[0001] Die Erfindung betrifft eine Straßenbankettplatte gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Das Straßenbankett ist ein, an eine Fahrbahn einer Straße angrenzender Streifen.
Unbefestigte Straßenbankette brechen oft an der Seite aus, wobei nachfolgend auch
der Fahrbahnrand beschädigt wird. Dadurch sind Reparaturen des Fahrbahnrandes und
des Straßenbanketts häufig notwendig, wobei derartige Reparaturen den Instandhaltungsaufwand
der Infrastruktur erhöhen und Staus verursachen.
[0003] Um das Straßenbankett zusätzlich zu befestigen sind Straßenbankettplatten bekannt,
welche neben dem Fahrbahnrand auf das Straßenbankett aufgelegt werden, um den Fahrbahnrand
zusätzlich abzustützen und das Straßenbankett zu schützen.
[0004] Nachteilig an derartigen Straßenbankettplatten ist, dass diese, um den Fahrbahnrand
zuverlässig abzustützen und durch auffahrende Fahrzeuge nicht verschoben zu werden,
eine große Masse aufweisen, wodurch die Verlegung wesentlich erschwert ist und der
Einsatz von Kränen und dergleichen benötigt wird. Weiters bilden sich im Kurvenbereich
Spalten zwischen zwei angrenzenden Straßenbankettplatten aus, wodurch die Rückhaltefähigkeit
der Straßenbankettplatten herabgesetzt ist und diese leichter verschoben werden können.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Straßenbankettplatte der eingangs genannten
Art anzugeben, mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden können, mit welcher
eine gute Abstützung des Fahrbahnrandes auch in Kurven möglich ist und welche einfach
zu verlegen ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
[0007] Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass durch die Verbindungseinrichtungen an den Seitenflächen
die Straßenbankettplatten zusammen einen Verbund ausbilden, wodurch die einzelnen
Straßenbankettplatten mit geringer Masse ausgebildet sein können aber dennoch eine
starke Rückhaltewirkung der Straßenbankettplatten gegen ein Verschieben erreicht wird.
Aufgrund der dadurch möglichen geringen Masse können die Straßenbankettplatten auch
von Hand verlegt werden, wodurch der Aufwand zum Verlegen erheblich reduziert wird.
Durch die Schräge der Seitenflächen zueinander, wobei die einzelne Verbindungseinrichtung
wahlweise mit derselben Verbindungseinrichtung oder der anderen Verbindungseinrichtung
der benachbarten Straßenbankettplatte verbunden werden kann, können die Straßenbankettplatten
wahlweise gerade oder einer Kurve in beiden Richtungen folgend aufgelegt werden, und
dennoch miteinander verbunden bleiben, wobei Spalten zwischen angrenzenden Straßenbankettplatten
vermieden werden können. Dadurch kann der Fahrbahnrand insbesondere in Kurven oder
im Bereich von Kreisverkehren zuverlässig abgestützt werden, bei denen die Fahrbahnränder
oftmals erhöhten Belastungen ausgesetzt sind.
[0008] Die Unteransprüche betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0009] Ausdrücklich wird hiermit auf den Wortlaut der Patentansprüche Bezug genommen, wodurch
die Ansprüche an dieser Stelle durch Bezugnahme in die Beschreibung eingefügt sind
und als wörtlich wiedergegeben gelten.
[0010] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen
lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform einer Straßenbankettplatte in Draufsicht;
Fig. 2 die erste bevorzugte Ausführungsform einer Straßenbankettplatte in einer axonometrischen
Darstellung;
Fig. 3 eine erste bevorzugte Ausführungsform einer Straßenbankettplattenanordnung
in Draufsicht;
Fig. 4 eine zweite bevorzugte Ausführungsform einer Straßenbankettplattenanordnung
in Draufsicht;
Fig. 5 eine dritte bevorzugte Ausführungsform einer Straßenbankettplattenanordnung
in einer axonometrischen Darstellung;
Fig. 6 eine zweite bevorzugte Ausführungsform einer Straßenbankettplatte in einer
axonometrischen Darstellung; und
Fig. 7 eine dritte bevorzugte Ausführungsform einer Straßenbankettplatte in einer
axonometrischen Darstellung.
