[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kompressoranlage zur Erzeugung von Druckluft.
Eine solche Anlage umfasst einen Antrieb, einen von diesem angetriebenen Verdichter,
einen Schmiermittelkühler zum Kühlen eines Schmiermittels, einen Druckluftkühler zum
Kühlen der erzeugten Druckluft, sowie eine Gebläseeinheit zur Bereitstellung von Kühlluft
an den Schmiermittelkühler und den Druckluftkühler.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betrieb einer Druckluft erzeugenden
Kompressoranlage, welches insbesondere darauf gerichtet ist, die Gebläse einer Gebläseeinheit
anzusteuern, um Kühlluft für den Schmiermittelkühler und den Druckluftkühler bereitzustellen.
[0003] Aus marktüblichen Kompressoranlagen ist es bekannt, dass eine solche Anlage neben
einem als Antrieb dienenden Elektromotor und einem Verdichter auch eine Kühleinheit
umfasst, durch welche sowohl das im Verdichter benötigte Schmiermittel (vorzugsweise
Öl) als auch die vom Verdichter bereitgestellte Druckluft gekühlt werden müssen. In
bekannten Verdichtern mit Öleinspritzung kommt es im Verdichtungsprozess zu einer
erheblichen Erwärmung des Schmiermittels, welches nachfolgend aus der erzeugten Druckluft
herausgefiltert und gekühlt werden muss, um mit einer verringerten Temperatur dem
Prozess erneut zugeführt zu werden. Ohne die Kühlung des Schmiermittels würde es schnell
zu einer Überhitzung der Verdichteranlage kommen, sodass eine Verschlechterung des
Wirkungsgrades und ggf. eine Beschädigung der Verdichteranlage zu befürchten wäre.
Darüber hinaus wird im Verdichtungsprozess auch die zu erzeugende Druckluft erwärmt,
wobei üblicherweise der Bedarf besteht, die Druckluft mit einer verringerten Temperatur
den nachfolgenden Verbrauchsstellen zu zuführen. Die Temperatur der von der Kompressoranlage
abgegebenen Druckluft soll regelmäßig nicht mehr als 10-15° oberhalb der Umgebungstemperatur
liegen, sodass eine effiziente Kühlung der Druckluft bereits innerhalb der Kompressoranlage
erforderlich ist. In den marktüblichen Kompressoranlagen sind daher voneinander getrennte
Ölkühler und Druckluftkühler vorgesehen, durch welche von einem oder mehreren Gebläsen
erzeugte Kühlluft strömt. Der Ölkühler und der Luftkühler sind dabei üblicherweise
in einer gemeinsamen Ebene positioniert, sodass sie gemeinsam an einer Außenseite
der Kompressoranlage liegen, um die Abwärme möglichst effizient abführen zu können.
Auf der nach innen gewandten Seite des Ölkühlers und des Druckluftkühlers schließt
sich eine gemeinsame Kühlkammer an, durch welche die Kühlluft strömt. Um einen kompakten
Aufbau der bekannten Kompressoranlagen zu ermöglichen, werden die Gebläse mit ihrer
Rotationsebene regelmäßig senkrecht stehend zu den Kühlern montiert (die Achse der
Gebläseräder verläuft also parallel zur Haupterstreckungsebene der beiden Kühler),
damit die Kühlluft auf kurzem Weg geführt werden kann und nicht durch das gesamte
Gehäuse der Kompressoranlage geführt werden muss. Die Förderleistung der Gebläse muss
bei den bekannten Anlagen in Abhängigkeit von der jeweils größeren Abwärmemenge gesteuert
werden, die regelmäßig vom Schmiermittelkühler abgeführt werden muss. Eine getrennte
Steuerung des Kühlluftstroms, der durch den Druckluftkühler bzw. den Schmiermittelkühler
geführt wird, ist daher nicht möglich.
[0004] Aus der
US 2015/0030491 A1 ist ein Kompressor bekannt, bei welchem ein Abschnitt einer Verbraucherleitung als
Radiator gestaltet ist, welcher durch einen aktiven Luftstrom gekühlt wird, der von
einem ersten Lüfter ausgeht. Ein Abschnitt einer Ölrücklaufleitung ist ebenfalls als
Radiator gestaltet, der von einem zweiten Lüfter gekühlt wird.
