[0001] Die Erfindung betrifft eine Dickstoffpumpe mit einem ersten Förderzylinder, einen
zweiten Förderzylinder und einem Zusatzzylinder. Der Zusatzzylinder ist dazu ausgelegt,
eine Förderlücke zwischen dem ersten Förderzylinder und dem zweiten Förderzylinder
zu überbrücken. Die Dickstoffpumpe umfasst einen bewegbaren Rohrabschnitt, der in
einem ersten Zustand eine Verbindung zwischen dem ersten Förderzylinder und einem
Auslass der Dickstoffpumpe bildet und der in einem zweiten Zustand eine Verbindung
zwischen dem zweiten Förderzylinder und dem Auslass der Dickstoffpumpe bildet.
[0002] Solche Pumpen dienen zum Fördern von Dickstoffen, wie beispielsweise Frischbeton
oder Mörtel. Die Förderzylinder saugen mit einer Rückwärts-Bewegung den Dickstoff
aus einem Vorrat heraus an. Mit einer Vorwärts-Bewegung wird der Dickstoff in Richtung
eines Auslasses der Dickstoffpumpe gefördert.
[0003] Mit dem bewegbaren Rohrabschnitt werden die Förderzylinder wechselweise mit dem Auslass
der Dickstoffpumpe verbunden. Der jeweils andere Förderzylinder ist in dieser Phase
nicht mit dem Auslass verbunden, sondern kann mit der Rückwärts-Bewegung Dickstoff
aus dem Vorrat ansaugen.
[0004] Wenn die Vorwärts-Bewegung des ersten Förderzylinders beendet ist, wird der bewegliche
Rohrabschnitt auf den zweiten Förderzylinder umgeschaltet. Während des Übergangs von
dem ersten Förderzylinder zu dem zweiten Förderzylinder kommt es zu einer Unterbrechung
des Materialstroms infolge des Wechseln zwischen den Förderzyklen der Förderzylinder.
[0005] Mit dem Zusatzzylinder wird der Übergang zwischen den beiden Förderzylindern überbrückt,
indem der Zusatzzylinder während dem Umschalten des Rohrabschnitts Dickstoff in Richtung
Pumpenauslass fördert. Damit wird es möglich, einen im Wesentlichen kontinuierlichen
Materialstrom in Richtung Pumpenauslass zu erzeugen,
DE 42 08 754 A1,
US 3,963,385. Dabei kann es zu einem Rückfluss des von dem Zusatzzylinder geförderten Materials
in einen der Förderzylinder kommen.
[0006] In der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dickstoffpumpe vorzustellen, mit
der ein gleichmäßiger Materialstrom in Richtung Pumpenauslass erzeugt werden kann.
Ausgehend vom genannten Stand der Technik wird die Aufgabe gelöst mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst der bewegbare Rohrabschnitt einen schaltbaren Verschluss,
der zwischen einem Eingangsende des bewegbaren Rohrabschnitts und dem Zusatzzylinder
angeordnet ist.
[0008] Indem ein schaltbarer Verschluss in den bewegbaren Rohrabschnitt integriert ist,
kann der Weg von dem Zusatzzylinder zu den Förderzylindern verschlossen werden, wenn
der Zusatzzylinder Dickstoff fördert. Ein Rückfluss von dem Zusatzzylinder in Richtung
der Förderzylinder kann auf diese Weise verhindert werden.
[0009] Der bewegbare Rohrabschnitt kann sich von dem Einlassende zu einem Auslassende erstrecken.
Die Angaben Einlass und Auslass beziehen sich auf die Bewegungsrichtung des Materialstroms,
der mit der Vorwärts-Bewegung eines Förderzylinders in Gang gesetzt wird. Der bewegbare
Rohrabschnitt kann starr sein, so dass das Einlassende und das Auslassende in einer
festen räumlichen Beziehung zu einander stehen. Möglich sind auch Ausführungsformen,
bei denen der Rohrabschnitt in sich bewegbar ist, bei denen also die Position des
Einlassendes relativ zu der Position des Auslassendes bewegt werden kann.
[0010] Der Rohrabschnitt kann bewegbar gelagert sein relativ zu einer Tragestruktur der
Dickstoffpumpe. Die Lagerung kann ein Drehlager umfassen, um das der Rohrabschnitt
gedreht werden kann. Das Drehlager kann konzentrisch zu einem Auslassende des Rohrabschnitts
ausgerichtet sein. Eine das Auslassende bildende Stirnfläche des Rohrabschnitts kann
senkrecht zu der Drehachse ausgerichtet sein. Dadurch kann der Rohrabschnitt unabhängig
von seiner Drehposition mit einem in fester Position angeordneten Anschlussrohr gekoppelt
sein.
[0011] Das Einlassende des Rohrabschnitts kann in radialer Richtung versetzt bezogen auf
die Achse des Drehlagers angeordnet sein. Das Einlassende des Rohrabschnitts ändert
dann seine Position, wenn der Rohrabschnitt gedreht wird. Bei geeigneter Anordnung
der Förderzylinder kann das Einlassende durch eine Drehbewegung des Rohrabschnitts
wahlweise mit dem ersten Förderzylinder oder mit dem zweiten Förderzylinder gekoppelt
werden. Eine das Einlassende bildende Stirnfläche des Rohrabschnitts kann senkrecht
zu der Drehachse ausgerichtet sein.
