[0001] Die Erfindung betrifft eine Stütze mit zumindest einer Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung
zur Montage eines Sicherheitsgurts zum Sichern einer auf einem Kraftfahrzeug-Sitz
sitzenden Person, wobei die Stütze zweckmäßig zur Anordnung in einem Innenraum eines
Kraftfahrzeugs (z. B. Nutzfahrzeug oder Wohnmobil) vorgesehen ist und vorzugsweise
zur Absicherung des Überlebensraums im Crash-Fall ausgelegt ist.
[0002] Hohe Sicherheitsanforderungen in modernen Kraftfahrzeugen bedingen, fallweise auch
durch Gesetzesvorgaben gestützt, eine weitestgehende Ausrüstung aller Sitze mit 3-Punkt-Sicherheitsgurten,
sowie eine Verbesserung der Fahrgastzellenstabilität im Crashfall- z.B. ECE-R29/3
für LKW-Fahrerhäuser. Derzeit werden solche freistehenden Sitze sehr oft nur mit Beckengurten
ausgerüstet.
[0003] Eine aus der Praxis bekannte Lösung für die Ausrüstung eines freistehenden Sitzes
mit einem 3-Punkt-Sicherheitsgurt ist die Verwendung eines sitzintegrierten Gurtes.
Diese Lösung erfordert meist aufwändige kosten- und gewichtsintensive Verstärkungen
in der Sitzstruktur und in der karosserieseitigen Anbindungsbasis für den Sitz. Da
solche Sitze - z.B. Mittelsitz in einer verlängerten Kabinenvariante - meist ohne
Schwingsystem ausgeführt sind, ist aus Fahrkomfortgründen ein sitzintegriertes Gurtsystem
nicht erforderlich. Die in vielen Fällen exponierte Position eines solchen Sitzes
- in der Mitte eines Fahrerhauses und eventuell auch gegenüber Fahrer- und Beifahrersitz
erhöht - erfordert dann auch eine zusätzliche Verstärkung der Dachstruktur, um bei
einem Unfall, z.B. Überschlag, den Passagier besser gegen die Deformation der Fahrgastzellenstruktur
zu schützen, wobei diese Verstärkungsmaßnahmen, aufgrund der durch die räumliche Anordnung
bedingten ungünstigen Kraftverläufe, entsprechend massiv ausgeführt werden müssen.
In vielen Fällen erfolgt die Ausrüstung des betreffenden Fahrzeuges nicht generell
mit Mittelsitzen, sondern nur auf Kundenwunsch, sodass die Verstärkungsmaßnahmen in
der Dachstruktur und an der Sitzanbindungsbasis entweder die Herstellkosten der gesamten
Baureihe erhöhen oder in der Produktion eine aufwändige Varianz erzeugen.
[0004] Vor allem bei PKW-Anwendungen - vorzugsweise sogenannten SUV - sind auch Konzepte
aus der Praxis bekannt, bei denen für den hinteren Mittelsitz der Gurtretraktor im
Dach positioniert ist. Der Sicherheitsgurt (Gurtband) hat in diesem Fall zwei Zungen,
die beim Anlegen des Sicherheitsgurtes in zwei Schlösser links und rechts vom Becken
eingerastet werden. Dieses Konzept ist für freistehende Sitze im Nutzfahrzeugbereich
nur bedingt tauglich, da aufgrund der im Vergleich zur Sitzposition meist höheren
Dachinnenkontur der Sicherheitsgurt für den Nutzer wesentlich schwerer zu erreichen
wäre. Auch bei diesem Konzept ist für den Crashfall eine zusätzliche Verstärkung im
Dach erforderlich, was für kundenspezifische Anwendungsfälle die Produktvarianz erhöht
bzw. das Grundfahrzeug verteuert.
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein alternatives und/oder verbessertes Sicherheitskonzept
für einen Kraftfahrzeug-Innenraum zu schaffen.
[0006] Diese Aufgabe kann mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst werden. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung können den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung entnommen werden.
