[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug, mit zumindest einem
Antriebsmotor und zumindest einem Getriebe, mit zumindest einem Fahrwerksrahmen sowie
mit zumindest einem ersten Radsatz.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Fahrwerke mit unterschiedlichen Antriebs- und Getriebeaufhängungen
bekannt.
[0003] Die
EP 0 235 644 B1 offenbart ein Fahrwerk mit einem gegen eine Radsatzwelle gelagerten und über eine
Anlenkeinrichtung mit einem Fahrwerksrahmen verbundenen Antriebsmotor. Weiterhin beschreibt
das
US 4,046,080 das Prinzip des "Wegmann-Fahrwerks", bei dem ein Antriebsmotor auf einem Querträger
gelagert ist. Über eine Taumelscheibe erfolgt eine Teilabstützung des Antriebsmotors
an einem Getriebe. Zwischen dem Antriebsmotor, dem Getriebe und dem Querträger ist
ein Stützlenker angeordnet.
Ferner weisen beispielsweise Fahrzeuge, die in stadtverkehr 6/13 (58. Jahrgang) beschrieben
werden, Antriebsmotor-Getriebe-Einheiten auf, die über elastische Lager mit Fahrwerksrahmen
verbunden sind und sich über Getriebehohlwellen und Abtriebskupplungen auf Radsatzwellen
abstützen.
[0004] Die
AT 514023 A1 offenbart ein Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug, in dem eine Antriebseinheit über
Federvorrichtungen mit elastischen Körpern gelagert ist. Die Antriebseinheit ist mit
einer Radsatzwelle gekoppelt. Weiterhin beschreibt die
WO 2009/056415 A1 ein Drehgestell mit einer Motoreinheit, die über drei Befestigungspunkte querelastisch
mit einem Drehgestellrahmen verbunden ist. Ein achsreitendes Getriebe ist auf einer
Radsatzwelle angeordnet und über eine Getriebe-Drehmomentstütze sowie ein Kupplung
mit der Motoreinheit verbunden.
[0005] Die genannten Ansätze weisen in den bekannten Formen den Nachteil einer eingeschränkten
Beweglichkeit der Radsatzwellen bzw. Radsätze und der Antriebsmotoren bzw. Antriebseinheiten
in Abhängigkeit von Gleisgeometrie, Bogenradien, Gleislagefehlern etc. auf. Dadurch
ergeben sich eine hohe Belastung der Radsätze sowie ausgeprägter Verschleiß an den
Rädern, ein hohes Fahrgeräuschniveau und eine starke Übertragung von Belastungen von
den Radsätzen über Antriebseinheiten auf den Fahrwerksrahmen.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein gegenüber dem Stand der Technik
verbessertes Fahrwerk anzugeben.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst mit einem Fahrwerk der eingangs genannten
Art, bei dem der zumindest eine Antriebsmotor und das zumindest eine Getriebe beweglich
gegenüber dem zumindest einen Fahrwerksrahmen sowie gegenüber dem zumindest ersten
Radsatz an den zumindest einen Fahrwerksrahmen sowie an den zumindest ersten Radsatz
gekoppelt sind.
[0008] Dadurch wird eine vorteilhafte Beweglichkeit des ersten Radsatzes sowohl gegenüber
dem Antriebsmotor und dem Getriebe als auch gegenüber dem Fahrwerksrahmen erzielt.
Insbesondere werden Lenkvorgänge des ersten Radsatzes erleichtert. Folglich werden
die mechanische Belastung von Radsätzen sowie der Verschleiß von Rädern reduziert
und das Fahrgeräuschniveau gesenkt. Weiterhin wird die Belastung des Fahrwerksrahmens
aufgrund von dem ersten Radsatz über das Getriebe und den Antriebsmotor übertragener
Kräfte vermindert.
[0009] Günstig ist es, wenn der zumindest eine Antriebsmotor und das zumindest eine Getriebe
über ein erstes Aufhängeelement und ein zweites Aufhängeelement elastisch mit dem
zumindest einen Fahrwerksrahmen verbunden sind.
[0010] Aufgrund des Einsatzes des ersten Aufhängeelements und des zweiten Aufhängeelements,
die beispielsweise als Zugstäbe ausgebildet sein können, wird die Einleitung von Drehmomenten
in den Fahrwerksrahmen reduziert und somit eine Reduktion dessen Biege- und Torsionsbeanspruchung
erzielt. Der Fahrwerksrahmen kann folglich flach, kompakt und materialsparend ausgeführt
werden.
