[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitspapier zur Herstellung von Wertdokumenten,
wie Banknoten, Pässe, Ausweisdokumente oder dergleichen, sowie ein das Sicherheitspapier
umfassendes Wertdokument. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein optisch variables
Sicherheitselement und ein Wertdokument mit einem solchen Sicherheitselement.
[0002] Wertdokumente, wie beispielsweise Banknoten, Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine,
Schecks, hochwertige Eintrittskarten, aber auch andere fälschungsgefährdete Papiere,
wie Pässe oder sonstige Ausweisdokumente, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen
versehen, die eine Überprüfung der Echtheit des Wertdokuments gestatten und die zugleich
als Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Die Sicherheitselemente können beispielsweise
in Form eines in eine Banknote ganz oder teilweise eingebetteten Sicherheitsfadens
oder in Form eines auf die Banknote aufgebrachten Sicherheitsstreifens oder eines
Patch vorliegen.
[0003] In den letzten Jahren haben sich Sicherheitselemente, insbesondere Sicherheitsfäden,
mit optisch variablen Sicherheitsmerkmalen auf dem Banknotenmarkt etabliert. Optisch
variable Sicherheitsmerkmale vermitteln dem Betrachter unter unterschiedlichen Betrachtungswinkeln
einen unterschiedlichen Bildeindruck. Die Sicherheitsmerkmale können dabei in Form
von beugungsoptisch wirksamen Mikro- oder Nanostrukturen vorliegen, wie etwa im Falle
von konventionellen Prägehologrammen oder anderen hologrammähnlichen Beugungsstrukturen
(siehe z.B. die Druckschriften
EP 0 330 733 A1 oder
EP 0 064 067 A1).
[0004] Es ist auch bekannt, Linsensysteme als Sicherheitsmerkmale einzusetzen. So ist beispielsweise
in der Druckschrift
EP 0 238 043 A2 bzw. in der
DE 36 09 090 A1 ein Sicherheitsfaden aus einem transparenten Material beschrieben, auf dessen Oberfläche
ein Raster aus mehreren parallel laufenden Zylinderlinsen eingeprägt ist. Die Dicke
des Sicherheitsfadens ist dabei so gewählt, dass sie in etwa der Fokuslänge der Zylinderlinsen
entspricht. Auf der gegenüberliegenden Oberfläche ist ein Druckbild registergenau
aufgebracht, wobei das Druckbild unter Berücksichtigung der optischen Eigenschaften
der Zylinderlinsen gestaltet ist.
[0005] Seit einiger Zeit werden auch sogenannte Moiré-Vergrößerungsanordnungen als Sicherheitsmerkmale
eingesetzt. Eine derartige Moire-Vergrößerungsanordnung ist in der Druckschrift
WO 2006/087138 A1 bzw. in der
DE 10 2005 028 162 A1 offenbart. Das in der
WO 2006/087138 A1 offenbarte Fälschungssicherungsmittel weist wenigstens ein erstes und ein zweites
Sicherheitsmerkmal auf. Das erste Echtheitsmerkmal umfasst dabei eine erste Anordnung
mit einer Vielzahl von fokussierenden Elementen, die in einem ersten Raster vorliegen,
sowie eine zweite Anordnung mit einer Vielzahl von mikroskopischen Strukturen, die
in einem zweiten Raster vorliegen. Die erste und die zweite Anordnung sind zueinander
derart angeordnet, dass die mikroskopischen Strukturen der zweiten Anordnung bei Betrachtung
durch die fokussierenden Elemente der ersten Anordnung in Vergrößerung zu sehen sind.
Ein solcher Vergrößerungseffekt wird auch als Moiré-Vergrößerung bezeichnet. Kurz
gesagt, bezeichnet Moire-Vergrößerung danach ein Phänomen, das bei der Betrachtung
eines Rasters aus identischen Bildobjekten durch ein Linsenraster mit annähernd demselben
Rastermaß auftritt. Wie bei jedem Paar ähnlicher Raster ergibt sich dabei ein Moire-Muster,
wobei in diesem Fall jeder der Moire-Streifen in Gestalt eines vergrößerten und gedrehten
Bildes der wiederholten Elemente des Bildrasters erscheint.
[0006] Es ist auch bekannt, optisch variable Sicherheitsmerkmale auf Basis von periodischen
oder aperiodischen Sägezahngittern einzusetzen (siehe z.B. die
WO 2011/066991 A2).
[0007] Zur Verlängerung der Lebensdauer und Umlauffähigkeit können Wertpapiere mit einer
Schmutz-abweisenden Schutzschicht versehen werden. Beispielsweise wird in der Druckschrift
EP 0 256 170 B2 vorgeschlagen, bedruckte Geldscheine mit einer Schutzschicht zu versehen, die zum
größeren Teil Celluloseester oder Celluloseether und zu einem geringeren Teil mikronisiertes
Wachs enthält und die vollflächig auf die Geldscheine aufgebracht wird. Das mikronisierte
Wachs wird dabei durch Dispergieren oder Mischen mit Öl, einem Bindemittel oder einer
Mischung daraus dispergiert. Die mit der Schutzschicht frisch bedruckten Bögen können
ohne Schwierigkeiten gestapelt werden, ohne dass Farbe von einem Bogen auf den darunter
liegenden Bogen abfärbt. Eine weitere Schmutz-abweisende Schicht, die z.B. auf einem
UV-Lack beruht, ist aus der
WO 2004/072378 A1 bekannt.
[0008] Des Weiteren ist bekannt, Wertdokumente mit lumineszierenden Merkmalen auszustatten.
Zur Prüfung der Echtheit des Wertdokuments werden z.B. Schwarzlichtröhren oder LED-UV-Lampen
verwendet. Klassische fluoreszierende Farben basieren infolge der geforderten chemischen
Beständigkeit auf organischen oder anorganischen Pigmenten, deren Teilchengröße im
Mikrometer-Bereich liegt. Die Teilchengröße führt allerdings zu optischen Streuungs-Effekten.
Werden solche fluoreszierenden Farben auf optisch variable Sicherheitselemente, z.B.
Hologramme oder Mikrospiegelanordnungen, gedruckt, kommt es bedingt durch die Streuung
der Pigmente zu einem Mattierungseffekt und damit zu Brillanz-Verlust im Bereich des
mit der fluoreszierenden Farbe bedruckten Bereichs des optisch variablen Sicherheitselements.
