[0001] Die Erfindung betrifft eine Datenseite, insbesondere Personalisierdatenseite, für
ein buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument, sowie ein
Verfahren zur Herstellung einer solchen Datenseite. Des Weiteren betrifft die Erfindung
einen Buchblock sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Buchblocks als auch ein
buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument.
[0002] Derartige Sicherheitsdokumente können insbesondere Passdokumente sein, die typischerweise
in Heft- oder Buchform vorliegen und in denen eine Informationen speichernde Datenseite
mit dem Passdokument verbunden ist. Diese Datenseite ist beispielsweise eine Passbuchkarte
beziehungsweise Passkarte, die in das Passdokument eingebunden ist. Auf dieser Passbuchkarte
sind personalisierte Daten oder andere Daten, zum Beispiel Informationen zur ausstellenden
Behörde, enthalten. Die Passbuchkarte muss derart mit den anderen Seiten des Passbuches
verbunden sein, dass ein Dritter die Passbuchkarte nicht aus dem Dokument heraustrennen
kann, um eine Fälschung oder Verfälschung des Passdokumentes vorzunehmen. Darüber
hinaus ist es erforderlich, dass durch die Einbindung dieser Passbuchkarte beziehungsweise
des Datenträgers der Datenseite mittels einer Lasche ein Aufsperrverhalten des Passdokumentes
verbessert ist.
[0003] Aus der
WO2007/054618 ist ein Sicherheitsdokument als Datenseite mit einer Lasche ausgebildet, bei welcher
die Lasche aus einem textilen Material besteht. Diese Lasche wird mit dem Datenträger
überlappend angeordnet und in dem dann gebildeten Überlappungsbereich miteinander
verschweißt, wobei die Lasche zumindest teilweise in den Datenträger eindringt.
[0004] Aus der
DE 10 2012 213 913 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Überlappungsbereichs an einem Datenträger
mit einer Lasche aus einem textilen Material näher beschrieben.
[0005] Des Weiteren ist aus der
EP 1 502 765 A1 eine Datenseite offenbart, bei der eine aus einem Textil bestehende Lasche sich bis
in einen Datenträger hinein erstreckt und jeweils an einer Außenseite mit einer weiteren
Schicht umgeben und verbunden ist. Diese Lasche bildet somit zwischen zwei äußeren
Schichten des Datenträgers einen Überlappungsbereich. Auch in diesem Fall fließt die
äußere Schicht des Datenträgers zumindest teilweise in die aus textilem Material bestehende
Lasche und füllt diese teilweise oder ganz aus. Dadurch wird ein sicheres Anbinden
der Lasche an den Datenträger ermöglicht. Hierzu ist jedoch erforderlich, dass eine
ausreichend offene Struktur oder Webart des textilen Materials für die Lasche verwendet
wird. Beispielsweise ist das textile Material durch ein Gewebe auf der Basis von Monofilamenten
hergestellt.
[0006] Solche Gewebe, insbesondere mit offenen Strukturen, weisen den Nachteil auf, dass
diese wegen der losen Bindung der einzelnen Fäden leicht ausfransen. Dadurch kann
eine Manipulation ermöglicht werden, um die Lasche aus der Naht herauszutrennen und
anschließend wieder einzubringen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Datenseite mit einer Lasche sowie
ein Verfahren zu deren Herstellung, einen Buchblock und Verfahren zur Herstellung
eines solchen Buchblocks sowie ein buchartiges Dokument mit einem solchen Buchblock
vorzuschlagen, um ein Ausfransen von den textilen Materialien der Lasche an zumindest
einer aus einem Überlappungsbereich mit dem Datenträger herausragenden Kante der Lasche
zu vermeiden.
[0008] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch eine Datenseite gelöst, bei
welcher ein dem Datenträger gegenüberliegender und aus dem Überlappungsbereich heraustretender
Bereich der Lasche umgeschlagen und ein Saum gebildet ist. Dies weist den Vorteil
auf, dass eine freie Längskante der Lasche, die dem Überlappungsbereich gegenüber
liegt, keine offenen beziehungsweise abgeschnittenen Enden von Filamenten oder dergleichen
des textilen Bandmaterials für die Lasche umfasst, sondern vielmehr diese Längskante
saumartig umgelegt ist.
[0009] Des Weiteren umfasst der Saum bevorzugt eine umgeschlagene Laschenkante, die sich
vorzugsweise entlang der Länge der Lasche im Datenträger erstreckt. Diese umgeschlagene
Laschenkante steht frei aus dem Nahtbereich hervor und liegt dem Datenträger gegenüber.
Dadurch, dass die gegenüber der Naht hervorstehende Lasche mit einer umgeschlagenen
Laschenkante endet, ist die Lasche gegen Aufspleißen geschützt.
