[0001] Die Erfindung betrifft eine Bahndruckmaschine mit den oberbegrifflichen Merkmalen
von Anspruch 1.
Stand der Technik
[0002] Bei Druckmaschinen zum Bedrucken von Etiketten und Faltschachteln ist in zunehmendem
Maße eine große Flexibilität oder Variabilität gewünscht, um möglichst viele verschiedenartige
Druckaufträge, insbesondere unter Erzeugung von speziellen optischen Effekten durch
das gedruckte Bild oder den gedruckten Text, durchführen zu können. Zur Herstellung
von Etiketten und Faltschachteln werden besonders häufig Druckmaschinen verwendet,
die eine schmale Bahn eines Bedruckstoffes bearbeiten und eine Anzahl von Verbindungsplattformen
oder Schnittstellen aufweisen, an denen jeweils eine Funktionseinheit oder ein Verfahrensmodul
zum Drucken mit einem bestimmten Druckverfahren lösbar aufgenommen werden kann. Beispielsweise
ist eine Ausführungsform einer derartigen Druckmaschine im Dokument
US 4,384,522 beschrieben. Die einzelnen Funktionseinheiten können dabei mit voneinander verschiedenen
Druckverfahren arbeiten.
[0003] Aus den Dokumenten
DE 195 13 536 A1 und
WO 95/29813 sind Druckmaschinen mit mehreren Druckwerken in Reihenbauweise bekannt, welche die
lösbare Aufnahme einer Anzahl von Funktionseinheiten oder Verfahrensmodulen an einer
Anzahl von Verbindungsplattformen gestatten. Die Funktionseinheiten können unter anderem
Druckwerke oder Teile von Druckwerken in Kassetten oder Aufsätzen enthalten, die nach
einem Buchdruckverfahren, einem Flexodruckverfahren, einem Siebdruckverfahren, einem
Offsetdruckverfahren, einem Tiefdruckverfahren oder einem Tintenstrahldruckverfahren
arbeiten. Darüber hinaus sind Funktionseinheiten (Bearbeitungswerke) vorgesehen, die
mechanische Verarbeitungsschritte am Bedruckstoff gestatten, beispielsweise eine Prägung,
einen Beschnitt (Perforation, Lochen) oder eine Wendung durchführen. Derartige Druckmaschinen,
die mit einer Mehrzahl von unterschiedlichen Druckverfahren arbeiten können, werden
auch als Kombinationsdruckmaschinen oder Hybriddruckmaschinen bezeichnet.
[0004] Schon seit vielen Jahren werden die Maschinengestelle von Druckmaschinen Großteils
aus metallischen Werkstoffen, insbesondere aus Stählen hergestellt. In Druckmaschinen
mit moderner Drucktechnik gelangen meist große Gussteile oder massive Stahlplatten
für die Maschinentragkonstruktion zum Einsatz, welche ihre Formgebung in technisch
aufwändigen und auch oft kostspieligen Bearbeitungsschritten erfahren. Diese aufwändige
Bearbeitung ist erforderlich, um in der Maschinentragkonstruktion die Aufnahmestellen
für Bearbeitungsmodule positionsexakt zu schaffen. Zusammen mit den Materialkosten
ergibt sich für das Maschinengestell einer Druckmaschine so ein hoher Anteil an den
Gesamtkosten der Druckmaschine.
Aufgabenstellung
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine Bahndruckmaschine zu schaffen, welche
eine hohe Flexibilität in ihrer Konfiguration mit einer genauen Lagerung von Bearbeitungsmodulen
und einem kostengünstigen Maschinengestell verbindet.
Technische Lösung
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Bahndruckmaschine mit den Merkmalen von Anspruch
1.
