[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kochfeldeinrichtung umfassend wenigstens
eine Aufstellplatte. Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum
Betreiben einer solchen Kochfeldeinrichtung.
[0002] Moderne Haushaltgeräte bieten einem Benutzer in der Regel eine Reihe von Programmunterstützungen
und/oder Automatikprogrammen an, um das Bedienen des Haushaltgerätes besonders komfortabel
zu gestalten.
[0003] Gerade bei Gargeräten kann ein Benutzer über teilweise oder sogar vollständig automatisierte
Garprozesse sehr bei der Zubereitung von Speisen unterstützt werden. So bieten manche
Kochfelder beispielsweise eine Siedepunkterkennung an. Bekannte Siedepunkterkennungen
nutzen oft Körperschallmessungen, um Rückschlüsse über einen Siedevorgang zu schließen.
Derartige Verfahren arbeiten in der Regel zuverlässig.
[0004] Nachteilig ist jedoch, dass mit Körperschallmessungen die Überwachung niedriger Leistungen
nicht möglich ist und dass beim Nachlegen oder Nachfüllen von kalten Lebensmitteln
keine Überwachung des Garprozesses stattfindet, bis erneut ein Siedevorgang über die
Körperschallmessung erkannt wird. Eine kontinuierliche Anpassung der Leistung an den
aktuellen Wärmebedarf kann nicht stattfinden. Zudem ist auch die Überwachung mehrerer
Gargefäße auf einem Kochfeld schwierig.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Benutzer bei der Zubereitung
von Speisen auf einem Kochfeld besser zu unterstützen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Kochfeldeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und durch ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Kochfeldeinrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 4. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den
Ausführungsbeispielen.
[0007] Die erfindungsgemäße Kochfeldeinrichtung umfasst wenigstens eine Aufstellplatte und
wenigstens eine, insbesondere wenigstens zwei Wiegeeinrichtungen Die Aufstellplatte
ist konfiguriert wenigstens ein Gargefäß aufzunehmen. Die Wiegeeinrichtungen sind
konfiguriert, in Einbaulage des Kochfeldes, eine auf die Aufstellplatte wirkende Gewichtskraft
zu erfassen.
[0008] Weiterhin ist der Aufstellplatte wenigstens eine Gargefäßidentifikationseinrichtung
zugeordnet. Die Gargefäßidentifikationseinrichtung ist konfiguriert die Aufstellfläche
eines auf der Aufstellplatte angeordneten Gargefäßes zu erfassen.
[0009] Die Begriffe Aufstellfläche und Fläche des Topfbodens und Topfgröße werden im Folgenden
synonym verwendet.
[0010] Die erfindungsgemäße Kochfeldeinrichtung umfasst weiterhin vorzugsweise wenigstens
eine Heizeinrichtung, mittels welcher auf der Aufstellplatte aufstehende Kochgefäße
erhitzt werden können. Dabei ist die Aufstellplatte insbesondere als Ceranscheibe
ausgebildet, auf welcher eine oder auch mehrere Kochstellen zur Verfügung gestellt
werden. Die Heizeinrichtung kann vorzugsweise wenigstens eine Induktionsspule, wenigstens
einen Gasbrenner und/oder wenigstens eine andersartige thermische Heizquelle umfassen.
[0011] Weiterhin ist vorzugsweise wenigstens eine Steuereinrichtung und/oder wenigstens
eine Bedieneinrichtung vorgesehen, über welche die Leistung wenigstens einer Heizeinrichtung
für wenigstens eine Kochstelle eingestellt werden kann.
[0012] Zudem ist die Kochfeldeinrichtung insbesondere derart ausgebildet, dass einem Benutzer
wenigstens ein Automatikprogramm und/oder wenigstens eine Kochunterstützung beim Zubereiten
von Speisen auf der erfindungsgemäßen Kochfeldeinrichtung zur Verfügung gestellt wird.
Dazu ist zweckmäßig wenigstens eine Steuer- und/oder Regelelektronik von der Kochfeldeinrichtung
umfasst oder der Kochfeldeinrichtung zugeordnet.
[0013] Die Kochfeldeinrichtung umfasst weiterhin vorzugsweise eine Gehäuseeinrichtung und/oder
eine Rahmeneinrichtung. Die Wiegeeinrichtungen können zwischen einer Rahmeneinrichtung
einerseits und der Aufstellplatte und/oder der Gehäuseeinrichtung andererseits angeordnet
sein. Hierbei ist die Rahmeneinrichtung vorzugsweise an der Arbeitsplatte befestigt
und die übrigen Teile der Kochfeldeinrichtung lagern mittels der Wiegeeinrichtungen
auf der Rahmeneinrichtung.
[0014] Auch andere Ausgestaltungen der Kochfeldeinrichtung sind erfindungsgemäß möglich.
Die Rahmeneinrichtung ist vorzugsweise teil der Gehäuseeinrichtung bzw. wird durch
die Gehäuseeinrichtung zur Verfügung gestellt und/oder ist als separates Bauteil ausgebildet.
So können beispielsweise die Wiegeeinrichtungen zwischen der Gehäuseeinrichtung und/oder
Rahmeneinrichtung und/oder der Arbeitsplatte einerseits und der Aufstellplatte andererseits
angeordnet sein.
[0015] Eine besonders günstige Ausführung sieht vor, dass die Wiegeeinrichtungen an der
Gehäuseeinrichtung gehalten sind und zur Erfassung einer Gewichtskraft einerseits
an der Aufstellplatte und andererseits an der Rahmeneinrichtung und/oder der Arbeitsplatte
anliegen.
[0016] Die Wiegeeinrichtungen umfassen vorzugsweise wenigstens eine Sensoreinrichtung, welche
insbesondere als Wiegesensor ausgebildet ist. Über einen derartigen Wiegesensor bzw.
über die Wiegeeinrichtungen kann die auf die Aufstellplatte wirkende Kraft ermittelt
werden. Dazu liegt die Aufstellplatte bevorzugt ausschließlich auf den Wiegeeinrichtungen
auf, sodass eine Belastung der Aufstellplatte besonders effektiv auf die Wiegeeinrichtungen
wirkt. Dadurch kann eine besonders detaillierte Erfassung der Gewichtsveränderung
erkannt werden, wodurch eine zweidimensionale Kartierung der auf die Aufstellplatte
aufgestellten Kochgefäße besonders genau erfolgen kann. Dabei liegt die Aufstellplatte
vorzugsweise direkt oder indirekt auf den Wiegeeinrichtungen auf.
[0017] Besonders bevorzugt sind die Wiegeeinrichtungen auf gegenüberliegenden Seiten des
Kochfeldes bzw. der Rahmeneinrichtung angeordnet, sodass besonders effektiv und genau
eine Gewichtsverlagerung bzw. eine Gewichtsveränderung auf dem Kochfeld bzw. auf der
Aufstellplatte ermittelt werden kann.