[0012] Der Rohrabschnitt kann eine zu dem Zusatzzylinder führende Abzweigung umfassen, so
dass der Zusatzzylinder von dem Innenraum des Rohrabschnitts aus zugänglich ist. Mit
einer Vorwärts-Bewegung des Zusatzzylinders ist es also möglich, einen Materialstrom
des Dickstoffs in dem Rohrabschnitt in Bewegung zu versetzen bzw. in Bewegung zu halten.
Indem die Abzweigung in dem bewegbaren Rohrabschnitt angeordnet ist, gibt es kurze
Wege zwischen den Förderzylindern, dem Zusatzzylinder und dem schaltbaren Verschluss,
was zum Erzeugen eines kontinuierlichen Materialstroms von Vorteil ist.
[0013] Dickstoff ist ein Oberbegriff für schwer förderbare Medien. Bei dem Dickstoff kann
es sich beispielsweise um einen Stoff mit grobkörnigen Bestandteilen, einen Stoff
mit aggressiven Bestandteilen oder Ähnliches handeln. Der Dickstoff kann auch ein
Schüttgut sein. In einer Ausführungsform ist der Dickstoff Frischbeton. Frischbeton
kann Körner bis zu einer Größe von mehr als 30 mm enthalten, bindet ab, bildet Ablagerungen
in Toträumen und ist aus diesen Gründen schwierig zu fördern.
[0014] Indem der schaltbare Verschluss ein Bestandteil des bewegbaren Rohrabschnitts ist,
kann der bewegbare Rohrabschnitt umgeschaltet werden, ohne dass die Schaltposition
des Verschlusses verändert wird. Insbesondere kann der Rohrabschnitt einen ersten
Teilabschnitt umfassen, der sich zwischen dem Einlassende und dem Verschluss erstreckt,
sowie einen zweiten Teilabschnitt, der sich zwischen dem Verschluss und der Abzweigung
erstreckt. Der Verschluss kann schaltbar sein, so dass er in einem ersten Zustand
einen Durchtritt des Materialstroms von dem Förderzylinder in Richtung Auslassende
des Rohrabschnitts ermöglicht und dass er in einem zweiten Zustand einen Rückstrom
des Materials von der Abzweigung in Richtung Einlassende verhindert.
[0015] Der Verschluss kann einen Sperrschieber umfassen, der in einer ersten Position den
Querschnitt des Rohrs freigibt und in einer zweiten Position das Rohr verschließt.
Der Sperrschieber kann bezogen auf eine Schwenkachse drehbar gelagert sein, so dass
er durch Drehen um die Schwenkachse zwischen den beiden Positionen wechseln kann.
Für eine einfache Betätigung des Sperrschiebers kann es von Vorteil sein, wenn die
Schwenkachse des Schiebers mit der Drehachse des Rohrabschnitts übereinstimmt. Möglich
sind auch andere Mechanismen zum Bewegen des Schiebers. Beispielsweise kann der Sperrschieber
translatorisch bewegt werden, um zwischen den beiden Positionen zu wechseln. Möglich
sind auch Kombinationen aus rotatorischen und translatorischen Bewegungen. In allen
Fällen kann die Bewegung in der Ebene des Sperrschiebers erfolgen.
[0016] Von der Erfindung umfasst sind Ausführungsformen, bei denen der Zusatzzylinder fest
mit dem bewegbaren Rohrabschnitt verbunden ist. Bei solchen Ausführungsformen bewegt
sich auch der Zusatzzylinder, wenn der Rohrabschnitt bewegt wird. Um die bewegten
Massen gering zu halten, kann es von Vorteil sein, wenn der Zusatzzylinder mit der
Tragestruktur der Dickstoffpumpe verbunden ist, so dass der Rohrabschnitt unabhängig
von dem Zusatzzylinder bewegt werden kann.
[0017] Die erfindungsgemäße Dickstoffpumpe kann so eingerichtet sein, dass die Verbindung
zwischen dem Innenraum des Rohrabschnitts und dem Zusatzzylinder in jeder Drehposition
aufrechterhalten bleibt, die der Rohrabschnitt im Betrieb der Pumpe einnimmt. Mit
dem Zusatzzylinder kann dann unabhängig von der Drehposition des Rohrabschnitts Dickstoff
in Richtung des Auslassendes der Pumpe gefördert werden. Insbesondere kann der Rohrabschnitt
eine zu der Drehachse des Rohrabschnitts koaxiale Öffnung aufweisen, an die sich der
Zusatzzylinder anschließt.
[0018] Der bewegbare Rohrabschnitt kann einen geradlinigen Weg bilden, der sich von einer
dem Zusatzzylinder zugewandten Öffnung bis zu dem Auslassende des Rohrabschnitts erstreckt.
Der geradlinige Weg kann sich parallel zu der Drehachse des Rohrabschnitts erstrecken
und insbesondere koaxial zu der Drehachse sein. Die koaxiale Anordnung hat den Vorteil,
dass die auf den Rohrabschnitt wirkenden Kräfte gering sind, während der Rohrabschnitt
um die Drehachse gedreht wird und während der Zusatzzylinder Material durch den Rohrabschnitt
fördert.
