[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zur Bestimmung eines Belastungszustandes
eines, insbesondere landwirtschaftlichen, Fahrzeuges gemäß den unabhängigen Ansprüchen
1 und 11.
[0002] Wie alle Arten von Maschinen unterliegen auch Fahrzeuge bedingt durch Belastungen,
welche bei deren Nutzung auftretenden, einem Verschleiß, wodurch neben einer regelmäßigen
Wartung auch ein Austausch von Verschleißteilen oder sogar eine Reparatur erforderlich
sein kann. Besonders bei landwirtschaftlichen Maschinen sind die bei ihrer Nutzung
auftretenden Belastungen hoch, was zum einen durch die oftmals benötigten hohen Leistungen
und damit auftretenden großen Kräfte, beispielsweise bei der Bodenbearbeitung, sowie
dem üblicherweise unebenen Gelände zusammenhängen kann. Aufgrund der vielseitigen
Einsetzbarkeit landwirtschaftlicher Fahrzeuge wie Traktoren, können von Fahrzeug zu
Fahrzeug stark unterschiedliche Belastungen auftreten, beispielsweise beim Pflügen
oder Betrieb einer Ballenpresse, welche sich sehr unterschiedlich auf die einzelnen
Komponenten und deren Lebensdauer auswirken können. Eine möglichst zuverlässige Bestimmung
des Zustandes einzelner Komponenten oder des gesamten Fahrzeuges ist anhand der Fahrzeugpapiere
und einer oberflächlichen Begutachtung nur schwierig möglich, so dass häufig eine
aufwändige Demontage und Untersuchung der jeweiligen Komponenten erforderlich wäre.
[0003] Aus der
DE 100 29 634 A1 ist ein Verfahren zur Ermittlung, Anzeige und Registrierung von Serviceintervallen
eines Kraftfahrzeuges bekannt. Hierbei werden neben dem zu überwachenden Verschleißteil
auch dessen Betriebsmedien, beispielsweise Öl oder Scheibenwaschwasser, durch entsprechende
Prüfmittel überwacht. In einer Steuervorrichtung wird für jedes zu überwachende Verschleißteil
sowie Betriebsmedien ein Eintrag mit charakteristischen Parametern vorgehalten, die
neben Daten zum ursprünglichen Zustand auch Parameter enthalten, welche charakteristisch
für einen bestimmten Verschleiß und/oder Alterung sind. Falls bei einem Vergleich
ein gemessener Parameter ein vorgegebenes Maß an Abweichung gegenüber dem entsprechenden,
charakteristischen Parameter aufweist, ist eine entsprechende Wartungsmaßnahme notwendig,
die durch ein Signal angezeigt wird. Durch dieses Verfahren kann eine rechtzeitige
Wartung einer Maschine oder deren Komponenten ermöglicht werden, um so einen Ausfall
der Maschine zu vermeiden. Eine Bewertung des aktuellen Belastungszustandes einer
Maschine oder eines Fahrzeuges basierend auf den im bisherigen Arbeitseinsatz aufgetretenen
Belastungen ist mit dem Verfahren nicht möglich.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren und ein System
bereitzustellen, welche eine objektive Bestimmung eines tatsächlichen Belastungszustandes
eines, insbesondere landwirtschaftlichen, Fahrzeuges oder einzelner Komponenten des
Fahrzeuges ermöglichen.
[0005] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches
1 sowie durch die Merkmale des Anspruches 11. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Ein Verfahren zur Bestimmung eines Belastungszustandes eines, insbesondere landwirtschaftlichen
Fahrzeuges, mit einer Vielzahl an Komponenten, einem Sensorsystem zur Erzeugung mindestens
eines Sensorsignals, und einer Bewertungseinheit zur Erfassung und Verarbeitung von
Sensorsignalen und mindestens einem zusätzlichen Parameter. Gemäß der Erfindung ermittelt
die Bewertungseinheit einen auf der tatsächlichen Belastung basierenden Belastungswert
zumindest einer, insbesondere auswählbaren, Komponente des Fahrzeuges basierend auf
zumindest einem Sensorsignal und/oder mindestens einem Parameter, vergleicht den ermittelten
Belastungswert mit einem hinterlegten Referenzwert, und ermittelte basierend auf dem
Vergleich des Belastungswertes mit dem Referenzwert einen Zustandswert für die Komponente,
welche repräsentativ für den aktuellen Belastungszustand der Komponente ist. Der kontinuierlich
und/oder diskontinuierlich ermittelte Zustandswert der Komponente ist dabei eine objektive
Aussage über deren technischen Belastungszustand, aufgrund dessen eine Aussage über
die bisherige Belastung und insbesondere eine objektive Aussage über die zu erwartende
Lebensdauer der Komponente ermöglicht werden kann. Zudem ist es möglich, aufgrund
des ermittelten Belastungszustandes der Komponente eine verbesserte Aussage zu der
Ausfallwahrscheinlichkeit der Komponente zu treffen.
