[0001] Die Erfindung betrifft ein Schmiersystem, mit dem ein Schmierstoff, insbesondere
Bentonit, zwischen einem Tunnel und einer Tunnel-Vortriebsmaschine und/oder einem
eine Tunnelröhre bildenden Rohrstrang einbringbar ist, bestehend aus mindestens einem
Verteilnetz und einer Förderpumpe für den Schmierstoff.
[0002] Tunnelvortriebsmaschinen, auch Tunnelbohrmaschinen genannt, sind Vollschnittmaschinen,
die den gesamten zu bauenden Tunnelquerschnitt in einem Arbeitsschritt abbauen. Ein
maßgebliches Bauteil einer derartigen Maschine, wie sie beispielhaft in dem Dokument
DE 10 2015 000 494 A1 offenbart ist, ist ein Bohrkopf, auch Schild genannt, der einen antreibbaren Schneidkopf
aufweist, der mit Abbauwerkzeugen, wie einer Mehrzahl von Rollenmeißeln, bestückt
ist. Der Vorschub des Schildes und der weiteren verschiebbaren Komponenten in der
Tunnel-Vortriebsrichtung erfolgt mittels einer Hauptpressstation und zumindest einer
Zwischenpressstation, wie sie auch als Dehnerstrecke bezeichnet wird. Die Hauptpressstation,
die sich in einem Startschacht befindet, von dem der Bohrvorgang des Tunnels ausgeht,
weist ein Widerlager auf, an dem sich eine Presseneinrichtung abstützt, mittels deren
als Strangelemente Vortriebsrohre, die im Startschacht je nach Arbeitsfortschritt
eingesetzt werden, schrittweise in Arbeits-Vorschubrichtung bewegbar sind.
[0003] Eine Grundvoraussetzung für einen gut funktionierenden Rohrvortrieb ist eine möglichst
geringe Mantelreibung zwischen Baugrund und dem Rohrstrang. Um dies zu erreichen,
ist es Stand der Technik, zwischen Baugrund und Rohrstrang eine Bentonit-Suspension
einzubringen, die durch ihre Schmiereigenschaft die Reibung herabsetzt. Der wichtigste
Bereich, um eine effektive Bentonit-Schmierung aufzubauen, liegt an der Stelle der
Bildung des Ringspalts zwischen Baugrund und Rohrstrang, also direkt am Schild oder
daran anschließend beim Übergang zum ersten Vortriebsrohr. Die Bentonit-Verpressung
in diesem Bereich wird auch als Erstverpressung bezeichnet. Um einen durchgängigen
und gleichmäßigen Schmierfilm am Rohrstrang sicherzustellen, werden an den sich anschließenden
Vortriebsrohren des Rohrstrangs in sogenannter Nachverpressung weitere Bentonit-Mengen
eingepresst, um mögliche im Vortriebsverlauf auftretende Schmiermittelverluste in
den anstehenden Baugrund, wie sie durch Einwanderung in den Baugrund oder durch Auswaschung
oder dergleichen entstehen, auszugleichen.
[0004] Im Stand der Technik, wie es beispielsweise in der Produktinformation "Automatisches
Bentonit-Schmiersystem ABLS" der Firma VMT GmbH, Stegwiesenstraße 24, 76646 Bruchsal,
beschrieben ist, wird hierfür so vorgegangen, dass in Zuordnung zu den Injektionsstellen,
wie sie durch Spalte für die Erstverpressung am Schild und durch Injektionsstutzen
gebildet sind, die zur Nachverpressung an Vortriebsrohren vorgesehen sind, Schmierstationen
angeordnet sind. Als Komponenten eines Verteilnetzes erhalten diese Stationen über
eine durch den Rohrstrang geführte Bentonit-Hauptleitung von einer Förderpumpe unter
dem Einpressdruck gelieferte Bentonit-Suspension zur Verteilung an die jeweiligen
Injektionsstellen.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik stellt sich die Erfindung die Aufgabe, ein
Schmiersystem zur Verfügung zu stellen, das eine optimierte, gleichmäßige Bentonit-Verteilung
für die Tunnelschmierung gewährleistet.
[0006] Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch ein Schmiersystem gelöst, das die Merkmale
des Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit aufweist.