[0019] Der von dem Einlassende kommende Weg kann mit der zu dem Zusatzzylinder führenden
Abzweigung einen Winkel einschließen, der kleiner ist als 90°, vorzugsweise kleiner
ist als 60°, weiter vorzugsweise kleiner ist als 45°. Ein solcher spitzer Winkel hat
den Vorteil, dass die von dem Zusatzzylinder und den Förderzylindern kommenden Materialströme
sich gut zu einem gemeinsamen Materialstrom vereinigen können.
[0020] Die erfindungsgemäße Dickstoffpumpe kann so eingerichtet sein, dass die beiden Förderzylinder
gegenläufig betätigt werden. Dies bedeutet, dass die Vorwärts-Bewegung eines in dem
einen Förderzylinder angeordneten Kolben zur gleichen Zeit stattfindet wie die Rückwärts-Bewegung
eines in dem anderen Förderzylinder angeordneten Kolbens. Insbesondere können die
gegenläufigen Bewegungen synchronisiert sein. Die Vorwärts-Bewegung des einen Förderzylinders
kann zu dem gleichen Zeitpunkt beginnen, zu dem die Rückwärts-Bewegung des anderen
Förderzylinders beginnt. Die Vorwärts-Bewegung des einen Förderzylinders kann zu dem
gleichen Zeitpunkt enden, zu dem die Rückwärts-Bewegung des anderen Förderzylinders
endet. Der Betrag der Geschwindigkeit kann zu jedem Zeitpunkt gleich sein.
[0021] Die Betätigung der Förderzylinder kann auf die Bewegung des Rohrabschnitts abgestimmt
sein. So kann der Rohrabschnitt mit dem ersten Förderzylinder verbunden sein, wenn
die Vorwärts-Bewegung des ersten Förderzylinders stattfindet. Der Zugang zu dem zweiten
Förderzylinder kann in diesem ersten Zustand frei sein, so dass der zweite Förderzylinder
mit seiner Rückwärts-Bewegung Dickstoff aus dem Vorrat ansaugen kann. Der Rohrabschnitt
kann mit dem zweiten Förderzylinder verbunden sein, wenn die Vorwärts-Bewegung des
zweiten Förderzylinder stattfindet. Der Zugang zu dem ersten Förderzylinder kann in
diesem zweiten Zustand frei sein, so dass der erste Förderzylinder mit seiner Rückwärts-Bewegung
Dickstoff aus dem Vorrat ansaugen kann.
[0022] Der Verschluss, mit dem ein Rückfluss von dem Zusatzzylinders in Richtung Förderzylinder
verhindert wird, kann ebenfalls auf die Förderzylinder bzw. auf den Rohrabschnitt
abgestimmt sein. Insbesondere kann der Verschluss so geschaltet sein, dass er einen
freien Durchgang durch den Rohrabschnitt zulässt, wenn entweder der erste Förderzylinder
oder der zweite Förderzylinder in der Vorwärts-Bewegung ist.
[0023] Der Verschluss kann den Rohrabschnitt zwischen dem Einlassende und der Abzweigung
verschließen, während der Rohrabschnitt zwischen dem ersten Förderzylinder und dem
zweiten Förderzylinder umgeschaltet wird. Es kann eine Zeitspanne während dem Umschalten
des Rohrabschnitts geben, in dem der Kolben des ersten Förderzylinders und/oder der
Kolben des zweiten Förderzylinders in Ruhe sind. Die Zeitspanne kann sich über die
gesamte Dauer des Umschaltvorgangs erstrecken.
[0024] Der Förderzylinder, mit dem der Rohrabschnitt nach dem Umschalten gekoppelt ist,
kann mit einer anfänglichen Vorwärts-Bewegung des Kolbens einen Druck aufbauen, bevor
der Verschluss umgeschaltet wird. Dadurch kann die Druckdifferenz reduziert werden,
die während dem Umschalten über dem Verschluss anliegt.
[0025] Der Zusatzzylinder kann so eingerichtet sein, dass er eine Vorwärts-Bewegung durchführt,
während der Verschluss im geschlossenen Zustand ist. Insbesondere kann die Vorwärts-Bewegung
sich über den gesamten Zeitraum erstrecken, in dem der Verschluss im geschlossenen
Zustand ist. Der Beginn der Vorwärts-Bewegung des Zusatzzylinders kann sich mit dem
Ende der Vorwärts-Bewegung eines Förderzylinders überschneiden. Das Ende der Vorwärts-Bewegung
des Zusatzzylinder kann sich mit dem Beginn der Vorwärts-Bewegung des anderen Förderzylinders
überschneiden. Der Zusatzzylinder und die Förderzylinder können so aufeinander abgestimmt
sein, dass die Summe der geförderten Materialmengen über der Zeit annähernd konstant
ist. Es kann dann ein gleichbleibender Materialstrom in Richtung Pumpenauslass gefördert
werden. Insbesondere kann bei sowohl bei dem Zusatzzylinder als auch bei den Förderzylindern
die Geschwindigkeit der Vorwärts-Bewegung vermindert sein, wenn noch ein weiterer
der Zylinder in Vorwärts-Bewegung ist.
