[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kapsel, insbesondere zur Zubereitung eines
Getränkeproduktes, ein Verfahren zum Herstellen mehrerer Kapseln sowie ein Getränkezubereitungssystem
umfassend eine derartige Kapsel und eine Getränkezubereitungsmaschine gemäss den Oberbegriffen
der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Getränkezubereitungssysteme für die Zubereitung von Kaffee oder Tee sind heutzutage
insbesondere in Privathaushalten weit verbreitet. Für die jeweiligen Systeme sind
Portionsverpackungen, insbesondere Kapseln, mit verschiedenen Kaffee- oder Teesorten
im Handel erhältlich. Die Getränkezubereitung erfolgt in der Regel durch Einlegen
einer entsprechenden Kapsel in eine dafür vorgesehene Vorrichtung und Extraktion oder
Auflösen einer in der Kapsel enthaltenen Substanz durch Durchleiten einer Flüssigkeit.
Bei der Substanz handelt es sich in vielen Fällen um geröstetes und gemahlenes Kaffeepulver,
teilweise aber auch um getrocknete Teeblätter. Allerdings kommen auch lösliche Produkte
im Allgemeinen oder Konzentrate in Frage. Nach erfolgter Getränkeherstellung wird
die Kapsel aus der Vorrichtung entfernt und in der Regel entsorgt.
[0003] Damit mit ein und derselben Vorrichtung Kapseln unterschiedlichen Inhaltes (bspw.
verschiedene Kaffee- oder Teesorten, lösliche Produkte, oder Konzentrate) verwendet
werden können, besteht das Bedürfnis, die Betriebsparameter der Vorrichtung in Abhängigkeit
des jeweils verwendeten Produktes einzustellen. Dies betrifft beispielsweise die durchzuleitende
Menge an Flüssigkeit, die Extraktionstemperatur oder auch die Extraktionsgeschwindigkeit.
Aus Sicherheitsgründen soll darüber hinaus verhindert werden, dass die Maschine mit
nicht kompatiblen Kapseln betrieben wird.
[0004] Zu diesem Zweck ist es grundsätzlich bereits bekannt, eine Portionsverpackung mit
einer Kennung und eine Vorrichtung mit Mitteln zum Erfassen der Kennung auszurüsten.
So beschreibt die
CH 707374 A1 ein Getränkeherstellungssystem mit Kapseln, auf deren Deckeln jeweils ein maschinenlesbarer
Code angeordnet ist, der sich aus konzentrischen Kreisen zusammensetzt. Die entsprechende
Getränkezubereitungsmaschine weist ein Lesegerät für den Code auf, das mit einer Steuervorrichtung
verbunden ist, mit welcher in Abhängigkeit vom eingelesenen Code die Betriebsparameter
der Getränkezubereitungsmaschine einstellbar sind. Das besagte Getränkeherstellungssystem
erlaubt damit eine benutzerfreundliche Erkennung der jeweils verwendeten Kapselsorte.
Aufgrund der rotationssymmetrischen Ausgestaltung des Codes auf dem Kapseldeckel ist
ein maschinelles Lesen desselben unabhängig von der relativen Orientierung von Kapsel
und Lesegerät möglich.
[0005] Beim beschriebenen System besteht allerdings das Problem, dass ein erfolgreiches
Erfassen des Codes stark von der relativen Positionierung von Kapsel und Lesegerät
abhängt. So ist es insbesondere bei optischen Lesegeräten, welche den Code lediglich
in einer Dimension erfassen, erforderlich, dass der Lesevorgang entlang einer Linie
verläuft, die durch das Zentrum des durch konzentrische Kreise gebildeten Codes verläuft.
