Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Übertragen von Daten
an ein elektronisches System, insbesondere zum Übertragen einer Produktnummer an ein
elektronisches Bestellsystem.
Stand der Technik
[0002] Der elektronische Handel erfreut sich einer immer grösseren Beliebtheit. Eine häufige
Bestellung desselben Artikels ist jedoch nach wie vor mühsam, da ein Kunde jedes Mal
die Webseite des Verkäufers aufrufen, den Artikel auf der Webseite suchen und anschliessend
den Bestellvorgang manuell auslösen muss. Zwar existieren bei einigen Anbietern verfahren,
bei denen ein Artikel mit nur einem Maus-Click bestellt werden kann, allerdings muss
ein Kunde den Artikel immer noch auf der Webseite des Anbieters manuell suchen.
[0003] Um eine möglichst einfache Handhabung von Bestellung immer desselben Artikels zu
erleichtern, sind im Stand der Technik einige Lösungen vorbekannt.
[0004] Die
US 2015/0332382 A1 (Panasonic) beschreibt zum Beispiel ein Datenverarbeitungssystem zum Durchführen
eines Bestellvorgangs. Das System ist mit einer oder mehreren Bestellvorrichtungen
verbunden, mit denen eine bestimmte Bestellung ausgelöst werden kann und verfügt über
ein oder mehrere Terminals mit einem Bildschirm. Beim Auslösen einer Bestellung durch
eine Bestellvorrichtung wird auf einem dieser zugeordneten Terminal eine Bestätigung
angezeigt sowie eine Widerrufsfrist ausgelöst, in welcher die Bestellung widerrufen
werden kann. Die Bestellvorrichtung kann einen Druckknopf, einen Speicher sowie eine
Kommunikationseinheit umfassen, wobei durch Drücken des Druckknopfes im Speicher gespeicherte
Daten über die Kommunikationseinheit an einen Server übermittelt werden. Die Daten
enthalten dabei Informationen zu einem zu bestellenden Produkt.
[0005] Die
US 2015/106228 A1 (G. S. Shuster) betrifft Verfahren und Systeme zur Vereinfachung von Nachbestellungen
für Verbrauchsmaterial. Hierbei wird ein Gerät, welches eine Referenz auf Bestellungsdaten
codiert, mit dem Verbrauchsmaterial ausgeliefert. Zur Nachbestellung kann das Gerät
mit einer Vorrichtung verbunden werden, welche die codierte Referenz ausliest und
an den Dienstleister übermittelt, wonach automatisch ein Bestellvorgang ausgelöst
wird. Ein Bestellvorgang kann auch ausgelöst werden, wenn ein Sensor des Geräts einen
bestimmten Mindestfüllstand des Verbrauchsmaterials misst.
[0006] Die
US 8,490,871 B1 (Amazon) beschreibt Verfahren zur Nachbestellung von Produkten, bei welchen ein maschinenlesbarer
Code, der einem bestimmten Produkt sowie dem Kunden zugeordnet ist, mittels eines
mobilen Geräts eingelesen wird, um eine Nachbestellung auszulösen Ist das gewünschte
Produkt nicht verfügbar, wird dem Besteller ein Alternativprodukt vorgeschlagen.
[0007] Die
EP 2 299 398 A1 betrifft ein Verfahren und ein System zum Aufgeben von Bestellungen via Internet.
Dabei wird das Client-System des Bestellers über eine Identifikation erkannt, mit
einem einzigen Mausklick kann dann der Besteller die Bestellung eines angezeigten
Produkts auslösen. Beim Server wird die Identifikation weiteren Nutzerinformationen
(z. B. der Adresse, Zahlungsinformationen usw.) zugeordnet.
[0008] Die Firma Amazon® hat unter dem Namen "Dash Button" eine Vorrichtung auf den Markt
gebracht, mit welcher eine Bestellung für ein bestimmtes Produkt eines Anbieters per
Knopfdruck ausgelöst werden kann. Die Vorrichtung muss zunächst über ein weiteres
mobiles Gerät konfiguriert werden, was die Inbetriebnahme aufwändig gestaltet. Ferner
kann über eine Vorrichtung jeweils nur für ein einziges Produkt eine Bestellung ausgelöst
werden.
Darstellung der Erfindung
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörende
Vorrichtung zu schaffen, welche eine möglichst einfache Übertragung von Daten an ein
elektronisches System ermöglicht, wobei die zu übertragenden Daten auf möglichst einfache
Weise individuell angepasst werden können.
[0010] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der
Erfindung umfasst eine Vorrichtung zum Übertragen von Daten an ein elektronisches
System ein Gehäuse mit mindestens einer Taste, eine Steuerungseinheit mit wenigstens
einem drahtlosen Kommunikationsmodul, mit welchem die Vorrichtung Daten an das elektronische
System übertragen kann, sowie mindestens eine Leseeinrichtung für Codierkarten. Das
Gehäuse weist wenigstens einen Befestigungsbereich zum lösbaren Befestigen einer Codierkarte
auf, wobei die Steuerungseinheit derart ausgebildet ist, dass diese mittels der mindestens
einen Leseeinrichtung Daten aus einer am wenigstens einen Befestigungsbereich angebrachten
Codierkarte ausliest und diese bei einem Druck auf die Taste mittels des drahtlosen
Kommunikationsmoduls an das elektronische System übermittelt. Vorzugsweise erfolgt
die Übertragung einer Produktnummer an ein elektronisches Bestellsystem.
[0011] Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung kann ein Benutzer durch Anbringen unterschiedlicher
Codierkarten die zu übermittelnden Daten sehr schnell und einfach verändern. So kann
beispielsweise durch einen Wechsel einer auf dem wenigstens einen Befestigungsbereich
angebrachten Codierkarte mit der erfindungsgemässen Vorrichtung eine Bestellung für
ein anderes Produkt ausgelöst werden. Hierbei ist keinerlei Konfiguration oder Programmierung
der Vorrichtung oder einer anderen Komponente des elektronischen Systems notwendig.
[0012] Vorzugsweise handelt es sich beim elektronischen System um ein Bestellsystem eines
Händlers. In einer Ausführungsform umfasst das elektronische System ferner ein Verarbeitungssystem
eines Vermittlers, welches die übertragenen Daten empfängt, verarbeitet und anschliessend
in veränderter oder unveränderter Form an ein Bestellsystem eines Händlers weiterleitet.
