[0001] Die vorliegende Erfindung ist gerichtet auf ein Verfahren zum Überprüfen eines Wertdokuments,
derart, dass lediglich solche Sicherheitsmerkmale berücksichtigt werden, welche sich
aus einem herkömmlichen Herstellungsprozess ergeben. Die Erfindung ist ferner gerichtet
auf ein entsprechend ausgestaltetes Wertdokument, sowie auf ein Prüfungsgerät und
ein Personalisierungsgerät bezüglich des Wertdokuments. Die Erfindung ist außerdem
gerichtet auf ein Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen, welche das vorgeschlagene
Verfahren implementieren.
[0002] WO 2008/028476 A2 zeigt ein Sicherheitsdokument bzw. ein Wertdokument, enthaltend zumindest ein Sicherheitsmerkmal,
welches in definierter räumlicher Position angeordnet ist. Das auf Echtheit zu prüfende
Dokument wird mit der sogenannten "Service-Enhanced Raman Spektroskopie-Verfahren",
auch SERS genannt, untersucht, wobei Zuschlagsstoffe vorgesehen sind. Der sogenannte
Raman-Spektrometer operiert in einem Nanometerbereich und wird beispielsweise in einem
forensischen Anwendungsszenario eingesetzt. Hierbei ist besonders nachteilig, dass
keine handelsübliche Kamera zum Einsatz kommen kann. Auch ist das Wertdokument gemäß
dieser Technologie entsprechend anzupassen, und es kann kein herkömmliches Wertdokument
verwendet werden.
[0003] Ferner sind weitere Verfahren bekannt, welche Strukturmerkmale, wie z. B. eine Verteilung
von Fasern in einem entfernt gelegenen Datenspeicher, also einer Datenbank, abspeichern.
Ein solches Verfahren ist beispielsweise gezeigt in der
US 2006/0294583 A1. Ferner sind weitere Systeme zur Verifikation bekannt, wie sie beispielsweise in
der
US 2007/0025619 A1 gezeigt sind.
[0004] Allgemein bekannt sind sogenannte Wertdokumente, also Banknoten, Ausweisdokumente
bzw. Kreditkarten, welche typischerweise Sicherheitsmerkmale aufweisen und mehrschichtig
aufgebaut sind. So werden beispielsweise sogenannte Smartcards mehrschichtig aufgebaut,
elektronische Komponenten eingebracht und die Schichten in einem abschließenden Verfahren
zusammenlaminiert. Typischerweise werden diese Wertdokumente in hohen Stückzahlen
bereitgestellt, und erst nach einem Herstellungsprozess werden diese Wertdokumente
personalisiert.
[0005] Ein Personalisieren eines Wertdokuments wird gemäß bekannter Verfahren derart durchgeführt,
dass in einen fertigen Kreditkartenrohling personalisierte Daten, wie beispielsweise
ein Lichtbild bzw. eine Beschichtung eingebracht werden. Sogenannte Smardcards weisen
jedoch auch weitere Speicher auf, in die personalisierte Daten eingeschrieben werden
können. Dies kann ein Kreditkarteninhaber oder ein Name einer Bank sein. Hierbei wird
die Personalisierung jedoch typischerweise nicht aus dem Dokument ausgelesen, sondern
vielmehr wird ein Name bereitgestellt, welcher dann in die Smartcard eingraviert wird.
[0006] Zum Personalisieren von Wertdokumenten sind viele Techniken bekannt, wie beispielsweise
das Lasern einer Oberfläche von Smardcards. Hierbei erfolgt jedoch typischerweise
ein Personalisieren unabhängig von dem Herstellungsprozess bzw. Produktionsprozess,
da sonst Smardcards nicht in großer Stückzahl mit wenigem technischem Aufwand bereitgestellt
werden können. Somit erfolgt gemäß dem Stand der Technik ein Personalisieren typischerweise
unabhängig von einem Herstellungsprozess eines Wertdokuments.
[0007] Ferner ist es bekannt, hergestellte Wertdokumente nach ihrer Personalisierung zu
registrieren. Hierzu hält beispielsweise der Hersteller eine Datenbank vor, in der
beispielsweise Seriennummern von Wertdokumenten eingeschrieben werden und bei einer
späteren Überprüfung der Wertdokumente herangezogen werden. Hierbei ist es jedoch
besonders nachteilig, dass zum Überprüfen dieser Datenbank eine Kommunikationsschnittstelle
vorgehalten werden muss, die dem Auslesen der hinterlegten Daten dient.
[0008] Typischerweise erfolgt eine Personalisierung von Wertdokumenten, beispielsweise ID-Dokumenten,
mittels Lasergravur- oder Farbdruck. Die Erkennung und die Positionsbestimmung sowie
die Auswertung der Helligkeitsinformationen, Farbinformationen und Strukturinformationen
von Mustern bzw. Druckmarken erfolgt hierbei mittels einer Kamera. Letzteres geschieht
typischerweise innerhalb einer Personalisierungsanlage unmittelbar vor der Personalisierung
des Datenträgers.