[0011] Die Fig. 1 bis 7 zeigen bevorzugte Ausführungsformen einer Straßenbankettplatte 1
zur Abstützung eines Fahrbahnrandes, umfassend eine erste Seitenfläche 2 und eine,
der ersten Seitenfläche 2 gegenüberliegende zweite Seitenfläche 3. Eine Straßenbankettplatte
1 ist eine Platte, welche dazu vorgesehen ist auf einem Straßenbankett aufgelegt zu
werden, um den Fahrbahnrand, also den Rand der Fahrbahn, seitlich abzustützen, damit
dieser unter Belastung nicht ausbricht. Die Straßenbankettplatte 1 weist die zwei
gegenüberliegenden Seitenflächen 2,3 auf, wobei vorgesehen ist, dass sich zwei benachbarte
Straßenbankettplatten 1 an den Seitenflächen 2,3 kontaktieren.
[0012] Vorgesehen ist, dass die erste Seitenfläche 2 schräg gegenüber der zweiten Seitenfläche
3 angeordnet ist. Schräg bedeutet hierbei, dass die erste Seitenfläche 2 und die zweite
Seitenfläche nicht parallel zueinander verlaufen, sondern zueinander verkippt sind,
wobei die Kippachse in Betriebslage gesehen senkrecht verläuft. Insbesondere kann
vorgesehen sein, dass die Seitenfläche 2 und die zweite Seitenfläche 3 jeweils senkrecht
verläuft.
[0013] Weiters ist vorgesehen, dass die erste Seitenfläche 2 eine erste Verbindungseinrichtung
4 und die zweite Seitenfläche 3 eine zweite Verbindungseinrichtung 5 aufweist, dass
die erste Verbindungseinrichtung 4 und die zweite Verbindungseinrichtung 5 jeweils
wenigstens eine Feder 6 und eine im Wesentlichen gegengleich zur Feder 6 ausgebildete
Nut 7 aufweisen, und dass die erste Verbindungseinrichtung 4 und die zweite Verbindungseinrichtung
5 derart ausgebildet sind, dass diese wahlweise mit der ersten Verbindungseinrichtung
4 oder der zweiten Verbindungseinrichtung 5 einer identisch ausgebildeten benachbarten
Straßenbankettplatte 1 verbindbar sind. Die Verbindungseinrichtungen 4,5 sind Ausbildungen
der jeweiligen Seitenfläche 2,3, welche dazu vorgesehen sind zumindest Scherkräfte
entlang der Seitenfläche 2,3 zwischen zwei benachbarten Straßenbankettplatten 1 entgegenzuwirken.
Dadurch wird eine auf eine Straßenbankettplatte 1 ausgeübte Kraft auf die benachbarten
Straßenbankettplatten 1 übertragen, wodurch diese in deren Position gehalten wird.
[0014] Die wenigstens eine Feder 6 einer Straßenbankettplatten 1 ist dazu vorgesehen in
die Nut 7 der gegenüberliegenden Straßenbankettplatten 1 einzugreifen und umgekehrt,
wodurch beide Straßenbankettplatten 1 miteinander verbunden werden können. Dass die
Nut 7 im Wesentlichen gegengleich zu der Feder 6 ausgebildet ist bedeutet, dass ein
Spiel zwischen der Nut 7 und einer in der Nut 7 angeordneten Feder 6 gegeben ist.
Durch dieses Spiel kann der Zusammenbau vereinfacht werden.
[0015] Insbesondere kann lediglich eine Feder 6 und auch lediglich eine Nut 7 pro Verbindungseinrichtung
4,5 vorgesehen sein.