[0010] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass ein an die umgeschlagene
Laschenkante sich anschließender Einschlag mit einem zwischen der umgeschlagenen Laschenkante
und dem Überlappungsbereich gebildeten Laschenabschnitt zumindest abschnittsweise
anliegt und/oder mit diesem Laschenabschnitt zumindest abschnittsweise fest verbunden
ist. Dadurch bleibt der Saum bis zum Einbinden der Datenseite in einen Buchblock oder
ein buchartiges Dokument aufrechterhalten. Gleichzeitig wird dadurch ein Aufbauchen
der Lasche benachbart zur Laschenkante reduziert.
[0011] Des Weiteren sind bevorzugt zwischen dem Einschlag und dem benachbarten Laschenabschnitt
zumindest ein Schweißpunkt, ein Klebepunkt, ein Heftpunkt und/oder zumindest abschnittsweise
eine Naht gebildet. Dadurch ist in einfacher Weise ermöglicht, den Einschlag zu fixieren
und die Bildung des Saumes aufrechtzuerhalten.
[0012] Des Weiteren erstreckt sich der Einschlag beziehungsweise die freie Laschenkante
des Einschlags ausgehend von der umgeschlagenen Laschenkante über einen Nahtbereich
der Lasche hinaus in Richtung auf den Überlappungsbereich. Dadurch wird sichergestellt,
dass beim Einnähen der Datenseite in einen Buchblock oder ein buchartiges Dokument
die zu bildende Naht sich durch den Saum der Lasche erstreckt, so dass dieser Einschlag
wiederum zum benachbarten Laschenabschnitt der Lasche gesichert ist. Des Weiteren
kann sich die freie Laschenkante des Einschlags bis zum Datenträger erstrecken, so
dass die freie Laschenkante bündig an einer Längskante des Datenträgers anliegt. Des
Weiteren kann alternativ die freie Laschenkante des Einschlages zumindest die Längskante
des Datenträgers überdecken, wodurch ein weiterer Überlappungsbereich gebildet wird.
[0013] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Datenseite sieht vor, dass die Lasche eine
Perforation, insbesondere eine linien- oder punktförmige Perforation, entlang und
mit Abstand zur freien Laschenkanten aufweist. Durch das Einbringen einer solchen
Perforation lässt sich sehr leicht und ohne zusätzliche Hilfsmittel das Umschlagen
der Lasche zur Bildung des Saumes ermöglichen. Dadurch kann der Verlauf der umgeschlagenen
Laschenkante vorbestimmt sein. Zudem weist die Einbringung dieser Perforation den
Vorteil auf, dass ein reduziertes Aufbauchen der Knickkante beziehungsweise umgeschlagenen
Laschenkante gegeben ist.
[0014] Des Weiteren ist bevorzugt an einer Unterkante und/oder Oberkante der Lasche ein
Saum gebildet. Dadurch können die jeweils einander gegenüberliegenden Stirnseiten,
welche durch eine Längskante der Lasche beabstandet sind, ebenso mit einem Saum abschließen,
so dass auch dieser relativ schmale Bereich der Lasche im Verhältnis zur Längskante
der Lasche auch gegen Ausfransung geschützt ist. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass
zunächst der Saum an der Ober- und Unterkante gebildet und anschließend der Saum entlang
der Längskante der Lasche hergestellt wird.
[0015] Des Weiteren kann bevorzugt eine Oberkante und/oder eine Unterkante der Lasche in
einem aus dem Überlappungsbereich herausragenden Bereich der Lasche nach dem Umschlagen
der Lasche miteinander versiegelt, verschweißt und/oder verklebt sein. Dadurch wird
der Bereich des Einschlages, der benachbart zum Laschenabschnitt positioniert sowie
der Ober- und Unterkante zugeordnet ist, fest miteinander verbunden, wobei gleichzeitig
durch das Versiegeln und Verschweißen und/oder Verkleben auch ein Ausfransen entlang
der Ober- und/oder Unterkante der Lasche verhindert ist.
[0016] Des Weiteren kann bevorzugt eine Ober- und/oder eine Unterkante in einem Bereich
außerhalb des Überlappungsbereiches und/oder die freie Längskante der Lasche verschweißt,
verklebt und/oder versiegelt sein. Dadurch wird zusätzlich ein Ausfransen der Ränder
der Lasche verhindert.
[0017] Bevorzugt kann das textile Bandmaterial für die Lasche ein Gewebe, Gewirke, Gestrick,
Vlies oder ein Filz sein.
[0018] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird des Weiteren durch ein Verfahren
zur Herstellung einer Datenseite, insbesondere Personalisierdatenseite für ein buchartiges
Dokument, gelöst, bei dem ein Datenträger und eine Lasche aus einem textilen Bandmaterial
unter Bildung eines Überlappungsbereiches miteinander verbunden werden, wobei ein
gegenüber dem Überlappungsbereich heraustretender Bereich der Lasche, der durch eine
freie Laschenkante umgeschlagen begrenzt ist, umgeschlagen und ein Saum mit zumindest
einem Einschlag gebildet wird. Dadurch wird zumindest entlang der Längskante der Lasche,
welche gegenüber dem Nahtbereich bereits nach dem Zusammennähen mit weiteren Innenseiten
hervorsteht, ein Ausfransen verhindert.