[0007] Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 besteht eine wesentliche Besonderheit
der Erfindung darin, dass das Verteilnetz mindestens eine Pumpe aufweist, die im Tunnel
angeordnet und mit ihrer Pumpenkammer an eine zugehörige Schmierstoff-Injektionseinrichtung
angeschlossen ist. Dadurch, dass erfindungsgemäß eine Pumpe vorgesehen ist, die sich
im Tunnel befindet und an die jeweiligen Injektionseinrichtungen angeschlossen ist,
wird der benötigte Einpressdruck an der jeweiligen Schmierstation für Erstverpressung
und Nachverpressung erst im Tunnelrohr aufgebaut. Zum einen ist dadurch keine durch
die Trasse geführte Hochdruckverrohrung erforderlich. Zum anderen kann eine optimierte,
an den jeweiligen Bedarf der zugehörigen Schmierstoff-Injektionseinrichtung angepasste
Versorgung auf einfache und sichere Weise durch Steuerung des Antriebs der jeweiligen
Pumpe erfolgen, beispielsweise durch Drehzahlsteuerung oder gewählte Einschaltzeiten.
In optimaler Weise ist dadurch die Bentonit-Menge den betrieblichen Gegebenheiten
derart anpassbar, dass auf trassenspezifische Unterschiede, wie erhöhten Bentonitbedarf
einzelner Trassenabschnitte beispielsweise in Kiesbereichen, reagiert werden kann.
Die besonders effektive Reduktion der Mantelreibung verringert den Bedarf an Vorpresskraft
und ermöglicht es, Zwischendehnerstrecken einzusparen. Des Weiteren ist mit der erfindungsgemäßen
Lösung eine druckunabhängige Volumenverteilung mit Schmierstoff erreicht und es ist
mit dem Schmiersystem eine Volumenzwangsverteilung zu den einzelnen mit Schmierstoffen
zu versorgenden Stellen erreicht.
[0008] Mit Vorteil kann die Anordnung so getroffen sein, dass für eine Erstverpressung mit
Schmierstoff mindestens eine Kolbenpumpe an der Vortriebsmaschine vorhanden ist und/oder
für Nachverpressung mit Schmierstoff zumindest bei einem Teil von Strangelementen
des Rohrstranges, vorzugsweise bei jedem Strangelement, eine Kolbenpumpe vorhanden
ist.
[0009] An der jeweiligen Kolbenpumpe kann an der Pumpenkammer ausgangsseitig eine Abgabeleitung
angeschlossen sein, die mittels der Injektionseinrichtung die Außenwand der Vortriebsmaschine
und/oder die Begrenzungswand des jeweiligen Strangelements durchgreift, so dass die
Abgabeleitung unmittelbar in den Ringspalt an der Tunnelwand mündet.
[0010] Die Pumpenkammern jeweiliger Kolbenpumpen können eingangsseitig an eine zentrale
Schmierstoffversorgung über mindestens eine Zuführleitung des Verteilnetzes angeschlossen
sein.
[0011] Mit Vorteil kann die Anordnung hierbei so getroffen sein, dass die zentrale Schmierstoffversorgung
eine Versorgungsstation aufweist, die den Schmierstoff, von einem Vorratsbehälter
ausgehend, in Richtung der einzelnen Kolbenpumpen verbringt.
[0012] Mit besonderem Vorteil ist als jeweilige Kolbenpumpe eine Radial-Kolbenpumpe vorgesehen,
die zur Ansteuerung ihrer mittels Federkraft in den einzelnen Pumpenkammern rückstellbaren
Kolben einen Exzentertrieb aufweist.
[0013] Mit einem für den Direktantrieb des Exzentertriebs an jeder Radial-Kolbenpumpe angeschlossenen
Elektromotor ist eine kompakte Motor-Pumpeneinheit realisierbar.
[0014] Der Elektromotor, vorteilhafterweise in Form einer Asynchronmaschine, kann bei einer
jeden Radial-Kolbenpumpe an eine zentrale elektrische Versorgungseinheit angeschlossen
sein.