[0007] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Belastungswerte und/oder Zustandswerte mehrerer,
insbesondere auswählbarer, Komponenten zu einem Belastungswert und/oder Zustandswert
für das gesamte Fahrzeug zusammengefasst werden. Durch die Ermittlung eines Belastungs-
und/oder Zustandswertes für das gesamte Fahrzeug, kann eine verbesserte Aussage über
den aktuellen Zustand und insbesondere die zu erwartende Lebensdauer des Fahrzeuges
getroffen werden. Ebenfalls vorteilhaft ist, dass die ermittelten Belastungs- und/oder
Zustandswerte für das gesamte Fahrzeug auf den Werten einzelner Komponenten beruht,
wodurch eine belastungsbasierte und/oder zustandswertbasierte Auswahl eines Fahrzeuges
für zukünftige Arbeitseinsätze erfolgen kann. Hierdurch können Fahrzeuge gleichmäßiger
Belastet werden und so eine verlängerte Nutzungsdauer ermöglicht werden.
[0008] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird als Referenzwert
ein Auslegungswert, ein durch Simulation ermittelter Wert und/oder ein empirisch ermittelter
Wert verwendet. Auslegungswerte, welche als Referenzwert für die ermittelten Belastungswerte
dienen, entsprechen den der Konstruktion der Komponente zugrunde gelegten Anforderungen
und/oder Belastungszyklen. Diese haben den Vorteil, dass die Werte bereits vorhanden
sind und ohne weitere zeit- und kostenintensive Versuche verwendet werden können.
Durch die Verwendung von durch Simulation und/oder empirisch ermittelten Referenzwerten
kann die Genauigkeit des ermittelten Belastungszustandes weiter verbessert werden.
[0009] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens werden die Belastungswerte
und/oder Zustandswerte einzelner Komponenten gewichtet, insbesondere bei einer Zusammenfassung
zu einem Belastungswert und/oder Zustandswert für das gesamte Fahrzeug. Die Gewichtung
von einzelnen und/oder allen Belastungs- und/oder Zustandswerten ermöglicht eine Berücksichtigung
besonderer Belastungssituationen, bei denen beispielsweise einzelne Komponenten, die
hohe Reparaturkosten verursachen können, besonders stark belastet werden.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens werden als Parameter eine Zeitspanne,
Betriebsstunden, eine Bedienereingabe, ein Betriebsereignis, und/oder Wartungsdaten
für einzelne Komponenten und/oder das gesamte Fahrzeug verwendet. Die Berücksichtigung
von Parametern ermöglicht eine weitere Verbesserung der Genauigkeit des ermittelten
Belastungszustandes einer Komponente und/oder des gesamten Fahrzeuges.
[0011] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens werden Belastungswerte und/oder
Zustandswerte für einen definierbaren Zeitraum und/oder über die Lebensdauer des Fahrzeuges
und/oder mindestens einer, insbesondere auswählbaren, Komponente ermittelt. Die Ermittlung
der Belastung für einen definierbaren Zeitraum, beispielsweise für die Dauer der Bearbeitung
eines Feldes, ermöglicht eine detailliertere Ermittlung der Belastung beispielsweise
für bestimmte Arbeiten des Fahrzeuges. Da Belastungen des Fahrzeuges und/oder einzelner
Komponenten auch verschleißbehaftet sind und hierdurch Kosten entstehen, können so
Kosten durch die zeitraumbezogenen Belastungswerte und/oder Zustandswerte bestimmten
Arbeiten und/oder Zeiträumen zugeordnet werden.
[0012] Vorzugsweise wird basierend auf dem ermittelten Belastungswert eine Veränderung des
Zustandswertes mindestens einer, insbesondere auswählbaren Komponente und/oder des
gesamten Fahrzeuges ermittelt und angezeigt. Hierdurch können Auswirkungen einer Belastung
des Fahrzeuges, beispielsweise die Lebensdauer oder die Zeit bis zu einer notwendigen
Wartung, insbesondere während der Durchführung der Arbeiten angezeigt werden. Dies
hat den Vorteil, dass eine Belastung des Fahrzeuges besser eingeschätzt und die Auswirkungen
bei dem Einsatz des Fahrzeuges besser berücksichtigt werden können, um beispielsweise
unnötig frühe Wartungen oder zeitgleiche Wartungen mehrerer Fahrzeuge zu vermeiden.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird ein ermittelter Belastungswert
mit einem hinterlegten Grenzwert und/oder einem Näherungswert verglichen, und bei
Erreichen und/oder Überschreitung des Grenzwertes und/oder des Näherungswertes ein
Hinweis hierauf ausgegeben. Durch den Hinweis auf eine Überschreitung des Grenzwertes
können unnötige Beschädigung des Fahrzeuges und/oder der Komponente vermieden werden.