[0019] Bevorzugt ist die freie Laschenkante derart umgeschlagen beziehungsweise die Breite
des Einschlags derart ausgebildet, dass die freie Laschenkante sich zumindest zwischen
einem Nahtbereich und einer Längsseite des Datenträgers positioniert ist. Des Weiteren
kann die freie Laschenkante auf Stoß zur Längsseite des Datenträgers positioniert
werden oder diese sogar die Längsseite des Datenträgers überdecken, so dass ein weiterer
Überlappungsbereich gebildet wird.
[0020] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung zur Herstellung der Datenseite sieht vor, dass
der Saum in der Höhe durch mehrere Einschläge an die Dicke des Datenträgers angepasst
wird. Beispielsweise kann ein doppelter oder dreifacher Einschlag vorgesehen sein,
wodurch ein Laschenabschnitt der Lasche im Nahtbereich aufgedickt wird, so dass nach
dem Einnähen eines solchen Saumes dieser mit dem benachbarten Datenträger eine gemeinsame
Ebene bildet, wodurch eine Kantenbildung verhindert ist, die eine Beschädigung an
der benachbarten Innenseite hervorrufen kann.
[0021] Des Weiteren wird bevorzugt nach dem Umschlagen der Lasche zur Bildung eines Saumes
der zumindest eine Einschlag an dem benachbarten Laschenabschnitt zumindest vorfixiert.
Dadurch kann die Datenseite mit einem an der Lasche vorgesehenen Saum weiteren Prozessschritten
zugeführt werden. Zumindest kann eine Vorfixierung durch zumindest einen Schweißpunkt,
Heftpunkt, Klebepunkt und/oder zumindest einer abschnittsweise eingebrachten Naht
gebildet sein.
[0022] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird des Weiteren durch einen Buchblock
für ein buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument, gelöst,
der mehrere in einem Stapel zueinander angeordnete Innenseiten und eine Lasche umfasst,
die mit einer Naht miteinander verbunden sind, wobei an der Lasche durch zumindest
einen Einschlag ein Saum gebildet ist und ein Laschenabschnitt der Lasche und der
benachbart dazu angeordnete Einschlag gemeinsam mit den Innenseiten durch die Naht
verbunden sind. Dadurch ist an der Stapelinnenseite eine Lasche vorgesehen, deren
einer Endbereich, der sich entlang der Längsseiten erstreckt, durch den Saum gebildet
ist, so dass in diesem Bereich ein Ausfransen verhindert ist. Der gegenüberliegende
Bereich der Lasche dient zur Anbindung eines Datenträgers unter Bildung eines Überlappungsbereiches,
in welchem dieser Laschenabschnitt mit dem Datenträger durch Laminieren und/oder Schweißen
verbunden werden kann.
[0023] Des Weiteren ist ein Datenträger an einem gegenüber der Naht und dem Saum gegenüberliegenden
Bereich der Lasche verbunden. Somit kann ein Buchblock bereitgestellt werden, der
bereits mit der Datenseite personalisiert ist.
[0024] Des Weiteren ist die Lasche derart mit den zu einem Stapel zusammengeführten Innenseiten
verbunden, dass der Einschlag zur Innenseite weist.
[0025] Dabei ist des Weiteren nimmt der Datenträger mit dem gegenüber dem Nahtbereich hervorstehenden
Laschenabschnitt zur Bildung des Überlappungsbereichs mit dem Datenträger den Datenträger
derart auf, dass dieser ebenfalls zwischen dem Laschenabschnitt und der Innenseite
liegt. Dadurch kann die Dicke des Datenträgers und des Saumes in oder nahe zum Nahtbereich
besser kompensiert werden.
[0026] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch ein Verfahren
zur Herstellung eines Buchblocks für ein buchartiges Dokument, insbesondere Sicherheitsdokument,
gelöst, bei dem mehrere Innenseiten zu einem Stapel zusammengeführt werden und eine
Datenseite nach einem der vorbeschriebenen Ausführungsformen dem Stapel zugeführt
wird und die Innenseiten und der Saum an der Lasche der Datenseite durch eine gemeinsame
Naht miteinander verbunden werden. Dies ermöglicht eine einfache Herstellung, durch
welche gleichzeitig mit dem Einbringen der Naht, welche für die Verbindung der Innenseite
mit der Datenseite eingebracht wird, auch der Saum gesichert wird. Dadurch kann auch
eine Fixierung des Einschlags nach Bildung des Saums zum benachbarten Laschenabschnitt
der Lasche vor dem Positionieren der Datenseite zu den Innenseiten entbehrlich sein.
Bei diesem Verfahren zur Herstellung des Buchblocks kann eine Datenseite bereitgestellt
werden, bei der die Lasche bereits einen Saum umfasst, so dass diese Datenseiten wie
die Innenseiten lediglich in einem Stapel zusammengeführt und darauffolgend vernäht
werden. Alternativ kann in einem Verfahrensschritt unmittelbar vor dem Zuführen der
Datenseite zu den Innenseiten erst ein Umschlag der Lasche durch beispielsweise Umlenkrollen
oder ein Umlenkblech hergestellt und die Datenseite mit der umgelenkten Lasche in
einem darauffolgenden Arbeitsschritt den Innenseiten zugeführt werden.