Dies erfordert in der Regel nicht nur eine exakte Positionierung der Kapsel vor dem
Lesegerät sondern auch ein präzises Anbringen des mit dem Code bedruckten Deckels
am Kapselkörper. Ist der Code entlang der Leserichtung des Lesegerätes verschmutzt,
kann der Lesevorgang gestört sein. Darüber hinaus ist aufgrund der rotationssymmetrischen
Ausgestaltung des Codes dessen Wortlänge im Verhältnis zu seiner Breite auf nur die
Hälfte beschränkt.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile im Stand der Technik
zu überwinden. Insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Kapsel und ein
Getränkezubereitungssystem der oben genannten Art zu schaffen, bei denen die Zuverlässigkeit
des maschinellen Lesens des auf der Kapsel angebrachten Codes verbessert ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Kapsel gelöst, welche die Merkmale in Anspruch 1 aufweist.
Die besagte Kapsel, insbesondere zur Zubereitung eines Getränkeproduktes, umfasst
einen mit einem Deckel abgedeckten, vorzugweise rotationssymmetrisch ausgebildeten
Kapselkörper. Auf dem Deckel ist ein eindimensional-maschinenlesbarer Code angebracht,
insbesondere gedruckt, der sich entlang einer durch den Flächenschwerpunkt des Deckels
verlaufenden Geraden erstreckt. Der Code ist in einer Leserichtung senkrecht zur Geraden
maschinenlesbar.
[0008] Darunter, dass sich der Code entlang der Geraden erstreckt, ist im vorliegenden Zusammenhang
zu verstehen, dass der Code eine Ausdehnung in Richtung der Geraden hat und die Gerade
auf oder unmittelbar neben dem Code verläuft.
[0009] Durch diese Ausgestaltung des Codes und seine Anordnung auf der Kapsel ist das maschinelle
Lesen desselben deutlich weniger störungsanfällig. Dies trifft einerseits in Bezug
auf die relative Positionierung der Kapsel und des Lesegerätes zu. Andererseits kann
der Code an mehreren Stellen entlang der Geraden ausgelesen werden, wodurch im Falle
von Verschmutzungen auf dem Deckel der Code dennoch erkannt werden kann. Dies ist
insbesondere vorteilhalft, wenn das Lesegerät nur zum eindimensionalen Lesen geeignet
ist. Darüber hinaus können die Toleranzen in Bezug auf die Anbringung des Codes auf
der Kapsel deutlich grösser sein. Nicht zuletzt kann auch die gesamte Breite des Codes
für dessen Wortlänge genutzt werden.
[0010] Neben eigentlichen Druckverfahren, die üblicherweise auf Pigmentauftrag basieren,
kommt für das Anbringen des eindimensional-maschinenlesbaren Codes auch ein Laserbeschriftungsverfahren
in Betracht, bei dem das zu beschriftende Material selbst verändert wird.
[0011] Der Code kann entlang des gesamten auf den Deckel verlaufenden Abschnitts der Geraden
maschinenlesbar sein. Dadurch können die vorangehend beschriebenen Vorteile maximiert
werden. Allerdings kann der Code auch entlang mehrerer auf dem Deckel verlaufenden
unterbrochenen Abschnitte der Geraden maschinenlesbar sein. Damit können die oben
beschriebenen Vorteile, noch immer erzielt werden.
[0012] Der Code kann sich mittig entlang der Geraden erstrecken. Dies ermöglicht die Verwendung
eines Codes mit grösserer Wortlänge. Darunter, dass sich der Code mittig entlang der
Geraden erstreckt, ist im vorliegenden Zusammenhang zu verstehen, dass die Gerade
durch den Flächenschwerpunkt der vom Code belegten Fläche verläuft.
[0013] Beim eindimensional-maschinenlesbaren Code kann es sich um einen Strichcode handeln.
Der Strichcode kann einzeilig oder mehrzeilig sein, jedoch ist der Code stets in einer
Leserichtung senkrecht zur Geraden lesbar. Der Strichcode kann genormt sein. So kann
es sich beispielsweise um einen Handelsstrichcode (EAN, UPC, IAN, JAN), einen 2/5-Code,
einen Code 39, einen Code 93, eine Codabar, oder einen Code 128 handeln. Derartige
Codes sind im Stand der Technik weit verbreitet. Sie weisen im Zusammenhang mit ihrer
Erfassung eine hohe Zuverlässigkeit auf, und es steht eine Reihe von verschiedenen
Systemen zur Verfügung, mit denen sie ausgelesen werden können. Der Strichcode kann
überquadratisch sein, wobei darunter verstanden wird, dass dieser senkrecht zu seiner
Leserichtung eine grössere Ausdehnung aufweist als in seiner Leserichtung. Damit ist
es möglich, mit zwei zu einander im rechten Winkel stehenden Scannern den Strichcode
in jeder Orientierung zu lesen.