Dadurch, dass beispielsweise durch einen Bediener ein Abstand zu einem Grenzwert,
der Näherungswert, definierbar ist, bei dessen Erreichen ein Hinweis, insbesondere
optisch, akustisch oder elektronisch durch die Bewertungseinheit, ausgegeben werden
kann, können Beschädigungen oder Überlastungen einer Komponente rechtzeitig vermieden
werden. Zudem bietet sich hierdurch die Möglichkeit, insbesondere wenn Belastungswerte
ausgewählter Komponenten ermittelt werden, Fahrzeuge rechtzeitig für andere Arbeiten
einzusetzen, um eine möglichst gleichmäßige Belastung aller Komponenten und des Fahrzeuges
zu erreichen.
[0014] Vorzugsweise wird basierend auf dem Zustandswert ausgewählter Komponenten und/oder
des gesamten Fahrzeuges eine monetäre Bewertung des gesamten Fahrzeuges und/oder einzelner
Komponenten durchgeführt und ein währungsbasierter Wert ermittelt. Für die monetäre
Bewertung können Zusatzparameter wie ein Kaufpreis, Reparaturkosten oder Gebrauchtfahrzeugpreise
berücksichtigt werden. Dies hat den Vorteil, dass basierend auf dem tatsächlichen,
objektiv erfassten Belastungszustand des Fahrzeuges beispielsweise ein angemessener
Wiederverkaufspreis gefunden werden kann.
[0015] Weiterhin wird vorteilhafterweise basierend auf dem ermittelten Zustandswert mindestens
einer, insbesondere auswählbaren, Komponente und/oder des gesamten Fahrzeuges ermittelt,
wann eine ausgewählte Komponente und/oder das gesamte Fahrzeug gewartet werden sollte.
Auf Basis der ermittelten Zustandswerte insbesondere einzelner Komponenten und durch
Anzeige einer Zeit bis zur erforderlichen Wartung können frühzeitig Wartungsarbeiten
geplant und benötigte Ersatzteile bestellt werden, so dass die Stillstandzeiten des
Fahrzeuges verringert werden können.
[0016] Die Erfindung betrifft ein System zur Bestimmung eines Belastungszustandes eine,
insbesondere landwirtschaftlichen, Fahrzeuges mit einer Vielzahl an Komponenten, einem
Sensorsystem zur Erzeugung mindestens eines Sensorsignals, und einer Bewertungseinheit
zur Erfassung und Verarbeitung von Sensorsignalen und mindestens einem zusätzlichen
Parameter. Gemäß der Erfindung ist durch die Bewertungseinheit ein auf der tatsächlichen
Belastung basierender Belastungswert zumindest einer, insbesondere auswählbaren, Komponente
des Fahrzeuges basierend auf zumindest einem Sensorsignal und/oder mindestens einem
Parameter ermittelbar, der ermittelte Belastungswert ist mit einem hinterlegten Referenzwert
vergleichbar, und basierend auf dem Vergleich des Belastungswertes mit dem Referenzwert
ist ein Zustandswert für die Komponente ermittelbar, welcher repräsentativ für den
aktuellen Belastungszustand der Komponente ist. Der kontinuierlich und/oder diskontinuierlich
ermittelte Zustandswert der Komponente ist dabei eine objektive Aussage über deren
technischen Belastungszustand, aufgrund dessen eine Aussage über die bisherige Belastung
und insbesondere eine objektive Aussage über die zu erwartende Lebensdauer der Komponente
ermöglicht werden kann. Zudem ist es möglich, aufgrund des ermittelten Belastungszustandes
der Komponente eine verbesserte Aussage zu der Ausfallwahrscheinlichkeit der Komponente
zu treffen.
[0017] Die Erfindung betrifft ferner ein, insbesondere landwirtschaftliches, Fahrzeug mit
einem wie vorstehend ausgebildeten System zur Bestimmung eines Belastungszustandes,
insbesondere mittels eines Verfahrens nach einem wie vorstehende beschriebenen Verfahren.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen näher
erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Seitenansicht eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges;
- Fig. 2:
- ein schematisches Diagramm zur Durchführung des Verfahrens zur Bestimmung eines Belastungszustandes
eines, insbesondere landwirtschaftlichen, Fahrzeuges; und
- Fig. 3:
- ein schematisches Diagramm eines Teilverfahrens zur Bestimmung eines Belastungszustandes
einer Komponente des, insbesondere landwirtschaftlichen, Fahrzeuges.