[0027] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch ein Verfahren
zur Herstellung eines Buchblocks für ein buchartiges Dokument, insbesondere Wert-
und/oder Sicherheitsdokument, gelöst, bei welchem einem Nahtbereich der Innenseiten
eine Lasche aus textilem Bandmaterial zugeführt wird, wobei vor dem Positionieren
der Lasche im Nahtbereich zu den Innenseiten die Lasche umgeschlagen und ein Saum
gebildet wird und der Saum der Lasche und die Innenseiten mit zumindest einer Naht
miteinander verbunden werden. Dadurch wird ein Buchblock mit einer Lasche bereitgestellt,
welcher nachfolgend oder dezentral eine Anbindung des Datenträgers an die Lasche zur
Personalisierung des Buchblocks oder buchartigen Dokuments ermöglicht.
[0028] Bevorzugt wird der Datenträger an einem Ende der Lasche fest verbunden, welcher der
Naht und dem Saum gegenüberliegt. Ein solches Anbinden der Datenseite an die Lasche
zur Bildung eines Überlappungsbereiches kann durch Schweißen oder Verkleben erfolgen.
Ebenfalls kann das Anbringen eines Verschlusses in Form von beispielsweise einer Verschlussleiste
oder dergleichen ermöglicht sein.
[0029] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des Weiteren durch ein Verfahren
zur Herstellung eines buchartigen Dokumentes, insbesondere Sicherheitsdokument, gelöst,
bei welchem ein Buchblock nach einem der vorherigen Ausführungsformen einem Bucheinband
zugeführt wird und der Buchblock mit dem Bucheinband verbunden wird.
[0030] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben
und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt
werden. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines buchartigen Dokuments mit einer erfindungsgemäßen
Datenseite,
Figur 2 eine schematische Ansicht auf die Datenseite gemäß Figur 1,
Figur 3 eine schematische Schnittansicht der Datenseite gemäß Figur 2 entlang der
Linie II-II,
Figur 4 eine schematische Ansicht einer alternativen Ausführungsform der Datenseite,
Figur 5 eine schematische Ansicht auf eine Lasche für eine Datenseite gemäß Figur
1, und
Figur 6 eine schematische Seitenansicht auf das buchartige Dokument gemäß Figur 1.
[0031] In Figur 1 ist ein buchartiges Dokument 11, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument,
perspektivisch dargestellt. Bei diesem buchartigen Dokument 11 handelt es sich beispielsweise
um ein Identifikationsdokument wie einen Reisepass. Das Dokument 11 umfasst beispielsweise
einen Bucheinband 12. Auf einer Innenseite des Bucheinbandes 12 kann ein Vorsatz 14
vorgesehen sein, der am Bucheinband 12 befestigt ist. Über eine Naht 16 sind eine
Datenseite 17 und eine oder mehrere Innenseiten 18 miteinander zu einem Buchblock
15 verbunden. Sofern ein Bucheinband 12 und insbesondere der Vorsatz 14 vorgesehen
sind, ist zumindest dieser Vorsatz 14 auch mit der Naht 16 zum Buchblock 15 verbunden.
Die Innenseiten 18 des buchartigen Dokuments 11 dienen zur Aufnahme von Visa, Stempeln
oder sonstigen Eintragungen. Die Datenseite 17 besteht aus einem Datenträger 20 und
einer daran befestigten Lasche 23. Die Datenseite 17, insbesondere der Datenträger
20, kann beispielsweise gemäß den ICAO-Standard ausgebildet sein und ein Bild 19 des
Dokumenteninhabers, eine OCR-lesbare ICAO-Zone 21 sowie weitere Personalisierdaten
22 umfassen. Die Personalisierdaten 22 sind innerhalb des Datenträgers 20 vorgesehen.
Die Lasche 23 des Datenträgers 20 erstreckt sich über die Naht 16 hinweg. Diese Lasche
23 umfasst auch einen Nahtbereich, in dem die Naht 16 gebildet ist.
[0032] In Figur 2 ist schematisch eine Seitenansicht auf die Datenseite 17 dargestellt.
Der Datenträger 20 kann beispielsweise ein Transpondermodul 24 umfassen, welches aus
einem IC-Chip 25 sowie einer Antenne 26 besteht. Darüber hinaus oder alternativ können
weitere elektronische und/oder sonstige Sicherheitselemente, insbesondere diffraktive
Sicherheitselemente, ein- und/oder aufgebracht werden.