[0009] Hierbei ist es besonders nachteilig, dass der Stand der Technik Strukturinformation
von Wertdokumenten nur innerhalb einer Fläche und nicht im Volumen abprüft. Diese
Fläche liegt in der Regel offen vor, d. h. ist gegen Verfälschung bzw. Zerstörung
oder Abnutzung nicht oder nur unzureichend geschützt. Wird die Fläche ganz oder teilweise
zerstört, ist eine Verifikation nicht länger möglich. Als Prüfmittel wird ein spezielles
Gerät benötigt, welches eine hohe Ortsauflösung, ggf. im Mikrometerbereich oder darunter,
aufweisen muss. Zur Speicherung bzw. Verifikation ist die Verbindung zu einer Datenbank
erforderlich.
[0010] Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Prüfen eines
Wertdokuments bereitzustellen, welches sicher mit geringem technischem Aufwand durchgeführt
werden kann, und dennoch nicht in den Herstellungsprozess des Wertdokuments eingreift.
Es ist ferner eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein entsprechend eingerichtetes
Wertdokument bereitzustellen sowie ein Prüfungsgerät und ein Personalisierungsgerät
zum Betreiben zumindest von einzelnen Verfahrensschritten. Es ist ferner eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, ein Computerprogrammprodukt bereitzustellen, mit Steuerbefehlen,
welche das vorgeschlagene Verfahren implementieren.
[0011] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0012] Demgemäß wird ein Verfahren zum Überprüfen eines Wertdokuments vorgeschlagen durch
eine Verifikation des Wertdokuments mittels eines Vergleichens eines ausgelesenen
und eines abgespeicherten optischen Sicherheitsmerkmals, wobei das Sicherheitsmerkmal
auf dem Wertdokument abgespeichert wird, und, dass das Sicherheitsmerkmal aus einem
Toleranzbereich eines Herstellungsprozesses des Wertdokuments resultiert.
[0013] Ein Wertdokument ist hierbei jegliches sicherheitsrelevante Dokument, beispielsweise
Ausweispapiere, Banknoten, Kreditkarten und/ oder Smartcards. Hierbei kann generell
ein Wertdokument einem Bezahlvorgang bzw. einem Authentisieren dienen. Beispielsweise
liegt das Wertdokument als ein Ausweisdokument vor, mit dem eine Identität nachgewiesen
werden soll, oder es soll sich Zugang zu sensiblen Bereichen, seien dies örtliche
Bereiche oder aber auch datentechnische Bereiche, verschafft werden. Beispielsweise
ist das Wertdokument eingerichtet, sensible Daten oder Dienste freizuschalten. Da
ein solches Wertdokument lediglich von autorisierten Stellen ausgegeben wird, ist
es notwendig, die Echtheit des Wertdokuments zu verifizieren. Dies wird vorliegend
als ein Überprüfen des Wertdokuments bezeichnet, wobei ein positives Überprüfen eines
Wertdokuments dessen Echtheit bestätigt.
[0014] Liegt ein gefälschtes Wertdokument vor oder nicht das erwartete Wertdokument, so
erfolgt ein negatives Überprüfen des Wertdokuments.
[0015] Auf dem erfindungsgemäßen Wertdokument bzw. gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
liegen zwei optische Merkmale vor. Das eine optische Merkmal liegt tatsächlich auf
dem Wertdokument vor und entsteht aus einem Herstellungsprozess des Wertdokuments
an sich. Das andere Sicherheitsmerkmal, welches abgespeichert wird, spiegelt das auszulesende
Sicherheitsmerkmal wieder. Das heißt also, dass das ausgelesene Sicherheitsmerkmal
tatsächlich physisch auf dem Wertdokument vorliegt, während es sich bei dem abgespeicherten
optischen Sicherheitsmerkmal um eine Repräsentation des tatsächlich vorliegenden optischen
Sicherheitsmerkmals handelt. Dies ist erfindungsgemäß deshalb besonders vorteilhaft,
da nicht gleichzeitig das ausgelesene und das abgespeicherte Sicherheitsmerkmal in
einem Arbeitsschritt eingebracht werden, sondern vielmehr erfolgt erst implizit ein
Einbringen des optischen Merkmals, woraufhin dieses ausgelesen wird und als eine Repräsentation
des optischen Sicherheitsmerkmals abgespeichert wird.
[0016] Somit werden also das ausgelesene Sicherheitsmerkmal und das abgespeicherte Sicherheitsmerkmal
derart getrennt voneinander erzeugt, dass das ausgelesene Sicherheitsmerkmal ohne
einen gesonderten Personalisierungsschritt in das Wertdokument eingebracht wird, in
einem unabhängig davon ausgestalteten Verfahrensschritt das tatsächliche optische
Sicherheitsmerkmal ausgelesen wird und dann abgespeichert wird. Durch das Trennen
dieser beiden Schritte erfolgt eine höhere Sicherheit, da ein Angreifer nicht weiß,
welches Sicherheitsmerkmal genau auszulesen ist.