[0018] Erfindungsgemäß ist der Aufstellplatte wenigstens eine Gargefäßidentifikationseinrichtung
zugeordnet, wobei hierunter insbesondere zu verstehen ist, dass die Gargefäßidentifikationseinrichtung
Teil des Kochfeldes ist und/oder als separates Bauteil ausgebildet ist. Dabei kann
über eine derartige Gargefäßidentifikationseinrichtung beispielsweise eine Topfposition
auf der Aufstellplatte erkannt werden. Es ist aber zweckmäßig auch eine Topferkennung
möglich, bei welcher die Art des Topfes und insbesondere auch die Größe des Topfes
erkannt wird. Dabei kann insbesondere der Durchmesser des Topfbodens erkannt werden.
Weiterhin kann je nach Ausgestaltung der Gargefäßidentifikationseinrichtung auch erkannt
werden, wie der Füllstand des Gargefäßes ist und/oder ob beispielsweise ein Deckel
auf das Gargefäß aufgelegt ist oder nicht.
[0019] Vorzugsweise umfasst die Gargefäßidentifikationseinrichtung wenigstens eine Induktionsspule
bzw. nutz wenigstens eine Induktionsspule einer Heizeinrichtung. Dabei kann eine Topfpositionserkennung
bzw. die Erkennung der Größe des Topfes bzw. des Topfbodens auf der Aufstellplatte
durch eine Phasenverschiebung in den Induktionsspulen erkannt werden.
[0020] In anderen vorteilhaften Ausgestaltungen kann die Gargefäßidentifikationseinrichtung
auch alleine oder zusätzlich durch eine optische Erkennungseinrichtung wie beispielsweise
eine Kamera oder dergleichen zur Verfügung gestellt werden. Eine Kamera kann beispielsweise
oberhalb der Kochfeldeinrichtung angeordnet sein, wobei hier insbesondere die Integration
einer Kamera in eine über der Kochfeldeinrichtung angeordnete Dunstabzugshaube vorteilhaft
verwendet werden kann. Über eine Kamera können vorzugsweise sowohl die Position von
Gargefäßen auf der Aufstellfläche als auch die Topfgröße, ein aufgelegter Deckel und/oder
die Füllstandhöhe in einem Gargefäß erkannt werden.
[0021] In zweckmäßigen Weiterbildungen kann die Gargefäßidentifikationseinrichtung auch
in die Bedieneinrichtung der Kochfeldeinrichtung integriert sein. Dann kann beispielsweise
ein Benutzer über die Bedieneinrichtung einstellen, was für ein Gargefäß er benutzt.
So können der Kochfeldeinrichtung Informationen wie Topfgröße, Topfart, Topfdurchmesser
oder weitere Parameter zugeführt werden, die zur Steuerung eines Garvorgangs über
die Gewichtssensorik notwendig sind.
[0022] Die erfindungsgemäße Kochfeldeinrichtung bietet viele Vorteile. Durch die in die
Kochfeldeinrichtung integrierten Wiegeeinrichtungen und die Gargefäßidentifikationseinrichtung
kann eine besonders vorteilhafte Unterstützung des Benutzers bei einem Garvorgang
gewährleistet werden. Insbesondere kann einem Benutzer eine Kochassistenz zur Verfügung
gestellt werden, wie sie nachfolgend zum erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben
einer Kochfeldeinrichtung im Detail beschrieben wird.
[0023] Bevorzugt umfasst die Rahmeneinrichtung wenigstens zwei Formabschnitte zur Aufnahme
bzw. Befestigung jeweils wenigstens einer Wiegeeinrichtung. Dabei stellen derartige
Formabschnitte insbesondere vorgegebene Bereiche zur Verfügung, an denen die Wiegesensoren
vorgesehen werden. So können vordefinierte Stellen vorgegeben werden, wobei beispielsweise
bei einer rechteckigen Rahmeneinrichtung sechs Formabschnitte vorgesehen sein können.
Dann kann beispielsweise in jeder Ecke bzw. nahe den Ecken ein Formabschnitt und in
der Mitte der beiden Längsseiten ein Formabschnitt vorgesehen sein. So können je nach
Bedarf wenigstens zwei oder auch mehr Wiegeeinrichtungen zur Aufnahme der Aufstellplatte
positioniert werden.
[0024] Besonders bevorzugt sind drei Wiegeeinrichtungen vorgesehen, welche insbesondere
in der Form eines gleichseitigen Dreiecks angeordnet sind. Sind nur zwei Wiegeeinrichtungen
vorgesehen, ist eine Wiegeeinrichtung insbesondere an der einen Seite der Rahmeneinrichtung
und eine Wiegeeinrichtung an der gegenüberliegenden Seite der Rahmeneinrichtung angeordnet.
[0025] Über die Verwendung von wenigstens drei Wiegeeinrichtungen, welche dann vorzugsweise
in der Form eines gleichseitigen Dreiecks angeordnet sind, kann eine zweidimensionale
Karte der Gargefäße auf der Aufstellplatte generiert werden, wodurch Gewichtsveränderungen
auf der Aufstellplatte positionsgenau detektiert werden können. So kann auch bei der
Verwendung mehrerer Gargefäße auf der Kochfeldeinrichtung eine Gewichtsveränderung
einem bestimmten Gargefäß zugeordnet werden.
[0026] Bei kleinen Kochfeldern, beispielsweise einem Tischgerät mit nur einer Kochzone,
ist es auch möglich nur eine Wiegeeinrichtung einzusetzen. Hier können Wägezellen
verwendet werden, welche die auftretenden Momente bei unsymmetrischer Belastung kompensieren.
[0027] Durch das Auswerten der Kompensation der unsymmetrischen Belastung ist es möglich,
dass auch mit zwei Wiegeeinrichtungen oder sogar mit nur einer Wiegeeinrichtung eine
zweidimensionale Karte der Gargefäße auf der Aufstellplatte generiert werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere zum Betreiben einer Kochfeldeinrichtung,
wie sie zuvor beschrieben wurde. Dabei erfolgt eine Gewichtserkennung mittels der
Wiegeeinrichtungen und einer Gargefäßidentifikation mittels der Gargefäßidentifikationseinrichtung.
Über eine Gewichtserkennung und die Gargefäßidentifikation werden Rückschlüsse über
den Zustand eines Gargefäßes und/oder über den Zustand wenigstens eines Garvorgangs
in wenigstens einem Gargefäß gezogen.
[0028] Unter einem Zustand eines Gargefäßes wird insbesondere verstanden, ob auf das Gargefäß
ein Deckel aufgelegt ist oder nicht. Weiterhin wird unter einem Zustand des Gargefäßes
unter anderem insbesondere verstanden, ob das Gargefäß auf der Aufstellplatte verschoben
wird, angehoben wird, gekippt wird, ob in dem Gargefäß gerührt wird und/oder was für
ein Gargefäß verwendet wird.
[0029] Unter einem Zustand eines Garvorgangs in einem Gargefäß wird insbesondere erfindungsgemäß
verstanden, dass ermittelt wird, ob beispielsweise ein Siedepunkt erreicht wurde bzw.
ob eine Flüssigkeit in einem Gargefäß siedet.