[0026] Für die Vorwärts-Bewegung des in dem Zusatzzylinder angeordneten Kolbens kann ein
aktiver Antrieb vorgesehen sein, beispielsweise in Form eines Hydraulikantriebs. Die
Rückwärts-Bewegung des Kolbens kann ebenfalls durch den aktiven Antrieb erfolgen.
Möglich ist auch, dass der Kolben passiv zurück bewegt wird durch den Druck des in
dem Rohrabschnitt befindlichen Materials. Der Zusatzzylinder wird dann durch einen
von den Förderzylindern erzeugten Materialstrom gespeist. Bei dem ersten Förderzylinder
und dem zweiten Förderzylinder können sowohl die Vorwärts-Bewegung als auch die Rückwärts-Bewegung
aktiv angetrieben werden. Der Antrieb kann beispielsweise ein Hydraulikantrieb sein.
[0027] Der bewegbare Rohrabschnitt kann sich durch einen Vorfüllbehälter hindurch erstrecken.
In den Vorfüllbehälter kann im Betrieb der Pumpe laufend so viel Dickstoff nachgefüllt
werden, wie mit den Förderzylindern in Richtung Pumpenauslass gefördert wird. Während
der Rückwärts-Bewegung können die Förderzylinder mit dem Vorfüllbehälter verbunden
sein, so dass sie Dickstoff aus dem Vorfüllbehälter ansaugen können.
[0028] Insbesondere kann das Einlassende des Rohrabschnitts innerhalb des Vorfüllbehälters
angeordnet sein. Das Auslassende des Rohrabschnitts kann innerhalb oder außerhalb
des Vorfüllbehälters angeordnet sein. Der bewegbaren Rohrabschnitt kann mit zwei Drehlagern
gelagert sein. Die Strecke zwischen den beiden Drehlagern kann sich durch den Vorfüllbehälter
hindurch erstrecken. Der Antrieb für die Bewegung des Rohrabschnitts und/oder der
Antrieb für die Bewegung des Verschlusses können außerhalb des Vorfüllbehälters angeordnet
sein. Insbesondere kann einer der Antriebe auf der einen Seite des Vorfüllbehälters
und der andere Antrieb auf der anderen Seite des Vorfüllbehälters angeordnet sein.
[0029] Der Antrieb für den schaltbaren Verschluss kann an einer Struktur der Dickstoffpumpe
abgestützt sein, so dass der Verschluss durch den Antrieb relativ zu der Struktur
bewegt werden kann. Bei dieser Struktur kann es sich um die Tragestruktur der Dickstoffpumpe
handeln. Soll beim Umschalten des bewegbaren Rohrabschnitts der Schaltzustand des
Verschlusses unverändert bleiben, so kann der Antrieb des schaltbaren Verschlusses
bei der Bewegung des Rohrabschnitts passiv mitgeführt werden.
[0030] Alternativ kann der Antrieb für den schaltbaren Verschluss sich an einer Struktur
abstützen, die zu dem bewegbaren Rohrabschnitt gehört. Bei einem Umschaltvorgang des
Rohrabschnitts werden dann der schaltbare Verschluss und sein Antrieb insgesamt mitbewegt,
sodass bei einem Umschalten des bewegbaren Rohrabschnitts der Schaltzustand des Verschlusses
und der Zustand des zugehörigen Antriebs unverändert bleiben. Dies reduziert den mechanischen
Aufwand, allerdings muss beim Umschalten des Rohrabschnitts mehr Masse bewegt werden.
[0031] Der Antrieb des schaltbaren Verschlusses kann so eingerichtet sein, dass er nur dann
betätigt wird, wenn der bewegbare Rohrabschnitt in Ruhe ist. Möglich ist auch, dass
die Schaltbewegung des Verschlusses der Schaltbewegung des bewegbaren Rohrabschnitts
überlagert ist.
[0032] Der Vorfüllbehälter und die Förderzylinder können mit der Tragestruktur der Dickstoffpumpe
verbunden sein, so dass sie in fester räumlicher Beziehung zueinanderstehen. Die Förderzylinder
können parallel zueinander ausgerichtet sein und auf gleicher Höhe angeordnet sein.
Die Ausrichtung der Förderzylinder kann parallel zu der Drehachse des Rohrabschnitts
sein. Die Drehachse des Rohrabschnitts kann mittig zwischen den Förderzylindern und
oberhalb der Förderzylinder angeordnet sein. Der Zusatzzylinder kann parallel zu den
Förderzylindern angeordnet sein.
[0033] Die Dickstoffpumpe kann genau zwei Förderzylinder umfassen. Es wird dann abwechselnd
vom ersten auf den zweiten Förderzylinder und vom zweiten auf den ersten Förderzylinder
umgeschaltet. Umfasst die Dickstoffpumpe mehr als zwei Förderzylinder, so kann der
bewegbare Rohrabschnitt zyklisch zwischen den Förderzylindern umgeschaltet werden.
In allen Fällen kann der Zusatzzylinder so eingerichtet sein, dass er jeden der Übergänge
überbrückt.
