[0001] Die Erfindung betrifft einen Stromschienenverbinder zur elektrisch leitenden Verbindung
von Leitungen an Stegen eines Stromführungsprofils, das eine Oberseite hat, an der
die Leitungen über die Zwischenräume zwischen den Stegen zugänglich sind, wobei der
Stromschienenverbinder ein Isolierstoffgehäuse und eine Mehrzahl von paarweise elektrisch
leitend miteinander verbundenen ersten und zweiten Steckkontakten hat.
[0002] Die Verbindung betrifft weiterhin ein Set aus zwei solchen komplementären Stromschienenverbindern
und Metalltrögen mit jeweils darin aufgenommenem Stromführungsprofil.
[0003] Solche Stromführungsprofile werden insbesondere für Beleuchtungsanlagen in Gebäuden
eingesetzt, um Leitungen zur Versorgung von Geräten, wie insbesondere von Leuchten
oder sonstigen mit Energie und/oder Daten zu versorgenden Geräten kostengünstig und
optisch ansprechend zu verlegen. Der Einbauort der Geräte kann dann flexibel entlang
der Stromschiene gewählt und leicht variiert werden. Die Geräte können dann nicht
nur einfach mit einem Steckverbinder auf einfache Weise elektrisch leitend mit den
Leitungen an einem variabel festlegbaren Einbauort kontaktiert werden. Solche Stromschienensysteme
haben auch den Vorteil, dass die Geräte zugleich mechanisch an der Stromschiene getragen
werden können.
[0004] Zur Verbindung mehrerer aneinander angrenzenden Stromführungsprofile wird z.B. in
der
US 4,053,194 A ein Verbindungselement vorgeschlagen, das in die stirnseitig offenen Stromführungsprofile
in deren Stirnseite eingesetzt und dort über eine Schraubverbindung mit dem Stromführungsprofil
verspannt oder verschraubt wird. Der Stromschienenverbinder ist aus einem einteiligen
Isolierstoffmaterial gebildet, in das Kontaktelemente für die stromführenden Leitungen
der Stromführungsprofile und Leitungskontaktverbinder zwischen diesen Kontaktelementen
integriert sind. Die Energiezuführung an die stromführenden Leitungen der Stromführungsprofile
kann durch in den Stromschienenverbinder integrierte Leitungen erfolgen.
[0005] DE 35 02 864 C2 offenbart eine Vorrichtung zur stumpfen elektrischen Verbindung der Enden von parallel
nebeneinanderliegenden Stromschienen. An den Enden der Stromschienen anliegende Verbindungsstücke
bestehen aus mäanderförmig gebogenen Paketen von biegsamen, längenveränderbaren Metallbändern
mit Dehnungsschleifen.
[0006] US 6,296,498 B1 offenbart einen Stromschienenverbinder, der wiederum axial in Erstreckungsrichtung
der Stromführungsprofile in diese eingeschoben wird. Dabei werden an den Seitenwänden
des Stromführungsprofils befindliche Leiter durch seitlich vorstehende Steckkontakte
des Stromschienenverbinders kontaktiert.
[0007] Als Alternative zu den axial in Erstreckungsrichtung der Stromführungsprofile einsteckbaren
Stromschienenverbindern ist in der
US 2003/021111 A1 eine Variante gezeigt, bei der mittels Kabeln elektrisch leitend miteinander verbundene
Paare von Stromschienenverbindern auf die Oberseite der Stromführungsprofile aufgesteckt
werden. Die elektrisch leitende Verbindung wird dann im Abstand zu der Stelle der
aufeinanderfolgenden Stromführungsprofile hergestellt. Die Steckkontakte sind an die
kammartige Struktur der Stromschiene angepasst, um in diese von der Oberseite hineingesteckt
zu werden und dabei die in den durch die Stege der kammartigen Struktur gebildeten
Nuten geführten Leitungen zu kontaktieren.
[0008] In entsprechender Weise wird auch in
EP 2 091 113 A1 vorgeschlagen, zwei kammartige Stromführungsprofile mit Hilfe von einem Paar von
Steckverbindern miteinander elektrisch leitend zu kontaktieren, die ihrerseits wiederum
durch ein Flachbandkabel oder Drahtleiter elektrisch leitend miteinander verbunden
sind. Die Stromschienenverbinder werden vertikal zur Erstreckungsrichtung der Stromführungsprofile
auf diese aufgesteckt.
[0009] DE 10 2010 032 383 B4 offenbart einen Stromschienenverbinder mit zwei in Längserstreckungsrichtung verschiebbar
zueinander gelagerten Isolierstoffgehäuseteilen. An den beiden Enden des Isolierstoffgehäuses
sind Steckkontaktabschnitte mit an einer Unterseite des Isolierstoffgehäuses abragenden
Steckkontakten vorhanden. Diese Steckkontaktabschnitte werden auf die Oberseite des
Stromführungsprofils aufgesteckt. Die Steckkontakte der beiden gegenüberliegenden
Steckkontaktbereiche sind über Leiterkontaktverbinder miteinander elektrisch leitend
verbunden, die in Führungsnuten des Isolierstoffgehäuses aufgenommen sind.
[0010] Bei der Montage der Stromführungsprofile, die in der Regel in einem Metalltrog aufgenommen
sind, müssen erst einmal die Stromführungsprofile ausgerichtet und z.B. an einer Gebäudedecke
befestigt werden. Anschließend erfolgt dann in einem separaten Schritt die elektrisch
leitende Verbindung durch Aufstecken der Stromschienenverbinder. Dies ist arbeitsaufwändig
und erfordert Fachpersonal.
[0011] Ausgehend hiervon ist es daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten
Stromschienenverbinder zu schaffen, der bei einfachem Aufbau eine schnelle und fehlersichere
Montage vorzugsweise bereits beim Aneinanderstecken von Stromführungsprofilen ermöglicht.
[0012] Die Aufgabe wird mit dem Stromschienenverbinder mit den Merkmalen des Anspruchs 1
sowie mit dem Set aus zwei komplementären Stromschienenverbindern und Metalltrögen
mit jeweils daran aufgenommene Stromführungsprofil mit dem Merkmal des Anspruchs 14
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0013] Beim gattungsgemäßen Stromschienenverbinder wird vorgeschlagen,
- dass ein erster Steckkontaktbereich mit den ersten Steckkontakten zum Aufstecken auf
die Oberseite senkrecht zur Längserstreckungsrichtung des Stromführungsprofils in
einer ersten Steckrichtung und zur Steckkontaktierung der Leitungen des Stromführungsprofils
vorhanden ist, und
- dass ein zweiter Steckkontaktbereich an einer Stirnseite des Isolierstoffgehäuses
vorhanden ist, wobei der zweite Steckkontaktbereich die zweiten Steckkontakte zur
Steckkontaktierung eines komplementären Stromschienenverbinders in eine der Längserstreckungsrichtung
des Stromführungsprofils entsprechenden zweiten Steckrichtung hat,
- wobei die Ebene, welche die Oberseite aufspannt, in einem Winkel zu einer die Stirnseite
aufspannenden Ebene steht.
[0014] Dieser Winkel kann z.B. ein rechter Winkel sein, so dass die Ebenen annähernd lotrecht
zueinander stehen.
[0015] Mit Hilfe des zweiten Steckkontaktbereichs des ersten Stromschienenverbinders wird
eine Steckkontaktierung für einen komplementären Stromschienenverbinder bereitgestellt,
der in axialer Richtung, d.h. in Richtung der Erstreckung der miteinander leitend
zu verbindenden Stromführungsprofile auf den ersten Stromschienenverbinder aufgesteckt
wird. Dann hat das Set von Stromschienenverbinder und komplementären Stromschienenverbinder
drei Schnittstellen, wobei die voneinander beabstandeten ersten Steckkontaktbereiche
eine Schnittstelle zum vertikalen Aufstecken auf die Stromführungsprofile und die
zweiten Steckkontaktbereiche eine Schnittstelle zum axialen Aufeinanderstecken der
Stromschienenverbinder bereitstellt.
[0016] Während im Stand der Technik entweder längenveränderliche fertig montierte Stromschienenverbinder
mit zwei voneinander beabstandeten Steckkontaktbereichen zum Aufstecken auf ein Stromführungsprofil
oder Stromschienenkupplungen zum axialen Einstecken in einer Flucht nebeneinander
angeordneten Stromführungsprofile vorhergesehen sind, wird nun ein anderer Weg vorgeschlagen.
