[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte, deren Außenform veränderbar ist.
[0002] Es existieren bislang nur wenige Leuchten, die hinsichtlich ihrer Gestalt veränderbar
sind. In der Regel beschränkt sich die Verstellbarkeit dabei darauf, dass beispielsweise
ein Mittel zur Lichtabgabe gelenkig an einem Träger oder dergleichen positioniert
ist, wobei dann die Leuchtmittel hinsichtlich ihrer Position entsprechend eingestellt
werden können. Beispielsweise kann ein Verschwenken eines Strahlers oder eines Leuchtenkopfs
gegenüber einer Tragstruktur oder dergleichen vorgenommen werden. Die Möglichkeit,
hierdurch die Außenform einer Leuchte insgesamt zu beeinflussen, besteht allerdings
bei derartigen Lösungen nicht. Insbesondere im Falle eines geschlossenen Leuchtengehäuses
ist dessen Form in der Regel nicht beeinflussbar.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabenstellung zu Grunde, eine neuartige
Leuchte zur Verfügung zu stellen, deren Außenform zumindest teilweise beeinflusst
werden kann.
[0004] Die Aufgabe wird durch eine Leuchte, welche die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist,
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0005] Die erfindungsgemäße Leuchte zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine Gerüststruktur
aufweist, welche zumindest teilweise mit einem flexiblen Material bespannt ist, das
eine Abdeckung der Leuchte bildet. Dieses flexible Material ist an seinem Randbereich
an der Gerüststruktur fixiert, wobei weiterhin an der Gerüststruktur zumindest ein
Formgebungselement angeordnet ist, welches verstellbar ist, und wobei das Bespannungsmaterial
an diesem Formgebungselement ebenfalls fixiert ist.
[0006] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird also eine Leuchte mit einer Gerüststruktur
sowie einer von der Gerüststruktur gehaltenen Beleuchtungseinheit vorgeschlagen, wobei
zumindest ein Teilbereich der Abdeckung der Leuchte durch eine Bespannung gebildet
ist, welche aus einem Material gebildet und an ihrem Randbereich an der Gerüststruktur
fixiert ist, wobei an der Gerüststruktur zumindest ein Formgebungselement angeordnet
ist, an dem das Bespannungsmaterial ebenfalls fixiert ist, und wobei das Formgebungselement
verstellbar ist.
[0007] Dadurch, dass der erfindungsgemäß ausgestaltete Bereich der Leuchtenabdeckung durch
ein flexibles Material gebildet ist, kann sich die Abdeckung in diesem Bereich der
Stellung des Formgebungselements anpassen. Hierdurch nimmt das Gehäuse abhängig von
der Anordnung und/oder Ausrichtung des Formgebungselements eine entsprechende Außenform
an, wobei die Möglichkeit besteht, durch entsprechendes Verstellen des Formgebungselements
das Äußere der Leuchte auch noch nachträglich zu beeinflussen. Trotz allem kann grundsätzlich
ein geschlossenes Äußeres einer Leuchte erzielt werden, so dass eine äußerst interessante
und optisch ansprechende Form für die Leuchte erhalten wird.
[0008] Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass das Formgebungsteil über eine
durch die Gerüststruktur definierte Ebene zu beiden Seiten übersteht, wobei die Gerüststruktur
dann an beiden Seiten mit dem flexiblen Material überspannt ist und das Material jeweils
an den überstehenden Bereichen des Formgebungselements fixiert ist. Hierdurch wird
ein insgesamt geschlossener Leuchtenkörper erzielt, in dessen Inneren weitere Komponenten,
insbesondere die für die Lichtabgabe verantwortlichen Komponenten angeordnet werden
können, dessen Außenform allerdings in gewünschter Weise angepasst werden kann.
[0009] Dabei kann ferner vorgesehen sein, dass das Bespannungsmaterial zumindest teillichtdurchlässig
ist, wobei die Leuchte dann Leuchtmittel aufweist, um Licht über das Bespannungsmaterial
abzugeben. Das heißt, die hinsichtlich ihrer Form veränderbare Außenhülle der Leuchte
kann zugleich auch für eine flächige, vorzugsweise diffuse Lichtabgabe genutzt werden.
Um hierbei eine gleichmäßige Aufhellung des Leuchtengehäuses gewährleisten zu können,
kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Gerüststruktur ein plattenförmiges
Lichtleitelement aufweist, welches zur Lichtabgabe über zumindest eine Flachseite
ausgebildet ist und an dieser Flachseite von dem flexiblen Material der Abdeckung
überspannt wird. Es sind dann Leuchtmittel derart angeordnet, dass Licht, welches
von diesen Leuchtmitteln abgegeben wird, in das Lichtleitelement eintritt und über
die entsprechende Flachseite abgegeben wird. Mit Hilfe dieser bereits bekannten Technik
der Lichtverteilung mit Hilfe eines Lichtleitelements kann eine besonders gleichmäßige
Aufhellung der erfindungsgemäßen Leuchtenabdeckung erzielt werden.
[0010] Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass das Lichtleitelement eine Öffnung
oder Ausnehmung aufweist, in der die Beleuchtungseinheit angeordnet ist, wobei die
Leuchtmittel am Umfang von Befestigungselementen der Beleuchtungseinheit verteilt
und einer Randfläche der Ausnehmung des Lichtleitelements zugewandt angeordnet sind.
[0011] Eine entsprechende Aufhellung beziehungsweise eine diffuse Lichtabgabe über die Außenhülle
der Leuchte führt zwar zu einem optisch besonders ansprechenden Effekt, hierbei kann
allerdings in der Regel keine Beleuchtung erzielt werden, welche die Anforderungen
hinsichtlich einer Arbeitsplatzbeleuchtung oder einer zum Lesen geeigneten Beleuchtung
erfüllt. Hierfür ist in der Regel eine intensivere und gerichtete Lichtabgabe erforderlich.