[0016] Es können alternativ auch mehrere Federn 6 und Nuten 7 pro Verbindungseinrichtung
4,5 vorgesehen sein.
[0017] Die erste Verbindungseinrichtung 4 und die zweite Verbindungseinrichtung 5 sind derart
ausgebildet, dass die erste Verbindungseinrichtung 4 oder die zweite Verbindungseinrichtung
5 wahlweise mit der ersten Verbindungseinrichtung 4 oder der zweiten Verbindungseinrichtung
5 verbunden werden können, wodurch jede Seitenfläche 2,3 der Straßenbankettplatte
1 mit einer beliebigen Seitenfläche 2,3 einer gleich ausgebildeten Straßenbankettplatte
1 verbunden werden kann. Aufgrund der Schräge der Seitenflächen 2,3 zueinander können
die Straßenbankettplatte 1 daher entlang einer Geraden aber auch entlang einer Kurve
aneinandergereiht werden. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste Seitenfläche
2 inklusive der ersten Verbindungseinrichtung 4 durch eine gedachte Rotation um eine
senkrechte Kippachse mit der zweiten Seitenfläche 3 inklusive der zweiten Verbindungseinrichtung
5 in Deckung gebracht werden kann.
[0018] Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass durch die Verbindungseinrichtungen 4,5 an den
Seitenflächen 2,3 die Straßenbankettplatten 1 zusammen einen Verbund ausbilden, wodurch
die einzelnen Straßenbankettplatten 1 mit geringer Masse ausgebildet sein können aber
dennoch eine starke Rückhaltewirkung der Straßenbankettplatten 1 gegen ein Verschieben
erreicht wird. Aufgrund der dadurch möglichen geringen Masse können die Straßenbankettplatten
1 auch von Hand verlegt werden, wodurch der Aufwand zum Verlegen erheblich reduziert
wird. Durch die Schräge der Seitenflächen 2,3 zueinander, wobei die einzelne Verbindungseinrichtung
4,5 wahlweise mit derselben Verbindungseinrichtung 4,5 oder der anderen Verbindungseinrichtung
4,5 der benachbarten Straßenbankettplatte 1 verbunden werden kann, können die Straßenbankettplatten
1 wahlweise gerade oder einer Kurve in beiden Richtungen folgend aufgelegt werden,
und dennoch miteinander verbunden bleiben, wobei Spalten zwischen angrenzenden Straßenbankettplatten
1 vermieden werden können. Dadurch kann der Fahrbahnrand insbesondere in Kurven oder
im Bereich von Kreisverkehren zuverlässig abgestützt werden, bei denen die Fahrbahnränder
oftmals erhöhten Belastungen ausgesetzt sind.
[0019] Die Straßenbankettplatte 1 kann insbesondere aus Beton ausgebildet sein.
[0020] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Straßenbankettplatte 1 aus Kunststoff,
Stein oder Recyclingmaterial ausgebildet ist.
[0021] Weiters kann vorgesehen sein, dass die Straßenbankettplatte 1 einstückig ausgebildet
ist.
[0022] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die erste Seitenfläche 2 und die zweite Seitenfläche
3 mittels einer ersten Stirnfläche 8 und einer, der ersten Stirnfläche 8 gegenüberliegenden
zweiten Stirnfläche 9 miteinander verbunden sind, wobei bevorzugt die erste Stirnfläche
8 parallel zu der zweiten Stirnfläche 9 ist.
[0023] Die Straßenbankettplatte 1 kann insbesondere eine, bevorzugt ebene, Auflagefläche
aufweisen, wobei eine Senkrechte der Straßenbankettplatte 1 insbesondere senkrecht
zu der Auflagefläche ist.