[0017] Es wird zur elektrischen Verbindung der Stromführungsprofile das Prinzip des vertikalen
Aufsteckens auf einen ersten Steckkontaktbereich mit ersten Steckkontakten zur Steckkontaktierung
der Leitung des Stromführungsprofils genutzt, wobei der Stromschienenverbinder auf
die Oberseite des Stromführungsprofils aufgesteckt wird. Damit wird ermöglicht, dass
sich die ersten Steckkontakte axial in Erstreckungsrichtung der Leitungen unbeweglich
mit den Leitungen verkrallen können. Der Langzeitkontakt wird damit wesentlich verbessert
und insbesondere einer Bildung von Oxidschichten mit der damit einhergehenden Erhöhung
der Übergangswiderstände entgegengewirkt.
[0018] Zusätzlich wird allerdings dann auch eine Schnittstelle zur axialen Steckverbindung
mit den zweiten Steckkontaktbereichen bereitgestellt. Dies hat wie bei den Stromschienenkupplungen
den Vorteil, dass eine elektrisch leitende Verbindung von hintereinander in einer
Flucht anzuordnender Stromführungsprofile direkt im Schritt des Aneinanderreihens
von Stromführungsprofiles hergestellt werden kann. Diese elektrisch leitende Verbindung
wird aber nicht durch Steckkontaktierung der Leitung der Stromführungsprofile in axialer
Richtung realisiert, sondern durch eine weitere Steckverbindung, die in Erstreckungsrichtung
der Stromführungsprofile, d.h. in axialer Richtung wirkt. Durch die zweiten Steckkontakte
kann dabei ein zuverlässiger, langzeitstabiler Kontakt am Stromschienenverbinder selbst
bereitgestellt werden. Die Kontaktbedingungen werden damit ausschließlich durch die
Stromschienenverbinder vorgegeben und sind nicht von den Bedingungen des Stromführungsprofils
abhängig.
[0019] Anders als beim Abgriff zum Anschluss von Geräten an ein Stromführungsprofil sind
an die elektrisch leitende Verbindung der Leitungen von Stromführungsprofilen miteinander
größere Anforderungen zu stellen. Die dort fließenden Ströme sind in der Regel nämlich
wesentlich höher, als die in ein einzelnes Gerät abfließenden Ströme. Zudem wirken
sich Wärmeausdehnungen der Leitungen bei der Verbindung aufeinanderfolgende Stromführungsprofile
auf die Zuverlässigkeit der Steckkontaktierung aus. Eine Bewegung der Steckkontakte
relativ zum Leiter kann bereits bei sehr geringen Bewegungen zu Reibkorrosion und
dem Aufbau von Oxidschichten führen, was zur hochohmigen Verbindung und Wärmeentwicklung
führt. Dem kann durch die Nutzung von auf die Oberseite des Stromführungsprofils aufsteckbaren
ersten Steckkontaktbereichen auf einfache und sichere Weise entgegengewirkt werden.
Dem sich hieraus ergebenden Nachteil, dass die Stromschienenverbinder dann erst nachträglich
nach der Installation der Stromführungsprofile auf diese aufgesteckt werden können,
wird durch die Bereitstellung einer zusätzlichen Schnittstelle zur axialen Steckkontaktierung
über die zweiten Steckkontaktbereiche entgegengewirkt.
[0020] Die zweiten Steckkontakte des zweiten Steckkontaktbereichs können als Messerkontakte
und/oder Gabelkontakte ausgeführt sein. So können die zweiten Steckkontakte des ersten
Stromschienenverbinders als Messerkontakte und die Steckkontakte eines komplementären
Stromschienenverbinders als Gabelkontakte ausgeführt sein. Denkbar ist aber auch eine
Kombination derart, dass ein Steckverbinder für mehrere zweite Steckkontakte eine
Variation von Messer- und Gabelkontakten und der komplementäre Steckverbinder, der
zum Aufstecken auf den Steckverbinder vorgesehen ist, eine entsprechend hieran angepasste
komplementäre Variation von Gabel- und Messerkontakten aufweist. Weiterhin ist auch
ein hermaphroditischer Steckkontakt mit Messer- und/oder Gabelkontakten denkbar.
[0021] Die Steckverbindung von zwei Stromschienenverbindern mit Hilfe von Messer- und Gabelkontakten
ermöglicht einen zuverlässigen Steckkontakt auch für hohe Ströme, der langzeitstabil
ist und sich einfach und zuverlässig realisieren lässt. Die Messer- und Gabelkontakte
sind zudem sehr kompakt ausführbar.
[0022] Die ersten Steckkontakte zum Aufstecken auf die Stromführungsprofile und Kontaktierung
an Stegen der Stromführungsprofile angeordnete Leitungen können jeweils zumindest
eine Federzunge aufweisen. Damit wird eine elektrisch leitende Kontaktierung des Stromschienenverbinders
mit Leitungen durch Ausnutzung von Federkräften der Federzungen ermöglicht. Während
bei Gabelzungen von zwei Gabelzinken aufeinander zuweisende Kräfte auf den zwischenliegenden
Messerkontakt ausgeübt werden, wird bei den Federzungen nur von einer Seite eine Kontaktkraft
auf die zu kontaktierende Leitung ausgeübt.
[0023] Die Federzungen können zumindest eine seitlich vorstehende Kontaktkante haben. Dies
hat den Vorteil, dass sich die Federzungen beim Aufstecken in den zu kontaktierenden
Leitungen des Stromführungsprofils verkrallen. Damit kann eine Relativbewegung der
Steckkontakte zu den Leitungen entlang der Erstreckungsrichtung der Leitungen auf
einfache Weise unterbunden werden.
[0024] An dem ersten Steckkontaktbereich können Stege ausgebildet sein, die zum Einstecken
in den Zwischenraum benachbarter Stege des Stromführungsprofils vorgesehen sind und
jeweils die ersten Steckkontakte tragen, wobei beidseits des Steges jeweils ein Steckkontakt
angeordnet sein kann. Diese Stege dienen somit zur Aufnahme der ersten Steckkontakte
und zur Führung des Stromschienenverbinders mit seinem ersten Steckkontaktbereich
in den Zwischenraum zwischen den Stegen des zu kontaktierenden Stromführungsprofils
hinein, wenn der Stromschienenverbinder an der Oberseite auf das Stromführungsprofil
aufgesteckt wird. Zudem stellen die Stege eine elektrische Isolation benachbarter
Steckkontakte sicher.
[0025] Die zweiten Steckkontakte können dann in Steckrichtung beweglich in dem Isolierstoffgehäuse
gelagert sein. Dies hat den Vorteil, dass Relativbewegungen der in einer Flucht hintereinander
angeordneten Stromführungsprofile an der Schnittstelle zwischen dem Stromschienenverbinder
und dem daran aufgesteckten komplementären Stromschienenverbinder im zweiten Steckkontaktbereich
ausgeglichen werden. Die Steckkontaktierung der zweiten Steckkontakte des Stromschienenverbinders
und des daran aufgesteckten komplementären Stromschienenverbinders wird bei einer
solchen axialen Bewegung nicht beeinträchtigt. Der Längenausgleich erfolgt dann jeweils
in der Verbindung der beweglich gelagerten zweiten Steckkontakte mit den zugeordneten
ersten Steckkontakten desselben Stromschienenverbinders. Dabei kann das gesamte Kontaktpaar
bestehend aus den paarweise elektrisch leitend miteinander verbundenen ersten und
zweiten Steckkontakten und dem zwischenliegenden Stromschienenstück beweglich in dem
Isolierstoffgehäuse aufgenommen sein. Damit wird sichergestellt, dass sich jedes der
Steckkontakte eines Kontaktpaares unabhängig voneinander bewegen kann, wenn sich einzelne
Leitungen in dem Stromführungsprofil unterschiedlich zueinander ausdehnen.
[0026] Die Paare von ersten und zweiten Steckkontakten können über ein Stromschienenstück
oder eine flexible Leitung miteinander verbunden sein. Das Stromschienenstück kann
dabei einen flexiblen, z.B. mäanderförmigen Abschnitt haben, um einen Längentoleranzausgleich
bereitzustellen. Das Stromschienenstück kann aber auch mehrteilig sein und eine Kupplung
zum Ausgleich von Bewegungen in axialer Richtung bei Sicherstellung eines guten Kontakts
haben.