[0007] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug, z. B. ein Nutzfahrzeug, insbesondere einen
Lastkraftwagen, oder ein Wohnmobil, mit einem Innenraum, der zweckmäßig durch eine
Bodenstruktur, eine Dachstruktur und zwei Seitenstrukturen begrenzt ist. Zusätzlich
kann der Innenraum noch z. B. eine Vorderwand und eine Rückwand aufweisen.
[0008] Im Innenraum ist eine Stütze angeordnet, vorzugsweise eine freistehende, insbesondere
vertikale oder im Wesentlichen vertikale Stütze und/oder eine beabstandet zwischen
den zwei Seitenstrukturen positionierte Stütze.
[0009] Die Stütze zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie zumindest eine Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung
zur Montage eines Sicherheitsgurts zum Sichern, insbesondere Rückhalten, einer auf
einem Kraftfahrzeug-Sitz sitzenden Person aufweist.
[0010] Die Stütze zeichnet sich vorzugsweise zusätzlich dadurch aus, dass sie zur Verhinderung
oder zumindest Reduzierung einer Dachdeformation (z. B. Dachintrusion) im Crashfall
des Kraftfahrzeugs ausgelegt ist, um im Crashfall einen Überlebensraum im Innenraum
zu gewährleisten.
[0011] Damit kann einer oder mehrere der folgenden Vorteile erzielt werden: Ausstattung
von insbesondere freistehenden Sitzen in Kraftfahrzeugen mit ergonomisch optimal angeordneten
und gut erreichbaren, fahrerhausfesten 3-Punkt-Haltegurt-Systemen; und/oder die Stütze
eignet sich für alle üblichen Gurtkonzepte; und/oder weitgehende und gesetzeskonforme
Absicherung des Überlebensraums (für die betreffende Person) im Crashfall des Kraftfahrzeugs;
und/oder Adaption der Sicherheitsgurt-Anbindungsmaßnahmen und der entsprechenden Absicherung
des Überlebensraums anwendungsbezogen und ohne wesentliche Kostenbelastung einer gesamte
Baureihe im Fall kundenspezifischer Anwendungsfälle.
[0012] Es ist möglich, dass die Stütze nur eine obere Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung
aufweist oder aber die Stütze eine obere Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung und eine
untere Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung aufweist.
[0013] Der Sicherheitsgurt kann z. B. als Teil eines 3-Punkt-Haltegurt-Systems ausgeführt
sein, so dass zweckmäßig die Stütze also mit einem sogenannten 3-Punkt-Haltegurt-System
ausgestattet sein kann. Hierbei ist z. B. auch eine sogenannte Zwei-Zungen-Variante
mit zwei separaten Schlössern möglich.
[0014] Es ist möglich, dass die Stütze mit zumindest einer Einrichtung zur Kompensation
von im Fahrzustand des Kraftfahrzeugs entstehenden Verformungen versehen ist. Die
Verformungen können z. B. Verwindungen, Verdrehungen und/oder andere Deformationen
umfassen, zweckmäßig zwischen der Bodenstruktur und der Dachstruktur.
[0015] Die Einrichtung kann z. B. zumindest einen Bewegungsfreiheitsgrad für die Stütze
im Wesentlichen in Längsrichtung der Stütze zur Verfügung stellen. Alternativ oder
ergänzend kann die Einrichtung z. B. eine Führungsbuchse umfassen, in der die Stütze
zweckmäßig abschnittsweise längsverschieblich gelagert sein kann.
[0016] Die Stütze kann z. B. über eine obere Befestigungseinrichtung an einem oberen Kraftfahrzeug-Bauteil
(z. B. die Dachstruktur) montiert sein und/oder über eine untere Befestigungseinrichtung
an einem unteren Kraftfahrzeug- Bauteil (z. B. die Bodenstruktur oder ein Sitzsockel)
montiert sein.
[0017] Es ist möglich, dass die Einrichtung Teil der oberen Befestigungseinrichtung und/oder
Teil der unteren Befestigungseinrichtung ist. Es sind im Rahmen der Erfindung sogar
Ausführungsformen möglich, in denen die Einrichtung zwischen der oberen Befestigungseinrichtung
und der unteren Befestigungseinrichtung vorgesehen ist.