[0005] Die
DE 101 17 790 A1 zeigt eine Kompressoranlage mit zwei Verdichterstufen und mit einem Zwischenkühler
für Druckluft im Anschluss an die erste Verdichterstufe sowie einem Nachkühler für
die Druckluft im Anschluss an die letzte Verdichterstufe. Die beiden Kühler werden
von Lüftern mit Kühlluft beaufschlagt, wobei Mittel zum Regeln der Kühlluftmenge für
den Zwischenkühler oder den Nachkühler vorgesehen sind.
[0006] Die
JP 2015 038354 A zeigt eine Kompressoranlage mit einer Wärmerückgewinnung, welche eine herkömmliche
Kompressorkühlung nutzt. Die Kompressoranlage umfasst einen ersten Luftkühler zum
Kühlen der Druckluft eines Kompressors und einen ersten Ölkühler zum Kühlen des Schmieröls
des Kompressors. Ein zweiter Luftkühler und ein zweiter Ölkühler können zur Wärmerückgewinnung
bedarfsweise zu- und abgeschaltet werden.
[0007] Die
EP 1 249 603 A2 betrifft eine ölfreie Kompressoranlage mit mindestens zwei Verdichterstufen und mit
einem Zwischenkühler für Druckluft im Anschluss an die erste Verdichterstufe und einem
Nachkühler für die Druckluft im Anschluss an die letzte Verdichterstufe. Die
JP H10184571 A betrifft ebenfalls eine Kompressoranlage mit einem zweistufigen Verdichter und Zwischenkühler.
Die
JP 2012-47185 A betrifft einen weiteren ölfreien Schraubenverdichter.
[0008] Das chinesische Gebrauchsmuster
CN 2018 02627 U betrifft ein Kühlsystem für einen Schraubenluftverdichter mit einem Ölkühler und
Nachkühler.
[0009] Die
US 8,622,716 B2 beschreibt einen bekannten Verdichter mit einem Ölkühler
[0010] Die
US 6,077,052 A1 betrifft ein Temperaturkontrollsystem für einen Fluidnachkühler eines fahrbaren Kompressors.
[0012] Die
CN 104214102 A betrifft ein Erdgas-Kompressoranlage mit einem Luftkühler und einem Ölkühler.
[0013] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht ausgehend von diesen bekannten Kompressoranlagen
darin, eine verbesserte Kompressoranlage bereitzustellen, die eine effizientere und
energiesparende Kühlung sowohl der erzeugten Druckluft als auch des Schmiermittels
erstattet. Vorzugsweise soll sich dabei der Fertigungs- und Montageaufwand für die
Kompressoranlage nicht erhöhen. Darüber hinaus wird angestrebt, dass die Kompressoranlage
so gestaltet ist, dass eine einfache Integration in kundenspezifische Anwendungen
möglich ist und dabei auch Anforderungen in Bezug auf einfache Inbetriebnahme und
Wartung erfüllt werden.
[0014] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird darin gesehen, ein Verfahren
zum Betrieb einer Druckluft erzeugenden Kompressoranlage anzugeben, welches einen
ressourcenschonenden Betrieb gestattet und eine Optimierung im Bereich der Kühlung
der Kompressoranlage ermöglicht.
[0015] Diese und weitere Aufgaben werden durch eine Kompressoranlage gemäß dem beigefügten
Anspruch 1 sowie durch ein Verfahren zum Betrieb der Kompressoranlage gelöst.