[0027] Die Paare von ersten und zweiten Steckkontakten können einstückig mit einem die Steckkontakte
verbindenden Stromschienenstück gebildet sein. Sie können dann einfach als z.B. aus
einem Metallblech ausgeformtes Teil in das Isolierstoffgehäuse eingelegt werden. Dies
ermöglicht eine einfache Montage und einen zuverlässigen Aufbau des Stromschienenverbinders.
[0028] Das Isolierstoffgehäuse kann Befestigungselemente oder Befestigungskonturen zur Fixierung
an dem Stromführungsprofil oder einem das Stromführungsprofil tragenden bzw. aufnehmenden
Metalltrog haben. Damit wird der Gefahr weiter vorgebeugt, dass sich die am ersten
Steckkontaktbereich vorhandenen Kontakte relativ zu den Leitungen des Stromführungsprofils
bewegen. Der Stromschienenverbinder wird auf diese Weise ortsfest mit dem zugeordneten
Stromführungsprofil verbunden, auf das der Stromschienenverbinder aufgesteckt ist.
Alternativ erfolgt die Festlegung mit dem das Stromführungsprofil aufnehmenden Metalltrog.
[0029] Weiterhin ist es denkbar, dass der Stromschienenverbinder eine Schutzkappe zur Abdeckung
des zweiten Steckkontaktbereiches hat. Damit ist ein Transportschutz vorhanden, der
bei der Montage der Lichtbänder entfernt werden kann. Diese Schutzkappe kann eine
zum selbsttätigen Lösen der Schutzkappe von dem zweiten Steckkontaktbereich beim Aufstecken
des komplementären Stromschienenverbinders auf den zweiten Steckkontaktbereich ausgebildete
Kontur haben. Damit wird auf jeden Fall sichergestellt, dass eine Berührung der zweiten
Steckkontakte im zweiten Steckkontaktbereich unmöglich ist, auch wenn der Stromschienenverbinder
auf ein Stromführungsprofil aufgesteckt ist. Diese Schutzkappe wird dann erst beim
Aufstecken eines komplementären Stromschienenverbinders entfernt. Dieses erfolgt aber
auch nicht einfach manuell mit der Folge, dass die zweiten Steckkontakte dann doch
noch temporär nicht berührungsgeschützt wären. Vielmehr wird durch eine geeignete
Kontur der Schutzkappe sichergestellt, dass sie sich selbsttätig beim Aufstecken des
komplementären Stromschienenverbinders von dem zweiten Steckkontaktbereich löst. Dies
kann durch eine Rastverbindung und Führungsvorsprünge realisiert sein, die mit dem
komplementären Stromschienenverbinder und/oder dem Stromführungsprofil und/oder dem
Metalltrog zusammenwirken, der dann die Rastverbindung aufhebt und durch den Aufschiebevorgang
die Schutzkappe von dem zweiten Steckkontaktbereich wegbewegt.
[0030] Der zweite Steckkontaktbereich kann ohne Rastmittel zur beweglichen Steckverbindung
der Isolierstoffgehäuse und der darin aufgenommenen zweiten Steckkontakte des Stromschienenverbinders
und eines komplementären Stromschienenverbinders ausgebildet sein. Dies hat den Vorteil,
dass die Steckverbindung zwischen Stromschienenverbinder und komplementären Stromschienenverbinder
in axialer Richtung beweglich bleibt. Damit ist ein Toleranzausgleich in der Verbindung
der zweiten Steckkontakte miteinander sichergestellt.
[0031] Elektrisch voneinander getrennte zweite Steckkontakte eines Stromschienenverbinders,
die zur Kontaktierung voneinander unterschiedliche Leitungen des Stromführungsprofils
vorgesehen sind, können in zwei Ebenen übereinander angeordnet sein. Der zweite Steckkontaktbereich
hat dann ein Isolierstoffeinlegeteil mit einem die beiden Ebenen voneinander abtrennenden
Boden und mit Trennwänden zwischen in einer gemeinsamen Ebene nebeneinander angeordneten
zweiten Steckkontakten. Auf diese Weise kann der zweite Steckkontaktbereich sehr kompakt
ausgestaltet werden. Mithilfe des zusätzlichen Isolierstoffeinlegeteils gelingt es
dann, die erforderlichen Luft- und Kriechstrecken zwischen den neben- und übereinander
angeordneten zweiten Steckkontakten bereitzustellen und eine schnelle und einfache
Montage der zweiten Steckkontakte in dem Isolierstoffgehäuse zu ermöglichen.
[0032] Der Stromschienenverbinder kann einen voreilenden Erdungskontaktanschluss mit einem
an einer Seitenwand des Isolierstoffgehäuses zur Steckkontaktierung eines Metalltrogs,
in dem das Stromführungsprofil aufgenommen ist, haben, wenn der Stromschienenverbinder
auf das im Metalltrog angeordnete Stromführungsprofil aufgesteckt ist. Mithilfe dieses
zusätzlichen Erdungskontaktanschlusses wird eine durchgehende Erdung des Metalltrogs
auf einfache und zuverlässige Weise sichergestellt. Der Erdungskontaktanschluss kontaktiert
den Metalltrog beim Aufstecken des Stromschienenverbinders auf das Stromführungsprofil
dann mit dem an der Seitenwand des Isolierstoffgehäuses vorhandenen Erdungskontakt.
[0033] Der oben beschriebene Stromschienenverbinder stellt als Set aus zwei komplementären
Stromschienenverbindern, die über ihre zweiten Steckkontaktbereiche miteinander steckkontaktiert
werden, eine elektrisch leitende Verbindung zwischen zwei in einer Flucht hintereinander
angeordneten Stromführungsprofilen bereit. Diese Stromführungsprofile sind in der
Regel in einem Metalltrog aufgenommen.
[0034] Zur mechanischen Verbindung der in einer Flucht hintereinander angeordneten Metalltröge
kann ein Verbindungselement vorhanden sein, das Führungsabschnitte zum Einschieben
in zwei miteinander zu verbindenden Metalltröge aufweist. Das Verbindungselement kann
zusätzlich noch eine Halteplatte zur Auflage auf den Stromschienenverbindern und zur
Führung eines auf ein Stromführungsprofil eines ersten Metalltrogs aufgesteckten Stromschienenverbinders
zum zweiten Steckkontaktbereich eines auf ein Stromführungsprofil eines zweiten Metalltrogs
aufgesteckten komplementären Stromschienenverbinders haben. Mithilfe eines solchen
Verbindungselementes gelingt es somit nicht nur, die in Längserstreckungsrichtung
der Metalltröge hintereinander angeordneten Metalltröge mechanisch miteinander zu
verbinden. Vielmehr kann mithilfe der Halteplatte auch der Stromschienenverbinder
vor einem Abrutschen an der Oberseite des Stromschienenführungsprofils gehalten werden.
