Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung, welche als Leitungskabel
für elektrischen Strom ausgebildet ist. Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung einer Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Gummi- oder Kunststoffschlauchleitungen sind bekannt. Diese werden beispielsweise
für Verlängerungsleitungen oder Kabeltrommeln verwendet. Im Innenbereich werden in
der Praxis überwiegend Leitungen mit einer Kunststoffummantelung, beispielsweise einer
PVC-Ummantelung, eingesetzt. Im Außenbereich, insbesondere für elektrische Gartengeräte,
werden dagegen robustere und gegenüber UV-Strahlung unempfindlichere Gummischlauchleitungen
verwendet.
[0003] Sowohl Kunststoffleitungen als auch Gummischlauchleitungen gibt es in verschiedenen
Farben. Die im Außenbereich verwendeten Gummischlauchleitungen sind in der Praxis
beispielsweise in den Farben rot und schwarz verfügbar. Nachteilig ist, dass die bekannten
einfarbigen Leitungen nicht auf jeden Untergrund gut erkennbar sind. So sind beispielsweise
auch rote Gummischlauchleitungen auf roten Sandböden, wie diese beispielsweise für
Tennisplätze oder Laufbahnen verwendet werden, schlecht zu erkennen.
[0004] Dies ist mit einer entsprechenden Unfallgefahr verbunden, etwa, weil die Leitung
mit einem elektrischen Gerät, wie einem Rasenmäher, beschädigt wird oder weil von
der nicht gut zu erkennenden Leitung eine Stolpergefahr ausgeht.
Aufgabe der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile des
Standes der Technik zu verbessern.
[0006] Es ist insbesondere eine Aufgabe der Erfindung eine Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung
bereit zu stellen, deren Erkennbarkeit auch bei unterschiedlichen Untergründen verbessert
ist.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] Die Erfindung wird bereits durch eine Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach
Anspruch 1 sowie durch ein Verfahren zu deren Herstellung gelöst.
[0008] Bevorzugte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind dem Gegenstand
der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung sowie den Zeichnungen zu entnehmen.
[0009] Die Erfindung betrifft eine Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung, welche als stromleitendes
Kabel ausgebildet ist. Diese umfasst zumindest drei, mit jeweils einer Isolierung
ummantelnde Adern. Zwei dieser Adern dienen dem Anschluss an Phase- und Nullleiter,
während der verbleibende Leiter als Schutzleiter dient.
[0010] Bei einer weiteren Ausführungsform ist die Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung
als Drehstromleitung ausgebildet und umfasst dementsprechend vier oder fünf Adern.
[0011] Der Mantel hat einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt.
[0012] Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung,
welche als Kabel des Typs H05 oder H07 RR, RN oder VV ausgebildet ist.
[0013] Derartige Leitungen werden insbesondere, versehen mit Schutzkontaktsteckern, für
eine Kabeltrommel oder Verlängerungsleitung verwendet.
[0014] Die Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung hat hierfür eine Länge von vorzugsweise
mehr als 1 m, besonders bevorzugt mehr als 2,5 m, und ganz besonders bevorzugt mehr
als 4 m.
[0015] Die mit der Isolierung ummantelnden Adern sind in einem extrudierten Mantel aus Gummi
oder Kunststoff angeordnet, welcher gemäß der Erfindung zwei Bereiche umfasst, in
denen der Gummi- oder Kunststoff, aus welchem der Mantel besteht aus einer anderen
Farbe ausgebildet ist.
[0016] Die Erfindung bezieht sich also auf ein insbesondere gestreift ausgebildetes mehrfarbiges
Kabel.
[0017] Vorzugsweise erstrecken sich die Streifen über die gesamte Länge des Kabels.
[0018] Dieses kann 2 oder mehr, insbesondere 3, 4, 5 oder 6 Bereiche umfassen, welche gegenüber
einem jeweils angrenzenden Bereich eine andere Farbe aufweisen.