[0007] Die erfindungsgemäße Bahndruckmaschine dient dem Bedrucken einer Substratbahn, beispielsweise
aus Papier, Kunststoff oder Verbundmaterial, insbesondere auch zur Herstellung von
Etiketten. Die Substratbahn wird dabei in einer Maschinenlaufrichtung durch die Bahndruckmaschine
transportiert und dabei bearbeitet. Die Bahndruckmaschine besitzt ein Maschinengestell
und mehrere, darauf befestigte Bearbeitungsmodule. Die Bearbeitungsmodule können zum
Beispiel als Flexodruckwerke, als Siebdruckwerke, Rotationsstanze, Delaminiereinrichtung,
Laminiereinrichtung, Trockner, Längsschneideeinheit, Bahnzugswerk etc. ausgeführt
sein. Erfindungsgemäß ist ein jeweiliges Bearbeitungsmodul mittels je eines Trägermoduls
am Maschinengestell befestigt, wobei ein jeweiliges Trägermodul zwei parallele, sich
in Maschinenlaufrichtung erstreckende Längsbalken und zwei rechtwinklig dazu angeordnete,
parallel zueinander ausgerichtete und die beiden Längsbalken miteinander verbindende
Querholmen aufweist. Die Querholmen können dabei insbesondere einen kreisrunden Querschnitt
aufweisen. Ein jeweiliges Bearbeitungsmodul wird von den Querholmen mindestens eines
Trägermoduls getragen und die Längsbalken wiederum werden von dem Maschinengestell
getragen. Ein jeweiliges Trägermodul kann in horizontaler, vertikaler oder schräger
Lage ausgerichtet sein. Durch die Verwendung eines derartigen Trägermoduls wird in
vorteilhafter Weise eine neutrale, flache Schnittstelle zwischen Maschinengestell
und Bearbeitungsmodulen geschaffen, welche einen modularen Aufbau der Bahndruckmaschine
und ein einfaches Austauschen von Bearbeitungsmodulen ermöglicht. Weiter vorteilhaft
ist es, wenn das Trägermodul einen spiegelsymmetrischen Aufbau besitzt und die beiden
Querholmen sowie die beiden Längsbalken als Gleichteile ausgeführt sind. Um mehrere
Bearbeitungsmodule in der Bahndruckmaschine verwenden zu können, sind auch mehrere,
auf dem Maschinengestell gelagerte Trägermodule vorgesehen.
[0008] In einer ersten Ausführungsvariante der Bearbeitungsmodule weisen diese an ihrer
Unterseite Ausnehmungen auf zum Aufsetzen der Bearbeitungsmodule auf die Querholmen
der Trägermodule, wobei die Ausnehmungen komplementär zu den Querholmen ausgeführt
sind. Komplementär meint hier, dass die Ausgestaltung der Ausnehmungen angepasst an
das Querschnittsprofil der Holmen und derart ist, dass Holmen und Ausnehmungen ineinander
greifen können. Die Positionierung eines Bearbeitungsmoduls in der Bahndruckmaschine
wird somit dadurch erreicht, dass ein jeweiliges Bearbeitungsmodul mit seinen Ausnehmungen
in die Querholmen eines Trägermoduls eingesetzt wird. Insbesondere Druckwerke und
Stanzwerke können gemäß dieser ersten Ausführungsvariante ausgebildet sein.
[0009] In einer Ausführungsvariante können auch Bearbeitungsmodule vorgesehen sein, welche
an ihrer Oberseite Ausnehmungen aufweisen zum Einhängen der Bearbeitungsmodule in
die Querholmen der Trägermodule, wobei auch hier die Ausnehmungen komplementär zu
den Querholmen ausgeführt sind. Wenn derart hängend gelagerte Bearbeitungsmodule in
der Bahndruckmaschine positioniert sind, wird eine Befestigung der Bearbeitungsmodule
an den Trägermodulen oder am Maschinengestell erforderlich. Dies kann durch ein Einrasten,
durch Verschraubung oder durch eine anders ausgeführte Arretierung erfolgen. Beispielsweise
Trockner können einen Aufbau gemäß dieser Ausführungsvariante besitzen.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Ausnehmungen, welche mit einem ersten Holmen
korrespondieren, prismatisch ausgestaltete Kontaktflächen für eine definierte Führung
besitzen und die Ausnehmungen, welche mit dem anderen Holmen korrespondieren, etwas
Spiel ermöglichen. Damit wird eine überbestimmte Lagerung der Bearbeitungsmodule vermieden.