Zudem wird mit der Halteplatte eine Führung der miteinander über ihre zweiten Steckkontaktbereiche
zu kontaktierenden Stromschienenverbinder aufeinander erreicht.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit den beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- - Seitenansicht eines Sets aus zwei Stromschienenverbindern und einer Stromschiene;
- Figur 2
- - Set aus Figur 1 im aufgesteckten Zustand der Stromschienenverbinder;
- Figur 3
- - Perspektivische Ansicht eines Sets aus zwei Stromschienenverbindern und zwei Metalltrögen
mit darin jeweils aufgenommenen Stromführungsprofilen;
- Figur 4
- - Perspektivische Ansicht zweier komplementärer Stromschienenverbinder, die jeweils
auf ein Stromführungsprofil aufgesetzt sind;
- Figur 5
- - Perspektivische Ansicht von zwei komplementären Stromschienenverbindern;
- Figur 6
- - Perspektivische Ansicht des Stromführungsverbinders aus Figur 5 im geöffneten Zustand
ohne Abdeckung;
- Figur 7
- - Perspektivische Ansicht der Stromschienenverbinder aus Figur 6 im zusammengesteckten
Zustand;
- Figur 8
- - Querschnittsansicht durch einen auf ein Stromführungsprofil aufgesteckten und mit
einem Metalltrog elektrisch leitend verbundenen Stromschienenverbinder;
- Figur 9
- - Perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Stromschienenverbinders im geöffneten
Zustand;
- Figur 10
- - Perspektivische Ansicht eines Steckverbinderpaares für den Stromschienenverbinder
aus Figur 9;
- Figur 11
- - Perspektivische Ansicht des Isolierstoffgehäuses des Stromschienenverbinders aus
Figur 9 und 10;
- Figur 12
- - Perspektivische Ansicht eines Isolierstoffeinlegeteils für den Stromschienenverbinder
aus Figur 9 und 10;
- Figur 13
- - Perspektivische Ansicht eines komplementären Stromschienenverbinders im geöffneten
Zustand;
- Figur 14
- - +Perspektivische Ansicht eines Steckverbinderpaares für den Stromschienenverbinder
aus Figur 13;
- Figur 15
- - Perspektivische Ansicht des Isolierstoffgehäuses des Stromschienenverbinders aus
Figur 13 mit eingelegten Stromschienenpaaren;
- Figur 16
- - Perspektivische Ansicht eines Isolierstoffeinlegeteils für den Stromschienenverbinder
aus Figur 15;
- Figur 17
- - Explosionsansicht des aus vier Einzelteilen bestehenden Isolierstoffgehäuses für
eine andere Ausführungsform eines Stromschienenverbinders;
- Figur 18
- - Perspektivische Ansicht von vier unterschiedlichen Steckverbinderpaaren für den
Stromschienenverbinder aus Figur 17;
- Figur 19
- - Perspektivische Ansicht des aus vier Teilen gebildeten Isolierstoffgehäuses eines
weiteren Steckverbinders;
- Figur 20
- - Perspektivische Ansicht von vier unterschiedlichen Steckverbinderpaaren für den
Stromschienenverbinder aus Figur 19;
- Figur 21
- - Perspektivische Ansicht des Ober- und Unterteils eines Isolierstoffgehäuses für
eine weitere Ausführungsform eines Stromschienenverbinders mit einer Anschlussebene;
- Figur 22
- - Perspektivische Ansicht des Steckverbinderpaares in jeweils zu 180 Grad zueinander
verdrehter Anordnung für den Stromschienenverbinder aus Figur 21;
- Figur 23
- - Perspektivische Ansicht des Ober- und Unterteils des Isolierstoffgehäuses für einen
komplementären Stromschienenverbinder;
- Figur 24
- - Perspektivische Ansicht des Steckverbinderpaares in jeweils zu 180 Grad zueinander
verdrehter Anordnung für den Stromschienenverbinder aus Figur 23;
- Figur 25
- - Perspektivische Ausschnittsansicht eines Metalltrogs mit darin angeordnetem Stromführungsprofil
und Befestigungselementen an dem Metalltrog zur Fixierung eines Stromschienenverbinders;
- Figur 26
- - Perspektivische Ansicht des Metalltrogs mit Stromführungsprofil und darauf aufgestecktem
Steckverbinder mit Befestigungselement zur Befestigung an dem Metalltrog;
- Figur 27
- - Perspektivische Ansicht eines Metalltrogs mit auf ein Stromführungsprofil im Metalltrog
aufgesteckten Stromschienenverbinder und zusätzlichem Verbindungselement;
- Figur 28
- - Querschnittsansicht durch den Metalltrog aus Figur 27 und mit dem Verbindungselement;
- Figur 29
- - Perspektivische Ansicht von zwei in Pfeilrichtung aufeinander schiebbaren Metalltrögen
und mit Verbindungselement;
- Figur 30
- - Perspektivische Ansicht eines Metalltrogs mit Stromführungsprofil und endseitiger
Schutzkappe auf dem Stromführungsprofil;
- Figur 31
- - Ausschnittansicht eines Metalltroges mit darauf aufgeschobener Schutzkappe;
- Figur 32
- - Perspektivische Ansicht des Metalltroges mit endseitig aufgeschobener Schutzkappe
aus Figur 31 mit Blick auf die Außenseite;
- Figur 33
- - Perspektivische Ansicht der Schutzkappe;
- Figur 34
- - Variante der Stromschienenverbinder mit endseitig abgerundeten Steckkontakten.
[0036] Figur 1 lässt eine Skizze eines Sets aus zwei komplementären Stromschienenverbindern
1a, 1b erkennen. Die Stromschienenverbinder 1a, 1b haben jeweils ein Isolierstoffgehäuse
2, das an der Oberseite mit einem Deckel 3 abgeschlossen ist. Auf der dem Deckel 3
gegenüberliegenden Seite ist ein erster Steckkontaktbereich 4 mit ersten Steckkontakten
5 ausgebildet. Dieser erste Steckkontaktbereich 4 und die daran angeordneten ersten
Steckkontakte 5 sind so ausgebildet, dass der Stromschienenverbinder 1a, 1b jeweils
mit seinem ersten Steckkontaktbereich 4 auf die Oberseite O eines Stromführungsprofils
6 aufsteckbar ist, um über Zwischenräume zwischen Stegen 7 des Stromführungsprofils
zugängliche Leitungen mit den ersten Steckkontakten 5 elektrisch leitend zu kontaktieren.
An der Stirnseite der Stromschienenverbinder 1a, 1b ist ein zweiter Steckkontaktbereich
8 mit zweiten Steckkontakten 9 ausgebildet. Die zweiten Steckkontaktbereiche 8 der
beiden komplementären Stromschienenverbinder 1a, 1b sind dabei gegensätzlich und passend
zueinander von der Kontur und von der Position und Gestaltung der zweiten Steckkontakte
9 so ausgebildet, dass ein komplementäres Paar von Stromschienenverbindern 1a, 1b
mit den jeweiligen zweiten Steckkontaktbereichen 8 ineinander gesteckt werden können,
um korrespondierende zweite Steckkontakte 9 der beiden komplementären Stromschienenverbinder
1a, 1b elektrisch leitend miteinander zu verbinden. Wenn in der vorliegenden Anmeldung
von "ineinander" gesprochen wird, dann ist es unerheblich, welcher
[0037] Teil den anderen Teil umgibt oder ob die Isolierstoffgehäuse unter Umständen nur
stumpf aufeinander aufgesteckt werden. Entscheidend ist, dass das komplementäre Paar
von Stromschienenverbindern 1a, 1b durch ihre zweiten Steckkontaktbereiche 8 so ausgebildet
sind, dass eine elektrisch leitende Steckkontaktierung zwischen den komplementären
Stromschienenverbindern 1a, 1b an den zweiten Steckkontaktbereichen 8 hergestellt
werden kann.
[0038] Dabei ist die Steckrichtung S2 der zweiten Steckkontaktbereiche 8 konstruktiv so
vorgegeben, dass sie in Erstreckungsrichtung E des Stromführungsprofils 6 verläuft.
[0039] Die Steckrichtung S1 der ersten Steckkontaktbereiche 4 ist hingegen vertikal zur
Längserstreckungsrichtung der Stromschienenverbinder 1a, 1b und der Erstreckungsrichtung
E des zu kontaktierenden Stromführungsprofils 6 ausgerichtet. Die ersten Steckkontakte
5 sind an diese Steckrichtung S1 angepasst. So kann der Stromschienenverbinder 1a,
1b jeweils mit seinem ersten Steckkontaktbereich 4 auf die Oberseite O eines jeweiligen
Stromführungsprofils 6 aufgesteckt werden. Wenn nun zwei in einer Flucht hintereinander
angeordneten Stromführungsprofile 6 elektrisch leitend miteinander verbunden werden
sollen, so erfolgt dies durch Aufstecken zweier komplementärer Stromschienenverbinder
1a, 1b, die jeweils auf den beiden zu verbindenden Stromführungsprofilen 6 aufgesteckt
sind, in axialer Richtung der Stromführungsprofile 6, d.h. in Erstreckungsrichtung
E.
[0040] Figur 2 lässt eine Seitenansicht des Sets aus Figur 1 erkennen. Deutlich wird, dass
nunmehr die Stromschienenverbinder 1a, 1b von der Oberseite O des Stromführungsprofils
6 auf dieses aufgesteckt wird. Die Bauhöhe wird dabei nur unwesentlich vergrößert.
An der Stirnseite der Stromführungsprofile 6 wird dann mit den zweiten Steckkontaktbereichen
8 vorzugsweise in Verlängerung der kontaktierten Leitungen (nicht sichtbar) im kontaktierten
Stromführungsprofil 6 ein Steckanschluss für einen komplementären Stromschienenverbinder
1a, 1b bereitgestellt. Die elektrisch leitende Verbindung zweier Stromführungsprofile
6 erfolgt damit nicht einfach durch eine axiale Richtung, d.h. in Erstreckungsrichtung
E des Stromführungsprofils 6 in diese eingesteckten Stromschienenkupplungen. Die Leitungen
des Stromführungsprofils 6 werden vielmehr durch Aufstecken des Stromschienenverbinders
1a, 1b quer zur Erstreckungsrichtung E kontaktiert und es wird mit dem zweiten Steckkontaktbereich
8 eine zusätzliche Steckkontaktschnittstelle geschaffen.