[0014] Es versteht sich allerdings von selbst, dass es sich beim eindimensional-maschinenlesbaren
Code nicht um einen herkömmlichen Strichcode handeln muss. So kann der Code beispielsweise
beliebige Formen, unter anderem auch eine Wellenform aufweisen. Darüber hinaus kann
der Code auch durch eine Aussenkontur maskiert sein.
[0015] Der eindimensional-maschinenlesbare Code kann von zumindest einem weiteren eindimensional-maschinenlesbaren
Code gekreuzt werden. Der weitere eindimensional-maschinenlesbare Code kann sich entlang
einer zweiten Geraden, welche insbesondere senkrecht zur ersten Geraden verläuft,
erstrecken. Allerdings muss die zweite Gerade nicht exakt senkrecht zur ersten Geraden
verlaufen. So kann ein Schnittwinkel zwischen der ersten und der zweiten Geraden von
80° bis 90° vorteilhaft sein. Die zweite Gerade kann bevorzugt durch den Flächenschwerpunkt
des Deckels verlaufen. Durch diese Ausgestaltung der Kapsel können mit den beiden
sich kreuzenden Codes verschiedene Informationen auf dem Deckel angebracht und selektiv
ausgelesen werden. Allerdings ist es auch möglich, dass die beiden Codes identisch
sind. Insbesondere wenn die beiden Geraden senkrecht zueinander verlaufen, ist es
möglich, mit nur einem Scanner die in den beiden Codes enthaltene Information unabhängig
von der Orientierung der Kapsel zu lesen.
[0016] Der Deckel der Kapsel kann eine in seiner Ebene angeordnete Lasche aufweisen. Die
Lasche kann es einem Nutzer ermöglichen, den Deckel leichter von der Kapsel zu entfernen,
um an deren Inhalt zu gelangen, falls dies erforderlich ist. Allerdings kann die Lasche
auch als Griffelement zur leichteren Handhabung der gesamten Kapsel dienen. Darüber
hinaus kann die Lasche die Funktion erfüllen, dass die Kapsel nur in einer bestimmten
Orientierung in eine Getränkezubereitungsvorrichtung eingesetzt werden kann. Wenn
der eindimensional-maschinenlesbare Code in einer festgelegten Richtung relativ zur
Lasche bzw. deren Position verläuft, ist damit auch die Orientierung des Codes an
der Kapsel im Verhältnis zum Lesegerät an der Getränkezubereitungsvorrichtung festgelegt.
Dies erleichtert das Auslesen des Codes. In einer möglichen Orientierung kann die
Gerade, entlang welcher sich der Code erstreckt, beispielsweise durch die Lasche verlaufen.
[0017] Alternativ oder zusätzlich zu einer am Deckel angeordneten Lasche kann der Kapselkörper
allerdings auch einen Fortsatz, insbesondere in Form einer Lasche, aufweisen. Auch
dieser Fortsatz kann zur vereinfachten Handhabung der Kapsel als Griffelement dienen.
Darüber hinaus kann ähnlich wie bei der Lasche am Deckel durch den Fortsatz am Kapselkörper
die relative Orientierung zwischen dem Code und dem Lesegerät beim Einlegen der Kapsel
in die Aufnahme einer Getränkezubereitungsvorrichtung festgelegt werden.
[0018] Es versteht sich allerdings von selbst, dass die relative Orientierung zwischen dem
Code und dem Lesegerät auch durch eine an die Aufnahme der Getränkezubereitungsvorrichtung
angepasste Form des Kapselkörpers festgelegt werden kann.