Der Einsatz des ersten Aufhängeelements und des zweiten Aufhängeelements ermöglicht
darüber hinaus einen Distanzausgleich zwischen dem Antriebsmotor und dem Getriebe
einerseits sowie dem Fahrwerksrahmen andererseits. Dadurch ergibt sich eine günstige
Flexibilität hinsichtlich der Auswahl von Abmessungen und Einbaulagen des Antriebsmotors
und des Getriebes.
Weiterhin wird aufgrund der elastischen Anbindung des Antriebsmotors und des Getriebes
an den Fahrwerksrahmen eine vorteilhafte dynamische Entkopplung des Fahrwerksrahmens
erreicht.
[0011] Eine bevorzugte Lösung ergibt sich, wenn das erste Aufhängeelement und das zweite
Aufhängeelement als faserverstärkte Gummielemente ausgeführt sind.
Durch diese Maßnahme werden im Vergleich zu einer Ausführung des ersten Aufhängeelements
und des zweiten Aufhängeelements in einem kompakten Werkstoff eine Gewichtsreduktion
sowie eine Zunahme der Festigkeit erzielt.
[0012] Eine vorteilhafte Ausgestaltung erhält man, wenn der zumindest eine Antriebsmotor
und das zumindest eine Getriebe über eine Getriebehohlwelle und eine Abtriebskupplung
elastisch mit dem zumindest ersten Radsatz verbunden sind. Die Getriebehohlwelle und
die Abtriebskupplung können beispielsweise um eine Radsatzwelle angeordnet werden.
In Kombination mit der Anbindung des Antriebsmotors und des Getriebes über das erste
Aufhängeelement und das zweite Aufhängeelement wird dadurch eine besonders kompakte
Ausführung erzielt.
[0013] Aufgrund der elastischen Verbindung der Abtriebskupplung mit der Radsatzwelle wird
weiterhin eine vorteilhafte dynamische Entkopplung des Antriebsmotors und des Getriebes
von dem ersten Radsatz bewirkt und nicht gefederte Massen werden reduziert.
[0014] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0015] Es zeigen beispielhaft:
- Fig. 1:
- Eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer beispielhaften Ausführungsvariante eines
erfindungsgemäßen Fahrwerks, wobei ein Antriebsmotor und ein Getriebe gelenkig mit
einem Querträger verbunden sind und das Getriebe sich an einer Radsatzwelle abstützt,
und
- Fig. 2:
- Eine Seitenansicht eines Ausschnitts eines Querträgers einer beispielhaften Ausführungsvariante
eines erfindungsgemäßen Fahrwerks, wobei ein erstes Aufhängeelement und ein zweites
Aufhängeelement für die Verbindung eines Antriebsmotors und eines Getriebes mit dem
Querträger gezeigt werden.
[0016] Ein in Fig. 1 in Draufsicht dargestellter Ausschnitt einer beispielhaften Variante
eines erfindungsgemäßen Fahrwerks umfasst einen Fahrwerksrahmen 1, einen quer liegenden
Antriebsmotor 2, ein Getriebe 3, einen Querträger 4, einen ersten Längsträger 5, einen
zweiten Längsträger 6, sowie eine erste Primärfeder 7 und eine zweite Primärfeder
8. Das Fahrwerk weist einen ersten Radsatz 12 sowie einen nicht dargestellten, konstruktiv
und hinsichtlich seiner Anbindung an den Fahrwerksrahmen 1 gleich dem ersten Radsatz
12 ausgebildeten zweiten Radsatz auf.
Erfindungsgemäß sind auch Fahrwerke mit drei Radsätzen (z.B. für Lokomotiven) vorstellbar.
Der erste Radsatz 12 umfasst ein erstes Rad 9, ein zweites Rad 10 sowie eine Radsatzwelle
11. Das Fahrwerk weist eine Innenlagerung auf, d.h. das erste Rad 9 und das zweite
Rad 10 sind außerhalb des Fahrwerksrahmens 1 angeordnet.
Erfindungsgemäß sind jedoch auch außengelagerte Varianten vorstellbar.
Weiterhin ist es beispielsweise auch denkbar, dass der erste Radsatz 12 als Losradsatz
(z.B. in einem Fahrwerk für ein Niederflurfahrzeug) mit einer ersten Losradsatzwelle,
die mit dem ersten Rad 9 verbunden ist und mit einer zweiten Losradsatzwelle, die
mit dem zweiten Rad 10 verbunden ist, ausgebildet ist. Die erste Losradsatzwelle und
die zweite Losradsatzwelle sind jeweils in Richtung von Fahrwerksaußenseiten angeordnet.