In der vorliegenden Anmeldung wird als "Vermittler" eine Person oder Firma verstanden,
welche Dienstleistungen zwischen Kunden und Händlern vermittelt.
[0013] Die Übermittlung erfolgt vorzugsweise über mindestens ein Datennetzwerk, insbesondere
über ein Mobilfunknetzwerk oder über das Internet. Vorzugsweise erfolgt die Übermittlung
über eine Abfolge von Datennetzwerken, beispielsweise von der Vorrichtung über ein
"wireless local access network" (WLAN) zu einem Router und anschliessend vom Router
zum elektronischen System über das Internet.
[0014] Daher ist das drahtlose Kommunikationsmodul vorzugsweise zur Übermittlung von Daten
mittels Funkwellen ausgebildet. Alternativ kann das drahtlose Kommunikationsmodul
jedoch auch derart ausgestaltet sein, dass diese Daten auf eine andere Weise drahtlos
an einen Empfänger übermitteln kann, beispielsweise mittels Infrarotstrahlung, Tonsignalen
oder Ultraschall. Der Empfänger ist dann vorzugsweise in der Lage, die empfangenen
Daten an mindestens ein Datennetzwerk weiterzuleiten.
[0015] Das Gehäuse kann eine beliebige Form aufweisen, wie beispielsweise quaderförmig oder
polyedrisch. Das Gehäuse ist vorzugsweise aus einem Polymer hergestellt, insbesondere
einem thermoplastischen Polymer, wie zum Beispiel Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS),
Polyvinylchlorid (PVC), Polycarbonat, Polyethylen oder Polypropylen. Alternativ kann
das Gehäuse jedoch auch aus einem anderen, geeigneten Material hergestellt sein, beispielsweise
aus einem Metall.
[0016] Die mindestens eine Taste ist insbesondere als Druckknopf ausgestaltet. Als "Taste"
im Sinne der vorliegenden Anmeldung wird eine definierte Fläche verstanden, welche
durch Berührung eines Benutzers ein elektrisches Signal auszulösen vermag. Nebst dem
erwähnten Druckknopf kann die mindestens eine Taste beispielsweise auch als Kippschalter
oder Touchscreen ausgestaltet sein. Die mindestens eine Taste ist vorzugsweise an
einer Aussenseite des Gehäuses angeordnet. Alternativ kann auch mindestens eine Aussenfläche
oder ein Teil mindestens einer Aussenfläche des Gehäuses relativ zum Rest des Gehäuses
beweglich ausgebildet sein und als Taste dienen. Die Vorrichtung kann über eine beliebige
Anzahl an Tasten verfügen. Insbesondere bevorzugt verfügt die Vorrichtung jedoch über
1 bis 5 Tasten.
[0017] Die Steuerungseinheit ist elektrisch mit der mindestens einen Taste, dem wenigstens
einen drahtlosen Kommunikationsmodul sowie der mindestens einen Leseeinrichtung verbunden.
Die Steuerungseinheit verfügt vorzugsweise über eine elektronische Schaltung, mit
welcher die erwähnten Komponenten der Vorrichtung angesteuert werden können. Zur Stromversorgung
der Steuerungseinheit und der weiteren Komponenten der Vorrichtung ist im Gehäuse
vorzugsweise mindestens eine Energiequelle angeordnet. Als Energiequelle wird vorzugsweise
eine Batterie, ein Akkumulator, eine Solarzelle oder ein piezoelektrischer Nanogenerator
verwendet.
[0018] Der wenigstens eine Befestigungsbereich für eine Codierkarte ist auf einer Aussenseite
des Gehäuses angeordnet. Der wenigstens eine Befestigungsbereich verfügt über geeignete
Mittel, um eine Codierkarte lösbar auf oder mit diesem zu befestigen. Vorzugsweise
ermöglichen die Mittel eine vorübergehende, lösbare Befestigung einer Codierkarte
auf oder mit dem Befestigungsbereich.
[0019] Die Steuerungseinheit ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass beim Befestigen
einer Codierkarte an oder mit dem mindestens einen Befestigungsbereich die Daten automatisch
ausgelesen und vorzugsweise in einem Speichermodul der Steuerungseinheit gespeichert
werden. Dies kann beispielsweise durch eine periodische Leseabfrage durch die Leseeinrichtung
sichergestellt werden, z.B. im Abstand von 60 Minuten oder 30 Minuten. Alternativ
kann die Steuerungseinheit auch derart ausgestaltet sein, dass ein Auslesen einer
Codierkarte mittels der wenigstens einen Leseeinrichtung nur nach Empfang eines entsprechenden
Steuersignals ausgelöst wird. Ein Steuersignal kann durch eine bestimmte Handlung
eines Benutzers der Vorrichtung erzeugt werden, beispielsweise durch Betätigen der
mindestens einen Taste für eine bestimmte Zeitdauer, z.B. länger als 5 Sekunden. Falls
die Vorrichtung über mehr als eine Taste verfügt, kann ein Steuersignal insbesondere
durch gleichzeitiges Betätigen von mehr als einer Taste erzeugt werden.
[0020] Die Codierkarte verfügt über Mittel, mit denen die Daten auf der Codierkarte hinterlegt
werden können. Dabei kann es sich um mechanische Mittel, wie zum Beispiel einer Lochmatrix
oder Aussparungen an mindestens einer Kante der Codierkarte handeln. Dementsprechend
verfügt die mindestens eine Leseeinrichtung über einen optischen Sensor, mit welchem
die Lochmatrix oder die Aussparungen erfasst werden können oder über mechanische Schalter,
die durch die Lochmatrix oder die Aussparungen geschlossen oder geöffnet werden. Je
nachdem, in welchem Muster die Lochmatrix oder die Aussparungen angeordnet sind, lassen
sich unterschiedliche Daten hinterlegen.
[0021] Ferner kann die Codierkarte auch über mindestens einen Magnetstreifen verfügen, auf
dem die Daten gespeichert sind. Weiter kann auf der Codierkarte auch ein Speicherchip
zur Speicherung der Daten angeordnet sein, wobei das Auslesen des Chips entweder über
elektrische Kontakte oder drahtlos erfolgt.
[0022] Die Codierkarte ist vorzugsweise aus Papier, Karton oder einem Polymer, insbesondere
Polyethylenterephthalat (PET) gefertigt. Auf der Codierkarte sind vorzugsweise Informationen
aufgedruckt, wie zum Beispiel die Art der Daten, die auf der Codierkarte hinterlegt
sind. Ferner kann auf der Codierkarte auch der Name oder das Logo eines Dienstleisters
aufgedruckt sein, beispielsweise eines Händlers oder eines Vermittlers.