[0034] Der Begriff Förderzylinder ist funktional zu verstehen. Von der Erfindung umfasst
sind auch Ausführungsformen, bei denen die beiden Förderzylinder im Sinne der Erfindung
in einem physischen Zylinder zusammengefasst sind, wobei entweder zwei Kolben sich
in demselben Zylinder bewegen oder ein Kolben in beiden Bewegungsrichtungen eine Vorwärts-Bewegung
im Sinne der Erfindung durchführt. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die
Pumpe zwei physisch voneinander getrennte Zylinder, die die beiden Förderzylinder
bilden.
[0035] Der bewegbare Rohrabschitt und der Zusatzzylinder können Elemente einer Baueinheit
sein, die lösbar mit der Dickstoffpumpe verbunden ist. Dadurch kann die Wartung und
Reinigung der erfindungsgemäßen Dickstoffpumpe erleichtert werden.
[0036] Die Dickstoffpumpe kann einen alternativen Betriebsmodus umfassen, in dem nur die
beiden Förderzylinder in Betrieb sind, während der Zusatzzylinder nicht in Betrieb
ist. Bei diesem Betriebsmodus kann es sich um einen Notbetrieb handeln.
[0037] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand
vorteilhafter Ausführungsformen beispielhaft beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- ein mit einer erfindungsgemäßen Dickstoffpumpe ausgestattetes Fahrzeug;
- Fig. 2:
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Dickstoffpumpe;
- Fig. 3 bis 6:
- eine schematische Darstellung verschiedener Betriebszustände der erfindungsgemäßen
Dickstoffpumpe; und
- Fig. 7:
- ein Taktdiagramm verschiedener Komponenten der erfindungsgemäßen Dickstoffpumpe.
[0038] Auf der Ladefläche eines in Fig. 1 gezeigten Lastwagens 14 ist eine Dickstoffpumpe
15 in Form einer Betonpumpe angeordnet. Die Dickstoffpumpe 15 umfasst einen Vorfüllbehälter
16, in den der Beton aus einem Vorrat (nicht dargestellt) eingefüllt wird. Die Dickstoffpumpe
15 saugt den Beton aus dem Vorfüllbehälter an und fördert den Beton durch ein Anschlussrohr
17, das sich entlang einem Verteilermast 18 erstreckt. Der Verteilermast 18 ist auf
einem Drehkranz 19 gelagert und kann über mehrere Gelenke ausgeklappt werden, so dass
das Ende des Rohrs 17 in eine von dem Lastwagen 14 beabstandete Position gebracht
werden kann. In dieser Position wird der Beton aus dem Anschlussrohr 17 ausgebracht.
Umfasst sind auch Ausführungsformen, die auf einem stationären Rahmen angeordnet sind
(nicht dargestellt).
[0039] Gemäß Fig. 2 umfasst die Dickstoffpumpe 15 benachbart zu dem Vorfüllbehälter 16 einen
ersten Förderzylinder 20, einen zweiten Förderzylinder 21 und einen Zusatzzylinder
22. Zwischen dem Anschlussrohr 17, das an den Auslass der Dickstoffpumpe angeschlossen
ist, und den Förderzylindern 20, 21 erstreckt sich ein bewegbarer Rohrabschnitt 24.
Der bewegbare Rohrabschnitt 24 umfasst ein koaxial zu dem Anschlussrohr 17 angeordnetes
Auslassende 23, das über ein Drehlager mit dem Anschlussrohr 17 verbunden ist. Das
Drehlager definiert eine Drehachse, um die der Rohrabschnitt 24 gedreht werden kann.
[0040] Das Einlassende 25 des bewegbaren Rohrabschnitts 24 ist radial zu der Drehachse beabstandet.
Die Position des Einlassendes 25 wird also verändert, wenn der bewegbare Rohrabschnitt
24 um die Drehachse gedreht wird. In einer ersten Drehposition des Rohrabschnitts
24 fluchtet das Einlassende 25 mit dem ersten Förderzylinder 20. In einer zweiten
Drehposition des Rohrabschnitts 24 fluchtet das Einlassende 25 mit dem zweiten Förderzylinder
21. Der jeweils andere Förderzylinder ist von dem Vorfüllbehälter 16 aus zugänglich.
[0041] In dem in Fig. 2 gezeigten Zustand kann der erste Förderzylinder 20 mit einer Rückwärts-Bewegung
seines Kolbens Beton aus dem Vorfüllbehälter 16 heraus ansaugen. Der zweite Förderzylinder
21 kann mit einer Vorwärts-Bewegung seines Kolbens im Innenraum des Förderzylinders
21 befindlichen Beton durch den Rohrabschnitt 24 in das Anschlussrohr 17 fördern.
Nach dem Ende der Vorwärts-Bewegung des zweiten Förderzylinders 21 wird der bewegbaren
Rohrabschnitt 24 umgeschaltet, so dass das Einlassende 25 mit dem ersten Förderzylinder
20 verbunden ist und dass der zweite Förderzylinder 21 zum Vorfüllbehälter 16 hin
offen ist. Es kann dann der erste Förderzylinder 20 mit einer Vorwärts-Bewegung Beton
durch den Rohrabschnitt 24 in das Anschlussrohr 17 fördern, während der zweite Förderzylinder
21 mit einer Rückwärts-Bewegung Beton aus dem Vorfüllbehälter 16 ansaugt.