[0017] Die Radsatzwelle 11 weist ein nicht dargestelltes erstes Radsatzlager und ein ebenfalls
nicht gezeigtes zweites Radsatzlager auf. Über das erste Radsatzlager ist der erste
Radsatz 12 mit dem ersten Längsträger 5 und über das zweite Radsatzlager mit dem zweiten
Längsträger 6 drehbar verbunden. Weiterhin ist der erste Radsatz 12 über die erste
Primärfeder 7 und die zweite Primärfeder 8 sowie über zwei nicht gezeigte Radsatzführungseinrichtungen
mit dem Fahrwerksrahmen 1 verbunden.
[0018] Der Antriebsmotor 2 und das Getriebe 3 sind über zwei miteinander verschraubte Gehäuseteile
zu einer Antriebsmotor-Getriebe-Einheit verbunden.
Der Antriebsmotor 2 und das Getriebe 3 sind über ein erstes Aufhängeelement 21 und
ein zweites Aufhängeelement 22, die in Fig. 2 gezeigt werden, gelenkig mit dem Querträger
4 verbunden.
Dabei handelt es sich um eine günstige Lösung. Erfindungsgemäß ist es jedoch auch
vorstellbar, dass der Antriebsmotor 2 und das Getriebe 3 über das erste Aufhängeelement
21 und das zweite Aufhängeelement 22 beispielsweise mit dem ersten Längsträger 5 oder
mit dem zweiten Längsträger 6 gelenkig verbunden sind.
Das erste Aufhängeelement 21 und das zweite Aufhängeelement 22 sind in einem metallischen,
kompakten Werkstoff ausgeführt.
[0019] Das erste Aufhängeelement 21 weist an einem ersten Ende ein erstes Drehgelenk 17
und an einem zweiten Ende ein in Fig. 1 nicht gezeigtes zweites Drehgelenk 18 auf.
Das zweite Aufhängeelement 22 weist an einem ersten Ende ein drittes Drehgelenk 19
und an einem zweiten Ende ein in Fig. 1 nicht dargestelltes viertes Drehgelenk 20
auf.
Das erste Drehgelenk 17, das zweite Drehgelenk 18, das dritte Drehgelenk 19 und das
vierte Drehgelenk 20 sind als Kugelgelenke ausgeführt.
Das erste Drehgelenk 17 ist drehbar und elastisch mit einer ersten Halterung 13 verbunden,
das zweite Drehgelenk 18 drehbar und elastisch mit einer zweiten Halterung 14, das
dritte Drehgelenk 19 drehbar und elastisch mit einer dritten Halterung 15, das vierte
Drehgelenk 20 drehbar und elastisch mit einer vierten Halterung 16.
Bei der Anordnung des ersten Drehgelenks 17, des zweiten Drehgelenks 18, des dritten
Drehgelenks 19 und des vierten Drehgelenks 20 handelt sich um eine günstige Lösung.
Erfindungsgemäß ist es jedoch auch denkbar, dass auf das erste Drehgelenk 17, das
zweite Drehgelenk 18, das dritte Drehgelenk 19 und das vierte Drehgelenk 20 verzichtet
wird und stattdessen das erste Aufhängeelement 21 und das zweite Aufhängeelement 22
als faserverstärkte Gummielemente mit entsprechender Steifigkeit ausgeführt werden.
[0020] Die erste Halterung 13 und die dritte Halterung 15 sind mit dem Querträger 4 verschweißt.
Die zweite Halterung 14 ist mit einem ersten Gehäuseteil und die vierte Halterung
16 mit einem zweiten Gehäuseteil der Einheit aus dem Antriebsmotor 2 und dem Getriebe
3 verschweißt.
Bei diesen stoffschlüssigen Verbindungen handelt es sich um eine günstige Lösung.
Erfindungsgemäß sind jedoch auch andere Verbindungstechniken (z.B. kraftschlüssige
Verbindungen) vorstellbar.
[0021] Der Antriebsmotor 2 und das Getriebe 3 sind aufgrund deren Anbindung über das erste
Aufhängeelement 21 und das zweite Aufhängeelement 22 gegenüber dem Fahrwerksrahmen
1 grundsätzlich schwenk-, verschieb- und verdrehbar.