[0012] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist deshalb vorgesehen,
dass die Beleuchtungseinheit ggf. zusätzliche Mittel zur gerichteten Lichtabgabe aufweist,
welche eine Lichtaustrittsöffnung aufweisen, wobei sich die Abdeckung bis zum Rand
dieser Lichtaustrittsöffnung hin erstreckt. Insbesondere kann hierbei vorgesehen sein,
dass die Mittel zur gerichteten Lichtabgabe einen Strahler umfassen, der das erfindungsgemäße
verstellbare Formgebungselement bildet. Das heißt, bei dieser besonders bevorzugten
Ausführungsform kann nicht nur eine gewünschte intensive gerichtete Beleuchtung erzielt
werden, sondern der verstellbare Strahler kann gleichzeitig auch dazu genutzt werden,
die Außenform der Leuchte zu beeinflussen. Trotz allem wird die Lichtaustrittsöffnung
des Strahlers harmonisch in die Außenhülle der Leuchte eingebettet, so dass die Leuchte
insgesamt ein äußerst ansprechendes Erscheinungsbild aufweist. Insbesondere kann der
erfindungsgemäße Strahler hierbei kardanisch gelagert sein.
[0013] Die erfindungsgemäß verwendete Abdeckung besteht vorzugsweise aus einem bidirektional
flexiblen Textilmaterial. Die Gerüststruktur kann hierbei einen äußeren Rahmen aufweisen,
an dem das Bespannungsmaterial befestigt ist, wobei hierfür beispielsweise der Rahmen
zumindest eine nach außen weisende Nut aufweist, in welche das Bespannungsmaterial
mit einem an dem Bespannungsmaterial vorgesehenen Keder eingehängt ist.
[0014] Es bestehen unterschiedlichste Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Leuchte zu realisieren.
Insbesondere bestehen große Freiheiten bei der Gestaltung der Gerüststruktur sowie
der zum Einsatz kommenden Beleuchtungseinheiten. Dabei kann ferner vorgesehen sein,
dass die Leuchte auch mehrere Beleuchtungseinheiten aufweist.
[0015] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäß ausgestaltete Pendelleuchte;
- Figur 2
- die Leuchte gemäß Figur 1 ohne die durch das flexible Bespannungsmaterial realisierte
Abdeckung des Leuchtenkörpers;
- Figuren 3 und 4
- weitere Ansichten der Leuchte ohne die Bespannung;
- Figur 5
- eine vergrößerte Darstellung, in der die Befestigung des Bespannungsmaterials erkennbar
ist;
- Figur 6
- eine Schnittdarstellung zur Verdeutlichung der Befestigung einer Beleuchtungseinheit
in einer Öffnung des Lichtleitelements;
- Figur 7a bis 7e
- verschiedene Ansichten einer Beleuchtungseinheit und
- Figuren 8 bis 10
- Darstellungen zur Verdeutlichung des Randbereichs der Gerüststruktur der Leuchte,
in denen die Befestigung des Bespannungsmaterials sowie die Aufhängung der Leuchte
erkennbar ist.
[0016] Figur 1 zeigt eine allgemein mit dem Bezugszeichen 1 versehene Leuchte, bei der das
erfindungsgemäße Konzept zur Anwendung kommt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Leuchte 1 als Pendelleuchte ausgeführt, da hier - wie anhand der nachfolgenden
Beschreibung gut erkennbar - die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung in besonders
guter Weise zur Geltung kommen. Trotz allem wäre es auch denkbar, die vorliegende
Erfindung in Form anderer Leuchtentypen zu realisieren, beispielsweise als Deckenanbau-
oder Deckeneinbauleuchte oder aber auch als Steh- oder Tischleuchte. In diesen Fällen
wird dann die nachfolgend näher beschriebene Gerüststruktur ggf. nur einseitig mit
der Abdeckung überspannt werden.
[0017] Die Aufhängung des eigentlichen Leuchtenkörpers 5 erfolgt mit Hilfe eines schmalen
länglichen Deckenanbaugehäuses 3, welches unmittelbar an einem Trägerelement, also
beispielsweise an der Decke eines Raums oder dergleichen montiert wird. Auf ein derartiges
Deckenanbaugehäuse 3 könnte ggf. allerdings auch verzichtet werden. Das Deckenanbaugehäuse
3 dient im Falle der dargestellten Pendelleuchte ferner auch der Aufnahme von Betriebsgeräten
zur Stromversorgung, wobei die Aufhängung des Leuchtenkörpers 5 dann über Seile 4
erfolgt, die sich von den beiden stirnseitigen Endbereichen des Deckenanbaugehäuses
3 nach unten erstrecken. Wie nachfolgend noch näher beschrieben wird, dienen hierbei
diese Seile 4 nicht nur der mechanischen Halterung des Leuchtenkörpers 5 sondern auch
der Stromversorgung der in dem Leuchtenkörper 5 angeordneten Einheiten, die für die
Lichtabgabe verantwortlich sind.
[0018] Die Besonderheit der erfindungsgemäßen Leuchte 1 besteht dabei in der Gestaltung
bzw. der Formgebung des Leuchtenkörpers 5 sowie der Art und Weise der Lichtabgabe.