[0033] Die Lasche 23 ist unter Bildung eines Überlappungsbereichs 30 mit dem Datenträger
20 verbunden. Die Lasche 23 besteht aus einem textilen Bandmaterial, welches vorzugsweise
durch Schweißen mit einer äußersten Schicht oder Lage des Datenträgers 20 verbunden
ist. Hinsichtlich der Anbindung der Lasche 23 des textilen bandförmigen Material für
die Lasche 23 als auch des Datenträgers 20 sowie dem Aufbau des Datenträgers 20 wird
vollumfänglich auf die
DE 10 2012 213 913 A1 Bezug genommen.
[0034] Die Lasche 23 weist einen über eine Längskante 32 des Datenträgers 20 hinausragenden
Bereich 31 auf. Innerhalb diesem hinausragenden Bereich 31 folgt die Anbindung der
Datenseite 17 zu den Innenseiten 18 für einen Buchblock 15. In diesem herausragenden
Bereich 31 kann auch die Naht 16 eingebracht werden.
[0035] Die Datenseite 17 weist eine obere und untere Stirnkante 34, 35 auf. Die Lasche 23
weist eine Oberkante und Unterkante beziehungsweise obere und untere Stirnseite 36,
37 auf, die gegenüber den Stirnkanten 34, 35 nach innen zurückversetzt sein können
oder bündig an die Stirnkanten 34, 35 anschließend übergehen können.
[0036] In Figur 3 ist eine schematische Schnittansicht entlang der Linie II-II in Figur
2 dargestellt. Aus dieser Schnittansicht geht eine erste Ausführungsform zur Anbindung
der Lasche 23 an die Datenseite 17 hervor. Die Datenseite 17 besteht zumindest aus
einer ersten und einer zweiten Schicht 38, 39, welche auch als Vorderseiten- und Rückseitenheft
38, 39 bezeichnet werden kann. Bevorzugt ist jeweils eine äußere Deckschicht 41, 42
auf die Schicht 38, 39 aufgebracht. Zwischen den Schichten 38, 39 kann beispielsweise
das Transpondermodul 24 vorgesehen sein.
[0037] Die Lasche 23 bildet mit einer äußeren Schicht 41, 42 einen Überlappungsbereich 30
und ist zumindest mit diesem verbunden, insbesondere verschweißt. Dabei kann die Anbindung
der Lasche 23 sowohl an die Schicht 41 oder die Schicht 42 erfolgen.
[0038] Eine alternative und nicht näher dargestellte Ausführung sieht vor, dass die Lasche
23 beispielsweise zwischen der ersten und zweiten Schicht 38, 39 vorgesehen ist und
dazwischenliegend eingebunden wird und einen Überlappungsbereich 30 bildet.
[0039] Die Lasche 23 umfasst eine umgeschlagene Laschenkante 44 zur Bildung eines Saums
45. Ausgehend von der umgeschlagenen Laschenkante 44 erstreckt sich ein freier Endbereich
der Lasche 23 als Einschlag 46 in Richtung auf die Datenseite 17. Dieser Einschlag
46 endet mit einer freien Laschenkante 49 der Lasche 23. Dieser Einschlag 46 überdeckt
einen Laschenabschnitt 47 und liegt zumindest abschnittsweise an dem Laschenabschnitt
47 an beziehungsweise auf. In Abhängigkeit der Eigensteifigkeit der Lasche 23 kann
der Einschlag 46 nach dem Umlegen oder Umschlagen des an dem Laschenabschnitt 47 anliegen.
Bei einem verwendeten bandförmigen Material für die Lasche 23 mit einer höheren Eigensteifigkeit
und/oder zur Aufrechterhaltung dieser in Figur 3 dargestellten Anordnung des Saumes
vorgesehen sein, dass entlang dem Saum 45 einer oder mehrere Schweißpunkte, Klebepunkte,
einzelne Heftpunkte und/oder Nahtstellen eingebracht werden, um die Bildung des Saumes
45 aufrechtzuerhalten.
[0040] Sofern die Lasche 23 an einer äußeren Schicht 41 des Datenträgers 20 angebracht wird,
erfolgt das Umschlagen der Lasche 23 in Richtung der gegenüberliegenden äußeren Schicht
42, so dass der durch den Saum wirkende Verdickung der Lasche innerhalb der Stärke
oder Höhe des Datenträgers liegt.
[0041] Die Lasche 23 weist eine in der Breite insoweit herausragenden Bereich 31 auf, so
dass in die Lasche 23 nach dem Umschlagen und der Bildung des Saumes 45 die Naht 16
noch eingebracht werden kann. Diese ist schematisch in Figur 3 dargestellt. Der Einschlag
46 der Lasche 23 erstreckt sich bezüglich seinem freien Ende so weit in Richtung auf
den Datenträger 20 beziehungsweise Überlappungsbereich 30, dass dieser zwischen der
Längskante 32 des Datenträgers 20 und der einzubringenden Naht 16 liegt.
[0042] Des Weiteren können die Oberkante und Unterkante 36, 37 der Lasche 23 nach der Bildung
des Saumes 45 dahingehend bearbeitet werden, dass diese Stirnkanten verschweißt werden,
um ein weiteren Ausfransen zu vermeiden. Dies kann vor oder nach dem Umschlagen der
Lasche 23 erfolgen. Sofern das Verschweißen der Ober- und/oder Unterkante nach dem
Umschlagen der Lasche 23 erfolgt, können die einander gegenüberliegenden benachbarten
Kanten miteinander verschweißt werden. Dies verringert ein Aufbauchen.