[0015] Hinsichtlich der Bauweise der Radial-Kolbenpumpe kann die Anordnung mit Vorteil so
getroffen sein, dass der jeweilige Kolben in der Art eines Federstößels in der jeweils
zuordenbaren Pumpenkammer längsverfahrbar geführt ist, an seinem einen freien Ende
von dem Exzentertrieb ansteuerbar ist und mit seinem anderen freien Ende an die Pumpenkammer
angrenzt und einen Pumpenraum mit veränderlichem Volumen begrenzt, in den ein Ein-
und ein Auslassventil einmünden.
[0016] Gemäß dem Patentanspruch 10 ist Gegenstand der Erfindung auch ein Einbauset für ein
Schmiersystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, bestehend aus mindestens einer
mittels eines Elektromotors antreibbaren Kolbenpumpe, insbesondere Radial-Kolbenpumpe,
und zumindest einem Teil eines Verteilnetzes mit Abgabeleitungen, an die jeweils eine
Injektionseinrichtung angeschlossen ist.
[0017] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
im Einzelnen erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine stark schematisch vereinfacht und in perspektivischer Schrägansicht gezeichnete
Darstellung der Hauptbestandteile einer üblichen Tunnelbohrmaschine, versehen mit
einem Schmiersystem gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2
- den Querschnitt eines Trassenabschnitts einer Tunnel-Vortriebsstrecke mit schematisch
vereinfacht dargestellten Komponenten eines Schmiersystems gemäß dem Stand der Technik;
- Fig. 3
- den Querschnitt eines Trassenabschnitts einer Tunnel-Vortriebsstrecke, versehen mit
einem schematisch vereinfacht gezeichneten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Schmiersystems;
- Fig. 4
- eine Stirnansicht auf eine eine Komponente des erfindungsgemäßen Schmiersystems bildende
Radial-Kolbenpumpe mit abgenommenem Gehäusedeckel; und
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung der Radial-Kolbenpumpe entsprechend der Schnittlinie V - V
von Fig. 4.
[0019] In der lediglich skizzenhaft und stark vereinfacht gezeichneten Darstellung von Fig.
1 sind von einer Tunnel-Vortriebsmaschine ein vorderer Schneideschuh oder Schild mit
1 und ein daran befindlicher, drehbarer vorderer Schneidkopf mit 3 bezeichnet. Dieser
weist an der Vorderseite die bei derartigen Schneidköpfen üblichen Abbauwerkzeuge
auf, wie Rollenmeißel und/oder andere Schneid- und Presswerkzeuge. Beim Betrieb werden
in bekannter Weise, ausgehend von einem in Fig. 1 schematisiert angedeuteten Startschacht
4, entsprechend den zurückgelegten Vortriebsstrecken, als Strangelemente, die die
Tunnelauskleidung bilden, Vortriebsrohre 5 zum Einsatz gebracht. Hierfür weist eine
im Startschacht 4 befindliche Hauptpressstation 9 eine Presseneinheit 11 auf, die
sich an einem Widerlager 13 abstützt und die bereits eingesetzten Vortriebsrohre 5
um die jeweiligen Vortriebsstrecken vorschiebt, bis ein weiteres Vortriebsrohr 5,
wie mit Richtungspfeil 15 angedeutet, bei eingefahrener Presseinheit 11 eingesetzt
werden kann.
[0020] Das Schmiersystem für die Tunnelschmierung mittels einer Bentonit-Suspension weist
eine Injektionseinrichtung auf, die für eine Erstverpressung, die sich an den Schild
1 der Vortriebsmaschine anschließt, einen Schmierring 17 mit um den Umfang verteilten
Injektionsstellen aufweist. Für die jeweilige Nachverpressung sind in Aufeinanderfolge
der Vortriebsrohre 5 in verteilter Anordnung Injektionsstellen 19 vorgesehen, von
denen lediglich einige in Fig. 1 angedeutet und beziffert sind. An den Injektionsstellen
19 münden jeweils Injektionsstutzen 29, die, ebenso wie der Schmierring 17, vom Suspensions-Verteilnetz
versorgbar sind.