Auf diese Weise ist die aufgedruckte fluoreszierende Farbe für den Betrachter bereits
ohne Anregung mittels UV-Licht visuell gut erkennbar und stört damit das Erscheinungsbild
des optisch variablen Sicherheitsmerkmals.
[0009] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Standes
der Technik zu vermeiden und insbesondere ein Sicherheitspapier sowie ein optisch
variables Sicherheitselement anzugeben, wobei im Bereich des optisch variablen Sicherheitsmerkmals
ein chemisch beständiges fluoreszierendes Merkmal vorliegt.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen definierten Merkmalskombinationen
gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Zusammenfassung der Erfindung
[0011]
1. (Erster Aspekt der Erfindung) Sicherheitspapier zur Herstellung von Wertdokumenten,
umfassend ein mit einem optisch variablen Sicherheitselement ausgestattetes Sicherheitspapier-Substrat,
wobei
das optisch variable Sicherheitselement eine einen optisch variablen Effekt entfaltende
Struktur enthält und die den optisch variablen Effekt entfaltende Struktur mit einem
den optisch variablen Effekt nicht beeinträchtigenden, fluoreszierenden Stoff versehen
ist, und
das optisch variable Sicherheitselement einen die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden
Stoffes verbessernden, transparenten Schutzlack aufweist.
2. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach Absatz 1, wobei die den optisch
variablen Effekt entfaltende Struktur in einer Prägelackschicht vorliegt und bevorzugt
eine Reliefstruktur ist.
3. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach Absatz 1 oder 2, wobei die den
optisch variablen Effekt entfaltende Struktur eine Reliefstruktur ist, insbesondere
eine diffraktive Struktur, wie etwa ein Hologramm, ein holographisches Gitterbild
oder eine Hologramm-ähnliche Beugungsstruktur darstellt, oder eine achromatische Struktur,
wie etwa eine Mattstruktur, eine Mikrospiegelanordnung, ein Blazegitter mit einem
sägezahnartigen Furchenprofil oder eine Fresnellinsen-Anordnung darstellt.
4. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach Absatz 1 oder 2, wobei die den
optisch variablen Effekt entfaltende Struktur ein mehrschichtiges Dünnschichtelement
ist, deren Farbeindruck sich für den Betrachter mit dem Betrachtungswinkel ändert.
Ein solches Dünnschichtelement weist z.B. eine semitransparente Absorberschicht, eine
dielektrische Abstandsschicht und eine Reflexionsschicht auf. Durch eine geeignete
Wahl von Material und Dicke insbesondere der dielektrischen Abstandsschicht können
eine Vielzahl unterschiedlicher Farbkippeffekte gestaltet werden. Als dielektrische
Abstandsschicht eignen sich z.B. SiO2 oder Al2O3. Die Reflexionsschicht des Dünnschichtelements ist bevorzugt durch eine opake oder
eine semitransparente Metallschicht gebildet, vorzugsweise durch eine opake oder eine
semitransparente Aluminiumschicht. Grundsätzlich kommen jedoch auch andere Metalle,
wie etwa Silber, Nickel, Kupfer, Eisen, Chrom, Gold oder andere stark spiegelnde Materialien
in Betracht. Die semitransparente Absorberschicht kann z.B. durch eine Chromschicht
gebildet sein.
5. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach einem der Absätze 1 bis 4, wobei
der fluoreszierende Stoff auf fluoreszierenden Pigmenten basiert, deren Teilchengröße
kleiner als 1µm, bevorzugt kleiner als 0,5µm, ist.
6. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach einem der Absätze 1 bis 3, wobei
die mit dem fluoreszierenden Stoff versehene, einen optisch variablen Effekt entfaltende
Struktur eine Reliefstruktur ist und erhältlich ist, indem die Reliefstruktur mit
einer Druckfarbe bedruckt wird, deren Lösungsmittel-basiertes Bindemittel einen fluoreszierenden
Farbstoff in gelöster Form enthält.
7. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach einem der Absätze 1 bis 3, wobei
die mit dem fluoreszierenden Stoff versehene, einen optisch variablen Effekt entfaltende
Struktur eine Reliefstruktur ist und erhältlich ist, indem die Reliefstruktur mit
einer auf einem Polymer basierenden, transparenten Receiver-Schicht versehen wird,
die Receiver-Schicht mit einer einen thermisch sublimierbaren, fluoreszierenden Farbstoff
enthaltenden Druckfarbe bedruckt wird und der in der Druckfarbe enthaltene, thermisch
sublimierbare, fluoreszierende Farbstoff mittels einer durch eine Temperaturerhöhung
verursachten Diffusion in die Receiver-Schicht eindringt, um sich dort einzulagern.
8. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach einem der Absätze 1 bis 7, wobei
der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack ein UV-Lack ist.
9. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach Absatz 8, wobei der UV-Lack ein
radikalisch trocknender UV-Lack ist, der vorzugsweise auf einem Polybutadien-Urethan-Acrylat-Oligomer
basiert.
10. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach einem der Absätze 1 bis 9, wobei
der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack zusätzlich ein hydrophobierendes Additiv, das von der Gruppe bestehend
aus Wachsen, Fluorsilanen und Silikonen gewählt ist, enthält, sodass die Benetzbarkeit
des Schutzlacks mit einer Prüfchemikalie vermieden wird und die Prüfchemikalie von
der Gruppe bestehend aus wässrigen Lösungen, Alkoholen und chlorierten Kohlenwasserstoffen
gewählt ist.
11. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach einem der Absätze 1 bis 10,
wobei der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack die oberste Schicht des optisch variablen Sicherheitselements bildet.
12. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach einem der Absätze 1 bis 10,
wobei der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack die zweitoberste Schicht des optisch variablen Sicherheitselements bildet
und die oberste Schicht des optisch variablen Sicherheitselements eine schmutzabweisende
und/ oder die Kratzfestigkeit erhöhende, transparente Schutzschicht ist.
13. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach Absatz 12, wobei der die chemische
Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente Schutzlack und/oder
die schmutzabweisende und/ oder die Kratzfestigkeit erhöhende, transparente Schutzschicht
zusätzlich einen UV-Absorber enthält, der in einem Teilbereich des UV-Spektrums Energie
absorbiert, wobei es sich bei dem UV-Absorber bevorzugt um einen HALS handelt, der
überwiegend UV-Licht im kurzwelligen UV-Bereich absorbiert.
14. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach einem der Absätze 1 bis 13,
wobei der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack vollflächig auf das mit dem optisch variablen Sicherheitselement ausgestatteten
Sicherheitspapier-Substrat aufgebracht ist.
15. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitspapier nach einem der Absätze 1 bis 14,
wobei der den optisch variablen Effekt nicht beeinträchtigende, fluoreszierende Stoff
zusätzlich zu dem die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernden,
transparenten Schutzlack von einem weiteren, die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden
Stoffes verbessernden, transparenten Schutzlack geschützt wird, sodass der fluoreszierende
Stoff beidseitig, d.h. oberhalb und unterhalb, durch zwei separate Schutzlack-Schichten
geschützt wird.
16. (Zweiter Aspekt der Erfindung) Optisch variables Sicherheitselement, umfassend
ein Trägersubstrat und eine einen optisch variablen Effekt entfaltende Struktur, wobei
die den optisch variablen Effekt entfaltende Struktur mit einem den optisch variablen
Effekt nicht beeinträchtigenden, fluoreszierenden Stoff versehen ist, und
das optisch variable Sicherheitselement einen die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden
Stoffes verbessernden, transparenten Schutzlack aufweist.
17. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach Absatz 16,
wobei die den optisch variablen Effekt entfaltende Struktur in einer Prägelackschicht
vorliegt und bevorzugt eine Reliefstruktur ist.
18. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach Absatz 16
oder 17, wobei die den optisch variablen Effekt entfaltende Struktur eine Reliefstruktur
ist, insbesondere eine diffraktive Struktur, wie etwa ein Hologramm, ein holographisches
Gitterbild oder eine Hologramm-ähnliche Beugungsstruktur darstellt, oder eine achromatische
Struktur, wie etwa eine Mattstruktur, eine Mikrospiegelanordnung, ein Blazegitter
mit einem sägezahnartigen Furchenprofil oder eine Fresnellinsen-Anordnung darstellt.
19. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach Absatz 16
oder 17, wobei die den optisch variablen Effekt entfaltende Struktur ein mehrschichtiges
Dünnschichtelement ist, deren Farbeindruck sich für den Betrachter mit dem Betrachtungswinkel
ändert. Ein solches Dünnschichtelement weist z.B. eine semitransparente Absorberschicht,
eine dielektrische Abstandsschicht und eine Reflexionsschicht auf. Durch eine geeignete
Wahl von Material und Dicke insbesondere der dielektrischen Abstandsschicht können
eine Vielzahl unterschiedlicher Farbkippeffekte gestaltet werden. Als dielektrische
Abstandsschicht eignen sich z.B. SiO2 oder Al2O3. Die Reflexionsschicht des Dünnschichtelements ist bevorzugt durch eine opake oder
eine semitransparente Metallschicht gebildet, vorzugsweise durch eine opake oder eine
semitransparente Aluminiumschicht. Grundsätzlich kommen jedoch auch andere Metalle,
wie etwa Silber, Nickel, Kupfer, Eisen, Chrom, Gold oder andere stark spiegelnde Materialien
in Betracht. Die semitransparente Absorberschicht kann z.B. durch eine Chromschicht
gebildet sein.
20. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach einem der
Absätze 16 bis 19, wobei der fluoreszierende Stoff auf fluoreszierenden Pigmenten
basiert, deren Teilchengröße kleiner als 1µm, bevorzugt kleiner als 0,5µm, ist.
21. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach einem der
Absätze 16 bis 20, wobei die mit dem fluoreszierenden Stoff versehene, den optisch
variablen Effekt entfaltende Struktur eine Reliefstruktur ist und erhältlich ist,
indem die Reliefstruktur mit einer Druckfarbe bedruckt wird, deren Lösungsmittel-basiertes
Bindemittel einen fluoreszierenden Farbstoff in gelöster Form enthält.
22. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach einem der
Absätze 16 bis 20, wobei die mit dem fluoreszierenden Stoff versehene, den optisch
variablen Effekt entfaltende Struktur eine Reliefstruktur ist und erhältlich ist,
indem die Reliefstruktur mit einer auf einem Polymer basierenden, transparenten Receiver-Schicht
versehen wird, die Receiver-Schicht mit einer einen thermisch sublimierbaren, fluoreszierenden
Farbstoff enthaltenden Druckfarbe bedruckt wird und der in der Druckfarbe enthaltene,
thermisch sublimierbare, fluoreszierende Farbstoff mittels einer durch eine Temperaturerhöhung
verursachten Diffusion in die Receiver-Schicht eindringt, um sich dort einzulagern.
23. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach einem der
Absätze 16 bis 22, wobei der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes
verbessernde, transparente Schutzlack ein UV-Lack ist.
24. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach Absatz 23,
wobei der UV-Lack ein radikalisch trocknender UV-Lack ist, der vorzugsweise auf einem
Polybutadien-Urethan-Acrylat-Oligomer basiert.
25. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach einem der
Absätze 16 bis 24, wobei der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes
verbessernde, transparente Schutzlack zusätzlich ein hydrophobierendes Additiv, das
von der Gruppe bestehend aus Wachse, Fluorsilanen und Silikonen gewählt ist, enthält,
sodass die Benetzbarkeit des Schutzlacks mit einer Prüfchemikalie vermieden wird und
die Prüfchemikalie von der Gruppe bestehend aus wässrigen Lösungen, Alkoholen und
chlorierten Kohlenwasserstoffen gewählt ist.
26. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach einem der
Absätze 16 bis 25, wobei der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes
verbessernde, transparente Schutzlack die oberste Schicht des optisch variablen Sicherheitselements
bildet.
27. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach einem der
Absätze 16 bis 25, wobei der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes
verbessernde, transparente Schutzlack die zweitoberste Schicht des optisch variablen
Sicherheitselements bildet und die oberste Schicht des optisch variablen Sicherheitselements
eine schmutzabweisende und/ oder die Kratzfestigkeit erhöhende, transparente Schutzschicht
ist.
28. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach Absatz 27,
wobei der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack und/ oder die schmutzabweisende und/ oder die Kratzfestigkeit erhöhende,
transparente Schutzschicht zusätzlich einen UV-Absorber enthält, der in einem Teilbereich
des UV-Spektrums Energie absorbiert, wobei es sich bei dem UV-Absorber bevorzugt um
einen HALS handelt, der überwiegend UV-Licht im kurzwelligen UV-Bereich absorbiert.
29. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach einem der
Absätze 16 bis 28, wobei der den optisch variablen Effekt nicht beeinträchtigende,
fluoreszierende Stoff zusätzlich zu dem die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden
Stoffes verbessernden, transparenten Schutzlack von einem weiteren, die chemische
Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernden, transparenten Schutzlack
geschützt wird, sodass der fluoreszierende Stoff beidseitig, d.h. oberhalb und unterhalb,
durch zwei separate Schutzlack-Schichten geschützt wird.
30. (Bevorzugte Ausgestaltung) Optisch variables Sicherheitselement nach einem der
Absätze 16 bis 29, wobei das Sicherheitselement in Form eines Sicherheitsstreifens,
eines Sicherheitsfadens oder eines Patch vorliegt.
31. (Dritter Aspekt der Erfindung) Wertdokument, umfassend das Sicherheitspapier nach
einem der Absätze 1 bis 15.
32. (Vierter Aspekt der Erfindung) Wertdokument, umfassend das optisch variable Sicherheitselement
nach einem der Absätze 16 bis 30.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0012] Gemäß einer ersten bevorzugten Variante werden als fluoreszierende Stoffe fluoreszierende
Nanopigmente eingesetzt, deren Teilchengröße kleiner als 1µm, bevorzugt kleiner als
0,5µm, ist. Bedingt durch die geringe Teilchengröße werden optische Streuungs-Effekte
vermieden. Da anorganische fluoreszierende Pigmente, auch Quantum-Dots genannt, eine
eher geringe Lichtausbeute besitzen, werden bevorzugt fluoreszierende Farbstoffe eingesetzt,
die in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst werden und danach auf einen anorganischen
Träger aufgebracht werden, wobei der anorganische Träger auf Partikel im Nanometer-Bereich
basiert (nachstehend auch als anorganischer, nanoskaliger Träger bezeichnet). Der
anorganische, nanoskalige Träger kann insbesondere Calciumcarbonat, ein Silikat, ein
Aluminiumsilikat oder Aluminiumhydroxid sein.
[0013] Gemäß einer zweiten bevorzugten Variante werden als fluoreszierende Stoffe fluoreszierende
Farbstoffe eingesetzt, die im Lösungsmittel einer Druckfarbe möglichst vollständig
gelöst sind.
[0014] Gemäß einer dritten bevorzugten Variante werden als fluoreszierende Stoffe thermisch
sublimierbare fluoreszierende Farbstoffe eingesetzt, z.B. Tinopal OB CO von der Firma
BASF, die in einer Farbe dispergiert oder gelöst sind. Diese Farbe wird auf eine transparente
Receiver-Schicht aufgebracht, z.B. aufgedruckt. Anschließend wird mittels einer kurzzeitigen,
hohen Temperatur der in der Druckfarbe dispergierte oder gelöste sublimierbare fluoreszierende
Farbstoff dazu veranlasst, in die Receiver-Schicht zu diffundieren und in das Polymer
der Receiver-Schicht einzudringen und sich dort einzulagern.
[0015] Gemäß allen drei bevorzugten Varianten kann ein nicht-streuendes, fluoreszerendes
Druckmerkmal oberhalb des optisch variablen Sicherheitselements bereitgestellt werden.
[0016] Für das Erhalten der geforderten chemischen Beständigkeit ist es zweckmäßig, die
fluoreszierende Druckschicht mit einer geeigneten Beschichtung zu versehen. Die Beschichtung
sollte im Falle eines auf einem Foliensubstrat basierenden optisch variablen Sicherheitselements
zumindest auf der Oberseite des Sicherheitselements vorliegen. Im Falle eines Papiersubstrats
sollte die Beschichtung vorzugsweise sowohl oberhalb, als auch unterhalb der fluoreszierenden
Druckschicht vorliegen. Um die fluoreszierende Druckschicht ausreichend vor einem
seitlichen Angriff von Chemikalien zu schützen ist es vorteilhaft, die schützende
Beschichtung so auszugestalten, dass die Beschichtung die fluoreszierende Druckschicht
überlappt.
[0017] Bevorzugte Beispiele für die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes
verbessernde, transparente Schutzlacke sind die folgenden Lackrezepturen A und B:
Lackrezeptur A (mittels Flexo- oder Siebdruck verdruckbar, UV-trockend):
64% kommerziell erhältlicher Stoff "SUO HH 8800 Polygon";
36% sogenannter "Photoinitiator 1" (unten näher beschrieben).
Die Viskosität kann entsprechend den Druckverfahren noch mit Monomeren wie HDDA (Hexan-1,6-diol-diacrylat)
eingestellt werden.
Lackrezeptur B (mittels Flexo- oder Siebdruck verdruckbar, UV-trockend):
54% kommerziell erhältlicher Stoff "SUO HH 8800 Polygon";
10% kommerziell erhältlicher Stoff "XDT-1018 Dymax";
36% sogenannter "Photoinitiator 1" (unten näher beschrieben).
Photoinitiator 1:
[0018] Der Photoinitiator 1 basiert auf der folgenden Rezeptur:
10% kommerziell erhältlicher Stoff "Irgacure 819" der Firma BASF;
90% kommerziell erhältlicher Stoff "HDDA" der Firma Laromer.
[0019] Der Photoinitiator 1 sollte vorsichtig mittels eines Dissolvers eingerührt werden.
[0020] Ein Polybutadien-Urethan-Acrylat bildet den Hauptbestandteil der hydrophoben Lackformulierung:
- "SUO HH 8800" der Firma Polygon;
- "Bomar BR 641D" der Firma Dymax.
[0021] Es ist zweckmäßig, Andrucke mit nachfolgender Schichtenfolge 1-3 anzufertigen:
- 1. Eine Schicht oberhalb des Papier-Substrats (auf Basis von Baumwollkämmlingen),
basierend auf der obigen "Lackrezeptur A" (oder "Lackrezeptur B") mit einer Schichtdicke
in einem Bereich von 4 bis 10 Mikrometer.
- 2. Druck, basierend auf der Fluoreszenzfarbe "Rotoflex 012" mit 5% gelöstem "CD335"
der Firma Honeywell. Die Schichtdicke (nass) beträgt etwa 5 bis 10 Mikrometer.
- 3. Eine Schicht, basierend auf der obigen "Lackrezeptur A" (oder "Lackrezeptur B")
mit einer Schichtdicke in einem Bereich von 4 bis 10 Mikrometer.