[0020] In Fig. 1 ist ein landwirtschaftliches Fahrzeug 10 in Form eines Traktors schematisch
von der Seite dargestellt, wobei der grundsätzliche Aufbau eines Traktors als dem
Fachmann bekannt angenommen wird. Ein landwirtschaftliches Fahrzeug 10 im Sinne der
Erfindung kann jedes zur landwirtschaftlichen Arbeit einsetzbares Fahrzeug, beispielsweise
ein Traktor, ein Lastkraftwagen oder eine selbstfahrende Erntemaschine sein. Der Traktor
weist zur Aufnahme eines Bedieners eine Fahrerkabine 12 auf, wobei innerhalb der Fahrerkabine
12 ein Bedienterminal 14 für Anzeigen und Eingaben des Bedieners zur Bedienung des
landwirtschaftlichen Fahrzeuges 10 angeordnet ist. Der Traktor weist mehrere, an einer
Vorderachse 16 und einer Hinterachse 18 angeordnete Bodeneingriffsmittel in Form von
Rädern auf. Die Räder werden dabei über einen Antriebsstrang 20 durch einen Antriebsmotor
22, welcher in Form eines Verbrennungsmotors ausgebildet ist, und einem mit diesem
zusammenwirkenden Getriebe 24 angetrieben. Das Getriebe 24 kann dabei in Form eines
hydraulischmechanisch leistungsverzweigten Getriebes ausgebildet sein, welches in
dem hydraulischen Leistungszweig Hydrostaten 26 aufweist. Ein Abtriebsdrehmoment des
Getriebes 24 wird über den Antriebsstrang 20, welcher schematisch dargestellt ist,
auf die Räder übertragen, wobei das dargestellte landwirtschaftliche Fahrzeug 10 ein
Allrad getriebenes Fahrzeug ist. Über das Getriebe 24 wird ebenfalls eine Zapfwelle
28 angetrieben, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel dem Antrieb eines heckseitig
an dem Traktor angeordneten Anbaugerätes dienen kann.
[0021] Zur Versorgung des Fahrzeuges 10 und/oder eines Arbeitsgerätes mit hydraulischer
Energie weist das Fahrzeug 10 ein Hydrauliksystem 30 auf. Zum Anbauen und/oder Ziehen
eines landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes (nicht dargestellt), weist das Fahrzeug
heckseitig einen Heckkraftheber 32 und ein Zugpendel 34 auf. Die einzelnen Bauteile
des Fahrzeuges 10 stellen dabei jeweils eine Komponente 36 dar, beispielsweise die
Vorder- und Hinterachse 16,18, der Antriebsstrang 20, der Antriebsmotor 22, das Getriebe
24, die Zapfwelle 28 oder das Hydrauliksystem 30. Das Fahrzeug 10 weist zudem ein
Sensorsystem 38 auf, welches mindestens einen Sensor umfasst. Das Sensorsystem 38
des dargestellten Fahrzeuges 10 weist neben Drehzahlsensoren 40 und Drehmomentsensoren
42, welche unter anderem an den Vorder- und Hinterachse 16, 18, dem Getriebe 24, sowie
der Zapfwelle 28 angeordnet sind, auch einen Zugkraftsensor 44 an dem Zugpendel 34
auf. Weiterhin umfasst das Sensorsystem 38 Temperatursensoren 46, beispielsweise um
eine Öltemperatur des Antriebsmotors 22 und/oder des Getriebes 24 zu messen, und einen
Drucksensor 48, welcher den von der Hydraulikpumpe 30 erzeugten Druck misst. Zur Erfassung
und Verarbeitung der von dem Sensorsystem 38 generierten Sensorsignale ist eine mit
dem Sensorsystem 38 verbundene Bewertungseinheit 50 vorgesehen, welche beabstandet
zu der oder integriert in die Bedieneinheit 14 angeordnet sein kann.
[0022] Gemäß der Erfindung ermittelt die Bewertungseinheit 50 einen auf der tatsächlichen
Belastung basierenden Belastungswert W
B von mindestens einer Komponente 36. Diese Komponente 36 ist dabei auswählbar, um
beispielsweise je nach Arbeitseinsatz besonders hoch belastete Komponenten 36 zu erfassen.
Die Ermittlung des Belastungswertes W
B basiert dabei auf mindestens einem Sensorsignal s, welches durch das Sensorsystem
38 erzeugt wird, und/oder mindestens einem Parameter P. Durch einen Vergleich des
Belastungswertes W
B mit einem, beispielsweise in der Bewertungseinheit 50, hinterlegten Referenzwert
W
R für die ermittelte Belastung ist eine Zustandswert Wz für die betrachtete Komponente
36 ermittelbar, welche repräsentativ für den aktuellen Belastungszustand der Komponente
36 ist. Der ermittelte Belastungszustand umfasst dabei nicht nur einen Verschleiß
der Komponente 36 beispielsweise durch Materialabtrag, sondern beispielsweise auch
eine Materialermüdung, der Komponente 36, welche insbesondere durch eine oberflächliche
Begutachtung nur schwierig erkennbar wäre. Durch Ermittlung mehrerer Belastungswerte
W
B und/oder Belastungszustände Wz kann so ein gesamt Belastungszustand W
ZF für das gesamte Fahrzeug 10 ermittelt werden.