[0011] In einer besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Weiterbildung besitzt ein
jeweiliges Trägermodul ein Auflagesystem und ist mittels dieses Auflagesystems lösbar
am Maschinengestell ausrichtbar befestigt. Ausrichtbar meint dabei, dass das Trägermodul
relativ zum Maschinengestell justiert und nivelliert werden kann. Insbesondere kann
ein Trägermodul durch das Auflagesystem an den oberen Auflageflächen von zwei parallelen
Seitenwänden des Maschinengestells befestigt sein. Das Trägermodul ist also nicht
Teil des Maschinengestells. In vorteilhafter Ausgestaltung besitzt das Auflagesystem
einstellbare, selbsthemmende Nivellierelemente. Dabei können insbesondere für jedes
Trägermodul vier Nivellierelemente vorgesehen sein, wobei in jeder Ecke des Trägermoduls
ein Nivellierelement angeordnet ist. Der Einsatz derartiger Nivellierelemente ist
im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus allgemein bekannt. Geeignete Nivellierelemente
werden beispielsweise von der Firma Ganter Griff mit der Bezeichnung GN 355 angeboten.
Sie besitzen eine Nivellierschraube, eine Zylinderschraube mit Scheibe und eine Kugelscheibe,
wodurch eine relative Verstellung der Elemente zueinander und damit eine Positionierung
des Trägermoduls zum Maschinengestell möglich ist. Nachdem die Trägermodule auf dem
Maschinengestell der Bahndruckmaschine eingebracht werden, können diese durch Betätigung
der Nivellierelemente hoch exakt positioniert werden. Dies ermöglicht es, dass das
Maschinengestell selbst relativ ungenau gefertigt sein kann, da die erforderliche
Genauigkeit bei der Ausrichtung der Bearbeitungsmodule zueinander durch die Positionierung,
Ausrichtung und Nivellierung der Auflagesysteme erfolgt.
[0012] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Bahndruckmaschine ist auf den Querholmen eines
Trägermoduls eine querverschiebliche Positionierschiene gelagert zum Positionieren
eines Bearbeitungsmoduls senkrecht zur Maschinenlaufrichtung. Durch eine Verschiebung
der Positionierschiene kann somit das Seitenregister eines Bearbeitungsmoduls auch
noch während der Abarbeitung eines Auftrags korrigiert werden. In einer besonders
vorteilhaften und daher bevorzugten Ausgestaltung ist zur Verstellung einer jeweiligen
Positionierschiene an jedem Trägermodul ein Spindelantrieb vorgesehen. Der Spindelantrieb
kann eine in einem der beiden Längsbalken gelagerte Spindel, eine mit der Positionierschiene
verbundene Spindelmutter und einen handbetätigbaren Drehknopf oder einen steuerbaren
Elektromotor zum Drehen der Spindel aufweisen.
[0013] Weiterhin wird es als vorteilhaft angesehen, wenn das Maschinengestell der Bahndruckmaschine
zumindest eine Bodenplatte und zwei parallele Seitenwände gleicher Höhe aufweist,
auf welchen die Trägermodule angebracht werden können. In bevorzugter Weise werden
die Bodenplatte und die Seitenwände als geschweißte Blechrahmenkonstruktion gefertigt.
Dabei kann auch ein modularer Aufbau der Bahndruckmaschine gewählt werden, das heißt,
mehrere Einheiten aus Bodenplatte und Seitenwänden können in Reihe zueinander angeordnet
werden. Ein derartiger Aufbau des Maschinengestells ist besonders kostengünstig und
ressourcenschonend.
[0014] Die beschriebene Erfindung und die beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen der
Erfindung stellen auch in Kombination miteinander - soweit dies technisch sinnvoll
ist - vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung dar.
[0015] Hinsichtlich weiterer Vorteile und in konstruktiver und funktioneller Hinsicht vorteilhafter
Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren verwiesen.
Ausführungsbeispiel
[0016] Die Erfindung soll an Hand beigefügter Figuren noch näher erläutert werden. Einander
entsprechende Elemente und Bauteile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Zugunsten einer besseren Übersichtlichkeit der Figuren wurde auf eine maßstabsgetreue
Darstellung verzichtet.