[0022] Der obige Schichtaufbau wurde experimentell nach einer Trocknungszeit von fünf Tagen
bei Raumtemperatur im direkten Vergleich mit einer Probe, die keinen schützenden Lack
aufwies, im Hinblick auf die Beständigkeit gegenüber Ethylalkohol, Aceton, Salzsäure
und Natronlauge überprüft und als ausgesprochen vorteilhaft bewertet.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem fluoreszierenden
Stoff um einen in einem Lösungsmittel löslichen lumineszierenden, z.B. fluoreszierenden
oder phosphoreszierenden, Farbstoff.
[0024] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem fluoreszierenden
Stoff um einen im UV-Bereich anregbaren Farbstoff, der im sichtbaren Spektralbereich
emittiert.
[0025] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem fluoreszierenden
Stoff um einen im sichtbaren Spektralbereich anregbaren Farbstoff, der im sichtbaren
Spektralbereich emittiert.
[0026] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem fluoreszierenden
Stoff um einen im IR-Bereich emittierenden Farbstoff.
[0027] Der fluoreszierende Stoff ist bevorzugt ein organischer Stoff oder ein metallorganischer
Komplex.
[0028] Beispiele für geeignete, UV-anregbare fluoreszierende Farbstoffe sind organische
fluoreszierende Farbstoffe oder fluoreszierende Metallkomplexe. Mögliche Farbstoffklassen
sind z.B. Cyanine, Rhodamine, Oxazine, Phenoxazine, Thiazine, Phenothiazine, Perylene,
Terylene, Coumarine, Benzoxazinone oder Benzothiazinone sowie Seltenerdmetallkomplexe,
z.B. beta-Diketonat-Komplexe oder Dipicolinat-Komplexe sowie deren Derivate, dabei
bevorzugt neutral geladene Seltenerdmetallkomplexe. Andere organische Farbstoffklassen
sind ebenfalls einsetzbar. Solche fluoreszierende Farbstoffe sind u.a. von der Firma
Honeywell kommerziell erhältlich, z.B. unter den Markennamen Lumilux, z.B. Lumilux
Rot CD 335, Lumilux Gelb CD 397 oder Lumilux Blau CD 312.
[0029] Beispiele für geeignete, im sichtbaren Spektralbereich anregbare Stoff, die im sichtbaren
Spektralbereich emittieren, sind z.B. organische fluoreszierende Farbstoffe oder fluoreszierende
Mettallkomplexe. Beispielsweise fluoreszierende Farbstoffe aus den Klassen der Cyanine,
Rhodamine, Oxazine, Phenoxazine, Thiazine, Phenothiazine, Perylene, Terylene, Coumarine,
Benzoxazinone oder Benzothiazinone sowie Seltenerdmetallkomplexe, wie z.B. beta-Diketonat-Komplexe
oder Dipicolinat-Komplexe, dabei bevorzugt neutral geladene Seltenerdmetallkomplexe.
Aufgrund der hohen Lichtstabilität werden bevorzugt Perylenfarbstoffe eingesetzt.
Perylenfarbstoffe werden kommerziell u.a. von der Firma BASF angeboten, z.B. unter
den Markennamen Lumogen, z.B. Lumogen F Orange 240.
[0030] Beispiele für geeignete, im Infrarot emittierende fluoreszierende Stoffe sind z.B.
organische fluoreszierende Farbstoffe oder fluoreszierende Metallkomplexe, z.B. IR-1048,
Cy7 oder Nd(TTA)
3 (Neodym-tristhenoyltrifluoroacetonat).
[0031] Mit Bezug auf das Sicherheitspapier-Substrat gibt es keine speziellen Beschränkungen.
Banknotenpapiere werden typischerweise aus Fasern von Einjahrespflanzen, insbesondere
Baumwollfasern oder Zellstofffasern, hergestellt, aber es können auch Papiere verwendet
werden, die zumindest teilweise aus Kunststofffasern bestehen, vorzugsweise aus Polyamidfasern
oder Polyesterfasern. Besonders bevorzugt wird ein Baumwollpapier als Sicherheitspapier-Substrat
verwendet. Das Flächengewicht des Substrats variiert je nach Anwendungsform. Übliche
Flächengewichte liegen im Bereich von 50 g/m
2 bis 100 g/m
2, vorzugsweise im Bereich von 60 g/m
2 bis 90 g/m
2, besonders bevorzugt bei etwa 70 g/m
2. Bei mehrlagigen Substraten können die einzelnen Papierlagen aus gleichen oder aus
unterschiedlichen Papiersorten bestehen. Beispielsweise kann eine Papierlage ein reines
Baumwollpapier sein, während eine weitere Papierlage Kunststofffasern aufweist. Des
Weiteren können als das Sicherheitspapier-Substrat auch mehrlagige Papier/Folie-Verbunde
herangezogen werden, wie etwa ein Papier/Folie/Papier-Verbund oder ein Folie/Papier/Folie-Verbund.
[0032] Auch hinsichtlich der Art der Herstellung des Sicherheitspapier-Substrats gibt es
keine speziellen Einschränkungen. Die Herstellung erfolgt bevorzugt mittels einer
Rundsiebmaschine.
[0033] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0034] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Sicherheitspapiers in Querschnittansicht;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Sicherheitspapiers in Draufsicht;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung erfindungsgemäßer Sicherheitselemente in Draufsicht,
im Beispiel parallel angeordnete Sicherheitsstreifen in Form eines noch nicht geschnittenen
Rollenmaterials;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Sicherheitspapiers
in Draufsicht;
- Fig. 5
- eine schematische Querschnittansicht eines Sicherheitselements mit einem Hologramm
und einem optisch nicht streuenden, fluoreszierenden Druck-Merkmal und einem optisch
streuenden, fluoreszierenden Druck-Merkmal;
- Fig. 6
- das Sicherheitselement der Figur 5 in Draufsicht;
- Fig. 7-8
- ein Beispiel für die Herstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Sicherheitspapiers.
[0035] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Sicherheitspapiers
in Querschnittansicht. Das Sicherheitspapier, im vorliegenden Fall ein Sicherheitspapier
zur Herstellung von Banknoten, enthält ein Papiersubstrat 1, eine Heißsiegellackschicht
2, eine Barrierelackschicht 3, eine Prägelackschicht 4, z.B. ein UV-Lack mit einem
geprägten Oberflächenrelief, eine Metallisierung 5 (die alternativ auch durch eine
metallische Druckschicht gebildet sein kann), eine erste, untere Schutzbeschichtung
6, eine fluoreszierende Druckschicht 7 und eine zweite, obere Schutzbeschichtung 8.
[0036] Die zweite, obere Schutzbeschichtung 8 kann zusätzlich hydrophob machende Additive
oder Oligomere in der Formulierung enthalten, um die Benetzung von Prüf-Reagenzien
bzw. Prüfchemikalien zu vermeiden oder zu reduzieren.