[0024] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass ein Grundriss der Straßenbankettplatte 1
im Wesentlichen die Form eines Trapezes, bevorzugt eines gleichschenkeligen Trapezes,
aufweist. Der Grundriss ist hierbei die Projektion entlang einer Senkrechten der Straßenbankettplatte
1. Der Grundriss kann insbesondere die Fläche der Auflagefläche der Straßenbankettplatte
1 sein.
[0025] Von der Auflagefläche können sich bevorzugt die beiden Seitenflächen 2,3 und die
beiden Stirnflächen 8,9 senkrecht nach oben erstrecken.
[0026] Beim gleichschenkeligen Trapez sind die beiden Seitenflächen 2,3 gleich lang. Dadurch
ergibt sich der Vorteil, dass es möglich ist die Straßenbankettplatte 1 derart miteinander
verbunden anzuordnen, dass die Stirnflächen 8,9 an einer Seite entlang einer gemeinsamen
Ebene angeordnet sind, und damit einem geraden Fahrbahnrand ohne Spalten oder Zwischenräume
kontaktieren können.
[0027] Weiters kann vorgesehen sein, dass die erste Seitenfläche 2 und die zweite Seitenfläche
3 mittels der ersten Stirnfläche 8 und der, der ersten Stirnfläche 8 gegenüberliegenden
zweiten Stirnfläche 9 miteinander verbunden sind, wobei die erste Stirnfläche 8 länger
ist als die zweite Stirnfläche 9. Durch den Längenunterschied der Stirnflächen 8 ergibt
sich die Schräge der Seitenflächen 2,3 zueinander.
[0028] Weiters kann vorgesehen sein, dass die erste Seitenfläche 2 gegenüber der zweiten
Seitenfläche 3 um einen Winkel von mindesten 2°, insbesondere mindesten 4°, besonders
bevorzugt im Wesentlichen 5°, schräg angeordnet ist. Der Winkel zwischen der erste
Seitenfläche 2 und der zweiten Seitenfläche 3 ist hierbei die Abweichung von der Parallelität
der beiden Seitenfläche 2 zueinander. Die Kippachse dieses Winkels verläuft dabei
entlang der Senkrechten der Straßenbankettplatte 1. Dadurch kann mit maximal 45 aneinandergereihten
Straßenbankettplatten 1 eine 90° Kurve gefolgt werden, wodurch einer gekurvten Straße
leicht gefolgt werden kann.
[0029] Der Winkel zwischen den Seitenfläche 2,3 kann insbesondere der Winkel zwischen einer
ersten Ebene der ersten Seitenfläche 2 und einer zweiten Ebene der zweiten Seitenfläche
3 sein. Diese Ebenen können jene Ebene der jeweiligen Seitenfläche 2,3 sein, aus welche
die Feder 6 hervorspringt und die Nut 7 hineingeht. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass die erste Ebene durch die beiden Kanten der ersten Seitenfläche 2 mit den beiden
Stirnflächen 8,9, und die zweite Ebene durch die beiden Kanten der zweiten Seitenfläche
3 mit den beiden Stirnflächen 8,9 aufgespannt wird.
[0030] Weiters kann vorgesehen sein, dass die erste Seitenfläche 2 und/oder die zweite Seitenfläche
2 gegenüber der ersten Stirnfläche 8 einen spitzen Winkel von maximal 89°, bevorzugt
maximal 88°, einschließt.
[0031] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste Seitenfläche 2 und/oder die zweite
Seitenfläche 2 gegenüber der zweiten Stirnfläche 9 einen stumpfen Winkel von mindestens
91°, bevorzugt maximal 92°, einschließt.
[0032] Weiters kann vorgesehen sein, dass die erste Seitenfläche 2 gegenüber der zweiten
Seitenfläche 3 um einen Winkel von maximal 10°, insbesondere maximal 6°, schräg angeordnet
ist. Dadurch können mit den Straßenbankettplatten 1 einem Kurvenverlauf mit der Abstufung
von 10° oder weniger gefolgt werden.