[0017] Es zeigen in schematischer Darstellung
- Fig. 1
- ein Trägermodul in einer ersten Ausführungsvariante in einer 3D-Darstellung
- Fig. 2a und b
- je ein Trägermodul in anderen Ausführungsvarianten in einer Draufsicht
- Fig. 3
- das Ineinandergreifen von Querholmen und Ausnehmungen beim Einsetzen eines Bearbeitungsmoduls
- Fig. 4
- das Auflagesystem eines Trägermoduls in einer Detaildarstellung
- Fig. 5a und b
- die Lagerung von Bearbeitungsmodulen im Maschinengestell
- Fig. 6
- zwei beispielhafte Bearbeitungsmodule welche von je einem Trägermodul getragen werden
[0018] Figur 1 zeigt ein Trägermodul 10, welches verwendet werden kann, um Bearbeitungsmodule 20
(nicht dargestellt) auf einem Maschinengestell 30 (nicht dargestellt) zu positionieren.
Das Trägermodul 10 hat dabei den nachfolgenden Aufbau: Es besitzt zwei parallel zueinander
ausgerichtete, massive Längsbalken 11. Die Längsbalken 11 sind über rechtwinklig zu
den Längsbalken 11 angeordnete Querholmen 12 miteinander verbunden. Die Querholmen
12 sind parallel zueinander ausgerichtet und können insbesondere einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisen, sprich, als Rundstäbe ausgeführt sein. Ein Bearbeitungsmodul
20 (nicht dargestellt) kann auf die Querholmen 12 von oben aufgesetzt oder von unten
eingehängt werden. Die Längsbalken 11 des Trägermoduls 10 liegen nicht direkt auf
dem Maschinengestell 30 auf, sondern sind über ein Auflagesystem 13 mit Nivellierelementen
14 mit dem Maschinengestell 30 verbunden. Ein wie in Figur 1 dargestelltes Trägermodul
10 kann für die Aufnahme von Zuggruppen, Längsschneidern, Delaminiereinrichtungen,
Laminiereinrichtungen, etc. verwendet werden, das heißt für Bearbeitungsmodule 20,
bei welchen keine Seitenausrichtung erforderlich ist.
[0019] Ist hingegen eine Seitenausrichtung erforderlich, das heißt eine Positionierung quer
zur Maschinenlaufrichtung M, so können Trägermodule 10 eingesetzt werden, wie sie
in den
Figuren 2a und 2b dargestellt sind. Das Trägermodul 10 von Figur 2a besitzt den wie obenstehend beschriebenen
Aufbau. Zusätzlich besitzt es eine querverschiebliche Positionierschiene 15, welche
eine Verschiebebewegung v entlang der Querholmen 12 ausführen kann. Die Positionierschiene
15 ist dabei auf den Querholmen 12 gelagert. Bewirkt wird die Verschiebebewegung v
durch einen Spindelantrieb 16, welcher eine Spindel 17, eine Spindelmutter 18 und
einen Elektromotor 19.2 zum Rotieren der Spindel 17 besitzt. Die querverschiebliche
Positionierschiene 15 mit ihrem Spindelantrieb 16 ist auf der Antriebsseite angeordnet,
das heißt auf der Seite der Bahndruckmaschine 100, auf welcher sich die Antriebe befinden,
so dass die Zugänglichkeit der Bearbeitungsmodule durch das Herausragen des Verstellmotors
19.2 aus dem Trägermodul 10 nicht beeinträchtigt wird.
[0020] Das in Figur 2b dargestellte Trägermodul 10 stellt eine alternative Ausführungsvariante
dar: Anstelle des Verstellmotors 19.2 ist hier eine Handbetätigung durch den Maschinenbediener
möglich. Dazu ist die Positionierschiene 15 mit ihrem Spindelantrieb 16 auf der Bedienseite
angeordnet, das heißt auf der Seite der Bahndruckmaschine 100, welche für den Maschinenbediener
gut zugänglich ist. Der Spindelantrieb 16 besitzt ebenfalls eine rotierbare Spindel
17 und eine an der Positionierschiene 15 befestigte Spindelmutter. Die Rotation der
Spindel 17 wird bewirkt durch einen handbetätigbaren Drehknopf 19.1.