[0019] Die Form des Leuchtenkörpers 5 zeichnet sich hierbei zunächst dadurch aus, dass durch
eine nachfolgend noch näher beschriebene Gerüststruktur eine im vorliegenden Fall
rechteckige, längliche Grundstruktur gebildet ist, die eine - hier horizontale - zentrale
Ebene E des Leuchtenkörpers 5 bildet. Zu beiden Seiten dieser Ebene E ist die Gerüststruktur
von einer Abdeckung 10 überspannt, die einerseits mit ihrem Randbereich an dem Rahmen
der Gerüststruktur fixiert ist, andererseits jedoch zu beiden Seiten über die Ebene
E überstehende Formgebungselemente überspannt bzw. an diesen fixiert ist. Da das Material
der Abdeckung 10 flexibel ist, folgt dieses also in gekrümmter Weise den durch die
Gerüststruktur bzw. den Rahmen der Gerüststruktur und durch die Formgebungselemente
vorgegebenen Bahnen, so dass sich letztendlich die erkennbare dreidimensionale Gestaltung
des Äußeren des Leuchtenkörpers 5 ergibt. Es wird im Weiteren noch ausführlich erläutert
werden, in welcher Weise diese spezielle, optische äußerst ansprechende Gestaltung
der Oberfläche erzielt werden kann.
[0020] Eine weitere Besonderheit des Leuchtenkörpers 5 besteht nämlich in der Art und Weise
der Lichtabgabe. So sind zunächst Leuchtmittel vorgesehen, mit deren Hilfe Licht großflächig
und vorzugsweise diffus über die lichtdurchlässig gestaltete Abdeckung 10 abgegeben
werden kann. D.h., das flexible Bespannungsmaterial ist also lichtdurchlässig ausgeführt,
wobei dann im von beiden Bespannungen umschlossenen Innenraum des Leuchtenkörpers
5 nachfolgend noch näher beschriebene Leuchtmittel angeordnet sind, mit deren Hilfe
möglichst gleichmäßig über die gesamte Abdeckung 10 hinweg Licht diffus abgegeben
wird.
[0021] Im vorliegenden Fall erfolgt dabei die diffuse Lichtabgabe über die Abdeckung 10
sowohl zur Unterseite hin als auch zur Oberseite, da in beiden Fällen für die Bespannung
das identische lichtdurchlässige Material verwendet wird. Auch dies ist allerdings
nicht zwingend erforderlich und es kann durchaus vorgesehen sein, dass sich beide
Materialien, welche zur Bespannung der Unterseite und zur Bespannung der Oberseite
verwendet werden, voneinander unterscheiden und z.B. lediglich in einer Richtung flächig
Licht abgegeben wird. Ferner wäre es in bestimmten Fällen auch durchaus denkbar, dass
das Material zur Realisierung der Leuchtenabdeckung 10 vollkommen lichtundurchlässig
ist und dementsprechend gar keine flächige Lichtabgabe vorgesehen ist.
[0022] Die dargestellte Leuchte 1 weist nämlich darüber hinaus gehend weitere Mittel auf,
mit deren Hilfe Licht gerichtet und vorzugsweise gebündelt in einer bestimmten Richtung
abgegeben werden kann. Es handelt sich hierbei um nachfolgend ebenfalls noch näher
beschriebene Beleuchtungseinheiten, die wiederum jeweils an der bereits erwähnten
Gerüststruktur befestigt sind und eine Lichtaustrittsöffnung zur gerichteten Lichtabgabe
aufweisen. Im vorliegenden Fall sind diese Beleuchtungseinheiten derart angeordnet,
dass eine gerichtete Lichtabgabe zur Unterseite hin vorgesehen ist, wobei selbstverständlich
auch denkbar wäre, zumindest einige Beleuchtungseinheiten derart anzuordnen bzw. zu
orientieren, dass Licht gerichtet zur Oberseite hin abgegeben wird, um beispielsweise
gezielt einen bestimmten Bereich der Decke aufzuhellen.
[0023] Das die Abdeckung bildende Bespannungsmaterial ist nunmehr derart ausgeführt, dass
es sich ausgehend vom Rahmen, also dem Umfang der Gerüststruktur bis zu diesen Lichtaustrittsöffnungen
der Beleuchtungseinheiten erstreckt, diese allerdings nicht abdeckt. D.h., Lichtaustrittsöffnungen
der Beleuchtungseinheiten bilden vorzugsweise zugleich auch Lichtaustrittsöffnungen
11 der Leuchtenabdeckung 10 und das Bespannungsmaterial beeinflusst nicht die durch
die Beleuchtungseinheiten realisierte Lichtabgabe, wobei jedoch ggf. auch denkbar
wäre, dass das Bespannungsmaterial die Lichtaustrittsöffnungen der Beleuchtungseinheiten
jeweils überdeckt und zumindest in diesen Bereichen dann derart ausgeführt ist, dass
es die gerichtete Lichtabgabe nicht oder nur kaum beeinflusst.
[0024] Im dargestellten Ausführungsbeispiel stellen also die nachfolgend näher beschriebenen
Beleuchtungseinheiten gleichzeitig auch die bereits oben erwähnten Formgebungselemente
dar, mit deren Hilfe die dreidimensionale Gestaltung der Oberfläche des Leuchtenkörpers
5 erzielt wird. Alternativ oder ergänzend hierzu könnten an der Gerüststruktur allerdings
auch weitere Formgebungselemente vorgesehen sein, die keine Lichtabgabe bewirken,
allerdings gezielt dazu benutzt werden, aufgrund des bereits oben beschriebenen Effekts
durch entsprechendes Hervorstehen gegenüber der Ebene E der Gerüststruktur die Form
des Leuchtenkörpers 5 zu beeinflussen.