[0017] Da das Verfahren nicht offengelegt ist, welches Sicherheitsmerkmal ausgelesen und
abgespeichert wird, hat der Angreifer keine Möglichkeit, das abgespeicherte optische
Sicherheitsinerkmal selbst zu erstellen. Zwar mag der Angreifer diverse optische Sicherheitsmerkmale
auf einem Wertdokument erkennen, weiß aber nicht genau, welches Sicherheitsmerkmal
ausgelesen wurde bzw. an welcher Stelle das Sicherheitsmerkmal ausgelesen wurde.
[0018] Zwar sind dem Fachmann diverse Möglichkeiten bekannt, ein optisches Merkmal auszulesen,
dies kann jedoch derart willkürlich gewählt werden, dass jedes Sicherheitsmerkmal
vorliegend Verwendung finden kann. Somit weiß der Fachmann generell, wie er das erfindungsgemäße
Verfahren durchführen soll, der Angreifer weiß jedoch nicht, welches Sicherheitsmerkmal
nunmehr genau gewählt wurde. So kann der Durchschnittsfachmann beispielsweise eine
beliebige Stelle an der Oberfläche des Wertdokuments auslesen und diese gesammelten
Daten dann auf dem Wertdokument abspeichern. Hierbei können beispielsweise bestimmte
Strukturmerkmale des Wertdokuments gemessen werden, oder aber es kann auch ein Schichtenmodell
derart analysiert werden, dass transparente Schichten durchleuchtet werden, derart,
dass lediglich opake Schichten ausgelesen werden. Auch wenn dies dem Fachmann im Generellen
bekannt ist, so weiß der Angreifer nicht, wie er nun das optische Sicherheitsmerkmal
auf dem Wertdokument abspeichern soll.
[0019] Ein Abspeichern des optischen Sicherheitsmerkmals kann derart ausgeführt werden,
dass eine Repräsentation des optischen Sicherheitsmerkmals auf dem Wertdokument aufgebracht,
eingebracht bzw. abgespeichert wird. Ein Abspeichern kann generell dadurch erfolgen,
dass beispielsweise eine texturelle Repräsentation des optischen Merkmals auf dem
Wertdokument angebracht wird. Hierzu kann jedoch auch ein Datenspeicher des Wertdokuments
Verwendung finden, in dem das optische Sicherheitsmerkmal abgelegt wird.
[0020] Beispielsweise sind in dem Wertdokument zwei elektronische Komponenten verbaut. Diese
sollen spezifikationsgemäß in einem bestimmten Winkel zueinander angeordnet sein.
Da in einem Herstellungsprozess eine Vielzahl von Wertdokumenten bereitgestellt werden
muss, kann es vorkommen, dass einige Merkmale des Wertdokuments von der tatsächlichen
Spezifikation abweichen. Beispielsweise ist eine elektrische Komponente leicht verschoben
in das Wertdokument eingebracht. Nun wird gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren das
Sicherheitsmerkmal eines Winkels zwischen zwei Komponenten ausgelesen, welches optisch
erkennbar ist, und wird auf dem Datenspeicher bzw. auf dem Wertdokument an sich abgespeichert.
Stehen zwei Komponenten nicht orthogonal aufeinander, so kann die Abweichung zwischen
den beiden Komponenten von der Sollposition abgespeichert werden. Dies kann texturell
auf dem Wertdokument abgespeichert werden, kann aber auch in den Speicher des Wertdokuments
eingeschrieben werden.
[0021] Ein solches Abspeichern des optischen Sicherheitsmerkmals kann mit irgendeiner Codierung
derart erfolgen, dass die Codierung auf dem Wertdokument aufgebracht wird. Der Fachmann
kennt diverse Codierungen, beispielsweise eine Binärcodierung, anhand derer Sicherheitsmerkmale
beschrieben werden können. Somit wird das optische Sicherheitsmerkmal abgespeichert,
ohne dass dies darauf zwingendermaßen abstellt, dass das optische Merkmal an sich
abgespeichert wird, sondern vielmehr können irgendwelche Formate bzw. irgendwelche
Repräsentationen des optischen Sicherheitsmerkmals abgespeichert werden. Hierbei ist
es vorteilhaft, die Codierung derart zu wählen, dass ein Angreifer diese nicht direkt
entschlüsseln kann. Das heißt, dass ein Angreifer zum Entschlüsseln der abgespeicherten
optischen Sicherheitsmerkmale erst Wissen über den Codierungsalgorithmus haben muss,
bevor er es decodieren kann. Dies wiederum ist ein weiteres Sicherheitsmerkmal des
vorgeschlagenen Verfahrens.
[0022] Ein Toleranzbereich eines Herstellungsprozesses des Wertdokuments ist ein solcher
Bereich, der nicht explizit vorgesehen ist, also nicht zur Personalisierung des Wertdokuments
dient, sondern vielmehr aufgrund unvermeidlicher Variationen der Herstellungsmaterialien
bzw. Herstellungsgeräte entsteht. Dies ist also ein Bereich, der spezifikationsgemäß
nicht bezüglich dem Wertdokument vorgesehen ist, sondern der sich einfach aufgrund
des Herstellungsprozesses ergibt und eben keinen gesonderten Personalisierungsschritt
bzw. keinen gesonderten Sicherungsschritt verlangt.