[0021] Damit durch eine Verschiebebewegung v ein sich auf dem Trägermodul 10 befindliches
Bearbeitungsmodul 20 positionieren lässt und eine Einstellung des Seitenregisters
des Bearbeitungsmoduls 20 ermöglicht wird, wird ein Bearbeitungsmodul 20 an der Positionierschiene
15 befestigt. Wie sich aus
Figur 3 ergibt, sind im Längsbalken 11 sowie in der Positionierschiene 15 Bohrlöcher vorgesehen,
so dass eine Verschraubung eines Bearbeitungsmoduls 20 mit der Positionierschiene
15 erfolgen kann.
[0022] Aus Figur 3 geht weiterhin hervor, wie ein Bearbeitungsmodul 20 unter Verwendung
des Trägermoduls 10 auf dem Maschinengestell 30 positioniert werden kann. An der Unterseite
jedes Bearbeitungsmoduls 20 (nicht im Detail dargestellt) sind Ausnehmungen 25 vorgesehen.
Die Ausnehmungen 25 sind so beabstandet und so ausgeformt, dass diese mit den Querholmen
12 korrespondieren und Querholmen 12 und Ausnehmungen 25 ineinander greifen können.
In anderen Worten: Die Ausnehmungen 25 sind komplementär zu den Holmen 12 ausgeführt.
In der in Figur 3 dargestellten Ausführungsvariante sind die Ausnehmungen 25 in einer
Tragplatte 23 eingebracht, wobei die Tragplatte 23 ein Bearbeitungsmodul 20 tragen
kann. Die beiden Ausnehmungen 25, welche mit dem linken Querholmen 12 korrespondieren,
besitzen eine in etwa prismatische Ausgestaltung. Das heißt, es sind Kontaktflächen
vorgesehen, welche eine definierte Lagerung der Tragplatte 23 auf dem linken Holmen
12 bewirken. Die beiden Ausnehmungen 25, welche mit dem rechten Querholmen 12 korrespondieren,
habe eine davon abweichende Ausgestaltung. Sie besitzen eine horizontale Auflagefläche,
mittels welcher die Tragplatte 23 auf dem Holmen 12 definiert gelagert wird. In Maschinenlaufrichtung
M sind die beiden Ausnehmungen 25 jedoch so groß ausgeführt, dass etwas Spiel zwischen
dem Querholmen 12 und den vertikalen Flächen der Ausnehmung besteht. Dadurch wird
eine überbestimmte Lagerung der Tragplatte 23 vermieden.
[0023] Alternativ zu der Verwendung einer Tragplatte 23 zur Lagerung der Bearbeitungsmodule
20 können auch Adapter 24 an die Bearbeitungsmodule 20 angeschraubt werden. In den
Adaptern 24 sind dann die mit den Querholmen 12 korrespondierenden Ausnehmungen 25
eingebracht, vgl.
Figur 4.
[0024] In Figur 4 ist auch das Auflagesystem 13 näher dargestellt, mittels welchem das Trägermodul
10 auf den Seitenwänden 31 des Maschinengestells 30 befestigt werden kann. Das Auflagesystem
13 besitzt dazu vier Nivellierelemente 14, welche in den vier Ecken des Trägermoduls
10 in die beiden Längsbalken 11 integriert sind. Die Position der Nivellierelemente
14 ergibt sich auch aus den Figuren 1, 2a und 2b.
[0025] Ein jeweiliges Nivellierelement 13 kann mindestens eine große, geschlitzte Gewindehülse
und eine Verstellschraube 14 zum Verschrauben mit dem Maschinengestell 30 bzw. 31
aufweisen. Die Gewindehülse des Nivellierelements 13 besitzt eine untere Auflagefläche,
welche auf einer Oberfläche der Seitenwand 31 bündig aufliegt. Die Justierung bzw.