[0016] Die erfindungsgemäße Kompressoranlage zur Erzeugung von Druckluft zeichnet sich dadurch
aus, dass die Gebläseeinheit mindestens zwei unabhängig voneinander steuerbare Gebläse
besitzt, die jeweils eigenständig Kühlluft in voneinander getrennte erste und zweite
Kühlkammern fördern. Die erste Kühlkammer ist so gestaltet, dass sie die von einem
ersten Gebläse geförderte Kühlluft dem Schmiermittelkühler zuführt, während die zweite
Kühlkammer die von einem zweiten Gebläse geförderte Kühlluft an den Druckluftkühler
führt. Im Saugbetrieb würde die Kühlluft alternativ nicht zu den Kühlern sondern von
diesen weg gefördert werden, ebenfalls über die strömungstechnisch getrennten Kühlkammern.
Dieser umgekehrte Betrieb ist von der Erfindung natürlich ebenfalls mit erfasst, ohne
dass nachfolgend zwischen diesen Varianten unterschieden wird. Dies bietet zunächst
den Vorteil, dass die einzelnen Gebläse voneinander unabhängig betrieben werden können,
um den einerseits zur Kühlung des Schmiermittelkühlers erforderlichen Volumenstrom
und den andererseits zur Kühlung des Druckluftkühlers erforderlichen Volumenstrom
an den jeweiligen Bedarf anzupassen. Beispielsweise erfordert der Schmiermittelkühler
eine große Kühlluftmenge, wenn eine hohe Kompression gewünscht ist, während der Druckluftkühler
nur geringe Kühlluftmengen benötigt, wenn nur eine geringe Druckluftmenge von der
Kompressoranlage abgefordert wird.
[0017] Erfindungsgemäß sind der Schmiermittelkühler und der Druckluftkühler zueinander versetzt
angeordnet, sodass die Achsen ihrer jeweiligen Zu- und Abflussflansche, die an den
Seitenwänden der Kühler angebracht sind, in unterschiedlichen Ebenen liegen. Insbesondere
ist es vorteilhaft, wenn die Haupterstreckungsebenen von Schmiermittelkühler und Druckluftkühler
mindestens um den Durchmesser der Anschlussleitungen, die an den weiter im Inneren
der Kompressoranlage angeordneten Kühler angeschlossen sind, zueinander versetzt sind.
Dies gestattet die ungeminderte, geradlinige Vorbeiführung dieser Anschlussleitungen
an dem anderen Kühler, der weiter in Richtung Außenseite der Kompressoranlage angeordnet
ist. Damit ist nicht nur eine einfache Montage bei der Herstellung der Kompressoranlage
sichergestellt sondern es werden auch Engstellen und Richtungsänderungen in den Anschlussleitungen
vermieden, sodass die Medienführung optimiert ist.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform stehen die Gebläseradachsen der beiden Gebläse
senkrecht zu den Haupterstreckungsebenen der ihnen zugeordneten Kühler. Die Ebene,
in welcher sich das Gebläserad eines bevorzugt einzusetzenden Radialventilators dreht,
liegt dabei parallel zur Haupterstreckungsebene des zugeordneten Kühlers. Dadurch
ist es gewährleistet, dass die Kühlluft die bevorzugt parallel zu einer Seitenwand
der Kompressoranlage verlaufenden Kühler durchströmt und an einer senkrecht dazu verlaufenden
Oberseite der Kompressoranlage eingesaugt wird bzw. aus dieser heraustritt, ohne den
sonstigen Bauraum der Kompressoranlage durchströmen zu müssen. Eine ungewollte Temperatur-
oder Staubbelastung der weiteren Bestandteile der Kompressoranlage mit der von den
Kühlern abgegebenen Abwärme wird dadurch vermieden.
[0019] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform besitzt die Kompressoranlage eine Bodenplatte
sowie einen Gestellrahmen. Die einzelnen Bestandteile bzw. modulare Baueinheiten sind
auf der Bodenplatte montiert. Dies gestattet einen modularen Aufbau, sodass die Kompressoranlage
beispielsweise auf die Leistungsfähigkeit des Antriebs und des Verdichters an die
jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst werden kann. Der Gestellrahmen kann ebenfalls
zur Befestigung von Modulen verwendet werden, dient aber vorrangig der Halterung von
Gehäuseteilen.