[0021] Die Fig. 2 zeigt schematisiert einen Teil des Verteilnetzes des dem Stand der Technik
entsprechenden, oben genannten Schmiersystems ABLS. Das bekannte System weist für
die zu versorgenden Injektionsstellen, wie den in Fig. 2 gezeigten, zur Nachverpressung
an jeweiligen Vortriebsrohren vorgesehenen Injektionsstellen 19 sowie an den dem Schmierring
17 der Erstverpressung zugehörigen Injektionsstellen jeweils eine im Tunnelinneren
vorgesehene, zugeordnete Schmierstation 21 auf. Diese weisen jeweils ein Ventil 25
auf, das von einer im Rohrstrang geführten Hauptleitung 23 von einer extern angeordneten
Förderpumpe Bentonit-Suspension erhält, die unter dem Einpressdruck steht. Das Ventil
25 leitet dosierte Mengen der Suspension über Verteilerleitungen 27 zu an den Injektionsstellen
19 befindliche Injektionsstutzen 29 weiter.
[0022] Die Fig. 3 zeigt in stark schematisch vereinfachter Darstellung ein Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Schmiersystems, wobei die Schmierstation 21 des gezeigten Beispiels,
ebenso wie es bei der den Stand der Technik zeigenden Fig. 2 der Fall ist, für die
Nachverpressung an einem jeweiligen Vortriebsrohr 5 die daran befindlichen Injektionsstellen
19 mit der Bentonit-Suspension versorgt. Die Versorgung der Schmierstellen an den
sich an den Schild 1 der Vortriebsmaschine anschließenden Schmierring 17 erfolgt mittels
des erfindungsgemäßen Schmiersystems in gleicher Weise, wie es in Fig. 3 für die Nachverpressung
jeweiliger Vortriebsrohre 5 gezeigt ist.
[0023] Während beim Stand der Technik die Bentonit-Suspension über die im Rohrstrang geführte
Hauptleitung 23 von der externen Förderpumpe unter dem Einpressdruck den Schmierstationen
21 zugeführt wird, weist beim erfindungsgemäßen System die jeweilige Schmierstation
21 eine den Einpressdruck erzeugende Pumpe, beim gezeigten Beispiel in Form einer
Radial-Kolbenpumpe 31, auf. Mittels der Förderpumpe einer zentralen, externen Schmierstoff-Versorgungsstation,
die in den Figuren nicht gezeigt ist, ist über eine durch den Tunnel 7 geführte Versorgungsleitung
36 den Pumpenkammern 33 der Radial-Kolbenpumpe 31 über ein zugehöriges Saugventil
35 die Bentonit-Suspension zuführbar. Da die Bentonit-Suspension lediglich unter dem
Förderdruck steht, da der Einpressdruck erst mittels der Radial-Kolbenpumpe 31 aufgebaut
ist, ist für die Versorgungsleitung 36 keine Hochdruckverrohrung erforderlich. Für
die Versorgung der Injektionsstelle 19 (ebenso wie für die Austrittsschlitze am Schmierring
17) sind, wie bei den Schmierstationen 21 des Standes der Technik, Verteilerleitungen
27 vorhanden, die zu dem zugeordneten Injektionsstutzen 29 führen. Die Verteilerleitungen
27 sind an den Pumpenkammern 33 über deren Druckventile 37 angeschlossen.
[0024] Die jeweiligen Radial-Kolbenpumpen 31, die in Fig. 4 und 5 näher dargestellt sind,
weisen in üblicher Weise für die Bewegung ihrer mittels Druckfedern 39 rückstellbaren
Kolben 41 einen Exzentertrieb 43 auf, der elektromotorisch antreibbar ist, vorzugsweise
mittels eines Asynchronmotors. Durch Regelung der Drehzahl oder durch gesteuerte Einschaltzeiten
ist die Pumpenleistung an den Versorgungsbedarf an den Injektionsstellen 19 optimal
anpassbar. An den unterschiedlichen Abschnitten der Bohrtrasse, wie am Schmierring
17 für die Erstverpressung und an den Vortriebsrohren 5 für Nachverpressung mit ortsabhängig
unterschiedlichem Schmierstoffbedarf, ist dadurch eine gezielte optimale, individuelle
Schmierstoffversorgung gewährleistbar.