[0023] In Figur 2 ist ein Ablauf des Verfahrens zur Bestimmung eines Belastungszustandes
eines Fahrzeuges 10 in Form eines Traktors dargestellt. Das Verfahren kann, insbesondere
automatisiert, kontinuierlich oder diskontinuierlich, insbesondere zu vorgebbaren
Zeitpunkten, durchgeführt werden. Der Traktor 10 weist eine Vielzahl an Komponenten
36 auf, wie den Antriebsmotor 22 und das Getriebe 24. Beim Betrieb des Fahrzeuges
10 werden diese Komponenten 36 mit einer Last beaufschlagt, welche beispielsweise
durch den Einsatz eines an das Fahrzeug 10 angebauten Arbeitsgerätes 52 verursacht
werden kann. Durch das Sensorsystem 38 des Fahrzeuges 10 können den einzelnen Komponenten
36 zugeordnete Sensoren entsprechend einer Belastung der jeweiligen Komponente 36
Sensorsignale s generieren.
[0024] In einem ersten Schritt sind die zu berücksichtigenden Komponenten 36 auszuwählen.
Dabei können alle verfügbaren Komponenten 36 ausgewählt und beispielsweise kontinuierlich
berücksichtig werden, um beispielsweise einen möglichst genauen Belastungszustand
des Fahrzeuges 10 über dessen Lebensdauer ermitteln zu können. Ebenfalls denkbar ist,
bestimmte Komponenten 36, beispielsweise je nach Einsatzart des Fahrzeuges 10, auszuwählen
und deren Belastungszustand kontinuierlich, für einen bestimmten Zeitraum, oder diskontinuierlich
zu ermitteln. Hierdurch können beispielsweise Wartungsarbeiten für besonders stark
belastete Komponenten 36 besser geplant werden.
[0025] Für die ausgewählten Komponenten 36 wird anschließend basierend auf mindestens einem
Sensorsignal s und/oder mindestens einem Parameter P jeweils ein Belastungswert W
B ermittelt. Hierbei können durch die Bewertungseinheit 50 Sensorsignale s von Sensoren,
welche beispielsweise eine Eingangs- und Ausgangsdrehzahl des Getriebes 24, eine Getriebeöltemperatur
und/oder in dem Getriebe 24 wirkende Drehmomente erfassen, erfasst werden. Die Sensorsignale
s werden durch die Bewertungseinheit 50 in für einen Vergleich mit Referenzwerten
W
R nutzbare Belastungswerte W
B umgewandelt 110, wie für das Getriebe 24 beispielsweise in einen Drehmoment/Zeit
Verlauf oder die Dauer einer Belastung mit einem Drehmoment oberhalb eines vorgegebenen
Wertes. Ein Referenzwert W
R für den Belastungswert W
B einer Komponente 36 kann ein theoretischer Auslegungswert W
RA, welcher der Konstruktion der betreffenden Komponente 36 zugrunde gelegt wurde, ein
durch Simulation ermittelter Referenzwert W
RS und/oder ein empirisch ermittelter Referenzwert W
RE sein. Diese Referenzwerte W
R, insbesondere die empirisch ermittelten Werte W
RE, können beispielsweise durch Telematiksysteme auf einer Arbeitsmaschine oder auf
einer Flotte von Arbeitsmaschinen und/oder aus großen Datenmengen, sogenannter Big
Data, generiert werden.
[0026] Neben Sensorsignalen s können von der Bewertungseinheit 50 auch Parameter P zur Ermittlung
eines Belastungswertes W
B einer Komponente 36 verwendet werden. Parameter P können dabei definierbare Zeiträume
t, die theoretische Lebensdauer T für die eine Komponente 36 oder das Fahrzeug 10
ausgelegt ist, Betriebsstunden t
B, eine Bedienereingabe P
B, Wartungsdaten Pw einzelner Komponenten 36 und/oder des gesamten Fahrzeuges 10, und/oder
ein Betriebsereignis P
E wie besonders starke Lastwechsel, Fehlschaltungen des Getriebes 24 oder Unfallschäden
sein.