[0020] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die mindestens zwei Gebläse,
die erste und zweite Kühlkammer, der Schmiermittelkühler und der Druckluftkühler in
einem selbsttragenden Kühlmodul zusammengefasst. Das Kühlmodul wird an der Bodenplatte
und/oder dem Gestellrahmen befestigt. Insbesondere bei Wartungsarbeiten kann das Kühlmodul
der Kompressoranlage einfach entnommen werden.
[0021] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betrieb einer Druckluft erzeugenden Kompressoranlage
werden von einer Steuereinheit mindestens zwei voneinander unabhängige Steuersignale
für zwei Gebläse bereitgestellt. Das erste Steuersignal wird in Abhängigkeit von der
Temperatur eines Schmiermittels erzeugt und steuert ein erstes Gebläse, welches einen
Schmiermittelkühler mit Kühlluft versorgt. Auf diese Weise kann der Kühlluftvolumenstrom
für den Schmiermittelkühler optimal gesteuert werden, um das Schmiermittel auf eine
vorbestimmte Betriebstemperatur zu kühlen. Weiterhin liefert das Verfahren ein zweites
Steuersignal, welches abhängig ist von der Temperatur der erzeugten Druckluft und
ein zweites Gebläse ansteuert. Das zweite Gebläse versorgt den Druckluftkühler mit
Kühlluft, sodass der Kühlluftvolumenstrom für den Druckluftkühler optimal gesteuert
werden kann, um die Druckluft auf eine vorbestimmte Gebrauchstemperatur zu kühlen.
[0022] Weiter Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, unter Bezugnahme
auf die Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1: eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Kompressoranlage;
Fig. 2: eine Ansicht der Kompressoranlage von oben.
[0023] Die nachfolgende Beschreibung der Einzelheiten der beispielhaft gezeigten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Kompressoranlage erfolgt unter gleichzeitiger Bezugnahme auf
die Figuren 1 und 2. Die grundsätzlichen Bestandteile der Kompressoranlage sind dem
Fachmann bekannt, sodass sie nur insoweit beschrieben werden müssen, wie ihre Einzelheiten
bzw. ihr Zusammenwirken für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
[0024] Die Kompressoranlage besitzt einen Antrieb 01, der bevorzugt als Elektromotor ausgestaltet
ist. Der Antrieb 01 wirkt mit einem Verdichter 02 zusammen, in welchem Umgebungsluft
komprimiert und als Druckluft bereitgestellt wird. Der Verdichter 02 ist bevorzugt
eine Flüssigkeitseingespritzter Verdichter und umfasst einen Druckbehälter 03, der
als Pufferspeicher für die erzeugte Druckluft dient. Diese Einheiten sind auf einer
Bodenplatte 05 angebracht.
[0025] Weiterhin umfasst die Kompressoranlage ein Kühlmodul 04, welches vorzugsweise als
selbsttragendes Modul aufgebaut ist und die nachfolgend erläuterten Komponenten enthält.
Bestandteil des Kühlmoduls 04 ist eine Gebläseeinheit, die im dargestellten Beispiel
ein erstes Gebläse 06 und ein zweites Gebläse 07 umfasst. Das erste Gebläse 06 fördert
Kühlluft über eine erste Kühlkammer 08 zu einem Schmiermittelkühler 09, sodass die
Kühlluft den Schmiermittelkühler 09 durchströmt. Das Kühlmodul 04 ist u.a. an einem
äußeren Gestellrahmen 10 befestigt. Strömungstechnisch getrennt von der ersten Kühlkammer
08 ist eine zweite Kühlkammer 11 ausgebildet, über welche das zweite Gebläse 07 Kühlluft
zu einem Druckluftkühler 12 fördert. Die Haupterstreckungsebenen des Schmiermittelkühlers
09 und des Druckluftkühlers 12 sind parallel zu einer Seitenwand der Kompressoranlage
ausgerichtet, verlaufen parallel zueinander, jedoch mit einem vorbestimmten Versatz,
sodass der Schmiermittelkühler 09 weiter außen und der Druckluftkühler 12 weiter innen
in der Kompressoranlage liegt. Der Strömungsverlauf durch die beiden Kühler 09, 12,
die zugeordneten Kühlkammern 08, 11 und die zugehörigen Gebläse 07, 12 ist damit parallel,
jedoch unabhängig voneinander gestaltet. Dadurch ist es möglich, das erste Gebläse
06 unabhängig vom zweiten Gebläse 07 anzusteuern und den jeweiligen Kühlluftvolumenstrom
an den spezifischen Bedarf des Schmiermittelkühlers 09 bzw. des Druckluftkühlers 12
anzupassen.