[0030] Unter einem Siedeeindruck ist das Siedeverhalten, insbesondere in Bezug auf die Dichte
der zugeführten Wärmeleistung, zu verstehen. Bei geringer Leistungsdichte entstehen
wenige Siedeblasen am Topfboden, der Siedeeindruck ist schwach. Ein schwacher Siedeeindruck
wird beispielsweise mit "schwach kochen" oder "leise kochen" umschrieben. Bei hoher
Leistungsdichte entstehen viele Siedeblasen am Topfboden, welche sich ggf. zu großen
Dampfblasen vereinigen, der Siedeeindruck ist stark. Ein starker Siedeeindruck wird
beispielsweise mit "stark kochen" oder "sprudelnd kochen" umschrieben. Zur Erfassung
des Siedeeindrucks ist es erforderlich die Topfgröße bzw. den Querschnitt des Gargefäßes
zu bestimmen. Das Maß der zugeführten Leistung, der Gewichtsverlust durch Verdampfen
von Flüssigkeit bzw. die Gewichtsverlustrate, die Zeit und der Siedeeindruck können
so durch Berechnungen in Verhältnisse gesetzt und voneinander abgeleitet werden. Beispielsweise
kann errechnet werden nach welcher Zeit sich ein bestimmter Siedeeindruck einstellt.
Es ist somit erfindungsgemäß auch möglich längerfristig auf einen bestimmten Siedeeindruck
zu regeln.
[0031] Erfindungsgemäß wird die Leistung der Heizeinrichtung in Abhängigkeit der Leistungsdichte
gesteuert. Hierdurch wird es möglich einen bestimmten Siedeeindruck zu erhalten. Das
Lebensmittel im Fluid als Störgröße und Wärmesenke ist in dem erfindungsgemäßen Verfahren
und der erfindungsgemäßen Vorrichtung intrinsisch berücksichtigt.
[0032] Dass die Steuereinrichtung die Zufuhr der Heizleistung steuert um den Siedeeindruck
in Abhängigkeit des Soll-Siedeeindrucks zu regeln kann nach einer möglichen Ausführungsform
derart vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung die Zufuhr der Heizleistung steuert
um den Siedeeindruck in Abhängigkeit des Soll-Siedeeindrucks zu regeln.
[0033] Besonders bevorzugt werden die ermittelten Daten zur Gewichtserkennung und der Gargefäßidentifikation
von einer Steuereinrichtung bzw. einer Regelelektronik der Kochfeldeinrichtung weiterverarbeitet
und zur Steuerung der Heizeinrichtungen einer bestimmten Kochstelle verwendet. So
kann eine besonders genaue und vorteilhafte Kochassistenz für einen Benutzer zur Verfügung
gestellt werden.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet viele Vorteile. Insbesondere kann durch die
Gewichtssensorik und eine Positionserfassung eines Gargefäßes und/oder das Erkennen
einer Gargefäßart und/oder Gargefäßgröße eine besonders genaue bzw. exakte Ansteuerung
der Heizeinrichtungen für die entsprechende Kochstelle erfolgen.
[0035] Zudem können bestimmte Handlungen automatisch durch die Kochfeldeinrichtung erkannt
werden. Beispielsweise kann durch die Gewichtssensorik zusammen mit der Gargefäßidentifikation
erkannt werden, ob ein Deckel aufgelegt ist oder nicht. Zudem kann ein Fortkochen
besonders genau reguliert werden, wobei die Kochfeldeinrichtung weiterhin einen Garvorgang
derart genau steuern kann, dass Emissionen und Energie gespart werden. Zudem können
die Zugabe von Lebensmitteln und der Wärmebedarf bestimmter Lebensmittel erkannt werden,
woraufhin die Leistung kontinuierlich und optimal angepasst werden kann.
[0036] Bei herkömmlichen Verfahren ist die Unterscheidung einzelner Gargefäße wenn überhaupt
nur sehr aufwendig möglich. Weiterhin wird beispielsweise für die Siedepunkterkennung
oft der Körperschall gemessen, was jedoch dazu führt, dass niedrigere Leistungen nicht
überwacht werden können. Diese Nachteile werden durch die erfindungsgemäße Kochfeldeinrichtung
vermieden und es wird einem Benutzer eine besonders komfortable Kochassistenz bereitgestellt.
[0037] Bevorzugt wird wenigstens ein Bewegungsparameter ermittelt. Dabei wird erfindungsgemäß
unter einem Bewegungsparameter unter anderem das Verschieben eines Gargefäßes bzw.
die Geschwindigkeit, die Beschleunigung, Verzögerung, die Weglänge, die Richtung und/oder
die Rotation verstanden. So kann vorzugsweise alleine durch eine Gewichtsverlagerung
eines Gargefäßes oder auch zusammen mit der Gargefäßidentifikation ein Bewegungsparameter
ermittelt werden. Dann kann unter anderem erkannt werden, ob ein Topf bewegt bzw.
verschoben wird und wohin er verschoben wird. Weiterhin kann auch erkannt werden,
ob eine Rührbewegung in einem Topf durchgeführt wird.
[0038] Zweckmäßig wird für alle auf der Aufstellplatte angeordneten Gargefäße das Gewicht
kontinuierlich ermittelt, sodass der Garvorgang in jedem Gargefäß über den Gewichtsverlauf
kontrolliert werden kann. Dabei ist unter einer kontinuierlichen Ermittlung insbesondere
zu verstehen, dass derart viele Werte gemessen werden, dass ein ausreichend genauer
Gewichtsverlauf bestimmt wird.
[0039] Besonders bevorzugt wird wenigstens eine Bewegung eines Gargefäßes in wenigstens
ein Steuersignal umgewandelt. Dabei wird insbesondere aus wenigstens einem Bewegungsparameter
eine bestimmte Bewegung bestimmt bzw. abgeleitet. Durch das Umwandeln einer bestimmten
Bewegung in ein Steuersignal kann eine bestimmte Handlung für eine bestimmte Bewegung
vorgenommen werden. Beispielsweise kann die Leistung wenigstens einer Heizeinrichtung
geändert oder ausgestellt werden. Zudem ist es auch möglich, dass eine über der Kochfeldeinrichtung
angeordnete Dunstabzugshaube je nach Bewegung in der Leistung verändert betrieben
wird. Beispielsweise kann bei schnellen Rührbewegungen darauf geschlossen werden,
dass in einem Gargefäß eine erhöhte Dampfproduktion erfolgt. Dann kann die Leistung
der Dunstabzugshaube erhöht werden. Auch durch das Erkennen des Anhebens eines Deckels
kann die Dunstabzugshaube in der Leistung angepasst betrieben werden oder sogar erst
eingeschaltet werden.
[0040] In zweckmäßigen Ausgestaltungen erfolgt über den erkannten Zustand die Steuerung
wenigstens einer Heizeinrichtung. So kann vorzugsweise kontinuierlich die Leistung
der Heizeinrichtung an den aktuell benötigten Wärmebedarf angepasst werden. Dadurch
können Emissionen und Energie effektiv eingespart werden. Auch ein Fortkochen bzw.