[0027] Die ermittelten Belastungswerte W
B für jede ausgewählte Komponente 36 werden anschließend jeweils mit einem entsprechenden
Referenzwert W
R verglichen. Der Referenzwert W
R kann dabei in der Bewertungseinheit 50 hinterlegt sein. Basierend auf dem Vergleich
wird dann durch die Bewertungseinheit 50 ein Zustandswert W
ZK für jede ausgewählte Komponente 36 ermittelt 100, welcher repräsentativ für den aktuellen
Belastungszustand der jeweiligen Komponente 36 ist. Dabei kann ein Belastungszustand
W
ZK des Antriebsmotors 22, des Getriebes 24, der Zapfwelle 28 oder des Hydrauliksystems
30 ermittelt und angezeigt werden. Der Zustandswert W
ZK einer Komponente 36 kann dabei als Relativwert und/oder Absolutwert angegeben werden,
beispielsweise in Form eines Stundenzählers für die verbleibenden Betriebsstunden
beispielsweise bis zu einer Wartungsmaßnahme. So kann beispielsweise ein Zustandswert
W
ZK einer Komponente 36 die verbleibende Betriebsstundenzahl bis zu deren, auf der Auslegung
bei der Konstruktion basierenden, theoretischen Lebensende anzeigen, wodurch eine
Austauschzeitpunkt dieser Komponente 36 besser planbar ist.
[0028] Eine reine Veränderung des betreffenden Wertes kann beispielsweise kontinuierlich
oder durch Abrufen durch einen Bediener angezeigt werden, wodurch der Einfluss eines
durchgeführten Arbeitsvorganges des Fahrzeuges 10 auf den Belastungswert W
B und/oder den Zustandswert Wz unmittelbar einem Bediener angezeigt werden kann. Besonders
bei einer kontinuierlichen Ermittlung des Belastungswertes W
B mindestens einer Komponente 36 kann durch Vergleichen des aktuellen Belastungswertes
W
B mit einem, beispielsweise in der Bewertungseinheit 50, hinterlegten Grenzwert W
BG bei dessen Überschreitung ein Hinweis an einen Bediener ausgegeben werden, um eine
Überlastung der Komponente 36 zu vermeiden. Denkbar ist auch, dass zusätzlich zu dem
Grenzwert W
BG für eine Belastung ein, insbesondere einstellbarer, Näherungswert W
BN zum Vergleichen hinterlegt sein kann, wobei bei Erreichen oder Überschreiten des
Näherungswertes W
BN zunächst ein Hinweis an den Bediener ausgegeben werden kann, um so frühzeitig eine
Überschreitung des Grenzwertes W
BG zu vermeiden. Der Grenzwert W
BG für die Belastung und/oder der Näherungswert W
BN können auch für eine automatische Steuerung oder Regelung des Fahrzeuges 10 verwendet
werden, um so den Bediener zu entlasten und Schäden zu vermeiden.
[0029] Um eine Aussage zu dem tatsächlichen Belastungszustand des gesamten Fahrzeuges 10
treffen zu können, werden die Zustandswerte W
ZK der ausgewählten Komponenten 36 zu einem Zustandswert W
ZF des gesamten Fahrzeugs 10 zusammengefasst. Bei einem Austausch einer Komponente durch
eine neue Komponente ist der betreffende Zustandswert W
ZK auf einen Ausgangswert zurücksetzbar. Bei einem Austausch durch eine gebrauchte Komponente
ist der betreffende Zustandswert W
ZK der eingesetzten gebrauchten Komponente an deren Gebrauchszustand anpassbar. Hierbei
können einzelne Zustandswerte W
ZK gewichtet werden, beispielsweise je nachdem wie hoch die Reparaturkosten der einzelnen
Komponenten 36 ausfallen würden. Der Zustandswert W
ZF des gesamten Fahrzeuges 10, welcher repräsentativ für den Belastungszustand des Fahrzeuges
10 ist, kann beispielsweise eine dimensionslose Zahl sein, welche beispielsweise durch
einen Vergleich mit einer entsprechenden Zahl eines Neufahrzeuges eine objektive Einschätzung
eines gebrauchten Fahrzeuges 10 ermöglicht.
[0030] Bei einem, beispielsweise durch einen Bediener oder arbeitsbezogen, definierten Zeitraum
t für den ein Belastungswert W
B und/oder ein Zustandswert W
ZK,ZF einer Komponente 36 und/oder des Fahrzeugs 10 ermittelt wird, kann eine Veränderung
des Belastungswertes WB und/oder Zustandswertes W
ZK,ZF basierend auf der durchgeführten Arbeit ermittelt und angezeigt werden. Hierdurch
ist es möglich, einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen einer durchgeführten Arbeit
mit dem Fahrzeug 10 und die Folgen der dadurch verursachten Belastung des Fahrzeuges
10 und/oder seiner Komponenten 36 anzugeben. Ausgehend von dem Zustandswert W
ZK,ZF einer Komponente 36 oder des gesamten Fahrzeuges 10 kann auch eine monetäre Bewertung
des Belastungszustandes der Komponente 36 und/oder des Fahrzeugs 10, insbesondere
durch die Bewertungseinheit 50, durchgeführt werden. Hierfür können Zusatzparameter
wie ein Neupreis oder geschätzter Verkaufspreis hinterlegt werden.