[0041] Erkennbar ist weiterhin, dass an dem komplementären Stromschienenverbinder 1b am
ersten Steckkontaktbereich eine Führungsnase 10 vorhanden ist, die das Einstecken
und Führen des komplementären Steckverbinders 1a in die Steckposition erleichtert.
[0042] Figur 3 lässt eine perspektivische Ansicht der komplementären Stromschienenverbinder
1a, 1b im aufgesteckten Zustand auf ein Stromführungsprofil 6 erkennen. Dabei sind
jeweils zwei Stromführungsprofile 6 in Erstreckungsrichtung E der Stromführungsprofile
6 hintereinander angeordnet. Auf jedes dieser Stromführungsprofile 6 ist jeweils ein
Stromschienenverbinder 1a, 1b in komplementärer Ausführungsform zueinander aufgesteckt.
Die Stromführungsprofile 6 haben in Längserstreckungsrichtung E verlaufende parallel
zueinander angeordnete Stege 7 mit Zwischenräumen 12 zwischen den Stegen 7. An den
Stegen 7 oder am Boden der Zwischenräume 12 sind über die Zwischenräume 12 zugängliche
Leitungen 13 angeordnet. Diese werden mit den ersten Steckkontakten 5 des ersten Steckkontaktbereichs
4 der Stromschienenverbinder 1a, 1b elektrisch leitend kontaktiert.
[0043] Eine Stirnseite der Stromführungsprofile 6 und diese Metalltröge 11 sind an den zweiten
Steckkontaktbereichen 8 vorhanden. Damit können dann die beiden zueinander passenden
Stromschienenverbinder 1a, 1b zusammengesteckt und elektrisch leitend kontaktiert
werden. Hierzu sind z.B. in dem zweiten Steckkontaktbereich 8 des rechten Stromschienenverbinders
1b zwei Steckkontakte 9 vorhanden, die als Messerkontakte ausgeführt sind. In den
Steckkontaktöffnungen im Isolierstoffgehäuse 3 des linken Stromschienenverbinders
1a sind dann die passenden Gabelkontakte angeordnet.
[0044] Figur 4 zeigt die perspektivische Ansicht aus Figur 3 ohne Metalltrog 11. Dabei wird
deutlich, dass an der Seite der Stromschienenverbinder 1a, 1b jeweils ein Erdungskontakt
14 abragt. Dieser Erdungskontakt 14 tritt beim Aufstecken des Stromschienenverbinders
1a, 1b auf die Stromschiene 6 in elektrisch leitendendem Kontakt mit dem umgebenen
Metalltrog 11, wenn das Stromführungsprofil 6 in Figur 3 dargestellt in einen Metalltrog
11 eingesetzt ist. Damit kann der Metalltrog 11 zuverlässig geerdet werden. Der Erdungskontakt
14 (PE = Protective Earth) bildet zusammen mit einem Steckkontakt 15 am zweiten Steckkontaktbereich
8 einen Erdungskontaktanschluss. Dieser Steckkontakt 15 ist dabei voreilend ausgeführt
und hat eine weiter aus dem Stromschienenverbinder 1a, 1b herausragende Länge, als
die anderen zweiten Steckkontakte 9 im zweiten Steckkontaktbereich. Der Erdungskontakt
14 wird dadurch beim Abziehen der Stromschienenverbinder 1a, 1b voneinander zuletzt
getrennt.
[0045] Figur 5 zeigt eine perspektivische Ansicht des Paares komplementärer Stromschienenverbinder
1a, 1b. Hier ist nochmals erkennbar, dass der Erdungskontakt 14 mit zwei in entgegengesetzte
Richtung abragenden Federarmen 16 ausgeführt ist.
[0046] Erkennbar ist auch an dem rechten Stromschienenverbinder 1b eine mit einer Anzahl
von Stegen 17 ausgebildeten kammartigen Struktur. An den Stegen 17 sind die zweiten
Steckkontakte 5 (nicht sichtbar) angeordnet, so dass der erste Steckkontaktbereich
4 zum Aufstecken in eine Steckrichtung S1 lotrecht zur Fläche an der Ober- und Unterseite
des Stromschienenverbinders 1a, 1b und seines Isolierstoffgehäuses 3 ausgebildet ist.
[0047] Figur 6 zeigt eine an der Oberseite geöffnete perspektivische Ansicht eines Paares
von Stromschienenverbindern 1a, 1b. In dem Unterteil 18 des Isolierstoffgehäuses 2
ist eine Anzahl von Kontakteinsätzen 19 vorhanden. Diese bestehen jeweils aus einem
ersten Steckkontakt 5 des ersten Steckkontaktbereichs 4 und einem gegenüberliegenden
zweiten Steckkontakt 9 des zweiten Steckkontaktbereichs 8 und einem diese beiden Steckkontakte
5, 9 miteinander verbindenden Stromschienenstück 20.
[0048] Die zweiten Steckkontakte 9 des ersten Stromschienenverbinders 1a sind dabei als
Gabelkontakte ausgeführt. Sie haben zwei in einem gemeinsamen Wurzelabschnitt miteinander
verbundene Gabelzinken, die federnd aufeinander zu gerichtet sind. Der Wurzelbereich
ist ein Teil des Stromschienenstücks 20 oder geht in dieses über. Auch der Erdungskontaktanschluss
ist auf der gegenüberliegenden Seite des Erdungskontaktes 14 mit einem solchen Gabelkontakt
15 als Steckkontakt versehen.
[0049] Der korrespondierende zweite Stromschienenverbinder 1b hat in seinem zweiten Steckkontaktbereich
8 eine Anzahl nebeneinander angeordneter Messerkontakte zur Bildung der zweiten Steckkontakte
9.
[0050] Erkennbar ist weiterhin, dass an dem von dem Isolierstoffgehäuse 2 der beiden Stromschienenverbinder
1a, 1b auf einander gegenüberliegenden Seite jeweils Laschen 21 schräg abragen. Diese
dienen zur Fixierung des Stromschienenverbinders 1a, 1b an einen Metalltrog 11, wenn
der Stromschienenverbinder 1a, 1b auf ein im Metalltrog 11 angeordnetes Stromführungsprofil
6 aufgesteckt ist.
[0051] Figur 7 zeigt das Paar von Stromschienenverbindern 1a, 1b aus Figur 6 im zusammengesteckten
Zustand. Dabei wird deutlich, dass die in Form von Messerkontakten ausgebildeten zweiten
Steckkontakte 9 des rechten Stromschienenverbinders in die als Gabelkontakte ausgeführten
zweiten Steckkontakte 9 des linken Stromschienenverbinders 1a eintauchen und dort
von den Gabelkontakten elektrisch leitend kontaktiert werden. Deutlich wird dabei,
dass die Laschen 21 dann in einer Flucht angeordnet sind.
[0052] Figur 8 zeigt eine Querschnittsansicht durch einen Stromschienenverbinder 1 (entweder
Stromschienenverbinder 1a oder komplementärer Stromschienenverbinder 1b), der mit
seinen Stegen 17 in die Zwischenräume 12 zwischen den Stegen 7 des Stromführungsprofils
6 eingesteckt ist. An diesen Stegen 7 des Stromführungsprofils 6 sind seitlich elektrische
Leiter 22 angeordnet. Diese werden dann mit zugeordneten ersten Steckkontakten 5 in
Form von Federbügel- oder Federarmkontakten elektrisch leitend kontaktiert. Diese
ersten Steckverbinder 5 sind dabei an den Stegen 17 des Stromschienenverbinders 1
angeordnet und ragen seitlich elastisch federnd davon hervor.
[0053] Dabei kann an jeder Seite der Stege 17 des Stromschienenverbinders 1 jeweils ein
erster Steckkontakt 5 vorhanden sein.
[0054] Der Erdungskontakt 14 kann optional mit einem zugeordneten Leiter 22 im Stromführungsprofil
6 elektrisch leitend kontaktiert werden. Dies ist bevorzugt, um die Stromwege zur
Stromableitung kurz zu halten.