Einkochen bzw. Reduzieren kann mittels einer Steuerung der Heizeinrichtung in Bezug
auf einen erkannten Zustand vorteilhaft erreicht werden.
[0042] Für schwaches Sieden sind das beispielsweise in etwa 3,7 W/cm
2. Für mittleres Sieden in etwa 5,2W/cm
2 und für starkes Sieden ca. 8,2 W/cm
2. Die Information über die Aufstellfläche des Topfes wird dabei vorzugsweise mittels
der Gargefäßidentifikationseinrichtung bestimmt. Als Richtwerte für die Gewichtsabnahme
für schwaches Sieden kann so beispielsweise ein Gewichtsverlust von ca. 0,1 g/min
pro cm
2 Topfboden, für mittleres Sieden von ca. 0,14 g/min pro cm
2 und für starkes Sieden 0,21 g/min pro cm
2 angenommen werden. Für einen kleinen Topf mit 14 cm Durchmesser und schwaches Sieden
bedeutet das somit eine Gewichtsveränderung von 16 g/min. Messungen mit einer Waage
haben dabei ergeben, dass man so mit 1 g Auflösung Kochleistungen regeln kann, die
weit unterhalb des Bereiches liegen, wo Siedegeräusche hörbar sind. Wird dem siedenden
Wasser nun ein kaltes Lebensmittel zugeführt, kann man das an der absoluten Gewichtsveränderung
des Topfes, aber auch an der Gewichtsveränderung pro Zeit sehen. Aufsteigende Dampfblasen
kondensieren am kalten Lebensmittel und der Topf verliert bei konstanter Leistung
weniger Gewicht. Analog dazu nimmt auch die Siedeintensität ab, weil nicht so viele
Dampfblasen die Oberfläche erreichen. Die Regelung erhöht daraufhin die Leistung,
bis wieder der gewünschte Gewichtsverlust pro Zeit erreicht wird. Über die Erfassung
eines zu schnellen Abnehmens bzw. Verlagerns von Gewicht können auch überkochende
Flüssigkeiten detektiert werden, da dann das Gewicht schneller abnimmt als es der
zugeführten Wärmemenge entspricht, bzw. in einen Bereich außerhalb der Topfausstellfläche
verlagert wird. Für letzteres ist mittels der Identifikationseinrichtung die Erfassung
der Verlagerung des Gewichts möglich.
[0043] Bevorzugt wird bei wenigstens einem Gargefäß als Zustand erkannt, ob ein Deckel aufliegt
oder nicht und oder ob eine Füllstandsänderung vorgenommen wird. Und einer Füllstandsänderung
kann insbesondere das Nachfüllen von Flüssigkeit und/oder das Reduzieren von Flüssigkeit
verstanden werden.
[0044] Besonders bevorzugt wird über die Steuerung der Heizeinrichtung und die Gewichtserkennung
erkannt, ob ein Deckel auf einem Gargefäß aufliegt oder nicht. So kann beispielsweise
die Heizeinrichtung kurz ausgeschaltet werden. Daraufhin wird überprüft, wie die Gewichtsreduktion
im Verlauf erfolgt. Liegt ein Deckel auf dem Gargefäß auf, wird aufsteigender Dampf
am Deckel kondensieren und zurück in das Gargefäß laufen. Liegt kein Deckel auf, wird
mehr Dampf aus dem Topf austreten und die Gewichtsabnahme wird größer sein. Nach dem
Erkennen, ob ein Deckel aufliegt oder nicht, kann die Leistung der Heizeinrichtung
wieder auf die für den Garvorgang vorgesehene Leistung eingestellt werden.
[0045] In zweckmäßigen Weiterbildungen wird die Gewichtsabnahme eines Gargefäßes mit der
für die verwendete Leistung vorbestimmten Gewichtsabnahme verglichen. Nimmt das Gewicht
des Gargefäßes zu schnell ab, lässt dies auf das Überkochen von einer Flüssigkeit
schließen.
[0046] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
[0047] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine rein schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Kochfeldeinrichtung in
einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 2
- eine rein schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Kochfeldeinrichtung in
einer Ansicht von oben;
- Figur 3
- eine rein schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Kochfeldeinrichtung in
einer Seitenansicht;
- Figur 4
- eine rein schematische Detailansicht von Bereich B in Figur 3; und
- Figur 5
- ein rein schematischer Gewichtsverlauf eines Gargefäßes während eines Garvorgangs.
[0048] In Figur 1 ist rein schematisch eine erfindungsgemäße Kochfeldeinrichtung 1 dargestellt,
die dem gezeigten Ausführungsbeispiel als Kochfeldeinrichtung 1 zum Einbau in eine
Arbeitsplatte 100 ausgebildet ist.
[0049] Die Kochfeldeinrichtung 1 umfasst dabei eine Gehäuseeinrichtung 2, welche in dem
gezeigten Ausführungsbeispiel in eine entsprechende Ausnehmung in die Arbeitsplatte
100 eingesetzt wird. In der Gehäuseeinrichtung 2 sind unter anderem die Leistungselektronik
und in dem gezeigten Ausführungsbeispiel mehrere Induktoren 7 einer Heizeinrichtung
8 vorgesehen, über welche auf der Kochfeldeinrichtung 1 ausstehende Gargefäße beheizt
werden können.
[0050] Zum Aufstellen von Kochgefäßen auf die Kochfeldeinrichtung 1 ist eine Aufstellplatte
4 vorgesehen, welche in dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine Ceranglasscheibe
9 bereitgestellt wird. Diese Aufstellplatte 4 liegt dabei auf Wiegeeinrichtungen 5
auf, welche an einer Rahmeneinrichtung 3 befestigt sind. Dadurch kann die auf die
Aufstellplatte 4 wirkende Kraft durch die Wiegeeinrichtungen 5 genau ermittelt werden.
[0051] Weiterhin ist angedeutet, dass auf der Aufstellplatte 4 mehrere Kochstellen 10 zur
Verfügung gestellt werden, von denen in der gezeigten Darstellung zwei Kochstellen
10 rein schematisch eingezeichnet sind.
[0052] Weiterhin umfasst die Kochfeldeinrichtung 1 eine Gargefäßidentifikationseinrichtung
50, welche in dem gezeigten Ausführungsbeispiel in die Kochfeldeinrichtung 1 integriert
ist. Dabei wird die Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 in der gezeigten Ausführungsform
durch die Induktoren 7 der Kochfeldeinrichtung 1 zur Verfügung gestellt. Über Phasenverschiebungen
in den Induktoren können sowohl die Topfposition als auch die Topfgröße optimal ermittelt
werden.