[0025] Die Fig. 4 und 5 zeigen in gesonderter Darstellung die beim gezeigten Beispiel vorgesehene
Radial-Kolbenpumpe 31. Wie gezeigt, sind bei dieser drei Kolben-Zylinder-Einheiten
46 vorgesehen, deren Kolben 41 jeweils in der Art eines Federstößels in der zugehörigen
Pumpenkammer 33 paarweise längsverfahrbar unter Wirkung des am freien Kolbenende liegenden
Exzentertriebs 43 geführt ist. Der Exzentertrieb 43 sitzt auf einer Antriebswelle
45, die im Pumpengehäuse 47 mit zwei Kugellagern 49 gelagert ist. Das eine dieser
Kugellager 49 sitzt im Gehäusedeckel 51 der Radial-Kolbenpumpe 31, die in der Fig.
4 mit abgenommenem Gehäusedeckel 51 dargestellt ist.
1. Schmiersystem, mit dem ein Schmierstoff, insbesondere Bentonit, zwischen einem Tunnel
(7) und einer Tunnel-Vortriebsmaschine (1) und/oder einem eine Tunnelröhre bildenden
Rohrstrang (5) einbringbar ist, bestehend aus mindestens einem Verteilnetz und einer
Förderpumpe für den Schmierstoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilnetz mindestens eine Pumpe (31) aufweist, die im Tunnel (7) angeordnet
und mit ihrer Pumpenkammer (33) an eine zugehörige Schmierstoff-Injektionseinrichtung
(17, 19, 29) angeschlossen ist.
2. Schmiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Erstverpressung mit Schmierstoff mindestens eine Kolbenpumpe (31) an der
Vortriebsmaschine (1) vorhanden ist und/oder für eine Nachverpressung mit Schmierstoff
zumindest bei einem Teil von Strangelementen (5) des Rohrstranges, vorzugsweise bei
jedem Strangelement (5), eine Kolbenpumpe (31) vorhanden ist.
3. Schmiersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass, ausgehend von der jeweiligen Kolbenpumpe (31), an der Pumpenkammer (33) ausgangsseitig
eine Abgabeleitung (27) angeschlossen ist, die mittels der Injektionseinrichtung (17,
19, 29) die Außenwand der Vortriebsmaschine (1) und/oder die Begrenzungswand des jeweiligen
Strangelements (5) durchgreift.
4. Schmiersystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpenkammern (33) jeweiliger Kolbenpumpen (31) eingangsseitig an eine zentrale
Schmierstoffversorgung über mindestens eine Zuführleitung (36) des Verteilnetzes angeschlossen
sind.
5. Schmiersystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Schmierstoffversorgung eine Versorgungsstation aufweist, die den Schmierstoff,
von einem Vorratsbehälter ausgehend, in Richtung der einzelnen Kolbenpumpen (31) verbringt.
6. Schmiersystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Kolbenpumpe eine Radial-Kolbenpumpe (31) ist, die zur Ansteuerung ihrer
mittels Federkraft (39) in den einzelnen Pumpenkammern (33) rückstellbaren Kolben
(41) einen Exzentertrieb (43) aufweist.
7. Schmiersystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den Antrieb des Exzentertriebs (43) einer jeden Radial-Kolbenpumpe (31) dieser
an einen Elektromotor angeschlossen ist.
8. Schmiersystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor einer jeden Radial-Kolbenpumpe (31) an eine zentrale elektrische
Versorgungseinheit angeschlossen ist.
9. Schmiersystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Kolben (41) der Radial-Kolbenpumpe (31) in der Art eines Federstößels
in der jeweils zuordenbaren Pumpenkammer (33) längsverfahrbar geführt ist, an seinem
einen freien Ende von dem Exzentertrieb (43) ansteuerbar ist und mit seinem anderen
freien Ende an die Pumpenkammer (33) angrenzt und einen Pumpenraum (33) mit veränderlichem
Volumen begrenzt, in den ein Ein-(35) und ein Auslassventil (37) einmünden.
10. Einbauset für ein Schmiersystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, bestehend aus
mindestens einer mittels eines Elektromotors antreibbaren Kolbenpumpe, insbesondere
Radial-Kolbenpumpe (31), und zumindest einem Teil eines Verteilnetzes mit Abgabeleitungen
(27), an die jeweils eine Injektionseinrichtung (17, 10, 29) angeschlossen ist.