[0026] In Fig. 1 ist ersichtlich, dass der Schmiermittelkühler 09 an seiner Oberseite und
seiner Unterseite jeweils zwei Zu- und Abflussflansche 13 besitzt, über welche das
zu kühlende Schmiermittel, insbesondere Öl, dem Schmiermittelkühler 09 zugeführt bzw.
in gekühltem Zustand aus diesem abgeführt wird. Die zum Schmiermittelkühler 09 führenden
Schmiermittelleitungen 14 verlaufen im Bereich des Kühlmoduls 04 geradlinig in der
Ebene des Schmiermittelkühlers 09 und benötigen keine Umlenkungen, Winkelstücke oder
dergleichen. An die Schmiermittelleitungen 14 können flexible Schläuche 16 angeschlossen
werden, die das Schmiermittel zu den weiteren Einheiten der Kompressoranlage führen.
[0027] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist der Druckluftkühler 12 im dargestellten Beispiel
gegenüber dem Schmiermittelkühler 09 etwa um die Dicke des Schmiermittelkühlers 09
versetzt angeordnet. An seiner linken und rechten Seitenfläche besitzt der Druckluftkühler
12 ebenfalls Zu-und Abflussflansche 13, an welche Druckluftleitungen 17 angeschlossen
sind. Die vom Druckluftkühler 12 zur Außenseite der Kompressoranlage führende Druckluftleitung
17 kann aufgrund dieses Versatzes geradlinig und ohne Verjüngung an der nach innen
gerichteten Seite des Schmiermittelkühlers 09 vorbeigeführt werden. Dies gestattet
eine einfache Montage, die Verwendung preiswerter Druckluftleitungen und die Verkürzung
des Leitungsweges. Durch die Vermeidung von Verjüngungen und Umlenkungen innerhalb
der Druckluftleitung 17 können auch unerwünschte Geräuschbildungen bei der Abfuhr
der Druckluft vermieden werden. Außerdem ist es in vielen Anwendungsfällen wünschenswert,
wenn die Druckluftleitung an einer Seitenfläche der Kompressoranlage für den Anschluss
an die mit Druckluft zu versorgenden Einheiten zur Verfügung steht.
[0028] Es ist ersichtlich, dass in abgewandelten Ausführungsformen die versetzte Anordnung
zwischen Schmiermittelkühler und Druckluftkühler auch in umgekehrter Reihenfolge gewählt
werden kann, sodass der Druckluftkühler weiter außen und der Schmiermittelkühler weiter
innen liegt. Im Regelfall wird der Druckluftkühler kleinere Abmessungen aufweisen,
sodass sich dessen Anordnung in der oben beschriebenen Weise anbietet.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 01 -
- Antrieb
- 02 -
- Verdichter
- 03 -
- Druckbehälter
- 04 -
- Kühlmodul
- 05 -
- Bodenplatte
- 06 -
- Gebläse
- 07 -
- Gebläse
- 08 -
- Kühlkammer
- 09 -
- Schmiermittelkühler
- 10 -
- Gestellrahmen
- 11 -
- Kühlkammer
- 12 -
- Druckluftkühler
- 13 -
- Abflussflansch
- 14 -
- Schmiermittelleitung
- 15 -
- -
- 16 -
- Schlauch
- 17 -
- Druckluftleitung
1. Kompressoranlage zur Erzeugung von Druckluft umfassend:
- einen Antrieb (01);
- einen vom Antrieb (01) angetriebenen Verdichter (02);
- einen Schmiermittelkühler (09) in Strömungsverbindung mit dem Verdichter (02) zum
Kühlen eines Schmiermittels;
- einen Druckluftkühler (12) in Strömungsverbindung mit dem Verdichter (02) zum Kühlen
der vom Verdichter (02) erzeugten Druckluft;
- eine Gebläseeinheit in Kühlluft-Strömungsverbindung mit dem Schmiermittelkühler
(09) und dem Druckluftkühler (12);
- die Gebläseeinheit mindestens zwei durch voneinander unabhängige Signale steuerbare
Gebläse (06, 07) besitzt, die Kühlluft in voneinander getrennten ersten und zweiten
Kühlkammern (08, 11) fördern;