[0023] So sind beispielsweise diverse Verfahren zur Personalisierung von Wertdokumenten
bekannt, wie das Einbringen von diffusen Partikeln in das Wertdokument. Hierbei handelt
es sich jedoch nicht um einen Toleranzbereich im Sinne der vorliegenden Erfindung,
da diese Partikel wissentlich, also spezifikationsgemäß, eingebracht werden. Auch
wenn die Partikel nicht berechenbar in diffuser Ausrichtung in dem Wertdokument zu
liegen kommen, so handelt es sich hierbei nicht um einen Toleranzbereich. Ein Toleranzbereich
ist genau der Bereich, der eine Differenz zwischen einer Spezifikation eines Wertdokuments
und eines tatsächlich hergestellten Wertdokuments beschreibt.
[0024] Genau dies ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, da eben kein weiterer Personalisierungsschritt
vorzusehen ist, sondern vielmehr, dass dieser eingespart werden kann. Erfindungsgemäß
wurde somit erkannt, dass keinerlei Sicherheitsmerkmale explizit eingebracht werden
müssen, sondern, dass diese bereits implizit aufgrund Abweichungen im Herstellungsprozess
vorliegen. Somit ist auch bei einem genormten Wertdokument, welches in großer Stückzahl
hergestellt wird, stets ein individueller Toleranzbereich erkennbar, der ein erstes
Wertdokument von einem zweiten Wertdokument unterscheidet, obwohl diese aus der gleichen
Serie stammen. Somit lässt sich das vorgeschlagene Verfahren besonders effizient implementieren.
[0025] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird das Sicherheitsmerkmal auf dem
Wertdokument abgespeichert. Dies hat den Vorteil, dass das Sicherheitsmerkmal äußerlich
auf dem Wertdokument angebracht werden kann. Dies kann beispielsweise mittels einer
Lasergravur oder einer Reliefbildung erfolgen. Somit weist das Wertdokument das implizit
vorhandene Sicherheitsmerkmal auf, sowie das Sicherheitsmerkmal, welches auf dem Wertdokument
angebracht bzw. eingebracht ist. Hierbei soll das Abspeichern des Sicherheitsmerkmals
keinesfalls einschränkend verstanden werden, sondern vielmehr ist jedes Hinterlegen
des optischen Sicherheitsmerkmals in irgendeiner Codierung als ein Abspeichern zu
verstehen.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird das Sicherheitsmerkmal
derart abgespeichert, dass es optisch auf dem Wertdokument auslesbar ist. Dies hat
den Vorteil, dass die Repräsentation des Sicherheitsmerkmals derart auf dem Wertdokument
vorhanden ist, dass es beispielsweise mittels einer herkömmlichen Kamera oder einfach
nach einer menschlichen Prüfung erkennbar ist. Beispielsweise kann eine Prüfsumme
des Sicherheitsmerkmals gebildet werden, und hierdurch kann das optische Sicherheitsmerkmal
anhand einer Prüfsumme derart auf dem Wertdokument angebracht werden, dass die Prüfsumme
für einen menschlichen Prüfer bzw. ein Lesegerät erkennbar ist.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird das Sicherheitsmerkmal
derart abgespeichert, dass es in einem Speicher des Wertdokuments eingeschrieben wird.
Dies hat den Vorteil, dass zumindest eine Repräsentation des optisch tatsächlich vorhandenen
Sicherheitsmerkmals auf einem Datenspeicher, der in dem Wertdokument verbaut ist,
abgelegt wird. Somit ist es möglich, mittels eines Prüfgeräts das abgespeicherte Sicherheitsmerkmal
auszulesen und dies mit dem tatsächlich vorhandenen Sicherheitsmerkmal zu vergleichen.
Hierbei ist es ebenfalls besonders vorteilhaft, dass das abgespeicherte Sicherheitsmerkmal
nicht sofort von einem Angreifer erkennbar ist. Vielmehr ist ein Lesegerät erforderlich,
welches das Sicherheitsmerkmal aus dem Speicher des Wertdokuments ausliest.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt eine positive Verifikation,
falls das ausgelesene und das abgespeicherte Sicherheitsmerkmal im Wesentlichen übereinstimmen.