[0043] Des Weiteren kann gemäß Figur 4 vor der Bildung einer umgeschlagenen Laschenkante
44 ein Abschnitt der Lasche, welcher sich in Nahtlängsrichtung an die Oberkante 36
und/oder Unterkante 37 anschließt, eingeschlagen beziehungsweise umgeschlagen werden,
um an der Oberkante 36 und/oder Unterkante 37 ebenfalls im Saum 48, 59 mit jeweils
einer umgeschlagenen Laschenkante 44 auszubilden. Darauffolgend kann die Bildung des
Saumes 45, wie dies in Figur 3 dargestellt ist, erfolgen.
[0044] In Figur 5 ist eine schematische Ansicht auf eine modifizierte Ausführungsform der
Lasche 23 dargestellt. Diese Lasche 23 weist entlang dem Nahtverlauf vorzugsweise
parallel versetzt zur einzubringenden Naht beziehungsweise freien Laschenkanten 44
eine Perforation 51 auf. Diese Perforation 51 ist durch kleine punkt- oder linienförmige
Ausstanzungen gebildet. Diese Perforation 51 ermöglicht ein leichteres Umlegen eines
äußeren Bereichs der Lasche 23 zur Bildung der umgeschlagenen Laschenkante 44. Zudem
kann ein Aufbauchen des Einschlags 46 gegenüber dem Laschenabschnitt 47 auf ein Minimum
reduziert werden.
[0045] Als textile Materialien für die Lasche 23 werden bevorzugt schmelzbare textile Materialien
eingesetzt, die vorzugsweise ganz oder teilweise aus Kunststoff (Polymer) gebildet
sind, insbesondere aus thermoplastischem Kunststoff. Bevorzugt wird dabei ein thermoplastischer
Kunststoff, ein Polyester, beispielsweise Polyethylenterephthalat (PET) oder ein thermoplastisches
Polyurethan (TPU) eingesetzt. Das textile Material kann bevorzugt zumindest teilweise
aus Polyester gebildet sein. Der Schmelzpunkt oder die Glasübergangstemperatur des
schmelzbaren Materials ist vorzugsweise an die Materialeigenschaften des Datenträgers
angepasst. Die Schmelz- und/oder Glasübergangstemperatur der Lasche und des Datenträgers
sind vorzugsweise ähnlich groß (beispielsweise innerhalb eines Temperaturbereichs
von 50 °C), damit der Schweißvorgang fehlerfrei und einfach durchführbar ist. Außerdem
kann das textile Material teilweise aus Baumwolle bestehen. Beispielsweise kann auch
eine Baumwoll-Polymer-Mischung, insbesondere eine Baumwoll-Polyester-Mischung, eingesetzt
werden. Des Weiteren kann die Lasche aus wenigstens zwei verschiedenen Materialien
(Mischgewebe) gebildet werden, von denen eine beim Verschweißen der Lasche an den
Datenträger anschmilzt und sich das andere Material beim Schweißvorgang mit dem Datenträger
nicht verbindet.
[0046] Der Datenträger 20 kann bevorzugt aus einer oder mehreren Schichten gebildet und
die eine oder die mehreren Schichten aus einem oder mehreren Materialien aus Kunststoff
zur Bildung eines Datenträgers oder eines Datenträgers im Laminatverbund verwendet.
Dadurch kann insbesondere ein gutes Anbinden des textilen Bandmaterials zur Bildung
an dem Datenträger 20 ermöglicht sein. Beispielsweise kann ein Verschweißen erfolgen,
wodurch zumindest ein Verkrallen des textilen Bandmaterials mit dem Datenträger 20
ermöglicht wird. Bevorzugt ist der Datenträger aus einem Polycarbonat oder aus einem
Polycarbonat-Derivat gebildet. Des Weiteren können zur Bildung des Datenträgers 20
weitere Kunststoffe vorgesehen sein, insbesondere Bisphenol-A-Polycarbonat, Carboxy-modifiziertes
PC, Polyethylenterephthalat (PET), dessen Derivate, wie glykolmodifiziertes PET (PETG),
Carboxy-modifiziertes PET, Polyethylennaphthalat (PEN), Polyvinylchlorid (PVC), Polyvinylbutyral
(PVB), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyimid (PI), Polyvinylalkohol (PVA), Polystyrol
(PS), Polvinylphenol (PVP), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), thermoplastisches
Elastomer (TPE), insbesondere thermoplastisches Polyurethan (TPU), Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer
(ABS) und/oder deren Derivate oder aus Papier und/oder Pappe oder aus Mischungen der
vorgenannten Materialien. Das Material für den Datenträger 20 ist bevorzugt zumindest
teilweise aus Polycarbonat oder aus einem Polycarbonat-Derivat gebildet.