[0033] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sei, dass die erste Stirnfläche 8 eine Länge
von maximal 50 cm, insbesondere maximal 30 cm, besonders bevorzugt maximal 25 cm,
aufweist. Durch diese, im Vergleich zu herkömmlichen Straßenbankettplatten, geringe
Länge ergibt sich der unter anderem der Vorteil des geringen Gewichts. Da durch die
Ausbildung der Straßenbankettplatten wahlweise eine gerade oder eine gekurvte Verlegung
möglich ist, ergibt sich durch die geringe Länge weiters der Vorteil, dass sehr flexibel
einem Straßenverlauf gefolgt werden kann.
[0034] Insbesondere kann vorgesehen sei, dass die erste Stirnfläche eine Länge von mindesten
13 cm, insbesondere mindesten 20 cm, aufweist.
[0035] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass eine maximale Tiefe der Nut 3 cm beträgt.
[0036] Weiters kann vorgesehen sein, dass ein Abstand der ersten Stirnfläche 8 zu der zweiten
Stirnfläche 9 zwischen 20 cm und 50 cm, bevorzugt im Wesentlichen 33 cm beträgt. Dadurch
können im Straßenbankett neben den Straßenbankettplatten 1 Leitposten angeordnet werden.
[0037] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass eine Masse der Straßenbankettplatte
1 maximal 60 kg, insbesondere maximal 40 kg, besonders bevorzugt maximal 20 kg, beträgt.
Bei dieser geringen Masse können die Straßenbankettplatte 1 leicht per Hand verlegt
werden.
[0038] Weiters kann vorgesehen sein, dass die Masse der Straßenbankettplatte 1 mindesten
10 kg beträgt.
[0039] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Auflagefläche der Straßenbankettplatte
1 parallel ist zu einer, der Auflagefläche gegenüberliegenden Deckfläche 10. Dadurch
ergibt sich der Vorteil, dass unabhängig von der Aneinanderreihung der Straßenbankettplatten
1 eine im Wesentlichen ebene und befahrbare Deckfläche 10 ausgebildet wird.
[0040] Insbesondere kann eine Dicke der Straßenbankettplatte zwischen 10 cm und 14 cm, bevorzugt
im Wesentlichen 12 cm, betragen. Die Dicke der Straßenbankettplatte entspricht hierbei
dem Abstand der Auflagefläche zu der Deckfläche 10.
[0041] Weiters kann vorgesehen sein, dass an der Deckfläche 10 wenigstens zwei Vertiefungen
11 ausgebildet sind, wobei zwischen den wenigstens zwei Vertiefungen 11 ein von der
ersten Seitenfläche 2 zur zweiten Seitenfläche 3 verlaufender und mittig angeordneter
Steg 12 verläuft. Durch die Vertiefungen 11 werden bei einem auf die Straßenbankettplatten
1 auffahrenden Fahrzeug für den Fahrer deutlich wahrnehmbare Vibrationen verursacht,
wodurch dem Fahrer ein Abkommen von der Fahrbahn signalisiert werden kann. Der mittig
angeordnete Steg 12 sorgt dafür, dass ein Schneepflug oder dergleichen über die Vertiefungen
11 hinweg geführt wird, und nicht an den Vertiefungen 11 hängen bleibt, und derart
der Schneepflug und/oder die Straßenbankettplatten 1 beschädigt werden.
[0042] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Vertiefungen 11 gegenüber den Stirnseiten
8,9 randoffen sind. Derart kann Wasser aus den Vertiefungen einfach ablaufen.
[0043] Bei den Verbindungseinrichtungen 4,5 kann es bereits ausreichend sein, dass die Feder
6 als ein Fortsatz mit Gleitflächen ausgebildet ist, wobei beim Auftreten einer Scherkraft
an den Seitenflächen 2,3 einem Auseinanderrücken zweier benachbarter Straßenbankettplatten
1 durch die benachbarten Straßenbankettplatten 1 entgegengewirkt wird. Der Fortsatz
mit Gleitflächen kann insbesondere als Keil oder halbkugelförmiger Fortsatz ausgebildet
sein.