[0019] Zumindest ein eindimensional-maschinenlesbarer Code kann Parameter zur Zubereitung
des Getränkeproduktes enthalten und/oder damit verknüpft sein. Die Parameter können
insbesondere ausgewählt sein aus einer Liste bestehend aus Temperatur, Volumen, Durchflussrate
und Zusammensetzung einer in die Kapsel einzuleitenden Flüssigkeit. Dadurch können
bei Einlegen der Kapsel in eine Getränkezubereitungsvorrichtung deren Betriebsparameter
angepasst werden. Dies ermöglicht es, mit der Getränkezubereitungsvorrichtung verschiedenartige
Getränke zuzubereiten. Allerdings kann der eindimensional-maschinenlesbare Code nicht
nur Parameter enthalten und/oder damit verknüpft sein, die während der Getränkezubereitung
konstant bleiben. Ebenfalls ist es möglich, dass der zumindest eine eindimensional-maschinenlesbare
Code eine Getränkezubereitungsroutinen enthält und/oder damit verknüpft ist. So kann
die Durchflussrate durch die Kapsel während einer Kaffeezubereitung beispielsweise
variieren: Erst 100%, dann 0% (Vorbrühen), später 60%. Dies ermöglicht insbesondere
die Herstellung eines qualitativ hochwertigeren Kaffeegetränkes.
[0020] Der Kapselkörper kann entlang seiner Längsmittelachse gestaucht oder gedehnt proportioniert
sein. Dadurch kann die Form des Kapselkörpers der jeweiligen Anwendung, insbesondere
hinsichtlich des aufzunehmenden Substanzvolumens und/oder des Druckes der einzuleitenden
Flüssigkeit, beispielsweise bei einer Extraktion des Kapselinhaltes, angepasst werden.
Der Kapselkörper kann mit einem Spritzguss- oder Tiefziehverfahren hergestellt sein.
Während der Kapselkörper durch Spritzguss in deutlich komplexeren Formen ausgeführt
werden kann, ist es durch Tiefziehverfahren möglich, Kapselkörper mit besonders hoher
Sauerstoff- und/oder Aromadichtigkeit herzustellen. Allerdings ist Sauerstoff- und/oder
Aromadichtigkeit nicht auf durch ein Tiefziehverfahren hergestellte Kapseln beschränkt.
Der den Kapselkörper abdeckende Deckel kann aus einer Kunststofffolie und/oder Metallfolie
bestehen. Dadurch ist es möglich die Charakteristika des Deckels hinsichtlich Sauerstoff-
und/oder Aromadichtigkeit, Reissfestigkeit und Bedruckbarkeit den jeweiligen Anforderungen
anzupassen.
[0021] Wie bereits erwähnt, kann der Kapselkörper losgelöst vom Herstellungsverfahren sauerstoff-
und/oder aromadicht ausgebildet sein. Ist die Kapsel sauerstoffdicht ausgebildet,
wird ein Eindringen von Sauerstoff in die Kapsel während der Lagerung einer darin
enthaltenen Ausgangssubstanz im Wesentlichen vermieden. Dadurch kann ein Altern der
Ausgangssubstanz, beispielsweise von Kaffeepulver, durch Oxidation vermieden werden.
Eine sauerstoffdichte Kapsel ist in der Regel auch aromadicht. Entsprechend wird ein
Austreten von in der Ausgangssubstanz enthaltenen Aromastoffen während der Lagerung
derselben innerhalb der Kapsel im Wesentlichen verhindert. Sauerstoff- bzw. Aromadichtigkeit
ist erforderlich, um insbesondere bei Kaffee eine Mindesthaltbarkeit von 12 Monaten,
vorzugsweise 18 Monaten, zu erreichen. Entsprechend wird im vorliegenden Zusammenhang
unter einer sauerstoff-und/oder aromadichten Kapsel eine Kapsel verstanden, in welcher
Kaffeepulver für eine Dauer von mindestens 12 Monaten, vorzugsweise 18 Monaten, bei
Raumtemperatur an Atmosphärenluft aufbewahrbar ist, ohne dass es zu einer Veränderung
des Kaffeepulvers kommen würde, welche die Qualität eines daraus hergestellten Kaffeegetränkes
beeinträchtigt.