Dies hat den Vorteil, dass auch optische Varianzen berücksichtigt werden können, die
typischerweise entstehen, falls ein optisches Merkmal mittels einer Kamera ausgelesen
wird. Somit muss das tatsächlich vorhandene Sicherheitsmerkmal und das abgespeicherte
Sicherheitsmerkmal nicht gänzlich übereinstimmen, sondern vielmehr reicht ein Schwellwert,
welcher erfüllt werden muss, um eine positive Verifikation durchzuführen. So kann
beispielsweise spezifiziert werden, dass ein im Wesentlichen Übereinstimmen dann gegeben
ist, falls das abgespeicherte Sicherheitsmerkmal zu einem gewissen Prozentsatz mit
dem ausgelesenen Sicherheitsmerkmal übereinstimmt. Somit kann beispielsweise berücksichtigt
werden, dass das optische Sicherheitsmerkmal leicht schief ausgelesen wird bzw. unter
ungünstigen Lichtverhältnissen ausgelesen wird. Stimmen das ausgelesene Sicherheitsmerkmal
und das abgespeicherte Sicherheitsmerkmal auch nicht im Wesentlichen überein, so folgt
eine negative Verifikation des Sicherheitsdokuments, und es wird als ein gefälschtes
Sicherheitsdokument bzw. Wertdokument erkannt oder zumindest als ein Wertdokument,
das so nicht erwartet wurde. Somit können Authentifizierungsprozesse bei einer negativen
Verifikation abgebrochen werden.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung bezieht sich ein Toleranzbereich
auf eine Schichtung, ein Strukturmerkmal, eine Schichtdicke, eine Farbgebung, eine
Schwärzung, ein Spaltenmaß, eine Position einer Komponente, einem Winkel zwischen
zwei Komponenten und/ oder eine Anordnung von mindestens einer Komponente. Dies hat
den Vorteil, dass sich diverse Strukturmerkmale eines Wertdokuments dafür erfindungsgemäß
eignen, dass diese als ein Sicherheitsmerkmal verwendet werden können. Beispielsweise
kann eine Varianz in einer Dicke einer Schicht derart verwendet werden, dass transparente
und opake Schichten ein gewisses Muster erzeugen, welches als ein Sicherheitsmerkmal
dienen kann. Beispielsweise weisen einzelne Schichten sowohl transparente als auch
opake Stellen auf, die in einem Durchlicht ein bestimmtes charakteristisches Merkmal
ergeben. Hierbei muss das charakteristische Merkmal nicht absichtlich in das Wertdokument
eingebracht werden, wie es bekannt wäre, sondern vielmehr eignen sich Varianzen im
Herstellungsprozess, die das Wertdokument eindeutig charakterisieren. Beispielsweise
kann es auch bei einer Farbgebung zu Toleranzen kommen, da beispielsweise bei einer
Drucktechnik Farbverläufe verwischen bzw. die einzelnen Muster farblich nicht klar
abgegrenzt sind. Auch ist es möglich, dass aufgrund der hohen Stückzahl von Wertdokumenten
Spaltenmaße variieren, da sich die Herstellungsmaschinen nicht exakt justieren lassen.
Gleiches gilt für die Position von Komponenten bzw. von Winkel zwischen den Komponenten
als auch für den Abstand zwischen Komponenten, da diese nicht immer exakt gemäß der
Spezifikation vorliegen, sondern dass vielmehr charakteristische Toleranzbereiche
gegeben sind. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, eine Auswahl der Toleranzbereiche
zu kombinieren, um zu einem Sicherheitsmerkmal zu gelangen. Beispielsweise kann sowohl
eine Schichtdicke as auch ein Spaltenmaß gemeinsam als ein Sicherheitsmerkmal dienen.
Somit ist es dem Durchschnittsfachmann bewusst, dass der die aufgeführten Toleranzbereiche
derart kombinieren kann, dass er zu einem optischen Sicherheitsmerkmal gelangt. Beispielsweise
ist es auch möglich, einzelne Schichten mittels eines Lasers zu schwärzen und hierbei
diese Schwärzung mit einer Schichtdicke als ein Sicherheitsmerkmal zu kombinieren.
Variiert eine Schichtdicke, so ist es auch möglich, dass eine Schwärzung durch einen
Laser derart variiert, dass das eindeutige Sicherheitsmerkmal entsteht. Hierbei ist
es erfindungsgemäß vorteilhaft, dass die tatsächliche Ausgestaltung eines jeden Wertdokuments
im Wesentlichen gemäß einer Spezifikation erfolgt, wobei lediglich die Toleranzbereiche
als ein möglicher Raum für ein Sicherheitsmerkmal dienen. Somit ist es also nicht
notwendig, das Wertdokument extra zu personalisieren, sondern vielmehr werden Toleranzbereiche
eines Herstellungsprozesses verwendet, um ein Sicherheitsmerkmal zu definieren.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt das optische Sicherheitsmerkmal
ein dreidimensionales Sicherheitsmerkmal dar. Dies hat den Vorteil, dass nicht lediglich
ein Auslesen der Oberfläche des Wertdokuments erfindungsgemäß durchgeführt wird, sondern
vielmehr wird das Wertdokument auch in seiner Tiefe ausgelesen und somit implizit
ein Sicherheitsmerkmal ausgelesen. Das dreidimensionale Sicherheitsmerkmal kann hierbei
auf eine Oberflächenstruktur des Wertdokuments abstellen, kann aber auch transparente
Schichten derart berücksichtigen, dass ein Winkel eines optisch variablen Sicherheitsmerkmals
berücksichtigt wird. Ferner können auch gewisse Abstände oder Farbgebungen berücksichtigt
werden, die durch eine transparente Schicht des Wertdokuments sichtbar werden.