[0044] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, die erste Verbindungseinrichtung 4 und
die zweite Verbindungseinrichtung 5 derart ausgebildet sind, dass eine Verbindung
der Verbindungseinrichtungen 4,5 gegenüber Scherkräften entlang der jeweiligen Seitenfläche
2,3 formschlüssig ist. Derart kommt es beim Auftreten von Scherkräften nicht zu einem
Gleiten zwischen Feder 6 und Nut 7, sondern die Feder 6 und die Nut 7 alleine wirken
den Scherkräften formschlüssig entgegen. In Richtung der Seitenfläche 2,3 auftreffende
Kräfte können dabei von einer Straßenbankettplatte 1 auf die benachbarten Straßenbankettplatte
1 übertragen werden. Ein Beispiel für derart ausgebildete Verbindungseinrichtungen
4,5 ist in der bevorzugten Ausführungsform in Fig. 7 dargestellt, bei welchem die
Feder 6 als ein Fortsatz mit rechteckigen Grundriss ausgebildet ist, deren Flanken
parallel zu den Stirnflächen 8,9 ist.
[0045] Weiters kann vorgesehen sein, dass die Feder 6 und die Nut 7 hinterschnitten sind.
Durch die Hinterschneidung können nicht nur Kräfte entlang den Seitenflächen 2,3,
sondern auf Zugkräfte zwischen zwei benachbarten Straßenbankettplatten 1 aufgenommen
werden. Dadurch wirken die aneinandergereihten Straßenbankettplatten 1 wie ein Zugband,
wobei die einzelnen Straßenbankettplatten 1 von den benachbarten Straßenbankettplatten
1 zuverlässig an deren Position gehalten. Ein Beispiel für derart ausgebildete Verbindungseinrichtungen
4,5 ist in der bevorzugten Ausführungsform in Fig. 6 dargestellt, bei welchem die
Feder 6 eine parallel zu den Stirnflächen 8,9 verlaufende Flanke und eine hinterschnittene
Flanke aufweist.
[0046] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Feder 6 und die Nut 7 als Schwalbenschwanzverbindung
ausgebildet sind. Bei der Schwalbenschwanzverbindung sind beide Flanken der Feder
6 hinterschnitten. Vorteilhaft an der Schwalbenschwanzverbindung ist, dass diese besonders
große Zugkräfte aufnehmen kann. Ein Beispiel für derart ausgebildete Verbindungseinrichtungen
4,5 ist in der bevorzugten Ausführungsform einer Straßenbankettplatte 1 in den Fig.
1 bis 5 dargestellt.
[0047] Weiters ist eine Straßenbankettplattenanordnung 13 aus mehreren miteinander verbundenen
Straßenbankettplatten 1, umfassend wenigstens ein gerades Teilstück 14 und/oder wenigstens
ein gekurvtes Teilstück 15, wobei bei dem wenigstens einen geraden Teilstück 14 die
erste Verbindungseinrichtung 4 der Straßenbankettplatte 1 mit der ersten Verbindungseinrichtung
4 der benachbarten Straßenbankettplatte 1 verbunden ist, und bei dem wenigstens einen
gekurvten Teilstück 15 die erste Verbindungseinrichtung 4 der Straßenbankettplatte
1 mit der zweiten Verbindungseinrichtung 5 der benachbarten Straßenbankettplatte 1
verbunden ist. Weiters ist bei dem wenigstens einen geraden Teilstück 14 die zweite
Verbindungseinrichtung 5 der Straßenbankettplatte 1 mit der zweiten Verbindungseinrichtung
5 der anderen benachbarten Straßenbankettplatte 1 verbunden. Die Straßenbankettplattenanordnung
13 kann insbesondere beliebige Kombinationen von geraden Teilstücken 14 und gekurvten
Teilstücken 15 aufweisen. Durch das Zwischenfügen eines geraden Teilstückes 14 zwischen
zwei gekurvten Teilstücken 15 können insbesondere eine Vielzahl an Kurvenradien realisiert
werden.