[0025] Nachfolgend sollen nunmehr die im Inneren des Leuchtenkörpers 5 befindlichen Komponenten
der erfindungsgemäßen Leuchte 1 näher erläutert werden. Wie bereits oben erwähnt wird
hierbei davon ausgegangen, dass die Gerüststruktur eine längliche, rechteckförmige
Grundform bildet, an der dann die weiteren Einheiten, insbesondere die Beleuchtungseinheiten
für die direkte Lichtabgabe und ggf. zusätzlich oder alternativ hierzu vorgesehene
Formgebungselemente ohne Beleuchtungsfunktion befestigt sind. Es ist allerdings darauf
hinzuweisen, dass das erfindungsgemäße Konzept deutlich vielseitiger realisierbar
ist und selbstverständlich auch die Anzahl der zum Einsatz kommenden Beleuchtungseinheiten
für die gerichtete Beleuchtung bzw. die Anzahle der Formgebungselemente frei gewählt
werden kann. Die durch die Gerüststruktur vorgegebene Grundform des Leuchtenkörpers
5 muss hierbei auch nicht rechteckig oder quadratisch sein, sondern könnte eine beliebige
Form aufweisen. Denkbar wäre insbesondere eine polygonale bzw. allgemein eine mehreckige
Form oder aber auch eine ovale oder ellipsenartige Form, insbesondere eine Kreisform.
[0026] Die Figuren 2 und 3 zeigen hierbei zunächst zwei Ansichten der Leuchte 1 in einem
Zustand, in dem die beiden oben näher beschriebenen Abdeckungen 10 bzw. Bespannungen
entfernt wurden. Insbesondere der perspektivischen Ansicht von Figur 3 kann hierbei
die rahmenartige Gerüststruktur 20 entnommen werden, durch welche die Umfangsform
des Leuchtenkörpers 5 festgelegt wird. Erkennbar ist weiterhin, dass im dargestellten
Fall insgesamt sechs Beleuchtungseinheiten 50 zum Einsatz kommen. Diese Beleuchtungseinheiten
50 dienen wie bereits erwähnt insbesondere der direkten bzw. gerichteten Lichtabgabe
zur Unterseite hin, gleichzeitig weisen sie jedoch auch weitere Mittel zur Lichterzeugung
auf, mit deren Hilfe Licht flächig über die Leuchtenabdeckungen 10 abgegeben wird.
[0027] Zentrales Element der Gerüststruktur 20 ist hierbei ein plattenförmiger Lichtleiter
25, der an seinem Rand von Rahmenteilen 30 umgeben ist, die in den Eckbereichen auf
Gehrung geschnitten sind und zu einem den Lichtleiter 25 umgebenden Rahmen 21 zusammengefügt
sind. Über diesen Rahmen 21 erfolgt die später noch näher beschriebene Aufhängung
der Gerüststruktur 20 an den Seilen 4. Ferner dienen die Rahmenteile 30 auch dem Einhängen
des Bespannungsmaterials.
[0028] Da der plattenförmige Lichtleiter 25 möglichst leicht und dünn sein sollte und dementsprechend
im vorliegenden Fall eine Stärke von lediglich einigen Millimetern aufweist, ist dessen
Stabilität selbst in Zusammenwirken mit dem Rahmen 21 eher gering. Zur zusätzlichen
Stabilisierung der Gerüststruktur 20 ist deshalb eine sich in Längsrichtung an der
Oberseite des Lichtleiters 25 mittig erstreckende Verstärkung 22 vorgesehen. Diese
ist an ihren Endbereichen - wie in Figur 3 erkennbar - mit den umlaufenden Aufhängungsseilen
4 gekoppelt. Da die Verstärkung 22 mit der Lichtleiterplatte verschraubt ist, ergibt
sich hierdurch eine insgesamt ausreichend steife bzw. stabile Konstruktion, bei der
ein ungewolltes Durchbiegen der Gerüststruktur 20 trotz nicht unerheblicher Länge
des Leuchtenkörpers 5 verhindert wird. Die Verstärkung 22 bringt weiters den Vorteil
mit sich, dass sie für die Unterbringung von Bauteilen zur Stromversorgung der Beleuchtungseinheiten
50 genutzt werden kann.
[0029] Im Folgenden soll nunmehr die Ausgestaltung und Halterung der Beleuchtungseinheiten
50 näher erläutert werden. Diese sind einerseits für die direkte bzw. gerichtete Beleuchtung
zur Unterseite hin verantwortlich, andererseits weisen sie allerdings auch Mittel
zur Lichterzeugung auf, über welche die bereits oben angesprochene flächige Lichtabgabe
über die Leuchtenabdeckung 10 hin erfolgt. Genau genommen sind diese weiteren Mittel
zur Lichterzeugung derart ausgeführt, dass sie Licht in den Lichtleiter 25 einkoppeln.
Innerhalb dieses Lichtleiters 25 wird dann das Licht in bekannter Weise durch Mehrfachreflexionen
möglichst gleichmäßig verteilt, dann flächig über die Ober- und Unterseite des Lichtleiters
25 ausgekoppelt und schließlich über die Abdeckung 10 abgestrahlt. Wie bereits erwähnt
kann allerdings je nach Art der gewünschten Lichtabgabe vorgesehen sein, dass auch
nur über eine der beiden Flachseiten der Lichtleiterplatte 25 Licht abgegeben wird.
Das Auskoppeln des Lichts aus der Lichtleiterplatte 25 erfolgt in bekannter Weise
dadurch, dass deren Oberfläche(n) mit speziellen Auskoppelstrukturen versehen ist
bzw. sind, die auftreffendes Licht derart umlenken, dass dieses nicht mehr intern
total reflektiert wird, sondern stattdessen über eine der Flachseiten die Lichtleiterplatte
25 verlassen kann.