[0022] Wird eine sauerstoff- und/oder aromadichte Kapsel mit einem Tiefziehverfahren hergestellt,
so kann das dazu verwendete Folienmaterial eine OTR (Oxygen Transmission Rate) von
weniger als 5, vorzugsweise weniger als 2 haben. Die OTR gibt an, welche Menge an
Sauerstoff pro Flächen- und Zeiteinheit durch eine Folie diffundiert, in der Einheit:
cm
3/m
2/Tag/0.21 bar.
[0023] Allerdings kann auch der fertige sauerstoff- und/oder aromadichte Kapselkörper, bzw.
die gesamte Kapsel (inklusive Deckel), eine OTR (Oxygen Transmission Rate) von weniger
als 5, vorzugsweise weniger als 2, haben. Dies gilt losgelöst vom verwendeten Herstellungsverfahren.
[0024] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen
mehrerer Kapseln, insbesondere mehrerer Kapseln wie oben beschrieben, umfassend die
folgenden Schritte:
- Bereitstellen einer Folie, insbesondere einer Kunststoff- und/oder Metallfolie;
- Aufdrucken eines eindimensional-maschinenlesbaren Codes auf die Folie entlang einer
Geraden, insbesondere in einem kontinuierlichen Verfahren;
- Optional: Beschichten, insbesondere Kaschieren oder Lackieren, der Folie mit einer
transparenten Deckschicht;
- Ausstanzen oder ausschneiden von mehreren Deckeln aus der Folie entlang der Geraden,
derart dass sich die Flächenschwerpunkte der Deckel auf der Geraden befinden;
- Aufbringen der Deckel auf Kapselkörpern.
[0025] Das beschriebene Verfahren ermöglicht es, die Herstellungseffizienz von Kapseln,
welche mit einem eindimensional-maschinenlesbaren Code ausgestattet sind, deutlich
zu verbessern. Dies kann insbesondere dadurch erzielt werden, da der eindimensional-maschinenlesbare
Code kontinuierlich auf die Folie aufgedruckt werden kann, bevor die Deckel daraus
ausgestanzt oder ausgeschnitten werden. Dadurch entfällt das schwierige Ausrichten
einer Druckvorrichtung für den Code auf bereits vorgefertigte Deckel.
[0026] Das oben beschriebene Verfahren kann ferner den folgenden Zusätzlichen Schritt umfassen:
- Aufdrucken von zumindest einem weiteren eindimensional-maschinenlesbaren Code, welcher
den ersten eindimensional-maschinenlesbaren Code kreuzt und entlang einer zweiten
Geraden, insbesondere senkrecht zur ersten Geraden, verläuft, wobei die zweite Gerade
bevorzugt durch den Flächenschwerpunkt des Deckels verläuft.
[0027] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Getränkezubereitungssystem,
umfassend eine oben beschriebene Kapsel und eine Getränkezubereitungsmaschine. Die
Getränkezubereitungsmaschine weist eine Aufnahme mit zumindest einem Lesegerät auf.
Die Kapsel ist in die Aufnahme einsetzbar und zumindest ein eindimensional-maschinenlesbarer
Code ist mit dem zumindest einen Lesegerät lesbar.
[0028] Das Lesegerät kann dabei als zumindest ein Strichcode-Scanner, insbesondere als zwei
rechtwinklig zueinander geordnete Strichcode-Scanner ausgebildet sein. Dies ermöglicht
es, dass ein eindimensional-maschinenlesbarer Code in jeder Orientierung der Kapsel
relativ zum Lesegerät lesbar ist. Allerdings kann die Aufnahme der Getränkezubereitungsmaschine
auch eine Aussparung für eine Lasche des Deckels der Kapsel aufweisen. Alternativ
dazu, kann die Aufnahme auch derart ausgestaltet sein, dass die Kapsel aufgrund der
Form des Kapselkörpers oder daran angebrachten Fortsätzen nur in einer Orientierung
in die Aufnahme einsetzbar ist. Dies erleichtert das Auslesen eines Codes auf der
Kapsel, da dies in einer vorgängig festgelegten Richtung erfolgen kann.