[0053] Durch eine Bewertung der Daten der Wiegeeinrichtungen 5 bzw. der Wiegesensorik und
der Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 kann eine sehr detaillierte zweidimensionale
Karte der Aufstellplatte 4 bzw. der Gewichtsverteilung auf der Aufstellplatte 4 ermittelt
werden. So kann über die Gewichtssensorik und die Gargefäßidentifikation beispielsweise
eine Gewichtsveränderung auch beim Aufstehen mehrerer Gargefäße für jedes einzelne
Gargefäß sehr genau bestimmt werden.
[0054] In Figur 2 ist die in Figur 1 gezeigte Kochfeldeinrichtung 1 in einer rein schematischen
Ansicht von oben dargestellt. Auch hier erkennt man den die Rahmeneinrichtung 3, an
welcher die Wiegeeinrichtungen 5 befestigt sind. Auf den Wiegeeinrichtungen 5 liegt
die Aufstellplatte 4 derart auf, dass eine Auswertung der auf die Aufstellplatte 4
wirkenden Kräfte über die Wiegeeinrichtungen 5 erfolgen kann.
[0055] In dieser Draufsicht erkennt man weiterhin, dass in der Rahmeneinrichtung 3 mehrere
Formabschnitte 6 vorgesehen sind, über welche ein Kontakt zu den Wiegeeinrichtungen
5 hergestellt werden kann bzw. soll. Dabei sind bei der dargestellten Ausführungsform
sechs Formabschnitte 6 vorgesehen, von denen drei an der einen Längsseite 11 und drei
an der gegenüberliegenden Längsseite 12 vorgesehen sind.
[0056] Je nach Ausgestaltung der Kochfeldeinrichtung 1 und je nach gewünschter Genauigkeit
können unterschiedlich viele Wiegeeinrichtungen 5 in die Kochfeldeinrichtung 1 integriert
werden. Insbesondere sind wenigstens zwei Wiegeeinrichtungen 5 vorgesehen, die dann
vorzugsweise an unterschiedlichen Längsseiten 11, 12 angeordnet sind.
[0057] Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei Wiegeeinrichtungen 5 vorgesehen, von denen
zwei an der Längsseite 11 und eine Wiegeeinrichtung 5 and der anderen Längsseite 12
angeordnet sind. Dabei sind die Wiegeeinrichtungen 5 derart in den Formabschnitten
6 vorgesehen bzw. angeordnet bzw. befestigt, dass ein im Wesentlichen gleichseitiges
Dreieck durch die Wiegeeinrichtungen 5 gebildet wird. Dies ist rein schematisch durch
die gestrichelten Linien angedeutet.
[0058] Über eine derartige Anordnung der Wiegeeinrichtungen 5 in der Art eines gleichseitigen
Dreiecks kann die Gewichtsveränderung auf der Aufstellplatte 5 positionsgenau ermittelt
werden. So kann beispielsweise allein durch die Wiegesensorik ermittelt werden, an
welcher Stelle auf der Aufstellplatte 4 eine Gewichtsveränderung stattfindet.
[0059] In Verbindung mit der Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 kann diese Gewichtsveränderung
beispielsweise einem bestimmten Gargefäß zugeordnet werden, wobei durch die Kombination
von Wiegesensorik und Gargefäßidentifikation eine sehr konkrete Auswertung der Gewichtsveränderung
vorgenommen werden kann.
[0060] Wird beispielsweise an einer bestimmten Stelle der Aufstellplatte 4 eine Gewichtsentlastung
detektiert, kann beispielsweise durch die Gargefäßidentifikationseinrichtung 50, welche
hier durch die Induktoren 7 der Kochfeldeinrichtung 1 zur Verfügung gestellt wird,
erkannt werden, dass die Gewichtsentlastung an einem Randbereich des Gargefäßes stattfindet.
So kann beispielsweise darauf geschlossen werden, dass die Gewichtsentlastung durch
eine Kippbewegung des Topfes durch das Anheben eines Griffs des Topfes erfolgt.
[0061] In Figur 3 ist rein schematisch eine seitliche Schnittansicht auf eine erfindungsgemäße
Kochfeldeinrichtung dargestellt. Die gestrichelten Kästchen oberhalb und unterhalb
der Kochfeldeinrichtung 1 deuten an, dass die Gefäßidentifikationseinrichtung 50 je
nach Ausgestaltung der Kochfeldeinrichtung 1 zugeordnet sein kann und beispielsweise
durch Induktoren 7 bereitgestellt wird.
[0062] In anderen Ausgestaltungen kann die Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 wie zuvor
der Kocheinrichtung 1 bzw. der Aufstellplatte 4 zugeordnet sein, wobei die Gargefäßidentifikationseinrichtung
50 dann beispielsweise in die Bedieneinrichtung der Kochfeldeinrichtung 1 integriert
ist. So ist es erfindungsgemäß auch möglich, dass die Gargerätidentifikation händisch
erfolgt. Dann kann beispielsweise ein Benutzer über die Bedieneinrichtung einstellen,
was für ein Gargefäß er benutzt, sodass beispielsweise der Durchmesser des Topfbodens
bekannt ist. Auch eine bestimmte Kochstelle könnte dann dem Gargefäß zugeordnet werden,
um die Position des Gargefäßes auf der Aufstellplatte zu bestimmen, falls mehrere
Gargefäße verwendet werden. Derartige Informationen können zum Beispiel in der Bedieneinrichtung
und/oder der Steuereinrichtung hinterlegt sein oder durch einen Benutzer händisch
nachgetragen werden.
[0063] Durch den gestrichelten Kasten oberhalb der Kochfeldeinrichtung 1 ist angedeutet,
dass die Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 auch als separates Bauteil ausgestaltet
sein kann, wobei die Gargerätidentifikationseinrichtung 50 dann beispielsweise wenigstens
eine Bilderfassungseinrichtung 51 wie z. B. eine Kamera 52 umfasst. Eine derartige
externe Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 beispielsweise in der Form einer Kamera
52 kann vorteilhaft unter anderem in eine Dunstabzugshaube oberhalb der Kochfeldeinrichtung
1 integriert werden.
[0064] Auch mittels einer derartigen Gargerätidentifikationseinrichtung 50 in der Form einer
Bilderfassungseinrichtung 51 kann eine effektive Erkennung bestimmter Gargefäße erreicht
werden. So sind unter anderem die Topfposition und die Topfart verschiedener Gargefäße
auf der Kochfeldeinrichtung 1 bzw. auf der Aufstellplatte 4 exakt ermittelbar. Zudem
kann weiterhin über eine derartige optische Gargefäßidentifikationseinrichtung 50
schnell und einfach erkannt werden, ob auf einem Gargefäß ein Deckel aufliegt oder
nicht und/oder wie der Füllstand in einem Gargefäß ist.
[0065] So kann beispielsweise über eine Füllstandsermittlung bei einem bestimmten Gargefäß
das Reduzieren von Flüssigkeiten optimal gesteuert werden. Dann ist zum Beispiel das
Eindicken bzw. Reduzieren von Saucen über eine Auswertung der Daten der Wiegeeinrichtungen
5 und der Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 optimal und je nach Ausgestaltung
der Kochfeldeinrichtung optimal steuer- bzw. regelbar.