[0023] Vorzugsweise ist die mindestens eine Leseeinrichtung eine Leseeinrichtung für RFID
Transponder, welche die Daten aus einer am wenigstens einen Befestigungsbereich angebrachten
Codierkarte, die als RFID-Transponder ausgestaltet ist, ausliest.
[0024] Leseeinrichtungen für RFID (radio-frequency identification) Transponder sind im Stand
der Technik bekannt. Vorzugsweise ist die Leseeinrichtung eine Leseeinrichtung für
passive RFID-Transponder. Dies erlaubt das Auslesen von einfachen, passiven RFID-Transponder,
welche über keine eigene Energiequelle verfügen müssen. Alternativ verfügt die Vorrichtung
jedoch auch über mindestens eine Leseeinrichtung für semi-passive oder aktive RFID-Transponder.
Unter dem Begriff "RFID-Transponder" fallen im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch
Transponder, welche Daten gemäss dem Nahfeldkommunikationsübertragungsstandard ("near
field communication", NFC) übertragen können. Unter dem Begriff "RFID-Transponder"
wird in der vorliegenden Anmeldung insbesondere eine Einheit verstanden, welche durch
Modulation von magnetischen Wechselfeldern, die von einer Leseeinrichtung erzeugt
werden, Daten an diese Leseeinrichtung übermitteln können.
[0025] Alternativ bevorzugt weist die mindestens eine Leseeinrichtung Kontaktpunkte aus
einem elektrisch leitfähigen Material auf, welche zumindest teilweise mit elektrisch
leitenden Flächen einer am wenigstens einen Befestigungsbereich angebrachten Codierkarte
in Berührung stehen.
[0026] Vorzugsweise wird mindestens ein spezifischer Kontaktpunkt der Leseeinrichtung mit
Strom beaufschlagt. Über die Berührung einer entsprechenden ersten elektrisch leitenden
Fläche auf der Codierkarte wird der Strom auf die Codierkarte geleitet. Vorzugsweise
ist diese erste elektrisch leitende Fläche mittels Leiterbahnen mit einer Anzahl spezifischer
weiterer elektrisch leitender Flächen der Codierkarte verbunden. Dadurch fliesst der
Strom von der ersten elektrisch leitenden Fläche zu dieser Anzahl spezifischer elektrisch
leitender Flächen. Diese wiederum stehen in Berührung mit Kontaktpunkten der Leseeinrichtung
und leiten so den Strom auf diese Kontaktpunkte weiter. Die Steuerungseinheit kann
auslesen, welche dieser Kontaktpunkte einen Stromfluss aufweisen. Anhand der Anzahl
und der spezifischen Kombination der einen Stromfluss aufweisenden Kontaktpunkte kann
die Steuerungseinheit die Daten auslesen. Das heisst, dass durch die Einspeisung des
Stroms über die erste elektrisch leitende Fläche der Codierkarte der Strom auf weitere
elektrisch leitende Flächen weitergeleitet wird, die in einem bestimmten Muster angeordnet
sind. Dieses Muster codiert für bestimmte Daten. Beispielsweise lässt sich derart
ein Binärcode auslesen. Um den Informationsgehalt einer derartigen Codierkarte zu
erhöhen, können einzelne Leiterbahnen zusätzlich mit unterschiedlichen Widerständen
bestückt werden, wobei die Steuerungseinheit zusätzlich bei allen Kontaktpunkten die
Spannung oder Stromstärke misst. Dadurch können je nach gemessener Spannung oder Stromstärke
über eine einzelne elektrisch leitende Fläche unterschiedliche Informationen übertragen
werden. Die Codierkarte codiert demnach über die Anzahl und Anordnung sowie allenfalls
über die Widerstände der Leiterbahnen die durch die Leseeinheit ausgelesenen Daten.
[0027] Die Kontaktpunkte der Leseeinrichtung beziehungsweise die elektrisch leitenden Flächen
auf der Codierkarte sind vorzugsweise in der Form einer zweidimensionalen Matrix angeordnet.
Alternativ können die Kontaktpunkte beziehungsweise die elektrisch leitenden Flächen
auch in einer oder mehreren Reihen angeordnet sein. Je höher die Anzahl an Kontaktpunkten
und elektrisch leitenden Flächen desto höher der Informationsgehalt der Daten, die
auf der Codierkarte hinterlegt werden können.
[0028] Ferner kann auch vorgesehen sein, dass mehr als nur ein Kontaktpunkt mit einem Strom
beaufschlagt wird.
[0029] Die Leiterbahnen werden vorzugsweise auf die Codierkarte mit einer elektrisch leitfähigen
Tinte aufgedruckt. Alternativ können die Leiterbahnen auch mit elektrisch leitfähiger
Tinte auf eine Folie gedruckt werden, welche anschliessend auf eine Trägerkarte geklebt
wird. Trägerkarte und Folie bilden dann zusammen die Codierkarte.
[0030] Alternativ können die elektrisch leitfähigen Flächen und die Leiterbahnen aus einem
Metall, beispielsweise einer Metallfolie, hergestellt und auf die Codierkarte oder
auf eine Folie angebracht werden. Die elektrisch leitfähigen Flächen und die Leiterbahnen
können beispielsweise aus dem Metall oder der Metallfolie geschnitten, gestanzt, geätzt
oder auf eine dem Fachmann sonst bekannte Art hergestellt werden.
[0031] Die Steuerungseinheit ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass diese bei einem Druck
auf die Taste mittels der Leseeinrichtung Daten aus einer am wenigstens einen Befestigungsbereich
angebrachten Codierkarte ausliest und diese mittels des drahtlosen Kommunikationsmoduls
an das elektronische System übermittelt.
[0032] Dies ermöglicht eine möglichst einfache Handhabung der Vorrichtung, da bei einem
Auswechseln einer auf dem Befestigungsbereich angeordneten Codierkarte keine Handlung
vorgenommen werden muss, um die neuen Daten einzulesen. Auch entfällt ein energieaufwändiges,
periodisches Auslesen der Codierkarte durch die Leseeinrichtung.
[0033] Bevorzugt ist der mindestens eine Befestigungsbereich auf einer Oberfläche der mindestens
einen Taste angeordnet.