[0030] Ansichten einer einzelnen Beleuchtungseinheit im nicht an dem Lichtleiter 25 montierten
Zustand sind in den Figuren 7a bis 7e dargestellt. Die eigentliche Lichtabgabe für
die Direktbeleuchtung erfolgt durch einen zylinderförmigen Strahler 60, der an der
Vorder- bzw. Unterseite seines zylinderförmigen Gehäuses 61 eine kreisförmige Lichtaustrittsöffnung
62 aufweist, über welche die Lichtabgabe erfolgt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
dient entsprechend der Schnittdarstellung von Figur 5 oder 6 eine innerhalb des Strahlergehäuses
61 angeordnete LED-Platine 64 mit einer zugehörigen LED 65 oder einem LED-Cluster
als Lichtquelle, wobei dieser LED 65 eine Linse 66 vorgeordnet ist, mit deren Hilfe
das LED-Licht kollimiert, also in ein in etwa paralleles Strahlenbündel geformt wird,
welches dann über die Lichtaustrittsöffnung 62 abgegeben wird. Bei der Linse handelt
es sich um eine bereits hinlänglich bekannte sog. TIR-Linse, wobei offensichtlich
alternativ zu der dargestellten Ausführungsform des Strahlers 60 auch andere optische
Systeme eingesetzt werden könnten, mit deren Hilfe eine direkte, gerichtete Lichtabgabe
erzielt werden kann.
[0031] Jede Beleuchtungseinheit 50 weist also einen Strahler 60 auf, der - wie beispielsweise
den Schnittdarstellungen der Figuren 4 bis 6 entnommen werden kann - derart positioniert
ist, dass er etwa mittig in der Ebene der Lichtleiterplatte 25 und damit der Ebene
E der Gerüststruktur 20 angeordnet ist. D.h., der Strahler 60 überragt die horizontale
Ebene E der Gerüststruktur 20 sowohl zur Unterseite als auch zur Oberseite hin. Die
Lichtleiterplatte 25 weist hierbei jeweils eine kreisförmige Aufnahme - bzw. Montageöffnung
- auf, in der dann eine Beleuchtungseinheit 60 montiert wird.
[0032] Das zylinderförmige Gehäuse 61 des Strahlers 60 ist im dargestellten bevorzugten
Ausführungsbeispiel kardanisch aufgehängt, so dass ein freies Verschwenken des Strahlers
60 und damit ein Ausrichten der gerichteten Lichtabgabe ermöglicht wird. Allerdings
wäre auch für zumindest einen Teil der Strahler 60 eine starre Halterung bzw. eine
Halterung, die lediglich ein Schwenken um eine einzige Achse ermöglicht, denkbar.
[0033] Die Befestigung des Strahlers 60 gemeinsam mit den Mitteln zur kardanischen Aufhängung
70 erfolgt hierbei über mehrere ringartige Montageelemente, die insbesondere in der
Schnittdarstellung von Figur 6 erkennbar sind.
[0034] Dabei ist zunächst ein erstes, ringförmiges abgewinkeltes Befestigungsteil 75 vorgesehen,
welches derart ausgeführt ist, dass es mit einem unteren, horizontalen Schenkel 76
an der Unterseite der Lichtleiterplatte 25 anliegt. Von diesem horizontalen Schenkel
76 erstreckt sich an dessen Innenumfang einer zweiter vertikaler Schenkel 77, der
zunächst zwei einander gegenüberliegende Öffnungen 78 aufweist, in welche Aufhängungselemente
71 der kardanischen Halterung 70 eingreifen. Andererseits sind nach außen gerichtet
an der Umfangswand des vertikalen Stegs 77 über den Umfang gleichmäßig verteilte LED-Platinen
90 vorgesehen, die nach außen gerichtet sind (siehe Figuren 7a und 7c).
[0035] Zur weiteren Montage der Beleuchtungseinheit 50 ist ein oberer Montagering 80 vorgesehen,
der mittels mehrerer Schrauben 81 mit dem abgewinkelten Befestigungsteil 75 verbunden
werden kann. Ferner ist unterhalb des oberen Montagerings 80 ein weiterer Distanzring
85 vorgesehen, der zwischen der Unterseite des Rings 80 und der Oberseite des Lichtleiters
25 positioniert wird.
[0036] Die Montage der Beleuchtungseinheit erfolgt dann dadurch, dass zunächst das abgewinkelte
Befestigungsteil 75 mit der daran befestigten kardanischen Aufhängung 70 sowie dem
Strahler 60 von der Unterseite her an die Montageöffnung des Lichtleiters 25 angesetzt
wird. In diesem Zustand wird dann von der Oberseite her der Distanzring 85 aufgelegt
und letztendlich der zweite Montagering 80 mit Hilfe der Schrauben 81 mit dem unteren
abgewinkelten Befestigungsteil 75 verbunden. Hierdurch erfolgt eine klemmende Haltung
der gesamten Einheit an dem Lichtleiter 25 und die Beleuchtungseinheit 50 ist dementsprechend
in der gewünschten Position an dem Lichtleiter 25 fixiert. Dabei müssen die Montageöffnung
des Lichtleiters 25 und die entsprechenden Befestigungsteile für die Beleuchtungseinheit
50 nicht zwingen kreisförmig ausgebildet sein sondern können auch eine andere Form,
beispielsweise eine quadratische Form annehmen.
[0037] In der montierten Position der Beleuchtungseinheit sind hierbei die LED-Platinen
90 derart positioniert und ausgerichtet, dass sie dem Randbereich der Montageöffnung
des Lichtleiters 25, also der inneren Umfangsfläche 26, gegenüber liegen. Bei Aktivieren
dieser LEDs 91 wird also das Licht über den Randbereich der Montageöffnung des Lichtleiters
25 in diesen eingekoppelt. Dabei ist weiterhin vorteilhaft vorgesehen, dass - wie
wiederum in Figur 6 erkennbar - diejenigen Bereiche des abgewinkelten Befestigungsteils
75 sowie des Distanzrings 85, zwischen denen der Lichtleiter 25 eingeklemmt wird,
mit einem ringartigen reflektierenden Element 79 bzw. 86 versehen sind. Vorzugsweise
handelt es sich hierbei um ein hoch reflektierendes Material, durch welches einerseits
die Lichteinkopplung optimiert wird, andererseits eine Durchmischung des Lichts und
damit eine Vergleichmäßigung der Einkopplung über den gesamten Umfang hinweg in den
Lichtleiter 25 verbessert wird. Diese Maßnahme trägt also zusätzlich dazu bei, dass
der flächige Lichtleiter 25 gleichmäßig erhellt wird und letztendlich dann auch die
Leuchtenabdeckung 10 in einer gleichmäßigen Helligkeit erscheint.