[0066] In Figur 4 ist rein schematisch eine Detailvergrößerung des in Figur 3 mit "B" bezeichneten
Abschnitts dargestellt. Hier ist noch einmal rein schematisch dargestellt, wie eine
Wiegeeinrichtung 5 in einem Formabschnitt 6 der Rahmeneinrichtung 3 angeordnet ist.
[0067] Mit einer derart ausgebildeten Kochfeldeinrichtung 1 kann einem Benutzer eine besonders
komfortable Kochassistenz bereitgestellt werden. Beispielsweise können Automatikprogramme
die Daten der Wiegeeinrichtungen 5 und der Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 zur
Steuerung von Garprozessen verwenden.
[0068] In Figur 5 ist rein schematisch der Gewichtsverlauf über einen bestimmten Abschnitt
eines Garvorgangs über die Zeit dargestellt. Dabei ist in dem gezeigten Kurvenverlauf
dargestellt, wie mittels der erfindungsgemäßen Kochfeldeinrichtung 1 unter Verwendung
der Wiegeeinrichtungen 5 und der Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 eine Siedepunkterkennung
bereitgestellt werden kann.
[0069] So wird unter Verwendung der ermittelten Daten der Wiegeeinrichtungen 5 und der Gargefäßidentifikationseinrichtung
50 ein Gewichtsverlauf eines bestimmten Gargefäßes auf der Aufstellplatte 4 überwacht.
Zum Zeitpunkt t0 setzt sich das Gewicht eines bestimmten Gargefäßes aus dem Eigengewicht
des Gargefäßes und dem in dem Gargefäß befindlichen Lebensmittel, in diesem Fall Wasser,
zusammen.
[0070] Das Gargefäß wird mittels einer Heizeinrichtung beheizt und das Gewicht verändert
sich zunächst nicht, da die in dem Gargefäß befindliche Flüssigkeit zunächst aufheizen
muss. Zum Zeitpunkt t1 wurde ein Deckel auf das Gargefäß aufgelegt, was hier durch
Zunahme eines spezifischen Gewichts erkannt werden kann, wenn durch die Gargefäßidentifikationseinrichtung
50 ein bestimmtes Gargefäß erkannt wurde und das Gewicht des Deckels für dieses Gargefäß
bekannt ist. Andernfalls kann das Aufliegen eines Deckels auch wie später beschrieben
experimentell ermittelt werden.
[0071] Im weiteren Verlauf fängt das Wasser an zu verdunsten, wodurch das Gewicht des Gargefäßes
anfängt abzunehmen. Ein Siedepunkt kann dadurch erkannt werden, dass die Gewichtsabnahme
pro Zeit konstant wird.
[0072] Zum Zeitpunkt t2 wurde der Deckel wieder von Gargefäß abgenommen, was durch eine
spezifische Gewichtsreduktion erkannt wird. Beim Zeitpunkt t3 wurde kalte Flüssigkeit
in das Gargefäß nachgefüllt, wobei beim Zeitpunkt t4 der Deckel erneut auf das Gargefäß
aufgesetzt wurde.
[0073] Durch das Zugeben kalter Flüssigkeit siedet der Topfinhalt nicht mehr, wodurch das
Gewicht im Wesentlichen konstant bleibt. Ab dem Zeitpunkt t5 ist wieder eine Gewichtsabnahme
pro Zeiteinheit zu detektieren, wobei ein Siedepunkt erneut dadurch erkannt werden
kann, dass die Gewichtsabnahme pro Zeit konstant.
[0074] Allgemein kann beim Betreiben einer derartigen Kochfeldeinrichtung das Erreichen
eines Siedespunktes effektiv detektiert werden. Das Gewicht eines Gargefäßes wird
während eines Kochvorganges im Wesentlichen kontinuierlich gemessen. Dabei werden
insbesondere derart viele Messpunkte aufgenommen, dass ein Gewichtsverlauf zuverlässig
bestimmt werden kann.
[0075] Wenn die Flüssigkeit in dem Gargefäß bereits Siedetemperatur erreicht hat, bleibt
die Temperatur der Flüssigkeit konstant, obwohl Energie zugeführt wird. Sämtliche
zugeführte Energie in Verdampfung umgesetzt. Daraus folgt, dass das Gargefäß an Gewicht
verliert, und zwar proportional zur zugeführten Leistung.
[0077] Bei herkömmlichen Kochfeldern bewertet ein Benutzer oft die Stärke eines Siedevorganges
anhand der Blasenbildung im Gargefäß, z.B. schwaches, mittleres oder starkes Kochen.
Um für unterschiedliche Topfdurchmesser einen einheitlichen Eindruck vom schwachen
Kochen zu erzeugen, muss die Fläche des Topfbodens berücksichtigt werden. Einem größeren
Topfdurchmesser wird mehr Leistung zu geführt als einem kleineren, um einen einheitlichen
Eindruck vom schwachen Sieden zu erzeugen. Die Leistungsdichte und damit auch der
Gewichtsverlust pro Zeiteinheit und Fläche bleibt dabei konstant.
[0078] Für schwaches Sieden sind das beispielsweise in etwa 3,7 W/cm
2. Für mittleres Sieden in etwa 5,2W/cm
2 und für starkes Sieden ca. 8,2 W/cm
2. Die Information über die Fläche des Topfes wird dabei bei der erfindungsgemäßen
Kochfeldeinrichtung 1 mittels der Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 bestimmt.
Zur Bestimmung der Topfgröße werden dabei in dem gezeigten Ausführungsbeispiel die
Induktoren 7 der Heizeinrichtung 8 verwendet. Aus den elektrischen Größen eines oder
mehrerer Induktionsgeneratoren wird über eine Phasenverschiebung der Topfdurchmesser
bestimmt. Somit ist die Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
in die Kochfeldeinrichtung 1 integriert. In anderen Ausgestaltungen kann die Gargefäßidentifikationseinrichtung
50 aber auch als separates Bauteil vorgesehen sein. Beispielsweise kann die Gargefäßidentifikationseinrichtung
50 wenigstens eine Bilderfassungseinrichtung 51 umfassen, welche z.B. durch eine Kamera
52 zur Verfügung gestellt wird. Eine Kamera 52 kann vorzugsweise in eine Dunstabzugshaube
oberhalb der Kochfeldeinrichtung integriert sein.
[0079] Das bedeutet, dass man zur Einstellung des Siedeeindruckes bei einem ausschließlich
mit Wasser gefüllten Topf eigentlich lediglich den Durchmesser des Topfbodens benötigt
und über die Leistung der Kochstelle die gewünschte Leistungsdichte einstellen könnte.
Dieser gesteuerte Betrieb funktioniert leider nicht, wenn sich in dem Topf eine zeitveränderliche
Wärmesenke, beispielsweise durch ein zu erwärmendes Lebensmittel befindet. Ein Teil
der Dampfblasen kondensiert am Lebensmittel und weniger Dampfblasen erreichen die
Oberfläche, woraus folgt, dass sich der Siedeeindruck verändert.