[0018] Es ist möglich, dass die Einrichtung ein geräuschhemmendes Element umfasst, vorzugsweise
angeordnet zwischen der Führungsbuchse und der Stütze, ausgeführt als Ummantelung
für die Stütze und/oder hergestellt aus Kunststoff. Die Führungsbuchse kann zweckmäßig
an der Dachstruktur fixiert sein.
[0019] Es ist möglich, dass das obere Kraftfahrzeug-Bauteil die Dachstruktur umfasst und
die obere Befestigungseinrichtung an die Dachstruktur montiert ist, z. B. im Wesentlichen
starr.
[0020] Es ist ebenfalls möglich, dass das untere Kraftfahrzeug-Bauteil einen vorzugsweise
auf die Bodenstruktur aufsetzbaren und/oder daran z. B. lösbar anmontierbaren Sitzsockel
umfasst und die untere Befestigungseinrichtung an den Sitzsockel montiert ist. Alternativ
oder ergänzend kann das untere Kraftfahrzeug-Bauteil allerdings auch die Bodenstruktur
umfassen und die untere Befestigungseinrichtung kann an die Bodenstruktur (z. B. eine
Bodenerhöhung) montiert sein, z. B. im Wesentlichen starr.
[0021] Der Kraftfahrzeug-Sitz kann ein mittlerer und/oder freistehender Sitz sein, wobei
alternativ oder ergänzend die Stütze seitlich neben und/oder hinter der Sitzlehne
des Kraftfahrzeug-Sitzes angeordnet sein kann.
[0022] Es ist möglich, dass der Kraftfahrzeug-Sitz z. B. auf einer zweckmäßig podestförmigen
Bodenerhöhung angeordnet ist und/oder die Sitzfläche des Kraftfahrzeug-Sitzes sich
auf einem höheren Niveau erstreckt als die Sitzfläche zumindest eines seitlich benachbarten
Kraftfahrzeugsitzes, eines Fahrersitzes und/oder eines Beifahrersitzes des Kraftfahrzeugs.
[0023] Der Kraftfahrzeug-Sitz kann, wie schon zuvor erwähnt, ein mittlerer oder freistehender
Sitz sein, wobei damit insbesondere ein Sitz in einer Sitzreihe zwischen zwei äußeren
Sitzen umfasst ist (z. B. zwischen einem äußersten linken Sitz und einem äußersten
rechten Sitz der Sitzreihe).
[0024] Der Kraftfahrzeug-Sitz kann z. B. ein starrer oder einstellbarer Sitz sein.
[0025] Der Kraftfahrzeug-Sitz ist vorzugsweise ohne Schwingenfunktion ausgeführt.
[0026] Die Stütze kann im Wesentlichen über ihre gesamte Längserstreckung im Wesentlichen
linear ausgeführt sein. Alternativ kann die Längserstreckung der Stütze einen oder
mehrere Richtungswechsel aufweisen.
[0027] Die Stütze kann in unterschiedlichen Querschnitten ausgeführt sein. Es können verschiedene
zweckdienliche Materialien zum Einsatz kommen.
[0028] Die obere Befestigungseinrichtung und/oder die untere Befestigungseinrichtung kann
z. B. als Schraubverbindung ausgeführt sein und zum Toleranzausgleich z. B. ein Langloch
umfassen.
[0029] Es ist möglich, die Stütze als Träger für diverse Zusatzausrüstungen und/oder - anwendungen
zu nutzen.
[0030] Das obere Kraftfahrzeug-Bauteil und/oder die Dachstruktur können z. B. ein Dachpaneel
oder eine Dachplatte (z. B. Dachinnenblech) umfassen, aber auch z. B. ein Element
einer rahmenförmigen Tragstruktur.
[0031] Das untere Kraftfahrzeug-Bauteil und/oder die Bodenstruktur können z. B. ein Bodenpaneel
oder eine Bodenplatte (z. B. Bodeninnenblech) umfassen, aber auch z. B. ein Element
einer rahmenförmigen Tragstruktur.