[0042] Während dem Umschaltvorgang, mit dem der bewegbare Rohrabschnitt 24 zwischen den
beiden Förderzylindern 20, 21 umgeschaltet wird, kann keiner der beiden Förderzylinder
20, 21 Beton in den Rohrabschnitt 24 fördern. Um eine Unterbrechung des Materialstroms
in dieser Phase zu verhindern, ist die erfindungsgemäße Dickstoffpumpe mit dem Zusatzzylinder
22 ausgestattet. Der Zusatzzylinder 22 ist an eine Abzweigung 26 des bewegbaren Rohrabschnitts
24 angeschlossen, so dass der Zusatzzylinder 22 mit einer Vorwärts-Bewegung seines
Kolbens Beton durch den Rohrabschnitt 24 in das Anschlussrohr 17 fördern kann. Mit
dem Zusatzzylinder 22 wird also die Phase überbrückt, in der keiner der Förderzylinder
20, 21 Beton in das Anschlussrohr 17 fördern kann, so dass auch in dieser Phase der
kontinuierliche Materialstrom in Richtung des Anschlussrohrs 17 aufrechterhalten werden
kann.
[0043] Um zu verhindern, dass der mit dem Zusatzzylinder 22 geförderte Beton in Richtung
der Förderzylinder 20, 21 zurückfließt, ist der bewegbare Rohrabschnitt 24 mit einem
Sperrschieber 27 ausgestattet. Der Sperrschieber 27 ist zwischen der Abzweigung 26
und dem Einlassende 25 des bewegbaren Rohrabschnitts 24 angeordnet. Der Sperrschieber
27 ist so geschaltet, dass er den Weg durch den Rohrabschnitt 24 freigibt, wenn einer
der Förderzylinder 20, 21 eine Vorwärts-Bewegung vollführt, und dass er den Weg durch
den Rohrabschnitt 24 versperrt, wenn zwischen den Förderzylindern 20, 21 umgeschaltet
wird. In dieser Phase kann mit dem Zusatzzylinder 22 Beton in Richtung des Anschlussrohrs
17 gefördert werden.
[0044] Ein möglicher Verfahrensablauf beim Betrieb der erfindungsgemäßen Pumpe wird nachfolgend
anhand der Figuren 3 bis 7 erläutert. In Fig. 7A ist die Geschwindigkeit V der Bewegung
des ersten Förderzylinders 20 über der Zeit T aufgetragen. In den Figuren 7B und 7C
ist entsprechend die Bewegung des zweiten Förderzylinders 21 und des Zusatzzylinders
22 dargestellt. Eine Vorwärts-Bewegung ist in Fig. 7A bis 7C durch einen Wert oberhalb
der Nulllinie dargestellt, ein Wert unterhalb der Nulllinie entspricht einer Rückwärts-Bewegung.
[0045] In Fig. 7D ist die Bewegung des Sperrschiebers 27 gezeigt, in Fig. 7E die Bewegung
des bewegbaren Rohrabschnitts 24. Die Darstellung in den Figuren 7D und 7E ist nicht
richtungsabhängig, es werden jeweils beide Schaltrichtungen durch einen Wert oberhalb
der Nulllinie dargestellt.
[0046] Der Zustand gemäß Fig. 3 entspricht der Phase 40 in Fig. 7. Der Kolben des ersten
Förderzylinders 20 (Fig. 7A) vollführt eine Vorwärts-Bewegung, während der Kolben
des zweiten Förderzylinders 21 (Fig. 7B) eine Rückwärts-Bewegung vollführt. Der Sperrschieber
27 (Fig. 7D) ist so geschaltet, dass der Weg durch den Rohrabschnitt 24 frei ist.
Der Rohrabschnitt 24 (Fig. 7E) ist mit dem ersten Förderzylinder 20 gekoppelt.
[0047] In der Phase 40 fördert der erste Förderzylinder 20 Beton durch den Rohrabschnitt
24 zu dem Anschlussrohr 17. Der zweite Förderzylinder 21 saugt Beton aus dem Vorfüllbehälter
16 an, so dass der Innenraum des zweiten Förderzylinders mit Beton gefüllt ist. Der
Kolben des Zusatzzylinders 22 wird durch den innerhalb des Rohrabschnitts 24 anliegenden
Druck nach hinten gedrückt. Der Zusatzzylinder 22 vollführt also eine Rückwärts-Bewegung
(Fig. 7C) und nimmt damit ebenfalls Beton in seinen Innenraum auf.
[0048] In Phase 41 ist der erste Förderzylinder 20 (Fig. 7A) kurz vor dem Ende seiner Vorwärts-Bewegung,
die Geschwindigkeit der Vorwärts-Bewegung wird auf die Hälfte reduziert. Der mit dem
ersten Förderzylinder 20 geförderte Materialstrom vermindert sich. Gleichzeitig wird
der Zusatzzylinder 22 (Fig. 7C) in eine Vorwärts-Bewegung mit reduzierter Geschwindigkeit
versetzt, so dass der Materialstrom in Summe gleich bleibt.