- die erste Kühlkammer (08) die Kühlluft an den Schmiermittelkühler (09) führt und
die zweite Kühlkammer (11) die Kühlluft an den Druckluftkühler (12) führt;- der Schmiermittelkühler
(09) und der Druckluftkühler (12) eine zueinander derart versetzte Anordnung haben,
dass die Achsen ihrer an ihren Seitenwänden angeordneten Zu- und Abflussflansche (13)
in unterschiedlichen Ebenen liegen;
wobei der Schmiermittelkühler (09) und der Druckluftkühler (12) in ihrer Haupterstreckungsebene
versetzt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schmiermittelkühler (09) und der Druckluftkühler (12) in ihrer Haupterstreckungsebene
so versetzt sind, dass mindestens eine Anschlussleitung (17), die an den weiter im
Inneren der Kompressoranlage angeordneten Kühler (12) angeschlossen ist, geradlinig
an dem weiter außen angeordneten Kühler (09) vorbei und außerhalb dessen geführt ist.
2. Kompressoranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gebläseradachsen der mindestens zwei Gebläse (06, 07) senkrecht zu den Haupterstreckungsebenen
der ihnen zugeordneten Kühler (09, 12) stehen, wobei die Gebläse vorzugsweise als
Radial- oder Tangentialventilatoren ausgebildet sind.
3. Kompressoranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Bodenplatte (05) und einen Gestellrahmen (10) aufweist, wobei an äußeren
Streben des Gestellrahmens Gehäuseteile anbringbar sind.
4. Kompressoranlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gebläse (06, 07), die erste und zweite Kühlkammer (08, 11) sowie der Schmiermittelkühler
(09) und der Druckluftkühler (12) in einem selbsttragenden Kühlmodul zusammengefasst
sind, welches am Gestellrahmen und/oder der Bodenplatte befestigt ist.
5. Kompressoranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckluftabgabeleitung (17) vom Abflussflansch (13) des Druckluftkühlers (12)
bis zu einem an der Außenseite der Kompressoranlage mündenden Druckluftabgabeflansch
geradlinig verläuft und abschnittsweise parallel zur Haupterstreckungsebene des Schmiermittelkühlers
(09).
6. Kompressoranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichter (02) ein Verdichter mit Flüssigkeitseinspritzung ist und dass das
Schmiermittel die Flüssigkeit ist, die in eine Verdichterkammer des Verdichters eingespritzt
wird.
7. Kompressoranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Antrieb (01) ein Elektromotor ist.
8. Kompressoranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel Öl ist.
9. Verfahren zum Betrieb einer Druckluft erzeugenden Kompressoranlage gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche, wobei
- mindestens zwei voneinander unabhängige Steuersignale für zwei Gebläse (06, 07)
bereitgestellt werden;
- das erste Steuersignal abhängig ist von der Temperatur eines Schmiermittels und
ein erstes Gebläse (06) ansteuert, welches einen Schmiermittelkühler (09) mit Kühlluft
versorgt, um das Schmiermittel auf eine vorbestimmte Betriebstemperatur zu kühlen;
- das zweite Steuersignal abhängig ist von der Temperatur der erzeugten Druckluft
und ein zweites Gebläse (07) ansteuert, welches einen Druckluftkühler (12) mit Kühlluft
versorgt, um die Druckluft auf eine vorbestimmte Gebrauchstemperatur zu kühlen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das erste Steuersignal den Kühlluftvolumenstrom des
ersten Gebläses (06) steuert, und das zweite Steuersignal den Kühlluftvolumenstrom
des zweiten Gebläses (07) steuert.