[0031] In Figur 3 ist ein Ablauf der Ermittlung eines Belastungswertes W
B einer Komponente 36, in diesem Fall des Getriebes 24, dargestellt. Eine auf das Fahrzeug
10 wirkende Last verursacht in dem Antriebsmotor 22, dem Getriebe 24, der Zapfwelle
28 und dem Hydrauliksystem 30 , also den einzelnen Komponenten 36 des Fahrzeuges 10,
unterschiedliche Belastungen. Das Sensorsystem 38 umfasst neben einem Drehzahlsensor
40, einem Drehmomentsensor 42 auch einen Temperatursensor 46, welche dem Getriebe
24 zugeordnet sind. Die Sensoren 40, 42, 46 generieren jeweils Sensorsignale S
1, S
2, S
3, welche zunächst, insbesondere auch mittels eines oder mehreren Parametern P wie
die Betriebsstunden t
B, zu mit Referenzwerten W
BR vergleichbaren Belastungswerten W
B umgewandelt 110 werden. Hierbei kann für das Getriebe 24 als erster Belastungswert
W
B1 ein Verlauf des Drehmomentes über die Zeit, als zweiter Belastungswert W
B2 ein Verlauf des Drehmomentes über Zeit und Drehzahl, sowie als dritter Belastungswert
W
B3 eine Dauer einer Drehmomentbelastung des Getriebes 24 oberhalb von definierbaren
Werten, beispielsweise 90% und/oder 95% der zulässigen Belastung, ermittelt werden.
Ein vierter Belastungswert W
B4 für das Getriebe 24 kann anhand eines Parameters P
E ermittelt werden, welcher beispielsweise abhängig von Sensorsignalen S, ein Auftreten
von besonderen Betriebsereignissen zählt. Hierbei kann es sich in dem dargestellten
Beispiel um eine Anzahl an Überschreitungen zulässiger Drehzahlen, von Betriebstemperaturen
oder zulässigen Drehmomentwerten handeln. Betriebsereignisse P
E können auch unabhängig von den Sensorsignalen S ermittelt und erfasst werden.
[0032] Die ermittelten Belastungswert W
B1,2,3,4 werden anschließend durch die Bewertungseinheit 50 jeweils mit entsprechenden Referenzwerten
W
BR verglichen, um einen Zustandswert W
ZK der Komponente "Getriebe" zu ermitteln 100, der repräsentativ für den aktuellen Belastungszustand
des Getriebes 24 ist. Bei der Ermittlung des Zustandswertes WZK können weitere Parameter
P berücksichtigt werden. Diese Parameter P können beispielsweise Wartungsdaten Pw,
welche Informationen über Wartungszeiten oder Wartungsaufwand, oder Bedienereingaben
P
B, beispielsweise mit Informationen zu einem verwendeten Arbeitsgerät, sein. Zustandswerte
WZ für weitere Komponenten 36 können entsprechend ermittelt werden. Der ermittelte
Zustandswert W
ZK des Getriebes 24 kann anschließend in die Ermittlung des Zustandswertes W
ZF des gesamt Fahrzeuges 10 einfließen.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 10
- Fahrzeug
- 12
- Fahrerkabine
- 14
- Bedienterminal
- 16
- Vorderachse
- 18
- Hinterachse
- 20
- Antriebsstrang
- 22
- Antriebsmotor
- 24
- Getriebe
- 26
- Hydrostaten
- 28
- Zapfwelle
- 30
- Hydrauliksystem
- 32
- Heckkraftheber
- 34
- Zugpendel
- 36
- Komponente
- 38
- Sensorsystem
- 40
- Drehzahlsensor
- 42
- Drehmomentsensor
- 44
- Zugkraftsensor
- 46
- Temperatursensor
- 48
- Drucksensor
- 50
- Bewertungseinheit
- 52
- Arbeitsgerät
- 54
- System
- 100
- Ermittlung Zustandswert
- 110
- Ermittlung Belastungswert
- S
- Sensorsignal
- P
- Parameter
- WB
- Belastungswert
- WBG
- Grenzwert
- WBN
- Näherungswert
- WR
- Referenzwert
- WRA
- Auslegungswert
- WRS
- Simulierter Wert
- WRE
- Empirischer Wert
- WZ
- Zustandswert
- WZK
- Zustandswert Komponente
- WZF
- Zustandswert Fahrzeug
- t
- Zeitraum
- tB
- Betriebsstunden
- T
- Lebensdauer
- PB
- Bedienereingabe
- PE
- Betriebsereignis
- PW
- Wartungsdaten
1. Verfahren zur Bestimmung eines Belastungszustandes eines, insbesondere, landwirtschaftlichen
Fahrzeuges (10) mit einer Vielzahl an Komponenten (36), einem Sensorsystem (38) zur
Erzeugung mindestens eines Sensorsignals (S), und einer Bewertungseinheit (50) zur
Erfassung und Verarbeitung von Sensorsignalen (S) und mindestens einem zusätzlichen
Parameter (P),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bewertungseinheit (50) einen auf der tatsächlichen Belastung basierenden Belastungswert
(WB) zumindest einer, insbesondere auswählbaren, Komponente (36) des Fahrzeuges (10)