[0034] Dadurch wird für einen Benutzer schnell ersichtlich, welche Codierkarte der mindestens
einen Taste zugeordnet ist, insbesondere wenn die Codierkarte eine eindeutige Kennzeichnung
aufweist, beispielsweise ein Schriftzug oder ein Bild, welche mit den auf der Codierkarte
hinterlegten oder gespeicherten Daten in Zusammenhang steht.
[0035] Eine derartige Anordnung des Befestigungsbereichs ist insbesondere bei der Verwendung
einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Übertragen einer Produktnummer an ein elektronisches
Bestellsystem vorteilhaft, da auf der Codierkarte das Bild oder der Markenname des
Produkts aufgedruckt sein kann. So kann ein Benutzer der Vorrichtung jederzeit auf
einen Blick erkennen, für welches Produkt mit einer bestimmten Taste die Produktnummer
an das elektronische Bestellsystem übermittelt wird.
[0036] Der mindestens eine Befestigungsbereich ist vorzugsweise als eine zum Aufkleben einer
mit einer Klebefläche versehenen Codierkarte ausgebildete Oberfläche ausgestaltet.
[0037] Dadurch können als Klebeetiketten ausgestaltete Codierkarten schnell und einfach
auf dem mindestens einen Befestigungsbereich aufgeklebt werden. Vorzugsweise ist die
Oberfläche derart ausgebildet, dass sich eine entsprechende Codierkarte auch wieder
einfach und zerstörungsfrei vom Befestigungsbereich lösen lässt.
[0038] Alternativ verfügt der mindestens eine Befestigungsbereich über Formschlusselemente,
insbesondere über Nuten, mit denen sich eine Codierkarte formschlüssig am Gehäuse
lösbar befestigen lässt.
[0039] Die Formschlusselemente sind vorzugsweise derart ausgestaltet, dass sich eine Codierkarte
einfach in diese einschieben und wieder herausschieben lässt.
[0040] Vorzugsweise ist am Gehäuse eine Anzeigevorrichtung angeordnet, welche von der Steuerungseinheit
angesteuert wird, um einem Benutzer den Status der Übermittlung der Daten anzuzeigen,
insbesondere die erfolgreiche Übermittlung der Daten an das elektronische System.
[0041] Vorzugsweise ist die Anzeigevorrichtung eine optische Anzeige, beispielsweise eine
Leuchtdiode. Ferner kann die Anzeigevorrichtung jedoch auch ein akustisches oder haptisches
Signal aussenden, um den Status der Übermittlung der Daten anzuzeigen. Eine erfolgreiche
Datenübermittlung kann beispielsweise durch eine aufleuchtende grüne Leuchtdiode,
einen bestimmten Ton oder Tonfolge oder durch eine Vibrationssequenz angezeigt werden.
War die Datenübertragung nicht möglich, beispielsweise weil keine Verbindung zum elektronischen
System aufgenommen oder keine Daten aus der Codierkarte ausgelesen werden konnten,
so kann dies beispielsweise durch eine aufleuchtende rote Leuchtdiode, einen bestimmten
zweiten Ton oder durch eine zweite Vibrationssequenz angezeigt werden.
[0042] Alternativ kann als Anzeigevorrichtung auch einen LCD-Anzeige oder eine Anzeige mit
elektronischem Papier verwendet werden. Bei einer derartigen Anzeigevorrichtung können
noch weitere Informationen angezeigt werden, beispielsweise die übertragenen Daten
oder der Ladungszustand einer Stromquelle.
[0043] Vorzugsweise ist die Steuerungseinheit derart ausgestaltet, dass diese zusätzlich
Identifikationsdaten, welche der Vorrichtung zugeordnet sind, mit den von der Codierkarte
ausgelesenen Daten an das elektronische System übermittelt.
[0044] Durch die übermittelten Identifikationsdaten kann das elektronische System die übertragenen
Daten eindeutig einer Vorrichtung zuordnen. Vorzugsweise ist im elektronischen System
eine Datenbank hinterlegt, welche eine Verknüpfung der Identifikationsdaten mit persönlichen
Daten von Benutzern ermöglicht. So kann das elektronische System erkennen, von welchem
Benutzer die Daten übermittelt werden. Dadurch kann beispielsweise bei der Verwendung
der Vorrichtung zur Übermittlung einer Produktnummer an ein elektronisches Bestellsystem
festgestellt werden, welcher Benutzer welches Produkt mittels der Vorrichtung bestellt
hat.
[0045] Das wenigstens eine drahtlosen Kommunikationsmodul ermöglicht vorzugsweise eine Datenübertragung
mittels Funkwellen, insbesondere gemäss dem IEEE 802.11 Standard, dem IEEE 802.15.1
Standard und/oder gemäss dem Long Range Wide Area Network Standard.
[0046] Der IEEE 802.11 Standard ist unter dem Namen Wireless-Lan oder WiFi bekannt und entsprechende
Access-Points sind weitverbreitet. Der IEEE 802.15.1 Standard ist unter dem Namen
Bluetooth bekannt und im Bereich mobile Kommunikation weit verbreitet. Die Verwendung
mindestens eines dieser Datenübertragungsstandards gewährleistet somit eine möglichst
breite Kompatibilität der Vorrichtung. Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung werden
unter dem Begriff "IEEE 802.1 Standard" alle Normen gemäss IEEE 802.11 sowie deren
Erweiterungen erfasst. Ferner werden in der folgenden Anmeldung unter dem Begriff
"IEEE 802.15.1 Standard" alle Versionen der Bluetooth Core Spezifikationen umfasst.
[0047] Der Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) Standard ist eine durch die LoRa® Allianz
festgelegte Spezifikation für ein niederenergetisches Wide Area Network für kabellose,
batteriebetriebene Objekte. Die Verwendung des LoRaWAN Standards hat den Vorteil,
dass nur ein niedriger Energieverbrauch für die Datenübertragung an das elektronische
System nötig ist.
[0048] Vorzugsweise verfügt die Vorrichtung über mehr als ein drahtloses Kommunikationsmodul,
wobei die Kommunikationsmodule bevorzugt eine Datenübertragung über Funkwellen nach
unterschiedlichen Datenübertragungsstandards ermöglichen. Alternativ kann die Vorrichtung
jedoch auch über ein drahtloses Kommunikationsmodul verfügen, welches eine Datenübertragung
über Funkwellen gemäss mehr als einem Datenübertragungsstandard ermöglicht.