[0019] Vorzugsweise ist der Mantel aus Materialien aus genau zwei oder genau drei verschiedenen
Farben ausgebildet.
[0020] Insbesondere kann der Mantel folgende Farbkombinationen umfassen: orange/schwarz,
rot/weiß, rot/schwarz, rot/grün, gelb/schwarz oder rot/gelb.
[0021] Die Erkennbarkeit eines derart gestreift ausgebildeten Mantels wird so auf einfache
Weise verbessert.
[0022] Die Adern haben vorzugsweise einen Leitungsquerschnitt von 1 bis 3 mm
2.
[0023] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht der Mantel aus einem
Kautschuk, insbesondere aus einem Chloropren-Kautschuk, einem Silikon-Gummi oder aus
PVC.
[0024] Kautschuke und Silikone sind insbesondere für eine Verwendung des Kabels im Außenbereich
vorgesehen. Sofern das Kabel für eine Verlängerungsleitung oder eine Kabeltrommel
verwendet wird, umfasst dies vorzugsweise einen spritzwassergeschützten Schutzkontaktstecker.
[0025] Der Mantel grenzt vorzugsweise an die Isolierung der Adern an.
[0026] Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird also der Mantel ohne weitere Zwischenlage
unmittelbar um die isolierten Adern extrudiert. Es hat sich herausgestellt, dass so
ein mehrfarbiges Kabel einfach und auch ohne weitere Zwischenschichten produziert
werden kann.
[0027] Es versteht sich aber, dass dies nicht ausschließt, dass die Isolierung der Adern
mit einem Trennmittel wie beispielsweise Talkum, versehen wird bevor der Mantel aufextrudiert
wird.
[0028] Vorzugsweise ist der Mantel einschichtig ausgebildet. Hierunter wird verstanden,
dass die verschieden farbigen Schichten sich über die gesamte Dicke des Mantels erstrecken
und nur randseitig aneinander angrenzen.
[0029] Vorzugsweise umfasst der Mantel (in Gewichtsprozent) 10-90 %, besonders bevorzugt
30-70 % eines Materials einer ersten Farbe und/oder 10-90 %, vorzugsweise 30-70 %,
eines Materials einer zweiten Farbe.
[0030] Bei einer Ausführungsform umfasst der Mantel einen Streifen einer ersten Farbe, welcher
schmaler ausgebildet ist als ein angrenzender Bereich des Mantels einer anderen Farbe.
[0031] Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist insbesondere vorgesehen, dass der Mantel
einen oder mehrere schmale Streifen einer Signalfarbe, wie beispielsweise rot, gelb
oder orange, umfasst.
[0032] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Verlängerung oder eine Kabeltrommel, welche
eine Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung umfasst, welche vorstehend beschrieben
wurde. Der oder die Streifen haben vorzugsweise eine Breite von weniger als 3mm.
[0033] Weiter betrifft die Erfindung eine mit einem Schutzkontaktstecker versehene Anschlussleitung
für Elektrogeräte, insbesondere Gartengeräte, wie Heckenscheren, Rasenmäher, Rasentrimmer,
Werkzeuge, insbesondere Bohrmaschinen und Sägen sowie für Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen
und Trockner.
[0034] Weiter umfasst die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer vorstehend beschriebenen
Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung, wobei der Mantel um die mit einer Isolation
versehenen Adern extrudiert wird.
[0035] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Mantel mittels zumindest
zwei Extrusionsmaschinen extrudiert, wobei mittels einer ersten Extrusionsmaschine
eine erste Farbe und mittels einer zweiten Extrusionsmaschine eine weitere Farbe extrudiert
wird.
[0036] Im Fall der Verwendung eines Thermoplastes, wie PVC, werden die Bereiche unterschiedlicher
Farbe unmittelbar auf den Mantel extrudiert, wobei der Thermoplast derart schmelzflüssig
ist, dass sich die Bereiche verschiedener Farben im schmelzflüssigen Zustand miteinander
stoffschlüssig verbinden.