[0048] In Fig. 3 ist beispielhaft ein gerades Teilstück 14 einer bevorzugten Ausführungsform
dargestellt. Durch die Verbindung der ersten Verbindungseinrichtung 4 einer Straßenbankettplatte
1 mit der ersten Verbindungseinrichtung 4 der benachbarten Straßenbankettplatte 1
stellt die Straßenbankettplattenanordnung 13 bei dem geraden Teilstück 14 eine Aneinanderreihung
von jeweils um 180° gedrehten Straßenbankettplatte 1, wodurch die Schräge der beiden
Seitenflächen 2,3 zueinander jeweils aufgehoben wird. Hierbei wechseln sich die ersten
Stirnflächen 8 und die zweiten Stirnflächen 9 an beiden Seiten wechselseitig ab. In
Fig. 3 sind nicht alle Merkmale der Straßenbankettplatten 1 mit Bezugszeichen versehen.
[0049] In Fig. 4 ist beispielhaft ein gekurvtes Teilstück 15 einer bevorzugten Ausführungsform
dargestellt. Durch die Verbindung der ersten Verbindungseinrichtung 4 einer Straßenbankettplatte
1 mit der zweiten Verbindungseinrichtung 5 der benachbarten Straßenbankettplatte 1
stellt die Straßenbankettplattenanordnung 13 bei dem gekurvten Teilstück 15 eine Aneinanderreihung
von jeweils um die Schräge der beiden Seitenflächen 2,3 zueinander gedrehten Straßenbankettplatte
1, wodurch der Winkel der Schräge der beiden Seitenflächen 2,3 zueinander mit jeder
folgenden Straßenbankettplatte 1 aufsummiert sind. Hierbei sind die ersten Stirnflächen
8 und die zweiten Stirnflächen 9 jeweils an einer Seite angeordnet, ohne sich abzuwechseln.
In Fig. 4 sind nicht alle Merkmale der Straßenbankettplatten 1 mit Bezugszeichen versehen.
[0050] Durch die Ausbildung der Straßenbankettplatte 1 kann das gekurvte Teilstück 15 wahlweise
eine Rechtskurve oder eine Linkskurve ausbilden. In Fig. 5 ist beispielhaft eine bevorzugte
Ausführungsform einer Straßenbankettplattenanordnung 13 dargestellt, bei welcher zwei
gekurvte Teilstücke 15 zuerst eine Rechtskurve und dann eine Linkskurve ausbilden.
[0051] Weiters ist eine Straße umfassend eine Fahrbahn und wenigstens ein an einem Fahrbahnrand
anschließenden Straßenbankett vorgesehen, wobei auf dem Straßenbankett eine Vielzahl
an miteinander verbundenen und dem Fahrbahnrand folgenden Straßenbankettplatten 1
angeordnet sind. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Deckfläche 10 der Straßenbankettplatten
1 im Wesentlichen mit einer Oberseite der Fahrbahn am Fahrbahnrand fluchten.
1. Straßenbankettplatte (1) zur Abstützung eines Fahrbahnrandes, umfassend eine erste
Seitenfläche (2) und eine, der ersten Seitenfläche (2) gegenüberliegende zweite Seitenfläche
(3), dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenfläche (2) schräg gegenüber der zweiten Seitenfläche (3) angeordnet
ist, dass die erste Seitenfläche (2) eine erste Verbindungseinrichtung (4) und die
zweite Seitenfläche (3) eine zweite Verbindungseinrichtung (5) aufweist, dass die
erste Verbindungseinrichtung (4) und die zweite Verbindungseinrichtung (5) jeweils
wenigstens eine Feder (6) und eine im Wesentlichen gegengleich zur Feder (6) ausgebildete
Nut (7) aufweisen, und dass die erste Verbindungseinrichtung (4) und die zweite Verbindungseinrichtung
(5) derart ausgebildet sind, dass diese wahlweise mit der ersten Verbindungseinrichtung
(4) oder der zweiten Verbindungseinrichtung (5) einer identisch ausgebildeten benachbarten
Straßenbankettplatte (1) verbindbar sind.