[0031] Somit ist es auch möglich, diverse transparente Schichten derart vorzusehen, dass
sich ein dreidimensionales Sicherheitsmerkmal ergibt.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt das ausgelesene optische
Merkmal im Inneren des Wertdokuments vor. Dies hat den Vorteil, dass das optische
Merkmal in einer inneren Schicht des Wertdokuments geschützt werden kann, so dass
es vor Abrieb bzw. Abnutzung gesichert ist. Somit ist über dem optischen Merkmal eine
transparente Schicht vorzusehen, welche es ermöglicht, das optische Merkmal des Wertdokuments
von außen auszulesen.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird das abgespeicherte optische
Sicherheitsmerkmal in Form einer Prüfsumme abgespeichert. Dies hat den Vorteil, dass
eine weitere Codierung verwendet wird, die es ermöglicht, nicht das optische Sicherheitsmerkmal
an sich abzuspeichern, sondern vielmehr wird das optische Sicherheitsmerkmal durch
eine Prüfsumme abgespeichert, derart, dass ein Angreifer nicht direkt ohne technische
Hilfsmittel Rückschlüsse auf das optische Merkmal ziehen kann.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird das ausgelesene optische
Sicherheitsmerkmal in eine Repräsentation übergeführt und als Sicherheitsmerkmal abgespeichert.
Dies hat den Vorteil, dass zwar das optische Sicherheitsmerkmal an sich in seiner
physischen Form direkt erkennbar ist, nicht jedoch das abgespeicherte Sicherheitsmerkmal.
Zwar entspricht typischerweise das abgespeicherte Sicherheitsmerkmal dem tatsächlich
vorliegenden optischen Sicherheitsmerkmal, wobei jedoch eine andere Repräsentation
gewählt wird. Die Wahl der Repräsentation ist zwar dem Durchschnittsfachmann geläufig,
der Angreifer weiß jedoch wiederum nicht, welche Repräsentation genau gewählt wurde,
und kann somit von dem abgespeicherten Sicherheitselement nicht auf das tatsächliche
Sicherheitselement rückschließen. Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da das
abgespeicherte optische Sicherheitselement komplett verschlüsselt werden kann.
[0035] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung werden mehrere optische Sicherheitsmerkmale
ausgelesen und jeweils auf dem Wertdokument zusätzlich hinterlegt. Dies hat den Vorteil,
dass die mehreren optischen Sicherheitselemente sowohl physisch auf dem Wertdokument
an sich vorliegen, als auch deren Repräsentation, beispielsweise in Form einer Beschriftung
des Wertdokuments oder mittels einer Ablage der mehreren optischen Sicherheitsmerkmale
in einem Speicher des Wertdokuments. Somit lassen sich auch diverse optische Sicherheitsmerkmale
beliebig kombinieren.
[0036] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Wertdokument aufweisend ein abgespeichertes
Sicherheitsmerkmal, welches einem optischen Sicherheitsmerkmal des Wertdokuments entspricht,
wobei das optische Sicherheitsmerkmal aus einem Toleranzbereich eines Herstellungsprozesses
des Wertdokuments resultiert.
[0037] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Prüfungsgerät, welches eingerichtet ist zum
Prüfen des Wertdokuments.
[0038] Ferner wird die Aufgabe gelöst durch ein Personalisierungsgerät zum Personalisieren
des Wertdokuments mittels eines Abspeicherns des Sicherheitsmerkmals.
[0039] Ferner wird die Aufgabe gelöst durch ein Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen,
welche das vorgeschlagene Verfahren implementieren bzw. die vorgeschlagenen Endgeräte
betreiben.
[0040] Hierbei ist es besonders vorteilhaft, dass die Verfahrensmerkmale, wie sie gemäß
dem Verfahren vorgeschlagen werden, auch als strukturelle Merkmale bezüglich dem vorgeschlagenen
Wertdokument vorliegen können. Somit kann jeder Verfahrensschritt auf ein strukturelles
Merkmal des Wertdokuments abgebildet werden. Ferner können die strukturellen Merkmale
des Wertdokuments auch mittels Verfahrensschritten nachvollzogen werden. Ferner eignet
sich das vorgeschlagene Verfahren zum zumindest teilweise Betreiben des Prüfungsgeräts
bzw. des Personalisierungsgeräts. Das Computerprogrammprodukt ist ferner eingerichtet,
das vorgeschlagene Verfahren zu implementieren bzw. die vorgeschlagenen Endgeräte
zu betreiben.
[0041] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden im Folgenden anhand der beigefügten Figuren
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine Prüfungsanordnung eines Wertdokuments gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 2:
- das Wertdokument gemäß einem Aspekt der vorgeschlagenen Erfindung; und
- Fig. 3:
- das Wertdokument gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung.
[0042] Fig.1 zeigt eine Systemanordnung, aufweisend eine Halterung 12 für einen Datenträger
14, der mittels einer Drehachse 16 rotiert werden kann. Hierzu ist ein Motor 18 vorgesehen.