[0047] In Figur 6 ist eine schematische Seitenansicht des buchartigen Dokumentes 11 gemäß
Figur 1 dargestellt. Dieses buchartige Dokument 11 umfasst einen Buchblock 15, bei
welchem die Datenseite 17 gemäß der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform mit Innenseiten
18 zu einem Buchblock 15 vernäht sind, welcher darauffolgend mit dem Bucheinband 12
verbunden ist.
[0048] Zur Bildung des Buchblocks 15 ist die Datenseite 17 mit den Innenseiten 18 vor dem
Vernähen derart positioniert, dass ein an der Lasche 23 ausgebildeter Saum 45 mit
dem Einschlag 46 zur Innenseite 18 weisend vorgesehen ist. Der Überlappungsbereich
30 vom Datenträger 20 liegt zu den Innenseiten abgewandt. Somit kann durch den Saum
zumindest ein geringfügiger Dickenausgleich gegenüber dem Datenträger erfolgen, der
sich vom Überlappungsbereich in Richtung Innenseite 18 erstreckt. Diese Anordnung
weist des Weiteren den Vorteil auf, dass die freien Laschenkanten 49 nahe dem Nahtbereich
und quasi zwischen dem Datenträger 20 und einer Innenseite 18 eingeschlossen sein
kann. Somit wird ein Ausfransen weitestgehend verhindert, sofern diese freie Längslaschenkante
nicht verschweißt und/oder versiegelt ist.
Bezugszeichenliste
| 11. Buchartiges Dokument |
32. Längsseite von 17 |
| 12. Bucheinband |
34. Stirnkante von 17 |
| 14. Vorsatz |
35. Stirnkante von 17 |
| 15. Buchblock |
36. Stirnkante von 23 |
| 16. Naht |
37. Stirnkante von 23 |
| 17. Datenseite |
38. Schicht/Vorderseitenheft |
| 18. Innenseite |
39. Schicht/Rückseitenheft |
| 19. Bild |
41. Deckschicht |
| 20. Datenträger |
42. Deckschicht |
| 21. ICAO-Zeile |
44. Laschenkante |
| 22. Personalisierdaten |
45. Saum |
| 23. Lasche |
46. Einschlag |
| 24. Transpondermodul |
47. Laschenabschnitt |
| 25. IC-Chip |
48. Saum |
| 26. Antenne |
49. Saum |
| 30. Überlappungsberei ch |
51. Perforationslinie |
| 31. Herausragender Bereich |
52. Schweißpunkte |
1. Datenseite, insbesondere Personalisierdatenseite, für ein buchartiges Dokument, mit
einem aus zumindest einer Schicht bestehenden Datenträger (20) und mit einer Lasche
(23) aus einem textilen Bandmaterial, die unter Bildung eines Überlappungsbereiches
(30) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein dem Datenträger (20) gegenüberliegender und aus dem Überlappungsbereich (30)
heraustretender Bereich (31) der Lasche (23), der durch eine freie Laschenkante (49)
begrenzt ist, umgeschlagen und ein Saum (45) mit zumindest einem Einschlag (46) gebildet
ist.
2. Datenseite nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Saum (45) eine umgeschlagene Laschenkante (44) umfasst, welche eine Breite der
Lasche (23) zum Datenträger (20) bestimmt, die sich vorzugsweise entlang der Länge
der Lasche (23) erstreckt.
3. Datenseite nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der an die umgeschlagene Laschenkante (44) sich anschließender Einschlag (46) an
einem zwischen der umgeschlagenen Laschenkante (44) und dem Überlappungsbereich (30)
gebildeten Laschen-abschnitt (47) zumindest abschnittsweise anliegt und/oder mit diesem
Laschenabschnitt (47) zumindest abschnittsweise verbunden ist und vorzugsweise zwischen
dem Einschlag (46) und dem Laschenabschnitt (47) zumindest ein Schweißpunkt, Heftpunkt,
Klebepunkt und/oder eine zumindest abschnittsweise sich entlang der Lasche (23) erstreckende
Naht gebildet ist.
4. Datenseite nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die freie Laschenkante (49) des Einschlages (46) sich von der umgeschlagenen Laschenkante
(44) über einen Nahtbereich der Lasche (23) hinaus in Richtung auf den Datenträger
(20) erstreckt oder bündig an einer Längsseite (32) des Datenträgers (20) anliegt
oder mit dem Datenträger (20) einen weiteren Überlappungsbereich bildet.
5. Datenseite nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (23) eine Perforation (51), insbesondere eine linien- oder punktförmige
Perforation, aufweist, welche sich mit Abstand zur freien Laschenkante (49) erstreckt.
6. Datenseite nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberkante (36) und/oder eine Unterkante (37) der Lasche (23) umgeschlagen ist
und ein Saum (48, 49) gebildet ist und vorzugsweise durch den Saum (45) zumindest
teilweise überdeckt sind, und insbesondere eine Oberkante (36) und/oder eine Unterkante
der Lasche (23) in einem aus dem Überlappungsbereich (30) herausragenden Bereich (31)
der Lasche (23) nach dem Umschlagen der Laschenkante (44) gemeinsam zumindest abschnittsweise
miteinander versiegelt, verschweißt und/oder verklebt sind.