[0037] Im Falle der Verwendung von vernetzbaren Materialien ist es gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung vorgesehen, den Mantel aufzuextrudieren und unmittelbar im Anschluss
zu vernetzen.
[0038] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise zumindest zwei Extrusionsmaschinen
verwendet, mittels welchen das Gummi- oder Kunststoffmaterial im schmelzflüssigen
Zustand gefördert wird.
[0039] Diese zumindest zwei Extrusionsmaschinen fördern den schmelzflüssigen Gummi oder
Kunststoff zu einem Umspritzwerkzeug. In dem Umspritzwerkzeug wird der Gummi oder
Kunststoff in Bahnen, vorzugsweise in vier Bahnen auf die Leitungen, die auf das Umspritzwerkzeug
geführt werden, aufgebracht.
[0040] Das Umspritzwerkzeug hat also einen mittigen Kanal, durch den die elektrischen Leitungen,
welche mittels eines mehrfarbigen Mantels umspritzt werden sollen, eingeführt werden.
[0041] Weiter ist das Umspritzwerkzeug mit den beiden Extrusionsmaschinen verbunden. Durch
die Ausgestaltung des Umspritzwerkzeugs wird bestimmt, wie viele Bahnen in welchem
Verhältnis auf die Leitungen aufgebracht werden.
[0042] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist das Umspritzwerkzeug derart ausgebildet,
dass das Gummi- oder Kunststoffmaterial einer Extrusionsmaschine in zwei gegenüberliegenden
Bahnen auf die Leitung extrudiert werden kann. So kann mit zwei Extrusionsmaschinen
eine Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung mit vier Bahnen hergestellte werden, von
denen die sich gegenüberliegenden Bahnen jeweils dieselbe Farbe haben.
[0043] Insbesondere wird ein Umspritzwerkzeug verwendet, welches einen Einsatz aufweist,
in dem der Kanal zum Einführen der Leitungen angeordnet ist.
[0044] Die Außenseite dieses Einsatzes ist mit zumindest zwei Teilern versehen, welche den
Gummi oder Kunststoff in zumindest zwei Bahnen aufteilen. Über die Teiler wird das
Material beim Einbringen über die Extrusionsmaschinen zunächst in Bahnen voneinander
getrennt und sodann zusammengeführt, um sich noch im schmelzflüssigen Zustand stoffschlüssig
zu verbinden und so nach dem Aushärten oder Vernetzen mehrere Bahnen unterschiedlicher
Farbe zu bilden.
[0045] Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird ein Umspritzwerkzeug verwendet, welches
einen Kanal aufweist, über den extrudierter Gummi oder Kunststoff auf eine gegenüberliegende
Seite der Leitung geführt wird.
[0046] Diese Ausführungsform der Erfindung ist insbesondere dazu vorgesehen, mittels zwei
Extrusionsmaschinen vier Bahnen auf die Leitungen aufzubringen. Es entsteht also eine
Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung mit einem in vier Segmente eingeteilten Mantel,
von denen zwei Segmente eine erste Farbe und zwei andere Segmente eine zweite Farbe
haben.
[0047] Vorzugsweise befindet sich der Kanal, um das Gummi- oder Kunststoffmaterial auf die
gegenüberliegende Seite zu transportieren, im Einsatz des Umspritzwerkzeugs. Es ist
hierzu insbesondere vorgesehen, dass das Umspritzwerkzeug mehrteilig ausgebildet ist,
so dass schmelzflüssiges Material zwischen einem Innenteil und einem Außenteil hindurchgeführt
werden kann.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0048] Die Erfindung soll im Folgenden bezugnehmend auf schematisch dargestellte Ausführungsbeispiele
anhand der Zeichnungen Fig. 1 bis Fig. 3 näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung.
Fig. 2 und Fig. 3 sind schematische Seitenansichten eines Abschnitts einer erfindungsgemäßen
Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung.
Fig. 4 ist eine schematische Ansicht einer Anlage zur Herstellen einer erfindungsgemäßen
Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung.
Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht eines in dem Umspritzwerkzeug der Anlage verwendeten
Einsatzes.
Fig. 6 bis Fig. 8 sind perspektivische Ansichten eines alternativen Ausführungsbeispiels
eines Einsatzes, mittels dessen sich vier Gummi- oder Kunststoffbahnen aufspritzen
lassen.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0049] Fig. 1 ist eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung, welche als Kabel 1 ausgebildet ist.
[0050] Das Kabel 1 umfasst drei elektrisch leitende Adern 4, welche jeweils mit einer Isolierung
5 umhüllt sind.
[0051] Um die isolierten Adern 4 ist ein Mantel 2 aus Gummi oder Kunststoff extrudiert.
[0052] Es versteht sich, dass die Innenseite des Mantels 2 nicht, wie hier dargestellt,
einen genau im Querschnitt kreisförmigen Kanal ausbilden muss, sondern dass sich der
Mantel 2 innenseitig der Kontur der Isolierungen 5 anpassen kann.
[0053] Der Mantel 2 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel Bereiche 3a, 3b, welche aus einem
Kunststoff oder einem Gummi einer unterschiedlichen Farbe bestehen.
[0054] In diesem Ausführungsbeispiel ist der Mantel 2 in vier, im Querschnitt gesehen, gleichgroße
Bereiche eingeteilt, welche sich jeweils um ein Viertel des Umfanges erstrecken.
[0055] Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht eines derartigen Kabels. Zu erkennen ist, dass in
dieser Ansicht ein Bereich 3a sowie ein Bereich 3b zu erkennen ist.
[0056] Aufgrund der unterschiedlichen Farbe der Bereiche 3a und 3b ist das Kabel 1 besser
zu erkennen.
[0057] Fig. 3 zeigt eine in einer Seitenansicht alternative Ausführungsform eines Kabels
1. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Bereich 3b als schmaler Streifen ausgebildet,
welcher an die Bereiche 3a angrenzt. Dieser schmale Streifen kann insbesondere eine
Signalfarbe haben.
[0058] Fig. 4 zeigt in einer schematischen Ansicht eine Anlage zum Herstellen einer mehrfarbigen
Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung.
[0059] Die Anlage umfasst ein Umspritzwerkzeug 9, von welchem hier nur das Gehäuse schematisch
dargestellt ist.
[0060] In das Umspritzwerkzeug 9 werden auf einer Seite die bereits isolierten Leitungen
7 eingeführt, um mit Kunststoff umspritzt zu werden.
[0061] Nach dem Umspritzen kommen aus dem Umspritzwerkzeug 9 das als mehrfarbige Gummi-
oder Kunststoffschlauchleitung ausgestaltete Kabel 1 heraus und kann ggf. noch weiteren
Herstellungsschritten, etwa durch Vernetzen des noch schmelzflüssigen Materials oder
Abkühlen desselben, unterzogen werden.
[0062] Um das Gummi- oder Kunststoffmaterial einzubringen, ist das Gehäuse des Umspritzwerkzeugs
9 auf beiden Seiten mit jeweils einer Extrusionsmaschine 8a, 8b verbunden, über die
das Gummi- oder Kunststoffrohmaterial schmelzflüssig zum Umspritzwerkzeug 9 gefördert
wird.
[0063] Derartige Extrusionsmaschinen sind aus dem Stand der Technik bekannt.
[0064] Wichtigster Bestandteil des Umspritzwerkzeugs 9 ist ein Einsatz, welcher in das Gehäuse
9 des Umspritzwerkzeugs eingeführt wird.
[0065] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines derartigen
Einsatzes 10.
[0066] Der Einsatz 10 wird in eine zylindrische Ausnehmung des Gehäuses des Umspritzwerkzeugs
eingebaut.
[0067] Im hier dargestellten unteren Bereich des Einsatzes 10 wird von der Seite her das
Gummi- oder Kunststoffmaterial von den beiden gegenüberstehenden Extrusionsmaschinen
eingebracht.