Insbesondere können Rotationsbewegungen um eine Parallele zu einer in Fig. 1 projizierend
erscheinenden und in Fig. 2 gezeigten vertikalen Achse 28 sowie um eine Parallele
zu einer lateralen Achse 27 eines kartesischen Koordinatensystems 25 ausgeführt werden.
[0022] Das Getriebe 3 weist eine Getriebehohlwelle 23 auf, die mantelförmig um die Radsatzwelle
11 angeordnet ist. Eine Abtriebskupplung 24 ist in der Mitte des ersten Radsatzes
12, ebenfalls mantelförmig um die Radsatzwelle 11 angeordnet und formschlüssig mit
der Getriebehohlwelle 23 verbunden.
Die Abtriebskupplung 24 ist entsprechend dem verfügbaren Stand der Technik ausgeführt
und ermöglicht Relativbewegungen zwischen dem Antriebsmotor 2 und dem Getriebe 3 einerseits
und dem ersten Radsatz 12 andererseits.
Bei der Anordnung der Abtriebskupplung 24 in der Mitte des ersten Radsatzes 12 handelt
es sich um eine günstige Lösung. Erfindungsgemäß sind jedoch auch andere Positionen
der Abtriebskupplung auf der Radsatzwelle 11 vorstellbar. Rotationsbewegungen und
Drehmomente einer nicht gezeigten Antriebswelle des Antriebsmotors 2 werden über das
Getriebe 3, die Getriebehohlwelle 23 und die Abtriebskupplung 24 auf die Radsatzwelle
11 übertragen.
Der Antriebsmotor 2 und das Getriebe 3 stützen sich über die Abtriebskupplung 24 elastisch
an der Radsatzwelle 11 ab. Dabei handelt es sich um eine günstige Lösung. Erfindungsgemäß
ist es auch denkbar, dass bei Fahrwerken mit Losradsätzen Getriebehohlwellen 23 und
Abtriebskupplungen 24 auf Losradsatzwellen angeordnet sind und sich Antriebsmotoren
2 und Getriebe 3 darauf abstützen.
[0023] Die beschriebene Lagerung des Antriebsmotors 2 und des Getriebes 3 auf dem Querträger
4 bewirkt in günstiger Weise, dass der Antriebsmotor 2 und das Getriebe 3 Radsatzbewegungen
ausführen können.
Weiterhin können sich der Antriebsmotor 2 und das Getriebe 3 über die Abtriebskupplung
24 gegenüber dem ersten Radsatz 12 bewegen. Insbesondere können Rotationsbewegungen
um eine Parallele zu der in Fig. 2 gezeigten vertikalen Achse 28 sowie um eine Parallele
zu einer longitudinalen Achse 26 ausgeführt werden.
[0024] Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht eines Ausschnitts aus einem Querträger 4. Der Querträger
4 ist in einem in Fig. 1 dargestellten Fahrwerksrahmen 1 angeordnet und umfasst ein
erstes Aufhängeelement 21 und ein zweites Aufhängeelement 22, die in dem in Fig. 2
gezeigten Zustand vertikal ausgerichtet sind.
Das erste Aufhängeelement 21 und das zweite Aufhängeelement 22 sind als Zugstäbe ausgeführt,
weshalb über das erste Aufhängeelement 21 und das zweite Aufhängeelement 22 im Wesentlichen
Kräfte in den Querträger 4 bzw. in den Fahrwerksrahmen 1 eingeleitet werden und eingeleitete
Drehmomente vernachlässigbar klein sind.
[0025] Die Zugstäbe weisen rechteckige Querschnitte auf, erfindungsgemäß sind jedoch beispielsweise
auch runde Querschnitte etc. denkbar.
[0026] Weiterhin sind mit dem Querträger 4 eine erste Halterung 13 und eine dritte Halterung
15 verschweißt.
Das erste Aufhängeelement 21 weist an einem in Fig. 2 oben dargestellten Ende ein
erstes Drehgelenk 17 auf, an einem in Fig. 2 unten dargestellten Ende ein zweites
Drehgelenk 18. Das zweite Aufhängeelement 22 weist an einem in Fig. 2 oben dargestellten
Ende ein drittes Drehgelenk 19 auf, an einem in Fig. 2 unten dargestellten Ende ein
viertes Drehgelenk 20. Das erste Drehgelenk 17 ist drehbar und elastisch mit der ersten
Halterung 13, das dritte Drehgelenk 19 drehbar und elastisch mit der dritten Halterung
15 verbunden.