[0038] Eine gleichmäßige Lichtabgabe über die Leuchtenabdeckung 10 wird darüber hinaus auch
dadurch optimiert, dass - wie insbesondere anhand von Figur 3 erkennbar - die Beleuchtungseinheiten
60 möglichst gleichmäßig verteilt in der Ebene der Lichtleiterplatte 25 positioniert
sind. Gleichzeitig gestattet diese Positionierung der Beleuchtungseinheiten 50 allerdings
auch, diese in einfacher Weise mit Strom zu versorgen, wie nachfolgend noch näher
erläutert wird.
[0039] Zur Abhängung des Leuchtenkörpers 5 und Stromversorgung der Leuchtmittel ist vorgesehen,
dass die von dem Deckenanbaugehäuse 3 nach unten geführten Seile 4 an speziellen Öffnungen
34 durch die Rahmenteile 30 hindurchgeführt sind. In die Rahmenteile 30 wird im Bereich
der Seile 4 zusätzlich ein in den Figuren 8 und 9 erkennbares Zugentlastungselement
38 eingesetzt, welches von dem Seil 4 schlingenartig übergriffen wird, so dass hier
eine zur sicheren Aufhängung bevorzugte Zugentlastung erzielt wird.
[0040] Die Seile 4 erstrecken sich dann oberhalb des Lichtleiters 25 zu der zentralen Verstärkung
22 und sind hier elektrisch mit weiteren zur Stromversorgung genutzten Leitungen und
Einheiten gekoppelt, die entlang der Verstärkung zu den Beleuchtungseinheiten 50 führen.
Dabei kann vorgesehen sein, dass die mittige Verstärkung 22 U-förmig ausgeführt ist
und hierdurch einen länglichen Aufnahmeraum für weitere Stromversorgungseinheiten
zur Stromversorgung der Leuchtmittel beinhaltet. Es kann sich hierbei um kleine Platinen
oder elektronische Komponenten handeln, welche die über die Aufhängungsseile 4 zugeführte
Versorgungsspannung abschließend in eine geeignete Spannung für den Betrieb der LEDs
65 der Strahler 60 sowie der für die Lichteinkopplung in den Lichtleiter 25 verantwortlichen
LEDs 91 vornehmen. Beispielsweise kann also vorgesehen sein, dass ein in dem Deckenanbaugehäuse
3 angeordnetes Betriebsgerät zunächst die allgemeine Netzversorgungsspannung in eine
Niedervoltversorgungsspannung umsetzt, die über die Aufhängungsseile 4 dem Leuchtenkörper
5 zugeführt wird. Mittels der weiteren elektronischen Komponenten, die in der zentralen
Verstärkung 22 positioniert sind, erfolgt dann die eigentliche Stromversorgung der
Beleuchtungseinheiten 50.
[0041] Dabei kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die gerichtete Lichtabgabe unabhängig
von der über die Abdeckung 10 realisierten flächigen und ggf. diffusen Lichtabgabe
eingestellt werden kann. Hierfür ist dann ggf. eine entsprechende zusätzliche Übermittlung
von Steuerinformationen erforderlich, die dann möglicherweise die Nutzung zusätzlicher
Leitungen für die Signalübermittlung oder für eine getrennte Stromversorgung der entsprechenden
Leuchtmittel erfordert. Selbstverständlich könnte in Erweiterung dessen ferner auch
vorgesehen sein, dass die Leuchtmittel in ihrer Intensität und/oder Farbe bzw. Farbtemperatur
einstellbar sind.
[0042] Selbstverständlich kann allerdings auch eine andere Positionierung für die Mittel
zur Stromversorgung realisiert werden. So wäre es im Fall der Pendelleuchte auch denkbar,
auf das Deckenanbaugehäuse 5 zu verzichten und geeignete Betriebsgeräte, welche die
Netzversorgungsspannung in eine für den LED-Betrieb geeignete Spannung umsetzen, unmittelbar
in dem Aufnahmeraum der zentralen Verstärkung 22 anzuordnen.
[0043] Nach Montage der Beleuchtungseinheiten 50 an der Lichtleiterplatte 25 erfolgt dann
die Bespannung der sich hierbei ergebenden Anordnung mit dem flexiblen Material, welches
die Abdeckung 10 des Leuchtenkörpers 5 bildet. Hierfür wird bevorzugt ein sog. bidirektional
flexibles Textilmaterial verwendet, welches also in zwei aufeinander senkrecht stehenden
Richtungen der Materialebene dehnbar ist. Das Material kann wie bereits erwähnt, insbesondere
lichtdurchlässig ausgebildet sein, wenn eine diffuse Aufhellung des Leuchtenkörpers
5 gewünscht ist. Diesbezüglich bestehen allerdings keine generellen Einschränkungen
und es wäre auch denkbar, ein Material zu verwenden, welches in spezieller Weise gestaltet
ist, um der Oberfläche des Leuchtenkörpers 5 ein besondere Aussehen zu verleihen.
Auch ein gemustertes Material oder sogar ein lichtundurchlässiges Material könnte
hierfür verwendet werden, wobei für die Oberseite des Leuchtenkörpers 5 sowie die
Unterseite ggf. auch unterschiedliche Materialien mit unterschiedlichen optischen
Eigenschaften zum Einsatz kommen könnten.