[0049] Vorzugsweise verfügt die Vorrichtung über mindestens zwei Tasten, wobei jeder Taste
auf dem Gehäuse ein Befestigungsbereich sowie eine Leseeinrichtung für eine Codierkarte
zugeordnet ist, und wobei die Leseeinrichtungen derart angeordnet und ausgestaltet
sind, dass jede Leseeinrichtung jeweils nur Daten von einem der entsprechenden Taste
zugeordneten Befestigungsbereich angebrachten Codierkarte ausliest.
[0050] Dadurch kann die Vorrichtung zur Übertragung unterschiedlicher Daten verwendet werden,
wobei bei Betätigung einer Taste nur diejenigen Daten an das elektronische System
übermittelt werden, welche von einer Codierkarte ausgelesen wurden, welche an oder
auf dem der Taste entsprechenden Befestigungsbereich angebracht ist.
[0051] Somit kann eine erfindungsgemäss Vorrichtung beispielsweise zur Übermittlung von
unterschiedlichen Produktnummern an ein elektronisches Bestellsystem verwendet werden.
[0052] Die vorliegende Anmeldung betrifft ferner ein Verfahren zum Übertragen von Daten
an ein elektronisches System, insbesondere zum Übertragen einer Produktnummer an ein
elektronisches Bestellsystem. In einem ersten Schritt wird eine Codierkarte auf einen
Befestigungsbereich einer Vorrichtung, insbesondere einer Vorrichtung gemäss der vorliegenden
Erfindung, befestigt, wobei auf der Codierkarte Daten, insbesondere Daten zu einem
Produkt, gespeichert sind. Die Daten werden anschliessend durch eine Steuerungseinheit
der Vorrichtung mittels einer Leseeinrichtung für Codierkarten ausgelesen. Bei Betätigung
eine Taste der Vorrichtung erfolgt eine Übermittlung der ausgelesenen Daten durch
die Steuerungseinheit an das elektronische System mittels wenigstens eines drahtlosen
Kommunikationsmoduls.
[0053] Mit dem erfindungsgemässen Verfahren werden vorzugsweise Waren bestellt, das heisst,
dass das elektronische System ein Bestellsystem eines Händlers ist. Alternativ bevorzugt
kann mit dem erfindungsgemässen Verfahren jedoch auch eine Dienstleistung bestellt
werden. Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Übertragen von Daten kann beispielsweise
in einem Fahrstuhl oder in einem Flur eines Gebäudes an einer Wand befestigt sein,
wobei durch Drücken der mindestens einen Taste ein Auftrag zum Erbringen einer Dienstleistung
an einen Dienstleister, beispielsweise einem Servicetechniker oder einem Hausdienst,
übermittelt werden. Bei der Dienstleistung kann es sich z.B. um Wartungsarbeiten oder
um Reinigungsarbeiten handeln. Die übermittelten Daten enthalten vorzugsweise Informationen,
die eine eindeutige Identifikation der Vorrichtung sowie Informationen zur bestellten
Dienstleistung enthält. Beispielsweise können die Daten die Adresse sowie der Standort
der Vorrichtung in einem Gebäude in Klartext beinhalten. Alternativ wird jedoch nur
eine Gerätenummer der Vorrichtung übertragen, wobei Adresse und Standort der Vorrichtung
in einer Datenbank im elektronischen System hinterlegt sind. Die Daten zur bestellten
Dienstleistung können entweder in den Daten enthalten sein, beispielsweise als Volltext
oder die Daten enthalten alternativ eine für die bestellte Dienstleistung spezifische
Identifikationsnummer, wobei das elektronische System eine Datenbank enthält, mit
welcher die Identifikationsnummer mit der Dienstleistung verknüpft. Die Daten über
die Dienstleistung sind vorzugsweise in der mindestens einen Codierkarte gespeichert
und werden durch die Vorrichtung von dieser ausgelesen.
[0054] Das elektronische System generiert nach Erhalt der Daten einen entsprechenden Auftrag
an den Dienstleister. Hierzu kann beispielsweise durch das elektronische System eine
E-Mail mit einem Auftrag generiert und an den Dienstleister versendet werden. Der
Auftrag enthält zumindest Informationen zum Standort der Vorrichtung, von welcher
die Daten erhalten wurden, sowie zu der bestellten Dienstleistung. Alternativ wird
durch das elektronische System eine Nachricht, beispielsweise als SMS, mit einem Link
zum Auftrag verschickt, das heisst, dass der Dienstleister auf elektronischem Weg
auf die Daten des Auftrags, die im elektronischen System gespeichert werden, zugreifen
kann. Der Auftrag kann dabei als herunterladbare Datei, als temporäre Webseite oder
ähnlich abrufbar sein. Alternativ kann der Dienstleister auch über eine Applikation,
die lokal auf einem Rechner oder einem mobilen Endgerät des Dienstleisters gespeichert
ist, auf den im elektronischen System gespeicherten Auftrag zugreifen.
[0055] Das elektronische System verfügt zudem über Mittel, mit denen der Dienstleister die
Annahme des Auftrags quittieren kann. Dies kann beispielsweise durch Anklicken eines
Links in der E-Mail oder durch Drücken einer bestimmten Schaltfläche auf der temporären
Webseite oder der Applikation durch den Dienstleister realisiert werden. Sofern die
Annahme des Auftrages nicht innerhalb einer vordefinierten Zeit durch den Dienstleister
quittiert wird, verschickt das elektronische System eine Erinnerung des Auftrags an
den Dienstleister.
[0056] Sofern die Vorrichtung über eine Anzeigevorrichtung verfügt, kann anhand dieser Anzeigevorrichtung
eine Statusmeldung zur bestellten Dienstleistung angezeigt werden. Hierzu sendet das
elektronische System Statusmeldungen an die Vorrichtung. Beispielsweise kann über
die Anzeigevorrichtung angezeigt werden, dass die Dienstleistung bestellt wurde. Insbesondere
bevorzugt ist die Anzeigevorrichtung eine LCD-Anzeige oder eine Anzeige mit elektronischem
Papier auf welcher die Statusmeldung im Klartext angezeigt wird, also beispielsweise
der Text "Flurreinigung bestellt" angezeigt wird.
[0057] Sobald die Dienstleistung durch den Dienstleister erledigt wurde kann dieser durch
Drücken der mindestens einen Taste der Vorrichtung für eine längere, vorbestimmte
Zeit, zum Bespiel während mindestens 5 Sekunden, die Erbringung der Dienstleistung
bestätigen. Dadurch werden durch die Vorrichtung entsprechende Daten an das elektronische
System übertragen, wobei das elektronische System den Auftrag als erledigt markiert.