7. Datenseite nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberkante (36) und/oder eine Unterkante (37) und/oder die freie Längskante (49)
des herausragenden Bereichs (31) der Lasche (23) verschweißt, verklebt und/oder versiegelt
ist.
8. Datenseite nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche aus einem Gewebe, Gewirke, Filz oder Vlies hergestellt ist.
9. Verfahren zur Herstellung einer Datenseite, insbesondere Personalisierdatenseite,
für ein buchartiges Dokument, bei dem ein Datenträger (20) und eine Lasche (23) aus
einem textilen Bandmaterial unter Bildung eines Überlappungsbereichs (30) miteinander
verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein gegenüber dem Überlappungsbereich (30) heraustretender Bereich (31) der Lasche
(23), der durch eine freie Laschenkante (49) begrenzt ist, umgeschlagen und ein Saum
(45) mit zumindest einem Einschlag (46) gebildet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine freie Laschenkante (49) nach dem Umschlagen zwischen einem Nahtbereich der Lasche
(23) und einer Längsseite (32) des Datenträgers (20) positioniert wird oder dass die
freie Laschenkante (49) auf Stoß zur Längsseite (32) des Datenträgers (20) positioniert
wird oder dass die freie Laschenkante (49) den Datenträger (20) überdeckt und ein
weiterer Überlappungsbereich gebildet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Saum (45) in der Höhe durch mehrere Einschläge (46) an die Dicke des Datenträgers
(12) angepasst wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Einschlag (46) an dem Laschen-abschnitt (47) zumindest vorfixiert
wird, insbesondere zumindest ein Schweißpunkt, ein Heftpunkt, ein Klebepunkt und/oder
eine zumindest abschnittsweise Naht gebildet wird.
13. Buchblock für ein buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument,
mit mehreren in einem Stapel zueinander angeordneten Innenseiten (18) und mit einer
Lasche (23), die mit einer Naht (16) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass an der Lasche (23) durch zumindest einen Einschlag (16) ein Saum (45) gebildet ist
und der Einschlag (46) und ein dem Einschlag (46) zugeordneter Laschenabschnitt (47)
der Lasche (23) gemeinsam mit den Innenseiten (18) durch die Naht (16) vernäht sind.
14. Buchblock nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger (20) mit einem gegenüber der Naht (16) hervorstehenden Bereich der
Lasche (23), der dem Saum (45) gegenüberliegt, verbunden ist und vorzugsweise der
Datenträger (20) mit dem gegenüber dem Nahtbereich hervorstehenden Laschenabschnitt
(47) zur Bildung des Überlappungsbereichs (30) mit dem Datenträger (20) den Datenträger
(20) derart aufnimmt, dass dieser zwischen dem Laschenabschnitt (47) und der Innenseite
(18) liegt.
15. Buchblock nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (23) derart mit der benachbarten Innenseite (18) verbunden ist, dass der
Einschlag (46) zur Innenseite weist.
16. Verfahren zur Herstellung eines Buchblocks (15) für ein buchartiges Dokument (11),
insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument, bei dem mehrere Innenseiten (18)
zu einem Stapel zusammengeführt werden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass eine Datenseite (18) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 dem Stapel zugeführt wird
und
- dass die Innenseite (15) und der Saum (45) an der Lasche (23) der Datenseite (17) durch
eine gemeinsame Naht (16) miteinander verbunden werden, oder
- dass eine Datenseite (17) bereitgestellt wird, welche einen Datenträger (20) und eine
Lasche (23) aus einem textilen Bandmaterial umfasst, die unter Bildung eines Überlappungsbereiches
(13) miteinander verbunden sind,
- dass die Lasche (23) umgeschlagen und einen Saum (45) gebildet wird,
- dass die Datenseite (17) mit dem Saum (45) den Innenseiten (18) zugeführt wird,
- dass der Saum (45) der Lasche (23) der Datenseite (17) und die Innenseiten (18) mit zumindest
einer Naht (16) miteinander verbunden werden, oder
- dass einem Nahtbereich der Innenseiten (18) eine Lasche (23) aus einem textilen Bandmaterial
zugeführt wird,
- dass vor dem Positionieren der Lasche (23) im Nahtbereich zu den Innenseiten (18) die
Lasche (23) umgeschlagen und ein Saum (45) gebildet wird,
- dass der Saum (45) der Lasche (23) und die Innenseiten (18) mit der zumindest einen Naht
(16) miteinander verbunden werden.
17. Buchartiges Dokument, insbesondere Wert- und/oder Sicherheitsdokument, mit einem Bucheinband
(12), dadurch gekennzeichnet, dass ein Buchblock (15) nach einem der Ansprüche 13 bis 15 mit dem Bucheinband (12) fest
verbunden ist.