[0037] Um eine bessere Barriereeigenschaft zu erreichen, können die Schichten 6 und 8 jeweils
aus zwei oder mehr einzelnen Schichten bestehen. Auf diese Weise können Störungen,
die auf Fehlstellen (z.B. Blasen im Lack) innerhalb einer einzelnen Schicht zurückgehen,
vermieden werden.
[0038] Die Schichtenfolge 2 bis 8 bildet zusammen ein optisch variables Sicherheitselement.
Das Sicherheitselement wird mittels der Klebschicht 2 auf das Papiersubstrat 1 appliziert.
Es ist alternativ möglich, dass die zweite, obere Schutzbeschichtung 8 als separate
Schicht nach der Applikation des Sicherheitselements (mit den Schichten 2 bis 7) auf
die fluoreszierende Druckschicht 7 aufgedruckt wird.
[0039] Die zweite, obere Schutzbeschichtung 8 kann zusätzlich einen UV-Absorber enthalten,
der in einem Teil des UV-Bereichs, z.B. im kurzwelligen UV-Bereich, absorbiert.
[0040] Die erste, untere Schutzbeschichtung 6 kann alternativ unterhalb der Metallisierung
5 oder unterhalb der Prägelackschicht 4 aufgebracht werden, um auch diese Schichten
vor dem Einfluss von Prüfchemikalien zu schützen.
[0041] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Sicherheitspapiers
der Fig. 1 in Draufsicht. Die Fig. 2 macht deutlich, dass die zweite, obere Schutzbeschichtung
8 die fluoreszierende Druckschicht 7 mit Vorteil vollständig umhüllt, damit auch ein
seitlicher Angriff, z.B. im Bereich einer Schnittkante, durch die Prüfchemikalie unterbunden
wird.
[0042] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung erfindungsgemäßer Sicherheitselemente
in Draufsicht, im Beispiel parallel angeordnete Sicherheitsstreifen 13,14 und 15 in
Form eines noch nicht geschnittenen Rollenmaterials. Das Rollenmaterial weist den
folgenden Schichtaufbau auf:
- optional eine Kleberschicht;
- Foliensubstrat, z.B. Polyesterfolie;
- Prägelackschicht;
- Metallisierung;
- Bereiche aus einer fluoreszierenden Druckschicht;
- Schutzbeschichtung;
- optional eine Kleberschicht.
[0043] Mit der Bezugsnummer 9 ist eine Metallisierung bezeichnet. Oberhalb der Metallisierung
9 liegen Bereiche 11 aus einer fluoreszierenden Druckschicht vor. Die Bezugsnummer
10 bezeichnet eine Schutzbeschichtung, die oberhalb der Metallisierung 9 und oberhalb
der Bereiche 11 aus einer fluoreszierenden Druckschicht angeordnet ist. Die gestrichelten
Linien 12 bezeichnen Schneidlinien für das Zuschneiden der einzelnen Sicherheitsstreifen
bzw. Sicherheitsfäden 13,14 und 15.
[0044] Die Fig. 3 macht deutlich, dass auch im Bereich der durch das Zuschneiden der einzelnen
Sicherheitsstreifen 13,14 und 15 erzeugten Schneidkanten 12 die Schutzbeschichtung
10 den empfindlichen, fluoreszierenden Druck 11 schützt.
[0045] Im vorliegenden Beispiel weisen die einzelnen Sicherheitsstreifen 13,14 und 15 jeweils
ein Foliensubstrat, z.B. eine Polyesterfolie, auf. Aus diesem Grund ist es nicht zwingend
erforderlich, unterhalb der Bereiche 11 aus einer fluoreszierenden Druckschicht 11
eine weitere Schutzbeschichtung bereitzustellen.
[0046] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Sicherheitspapiers
16, im vorliegenden Fall eine Banknote mit der Denomination "20", in Draufsicht. Die
Bezugsnummer 17 bezeichnet einen sogenannten Fensterfaden, der teilweise im Papiersubstrat
der Banknote 16 eingebettet ist, wobei die Bereiche 18 für den Betrachter visuell
erkennbar sind. Der Fensterfaden 17 weist auf seiner Oberfläche eine fluoreszierende
Druckschicht auf. Die Banknote 16 wurde im Bereich 19 nachträglich mit einer Schutzbeschichtung
versehen.
[0047] Die an den Bereich 19 angrenzenden Bereiche der Banknote 16 können gegebenenfalls
mit einer speziellen Schmutz-abweisenden Beschichtung versehen werden. Selbstverständlich
kann auch nachträglich eine vollflächige Schmutz-abweisende Beschichtung oberhalb
der gesamten Banknote 16 erzeugt werden.
[0048] Die Schutzbeschichtung 19 kann auch bereits selbst eine Schmutzabweisende Wirkung
aufweisen.
[0049] Fig. 5 zeigt eine schematische Querschnittansicht eines Sicherheitselements mit einem
Foliensubstrat 20, einer Prägelackschicht 21, einer Metallisierung 22, einem optisch
nicht streuenden, fluoreszierenden Druck-Merkmal 23 und einem optisch streuenden,
fluoreszierenden Druck-Merkmal 24. Die Prägelackschicht 21 und die Metallisierung
22 bilden zusammen eine Hologrammschicht.
[0050] Das optisch streuende, fluoreszierende Druck-Merkmal 24 beruht auf in einem Bindemittel
vorhandenen, organischen oder anorganischen Pigmenten 25 mit Teilchengrößen im Mikrometer-Bereich.
Bedingt durch die hohe Teilchengröße kommt es zu optischen Streuungs-Effekten, wie
durch die Pfeile 28 symbolisiert wird. Infolge der auf der Hologrammschicht (21, 22)
aufgedruckten, optisch streuenden fluoreszierenden Farbe kommt es im Bereich des Druck-Merkmals
24 zu Mattierungseffekten und damit zu Billanzverlust des Hologramms.
[0051] Das optisch nicht streuende, fluoreszierende Druck-Merkmal 23 beruht z.B. auf in
einem Bindemittel vorhandenen, fluoreszierenden Nanopigmenten 26. Bedingt durch die
geringe Teilchengröße resultieren keinerlei visuell sichtbare, optische Streuungs-Effekte.
Im Bereich des Druck-Merkmals 23 zeigt die Hologrammschicht (21, 22) daher keinen
Mattierungseffekt und keinen Billanzverlust.