[0032] Es ist möglich, dass die Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung, insbesondere die obere
Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung so ausgeführt ist, um an der Stütze längsverschieblich
montierbar zu sein. Dadurch kann zweckmäßig der Verlauf des Sicherheitsgurts an z.
B. unterschiedlich große Personen angepasst werden.
[0033] Der Innenraum kann vorzugsweise Teil eines Kraftfahrzeugs mit einer vordersten Sitzreihe
mit zumindest drei Sitzplätzen sein, insbesondere Teil einer Doppelkabine.
[0034] Der Kraftfahrzeug-Sitz kann vorzugsweise in der vordersten Sitzreihe des Kraftfahrzeugs,
die zumindest zwei oder zumindest drei Sitze umfassen kann, positioniert sein.
[0035] Die Erfindung ist nicht auf ein Kraftfahrzeug beschränkt, sondern umfasst ebenfalls
eine Stütze wie hierin offenbart zur Anordnung in einem Innenraum eines Kraftfahrzeugs.
[0036] Die zuvor beschriebenen Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind miteinander
kombinierbar. Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
offenbart oder ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Figuren.
- Figur 1
- zeigt eine Frontansicht einer Stütze gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in
einem Innenraum eines Kraftfahrzeugs,
- Figur 2
- zeigt eine Seitenansicht der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform,
- Figur 3
- zeigt eine Schnittansicht einer Einrichtung zur Kompensation von im Fahrzustand des
Kraftfahrzeugs entstehenden Verformungen für die z. B. in den Figuren 1 und gezeigte
Stütze, und
- Figur 4
- zeigt eine perspektivische Ansicht mit Weglassungen zu Darstellungszwecken einer Stütze
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in einem Innenraum eines Kraftfahrzeugs.
[0037] Die unter Bezugnahme auf die Figuren beschriebenen Ausführungsformen stimmen teilweise
überein, sodass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen
sind und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen
verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
[0038] Figur 1 zeigt eine Frontansicht einer Stütze 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
in einem Innenraum 13 eines Kraftfahrzeugs, während Figur 2 eine zugehörige Seitenansicht
zeigt.
[0039] Unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 wird der Innenraum 13 durch eine Bodenstruktur
10, eine Dachstruktur 11 und zwei in Figur 1 nur schematisch und prinzipiell angedeutete
Seitenstrukturen 12 begrenzt. Im Innenraum 13 ist ein Kraftfahrzeug-Sitz 4 angeordnet.
[0040] Die Stütze 1 umfasst eine zweckmäßig obere Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung 2 zur
Montage eines Sicherheitsgurts 3 zum Sichern einer auf dem Kraftfahrzeug-Sitz 4 sitzenden
Person und ist zusätzlich zweckmäßig so ausgelegt, dass sie eine Dachdeformation,
insbesondere Dachintrusion im Crashfall (z. B. Überschlag) des Kraftfahrzeugs verhindert
oder zumindest reduziert, um einen Überlebensraum im Immenraum 13 zu gewährleisten.
Der Sicherheitsgurt 3 ist Teil eines 3-Punkt-Haltegurt-Systems. Die Stütze 1 erstreckt
sich zweckmäßig abschnittsweise seitlich neben und hinter dem Kraftfahrzeug-Sitz 4,
insbesondere hinter der Sitzlehne des Kraftfahrzeug-Sitzes 4, und kann z. B. als Rundrohr-Stahlstütze
ausgeführt sein.
[0041] Der Kraftfahrzeug-Sitz 4 umfasst einen Sitzsockel 8, der auf einer vorzugsweise podestförmigen
Bodenerhöhung 9 der Bodenstruktur 10 aufgesetzt und daran z. B. lösbar anmontiert
ist. Der Kraftfahrzeug-Sitz 4 ist vorzugsweise ein mittlerer und/oder freistehender
Sitz. Die Sitzfläche des Kraftfahrzeug-Sitzes 4 erstreckt sich zweckmäßig auf einem
höheren Niveau als die Sitzfläche eines seitlich benachbarten Kraftfahrzeug-Sitzes,
eines Fahrersitzes und/oder eines Beifahrersitzes des Kraftfahrzeugs (siehe z. B.