[0029] Es ist allerdings auch möglich, dass das Lesegerät als Kamerasystem ausgebildet ist.
Mit einem solchen ist der eindimensional-maschinenlesbare Code in beliebiger Orientierung
zum Lesegerät zuverlässig lesbar.
[0030] Weitere Vorteile und Einzelmerkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Zeichnungen.
[0031] Es zeigen schematisch:
- Figur 1:
- Draufsicht auf einen Deckel für eine erfindungsgemässe Kapsel ohne Lasche;
- Figur 2:
- Perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Kapsel ohne Lasche;
- Figur 3:
- Draufsicht auf einen Deckel für eine erfindungsgemässe Kapsel mit Lasche;
- Figur 4:
- Perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Kapsel mit Lasche;
- Figur 5:
- Draufsicht auf einen Deckel für eine erfindungsgemässe Kapsel mit Lasche und asymmetrisch
angeordnetem Strickcode;
- Figur 6:
- Draufsicht auf einen Deckel für ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Kapsel mit unregelmässig-wellenförmigen Codemuster;
- Figur 7:
- Draufsicht auf einen Deckel für eine erfindungsgemässe Kapsel, wobei der Strichcode
als Tierfigur maskiert ist;
- Figur 8:
- Draufsicht auf einen Deckel für eine erfindungsgemässe Kapsel mit Lasche und zwei
gekreuzten Stichcodes;
- Figur 9:
- Perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Kapsel mit Lasche und zwei gekreuzten
Stichcodes;
- Figur 10:
- Draufsicht auf eine Zwischenstufe in einem erfindungsgemässen Verfahren zum Herstellen
mehrerer Kapseln;
- Figur 11:
- Perspektivische Darstellung weiterer Verfahrensschritte eines erfindungsgemässen Verfahrens
zum Herstellen mehrerer Kapseln;
- Figur 12:
- Schnittansicht einer erfindungsgemässen Kapsel mit der Aufnahme einer Getränkezubereitungsmaschine,
in offenem Zustand vor dem Einlegen;
- Figur 13:
- Schnittansicht einer erfindungsgemässen Kapsel mit der Aufnahme einer Getränkezubereitungsmaschine,
in geschlossenem Zustand nach dem Einlegen.
[0032] Wie aus Figur 1 hervorgeht, kann der Deckel 2 der Kapsel 1 kreisrund ausgeführt sein.
In diesem Fall entspricht der Flächenschwerpunkt S des Deckels 2 dem Mittelpunkt des
durch ihn gebildeten Kreises. Zur besseren Übersichtlichkeit ist der Flächenschwerpunkt
S in der vorliegenden Abbildung weiss hinterlegt. Durch den Flächenschwerpunkt S verläuft
die Gerade g. Senkrecht zur Geraden g ist die Leserichtung r durch einen Pfeil symbolisiert.
Der eindimensional-maschinenlesbare Code 4 ist hier als Strichcode ausgeführt, welcher
sich beidseitig symmetrisch entlang der Geraden g erstreckt. In der räumlichen Darstellung
gemäss Figur 2 ist die komplette Kapsel 1 mit dem eindimensional-maschinenlesbaren
Code 4 auf dem Deckel 2 und dem Kapselkörper 3 ersichtlich.
[0033] Die Figuren 3 und 4 zeigen ein alternatives Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Kapsel 1 mit einer Lasche 5 am Deckel 2. Der eindimensional-maschinenlesbare Code
4 ist derart auf dem Deckel 2 angebracht, dass dieser sich auf der Lasche 5 fortsetzt.