1. Compression system for generating compressed air, comprising:
- a drive (01);
- a compressor (02) powered by the drive (01);
- a lubricant cooler (09) in fluid connection with the compressor (02) for cooling
a lubricant;
- a compressed air cooler (12) in fluid connection with the compressor (02) for cooling
the compressed air generated by the compressor (02);
- a blower unit connected to the lubricant cooler (09) and the compressed air cooler
(12) for supplying cooled air thereto;
- the blower unit has at least two blowers (06, 07), which can be controlled by signals
that are independent of one another, and which convey cooled air into separate first
and second cooling chambers (08, 11);
- the first cooling chamber (08) conveys the cooled air to the lubricant cooler (09)
and the second cooling chamber (11) conveys the cooled air to the compressed air cooler
(12);
- the lubricant cooler (09) and the compressed air cooler (12) are offset relative
to one another such that the axes of their inflow and outflow flanges (13) disposed
on their lateral walls lie in different planes;
wherein the lubricant cooler (09) and the compressed air cooler (12) are offset in
their main plane of extension,
characterized in that the lubricant cooler (09) and the compressed air cooler (12) are offset in their
main plane of extension, such that at least one connecting line (17), which is connected
to the cooler (12) disposed further inward in the compression system, is guided in
a straight line past the cooler (09) disposed further outward, and outside thereof.
2. Compression system according to claim 1, characterized in that the blower wheel axes of the at least two blowers (06, 07) are perpendicular to the
main planes of extension of the coolers (09, 12) dedicated thereto, wherein the blowers
are preferably configured as radial or tangential ventilators.
3. Compression system according to one of claims 1 to 2, characterized in that it has a base plate (05) and a rack (10), wherein housing parts can be attached to
outer braces of the rack.
4. Compression system according to claim 3, characterized in that the blowers (06, 07), the first and second cooling chambers (08, 11), and the lubricant
cooler (09) and the compressed air cooler (12) are combined to form a self-supporting
cooling module, which is affixed to the rack and/or the base plate.
5. Compression system according to one of claims 1 to 4, characterized in that a compressed air discharge line (17) runs in a straight line from the outflow flange
(13) of the compressed air cooler (12) to a compressed air discharge flange opening
onto the outside of the compression system, and is parallel in sections to the main
plane of extension of the lubricant cooler (09).
6. Compression system according to one of claims 1 to 5, characterized in that the compressor (02) is a compressor with a liquid injection, and in that the lubricant is the liquid that is injected into a compression chamber of the compressor.
7. Compression system according to one of claims 1 to 6, characterized in that the drive (01) is an electric motor.
8. Compression system according to one of claims 1 to 7, characterized in that the lubricant is oil.
9. Method for operating a compression system that generates compressed air according
to one of the preceding claims, wherein
- at least two independent control signals are provided for two blowers (06, 07);
- the first control signal depends on the temperature of a lubricant and activates
a first blower (06), which supplies a lubricant cooler (09) with cooled air, in order
to cool the lubricant to a predetermined operating temperature;
- the second control signal depends on the temperature of the compressed air that
is generated, and activates a second blower (07), which supplies a compressed air
cooler (12) with cooled air, in order to cool the compressed air to a predetermined
service temperature.
10. Method according to claim 9, wherein the first control signal controls the cooled
air volume flow of the first blower (06), and the second control signal controls the
cooled air volume flow of the second blower (07).