Figur 4).
[0042] Die Stütze 1 ist über eine obere Befestigungseinrichtung (z. B. eine im Wesentlichen
starre Schraubverbindung) 6 an ein oberes Kraftfahrzeug-Bauteil, nämlich die Dachstruktur
11, montiert und über eine untere Befestigungseinrichtung (z. B. eine im Wesentlichen
starre Schraubverbindung) 7 an einem unteren Kraftfahrzeug-Bauteil, nämlich den Sitzsockel
8, montiert. Es sind im Rahmen der Erfindung allerdings auch Ausführungsformen möglich,
bei denen die untere Befestigungseinrichtung 7 an die Bodenstruktur 10, z. B. die
Bodenerhöhung 9, montiert ist. Ebenfalls sind Montagen an z. B. Elemente von oberen
und/oder unteren Rahmenkonstruktionen möglich.
[0043] Figur 3 zeigt eine Querschnittsansicht einer Einrichtung 5 zur Kompensation von im
Fahrzustand des Kraftfahrzeugs entstehender Verformungen, z. B. Verwindungen zwischen
der Bodenstruktur 10 und der Dachstruktur 11, mittels der die z. B. in den Figuren
1 und 2 gezeigte Stütze 1 ausgestattet werden kann.
[0044] Die Einrichtung 5 ist vorzugsweise Teil der oberen Befestigungseinrichtung 6 und
stellt für die Stütze 1 einen Bewegungsfreiheitsgrad in Längsrichtung der Stütze 1
zur Verfügung. Die Einrichtung 5 umfasst insbesondere eine Führungsbuchse, in der
die Stütze 1 längsverschieblich gelagert ist. Die Einrichtung 5 kann vorzugsweise
ein geräuschhemmendes Kunststoffelement umfassen, vorzugsweise angeordnet zwischen
der Führungsbuchse und der Stütze 1 und z. B. ausgeführt als Kunststoffummantelung
für die Stütze 1.
[0045] Figur 3 kann außerdem entnommen werden, dass aus optischen Gründen die Einrichtung
5 mit einer Verkleidung versehen werden kann.
[0046] Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Innenraums 13 einer LKW-Doppelkabine
mit einer vordersten Sitzreihe mit drei Sitzen und mit einer Stütze 1 gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung.
[0047] Figur 4 zeigt insbesondere, dass der in der vordersten Sitzreihe positionierte Kraftahrzeug-Sitz
4 über einen Sitzsockel 8 auf einer Bodenerhöhung 9 anordbar ist, so dass sich die
Sitzfläche des Kraftfahrzeug-Sitzes 4 auf einem höheren Niveau erstreckt als die Sitzfläche
zweier seitlich benachbarter Kraftfahrzeug-Sitze, in Figur 4 des Fahrersitzes und
des Beifahrersitzes.
[0048] Figur 4 zeigt den Sicherheitsgurt 3 als Zwei-Zungen-Variante mit zweckmäßig zwei
Schlössern.
[0049] Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen
beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich
fallen.