[0049] Am Ende der Phase 41 wird der Sperrschieber 27 betätigt, so dass er in Phase 42 den
Weg durch den Rohrabschnitt 24 versperrt. Die Vorwärts-Bewegung des ersten Förderzylinders
20 endet und der erste Förderzylinder 20 bleibt in Phase 42 in Ruhe. Der Zusatzzylinder
22 (Fig. 7C) wird in Phase 42 mit erhöhter Geschwindigkeit nach vorne gefahren, so
dass er alleine den gewünschten Materialstrom aufrechterhält. Der bewegbare Rohrabschnitt
24 (Fig. 7E) wird in Phase 42 von dem ersten Förderzylinder 20 auf den zweiten Förderzylinder
21 umgeschaltet. Die Fig. 4 zeigt den Zustand kurz vor dem Umschalten des Rohrabschnitts
24, in dem der Sperrschieber 27 bereits umgeschaltet ist, der Rohrabschnitt 24 jedoch
noch mit dem ersten Förderzylinder 20 verbunden ist.
[0050] Nachdem der Rohrabschnitt 24 auf den zweiten Förderzylinder 21 umgeschaltet ist,
beginnt in Phase 43 die Vorwärts-Bewegung des zweiten Förderzylinders 21 (Fig. 7B).
Dieser Zustand der Pumpe, in dem die Vorwärts-Bewegung des zweiten Förderzylinders
21 beginnt, der Sperrschieber 27 jedoch noch geschlossen ist, ist in Fig. 5 dargestellt.
Sobald der zweite Förderzylinder 21 einen ersten Druck aufgebaut hat, wird der Sperrschieber
27 (Fig. 7D) betätigt, so dass er den Weg durch den Rohrabschnitt 24 wieder freigibt.
Der zweite Förderzylinder 21 und der Zusatzzylinder 22, die beide mit verminderter
Geschwindigkeit nach vorne gefahren werden, erzeugen gemeinsam den gewünschten Materialstrom
in Richtung des Rohrs 17.
[0051] In Phase 44 bewegt der zweite Förderzylinder 21 sich mit voller Geschwindigkeit nach
vorne, wodurch der Zusatzzylinder 22 in eine Rückwärts-Bewegung versetzt wird. Gleichzeitig
saugt der erste Förderzylinder mit einer Rückwärts-Bewegung Beton aus dem Vorfüllbehälter
16 an, siehe Fig. 6. Die Phase 44 entspricht also der Phase 40, wobei die Zustände
des ersten Förderzylinders 20 und des zweiten Förderzylinders 21 vertauscht sind.
[0052] Die Vorwärts-Bewegung des zweiten Förderzylinders 21 endet in Phase 45, in der der
Kolben des zweiten Förderzylinders 21 mit verminderter Geschwindigkeit nach vorne
bewegt wird. Gleichzeitig wird der Zusatzzylinder 22 mit verminderter Geschwindigkeit
nach vorne bewegt, so dass der Materialstrom unverändert aufrechterhalten bleibt.
Am Ende der Phase 45 wird der Sperrschieber 27 betätigt, so dass in Phase 46, in der
die beiden Förderzylinder 20, 21 in Ruhe sind, der Rohrabschnitt 24 wieder auf den
ersten Förderzylinder 20 umgeschaltet werden kann. Der Ablauf beginnt von vorne, nachdem
der Sperrschieber 27 wieder geöffnet ist.
[0053] Diesem Ablauf liegt der folgende Aufbau der erfindungsgemäßen Dickstoffpumpe zu Grunde.
Die zu dem Zusatzzylinder 22 führende Abzweigung 26 des Rohrabschnitts 24 ist koaxial
zu der Drehachse des Rohrabschnitts 24 angeordnet. In Verlängerung der Abzweigung
26 ist der Zusatzzylinder 22 angeordnet. Die Lagerung des Rohrabschnitts 24 erfolgt
durch ein erstes Drehlager, das an dem Ausgangsende 23 des Rohrabschnitts 24 angeordnet
ist, und durch ein zweites Drehlager, das zwischen der Abzweigung 26 des Rohrabschnitts
24 und dem Zusatzzylinder 22 angeordnet ist. Zwischen den beiden Drehlagern erstreckt
der Rohrabschnitt 24 sich durch den Vorfüllbehälter 16 hindurch. Der Sperrschieber
27 ist durch ein weiteres dazu koaxiales Drehlager gelagert. Das Drehlager des Sperrschiebers
27 ist mit der Abzweigung 26 des Rohrabschnitts 24 verbunden, so dass die Position
des Sperrschiebers 27 in dem Rohrabschnitt 24 unverändert bleibt, wenn der Rohrabschnitt
24 gedreht wird.
[0054] Das Betätigen des Rohrabschnitts 24 erfolgt durch einen Antrieb, der in einem Gehäuseteil
28 des Vorfüllbehälters angeordnet ist. Der Antrieb umfasst gemäß Fig. 3 bis 6 zwei
hydraulisch betätigte Zylinder 29, 30, die an einem Hebel des Rohrabschnitts 24 angreifen.