Falls die Vorrichtung über eine Anzeigevorrichtung verfügt, wird die Statusmeldung
entsprechend angepasst (z.B. durch Anzeige von "alles in Ordnung") oder gelöscht.
Alternativ kann die Erledigung des Auftrags auch über eine auf einem mobilen Endgerät
des Dienstleisters gespeicherte Applikation quittiert werden, wobei die Applikation
entsprechende Daten an das elektronische System übermittelt, beispielsweise über ein
Mobilfunknetz.
[0058] Sollte der Dienstleister nicht im Stande sein, die Dienstleistung zu erbringen, beispielsweise
weil hierzu ein Handwerker oder ein spezialisierter Techniker aufgeboten werden muss,
kann über das elektronische System ein entsprechender weiterführender Auftrag generiert
werden. Hierzu kann der Dienstleister beispielsweise über die auf einem Rechner oder
mobilen Endgerät installierten Applikation oder über das Internet auf das elektronische
System zugreifen und einen entsprechenden weiterführenden Auftrag auslösen. Die Quittierung
der ausgeführten Dienstleistung erfolgt in analoger Weise durch Drücken der mindestens
einen Taste für eine längere, vorbestimmte Zeit oder über die Applikation.
[0059] Vorzugsweise werden zusätzlich zu den ausgelesenen Daten Identifikationsdaten, welche
der Vorrichtung zugeordnet sind, durch die Steuerungseinheit an das elektronische
System übermittelt.
[0060] Bei einem Druck auf die Taste werden vorzugsweise zunächst die Daten, die auf der
Codierkarte gespeichert sind, durch die Steuerungseinheit mittels der Leseeinrichtung
ausgelesen und anschliessend mittels des wenigstens einen drahtlosen Kommunikationsmoduls
an das elektronische System übermittelt.
[0061] Vorzugsweise ist auf der Codierkarte eine Produktnummer gespeichert. Bevorzugt sind
auf der Codierkarte Informationen zum Produkt aufgedruckt.
[0062] Die aufgedruckten Informationen können beispielsweise ein Produktname, eine Abbildung
des Produkts oder eine Beschreibung des Produkts sein.
[0063] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0064] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- Eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Vorrichtung;
- Fig. 2
- Eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Vorrichtung;
- Fig. 3
- Eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Vorrichtung;
- Fig. 4
- Eine schematische Darstellung eines erfindungsgemässen Verfahrens;
- Figs. 5a, 5b
- Eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Vorrichtung;
- Fig. 6
- einen schematischen Ablauf eines Bestellvorgangs für eine Dienstleistung;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer Leseeinrichtung, die über eine Mehrzahl an Kontaktpunkten
verfügt.
[0065] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0066] Die Fig. 1 zeigt schematisch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Vorrichtung 1. Die Vorrichtung 1 verfügt über ein festes Gehäuse 2. Komponenten, welche
innerhalb des Gehäuses 2 angeordnet sind, werden in der Figur gestrichelt dargestellt.
Auf einer Seitenfläche des Gehäuses 2 ist eine Taste 3, welche im gezeigten Ausführungsbeispiel
als Drucktaste ausgebildet ist, angeordnet. Ferner ist auf dem Gehäuse 2 neben der
Taste 3 ein Befestigungsbereich 7 für eine Codierkarte angeordnet. Zwischen dem Befestigungsbereich
7 und der Taste 3 befindet sich eine Leuchtdiode 8. Unterhalb des Befestigungsbereichs
7 ist eine Leseeinrichtung 6 für die Codierkarte angeordnet. Mittels dieser Leseeinrichtung
6 können Daten aus einer Codierkarte, der auf dem Befestigungsbereich 7 befestigt
ist, ausgelesen werden. Der Befestigungsbereich 7 ist als Fläche ausgebildet, welche
zum Aufkleben einer Codierkarte mit Klebefläche geeignet ist. Die Vorrichtung 1 verfügt
ferner über eine Steuerungseinheit 4, welche mit der Taste 3, der Leuchtdiode 8 und
mit der Leseeinrichtung 6 elektrisch verbunden ist. Die Steuerungseinheit 4 ist ferner
mit einem drahtlosen Kommunikationsmodul 5 elektrisch verbunden. Zur Stromversorgung
verfüg die Vorrichtung ferner über eine Stromquelle (nicht gezeigt), beispielsweise
einer Knopfbatterie. Bei Betätigung der Taste 3 werden die von der Leseeinrichtung
6 ausgelesenen Daten einer auf dem Befestigungsbereich 7 befestigten Codierkarte durch
die Steuerungseinheit 4 mittels des drahtlosen Kommunikationsmoduls 5 an ein elektronisches
System (nicht gezeigt) übermittelt. Die Steuerungseinheit zeigt einem Benutzer anschliessend
mittels der Leuchtdiode 8 an, ob die Übertragung erfolgreich war oder fehlgeschlagen
ist, beispielsweise durch Aufleuchten in einer bestimmten Farbe oder durch bestimmte
Blinkfolgen. Durch die Leuchtdiode kann die Steuerungseinheit auch Warnungen oder
Betriebszustände signalisieren, beispielsweise bei nachlassender Batterieleistung.
[0067] Die Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1
in einer schematischen Darstellung. Wiederum sind Komponenten, welche innerhalb des
Gehäuses 2 angeordnet sind, gestrichelt dargestellt. Bei der gezeigten Ausführungsform
befindet sich der Befestigungsbereich 7 auf der Taste 3. Entsprechend ist auch die
Leseeinrichtung 6 im Bereich der Taste 3 angeordnet. Als Anzeigevorrichtung ist eine
LCD-Anzeige 9 vorgesehen, welche nebst Statusangaben zur Übermittlung der Daten auch
die Daten anzeigen kann, welche übermittelt wurden.