[0044] Wesentlich ist allerdings, dass das Material einerseits über seinen Umfang hinweg
mit der Gerüststruktur 20 verspannt ist, andererseits sich zu den Beleuchtungseinheiten
50 hin erstreckt und durch diese abgestützt ist bzw. dort ebenfalls fixiert ist, wodurch
die Außenabdeckung 10 des Leuchtenkörpers 5 letztendlich die in Figur 1 erkennbare
Form annimmt.
[0045] Das Verspannen des Abdeckungsmaterials 10 mit dem Rahmen 30 erfolgt hierbei dadurch,
dass die Rahmenteile - wie beispielsweise in Figur 8 oder Figur 9 erkennbar - derart
gestaltet sind, dass zwei nach außen hin offene Längsnuten 31 und 32 gebildet werden,
die dem Einhängen des Randbereichs der Bespannungsmaterials 10 dienen. Genau genommen
weist die Bespannung entsprechend der Darstellung von Figur 9 an ihrem Randbereich
einen sog. Keder 12 auf, welcher in die nach außen gerichtete Nut 32 eingeschoben
wird. Das Bespannungsmaterial umschlingt hierbei die nach außen gerichtete Unterkante
des Rahmenteils 30, so dass es hier fest eingehängt wird. Da das Bespannungsmaterial
10 vorzugsweise über seinen gesamten Umfang hinweg in der oben beschriebenen Weise
in die Rahmenteile 30 eingehängt wird, steht es dementsprechend unter Spannung, so
dass es durch diese Maßnahme ausreichend an den Rahmenteilen 30 fixiert ist. Nachdem
sowohl die obere als auch die untere Abdeckung 10 auf diese Weise am Rahmen befestigt
wurde, wird dann noch eine T-förmig ausgebildete Blende 35 auf die Rahmenteile 30
aufgesetzt, welche mit einem mittleren Steg 36 in eine entsprechende Aufnahmeöffnung
des Rahmenteils 30 eingreift und hier verklemmt wird. Durch diese Blende 35 wird in
erster Linie der Rahmen umlaufend abgeschlossen, für eine Halterung des Bespannungsmaterials
ist die Blende 35 nicht zwingend erforderlich.
[0046] Das auf diese Weise mit dem Rahmen 21 verspannte Abdeckungsmaterial überdeckt dann
also einerseits die Oberseite als auch andererseits die Unterseite der Gerüststruktur
20, die insbesondere durch den flächigen Lichtleiter 25 und den Rahmen 21 sowie die
Verstärkung 22 gebildet wird. Andererseits ist die Bespannung bzw. Abdeckung 10 allerdings
auch an den Beleuchtungseinheiten 50, genau genommen an den Vorderseiten bzw. Rückseiten
der Strahler 60 fixiert, so dass durch die über die Ebene der Lichtleiterplatte 25
hervorstehenden Beleuchtungseinheiten 50 eine spezielle gekrümmte, dreidimensionale
Form der Abdeckung erzielt wird.
[0047] Die Abdeckung 10 weist hierbei der Lichtaustrittsöffnung 62 des Strahlers 60 sowie
der kreisförmigen Rückseite des Strahlers 60 entsprechende Ausnehmungen bzw. Öffnungen
auf. Ein Befestigen der Abdeckung 10 am Strahler 60 im Bereich der Lichtaustrittsöffnung
62 erfolgt hierbei mit Hilfe zweier Klemmringe 67 und 68, die derart ineinander eingreifen,
dass sie miteinander verklemmt bzw. verrastet werden können, gleichzeitig aber auch
am Strahlergehäuse 61 befestigbar sind. Dabei wird zunächst der Randbereich des Bespannungsmaterials
in den Innenbereich des äußeren Rings 67 eingelegt. Anschließend wird von der Gegenseite
her der zweite Klemmring 68 eingesetzt, so dass er mit dem äußeren Ring 67 verrastet
und zwischen sich das Textilmaterial einklemmt. Die Anordnung bestehend aus den beiden
Ringen 67 und 68 mit dem darin verklemmten Bespannungsmaterial wird dann auf den vorderen
Endbereich des zylinderförmigen Strahlergehäuses 61 aufgesetzt. Hierdurch wird ein
bündiger Abschluss des Bespannungsmaterials mit der Lichtaustrittsöffnung 62 des Strahlers
60 erzielt.
[0048] An der Strahlerrückseite hingegen erfolgt ein Fixieren des Bespannungsmaterials dadurch,
dass dieses wiederum eine Öffnung aufweist, deren Größe etwas kleiner bemessen ist
als der Außenumfang des rückseitigen Strahlergehäuses 61. Dieses weist einen abnehmbaren
Deckel 69 auf, der mit Hilfe einer Schraube 69a an dem Strahlergehäuse 61 fixiert
werden kann. Das Bespannungsmaterial wird also derart positioniert, dass es zumindest
im Randbereich auf der Rückseite des Strahlergehäuses 61 aufliegt. Anschließend wird
der rückseitige Deckel 69 aufgeschraubt, so dass auch hier das Bespannungsmaterial
an dem Strahler 60 fixiert ist. Die Verankerung des Bespannungsmaterials an dem Rahmen
21 einerseits und dem Strahler 60 andererseits ist aus Gründen der Übersichtlichkeit
lediglich in den Figuren 5 und 9 teilweise dargestellt.
[0049] Durch die zuvor beschriebenen Maßnahmen wird also das Bespannungsmaterial einerseits
zwischen dem umlaufenden Rahmen 21 sowie andererseits an den Beleuchtungseinheiten
50 verspannt, derart, dass aufgrund der Flexibilität des Materials sich eine gekrümmte
Oberflächengestaltung der Abdeckung 10 ergibt, die der Positionierung der Beleuchtungseinheiten
50 folgt. Hierdurch ergibt sich eine besonders ansprechende Gestaltung des Leuchtengehäuses,
die der Leuchte 1 ein besonders interessantes Aussehen verleiht, welches ggf. dadurch
weiter hervorgehoben wird, dass mit Hilfe der LEDs 91 die Oberfläche des Leuchtengehäuses
ebenfalls Licht abgeben kann bzw. leuchtend erscheint.