[0055] Deutlich wird, dass der Stromschienenverbinder 1 mit seinem ersten Steckkontaktbereich
4 zum Aufstecken auf die Oberseite des Stromführungsprofils 6, d.h. auf die offene
Seite der Zwischenräume 12 und die Enden der Stege 7 des Stromführungsprofils 6 ausgebildet
ist.
[0056] Figur 9 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines ersten Stromschienenverbinders
1a mit Gabelkontakten für die zweiten Steckkontakte 9. Diese sind auf zwei Ebenen
jeweils nebeneinander angeordnet, um so die Packungsdichte zu erhöhen. Das Unterteil
18 des Isolierstoffgehäuses 2 nimmt dabei die Kontakteinsätze 19 auf. Im ersten Steckkontaktbereich
4 sind die ersten Steckkontakte an den Stegen 17 angeordnet. Im zweiten Steckkontaktbereich
8 sind Zwischenwände 23 vorhanden, um die einzelnen nebeneinander angeordneten Steckkontakte
9 elektrisch voneinander zu isolieren und einzelne Kammern zu bilden. An der Oberseite
sind dieses Kammern durch den Boden 24 eines Isolierstoffeinsatzteils 25 abgeschlossen,
das nach dem Einlegen der unteren Kontakteinsätze 19 auf das Unterteil 18 aufgesteckt
wird. Sodann werden die oberen Kontaktteile 19 in das Isolierstoffgehäuse 18 und das
Isolierstoffeinlegeteil 15 eingelegt, um eine Reihe von zweiten Steckkontaktanschlüssen
9 in der oberen, zweiten Ebene anzuordnen.
[0057] Dieses Isolierstoffeinlegeteil 24 hat vom Boden 24 nach unten abragende Flansche
26, mit denen die verfügbaren Luft- und Kriechstrecken weiter erhöht werden können.
[0058] Figur 10 lässt beispielhaft einen Kontakteinsatz 19 für die untere Ebene erkennen.
Der Kontakteinsatz 19 für die obere Ebene ist vergleichbar hierzu aufgebaut. Erkennbar
ist, dass der erste Steckkontakt 5 eine Federzunge 27 (auch Federbügel genannt) hat,
der von einem gemeinsamen Stromschienenstück 20 abragt, welches den Gabelkontakt 28
am gegenüberliegenden Ende mit der Federzunge 27 elektrisch leitend verbindet. Das
Kontaktteil 19 ist einteilig aus einem Metallblech ausgeformt. Dies kann durch Ausstanzen
und Umbiegen auf einfache Weise erfolgen.
[0059] Die Federzunge 27 hat beidseits Kontaktkanten 50, die sich beim Aufstecken des ersten
Steckkontaktes 5 auf ein Stromführungsprofil 6 in die zu kontaktierende Leitung 22
einschneiden können. Damit ist der erste Steckkontakt 5 zur Leitung 22 lagefixiert.
[0060] Der zweite Steckkontakt 9 hat dabei einen doppelten Gabelkontakt mit zwei Paaren
aufeinander zu weisende Gabelzungen 29, dessen vorderen freien Enden voneinander weg
weisen abgebogen sind. Auf diese Weise wird ein Einführtrichter für einen korrespondierenden
Messerkontakt geschaffen. Das Stromschienenstück 20 hat dabei einen umgebogenen Brückenabschnitt
30, mit dem die einander gegenüberliegenden Gabelzungen 29 miteinander verbunden sind.
[0061] Figur 11 lässt eine perspektivische Ansicht des Unterteils 18 des Isolierstoffgehäuses
für den Stromschienenverbinder aus Figur 9 erkennen. Hierbei sind die voneinander
beabstandeten Zwischenwände 23 und Stege 17 gut zu erkennen, die sich jeweils in Längsrichtung
des Isolierstoffgehäuses 3 bzw. des Unterteils 18 erstrecken. Die Stege 17 sind dabei
seitlich versetzt zu den Zwischenwänden 23 angeordnet.
[0062] Figur 12 lässt eine perspektivische Ansicht des Isolierstoffeinlegeteils 25 erkennen.
Auch hier sind Zwischenwände 23 im Abstand zueinander angeordnet, die auf einem gemeinsamen
Boden 24 ruhen. Deutlich sind weiterhin die vom Boden 24 auf der den Zwischenwänden
23 gegenüberliegenden Seite abragenden Flansche 26. Ein Paar von nebeneinander angeordneten
parallel zueinander ausgerichteten Flanschen 26 stellt einen Zwischenraum zur Aufnahme
einer Zwischenwand 23 des Unterteils 18 des Isolierstoffgehäuses 2 bereit.
[0063] Entsprechend ist an der Rückseite der Zwischenwände 23 jeweils ein Aufnahmeschlitz
31 zum Aufnehmen eines Teils der Zwischenwand 23 oder des Endes eines Steges 17 des
Unterteils 18 vorhanden.
[0064] Damit kann das Isolierstoffeinlegeteil 25 auf das Unterteil 18 aufgeschoben und dort
lagefixiert werden.
[0065] Figur 13 lässt eine perspektivische Ansicht des zum Stromschienenverbinder 1a aus
Figur 9 korrespondierenden Stromschienenverbinders 1b erkennen. Deutlich wird, dass
die zweiten Steckkontakte 9 hier als Messerkontakte ausgeführt sind. Diese sind auch
wiederum in Gruppen nebeneinander und in zwei Ebenen übereinander angeordnet. Auch
hier ist ein Isolierstoffeinlegeteil 25 vorhanden, das in das Unterteil 18 des Isolierstoffgehäuses
2 eingesetzt wird. Im Prinzip kann auch hier auf die vorhergehenden Ausführungen verwiesen
werden. Mithilfe des Unterteils 18 des Isolierstoffgehäuses 2 und des Isolierstoffeinlegeteils
25 werden Steckkonturen mit Kammern zur Aufnahme der zweiten Steckkontakte 9 (hier
als Messerkontakte ausgeführt) bereitgestellt. Diese werden dann im die Kammern des
korrespondierenden ersten Steckverbinders 1a eingeschoben, wobei die Gabelkontakte
28 dann jeweils einen Messerkontakt 32 umgreifen und elektrisch leitend kontaktieren.
[0066] Der erste Steckkontaktbereich 4 hat wiederum wie im ersten Ausführungsbeispiel erste
Steckkontakte 5 mit Federbügeln.
[0067] Figur 14 lässt eine perspektivische Ansicht eines Kontakteinsatze 19 für diesen korrespondierenden
Stromschienenverbinder 1b mit Messerkontakt 32 auf einen Federbügelkontakt 27 auf
der gegenüberliegenden und ein diesen ersten und zweiten Steckkontakt 9, 5 verbindendes
Stromschienenstück 20 erkennen. Wie bei dem korrespondierenden Stromschienenverbinder
(vgl. Figur 10) liegt auch hier der zweite Steckkontakt 9 in etwa auf der Höhe der
Kontaktierung des ersten Steckkontakts 5 auf derselben Steckebene, wobei der in Figur
14 dargestellte Kontakteinsatz zur Verwendung in der unteren Ebene des Stromschienenverbinders
1b vorgesehen ist.
[0068] Figur 15 zeigt das Unterteil 18 des vorher beschriebenen Stromschienenverbinders
1b ohne Isolierstoff-Einlegeteil 25 aber mit eingelegten Kontakteinsätzen 19, sowohl
in der unteren, als auch in der oberen Ebene. Deutlich wird, dass die Stromschienenstücke
20, welche den ersten und zweiten Steckkontakt 5, 9 miteinander verbinden, in einer
Biegung durch das Unterteil 18 geführt sind. Deutlich wird weiterhin, dass die ersten
Steckkontakte 5 lagefixiert in das Unterteil 18 eingesteckt werden. Hierzu sind in
dem Unterteil 18 geeignete Aufnahmenuten vorhanden. Die Steckkontakte 5 der unteren
Ebene liegen dabei an einer von dem Steg 17 abgewandten Seite, an welcher die Steckkontakte
5 der oberen Ebene angeordnet sind.
[0069] Figur 16 lässt eine perspektivische Ansicht des Isolierstoffeinlegeteils 25 erkennen.
Hier wird deutlich, dass durch die mit Zwischenspalten 33 voneinander getrennten Aufnahmerinnen
34 die Luft- und Kriechstrecken zwischen den angrenzenden zweiten Steckkontakten 9
wesentlich erhöht werden. Diese Zwischenspalte 33 dient zur Aufnahme der Zwischenwände
23 des korrespondierenden Stromschienenverbinders 1a, wenn der Stromschienenverbinder
1b auf den komplementären Stromschienenverbinder 1a aufgesteckt wird.