[0052] Fig. 6 veranschaulicht, dass das optisch streuende, fluoreszierende Druck-Merkmal
24 bereits ohne Anregung mittels UV-Licht visuell gut erkennbar ist und damit die
holografische Information 22 beeinträchtigt bzw. die Information des fluoreszierenden
Druckmerkmals vorwegnimmt.
[0053] Figuren 7 und 8 zeigen ein Beispiel für die Herstellung eines weiteren erfindungsgemäßen
Sicherheitspapiers, nämlich die Funktionsweise von thermisch sublimierbaren lumineszierenden
Stoffen im Querschnitt einer Schichtenfolge.
[0054] Der in der Figur 7 gezeigte Schichtaufbau enthält ein Papiersubstrat 29, eine untere
Schutzbeschichtung 30, die gleichzeitig auch als Sperrschicht für den sublimierbaren
fluoreszierenden Farbstoff wirken kann, eine Receiver-Schicht 31 für die Aufnahme
des sublimierbaren fluoreszierenden Farbstoffes nach der Hitzemobilisierung, eine
fluoreszierende Druckschicht 32, die einen gelösten oder dispergierten sublimierbaren
fluoreszierenden Farbstoff enthält, und eine obere Schutzbeschichtung 33, die gleichzeitig
auch als Sperrschicht für den sublimierbaren fluoreszierenden Farbstoff wirken kann.
Der in der fluoreszierenden Druckschicht 32 enthaltene sublimierbare fluoreszierende
Farbstoff ist schwarz gepunktet dargestellt.
[0055] Figur 8 zeigt den Schichtaufbau nach der thermischen Aktivierung. Die Receiver-Schicht
ist mit Materialien versehen, um die gasförmigen Fluoreszenzstoffe nach der Temperaturerhöhung
aufzunehmen und zu binden. Dies geht beispielweise mit Polymerfasern in der Beschichtung,
z.B. Nylon.
1. Sicherheitspapier zur Herstellung von Wertdokumenten, umfassend ein mit einem optisch
variablen Sicherheitselement ausgestattetes Sicherheitspapier-Substrat, wobei
das optisch variable Sicherheitselement eine einen optisch variablen Effekt entfaltende
Struktur enthält und die den optisch variablen Effekt entfaltende Struktur mit einem
den optisch variablen Effekt nicht beeinträchtigenden, fluoreszierenden Stoff versehen
ist, und
das optisch variable Sicherheitselement einen die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden
Stoffes verbessernden, transparenten Schutzlack aufweist.
2. Sicherheitspapier nach Anspruch 1, wobei die den optisch variablen Effekt entfaltende
Struktur in einer Prägelackschicht vorliegt und bevorzugt eine Reliefstruktur ist.
3. Sicherheitspapier nach Anspruch 1 oder 2, wobei die den optisch variablen Effekt entfaltende
Struktur eine Reliefstruktur ist, insbesondere eine diffraktive Struktur, wie etwa
ein Hologramm, ein holographisches Gitterbild oder eine Hologramm-ähnliche Beugungsstruktur
darstellt, oder eine achromatische Struktur, wie etwa eine Mattstruktur, eine Mikrospiegelanordnung,
ein Blazegitter mit einem sägezahnartigen Furchenprofil oder eine Fresnellinsen-Anordnung
darstellt.
4. Sicherheitspapier nach Anspruch 1 oder 2, wobei die den optisch variablen Effekt entfaltende
Struktur ein mehrschichtiges Dünnschichtelement ist, deren Farbeindruck sich für den
Betrachter mit dem Betrachtungswinkel ändert.
5. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der fluoreszierende Stoff
auf fluoreszierenden Pigmenten basiert, deren Teilchengröße kleiner als 1µm, bevorzugt
kleiner als 0,5µm, ist.
6. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die mit dem fluoreszierenden
Stoff versehene, einen optisch variablen Effekt entfaltende Struktur eine Reliefstruktur
ist und erhältlich ist, indem die Reliefstruktur mit einer Druckfarbe bedruckt wird,
deren Lösungsmittel-basiertes Bindemittel einen fluoreszierenden Farbstoff in gelöster
Form enthält.
7. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die mit dem fluoreszierenden
Stoff versehene, einen optisch variablen Effekt entfaltende Struktur eine Reliefstruktur
ist und erhältlich ist, indem die Reliefstruktur mit einer auf einem Polymer basierenden,
transparenten Receiver-Schicht versehen wird, die Receiver-Schicht mit einer einen
thermisch sublimierbaren, fluoreszierenden Farbstoff enthaltenden Druckfarbe bedruckt
wird und der in der Druckfarbe enthaltene, thermisch sublimierbare, fluoreszierende
Farbstoff mittels einer durch eine Temperaturerhöhung verursachten Diffusion in die
Receiver-Schicht eindringt, um sich dort einzulagern.
8. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der die chemische Beständigkeit
des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente Schutzlack ein UV-Lack ist.
9. Sicherheitspapier nach Anspruch 8, wobei der UV-Lack ein radikalisch trocknender UV-Lack
ist, der vorzugsweise auf einem Polybutadien-Urethan-Acrylat-Oligomer basiert.
10. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der die chemische Beständigkeit
des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente Schutzlack zusätzlich ein
hydrophobierendes Additiv, das von der Gruppe bestehend aus Wachsen, Fluorsilanen
und Silikonen gewählt ist, enthält, sodass die Benetzbarkeit des Schutzlacks mit einer
Prüfchemikalie vermieden wird und die Prüfchemikalie von der Gruppe bestehend aus
wässrigen Lösungen, Alkoholen und chlorierten Kohlenwasserstoffen gewählt ist.
11. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der die chemische Beständigkeit
des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente Schutzlack die oberste Schicht
des optisch variablen Sicherheitselements bildet.
12. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der die chemische Beständigkeit
des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente Schutzlack die zweitoberste
Schicht des optisch variablen Sicherheitselements bildet und die oberste Schicht des
optisch variablen Sicherheitselements eine schmutzabweisende und/ oder die Kratzfestigkeit
erhöhende, transparente Schutzschicht ist.
13. Sicherheitspapier nach Anspruch 12, wobei der die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden
Stoffes verbessernde, transparente Schutzlack und/oder die schmutzabweisende und/oder
die Kratzfestigkeit erhöhende, transparente Schutzschicht zusätzlich einen UV-Absorber
enthält, der in einem Teilbereich des UV-Spektrums Energie absorbiert, wobei es sich
bei dem UV-Absorber bevorzugt um einen HALS handelt, der überwiegend UV-Licht im kurzwelligen
UV-Bereich absorbiert.
14. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der die chemische Beständigkeit
des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente Schutzlack vollflächig auf
das mit dem optisch variablen Sicherheitselement ausgestatteten Sicherheitspapier-Substrat
aufgebracht ist.
15. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der den optisch variablen
Effekt nicht beeinträchtigende, fluoreszierende Stoff zusätzlich zu dem die chemische
Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernden, transparenten Schutzlack
von einem weiteren, die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernden,
transparenten Schutzlack geschützt wird, sodass der fluoreszierende Stoff beidseitig,
d.h. oberhalb und unterhalb, durch zwei separate Schutzlack-Schichten geschützt wird.
16. Optisch variables Sicherheitselement, umfassend ein Trägersubstrat und eine einen
optisch variablen Effekt entfaltende Struktur, wobei die den optisch variablen Effekt
entfaltende Struktur mit einem den optisch variablen Effekt nicht beeinträchtigenden,
fluoreszierenden Stoff versehen ist, und
das optisch variable Sicherheitselement einen die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden
Stoffes verbessernden, transparenten Schutzlack aufweist.
17. Optisch variables Sicherheitselement nach Anspruch 16, wobei die den optisch variablen
Effekt entfaltende Struktur in einer Prägelackschicht vorliegt und bevorzugt eine
Reliefstruktur ist.
18. Optisch variables Sicherheitselement nach Anspruch 16 oder 17, wobei die den optisch
variablen Effekt entfaltende Struktur eine Reliefstruktur ist, insbesondere eine diffraktive
Struktur, wie etwa ein Hologramm, ein holographisches Gitterbild oder eine Hologramm-ähnliche
Beugungsstruktur darstellt, oder eine achromatische Struktur, wie etwa eine Mattstruktur,
eine Mikrospiegelanordnung, ein Blazegitter mit einem sägezahnartigen Furchenprofil
oder eine Fresnellinsen-Anordnung darstellt.
19. Optisch variables Sicherheitselement nach Anspruch 16 oder 17, wobei die den optisch
variablen Effekt entfaltende Struktur ein mehrschichtiges Dünnschichtelement ist,
deren Farbeindruck sich für den Betrachter mit dem Betrachtungswinkel ändert. Ein
solches Dünnschichtelement weist z.B. eine semitransparente Absorberschicht, eine
dielektrische Abstandsschicht und eine Reflexionsschicht auf.
20. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 16 bis 19, wobei der
fluoreszierende Stoff auf fluoreszierenden Pigmenten basiert, deren Teilchengröße
kleiner als 1µm, bevorzugt kleiner als 0,5µm, ist.
21. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 16 bis 20, wobei die
mit dem fluoreszierenden Stoff versehene, den optisch variablen Effekt entfaltende
Struktur eine Reliefstruktur ist und erhältlich ist, indem die Reliefstruktur mit
einer Druckfarbe bedruckt wird, deren Lösungsmittel-basiertes Bindemittel einen fluoreszierenden
Farbstoff in gelöster Form enthält.
22. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 16 bis 20, wobei die
mit dem fluoreszierenden Stoff versehene, den optisch variablen Effekt entfaltende
Struktur eine Reliefstruktur ist und erhältlich ist, indem die Reliefstruktur mit
einer auf einem Polymer basierenden, transparenten Receiver-Schicht versehen wird,
die Receiver-Schicht mit einer einen thermisch sublimierbaren, fluoreszierenden Farbstoff
enthaltenden Druckfarbe bedruckt wird und der in der Druckfarbe enthaltene, thermisch
sublimierbare, fluoreszierende Farbstoff mittels einer durch eine Temperaturerhöhung
verursachten Diffusion in die Receiver-Schicht eindringt, um sich dort einzulagern.
23. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 16 bis 22, wobei der
die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack ein UV-Lack ist.
24. Optisch variables Sicherheitselement nach Anspruch 23, wobei der UV-Lack ein radikalisch
trocknender UV-Lack ist, der vorzugsweise auf einem Polybutadien-Urethan-Acrylat-Oligomer
basiert.
25. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 16 bis 24, wobei der
die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack zusätzlich ein hydrophobierendes Additiv, das von der Gruppe bestehend
aus Wachse, Fluorsilanen und Silikonen gewählt ist, enthält, sodass die Benetzbarkeit
des Schutzlacks mit einer Prüfchemikalie vermieden wird und die Prüfchemikalie von
der Gruppe bestehend aus wässrigen Lösungen, Alkoholen und chlorierten Kohlenwasserstoffen
gewählt ist.
26. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 16 bis 25, wobei der
die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack die oberste Schicht des optisch variablen Sicherheitselements bildet.
27. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 16 bis 25, wobei der
die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente
Schutzlack die zweitoberste Schicht des optisch variablen Sicherheitselements bildet
und die oberste Schicht des optisch variablen Sicherheitselements eine schmutzabweisende
und/ oder die Kratzfestigkeit erhöhende, transparente Schutzschicht ist.
28. Optisch variables Sicherheitselement nach Anspruch 27, wobei der die chemische Beständigkeit
des fluoreszierenden Stoffes verbessernde, transparente Schutzlack und/oder die schmutzabweisende
und/oder die Kratzfestigkeit erhöhende, transparente Schutzschicht zusätzlich einen
UV-Absorber enthält, der in einem Teilbereich des UV-Spektrums Energie absorbiert,
wobei es sich bei dem UV-Absorber bevorzugt um einen HALS handelt, der überwiegend
UV-Licht im kurzwelligen UV-Bereich absorbiert.
29. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 16 bis 28, wobei der
den optisch variablen Effekt nicht beeinträchtigende, fluoreszierende Stoff zusätzlich
zu dem die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes verbessernden, transparenten
Schutzlack von einem weiteren, die chemische Beständigkeit des fluoreszierenden Stoffes
verbessernden, transparenten Schutzlack geschützt wird, sodass der fluoreszierende
Stoff beidseitig, d.h. oberhalb und unterhalb, durch zwei separate Schutzlack-Schichten
geschützt wird.
30. Optisch variables Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 16 bis 29, wobei das
Sicherheitselement in Form eines Sicherheitsstreifens, eines Sicherheitsfadens oder
eines Patch vorliegt.
31. Wertdokument, umfassend das Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
32. Wertdokument, umfassend das optisch variable Sicherheitselement nach einem der Ansprüche
16 bis 30.