basierend auf zumindest einem Sensorsignal (S) und/oder mindestens einem Parameter
(P) ermittelt, den ermittelten Belastungswert (WB) mit einem hinterlegten Referenzwert (WR) vergleicht, und basierend auf dem Vergleich des Belastungswertes (WB) mit dem Referenzwert (WR) einen Zustandswert (Wz) für die Komponente (36) ermittelt, welcher repräsentativ
für den aktuellen Belastungszustand der Komponente (36) ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Belastungswerte (WB) und/oder Zustandswerte (Wz) mehrerer, insbesondere auswählbarer, Komponenten (36)
zu einem Belastungswert (WB) und/oder Zustandswert (WZF) für das gesamte Fahrzeug (10) zusammengefasst werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Referenzwert (WR) ein Auslegungswert (WRA), ein durch Simulation ermittelter Wert (WRS) und/oder ein empirisch ermittelter Wert (WRE) verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Belastungswerte (WB) und/oder Zustandswerte (WZK) einzelner Komponenten (36) gewichtet werden, insbesondere bei einer Zusammenfassung
zu einem Belastungswert (WB) und/oder Zustandswert (WZF) für das gesamte Fahrzeug (10).
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Parameter (P) eine Zeitspanne (t), Betriebsstunden (tB), eine Bedienereingabe (PB), ein Betriebsereignis (PE) und/oder Wartungsdaten (Pw) für einzelne Komponenten (36) und/oder das gesamte Fahrzeug
(10) verwendet werden.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Belastungswerte (WB) und/oder Zustandswerte (Wz) für einen definierbaren Zeitraum (t) und/oder über die
Lebensdauer (T) des Fahrzeug (10) und/oder mindestens einer, insbesondere auswählbaren,
Komponente (36) ermittelt werden.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass basierend auf dem ermittelten Belastungswert (WB) eine Veränderung des Zustandswertes (WZ, WZK, WZF) mindestens einer, insbesondere auswählbaren, Komponente (36) und/oder des gesamten
Fahrzeuges (10) ermittelt und angezeigt wird.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein ermittelter Belastungswert (WB) mit einem hinterlegten Grenzwert (WBG) und/oder einem Näherungswert (WBN) verglichen wird, und bei Erreichen und/oder Überschreitung des Grenzwertes (WBG) und/oder des Näherungswertes (WBN) ein Hinweis hierauf ausgegeben wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass basierend auf dem Zustandswert (WZ, WZK, WZF) ausgewählter Komponenten (36) und/oder des gesamten Fahrzeuges (10) eine monetäre
Bewertung des gesamten Fahrzeuges (10) und/oder einzelner Komponenten (36) durchgeführt
und ein währungsbasierter Wert ermittelt wird.
10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass basierend auf dem ermittelten Zustandswert (WZ, WZK, WZF) mindestens einer, insbesondere auswählbaren, Komponente (36) und/oder des gesamten
Fahrzeuges (10) ermittelt wird, wann eine ausgewählte Komponente (36) und/oder das
gesamte Fahrzeug (10) gewartet werden sollte.
11. System zur Bestimmung eines Belastungszustandes eines, insbesondere landwirtschaftlichen,
Fahrzeuges (10) mit einer Vielzahl an Komponenten (36), einem Sensorsystem (38) zur
Erzeugung mindestens eines Sensorsignals (S), und einer Bewertungseinheit (50) zur
Erfassung und Verarbeitung von Sensorsignalen (S) und mindestens einem zusätzlichen
Parameter (P), dadurch gekennzeichnet, dass durch die Bewertungseinheit (50) ein auf der tatsächlichen Belastung basierender
Belastungswert (WB) zumindest einer, insbesondere auswählbaren, Komponente (36) des Fahrzeuges (10)
basierend auf zumindest einem Sensorsignal (S) und/oder mindestens einem Parameter
(P) ermittelbar ist, der ermittelte Belastungswert (WB) mit einem hinterlegten Referenzwert (WR) vergleichbar ist, und basierend auf dem Vergleich des Belastungswertes (WB) mit dem Referenzwert (WR) einen Zustandswert (Wz) für die Komponente (36) ermittelbar ist, welcher repräsentativ
für den aktuellen Belastungszustand der Komponente (36) ist.
12. Fahrzeug, insbesondere landwirtschaftliches Fahrzeug (10), mit einem System (54) zur
Bestimmung eines Belastungszustandes, insbesondere mittels eines Verfahrens nach einem
der vorherigen Ansprüche 1 bis 10.