[0050] Darüber hinaus beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale
der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Merkmale und Ansprüchen.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Stütze
- 2
- Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung zur Montage eines Sicherheitsgurts zum Sichern
einer auf einem Kraftfahrzeug-Sitz sitzenden Person, insbesondere eines Kraftfahrzeug-Passagiers
- 3
- Sicherheitsgurt
- 4
- Kraftfahrzeug-Sitz
- 5
- Einrichtung zur Kompensation von im Fahrzustand des Kraftfahrzeugs entstehenden Verformungen
- 6
- Obere Befestigungseinrichtung zur Montage der Stütze an ein oberes Kraftfahrzeug-Bauteil
- 7
- Untere Befestigungseinrichtung zur Montage der Stütze an ein unteres Kraftfahrzeug-Bauteil
- 8
- Sitzsockel
- 9
- Bodenerhöhung, insbesondere podestförmige Bodenerhöhung
- 10
- Bodenstruktur
- 11
- Dachstruktur
- 12
- Zweckmäßig zwei gegenüberliegende Seitenstrukturen
- 13
- Innenraum
1. Kraftfahrzeug, mit einem durch eine Bodenstruktur (10), eine Dachstruktur (11) und
zwei Seitenstrukturen (12) begrenzten Innenraum (13), wobei im Innenraum (13) eine
Stütze (1), vorzugsweise eine freistehende Stütze (1), angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (1) zumindest eine Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung (2) zur Montage
eines Sicherheitsgurts (3) zum Sichern einer auf einem Kraftfahrzeug-Sitz (4) sitzenden
Person aufweist und vorzugsweise zur zumindest Reduzierung einer Dachdeformation im
Crashfall des Kraftfahrzeugs ausgelegt ist, um einen Überlebensraum im Immenraum (13)
zu gewährleisten.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (1) nur eine obere Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung (2) aufweist oder
die Stütze (1) eine obere Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung (2) und eine untere Sicherheitsgurt-Montagevorrichtung
aufweist.
3. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsgurt (3) Teil eines 3-Punkt-Haltegurt-Systems ist.
4. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (1) mit zumindest einer Einrichtung (5) zur Kompensation von im Fahrzustand
des Kraftfahrzeugs entstehenden Verformungen versehen ist.
5. Kraftfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (5) einen Bewegungsfreiheitsgrad für die Stütze (1) in Längsrichtung
der Stütze (1) zur Verfügung stellt und/oder die Einrichtung (5) eine Führungsbuchse
umfasst, in der die Stütze (1) längsverschieblich gelagert ist.
6. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (1) über eine obere Befestigungseinrichtung (6) an einem oberen Kraftfahrzeug-Bauteil
montiert ist und/oder über eine untere Befestigungseinrichtung (7) an einem unteren
Kraftfahrzeug-Bauteil montiert ist.
7. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (5) Teil der oberen Befestigungseinrichtung (6) und/oder Teil der
unteren Befestigungseinrichtung (7) ist.
8. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (5) ein geräuschhemmendes Element umfasst, vorzugsweise angeordnet
zwischen Führungsbuchse und Stütze (1), ausgeführt als Ummantelung für die Stütze
(1) und/oder hergestellt aus Kunststoff.
9. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Kraftfahrzeug-Bauteil die Dachstruktur (11) umfasst und die obere Befestigungseinrichtung
(6) an die Dachstruktur (11) montiert ist.
10. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Kraftfahrzeug-Bauteil einen Sitzsockel (8) und/oder die Bodenstruktur
(10) umfasst und die untere Befestigungseinrichtung (7) hieran montiert ist.
11. Kraftfahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzsockel (8) auf die Bodenstruktur (10) aufsetzbar und/oder daran anmontierbar
ist.
12. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftfahrzeug-Sitz (4) ein mittlerer und/oder freistehender Kraftfahrzeug-Sitz
(4) ist und die Stütze (1) seitlich neben und/oder hinter der Sitzlehne des Kraftfahrzeug-Sitzes
(4) angeordnet ist.
13. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftfahrzeug-Sitz (4) auf einer Bodenerhöhung (9) angeordnet ist und/oder sich
die Sitzfläche des Kraftfahrzeug-Sitzes (4) auf einem höheren Niveau erstreckt als
die Sitzfläche zumindest eines seitlich benachbarten Kraftfahrzeug-Sitzes, eines Fahrersitzes
und/oder eines Beifahrersitzes des Kraftfahrzeugs.
14. Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (13) Teil eines Kraftfahrzeugs mit einer vordersten Sitzreihe mit zumindest
drei Sitzplätzen ist und/oder der Kraftfahrzeug-Sitz (4) in der vordersten Sitzreihe
des Kraftfahrzeugs positioniert ist.
15. Stütze (1) nach dem kennzeichnenden Teil eines der vorhergehenden Ansprüche zur Anordnung
im Immenraum (13) eines Kraftfahrzeugs.