[0068] Die Fig. 3 zeigt eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1,
welche über zwei Tasten 3.1, 3.2 verfügt. Wiederum sind Komponenten, welche innerhalb
des Gehäuses 2 angeordnet sind, gestrichelt dargestellt. Wie in der zweiten Ausführungsform
gemäss Fig. 2 befinden sich die Befestigungsbereiche 7.1, 7.2 für Codierkarten auf
den Tasten 3.1, 3.2. Jedem Befestigungsbereich 7.1, 7.2 ist eine Leseeinrichtung 6.1,
6.2 für Codierkarten zugeordnet, wobei diese Leseeinrichtungen 6.1, 6.2 derart angeordnet
und ausgestaltet sind, dass diese jeweils nur Daten von auf dem ihnen zugeordneten
Befestigungsbereich 7.1, 7.2 angebrachten Codierkarte auslesen können. Ferner ist
jeder Taste 3.1, 3.2 eine Leuchtdiode 8.1, 8.2 zugeordnet, mit denen die Steuerungseinheit
4 die erfolgreiche Übermittlung der entsprechenden Daten signalisieren kann.
[0069] Die Fig. 4 zeigt schematisch eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens.
Eine Codierkarte 10 wird auf den Befestigungsbereich 7 befestigt. Bei der gezeigten
Ausführungsform ist die Codierkarte 10 als RFID-Transponder ausgestaltet, die in der
Form einer Klebeetikette vorliegt, welche sich einfach und schnell auf den Befestigungsbereich
7 kleben lässt. Hierzu verfügt die Codierkarte 10 über eine entsprechende Fläche mit
Klebstoff. Ferner sind auf der als RFID-Transponder ausgestalteten Codierkarte 10
Informationen aufgedruckt, welche auf diesem gespeicherte Daten für einen Benutzer
identifizierbar machen. Beim gezeigten Beispiel sind dies Kaffeebohnen, welche dem
Benutzer signalisieren, dass durch eine Betätigung der Taste eine Bestellung für Kaffee
an ein elektronisches Bestellsystem übermittelt wird. Nach Betätigung der Taste 3
durch einen Benutzer werden die Daten aus der als RFID-Transponder ausgestalteten
Codierkarte 10 ausgelesen und mittels Funksignal 12 an das elektronische System 11
übermittelt.
[0070] Die Figs. 5a und 5b zeigen eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Vorrichtung 1. Bei dieser Ausführungsform ist die Befestigungsfläche als Fenster auf
einer Seitenfläche des Gehäuses 2 ausgestaltet, in welches von der Seite her eine
Codierkarte 10 durch einen Schlitz eingeführt werden kann. Die Seitenwandungen des
Fensters sind hierbei hinterschnitten, so dass die Codierkarte 10 einfach in das Fenster
hineingeschoben werden kann und aus diesem nicht herausfällt. Um ein unbeabsichtigtes
Herausschieben zu verhindern, kann der Schlitz über entsprechende Mittel verfügen,
um diesen zu sichern.
[0071] Die Fig. 6 zeigt einen schematischen Ablauf eines Bestellvorgangs für eine Dienstleistung.
Beim Bestellschritt 13 wird durch Drücken der mindestens einen Taste 3 einer erfindungsgemässen
Vorrichtung 1 eine Dienstleistung bestellt, wobei die Vorrichtung 1 Daten, welche
mit der Adresse und dem Standort, an welchem sich die Vorrichtung 1 befindet, sowie
die Art der bestellten Dienstleistung an ein elektronisches System 11 übermittelt.
Die Art der Dienstleistung ist dabei in der mindestens einen Codierkarte 10 hinterlegt
oder gespeichert. Ferner wird eine Bestellmeldung 14 generiert, welche zum Beispiel
auf der Anzeige 9 der Vorrichtung 1 angezeigt werden kann. Hierbei kann es sich um
Klartext handeln, falls die Anzeige 9 ein LCD-Display oder elektronisches Papier ist.
[0072] Das elektronische System 11 geniert in einem Auftragsgenerierungsschritt 15 einen
Auftrag für den entsprechenden Dienstleister und verschickt diesen Auftrag, beispielsweise
per E-Mail. Nach einer vorbestimmten Zeit überprüft das elektronische System 11 in
einem Überprüfungsschritt 16, ob der Dienstleister die Annahme des Auftrags quittiert
hat. Ist dies nicht der Fall, wird eine Erinnerung zum Auftrag an den Dienstleister
verschickt.
[0073] Der Dienstleister quittiert die Annahme des Auftrags in einem Cluittierungsschritt
17, wobei das elektronische System 11 eine Bestätigungsmeldung 18 an die Vorrichtung
1 schickt, welche auf der Anzeige 9 angezeigt wird.
[0074] Stellt der Dienstleister vor Ort im Ausführungsschritt 19 fest, dass er die Dienstleistung
nicht selbst erbringen kann, beispielsweise weil hierzu ein spezialisierter Techniker
oder eine Spezialreinigungsfirma (nachfolgend "weiterer Dienstleister") nötig ist,
teilt er diese dem elektronischen System 11 durch eine auf einem Rechner oder einem
mobilen Endgerät installierten Applikation oder alternativ über eine Webseite mit.
Das elektronische System erstellt und verschickt in Folge einen weiterführenden Auftrag
20 an den weiteren Dienstleister.
[0075] Nach Erbringung der Dienstleistung, das heisst nach Erledigung des Auftrags oder
des weiterführenden Auftrags 20, bestätigt der Dienstleister oder der weitere Dienstleister
in einem Bestätigungsschritt 21, dass die Dienstleistung erbracht wurde. Das elektronische
System 11 markiert den Auftrag oder den weiterführenden Auftrag 20 als erledigt und
sendet eine entsprechende Erledigungsmeldung 22 an die Vorrichtung 1. Die Anzeige
9 der Vorrichtung 1 zeigt dann entsprechend die Meldung "alles in Ordnung" oder gar
nichts mehr an.
[0076] Die Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung einer Leseeinrichtung 6, die über
eine Mehrzahl an Kontaktpunkten 27 verfügt. Beim Befestigen einer Codierkarte 10 berühren
die Kontaktpunkte 27 entsprechende elektrisch leitende Flächen 25, die auf einer Folie
24 der Codierkarte 10 angeordnet sind. Zwischen den elektrisch leitenden Flächen 25
sind teilweise Leiterbahnen 26 angeordnet, die zwei oder mehr der elektrisch leitenden
Flächen miteinander verbinden. Durch eine unterschiedliche Anordnung dieser Leiterbahnen
26 lassen sich Daten auf der Codierkarte 10 hinterlegen. Die Folie 24 ist an einer
Trägerkarte 23, die beispielsweise aus Papier, Karton oder einem Polymer besteht,
angebracht. Die Trägerkarte 23 und die Folie 24 bilden zusammen die Codierkarte 10.