[0080] Diese Störgröße kann berücksichtigt werden, wenn man erfindungsgemäß den Gewichtsverlust
pro Zeit auswertet, da bei dieser Messgröße die zeitlich veränderliche Wärmesenke
mit einbezogen wird. Am Lebensmittel kondensierender Dampf verlässt nicht den Topf
und der Gewichtsverlust pro Zeit verringert sich. Die Leistung kann dann kontinuierlich
an den Wärmebedarf des Lebensmittels angepasst werden, bis der für den gewünschten
Siedeeindruck erforderliche Gewichtsverlust pro Zeit und Fläche wieder eingestellt
ist.
[0081] Als Richtwerte für schwaches Sieden kann beispielsweise ein Gewichtsverlust von ca.
0,1 g/min pro cm
2 Topfboden, für mittleres Sieden von ca. 0,14 g/min pro cm
2 und für starkes Sieden 0,21 g/min pro cm
2 angenommen werden.
[0082] Für einen kleinen Topf mit 14 cm Durchmesser und schwaches Sieden bedeutet das eine
Gewichtsveränderung von 16 g/min. Messungen mit einer Waage haben dabei ergeben, dass
man mit 1 g Auflösung Kochleistungen regeln kann, die weit unterhalb des Bereiches
liegen, wo Siedegeräusche hörbar sind.
[0083] Wird dem siedenden Wasser nun ein kaltes Lebensmittel zugeführt, kann man das an
der absoluten Gewichtsveränderung des Topfes, aber auch an der Gewichtsveränderung
pro Zeit sehen. Aufsteigende Dampfblasen kondensieren am kalten Lebensmittel und der
Topf verliert bei konstanter Leistung weniger Gewicht. Analog dazu nimmt auch die
Siedeintensität ab, weil nicht so viele Dampfblasen die Oberfläche erreichen.
[0084] Die Regelung erhöht daraufhin die Leistung, bis wieder der gewünschte Gewichtsverlust
pro Zeit erreicht wird. Wenn ein Deckel auf den Topf aufgesetzt wird, kann das auch
an der absoluten Gewichtsveränderung festgestellt werden, da der Deckel ein bestimmtes
Gewicht hat. Wie beim Zugeben von einem kalten Lebensmittel wird die Gewichtsveränderung
zunächst kleiner werden, da Dampf am Deckel kondensiert. Die Regelung gleicht auch
dieses aus.
[0085] Die Information über das Vorhandensein des Deckels kann z.B. genutzt werden, um die
Fortkochleistung zu reduzieren, um ein Überkochen zu vermeiden. Wenn der Topf mit
aufgelegtem Deckel und einer undefinierten Menge an Lebensmitteln auf das Kochfeld
gestellt wurde, kann nicht anhand einer absoluten Veränderung ermittelt werden, ob
sich der Deckel auf dem Topf befindet.
[0086] In dem Fall ist es möglich, nach Erreichen des Siedepunktes die Leistungszufuhr kurz
zu unterbrechen. Bei einem Topf mit Deckel bleibt dann das absolute Gewicht konstant,
weil der Deckel eine Verdunstung vermeidet. Bei einem Topf ohne Deckel wird das Wasser
an der Oberfläche verdunsten und das Gewicht weiter abnehmen. Zeitgleich fällt mit
dem Gewicht auch die Wassertemperatur. Damit ist es möglich, messtechnisch zu erfassen,
ob der Deckel auf dem Topf aufliegt oder nicht. Ist ein Deckle auf den Topf aufgelegt,
wird der aufsteigende Dampf an diesem kondensieren und das Kondensat läuft zurück
in den Topf. Die Gewichtsveränderung ist bei einem Gargefäß mit Deckel somit anders
als bei einem Topf ohne Deckel.
[0087] Generell wird bei einem Aufheizvorgang zunächst sämtliche Energie zur Erwärmung des
Wassers genutzt. Erst wenn das Wasser eine bestimmte Temperatur erreicht hat, fängt
das Wasser an zu verdunsten. Es wird nur noch ein Teil der Wärmeenergie zur Erwärmung
des Wassers genutzt. Die Temperaturkurve des Wassers wird dann flacher.
[0088] Mit steigender Erwärmung verlässt immer mehr dampfförmiges Wasser den Topf, die Temperaturkurve
wird immer flacher, bis die Siedetemperatur erreicht ist. Dann verläuft die Kurve
horizontal.
[0089] Für das Gewicht des Topfes bedeutet das, dass es am Anfang konstant ist und dann
immer stärker abnimmt, bis am Siedepunkt die Gewichtsabnahme pro Zeiteinheit konstant
wird. Auf diese Weise lässt sich der Siedepunkt erkennen.
[0090] Die Effizienz des Ankochvorganges lässt sich steigern, in dem der Gewichtsverlust
pro Zeiteinheit auf einen maximalen Wert begrenzt wird. Auf diese Weise wird prozentual
mehr Energie in die Erwärmung des Wassers gesteckt, ohne das der Aufheizvorgang langsamer
verläuft.
[0091] Durch die positionsgenaue Ermittlung der Gewichtsabnahme kann somit das Kochverhalten
in einzelnen Gargefäßen auf der Aufstellplatte 4 ermittelt werden. So ist es möglich,
dass wie zuvor beschrieben eine Siedepunkterkennung für einzelne Gargefäße vorgenommen
wird. In anderen Anwendungsbeispielen kann auch ein Fortkochen optimal gesteuert werden
oder das Reduzieren von Flüssigkeiten überwacht, kontrolliert und gesteuert werden.
[0092] Allgemein ist es erfindungsgemäß möglich, dass mittels der erfindungsgemäß ausgestalteten
Kochfeldeinrichtung 1 die Wärmezufuhr bzw. die Heizleistung für bestimmte Gargefäße
optimal an den aktuellen Zustand des Gargefäßinhalts angepasst wird, wodurch Emissionen
und Energie eingespart werden können.
[0093] Weiterhin ist es durch die Gargefäßidentifikationseinrichtung 50 und die Wiegesensorik
möglich, bestimmte Bewegungen in oder an einem Gargefäß zu detektieren und diese in
wenigstens ein Steuersignal umzusetzen. So ist es beispielsweise möglich, dass eine
Rührbewegung in einem Topf erkannt werden kann, wobei die Gewichtssensorik derart
sensibel ist, dass sogar die Richtung der Rührbewegung erkannt werden kann.
[0094] Weiterhin kann das Verschieben und/oder das Drehen eines Gargefäßes erkannt werden,
wobei durch derartige Bewegungen bestimmte Handlungen initiiert werden können. Beispielsweise
kann durch die Gargefäßidentifikationseinrichtung und die Wiegesensorik erkannt werden,
ob ein Gargefäß von einer bestimmten Kochstelle entfernt wird. Dann kann die zuvor
benutzte Kochstelle beispielsweise ausgeschaltet werden. Weiterhin können auch starke
Rührbewegungen und/oder das Abnehmen eines Deckels erkannt werden, wodurch beispielsweise
auch externe Geräte wie beispielsweise eine Dunstabzugshaube in der Leistung verändert
betrieben werden können.