[0070] Figur 17 zeigt eine Explosionsansicht eines vierteiligen Isolierstoffgehäuses 2 für
eine weitere Ausführungsform eines Stromschienenverbinders. Wiederum ist ein Unterteil
18 vorgesehen, das durch ein Deckelteil 3 abgedeckt wird.
[0071] Das Isolierstoffeinlegeteil 25 ist bei dieser Ausführungsform ebenfalls zweiteilig
ausgeführt und besteht aus einem Unterteil 35 sowie einem Oberteil 36. Diese Teile
des Isolierstoffgehäuses 2 haben Konturen zur Aufnahme der Kontakteinsätze 19 und
zur Bereitstellung einer Steckkontur im zweiten Steckkontaktbereich 8 an der Stirnseite
des zusammengesetzten Isolierstoffgehäuses 2.
[0072] Figur 18 zeigt die beiden unterschiedlichen Kontakteinsätze 19, die in diesen Stromschienenverbinder
1 aus Figur 17 eingesetzt werden. Die beiden unterschiedlichen Kontakteinsätze 19
sind dabei in zwei Ausrichtungen jeweils um 180 Grad verdreht zueinander dargestellt.
[0073] Bei dem unteren Kontakteinsatz 19 handelt es sich um den Erdungskontaktanschluss
mit dem Erdungskontakt 14 auf einer Seite und einem Messerkontakt 32 auf der gegenüberliegenden
Seite sowie einen diese beiden Kontakte 14, 32 miteinander verbindenden Stromschienenstück
20.
[0074] Die anderen Kontakte haben auf einer Seite einen Federbügel und auf der gegenüberliegenden
Seite einen Messerkontakt 32. Auch hier ist der erste Steckkontakt 5 und der gegenüberliegende
zweite Steckkontakt 9 über ein Stromschienenstück 20 miteinander verbunden. Dieses
weist eine U-förmige Biegung auf.
[0075] Figur 19 zeigt eine Explosionsansicht eines ebenfalls aus vier Teilen gebildeten
Isolierstoffgehäuses 2 für den hierzu komplementären Stromschienenverbinder. Zu seinem
Aufbau kann im Wesentlichen auf die Beschreibung zu Figur 9 verwiesen werden. Auch
hier ist allerdings das Isolierstoffeinlegeteil 25 aus zwei Teilen 35, 36 gebildet.
[0076] Figur 20 zeigt die für diesen Stromschienenverbinder 1 vorgesehenen Kontakteinsätze
19, die jeweils in zwei zu 180° zueinander verdrehten Ausrichtungen. Die Kontakteinsätze
19 im oberen Bereich haben wiederum eine Federzunge 27 zur Bildung des ersten Steckkontaktes
5 und auf der gegenüberliegenden Seite einen Gabelkontakt 28 zur Bildung des zweiten
Steckkontaktes 9. Diesbezüglich wird auf die Ausführungen zu Figur 10 verwiesen.
[0077] Deutlich wird allerdings, dass für den darunter dargestellten Erdungskontaktanschluss
der Gabelkontakt 28 aus drei übereinander angeordneten Paaren von Gabelzungen 29 ausgebildet
ist. Damit wird die Kontaktkraft und der Stromquerschnitt im Vergleich zu den darüber
angeordneten Kontaktteilen 19 erhöht, was für den Erdungskontakt besonders wichtig
ist.
[0078] Figuren 21 bis 24 zeigen die zur Bildung von einreihigen komplementären Stromschienenverbindern
1a, 1b vorgesehenen Isolierstoffgehäuse 2 mit Unterteil 18 und Deckel 3 sowie den
zugehörigen Kontakteinsätzen 19. Diese Kontakteinsätze 19 sind vergleichbar zu der
oben beschriebenen Ausführungsform nur mit räumlich etwas veränderter Anbindung des
Stromschienenstücks 20 an den ersten Steckkontaktanschluss 5 ausgebildet.
[0079] Entsprechendes gilt für die Kontakteinsätze 19 aus Figur 24 mit den Messerkontakten
32.
[0080] Figur 25 lässt eine Ausschnittsansicht eines Metalltrogs 11 mit darin aufgenommenen
Stromführungsprofil 6 erkennen. Deutlich wird, dass an dem Metalltrog 11 Befestigungselemente
37 z.B. in Form von abstehenden Noppen ausgebildet sind. Diese Befestigungselemente
37 sind vorgesehen, um einen auf das Stromführungsprofil 6 aufgesteckten Stromschienenverbinder
1a, 1b an dem Metalltrog 11 zu fixieren. Dies kann durch eine Rastverbindung, eine
Schraubverbindung oder ähnliches erfolgen. So können die Befestigungselemente 37 auch
einfach nur als Bohrungen zum Aufnehmen von Blechschrauben ausgebildet sein.
[0081] Figur 26 zeigt die Ausschnittsansicht aus Figur 25 mit nunmehr aufgesteckten Stromschienenverbinder
1b. Dabei wird deutlich, dass der Stromschienenverbinder 1b an einer Seite einen Befestigungsbereich
mit einem zu dem Befestigungselement 37 des Metalltrogs 11 passenden Befestigungselement
38 hat. So kann der Stromschienenverbinder 1b z.B. an dem Metalltrog 11 verrastet
werden.
[0082] Figur 27 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Metalltrogs 11 mit einem Stromschienenverbinder
1b, der auf ein nicht sichtbares Stromführungsprofil 6 im Metalltrog 11 aufgesteckt
ist. Dieser Stromschienenverbinder 1b wird durch ein Verbindungselement 39 abgedeckt,
genauer gesagt mit einer Halteplatte 40 des Verbindungselementes 39. Erkennbar ist
weiterhin, dass das Verbindungselement 39 einander gegenüberliegenden Seitenführungswandabschnitte
41 hat, die auf der linken Seite in das Profil des Metalltrogs 11 eingeschoben sind,
so dass das Verbindungselement in der Flucht des Metalltrogs 11 ausgerichtet ist.
Dann kann ein weiterer Metalltrog 11 mit daran angeordneten Stromführungsprofil 6
an den Führungswandabschnitten 41 angesetzt und mit Hilfe der Führungswandabschnitte
41 zum dahinterliegenden Metalltrog 11 geschoben werden. Ein dabei bereits auf das
Stromführungsprofil 6 aufgesteckter Stromschienenverbinder 1a wird auf diese Weise
lage- und positionsrichtig zu dem Stromschienenverbinder 1b geführt, so dass diese
beim Aufeinanderschieben von zwei Metalltrögen 11 einen elektrisch leitenden Steckkontakt
eingehen. Zur Führung kann zumindest an dem Stromschienenverbinder 1a, 1b auch noch
ein Führungsfinger 42 abragen, der in eine entsprechende Führungsöffnung in dem gegenüberliegenden,
komplementären Stromschienenverbinder 1a, 1b eingreift.
[0083] Figur 28 zeigt eine Querschnittsansicht durch den Metalltrog 11 aus Figur 27. Dabei
wird deutlich, dass die Halteplatte 40 auf der Oberseite des Stromschienenverbinders
1 aufliegt und diesen auf der Stromschiene 6 festhält. Die Führungswandabschnitte
41 an den einander gegenüberliegenden Seiten liegen dann an den Seitenwänden 43 des
Metalltrogs 11 an und können auch noch in entsprechende Führungsnuten oder an den
entsprechenden Konturen geführt werden.
[0084] Figur 29 zeigt eine perspektivische Ansicht von zwei in Pfeilrichtung aufeinander
zu schiebbaren Metalltrögen 11 mit darin aufgenommen Stromführungsprofilen 6 und bereits
vor dem Zusammenbau auf die Stromführungsprofile 6 aufgesteckten Stromschienenverbindern
1a, 1b. Mit Hilfe des Verbindungselementes 39 gelingt es, nicht nur die bereits aufgesteckten
Stromschienenverbinder 1a, 1b über die Halteplatte auf den Stromführungsprofilen 6
zu halten, sondern auch mit Hilfe der Führungswandabschnitte 41 die Metalltröge 11
in Flucht zueinander ausgerichtet aufeinander zu zu bewegen. Dabei werden die bereits
aufgesteckten Stromschienenverbinder 1a, 1b lagerichtig aufeinander zugeführt und
miteinander steckkontaktiert.