Eine Kamera 112 überprüft hier ein Wertdokument, welches den Datenträger 14 aufweist,
welcher mittels der Beleuchtung 110 beleuchtet wird. Die vorliegende Prüfungsanordnung
wird mittels einer Steuerung 114 angesteuert. Das vorgeschlagene Verfahren ist wesentlich
einfacher und somit auch für die Realisierung eines entsprechenden Prüfgerätes zur
Verwendung z. B. durch einen Grenzbeamten möglich, verglichen mit dem Stand der Technik.
Außerdem kann das vorgeschlagene Verfahren bereits bei der Personalisierung des Sicherheitsdokuments
eingesetzt werden, um mit einem ggf. kundenspezifischen Algorithmus, beispielsweise
unter Verwendung einer Prüfziffer, die dann für eine spätere Prüfung im Feld z. B.
im Klartext mit auf das Sicherheitsdokument aufgebracht oder auch in den Chip der
Karte eingeschrieben werden kann. Dieses Einschreiben kann beispielsweise verschlüsselt
erfolgen.
[0043] Hierzu werden die Ist-Positionen verschiedener Merkmale vermessen, und diese werden
mittels einer Prüfziffer zum späteren Abgleich bzw. zur Echtheitsprüfung hinterlegt.
[0044] Somit wird statt der Fläche eines Papiers bzw. Wertdokuments das Volumen z. B. eines
aus transparenten Schichten und ggf. einer oder mehreren opaken Schichten aufgebauten
ID-Dokuments bzw. Datenträgers genutzt, und eine Mehrzahl an Varianten, ggf. auch
statistisch verteilten Merkmalen bzw. Strukturelemente des Datenträgers, werden zur
Ermittlung einer Echtheitswahrscheinlichkeit des Datenträgers verwendet.
[0045] Zu überprüfende Merkmale können bereits im Kartenrohling vorhanden sein bzw. alternativ
oder zusätzlich im Rahmen der Personalisierung des Datenträgers aufgebracht werden.
[0046] Die Strukturmerkmale bzw. Sicherheitsmerkmale werden dabei aus einem inneren, gegen
Schädigung gut geschützten Bereich der Karte gelesen und ausgewertet. Als Strukturmerkmale
können dabei auch quasi zufällig verteilte, ggf. dreidimensional erfasste Strukturen
wie Differenzpositionen und Differenzwinkel von Einzelstrukturen wie z. B. Schwärzungen
von Teilbereichen innerer Schichten durch Lasereinwirkung verwendet werden. Die Auswertung
der Strukturmerkmale kann ggf. auch unter schiefem Winkel erfolgen, um z. B. dreidimensionale
Merkmale oder Relativpositionen vorteilhaft erfassen zu können.
[0047] Die ausgelesenen Informationen können dann entweder komplett, in Teilen oder über
Bildung einer Prüfsumme in Klartext, eventuell auch verschlüsselt, gelasert, gedruckt
oder in dem Chip der Karte eingeschrieben und ggf. zusätzlich noch in einer Datenbank
erfasst werden. Eine Übertragung der Informationen auf den Datenträger setzt allerdings
voraus, dass die Merkmalsauswertung unmittelbar nach erfolgter Personalisierung des
auszuwertenden Bereichs oder auch vor der Chip-Personalierung erfolgt, solange der
Datenträger im Zugriff der entsprechenden Personalisierungsanlage ist. Eine Offenlegung
der Art und Weise der Merkmalsauswertung ist nicht erforderlich und kann innerhalb
eines entsprechend ausgestatteten Prüfgerätes erfolgen. Ein Reverse-Engineering wird
dadurch erschwert, was die Qualität der Absicherung des Datenträgers gegen Fälschung
erhöht.
[0048] Durch die Überprüfung von dreidimensional angeordneten Strukturmerkmalen kann identifiziert
werden, ob ein Ausweisdokument durch den Austausch einzelner Schichten verfälscht
worden ist.
[0049] Durch Überprüfung vieler Strukturmerkmale lässt sich die Sicherheit der Verifikation
erhöhen. In diesem Fall bleibt ein Datenträger auch bei Ausfall eines oder mehrerer
Strukturmerkmale mit hinreichender Sicherheit verifizierbar. Eine Überprüfung der
Daten- bzw. Dokumentenintegrität im Feld kann zumindest für einige der Ausführungsformen
sehr einfach, z. B. mittels konventionellen Dokumentscannern erfolgen, die um einen
entsprechenden Prüfalgorithmus ergänzt sind. Hierbei kann es sich um Flächen- oder
Zeilenkameras handeln. Dieser Algorithmus kann ggf. kundenspezifisch angepasst werden.
Eine Datenbankverbindung ist aber zumindest für einige der Ausführungsformen nicht
erforderlich.