1. Système de compression pour la génération d'air comprimé, comprenant :
- un entraînement (01) ;
- un compresseur (02) entraîné par l'entraînement (01) ;
- un refroidisseur de lubrifiant (09) en communication fluidique avec le compresseur
(02) pour refroidir un lubrifiant ;
- un refroidisseur d'air comprimé (12) en communication fluidique avec le compresseur
(02) pour refroidir l'air comprimé généré par le compresseur (02) ;
- une unité de soufflantes en communication fluidique d'air de refroidissement avec
le refroidisseur de lubrifiant (09) et le refroidisseur d'air comprimé (12) ;
- l'unité de soufflantes possédant au moins deux soufflantes (06, 07) commandables
par des signaux indépendants les uns des autres et qui transportent l'air de refroidissement
dans des première et deuxième chambres de refroidissement (08,11) séparées l'une de
l'autre ;
- la première chambre de refroidissement (08) guidant l'air de refroidissement vers
le refroidisseur de lubrifiant (09) et la deuxième chambre de refroidissement (11)
guidant l'air de refroidissement vers le refroidisseur d'air comprimé (12) ;
- le refroidisseur de lubrifiant (09) et le refroidisseur d'air comprimé (12) ayant
une disposition décalée l'un par rapport à l'autre de manière à ce que les axes de
leurs brides d'alimentation et d'évacuation (13) disposées sur leurs parois latérales
se trouvent dans des plans différents ;
dans lequel le refroidisseur de lubrifiant (09) et le refroidisseur d'air comprimé
(12) sont décalés dans leur plan d'extension principal,
caractérisé en ce que le refroidisseur de lubrifiant (09) et le refroidisseur d'air comprimé (12) sont
décalés dans leur plan d'extension principal de sorte à ce qu'au moins une conduite
de raccordement (17) qui est raccordée au refroidisseur (12) disposé plus loin à l'intérieur
du système de compression soit guidée en ligne droite le long du refroidisseur (09)
disposé plus loin à l'extérieur et en dehors de celui-ci.
2. Système de compression selon la revendication 1, caractérisé en ce que les axes de roue de soufflante des au moins deux soufflantes (06, 07) se dressent
perpendiculairement aux plans d'extension principaux des refroidisseurs (09,12) qui
leur sont associés, les soufflantes étant de préférence réalisées sous forme de ventilateurs
radiaux ou tangentiels.
3. Système de compression selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce qu'il présente une plaque de fond (05) et un cadre de bâti (10), des pièces d'enceinte
pouvant être installées au niveau de traverses extérieures du cadre de bâti.
4. Système de compression selon la revendication 3, caractérisé en ce que les soufflantes (06, 07), les première et deuxième chambres de refroidissement (08,
11), de même que le refroidisseur de lubrifiant (09) et le refroidisseur d'air comprimé
(12), sont regroupés dans un module de refroidissement autoporteur qui est fixé au
cadre de bâti et/ou à la plaque de fond.
5. Système de compression selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une conduite de distribution d'air comprimé (17) s'étend en ligne droite depuis la
bride d'évacuation (13) du refroidisseur d'air comprimé (12) jusqu'à une bride de
distribution d'air comprimé débouchant au niveau de la face extérieure du système
de compression et par sections parallèlement au plan d'extension principal du refroidisseur
de lubrifiant (09).
6. Système de compression selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le compresseur (02) est un compresseur doté d'une injection de liquide et en ce que le lubrifiant est le liquide qui est injecté dans une chambre de compresseur du compresseur.
7. Système de compression selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'entraînement (01) est un moteur électrique.
8. Système de compression selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le lubrifiant est de l'huile.
9. Procédé de fonctionnement d'un système de compression générant de l'air comprimé selon
l'une des revendications précédentes, dans lequel
- au moins deux signaux de commande indépendants l'un de l'autre pour deux soufflantes
(06, 07) sont émis ;
- le premier signal de commande dépend de la température d'un lubrifiant et commande
une première soufflante (06) qui alimente un refroidisseur de lubrifiant (09) en air
de refroidissement afin de refroidir le lubrifiant jusqu'à une température de fonctionnement
prédéfinie ;
- le deuxième signal de commande dépend de la température de l'air comprimé généré
et commande une deuxième soufflante (07) qui alimente un refroidisseur d'air comprimé
(12) en air de refroidissement afin de refroidir l'air comprimé jusqu'à une température
d'usage prédéfinie.
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel le premier signal de commande commande
le débit volumique d'air de refroidissement de la première soufflante (06), et le
deuxième signal de commande commande le débit volumique d'air de refroidissement de
la deuxième soufflante (07).