[0085] Deutlich wird weiterhin, dass an der Halteplatte 40 beidseits Laschen 44 vorhanden
sind, die einen Federdruck auf die Stromschienenverbinder 1a, 1b ausüben können und
zumindest zur verbesserten Einführung dienen.
[0086] Figur 30 lässt eine Ansicht eines in einem Metalltrog 11 eingebauten Stromführungsprofils
6 mit darauf aufgestecktem Stromschienenverbinder 1 erkennen. Deutlich wird, dass
das Stromführungsprofil 6 auf einer Seite stirnseitig mit einer Schutzkappe 45 abgedeckt
ist.
[0087] Figur 31 zeigt eine Ausschnittansicht eines Metalltroges 11 mit darin eingebautem
Stromführungsprofil 6 und darauf aufgestecktem Stromschienenverbinder 1. Auf das Endstück
des Metalltrogs 11 ist eine Schutzkappe 46 aufgeschoben, die einen Transportschutz
bereitstellt. Diese Schutzkappe 46 kann zur manuellen Entnahme vor dem Zusammenstecken
zweiter Stromschienenverbinder 1a, 1b vorgesehen sein. Vorteilhaft ist es jedoch,
wenn die Schutzkappe 46 eine derart ausgebildete Kontur hat, dass sich die Schutzkappe
46 beim Anbauen eines angrenzenden Metalltroges 11 oder ggf. erst beim Aufstecken
eines korrespondieren Stromschienenverbinders 1a, 1b selbsttätig löst und abfällt.
Hierzu können beispielsweise vorstehende Stege 47 an der Innenseite der Schutzkappe
46 vorgesehen sein.
[0088] Figur 32 zeigt den Metalltrog 11 mit endseitig aufgeschobener Schutzkappe 46 aus
Figur 31 mit Blick auf die Außenseite. Die Schutzkappe 46 ist an die QuerschnittsKontur
des Metalltroges 11 angepasst.
[0089] Figur 33 zeigt eine perspektivische Ansicht der Schutzkappe 46. Deutlich wird, dass
an den einander gegenüberliegenden Randkanten Haltelaschen abragen, die an den Randkanten
des Metalltroges 11 im aufgeschobenen Zustand auflagern und die Schutzkappe 46 an
dem Metalltrog 11 halten. Erkennbar sind weiterhin Endanschläge 49 in Form von Querstegen,
die einen Anschlag für einen Metalltrog 11 bilden, wenn die Schutzkappe 46 auf den
Metalltrog aufgeschoben wird.
[0090] Figur 34 zeigt eine Variante der Stromschienenverbinder 1a, 1b, bei der die Steckkontakte
9 endseitig abgerundet sind. Die Steckkontakte 9 können auf zwei Kontaktebenen wie
dargestellt angeordnet sein. Die abgerundete Variante ist aber grundsätzlich von der
Anzahl von Steckebenen unabhängig.
1. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) zur elektrisch leitenden Verbindung von Leitungen
(22) an Stegen (7) eines Stromführungsprofils (6), das eine Oberseite (O) hat, an
der die Leitungen (22) über die Zwischenräume (12) zwischen den Stegen (7) zugänglich
sind, wobei der Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) ein Isolierstoffgehäuse (2) und
eine Mehrzahl von paarweise elektrisch leitend miteinander verbundenen ersten und
zweiten Steckkontakten (5, 9) hat,
dadurch gekennzeichnet,
- dass ein erster Steckkontaktbereich (4) mit den ersten Steckkontakten (5) zum Aufstecken
auf die Oberseite (O) senkrecht zur Längserstreckungsrichtung E) des Stromführungsprofils
(6) in einer ersten Steckrichtung (S1) und zur Steckkontaktierung der Leitungen (22)
des Stromführungsprofils (6) vorhanden ist, und
- dass ein zweiter Steckkontaktbereich (8) an einer Stirnseite des Isolierstoffgehäuses
(2) vorhanden ist, wobei der zweite Steckkontaktbereich (8) die zweiten Steckkontakte
(9) zur Steckkontaktierung eines komplementären Stromschienenverbinders (1, 1a, 1b)
in eine der Längserstreckungsrichtung (E) des Stromführungsprofils (6) entsprechenden
zweiten Steckrichtung (S2) hat,
- wobei die Ebene, welche die Oberseite (O) aufspannt, in einem Winkel zu einer die
Stirnseite aufspannenden Ebene steht.
2. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Steckkontakte (9) als Messerkontakte (32) und/oder Gabelkontakte (28)
ausgeführt sind.
3. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Steckkontakte (5) jeweils zumindest eine Federzunge (27) aufweisen.
4. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federzunge (27) zumindest eine seitlich vorstehende Kontaktkante (50) hat.
5. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Steckkontaktbereich (4) Stege (17) ausgebildet sind, die zum Einstecken
in den Zwischenraum (12) benachbarter Stege (7) des Stromführungsprofils (6) vorgesehen
sind und jeweils die ersten Steckkontakte (5) tragen.
6. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Steckkontakte (9) in Steckrichtung (S2) beweglich in dem Isolierstoffgehäuse
(2) gelagert sind.
7. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Paare von ersten und zweiten Steckkontakten (5, 9) über ein Stromschienenstück
(20) oder eine flexible Leitung miteinander verbunden sind.
8. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Paare von ersten und zweiten Steckkontakten (5, 9) einstückig mit einem die Steckkontakte
(5, 9) verbindenden Stromschienenstück (20) gebildet sind.
9. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstoffgehäuse (2) Befestigungselemente (37) oder Befestigungskonturen zur
Fixierung an dem Stromführungsprofil (6) oder einem das Stromführungsprofil (6) tragenden
Metalltrog (11) hat.
10. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schutzkappe (45) zur Abdeckung des zweiten Steckkontaktbereichs (8), wobei die
Schutzkappe (45) eine zum selbsttätigen Lösen der Schutzkappe (45) von dem zweiten
Steckkontaktbereich (8) beim Aufstecken des komplementären Stromschienenverbinders
(1, 1a, 1b) auf den zweiten Steckkontaktbereich (8) ausgebildete Kontur hat.
11. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Steckkontaktbereich (8) ohne Rastmittel zur beweglichen Steckverbindung
der Isolierstoffgehäuse (2) und darin aufgenommener zweiter Steckkontakte (9) des
Stromschienenverbinders (6) und eines komplementären Stromschienenverbinders (1, 1a,
1b) ausgebildet ist.
12. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass elektrisch voneinander getrennte zweite Steckkontakte (9) zur Kontaktierung voneinander
unterschiedlicher Leitungen des Stromschienenprofils (6) in zwei Ebenen übereinander
angeordnet sind, wobei der zweite Steckkontaktbereich (8) ein Isolierstoffeinlegeteil
(25) mit einem die beiden Ebenen voneinander abtrennenden Boden (24) und mit Trennwänden
(23) zwischen in einer gemeinsamen Ebene nebeneinander angeordneten zweiten Steckkontakten
(9) hat.
13. Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen voreilenden Erdungskontaktanschluss mit einem Erdungskontakt (14), der an einer
Seitenwand des Isolierstoffgehäuses (2) angeordnet und zur Kontaktierung eines Metalltrogs
(11), in dem das Stromführungsprofil (6) aufgenommen ist, ausgebildet ist, wenn der
Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) auf das im Metalltrog (11) angeordnete Stromführungsprofil
(6) aufgesteckt ist.
14. Set aus zwei komplementären Stromschienenverbindern (1, 1a, 1b) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche und Metalltröge (11) mit jeweils darin aufgenommenem Stromführungsprofil
(6), gekennzeichnet durch ein Verbindungselement (39), das Führungswandabschnitte (41) zum Einschieben in zwei
miteinander zu verbindende Metalltröge (11) und eine Halteplatte (40) zur Anlage auf
einem auf ein Stromführungsprofil (6) eines ersten Metalltrogs (11) aufgestecktem
Stromschienenverbinder (1, 1a, 1b) und zur Führung dieses auf das Stromführungsprofil
(6) des ersten Metalltrogs (11) aufgesteckten Stromschienenverbinders (1, 1a, 1b)
zum zweiten Steckkontaktbereich (8) eines auf ein Stromführungsprofil (6) eines zweiten
Metalltrogs (11) aufgesteckten komplementären Stromschienenverbinders (1, 1a, 1b)
hat.