Nivellierung des Trägermoduls 10 geschieht nun, indem die Gewindehülse verdreht wird.
Das Außengewinde der Gewindehülse bewegt sich dabei in einem in den Längsbalken 11
geschnittenen Innengewinde. Nach erfolgter Nivellierung wird die Zylinderschraube
fest angezogen, um ein weiteres Verdrehen der Gewindehülse zu verhindern und den Längsbalken
11 fest mit der Seitenwand 31 zu verschrauben.
[0026] Aus den
Figuren 5a und 5b wird der Aufbau des Maschinengestells 30 klar. Das Maschinengestell 30 der Bahndruckmaschine
100 kann aus mehreren Gestellelementen bestehen, wie sie in den Figuren 5a und 5b
dargestellt sind. Die Gestellelemente können mittels Koppeln bzw. Verbindungslaschen
34 miteinander verbunden werden. Ein jeweiliges Gestellelement besteht dabei aus einer
geschweißten Blechrahmenkonstruktion, welche zwei parallele Seitenwände 31 besitzt,
die auf einer Bodenplatte 32 angebracht sind. Die Bodenplatte 32 besitzt Füße 33,
mittels welcher das Gestellelement grob ausgerichtet werden kann. Die Blechrahmenkonstruktion
der Seitenwände 31 besitzt obere Auflageflächen, welche die Trägermodule 10 tragen.
Auf die Trägermodule 10 können Bearbeitungsmodule 20 von oben eingesetzt werden. Zusätzlich
oder alternativ können auch andere Bearbeitungsmodule 20, zum Beispiel mehrere Walzen
aufweisende Trockner 26, von unten in die Trägermodule 10 eingehängt werden. Dadurch
ergibt sich eine hängende Lagerung der Bearbeitungsmodule 26. Sofern die von unten
eingeführten Bearbeitungsmodule 26 mit ihren Ausnehmungen 25 nicht in die Querholmen
12 einrasten, kann eine Verschraubung der Bearbeitungsmodule 26 mit den Trägermodulen
10 erforderlich sein.
[0027] In
Figur 6 ist beispielhaft ein Flexodruckwerk 21 und ein Rotationsstanzwerk 22 einer Bahndruckmaschine
100 dargestellt, welche der Bearbeitung einer in Maschinenlaufrichtung M transportierten
Substratbahn 1000 dienen. Die Bearbeitungsmodule 21, 22 sind dabei unter Verwendung
von Trägermodulen 10 auf dem nicht näher dargestellten Maschinengestell 30 angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 10
- Trägermodul
- 11
- Längsbalken
- 12
- Querholmen
- 13
- Auflagesystem
- 14
- Nivellierelement
- 15
- Positionierschiene
- 16
- Spindelantrieb
- 17
- Spindel
- 18
- Spindelmutter
- 19.1
- Drehknopf
- 19.2
- Elektromotor
- 20
- Bearbeitungsmodul
- 21
- Flexodruckwerk
- 22
- Rotationsstanzwerk
- 23
- Tragplatte Bearbeitungsmodul
- 24
- Adapter
- 25
- Ausnehmung
- 26
- Trockner
- 30
- Maschinengestell
- 31
- Seitenwand
- 32
- Bodenplatte
- 33
- Fuß
- 34
- Koppel/Verbindungslasche
- 100
- Bahndruckmaschine
- 1000
- Substratbahn
- M
- Maschinenlaufrichtung
- v
- Verschiebebewegung
1. Bahndruckmaschine (100) zum Bedrucken einer Substratbahn (1000), wobei die Substratbahn
(1000) in einer Maschinenlaufrichtung (M) durch die Bahndruckmaschine (100) transportiert
und dabei bearbeitet wird, mit einem Maschinengestell (30) und mehreren darauf befestigten
Bearbeitungsmodulen (20), dadurch gekennzeichnet,
dass ein jeweiliges Bearbeitungsmodul (20) mittels je eines Trägermoduls (10) am Maschinengestell
(30) befestigt ist, und dass ein jeweiliges Trägermodul (10) zwei parallele, sich
in Maschinenlaufrichtung (M) erstreckende Längsbalken (11) und zwei rechtwinklig dazu
angeordnete, parallel zueinander ausgerichtete und die beiden Längsbalken (11) miteinander
verbindende Querholmen (12) aufweist, wobei ein jeweiliges Bearbeitungsmodul (20)
von den Querholmen (12) mindestens eines Trägermoduls (10) getragen wird und
wobei die Längsbalken (11) von dem Maschinengestell (30) getragen werden.
2. Bahndruckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bearbeitungsmodule (21, 22) an ihrer Unterseite Ausnehmungen (25) aufweisen zum
Aufsetzen auf die Querholmen (12) der Trägermodule (10), wobei die Ausnehmungen (25)
komplementär zu den Querholmen (12) ausgeführt sind.
3. Bahndruckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bearbeitungsmodule (26) an ihrer Oberseite Ausnehmungen (25) aufweisen zum Einhängen
in die Querholmen (12) der Trägermodule (10), wobei die Ausnehmungen (25) komplementär
zu den Querholmen (12) ausgeführt sind.
4. Bahndruckmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein jeweiliges Trägermodul (10) mittels eines Auflagesystems (13) ausrichtbar am
Maschinengestell (30) befestigt ist.
5. Bahndruckmaschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflagesystem (13) einstellbare, selbsthemmende Nivellierelemente (14) besitzt.
6. Bahndruckmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf den Querholmen (12) eines Trägermoduls (10) eine quer verschiebliche Positionierschiene
(15) gelagert ist zum Positionieren eines Bearbeitungsmoduls (20), oder
dass auf parallel zu den Querholmen (12), an den Längsbalken (11) angebrachten Querholmstummel
(12') eine querverschiebliche Positionierschiene (15) gelagert ist zum Positionieren
eines Bearbeitungsmoduls (20).
7. Bahndruckmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Verstellung einer jeweiligen Positionierschiene (15) an den Trägermodulen (10)
ein Spindelantrieb (16) vorgesehen ist.
8. Bahndruckmaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Spindelantrieb (16) eine Spindel (17), eine Spindelmutter (18) und einen handbetätigbaren
Drehknopf (19.1) oder einen steuerbaren Elektromotor (19.2) aufweist.
9. Bahndruckmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Maschinengestell (30) zumindest eine Bodenplatte (32) und zwei parallele Seitenwände
(31) gleicher Höhe aufweist.
10. Bahndruckmaschine nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (32) und die Seitenwände (31) als geschweißte Blechrahmenkonstruktion
gefertigt sind.
11. Bahndruckmaschine (100) zum Bedrucken einer Substratbahn (1000), wobei die Substratbahn
(1000) in einer Maschinenlaufrichtung (M) durch die Bahndruckmaschine (100) transportiert
und dabei bearbeitet wird, mit einem Maschinengestell (30) und mehreren darauf befestigten
Bearbeitungsmodulen (20), dadurch gekennzeichnet,
dass ein jeweiliges Bearbeitungsmodul (20) mittels je eines Trägermoduls (10) am Maschinengestell
(30) befestigt ist, und dass ein jeweiliges Trägermodul (10) zwei parallele, sich
in Maschinenlaufrichtung (M) erstreckende Längsbalken (11) und zwei rechtwinklig dazu
angeordnete, parallel zueinander ausgerichtete und die beiden Längsbalken (11) miteinander
verbindende Querholmen (12) und parallel zu den Querholmen (12) an den Längsbalken
(11) angebrachte Querholmstummel (12') aufweist,
dass die Bearbeitungsmodule (26) an ihrer Oberseite Ausnehmungen (25) aufweisen zum Einhängen
in die Querholmstummel (12') der Trägermodule (10), wobei die Ausnehmungen (25) komplementär
zu den Querholmstummel (12') ausgeführt sind,
wobei ein jeweiliges Bearbeitungsmodul (20) von den Querholmstummel (12') mindestens
eines Trägermoduls (10) getragen wird und
wobei die Längsbalken (11) von dem Maschinengestell (30) getragen werden.