Das zweite Drehgelenk 18 ist drehbar und elastisch mit einer auf einem in Fig. 1 dargestellten
Antriebsmotor 2 angeordneten zweiten Halterung 14 verbunden, das vierte Drehgelenk
20 drehbar und elastisch mit einer auf einem in Fig. 1 gezeigten Getriebe 3 angeordneten
vierten Halterung 16.
In Abhängigkeit der Abmessungen, der Position sowie der Einbaulage des Antriebsmotors
2 und des Getriebes 3 sind unterschiedliche Ausrichtungen des ersten Aufhängeelements
21 und des zweiten Aufhängeelements 22 möglich (z.B. schräg nach unten etc.).
Die Längen des ersten Aufhängeelements 21 und des zweiten Aufhängeelements 22 sind
nach dem erforderlichen Distanzausgleich zwischen dem Antriebsmotor 2 und dem Getriebe
3 einerseits und dem Querträger 4 andererseits dimensioniert.
[0027] Der Antriebsmotor 2 und das Getriebe 3 sind aufgrund der beschriebenen Anbindung
an den Querträger 4 und der in Fig. 1 gezeigten Kopplung an einen ersten Radsatz 12
entsprechend der Beschreibung zu Fig. 1 sowohl gegenüber dem Fahrwerksrahmen 1 als
auch gegenüber dem ersten Radsatz 12 beweglich, wodurch sich ein vorteilhaftes Lenkverhalten
des ersten Radsatzes 12 ergibt.
Liste der Bezeichnungen
[0028]
- 1
- Fahrwerksrahmen
- 2
- Antriebsmotor
- 3
- Getriebe
- 4
- Querträger
- 5
- Erster Längsträger
- 6
- Zweiter Längsträger
- 7
- Erste Primärfeder
- 8
- Zweite Primärfeder
- 9
- Erstes Rad
- 10
- Zweites Rad
- 11
- Radsatzwelle
- 12
- Erster Radsatz
- 13
- Erste Halterung
- 14
- Zweite Halterung
- 15
- Dritte Halterung
- 16
- Vierte Halterung
- 17
- Erstes Drehgelenk
- 18
- Zweites Drehgelenk
- 19
- Drittes Drehgelenk
- 20
- Viertes Drehgelenk
- 21
- Erstes Aufhängeelement
- 22
- Zweites Aufhängeelement
- 23
- Getriebehohlwelle
- 24
- Abtriebskupplung
- 25
- Kartesisches Koordinatensystem
- 26
- Longitudinale Achse
- 27
- Laterale Achse
- 28
- Vertikale Achse
1. Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug mit zumindest einem Antriebsmotor und zumindest
einem Getriebe, mit zumindest einem Fahrwerksrahmen sowie mit zumindest einem ersten
Radsatz, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Antriebsmotor (2) und das zumindest eine Getriebe (3) beweglich
gegenüber dem zumindest einen Fahrwerksrahmen (1) sowie gegenüber dem zumindest ersten
Radsatz (12) an den zumindest einen Fahrwerksrahmen (1) sowie an den zumindest ersten
Radsatz (12) gekoppelt sind.
2. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Antriebsmotor (2) und das zumindest eine Getriebe (3) gegenüber
dem zumindest einen Fahrwerksrahmen (1) und gegenüber dem zumindest ersten Radsatz
(12) um eine Parallele zu einer vertikalen Achse (28) verdrehbar sind.
3. Fahrwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Antriebsmotor (2) und das zumindest eine Getriebe (3) über ein
erstes Aufhängeelement (21) und ein zweites Aufhängeelement (22) elastisch mit dem
zumindest einen Fahrwerksrahmen (1) verbunden sind.
4. Fahrwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Aufhängeelement (21) und das zweite Aufhängeelement (22) als Zugstäbe ausgeführt
sind.
5. Fahrwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Aufhängeelement (21) und das zweite Aufhängeelement (22) als Lenker ausgeführt
sind.
6. Fahrwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Aufhängeelement (21) und das zweite Aufhängeelement (22) als faserverstärkte
Gummielemente ausgeführt sind.
7. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Antriebsmotor (2) und das zumindest eine Getriebe (3) über eine
Getriebehohlwelle (23) und eine Abtriebskupplung (24) elastisch mit dem zumindest
ersten Radsatz (12) verbunden sind.
8. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Antriebsmotor (2) und das zumindest eine Getriebe (3) zu einer
Einheit verbunden sind.
9. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest erste Radsatz (12) als Losradsatz ausgeführt ist.