Durch Ausfahren des einen Zylinders und Einfahren des anderen Zylinders wird der Rohrabschnitt
24 um die Drehachse gedreht. Der Antrieb 29, 30 ist vom Vorfüllbehälter 16 aus gesehen
in Richtung Fahrzeugheck angeordnet.
[0055] Der Antrieb für den Sperrschieber 27 ist auf der anderen Seite des Vorfüllbehälters
16 angeordnet. Der Antrieb umfasst ebenfalls zwei hydraulisch betätigte Zylinder 31,
32, die an einem Hebel des Sperrschiebers 27 angreifen. Die hydraulisch betätigten
Zylinder 31, 32 werden passiv mitbewegt, wenn der Rohrabschnitt 24 gedreht wird. Durch
Aktives Betätigen der Zylinder 31, 32 wird der Sperrschieber 27 relativ zu dem Rohrabschnitt
24 bewegt. Der Antrieb 31, 32 ist vom Vorfüllbehälter 16 aus gesehen in Richtung Fahrzeugfront
angeordnet.
[0056] Das Gehäuseteil 28 des Vorfüllbehälters 16 bildet zusammen mit dem bewegbaren Rohrabschnitt
24, dem Sperrschieber 27, den beiden Antrieben 29, 30, 31, 32 und dem Zusatzzylinder
22 eine Baueinheit, die insgesamt von der Dickstoffpumpe gelöst werden kann. Dies
ermöglicht eine einfache Reinigung und Wartung der Pumpe.
1. Dickstoffpumpe mit einem ersten Förderzylinder (20), einem zweiten Förderzylinder
(21) und einem Zusatzzylinder (22) zum Überbrücken eines Übergangs zwischen dem ersten
Förderzylinder (20) und dem zweiten Förderzylinder (21), und mit einem bewegbaren
Rohrabschnitt (24), der in einem ersten Zustand eine Verbindung zwischen dem ersten
Förderzylinder (20) und einem Auslass (23) der Dickstoffpumpe bildet und der in einem
zweiten Zustand eine Verbindung zwischen dem zweiten Förderzylinder (21) und dem Auslass
(23) der Dickstoffpumpe bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegbare Rohrabschnitt (24) einen schaltbaren Verschluss (27) umfasst, der zwischen
einem Eingangsende des bewegbaren Rohrabschnitts (24) und dem Zusatzzylinder (22)
angeordnet ist.
2. Dickstoffpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrabschnitt (24) um eine Drehachse drehbar gelagert ist und dass die Drehachse
konzentrisch zu einem Auslassende (23) des Rohrabschnitts (24) ausgerichtet ist.
3. Dickstoffpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (27) einen translatorisch und/oder rotatorisch verschiebbaren Sperrschieber
umfasst
4. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (27) schwenkbar ist, wobei die Schwenkachse koaxial zu der Drehachse
des bewegbaren Rohrabschnitts (24) ausgerichtet ist.
5. Dickstoffpumpe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (27) geöffnet ist, wenn einer der Förderzylinder (20, 21) in Vorwärts-Bewegung
ist, und dass der Verschluss (27) geschlossen ist, wenn der bewegbare Rohrabschnitt
(24) zwischen den Förderzylindern (20, 21) umgeschaltet wird.
6. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderzylinder (20, 21), mit dem der Rohrabschnitt (24) nach dem Umschalten des
Rohrabschnitts (24) gekoppelt ist, mit einer anfänglichen Vorwärts-Bewegung des Kolbens
einen Druck aufbaut, bevor der Verschluss (27) umgeschaltet wird.
7. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderzylinder (20, 21) in Ruhe sind, während der Rohrabschnitt (24) umgeschaltet
wird.
8. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrabschnitt (24) eine zu dem Zusatzzylinder (22) führende Abzweigung (26) umfasst.
9. Dickstoffpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzzylinder (22) koaxial zu der Drehachse des Rohrabschnitts (24) angeordnet
ist.
10. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegbare Rohrabschnitt (24) sich durch einen Vorfüllbehälter (16) der Dickstoffpumpe
hindurch erstreckt.
11. Dickstoffpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb für die Bewegung des Rohrabschnitts (24) auf der einen Seite des Vorfüllbehälters
(16) und ein Antrieb für die Bewegung des Verschlusses (27) auf der anderen Seite
des Vorfüllbehälters (16) angeordnet ist.
12. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein von den Förderzylindern (20, 21) und ein von dem Zusatzzylinder (22) kommender
Materialstrom unter einem Winkel von weniger als 90°, vorzugsweise weniger als 60°,
weiter vorzugsweise weniger als 45° zusammengeführt werden.
13. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorwärts-Bewegung des Zusatzzylinders (22) sich mit dem Ende der Vorwärts-Bewegung
des einen Förderzylinders (20, 21) und mit dem Beginn der Vorwärts-Bewegung des anderen
Förderzylinders (20, 21) überschneidet.
14. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzzylinder (22) durch einen von den Förderzylindern (20, 21) erzeugten Materialstrom
gespeist wird.
15. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegbare Rohrabschitt (24) und der Zusatzzylinder (22) Elemente einer Baueinheit
sind, die lösbar mit der Dickstoffpumpe verbunden ist.