenkel (40) des zweiten Stützteils (3) eine in der zweiten Richtung
verlaufende erste Seitenfläche (36) aufweist, die zur Anlage an der Wand (8) des Gebäudes
dient, und wobei der zweite Schenkel (46) des zweiten Stützteils (3) eine in der zweiten
Richtung verlaufende zweite Seitenfläche (42) aufweist, die im Wesentlichen senkrecht
zur ersten Seitenfläche (36) verläuft und zur Abstützung des Fenster- oder Türrahmens
(34) dient,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein einstückiger Eckwinkelverbinder (5) das erste Stützteil (2) und das zweite Stützteil
(3) miteinander verbindet, wobei der Eckwinkelverbinder (5) einen ersten, zweiten,
dritten und vierten Plattenabschnitt (22, 24, 26, 28) aufweist,
wobei der erste Plattenabschnitt (22) und der zweite Plattenabschnitt (24) im Wesentlichen
rechtwinklig zueinander angeordnet sind und an den einander zugewandten Innenflächen
des ersten und zweiten Schenkels (10, 16) des ersten Stützteils (2) angeordnet sind,
wobei der erste Plattenabschnitt (22) an der Innenfläche des ersten Schenkels (10)
des ersten Stützteils (2) angeordnet ist und der zweite Plattenabschnitt (24) an der
Innenfläche des zweiten Schenkels (16) des ersten Stützteils (2) angeordnet ist, und
wobei mindestens einer aus erstem Plattenabschnitt (22) und zweitem Plattenabschnitt
(24) an dem ersten Stützteil (2) befestigt ist;
wobei der dritte Plattenabschnitt (26) und der vierte Plattenabschnitt (28) im Wesentlichen
rechtwinklig zueinander angeordnet sind und an den einander zugewandten Innenflächen
des ersten und zweiten Schenkels (40, 46) des zweiten Stützteils (3) angeordnet sind,
wobei der dritte Plattenabschnitt (26) an der Innenfläche des ersten Schenkels (40)
des zweiten Stützteils (3) angeordnet ist und der vierte Plattenabschnitt (28) an
der Innenfläche des zweiten Schenkels (46) des zweiten Stützteils (3) angeordnet ist,
und wobei mindestens einer aus drittem Plattenabschnitt (26) und viertem Plattenabschnitt
(28) an dem zweiten Stützteil (3) befestigt ist
2. Stützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vierte Plattenabschnitt (28) im Wesentlichen rechtwinklig zum zweiten Plattenabschnitt
(24) angeordnet ist.
3. Stützelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vierte Plattenabschnitt (28) und der zweite Plattenabschnitt (24) im Eckkantenbereich
des Stützelements nicht direkt miteinander verbunden sind.
4. Stützelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Plattenabschnitt (22) und der dritte Plattenabschnitt (26) in einer Ebene
liegen.
5. Stützelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste, zweite, dritte und vierte Plattenabschnitt (22, 24, 26, 28) an dem ersten
oder zweiten Stützteil (2, 3) befestigt sind.
6. Stützelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung eines Plattenabschnitts (22, 24, 26, 28) am jeweiligen Stützteil
(2, 3) mittels Schrauben (30) erfolgt.
7. Stützelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Stützteil (2) und das zweite Stützteil (3) an ihren einander zugewandten
Enden abgeschrägt sind und bündig aneinanderstoßen.
8. Stützelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Schrauben (30) im zweiten und vierten Plattenabschnitt (24, 28), die jeweils am nächsten
zur Eckkante des Stützelements angeordnet sind, sowohl Abschnitte des zweiten Schenkels
(16) des ersten Stützteils (2) als auch Abschnitte des zweiten Schenkels (46) des
zweiten Stützteils (3) durchdringen und bezüglich ihrer Höhe versetzt angeordnet sind.
9. Stützelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ein erstes Isolierteil (4) im Bereich der Innenflächen des ersten und zweiten
Schenkels (10, 16) des ersten Stützteils (2) aufweist, und dass es ein zweites Isolierteil
(44) im Bereich der Innenflächen des ersten und zweiten Schenkels (40, 46) des zweiten
Stützteils (3) aufweist.
10. Stützelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Isolierteil (4) mit einem äußeren Randbereich des ersten oder des zweiten
Schenkels (10, 16) des ersten Stützteils (2) schwenkbar verbunden ist, und zwar derart,
dass es zwischen einer Arbeitsposition, in der es die Innenflächen des ersten und
zweiten Schenkels (10, 16) des ersten Stützteils (2) zumindest weitgehend freilegt,
und einer Isolierposition, in der es die Innenflächen des ersten und zweiten Schenkels
(10, 16) des ersten Stützteils (2) zumindest weitgehend bedeckt, schwenkbar ist, und
dass das zweite Isolierteil (44) mit einem äußeren Randbereich des ersten oder des
zweiten Schenkels (40, 46) des zweiten Stützteils (3) schwenkbar verbunden ist, und
zwar derart, dass es zwischen einer Arbeitsposition, in der es die Innenflächen des
ersten und zweiten Schenkels (40, 46) des zweiten Stützteils (3) zumindest weitgehend
freilegt, und einer Isolierposition, in der es die Innenflächen des ersten und zweiten
Schenkels (40, 46) des zweiten Stützteils (3) zumindest weitgehend bedeckt, schwenkbar
ist.
11. Zarge (52) für einen Fenster- oder Türrahmen (34) mit mindestens zwei Stützelementen
nach einem der vorangehenden Ansprüche.
12. Zarge (52) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Stützteile (3) von zwei benachbarten Stützelementen einstückig miteinander
ausgebildet sind oder fest miteinander verbunden sind.
13. Zarge (52) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie vier Stützelemente nach einem der Ansprüche 1 bis 10 aufweist, und dass sie einen
geschlossenen Rahmen zur Aufnahme des Fenster- oder Türrahmens (34) bildet.
14. Fenster- oder Türelement mit einer Zarge (52) nach einem der Ansprüche 11 bis 13 und
mit einem Fenster- oder Türrahmen (34), der mit den zweiten Schenkeln (16, 46) aller
Stützteile (2, 3) der Zarge (52) verschraubt ist und somit in einem durch die zweiten
Seitenflächen (12, 42) aller Stützteile (2, 3) definierten Rahmen angeordnet und fixiert
ist.
15. Bauwerksabschnitt mit
einer Wand (8) mit einer Wandöffnung (50),
einem Fenster- oder Türelement nach Anspruch 14, bei dem die Zarge (52) mit der Wand
(8) derart verschraubt ist, dass die ersten Seitenflächen (6, 36) aller Stützteile
(2, 3) an der Wand (8) anliegen und dass der Fenster- oder Türrahmen (34) seitlich
vor die Wandöffnung (50) vorgesetzt angeordnet ist.