[0034] Die Figuren 5 bis 7 zeigen weitere Ausführungsbeispiele von Deckeln 2 für erfindungsgemässe
Kapseln 1. In Figur 5 ist der eindimensional-maschinenlesbare Code 4 ebenfalls als
Strichcode ausgeführt, welcher jedoch neben der Geraden g verläuft. In Figur 6 ist
der eindimensional-maschinenlesbare Code 4 als unregelmässig-wellenförmiger Strichcode
ausgeführt. Figur 7 zeigt einen Deckel 2 mit einem eindimensional-maschinenlesbaren
Code 4, der als Strichcode ausgeführt, jedoch in Form einer Tierfigur maskiert ist.
[0035] Die Figuren 8 und 9 zeigen ein alternatives Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Kapsel 1 mit zwei gekreuzten Strichcodes 4a, 4b. Während der Strichcode 4a entlang
der Geraden g verläuft, erstreckt sich der Strichcode 4b entlang der Geraden h. Die
Geraden g und h schneiden sich unter einem rechten Winkel im Schwerpunkt S des Deckels
2. Im Gezeigten Ausführungsbeispiel ist in den beiden Strichcodes 4a und 4b jeweils
dieselbe Information enthalten.
[0036] Die Figur 10 zeigt eine Zwischenstufe in einem Verfahren zum Herstellen mehrerer
Kapseln 1. Im vorliegenden Beispiel wird die Folie, aus der die Deckel 2 der Kapseln
1 hergestellt werden, als Endlosstreifen 6 bereitgestellt, welcher kontinuierlich
entlang der Geraden g mit dem eindimensional-maschinenlesbaren Code 4 bedruckt wird.
Die spätere Kontur der Deckel ist durch die strichlierten Kreise 7 angedeutet.
[0037] Die Figur 11 zeigt die an die oben beschriebene Zwischenstufe anschliessenden Verfahrensschritte
zur Herstellung der Kapseln 1. Die Kreisrunden Deckel 2 werden entlang der Geraden
g aus dem Endlosstreifen 6 ausgestanzt oder ausgeschnitten. Hierzu wird eine Stanze
8, 8' bzw. ein Messer verwendet. Die Deckel 2 werden darauf auf Kapselkörper 3 aufgebracht,
um Kapseln 1 zu erhalten.
[0038] Die Figuren 12 und 13 zeigen das Einlegen einer erfindungsgemässen Kapsel 1 in eine
dazu geeignete Getränkezubereitungsmaschine. Die Maschine weist eine Aufnahme 9 auf,
die sich aus den beiden Hälften 9' und 9'' zusammensetzt. Die obere Hälfte 9' ist
mit einem Lesegerät 10 für den für den eindimensional-maschinenlesbaren Code 4 der
Kapsel 1 ausgestattet. Die untere Hälfte 9'' weist einen konkaven Bereich auf, dessen
Form im Wesentlichen der Aussenkontur des Kapselkörpers 3 entspricht. Zudem verfügt
die untere Hälfte 9'' der Aufnahme eine Aussparung 11 für die Lasche 5 der Kapsel
1. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind an der oberen und unteren Hälfte 9, 9'' der
Aufnahme jeweils Penetrationselemente 12, 13 zum Durchleiten einer Flüssigkeit durch
die Kapsel 1 angebracht.
1. Kapsel (1), insbesondere zur Zubereitung eines Getränkeproduktes, umfassend einen
mit einem Deckel (2) abgedeckten, vorzugsweise rotationssymmetrisch ausgebildeten
Kapselkörper (3), wobei auf dem Deckel (2) ein eindimensional-maschinenlesbarerer
Code (4) angebracht, insbesondere gedruckt, ist, der sich entlang einer durch den
Flächenschwerpunkt (S) des Deckels verlaufenden Geraden (g) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass der Code (4) in einer Leserichtung (r) senkrecht zur Geraden (g) maschinenlesbar
ist.
2. Kapsel (1) nach Anspruch 1, wobei der Code (4) entlang des gesamten auf dem Deckel
(2) verlaufenden Abschnitts (a) der Geraden (g) maschinenlesbar ist.
3. Kapsel (1) nach Anspruch 1, wobei der Code (4) entlang mehrerer auf dem Deckel (2)
verlaufenden unterbrochenen Abschnitte (a1, a2) der Geraden (g) maschinenlesbar ist.