[0050] Es lassen sich außerdem einfach aufgebaute Prüfgeräte herstellen, die im Wesentlichen
aus einer Kamera, einem ggf. dreh- oder kippbaren Dokumentenhalter und einer Lichtquelle
bestehen. Letztere Prüfgeräte lassen sich weitgehend der Prüfaufgabe anpassen und
können eine größere Bandbreite an Prüfungen durchführen, z. B. auch mit Lichtquellen
und Sensoren, die im nicht sichtbaren Wellenbereich arbeiten. Eine solche Anordnung
ist in Fig.1 gezeigt.
[0051] Fig. 2 zeigt ein Wertdokument 1 bzw. ein ID-Dokument. Dieses weist Strukturmerkmale
2 auf, die von einem Prüfgerät 3 unter einem bestimmten Betrachtungswinkel 4 ausgelesen
werden. Hierdurch ergibt sich ein Differenzwinkel 5, da einzelne Strukturmerkmale
herstellungstechnisch versetzt in dem Wertdokument 1 angeordnet sind.
[0052] Zur Überprüfung der Echtheit eines Sicherheitsdokuments werden Positionen, Winkel
oder Abstände von im Inneren des Dokuments 1 dreidimensional angeordnete Merkmale
erfasst, um eine Fälschung durch Austausch einzelner Schichten zu erkennen. Durch
eine große Auswahl von Merkmalen ist selbst bei Ausfall einiger Merkmale eine sichere
Überprüfung der Echtheit möglich. Die Merkmale können bereits in einer Folienschicht
vorhanden sein, z. B. Materialveränderung in einer Folie, oder bei der Personalisierung
erzeugt werden, z. B. Schwärzungen mittels Laser. Die Positionen, Winkel oder Abstände
der Merkmale werden auf dem Dokument und ggf. in einem Server gespeichert, während
das Dokument personalisiert wird. Zur Prüfung der Echtheit werden die Positionen,
Winkel und Abstände der Merkmale ermittelt und mit dem Gespeicherten verglichen.
[0053] Fig. 3 zeigt das erfindungsgemäße Wertdokument 1 mitsamt den Strukturmerkmalen 2.
Ferner ist in dem vorliegenden Wertdokument, welches beispielsweise als eine Smartcard
vorliegt, eine Toleranzkennzahl 3 bzw. ein Prüfraster 3 vorgesehen. Mittels dieses
Prüfrasters lässt sich definieren, wie groß die Abweichungen des Wertdokuments von
der Spezifikation sind. Hier wird eine Toleranzkennzahl proportional codiert, welche
ein optisches Sicherheitsmerkmal beschreibt.
1. Verfahren zum Überprüfen eines Wertdokuments (1) durch eine Verifikation des Wertdokuments
(1) mittels eines Vergleichens eines ausgelesenen und eines abgespeicherten optischen
Sicherheitsmerkmals (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsmerkmal (2) auf dem Wertdokument (1) abgespeichert wird, und, dass
das Sicherheitsmerkmal (2) aus einem Toleranzbereich eines Herstellungsprozesses des
Wertdokuments (1) resultiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsmerkmal (2) auf dem Wertdokument (1) abgespeichert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsmerkmal (2) derart abgespeichert wird, dass es optisch auf dem Wertdokument
(1) auslesbar ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsmerkmal (2) derart abgespeichert wird, dass es in einen Speicher des
Wertdokuments (1) eingeschrieben wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine positive Verifikation erfolgt, falls das ausgelesene und das abgespeicherte
Sicherheitsmerkmal (2) im Wesentlichen übereinstimmen.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Toleranzbereich auf eine Schichtung, ein Strukturmerkmal, eine Schichtdicke,
eine Farbgebung, eine Schwärzung, ein Spaltenmaß, eine Position einer Komponente,
einen Winkel zwischen zwei Komponenten und/ oder eine Anordnung von mindestens einer
Komponente bezieht.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Sicherheitsmerkmal (2) ein dreidimensionales Sicherheitsmerkmal (2)
darstellt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgelesene optische Merkmal im Inneren des Wertdokuments (1) vorliegt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das abgespeicherte optische Sicherheitsmerkmal (2) in Form einer Prüfsumme abgespeichert
wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgelesene optische Sicherheitsmerkmal (2) in eine Repräsentation übergeführt
wird und als Sicherheitsmerkmal (2) abgespeichert wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere optische Sicherheitsmerkmale ausgelesen und jeweils auf dem Wertdokument
(1) zusätzlich hinterlegt werden.
12. Wertdokument (1) aufweisend ein abgespeichertes Sicherheitsmerkmal, welches einem
optischen Sicherheitsmerkmal (2) des Wertdokuments (1) entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Sicherheitsmerkmal (2) aus einem Toleranzbereich eines Herstellungsprozesses
des Wertdokuments (1) resultiert.
13. Prüfungsgerät (4), dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfungsgerät eingerichtet ist zum Prüfen des Wertdokuments (1) nach Anspruch
12.
14. Personalisierungsgerät zum Personalisieren eines Wertdokuments (1) nach Anspruch 12
mittels eines Abspeicherns des Sicherheitsmerkmals (2).
15. Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen, welche das Verfahren gemäß einem der Ansprüche
1 bis 11 implementieren.