[0050] Dabei kann der zuvor beschriebene Effekt der Gestaltung der Oberflächenform zusätzlich
dadurch verstärkt werden, dass die Strahler 60 aufgrund der erwähnten kardanischen
Aufhängung verstellbar sind, insbesondere also in gewünschter Weise ausgerichtet werden
können, um Licht in einem sehr speziell gewählten Winkelbereich auszugeben. Aufgrund
der Flexibilität des Bespannungsmaterials kann dieses einer Verstellung der Strahler
60 folgen, so dass trotz unterschiedlicher Ausrichtung der Strahler 60 grundsätzlich
eine - abgesehen von den Lichtabstrahlöffnungen 11 - geschlossene Leuchtenabdeckung
erzielt wird. Die kardanische Aufhängung für die Strahler 60 ist dabei derart gewählt,
dass diese trotz der Spannung der Abdeckung 10 die eingestellte Ausrichtung beibehalten.
Hierfür ist also eine gewisse Reibung der kardanischen Aufhängungselemente erforderlich
oder es sind entsprechende Rastmittel vorgesehen, welche die Strahler 60 in der eingestellten
Ausrichtung entsprechend arretieren.
[0051] Das zuvor beschriebene Konzept der speziellen Gestaltung der Oberfläche bzw. Form
des Leuchtenkörpers 5 ist dabei nicht zwingend darauf beschränkt, hierfür verstellbare
Beleuchtungseinheiten 50 zu nutzen. Stattdessen könnten auch anderweitige, nicht lichtabgebende
Formgebungselemente verwendet werden, die durch eine entsprechende Positionierung
sowie ein Verbinden mit dem Bespannungsmaterial dafür sorgen, dass die Leuchtenabdeckung
eine spezielle Gestaltung erhält. Für den Fall, dass diese Formgebungselemente verstellbar
ausgestaltet sind, kann dann wiederum durch den Endverbraucher flexibel die Gestalt
der Leuchte beeinflusst werden.
[0052] Letztendlich wird also mit Hilfe der erfindungsgemäßen Lösung eine Möglichkeit geschaffen,
Licht in ansprechender Weise abzugeben und hierbei unterschiedlichste Beleuchtungsaufgaben
zu erfüllen. Gleichzeitig kann durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen das äußere Erscheinungsbild
einer Leuchte in besonders positiver Weise gestaltet werden.
1. Leuchte (1) mit einer Gerüststruktur (20) sowie einer von der Gerüststruktur (20)
gehaltenen Beleuchtungseinheit (50),
wobei zumindest ein Teilbereich einer Abdeckung (10) der Leuchte (1) durch eine Bespannung
gebildet ist, welche aus einem flexiblen Material gebildet und an ihrem Randbereich
an der Gerüststruktur (20) fixiert ist,
wobei an der Gerüststruktur (20) zumindest ein Formgebungselement angeordnet ist,
an dem das Bespannungsmaterial ebenfalls fixiert ist, und
wobei das Formgebungselement verstellbar ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Formgebungselement über eine durch die Gerüststruktur definierte Ebene zu beiden
Seiten übersteht,
wobei die Gerüststruktur zu beiden Seiten überspannt ist und das Material jeweils
an dem Formgebungselement fixiert ist.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bespannungsmaterial zumindest teillichtdurchlässig ist, wobei die Leuchte (1)
Leuchtmittel (90, 91) aufweist, um Licht über das Bespannungsmaterial abzugeben.
4. Leuchte nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gerüststruktur (20) ein plattenförmiges Lichtleitelement (25) aufweist, welches
zur Lichtabgabe über zumindest eine Flachseite ausgebildet ist und an dieser Flachseite
von dem flexiblen Material der Abdeckung (10) überspannt wird,
wobei die Leuchtmittel (90, 91) derart angeordnet sind, dass Licht, welches von diesen
Leuchtmitteln (90, 91) abgegeben wird, in das Lichtleitelement (25) eintritt.
5. Leuchte nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lichtleitelement (25) eine Öffnung oder Ausnehmung aufweist, in der die Beleuchtungseinheit
(50) angeordnet ist,
wobei die Leuchtmittel (90, 91) am Umfang von Befestigungselementen der Beleuchtungseinheit
(50) verteilt und einer Randfläche (26) der Ausnehmung des Lichtleitelements (25)
zugewandt angeordnet sind.
6. Leuchte nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beleuchtungseinheit (50) Mittel zur gerichteten Lichtabgabe aufweist, welche
eine Lichtaustrittsöffnung (62) aufweisen, wobei sich die Abdeckung bis zum Rand der
Lichtaustrittsöffnung (62) erstreckt.
7. Leuchte nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zur gerichteten Lichtabgabe einen Strahler (60) umfassen.
8. Leuchte nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Strahler (60) das verstellbare Formgebungselement bildet.
9. Leuchte nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Strahler (60) kardanisch gelagert ist.
10. Leuchte nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckung aus einem bidirektional flexiblen Textilmaterial gebildet ist.
11. Leuchte nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gerüststruktur (20) einen äußeren Rahmen (21) aufweist, an dem das Bespannungsmaterial
befestigt ist.
12. Leuchte nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (21) zumindest eine nach außen weisende Nut (31, 32) aufweist, in welche
das Bespannungsmaterial mit einem an dem Bespannungsmaterial vorgesehenen Keder (12)
eingehängt ist.
13. Leuchte nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass diese mehrere Beleuchtungseinheiten (50) aufweist ist.