4. Kapsel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei sich der Code (4) mittig entlang
der Geraden (g) erstreckt.
5. Kapsel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei es sich beim eindimensional-maschinenlesbareren
Code (4) um einen Strichcode handelt.
6. Kapsel (1) nach Anspruch 5, wobei der Strichcode (4) überquadratisch ist.
7. Kapsel (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei der eindimensional-maschinenlesbare
Code (4a) von zumindest einem weiteren eindimensional-maschinenlesbaren Code (4b),
welcher entlang einer zweiten Geraden (h), welche insbesondere senkrecht zur ersten
Geraden (g) verläuft, gekreuzt wird, wobei die zweite Gerade (h) bevorzugt durch den
Flächenschwerpunkt (S) des Deckels (2) verläuft.
8. Kapsel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Deckel (2) eine in seiner Ebene
angeordnete Lasche (5) aufweist.
9. Kapsel (1) nach Anspruch 8, wobei die Gerade (g) durch die Lasche (5) verläuft.
10. Kapsel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei zumindest ein eindimensional-maschinenlesbarerer
Code (4) Parameter zur Zubereitung des Getränkeproduktes, insbesondere ausgewählt
aus einer Liste bestehend aus Temperatur, Volumen, Durchflussrate und Zusammensetzung
einer in die Kapsel (1) einzuleitenden Flüssigkeit, enthält und/oder damit verknüpft
ist.
11. Kapsel (1) nach Anspruch 10, wobei der zumindest eine eindimensional-maschinenlesbarere
Code (4) eine Getränkezubereitungsroutinen enthält und/oder damit verknüpft ist.
12. Verfahren zum Herstellen mehrerer Kapseln, insbesondere mehrerer Kapseln (1) nach
einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend die Schritte:
- Bereitstellen einer Folie (6), insbesondere einer Kunststoff- und/oder Metallfolie;
- Aufdrucken eines eindimensional-maschinenlesbareren Codes (4) auf die Folie (6)
entlang einer Geraden (g), insbesondere in einem kontinuierlichen Verfahren;
- Optional: Beschichten, insbesondere Kaschieren oder Lackieren, der Folie mit einer
transparenten Deckschicht;
- Ausstanzen oder ausschneiden von mehreren Deckeln (2) aus der Folie (6) entlang
der Geraden (g), derart dass sich die Flächenschwerpunkte (S) der Deckel (2) auf der
Geraden (g) befinden;
- Aufbringen der Deckel (2) auf Kapselkörpern (3).
13. Verfahren nach Anspruch 12, zusätzlich umfassend den Schritt:
- Aufdrucken von zumindest einem weiteren eindimensional-maschinenlesbaren Code (4b),
welcher den ersten eindimensional-maschinenlesbaren Code (4a) kreuzt und entlang einer
zweiten Geraden (h), insbesondere senkrecht zur ersten Geraden (g), verläuft, wobei
die zweite Gerade (h) bevorzugt durch den Flächenschwerpunkt (S) des Deckels (2) verläuft.
14. Getränkezubereitungssystem (7) umfassend eine Kapsel (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 11 und eine Getränkezubereitungsmaschine, wobei die Getränkezubereitungsmaschine
eine Aufnahme (9) mit zumindest einem Lesegerät (10) aufweist, die Kapsel (1) in die
Aufnahme (9) einsetzbar und zumindest ein eindimensional-maschinenlesbarere Code (4)
mit dem zumindest einen Lesegerät (10) lesbar ist.
15. Getränkezubereitungssystem (7) nach Anspruch 14, wobei das Lesegerät (10) als zumindest
ein Strichcode-Scanner, insbesondere als zwei rechtwinklig zueinander angeordnete
Strichcode-Scanner, oder als Kamerasystem ausgebildet ist.
16. Getränkezubereitungssystem (7) nach einem der Ansprüche 14 oder 15, wobei die Aufnahme
(9) der Getränkezubereitungsmaschine eine Aussparung (11) für eine Lasche (5) des
Deckels (2) der Kapsel (1) aufweist.