[0068] In diesem Ausführungsbeispiel umfasst der Einsatz an der Stelle, in der das Material
eingebracht wird, einen Splitter 12, über den das schmelzflüssige Material einer Extrusionsmaschine
aufgeteilt wird und über die Kanäle 14a und 14b in Richtung der Leitungen des zu extrudierenden
Kabels geführt wird.
[0069] Die Leitungen werden von einer hinteren Seite in den Kanal 11 eingeführt und werden
beim Verlassen des Kanals 11 mit dem mehrfarbigen Gummi- oder Kunststoffmantel versehen.
[0070] Um eine saubere Trennung des Materials der beiden Extrusionsmaschinen in zwei Bahnen
zu gewährleisten, umfasst der Einsatz 10 zwei Teiler 15. Die Teiler 15 separieren
nach dem Einspritzen das Material der beiden Extrusionsmaschinen. Es versteht sich,
dass die dieser Darstellung gegenüberliegende Seite des Einsatzes 10 gleich oder ähnlich
ausgestaltet ist.
[0071] Die Teiler 15 sind derart ausgestaltet, dass diese in Richtung des zu extrudierenden
Kabels auslaufen, sich mithin das aus den Kanälen 14a und 14b strömende Material einer
Extrusionsmaschine oberhalb der Teiler 15 mit dem Material der anderen Extrusionsmaschine
verbindet, wobei sich zwei voneinander abgegrenzte Bahnen bilden.
[0072] Der Splitter 12, nach dem eine Insel 13 hervorsteht und über den das Material einer
Extrusionsmaschine zunächst in zwei Ströme entlang der Kanäle 14a und 14b aufgeteilt
wird, dient der Aufteilung des Materials einer Extrusionsmaschine in zwei Teilströme,
was ein Zusammenhaften der Bahnen aus verschiedenem Material oberhalb der Teiler 15
verbessert. Das Material einer Extrusionsmaschine fließt nach der, in diesem Ausführungsbeispiel
tropfenförmig ausgestalteten, Insel 13 wieder zusammen.
[0073] Dadurch, dass das Material nach dem Einspritzen in das Umspritzwerkzeug der Insel
13 ausweichen muss, verbinden sich die aus den beiden Extrusionsmaschinen kommenden
Materialströme oberhalb der Teiler 15 auf sichere Art und Weise.
[0074] Es versteht sich, dass bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung, die hier
nicht dargestellt ist, aber ggf. auch auf den Splitter 12 sowie die Insel 13 verzichtet
werden kann.
[0075] Bezugnehmend auf Fig. 6 bis Fig. 8 soll eine alternative Ausführungsform eines Einsatzes
10 näher erläutert werden, über den das Material zweier Extrusionsmaschinen in insgesamt
vier extrudierte Bahnen unterteilt wird.
[0076] Auch der Einsatz 10 umfasst einen mittigen Kanal 11, über den die Leitungen (in dieser
Ansicht unten) eingeführt werden und (in dieser Ansicht oben) und mit einem mehrfarbigen
Mantel versehen werden.
[0077] Im Unterschied zu dem zuvor dargestellten Einsatz wird das Material einer Extrusionsmaschine
in den seitlich angeordneten Kanal 25 eingespritzt.
[0078] In dem Kanal 25 befindet sich ein Splitter 16.
[0079] Über den Kanal 25 tritt ein Teil des Materials einer Extrusionsmaschine auf derselben
Seite durch einen darüber angeordneten Auslass 17 aus und wird entlang des axial angeordneten
Kanals 19 in Richtung des zu extrudierenden Kabels geleitet.
[0080] Um das Material nach Verlassen des Kanals 17 zunächst von dem Material der anderen
Extrusionsmaschine sicher zu trennen und um dieses zu führen, umfasst auch dieser
Einsatz die Teiler 18, welche als spitze Zacken ausgebildet sind, mithin in Richtung
des zu extrudierenden Kabels auslaufen.