Sowohl die elektrisch leitenden Flächen 25 und/oder die Leiterbahnen 26 sind vorzugsweise
mittels einer elektrisch leitenden Tinte auf der Folie 24 aufgedruckt.
1. Vorrichtung zum Übertragen von Daten an ein elektronisches System (11), insbesondere
zum Übertragen einer Produktnummer an ein elektronisches Bestellsystem, umfassend
ein Gehäuse (2) mit mindestens einer Taste (3; 3.1, 3.2), eine Steuerungseinheit (4),
wenigstens ein drahtloses Kommunikationsmodul (5), mit welchem die Vorrichtung (1)
Daten an das elektronische System (11) übertragen kann, sowie mit mindestens einer
Leseeinrichtung (6; 6.1, 6.2) für Codierkarten (10), dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) wenigstens einen Befestigungsbereich (7) zum lösbaren Befestigen
einer Codierkarte (10), auf welcher die Daten hinterlegt oder gespeichert sind, aufweist,
wobei die Steuerungseinheit (4) derart ausgebildet ist, dass diese mittels der mindestens
einen Leseeinrichtung (6; 6.1, 6.2) die Daten aus einer am wenigstens einen Befestigungsbereich
(7) angebrachten Codierkarte (10) ausliest und diese bei Betätigung der mindestens
einen Taste (3; 3.1, 3.2) mittels des drahtlosen Kommunikationsmoduls (5) an das elektronische
System (11) übermittelt.
2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leseeinrichtung (6; 6.1, 6.2) eine Leseeinrichtung für RFID-Transponder
ist, welche die Daten aus einer am wenigstens einen Befestigungsbereich (7) angebrachten
Codierkarte (10), die als RFID-Transponder ausgestaltet ist, ausliest.
3. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leseeinrichtung (6; 6.1, 6.2) über Kontaktpunkte aus einem elektrisch
leitfähigen Material aufweist, welche zumindest teilweise mit elektrisch leitenden
Flächen einer am wenigstens einen Befestigungsbereich (7) angebrachten Codierkarte
(10) in Berührung stehen.
4. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (4) derart ausgebildet ist, dass durch Betätigung der Taste
(3; 3.1, 3.2) mittels der Leseeinrichtung (5) die Daten aus der am wenigstens einen
Befestigungsbereich (7) angebrachten Codierkarte (10) ausgelesen und mittels des drahtlosen
Kommunikationsmoduls (5) an das elektronische System (11) übermittelt werden.
5. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Befestigungsbereich (7) auf einer Oberfläche der mindestens eine
Taste (3) angeordnet ist.
6. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Befestigungsbereich (7) als eine zum Aufkleben einer mit einer
Klebefläche versehenen Codierkarte (10) ausgebildete Oberfläche ausgestaltet ist.
7. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Befestigungsbereich (7) über Formschlusselemente, insbesondere
über Nuten (12), verfügt, mit denen sich eine Codierkarte (10) formschlüssig am Gehäuse
(2) lösbar befestigen lässt.
8. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (2) eine Anzeigevorrichtung (8; 9), insbesondere eine Leuchtdiode (8),
angeordnet ist, welche von der Steuerungseinheit (4) angesteuert wird, um einem Benutzer
den Status der Übermittlung der Daten anzuzeigen, insbesondere die erfolgreiche Übermittlung
der Daten an das elektronische System (11).
9. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (4) derart ausgestaltet ist, dass diese zusätzlich Identifikationsdaten,
welche der Vorrichtung (2) zugeordnet sind, mit den von der am wenigstens einen Befestigungsbereich
(7) angebrachten Codierkarte (10) ausgelesenen Daten an das elektronische System (11)
übermittelt.
10. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine drahtlosen Kommunikationsmodul (5) eine Datenübertragung mittels
Funkwellen ermöglicht, insbesondere gemäss dem IEEE 802.11 Standard, dem IEEE 802.15.1
Standard und/oder gemäss dem Long Range Wide Area Network Standard.
11. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) über mindestens zwei Tasten (3.1, 3.2) verfügt, wobei jeder Taste
(3.1, 3.2) auf dem Gehäuse (2) ein Befestigungsbereich (7.1, 7.2) sowie eine Leseeinrichtung
(6.1, 6.2) für Codierkarten (10) zugeordnet ist, und wobei die Leseeinrichtungen (6.1,
6.2) derart angeordnet und ausgestaltet sind, dass jede Leseeinrichtung (6.1, 6.2)
jeweils nur Daten von einem der entsprechenden Taste (3.1, 3.2) zugeordneten Befestigungsbereich
(7.1, 7.2) angebrachten Codierkarte (10) ausliest.
12. Verfahren zum Übertragen von Daten an ein elektronisches System (11), insbesondere
zum Übertragen einer Produktnummer an ein elektronisches Bestellsystem, umfassend
die Schritte:
a) Befestigen einer Codierkarte (10) auf einen Befestigungsbereich (7; 7.1, 7.2) einer
Vorrichtung (1), insbesondere einer Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis
11, wobei auf der Codierkarte (10) Daten, insbesondere Daten zu einem Produkt hinterlegt
oder gespeichert sind;
b) Auslesen der Daten, die auf der Codierkarte (10) hinterlegt oder gespeichert sind,
durch eine Steuerungseinheit (4) der Vorrichtung (1) mittels wenigstens einer Leseeinrichtung
(6; 6.1, 6.2) für Codierkarten (10);
c) Übermittlung der ausgelesenen Daten durch die Steuerungseinheit (4) an das elektronische
System (11) mittels wenigstens eines drahtlosen Kommunikationsmoduls (5) bei Betätigung
einer Taste (3; 3.1, 3.2) der Vorrichtung (1).
13. Verfahren gemäss Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu den ausgelesenen Daten Identifikationsdaten, welche der Vorrichtung
(1) zugeordnet sind, durch die Steuerungseinheit (4) an das elektronische System (11)
übermittelt werden.
14. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei Betätigung der Taste (3; 3.1, 3.2) zunächst die Daten, die auf einer auf dem
Befestigungsbereich (7; 7.1, 7.2) befestigten Codierkarte(10) hinterlegt sind, durch
die Steuerungseinheit (4) mittels der Leseeinrichtung (6; 6.1, 6.2) ausgelesen und
anschliessend mittels des wenigstens einen drahtlosen Kommunikationsmoduls (5) übermittelt
werden.
15. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Codierkarte (10) eine Produktnummer gespeichert ist und Informationen zum
Produkt auf dieser aufgedruckt sind.