[0095] In einem anderen Anwendungsbeispiel wird bei einem Bratprozess wird mit hohen Leistungsdichten
gearbeitet, um die gewünschte Bräunung bei gleichzeitiger Vermeidung der Austrocknung
zu erzielen. Wenn dann ein Steak aus der Pfanne entnommen, kann die Leistungsdichte
durch das Erkennen der Gewichtsreduktion reduziert werden, bevor die reduzierte Wärmekapazität
sich in einem Temperaturanstieg bemerkbar macht.
[0096] Über ein zu schnelles Abnehmen von Gewicht können beispielsweise auch überkochende
Flüssigkeiten detektiert werden, da dann das Gewicht schneller abnimmt als es der
zugeführten Wärmemenge entspricht.
Bezugszeichenliste
[0097]
- 1
- Kochfeldeinrichtung
- 2
- Gehäuseeinrichtung
- 3
- Rahmeneinrichtung
- 4
- Aufstellplatte
- 5
- Wiegeeinrichtung
- 6
- Formabschnitte
- 7
- Induktor
- 8
- Heizeinrichtung
- 9
- Ceranglasscheibe
- 10
- Kochstelle
- 11
- Längsseite
- 12
- Längsseite
- 50
- Gargefäßidentifikationseinrichtung
- 51
- Bilderfassungseinrichtung
- 52
- Kamera
- 100
- Arbeitsplatte
1. Kochfeldeinrichtung (1) umfassend wenigstens eine Aufstellplatte (4), die konfiguriert
wenigstens ein Gargefäß aufzunehmen, wenigstens eine Heizeinrichtung (8), die konfiguriert
ist einem auf der Aufstellplatte (4) positionierten Gargefäß Heizleistung zur Erwärmung
eines im Gargefäß befindlichen Fluids zuzuführen, und wenigstens eine, insbesondere
wenigsten zwei Wiegeeinrichtungen (5), die konfiguriert sind, in Einbaulage der Kochfeldeinrichtung
(1), wenigstens eine auf die Aufstellplatte (4) wirkende Gewichtskraft zu erfassen,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufstellplatte (4) wenigstens eine Gargefäßidentifikationseinrichtung (50) zugeordnet
ist, welche konfiguriert ist die wenigstens eine Aufstellfläche eines auf der Aufstellplatte
(4) angeordneten Gargefäßes zu erfassen.
2. Kochfeldeinrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die Kochfeldeinrichtung (1), eine Steuereinrichtung
umfasst, welche konfiguriert ist die wenigstens eine Gewichtskraft und die wenigstens
eine Aufstellfläche einem Gargefäß zuzuordnen.
3. Kochfeldeinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuereinrichtung
konfiguriert ist über die Zeit einen Verlauf der Änderung der wenigstens einen Gewichtskraft
zu ermitteln und die Heizeinrichtung (8) in Abhängigkeit des Quotienten aus dem zeitlichen
Verlauf der wenigstens einen Gewichtskraft und der Aufstellfläche zu steuern.
4. Kochfeldeinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass drei Wiegeeinrichtungen (5) vorgesehen sind, die insbesondere in der Form eines gleichseitigen
Dreiecks angeordnet sind.
5. Kochfeldeinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kochfeldeinrichtung
(1) eine Eingabeeinrichtung umfasst, welche konfiguriert ist eine Benutzereingabe,
insbesondere ein Soll-Siedeeindruck, zu erfassen.
6. Verfahren zum Betreiben einer Kochfeldeinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
a) die wenigstens eine Gewichtskraft wenigstens eines Fluids oder wenigstens eines
Gargefäßes mit Fluid wird von den Wiegeeinrichtungen (5) während der Zubereitung laufend
oder in bestimmten Zeitintervallen oder zu bestimmten Zeiten ermittelt;
b) dem wenigstens einen Fluid wird über die Heizeinrichtung (8) Heizleistung zugeführt;
c) die Informationen der ermittelten wenigstens einen Gewichtskraft wird zur Auswertung
einer Steuereinrichtung zugeführt;
dadurch gekennzeichnet, dass
d) mittels einer Gargefäßidentifikationseinrichtung (50) die wenigstens eine Aufstellfläche
wenigstens eines Gargefäßes ermittelt wird;
e) mittels der Steuereinrichtung die wenigstens eine Aufstellfläche und die wenigstens
eine Gewichtskraft wenigstens einer Heizeinrichtung (8) zugeordnet wird;
f) wobei
aus dem Zeitlichen Verlauf der Änderung der wenigstens einen Gewichtskraft und der
wenigstens einen Aufstellfläche auf einen Siedeeindruck des Fluids geschlossen wird
und/oder
aus dem Zeitlichen Verlauf der Änderung der wenigstens einen Gewichtskraft und der
wenigstens einen Aufstellfläche der Verlauf eines Erwärmungsniveaus des Fluids bestimmt
wird und über Ermittlung des Verlaufes des Erwärmungsniveaus auf den Siedeeindruck
des Fluids geschlossen wird;
g) und von der Steuereinrichtung zur Beeinflussung des Siedeeindrucks die Zufuhr der
Heizleistung gesteuert wird.
7. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch 6, wobei wenigstens ein Bewegungsparameter
ermittelt wird.
8. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei wenigstens eine Bewegung
eines Gargefäßes in wenigstens ein Steuersignal umgewandelt wird.
9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei mittels einer Eingabeeinrichtung
eine Benutzereingabe erfasst wird und wenigstens einer der folgenden Schritte durchgeführt
wird:
aa) der aktuelle Siedeeindruck in der Steuereinrichtung als Soll-Siedeeindruck festgelegt
und/oder gespeichert wird;
bb) mit der Benutzereingabe ein vorgegebener Soll-Siedeeindruck oder ein gespeicherter
Soll-Siedeeindruck ausgewählt wird;
cc) die Steuereinrichtung die Zufuhr der Heizleistung steuert um den Siedeeindruck
in Abhängigkeit des Soll-Siedeeindrucks zu regeln;
10. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei anhand der Auswertung
des Verlaufes des Erwärmungsniveaus und/oder des Verlaufes des Siedeeindrucks die
Zufuhr der Heizleistung gesteuert wird.
11. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche6 bis 10, wobei bei wenigstens einem
Gargefäß eine Siedepunkterkennung durchgeführt wird.
12. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 11, wobei bei wenigstens einem
Gargefäß der Zustand des Gargefäßes erkannt wird und/oder über die Steuerung der Heizeinrichtung
und die Gewichtserkennung erkannt wird, ob ein Deckel auf einem Gargefäß aufliegt.
13. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 12, wobei die Veränderung der
Gewichtskraft eines Gargefäßes mit der für die verwendete Leistung vorbestimmten Veränderung
der Gewichtskraft verglichen wird.