2. Straßenbankettplatte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Grundriss der Straßenbankettplatte (1) im Wesentlichen die Form eines Trapezes,
bevorzugt eines gleichschenkeligen Trapezes, aufweist.
3. Straßenbankettplatte (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenfläche (2) gegenüber der zweiten Seitenfläche (3) um einen Winkel
von mindesten 2°, insbesondere mindesten 4°, besonders bevorzugt im Wesentlichen 5°,
schräg angeordnet ist.
4. Straßenbankettplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenfläche (2) gegenüber der zweiten Seitenfläche (3) um einen Winkel
von maximal 10°, insbesondere maximal 6°, schräg angeordnet ist.
5. Straßenbankettplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenfläche (2) und die zweite Seitenfläche (3) mittels einer ersten Stirnfläche
(8) und einer, der ersten Stirnfläche (8) gegenüberliegenden zweiten Stirnfläche (9)
miteinander verbunden sind, wobei die erste Stirnfläche (8) länger ist als die zweite
Stirnfläche (9).
6. Straßenbankettplatte (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Stirnfläche (8) eine Länge von maximal 50 cm, insbesondere maximal 30 cm,
besonders bevorzugt maximal 25 cm, aufweist.
7. Straßenbankettplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auflagefläche der Straßenbankettplatte (1) parallel ist zu einer, der Auflagefläche
gegenüberliegenden Deckfläche (10).
8. Straßenbankettplatte (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Deckfläche (10) wenigstens zwei Vertiefungen (11) ausgebildet sind, wobei
zwischen den wenigstens zwei Vertiefungen (11) ein von der ersten Seitenfläche (2)
zur zweiten Seitenfläche (3) verlaufender und mittig angeordneter Steg (12) verläuft.
9. Straßenbankettplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verbindungseinrichtung (4) und die zweite Verbindungseinrichtung (5) derart
ausgebildet sind, dass eine Verbindung der Verbindungseinrichtungen (4,5) gegenüber
Scherkräften entlang der jeweiligen Seitenfläche (2,3) formschlüssig ist.
10. Straßenbankettplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (6) und die Nut (7) hinterschnitten sind.
11. Straßenbankettplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (6) und die Nut (7) als Schwalbenschwanzverbindung ausgebildet sind.
12. Straßenbankettplattenanordnung (13) aus mehreren miteinander verbundenen Straßenbankettplatten
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend wenigstens ein gerades Teilstück
(14) und/oder wenigstens ein gekurvtes Teilstück (15), wobei bei dem wenigstens einen
geraden Teilstück (14) die erste Verbindungseinrichtung (4) der Straßenbankettplatte
(1) mit der ersten Verbindungseinrichtung (4) der benachbarten Straßenbankettplatte
(1) verbunden ist, und bei dem wenigstens einen gekurvten Teilstück (15) die erste
Verbindungseinrichtung (4) der Straßenbankettplatte (1) mit der zweiten Verbindungseinrichtung
(5) der benachbarten Straßenbankettplatte (1) verbunden ist.
13. Straße umfassend eine Fahrbahn und wenigstens ein an einem Fahrbahnrand anschließenden
Straßenbankett, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Straßenbankett eine Vielzahl an miteinander verbundenen und dem Fahrbahnrand
folgenden Straßenbankettplatten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 angeordnet sind.