[0081] Fig. 7 ist eine perspektivische Ansicht der gegenüberliegenden Seite des in Fig.
10 dargestellten Einsatzes.
[0082] Zu erkennen ist, dass auch auf dieser Seite ein Auslass 20 vorhanden ist, über den
entsprechend der Fig. 6 das Material der Extrusionsmaschine, das in den Kanal 25 (Fig.
6) geleitet wird, austritt. Der Auslass 20 ist mithin mit dem in Fig. 6 dargestellten
Kanal 25 verbunden.
[0083] So wird das Material einer Extrusionsmaschine in zwei gegenüberliegende Segmente,
die beispielsweise einen Viertel des Umfangs des Kabelmantels einnehmen können, aufgeteilt.
[0084] Auch auf dieser Seite sind Teiler 18 vorhanden, die das Material zunächst trennen.
[0085] Auf der hier in Fig. 7 dargestellten Seite ist die zweite Extrusionsmaschine angeschlossen,
deren Material in diesem Ausführungsbeispiel über den Splitter 21 aufgeteilt wird
und über die seitlich des Splitters 21 abgehenden Kanäle 22a und 22b in Richtung des
zu extrudierenden Kabels geführt wird.
[0086] In diesem Ausführungsbeispiel dient also bereits der Splitter 21 der Teilung des
Materials der zweiten Extrusionsmaschine in zwei Teilströme. Diese beiden Teilströme
verbinden sich oberhalb der Teiler 18 mit den beiden Teilströmen aus der anderen Extrusionsmaschine,
welche aus den Auslässen 17 und 20 strömen.
[0087] Fig. 8 zeigt den in Fig. 6 und Fig. 7 dargestellten Einsatz 10 in einer Draufsicht
auf den Ausgang des Kanals 11, durch den die Leitung geführt wird.
[0088] Zu erkennen ist, dass über die Teiler 18 das Material der beiden Extrusionsmaschinen
in insgesamt vier Bahnen aufgeteilt wird.
[0089] Um das Material einer Extrusionsmaschine auf die gegenüberliegende Seite führen zu
können, umfasst der Einsatz 10 ein Innenteil 24, durch welches im Zusammenwirken mit
dem Außenteil des Einsatzes 10 ein Kanal gebildet werden kann, welcher den Einlass
des Kanals 25 mit dem Auslass 20 verbindet.
[0090] Durch die Erfindung konnte ein als Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung ausgebildetes
Kabel bereitgestellt werden, welches optisch ansprechend ist und dessen Erkennbarkeit
auf einfache Weise verbessert ist.
Bezugszeichenliste:
[0091]
- 1
- Kabel
- 2
- Mantel
- 3a
- Bereich
- 3b
- Bereich
- 4
- Ader
- 5
- Isolierung
- 6
- Anlage
- 7
- Leitung
- 8a, 8b
- Extrusionsmaschine
- 9
- Umspritzwerkzeug
- 10
- Einsatz
- 11
- Kanal
- 12
- Splitter
- 13
- Insel
- 14a, 14b
- Kanal
- 15
- Teiler
- 16
- Splitter
- 17
- Auslass
- 18
- Teiler
- 19
- Kanal
- 20
- Auslass
- 21
- Splitter
- 22a, 22b
- Kanal
- 23
- Kanal
- 24
- Innenteil
- 25
- Kanal
1. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung, umfassend zumindest drei mit jeweils einer
Isolierung ummantelte Adern, wobei die mit der Isolierung ummantelten Adern in einem
extrudierten Mantel aus Gummi oder Kunststoff angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel zumindest zwei Bereiche umfasst, in denen der Gummi oder Kunststoff aus
einer anderen Farbe ausgebildet ist.
2. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung um ein Kabel des Typs H05 oder
H07 RR, RN oder VV handelt.
3. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Adern jeweils einen Leitungsquerschnitt von 1 bis 3 mm2 haben.
4. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel aus einem Kautschuk, insbesondere aus Chloropren-Kautschuk, einem Silikon-Gummi
oder aus PVC besteht.
5. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel unmittelbar an die Isolierung angrenzt.
6. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel einschichtig ausgebildet ist.
7. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel 10-90%, vorzugsweise 30 bis 70% eines Materials einer ersten Farbe und/oder
10-90%, vorzugsweise 30 bis 70% eines Materials einer zweiten Farbe umfasst.
8. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel gestreift ausgebildet ist.
9. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel zumindest einen Streifen einer ersten Farbe umfasst, welcher schmaler
ist als ein angrenzender Bereich des Mantels.
10. Verlängerungsleitung oder Kabeltrommel, umfassend eine Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung
nach einem der vorstehenden Ansprüche.
11. Verfahren zum Herstellen einer Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der
vorstehenden Ansprüche, wobei der Mantel um die mit der Isolation versehenen Adern
extrudiert wird.
12. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel mittels zwei Extrusionsmaschinen extrudiert wird, wobei in einem Umspritzwerkzeug
der Gummi oder Kunststoff in Bahnen, vorzugsweise in vier Bahnen auf die Leitungen,
die durch das Umspritzwerkzeug geführt werden, aufgebracht wird.
13. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Umspritzwerkzeug mit zumindest zwei Teilern verwendet wird, welche den Gummi
oder Kunststoff in zumindest zwei Bahnen aufteilen.
14. Verfahren nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Umspritzwerkzeug verwendet wird, welches einen Kanal aufweist, über den extrudierter
Gummi oder Kunststoff auf eine gegenüberliegende Seite der Leitung geführt wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung, umfassend zumindest drei mit jeweils einer
Isolierung ummantelte Adern, wobei die mit der Isolierung ummantelten Adern in einem
extrudierten Mantel aus Gummi oder Kunststoff angeordnet sind, wobei es sich bei der
Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung um ein des Typs H05 oder H07 RR, RN oder VV
handelt, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel zumindest zwei Bereiche umfasst, in denen der Gummi oder Kunststoff aus
einer anderen Farbe ausgebildet ist.
2. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adern jeweils einen Leitungsquerschnitt von 1 bis 3 mm2 haben.
3. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel aus einem Kautschuk, insbesondere aus Chloropren-Kautschuk, einem Silikon-Gummi
oder aus PVC besteht.
4. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel unmittelbar an die Isolierung angrenzt.
5. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel einschichtig ausgebildet ist.
6. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel 10-90%, vorzugsweise 30 bis 70% eines Materials einer ersten Farbe und/oder
10-90%, vorzugsweise 30 bis 70% eines Materials einer zweiten Farbe umfasst.
7. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel gestreift ausgebildet ist.
8. Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel zumindest einen Streifen einer ersten Farbe umfasst, welcher schmaler
ist als ein angrenzender Bereich des Mantels.
9. Verlängerungsleitung oder Kabeltrommel, umfassend eine Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung
nach einem der vorstehenden Ansprüche.
10. Verfahren zum Herstellen einer Gummi- oder Kunststoffschlauchleitung nach einem der
vorstehenden Ansprüche, wobei der Mantel um die mit der Isolation versehenen Adern
extrudiert wird.
11. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel mittels zwei Extrusionsmaschinen extrudiert wird, wobei in einem Umspritzwerkzeug
der Gummi oder Kunststoff in Bahnen, vorzugsweise in vier Bahnen auf die Leitungen,
die durch das Umspritzwerkzeug geführt werden, aufgebracht wird.
12. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Umspritzwerkzeug mit zumindest zwei Teilern verwendet wird, welche den Gummi
oder Kunststoff in zumindest zwei Bahnen aufteilen.
13. Verfahren nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Umspritzwerkzeug verwendet wird, welches einen Kanal aufweist, über den extrudierter
Gummi oder Kunststoff auf eine gegenüberliegende Seite der Leitung geführt wird.